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Anfrage im Ausschuss Kunst und Kultur "Integration der Industriegeschichte im Stadtentwicklungsgebiet Mülheim-Süd"

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 3442/2019 vom 08.10.2019

Stand: Am 04.11.2019 in der Bezirksvertretung 9 (Mülheim) beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.

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  • Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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    Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/61/1 613 Tuch Sa Vorlagen-Nummer 08.10.2019 3442/2019 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Kunst und Kultur 08.10.2019 Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 04.11.2019 Anfrage im Ausschuss Kunst und Kultur "Integration der Industriegeschichte im Stadtentwicklungsgebiet Mülheim-Süd" Anfragetext: Entlang der Deutz-Mülheimer Straße siedelten sich im 19. Jahrhundert einige der bald wichtigsten und bekanntesten Kölner Industrieunternehmen an: Die Waggonfabriken van der Zypen & Charlier, das Stahlwerk van der Zypen und vor allem die Gasmotorenfabrik Deutz, die erste Motorenfabrik der Welt. Nach Einstellung bzw. Verlagerung der Produktion hat die Stadt Köln für diesen Bereich eine neue städtebauliche Entwicklung angestoßen. In den seinerzeit öffentlich vorgestellten Planungsent- würfen wurde die industriekulturellen Vergangenheit durch die Umnutzung von zentralen Industrie- denkmalen und ein Industriemuseum als identitätsstiftender und prägender Teil des Viertels einbezo- gen. Seither ist jedoch in diese Richtung nichts mehr geschehen. Jegliche vorbereitende Maßnahmen, etwa eine aktualisierte Bewertung und Dokumentation der erhaltenen historischen Bauten sind unse- res Wissens nach nicht erfolgt. Stattdessen fanden umfangreiche Abbrüche historischer Substanz ohne jegliche begleitende Dokumentation statt. Auch für ein Industriemuseum gibt es, soweit bekannt, keine konkreten Vorbereitungen. Gut ein Jahrzehnt nach Beginn der Planungen ist deshalb mit Nachdruck die Frage zu stellen: In welcher Weise will die Verwaltung die in den ursprünglichen Planungen genannten und dargestell- ten Bestandteile des Konzeptes – den Erhalt eines aussagekräftigen industriekulturellen Baubestan- des und die Einrichtung eines Industriemuseums – umsetzen? Beantwortung der Verwaltung: Die aktuelle städtebauliche Planung (1 abgeschlossenes Bebauungsplanverfahren, 6 laufende) be- rücksichtigt die Anforderungen der Unteren Denkmalschutzbehörde als zuständige Fachbehörde voll- umfänglich. Alle denkmalrelevanten Planungen erfolgen in direkter Abstimmung mit dem Stadtkon- servator. Die städtebaulichen Konzepte für die einzelnen städtebaulichen Projekte basieren auf den in den letzten 20 Jahren umfassend und abschließend erörterten denkmalpflegerischen Gesichtspunk- ten zum baulichen Bestand der Industriekultur im Mülheimer Süden. Aussagen zu konkreten Nachnutzungen insbesondere im Hinblick auf das genannte Industriemuseum lassen sich zum gegenwärtigen Stand der Planung nicht treffen. Im abgeschlossenen Bebauungs- planverfahren 69460/07 "Euroforum Nord" sehen die unter dem Entwicklungstitel "Cologneo I" lau- fenden Bauanträge/Baugenehmigungen in Abstimmung mit dem Stadtkonservator und dem Rheini- schen Amt für Denkmalpflege eine vielfältige gewerbliche bzw. eine Nutzung als Hostel/Gastronomie vor. gez. Greitemann

Beratungsverlauf

  1. 08.10.2019

    Ausschuss Kunst und Kultur

    Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  2. 04.11.2019 zuletzt

    Bezirksvertretung 9 (Mülheim)

    TOP 10.2.7, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen

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