A-R/0039/2019
Zugunsten von Artenvielfalt: Mehr Grün statt Schotter in den Gärten
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a-r-0039-2019-Schottergärten vermeiden
3177 Zeichen
Antrag an den Rat Nr.: A-R/0039/2019
SPD -Fraktion
im Rat der Stadt Münster
Bahnhofstraße 9
48143 Münster
Tel. (0251) 45 314
Fax (0251) 511 750
www.spd-muenster.de
Zugunsten von Artenvielfalt: Mehr Grün statt Schotter
in den Gärten
Ratsantrag
Der Rat der Stadt Münster möge beschließen:
1. In Neubaugebieten wird durch Festsetzungen im Bebauungsplan das Anlegen von Gär-
ten mit dem Hauptgestaltungsmerkmal Stein, Platten oder Schotter (sogenannte „Schot-
tergärten“) als Ziergestaltung untersagt und stattdessen die Gestaltung als bepflanzte
Gärten („grüne Gärten“) festgelegt.
2. Die Verwaltung wird beauftragt, geeignete städtischen Flächen (u. a. Mittelstreifen, Mit-
telinseln, Flächen vor städtischen Gebäuden) entsprechend neu zu gestalten oder zu-
rückzubauen.
3. Die Verwaltung wird beauftragt, die Friedhofssatzung in den Bestimmungen zur Gestal-
tung der Grabstätten, wo nötig, entsprechend anzupassen.
4. Die Verwaltung wird beauftragt, ein Anreizsystem zum Rückbau von bestehenden soge-
nannten „Schottergärten“ zu entwickeln.
Begründung:
In den Medien wird der dramatische Rückgang der Insekten und nachfolgend von Vögeln ein-
drucksvoll beschrieben. Untersuchungen belegen durch Langzeitbeobachtungen die auch in der
Stadt wahrzunehmende Alltagserfahrung, dass in den vergangenen Jahren immer weniger In-
sekten anzutreffen sind.
Dazu trägt nicht nur in die intensive Landwirtschaft und der großflächige Einsatz von chemi-
schen Mitteln bei. Auch innerhalb der Wohngebiete wird durch die vermehrte Anlage von soge-
nannten „Schottergärten“ - Gärten mit intensiver und vorrangiger Verwendung von Steinplatten
oder Schotter als Ziergestaltung - der Verlust von Nahrungs- und Rückzugsmöglichkeiten von
Insekten vorangetrieben. Auch auf den städtischen Friedhofsanlagen nimmt eine Gestaltung von
Gräbern mit Steinen bzw. Schotter zu.
Für eine nachhaltige und ökologische Stadtentwicklung ist daher die Vermeidung der Anlage
weiterer steinerner (Vor-)Gärten, der Rückbau bereits angelegter Schottergärten und das För-
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dern von Vegetationsflächen notwendig. Diese Maßnahme trägt zur Verbesserung des Kleinkli-
mas durch geringere Aufheizung und zum Hochwasserschutz durch Erweiterung der Versicke-
rungsflächen bei.
Dem aktuellen Gestaltungstrend des „Schotter(vor)gartens“ sind bereits zahlreiche Gemeinden
und Städte entgegengetreten: Xanten, Mülheim, Aachen, Dortmund, etc..
In Münster könnten durch eine entsprechende Festsetzung langjährige städtische Projekte wie
„Münster blüht auf“ und aktuelle Projekte des NABU wie „Münster summt auf“ aufgenommen
und in die Stadtentwicklung eingeschrieben werden.
Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Fraktion im Rat der Stadt Münster
Dr. Michael Jung Stephan Brinktrine Doris Feldman n
Philipp Hagemann Marius Herwig Dr. Cornelia Jäge r
Mathias Kersting Michael Kleyboldt Marianne Koch
Katharina Köhnke Thomas Kollmann Gaby Kubig-Stel tig
Hedwig Liekefedt Mustafa Schat Anne Schulze Wintz ler
Petra Seyfferth Ludger Steinmann Beate Vilhjalmsson
Maria Winkel
Beratungsverlauf (1)
Orte (1)
- Bahnhofstraße 9
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Details
- Aktenzeichen
- A-R/0039/2019
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 14.05.2019
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37