2019/0091
Konversion Lincoln-Siedlung- Bauliche Infrastrukturmaßnahmen Quartiersmitte Planung und Umsetzung der Neubaumaßnahme Grundschule mit Turnhalle und Kindertagesstätte
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- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
13..03.2019
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat V
Dezernat IV
Dezernat II
Amt: Dezernat I
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
I 65
II 40
IV 20
V 51
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2019/0091
Magistratsbeschluss-Nr.
116
Internetfähig
Produkt-Nr.: 211010
Kostenstelle: 040-016-1000 Investitionsnummer: 14040-8005 (Schule/Kita)
Kostenträger: 2110-11 Sachkonto:
Betreff: Konversion Lincoln-Siedlung- Bauliche Infrastrukturmaßnahmen Quartiersmitte
Planung und Umsetzung der Neubaumaßnahme Grundschule mit Turnhalle und
Kindertagesstätte
Vorlage vom: 12.03.2019
Beschlussvorschlag:
1. Analyse und Bewertung des o.a. Projektes durch die DSE nach Übergabe von IDA werden
zur Kenntnis genommen.
2. Der Berücksichtigung der neu bewerteten Vergabe – und Ausführungsrisiken werden zur
Kenntnis genommen.
3. Der Betrachtung als Gesamtprojekt (Kita, Schule und Möblierung) und der damit
einhergehenden Neuordnung der Investitionsnummern wird zugestimmt.
4. Die sich hieraus ergebende Erhöhung der Investitionsmittel für das Gesamtprojekt von
27.850.000,00 € auf gerundet 33.762.000,00 € wird zugestimmt
- 3 -
Anlagen:
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom 20.03.2019
Der Vorlage wird zugestimmt.
- 4 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 12.03.2019
Beschlusslage zum Zeitpunkt der Projektübergabe an die DSE (01.09.2018):
Mit Beschluss der Magistratsvorlage Nr. 2017/0248 vom 28.07.2017 und Beschluss der
Stadtverordnetenversammlung vom 28.09.2017 (V -Nr. 2017/0248) wurden für die
Neubaumaßnahme „Grundschule mit Turnhalle und Kindertagesstätte“ in der Lincoln -
Siedlung auf Grundlage der damals vom Büro Waechter + Waechter Architekten BDA
erstellten vertieften Kostenschätzung Investitionsmittel BAU (ohne Ausstattung und Kunst am
Bau) in Höhe von 26.400.000,00 € genehmigt. Diese Mittel beinhalteten einen Risikozuschlag
von ca. 10 % für Unvorhergesehenes in Höhe von 2.395.000,00 €.
Für bewegliche Ausstattung mit Anteilen für Schule und Kita werden zu sätzliche Mittel in
Höhe von 1.450.000,00 € zur Verfügung gestellt.
Die Gesamtsumme wurde wie folgt auf die Gebäudenutzungen verteilt:
Neubau Schule und Turnhalle 24.800.000,00 €
Neubau Kita 1.600.000,00 €
Gesamtprojektsumme Investiv Bau 26.400.000,00 €
Vorsorgliche Mittelanmeldung Ausstattung 1.450.000,00 €
Die Finanzierung stellt sich zum Beschlusszeitpunkt 2018 wie f olgt dar:
2016 IDA 800.000,00 €
2017 IDA 2.000.000,00 €
2018 IDA 6.500.000,00 €
2019 Kernhaushalt 13.000.000,00 €
2020 Kernhaushalt / IDA 4.100.000,00 €
Summe 26.400.000,00 €
2019 Vorsorgliche Mittelanmeldung Aus stattung 1.450.000,00 € (Schule und Kita)
Kernhaushalt
Gesamt 27.850.000,00 €
- 5 -
Projektsachstand (Stand Februar 2019) zur aktuellen Vorlage
Neubewertung des Projektverlaufs und der Kostensituation :
Im Zeitraum vom 3 Quartal 2018 – 1. Quartal 2019 wurden Mittel von rund 4.460.000, - €
verausgabt. Für das weitere Jahr 2019 wird ein Mittelabfluss von 6.410.000, - € erwartet. Die
Gesamtsumme von 10.870.000,- € ist im genehmigten Haushaltsplan 2019 entsprechend
abgedeckt. Die Planungen für die Mittel bereitstellungen 2020f werden im Zuge der jeweiligen
Haushaltsanmeldungen berücksichtigt. Durch die Umstellung auf eine Mittelabflussplanung
kann das notwendige Kreditvolumen entsprechend auf den Bauablauf angepasst werden.
Im Juli 2018 wurde ein offenes EU-weites Vergabeverfahren für die Rohbauarbeiten
durchgeführt, bei dem nur zwei Angebote abgegeben wurden. Das Vergabeverfahren musste
im August 2018 aufgehoben werden. Bieter 1 gab ein Angebot ab, welches nicht den
Ausschreibungsunterlagen entsprach. Bie ter 2 gab ein Angebot in Höhe von 8,1 Mio. € ab,
welches nicht wirtschaftlich erschien, da es 2,08 Mio. € über de m bepreisten
Leistungsverzeichnis der Architekten lag. Dieses offene Verfahren wurde an die DSE
übergeben. Gemäß § 3a, VOB/A wurde anschließend mit den beiden Bietern ein
Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb durchgeführt.
Im Dezember 2018 gingen die überarbeiteten Angebote beider Bieter form - und fristgerecht
ein. Bieter 1 gab ein Angebot in Höhe von 7,46 Mio. € ab. Bieter 2 gab ein A ngebot in Höhe
von 7,92 Mio. € abgegeben. Das günstigere Angebot liegt demnach mit rund 1,44 Mio. €
24 % über der Kostenberechnung in Höhe von 6,02 Mio. €. Dennoch wurde der
Vergabeverlust durch den Verfahrenswechsel gegenüber der ersten Ausschreibung um ca.
600.000,- € reduziert.
Bei Übergabe des Projektes an die DSE war bereits durch die Überarbeitung der Planung und
fehlende Vergaben ein Verzug von 11 Monaten vorhanden. Die Dringlichkeit und Erfordernis
der Umsetzung der neuen Grundschule und Kita für die Lincolnsiedlung ist in Anbetracht des
Baufortschritts und der Fertigstellung der neuen Wohnbebauungen im Quartier sehr hoch.
Die Rohbauarbeiten wurden im Dezember 2018 beauftragt, Baubeginn ist im März 2019.
Die durch die DSE durchgeführte Überprüfun g der in der Magistratsvorlage -Nr. 2017/0248
ausgewiesenen Kosten hat ergeben, dass unter Berücksichtigung der aktuellen
Marktsituation das Projekt zu den genannten Gesamtkosten in Höhe von 27, 85 Mio. € nicht
realisierbar ist. Ein Gewerke weises Risikomana gement kommt zur Empfehlung, das Vergabe-
und Ausführungsrisiko- für die Kostengruppen KG 300 – KG 500 in diesem Projekt mit ca. 23
% anzunehmen. Zudem wurden die Baunebenkosten in der ursprünglichen
Kostenberechnung mit 22 % der Baukosten eindeutig zu gering angesetzt, das Projekt steht
hier bei 29%, die Statistik weist für vergleichbare Projekte Werte zwischen 25% und 35%
aus.
Auf Grund der sehr guten Konjunkturlage im Baugewerbe sowie weiterer Teuerungen im
Lohn- und Materialbereich kann eine Kostenübe rschreitung bei den nun auszuschreibenden
Leistungen nicht ausgeschlossen werden. Die Aufschlüsselung des Vergabe - und
Ausführungsrisiko auf die einzelnen Gewerke führt zu einer aktiven Steuerungsmöglichkeit
des Projektes. Weiter in der Kostenprognose zu erfassen ist der Marktindex bis zum
Zeitpunkt der Vergabe des letzten Gewerks. Diese detaillierte Aufschlüsselung wird der
Vorlage aufgrund der Transparenz für den Markt der Bieter nicht beigefügt, um hier eines der
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wesentlichen Steuerungstools möglichen B ietern nicht zugänglich zu machen und einer
Wettbewerbsverzerrung vorzubeugen.
Vergaberisiko:
Vom Zeitpunkt der Kostenberechnung (November/2017) bis November 2018 stieg der
Baupreisindex um ca. 5 %. Bei der Bewertung des Vergaberisikos wurde nun davon
ausgegangen, dass die Beauftragung des noch nicht vergebenen Bauvolumens bis III. Quartal
2020 weitgehend erfolgt ist.
Der Marktindex bildet jedoch kein Vergaberisiko ab. In der (öffentlichen) Bauvergabe existiert
derzeit ein eindeutiger Bietermarkt mit sehr wenigen Bietern und hohen Angebotspreisen.
Dies führt dazu, dass die einzelnen Gewerke nicht zu den berechneten Kosten vergeben
werden können. Je nach Gewerk ist das Risiko bei 9 bis 20 % als Zulage einzustufen,
Ausreißer bei den gelaufenen Vergaben liege n bei 50 % über dem bepreisten
Leistungsverzeichnis. Der Vergabeterminplan wurde in Folge gestrafft, um bei nicht
wirtschaftlichen Ausschreibungen ausreichend Zeit für eine zweite Marktbefragung schaffen
bzw. die Vergabeunterlagen/Verfahrensart ändern zu k önnen. Das erhöhte Vergaberisiko ist
in die Kostenprognose eingearbeitet.
Ausführungsrisiko:
Das Ausführungsrisiko beziffert die zu erwartenden Kosten von Nachtragsbeauftragungen,
welche aus berechtigten und nicht abwehrbaren Mehraufwendungen bei der Ausführung von
Bauleistungen resultieren.
Bei den fertig gestellten Erdarbeiten für das Projekt hat sich gezeigt, dass ein Risikozuschlag
in Höhe von 10 % für Unvorhergesehenes nicht ausreichend war. Nach Schlussrechnung der
Leistungen für dieses Gewerk wird ein Zuschlag in Höhe von 20 % erforderlich sein.
Es wird bei diesem Projekt empfohlen, von einem Ausführungsrisiko von 5 bis 18 % je nach
Gewerk auszugehen. Das Ausführungsrisiko wird nun wie das Vergaberisiko gewerkeweise
gesteuert und verfolgt. Das Ausführungsrisiko ist in die Kostenprognose eingearbeitet.
Kostenprognose:
Die bisher eingefahrenen Vergabeverluste haben die ursprüngliche Risikovorsorge von
2.395.000,00 € unter Berücksichtigung des Ausführungsrisikos nahezu a ufgebraucht. Diese
Risikorückstellung sollte im Projekt die Kosten für Nachträge und Unvorhergesehenes
während der Bauausführung decken und nicht zur Deckung von Vergabeverlusten genutzt
werden.
Um die Vergabe- und Ausführungsrisiken sowie die zu niedrig angesetzten Baunebenkosten
berücksichtigen zu können, sind für das Projekt zusä tzliche Mittel in Höhe von
5.911.294,42€ erforderlich.
Die erforderlichen Finanzmittel erhöhen sich somit von 27.850.000,00€ auf 33.761.294,42€,
wobei die Summe die Gesamtprojektkosten inklusive der Ausstattung beziffert.
Es werden mögliche Einsparpotentiale weiter untersucht. Aktuell wird für das Dachtragwerk
der Turnhalle eine Alternative geplant, die bautechnisch optimiert wird. Des Weiteren wird
eine Reduktion der innenliegenden Verglasung angestrebt . Für diese Maßnahmen wird mit
einer Kosteneinsparung im sechs stelligen Bereich gerechnet.
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Finanzierung Ausstattung:
Die Finanzierung der gesamten Möblierungen war in der Beschlusslage vom August 2017 mit
einer Summe von 1.45 Mio € vorsorglich vorgesehen (Investitionsnr. 17040-1501)
Auf Grundlage der Kostenberechnung des Büro Waechter wurde mit Hilfe des BKI Wertes für
Ausstattung einen Gesamtbedarf von 1.635.000, - € (Einbaumöbel und lose Möbel) ermittelt,
die sich wie folgt verteilen:
Es sind somit für Möblierung
Kindergarten: 219.519,69 €
Schule: 1.356.495,56 €
Turnhalle: 59.970,78 €
vorgesehen und in die Gesamtprojektsumme aufgenommen worden.
Finanzierung Gesamtmaßnahme
Die derzeitigen Investitionsnummern: 14040-8005 Konversion Grundschule
16051-8655 Neubau Kita Lincolnsiedlung
17040-1501 Konversion Grundschule (Möbel)
werden zur besseren Koordination auf die Investitionsnummer 14040 -8005
zusammengeführt.
Die Gesamtsumme beläuft sich auf 33.761.294,42 €, gerundet 33.762.000,00 €.
Die zusätzliche Mittel in Höhe von 5.912.000,00 €, die im Rahmen der
Haushaltsanmeldungen eingebracht werden, sind bereitzustellen. Die Neuverteilung der
Jahresraten erfolgt gemäß der Mittelabflussplanung.
Die Aktivierung der Investition wird in Abstimmung mit der Kämmerei nach Fertigstellung der
Gesamtmaßnahme über die Flächenanteile Kita/Schule ermittelt.
Zeitplanung Gegenüberstellung Beschlusslage - Neubewertung:
Projektstand Beschlusslage 08/2017
Beginn Rohbauarbeiten 03 / 2019 04 / 2018
Voraussichtliche Baufertigstellung 02 / 2021 04 / 2020
Inbetriebnahme 04 / 2021 06 / 2020
Übergabe 06 / 2021 08 / 2020
Die Vorlage wurde durch die DSE koordiniert und zusammengestellt.
Darmstadt, 12.03.2019
Dezernat I Dezernat II Dezernat IV Dezernat V
Jochen Partsch Rafael Reißer André Schellenberg Barbara Akdeniz
Oberbürgermeister Bürgermeister Stadtkämmerer Stadträtin
anlage 3
335 Zeichen
Punkt 12: Konversion Lincoln-Siedlung- Bauliche Infrastrukturmaßnahmen Quartiersmitte Planung und Umsetzung der Neubaumaßnahme Grundschule mit Turnhalle und Kindertagesstätte (V-Nr. 2019/0091) Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Stimmenthaltungen: Fraktionen SPD, AfD und UWIGA
anlage 5
282 Zeichen
Punkt 15: Konversion Lincoln-Siedlung- Bauliche Infrastrukturmaßnahmen Quartiersmitte Planung und Umsetzung der Neubaumaßnahme Grundschule mit Turnhalle und Kindertagesstätte (V-Nr. 2019/0091) Der Vorlage wird zugestimmt. Stimmenthaltung: FDP, UWIGA und 2 Stimmen aus AfD
2019/0091
11755 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
13..03.2019
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat V
Dezernat IV
Dezernat II
Amt: Dezernat I
OBW bei abschl. B e-
schlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2019/0091
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 211010
Kostenstelle: 040-016-1000 Investitionsnummer: 14040-8005 (Schule/Kita)
Kostenträger: 2110-11 Sachkonto:
Betreff: Konversion Lincoln -Siedlung- Bauliche Infrastrukturmaßnahmen Quartiersmitte Pl a-
nung und Umsetzung der Neubaumaßnahme Grundschule mit Turnhalle und Kinde r-
tagesstätte
Vorlage vom: 12.03.2019
Beschlussvorschlag :
1. Analyse und Bewertung des o.a. Projektes durch die DSE nach Übergabe von IDA werden
zur Kenntnis genommen.
2. Der Berücksichtigung der neu bewerteten Vergabe – und Ausführungsrisiken werden zur
Kenntnis genommen.
3. Der Betrachtung als Gesamtprojekt (Kita, Schule und Möblierung) und der damit einhe r-
gehenden Neuordnung der Investitionsnummern wird zugestimmt.
4. Die sich hieraus ergebende Erhöhung der Investitionsmittel für das Gesamtprojekt von
27.850.000,00 € auf gerundet 33.762.000,00 € wird zugestimmt
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Anlagen:
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
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Begründung zur Magistratsvorlage vom 12.03.2019
Beschlusslage zum Zeitpunkt der Projektübergabe an die DSE (01.09.2018) :
Mit Beschluss der Magistratsvorlage Nr. 2017/0248 vom 28.07.2017 und Beschluss der
Stadtverordnetenversammlung vom 28.09.2017 (V -Nr. 2017/0248) wurden für die Neuba u-
maßnahme „Grundschule mit Turnhalle und Kindertagesstätte“ in der Lincoln -Siedlung auf
Grundlage der damals vom Büro Waechter + Waechter Architek ten BDA erstellten vertieften
Kostenschätzung Investitionsmittel BAU (ohne Ausstattung und Kunst am Bau) in Höhe von
26.400.000,00 € genehmigt. Diese Mittel beinhalteten einen Risikozuschlag von ca. 10 % für
Unvorhergesehe nes in Höhe von 2.395.000,00 €.
Für bewegliche Ausstattung mit Anteilen für Schule und Kita werden zu sätzliche Mittel in
Höhe von 1.450 .000,00 € zur Verfügung gestellt.
Die Gesamtsumme wurde wie folgt auf die Gebäudenutzungen verteilt:
Neubau Schule und Turnhalle 24.800.000,00 €
Neubau Kita 1.600.000,00 €
Gesamtprojektsumme Investiv Bau 26.400.000,00 €
Vorsorgliche Mittelanmeldung Ausstattung 1.450.000,00 €
Die Finanzierung stellt sich zum Beschlusszeitpunkt 2018 wie folgt dar:
2016 IDA 800.000,00 €
2017 IDA 2.000.000,00 €
2018 IDA 6.500.000,00 €
2019 Kernhaushalt 13.000.000,00 €
2020 Kernhaushalt / IDA 4.100.000,00 €
Summe 26.400.000,00 €
2019 Vorsorgliche Mittelanmeldung Ausstattung 1.450.000,00 € (Schule und Kita)
Kernhaushalt
Gesamt 27.850.000,00 €
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Projektsachstand (Stand Februar 2019) zur aktuellen Vorlage
Neubewertung des Projektverlaufs und der Kostensituation :
Im Zeitraum vom 3 Quartal 2018 – 1. Quartal 2019 wurden Mittel von rund 4.460.000, - €
verausgabt. Für das weitere Jahr 2019 wird ein Mittelabfluss von 6.410.000, - € erwartet. Die
Gesamtsumme von 10.870.000, - € ist im genehmigten Haushaltsplan 2019 entsprechend
abgedeckt. Die Planungen für die Mittelbereitstellungen 2020f werden im Zuge der jeweiligen
Haushaltsanmeldungen berücksichtigt. Durch die Umstellung auf eine Mittelabflussplanung
kann das notwendige Kreditvolumen entsprechend auf den Bauablauf angepasst werden.
Im Juli 2018 wurde ein offenes EU -weites Vergabeverfahren für die Rohbauarbeiten durchg e-
führt, bei dem nur zwei Angebote abgegeben wurden. Das Vergabeverfahren musste im A u-
gust 2018 aufgehoben werden. Bieter 1 gab ein Angebot ab, welches nicht den Ausschre i-
bungsunterlagen entsprach. Bieter 2 gab ein Angebot in Höhe von 8,1 Mio. € ab, welches
nicht wirtschaftlich erschien, da es 2,08 Mio. € über de m bepreisten Leistungsverzeichnis der
Architekten lag. Dieses offene Verfahren wurde an die DSE übergeben. Gemäß § 3a, VOB/A
wurde anschließend mit den beiden Bietern ein Verhandlungsverfahren ohne Te ilnahmewett-
bewerb durchgeführt.
Im Dezember 2018 gingen die überarbeiteten Angebote beider Bieter form - und fristgerecht
ein. Bieter 1 gab ein Angebot in Höhe von 7,46 Mio. € ab. Bieter 2 gab ein Angebot in Höhe
von 7,92 Mio. € abgegeben. Das günstigere Angebot liegt demnach mit rund 1,44 Mio. €
24 % über der Kostenberec hnung in Höhe von 6,02 Mio. €. Dennoch wurde der Vergabeve r-
lust durch den Verfahrenswechsel gegenüber der ersten Ausschreibung um ca. 600.000, - €
reduziert.
Bei Übergabe des Projektes a n die DSE war bereits durch die Überarbeitung der Planung und
fehlende Vergaben ein Verzug von 11 Monaten vorhanden. Die Dringlichkeit und Erfordernis
der Umsetzung der neuen Grundschule und Kita für die Lincolnsiedlung ist in Anbetracht des
Baufortschritt s und der Fertigstellung der neuen Wohnbebauungen im Quartier sehr hoch.
Die Rohbauarbeiten wurden im Dezember 2018 beauftragt, Baubeginn ist im März 2019.
Die durch die DSE durchgeführte Überprüfung der in der Magistratsvorlage -Nr. 2017/0248
ausgewiesenen Kosten hat ergeben, dass unter Berücksichtigung der aktuellen Marktsituat i-
on das Projekt zu den genannten Gesamtkosten in Höhe von 27, 85 Mio. € nicht realisierbar
ist. Ein Gewerke weises Risikomanagement kommt zur Empfehlung, das Vergabe- und Aus-
führungsrisiko- für die Kostengruppen KG 300 – KG 500 in diesem Projekt mit ca. 23 % an-
zunehmen. Zudem wurden d ie Baunebenkosten in der ursprünglichen Kostenberechnung mit
22 % der Baukosten eindeutig zu gering angesetzt , das Projekt steht hier bei 29%, die Sta-
tistik weist für vergleichbare Projekte Werte zwischen 25% und 35% aus.
Auf Grund der sehr guten Konjunkturlage im Baugewerbe sowie weiterer Teuerungen im
Lohn- und Materialbereich kann eine Kostenüberschreitung bei den nun auszuschreibenden
Leistungen nich t ausgeschlossen werden. Die Aufschlüsselung des Vergabe - und Ausfüh-
rungsrisiko auf die einzelnen Gewerke führt zu einer aktiven Steuerungsmöglichkeit des Pr o-
jektes. Weiter in der Kostenprognose zu erfa ssen ist der Marktindex bis zum Zeitpunkt der
Vergabe des letzten Gewerks. Diese detaillierte Aufschlüsselung wird der Vorlage aufgrund
der Transparenz für den Markt der Bieter nicht beigefügt, um hier eines der wesentlichen
Steuerungstools möglichen Bietern nicht zugänglich zu machen und einer Wettbewerbsve r-
zerrung vorzubeugen.
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Vergaberisiko:
Vom Zeitpunkt der Kostenberechnung (November/2017) bis November 2018 stieg der Ba u-
preisindex um ca. 5 %. Bei der Bewertung des Vergaberisikos wurde nun davon ausgega n-
gen, dass die Beauftragung des noch nicht vergebenen Bauvolumens bis III. Quartal 2020
weitgehend erfolgt ist.
Der Marktindex bildet jedoch kein Vergaberisiko ab. In der (öffentlichen) Bauvergabe existiert
derzeit ein eindeutiger Bietermarkt mit sehr wenigen Bietern und hohen Angebotspreisen.
Dies führt daz u, dass die einzelnen Gewerke nicht zu den berechneten Kosten vergeben we r-
den können. Je nach Gewerk ist das Risiko bei 9 bis 20 % als Zulage einzustufen, Ausreißer
bei den gelaufenen Vergaben liegen bei 50 % über dem bepreisten Leistungsverzeichnis. Der
Vergabeterminplan wurde in Folge gestrafft, um bei nicht wirtschaftlichen Ausschreibungen
ausreichend Zeit für eine zweite Marktbefragung schaffen bzw. die Vergabeunterl a-
gen/Verfahrensart ändern zu können. Das erhöhte Vergaberisiko ist in die Kostenprognose
eingearbeitet.
Ausführungsrisiko:
Das Ausführungsrisiko beziffert die zu erwartenden Kosten von Nachtragsbeauftragungen,
welche aus berechtigten und nicht abwehrbaren Mehraufwendungen bei der Ausführung von
Bauleistungen resultieren.
Bei den fertig gestellten Erdarbeiten für das Projekt hat sich gezeigt, dass ein Risikozuschlag
in Höhe von 10 % für Unvorhergesehenes nicht ausreichend war. Nach Schlussrechnung der
Leistungen für dieses Gewerk wird ein Zuschlag in Höhe v on 20 % erforderl ich sein.
Es wird bei diesem Projekt empfohlen, von einem Ausführungsrisiko von 5 bis 18 % je nach
Gewerk auszugehen. Das Ausführungsrisiko wird nun wie das Vergaberisiko gewerkeweise
gesteuert und verfolgt. Das Ausführungsrisiko ist in die Kostenprognose eingearbeitet.
Kostenprognose :
Die bisher eingefahrenen Vergabeverluste haben die ursprüngliche Risikovorsorge von
2.395.000,00 € unter Berücksichtigung des Ausführungsrisikos nahezu aufgebraucht. Diese
Risikorückstellung sollte im Projekt die Kosten für Nachträge und Unvorhergesehenes wä h-
rend der Bauausführung decken und nicht zur Deckung von Vergabeverlusten genutzt we r-
den.
Um die Vergabe - und Ausführungsrisiken sowie die zu niedrig angesetzten Baunebenkosten
berücksichtigen zu können, sind für das Pro jekt zusätzliche Mittel in Höhe von
5.911.294,42 € erforderlich.
Die erforderlichen Finanzmittel erhöhen sich somit von 2 7.850.000,00€ auf 33.761.294,42€,
wobei die Summe die Gesamtprojektkosten inklusive der Ausstattung beziffert.
Es werden mögliche Eins parpotentiale weiter untersucht . Aktuell wird für das Dachtragwerk
der Turnhalle eine Alternative geplant, die bautechnisch optimiert wird. Des Weiteren wird
eine Reduktion der innenliegenden Verglasung angestrebt . Für diese Maßnahmen wird mit
einer Kosteneinsparung im sechs stelligen Bereich gerechnet.
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Finanzierung Ausstattung :
Die Finanzierung der gesamten Möblierungen war in der Beschlusslage vom August 2017 mit
einer Summe von 1.45 Mio € vorsorglich vorgesehen (Investitionsnr. 17040 -1501)
Auf Grundlage der Kostenberechnung des Büro Waechter wurde mit Hilfe des BKI Wertes für
Ausstattung einen Gesamtbedarf von 1.635.000, - € (Einbaumöbel und lose Möbel) ermittelt,
die sich wie folgt verteilen:
Es sind somit für Möblierung
Kindergarten: 219.519,69 €
Schule: 1.356.495,56 €
Turnhalle: 59.970,78 €
vorgesehen und in die Gesamtprojektsumme aufgenommen worden.
Finanzierung Gesamtmaßnahme
Die derzeitigen Investitionsnummern: 14040-8005 Konversion Grundschule
16051-8655 Neubau Kita Lincolnsiedlung
17040-1501 Konversion Grundschule (Möbel)
werden zur besseren Koordination auf die Investitionsnummer 14040 -8005 zusammeng e-
führt.
Die Gesamtsumme beläuft sich auf 33.761.294,42 €, gerundet 33.762.000,00 €.
Die zusätzliche Mittel in Höhe von 5.912.000,00 €, die im Rahmen der Haushaltsanmeldu n-
gen eingebracht werden, sind bereitzustellen. Die Neuverteilung der Jahresraten erfolgt g e-
mäß der Mittelabflussplanung.
Die Aktivierung der Investition wird in Absti mmung mit der Kämmerei nach Fertigstellung der
Gesamtmaßnahme über die Flächenanteile Kita/Schule ermittelt.
Zeitplanung Gegenüberstellung Beschlusslage - Neubewertung:
Projektstand Beschlusslage 08/2017
Beginn Rohbauarbeiten 03 / 2019 04 / 2018
Voraussichtliche Baufertigstellung 02 / 2021 04 / 2020
Inbetriebnahme 04 / 2021 06 / 2020
Übergabe 06 / 2021 08 / 2020
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Die Vorlage wurde durch die DSE koordiniert und zusammengestellt.
Darmstadt, 12.03.2019
Dezernat I Dezernat II Dezernat IV Dezernat V
Jochen Partsch Rafael Reißer André Schellenberg Barbara Akdeniz
Oberbürgermeister Bürgermeister Stadtkämmerer Stadträtin
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Punkt 13: Konversion Lincoln-Siedlung- Bauliche Infrastrukturmaßnahmen Quartiersmitte Planung und Umsetzung der Neubaumaßnahme Grundschule mit Turnhalle und Kindertagesstätte (V-Nr. 2019/0091) Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Gegenstimmen: SPD, Die Linke. und UWIGA
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Punkt 7: Konversion Lincoln-Siedlung- Bauliche Infrastrukturmaßnahmen Quartiersmitte Planung und Umsetzung der Neubaumaßnahme Grundschule mit Turnhalle und Kindertagesstätte (V-Nr. 2019/0091) Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Enthaltungen: Fraktionen SPD und UWIGA
Beratungsverlauf (4)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2019/0091
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 12.03.2019
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00