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2019/0091

Konversion Lincoln-Siedlung- Bauliche Infrastrukturmaßnahmen Quartiersmitte Planung und Umsetzung der Neubaumaßnahme Grundschule mit Turnhalle und Kindertagesstätte

Magistratsvorlage 12.03.2019

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- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
13..03.2019 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat       an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss 
Dezernat V 
Dezernat IV 
Dezernat II  
Amt: Dezernat I 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
I 65 
II 40 
IV 20 
V 51 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2019/0091 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
116 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 211010 
Kostenstelle: 040-016-1000 Investitionsnummer: 14040-8005 (Schule/Kita) 
Kostenträger: 2110-11 Sachkonto:       
 
Betreff: Konversion Lincoln-Siedlung- Bauliche Infrastrukturmaßnahmen Quartiersmitte 
Planung und Umsetzung der Neubaumaßnahme Grundschule mit Turnhalle und 
Kindertagesstätte 
 
Vorlage vom: 12.03.2019 
 
Beschlussvorschlag: 
1. Analyse und Bewertung des o.a. Projektes durch die DSE nach Übergabe von IDA werden 
zur Kenntnis genommen. 
2. Der Berücksichtigung der neu bewerteten Vergabe – und Ausführungsrisiken werden zur 
Kenntnis genommen. 
3. Der Betrachtung als Gesamtprojekt (Kita, Schule und Möblierung) und der damit 
einhergehenden Neuordnung der Investitionsnummern wird zugestimmt.  
4. Die sich hieraus ergebende Erhöhung der Investitionsmittel für das Gesamtprojekt von 
27.850.000,00  € auf gerundet 33.762.000,00 € wird zugestimmt

- 3 - 
 
Anlagen:   
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom 20.03.2019 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.

- 4 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 12.03.2019  
 
Beschlusslage zum Zeitpunkt der Projektübergabe an die DSE (01.09.2018): 
 
Mit Beschluss der Magistratsvorlage Nr. 2017/0248 vom 28.07.2017 und Beschluss der 
Stadtverordnetenversammlung vom 28.09.2017 (V -Nr. 2017/0248) wurden für die 
Neubaumaßnahme „Grundschule mit Turnhalle und Kindertagesstätte“ in der Lincoln -
Siedlung auf Grundlage der damals vom Büro Waechter + Waechter Architekten BDA 
erstellten vertieften Kostenschätzung Investitionsmittel BAU (ohne Ausstattung und Kunst am 
Bau) in Höhe von 26.400.000,00 € genehmigt. Diese Mittel beinhalteten einen Risikozuschlag 
von ca. 10 % für Unvorhergesehenes in Höhe von 2.395.000,00 €.  
Für bewegliche Ausstattung mit Anteilen für Schule und Kita werden zu sätzliche Mittel in 
Höhe von 1.450.000,00 € zur Verfügung gestellt.  
 
Die Gesamtsumme wurde wie folgt auf die Gebäudenutzungen verteilt:  
 
 Neubau Schule und Turnhalle  24.800.000,00 € 
 Neubau Kita       1.600.000,00 € 
Gesamtprojektsumme Investiv Bau    26.400.000,00 € 
  
Vorsorgliche Mittelanmeldung Ausstattung     1.450.000,00 € 
 
Die Finanzierung stellt sich zum Beschlusszeitpunkt 2018 wie f olgt dar: 
 
2016 IDA           800.000,00 €  
2017 IDA        2.000.000,00 € 
2018 IDA         6.500.000,00 € 
2019 Kernhaushalt     13.000.000,00 € 
2020 Kernhaushalt / IDA      4.100.000,00 € 
 
Summe       26.400.000,00 € 
 
2019 Vorsorgliche Mittelanmeldung Aus stattung   1.450.000,00 € (Schule und Kita)  
 Kernhaushalt 
 
Gesamt      27.850.000,00 €

- 5 - 
Projektsachstand (Stand Februar 2019) zur aktuellen Vorlage  
 
Neubewertung des Projektverlaufs und der Kostensituation : 
 
Im Zeitraum vom 3 Quartal 2018 – 1. Quartal 2019 wurden Mittel von rund 4.460.000, - € 
verausgabt. Für das weitere Jahr 2019 wird ein Mittelabfluss von 6.410.000, - € erwartet. Die 
Gesamtsumme von 10.870.000,- € ist im genehmigten Haushaltsplan 2019 entsprechend 
abgedeckt. Die Planungen für die Mittel bereitstellungen 2020f werden im Zuge der jeweiligen 
Haushaltsanmeldungen berücksichtigt. Durch die Umstellung auf eine Mittelabflussplanung 
kann das notwendige Kreditvolumen entsprechend auf den Bauablauf angepasst werden.  
 
Im Juli 2018 wurde ein offenes EU-weites Vergabeverfahren für die Rohbauarbeiten 
durchgeführt, bei dem nur zwei Angebote abgegeben wurden. Das Vergabeverfahren musste 
im August 2018 aufgehoben werden. Bieter 1 gab ein Angebot ab, welches nicht den 
Ausschreibungsunterlagen entsprach. Bie ter 2 gab ein Angebot in Höhe von 8,1 Mio. € ab, 
welches nicht wirtschaftlich erschien, da es 2,08 Mio. € über de m bepreisten 
Leistungsverzeichnis der Architekten  lag. Dieses offene Verfahren wurde an die DSE 
übergeben. Gemäß § 3a, VOB/A wurde anschließend  mit den beiden Bietern ein 
Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb durchgeführt.  
 
Im Dezember 2018 gingen die überarbeiteten Angebote beider Bieter form - und fristgerecht 
ein. Bieter 1 gab ein Angebot in Höhe von 7,46 Mio. € ab. Bieter 2 gab ein A ngebot in Höhe 
von 7,92 Mio. € abgegeben. Das günstigere Angebot liegt demnach mit rund 1,44 Mio. €   
24 % über der Kostenberechnung in Höhe von 6,02 Mio. €. Dennoch wurde der 
Vergabeverlust durch den Verfahrenswechsel gegenüber der ersten Ausschreibung um  ca. 
600.000,- € reduziert. 
 
Bei Übergabe des Projektes an die DSE war bereits durch die Überarbeitung der Planung und 
fehlende Vergaben ein Verzug von 11 Monaten vorhanden. Die Dringlichkeit und Erfordernis 
der Umsetzung der neuen Grundschule und Kita für  die Lincolnsiedlung ist in Anbetracht des 
Baufortschritts und der Fertigstellung der neuen Wohnbebauungen im Quartier sehr hoch.  
Die Rohbauarbeiten wurden im Dezember 2018 beauftragt, Baubeginn ist im März  2019. 
 
Die durch die DSE durchgeführte Überprüfun g der in der Magistratsvorlage -Nr. 2017/0248 
ausgewiesenen Kosten hat ergeben, dass unter Berücksichtigung der aktuellen 
Marktsituation das Projekt zu den genannten Gesamtkosten in Höhe von 27, 85 Mio. € nicht 
realisierbar ist. Ein Gewerke weises Risikomana gement kommt zur Empfehlung, das  Vergabe- 
und Ausführungsrisiko- für die Kostengruppen KG 300 – KG 500 in diesem Projekt mit ca. 23 
% anzunehmen. Zudem wurden die Baunebenkosten in der ursprünglichen 
Kostenberechnung mit 22 % der Baukosten eindeutig zu gering angesetzt, das Projekt steht 
hier bei 29%, die Statistik weist für vergleichbare Projekte Werte zwischen 25% und 35% 
aus.  
 
Auf Grund der sehr guten Konjunkturlage im Baugewerbe sowie weiterer Teuerungen im 
Lohn- und Materialbereich kann eine Kostenübe rschreitung bei den nun auszuschreibenden 
Leistungen nicht ausgeschlossen werden.  Die Aufschlüsselung des Vergabe - und 
Ausführungsrisiko auf die einzelnen Gewerke führt zu einer aktiven Steuerungsmöglichkeit 
des Projektes. Weiter in der Kostenprognose zu erfassen ist der Marktindex bis zum 
Zeitpunkt der Vergabe des letzten Gewerks.  Diese detaillierte Aufschlüsselung wird der 
Vorlage aufgrund der Transparenz für den Markt der Bieter nicht beigefügt, um hier eines der

- 6 - 
wesentlichen Steuerungstools möglichen B ietern nicht zugänglich zu machen und einer 
Wettbewerbsverzerrung vorzubeugen.  
 
Vergaberisiko: 
 
Vom Zeitpunkt der Kostenberechnung (November/2017) bis November 2018 stieg der 
Baupreisindex um ca. 5 %. Bei der Bewertung des Vergaberisikos wurde nun davon 
ausgegangen, dass die Beauftragung des noch nicht vergebenen Bauvolumens bis III. Quartal 
2020 weitgehend erfolgt ist. 
Der Marktindex bildet jedoch kein Vergaberisiko ab. In der (öffentlichen) Bauvergabe existiert 
derzeit ein eindeutiger Bietermarkt mit sehr  wenigen Bietern und hohen Angebotspreisen. 
Dies führt dazu, dass die einzelnen Gewerke nicht zu den berechneten Kosten vergeben 
werden können. Je nach Gewerk ist das Risiko bei 9 bis 20 % als Zulage einzustufen, 
Ausreißer bei den gelaufenen Vergaben liege n bei 50 % über dem bepreisten 
Leistungsverzeichnis. Der Vergabeterminplan wurde in Folge gestrafft, um bei nicht 
wirtschaftlichen Ausschreibungen ausreichend Zeit für eine zweite Marktbefragung schaffen 
bzw. die Vergabeunterlagen/Verfahrensart ändern zu k önnen. Das erhöhte Vergaberisiko ist 
in die Kostenprognose eingearbeitet.  
 
Ausführungsrisiko: 
 
Das Ausführungsrisiko beziffert die zu erwartenden Kosten von Nachtragsbeauftragungen, 
welche aus berechtigten und nicht abwehrbaren Mehraufwendungen bei der Ausführung von 
Bauleistungen resultieren.  
 
Bei den fertig gestellten Erdarbeiten für das Projekt hat sich gezeigt, dass ein Risikozuschlag 
in Höhe von 10 % für Unvorhergesehenes nicht ausreichend war. Nach Schlussrechnung der 
Leistungen für dieses Gewerk wird ein Zuschlag in Höhe von 20 % erforderlich sein.  
Es wird bei diesem Projekt empfohlen, von einem Ausführungsrisiko von 5 bis 18 % je nach 
Gewerk auszugehen. Das Ausführungsrisiko wird nun wie das Vergaberisiko gewerkeweise 
gesteuert und verfolgt. Das Ausführungsrisiko ist in die Kostenprognose eingearbeitet.  
 
Kostenprognose: 
 
Die bisher eingefahrenen Vergabeverluste haben die ursprüngliche Risikovorsorge von 
2.395.000,00 € unter Berücksichtigung des Ausführungsrisikos nahezu a ufgebraucht. Diese 
Risikorückstellung sollte im Projekt die Kosten für Nachträge und Unvorhergesehenes 
während der Bauausführung decken und nicht zur Deckung von Vergabeverlusten genutzt 
werden. 
 
Um die Vergabe- und Ausführungsrisiken sowie die zu niedrig angesetzten Baunebenkosten 
berücksichtigen zu können, sind für das Projekt zusä tzliche Mittel in Höhe von 
5.911.294,42€ erforderlich.  
Die erforderlichen Finanzmittel  erhöhen sich somit von 27.850.000,00€ auf 33.761.294,42€, 
wobei die Summe die Gesamtprojektkosten inklusive der Ausstattung beziffert.  
 
Es werden mögliche Einsparpotentiale  weiter untersucht. Aktuell wird für das Dachtragwerk 
der Turnhalle eine Alternative geplant, die bautechnisch optimiert wird. Des Weiteren wird 
eine Reduktion der innenliegenden Verglasung angestrebt . Für diese Maßnahmen wird mit 
einer Kosteneinsparung im sechs stelligen Bereich gerechnet.

- 7 - 
 
 
 
 
 
Finanzierung Ausstattung: 
 
Die Finanzierung der gesamten Möblierungen war in der Beschlusslage vom August 2017 mit 
einer Summe von 1.45 Mio € vorsorglich vorgesehen (Investitionsnr. 17040-1501) 
 
Auf Grundlage der Kostenberechnung des Büro Waechter wurde mit Hilfe des BKI Wertes für 
Ausstattung einen Gesamtbedarf von 1.635.000, - € (Einbaumöbel und lose Möbel) ermittelt, 
die sich wie folgt verteilen: 
 
Es sind somit für Möblierung  
 
Kindergarten:     219.519,69 € 
Schule:  1.356.495,56 € 
Turnhalle:       59.970,78 € 
 
vorgesehen und in die Gesamtprojektsumme aufgenommen worden.  
 
Finanzierung Gesamtmaßnahme 
 
Die derzeitigen Investitionsnummern:  14040-8005 Konversion Grundschule  
      16051-8655 Neubau Kita Lincolnsiedlung  
      17040-1501 Konversion Grundschule (Möbel)  
 
werden zur besseren Koordination auf die Investitionsnummer 14040 -8005 
zusammengeführt. 
 
Die Gesamtsumme beläuft sich auf 33.761.294,42 €, gerundet 33.762.000,00 €.  
Die zusätzliche Mittel in Höhe von 5.912.000,00 €, die im Rahmen der 
Haushaltsanmeldungen eingebracht werden, sind bereitzustellen. Die Neuverteilung der 
Jahresraten erfolgt gemäß der Mittelabflussplanung.  
 
Die Aktivierung der Investition wird in Abstimmung mit der Kämmerei nach Fertigstellung der 
Gesamtmaßnahme über die Flächenanteile Kita/Schule ermittelt.  
 
Zeitplanung Gegenüberstellung Beschlusslage - Neubewertung: 
 
      Projektstand  Beschlusslage 08/2017 
 
Beginn Rohbauarbeiten   03 / 2019  04 / 2018 
Voraussichtliche Baufertigstellung   02 / 2021  04 / 2020 
Inbetriebnahme    04 / 2021  06 / 2020 
Übergabe     06 / 2021  08 / 2020

Die Vorlage wurde durch die DSE koordiniert und zusammengestellt.  
 
Darmstadt, 12.03.2019 
Dezernat I  Dezernat II  Dezernat IV  Dezernat V 
 
 
 
 
Jochen Partsch Rafael Reißer  André Schellenberg Barbara Akdeniz  
Oberbürgermeister Bürgermeister  Stadtkämmerer Stadträtin

anlage 3

335 Zeichen

Punkt 12: Konversion Lincoln-Siedlung- Bauliche Infrastrukturmaßnahmen Quartiersmitte 
Planung und Umsetzung der Neubaumaßnahme Grundschule mit Turnhalle und 
Kindertagesstätte 
 (V-Nr. 2019/0091) 
 
Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage 
zuzustimmen. 
  
Stimmenthaltungen: Fraktionen SPD, AfD und UWIGA

anlage 5

282 Zeichen

Punkt 15: Konversion Lincoln-Siedlung- Bauliche Infrastrukturmaßnahmen Quartiersmitte 
Planung und Umsetzung der Neubaumaßnahme Grundschule mit Turnhalle und 
Kindertagesstätte 
 (V-Nr. 2019/0091) 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.  
 
Stimmenthaltung: FDP, UWIGA und 2 Stimmen aus AfD

2019/0091

11755 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
13..03.2019 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat       an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat V 
Dezernat IV 
Dezernat II  
Amt: Dezernat I 
 OBW bei abschl. B e-
schlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2019/0091 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 211010 
Kostenstelle:  040-016-1000 Investitionsnummer:  14040-8005 (Schule/Kita)  
Kostenträger:  2110-11 Sachkonto:       
 
Betreff: Konversion Lincoln -Siedlung- Bauliche Infrastrukturmaßnahmen Quartiersmitte Pl a-
nung und Umsetzung der Neubaumaßnahme Grundschule mit Turnhalle und Kinde r-
tagesstätte 
 
Vorlage vom: 12.03.2019 
 
Beschlussvorschlag : 
1. Analyse und Bewertung des o.a. Projektes durch die DSE nach Übergabe von IDA werden 
zur Kenntnis genommen.  
2. Der Berücksichtigung der neu bewerteten Vergabe – und Ausführungsrisiken werden zur 
Kenntnis genommen.  
3. Der Betrachtung als Gesamtprojekt (Kita, Schule und Möblierung) und der damit einhe r-
gehenden Neuordnung der Investitionsnummern wird zugestimmt.  
4. Die sich hieraus ergebende Erhöhung der Investitionsmittel für das Gesamtprojekt von 
27.850.000,00  €  auf gerundet 33.762.000,00 € wird zugestimmt

- 2 - 
Anlagen:   
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom  12.03.2019  
 
Beschlusslage zum Zeitpunkt der Projektübergabe an die DSE (01.09.2018) : 
 
Mit Beschluss der Magistratsvorlage Nr. 2017/0248 vom 28.07.2017 und Beschluss der 
Stadtverordnetenversammlung vom 28.09.2017 (V -Nr. 2017/0248) wurden für die Neuba u-
maßnahme „Grundschule mit Turnhalle und Kindertagesstätte“ in der Lincoln -Siedlung auf 
Grundlage der damals vom Büro Waechter + Waechter Architek ten BDA erstellten vertieften 
Kostenschätzung Investitionsmittel BAU (ohne Ausstattung und Kunst am Bau) in Höhe von 
26.400.000,00 € genehmigt. Diese Mittel beinhalteten einen Risikozuschlag von ca. 10 % für 
Unvorhergesehe nes in Höhe von 2.395.000,00 €.  
Für bewegliche Ausstattung mit Anteilen für Schule und Kita werden zu sätzliche Mittel in 
Höhe von 1.450 .000,00 € zur Verfügung gestellt.  
 
Die Gesamtsumme wurde wie folgt auf die Gebäudenutzungen verteilt:  
 
 Neubau Schule und Turnhalle   24.800.000,00 €  
 Neubau Kita       1.600.000,00 €  
Gesamtprojektsumme Investiv Bau    26.400.000,00 €  
  
Vorsorgliche Mittelanmeldung Ausstattung     1.450.000,00 €  
 
Die Finanzierung stellt sich zum Beschlusszeitpunkt 2018 wie folgt dar:  
 
2016 IDA           800.000,00 €  
2017 IDA        2.000.000,00 €  
2018 IDA         6.500.000,00 €  
2019 Kernhaushalt     13.000.000,00 €  
2020 Kernhaushalt / IDA       4.100.000,00 €  
 
Summe       26.400.000,00 €  
 
2019 Vorsorgliche Mittelanmeldung Ausstattung    1.450.000,00 € (Schule und Kita)  
 Kernhaushalt 
 
Gesamt      27.850.000,00 €

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Projektsachstand (Stand Februar 2019) zur aktuellen Vorlage  
 
Neubewertung des Projektverlaufs und der Kostensituation : 
 
Im Zeitraum vom 3 Quartal 2018 – 1. Quartal 2019 wurden Mittel von rund 4.460.000, - € 
verausgabt. Für  das weitere Jahr 2019 wird ein Mittelabfluss von 6.410.000, - € erwartet. Die 
Gesamtsumme von 10.870.000, - € ist im genehmigten Haushaltsplan 2019 entsprechend 
abgedeckt. Die Planungen für die Mittelbereitstellungen 2020f werden im Zuge der jeweiligen 
Haushaltsanmeldungen berücksichtigt. Durch die Umstellung auf eine Mittelabflussplanung 
kann das notwendige Kreditvolumen entsprechend auf den Bauablauf angepasst werden.  
 
Im Juli 2018 wurde ein offenes EU -weites Vergabeverfahren für die Rohbauarbeiten durchg e-
führt, bei dem nur zwei Angebote abgegeben wurden. Das Vergabeverfahren musste im A u-
gust 2018 aufgehoben werden. Bieter 1 gab ein Angebot ab, welches nicht den Ausschre i-
bungsunterlagen entsprach. Bieter 2 gab ein Angebot in Höhe von 8,1 Mio. € ab, welches 
nicht wirtschaftlich erschien, da es 2,08 Mio. € über de m bepreisten Leistungsverzeichnis der 
Architekten lag. Dieses offene Verfahren wurde an die DSE übergeben. Gemäß § 3a, VOB/A 
wurde anschließend mit den beiden Bietern ein Verhandlungsverfahren ohne Te ilnahmewett-
bewerb durchgeführt.  
 
Im Dezember 2018 gingen die überarbeiteten Angebote beider Bieter form - und fristgerecht 
ein. Bieter 1 gab ein Angebot in Höhe von 7,46 Mio. € ab. Bieter 2 gab ein Angebot in Höhe 
von 7,92 Mio. € abgegeben. Das günstigere Angebot liegt demnach mit rund 1,44 Mio. €   
24 % über der Kostenberec hnung in Höhe von 6,02 Mio. €. Dennoch wurde der Vergabeve r-
lust durch den Verfahrenswechsel gegenüber der ersten Ausschreibung um ca. 600.000, - € 
reduziert. 
 
Bei Übergabe des Projektes a n die DSE war bereits durch die Überarbeitung der Planung und 
fehlende Vergaben ein Verzug von 11 Monaten vorhanden. Die Dringlichkeit und Erfordernis 
der Umsetzung der neuen Grundschule und Kita für die Lincolnsiedlung ist in Anbetracht des 
Baufortschritt s und der Fertigstellung der neuen Wohnbebauungen im Quartier sehr hoch.  
Die Rohbauarbeiten wurden im Dezember 2018 beauftragt, Baubeginn ist im März  2019. 
 
Die durch die DSE durchgeführte Überprüfung der in der Magistratsvorlage -Nr. 2017/0248 
ausgewiesenen Kosten hat ergeben, dass unter Berücksichtigung der aktuellen Marktsituat i-
on das Projekt zu den genannten Gesamtkosten in Höhe von 27, 85 Mio. € nicht realisierbar 
ist. Ein Gewerke weises Risikomanagement kommt zur Empfehlung, das  Vergabe- und Aus-
führungsrisiko- für die Kostengruppen KG 300 – KG 500 in diesem Projekt  mit ca. 23 % an-
zunehmen. Zudem wurden d ie Baunebenkosten in der ursprünglichen  Kostenberechnung mit 
22 % der Baukosten eindeutig zu gering angesetzt , das Projekt steht hier bei 29%,  die Sta-
tistik weist für vergleichbare Projekte Werte zwischen 25% und 35% aus.  
 
Auf Grund der sehr guten Konjunkturlage im Baugewerbe sowie weiterer Teuerungen im 
Lohn- und Materialbereich kann eine Kostenüberschreitung bei den nun auszuschreibenden 
Leistungen nich t ausgeschlossen werden.  Die Aufschlüsselung des Vergabe - und Ausfüh-
rungsrisiko auf die einzelnen Gewerke führt zu einer aktiven Steuerungsmöglichkeit des Pr o-
jektes. Weiter in der Kostenprognose zu erfa ssen ist der Marktindex bis zum Zeitpunkt  der 
Vergabe des letzten Gewerks.  Diese detaillierte Aufschlüsselung wird der Vorlage aufgrund 
der Transparenz für den Markt der Bieter nicht beigefügt, um hier eines der wesentlichen 
Steuerungstools möglichen Bietern nicht zugänglich zu machen und einer Wettbewerbsve r-
zerrung vorzubeugen.

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Vergaberisiko:  
 
Vom Zeitpunkt der Kostenberechnung (November/2017) bis November 2018 stieg der Ba u-
preisindex um ca. 5 %. Bei der Bewertung des Vergaberisikos wurde nun davon ausgega n-
gen, dass die Beauftragung des noch nicht vergebenen  Bauvolumens bis III. Quartal 2020 
weitgehend erfolgt ist.  
Der Marktindex bildet jedoch kein Vergaberisiko ab. In der (öffentlichen) Bauvergabe existiert 
derzeit ein eindeutiger Bietermarkt mit sehr wenigen Bietern und hohen Angebotspreisen. 
Dies führt daz u, dass die einzelnen Gewerke nicht zu den berechneten Kosten vergeben we r-
den können. Je nach Gewerk ist das Risiko bei 9 bis 20 % als Zulage einzustufen, Ausreißer 
bei den gelaufenen Vergaben liegen bei 50 % über dem bepreisten Leistungsverzeichnis. Der 
Vergabeterminplan wurde in Folge gestrafft, um bei nicht wirtschaftlichen Ausschreibungen 
ausreichend Zeit für eine zweite Marktbefragung schaffen bzw. die Vergabeunterl a-
gen/Verfahrensart ändern zu können. Das erhöhte Vergaberisiko ist in die Kostenprognose  
eingearbeitet.  
 
Ausführungsrisiko:  
 
Das Ausführungsrisiko beziffert die zu erwartenden Kosten von Nachtragsbeauftragungen, 
welche aus berechtigten  und nicht abwehrbaren  Mehraufwendungen bei der Ausführung von 
Bauleistungen resultieren.  
 
Bei den fertig gestellten Erdarbeiten für das Projekt hat sich gezeigt, dass ein Risikozuschlag 
in Höhe von 10 % für Unvorhergesehenes nicht ausreichend war. Nach Schlussrechnung der 
Leistungen für dieses Gewerk wird ein Zuschlag in Höhe v on 20 % erforderl ich sein. 
Es wird bei diesem Projekt empfohlen, von einem Ausführungsrisiko von 5 bis 18 % je nach 
Gewerk auszugehen. Das Ausführungsrisiko wird nun wie das Vergaberisiko gewerkeweise 
gesteuert und verfolgt.  Das Ausführungsrisiko ist in die Kostenprognose eingearbeitet.  
 
Kostenprognose : 
 
Die bisher eingefahrenen Vergabeverluste haben die ursprüngliche Risikovorsorge von 
2.395.000,00 €  unter Berücksichtigung des Ausführungsrisikos nahezu aufgebraucht. Diese 
Risikorückstellung sollte im Projekt die Kosten für  Nachträge und Unvorhergesehenes wä h-
rend der Bauausführung decken und nicht zur Deckung von Vergabeverlusten genutzt we r-
den. 
 
Um die Vergabe - und Ausführungsrisiken sowie die zu niedrig angesetzten Baunebenkosten 
berücksichtigen zu können, sind für das Pro jekt zusätzliche Mittel in Höhe von 
5.911.294,42 € erforderlich.  
Die erforderlichen Finanzmittel  erhöhen sich somit von 2 7.850.000,00€ auf 33.761.294,42€, 
wobei die Summe die Gesamtprojektkosten inklusive der Ausstattung beziffert.  
 
Es werden mögliche Eins parpotentiale  weiter untersucht . Aktuell wird für das Dachtragwerk 
der Turnhalle eine Alternative geplant, die bautechnisch optimiert wird. Des Weiteren wird 
eine Reduktion der innenliegenden Verglasung angestrebt . Für diese Maßnahmen wird mit 
einer Kosteneinsparung im sechs stelligen Bereich gerechnet.

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Finanzierung Ausstattung : 
 
Die Finanzierung der gesamten Möblierungen war in der Beschlusslage vom August 2017 mit 
einer Summe von 1.45  Mio € vorsorglich vorgesehen (Investitionsnr. 17040 -1501) 
 
Auf Grundlage der Kostenberechnung des Büro Waechter wurde mit Hilfe  des BKI Wertes für 
Ausstattung einen Gesamtbedarf von 1.635.000, - € (Einbaumöbel und lose Möbel) ermittelt, 
die sich wie folgt verteilen:  
 
Es sind somit für Möblierung  
 
Kindergarten:     219.519,69 € 
Schule:  1.356.495,56 €  
Turnhalle:       59.970,78 € 
 
vorgesehen und in die Gesamtprojektsumme aufgenommen worden.  
 
Finanzierung Gesamtmaßnahme  
 
Die derzeitigen Investitionsnummern:  14040-8005 Konversion Grundschule  
      16051-8655 Neubau Kita Lincolnsiedlung  
      17040-1501 Konversion Grundschule (Möbel)  
 
werden zur besseren Koordination auf die Investitionsnummer 14040 -8005 zusammeng e-
führt. 
 
Die Gesamtsumme beläuft sich auf 33.761.294,42 €, gerundet 33.762.000,00  €. 
Die zusätzliche Mittel in Höhe von 5.912.000,00 €, die im Rahmen der Haushaltsanmeldu n-
gen eingebracht werden, sind bereitzustellen. Die Neuverteilung der Jahresraten erfolgt g e-
mäß der Mittelabflussplanung.  
 
Die Aktivierung der Investition wird in Absti mmung mit der Kämmerei nach Fertigstellung der 
Gesamtmaßnahme über die Flächenanteile Kita/Schule ermittelt.  
 
Zeitplanung Gegenüberstellung Beschlusslage - Neubewertung:  
 
      Projektstand  Beschlusslage 08/2017  
 
Beginn Rohbauarbeiten    03 / 2019  04 / 2018 
Voraussichtliche Baufertigstellung   02 / 2021  04 / 2020 
Inbetriebnahme     04 / 2021  06 / 2020 
Übergabe     06 / 2021  08 / 2020

- 7 - 
Die Vorlage wurde durch die DSE koordiniert und zusammengestellt.  
 
Darmstadt, 12.03.2019 
Dezernat I  Dezernat II  Dezernat IV  Dezernat V 
 
 
 
 
Jochen Partsch Rafael Reißer  André Schellenberg Barbara Akdeniz  
Oberbürgermeister Bürgermeister  Stadtkämmerer Stadträtin

anlage 4

326 Zeichen

Punkt 13: Konversion Lincoln-Siedlung- Bauliche Infrastrukturmaßnahmen Quartiersmitte 
Planung und Umsetzung der Neubaumaßnahme Grundschule mit Turnhalle und 
Kindertagesstätte 
 (V-Nr. 2019/0091) 
 
Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage 
zuzustimmen.  
 
Gegenstimmen: SPD, Die Linke. und UWIGA

anlage 2

324 Zeichen

Punkt 7: Konversion Lincoln-Siedlung- Bauliche Infrastrukturmaßnahmen Quartiersmitte 
Planung und Umsetzung der Neubaumaßnahme Grundschule mit Turnhalle und 
Kindertagesstätte 
 (V-Nr. 2019/0091) 
 
Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der 
Vorlage zuzustimmen. 
 
 Enthaltungen: Fraktionen SPD und UWIGA

Beratungsverlauf (4)

TOP 12
TOP 15
TOP 116
TOP 13

Details

Vorlagen-Nr.
2019/0091
Typ
Magistratsvorlage
Datum
12.03.2019
Erstellt
29.09.2026 00:00