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A-R/0005/2025

Parkleitsystem anstatt Parkleidsystem

Antrag an den Rat 18.02.2025

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A-R-0005-2025

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A-R-0005-2025

4708 Zeichen

Münster, 18. Februar 2025 
 
 
Ratsantrag  
 
Parkleitsystem anstatt Parkleidsystem  
 
Der Rat der Stadt Münster möge beschließen:  
 
I.  Die Verwaltung treibt die Umsetzung eines smarten Parkraummanagements als 
integralen Bestandteil einer nachhaltigen und effizienten Verkehrs- und 
Stadtplanung mit Priorität an.  
II.  Dafür werden Ressourcen im Arbeitsbereich SmartCity genutzt.  
III.  Bis zum Juli 2025 wird ein Zielkonzept vorgelegt, das folgende Komponenten 
berücksichtigt:  
 
 
1. Echtzeit-Informationen über verfügbare Parkplätze 
  
 Sensorbasierte Erfassung: Sensoren in Parkhäusern und an Straßenparkplätzen 
erkennen, ob ein Parkplatz frei oder belegt ist.  
 Nutzerfreundliche Anzeige: Fahrer können verfügbare Parkplätze über digitale 
Anzeigen, mobile Apps oder Navigationssysteme sehen.  
 
 
2. Verkehrsflussoptimierung  
 
 Reduzierung des Parksuchverkehrs: Indem Fahrer direkt zu freien Parkplätzen 
geleitet werden, wird der Verkehr reduziert.  
 Intelligente Verkehrssteuerung: Dynamische Leitsysteme können den Verkehr je 
nach Auslastung in verschiedene Bereiche lenken.  
 
 
3.  Integration mit digitalen Technologien  
 
 Mobile Apps: Nutzer können Parkplätze reservieren, Verfügbarkeiten prüfen und 
bezahlen.  
 Integration in Navigationssysteme: Parkinformationen werden direkt in GPS-
Systeme integriert.  
 KI-gestützte Prognosen: Mithilfe von Künstlicher Intelligenz können 
Parkleitsysteme Vorhersagen über die Verfügbarkeit zu bestimmten Zeiten 
machen.  
 
 
Antrag an den Rat Nr. A-R/0005/2025

4.  Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit  
 
 CO₂-Reduktion: Weniger Suchverkehr führt zu weniger Emissionen.  
 Förderung von Elektromobilität: Integration von Ladeinfrastruktur für 
Elektrofahrzeuge in Parkhäusern und an öffentlichen Parkplätzen.  
 Anreize für nachhaltiges Parken: Dynamische Preise fördern das Parken an 
weniger frequentierten Orten oder außerhalb der Innenstadt.  
 
 
5.  Erhöhung der Einnahmen und Effizienz  
 
 Dynamische Preisgestaltung: Preise können je nach Nachfrage und Auslastung 
flexibel angepasst werden.  
 Automatisierte Zahlungsabwicklung: Digitale Systeme ermöglichen eine effiziente 
und schnelle Bezahlung.  
 
 
6.  Unterstützung von Smart-City-Konzepten 
  
 Verknüpfung mit öffentlichem Nahverkehr: Park-and-Ride-Konzepte werden 
integriert, um Pendlerströme zu lenken.  
 Datenanalyse: Die gesammelten Daten können für städtebauliche Planungen und 
Verkehrsprognosen genutzt werden.  
 Vernetzung mit anderen Smart-City-Diensten: Parkleitsysteme können mit 
Beleuchtung, Verkehrssignalen oder Überwachungssystemen interagieren.  
 
 
7.  Barrierefreiheit und Nutzerkomfort 
  
 Barrierefreie Parkmöglichkeiten: Kennzeichnung und Anzeige von 
behindertengerechten Parkplätzen.  
 Personalisierte Dienste: Systeme können Vorlieben und Bedürfnisse von Nutzern 
speichern, z. B. bevorzugte Parkzonen.  
 
IV. Für die Umsetzung werden Fördermöglichkeiten von Land, Bund und EU 
 
 
 
Begründung:  
 
Münster verfolgt als Smart City eine nachhaltige Stadtentwicklung im digitalen Zeitalter. 
Ziel ist es, die Lebensqualität zu verbessern und Münster als attraktiven Wohn- und 
Wirtschaftsstandort zu stärken. Durch intelligente Vernetzung lassen sich Kosten senken, 
Ressourcen sparen und die Stadt effizienter steuern. Ein wichtiger Bestandteil dieser 
Strategie ist ein intelligentes Parkleitsystem zur Optimierung der öffentlichen 
Parkmöglichkeiten.

Der steigende Parkdruck in Münster verursacht Zeitverlust, erhöht den 
Kraftstoffverbrauch und belastet die Umwelt. Bis zu 40 Prozent des innerstädtischen 
Verkehrs entfallen auf die Parkplatzsuche. Autofahrer verbringen im Schnitt zehn 
Minuten oder 4,5 Kilometer damit – hochgerechnet 41 Stunden pro Jahr. Gleichzeitig 
bleiben viele Stellplätze in Parkhäusern ungenutzt (vgl. ADAC-Statistiken, 2020).  
Ein digitales Parkleitsystem kann diese Probleme lösen, indem es freie Parkplätze in 
Echtzeit erfasst und anzeigt. Das verkürzt die Suche, verbessert den Verkehrsfluss und 
reduziert Emissionen. Eine effizientere Parkraumbewirtschaftung steigert zudem die 
Attraktivität der Innenstadt und stärkt den lokalen Handel. Gleichzeitig liefert das System 
wertvolle Daten für ein optimiertes Verkehrsmanagement und lässt sich nahtlos in 
bestehende Smart-City-Strukturen integrieren.  
Darüber hinaus fördert ein intelligentes Parkleitsystem nachhaltige Mobilität, indem es 
den Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr erleichtert. Münster hat die Chance, mit 
smarten Technologien eine zukunftsfähige Verkehrsstrategie zu entwickeln – ein 
wesentlicher Schritt auf dem Weg zur modernen und lebenswerten Smart City. 
 
 
 
Gez. Stefan Weber und Fraktion

Beratungsverlauf (1)

26.02.2025 Rat
TOP 35.3 Antrag Entscheidung

Beschluss: verwiesen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
A-R/0005/2025
Typ
Antrag an den Rat
Datum
18.02.2025
Erstellt
18.02.2025 15:44