2017/0366
Austausch Containeranlage Gräfenhäuser Straße zur vorübergehenden Unterbringung von wohnsitzlosen Menschen
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Punkt 36: Austausch Containeranlage Gräfenhäuser Straße zur vorübergehenden Unterbringung von wohnsitzlosen Menschen (V-Nr. 2017/0366) Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Gegenstimmen: AfD
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An ALGECO SCOTSMAN Company Tel. +49 6158 82238 0 Fax +49 6158 82238 20 stockstadt@as.algeco.com Ihr Ansprechpartner Danieia Neidecker Durchwahl 06158 - 82238 12 E-Mail-Adresse daniela.neidecker@as.algeco.com Bauvorhaben Obdachlosenheim DA Gliederung Angebot # 311169100 Teil Il - Neulieferung der Anlage Nebenkosten Hinfracht Autokran Montage Fundament Demontage Rückfracht Autokran Endreinigung Sonstige Kosten Gesamte NK Gesamtkosten 19 % MWSt. Endbetrag 3.190,00 5.979,50 000000 [bereits vorhanden bei Freimeldung/Rücklieferung bei Freimeldung/Rücklieferung | 1.250,00 |bei Freimeldung/Rücklieferung 17.499,39 17.499,39 3.324,88 20.824,27
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Punkt 14: Austausch Containeranlage Gräfenhäuser Straße zur vorübergehenden Unterbringung von wohnsitzlosen Menschen (V-Nr. 2017/0366) Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Gegenstimme: AfD-Fraktion
2017/0366
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Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
25.10.2017
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat V an die Stadtverordnete nversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat IV
Amt: Amt für Soziales
und Prävention OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2017/0366
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 122062
Kostenstelle: 050-002-1010 Investitionsnummer:
Kostenträger: 1220-62 Sachkonto: 6701000
Betreff: Austausch Containeranlage Gräfenhäuser Straße zur vorübergehenden Unterbringung
von wohnsitzlosen Menschen
Vorlage vom: 12.10.2017
Beschlussvorschlag :
1. Der Bericht wird zur Kenntnis genommen .
2. Die notwendigen Haushaltsmittel für den Austausch der vorhandenen Container stehen im
Rahmen des Budgets des Amtes für Soziales und Prävention zur Verfügung und werden
beschlossen.
Anlagen: Angebot Neulieferung der Anlage
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 2 -
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 12.10.2017:
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat seit vielen Jahren in Zusammenarbeit mit den Trägern
der Wohnungslosenhilfe in Darmstadt ein differenziertes Hilfsangebot für Darmstädter
wohnungslose Männer und Frauen aufgebaut. Das Hilfsangebot ist auf die unterschiedlichen
Bedarfe der obdachlosen Menschen ausgerichtet und wird kontinuierlich weiterentwickelt.
Insgesamt hält die Wissenschaftsstadt Darmstadt 8 Unterkünfte für insgesamt 234 Personen
vor. Alle Unterkünfte verfügen über ein sozialpädagogisches Betreuungsangebot. Insbesondere
Unterstützungsangebote zum Ausstieg aus der Obdachlosigkeit oder spezielle
Unterbringungsangebote für Frauen zählen hier ebenso dazu, wie die Zuführung zu den
vorhandenen Regelsystemen.
Nachfolgend sind die Gründe aufgeführt, die zum Betrieb der Wohncontainer in der
Gräfenhäuser Straße führten:
1. Es ist seit Jahren ein Faktum in der Darmstädter Wohnungslosenhilfe, dass es Menschen
gibt, die mit höherschwelligen Angeboten der Unterbringung mit entsprechendem
Verhaltenskodex und strikter Einhaltung von Regeln (Hausordnungen etc.) überfordert sind.
Gründe hierfür liegen in den jeweiligen individuellen Lebensbiographien, multikomplexen
Problemlagen und/oder der Tatsache, viele Jahre auf der Straße verbracht zu haben. Diese
Personen müssen aufgrund ihrer besonderen Bedarfslage in entsprechend konzipierten,
geeigneten Unterkünften untergebracht werden, um präventiv Konflikte und Probleme zu
vermeiden.
2. Einzig in den Wohncontainern in der Gräfenhäuser Straße können wohnungslose Menschen
mit Hunden aufgenommen werden. Hunde sind für zahlreiche (nicht nur) wohnungslose
Menschen ein treuer Begleiter, Beschützer und geben ihnen eine Struktur, die ansonsten nicht
mehr gegeben ist. Die gemeinsame Unterbringung mit dem Hund stellt für viele Wohnungslose
ein wesentliches Kriterium dar und steht für diese prioritär vor Ausstattungsmerkmalen oder
der Art der Betreuung in der Einrichtung. Als Alternative käme für diese Menschen dann nur
die Übernachtung auf der Straße und der damit einhergehenden Gefahrensituationen infrage,
was für die Wissenschaftsstadt Darmstadt keine Option darstellt.
Der Standort in der Gräfenhäuser Straße ist aktuell alternativlos. Versuche der vergangenen
Jahre, eine andere Liegenschaft in Darmstadt zu finden, um dort ein entsprechendes Angebot
mit mindestens gleichbleibender Platzzahl zu etablieren, konnten letztendlich mangels
geeigneter Immobilien nicht umgesetzt werden. Der aktuelle Standort der Containeranlage am
Stadtrand und die damit verbundene geringe Dichte direkter Nachbarschaft verringert das
Konfliktpotential in direkter Umgebung und trägt somit positiv zur Stabilisierung der Menschen
vor Ort bei.
Da sich das Grundstück, auf dem die Container stehen, in städtischem Eigentum befindet und
der Vermieter der Containeranlagen hinsichtlich der Tierhaltung keine einschränkende
Vorgaben macht, wie es vermieterseitig in anderen Unterkünften regelhaft der Fall ist, kann die
pädagogisch sinnvolle gemeinsame Unterbringung von Mensch und Tier aktuell nur an dem
bestehenden Standort umgesetzt werden.
- 4 -
Die Unterbringung der Menschen wird durch niedrigschwellige sozialpädagogische Arbeit
flankiert. Die professionelle Arbeit vor Ort ist geprägt davon, die Hilfe so flexibel wie möglich an
die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner anzupassen und vor allem im Gegensatz zu
höherschwelligen Einrichtungen, mit wenigen Regeln zu arbeiten.
Dies erfordert ein hohes Maß an Konfliktfähigkeit, Toleranz- und Beziehungsfähigkeit.
Es besteht kein Veränderungsanspruch, vielmehr die Akzeptanz der Einzelnen und ihre
Situation in den Mittelpunkt zu stellen. D.h., ihre Vorstellungen über ihr Leben und ihre Ideen in
den Fokus zu setzen, sind elementare Voraussetzungen, um die Bewohnerinnen und Bewohner
für höherschwellige Hilfsangebote und/oder jeden der/jede die kann und will, für die
Möglichkeit in einer eigenen Wohnung leben zu wollen, zu motivieren.
Im Laufe der Jahre konnte der sozialpädagogische Träger eine Vielzahl von wohnungslosen
Menschen aus den Wohncontainern in eigenen Wohnraum vermitteln, meist über das ambulant
Betreute Wohnen gemäß § 67 SGB XII.
Die Wohncontainer wurden mit Magistratsbeschluss vom 12.05.2004 durch die
Wissenschaftsstadt Darmstadt angemietet. Aufgrund der langen Nutzung müssen die
Container daher ausgetauscht werden. Die Größe und Platzzahl (16 Container mit Platz für 14
obdachlose Personen) der Unterkunft bleibt unverändert, da es sich ausschließlich um einen
Ersatz der bestehenden Anlage handelt.
Die Kosten für den Austausch belaufen sich auf einmalig 20 .824,27 € inkl. MwSt. Die
laufenden monatlichen Mietkosten bleiben mit 4.572,72 € unverändert. Sowohl die Kosten des
Austausches als auch die Mietkosten werden über das Budget des Amtes für Soziales und
Prävention getragen.
Darmstadt, den 12.10.2017
Dezernat IV Dezernat V
André Schellenberg Barbara Akdeniz
Stadtkämmerer Stadträtin
anlage 2
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- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
25.10.2017
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat V an die Stadtverordnete nversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat IV
Amt: Amt für Soziales
und Prävention OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
V 50
IV 20
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2017/0366
Magistratsbeschluss -Nr.
430
Internetfähig
Produkt-Nr.: 122062
Kostenstelle: 050-002-1010 Investitionsnummer:
Kostenträger: 1220-62 Sachkonto: 6701000
Betreff: Austausch Containeranlage Gräfenhäuser Straße zur vorübergehenden Unterbringung
von wohnsitzlosen Menschen
Vorlage vom: 12.10.2017
Beschlussvorschlag :
1. Der Bericht wird zur Kenntnis genommen .
2. Die notwendigen Haushaltsmittel für den Austausch der vorhandenen Container stehen im
Rahmen des Budgets des Amtes für Soziales und Prävention zur Verfügung und werden
beschlossen.
Anlagen: Angebot Neulieferung der Anlage
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 3 -
Beschluss des Magistrats vom 01.11.2017
Der Vorlage wird zugestimmt.
- 4 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 12.10.2017:
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat seit vielen Jahren in Zusammenarbeit mit den Trägern
der Wohnungslosenhilfe in Darmstadt ein differenziertes Hilfsangebot für Darmstädter
wohnungslose Männer und Frauen aufgebaut. Das Hilfsangebot ist auf die unterschiedlichen
Bedarfe der obdachlosen Menschen ausgerichtet und wird kontinuierlich weiterentwickelt.
Insgesamt hält die Wissenschaftsstadt Darmstadt 8 Unterkünfte für insgesamt 234 Personen
vor. Alle Unterkünfte verfügen über ein sozialpädagogisches Betreuungsangebot. Insbesondere
Unterstützungsangebote zum Ausstieg aus der Obdachlosigkeit oder spezielle
Unterbringungsangebote für Frauen zählen hier ebenso dazu, wie die Zuführung zu den
vorhandenen Regelsystemen.
Nachfolgend sind die Gründe aufgeführt, die zum Betrieb der Wohncontainer in der
Gräfenhäuser Straße führten:
1. Es ist seit Jahren ein Faktum in der Darmstädter Wohnungslosenhilfe, dass es Menschen
gibt, die mit höherschwelligen Angeboten der Unterbringung mit entsprechendem
Verhaltenskodex und strikter Einhaltung von Regeln (Hausordnungen etc.) überfordert sind.
Gründe hierfür liegen in den jeweiligen individuellen Lebensbiographien, multikomplexen
Problemlagen und/oder der Tatsache, viele Jahre auf der Straße verbracht zu haben. Diese
Personen müssen aufgrund ihrer besonderen Bedarfslage in entsprechend konzipierten,
geeigneten Unterkünften untergebracht werden, um präventiv Konflikte und Probleme zu
vermeiden.
2. Einzig in den Wohncontainern in der Gräfenhäuser Straße können wohnungslose Menschen
mit Hunden aufgenommen werden. Hunde sind für zahlreiche (nicht nur) wohnungslose
Menschen ein treuer Begleiter, Beschützer und geben ihnen eine Struktur, die ansonsten nicht
mehr gegeben ist. Die gemeinsame Unterbringung mit dem Hund stellt für viele Wohnungslose
ein wesentliches Kriterium dar und steht für diese prioritär vor Ausstattungsmerkmalen oder
der Art der Betreuung in der Einrichtung. Als Alternative käme für diese Menschen dann nur
die Übernachtung auf der Straße und der dam it einhergehenden Gefahrensituationen infrage,
was für die Wissenschaftsstadt Darmstadt keine Option darstellt.
Der Standort in der Gräfenhäuser Straße ist aktuell alternativlos. Versuche der vergangenen
Jahre, eine andere Liegenschaft in Darmstadt zu finden, um dort ein entsprechendes Angebot
mit mindestens gleichbleibender Platzzahl zu etablieren, konnten letztendlich mangels
geeigneter Immobilien nicht umgesetzt werden. Der aktuelle Standort der Containeranlage am
Stadtrand und die damit verbundene geringe Dichte direkter Nachbarschaft verringert das
Konfliktpotential in direkter Umgebung und trägt somit positiv zur Stabilisierung der Menschen
vor Ort bei.
Da sich das Grundstück, auf dem die Container stehen, in städtischem Eigentum befindet und
der Vermieter der Containeranlagen hinsichtlich der Tierhaltung keine einschränkende
Vorgaben macht, wie es vermieterseitig in anderen Unterkünften regelhaft der Fall ist, kann die
pädagogisch sinnvolle gemeinsame Unterbringung von Mensch und Tier aktuell nur an dem
bestehenden Standort umgesetzt werden.
Die Unterbringung der Menschen wird durch niedrigschwellige sozialpädagogische Arbeit
flankiert. Die professionelle Arbeit vor Ort ist geprägt davon, die Hilfe so flexibel wie möglich an
die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner anzupassen und vor allem im Gegensatz zu
höherschwelligen Einrichtungen, mit wenigen Regeln zu arbeiten.
Dies erfordert ein hohes Maß an Konfliktfähigkeit, Toleranz- und Beziehungsfähigkeit.
Es besteht kein Veränderungsanspruch, vielmehr die Akzeptanz der Einzelnen und ihre
Situation in den Mittelpunkt zu stellen. D.h., ihre Vorstellungen über ihr Leben und ihre Ideen in
den Fokus zu setzen, sind elementare Voraussetzungen, um die Bewohnerinnen und Bewohner
für höherschwellige Hilfsangebote und/oder jeden der/jede die kann und will, für die
Möglichkeit in einer eigenen Wohnung leben zu wollen, zu motivieren.
Im Laufe der Jahre konnte der sozialpädagogische Träger eine Vielzahl von wohnungslosen
Menschen aus den Wohncontainern in eigenen Wohnraum vermitteln, meist über das ambulant
Betreute Wohnen gemäß § 67 SGB XII.
Die Wohncontainer wurden mit Magistratsbeschluss vom 12.05.2004 durch die
Wissenschaftsstadt Darmstadt angemietet. Aufgrund der langen Nutzung müssen die Container
daher ausgetauscht werden. Die Größe und Platzzahl (16 Container mit Platz für 14
obdachlose Personen) der Unterkunft bleibt unverändert, da es sich ausschließlich um einen
Ersatz der bestehenden Anlage handelt.
Die Kosten für den Austausch belaufen sich auf einmalig 20 .824,27 € inkl. MwSt. Die
laufenden monatlichen Mietkosten bleiben mit 4.572,72 € unverändert. Sowohl die Kosten des
Austausches als auch die Mietkosten werden über das Budget des Amtes für Soziales und
Prävention getragen.
Darmstadt, den 12.10.2017
Dezernat IV Dezernat V
André Schellenberg Barbara Akdeniz
Stadtkämmerer Stadträtin
anlage 5
194 Zeichen
Punkt 57: Austausch Containeranlage Gräfenhäuser Straße zur vorübergehenden Unterbringung von wohnsitzlosen Menschen (V-Nr. 2017/0366) Der Vorlage wird zugestimmt. Stimmenthaltung: AfD
Beratungsverlauf (4)
Orte (1)
- Gräfenhäuser Straße
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2017/0366
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 12.10.2017
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00