2017/0047
Gesamtsanierung und Aufstockung der Herderschule
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2017/0047
10482 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
10.03.2017
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Eigenbetrieb
Immobilienmanagement
Darmstadt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2017/0047
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Gesamtsanierung und Aufstockung der Herderschule
Vorlage vom: 13.02.2017
Beschlussvorschlag :
1. Der Magistrat stimmt der Gesamtsanierung und Dachaufstockung der Herderschule mit
einer Gesamtfinanzierung in Höhe von 7.630.000 Euro zu.
2. Für loses Mobiliar und Ausstattung sind im Kernhaushalt im Wirtschaftsjahr 2018
300.000 Euro zu etatisieren.
Anlagen: Grundrisse
Folgekostenberechnung
Kostenblatt Projektkostenfortschreibung
Datenschutzrelevante Anlage:
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Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründungsseite zur Magistratsvorlage vom 13.02.2017
Mit Magistratsbeschluss -Nr.2015/502 Schulbau -Sanierungs-Programm 2014/2015“ vom
18.11.2015 wurde die Gesamtsanierung und Aufstockung der Herderschule beschlossen
Bestand Südseite
Lageplan mit Dachaufsicht der geplanten Erweiterung
- 4 -
Beschreibung
Die Herderschule ist eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Sprachheilschule und einer
schulübergreifenden Abteilung für hörgeschädig te Kinder. Die räumlichen Gegebenheiten von
Altbau, Erweiterungsbau und Vorschulklassengebäude sind ausgelastet, das Raumangebot und
der Zustand der Räume im Altbau sind unbefriedigend und bieten keine Perspektive für die
notwendige Entwicklung der Schule.
In der Herderschule werden derzeit 196 Schüler von 44 Lehrkräften ab Vorschulklasse bis
Jahrgang 9 lernzielgleich unterrichtet.
Die perspektivische Organisationsgröße der Herderschule, auf der das im Jahr 2014
aktualisierte Raumprogramm aufbaut, ist für Vorklasse und Grundstufe 2 -zügig und in der
Sekundarstufe I 1 -zügig. Die organisatorische Reduktion in der Sekundarstufe basiert auf der
hohen Rückschulungsquote in den Regelbetrieb der Grundschulen während der ersten
Schuljahre. In der Sekundarstufe exi stiert zudem ein inklusives Kooperationsmodell mit der
benachbarten Wilhelm-Leuschner-Schule (Haupt- und Realschule).
Die Herderschule liegt im Stadtteil Bessungen. Angrenzend befinden sich Gemeindehaus,
Kindergarten, Pfarrhaus und Kirche der evangelischen Petrusgemeinde.
Das Außengelände der Herderschule liegt auf einer erhöhten, nahezu ebenen Fläche. Die
Bessunger Straße hingegen hat ein starkes Gefälle und liegt um ca. 1.40m bis 3.10m tiefer.
Zur Abfangung des Geländeunterschiedes ist der Pausenhof mit einer Bruchsteinmauer mit
Gewölben und aufgesetztem Geländer abgestützt. Diese Abfangmauer mit Gewölbe steht unter
Denkmalschutz. Das hofseitige Geländer entspricht nicht mehr den erforderlichen
Absturzhöhen und wird derzeit mit einem Bauzaun sichergeste llt. Auf dem Pausenhof befinden
sich mehrere große Bäume, welche ebenfalls unter Bestandsschutz stehen.
Das Hauptgebäude hebt sich aus der Umgebung heraus. In unmittelbarer Nachbarschaft
finden sich Gebäude verschiedenster Bauweisen und Bauzeiten, vom denk malgeschützten
Fachwerkhaus mit dörflicher Prägung über gründerzeitliche Bebauung bis hin zu neuzeitlichen
Bauten.
Am Eichwiesenweg kam der Erweiterungsbau, Baujahr 1995 hinzu, Altbau und
Erweiterungsbau sind durch einen Laubengang verbunden.
Bauzustand und Erweitertes Raumprogramm
Der Altbau war nach Kriegsende sehr schwer beschädigt und wurde 1950 zur Schulnutzung
mit Notdach wiederhergestellt. Das Gebäude wurde so schwer beschädigt, dass vom
ursprünglichen Gebäude fast nichts erhalten ist. Viele Bautei le, wie Decken, Fenster, Türen,
Böden und haustechnischen Anlagen stammen aus der Nachkriegszeit und müssen grundhaft
saniert werden.
Der Bebauungsplan gibt eine maximale 3 -Geschossigkeit vor, welche das Bestandsgebäude
bereits erreicht hat. Weitere Erwei terungsbauten auf dem Schulgelände würden die
vorhandene, kleine Pausenhoffläche weiter verringern.
In der Machbarkeitsstudie von 2013 wurde die Unterbringung fehlenden Flächen und
Funktionen aus dem Raumprogramm auf dem Bestandsgebäude als Staffelgeschos s
vorgeschlagen.
Um Planungssicherheit zu erhalten, wurde für den teilweise auf der Grenze stehenden Altbau
eine Bauvoranfrage mit Planung eines Staffelgeschoss gestellt. Der genehmigte
Bauvorbescheid wurde im Februar 2015 erteilt.
Im Sommer 2015 wurde für die Planungsleistung von Architekten und haustechnischen Fach -
Ingenieure ein zweistufiges VOF -Verfahren durchgeführt. In der zweiten Stufe wurden fünf
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ausgewählte Planungsgemeinschaften mit ihrer Konzeptentwicklung zur Unterbringung des
erweiterten Raumprogrammes eingeladen.
Das Architekturbüro Wächter + Wächter mit den Fach -Ingenieuren Engineering Consult und
IPDL erreichte die höchste Punktzahl und überzeugte mit seiner konzeptionellen
Gesamtbetrachtung der Herderschule.
Visualisierung
Neues Raumkonzept der Herderschule
Im Erdgeschoss des Altbaus wird künftig der Verwaltungs - und Lehrerbereich untergebracht.
Sämtliche Regelklassen- und Intensivräume sind ebenfalls im EG, 1.und 2. Obergeschoss des
Altbaus untergebracht. Dabei bilden je zwei Klassenräume und ein Intensivraum eine
Lerneinheit. Im neuen Staffelgeschoss sollen die teilbare Aula (nutzbar als Musik - und
Theaterraum), Bibliothek und PC -Raum untergebracht werden. An Süd - und Nordansicht
werden zwei große Gauben sichtbar, ansonsten bekommt das Gebäude zu allen Seiten ein
sichtbar geneigtes Dach als Gebäudeabschluss.
Der Erweiterungsbau (Bj.1995) wird inhaltlich umstrukturiert. Der zu klein gewordene
Verwaltungs- und Lehrerbereich zieht in den Altbau. Dafür werden neben bestehender
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Mehrzweckhalle und Werkräumen, die Lehrküche im Erdgeschoss und notwendige Therapie -
und Gesprächsräume im 1.Obergeschoss untergebracht. Der Altbau und der Erweiterungsbau
erhalten jeweils Aufzüge für die barrierefreie Erschließung aller Räume.
Abgeschlossene Beteiligung der Nachbarschaft
Der Entwurf mit Staffelgeschoss wurde dem Gemeindevorstand, der in direkter Nachbarschaft
befindlichen Petrusgemeinde vorgestellt und dort positiv angenommen. Eine bauaufsichtli che
Zustimmung der Petrusgemeinde ist nicht notwendig, jedoch die nachbarschaftliche
Beteiligung am Entwicklungsprozess wurde als Grundlage einbezogen.
Interimsunterkunft während der Sanierung
Die Herderschule kann im laufenden Schulbetrieb nicht saniert und aufgestockt werden. Die
Schulgemeinde soll zu den Sommerferien 2017 in das Interimsschulgebäude am
Donnersbergring ausgelagert werden. Die derzeit durch das LGG genutzten Räumlichkeiten
werden mit Akustikdecken ausgestattet und das Interimsgebäude für die Unterbringung der
gesamten Herderschule hergerichtet. Lehrküche und Fachklassenraum für
Naturwissenschaften können in Kooperation mit der Wilhelm -Leuschner-Schule genutzt
werden.
Bauzeit
Für Baugenehmigungsverfahren, Ausführungsplanung, Ausschreibung und Beauftragung der
Firmen werden acht Monate veranschlagt und weitere 18 Monate Bauzeit.
Derzeit sieht die Terminplanung den Beginn der Maßnahme Ende 2. Quartal 2017 vor.
Die Fertigstellung ist für 1. Quartal 2019 geplant.
Für die erforderliche Sanierun g der Außenanlage mit der Umfassungsmauer wird eine
gesonderte Vorlage in den Geschäftsgang gegeben. Die erforderlichen Mittel werden nach
dem Beschluss etatisiert.
Baukosten
Die geschätzten Gesamtkosten in Höhe von 7.630.000 Euro werden kreditfinanziert..
Kostenberechnung nach DIN 276 (gewerkeweise)
Kostengruppen Summe inkl. MwSt.
100 Grundstück vorhanden 0 €
200 Herrichten und Erschließen 100.000 €
Umzug Interimsunterkunft 50.000 €
300 Bauwerk/Baukonstruktion 3.300.000 €
400 Technische Ausstattung 1.450.000 €
500 Außenanlage 200.000 €*
600 Ausstattung Schulamt/Kernhaushalt 300.000 €*
700 Baunebenkosten 1.530.000 €
Risikofaktor ca. 15% 1.000.000 €*
Summe Gesamtinvestition 7.630.000 €
* Kostengruppe 500 Außenanlage
Die Entwässerungsleitungen vom Altbau müssen grundlegend saniert und erneuert werden.
Das aufgeschütteten Pausenhofgelände und die denkmalgeschützte Schulhofabfangung aus
Bruchsteinmauerwerk sind ebenfalls, infolge von Durchfeuchtung stark sanierungs bedürftig.
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Das Brüstungsgeländer zur Bessunger Straße entspricht nicht der aktuell geforderten
Absturzsicherung im Schulbau. Hierzu werden derzeit die Grundlagenermittlung
zusammengetragen und die Kosten in einer separaten Vorlage angemeldet.
*Kostengruppe 600 Ausstattung
Die Ausstattung gemäß Beschlusspunkt 2 wird durch das Schulamt im städtischen
Kernhaushalt für die Herderschule mit 300.000 Euro angemeldet.
*Risikofaktor von ca. 15 %
Die Kostenberechnung für die Kostengruppen 200, 300 und 4 00 wurde gewerkeweise
zusammengestellt und ist Grundlage für die Ausführungsplanung. Der Risikofaktor wird
zweckgebunden für weitere, derzeit nicht bekannte Kriegsschäden, und Unwägbarkeiten in der
Gesamtmaßnahme vorgehalten
Finanzierung
Die Gesamtinvesti tionskosten in Höhe von 7.630.000 Euro der unter Punkt 1 genannten
Maßnahme werden wie folgt finanziert:
2015: Haushaltsausgaberest: 180.000,00 Euro
2016: Wirtschaftsplan IDA: 1.000.000,00 Euro
2017: Wirtschaftsplan IDA: 3.500.000,00 Euro
2018: Wirtschaftsplan IDA: 2.950.000,00 Euro
Die Betriebskommission stimmte der Vorlage am 08.02.2017 zu.
Darmstadt, 13.02.2017
65-11-04
Der Dezernent II Der Dezernent III Der Dezernent IV
i.V.
Rafael Reißer Jochen Partsch André Schellenberg
Bürgermeister Oberbürgermeister Stadtkämmerer
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Eigenbetrieb Immobilienmanagement Folgekostenberechnung für: Bezeichnung: Sanierung und Modernisierung Herderschule Kostenstelle: 12-00047-01 Kostenschätzung: 7.630.000€ Geplante Inbetriebnahme: 07-2019 Zuweisung [DJ] Bund € Ü] Kernhaushalt € [_] Landkreis, etc. [] Land € Ü] Sonstige: € Bemerkung: Im Kernhaushalt sind vom Schulamt 300.000€ für loses Mobiliar angemeldet. Finanzierungsbetrag 7.630.000 € Zinsaufwand € (Realverzinsung 3 %) Tilgungssatz % Nutzungsdauer 50 Jahre Abschreibungssatz linear % Notwendiges Grundstück vorhanden: ja U] nein/Folgekosten € BGF Bestand 3.794 m? (Altbau) 1.005 m? (Erweiterungsbau) Anwendung Vermieter-Mieter-Modell RX Ja U Nein U] Trägerschaft noch nicht bekannt Nutzer: Schulamt 100% % % Folgekostenberechnung nach Kostenwerten BKI: 1. Verwaltungskosten KG 200 8€E/m? = 38.392 € 2. Betriebskosten KG 300 30€/m? = 143.970 € 3. Erhaltungsaufwand KG 400 12€/m?= 57.588 € Sonstige Erläuterungen: Bestand, Personal bleibt Darmstadt, 09.01-2017, 65-11-04 > Y IV. Helmuth © chler Joachim Lisowski Techn. Angestellter 1. und technischer Betriebsleiter
Beratungsverlauf (5)
Orte (2)
- Bessunger Straße
- Donnersbergring
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2017/0047
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 13.02.2017
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00