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3269/2021

Annahme einer Schenkung durch die Künstlerin Frau Leiko Ikemura

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 29.11.2021

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 14.12.2021, TOP 2.3

Beschlussvorlage Rat

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Beschlussvorlage Rat

5665 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VII/4511 
 
Vorlagen-Nummer 
 3269/2021 
Freigabedatum 
29.11.2021  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Annahme einer Schenkung durch die Künstlerin Frau Leiko Ikemura 
Beschlussorgan 
Rat 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Rat nimmt die Schenkung des Kunstwerkes von Leiko Ikemura an das Museum Ludwig an. 
 
Ausschuss Kunst und Kultur 30.11.2021 
Rat 14.12.2021

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 Ja, investiv Investitionsauszahlungen         € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
 Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme  800,00 € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
c) bilanzielle Abschreibungen         € 
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Erträge          € 
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten         € 
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
Beginn, Dauer        
 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung 
Leiko Ikemura 
Green Scape, 2010 
Öl auf Jute, 2010 
90 x 120 cm  
(M-10-01) 
Wert: 48.000 Euro 
 
 
In Köln begann die internationale Laufbahn der 1951 im japanischen Tsu in der Provinz Mie gebore-
nen Künstlerin Leiko Ikemura. Nach ihrem Studium in Spanien und langem Aufenthalt in der Schweiz 
pendelt sie heute zwischen Köln und Berlin, wo sie von 1991 bis 2015 an der Universität der Künste 
lehrte. Seit 2014 hat sie auch eine Professur an der Joshibi Universität für Kunst und Design in Ka-
nagawa inne. Ihre Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Fotografien und Scherenschnitte waren unter 
anderem im KOLUMBA in Köln (2012), in der Staatlichen Kunsthalle, Karlsruhe (2013), im Vangi 
Sculpture Garden Museum, Shizuoka, Japan (2014), im Haus am Waldsee, Berlin (2016), im National 
Art Center, Tokio (2019) und im Kunstmuseum Basel (2019) zu sehen. In Köln richtete ihr zuletzt 
2015 das Museum für Ostasiatische Kunst eine umfassende Einzelausstellung aus, die ihr Werk in 
einen Dialog mit der Sammlung stellte.

3 
 
Leiko Ikemuras künstlerisches Interesse gilt transzendentalen, religiösen und kosmologischen Frage-
stellungen und Erscheinungsformen sowie der Zusammenführung asiatischer und europäischer Geis-
tesgeschichte und Bildtraditionen. Sowohl in ihrem skulpturalen als auch in ihrem malerischen und 
grafischen Werk finden sich märchenhafte Hybridformen zwischen Menschen-, Tier- und Pflanzen-
welt.  
 
Das Gemälde Green Scape von 2010 ist ein repräsentatives Beispiel ihrer Landschaftsgemälde, die 
zwischen Aussicht und Innenschau oszillieren. Während Ikemura oft auch auf in Japan traditionell 
verwendete Malmittel aus Mineralfarben zurückgreift, handelt es sich hier um ein Ölgemälde auf Jute, 
wobei sich die Struktur des Trägermaterials unter den Farbschichten einer reichen Palette an Gelb-, 
Grün und Blautönen deutlich zu erkennen gibt. Der Bildaufbau ist leicht dezentriert ohne klare Hori-
zontlinie, und dennoch vermutet das durch westliche Traditionen der Komposition geschulte Auge 
eine klassische Aufteilung zwischen Himmel und Landschaft. Ikemuras intensives Studium europäi-
scher Landschaftsmalereien wie von Ferdinand Hodler, Albrecht Altdorfer oder Paul Cézanne mag 
hier ebenso anklingen wie das der Werke des japanischen Mönchs und Malers Sesshu Toyo. 
 
Seelandschaft, Bergformationen, Himmelsgebilde sowie Sonnenauf- oder untergang und dessen Re-
flexion auf dem Wasser scheinen hier unmittelbar miteinander zu verschmelzen. In Kenntnis weiterer 
Arbeiten, die in den umliegenden Jahren entstanden, ließe sich links am unteren Bildrand auch der 
Ansatz einer menschlichen Figur erahnen. Ein Hügelelement nimmt geisterhafte Züge an. Doch die-
ses Werk markiert eine der abstraktesten Stationen im künstlerischen Malprozess einer Serie von 
Landschaften oder Landschaftskörpern. 
 
Aus der Tiefe und Weite der nebulösen, lichtdurchfluteten und wogenden Landschaft flüstert oder 
hallt die Ambivalenz und Transzendenz zwischen Abgrund, Schöpfung und Paradies – wie aus einer 
Seelenlandschaft zwischen Melancholie und Hoffnung. Realität, Erscheinung und Sehnsucht spielen 
ineinander. Ikemuras intensive Auseinandersetzung mit der Lichtmetaphorik und –metaphysik in der 
christlichen Religion und westlichen Kulturgeschichte klingt hier ebenso an wie die schintoistische 
Auffassung der Omnipräsenz von Göttlichkeit in allen Lebewesen und Dingen, vor allem in der Natur.  
 
Ausstellungshistorie des Werks: 
Leiko Ikemura: Transfiguration, The National Museum of Modern Art Tokyo, MOMAT/  
2011 
...Und plötzlich dreht der Wind, Haus am Waldsee, 2016 
 
Für das Gemälde muss noch ein Rahmen erstellt werden. Die veranschlagten Kosten belaufen sich 
auf rund 800, - EUR. 
 
Die Kosten werden im Teilergebnisplan 0402 – Museum Ludwig in der Teilplanzeile 13 – Aufwendun-
gen für Sach- und Dienstleistungen im Haushaltsjahr 2021 gedeckt. 
 
Das Kunstwerk befindet sich schon im Museum. 
 
Abbildungen der Bilder liegen nicht vor, sie sind noch nicht durch das RBA fotografiert. 
Mit der Annahme der Schenkung ist die Ausstellung einer Spendenbescheinigung verbunden. Mit der 
Schenkung sind keine Auflagen verbunden. 
 
 
Begründung der Dringlichkeit  
Die verwaltungsinterne Abstimmung war sehr zeitaufwändig. Aufgrund dessen sollte die Beschluss-
fassung noch in der Sitzung des Rates vom 14.12.2021 erfolgen.

Beratungsverlauf (2)

30.11.2021 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 6.3 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
14.12.2021 Rat
TOP 2.3 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3269/2021
Typ
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
Datum
29.11.2021
Erstellt
10.09.2021 11:01