V/0257/2009
Offene Ganztagsschulen, Umwandlung weiterer Schulen in offene Ganztagsschulen zum Schuljahr 2009/10
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Beschlussvorlage
33101 Zeichen
V/0257/2009
DER OBERBÜRGERMEISTER
Amt für Schule und Weiterbildung
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Betrifft
Offene Ganztagsschulen;
Umwandlung weiterer Schulen in offene Ganztagsschulen zum Schuljahr 2009/10 und
Herrichtung weiterer Betreuungsräume an bestehenden offenen Ganztagsschulen
Beratungsfolge
21.04.2009 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Einbringung
23.04.2009 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Anhörung
28.04.2009 Bezirksvertretung Münster-Nord Anhörung
28.04.2009 Bezirksvertretung Münster-Südost Anhörung
29.04.2009 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung
30.04.2009 Bezirksvertretung Münster-Ost Anhörung
30.04.2009 Bezirksvertretung Münster-West Anhörung
05.05.2009 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung
05.05.2009 Ausschuss für Personal, Recht und Ordnung Vorberatung
12.05.2009 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Vorberatung
12.05.2009 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung
13.05.2009 Hauptausschuss Vorberatung
13.05.2009 Rat Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
1. Der Rat beschließt, zusätzlich zu den bisher geführten 42 offenen Ganztagsschulen die folgen-
den Schulen ab dem Schuljahr 2009/10 in offene Ganztagsschulen umzuwandeln:
Davertschule Amelsbüren
Grundschule Sprakel
Pleisterschule (zum 01.02.2010)
Vorlagen-Nr.:
V/0257/2009
Auskunft erteilt:
Frau Mentrup
Herr Hagel
Herr Fuchs
Frau Haase
Ruf:
492 5894
492 40 11
E-Mail:
FuchsT@stadt-muenster.de
Haase@stadt-muenster.de
Datum:
02.04.2009
Öffentliche Beschlussvorlage
- 2 -
V/0257/2009
Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass unter der Voraussetzung der Genehmigung der Bezirksregie-
rung Münster zur Umwandlung dieser 3 Schulen ab dem Schuljahr 2009/10 bis auf die There-
sienschule und die 3 Ganztagsschulen in gebundener Form alle städtischen Grundschulen als
Offene Ganztagsschulen geführt werden. Die Theresienschule hat sich gegen eine Umwand-
lung in eine Offene Ganztagsschule ausgesprochen.
2. Der Rat beschließt im Rahmen eines bedarfsgerechten Ausbaus der Betreuungsangebote an
offenen Ganztagsschulen incl. der unter 1. benannten Schulen bis zu weitere 20 Gruppen ein-
zurichten und entsprechende Haushaltsmittel für Personal und Sachkosten gem. Ziffer III. zur
Verfügung zu stellen sowie die Personalausstattung im Verwaltungsbereich/ Elternbeiträge an-
zupassen. Damit erhöht sich die Gesamtgruppenzahl auf voraussichtlich 97 Gruppen im Rah-
men der Offenen Ganztagsschule (s. Anlage 1).
Im Stellenplan 2009 werden dafür zum 01.08.2009 folgende Planstellen eingerichtet:
10,75 EGr. 6 (VergGr. VIb/Vc BAT) pädagogische Fachkräfte (Produktgruppe 0602)
2,00 EGr. 8 (VergGr. Vc BAT) Sachbearbeiter/-in Elternbeiträge (Produktgr. 0601)
3. Der Rat beschließt, das zur Flankierung und Aufwertung der Angebote zur Verfügung stehende
Förder- und Innovationsbudget entsprechend der gestiegenen Zahl der Teilnehmerinnen und
Teilnehmer in offenen Ganztagsschulen zu erhöhen. Darüber hinaus wird das Fortbildungsbud-
get für die pädagogischen Fachkräfte in offenen Ganztagsschulen entsprechend der gestiege-
nen Anzahl der Fachkräfte erhöht.
4. Die Verwaltung wird beauftragt, die unter Berücksichtigung der festgelegten Qualitätsstandards
erforderlichen Investitionsmaßnahmen im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmit-
tel durchzuführen (vgl. Anlage 2).
5. Die Verwaltung wird beauftragt, die weitere Entwicklung der Gruppenzahlen in den kommenden
Jahren zu beobachten und im Bedarfsfall Raumkonzepte zu entwickeln und zur Entscheidung
vorzulegen sowie die entsprechende Umsetzung der Standards im Betreuungsbereich (Perso-
nal- und Sachkosten) zu gewährleisten. Bei Bedarf werden auch hierzu entsprechende Ent-
scheidungen herbeigeführt.
6. Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass die Verwaltung zz. Lösungsvorschläge zur Deckung der
Raumbedarfe der Davertschule Amelsbüren erarbeitet und dem Rat mit einer separaten Vorla-
ge in der Sitzung am 24.06.2008 zur Entscheidung vorlegen wird.
7. Die Verwaltung wird beauftragt, zum Herbst 2009 eine Darstellung der Angebote im Rahmen
der Offenen Ganztagsschulen vorzunehmen und dem Rat zur Kenntnis zu geben.
II. Kosten/Folgekosten
Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass sowohl aufgrund der Umwandlung der 3 weiteren Grundschulen
in Offene Ganztagsschulen als auch der Ausweitung der Gruppenzahlen an den bestehenden Of-
fenen Ganztagsschulen in den vergangenen Jahren bzw. zum Schuljahresbeginn 2009/10 sowohl
zusätzliche Investitionskosten als auch Personal- und Sachkosten entstehen.
III. Finanzierung/Mittelbereitstellung
Die o. g. Sachentscheidung ist wie folgt zu finanzieren:
Investitionskosten– Budget im Amt für Schule und Weiterbildung
Der Rat hat in se
iner Sitzung am 25.03.2009 beschlossen, aus dem Konjunkturprogramm des
Bundes 570.000 € für Maßnahmen im Bereich OGTS und 1.200.000 € für eine Kombilösung „Ki-
ta/OGTS“ an der Davertschule Amelsbüren bereitzustellen (vgl. Vorlage V/0137/2009/2).
- 3 -
V/0257/2009
Personal- und Sachkosten – Budget im Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Für die Einrichtung der bis zu 20 weiteren Gruppen im Offenen Ganztag an Grund- und Förder-
schulen werden jährlich zusätzliche Personalaufwendungen (10,75 Stellen für Erzieher/innen so-
wie Entgelte für den Einsatz geringfügig Beschäftigter), Aufwendungen für Sach- und Dienstleis-
tungen, Fortbildungsmittel sowie ein erhöhtes Förder- und Innovationsbudget benötigt. Die für das
Jahr 2009 zusätzlich benötigten Mittel stehen im Haushaltsplan 2009 bei der Produktgruppe 0602
„Kinder- und Jugendarbeit“ zur Verfügung. Die ab dem Jahr 2010 zusätzlich benötigten Mittel sind
im Rahmen der Haushaltsplanung 2010 bereitzustellen.
Aufwendungen
Betrag Zeile im
Teiler-
gebnis-
plan
Bezeichnung
2009 2010 ff
Bemerkung
Pädagogische
Fachkraft
121.830 € 292.400 € 11 Personalaufwen-
dungen
Beschäftigungs-
entgelte für gering-
fügig Beschäftigte
75.850 € 439.230 €
Der Eckwert für
die Personalauf-
wendungen er-
höht sich ent-
sprechend
Kostenerstattungen
an freie Träger
52.080 € 333.750 € Kapitalisierte
Personalanteile
13 Aufwendungen für
Sach- und Dienst-
leistungen
Förder- und Inno-
vationsbudget
49.980 € 119.950 €
16 Sonstige ordent-
liche Aufwendungen
Fortbildungsetat 4.170 € 10.000 €
Aufwendungen
gesamt 303.910 €
1.195.330 €
Erträge
Betrag Zeile im
Teiler-
gebnis-
plan
Bezeichnung
2009 2010 ff
Bemerkung
02 Zuwendungen und
allgemeine Umlagen
Landeszuwendung 153.750 € 307.500 €
04 Öffentlich-rechtliche
Leistungsentgelte
Elternbeiträge 45.420 € 108.990 €
Erträge gesamt 199.170 € 416.490 €
Zuschussbedarf 104.740 € 778.840 €
Erläuterungen/Hinweise:
Nach jetzigem Stand ist davon auszugehen, dass insgesamt 4 weitere Schulen im Rahmen des
Offenen Ganztags eine Kooperation mit einem freien Träger eingehen werden. Die hierfür benötig-
ten Mittel werden vorerst komplett als Sachaufwendungen veranschlagt (siehe Zeile 13 im Teiler-
gebnisplan). Sofern es zum nachrangigen Einsatz von städtischen Beschäftigten kommen sollte,
werden die „Sachaufwendungen“ haushaltsneutral in Personalaufwendungen umgewidmet.
Die zusätzlich im Verwaltungsbereich einz urichtenden Planstellen verursachen Mehraufwendun-
gen i.H.v. 93.560 €/Jahr (Durchschnittskosten). Die Mittel werden haushaltsneutral durch Umwid-
mung von Aufwendungen für Sonstige Beschäftigte (siehe Ziffer 3.8.2.5 Verwaltungsentwurf Stel-
lenplan 2009) im Personalbudget bereitgestellt.
- 4 -
V/0257/2009
Begründung:
1. Ausgangslage
Mit Runderlass vom 12.02.2003 hat das Ministerium für Schule, Jugend und Kinder des Landes
Nordrhein-Westfalen die Einführung von offenen Ganztagsschulen (OGTS) im Primarbereich be-
schlossen.
Mit separaten Erlassen wurden die Zuwendungen für die Durchführung außerunterrichtlicher An-
gebote offener Ganztagsschulen im Primarbereich sowie die Zuwendungen für Investitionen und
Ausstattung in Offenen Ganztagsschulen aus dem Bundesprogramm „Zukunft, Bildung und
Betreuung 2003-2007“ geregelt.
Seit 01. Januar 2009 ist das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien für die Angebote und das
Personal im Rahmen der offenen Ganztagsschule verantwortlich. Der Investitionsbereich ist wei-
terhin beim Amt für Schule und Weiterbildung angesiedelt.
In einer ersten Ausbauphase haben 11 Grundschulen zum Schuljahresbeginn 2003/04 und eine
weitere Grundschule nach Abschluss der erforderlichen Gebäudeerweiterung zum Schuljahresbe-
ginn 2004/05 ihre Arbeit als offene Ganztagsschule aufgenommen. Im November 2004 nahmen
insgesamt 528 SchülerInnen in 16 Gruppen Angebote der OGTS wahr.
Zum Schuljahr 2005/06 wurden weitere 12 Grundschulen und 2 Förderschulen in offene Ganz-
tagsschulen umgewandelt.
Gleichzeitig wurden Rahmenziele/ Eckpunkte zur Sicherung der pädagogischen Qualität der An-
gebote definiert. Diese umfassen Aussagen zu den äußeren Rahmenbedingungen, den Personal-
ausstattungen, der räumlichen und sächlichen Ausstattung sowie der inhaltlichen Ausgestaltung.
Bezüglich der Raumkapazität und Sachausstattung hat der Rat als städtischen Standard festge-
legt, dass die Funktionsbereiche Küche und Speiseraum sowie pro Gruppe (an Grundschulen mit
25 Kindern; an Förderschulen mit 12 Kindern) ein Betreuungsraum vorgehalten werden soll (s.
Vorlage V/1063/2004)
An den 14 Schulen der zweiten Ausbauphase nahmen im Oktober 2005 insges. 638 SchülerInnen
in 21 Gruppen Angebote der OGTS wahr.
In einer dritten Staffel wurden zum Schuljahr 2006/07 weitere 15 Grundschule und 1 Förderschule
umgewandelt. An diesen Schulen wurden zunächst 14 Gruppen mit 448 SchülerInnen gebildet.
Derzeitige Situation
Von den 46 städtischen Grundschulen und 6 städti schen Förderschulen werden bisher 3 Grund-
schulen und 1 Förderschule als gebundene Ganztagsschulen, 1 Förderschule als erweiterte Ganz-
tagsschule und 39 Grundschulen und 3 Förderschulen als Offene Ganztagsschulen geführt.
Mit den derzeit 42 offenen Ganztagsschulen existiert in der Stadt Münster eine umfangreiche
Grundversorgung mit Ganztagsbetreuungsangeboten dieser Art in Grundschulen und Förderschu-
len im Primarbereich. Auf Grundlage der derzeitigen Entwicklung der Teilnahmezahlen und dem
bereits absehbaren Bedarf der Betreuung im Schuljahr 2009/2010 ist an vielen Schulen jedoch die
Einrichtung von weiteren Gruppen im Rahmen der Ganztagsbetreuungsangebote erforderlich. Eine
Darstellung der Entwicklung der Teilnahmezahlen und die Prognose für das Schuljahr 2009/2010
auf Grundlage der derzeitigen Zahlen und der Abfrage bei Schulanmeldung sind in der Anlage 1
aufgeführt.
Darüber hinaus ist vom Land Nordrhein-Westfalen signalisiert worden, dass zum Schuljahr
2009/2010 letztmalig eine Umwandlung in Offene Ganztagsschulen vollzogen werden kann und
finanzielle Mittel des Landes dafür in Anspruch genommen werden können.
- 5 -
V/0257/2009
Auf Grundlage der Beschlussfassung verfügen mit Ausnahme der im Folgenden aufgeführten
Grund- und Förderschulen alle Schulen aus dem Primarbereich über Ganztagsangebote entweder
als Ganztagsgrundschulen in Angebotsform, gebundene Ganztagsschule oder Offene Ganztags-
grundschulen.
Städtische Schulen aus dem Primarbereich ohne Ganztagsangebote sind die Theresienschule und
die Richard-von-Weizsäcker-Schule. Die Theresienschule verfügt über ein bedarfsdeckendes
Betreuungsangebot bis 14 Uhr, so dass die Schulkonferenz keine Umwandlung in eine Offene
Ganztagsschule beschlossen hat. Für die Richard-von-Weizsäcker-Schule als Förderschule mit
dem Schwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung ist aufgrund des Bedarfs der Zielgruppe ein
gesondertes Angebot bzw. Verfahren auch mit Blick auf Angebote der Hilfen zur Erziehung zu
entwickeln.
2. Umwandlung weiterer Schulen in offene Ganztagsschulen zum Schuljahr 2009/10 und
damit verbundene Investitionsmaßnahmen
Zum Schuljahr 2009/10 haben die Davertschule Amelsbüren, die Grundschule Sprakel und die
Pleisterschule ihr Interesse bekundet, in offene Ganztagsschulen umgewandelt zu werden. Die
erforderlichen Schulkonferenzbeschlüsse liegen vor.
Eine Bedarfsabfrage an diesen Schulen hat ergeben, dass voraussichtlich an der Davertschule
Amelsbüren und an der Pleisterschule Gruppen mit jeweils ca. 25 Kindern eingerichtet werden
können; an der Grundschule Sprakel jedoch voraussichtlich nicht.
2.1 Davertschule Amelsbüren
An der Davertschule Amelsbüren existiert bereits eine Nachmittagsbetreuung bis 16 Uhr. Eine
Umwandlung in eine offene Ganztagsschule ist damit folgerichtig und deckt auch den absehbaren
Bedarf an Betreuungserfordernis, der bereits im vorschulischen Bereich zu beobachten ist. An der
Davertschule soll ein besonderes Konzept in der Verzahnung von Betreuung im vorschulischen
und im schulischen Rahmen umgesetzt werden.
Der Rat hat in seiner Sitzung am 25.03.2009 beschlossen, aus dem Konjunkturprogramm insge-
samt 1,2 Mio. € für eine Kombilösung OGTS/ Kita bereitzustellen mit der Maßgabe, dass die vor-
gesehene Erweiterung im Raumprogramm zunächst auch die notwendigen Klassenräume in Mas-
sivbauweise umfasst.
Die Möglichkeiten werden zurzeit untersucht und dem Rat in seiner Sitzung am 24.06.2009 mit
einer separaten Vorlage zur Entscheidung vorgelegt.
2.2 Pleisterschule
Die Pleisterschule verfügt über ein Betreuungsangebot bis 14 Uhr. Der Bedarf für eine weiterge-
hende Betreuung ist gegeben. Für die Trägerschaft der offenen Ganztagsschule an der Pleister-
schule werden derzeit Gespräche mit freien Trägern geführt.
An der Pleisterschule soll der offene Ganztag voraussichtlich erst im Februar 2010 starten. Zur
Schaffung der räumlichen Voraussetzungen ist beabsichtigt, eine vorhandene Lehrküche mit ei-
nem angrenzenden Gruppenraum unter Einbeziehung des Flures in einen OGTS-Bereich umzu-
bauen. Zurzeit wird die Bauplanung erstellt.
- 6 -
V/0257/2009
Grundschule Sprakel
Die Grundschule Sprakel verfügt ebenfalls bereits über eine Nachmittagsbetreuung. Auf Grundlage
der derzeitigen Betreuungszahlen und auch der Prognose ist zum Schuljahr 2009/2010 noch nicht
mit einer Gruppengröße zu rechnen, die die beschlossenen Standards erforderlich macht. Durch
die Bauentwicklung in Sprakel und begründet durch die Erfahrungen in der Betreuung im vorschu-
lischen Bereich ist der Bedarf jedoch absehbar. Darüber hinaus soll die Umwandlung vollzogen
werden, um Landesmittel langfristig akquirieren zu können.
Investitionen werden jedoch zunächst nicht getätigt.
Der Rat hat die Verwaltung in seiner Sitzung am 29.08.2007 im Zusammenhang mit der Aufhe-
bung der Schulbezirke für die städt. Grundschulen und der Festlegung der Zügigkeiten ab dem
Schuljahr 2008/09 bereits beauftragt, die weitere Entwicklung der Grundschule Sprakel zu beo-
bachten und im Bedarfsfall rechtzeitig Raumkonzepte zu entwickeln (vgl. Vorlage Nr. V/501/2007).
Dabei ist nicht nur die Entwicklung der Schüler- und Klassenzahlen, sondern auch des OGTS-
Bedarfs zu berücksichtigen.
3. Gestiegener Bedarf an den bisher ber eits umgewandelten Offenen Ganztagsschulen
3.1 Einrichtung weiterer Gruppen in bestehenden Offenen Ganztagsschulen zum Schul-
jahr 2009/2010
An folgenden 17 Schulen werden voraussichtlich weitere Gruppen aufgrund des gestiegenen Be-
darfes eingerichtet. Mit den drei neu umzuwandelnden Schulen werden insgesamt bis zu 20 neue
Gruppen eingerichtet.
Schule Bezirk Anzahl Gruppen
Schuljahr 2008/2009
Voraussichtliche
Anzahl Gruppen
Schuljahr 2009/2010
Aegidii-Ludgeri-Schule Mitte 1 2
Annetteschule Angel-
modde
Südost 1 2
Dietrich-Bonhoeffer-
Schule
Mitte 1 2
Dreifaltigkeitsschule Mitte 2 3
Eichendorffschule
Angelmodde
Südost 3 4
Gottfried-von-
Cappenberg-Schule
Mitte 1 2
Grundschule am Kin-
derbach
Nord 2 3
Johannisschule Mitte 1 2
Ludgerusschule
Hiltrup
Hiltrup 2 3
Margaretenschule Ost 1 2
Marienschule Roxel West 3 4
Mauritzschule Mitte 2 3
Michaelschule West 3 4
Norbertschule Nord 2 3
Paul-Schneider-
Schule
Nord 3 4
Pötterhoekschule Mitte 1 2
Albert-Schweitzer-
Schule
Mitte 1 2
- 7 -
V/0257/2009
Die derzeitige Planung basiert auf einer Umfrage bei der Schulanmeldung, die auch die zukünfti-
gen Erstklässler berücksichtigt. Weitere Ver änderungen an einzelnen Schulen sind sowohl im Sin-
ne von Reduzierung von Gruppen, vor allem aber in Form von weiterem Bedarf nicht auszuschlie-
ßen. Dies wird sich im Rahmen des derzeit laufenden Anmeldeverfahrens herausstellen. Bei ei-
nem erweiterten Ausbaubedarf, der über die Beschlüsse in dieser Vorlage hinausgeht, wird eine
gesonderte Entscheidung herbeigeführt.
In weiteren Schulen ist mit einem Anstieg der Betreuungszahlen zu rechnen. Diese sind jedoch
nicht in dem Umfang zu erwarten, dass weitere Gruppen eingerichtet werden müssen. Eine Über-
sicht über alle Schulen mit Personal und Anzahl der Gruppen ist in der Anlage 3 beigefügt.
3.2 Bildung zusätzlicher Betreuungsgruppen in den vergangenen Jahren
Die Teilnehmer- und Gruppenzahlen sind an den bestehenden OGTS-Schulen bereits in den ver-
gangenen Jahren erheblich gestiegen.
Wie oben dargestellt wurden an den bisher bestehenden 42 OGTS-Schulen jeweils in dem ersten
Jahr, in dem sie umgewandelt wurden, insgesamt 51 OGTS-Gruppen gebildet:
1. Staffel: 2003/04 bzw. 2004/05 12 Grundschulen 16 Gruppen
2. Staffel: 2005/06 12 Grundschulen, 2 Förderschulen 21 Gruppen
3. Staffel: 2006/07 15 Grundschulen, 1 Förderschule 14 Gruppen
---------------------------------------------- -----------------
39 Grundschulen, 3 Förderschulen 51 Gruppen
An den bestehenden offenen Ganztagsschulen wurden überwiegend durch Umbaumaßnahmen
im Bestand, aber teilweise auch durch Gebäudeerweiterungen oder das Aufstellen von Fertigbau-
klassen Räumlichkeiten für OGTS-Zwecke hergerichtet. Für die seinerzeit gebildeten bzw. bereits
absehbaren Gruppen wurden Küche, Speiseraum und je Gruppe ein Betreuungsraum geschaffen.
Die Lösungen wurden jeweils mit den Schulen abgestimmt.
Die Investitionskosten für die Herrichtung der Räumlichkeiten an den 42 Schulstandorten betrugen
insgesamt rd. 8,7 Mio. €. Aus dem Bundesprogramm „Zukunft Bildung und Betreuung“ wurde eine
Zuwendung in Höhe von insgesamt 6.670.000 € bewilligt.
Seit der Umwandlung der Schulen sind die Teilnehmer- und Gruppenzahlen erheblich gestiegen.
Im laufenden Schuljahr nehmen 2.277 Kinder in insgesamt 77 Gruppen die OGTS-Angebote wahr
(Stand Oktober 2008).
Für das kommende Schuljahr ist nach der Bedarfsabfrage bei den bereits bestehenden OGTS-
Schulen ein weiterer Anstieg auf bis zu 97 Gruppen zu erwarten.
3.3 Herrichtung weiterer Betreuungsräume
Der Rat hat in seiner Sitzung am 25.03.2009 beschlossen, aus dem Konjunkturprogramm II für die
Herrichtung und Ausstattung bzw. Schaffung zusätzlicher Betreuungsräume insgesamt 570.000 €
bereitzustellen.
Für die Davertschule Amelsbüren wurden darüber hinaus insgesamt 1,2 Mio. € für eine Kombilö-
sung „Kita/OGTS“ einkalkuliert.
An den Schulen, die in den vergangenen Jahren zusätzliche OGTS-Gruppen gebildet haben oder
zum kommenden Schuljahr zusätzliche Gruppen bilden werden und an denen nicht die entspre-
chende Anzahl an Betreuungsräumen vorhanden bzw. ausgestattet ist, sollen die erforderlichen
Betreuungsräume hergerichtet werden.
- 8 -
V/0257/2009
Eine erste Überprüfung hat ergeben, dass an vielen Schulen zz. Raumkapazitäten vorhanden sind,
sodass die Einrichtung zusätzlicher Betreuungsräume durch geringe Umbaumaßnahmen (z.B.
Anstrich, Akustikdecken, Erneuerung der Bodenbeläge) und die Beschaffung von neuem Mobili-
ar/Ausstattung möglich ist. Dazu haben bereits erste Abstimmungsgespräche stattgefunden. Ge-
meinsam mit den Schulen werden bedarfsgerechte Lösungen erarbeitet und unter Berücksichti-
gung der zur Verfügung stehenden Finanzmittel möglichst zeitnah umgesetzt.
Die betroffenen Schulen sind in der Anlage 2 aufgeführt.
Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass die tatsächlichen Anmeldungen zum Teil erheb-
lich von den im Rahmen der Bedarfsabfrage gemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmern ab-
weichen. Die Anzahl der an den einzelnen Schul en tatsächlich einzurichtenden Gruppen wird des-
halb erst nach den verbindlichen Anmeldungen im Mai feststehen. Es kann nicht ausgeschlossen
werden, dass sich daraus weitere Bedarfe an bisher nicht genannten Schulen ergeben oder aber
auch Bedarfe nicht in dem erwarteten Umfang eintreten.
Dies wird soweit möglich bei der Umsetzung der Maßnahmen berücksichtigt.
Nach derzeitigen Erkenntnissen sind in folgenden Schulgebäuden bereits jetzt keine ausreichen-
den freien Raumkapazitäten vorhanden, um sowohl den Bedarf an Unterrichtsräumen als auch
den Bedarf an Räumen für den OGTS-Bereich entsprechend der vom Rat festgelegten Standards
zu decken, sodass andere Lösungen für die räumliche Versorgung der zusätzlichen Betreuungs-
gruppen angestrebt werden:
3.3.1 Aegidii-Ludgeri-Schule
Die Aegidii-
Ludgeri-Schule wird im kommenden Jahr voraussichtlich eine zweite Betreuungsgrup-
pe einrichten, da nach der Bedarfsabfrage ein Bedarf für 60 Kinder angemeldet wurde.
Die Schule hat 5 Klassen gebildet, was auch der festgelegten Zügigkeit entspricht. Damit hat die
Grundschule einen anzuerkennenden Raumbedarf an 6 Unterrichtsräumen (5 Klassen- und 1
Mehrzweckraum). Darüber hinaus wurden 1 Kü che und 1 Speiseraum für OGTS-Zwecke umge-
baut. Im Grundschulgebäude sind 8 Räume vorhanden.
Der Rat der Stadt Münster hat Ende 2006 u.a. beschlossen, dass dem Annette-von-Droste-
Hülshoff-Gymnasium mit Beginn des Schuljahres 2007/08 zwei Räume im Gebäude der Aegidii-
Ludgeri-Schule zur Verfügung gestellt werden. Der Rat hat festgelegt, dass diese Eckpunkte der
Schulentwicklungsplanung zunächst für die Dauer einer 4-jährigen Orientierungsphase gelten sol-
len.
Unter Berücksichtigung der vom Rat vorgegebenen Eckpunkte und der Raumsituationen sowohl
der Aegidii-Ludgeri-Schule als auch des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums wurde dem
Gymnasium ab dem Schuljahr 2007/08 zunächst nur ein Raum und zum Schuljahr 2008/09 dann
ein zweiter Raum zugewiesen. Es wurde vereinbart, dass der zweite Raum der Grundschule wie-
der zurückgegeben wird, sobald die Erweiterung des Gymnasialgebäudes fertig gestellt ist.
Im laufenden Schuljahr kann die Grundschule deshalb lediglich über 6 Räume verfügen, sodass
eine Doppelnutzung des Mehrzweckraumes als Betr euungsraum erforderlich ist. Dies erscheint
aber aus gesamtstädtischer Sicht vertretbar.
Der Erweiterungsbau des Gymnasiums wird im Sommer 2009 fertig gestellt, sodass die Aegidii-
Ludgeri-Schule dann einen Raum zurück bekommt. Die Grundschule verfügt dann über 7 Räume.
Es ist daher möglich, einen separaten zweiten Betreuungsraum einzurichten. Die Doppelnutzung
des Mehrzweckraumes als Betreuungsraum für di e erste OGTS-Gruppe muss allerdings beibehal-
ten werden.
Ein endgültiger Vorschlag zur Lösung der Raumproblematik wird nach Abschluss der Orientie-
rungsphase unterbreitet.
- 9 -
V/0257/2009
3.3.2 Grundschule am Kinderbach
Die Grundschule am Kinderbach wird nach den Prognosen zum kommenden Schuljahr eine dritte
Betreuungsgruppe bilden.
Neben einer Küche und einem Speisraum verfügt die Schule lediglich über einen Betreuungsraum
und einen kleineren Raum. Im Gebäude des Schulz entrums Kinderhaus sind keine freien Raum-
kapazitäten zur Herrichtung zusätzlicher Betreuungsräume vorhanden.
Die Schule kooperiert bereits mit dem benachbarten Wuddi. Abstimmungsgespräche haben erge-
ben, dass diese Kooperation auch langfristig beibehalten werden kann. Der Raumbedarf wird
durch diese Kooperation gedeckt.
3.3.3 Ludgerusschule Hiltrup
Die Ludgerusschule Hiltrup wird im kommenden Schuljahr 2009/10 durchgehend 4-zügig sein.
Nach der aktuellen Schülerprognose wird die Ludgerusschule auch mittelfristig 4-zügig bleiben.
Das Baugebiet „westlich Meesenstiege“ ist bei der Schülerprognose berücksichtigt.
Die Ludgerusschule Hiltrup wurde in der ersten Staffel zum Schuljahr 2003/04 in eine offene Ganz-
tagsschule umgewandelt Die Ludgerusschule Hiltrup hatte zunächst eine Betreuungsgruppe
OGTS. Seitdem sind die Teilnehmerzahlen erheblich gestiegen. Bereits zum Schuljahr 2005/06
wurden 2 Gruppen gebildet. Für das kommende Schuljahr sind 3 Betreuungsgruppen prognosti-
ziert.
Unter der Voraussetzung, dass im kommenden Jahr 3 OGTS-Gruppen gebildet werden, besteht
nach den vom Rat festgelegten Standards ein Raumbedarf von 1 Küche mit Speiseraum und 3
Betreuungsräumen. Im Schulgebäude sind jedoch nur 1 Küche, 1 Speiseraum sowie 1 Betreu-
ungsraum vorhanden.
Der darüber hinausgehende Raumbedarf wird zz. im benachbarten Kinder-, Jugend- und Begeg-
nungshaus 37 Grad gedeckt.
Die Verwaltung wird die Entwicklung der OGTS in der Ludgerusschule Hiltrup und die Situation im
Kinder-, Jugend- und Begegnungshaus 37 Grad ausführlich in einer separaten Vorlage darstellen
und Vorschläge zur Optimierung unterbreiten. Die Vorlage wird dem Rat in der Sitzung am
24.06.2009 vorgelegt.
3.3.4 Mosaik-Schule
Das Gebäude der Mosaik-Schule wurde im Jahr 2004 um einen dritten Zug erweitert. Gleichzeitig
wurden für Zwecke der Offenen Ganztagsschule 3 Räume (ca. 22 qm, 42 qm und 44 qm) sowie
eine Küche errichtet. Aufgrund der Grundstückssituation ist eine Ausweitung des Raumprogramms
nicht möglich. Durch den Erweiterungsbau ist eine maximale Flächenausnutzung des Schulgrund-
stückes gegeben.
In der näheren Umgebung der Mosaik-Schule st ehen keine räumlichen Alternativen/ Kooperati-
onsmöglichkeiten zur Verfügung. Deshalb muss sich das OGTS-Angebot zz. an den vorhandenen
Räumlichkeiten orientieren.
- 10 -
V/0257/2009
3.3.5 Albert-Schweitzer-Schule
Für die Albert-Schweitzer-Schule wurde eine Etage im Kinderheim St. Mauritz angemietet und für
OGTS-Zwecke umgebaut. Nach der Bedarfsabfrage wurde zum kommenden Schuljahr für 32 Kin-
der ein OGTS-Bedarf angemeldet. Bei Förderschulen ist eine Gruppenstärke von 12 Kindern
zugrunde zu legen, sodass mind. 2 Gruppen gebildet werden.
Die angemieteten Raumkapazitäten im Kinderheim reichen dafür nicht aus.
Deshalb ist beabsichtigt, eine weitere Etage anzumieten und ebenfalls für OGTS-Zwecke umzu-
bauen. Erste Gespräche haben mit der Leitung des Kinderheimes stattgefunden.
3.3.6 Matthias-Claudius-Schule (Gut Insel)
Im laufenden Schuljahr nehmen bereits 131 Kinder in 5 Gruppen an den OGTS-Angeboten der
Schule teil. Nach der Bedarfsabfrage ist mit weiter steigenden Zahlen zu rechnen.
Die Matthias-Claudius-Schule wird durchgehend dreizügig geführt und hat damit nach den Muster-
raumprogrammen einen Anspruch auf 12 Unterrichts- und 3 Mehrzweckräume. Das Schulgebäude
entspricht dieser Dreizügigkeit.
Darüber hinaus sind für Zwecke der OGTS 3 Räume (ca. 40 – 48 qm) und 1 Forscherwerkstatt
vorhanden. Weitere Raumkapazitäten stehen nicht zur Verfügung. Der vom Rat festgelegte Raum-
standard für OGTS ist damit bei weitem nicht erfüllt.
Um kurzfristig zusätzliche Raumkapazitäten zur Verfügung zu stellen, ist beabsichtigt, 2 Fertigbau-
klassen auf dem Grundstück aufzustellen. Das Raumkonzept wird in der weiteren Planung mit der
Schule abgestimmt (z.B. Nutzung Fertigbauklassen als Betreuungsräume oder alternativ Umbau
von Unterrichtsräumen im Bestand und Nutzung der Fertigbauklassen als Mehrzweck- bzw. Klas-
senräume).
4. Wechselwirkung steigende OGTS-Bedarfe/ festgelegte Zügigkeiten
Die Herrichtung weiterer Betreuungsräume erfolgt in den meisten Fällen durch Umbau von Unter-
richtsräumen, sodass diese künftig nicht mehr zur Deckung des Raumbedarfs im Unterrichtsbe-
reich zur Verfügung stehen.
Es muss darauf hingewiesen werden, dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass dadurch an
einigen Schulen bei Erreichen der vom Rat festgelegten Zügigkeiten Raumengpässe entstehen
werden. Sofern die festgelegten Zügigkeiten nicht verändert werden sollen, müsste ggfls. auch
zeitweise eine Doppelnutzung Betreuungsraum/ Mehr zweckraum erfolgen. Alternativ wären ange-
messene bauliche Erweiterungen vorzuschlagen.
5. Entwicklung der Anzahl der OGTS-Gruppen in den kommenden Jahren und Auswir-
kungen auf die Raumsituationen der Schulen
Aufgrund der gestiegenen Teilnehmerzahlen und der geplanten Herrichtung zusätzlicher Betreu-
ungsräume stoßen die meisten OGTS-Schulen bereits jetzt an ihre räumlichen Grenzen. Deshalb
muss die weitere Entwicklung der Gruppenzahlen in den kommenden Jahren beobachtet werden.
Im Bedarfsfall müssen Raumkonzepte entwickelt und Entscheidungen über die weitere Herrichtung
von Betreuungsräumen getroffen werden. Es bleibt abzuwarten, ob sich aufgrund der demografi-
schen Entwicklung und der erwarteten sinkenden Schüler- und Klassenzahlen in Zukunft freie
Raumkapazitäten ergeben, die zur Deckung steigender OGTS-Raumbedarfe genutzt werden kön-
- 11 -
V/0257/2009
nen. Sofern sich dies nicht ergibt, wird die Herrichtung weiterer Betreuungsräume in vielen Fällen
nur durch Gebäudeerweiterungen möglich sein. Alternativ müssten Doppelnutzungen der Unter-
richtsräume (Mehrzweckräume) und Betreuungsräume in Kauf genommen werden.
6. Finanzierung der Investitionskosten
Der Rat hat in seiner Sitzung am 25.03.2009 beschlossen, aus dem Konjunkturprogramm des
Bundes 570.000 € für Investitionsmaßnahmen im Bereich OGTS und 1.200.000 € für eine Kombi-
lösung „Kita/OGTS“ an der Davertschule Amelsbüren bereitzustellen (vgl. Vorlage V/0137/2009/2).
7. Umsetzung der Angebote der Offenen Ganztagsschulen
7.1. Standards
Die beschlossenen Standards in den Offenen Ganztagsschulen in der Stadt Münster bleiben un-
verändert. Um den gestiegenen Anmeldezahlen und der gestiegenen Anzahl der Fachkräfte Rech-
nung zu tragen müssen die Budgets für Fortbildung und das Förder- und Innovationsbudget ange-
hoben werden. Damit steigt das Förder- und Innovationsbudget von 275.000 Euro auf 324.980
Euro im Jahr 2009 und 394.950 Euro ab dem Jahr 2010. Im Fortbildungsbudget werden statt bis-
her 15.000 Euro im Jahr 2009 Mittel in Höhe von 19.170 Euro und ab dem Jahr 2010 Mittel in Hö-
he von 25.000 Euro benötigt.
Damit werden durchschnittlich die finanziellen Ressourcen zur Verfügung gestellt, die bei Um-
wandlung der ersten Schulen in Offenen Ganztagsschulen vorgesehen waren.
Über die inhaltlichen Schwerpunkte der Offen en Ganztagsschulen, insbesondere aber auch über
die umgesetzten Angebote im Rahmen des Förder- und Innovationsbudgets und der Fortbil-
dungsmittel wird mit einer gesonderten Berichtsvorlage im vierten Quartal 2009 berichtet.
7.2. Trägerschaft
Über die Trägerschaft der Offenen Ganztagsschulen entscheidet jeweils die Schulkonferenz der
Schule. An folgenden Schulen wird derzeit die Offene Ganztagsschule durch freie Träger organi-
siert:
Dreifaltigkeitsschule Förderverein der Schule
Melanchthonschule Ev. Andreaskirchengemeinde
Peter-Wust-Schule Verein zur Förderung der offenen Jugendarbeit Münster-Mecklenbeck e.V.
An folgenden Schulen finden derzeit konkrete Gespräche zur Übernahme der Trägerschaft durch
freie Träger statt:
Annetteschule Angelmodde
Pleisterschule
Albert-Schweitzer-Schule
An einer weiteren Schule befinden sich die Gespräche zur Trägerschaft noch im Anfangsstadium.
An allen anderen Schulen wird die Trägerschaft durch das Amt für Kinder, Jugendliche und Famili-
en der Stadt Münster wahrgenommen.
8. Mehrbedarf Verwaltung Elternbeiträge
Im Bereich der Elternbeiträge OGTS sind durch gestiegene Teilnehmerzahlen Rückstände ent-
standen und die Einkommensüberprüfungen können nicht in der gewünschten Intensität durchge-
führt werden.
- 12 -
V/0257/2009
Die Verwaltung wird versuchen, die Rückstände im Laufe des Jahres 2009 durch den zeitlichen
befristeten zusätzlichen Einsatz von Personal abzubauen (Umschichtung im vorhandenen Per-
sonalbestand). Trotzdem ist die Personalausstattung dauerhaft für die laufende Bearbeitung mit
Blick auf die weiter steigenden Teilnehmerzahlen der mit dieser Vorlage zu beschließenden 4.
Ausbaustufe und zur Gewährleistung einer gerechten Einkommensüberprüfung (bisher nur Stich-
proben) zu erhöhen.
Die Ausweitung um 2,00 Stellen ist aus Sicht der Verwaltung dabei das Minimum. Ein weiterer
Refinanzierungseffekt wird aus steigenden Elternbeiträgen infolge der verbesserten Einkommens-
überprüfung erwartet.
Darüber hinaus sehen die derzeitigen städtischen Regelungen zur Bemessung der Sekretariats-
stunden in Schulen eine Erhöhung bei Überschreitung von Schwellengrößen bei OGTS-
Teilnehmern vor. Sich dafür ergebende Stellenvermehrungen wird die Verwaltung ggf. mit dem
Stellenplan 2010 vorschlagen.
I.V.
gez.
Dr. Hanke
Stadträtin
Anlagen:
Anlage 1: Entwicklung der Teilnehmer- und Gruppenzahlen
Anlage 2: Auflistung „Einrichtung zusätzlicher Betreuungsräume“
Anlage 3: Übersicht über alle Schulen mit Personal und Anzahl der Gruppen
Beratungsverlauf (13)
Beschluss: eingebracht
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungBeschluss: von der Tagesordnung abgesetzt
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungOrte (3)
- Meesenstiege
- Kinderhaus
- Gut Insel
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0257/2009
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 06.04.2009
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37