A-R/0023/2025
Wir schaffen Räume für junge Menschen
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A-R-0023-2025
3671 Zeichen
Ratsantrag Münster, 12.05.2025 Wir schaffen Räume für junge Menschen Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: 1. Das bedarfsorientierte Steuerungs- und Förderkonzept der offenen Kinder- und Jugendarbeit und der Aufsuchenden Jugendsozialarbeit inklusive der Gruppenarbeit in Münster wird evaluiert und weiterentwickelt. 2. Aufgrund der sich verändernden Bedarfe und Freizeitverhalten von jungen Menschen sollen bei den Berechnungen der Personalstruktur folgende Faktoren ihre Berücksichtig finden: Entwicklungen im Schulsystem und OGS Neujustierung des Einzugsbereichs von Schule und Jugendarbeit Stärkere Verbindung zwischen Schulsozialarbeit und Jugendhilfe Outdoor-Points als neue Orte für die Kinder- und Jugendarbeit Besonderer Fokus auf Sozialräume in den einzelnen Stadtteilen Der Inklusionsgedanke der inklusiven Jugendhilfe nach SGB VIII 3. Ziel ist es, die Ergebnisse der Evaluation und Weiterentwicklung hinsichtlich der inhaltlichen und personellen Ausgestaltung in die Erarbeitung des neuen Kinder- und Jugendförderplans einfließen zu lassen. 4. Die Jugendlichen werden bei der Entwicklung der Räume miteinbezogen (z.B. in Form von Workshops). Begründung: Die aktuelle Grundlage für die Bemessung der aufsuchenden und offenen Kinder -und Jugendarbeit bildet die Vorlage 886/2017 „Bedarfsorientiertes Steuerungs- und Förderkonzept der offenen Kinder- und Jugendarbeit und der Aufsuchenden Jugendsozialarbeit inklusive der Gruppenarbeit in Münster“. Anhand der aktuellen Zahlen und weiteren relevanten Faktoren soll die offene Kinder- und Jugendarbeit, die aufsuchende Jugendsozialarbeit inklusive der sozialen Gruppenarbeit bedarfsorientiert und sozialraumorientiert geprüft, ggfls. bedarfsgerecht neu gewichtet und verteilt werden. Mit den Veränderungen in der Gesellschaft sind auch die Lebensrealitäten und Bedürfnisse der Jugendlichen einem Wandel unterzogen. Neue Technologien, Digitalisierung, Mobilität, soziale Medien aber auch der Einfluss von sozialen Ungleichheiten wirken sich auf das Leben junger Antrag an den Rat Nr. A-R/0023/2025 Menschen aus. Die Weiterentwicklung der offenen Jugendarbeit ist aus mehreren Gründen essenziell. Sie spielt eine zentrale Rolle bei der Unterstützung und Förderung junger Menschen in ihrer sozialen, persönlichen und beruflichen Entwicklung. Durch gezielte Maßnahmen und Angebote können Jugendliche gestärkt in ihren Lebensräumen abgeholt werden. Durch die ständige Verfügbarkeit mobiler Kommunikation hat sich das Freizeitverhalten hin zu mehr Flexibilität und Spontanität entwickelt. Jugendliche verabreden sich kurzfristiger und nutzen digitale Messenger-Apps, um Treffen zu organisieren oder sich über ihre Pläne abzustimmen. Dies führt dazu, dass neben den langfristigen oder regelmäßigen Freizeitaktivitäten wie etwa Vereinstreffen oder bestimmte feste Jugendgruppen-Angebote genutzt werden, zunehmend auch spontane und flexible Angebote auch als „Outdoor-Points“ im Vordergrund stehen. Auch eine engere Zusammenarbeit zwischen Grundschule, OGS und Offener Arbeit erfordert eine neue Gesamtbetrachtung. Die Fragen von Kooperationsstrukturen, veränderten Zielgruppen und den Erwartungen der unterschiedlichen Akteure sowie ihrer Rollen müssen thematisiert werden. Jugendarbeit stellt damit eine Erweiterung der traditionellen Schullandschaft dar, in Richtung einer Bildungslandschaft, die von den Schulstandorten ausgehend auch weitere Bildungsorte mit einbezieht. gez. Stefan Weber gez. Leon Herbstmann gez. Lia Kirsch und Fraktion und Fraktion und Fraktion gez. Jörg Berens und Fraktion gez. Helene Goldbeck und Gruppe
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- A-R/0023/2025
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 13.05.2025
- Erstellt
- 13.05.2025 18:19