2014/0201
Neubau Regenüberlauf R020 - Pfungstädter Straße Gesamtkosten: 750.000,00 Euro
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2014/0201
8902 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
Dezernat IV
Amt: Straßenverkehrs-
und Tiefbauamt OBW bei abschl. Be-
schlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2014/0201
Magistratsbeschluss-Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 538020
Kostenstelle: 066-140-1000 Investitionsnummer: 08066-6527
Kostenträger: 5380-21 Sachkonto: 0960010
Betreff: Neubau Regenüberlauf R020 - Pfungstädter Straße
Gesamtkosten: 750.000,00 Euro
Vorlage vom: 26.05.2014
Beschlussvorschlag:
1. Der Magistrat stimmt dem Neubau des Regenüberlaufes R020 – Pfungstädter Straße –
nach Plänen des Straßenverkehrs - und Tiefbauamtes zu.
2. Die Finanzierung erfolgt aus der Kostenstelle 066-140-1000, Investitionsnummer 08066-
6527. Dort sind bisher 600.000,00 E uro eingestellt.
3. Zur weiteren Finanzierung sind bei den Beratungen zum Nachtragshaushalt 2014 weitere
150.000,00 Euro kassenwirksam einzuplanen.
Anlagen: Lageplan
Datenschutzrelevante Anlage:
- 2 -
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 26.05.2014
Der Neubau des Regenüberlaufes – Pfungstädter Straße – ist aus folgenden Gründen erfo r-
derlich:
1. Schlechte Zugänglichkeit fü r Wartungs- und Reinigungsarbeiten bedingt durch die L a-
ge in der Abbiegespur von Pfungstadt kommend Richtung Autobahn A5.
2. Schlechter baulicher Gesamtzustand, insbesondere im Deckenbereich aufgrund der
hohen Verkehrsbelastung.
3. Hoher Schwimmstoffaustrag über die Entlastungsschwelle in die Modau.
4. Starke Ablagerungen durch hydraulisch ungünstige Anordnung der Zuleitung skanäle.
Planungskonzept
Der Regenüberlauf R020 wird in einen Staukanal B020 mit untenliegender Entlastung (SKU)
umgewandelt. Der jetzige Standort des R020 wird aufgrund der extrem schlechten Zugäng-
lichkeit aufgegeben. Der Neubau des Überlaufbauwerkes (siehe Lageplan) liegt nunmehr
wenige Meter vom bestehenden Bauwerk entfernt, innerhalb des parallel zur Pfungstädter
Straße verlaufenden Fuß- / Radwegs und des Grünstreifens. Durch die Lage außerhalb des
Straßenraumes werden die Verkehrsbehinderungen im Zuge der Durchführung von War-
tungsarbeiten minimiert.
Des Weiteren bietet der gewählte Standort den Vorteil, dass das Überlaufbauwerk abge-
koppelt vom bestehenden Entwässerungsnetz „im Trockenen“ gebaut werden kann und die
Entlastung zur Modau zunächst weiterhin über den vorhandenen Regenüberlauf gewähr-
leistet wird.
Um das vorhandene Speichervolumen der Zulaufkanäle besser nutzen zu können, wird die
Schwellenoberkante von 110,90 müNN auf 111,35 müNN erhöht, was eine Zunahme des
einstaubaren Kanalnetzvolumens von 710 m³ auf 1.220 m³ bedeutet. Der Drosselabfluss
wird von 445 l/s auf 96 l/s reduziert.
Der Schwimm- und Schwebstoffaustrag in die Modau soll durch den Einbau eines Feinre-
chens minimiert werden.
Ausbildung Staukanal B020 (SKU)
Vereinigungsbauwerk und Zulaufkanal
Das von Norden kommende Eiprofil wird in südliche Richtung als Kreisprofil DN 1000 ver-
längert. Da eine Einbindung des Kreisprofiles in das vorhandene Schachtbauwerk nicht
möglich ist, wird an dieser Stelle ein neues Schachtbauwerk errichtet.
Das aus Osten kommende Maulprofil wird mit einem Kreisprofil DN 1600 in südwestli-
che Richtung verschwenkt. Am Kreuzungspunkt mit dem Kreisprofil DN 1000 wird ein
Vereinigungsbauwerk errichtet.
- 4 -
Der vom Vereinigungsbauwerk abgehende Stahlbetonkanal DN 1800 wird geradlinig zum
neuen Überlaufbauwerk geführt. Um den aufgrund der ungünstigen Gefälleverhältnisse auf-
tretenden Ablagerungen entlang des Hauptfließweges zu begegnen, erhalten die Stahlbeton-
rohre DN 1600 und DN 1800 eine Trockenwetterrinne.
Überlaufbauwerk mit Siebrechen und Federstauklappe
Zur Minimierung des Schwimmstoffaustrages in die Modau wird der Überlauf mit einem ver-
tikal angeordneten Feinrechen (Horizontalstabrechen mit automatischer Reinigungsvorrich-
tung) ausgerüstet. Durch die Anordnung einer Federstauklappe hinter dem Feinrechen wird
unter Einhaltung eines nahezu konstanten Stauwasserspiegels die maximale Nutzung des
Stauraumvolumens möglich.
Für Reinigungsarbeiten seitens des Kanalbetriebes wird in der Nähe des Schachteinstieges
an der Ablaufseite ein Unterflurhydrant gesetzt.
Abflussdrosselung
Die Abflussdrosselung wird durch einen Durchlass DN 250 in Verbindung mit einem Ab-
sperrschieber (lichte Höhe 0,15 m) herbeigeführt, der die Überfallkammer mit dem nach-
folgenden Drosselschacht verbindet. Die vom Drosselschacht abgehende Leitung DN 500
schließt nach 17,70 m an die derzeitige Drosselleitung DN 500 an.
Entlastungskanal
Der von der Entlastungskammer abgehende Regenentlastungskanal DN 1500 wird 8,00 m in
südwestliche Richtung geführt. Der Anschluss an den bestehenden Entlastungskanal DN
1500 erfolgt mit einem Vereinigungsbauwerk, welches für die Dauer der Bauzeit auch den
Zufluss vom Maulprofil 1500/1500 des bestehenden Regenüberlaufes aufnimmt. Des Wei-
teren wird die Zuleitung DN 100 GGG vom Erdbecken B088 nördlich der Pfungstädter
Straße an das Vereinigungsbauwerk S4 angeschlossen.
Die Einleitestelle in die Modau wird nicht verändert.
Elektrotechnik
Für den Betrieb des Rechens und des Stauklappenwehres ist ein Anschluss an das öffentli-
che Stromnetz erforderlich.
Die Automatisierung der Rechenanlage mit integrierter Fernwirktechnik und Betriebsdatener-
fassung ermöglicht die permanente Überwachung und Registrierung aller Funktionen, Was-
serspiegellagen und Bewegungsabläufe.
Das Hydraulikaggregat zum Bewegen der Rechenkämme wird außerhalb des Überlaufbau-
werkes zusammen mit der Steuerung in einem Schaltschrank untergebracht.
- 5 -
Bauablauf
Der im Bestand vorhandene Regenüberlauf und di e für das neue Entwässerungssystem
nicht mehr erforderlichen Kanäle werden verfüllt. Die beiden Schachteinstiege werden rück-
gebaut. Für den Bau der Zulaufkanäle innerhalb des Straßenraumes der Pfungstädter Stra-
ße wird in Abhängigkeit des Baufortschrittes ein detaillierter Verkehrslenkungsplan in Ab-
stimmung mit den zuständigen Straßenverkehrsbehörden aufgestellt. Bei der Aufstellung
des bauzeitlichen Verkehrsführungskonzeptes werden vor allem auch die Fußgänger und
Radfahrer berücksichtigt. Als Bauzeit werden sechs Monate veranschlagt.
Finanzierung
Kostenberechnung
Baustelleneinrichtung 70.000,00 Euro
Baugelände vorbereiten 20.000,00 Euro
Erdbau 60.000,00 Euro
Verbau 45.000,00 Euro
Wasserhaltung 20.000,00 Euro
Leitungsbau 40.000,00 Euro
Beton- und Stahlbeton 140.000,00 Euro
Stahlbau und Einbauten 10.000,00 Euro
Technische Ausrüstung 150.000,00 Euro
Straßen- und Wegebau 15.000,00 Euro
Gesamtsumme netto 570.000,00 Euro
19 % Mehrwertsteuer 108.300,00 Euro
Gesamtsumme brutto 678.300,00 Euro
Planung und Bauleitung 60.000,00 Euro
Unvorhergesehenes und Rundung 12.700,00 Euro
Gesamtkosten 750.000,00 Euro
Die Finanzierung erfolgt aus der Kostenstelle 066-140-1000, Investitionsnummer 08066-
6527. Dort sind bisher 600.000,00 Euro eingestellt.
Zur weiteren Finanzierung sind bei den Beratungen zum Nachtragshaushalt 2014 we itere
150.000,00 Euro kassenwirksam einzuplanen.
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Es wurde beim Regierungspräsidium die Verrechnung der Aufwendungen mit der Abwasse r-
abgabe für das Klärwerk Süd für drei Jahre (Bauzeitbefreiung) beantragt, um insgesamt ca.
150.000,00 Euro einzusparen, da durch den Umbau des Regenüberlaufes und den dadurch
reduzierten Regenwetterzufluss der Reinigungsprozess im Klärwerk stabilisiert wird und der
Überwachungswert Pges um 20 % von 2,0 auf 1,6 mg P/l verringert werden kann.
Durch die Absenkung des Überwachungswertes Pges werden bei der Abwasserabgabe z u-
künftig dauerhaft ca. 3.00 0,00 Euro pro Jahr eingespart.
Die Reduzierung des Eintrages von Phosphor in die Modau und den Sandbach aus Kläranl a-
geneinleitungen ist ein zentrales Ziel des Hessischen Maßnahmeplans zur Umsetzung der
Europäischen Wasserrahmenrichtlinie und wird seit ein igen Jahren von der Oberen Wasse r-
behörde beim Regierungspräsidium Darmstadt gefordert. Durch die Umwandlung des
Regenüberlaufs in einen Kanalstauraum kann , bezogen auf das Klärwerk Süd , ein erster
Schritt in diese Richtung begangen werden.
Darmstadt, 26.05.2014
I-66/2 K 2000-Bu-Wg
Nst. 2834
Der Dezernent I Der Dezernent IV
Jochen Partsch André Schellenberg
Oberbürgermeister Stadtkämmerer
anlage 1
344 Zeichen
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Beratungsverlauf (5)
Orte (1)
- Pfungstädter Straße
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2014/0201
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 26.05.2014
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00