V/0652/2013
Auslobung und Mittelbereitstellung zum städtebaulichen und freiraumplanerischen Wettbewerb York- Kaserne
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Beschlussvorlage
9207 Zeichen
V/0652/2013 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung Betrifft Auslobung und Mittelbereitstellung zum städtebaulichen und freiraumplanerischen Wettbewerb York- Kaserne - Konversion York-Kaserne - Beratungsfolge 15.10.2013 Bezirksvertretung Münster-Südost Anhörung 17.10.2013 Sportausschuss Vorberatung 07.11.2013 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Vorberatung 13.11.2013 Hauptausschuss Vorberatung 13.11.2013 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der Ra t nimmt die Ausschreibung des „Städtebaulich -freiraumplanerischen Wettbewerbs York- kaserne in Münster -Gremmendorf“ (Anlage 1) zustimmend zur Kenntnis. Mit dem Beschluss der Auslobung sind die Pkt. 1+2 des Antrages der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Münster Nr. 40/2013 vom 8.7.2013 (Anlage 2) insoweit erledigt. 2. Die Verwaltung wird beauftragt, den Sportflächenbedarf für Gremmendorf genau zu ermitteln und ein Sportentwicklungskonzept zu erstellen. Hiermit ist Pkt. 3 des Antrages der CDU -Fraktion im Rat der Stadt Münster Nr. 40/2013 vom 08.07.2013 (Anlage 2) erledigt. 3. Die für die Durchführung des Wettbewerbs erforderlichen Aufwendungen gemäß beiliegender Kostenübersicht (Anlage 3) in Höhe von 145 .000,00 € stehen in der PG 0901 „Stadt - und Regio- nalentwicklung, Stadtplanung“ mit einem Teilbetrag in Höhe von 118.000,00 € zur Verfügung. Die noch fehlenden Mittel in Höhe von 27.000,00 € sind überplanmäßig gem. § 83 GO NRW bereitz u- stellen. 4. Der Rat n immt zustimmend zur Kenntnis, dass die Finanzierung des Wettbewerbes mit einem Teilbetrag in Höhe von 118.000,00 € aus den mit Landesmitteln geplanten und vorgehaltenen Mi t- teln für die städtebaulichen Planungen im Zusammenhang mit dem „Stadtumbau-West“ erfolgt. 5. Der Rat beauftragt die Verwaltung, zur Refinanzierung der unter Punkt 3. genannten Kosten für den Wettbewerb mit der BImA und der Wohn+Stadtbau GmbH (W+S) auf Grundlage der vom Rat Vorlagen-Nr.: V/0652/2013 Auskunft erteilt: Herr Schowe, Herr Winter, Frau Schulte Ruf: 492 61 00/ - 61 30 / -61 77 E-Mail: Schowe@stadt-muenster.de Datum: 23.08.2013 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0652/2013 am 21.3.2012 beschlossenen Konversionsvereinbarung zwischen Stadt und BImA sowie vor dem Hintergrund des beabsichtigten Ankaufs der York-Kaserne durch die W+S über eine angemessene Kostenbeteiligung zu verhandeln. II. Finanzielle Auswirkungen: Teilergebnisplan Nr. Bezeichnung Haush.- jahr Betrag € Bemerkungen Produktgruppe 0901 Stadt- und Regional- entwicklung, Stadtplanung Zeile 16 Sonstige ordentliche Aufwen- dungen 2013 145.000 Davon überplanmä- ßige Mittelbereitstel- lung i. H. von 27.000€ gem. § 83 GO NRW Den zur Finanzierung erforderlichen überplanmäßigen Aufwendungen wird nach § 83 GO NRW in Höhe von 27.000,00 € zugestimmt. Deckung: Minderaufwendungen, Produktgruppe 1601 „Allgemeine Finanzwirtschaft, Zeile 20 „Zinsen und sonstige Finanzaufwendungen“ Begründung: Zu 1. und 2.: Mit Vorlage Nr. 111/2012 wurde die Verwaltung am 21.3.2012 u.a. beauftragt, zur Konversion der im Nov. 2012 von den Briten freigezogenen York -Kaserne zur Erlangung eines „städtebaulichen Strukturkonzeptes“ mit den Bürgerinnen und Bürgern in einen dialogorien tierten Planungsprozess einzutreten. Auf dieser Grundlage wurde im Rahmen eines intensiven und erfolgreichen, mehrstufigen Partiz i- pationsprozesses der „Perspektivplan York -Kaserne“ entwickelt, der der Bürgerschaft im Rahmen des Abschlussforums am 22.05.2013 sowie dem ASSVW in seiner Sitzung am 6.6.2013 vorgestellt wurde (Anlage 4). Bereits anlässlich der Vorstellung im ASSVW wurde von der Verwaltung für die zweite Jahreshälfte 2013 die Vorbereitung eines städtebaulich -freiraumplanerischen Wettbewerbs auf Gr undlage des vorgestellten Perspektivplans und unter besonderer Berücksichtigung des Aspektes der Bürgerbe- teiligung angekündigt. Der Wettbewerb dient der weiteren Qualifizierung und Konkretisierung der generellen planerischen und städtebaulichen Zielaussagen des Perspektivplans unter Berücksichtigung der ergänzenden Hinweise der den „Perspektivplanprozess“ begleitenden Empfehlungskommission. Der ASSVW bekundete am 6.6.2013 sein grundsätzliches Einvernehmen mit dem v.g. Vorgehen. Die auf dem Kasernengeländ e vorhandene Sporthalle ist aufgrund ihres guten baulichen Zusta n- des im Grundsatz weiterhin nutzbar und soll gemäß den Vo rgaben des Perspektivplans mit dem Ziel einer Nutzung für vereinssportliche Zwecke erhalten werden. - 3 - V/0652/2013 Eine weitere Flächenvorhaltung für vereinssportliche Zwecke ist demgege nüber aus folgenden Gründen nicht vorgesehen bzw. nicht möglich: Die früher genutzten Sportflächen und Sportplätze am Kasernenstandort sind, soweit in der Ör t- lichkeit überhaupt noch erken nbar, in einem sehr schlechten Zustand. Nebenanlagen wie z. B. Beleuchtung und funktionale Einrichtungen sind a bgebaut worden oder veraltert. Die ehemaligen Sportflächen stellen somit keine hinreichende Grundlage für eine bauliche und funktionale Erneue- rung am Standort York-Kaserne dar. Unabhängig vom Status der ehemaligen Sporteinrichtungen besteht ein Zielkonflikt zu der dri n- genden Notwendigkeit, im Stadtgebiet das Wohnraumangebot quantitativ und qualitativ breit zu erweitern. Die Konversion der York-Kaserne steht seit Monaten explizit unter diesem Zielanspruch. Auf dieser Basis wurde der dialogorientierte Planungs - und Beteiligungsprozess durchg eführt, dessen Ergebnisse sich in dem Perspektivplan (Anlage 4) niederschlagen. Die im Perspektivplan entwickelten Wohnflächenpotenziale ermö glichen die Schaffung von voraussichtlich rund 1.400 neuen Wohnungen durch Umbau der Bestandsgebäude und durch Neubau. Ohne eine deutliche Einschränkung dieser Wohnbaupotenziale und unter Beachtung der bei einer Neuplanung gebot e- nen Immissionsschutzerfordernisse sind für Vereinssport nutzbare Sportflächen in die Perspekti v- planung nicht konfliktfrei zu integrieren. Insofern wird in Anerkennung sowohl eines grundsätzlichen Bedarfs an Sportflächen im Stadtteil Gremmendorf einerseits und des erheblichen Wohnfl ächenbedarfs andererseits, zu dessen D e- ckung die Konversion einen großen Beitrag leisten kann, vorgeschlagen, bestehende und künftige Bedarfe für den Sport im Rahmen einer stadtteilbezogenen Gesamtbetrachtung zu ermitteln und die Voraussetzungen für Ergänzungen der Sportausstattung auf Stadtteilebene Gremmendorfs zu schaffen. Auf den Zielkonflikt und den möglichen Lösungsansatz wurde anlässlich der öffentlichen Veranstal- tungen bzw. in den Workshops und Foren zur Konversion der York-Kaserne deutlich hingewiesen. Der Antrag der CDU -Fraktion im Rat der Stadt Münster Nr. 40/2013 vom 8.7.2013 (Anlage 2) ist insoweit erledigt. zu 3 und 4.: Die für die Durchführung des Wettbewerbes erforderlichen Aufwendungen gemäß beiliegender Kostenübersicht (Anlage 3) in Höhe von 145.000,00 € stehen in der PG 0901 „Stadt - und Regio- nalentwicklung, Stadtplanung mit einem Teilbetrag in Höhe von 118.000,00 € zur Verfügung. Die Finanzierung des Wettbewerbes soll dabei aus Mitteln für die in 2013 mit Landesmitteln geplanten und vorgehaltene n Mittel für die städtebaulichen Planungen im Zusammenhang mit dem „Sta d- tumbau-West“ erfolgen. Die Förderanträge auf Landesmittel für diesen Bereich wurden, wie bereits in der Sitzung des Hauptausschusses/Ausschusses für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Ver kehr und Wirtschaft am 04.07. bzw. 10.07. 2013 (s. hierzu V/0447/2013, Anlage 1) berichtet, zurückg e- zogen, weil Förderanträge für Planungs - und Vorbereitungsleistungen derzeit nur im Rahmen nachfolgender investiver Maßnahmen – jedoch nicht als eigenständiger Fördertatbestand - förder- fähig sind. Da zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keine abschließenden Inhalte und Konzepte der Konversionsprojekte vorliegen, muss die Antragstellung für nachfolgende invest ive Baumaßnah- men (z. B. Umbau, Modernisierung) bis zu diesem Zeitpunkt zurückgestellt werden. Eine nachträg- liche Anrechnung der bereits durchgeführten Planungs- und Vorbereitungsleistungen ist grundsätz- lich möglich. Daher wird die Verwaltung zu gegebener Zeit erneut einen Förderantrag stellen. Die darüber hinaus fehlenden Mittel in Höhe von 27.000 € sind überplanmäßig gem. § 83 GO NRW bereitzustellen. - 4 - V/0652/2013 zu 5.: Da die Planungen zur Konversion der York -Kaserne als „Gemeinschaftsaufgabe von Stadt, BImA und W+S“ zu betrachten sind, ist eine angemessene Kostenbeteiligung der genannten Partner sachgerecht. Die BImA hat bereits angekündigt, 50% der Wettbewerbskosten zu übernehmen. Vorbehaltlich des erforderlichen Aufsichtsratsbeschlusses (10.10.2013) hat die Woh n+Stadtbau GmbH ebenfalls angekündigt, 50% der Wettbewerbskosten zu übernehmen. I.V. Gez. Schultheiß Stadtdirektor Unterschrift Anlagen: - Wettbewerbsausschreibung (Anlage 1) - Antrag Nr. 40/2013 vom 8.7.13 (Anlage 2) - Kostenberechnung (Anlage 3) - Dokumentation Perspektivplan (Anlage 4)
Anlage 3_Kostenberechnung York-Kaserne
2672 Zeichen
Städtebaulicher/freiraumplanerischer WettbewerbStand: 01.10.2013"York-Kaserne in Münster-Gremmendorf"erstellt durch: Wolters Partner, CoesfeldKostenberechnungPreissumme (brutto)1. Stufe12 x Bearbeitungshonorar á 5.000 €60.000,00 2. Stufe1. Preis 20.000,00 2. Preis15.000,00 3. Preis10.000,00 4. Preis5.000,00 110.000,00 Zusätzliche Kosten (brutto)AnmerkungenEinführungskolloquiumHonorare Fachpreisrichter / Stellvertreter Einführungskolloquium 6.400,00 5 Fachpreisrichter / 2 Stellvertreter / 1 externer Berater: 800 € TagessatzFahrtkosten Einführungskolloquium 1.000,00 0,30€ / km (netto)Hotelkosten 300,00 Catering Westfalenfleiß 500,00 GetränkeRaummiete Westfalenfleiß 500,00 1. StufeHonorare Fachpreisrichter / Stellvertreter Preisgerichtssitzung Stufe 1 6.600,00 5 Fachpreisrichter / 1 ständiger Stellvertreter / 1 externer Berater: 800 € Tagessatz; 1 Vorsitz: 1.000 € TagessatzPreisgerichtssitzungFahrtkosten Preisgerichtssitzung Stufe 1 1.000,00 0,30€ / km (netto)Hotelkosten 300,00 Catering Westfalenfleiß 1.000,00 Frühstück, Mittagessen, Kuchen, ganztägig Heiß- und Kaltgetränke Raummiete Westfalenfleiß 500,00 BürgerversammlungRaummiete Bürgerbüro Gremmendorf 500,00 1 wöchige AusstellungHonorare Fachpreisrichter Bürgerversammlung 1.200,00 Fahrtkosten 100,00 0,30€ / km (netto)Hotelkosten 100,00 Catering Westfalenfleiß 500,00 Getränke + SnacksRaummiete Westfalenfleiß 500,00 2. StufeHonorare Fachpreisrichter / Stellvertreter Preisgerichtssitzung Stufe 2 6.600,00 5 Fachpreisrichter / 1 ständiger Stellvertreter / 1 externer Berater: 800 € Tagessatz; 1 Vorsitz: 1.000 € TagessatzPreisgerichtssitzungFahrtkosten Preisgerichtssitzung Stufe 2 1.000,00 0,30€ / km (netto)Hotelkosten 300,00 Catering Westfalenfleiß 1.000,00 Frühstück, Mittagessen, Kuchen, ganztägig Heiß- und Kaltgetränke Raummiete Westfalenfleiß 500,00 DruckkostenDruckkosten - Auslobung 500,00 50 Exemplare Druckkosten - Vorprüfung 1. Stufe (30 Exemplare, á 25 Seiten) 100,00 30 Exemplare Druckkosten - Vorprüfung 2. Stufe (30 Exemplare, á 15 Seiten) 100,00 30 Exemplare Druckkosten - Dokumentation 1.800,00 500 ExemplareEinladungsflyer Bürgerversammmlung (evtl.) 1.000,00 Summe 33.900,00 Preissumme110.000,00 Zusätzliche Kosten33.900,00 143.900,00 Gerundete Kosten145.000,00
Anlage 2_CDU-Antrag Nr. 40 2013
2420 Zeichen
Anlage 2
Stadt Münster
Amt für Stal entwickleng,
Stadtplanung,X ee
24, 208°
. [Antrag an den Rat Nr. A-R/004072013
co,
08.07.2013
Antrag ©
Sportentwicklung in Gremmendorf - Standort York-Kaserne erhal-
ten“ -
Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: . IN
Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, -
j L. WW &
1. ob in Verabredung mit der Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (BIMA) die
Sportflächen bzw.- hallen auf dem Gelände der Yorkkaserne in Gremmendorf kurz-
fristig für eine Nutzung durch Sportvereine .bzw. Sportler zumindest vorübergehend
freigegeben werden können;
2. ob möglichst alle Sportflächen, auf, auf jeden Fall.aber.die vorhandene Turnhalle, in nr
der York-Kaserne erhalten werden können. . \ \
3. Darüber hinaus wird die Verwaltung beauftragt, in diesem Zusammenhang gemein-
sam mit den Sportvereinen, dem Stadtsportbund sowie der Politik ein Gesamtkonzept {2
für die Entwicklung des Sportangebotes in Gremmendorf zu entwickeln und zeitnah
umzusetzen.
Begründung:
"Gremmendorf wird in den kommenden Jahren wachsen. Dadurch entstehen auch gestiege-
. ne Anforderungen gegenüber den Einrichtungen im Stadtteil, so.auch den Sportanlagen und
-hallen. Daher sollten die vorhandenen Flächen auf der ehemaligen York-Kaserne erhalten
‚werden und dem Vereins- bzw. Breitensport zur Verfügung gestellt werden. Da schon jetzt
Engpässe im Sportangebot bestehen, soll dies.auch schon sehr kurzfristig erfolgen. Für den
wachsenden Stadtteil Gremmendorf soll eine Sportentwicklungsplanung erfolgen, damit un-
ter Beteiligung aller Akteure ein Angebot vorgehalten werden kann, das auch in den kom-
menden Jahren die Bedarfe der Sporttreibenden abdecken kann.
gez. : :
Stefan Weber Dr. Dietmar Erber Christian Moll
Gilbert Aldejohann Georg Fehlauer Andreas Nicklas
Frank Baumann Walter von Göwels . Jürgen Ohm
Sybille Benning Richard Halberstadt Robert Otte
Georg Berding Gilbert Hartmann Karin Reismann’
Dieter von den Berg Ludger Janning H.-Dieter Sellenriek
Heinz-Georg Buddenbäumer Brüno Kleine Borgmann Barbara Stober
Olaf Dreßen Karl Kleine-Wilke Helga Welker
Edgar Drüge Marliese Kosmider Simone Wendland
Wolfhard Ediger Teresa Küppers ° Peter Wolfgarten
Franz-Pius Graf von Merveldt :
CDU-Fraktion im Rat der Stadt Münster
. Fraktionsgeschäftsstelle
Mauritzstraße 7-8 ° 48143 Münster
Telefon (0251) 4 18 43-0 "Telefax (0251) 4 31 36
e-mail fraktion@cdu-ms.de hitp://www.cdu-ms.de.
Anlage 4_Dokumentation Perspektivplanung
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Ne ubau Kantine Neubau Wohnen Exerzierplatz rer Ring Baumhain Zufahrt 1Bau trum Wäldchen Impulsareal Casino Mauer e STADTPLANUNG IM DIALOG UMNUTZUNG DER YORK-KASERNE ERGEBNISSE EINES BESONDEREN BÜRGERDIALOGS IMPRESSUM AUFTRAGGEBER Stadt Münster Der Oberbürgermeister Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung Albersloher Weg 33, 48127 Münster mit Unterstützung der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben ANSPRECHPARTNER STADT MÜNSTER Team York im Amt für Stadtplanung, Stadtentwicklung und Verkehrsplanung: Christian Schowe (Leitung) Ahmad Najjar Stefanie Schulte Ulrich Winter Eberhard Wilsmann york@stadt-muenster.de STÄDTEBAULICHE PLANUNG UND MODERATION FALTIN+SATTLER I FSW Düsseldorf GmbH Rathausufer 14 D-40213 Düsseldorf T. +49(0)211.83.68.980 F. +49(0)211.83.68.981 www.fsw-info.de STÄDTEBAU-SKIZZEN Jörg Faltin, Düsseldorf LAYOUT, GRAFIKEN, FOTOS Andreas M. Sattler, Jörg Faltin, Düsseldorf mit Claudia Dick LUFTBILDER UND KATASTERGRUNDLAGEN Stadt Münster Hans Blossey (S. 7/S. 29) REDAKTION Jörg Faltin/Claudia Dick Meike Janssen (Stadtplanungsamt Münster) © Stadt Münster/FSW 2013 1 ENGAGEMENT [ VORBILDLICHES INTERESSE AN STÄDTEBAULICHER QUALITÄT ] 2 PROFIL [ BESONDERES AREAL MIT CHARAKTER ] 3 DIALOG [ AUFEINANDER AUFBAUENDE VORGEHENSWEISE ] 4 IMPULSE [ ANNÄHERUNGEN UND VORBILDPROJEKTE ] 5 ORIENTIERUNG [ STÄRKEN UND SCHWÄCHEN IM ÜBERBLICK ] 6 IDEEN [ ERSTES STRUKTURKONZEPT ZUR DISKUSSION ] 7 KONKRETISIERUNG [ FOKUSSIERUNG AUF DIE ZUKÜNFTIGE VISITENKARTE ] 8 PERSPEKTIVE [ STRUKTURELLER RAHMEN FÜR WEITERE QUALIFIZIERUNGEN ] 9 TEAM [ VIER ARBEITSTEAMS IM FOKUS DER ÖFFENTLICHKEIT ] 004 006 010 014 016 018 022 024 036 INHALT Liebe Bürgerinnen und Bürger, nur ein paar Tage nach der Übergabe der Kaserne von den Briten an die Bundesan- stalt für Immobilienaufgaben wurde die städtebauliche Perspektivplanung im Dia- log mit Ihnen auf den Weg gebracht. Ganz bewusst sind wir direkt und unmittelbar in die gemeinsame Planung eingestiegen, um die Grundlagen für die bestmögliche Entwicklung eines neuen Stadtquartiers in nur 5000 Metern Entfernung zur Innen- stadt Münster zu legen. Die Ergebnisof- fenheit und Transparenz war sicher das wichtigste Merkmal des Planungsprozes- ses. Ihre Ortskenntnisse und die daraus er- wachsenden Ideen wurden zur wichtigen Basis der Zusammenarbeit. Unter Federführung der Planungsverwal- tung der Stadt Münster kam ein besonde- res Dialogverfahren mit Integration städte- baulicher Entwurfsarbeit zur Anwendung, das durch das Büro FALTIN+SATTLER ent- wickelt und begleitet wurde. Die aus zwei Workshop-Tagen hervorgegangen Vor- schläge wurden direkt weitergetragen und rückgekoppelt – sei es durch das enga- gierte Publikum oder die Fachleute aus der Verwaltung, die alle vier Workshop- gruppen begleiteten, und die Empfeh- lungskommission, die jeweils im Rahmen der Forumsveranstaltungen wichtige Hin- weise lieferten. Eine hoch motivierte und äußerst qualifi- zierte Zusammenarbeit war in jeder Ver- anstaltung spürbar. Das können alle be- stätigen, die bei den Workshops und Fo- rumsveranstaltungen dabei waren. Die Workshops liefen über zwei ganze Tage – da wurden gleich mehrere Rollen Zeichen- papier verbraucht für viele hundert Skiz- zen. Es wurden Meinungen ausgetauscht und Ideen entwickelt, Pro- und Contra-Ar- gumente ausgewertet, Vorschläge wieder verworfen oder verfestigt. Dieser zeitliche und inhaltliche Einsatz von den rund 100 Workshop-Teilnehme- rinnen und Teilnehmern verdient unseren Respekt. Und mich als Oberbürgermeister macht so ein vorbildliches freiwilliges En- gagement so vieler Bürgerinnen und Bür- ger unserer Stadt natürlich auch stolz. Münster avanciert zum Vorbild bei ver- gleichbaren städtebaulichen Aufgaben, es funktioniert unkompliziert und versiert mit den Bürgerinnen und Bürgern. Zudem ist diese besondere Form der Zusammen- arbeit überaus fruchtbar mit einem unge- mein vielschichtigen Wissen rund um den Standort verbunden. Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, haben Ihr Wissen, Ihre Wünsche und Ihre Kreati- vität in die Prozesse zur Gestaltung unse- rer Stadt eingebracht und zeitgleich alle Ideen mit der Ihnen eigenen Kompetenz auf „Gremmendorfer Alltagstauglichkeit“ und „Gremmendorfer Bedürfnisse“ getes- tet. Die Präsentation der Abschlussergebnisse in Form des Perspektivplans York als struk- tureller Rahmen für die weiteren Pla- nungsschritte hat eines deutlich gezeigt: Es hat sich gelohnt, diesen besonderen Dialog York ins Leben zu rufen. Das Ziel, ein von Anfang an umsetzungsorientier- tes städtebauliches Strukturkonzept zu entwickeln, wurde erreicht. Auch von au- ßen werden der Prozess und seine Zwi- schenergebnisse als konstruktiv und rea- listisch bewertet. In Gremmendorf wurde kein Phantasiestadtteil geplant, sondern ein belastbares und nachhaltiges Struk- turkonzept als Rahmen weiterer Pla- nungsschritte erarbeitet. Viele Mitwirkende des Planungsprozesses haben die Gelegenheit genutzt, über die beiden Ortserkundungen am 29.11.2012 und am 22.5.2013 die bisher „verbotene Stadt“ des York-Areals näher zu erfahren. An dieser Stelle gilt mein Dank auch der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, die u.a. die Besichtigungen als wichtigen Teil der Zusammenarbeit möglich ge- macht hat. Wenn Sie durch die Straßen der ehemali- gen Kaserne spaziert sind, haben Sie sich vielleicht schon vor Ihrem geistigen Auge vorgestellt, wie es in einigen Jahren hier aussehen könnte: Ein von vielen Freiräu- men und einer Waldatmosphäre gepräg- tes Stadtquartier York zum Wohlfühlen. Im Workshop hat eine Teilnehmerin den Wunsch vom belebten Stadtplatz formu- liert, der in der Abendsonne zum Kaffee- trinken einlädt. Ich finde: Dies ist nicht nur ein schönes, sondern auch sehr greif- bares und realistisches Bild. Wir sind auf dem Weg, das York-Areal zur Adresse für einen attraktiven und modernen Stadtteil werden zu lassen. Ihr städtebaulicher Perspektivplan ist nun das wichtige Gerüst für notwendige wei- tere Qualifizierungs- und Ausarbeitungs- schritte. Bei der Dimension dieses Vorha- bens konnte selbstverständlich noch nicht jedes Detail gelöst werden. Was vor uns liegt, ist noch ein langer Weg mit vielen weiteren Planungs- und Realisierungs- schritten. Wir haben allerdings durch Ihre Arbeit und die qualifizierte Moderation und städtebauliche Zusammenfassung des Büros FALTIN+SATTLER jetzt die Basis, um in ein paar Jahren erste Teilquartiere reali- sieren zu können, mit denen Sie sich in ho- hem Maße identifizieren können und an deren Entstehung Sie zu einem sehr frü- hen Zeitpunkt entscheidend mitgewirkt haben. Denn der Perspektivplan gibt uns für alle weiteren Planungsschritte klare Rahmenbedingungen mit auf den Weg. Für einen städtebaulich-freiraumplaneri- schen Wettbewerb zum Beispiel, der die Planung weiter konkretisieren soll. 1 ENGAGEMENT [ VORBILDLICHES INTERESSE AN STÄDTEBAULICHER QUALITÄT ] 005 Eines ist heute ebenfalls bereits sicher: Ihr Engagement ist im fortschreitenden Pla- nungsprozess auch weiterhin gefragt. Ihre Stimmen werden weiterhin gehört wer- den. Münster lebt von der Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit Ihrer Stadt. Es ist für uns nur selbstverständlich, dass im Dialog weiter geplant und entwi- ckelt wird. Die Konversion der York-Kaser- ne ist und bleibt ein gemeinsames Projekt von Verwaltung, Politik und Bürgerschaft. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Spaß bei der Durchsicht dieser Ergebnis- broschüre als Zusammenfassung eines besonderen Planungsweges für Münster, der uns mit Rückenwind in die weiteren Entwicklungsschritte schickt. Herzlichen Dank für Ihr Engagement! Markus Lewe, Oberbürgermeister der Stadt Münster 004 Im Zuge des ab dem Jahr 1934 erfolgten Ausbaus des zivilen Flugplatzes auf der Loddenheide zu einem militärischem Flie- gerhorst wurde in den Jahren 1935 bis 1937 im Stadtteil Gremmendorf am Al- bersloher Weg die rund 50 ha große Ka- serne als Luftwaffennachrichtenkaserne errichtet. Die entlang des Albersloher We- ges errichteten militärischen Anlagen reichten seinerzeit vom Dortmund-Ems- Kanal bis zur heutigen York-Kaserne. Die York-Kaserne ist rund 5 km von der Innen- stadt und vom Bahnhof entfernt. Die mit rotem Klinker versehenen Unter- kunfts- und Verwaltungsgebäude der York-Kaserne sind auf dem Gelände prä- gend. Acht Mannschaftsgebäude und zwei Schulungsgebäude orientieren sich als Zeilen giebelständig zum Exerzierplatz. Zwei Wachposten-Gebäude flankieren das ehemalige Haupttor bzw. den Eingangs- bereich am Albersloher Weg. In den Randbereichen der stark mit altem Baumbestand durchgrünten Kaserne be- finden sich die Fahrzeug- und Panzergara- gen, Werkstätten und sonstige Gebäude mit dazugehörigen, versiegelten Bewe- gungsflächen. Nach Übernahme der Kaserne durch die britischen Streitkräfte wurden weitere Ge- bäude, wie z.B. eine zentrale Versorgungs- möglichkeit für die britischen Soldaten im Stadtgebiet Münster (Kindertagesstätte, NAAFI-Shop) am Albersloher Weg, sowie zwei weitere Mannschaftsunterkünfte er- richtet. Im Süden und Westen der Kaserne befinden sich verschiedene Wiesenflä- chen und in Teilen von den Briten bereits zurück gebaute Sportanlagen. Von der Kasernenfläche entfallen ca. 24 ha auf die historische Anlage, 9 ha auf Gara- gen, Werkstätten etc. im nördlichen Be- reich, 1,4 ha auf den Versorgungsbereich mit dem NAAFI-Shop und ca. 15 ha auf die Freiflächen im Westen und Süden. Die britischen Streitkräfte haben die York- Kaserne am 13.11.2012 an die Bundesan- stalt für Immobilienaufgaben zurückgege- ben. 2 PROFIL [ BESONDERES AREAL MIT CHARAKTER ] Münster Zentrum Stadthafen Dortmund-Ems-Kanal Albersloher W eg Alt-Gremmendorf Waldgebiet Große Lodden York Kaserne York-Kaserne Alt Gremmendorf Albersloher Weg Gewerbegebiet Kesslerweg Friedenspark Heeremansweg Letterhausweg Gremmendorfer Weg Angelsachsenweg Wiegandweg Waldgebiet Große Lodden Paul-Engelhard-Weg FriedenFriede nspa park Heer Heerem HeHeerem usweg Letterhau ha Letterhauswegter sw Albersloher W ehhoosrseebbl WW Albersloher loher rWrW eg W Alt Gremmend WWe Gremmendorfer eg eg egegWWWWeWe egWWWe Gremmendorfer r W dorf emanswegemansweg ork or k ork Y Y YYo Yo Yo Y k-Kaserne k Alt Gremmend Paul-EngePaul-Enge dorf egWWe elhard- -WeWWe elhard- -W Kesslerweg Gewerbegebiet Wiegandweg achsenweg WWWieWie dndww WiegandwWiegandwegWi chsenweg Große Lodden aldgebiet W GG t o et L ddeennn t Gr eLoß ddL dLo n bebgebildald ße dgdg bied r aWW roGGr al eta roG W gWW Angelsachs elsAngelsach 007006 009008 Liebe Akteure der Perspektivplanung, als wir von der Stadt Münster im Herbst 2012 gefragt wurden, ob wir die Perspek- tivplanung im Stadtteil Gremmendorf moderieren möchten, stand eine unbe- kannte und spannende Aufgabe vor uns. 50 ha freiwerdende Fläche, die auf Grund reger Abzugsaktivitäten der britischen Streitkräfte nur vom Luftbild und ersten Annäherungen durch das Kennenlernen der umgebenden Stadträume diesseits der Sicherheitsmauer erstmalig in Augen- schein genommen werden konnte. Diese große Fläche, über den Albersloher Weg gut an die nur wenige Kilometer entfernt liegende Innenstadt Münsters angebun- den, wartet auf eine städtebauliche Neu- strukturierung und ein Zurückholen ins städtische Geschehen. Es gab bereits erste starke Initiativen vor Ort und damit auch Ideengeber für die Entwicklung einer besonderen Vorgehens- weise zur Perspektivplanung. Das Woh- nen sollte im Fokus stehen, nicht nur die vorhandenen Haltestationen der Buslinien am Albersloher Weg mit schneller Erreich- barkeit der Innenstadt waren dafür der Grund. Eine besondere Atmosphäre, ausgeprägte Waldareale im Westen zum Kanal hin ori- entiert und ein unglaublich wertvoller, alter Baumbestand auf dem Areal selbst waren die Wegbereiter einer klaren Posi- tionierung für das neue Stadtquartier York. Hier kann der wachsende Bedarf Müns- ters nach vielfältigem Wohnen in der Stadt realisiert werden – aber welche Prä- gungen des Standortes bilden dafür den Rahmen? Weitere Impulse wurden durch die enga- gierte Bürgerschaft gegeben: Ein neues Stadtteilzentrum könnte entstehen und würde Gremmendorf endlich ein Herz und eine gelebte Mitte bieten. Es wurden auch erste Probleme augenscheinlich und vehe- ment artikuliert: Der Albersloher Weg ist durch die starke Verkehrsbelastung und seine Vierspurigkeit eine enorme Barriere in der Stadtstruktur, die es zu überwinden gilt. Schnell wurde im FORUM 1 allen Beteilig- ten klar, dass dies nicht ausschließlich eine verkehrsplanerische oder gar inge- nieurtechnische Aufgabenstellung ist. Rund um Münster existieren viele dieser Stadt-Radialen als wichtige Straßenach- sen in die Innenstadt bzw. ins Umland – es muss eine Lösung geben. Ein Zusammenwachsen des gewachsenen Ortsteils samt der bestehenden, kleinen linearen Handelslage auf der östlichen Straßenseite mit dem neuen, noch unbe- kannten Stadtquartier York auf der West- seite wurde zu einer der erklärten Zielset- zungen für die Zusammenarbeit unter dem Motto „Bürger und Experten tau- schen sich aus“ . Wie kann dies räumlich und funktional gelingen? 3 DIALOG [ AUFEINANDER AUFBAUENDE VORGEHENSWEISE ] 011010 Gut, dass Jan H. Eitel im FORUM 1 von den Erfahrungen der Kasernenumnutzungen in Trier berichtete und allen Beteiligten vor Augen führte, welche komplexen Planun- gen ineinandergreifen, aber auch, wie wichtig die ersten Impulse und Keimzellen vor Ort sein können, bis es zu konkreten und gebauten Projekten kommt. Die Er- kundung der „verbotenen Stadt“ symboli- sierte am gleichen Tag und trotz schlech- ten Wetters die Rückeroberung durch die Bürgerinnen und Bürger. Im ganztägigen WORKSHOP 1 wurden sämtliche Stärken und Schwächen in vier moderierten Grup- pen erstmals zusammengetragen. Das 50 ha große Areal wurde erfahrbarer und verständlicher, bereits vorhandene, das Stadtbild prägende Strukturen wur- den erfasst. Es kristallisierte sich u.a. he- raus, dass die bestehenden Gebäude aus rotem Backstein vor der Kulisse einer „Wald“-Atmosphäre eine besondere Faszi- nation für alle Beteiligten ausüben. Das Wohnen in diesen Häusern könnte vielfäl- tiger kaum sein, generationsübergreifend, altersgerecht, barrierefrei und kosten- günstig. Am Ende des WORKSHOP 1 gab es eine Versachlichung aller ineinander greifen- den Themen, erste strukturelle Ideen, durchaus auch schon konkret räumlich. Der Erstentwurf zum Perspektivplan von FALTIN+SATTLER konnte als Zusammen- führung und städtebauliche Protokoll- zeichnung entstehen. Die Plenumsdiskus- sion zu diesem Plan im FORUM 2 gab wei- tere Impulse auf dem Weg zur Perspektiv- planung. Offen und transparent wurde auch über „Unantastbares“ wie zum Beispiel die aus- geprägten Freiraumstrukturen, über „nöti- ge Flexibilitäten“ rund um noch näher auf Zukunftsfähigkeit zu untersuchende Bau- substanz und auch über schier „Unmögli- ches“ wie das Zusammenführen beider Seiten des Albersloher Weges beraten. Die Empfehlungskommission gab weitere Richtungskorrekturen bzw. fachliche Hin- weise. Folgerichtig mussten die Weichen für das neue Herz Gremmendorfs mit einem neu- en und für Münster vorbildlichen Stadteil- zentrum im WORKSHOP 2 gestellt werden. Die Ideen der Bürger, die daraus erwachse- nen intensiven und vehement geführten Diskussionen mit den städtischen und ex- ternen Experten gaben den Ausschlag für das städtebauliche Strukturkonzept mit einer Fokussierung nach Osten. Die „ Visi- tenkarte“ am Albersloher Weg stand im Mittelpunkt. Und sie wurde aus vielen Blickwinkeln reflektiert: Stadträumlich– in einem schwierigen Nebeneinander von Neuem und Altem in Form der eingeschossigen Entreegebäude des alten Haupttores samt Adresse eines Baumhofes mit Alleinstellungsmerkmal. Handelsverträglich– für Gremmendorf und für ganz Münster im Sinne des ge- samtstädtischen Einzelhandelskonzeptes sowie der ersten Funktionsstudien zu den wichtigen Handelspartnern und nicht zu- letzt in der nötigen Verbindung mit der bestehenden Geschäftszeile auf der Ost- seite des Albersloher Weges. Verkehrsfunktional– mit Reduzierung der Barrierewirkung unter Beibehaltung der Vierspurigkeit und dennoch mit Möglich- keiten der Geschwindigkeitsreduzierung über ein neues Profil und anderen Material- gebungen, Klärung von Zu- und Abfahrten von etwa 2.000 neuen Gremmendorfern und Beibehaltung der Beziehung zum alten Gremmendorfer Weg. Die überarbeitete Perspektivplanung mit dazugehöriger Vertiefung der neuen Stadtsilhouette „ York“ nach Osten wurde zum FORUM 3 präsentiert und auch er- neut diskutiert. Das Abschlussprodukt überzeugte die Ideengeber aus der Bürger- schaft und die Experten gleichermaßen. Wichtige Rahmenbedingungen für die weiteren Planungsschritte und Eckpfeiler zukünftiger Planungen stehen – es kann weitergehen. Und nicht nur das: Es hat Spaß gemacht, an dieser Planung mitzu- wirken! Danke Münster und danke Ihr lieben Gremmendorfer! Das Moderations- und Städtebauteam aus Düsseldorf wird „ York“ in besonderer Erinnerung behalten, es hat Spaß gemacht, für Sie und mit Ihnen arbeiten zu dürfen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Jörg Faltin, Städtebau-Moderator FALTIN+SATTLER Düsseldorf 013012 WORKSHOP 1 ORIENTIERUNG 02. FEBRUAR 2013 FORUM 1 IMPULSE 29. NOVEMBER 2012 + Ortsbesichtigung + Impulsvortrag + Empfehlungskommission Sitzung 1 WORKSHOP 2 KONKRETISIERUNG 16. MÄRZ 2013 FORUM 2 IDEEN 14. MÄRZ 2013 + Empfehlungskommission Sitzung 2 FORUM 3 PERSPEKTIVE 22. MAI 2013 + Ortsbesichtigung + Empfehlungskommission Sitzung 3 PERSPEKTIVPLAN YORK-KASERNE HINTERGRUND Der Prozess für die Erarbeitung des Perspektivplans war mehrstufig aufgebaut und setzte sich aus einem Mix aus Workshoparbeit, Foren und Plenumsdiskussionen zu- sammen. Herzstück im Planungsprozess waren vier Arbeitsgruppen, in denen Bürge- rinnen und Bürger – begleitet von Fachleuten – während zweier Workshop-Tage ihre Ideen entwickelten. So entstanden Visionen und Vorstellungen vom Wohnen, Arbeiten, Leben und Ver- kehr für das neue Stadtquartier York. Eine Empfehlungskommission tagte im An- schluss an die öffentlichen Foren und gab Hinweise. Nach der öffentlichen Auftaktveranstaltung FORUM 1 am 29. November 2012, un- mittelbar nach Rückgabe der Kaserne an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) im November 2012, stand am 2. Februar 2013 der WORKSHOP 1 für die rund 100 angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Arbeitsgruppen auf dem Programm. Im ganztägigen Arbeitsprogramm (mit Ortsbesichtigung) wurden Chancen und Ziele diskutiert und erste Ideen in Begleitung von Fachleuten erarbeitet. Im FORUM 2 am 14. März 2013 informierten die Workshop-Teilnehmer und -Moderatoren in einer öffentlichen Abendveranstaltung über ihre ersten Arbeitser- gebnisse und traten mit allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern in den Dialog. Es folgte der WORKSHOP 2 für die Arbeitsgruppen am 16. März 2013 und die weitere Ausarbeitung der ersten Ziele und Ideen unter Berücksichtigung und Einarbeitung der Hinweise aus dem FORUM 2. Die gemeinsam erarbeitete konkrete städtebauliche Zukunftsperspektive wurde wiederum im FORUM 3 am 22. Mai 2013 der Öffentlichkeit vorgestellt und zum „Perspektivplan York-Kaserne“ zusammengestellt. Die Stadt Münster legt großen Wert auf die Bürgerbeteiligung im Konversionspro- zess. Alle Bürgerinnen und Bürger in Münster wurden eingeladen, sich aktiv an den städtebaulichen Planungen für das Areal der York-Kaserne zu beteiligen. Zum Auftakt des Beteiligungsprozesses begrüßte Oberbürgermeister Markus Lewe Bürger und Fachleute im FORUM 1 „Impulse" am Abend des 29. November 2012 zum ersten Informationsaustausch in den Räumen der Westfalenfleiß GmbH. Den etwa 300 Gästen wurden die Beteili- gungsmöglichkeiten in vier Arbeitsgrup- pen ausführlich vorgestellt – dazu zählte auch die thematische Einführung und das Kennenlernen von Arbeitsgruppen-Mode- ratoren sowie ein externer Gastvortrag von Jan H. Eitel, geschäftsführender Ge- sellschafter der EGP GmbH Trier, zu einem vergleichbar komplexen Konversionspro- zess aus Rheinland-Pfalz. Vor dieser Gesprächsrunde hatten sich am Nachmittag erstmals die Kasernen- Tore für die Öffentlichkeit geöffnet. Dank der Kooperation mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) als Eigen- tümerin des Areals konnte die Stadt so ihren städtebaulichen Planungsprozess für die York-Kaserne mit der Besichtigung vor Ort starten. Zwei Gebäude und weite Teile des Gelän- des waren zugänglich und vermittelten einen Eindruck von der Atmosphäre der ehemaligen Kaserne. Die Resonanz auf dieses Angebot war groß: Mehr als 700 Bürgerinnen und Bürger nutzten die Ge- legenheit für einen Rundgang auf dem Kasernengelände. 4 IMPULSE [ ANNÄHERUNGEN UND VORBILDPROJEKTE ] 015014 Auf einen arbeitsintensiven Tag mit kon- struktiven Diskussionen blicken alle Bür- gerinnen und Bürger zurück, die am Sams- tag, 2. Februar 2013 am WORKSHOP 1 im Bürgerbeteiligungsprozess für die York- Kaserne mitgewirkt haben. Am Morgen trafen sich die ca. 100 Teilneh- merinnen und Teilnehmer vor den Toren der York-Kaserne zu gemeinsamen Rund- gängen über das Gelände. Um 10.30 Uhr begann die Arbeit der vier Teams Stadtge- stalt & Wohnen, Freiraum & Naherho- lung, Zentrum & Vielfalt und Mobilität & Vernetzung in den Räumlichkeiten der Westfalenfleiß GmbH im benachbarten Gewerbegebiet. Der Beteiligungsprozess sah für den WORKSHOP 1 u.a. vor, sich mit der Einbin- dung des Kasernengeländes in das Stadt- teilgefüge zu befassen – je nach Arbeits- gruppe aus städtebaulicher, landschafts- planerischer und verkehrlicher Sicht sowie aus der Perspektive des Handels. Begleitet von Fachakteuren der unterschiedlichen Bereiche und Vertretern der Stadt Müns- ter arbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Chancen, Potenziale und erste Ideen und Ziele für die York-Kaserne he- raus. Wie soll der Exerzierplatz im Zentrum der historischen Kasernenanlage künftig ge- nutzt werden? Wie kann eine sinnvolle Planung für den Einzelhandel auf dem Ge- lände aussehen? Nur zwei von vielen Fra- gen, die an diesem Tag mit viel Engage- ment diskutiert wurden. Nach zwei inten- siven Arbeitsphasen in den Teams stand zum Tagesabschluss ein gemeinsamer Er- gebnisaustausch auf dem Programm. Die Workshop-Moderatoren stellten, mit Un- terstützung von gewählten Sprechern ih- rer jeweiligen Teams, die ersten Analysen, formulierten Ziele sowie erstellten Zeich- nungen und Skizzen vor. Wichtiges Thema in allen Gruppen: Die Entwicklung eines neuen Identifikations- punktes für den Stadtteil Gremmendorf mit einem ergänzenden Handels- und Dienstleistungsangebot, aber vor allem auch mit attraktiven Platzräumen und Freiflächen als Aufenthalts- und Treff- punkt für alte und neue Bewohner des Stadtteils. Städtebauexperte Jörg Faltin zeigte sich als Moderator der Plenumsdis- kussion sehr zufrieden mit den Zwischen - ergebnissen und stellte heraus, dass schon jetzt viele verbindende und sich ergänzende Vorstellungen in den vier Teams erarbeitet wurden. In den kommenden Wochen wurden die Ergebnisse des WORKSHOP 1 intern zu- sammengefasst und ausgewertet. 5 ORIENTIERUNG [ STÄRKEN UND SCHWÄCHEN IM ÜBERBLICK ] WORKSHOP-TEAMS IM ÜBERBLICK TEAM 1: STADTGESTALT & WOHNEN Moderator Workshop: Jörg Faltin, Städtebauexperte (Faltin+Sattler, Düsseldorf) Fachlicher Begleiter: Ulrich Winter (Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung) TEAM 2: FREIRAUM & NAHERHOLUNG Moderator Workshop: Thomas Fenner, Freiraumexperte (FSWLA Landschaftsarchitekten, Düsseldorf) Fachlicher Begleiter: Reimer Stoldt (Amt für Grünflächen und Umweltschutz) TEAM 3: ZENTRUM & VIELFALT Moderator Workshop: Dr. Wolfgang Haensch, Einzelhandelsexperte (CIMA GmbH, Köln) Fachliche Begleiter: Thomas Schulze Aufm Hofe (Sozialamt) und Reinhard Hopp (Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung) TEAM 4: MOBILITÄT & VERNETZUNG Moderator Workshop: Dr. Uwe Kloppe, Verkehrsexperte (Lindschulte & Kloppe Ingenieurgesellschaft, Düsseldorf) Fachlicher Begleiter: Stephan Böhme (Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung) 017016 Nächste Station auf dem Weg zum Per- spektivplan für das Gelände der ehemali- gen York-Kaserne in Gremmendorf: Beim FORUM 2 am 14. März 2013 konn- ten sich alle Bürgerinnen und Bürger über die Zwischenergebnisse aus dem WORK- SHOP 1 informieren. Bei der von Jörg Faltin moderierten Plenumsveranstaltung FORUM 2 am 14. März 2013 stellten die Workshop- Teilnehmer und -Moderatoren ihre Zwi- schenergebnisse vor und diskutierten diese mit dem Publikum. Auch die Mit - glieder der Empfehlungskommission gaben hier eine Rückmeldung zum er- reichten Planungsstand und Hinweise für die weitere Bearbeitung. Alle Anregungen, Ergänzungen und Hinweise wurden zur Grundlage für die weitere Ausarbeitung. Freiraumsicherung und neue Baufelder ergeben das Quartier „ York“ Ideen und Ziele für den Perspektivplan aus dem WORKSHOP 1 1 Das ehemalige Entree mit dem Baum bestandenen Hof bewahren 2 Das Casino im „Wald“ erhalten und als Initialbaustein nutzen 3 Ein neues Nahversorgungszentrum mit Supermarkt, Discounter, Drogerie- markt und ergänzenden kleineren Ge- schäften, sowie Gastronomie und Dienstleistungen schaffen 4 Einen lebendigen neuen Stadtplatz im Zentrum mit vielfältigen Nutzungen (auch für Veranstaltungen) herausbil- den und als Visitenkarte und Gelenk- punkt verstehen 5 Die Barriere des Albersloher Weges in Höhe des Gremmendorfer Weges überwinden 6 Dienstleistungen entlang des östlichen Albersloher Weges stärken 17 Den südlichen West-Ost-Grünzug (Kanal bis Alte Ziegelei) ausprägen 18 Die „Waldwiese“ schützen und für viele Bewohner erlebbar machen 19 Den Exerzier-Platz als Mitte mit Bebauungs-Potential verstehen 10 Die Sporthalle erhalten, das Umfeld für neue Wohnnachbarschaft nutzen 11 Die Silhouette Albersloher Weg durch urbane Nutzungen thematisieren 12 Den nördlichen Ost-West-Grünzug (Gewerbegebiet) ins neue Quartier hineinführen und vervollständigen 13 Die Kantine nachnutzen und schnell als Adresse etablieren 14 Den Erhalt der Kasernenmauern mit punktuellen Öffnungen prüfen 15 Die nördlichen Hallen abreißen und mit Wohnen neu bebauen 16 Den Heeremansweg als zentrale Nord- Süd-Verbindung stärken 17 Den hochwertigen Baumbestand im Zeilenensemble schützen 18 Gebäudebestand „im inneren Ring“ umnutzen, Flexibilität für Ersatzbauten und Spielregeln für Privatisierungen aufzeigen 19 Die äußeren, langen Gebäude durch attraktive Neubauten für das Wohnen ersetzen (Umbauchance dennoch prüfen) 6 IDEEN [ ERSTES STRUKTURKONZEPT ZUR DISKUSSION ] 019018 16 8 9 13 10 2 5 4 14 15 19 17 18 14 7 12 1 3 11 HINWEISE AUS DEM PLENUM UND AUS DER EMPFEHLUNGSKOMMISSION - Die Mauer in Teilen erhalten - Den Raum am inneren Nord-Süd-Grünzug zur Entlas- tung des Albersloher Weges z.B. zur Stellplatzunter- bringung nutzen - Flächen für Sportnutzung freihalten - Die Ergebnisse des Arbeitskreises Gremmendorf berücksichtigen - Die Option für eine Ost-West-Bustrasse für die Zukunft offenhalten - Die Wegevernetzungen in die stadträumliche Nach- barschaft schaffen - Das bestehende Ortszentrum gestalterisch aufwer- ten, mehr Raum für Fußgänger und Radfahrer schaf- fen und eine Verknüpfung zum neuen Zentrum über den Albersloher Weg hinweg herstellen - Das Strukturkonzept weiter qualifizieren, insbeson- dere die Themen Baufelder, grobes Erschließungs - gerüst sowie Freiräume - Das bestehende Erschließungsgrundgerüst als Grund- lage für die Verkehrsabwicklung nutzen und folgende Anschlüsse an den Albersloher Weg festlegen: 1. Untergeordnete Nordzufahrt (rechts rein, rechts raus), Bestand 2. Zufahrt Achse Gremmendorfer Weg (zukünftig alle Abbiegebeziehungen) 3. Zufahrt Altes Haupttor (zukünftig alle Abbiegebe- ziehungen) 4. Untergeordnete Südzufahrt Wiegandweg (rechts rein, rechts raus) - Keine weiteren Zu- oder Durchfahrtmöglichkeiten für den Individualverkehr vorsehen - Herausbildung einer neuen Quartiers- und Zentrums- adresse entlang des Albersloher Weges durch Verän- derungen des Straßenprofils und Gestaltungen des öffentlichen Raumes sowie Stärkung der Randnut- zungen - Städtebauliche Grundprinzipien für das Stadtteilzen- trum auf Basis der Ergebnisse des Teams „Zentrum und Vielfalt“ und entsprechend des kommunalen Ein- zelhandelskonzepts der Stadt Münster herausarbei- ten. Stellplätze oberirdisch unterbringen - Die detaillierte Ausarbeitung u.a. der Wohnungsbau- typologien, Geschossigkeiten und Wohnformen so- wie die Unterbringung sozialer Infrastruktur etc. als Aufgabe für die nächsten Planungsschritte offen lassen - Stellenweise Auslichtung des dichten, waldartigen Baumbestandes im Innern zur Vermeidung von Ver- schattung der Wohnbereiche vornehmen - Die Waldwiese als herausragendes Potential und von gesamtstädtischer Bedeutung erhalten. Ein Wohnan- gebot am östlichen Rand der Wiese als Option anse- hen - Auf das weniger wertvolle nordwestliche „Wäldchen“ zugunsten von Wohnbaufeldern zur Nachbarschafts- Arrondierung verzichten - Ergänzung des Vereinssportangebotes u.a. durch Er- halt der Sporthalle und Integration von Sportflächen in die Waldwiese prüfen. Eine eigenständige Erschlie- ßung über den Wiegandweg sicherstellen. Lärm- schutz im Übergang zur Nachbarschaft bedenken 021020 Nach dem Zwischenstopp beim FORUM 2 ging es direkt weiter auf die nächste Etap- pe in Richtung Perspektivplan York-Kaser- ne. Vor dem Hintergrund der Rückmeldun- gen aus dem Bürgerforum und der Hin- weise aus der Empfehlungskommission trafen sich am Samstag, 16. März 2013, die rund 100 Teilnehmerinnen und Teil- nehmer zum WORKSHOP 2. Bei der Konkretisierung der Ergebnisse rückten die vier Arbeitsgruppen die zen- tralen Fragen in den Fokus, unter anderem die Gestaltung eines an den Albersloher Weg angebundenen Nahversorgungszen- trums mit Stadtplatz, die Vernetzung in die Nachbarschaft und die verkehrliche Er- schließung des Areals. 7 KONKRETISIERUNG [ FOKUSSIERUNG AUF DIE ZUKÜNFTIGE VISITENKARTE ] 023022 Im Dialog zwischen Bürgerschaft und Fachakteuren ist ein erstes Struktur-Kon- zept für die Nachnutzung der Kasernen- anlage in Gremmendorf entstanden. Der „Perspektivplan York-Kaserne“ fasst zu- sammen, was in den WORKSHOPS 1+2 mit den Bürgerinnen und Bürgern erarbei- tet wurde und gibt die Leitlinien für die zukünftige Entwicklung der 50 ha großen Fläche vor. Zum FORUM 3 stand am 22. Mai 2013 die Vorstellung und Diskussion des „Perspek- tivplans York-Kaserne“ auf dem Pro- gramm. Nach der Begrüßungsrede von Oberbürgermeister Markus Lewe stellte Jörg Faltin, FALTIN+SATTLER, der die Bür- ger-Workshops im Auftrag der Stadt Münster moderierte, den Perspektivplan vor. In Gesprächen mit dem Publikum und der Empfehlungskommission wurden im Anschluss Hinweise für die abschließende Ausarbeitung gesammelt. Zuvor konnten sich interessierte Bürgerin- nen und Bürger am Nachmittag noch ein- mal selbst ein Bild von der Ausgangssitua- tion machen: Dank der Unterstützung der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben öffneten die Kasernentore erneut. Über 250 Münsteranerinnen und Münsteraner nutzten diese Gelegenheit. Neben einem Spaziergang auf dem Gelände war auch die Besichtigung des neu entstandenen York-Modells möglich. Das drei mal drei Meter große Modell zeigt den aktuellen baulichen Stand des Areals im Maßstab 1:500. IDEEN UND ZIELE FÜR DEN PERSPEKTIVPLAN AUS DEM WORKSHOP 2 ZUM THEMA FREIRAUM UND VERNETZUNG 1 Das Regenwasser sammeln zum Beispiel auf dem neuen Exerzier- platz mit Einleitung über ein offenes System entlang der alten südlichen Mauer Richtung Albersloher Weg. 2 Möglichst viele Fußgänger- und Rad- fahrerverbindungen herstellen für einen durchquerbaren Stadtraum und einen Austausch zwischen Alt und Neu, u.a. durch punktuelles Auf- brechen der Mauer nach Norden zum „Letterhausweg“ und nach Süden zum Angelsachsen- und Wiegandweg. 3 Ost-West-Querungen ermöglichen unter anderem durch eine Verlänge- rung des Wiegandweges, an der Sport- halle vorbei, über die „Waldwiese“ hin- weg nach Westen zum Waldweg in Richtung Schmitz-Kühlken. 4 Chancen für Wohn-Arrondierung im Bereich des „Wäldchens“ nutzen aufgrund einer gegenüber anderen Vegetationsbereichen geringer einge- schätzten ökologischen Wertigkeit. 5 Das dichte Kronendach der Baumbe- stände in Teilen auslichten um rund um das neue Wohnen im „in- neren Ring“ und im Wald am Casino zu starke Verschattung zu vermeiden. 6 Gemeinschaftsgärten ermöglichen zum Beispiel zwischen den Zeilen- Mannschaftsgebäuden, aber auch bei neuen Wohnangeboten. 7 Durch eine Bebauung der „Waldwie- se“ von Osten optional Wohnangebo- te sicherstellen unter Freihaltung eines ausreichenden Korridors für die neue „Wiese“ mit Spiel- und Sportangeboten. 8 Die „Waldwiese“ abwechslungsreich zonieren von einem extensiven Wald/Biotopbe- reich im Norden über eine münster- ländische Parklandschaft mit spürba- rer Weite in der Mitte hin zu einem für Sport und Spielangebote intensiv ge- stalteten Abschnitt im Süden. ZUM THEMA ERSCHLIESSUNG UND PROFIL ALBERSLOHER WEG 9 Die vier herausgearbeiteten Anbin- dungen für den zukünftigen Indivi- dualverkehr berücksichtigen a. Untergeordnete Nordzufahrt (rechts rein, rechts raus), Bestand b. Zufahrt Achse Gremmendorfer Weg (zukünftig alle Abbiegebezie- hungen), mit Anbindung des Stadtplatzes und der Nahversor- gungsangebote c. Zufahrt Altes Haupttor (zukünftig alle Abbiegebeziehungen) d. Untergeordnete Südzufahrt Wie- gandweg (rechts rein, rechts raus), mit möglicher Anbindung der Sporthalle, jedoch ohne weitere Verbindung mit dem inneren Er- schließungsnetz des Stadtquar- tiers York 10 Option für eine Ost-West-Bus-Trasse zum Gewerbe- und Industriegebiet „Kesslerweg“ offenlassen auch wenn dies einen gestalterisch gut zu lösenden starken Einschnitt in Bereich der Wiese erfordert. 11 Vorbildlich fahrradfreundlich planen sowohl die Wegevernetzungen durch das Quartier als auch die Fuß- und Fahrradwege beidseitig des Alberslo- her Weges, mit Fahrradstellplätzen im Quartier und am neuen Stadtplatz. 12 Die Ost- und Westseite des Alberslo- her Weges durch Neugestaltung des öffentlichen Raumes näher zusam- menbringen trotz notwendiger Beibehaltung der Vierspurigkeit, durch Gestaltung eines durchgehenden Raumes für Fußgän- ger mit einheitlicher Oberfläche und verkehrsleitende Maßnahmen wie Geschwindigkeitsreduzierung und Signalanlagen-Anpassung. Die Que- rung auf Höhe des Gremmendorfer Weges als zentralen Verbindungsraum gestalten, ergänzt durch eine weitere Querung auf Höhe des alten Haupt - tores. 13 Eine bessere Übersichtlichkeit „auf Augenhöhe“ zwischen den beiden Straßenseiten schaffen durch Beseitigung von „Sträuchern und Büschen“ bei gleichzeitiger Inte- gration möglichst vieler Bestands- Solitärbäume in das Straßenprofil. 14 Mehr Fußgänger-Promenade entlang des Albersloher Weges ermöglichen im Westen (Neues Zentrum) sowie im Osten (Altes Zentrum) mit einherge- hender Neuorganisation der hier vor- handenen Stellplätze. 8 PERSPEKTIVE [ STRUKTURELLER RAHMEN FÜR WEITERE QUALIFIZIERUNGEN ] 025 15 Stadtraum und Profil des Albersloher Weges mit dem Ziel einer unverwech- selbaren Ortserkennbarkeit „Grem- mendorf“ gestalten mit der Schwierigkeit der Überwin- dung eines sehr breiten Straßenrau- mes von bis zu 75 m, z.B. durch den historisch abgeleiteten „Grünen An- ger“ als vermittelnden Freiraum. ZUM THEMA NUTZUNGEN UND PROGRAMM 16 Einen neuen urbanen Stadtplatz schaffen auf Höhe Gremmendorfer Weg mit Handel, Dienstleistungen und Woh- nen (im Obergeschoss mit Lärm- schutz); in Gremmendorfer Maßstäb- lichkeit bei gleichzeitiger Adressbil- dung am Albersloher Weg. 17 Das neue kommerzielle Angebot rund um den neuen Stadtplatz anordnen mit dem größeren Nahversorger/Voll- sortimenter als Magnet in Richtung Norden und Anschluss eines Discoun- ters und Drogeriemarktes sowie der kleinteiligeren Zusatzangebote in Richtung Süden. 18 Die informellen/stadtteilbezogenen Nutzungen im südlichen Abschnitt „um das Alte Haupttor“ anordnen vor allem in Bestandsgebäuden, kom- biniert mit besonderen Wohnangebo- ten und sozialer Infrastruktur. SONSTIGES • „Relikte“ der militärischen Nutzungen erhalten bzw. in das neue Freiraum- und Spielplatzkonzept integrieren um sie so Teil der neuen Identität des „Stadtquartiers York“ werden zu lassen. 024 4 16 18 15 17 13 9d 9c 9b 9a 2 14 12 12 1 3 7 8 10 2 5 6 11 ERSCHLIESSUNGSSTRUKTUR Die Erschließung des neuen York-Quartiers baut auf dem vorhandenen Straßennetz mit dem „Inneren Ring“ als Basis für die innere Erschließung der Wohnbereiche auf. Zwei leistungsfähige Vollknoten auf Höhe des Gremmendorfer Weges und am alten Haupttor stellen die Anknüpfungs- punkte an den Albersloher Weg als über- geordnete Erschließungsstraße dar. Eine weitere, untergeordnete Erschlie- ßungsfunktion besteht im Bereich der nördlichen Baufelder. Die Sportnutzungen können autark über eine Verlängerung des Wiegandweges erreicht werden. Die Option zur Einrichtung einer Que- rungsmöglichkeit für eine Buslinie in Ost- West-Richtung mit Anschluss an das Ge- werbegebiet Kesslerweg soll für die Zu- kunft offengehalten werden. Trotz Beibehaltung der Vierspurigkeit des Albersloher Weges wird dessen Querbar- keit für Fußgänger im Sinne einer Ver- knüpfung des York-Quartiers mit dem ge- genüberliegenden bestehenden Alt- Gremmendorf durch Maßnahmen zur Ver- kehrsberuhigung und neuen Oberflächen- gestaltung deutlich verbessert. Hierzu gehört auch eine Neuordnung der Vorzone vor der bestehenden Geschäfts- zeile auf der Ost-Seite, gegebenenfalls unter Verzicht auf die vorgelagerte vor- handene Parallelerschließung mit Stell- platzanbindung. 027 NUTZUNGSSTRUKTUR Die Vorstrukturierung des ca. 50 Hektar umfassenden Geländes in Baufelder stellt das Grundgerüst für die weiteren Pla- nungsschritte dar, lässt jedoch bewusst eine größtmögliche Flexibilität für die Ent- wicklung der einzelnen Teilbereiche offen. Folgende Module, hier mit beispielhaften Bebauungsvorschlägen dargestellt, wur- den im Konzept verankert: - Die bestehenden Zeilen der Mann- schaftsgebäude im „Inneren Ring“ mit durchmischtem Wohnen, durch Um- bau oder auch Neubau als Bestandser- satz, sowie Möglichkeiten zur stellen- weisen Nachverdichtung - Der „Baumhof“ am heutigen Entree mit erhaltenswertem Gebäudebe- stand, der unter anderem mit sozialer Infrastrukturbesetzt werden kann - Das „Casino im Wald“ als Impulsareal, mit Möglichkeiten zur Nachnutzung des Bestandes z.B. für Gastronomie/ Bürgerhaus und zur punktuellen Nachverdichtung für Wohnen - Das Zentrum mit Handel und Dienst- leistungen, sowie Wohnangebotenin den Obergeschossen, unter Berück- sichtigung der Lärmsituation. - Die Baufelder für gemischte Dienst- leistungen, Büro- und Wohnnutzun- gen im Nord-Osten - Die Baufelder Wohnen im Norden, Süden und Westen mit vielfältigen Wohntypenund sensiblem Umgang mit der jeweiligen „Nachbarschaft“ , z.B. auch als Kontur im Übergang Stadt – Landschaft östlich der Wiese - Der Exerzierplatz mit Möglichkeiten zur Ergänzung von neuem Familien- wohnen 026 HINWEISE AUS DEM PLENUM UND AUS DER EMPFEHLUNGSKOMMISSION Zum Thema Erschließung und Profil Albersloher Weg - Die im Perspektivplan dargestellten Anschlusspunkte in das Kasernengelände als Vorgabe für die weiteren Planungen festlegen - Die Vierspurigkeit des Albersloher Weges zwingend erhalten, die zusätzliche Parallelfahrbahn an der Ost- seite jedoch zu Gunsten einer entsprechenden Auf- wertung des Straßenraumes freigeben - Alternative Querschnitte zur besseren Querbarkeit des Albersloher Weges für Fußgänger entwickeln - Eine Tunnellösung aufgrund der Kostenintensität und der negativen Auswirkungen der langen Rampenan- lagen auf den Stadtraum ausschließen - Die Fragestellung zur städtebaulichen Fassung des breiten Straßenraumes entlang des Albersloher We- ges – als Freiraum, in Anlehnung an den im Perspek- tivplan dargestellten historisch hergeleiteten „grü- nen Anger“ oder alternativ als straßenbegleitende Bebauung – für die weitere Bearbeitung offen lassen - Die im Perspektivplan dargestellte Busverbindung als Option für die Zukunft ansehen - Eine verträgliche Zuordnung von Anlieferung und Parkplätzen für das neue Zentrum zu angrenzenden Wohnnutzungen beachten, keine Rückseiten bilden Zum Thema Nutzungen und Programm - Die Sporthalle als einzig intakte und nachnutzbare vorhandene Sportanlage erhalten und durch einen qualitätvollen großen Freiraum für freies Spiel und freien Sport (z.B. Bolzen) im Bereich der Wiese im Westen ergänzen - Den Bedarf an weiteren Sportanlagen für die Vereins- nutzung auf Ebene des gesamten Stadtteils lösen - Die Unterbringung eines Bürgerhauses/Stadtteilbe- gegnungszentrums für den Bereich Münster Südost auf dem Gelände anstreben - Nachfragen für spezifische Wohnbedarfsgruppen ausdrücklich berücksichtigen (z.B. Wohngruppe, Bau- gemeinschaften) - Flächen für Mieter- und Nutzergärten (Urban Garde- ning) vorsehen Zum Thema Freiraum und Vernetzung - Zusätzliche Vernetzungen des Geländes nach Westen schaffen - Einbindung des Haltepunktes „Pängelantonmu- seum“ im Wegenetz berücksichtigen, da die östlich des Albersloher Weges durch Gremmendorf verlau- fende Bahnlinie zukünftig eventuell reaktiviert wer- den soll - Für ausreichende Sicherheit und soziale Kontrolle im öffentlichen Raum sorgen - Auf eine positive Versiegelungsbilanz u.a. durch Er- halt von gewachsenen Grünflächen und Entsiegelung von heute versiegelten Bereichen achten - Die ökologische Wertigkeit des Wäldchens im Norden überprüfen und gegebenenfalls prägende Bäume er- halten - Die besondere Lage der möglichen Baufelder am öst- lichen Rand der Wiese, insbesondere bezüglich des Überganges zwischen Freiraum und Siedlung sensibel betrachten 029028 DIE ZUKÜNFTIGE VISITENKARTE GREMMENDORFS EXEMPLARISCHE BEBAUUNGSSTUDIE Alle Arbeitsgruppen haben die östlichen Wohngebiete entlang des Albersloher We- ges als Schwerpunktthemen für das neue York-Quartier erkannt. Denn dieser Ab- schnitt wird mit vielen Angeboten vom neuen Einzelhandelszentrum bis hin zu sozialen Angeboten für den gesamten Stadtteil die zukünftige Visitenkarte und neue Adresse Gremmendorfs an einer wichtigen Ein- und Ausfallstraße zum Stadtzentrum Münster formulieren. Eine detailliertere Auseinandersetzung mit die- ser Schlüsselzone im Rahmen der internen Ausarbeitungsphase zur Erstellung des finalen Perspektivplans war demnach ge- fordert. In die exemplarische Bebauungsstudie sind unter anderem die Arbeitsergebnisse zu folgenden Fragestellungen eingeflos- sen: • In welcher Form und an welcher Stelle kann ein neues urbanes und dennoch maßstäblich angemessenes Zentrum entstehen? • Wo und wie sind die funktionalen An- schlüsse an den bestehenden Einzel- handel und die östlichen Wohngebiete Alt-Gremmendorfs herzustellen? • Können die gesetzten Anforderungen an ein neues Zentrum mit wichtiger Versorgungsfunktion und in Überein- stimmung mit dem gesamtstädti- schen Einzelhandelskonzept der Stadt Münster an geeigneter Stelle funktio- nal untergebracht werden? • Wo kann der Wunsch der Gremmen- dorfer nach einem Stadtplatz als Treff- punkt und Veranstaltungsbereich für Stadtteilfeste in angemessener „erleb- barer“ Dimension erfüllt werden? • Wie können die östlichen und westli- chen Raumkanten entlang des Albers- loher Weges über die vorhandene räumliche Distanz von 75 – 90 Metern städtebaulich zusammengebunden werden? • Wie können die erhaltenswerten Bau- ten und Vegetationsbereiche mit Nut- zungen belegt werden und wie gelingt das funktionale und gestalterische Zu- sammenspiel mit den benachbarten neuen Bausteinen des York-Quartiers? 1 2 3 5 7 6 8 4 031030 1 DAS NÖRDLICHE BAUFELD 2 DER PLATZ FÜR GREMMENDORF 3 DAS NEUE ORTSZENTRUM GREMMENDORF 4 DIE LINEARE GESCHÄFTSZEILE 5 DER INNERE NORD-SÜD-GRÜNZUG 6 DER GRÜNE ANGER 7 DER BAUMHOF 8 DAS IMPULSAREAL 1 Das nördliche Baufeld geprägt durch gemischte Nutzungen (auch Büro/Dienstleistungen etc.) inkl. Wohnen und einer abgestuften Höhen- entwicklung zur nördlichen Nachbar- schaft. 2 Der Platz für Gremmendorf erlebbar und mit einer angemessenen Dimensionierung von ca. drei Geschossen in der Randkontur – Trennung in einen Bereich mit Stellplätzen (nach Westen) und einen repräsentativen Teil mit Über- gabefunktion nach Osten (Geschäftszeile), welcher zugleich multifunktional für Fes- te/Markt u.ä. gestaltet ist. Der Erhalt der Bestandsbäume (Eichen) ist denkbar, eine städtebauliche Pointierung zur markanten Betonung des Ortszentrums „Gremmen- dorf“ ist möglich. Auch die heutigen und zukünftigen Verkehrsbeziehungen für PKWs am Knoten Albersloher Weg/Grem- mendorfer Weg sind Teil des urbanen Platzgeschehens. 3 Das neue Ortszentrum Gremmendorf mit verschiedenen größeren Handelsan- geboten (z.B. Vollsortimenter, Discounter, Drogeriemarkt) und kleinteiligem Handel mit Eingängen zum Platz und nach Osten zur Geschäftszeile – mit der Integration ei- ner gestaltverträglichen Unterbringung der Stellplätze (auch oberirdisch auf dem Platz) und des Anlieferverkehrs. Die Kon- zentration von Stellplätzen in kompakten baulichen Anlagen (z.B. Parkdeck) ist denk- bar. Vielfältiges Wohnen in den Oberge- schossen mit Westausrichtung (Lärm ab- gewandt) ist Teil des belebten Ortszen- trums und sinnvoll, der sensible Anschluss an den Bestand rund um den alten „Baumhof“ im Süden ist nötig. 4 Die „lineare“ Geschäftszeile umgestaltet und ertüchtigt als Teil der neuen „alten Ortsmitte“ Gremmendorf – Handel, Dienstleistungen und Ärzte kön- nen hier die Chance der Entwicklung sein. Vor allem dann, wenn auf der Westseite des Albersloher Weges neue Handelsan- gebote für den Süden Münsters – entlang einer der wichtigsten Ein- und Ausfallstra- ßen – entstehen. 033 5 Der Innere Nord-Süd Grünzug entwickelt sich aus dem Ensemble des „Baumhofes“ nach Norden als „Puffer“ und Verknüpfung zugleich – dieser bietet neben Freiraumqualitäten auch die Opti- on zur ergänzenden Stellplatzunterbrin- gung. 6 Der Grüne Anger ergibt sich aus der geschichtlichen Ent- wicklung einer Kaserne vor den Toren der Stadt – dieser ist mit seinen Baumbestän- den heute wie damals erlebbar. Hier sollte nicht der Versuch gemacht werden, die beiden Seiten des Albersloher Weges bau- lich zusammenzuführen, denn die Dimen- sionen von bis zu 70 m Raumprofil wür- den keine zufriedenstellende städtebauli- che Lösung erbringen. Vielmehr ist diese grüne „ Vorzone“ eine der Chancen des Areals. Der „Baumhain“ am ehemaligen Haupttor, direkt am Albersloher Weg ist Teil dieses „Grünen Angers“ . 7 Der Baumhof mit seinem einzigartigen Baumbestand bildet ein Entree/eine Visitenkarte mit be- sonderem Charme – hier können u.a. die ortsteilbezogenen Nutzungen, wie zum Beispiel Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie auch ergänzende Service- und Dienstleistungsangebote, einen Platz fin- den. Sensible bauliche Ergänzungen – z.B. im Übergang zum nördlich direkt angren- zenden neuen, kommerziellen Zentrum sind nicht ausgeschlossen, vielmehr funk- tional sinnvoll. Die Raumdimension mit dem „Filter“ der Großbäume bietet auch die Möglichkeit, Verkehre für das Gesamt- quartier abzuwickeln. Ein neuer bzw. ge- stärkter Übergang zur „alten“ Geschäfts- zeile ist notwendig. 8 Das Impulsareal „Casino im Wald“ wird zum Motor für das schnelle Wieder- aufleben des York-Quartiers – es ist ein schützenswertes Ensemble mit der Mög- lichkeit zur Wahrung eines einzigartigen Charakters, sowohl ortsteilbezogene Nut- zungen (zum Beispiel ein Bürgertreff im Casino-Gebäude) als auch Privatisierun- gen (Gastronomie und Dienstleistungen in Bestandsgebäuden) sind möglich. Höchst sensible Nachverdichtungen mit Gebäuden im Wald an Stellen ohne Alt- bäume oder Ergänzungen von Bestands- häusern sind nicht kategorisch ausge- schlossen. Die Mauer könnte in Teilen er- halten werden, weil sie den „secret gar- den“ mit ihrer Lärmschutzfunktion ab- grenzt. Eine zentrale, verzögerte Quar- tiers-Regenwassersammlung könnte zum Einleitepunkt am Albersloher Weg führen. 032 NAHVERSORGUNGSZENTRUM GREMMENDORF Das Workshop-Team „Zentrum und Viel- falt“ hat Vorgaben für die Entwicklung des neuen Nahversorgungszentrums heraus- gearbeitet, die als Grundlage für die wei- teren Planungsschritte dienen soll. Im Rahmen der internen Ausarbeitung des Perspektivplans wurde die Umsetz- barkeit des erarbeiteten Programms in dem hierfür präferierten Bereich am Al- bersloher Weg untersucht. Studien zur Anordnung der Bausteine auf dem Gelände ergaben, dass die größeren Nahversorgungseinrichtungen eher in Richtung Norden, um einen neuen Stadt- platz auf Höhe des Gremmendorfer We- ges herum, angesiedelt werden sollen, während sich ergänzender, kleinteiliger Einzelhandel sowie Dienstleistungen eher in Richtung Süden zum bestehenden Baumhof angliedern können. In den anschließenden Bestandsgebäu- den um den nördlichen Teil des Baumho- fes werden Nutzungen im Bereich Dienst- leistung/Service und Gastronomie, soziale Einrichtungen gesehen. Eine neue Erschließungsstraße auf Höhe des Gremmendorfer Weges dient als Zu- fahrt für Bewohner, Kunden und Anliefe- rer und führt direkt zu den Stellplätzen im Zentrum. Ein zentraler Stadtplatz soll einen neuen Anlaufpunkt für ganz Gremmendorf bil- den und neben Angeboten für Aufenthalt und Gastronomie im Alltag auch die Mög- lichkeiten zur Veranstaltung von Märkten und Stadtteilfesten bieten. Zudem bildet der Platz den Gelenkpunkt zur Verknüp- fung des neuen und des bestehenden Gremmendorfer Zentrums am neu gestal- teten Übergang zur besseren Querbarkeit des Albersloher Weges. ZIELVORSTELLUNGEN FÜR DAS NAHVERSORGUNGSZENTRUM GREMMENDORF • Lebensmittelsupermarkt/Vollsortimenter ca. 1.600 – 2.000 qm Verkaufsfläche (VKF) • Lebensmitteldiscounter ca. 800 – 1.200 qm VKF • Drog eriemarkt 600 – 800 qm VKF • Ergänzende nahversorgungsrelevante Geschäfte (Metzgerei, Kiosk, etc.) • Weitere kleine Fachgeschäfte (Fahrrad, Geschenke, Textilien) • Gastronomie und Dienstleister (Bankfiliale, Friseur, etc.) • ca. 200 – 250 Stellplätze 035 DER GRÜNE ANGER Die Diskussion um das Zusammenbinden von „Alt“ und „Neu“ , um die „Überwindung“ und das „Profil“ des Albersloher Weges haben den Bürgerdialog in allen Veran- staltungen und Arbeitsschritten begleitet. Die vierspurige Straße mit breiten Rand - zonen und Kreuzungsbereichen scheint heute eine unüberwindbare Trennung zwischen dem bestehenden Stadtteil Alt- Gremmendorf und der bisher „verbotenen Stadt“ des Kasernengeländes York zu sein. Tatsächlich stellt die vorhandene Weite des zwischen den Gebäudekanten aufge- spannten Raumes von 75 Metern im nörd- lichen und bis zu 90 Metern im südlichen Abschnitt auf Höhe des heutigen Eingangs- tores zur Kaserne eine große Herausforde- rung für das zukünftige „Gemeinsame Gremmendorf über den Albersloher Weg hinweg“ dar, die es städtebaulich zu lösen gilt. Im nördlichen Abschnitt rund um den Gremmendorfer Weg kann ein neues Stadtteilzentrum mit kommerziellen Nut- zungen zukünftig ein repräsentatives Ge- sicht und eine neue attraktive Adresse in baulicher Form am Albersloher Weg zei- gen. Die im südlichen Abschnitt als erhal- tenswert erkannten Gebäude und Grün- bestände, die meist nur zweigeschossig und deutlich von der Straßenflucht zu- rückgesetzt sind, erfordern jedoch eine andere Antwort im Straßenbild am Al- bersloher Weg. Ein Rückblick auf die Geschichte des Ortes zeigt von Anfang an diesen bewussten baulichen Rücksprung als freigehaltene Vorzone vor dem Kasernengelände in Form eines sich nach Süden aufweitenden Dreiecks mit Zuführung und Blickachse zum südlichen Casino im „Wald“ . Der Rückgriff auf dieses städtebauliche Motiv in Form eines „Grünen Angers“ als gestalteten und vermittelnden Freiraum könnte eine Lösung für die spannende und schwierige Aufgabe der räumlichen Zusammenbindung von „Alt“ und „Neu“ darstellen. 034 19 1961 TEAM ZENTRUM & VIELFALT Dr. Wolfgang Haensch, Einzelhandelsexperte (CIMA GmbH, Köln) mit Manfred Gnegel, Workshopgruppen-Sprecher Workshop-Teilnehmer und -Teilnehmerinnen u.a. : Frank T. Achterholt I Wiebke Borgers I Silja Berthold-Kopietz I Manfred Gnegel I Carmen Emde I Marco Hartmann I Anna Heuck I Frank Hackenholt I Siham Jaber I Benjamin Kemper I Stefan Kleine I Jochen Kriegeskorte I Claudia Kroos I Bernadette Lütke Hockenbeck I Sascha Medricky I Harald Nölle I Ernst Platiel I Cathrin Schimmel I Peter Tyler I Inga Wegener I Martina Wille I Christian Zeidler Fachlicher Begleiter Stadt Münster: Thomas Schulze Aufm Hofe, Sozialamt Reinhard Hopp, Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung TEAM FREIRAUM & NAHERHOLUNG Thomas Fenner, Freiraumexperte (FSWLA Landschaftsarchitekten, Düsseldorf) mit Thorsten Schlicker, Workshopgruppen-Sprecher Workshop-Teilnehmer und -Teilnehmerinnen u.a.: Simone Bergendahl I Clara Blanke Hampf I Norbert Broda I Frank Dekker I Karl-Georg Dorst I Melanie Günther I Hermann-Josef Höper I Maria Keuter I Gudrun Königs I Monika Lüpke I Monika Reilmann I Thorsten Schlicker I Melinda Schönefeld I Edeltraud Segger I Barbara Sillmann-Grosse I Günter Stegemann I Hildegard Stegemann I Anja Tepe I Elke Trögler Fachlicher Begleiter Stadt Münster: Reimer Stoldt, Amt für Grünflächen und Umweltschutz 9 TEAM [ VIER ARBEITSTEAMS IM FOKUS DER ÖFFENTLICHKEIT ] 037 TEAM MOBILITÄT & VERNETZUNG Dr. Uwe Kloppe, Verkehrsexperte (Lindschulte & Kloppe Ingenieurgesellschaft, Düsseldorf) mit Ingo Kuna, Workshopgruppen-Sprecher Workshop-Teilnehmer und -Teilnehmerinnen u.a.: Martin Berg I Dirk Bock I Bernhard Emmerich I Dorothea Geyer I Robert Hönke I Robert Alexander Hönke I Gerald Konert I Klaus Kornmann I Hans-Jörg Krampe I Michael Kreter I Ingo Kuna I Klaus Lammers I Sabine Metzler I Uschi Sander I Angelika Schick I Sabine Schönlau I Hubert Weber I Beate Zeise I Christiane Zens Fachlicher Begleiter Stadt Münster: Stephan Böhme, Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung TEAM STADTGESTALT & WOHNEN Jörg Faltin, Städtebauexperte (FALTIN+SATTLER, Düsseldorf) mit Sascha Damaschunund Lutz Selig, Workshopgruppen-Sprecher Workshop-Teilnehmer und -Teilnehmerinnen u.a.: Sascha Damaschun I Werner Dzudzek I Bernhard Elvert I Johanna Fincke I Katharina Gengenbach I Rosemarie Heinrichs I Barbara Horwarth I Maria Keuter I Harald Koops I Richard Kretschmann I Claus-Peter Kühn I Jutta MacDonald I Georg Christoph Macholz I Olaf Ostermann I Hugo W. Pettendrup I Christa Poppenborg-Schulz I Frank Schrapper I Johannes Schrief I Lutz Selig I Heinrich Skutta I Roman Stewing I Valentin Vilskyi I Danae Votteler I Lisa Wiedeck Fachlicher Begleiter Stadt Münster: Ulrich Winter, Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 036 EMPFEHLUNGSKOMMISSION • Prof. Christl Drey, Externe Städtebauexpertin, Kassel • Siegfried Thielen, Dezernent für Planungs- und Baukoordination der Stadt Münster • Christian Schowe, Leitung Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrspla- nung der Stadt Münster • Dr. Michael Klenner, Bezirksbürgermeister Münster-Südost • Thomas Fastermann, Vorsitzender des Planungsausschusses der Stadt Münster GESAMTMODERATION Jörg Faltin, FALTIN+SATTLER, Düsseldorf © Stadt Münster/FSW 2013 (Gewerbegebiet Kesslerweg) NWaldwiese e Mauer Baufelder für n e Spielplatz Grünzug „Ketteler“ Krögerweg Baumallee Ma HERAUSGEBER: STADT MÜNSTER, AMT FÜR STADTENTWICKLUNG, STADTPLANUNG, VERKEHRSPLANUNG KONTAKT-E-MAIL: YORK@STADT-MUENSTER.DE KOORDINATION: FALTIN+SATTLER FSW DÜSSELDORF GMBH, RATHAUSUFER 14, 40213 DÜSSELDORF WEITERE INFORMATIONEN: HTTP://WWW.MUENSTER.DE/STADT/STADTPLANUNG/KONVERSION.HTML QR-CODE ZUR WEBSITE EINFACH MIT DEM HANDY SCANNEN!
Anlage 1_Wettbewerbsauslobung York-Kaserne
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Städtebaulich-freiraumplanerischer Wettbewerb „Entwicklung der York-Kaserne in Münster-Gremmendorf“ Auslobung Stand: 01.10.2013 Luftbildaufnahme des ehemaligen Kasernengeländes am Albersloher Weg 1 Vorbemerkung Teil I Wettbewerbsaufgabe 4 1. Ausgangssituation 7 2. Rahmenbedingungen- Bürgerdialog „Perspektivplan“ 11 3. Die Wettbewerbsaufgabe 13 Teil II Wettbewerbsverfahren 28 1. Wettbewerbsart 30 2. Ausloberin und Wettbewerbsbetreuung 30 3. Teilnahmeberechtigung 31 4. Wettbewerbsunterlagen 33 5. Wettbewerbsleistungen 1. Stufe 34 6. Wettbewerbsleistungen 2. Stufe 35 7. Beurteilungskriterien 1.Stufe und 2. Stufe 37 8. Rückfragen und Einführungskolloquium 37 9. Abgabe und Kennzeichnung 1. Stufe 37 10. Abgabe und Kennzeichnung 2. Stufe 39 11. Preisgericht 40 12. Preisgeld 41 13. Bürgerversammlung zwischen der 1. und 2. Stufe 42 14. Bekanntgabe der Ergebnisse und Ausstellung 42 15. Einsprüche 42 16. Weitere Bearbeitung 42 17. Eigentum und Urheberrecht 43 18. Termine 43 Inhalt Blick auf das ehemaligen Kasernengeländes am Albersloher Weg 3 Die Stadt Münster lobt einen städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerb aus mit dem Ziel, ein Nutzungs- und Gestaltungskonzept für die ehemalige York-Kaserne in Münster-Gremmendorf zu er - halten. Der ehemalige militärische Standort liegt ca. fünf Kilometer südöstlich der Münsteraner Innenstadt, am westlichen Rand des Stadtteils Gremmendorf, standortgünstig am Albersloher Weg. Das ca. 50 ha große Kasernengelände ist durch eine markante Baustruktur - als Zeilenbebauung um den Exerzierplatz angeordnet - geprägt. Ein dichter und hoher Baumbestand bestimmt das städte - bauliche Erscheinungsbild des Kasernengeländes. Nach Abzug der britischen Streitkräfte im Novem - ber 2012 wurde die in den 30er Jahren erbaute Kaserne der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben [BImA] übergeben. Aufgabe des Wettbewerbes ist es, die mit dem „Perspektivplan“ durch das Büro FSW Faltin + Sattler Düsseldorf 2012 / 2013 in Bürgerwerkstätten erarbeiteten Baufelder „Wohnen, Handel und Dienst - leistung“ unter Berücksichtigung der Gesamtkonzeption des „Perspektivplanes“ zu konkretisieren. Zukünftig sollen in dem neuen Quartier mindestens 1.400 Wohneinheiten entstehen. Die Ergebnisse des durchgeführten Bürgerbeteiligungsprozesses sind besonders zu berücksichtigen. Vorbemerkung Teil I Wettbewerbsaufgabe Abgrenzung des Wettbewerbsgebietes 1. Ausgangssituation 1.1 Münster und der Stadtteil Gremmendorf Die Stadt Münster (ca. 297.000 Einwohner) gilt auf Grund ihrer hohen Lebensqualität im Zusammen - hang mit ihrer historischen Bedeutung als äußerst attraktiver Wohnort. Mit der weiter steigenden Bevölkerungszahl besteht in Münster ein Bedarf an adäquatem und be - zahlbarem Wohnraum. Die Stadt ist daher vorrangig bemüht, neuen Wohnraum für verschiedene Nutzergruppen zu schaffen. Seit den 1990er Jahren wurden bereits zahlreiche Konversionsprojekte mit unterschiedlichen Nutzungszwecken realisiert. An mehreren Standorten im Stadtgebiet konnten freigewordene Kasernen genutzt werden, beispielsweise wurden die Lincoln- und die Portsmouth- Kaserne zu Wohnquartieren, die Hindenburg-Kaserne zu einer autofreien Wohnsiedlung und die Winterbourne-Kaserne zu einem Dienstleistungsstandort umgenutzt. Mit der Oxford-Kaserne in Gievenbeck und der York-Kaserne in Gremmendorf haben die britischen Stationierungskräfte nun ihre beiden letzten Kasernenstandorte in Münster aufgegeben. Die Über - gabe der York-Kaserne an die BImA erfolgte im November 2012. Im Rahmen dieses Wettbewerbes soll die ehemalige York-Kaserne städtebaulich-freiraumplanerisch weiterentwickelt werden. Der Stadtteil Gremmendorf im Süd-Osten der Innenstadt - in ca. fünf Kilometer Entfernung - gehört zu den jüngeren Ortschaften in Münster und ist vor rund 200 Jahren als Siedlung entstanden. Heute leben in dem Stadtteil südlich des Dortmund-Ems-Kanals, der von dem Gewerbepark Loddenheide - einem ehemaligen Militärstandort - und der ehemaligen York-Kaserne geprägt ist, ca. 11.000 Men - schen. In den 30er Jahren wurde Gremmendorf als Kasernenstandort entwickelt. Die Umnutzung der Lod - denheide in einen Militärstützpunkt und der Bau der Luftnachrichtenkaserne 1935 am Albersloher Weg brachte eine umfangreiche Wohnbebauung mit sich. Nach dem Zweiten Weltkrieg wandelte sich Gremmendorf von einem Villenvorort und Kasernen - standort zu einem Wohnstadtteil. Auch als Gewerbestandort erhielt Gremmendorf mit dem Gewer - begebiet am Höltenweg aus den 1970er Jahren und dem Gewerbepark Loddenheide zunehmend Bedeutung. 7 Teil I Wettbewerbsaufgabe 9 Teil I Wettbewerbsaufgabe 1.2 Das Wettbewerbsgebiet „York-Kaserne” Die Anbindung des ca. 50 ha großen Kasernengeländes erfolgt über den Albersloher Weg - eine wichtige südöstliche Einfallstraße aus Richtung Beckum. Ein geräumiger Vorplatz und ein Eingangstor, das durch zwei Wachpostengebäude flankiert wird, kündigt das Kasernengelände an. Im Zentrum liegt der von einer Ringstraße umschlossene Exer - zierplatz. Um den Exerzierplatz ordnen sich symmetrisch zehn giebelständige, dreigeschossige, ehemalige Unterkunftsgebäude an. Zwei dominante Kopfbauten, die ehemals für Verwaltungszwecke genutzt wurden, rahmen den Platz an den Stirnseiten. Zwischen den Unterkunftsgebäuden liegen Rasenflä - chen mit alten hoch gewachsenen Bäumen, die das Erscheinungsbild des Ortes wesentlich prägen. Im Norden des Geländes liegen Garagenhallen und Werkstätten. Im Süden befindet sich ein neues langgestrecktes Garagengebäude. Das gesamte Gelände ist mit einer ca. 2,50 m hohen Backstein - mauer eingefasst. Im Norden grenzt die Wohnsiedlung am Letterhausweg an das Kasernengelände. Im Süden liegen - bisher militärisch genutzte - Sportflächen sowie die Wohnsiedlungen am Wiegandweg und am An - gelsachsenweg, die durch die Familien der britischen Soldarten genutzt wurden. Im Westen bilden weitläufige Grünflächen den Übergang zwischen dem Wettbewerbsgebiet und den angrenzenden Waldstrukturen und Gewerbegebieten. 2. Rahmenbedingung - Bürgerdialog „Perspektivplan“ Im Jahr 2012 startete die Stadt Münster einen mehrstufigen Bürgerbeteiligungsprozess zur Erarbei - tung von Ideen für die zukünftige Entwicklung des Geländes der York-Kaserne. In zwei Workshops zu den Themen Stadtgestalt und Wohnen, Freiraum und Naherholung, Zentrum und Vielfalt, Mobilität und Vernetzung sowie drei begleitenden Foren wurden unter der Moderation des Planungsbüros FSW Faltin + Sattler Ideen und Vorschläge für die Entwicklung mit Bürgern, Fach - leuten und der Stadtverwaltung diskutiert und erarbeitet. Der Prozess wurde durch eine Empfeh - lungskommission aus Experten begleitet, die wichtige Hinweise zu den Ergebnissen des Workshops lieferte. Als Ergebnis dieses Prozesses hat das Planungsbüro FSW die Anregungen und Hinweise in einem „Perspektivplan“ und in der Dokumentation „Stadtplanung im Dialog - Umnutzung der York-Kaserne, Ergebnisse eines besonderen Bürgerdialogs“ aufgearbeitet und zusammengestellt. Im Rahmen die - ses Wettbewerbes sind der „Perspektivplan“ und die Dokumentation Grundlage für die städtebauliche Entwicklung der York-Kaserne [Anlage 1 und Anlage 2]. Es ist davon auszugehen, dass die York-Kaserne in absehbarer Zeit unter Denkmalschutz gestellt wird. Der genaue Denkmalumfang und einzelne Restriktionen können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht benannt werden. Für die Entwicklung eines städtebaulichen Konzeptes ist maßgeblich, dass die historische Substanz und Struktur der Kasernenanlage ablesbar bleiben. Dazu gehören auch die Freiflächen und der Baumbestand. 11 Teil I Wettbewerbsaufgabe 13 Teil I Wettbewerbsaufgabe 3. Die Wettbewerbsaufgabe Im Rahmen dieses Wettbewerbes soll ein städtebauliches-freiraumplanerisches Gesamtkonzept für die Entwicklung der York-Kaserne erarbeitet werden. Im Kontext mit dem Städtebau ist dem Freiraum besondere Beachtung zu schenken. Der maßgebende „Perspektivplan“ sieht in großen Teilen des Geländes eine Wohnnutzung vor. Ein Stadtteilzentrum mit nahversorgungsrelevantem Einzelhandel, einer quartiers- und stadtteilbezogenen und ergänzenden Nutzungen am Albersloher Weg soll das neue Wohnquartier vervollständigen. Der in dem beschriebenen Bürgerbeteiligungsprozess erarbeitete „Perspektivplan“ und die doku - mentierende Broschüre ist - mit den im Folgenden genannten Konkretisierungen - die maßgebliche Grundlage dieser Wettbewerbsaufgabe. In den folgend genannten Einzelaufgaben des Wettbewerbes wird jeweils auf die aufzunehmenden Ergebnisse des „Perspektivplanes“ verwiesen. 3.1 Städtebauliche Entwicklung und Nutzungen Die städtebauliche Entwicklung des Wettbewerbsgebietes sieht laut „Perspektivplan“ eine gemischte Nutzungsstruktur bestehend aus Nahversorgung, Dienstleistung und Wohnen entlang des Alberloher Weges, vor. Im Weiteren ist Wohnen im Westen vorgesehen. Parallel zum Albersloher Weg sind unter anderem öffentliche Nutzungen (z.B. ein Stadtteilbüro / -treff) geplant, die in Teilbereichen mit Wohnen kombiniert werden. Einzelhandel mit nahversorgungs - relevantem Sortiment, sowie Dienstleistungsnutzungen, Wohnen und stadtteil- / quartiersbezogene Nutzungen bilden den Übergang zwischen dem stark befahrenen Albersloher Weg (24.700 Kfz/24h) und der zukünftigen Wohnbebauung im Zentrum der ehemaligen Kaserne. Die Baufelder „Wohnen“ werden entsprechend dem Ziel, unterschiedliche Nutzergruppen anzusprechen, detailliert im Weite - ren beschrieben. Teil I Wettbewerbsaufgabe Stadtteilbezogene Nutzung Wohnen + Dienstleistung Stadtplatz als Eingangssituation ausbilden Oberirdische Kundenparkplätze Quartierseingang ausbilden Stadtteilzentrum „Handel + Wohnen“ kombinieren Baumpolster erhalten Wohnen mit sadtteil- / bezogenen Nutzungen kombinieren Stadtteilzentrum Wettbewerbsaufgaben 14 15 Teil I Wettbewerbsaufgabe 3.1.1 Stadtteilzentrum am Albersloher Weg Baufeld „Mischnutzung“ Am nordöstlichen Rand des Wettbewerbsgebietes, parallel zum Albersloher Weg, ist eine gemischte Nutzung mit Wohnen, Büros und Dienstleistung vorgesehen. Baufeld „Handel + Wohnen“ Zur Sicherung der Nahversorgung des Ortsteils Gremmendorf und des zukünftigen Quartiers für bis zu 1.400 Wohneinheiten soll südlich an das Baufeld „Mischnutzung“ - mit Anbindung an den Grem - mendorfer Weg im Nord-Osten - ein Stadtteilzentrum entwickelt werden. Am zentralen „Stadtplatz“ sollen Einzelhandelsnutzungen mit Drogeriemarkt, Lebensmitteldiscounter und Lebensmittelvollsor - timenter entstehen. In den Erdgeschosszonen soll sich Handel und Dienstleistung etablieren und in den Obergeschossen Wohnen entstehen. Die in der Dokumentation zum „Perspektivplan“ vorgege - benen Verkaufsflächen für das Stadtteilzentrum (Vollsortimenter 1.600 - 2.000 qm VK, Lebensmittel - discounter 800 - 1.200 qm VK, Drogeriemarkt 600 - 800 qm VK, ergänzende nahversorgungs- relevante Geschäfte, kleine Fachgeschäfte, Gastronomie und Dienstleister) sind maßgebend (siehe Seite 34 der Dokumentation). Kleine Fachgeschäfte sollen dabei im Stadtteilzentrum nur unterge - ordnet angeboten werden. Zudem müssen ausreichend oberirdische Kundenparkplätze angeboten werden. Das neue Stadtteilzentrum darf sich nicht in Konkurrenz zu den bestehenden kleinteiligen Einzel - handelsstrukturen auf der gegenüberliegenden Straßenseite am Albersloher Weg entwickeln. Die geplanten Einzelhandelsstrukturen sollen die bestehenden Angebote am Alberloher Weg ergänzen und stärken. 3.1.2 Stadtteilbezogene Nutzungen Ehemaliges Eingangstor und Impulsareal „Casino“ Die beiden Kopfbauten am Eingangstor der Kaserne und das sich anschließende Baumpolster mit seiner einrahmenden Bebauung sollen einen zweiten Eingang in das Quartier bilden. Öffentliche und stadtteilbezogene Nutzungen (z.B. Stadtteilbüro, Gastronomie, Kita) in Kombination mit Wohnnut - Geschhosswohnungsbau mit 3 - 4 Geschossen Einfamilienhausbebauung Sporthalle erhalten Rad- und Fußwegeverbindungen Baufeld “Wohnen“ Wettbewerbsaufgaben Baufeld „Wohnen Norden“ Baufeld „Wohnen südlich der Sporthalle“ 16 17 Teil I Wettbewerbsaufgabe zungen können hier entstehen. Das vorhandene Baumpolster soll erhalten und freiraumplanerisch in die Eingangssituation integriert werden. Südlich angrenzend an diese Eingangssituation befindet sich im Umfeld des ehemaligen „Casinos“ das sogenannte „Impulsareal“. Die hier bestehenden baulichen Strukturen bieten sich für stadtteil - bezogene Nutzungen in einer baumüberstandenen Umgebung an. Eine ergänzende Neubebauung, die mit den Bestandsgebäuden verträglich ist und sich in die Grünstrukturen einfügt, ist hier nicht ausgeschlossen. 3.1.3 Wohnen am ehemaligen Standort „York-Kaserne“ Insgesamt sollen im Wettbewerbsgebiet künftig mindestens 1.400 Wohneinheiten in Bestands- und Neubauten entstehen. Es soll Geschosswohnungsbau mit verschiedenen Wohntypen mit drei bis vier Geschossen, in städtebaulich begründeten Einzelfällen auch höher, realisiert werden. Von den geplanten Geschosswohnungsbauten sollen ca. 30 % die Anforderungen an den öffentlich geförder - ten Wohnungsbau erfüllen. Einfamilienhäuser sind nur im südlichen Wettbewerbsgebiet, im Übergang zur bestehenden Einfamilienhausbebauung am Angelsachsenweg, vorzusehen. Schwerpunkt der künftigen Wohnformen wird entsprechend der örtlichen Nachfrage auf das famili - engerechte Wohnen gelegt. Zudem soll Mehrgenerationenwohnen und seniorengerechtes und be - treutes Wohnen im Gebiet ermöglicht werden. Alle Wohnformen sollen barrierefrei und im Sinne des Klimaschutzes energetisch optimiert geplant werden. Baufeld „Wohnen Norden“ Im nördlichen Baufeld soll ein hoher Anteil an Geschosswohnungsbau mit einer entsprechend hohen Dichte, zur Schaffung urbaner Strukturen, realisiert werden. Zum Baugebiet Letterhausweg soll eine Dichteabstufung entwickelt werden, die einfamilienhausähnliche Bauformen am nördlichen Gebiets - rand zulassen. Unterschiedliche Nutzergruppen ansprechen: • Familiengerechtes Wohnen • Singlehaushalte • Seniorengerechtes und betreutes Wohnen • Mehrgenerationenwohnen • Barrierfreies Wohnen • 80% Geschosswohnungsbau, davon 30% öffentlich geförderter Wohnungsbau • mindestens 1.4000 Wohneinheiten im gesamten Gebiet • verschiedenen Wohntypen mit 3 - 4 Geschossen • Erhaltung des städtebaulichen Ensembles • Entwicklung von Nachbarschaften Vorschläge für Wohnen Vorschläge zur Wiedernutzung der Garagen Bebauung Exerzierplatz Entwässerungskonzept erstellen Baufeld „Wohnen auf und um den Exerzierplatz“ Wettbewerbsaufgaben Umnutzung zu Wohnen - Sanierung Baumbestand weitestgehend erhalten 18 19 Teil I Wettbewerbsaufgabe Baufeld „Wohnen südlich der Sporthalle“ Im Süden des Wettbewerbsgebietes - südlich der Sporthalle, im Übergang zum Angelsachsenweg - soll ein Quartier mit einer niedrigeren Dichte und vorwiegend zweigeschossigen Reihen-, Doppel- und freistehenden Einfamilienhäusern entwickelt werden. Aus der Zeit der militärischen Nutzung exis - tiert im Baufeld „Wohnen südlich der Sporthalle“ eine Sporthalle, die für Sportangebote erhalten wer - den soll. Die erforderlichen Infrastruktureinrichtungen (Stellplätze) sind westlich der Sporthalle nachzuweisen. Baufelder „Wohnen auf und um den Exerzierplatz“ Die symmetrisch angeordneten, zeilenartigen Backsteingebäude um den Exerzierplatz herum, sollen für eine Wohnnutzung unterschiedlicher Nutzungsansprüche genutzt werden. Städtebaulich erhal - tenswert im Sinne des Perspektivplans sind neben der Eingangssituation und dem Offizierscasino, die originalen Gebäudezeilen beidseitig des Exerzierplatzes. Ergänzende Anbauten und Neubauten sind in diesem Zusammenhang nicht ausgeschlossen, müssen jedoch besondere Rücksicht auf die städtebauliche Struktur nehmen. Ebenso ist ein überlegter und sensibler Umgang mit den Freiflächen notwendig, hier sollte der das Ensemble prägende Baumbestand weitestgehend erhalten bleiben. Auch die grüne Eingangssituation mit ihrem Baumbestand sollte von zusätzlicher Bebauung weitest - gehend freigehalten werden. Baufeld „Wohnen“ - südlich des Exerzierplatzes Südlich der Unterkunftsgebäude am Exerzierplatz befindet sich ein lang gezogenes Garagenge - bäude. Der Umbau, Ausbau, Neubau dieser Anlage ist freigestellt. Der „Perspektivplan“ stellt für die - sen Bereich ein Baufeld für Wohnen mit Geschosswohnungsbau dar. Baufeld „Wohnen“ - westlich des Exerzierplatzes Westlich des Gebäudeensembles am Exerzierplatz, angrenzend an die das Gelände umgebende Backsteinmauer mit Anbindung an die für Sport und Spiel reservierten Flächen, erstreckt sich ein von Norden nach Süden ausgerichtetes Baufeld „Wohnen“. Dieses Baufeld soll für besondere Wohn - formen offen gehalten werden. Die besondere Lage des Baufeldes erfordert eine Gestaltung des Überganges vom Freiraum zur Siedlung und umgekehrt. Grün- und Freiraumstrukturen Wettbewerbsaufgaben Baumbestand und Rasenflächen weitestgehend erhalten Baumbestand weitestgehend erhalten „Baumpolster“ erhalten Kritischer Umgang mit der Idee des „Grünen Anger“ „Grüne“ Wegeverbindungen im Quartier entwickeln „Waldwiese“ Freizeitbezogene Sport- und Spielflächen für die Quartiersbewohner 20 21 Teil I Wettbewerbsaufgabe 3.1.4 Grün- und Freiraumstrukturen Die ehemalige York-Kaserne grenzt im Süden und Westen an Waldgebiete an, die wichtige Naher - holungsgebiete im Umfeld des neuen Quartiers bieten und die Verbindung zum Dortmund-Ems-Kanal herstellen. Ausgehend von dem Wohnquartier sollen neue und vorhandene „grüne“ Verbindungen entwickelt und gestärkt werden. Die im „Perspektivplan“ dargestellten lang gestreckten, die Baufelder begleitenden, Grünflächen dienen den Wegeverbindungen innerhalb des Quartiers und der Anbin - dung an angrenzende Wege zu Freiraumstrukturen und sollen in ihrer Struktur übernommen werden. Ortsprägender Baumbestand Die Grün- und Freiraumstrukturen im Wettbewerbsgebiet bestehen aus großzügigen Rasenflächen mit ortsprägendem Baumbestand. Die beiden Baumpolster hinter dem Eingangstor sollen weiterhin ein Entrée in das neue Quartier bilden. Auch der Baumbestand im Umfeld des ehemaligen Casinos ist weitestgehend zu berücksichtigen. Die baumüberstandenen Rasenflächen zwischen den ehema - ligen Unterkunftsgebäuden sollen weitestgehend als wohnungsnahe Aufenthaltsbereiche erhalten werden. Spielplätze Die Bedarfe für öffentliche Kinderspielplätze für das Gelände der York-Kaserne liegen bei 4.000 - 5.000 qm Spielfläche. Es sollte ein Spielplatz der Kategorie A im süd-westlichen Bereich der Fläche in räumlicher Nähe zu der bestehenden Sporthalle und der Sport- und Spielfläche entstehen. Ein weiterer Spielplatz der Kategorien B / C (ohne Bolzplatz) ist sinnvoll in das Gebiet zu integrieren. „Grüner Anger“ am Albersloher Weg Die im Rahmen des Beteiligungsprozesses historisch hergeleitete Idee des “Grünen Angers“ parallel zum Albersloher Weg, der eine grüne Zone zwischen dem Albersloher Weg und dem Stadtteilzentrum herstellen soll, kann weiterentwickelt werden – muss aber nach Auffassung der Ausloberin nicht zwin - gend umgesetzt werden, wenn eine überzeugende Straßenrandbebauung bzw. -gestaltung entlang des Albersloher Weges vorgeschlagen wird. 23 Teil I Wettbewerbsaufgabe Freiflächen im Westen Im Westen des Wettbewerbsgebietes liegt die „Waldwiese“ am Heeremansweg, die für das Militär als Sportfläche genutzt wurde. Der nicht durch die Wohnbebauung genutzte Bereich soll als freizeit - bezogene Sport- und Spielfläche mit unterschiedlichen Angeboten für die Quartiersbewohner entwi - ckelt werden. 3.1.5 Reminiszenz an die militärische Nutzung Alte Backsteinmauer Das ehemalige Kasernengelände wird von einer ca. 2,50 m hohen Backsteinmauer umschlossen. Als Reminiszenz an die ehemalige Nutzung soll diese Backsteinmauer in Teilen erhalten bleiben und Öffnungen und Verbindungen zu den jeweils angrenzenden Quartieren ermöglichen. „Relikte ehemaliger Nutzungen“ Verteilt über das gesamte Kasernengelände befinden sich Relikte der ehemaligen militärischen Nut - zung, z.B. „Anprellbolzen“. Um eine Identität für das neue Quartier zu schaffen und als Erinnerung an die ehemalige Nutzung, sollen ausgewählte Relikte in die zukünftige Freiraumgestaltung der York- Kaserne übernommen werden. 3.1.6 Verkehr Motorisierter Individualverkehr Der Albersloher Weg bietet die direkte Anbindung des neuen Quartiers an die Innenstadt Münster. Die Dimensionierung der heute vierspuriegen Ausfallstraße wird auf Grund ihres Verkehrsaufkom - mens von 24.700 Kfz/Tag auch zukünftig beibehalten. Der hochgewachsene Baumbestand aus drei Baumreihen verleiht der Straße eine tunnelartige Wirkung und behindert den Überblick über die Straße, lässt den Straßenraum jedoch sehr „grün“ und ansprechend erscheinen. Zur Anbindung des Quartiers an den Albersloher Weg sind zwei signalisierte Vollknotenpunkte vor - gesehen: im Kreuzungsbereich Albersloher Weg / Gremmendorfer Weg am Eingang zum Stadtteil - Signalisierter Vollknoten Verkehr Wettbewerbsaufgaben Quartierserschließung: Orientierung am vorhandenes Straßennetz Optinale Weiterführung Linie 17 Anbinudngen • Zwei signalisierte Vollknoten binden das künftige Quartier an den Albersloher Weg an. • Eine weitere untergeordnete optinale Anbindung an das Quartier soll entwurfsabhängig entwickelt werden. Rad- und Fußwegeverbindungen entwickeln Fahrradstellplätze am „Stadtplatz“ und im gesamten Quartier 24 Signalisierter Vollknoten besonderer Querungsbereich für Fußgänger (signalisiert) Signalisierte Querung Stellplatzregelung: • ein Stellplatz pro WE • bezogen auf die WE im Quartier müssen 25% Besucherparkplätze im öffentlichen Straßenraum nachgewiesen werden. Ortsfahrbahn entwickeln / verändern 25 Teil I Wettbewerbsaufgabe zentrum und im Bereich des ehemaligen Haupteinganges des Kasernengeländes. Das südliche Baufeld einschließlich der Sporthalle wird über den Wiegandweg / Angelsachsenweg erschlossen. Eine weitere untergeordnete Anbindung des Quartiers an den Alberloher Weg soll im Rahmen dieses Wettbewerbes aufbauend auf die Konzeption des städtebaulichen Entwurfes und in Abhängigkeit der Dichteverteilung im Gebiet durch die Teilnehmer vorgeschlagen werden. Es kann auch an eine perspektivische, in Abhängigkeit zum Entwicklungshorizont des Quartiers, zu verwirklichende Zufahrt gedacht werden. Die Planung von Kreisverkehren am Alberloher Weg ist ausgeschlossen. Die große Barrierewirkung des Albersloher Wegs entsteht vor allem durch das hohe Geschwindig - keitsniveau (Tempo 50). Durch verkehrsdämpfende Maßnahmen soll der Albersloher Weg entschleu - nigt und das Zusammenwachsen der beiden Straßenseiten gefördert werden. Die Vierspurigkeit (Zweispurigkeit in beiden Richtungen) der Straße muss erhalten bleiben und die nötigen Abbiege - spuren integriert werden. Die Bäume im Mittelstreifen des Albersloher Wegs sind nicht geschützt, können aus verkehrstechnischer Sicht aber stehen bleiben, müssen aber nicht. Die Fußgängerque - rung auf Höhe des Gremmendorfer Wegs und am Haupteingang der Kaserne wird signalisiert und ist durch optische Maßnahmen als besonderer Raum für Fußgänger zu kennzeichnen. Die Neuor - ganisation des Verkehrs und die Veränderung des Querschnitts des Albersloher Wegs sind Aufgabe der Wettbewerbsteilnehmer unter Beachtung des funktionalen Aufwertungszieles für Passanten und der gestalterischen Aufwertungsziele. Die im „Perspektivplan“ gelb-gestrichelten Flächen in den Que - rungsbereichen sind nicht als Zebrastreifen zu deuten! Der Umgang mit der Ortsfahrbahn (die Parallelfahrbahn am östlichen Rand des Alberloher Weges) wird den Teilnehmern freigestellt. Konzeptabhängig kann diese durch die Teilnehmer aufgegeben oder erhalten werden. Eine detaillierte verkehrstechnische Ausarbeitung wird nicht erwartet. Im Falle der Aufhebung der Ortsfahrbahn müssen die für den Einzelhandel sehr wichtigen Parkplätze (zur Zeit 80 Parkplätze) in gleicher Anzahl ersetzt werden. Zudem muss eine Anlieferungszone eingeplant werden. Die interne Quartierserschließung sollte sich weitgehend an dem vorhandenen Straßennetz orien - tieren. Die Dimensionierung der internen Erschließung ist der Anlage 3 zu entnehmen. Für die Wettbewerbsleistung „Parkraumkonzept“ (Stufe 1) bzw. „Stellplatznachweis“ (Stufe 2) sind die „Richtzahlen für Kraftfahrzeug (Kfz)-Stellplätze“ (vgl. Anlage 4) maßgeblich. Bezogen auf die Wohneinheiten im Quartier müssen 25% der erforderlichen Stellplätze zusätzlich als Besucherpark - plätze im öffentlichen Straßenraum nachgewiesen werden. Öffentlicher Personennahverkehr Das ehemalige Kasernengelände ist fußläufig im Nord-Osten an die Haltestelle „Gremmendorfer Weg“ der Buslinie 6 und 8 und damit an das gesamtstädtische ÖPNV-Netz angebunden. Zudem er - schließt die Linie 17 das Gewerbegebiet Loddenheide mit seiner Endhaltestelle „Krögerweg“ im Wes - ten des Wettbewerbsgebietes. Optional soll die Linie 17 ausgebaut und ihre Endhaltestelle in das Wettbewerbsgebiet verlagert wer - den. Die Querung der optionalen Buslinie der Sport- und Spielflächen im Westen muss im Rahmen dieses Wettbewerbes in das Konzept integriert werden. Radverkehr Eine fahrradfreundliche Erschließung des Quartiers ist von großer Bedeutung. Radwegeverbindun - gen müssen eindeutig gestaltet und angemessen dimensioniert werden. Die Anbindung der umlie - gend Wald- und Naherholungsgebiete muss für den Rad- und Fußverkehr gewährleistet werden. Fahrradstellplätze am zentralen „Stadtplatz“ und im Quartier müssen in die Planung integriert wer - den. 3.1.7 Entwässerungsplanung Im Wettbewerbsgebiet werden grundsätzlich im Rahmen der Entwicklungsmaßnahmen alle Leitun - gen und Kanäle zur Ver- und Entsorgung des Geländes erneuert. Somit ist auf ihren derzeitigen Ver - lauf keine Rücksicht zu nehmen. Das im Gebiet anfallende Niederschlagswasser wird von Nord-Westen nach Süd-Osten geführt, um Teil I Wettbewerbsaufgabe 26 27 Teil I Wettbewerbsaufgabe hier in das Kanalnetz am Albersloher Weg, auf der Höhe Paul-Engelhard-Weg, eingeleitet zu werden. Auf Grundlage dieser Informationen ist für das neue Quartier ein Entwässerungskonzept zu erarbei - ten. Die Vorbemessung ergibt ein erforderliches Rückhaltevolumen von ca. 5.000 m³. Der Rückhal - teraum kann zentral an einer Stelle - mit Ausnahme der Sport- und Spielflächen im Westen - errichtet werden oder beispielsweise in Kaskadenform auf mehrere kleinere Bauwerke verteilt werden. Pum - penanlagen sind ausgeschlossen. Beim Bau eines zentralen Beckens in offener Erdbauweise ergibt sich ein Flächenbedarf von ca. 1,0 - 1,2 ha. Mit einer dezentralen Lösung würde sich der Flächenbedarf entsprechend erhöhen. Die Anlagen für die Regenrückhaltung sollen landschaftsgerecht gestaltet werden. 3.1.8 Soziale Einrichtungen Es sind zwei Kitastandorte in Neubebauung oder Bestandsgebäuden auf der Fläche der York-Ka - serne zu schaffen. Dabei sollen eine 5-gruppige und eine 6-gruppige Kita als Standortsicherung für die Kitabedarfe entstehen. Der Flächenbedarf für eine Einrichtung liegt bei einer Brutto-Grundstücks - fläche von ca. 2.000 qm - 2.500 qm. Sofern der grundsätzlich absehbare zusätzliche 2-zügige Bedarf an Grundschulversorgung (Ganz - tagesbetrieb) auf dem Gelände der ehemaligen York-Kaserne gedeckt werden muss, wird eine De - pendance-Lösung zur vorhandenen Grundschullandschaft in Gremmendorf in einem geeigneten Bestandsgebäude angestrebt. Der Flächenbedarf gesamt beträgt ca. 6.000m² inkl. Schulhof (min - destens 1.200m²). 3.1.9. Energieversorgung Der gesamte Standort wird auch weiterhin an das städtische Fernwärmenetz angeschlossen bleiben. Die Versorgung erfolgt über ein (geplantes) Blockheizkraftwerk außerhalb des Wettbewerbsgebietes bzw. am Standort Gewerbepark Loddenheide. Teil II Wettbewerbsverfahren Teil II Wettbewerbsverfahren 1. Wettbewerbsart Der Wettbewerb wird als zweistufiger städtebaulich- freiraumplanerischer Wettbewerb ausgelobt, um für den in Teil I der Auslobung genannten Bereich der ehemaligen York-Kaserne in Münster-Grem - mendorf alternative Entwicklungs- und Gestaltungsvorschläge zu erhalten. Die Wettbewerbssprache ist deutsch; das Verfahren ist in der 1. Stufe anonym. Die Teilnehmerzahl bzw. Anzahl der Arbeitsgemeinschaften ist auf 12 begrenzt. Das Wettbewerbsverfahren wird nach den Regeln zur Auslobung von Wettbewerben – RAW 2004 – durchgeführt. Das Verfahren wurde mit der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen abgestimmt. Der Übereinstimmungsvermerk gem. RAW 2004 wurde am 00.00.2013 unter der Registriernummer W 00/00 erteilt. Die Ausloberin und die Teilnehmer erkennen die Auslobung als verbindlich an. 2. Ausloberin und Wettbewerbsbetreuung Der Wettbewerb wird durch die Stadt Münster ausgelobt: Stadt Münster Der Oberbürgermeister Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung Stadthaus 3 Albersloher Weg 33 D-48155 Münster Die Wettbewerbsbetreuung und Vorprüfung erfolgt durch: Wolters Partner, Architekten BDA · Stadtplaner DASL Daruper Straße 15, D-48653 Coesfeld Tel +49 [0] 2541 9408-0 Fax +49 [0] 2541 6088 info@wolterspartner.de www.wolterspartner.de Ansprechpartner: Carsten Lang, Lena Schüttken Teil II Wettbewerbsverfahren 30 31 Teil II Wettbewerbsverfahren 3. Teilnahmeberechtigung Teilnahmeberechtigt sind natürliche und juristische Personen, die nach den Vorschriften ihres Landes zur Führung der Berufsbezeichnung „Stadtplaner[in]“ berechtigt sind. Die Ausloberin empfiehlt Landschaftsarchitekten / -innen bei der Bearbeitung der Wettbewerbsauf - gabe beratend hinzuzuziehen. Die Teilnehmerzahl wird auf 12 eingeladene Büros für die 1. Stufe beschränkt. Für die 2. Stufe werden ca. 4 Büros ausgewählt. Folgende 12 Teilnehmer wurden durch die Ausloberin ausgewählt: 1. Astoc Architects and Planners, Köln 2. Bolles+Wilson, Münster 3. 3pass Architekten, Köln 4. KCAP Architects & Planners, NL-Rotterdam 5. kister scheithauer gross, Köln 6. Prof. Carsten Lorenzen, Kopenhagen 7. Ortner und Ortner Baukunst, Wien/Köln 8. Pesch + Partner Architekten Stadtplaner, Herdecke/Stuttgart 9. Post & Welters Architekten Stadtplaner, Dortmund 10. Steidle Architekten, München 11. rheinflügel severin, Düsseldorf 12. Trojan Trojan + Partner, Darmstadt Teil II Wettbewerbsverfahren 32 Kommunikation mit den Teilnehmern Die Kommunikation mit den Teilnehmern wird ausschließlich über die Internetseite www.wolterspart - ner.de - „Aktuelles“ unter „York-Kaserne in Münster-Gremmendorf“ geführt. Die Teilnehmer sind auf - gefordert, sich während der gesamten Projektlaufzeit über den aktuellen Stand des Verfahrens eigenständig zu informieren. Im Teilnehmerbereich werden alle Informationen zum Wettbewerbsver - fahren fortlaufend bereitgestellt und aktualisiert. Zugang zum Teilnehmerbereich Ab dem ... 2013 steht für alle ausgewählten Teilnehmer im Internet unter www.wolterspartner.de - „Aktuelles“ unter „York-Kaserne in Münster-Gremmendorf“ ein Teilnehmerbereich zur Verfügung. Zu - gang zum Teilnehmerbereich hat bei Arbeitsgemeinschaften nur das federführende Büro. Der Zugang erfolgt über eine Login-Eingabemaske [Passwort], in die die Zugangsdaten einzutragen sind. Die Zu - gangsdaten werden den Teilnehmern bzw. Arbeitsgemeinschaften zuvor per Mail mitgeteilt. Im Teilnehmerbereich werden sämtliche Wettbewerbsunterlagen zum Download zur Verfügung ge - stellt. Wettbewerbsunterlagen können ausschließlich auf diesem Weg abgerufen werden. E-Mail Verteiler während des Wettbewerbs Die Teilnehmer werden während des Wettbewerbes fortlaufend per E-Mail-Verteiler durch Wolters Partner über das Wettbewerbsgeschehen informiert. 4. Wettbewerbsunterlagen Den Teilnehmenden bzw. Arbeitsgemeinschaften werden folgende Unterlagen zur Verfügung gestellt: Anlage 1 Dokumentation „Bürgerdialog“ Anlage 2 Perspektivplan Anlage 3 Dimensionierung der öffentlichen Erschließung Anlage 4 Richtzahlen Kraftfahrzeuge (Kfz-) Stellplätze Anlage 5 Berechnung der Wohneinheiten Anlage 6 Gebäudeplan mit Nutzungslegende Anlage 7 Historische Fotos Anlage 8 Auszug aus dem Flächennutzungsplan Anlage 9 Fotodokumentation Anlage 10 Abgrenzung des Wettbewerbsgebietes Anlage 11 Auszug aus der Deutschen Grundkarte im Maßstab 1:5.000 Anlage 12 Luftbild / Schrägluftbilder des Wettbewerbsgebietes Anlage 13 Katasterplan Anlage 14 Auslobungstext Anlage 15 Verfassererklärung 33 Teil II Wettbewerbsverfahren 5. Wettbewerbsleistungen 1. Stufe Folgende Wettbewerbsleistungen werden von den Teilnehmern verlangt: • Städtebaulich-freiraumplanerischer Entwurf M 1:2.000 • 3 Vertiefungsbereiche M 1:1.000 Baufeld „Wohnen Exerzierplatz“ Baufeld „Handel + Wohnen“ Verkehr „Albersloher Weg“ • Piktogramme: Nutzungsstruktur Bebauungsstruktur Erschließungsstruktur Grünstrukturen • Parkraumkonzept • Berechnung der Anzahl der Wohneinheiten • Erläuternde Skizzen / Perspektiven • Erläuterungsbericht [max. 2 Seiten DIN A4] • 1 Satz Pläne [gerollt] sowie CD mit digitalen Daten aller Pläne / Abbildungen [JPEG- oder TIFF-Format] in der Auflösung 300 dpi [Wettbewerbspläne in DIN A3-Format, Abbildungen / Skizzen in Originalgröße] sowie dem Erläuterungsbericht als Word-Dokument. • 1 Satz Pläne [gefaltet] zur Vorprüfung • Verzeichnis der eingereichten Unterlagen • Verfassererklärung in einem verschlossenen Umschlag Insgesamt dürfen maximal 2 Pläne in der Größe DIN A0 – Querformat [gerollt] abgegeben werden. Unverlangte Leistungen werden nicht gewertet. Alternativen sind nicht zugelassen. Teil II Wettbewerbsverfahren 34 35 Teil II Wettbewerbsverfahren 6. Wettbewerbsleistungen 2. Stufe Folgende Wettbewerbsleistungen werden von den Teilnehmern verlangt: • Fortgeführter städtebaulich-freiraumplanerischer Entwurf M 1:1.000 [über 2 DIN A0 Hochformat] mit Angaben der: - Geschossigkeit - Dachformen - Gebäudetypologien • 3 Detaillösungen M 1:500 Die Vertiefungsbereiche werden im Rahmen der Preisgerichtssitzung 1. Stufe festgelegt und den Teilnehmern mit dem Protokoll mitgeteilt. • Querschnitt Albersloher Weg an beliebiger, aber signifikanter Stelle. • Stellplatznachweis • Berechnung der Anzahl der Wohneinheiten • Erläuternde Skizzen / Perspektiven • Erläuterungsbericht [max. 2 Seiten DIN A4] • 1 Satz Pläne [gerollt] sowie CD mit digitalen Daten aller Pläne / Abbildungen [JPEG- oder TIFF-Format] in der Auflösung 300 dpi [Wettbewerbspläne in DIN A3-Format, Abbildungen / Skizzen in Originalgröße] sowie dem Erläuterungsbericht als Word-Dokument. • 1 Satz Pläne [gefaltet] zur Vorprüfung • Verzeichnis der eingereichten Unterlagen • Verfassererklärung Insgesamt dürfen maximal 3 Pläne in der Größe DIN A0 – Hochformat [gerollt] abgegeben werden. Unverlangte Leistungen werden nicht gewertet. Alternativen sind nicht zugelassen. 37 Teil II Wettbewerbsverfahren 7. Beurteilungskriterien 1.Stufe und 2. Stufe Die folgenden Beurteilungskriterien sollen der Jury als Leitlinie dienen: • Leitbild und entwurfsbestimmende Grundidee, • Erhaltung des städtebaulichen Ensembles, • Umgang mit den Grün- und Freiraumstrukturen, • Wohntypologien für unterschiedliche Nutzer, • Räumliche Gestalt- und Nutzungsqualität, • Nachhaltigkeit sowie • Realisierbarkeit und Wirtschaftlichkeit 8. Rückfragen und Einführungskolloquium Rückfragen können bis zum ... 2013 per Mail an info@wolterspartner.de gestellt werden. Die Rück - fragen werden im gemeinsamen Kolloquium beantwortet und anschließend den Teilnehmern zur Ver - fügung gestellt. Am Montag, den ... 2013 findet das Einführungskolloquium mit den Wettbewerbsteilnehmern, dem Preisgericht und der Ausloberin statt, um die Aufgabenstellung zu erläutern sowie die schriftlichen und mündlichen Rückfragen zu beantworten. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zu einer gemein - samen Ortsbesichtigung des Wettbewerbsgebietes. Die Teilnahme am Einführungskolloquium ist für alle Teilnehmer verpflichtend. Die Teilnehmer erhalten rechtzeitig eine gesonderte Einladung per E- Mail. 9. Abgabe und Kennzeichnung 1. Stufe Die geforderten Unterlagen der 1. Stufe [siehe Punkt 5.] sind bis zum ... 2014 [18.00 Uhr] einzureichen bei: Wolters Partner, Architekten BDA · Stadtplaner DASL Daruper Straße 15, D - 48653 Coesfeld 39 Teil I Wettbewerbsaufgabe Als Zeitpunkt der Abgabe gilt im Falle der Einlieferung per Post, Bahn oder anderen Transportunter - nehmen der Tagesstempel, unabhängig von der Uhrzeit. Die Teilnehmer haben im Zweifelsfall den Nachweis der fristgerechten Einlieferung zu erbringen. Rechtzeitig eingelieferte Arbeiten, die später als 10 Tage nach Abgabetermin dem Wettbewerbsbe - treuer zugestellt werden, sind zur Beurteilung zunächst nicht zugelassen. Das Preisgericht hat hie - rüber endgültig zu entscheiden. Zur Wahrung der Anonymität in der 1. Stufe ist als Absender die Anschrift des Empfängers mit der Kennzeichnung „York-Kaserne in Münster-Gremmendorf" zu ver - wenden. Auf jeder der eingereichten Wettbewerbsleistungen zur 1. Stufe ist in der rechten oberen Ecke eine sechsstellige Kennzahl von 1 cm Höhe und 6 cm Breite anzubringen. Die Kennzahl darf in keiner Art und Weise Rückschlüsse auf die Wettbewerbsteilnehmer ermöglichen. Die Verfassererklärung ist in einem mit der gleichen Kennzahl versehenen, verschlossenen und undurchsichtigen Umschlag ein - zureichen. Verstöße gegen die Anonymität führen zum Ausschluss der Arbeiten. 10. Abgabe und Kennzeichnung 2. Stufe Die geforderten Unterlagen der 2. Stufe sind bis zum ... 2014 [18.00 Uhr] einzureichen bei: Wolters Partner, Architekten BDA · Stadtplaner DASL Daruper Straße 15, D - 48653 Coesfeld Als Zeitpunkt der Abgabe gilt im Falle der Einlieferung per Post, Bahn oder anderen Transportunter - nehmen der Tagesstempel, unabhängig von der Uhrzeit. Die Teilnehmer haben im Zweifelsfall den Nachweis der fristgerechten Einlieferung zu erbringen. Rechtzeitig eingelieferte Arbeiten, die später als 10 Tage nach Abgabetermin dem Wettbewerbsbe - treuer zugestellt werden, sind zur Beurteilung zunächst nicht zugelassen. Das Preisgericht hat hie - rüber endgültig zu entscheiden. Nach Aufgabe der Anonymität nach der 1. Stufe ist auf jeder der eingereichten Wettbewerbsleistun - gen in der 2. Stufe der Büroname anzubringen. 11. Preisgericht Das Preisgericht setzt sich aus folgenden Juroren zusammen: Preisrichterinnen und Preisrichter: • Harry Abels, Stadtplaner, NL-Enschede / Amsterdam • Prof. Christel Drey, Stadtplanerin, Kassel • Thomas Fastermann, Vorsitzender des Planungsausschusses der Stadt Münster • Dr. Michael Klenner, Bezirksbürgermeister Münster-Südost • Hiltrud Lintel, Landschaftsarchitektin, Düsseldorf • Klemens Nottenkemper, Wohn + Stadtbau GmbH, Münster • Prof. Günter Pfeifer, Architekt, Freiburg • Helmut Riemann, Architekt, Lübeck • Christian Schowe, Leitung Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung der Stadt Münster • Hartwig Schultheiß, Stadtdirektor der Stadt Münster Stellvertretende Preisrichterinnen und Preisrichter: • Ina Bimberg, Landschaftsarchitektin, Iserlohn • Reinhard Drees, Stadtplaner, Bielefeld • Jürgen Reuter, Stellvertretender Vorsitzender des Planungsausschusses der Stadt Münster • Dieter Riepe, Wohn + Stadtbau GmbH, Münster • Rolf-Dieter Schönlau, Stellvertretender Bezirksbürgermeister Münster-Südost • Siegfried Thielen, Dezernent für Planungs- und Baukoordination der Stadt Münster • Ulrich Winter, Stadt Münster 40 Teil II Wettbewerbsverfahren Berater [ohne Stimmrecht]: • Stephan Böhme, Verkehrsplanung, Stadt Münster • Jörg Faltin, Architekt, Düsseldorf • Bernd Grotefeld, BImA • Frank Jaskowiak, Tiefbauamt, Stadt Münster • Dr. Barbara Seifen, LWL Münster • N.N., Klimabeirat, Stadt Münster 12. Preisgeld Insgesamt steht eine Wettbewerbssumme in Höhe von 110.000 EUR [inklusive Mehrwertsteuer] zur Verfügung, die sich wie folgt aufteilt: Bearbeitungshonorar 1. Stufe Die Wettbewerbsleistung der 12 eingeladenen Teilnehmer wird mit einem Bearbeitungshonorar in Höhe von jeweils 5.000 Euro honoriert. Preisgeld 2. Stufe 1. Preis: 20.000 Euro 2. Preis: 15.000 Euro 3. Preis: 10.000 Euro 4. Preis: 5.000 Euro Das Preisgericht kann einstimmig unter Beibehaltung der Gesamtsumme eine andere Verteilung der Preisgelder beschließen. 41 Teil II Wettbewerbsverfahren 13. Bürgerversammlung zwischen der 1. und 2. Stufe Im Anschluss an die Preisgerichtssitzung 1. Stufe folgt eine einwöchige Ausstellung der vier ausge - wählten Wettbewerbsarbeiten. Darauf folgend werden die vier ausgewählten Wettbewerbsarbeiten durch die Teilnehmer im Rahmen einer Bürgerversammlung vorgestellt. Anmerkungen und Anregun - gen der Bürger werden den Teilnehmern im Anschluss an die Versammlung in Form eines Protokolls für die Bearbeitung der 2. Stufe zur Verfügung gestellt. 14. Bekanntgabe der Ergebnisse und Ausstellung Die Ergebnisse der 1. Stufe und der 2. Stufe sowie die Namen der Wettbewerbsverfasser, die mit Preisen in der 2. Stufe ausgezeichnet wurden, werden nach den Entscheidungen per E-Mail benach - richtigt. Sobald die vollständigen Ergebnisprotokolle der 1. Stufe und der 2. Stufe vorliegen, werden diese im Internet zum Herunterladen unter www.wolterspartner.de veröffentlicht. Die Wettbewerbs - arbeiten der 1. Stufe und der 2. Stufe werden im Anschluss an das Wettbewerbsverfahren öffentlich ausgestellt. 15. Einsprüche Gegen Regelverstöße bei der Durchführung des Verfahrens können Wettbewerbsbeteiligte innerhalb von 10 Tagen nach Zugang des Protokolls der Preisgerichtssitzung bei der Ausloberin Beschwerde einlegen. Diese trifft ihre Entscheidung im Einvernehmen mit dem Wettbewerbsausschuss der Ar - chitektenkammer NRW. 16. Weitere Bearbeitung Die Stadt Münster beabsichtigt nach Abschluss dieses Verfahrens, einen der Preisträger in die weitere Bearbeitung begleitend einzubinden (z.B. städtebauliche Beratung, Bauleitplanung, Vorbereitung weiterer Verfahren zur Umsetzung). 42 Teil II Wettbewerbsverfahren 43 Teil II Wettbewerbsverfahren 17. Eigentum und Urheberrecht Die abgegebenen Arbeiten werden Eigentum der Ausloberin. Die Urheberrechte und das Recht der Veröffentlichung liegen bei den Verfasserinnen und Verfassern. Der Ausloberin steht das Recht der Erstveröffentlichung zu. Sie ist berechtigt, die abgegebenen Wett - bewerbsbeiträge nach Abschluss des Verfahrens unter Angabe der jeweiligen Verfasserin bzw. des Verfassers ohne weitere Vergütung zu veröffentlichen. 18. Termine Versand der Auslobung Ende Nov. 2013 Schriftliche Rückfragen bis Ende Nov. 2013 Einführungskolloquium Anfang Dez. 2013 1. Stufe Abgabe der Arbeiten Ende Jan. 2014 1. Stufe Preisgericht Mitte Feb. 2014 Ausstellung Bürgerbüro Ende Feb. 2014 Bürgerversammlung Ende Feb. 2014 2. Stufe Abgabe der Arbeiten Mitte April 2014 2. Stufe Preisgericht Ende April 2014 Ausstellung Mai - Juni 2014 Ausloberin Stadt Münster Der Oberbürgermeister Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung Stadthaus 3 Albersloher Weg 33 D-48155 Münster Bearbeitung im Auftrag der Stadt Münster Wolters Partner Architekten BDA · Stadtplaner DASL Friedrich Wolters Leonore Wolters-Krebs Michael Ahn Bearbeiter Carsten Lang Lena Schüttken Daruper Straße 15 D-48653 Coesfeld Tel +49 [0] 2541 94080 Fax +49 [0] 2541 6088 www.wolterspartner.de Bildnachweis Stadt Münster: S. 2, 3, 8 Wolters Partner: alle weiteren Fotos Coesfeld, Oktober 2013 Impressum Termine Einführungskolloquium Anfang Dez. 2013 1. Stufe Abgabe der Arbeiten Ende Jan. 2014 2. Stufe Abgabe der Arbeiten Mitte April 2014
Beratungsverlauf (5)
Beschluss: einstimmig geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungOrte (16)
- Albersloher Weg 1
- Höltenweg
- Letterhausweg
- Wiegandweg
- Angelsachsenweg
- Heeremansweg
- Gremmendorfer Weg
- Krögerweg
- Kesslerweg
- Paul-Engelhard-Weg
- Mauritzstraße 7
- Schmitz-Kühlken
- Loddenheide
- Ringstraße
- Promenade
- Waldweg
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0652/2013
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 13.09.2013
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37