0862/2023
Projekt „Überprüfung der Kölner Straßennamen auf Zusammenhänge mit Kolonialismus oder Nationalsozialismus“
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Mitteilung BV
3039 Zeichen
Dezernat, Dienststelle VIII/23/235/1 Vorlagen-Nummer 0862/2023 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 27.04.2023 Bezirksvertretung 5 (Nippes) 04.05.2023 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 08.05.2023 Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 08.05.2023 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 11.05.2023 Bezirksvertretung 7 (Porz) 11.05.2023 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 15.05.2023 Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 22.05.2023 Bezirksvertretung 8 (Kalk) 25.05.2023 Integrationsrat 15.08.2023 Projekt „Überprüfung der Kölner Straßennamen auf Zusammenhänge mit Kolonialismus oder Nationalsozialismus„ Sachstandsbericht 2021 hat der Verwaltungsvorstand das Projekt „Umgang mit dem (post)-kolonialen Erbe Kölns“ im Amt für Integration und Vielfalt initiiert. In einem Teilprojekt „Straßennamen“ im Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster wurde ein Konzept zur Untersuchung aller Kölner Straßennamen mit postkolonialem und nati- onalsozialistischem Hintergrund erarbeitet. Ziel ist es, kritische und undemokratische Stra- ßennamen zu identifizieren und den zuständigen Bezirksvertretungen Handlungsempfehlun- gen zum Umgang mit diesen problematischen Straßennamen zu übermitteln. Der Umgang mit Straßennamen bietet immer wieder Diskussionsstoff. Konstant stellt sich die Frage des grund- sätzlichen Umgangs mit früheren Ehrungen und Straßenbenennungen: Werden Straßenna- men, deren Namensgebung heutigen Ansprüchen nicht gerecht werden, im Stadtbild untrag- bar und müssen deshalb entfernt werden oder sind sie Teil unserer Vergangenheit und sollten deshalb zur Sensibilisierung für die Erinnerungskultur erhalten bleiben? Zur Gewährleistung einer wissenschaftlich fundierten und objektiven Prüfung der Straßenna- men, wurde ein Historischer Beirat aus Expert*innen mit nachgewiesener Fach- und Sach- kompetenz sowie hohem Renommee zusammengestellt (in alphabetischer Reihenfolge): 2 Prof. Dr. Marianne Bechhaus-Gerst, Afrikanistin, Historikerin und Kulturwissenschaftlerin und Gründerin und Vorsitzende von "Köln Postkolonial – ein lokalhistorisches Projekt der Erinne- rungsarbeit". Prof. Dr. Rebekka Habermas, Professorin der Geschichtswissenschaft an der Georg August Universität Göttingen. Gastprofessuren in Paris, Oxford, New York und Montreal. Dr. Philipp Hoffmann, Leiter des Zentrums für Stadtgeschichte und Erinnerungskulturen in Bonn. Dr. Ulrich Soénius, Historiker und Archivar, Direktor und Vorstand der Stiftung Rheinisch- Westfälisches Wirtschaftsarchiv zu Köln (RWWA), geschäftsführender Vorstand Kölnischer Geschichtsvereins. Dieses Gremium hat sich in 2022 konstituiert und seine Arbeit aufgenommen. Aktuell werden Gutachten zu Straßennamen erstellt, für die bereits Prüfaufträge aus Politik und Bürgerschaft bei der Verwaltung vorlagen. Es wird damit gerechnet, dass vor der Sommerpause erste Ergebnisse vorliegen werden und die ersten Handlungsempfehlungen an die Bezirksvertretungen gegeben werden können. Gez. Wolfgramm
Beratungsverlauf (10)
Beschluss: Kenntnis genommen
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Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0862/2023
- Typ
- Mitteilung BV
- Datum
- 25.07.2023
- Erstellt
- 08.03.2023 10:24