2021/0080
Protokoll 27. Sitzung Gestaltungsbeirat
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2021/0080
3563 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
22.04.2021
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Stadtplanungsamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2021/0080
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Protokoll 27. Sitzung Gestaltungsbeirat
Vorlage vom: 06.04.2021
Beschlussvorschlag :
Das Protokoll der 27. Sitzung des Gestaltungsbeirates der Wissenschaftsstadt Darmstadt wird
zur Kenntnis genommen.
Anlagen: Protokoll 27. Sitzung
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 2 -
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 06.04.2021
Im Dezember 2011 hat der Magistrat bzw. die Stadtverordnetenversammlung die Einrichtung
eines Gestaltungsbeirates beschlossen (Vorl. -Nr. 2011/ 0491). Mit der MV Nr. 2019/ 0076
vom 28.02.2019 wurde die Neubesetzung des Gestaltungsbeirates von der
Stadtverordnetenversammlung bestimmt.
Die 27. Sitzung des Gestaltungsbeirats fand am 05.03.2021 wieder als digitale Sitzung statt.
Hierzu war für den öffentlichen Teil für interessierte Bürgerinnen und Bürger eine Anmeldung
erforderlich; diese war bis zum 03.03.2021 möglich. Aufgrund der späten Veröffentlichung
im Darmstädter Echo wurden Anmeldungen bis zum Beginn der Sitzung am 05.03.2021
berücksichtigt. Die Sitzung wurde über das Tool „WebEx“ durchgeführt. Die Zugangsdaten
und Zugangslinks wurden an die Mitglieder des Gestaltungsbeirates, die eingeladenen
Bauherr*innen bzw. Architekt*innen sowie an die Bürgerinnen und Bürger in der Woche der
Sitzung des Gestaltungsbeirates per Mail versendet.
An der digitalen Sitzung nahmen die Mitglieder des Beirates, Vertreterinnen und Vertreter
der politischen Parteien, Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung sowie die
Geschäftsstelle teil.
Im öffentlichen T eil waren interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter*innen der
Presse digital anwesend; ebenso waren Interessengruppen und Verbände eingeladen.
Zu Beginn des öffentlichen Teils der Sitzung begrüßte die Planungsdezernentin Frau Dr.
Barbara Bocze k und die Vorsitzende des Gestaltungsbeirates, Frau Prof. Christa Reicher die
Mitglieder des Gestaltungsbeirates sowie die Gäste im digitalen Plenum.
Im Anschluss wurden die Vorhaben der Tagesordnung Kranichsteiner Straße 33 - 37
(Rückbau/ Neubau und Sani erung Wohngebäude), Neuplanung eines Quartiers auf dem
Messplatz und die Erweiterung der Firmenzentrale der Entega AG in der Frankfurter Straße
100 (Neubau Bürogebäude) durch die jeweiligen Architekt*innen bzw. der Bauherrschaft
vorgestellt; es folgten Rüc kfragen und Verständnisfragen durch die Beiratsmitglieder sowie
die zugeschalteten Gäste.
Im darauf folgenden nicht -öffentlichen Sitzungsteil wurden die Projekte mit den jeweiligen
Bauherr*innen und den Architekt*innen intensiv diskutiert und besprochen.
Der Stellungnahmen des Beirates zu den Projekten sind im anliegenden Protokoll ersichtlich.
Das Protokoll wird im Internet veröffentlicht.
Dezernat III
Dr. Barbara Boczek
Stadträtin
anlage 2
3620 Zeichen
- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
22.04.2021
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
Amt: Stadtplanungsamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
III 61
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2021/0080
Magistratsbeschluss-Nr.
99
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Protokoll 27. Sitzung Gestaltungsbeirat
Vorlage vom: 06.04.2021
Beschlussvorschlag:
Das Protokoll der 27. Sitzung des Gestaltungsbeirates der Wissenschaftsstadt Darmstadt wird
zur Kenntnis genommen.
Anlagen: Protokoll 27. Sitzung
Datenschutzrelevante Anlage:
- 3 -
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom 28.04.2021
Der Magistrat nimmt die Vorlage zur Kenntnis.
Begründung zur Magistratsvorlage vom 06.04.2021
Im Dezember 2011 hat der Magistrat bzw. die Stadtverordnetenversammlung die Einrichtung
eines Gestaltungsbeirates beschlossen (Vorl. -Nr. 2011/ 0491). Mit der MV Nr. 2019/ 0076
vom 28.02.2019 wurde die Neubes etzung des Gestaltungsbeirates von der
Stadtverordnetenversammlung bestimmt.
Die 27. Sitzung des Gestaltungsbeirats fand am 05.03.2021 wieder als digitale Sitzung statt.
Hierzu war für den öffentlichen Teil für interessierte Bürgerinnen und Bürger eine An meldung
erforderlich; diese war bis zum 03.03.2021 möglich. Aufgrund der späten Veröffentlichung
im Darmstädter Echo wurden Anmeldungen bis zum Beginn der Sitzung am 05.03.2021
berücksichtigt. Die Sitzung wurde über das Tool „WebEx“ durchgeführt. Die Zugan gsdaten
und Zugangslinks wurden an die Mitglieder des Gestaltungsbeirates, die eingeladenen
Bauherr*innen bzw. Architekt*innen sowie an die Bürgerinnen und Bürger in der Woche der
Sitzung des Gestaltungsbeirates per Mail versendet.
An der digitalen Sitzung nahmen die Mitglieder des Beirates, Vertreterinnen und Vertreter
der politischen Parteien, Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung sowie die
Geschäftsstelle teil.
Im öffentlichen Teil waren interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter*innen d er
Presse digital anwesend; ebenso waren Interessengruppen und Verbände eingeladen.
Zu Beginn des öffentlichen Teils der Sitzung begrüßte die Planungsdezernentin Frau Dr.
Barbara Boczek und die Vorsitzende des Gestaltungsbeirates, Frau Prof. Christa Reic her die
Mitglieder des Gestaltungsbeirates sowie die Gäste im digitalen Plenum.
Im Anschluss wurden die Vorhaben der Tagesordnung Kranichsteiner Straße 33 - 37
(Rückbau/ Neubau und Sanierung Wohngebäude), Neuplanung eines Quartiers auf dem
Messplatz und die Erweiterung der Firmenzentrale der Entega AG in der Frankfurter Straße
100 (Neubau Bürogebäude) durch die jeweiligen Architekt*innen bzw. der Bauherrschaft
vorgestellt; es folgten Rückfragen und Verständnisfragen durch die Beiratsmitglieder sowie
die zugeschalteten Gäste.
Im darauf folgenden nicht-öffentlichen Sitzungsteil wurden die Projekte mit den jeweiligen
Bauherr*innen und den Architekt*innen intensiv diskutiert und besprochen.
Der Stellungnahmen des Beirates zu den Projekten sind im anliegenden Protokoll ersichtlich.
Das Protokoll wird im Internet veröffentlicht.
Dezernat III
Dr. Barbara Boczek
Stadträtin
anlage 1
18572 Zeichen
P R O T O K O L L
GESTALTUNGSBEIRAT DER STADT DARMSTADT
1
Sitzungstag: 05.03.2021
Beginn: 11.30 Uhr
Ende: 16.45 Uhr
Ort: digital
Teilnehmende:
Mitglieder des Prof. Christa Reicher (Vors.)
Gestaltungsbeirates Prof. Martina Baum
Dipl. Ing. Rebekka Junge
Prof. Thomas Knerer
Prof. Alexander Reichel
Verwaltung Dr. Barbara Boczek, Dezernentin
Jochen Krehbiehl, Amtsleiterin Stadtplanungsamt
Andrea Milosic, stellv. Amtsleiterin Bauaufsichtsamt
Christoph Auksutat, Stadtplanungsamt
Hava Bingert, Stadtplanungsamt
Andrea Haas, Stadtplanungsamt
Stefanie Michels, Geschäftsführung Gestaltungsbeirat
Politik Oliver Stienen, Bündnis 90/ Die Grünen
Roland Desch, CDU
Michael Siebel, SPD
Martina Hübscher-Paul, Die Linke
Georg Hang, Uffbasse
Dr. Ursula Blaum, FDP
Projekte
Abriss/ Neubau/ Kranichsteiner Straße 33 – 37, planungsgruppe DREI
Sanierung Wohngebäude Mühltal, Bauverein AG Darmstadt
Neuplanung Quartier Messplatz, Architekturbüro planquadrat Elfers Geskes
Krämer PartG mbH, Darmstadt, Bauverein AG, Darmstadt
Abriss Bürogebäude Erweiterung Firmenzentrale Frankfurter Straße 100
SHP Architekten, Darmstadt, Entega AG, Darmstadt
P R O T O K O L L
GESTALTUNGSBEIRAT DER STADT DARMSTADT
2
Am 05.03.2021 findet die 2. digitale Sitzung des Gestaltungsbeirates Darmstadt statt.
Hierzu war für den öffentlichen Teil für interessierte Bürgerinnen und Bürger eine An-
meldung erforderlich; die Anmeldung war bis zum 03.03.2021 möglich. Aufgrund der
späten Veröffentlichung im Darmstädter Echo wurden Anmeldungen bis zum Morgen
des 05.03.2021 berücksichtigt. Die Sitzung wird über das Tool „WebEx“ durchgeführt.
Die Zugangsdaten und Zugangslinks sind an die Bürgerinnen und Bürger in der Woche
der Sitzung des Gestaltungsbeirates per E-Mail versendet worden.
Nicht-öffentlicher Teil (11.00 Uhr – 12.30 Uhr)
Aufgrund der digitalen Durchführung des Gestaltungsbeirates können keine Ortsbe-
sichtigungen durchgeführt werden. Dem Gestaltungsbeirat sind im Vorfeld in Form von
Lageplan und Fotos Informationen zum Umfeld zur Verfügung gestellt worden. Auch
die Projektpräsentationen konnten dem Beirat vorab zur Verfügung gestellt werden.
Im nicht-öffentlichen Teil erfolgt die Erläuterung zur Situation im Bestand, den Ansatz
des Entwurfs sowie die stadträumliche Einbindung des jeweiligen Standortes durch die
zuständigen Sachbearbeiterinnen Frau Haas, Herr Auksutat und Frau Bingert.
Öffentlicher Teil (13.00 Uhr – ca. 14.45 Uhr) :
Diskussion der Projekte im nicht-öffentlichen Teil (15.00 Uhr – 16.45 Uhr)
Die Begrüßung der Teilnehmer*innen und der Besucher*innen des Gestaltungsbeirates
sowie der Presse erfolgt durch Dr. Barbara Boczek, Stadträtin sowie die Vorsitzende
des Gestaltungsbeirates Prof. Christa Reicher.
Daran anschließend werden die Projekte der Tagesordnung durch die jeweiligen Archi-
tekt*innen bzw. der Bauherrschaft/ Investor vorgestellt. Rückfragen und Verständnis-
fragen durch die Teilnehmer, das Publikum und die Presse werden beantwortet. Die
Fragen werden teilweise mündlich oder per Chat gestellt. Zeitweilig sind der Sitzung
63 Personen zugeschaltet.
Eine intensive Diskussion mit den Architekt*innen und den Bauherrschaften/ Investo-
ren erfolgt im Anschluss im Rahmen des nicht-öffentlichen Teils der Sitzung.
Als weitere Termine für die nachfolgenden Sitzungen des Gestaltungsbeirats im Jahr
2021 sind festgelegt worden: (Freitags, Zeitfenster jw. ca. 10.00 – 17.00 Uhr)
28.05.2021 10.09.2021 26.11.2021
Endgültige Zeiten können der Einladung zur Sitzung entnommen werden bzw. werden
unter http://gestaltungsbeirat.darmstadt.de veröffentlicht.
………………………………………………………….
gez. S. Michels, Geschäftsstelle Gestaltungsbeirat Darmstadt
Stadtplanungsamt, Darmstadt, 26.03.2021
………………………………………………………….
gez. Prof. Christa Reicher
Vorsitz Gestaltungsbeirat, Aachen, 26.03.2021
Anlage: Empfehlungen des Gestaltungsbeirates
Stadtplanungsamt Darmstadt
Gemeinsame Empfehlung
Projekt Kranichsteiner 33-37
Neubau eines Mehrfamilienhauses einschließ-
lich Sanierung, Umbau und Aufstockung des
Bestandes
Gestaltungsbeirat
Darmstadt
27. Sitzung – 05.03.2021
Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt 05.03.2021
Stadtplanungsamt Darmstadt
Entwurfsverfassende
Planungsgruppe DREI, Mühltal
Bauherrschaft
Bauverein AG, Darmstadt
Beschreibung
In der Kranichsteiner Straße 33-37, in Nachbarschaft zum Kopernikusplatz im sog.
Martinsviertel in Darmstadt, sollen bestehende Gebäude aus den fünfziger Jahren so-
wie die dazugehörigen Grundstücksflächen mit zusätzlichem Wohnraum qualifiziert
werden. Das vorhandene Areal besteht aus einer straßenbegleitenden und einer rück-
wärtigen Bebauung mit insgesamt 21 Wohneinheiten (2 und 3 Zimmer-Wohnungen).
Die Sanierung erfolgt im bewohnten Zustand, so dass die bisherigen Mietverhältnisse
beibehalten werden können. Analog zu der Art und Ausnutzung der benachbarten Be-
bauungen des Martinviertels sollen bei den vorhandenen Gebäuden jeweils ein Dach-
geschoss aufgestockt, bzw. ausgebaut werden. Die Baulücke wird mit einem neuen
viergeschossigen Gebäude mit einem Satteldach geschlossen. Dazu wird das beste-
hende eingeschossige Gebäude Nr. 33 (1 WE) abgebrochen.
Es entstehen damit weitere 21 Wohneinheiten, hauptsächlich mit 1 Zimmer-
Wohnungen sowie einem Anteil von 4- und 5 Zimmer-Wohnungen. Dieser Bedarf ergibt
sich aus dem Wohnungsbestand des Bauherrn, bezogen auf das gesamte Martinsvier-
tel. Insgesamt sind dann 41 WE vorhanden. Im Hof entstehen zusätzliche, mit Grün-
dächern überdeckte Stellplätze; weitere Stellplätze werden in der Nachbarschaft
nachgewiesen.
Die Dächer werden begrünt und erhalten PV-Anlagen zur Energieversorgung.
Die Fassaden nehmen teilweise die Struktur der Nachbargebäude, sogenannte Loch-
fassaden mit auf; teilweise entstehen flächige Glasfassaden.
Empfehlung
Der Gestaltungsbeirat begrüßt die angemessene Schließung der Baulücke und Arron-
dierung des Areals mit zusätzlichen Wohnungen, besonders da die bestehenden Ge-
bäude erhalten werden und die jetzigen Mieter somit die Möglichkeit haben, im Quar-
tier zu bleiben. Da die neuen Wohnungen hauptsächlich als Kleinwohnungen vorgese-
hen sind, bittet der Beirat um Prüfung des Wohnungsmix, da eventuell durch das Zu-
sammenlegen von Wohneinheiten auch Freiheiten für die Gestaltung der Fassaden und
den Freiraum gewonnen werden könnten, bis hin zu einer möglichen Optimierung der
Erschließung.
Um den Qualitäten der Freiflächen im Hof mehr Optionen zu eröffnen, sollte geprüft
werden, inwieweit weitere Stellplätze im Umfeld des Gebäudes nachgewiesen werden
könnten, so dass hier eine Entlastung stattfinden kann. Dabei sollte u.a. auch die Be-
sonnung im Erdgeschoss des rückwärtigen Gebäudes aufgrund des davor platzierten
Volumenkörpers der Abstellplätze geprüft werden. Der vorgesehene hohe Anteil an
Grünflächen, aufgrund der begrünten Flachdächer, wird dabei gewürdigt.
Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt 05.03.2021
Stadtplanungsamt Darmstadt
Die Einbindung der geplanten Maßnahmen in den Kontext ist aufgrund der Volumina,
Ausnutzung und Aufnahme der Trauf- und Firsthöhen der Nachbarbebauung ange-
messen und gelungen. Die Dreiteilung der Fassade trägt ebenfalls dazu bei sich in die
Art der Bebauung des Martinviertels einzubinden. Der Gestaltungsbeirat bittet dabei
zu prüfen, inwieweit die einzelnen Abschnitte dieser dreigeteilten Straßenfront das
vorhandene Thema der umgebenden massiven Lochfassaden stärker aufnehmen soll-
ten, um so zu starke Brüche in der Fassade zu vermeiden.
Zusammenfassung der Rückmeldung
Die Schaffung von innerstädtischem Wohnraum und die Einbindung in den städte-
baulichen Kontext werden ausdrücklich gewürdigt. Der Gestaltungsbeirat empfiehlt
dabei den vorhandenen Wohnungsmix zu prüfen und sowohl die Fassadengestaltung
zur Kranichsteiner Straße als auch die Freiraumgestaltung des inneren Hofes weiter
zu entwickeln, um den gestalterischen Anspruch und Ausdruck der Bebauung zu stär-
ken.
Der Beirat freut sich über diesen Anspruch des Architekten und Bauherrn und emp-
fiehlt das Vorhaben, unter Aufnahme der Anmerkungen, mit den städtischen Gremien
abzustimmen.
Votum
gez. Alexander Reichel
Stadtplanungsamt Darmstadt
Gemeinsame Empfehlung
Projekt Bebauung Messplatz
Neuplanung eines Quartiers
Gestaltungsbeirat
Darmstadt
27. Sitzung – 05.03.2021
Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt 05.03.2021
Stadtplanungsamt Darmstadt
Entwurfsverfassende
Planquadrat Elfers Geskes Krämer PartG mbB, Darmstadt
Bauherrschaft
Bauverein AG, Darmstadt
Beschreibung
Der ehemalige Messplatz liegt in einer stark gewerblich geprägten Umgebung, die
sich nach Süden zu einem Mischgebiet entwickelt. Im Osten schließt sich unmittelbar
der Bürgerpark an. Das Areal ist sehr gut durch den öffentlichen Verkehr angebunden
und auch die soziale Infrastruktur wie ein entsprechendes Angebot an schulischen
Einrichtungen ist im Umfeld gegeben. Als markantes und unbedingt zu erhaltendes
räumliches Element wird das gesamte Areal von einer Baumreihe umkränzt. Zu der
Kreuzung Alsfelder und Arheilger Straße ergibt sich durch die Lage und die Öffnung
der bestehenden Baureihe eine prägnante Situation, die als Auftakt in das Areal sehr
prägnant ist.
Aus der räumlichen Nähe zur Firma Merck resultiert für die Nord-West Ecke des
Grundstücks ein erhöhter Anforderungskatalog entsprechend der Seveso-Richtlinie.
Durch das Areal verläuft zudem ein Abwasserhauptsammler von Süden nach Norden,
der in seiner Lage nicht veränderbar ist und nicht überbaut werden kann. Des Weite-
ren befindet sich an der Arheilger Straße im südlichen Bereich eine Trafostation. Ein
träger Kaltluftstrom, der von Osten ankommend auf das Areal trifft und in einer Höhe
von ca. 1m verläuft, ermöglicht bei einer entsprechenden Nutzung ein verbessertes
Stadtklima.
Die Transformation zu einem Quartier mit Wohnschwerpunkt scheint aufgrund der
Gegebenheiten und der Bedarfe schlüssig und nachvollziehbar. Als Ziele werden von
den Entwurfsverfassenden leistbares Wohnen für niedrige und mittlere Einkommen,
eine hohe urbane Dichte sowie der Klimaschutz definiert. Die ca. 560 Wohneinheiten
werden durch Gewerbeeinheiten, eine KITA sowie eine Quartiersgarage ergänzt.
In einem interdisziplinären Planungsteam wurden Alternativen erarbeitet, um die ge-
steckten Ziele zu erreichen und um mit den Herausforderungen des Grundstücks kon-
struktiv umzugehen.
Empfehlung
Der Gestaltungsbeirat begrüßt die Transformation des ehemaligen Messplatzes zu
einem urbanen dichten Quartier mit einem hohen Anspruch an die Lebensqualität und
den Klimaschutz. Dringend benötigter Wohnraum - insbesondere für mittlere und
niedrigere Einkommensgruppen - kann so in attraktiver Lage und städtebaulich ver-
träglich realisiert werden. Durch die Ergänzung mit gewerblichen und sozialen Ange-
boten und einer guten Ausstattung an öffentlichen wie privaten Freiräumen kann hier
die Basis für ein zukunftsfähiges Quartier gelegt werden.
Insbesondere die Überlegungen zur Erzielung eines guten Stadtklimas, der Nutzung
erneuerbarer Energien und die Angebote für eine nachhaltige und zukunftsfähige Mo-
bilitätskultur werden sehr gewürdigt.
Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt 05.03.2021
Stadtplanungsamt Darmstadt
Im vorliegenden Entwurf werden einige Aspekte im Gestaltungsbeirat diskutiert und
für eine Überprüfung bzw. Weiterentwicklung durch das Planungsteam empfohlen. Die
Anmerkungen zielen dabei auf eine Weiterentwicklung des Städtebaus sowie auf Hin-
weise für die architektonische Vertiefung ab.
Der städtebauliche und freiraumplanerische Entwurf für das Quartier wurde durch die
beiden Büros Planquadrat Elfers Geskes Krämer und Geskes Hack entwickelt. Durch
die Größe des Areals und die angestrebte BGF von 70.000 qm zuzüglich Quartiersga-
rage wäre es wünschenswert, bei der architektonischen und freiraumplanerischen
Realisierung weitere Büros zu involvieren und damit eine größere Vielfalt innerhalb
des gesteckten städtebaulichen Rahmens zu ermöglichen.
Die gewählte versetzt angeordnete Blockbebauung mit wenigen Öffnungen in den ers-
ten beiden Geschossen wirft Fragen hinsichtlich der ausreichenden Durchlüftung und
eines gutes Stadtklimas in allen Bereichen des Areals auf. Laut Klimagutachten wird
der von Osten ankommende Kaltluftstrom durch alle Blöcke geleitet und innerhalb der
Blöcke ein „Kamineffekt“ erzielt. Der Gestaltungsbeirat sieht dies trotz vorliegendem
Gutachten kritisch und regt an, über eine stärkere Öffnung der Blöcke, eventuell auch
über eine Modifikation der städtebaulichen Anordnung und eine differenzierte Höhen-
entwicklung nachzudenken.
Der Solitär als Typologie an der Süd-Ost Ecke ist als prägnanter Ankommenspunkt
nachvollziehbar und richtig. Die städtebauliche Setzung, die architektonische Ausfor-
mulierung und auch die Höhenentwicklung sollten im weiteren Prozess weiterentwi-
ckelt werden. Zur Nutzung der Erdgeschosszone des Solitärs gibt es in den Planungs-
unterlagen widersprüchliche Angaben. Durch die Lagegunst und Prägnanz des Bau-
körpers wäre hier von einer Nicht-Wohnnutzung auszugehen. Dies betrifft auch die
Erdgeschosse um den zentralen Quartiersplatz.
Die Überlegungen zu attraktiven und zentral zu den Eingängen gelegenen Fahrradab-
stellplätzen in den Blöcken werden sehr begrüßt. Der Beirat regt an, diese aus den
offenen Durchgängen in die geschlossenen Erdgeschossbereiche zu verlegen, um da-
mit eine bessere Durchlüftung und ein attraktiveres Entree zu gewährleisten. Aus den
Rückfragen wird zudem angeregt, die Sharing-Angebote auch für Bewohner*innen au-
ßerhalb des Quartiers zugänglich zu machen.
Zusammenfassung der Rückmeldung
Insgesamt würdigt und begrüßt der Gestaltungsbeirat den Vorschlag zur Entwicklung
eines Quartiers mit dem Schwerpunkt einer Wohnnutzung auf dem ehemaligen Mess-
platz und die intensive Auseinandersetzung mit den Fragen der Nachhaltigkeit, der
Lebensqualität und des Stadtklimas sowie deren räumliche Umsetzung.
Der Beirat empfiehlt den vorliegenden Entwurf auf die Anmerkungen hin zu prüfen und
weiterzuentwickeln. Der Gestaltungsbeirat würde eine weitere Einbindung in späteren
Planungsphasen sehr begrüßen.
Votum
gez. Martina Baum
Stadtplanungsamt Darmstadt
Gemeinsame Empfehlung
Projekt
Neubau eines Verwaltungsgebäudes der
ENTEGA AG
Gestaltungsbeirat
Darmstadt
27. Sitzung – 05.03.2021
Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt 05.03.2021
Stadtplanungsamt Darmstadt
Entwurfsverfassende
SHP Architekten BDA, Darmstadt
Bauherrschaft
Entega AG, Darmstadt
Beschreibung
Das Projekt umfasst den Neubau eines Verwaltungsgebäudes an der Kasinostraße und
eine Freiflächengestaltung im Bereich zwischen dem Gebäude und der Straße.
Herr Sprenger von der Entega und Architekt Stefan Opitz stellen die geplante Maß-
nahme vor.
Das Projekt soll auf einem südwestlich gelegenen Teil des Entega-Werksgeländes rea-
lisiert werden und ergänzt das Raumangebot des Unternehmens an der Frankfurter
Straße 100. Zufahrt und Zugang zum Neubau sollen über die bestehende Pforte an
der Frankfurter Straße 100 realisiert werden.
Typologisch stellt das Haus einen Solitärbau auf einer Grundfläche dar, die in der
Form an einen Boomerang erinnert. Die Winkelinnenseite ist dabei der im Süden ge-
genüberliegenden Einmündung der Viktoriastraße zugewandt. Städtebaulich wird so
der Ansatz fortgesetzt, der bereits mit dem bestehenden Verwaltungsgebäude aufge-
nommen wurde. , Dieses positioniert das sich ebenfalls als einzelner Baukörper ge-
genüber der geschlossenen Blockrandbebauung des Johannisviertels positioniert.
Der Neubau ist als dreibündiges Bürohaus konzipiert und weist in der Mitte eine sehr
hohe Gebäudetiefe auf. Das Innere des Gebäudes erhält deshalb zusätzlichen Lichtein-
trag über einen Lichthof, der alle Geschosse räumlich miteinander verbindet.
Ein offenes Treppenhaus mit Innenraumbepflanzung soll die Erschießung der Büro-
etagen zum „Spaziergang im Grünen“ werden lassen. Zu den Büroräumen nimmt der
Neubau im Erdgeschoss Konferenzräume und einen Fitnessbereich, sowie im Ostflügel
eine Kindertagesstätte auf, die einen separaten Zugang von der Kasinostraße aus er-
hält.
Eine aufwendige Lamellenfassade soll neben der Verschattung der Büros auch über
Photovoltaikelemente Strom produzieren und durch unterseitige Schallschutztafeln
den Straßenlärm teilweise absorbieren.
Zaun und Mauer zur Kasinostraße sollen stark begrünt werden.
Empfehlung
Der Gestaltungsbeirat diskutiert das Vorhaben ausführlich mit Bauherren und Archi-
tekten. Wesentliche Diskussionspunkte sind hierbei die Lage des Gebäudes auf dem
Grundstück im Baufeld und die offenbar beabsichtigte Absetzung des Hauses gegen-
über der Kasinostraße.
Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt 05.03.2021
Stadtplanungsamt Darmstadt
Der Bauherr begründet die fehlende Zugänglichkeit des neuen Verwaltungsbaus mit
dem Sicherheitsbedürfnis des Unternehmens und der Notwendigkeit von Zugangskon-
trollen. Ein Zugang in der Mitte des Gebäudes ist zwar städtebaulich naheliegend,
momentan jedoch nicht vorgesehen. Im Falle einer Nachnutzung durch Dritte soll die-
ser Zugang aber herstellbar sein.
Die zahlreichen innovativen Merkmale des Entwurfes werden positiv gewürdigt. Hierzu
ist der Einsatz von Grün, aber auch innovative Energiesparmaßnahmen zu rechnen.
Es wird empfohlen, den Bereich der Freianlagen planerisch nochmals zu überprüfen.
Ein „grüner Übergang“ zwischen öffentlicher Erschließung und dem Baugrundstück
soll durch den Erhalt der jetzt bestehenden straßenbegleitenden Baumreihe bestehen
bleiben.
Zusammenfassung der Rückmeldung
Insgesamt wird das Projekt als positiver Beitrag zum Stadtbild und als Ausdruck einer
ökologisch ausgerichteten Unternehmenskultur gesehen. Die stärkere Integration in
den öffentlichen Straßenraum über den grünen Vorbereich ist wünschenswert, um den
positiven Eindruck weiter abzurunden.
Votum
gez. Thomas Knerer
Beratungsverlauf (1)
Orte (5)
- Kranichsteiner Straße 33
- Arheilger Straße
- Kasinostraße
- Frankfurter Straße 100
- Viktoriastraße
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2021/0080
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 06.04.2021
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00