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AN/1778/2024

Sofortmaßnahmen gegen die Wohnungsnot von Studierenden: Zwischennutzung städtischer Flächen für Wohnraum und sofortiger Ausbau alternativer Wohnformen

SPD Antrag nach § 3 24.01.2025

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 13.02.2025, TOP 3.1.2

SPD Antrag nach § 3

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SPD Antrag nach § 3

6106 Zeichen

An den Vorsitzenden 
des Unterausschusses Wohnen 
Herrn Pascal Pütz 
 
An den Vorsitzenden 
des Ausschusses für Soziales, Seniorinnen und Senioren 
Herrn Daniel Bauer-Dahm 
 
Frau Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
 
 
SPD-Fraktion 
im Rat der Stadt Köln  
Rathaus, Spanischer Bau  
50667 Köln 
fon 0221. 221 259 50  
fax 0221. 221 246 57  
mail fraktion@koelnspd.de  
web  www.koelnspd.de  
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 19.12.2024 
 
AN/1778/2024 
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Unterausschuss Wohnen 20.01.2025 
Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 23.01.2025 
Stadtentwicklungsausschuss 06.02.2025 
Rat 13.02.2025 
 
Sofortmaßnahmen gegen die Wohnungsnot von Studierenden: Zwischennutzung 
städtischer Flächen für Wohnraum und sofortiger Ausbau alternativer Wohnformen 
Sehr geehrte Vorsitzende, 
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
 
wir bitten Sie, den folgenden Antrag auf die Tagesordnung des Unterausschusses Wohnen 
am 20.01.2025, des Ausschusses für Soziales, Seniorinnen und Senioren am 23.01.2025 
sowie für die Ratssitzung am 13.02.2025 zu setzen. 
 
Die Stadtverwaltung wird aufgefordert: 
1. gemeinsam mit den Hochschulen, den ASten, dem Land, dem Studierendenwerk und 
Hostels sowie anderen Akteuren der Tourismus- und Hotelbranche ein temporäres Unter-
kunftsprogramm für Studienanfänger*innen zu entwickeln. Ziel ist es, insbesondere Erst-
semester, die von außerhalb kommen, bei der Überbrückung der ersten Wochen ihres 
Studiums zu unterstützen und so die studentische Wohnungsnot zu lindern.  
2. gemeinsam mit den Trägern von Pflegeeinrichtungen sowie anderen relevanten Akteuren 
zu prüfen, ob in Köln ein Modellprojekt „Wohnen gegen Hilfe in der Pflegeeinrichtung“ an-
geboten werden kann. Das Projekt soll nicht nur die Wohnungsnot der Studierenden lin-
dern, sondern auch zur Entlastung der Pflegeeinrichtungen in Köln beitragen. Hierbei 
könnten bestehende Beispiele, wie das erfolgreiche Projekt des AWO Seniorenzentrums 
in Mainz, als Orientierung dienen. https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-
pfalz/mainz/studierende-altenheim-mainz-mombach-100.html

- 2 - 
 
3. das Gespräch mit den Trägern von Krankenhäusern zu suchen, um sich für die tempo-
räre Nutzung leerstehender oder bald freigezogener Krankenhausgebäude als Interims-
Wohnraum für Studierende einzusetzen.  
4. gezielt Wohnraum für Auszubildende und Studierende zu schaffen, indem Studierenden-
dörfer wie in Hürth-Efferen in Kölner Stadtteilen wie Chorweiler, Merheim und Mülheim 
errichtet werden. 
5. geeignete ungenutzte Flächen zu identifizieren, die temporär für Wohnlösungen wie z. B. 
Container-Wohnungen oder „Tiny Häuser“ bereitgestellt werden können. Gemeinsam mit 
Studierendenwerken, Wohnungsbaugenossenschaften, dem Land und privaten Partnern 
sollen auf diesen Flächen Wohnanlagen errichtet werden, die schnell realisierbaren 
Wohnraum für Studierende schaffen. Die Container-Wohnungen sollen mindestens über 
eine Grundausstattung (Bett, Schreibtisch, Küchenzeile, Bad) verfügen. 
6. leerstehende Gewerbeflächen, Bürogebäude oder Hallen zu identifizieren, die sich tem-
porär zu studentischen Wohnheimen umfunktionieren lassen. Diese sollen in Zusammen-
arbeit mit Studierendenwerken, Wohnungsbaugenossenschaften und privaten Partnern 
entsprechend hergerichtet werden. 
7. angesichts der prekären Lage, wie sie durch die improvisierten Schlafplätze des AStA (z. 
B. in der Keller-Notschlafstelle der Universität zu Köln) aufgezeigt wurde, weitere kurzfris-
tige, zeitlich begrenzte Notschlafstellen zu schaffen und den AStA, die Hochschulen, das 
Land und das Studierendenwerk aktiv bei der Suche nach geeigneten Notschlafstellen zu 
unterstützen. Das Land Nordrhein-Westfalen wird aufgefordert, Mittel bereitzustellen, um 
diese Einrichtungen menschenwürdiger zu gestalten. 
8. die Bewerbung und Unterstützung des Programms „Wohnen für Hilfe“, das Studierende 
in Wohnpartnerschaften mit Senior*innen und Familien vermittelt, zu intensivieren und 
digitale Plattformen zu entwickeln, um das Matching zwischen Seniorinnen und Studie-
renden zu erleichtern und die Kapazitäten auszubauen. 
9. feste Ansprechpartner*innen innerhalb der Verwaltung für die Kölner Studierendenschaf-
ten zu benennen, um eine kontinuierliche Zusammenarbeit und schnelle Abstimmungen 
sicherzustellen. 
10. Der Rat der Stadt Köln fordert die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen auf, ein So-
fortprogramm aufzulegen, das die Studierendenwerke finanziell und organisatorisch in 
die Lage versetzt, kurzfristig neuen Wohnraum für Studierende zu schaffen. Das Land 
soll dafür z. B. geeignete Liegenschaften im Landesbesitz identifizieren und den Studie-
rendenwerken zur Verfügung stellen.  
  
 
Begründung: 
Die Wohnungsnot unter Studierenden in Köln hat alarmierende Ausmaße erreicht. Viele Stu-
dierende können sich die Mieten in der Stadt nicht mehr leisten und sind gezwungen, ihre 
Studienpläne zu ändern oder in Notunterkünften, Zelten oder sogar in ihren Autos zu leben. 
Köln als Hochschulstandort für über 100.000 Studierende bietet mit weniger als 5.000 Wohn-
heimplätzen des Studierendenwerks bei weitem nicht genügend bezahlbaren Wohnraum. 
Viele Studierende geben einen Großteil ihres Einkommens für Miete aus, finden oft keine 
Unterkunft zum Semesterstart oder sind aufgrund des Mangels an Wohnraum mit Miss-
brauchspotenzial konfrontiert. 
Laut Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach ist damit zu rechnen, dass in den kommen-
den zehn Jahren mehrere Hundert Krankenhäuser geschlossen werden, insbesondere in 
westdeutschen Großstädten. Diese Entwicklung bietet jedoch die Möglichkeit, leerstehende 
Krankenhausgebäude interimistisch als Wohnraum für Studierende zu nutzen.

- 3 - 
 
Angesichts der prognostizierten Klinikschließungen und der bestehenden Wohnungsnot für 
Studierende, insbesondere in Nordrhein-Westfalen, sollte geprüft werden, ob dieses Modell 
auch in anderen Kommunen umgesetzt werden kann.  
 Weitere Begründung folgt mündlich. 
 
Mit freundlichen Grüßen 
Thomas Breustedt 
Fraktionsgeschäftsführer

Beratungsverlauf (4)

20.01.2025 Unterausschuss Wohnen
TOP 2.1 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: ohne Votum behandelt

Zur Sitzung
23.01.2025 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 7.1 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: ohne Votum behandelt

Zur Sitzung
06.02.2025 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 3.3 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: ohne Votum behandelt

Zur Sitzung
13.02.2025 Rat
TOP 3.1.2 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: Sache ist erledigt

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/1778/2024
Typ
SPD Antrag nach § 3
Datum
24.01.2025
Erstellt
19.12.2024 11:36