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2012/0447

Einrichtung eines regionalen Bildungsbeirates für die Wissenschaftsstadt Darmstadt und den Landkreis Darmstadt-Dieburg

Magistratsvorlage 17.11.2012

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2012/0447

6954 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
21.11.2012 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat V Dezernat I 
Dezernat II an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
 
Amt:Dezernat V 
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
Internetfähig     
Verteiler: 
 
 
Vorlage-Nr. 2012/0447 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:       Investitionsnummer:       
Kostenträger:       Sachkonto:       
 
Betreff: Einrichtung eines regionalen Bildungsbeirates für die Wissenschaftsstadt Darmstadt 
und den Landkreis Darmstadt-Dieburg 
 
Vorlage vom: 17.11.2012 
 
Beschlussvorschlag: 
 
1. Der Magistrat beschließt die Einrichtung eines regionalen Bildungsbeirates für die 
Wissenschaftsstadt Darmstadt und den Landkreis Darmstadt-Dieburg im Rahmen einer 
kommunalen Arbeitsgemeinschaft nach den Vorschriften des Gesetzes über kommunale 
Gemeinschaftsarbeit. 
2. Der Vorsitz des Bildungsbeirates wird von Frau Sabine Süß (Schader-Stiftung) übernommen, 
den stellvertretenden Vorsitz übernimmt Herr Walter Hiller (Software-AG-Stiftung). 
 
 
Anlagen: BildungsAgenDA-Di Organigramm 
Kreis der Teilnehmenden im Bildungsbeirat

- 2 - 
 2
 
Datenschutzrelevante Anlage:  
 
Folgekosten:    Ja     Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 3
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 17.11.2012  
 
Eine fundierte Bildung, Ausbildung und Weiterbildung der Menschen in der Region ist der wichtigste 
Faktor für die individuelle persönliche Entwicklung, aber auch für gesellschaftliche Teilhabe. Bildung 
wird als kommunale Gemeinschaftsaufgabe verstanden. 
Kinder, Jugendliche und Erwachsene sollen durch geeignete Bildungsangebote in ihren jeweiligen 
Möglichkeiten gefördert und gefordert werden, um den beruflichen und gesellschaftlichen 
Herausforderungen gewachsen zu sein.  
Bildungspolitische Ziele sind die Förderung gleichberechtigter Chancen für unterschiedliche Talente 
und Potenziale sowie die institutionalisierte Unterstützung und Begleitung individueller 
Bildungswege. 
 
Die Zugänge zu Bildungsangeboten sollen so gestalten werden, dass möglichst alle daran teilhaben 
können. Dazu werden wir geeignete Strukturen entwickeln und passgenaue Unterstützungssysteme 
unter Einbeziehung bereits vorhandener Angebote schaffen. Jedes Kind, jeder Jugendliche und jeder 
Erwachsene soll bestmöglich gefördert werden und entsprechende Bildungszugänge erhalten. 
Bildungsgerechtigkeit im Sinne von Chancengleichheit ist unser zentrales Anliegen. Damit ist der 
Anspruch verbunden, so vielfältige Bildungsangebote wie möglich und so aufeinander abgestimmt wie 
nötig zu schaffen, so dass jedes Individuum unabhängig von sozialer Herkunft oder materieller 
Absicherung die gleichen Möglichkeiten erhält, seine Ressourcen auszuschöpfen. 
 
Die Menschen in der Region Darmstadt  und Darmstadt-Dieburg richten ihr Leben nicht nach den 
Grenzen von Gebietskörperschaften aus. Sie nutzen im besten Fall die Infrastruktur und die Angebote 
der gesamten Region für alle Dimensionen ihres Lebens – Wohnen, Arbeit, Freizeit und eben auch 
Bildung. Die systematische Entwicklung einer regionalen Bildungslandschaft ist eine tragende Säule 
der Stadt- und Kreisentwicklung. 
 
Passgenaue Bildungsangebote führen zu gut ausgebildeten Fachkräften und tragen mit dazu bei, die 
Ansiedelung von Firmen, wissenschaftlichen Einrichtungen und Institutionen zu fördern. Vielfältige 
Bildungsangebote sind ein Standortfaktor, der die Wirtschaftskraft der Region stärkt. 
 
Bildungsplanung wird als gemeinsame Aufgabe von Schule und Jugendhilfe und weiterer lokaler 
Akteure verstanden, um Bildungseinrichtungen als Lebens- und Lernorte im Sozialraum zu gestalten. 
 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt und der Landkreis Darmstadt-Dieburg wollen gemeinsam die 
Verantwortung tragen, die Bildungsangebote in der Region abzustimmen und aktiv zu gestalten. Dazu 
soll eine kommunale Arbeitsgemeinschaft nach den §§ 3 und 4 KGG vereinbart werden. 
 
In diesem Kontext liegt die Einrichtung einer „Regionalen Bildungslandschaft“ nahe. 
 
„Kommunale (auch regionale) Bildungslandschaften  lassen sich kennzeichnen als langfristige, 
professionell gestaltete, auf gemeinsames, planvolles Handeln abzielende, kommunalpolitisch 
gewollte Netzwerke zum Thema Bildung, die – ausgehend von der Perspektive des lernenden 
Subjekts – formale Bildungsorte und informelle Lernwelten umfassen und sich auf einen definierten 
lokalen Raum beziehen“ – (Bleckmann, Peter/Durdel, Anja: Lokale Bildungslandschaften. 
Perspektiven für Ganztagsschulen und Kommunen, Wiesbaden 2009, S. 12). 
 
Gemeinsam mit Vertretungen des Staatlichen Schulamtes, Bildungsexpertise von 
Bildungseinrichtungen, Stiftungen, Behindertenverbänden, der Wirtschaft, Gewerkschaften, der Polizei 
sowie aus Vereinen und dem Ehrenamt sollen im Rahmen von zwei bis drei Bildungsbeiratssitzungen 
pro Jahr verschiedene Möglichkeiten und Perspektiven sowie die konkrete Gestaltung einer 
Regionalen Bildungslandschaft Darmstadt-Dieburg diskutiert werden. 
 
Dazu sollen folgende Gremien eingerichtet werden: 
 
• Bildungskonferenz bestehend aus den Mitgliedern des Bildungsbeirats sowie Schul- und 
Jugend- bzw. Sozialpolitikerinnen und -politikern aus Stadtverordnetenversammlung und 
Kreistag, Eltern- und Schüler/innenvertretungen, Volkshochschule/Zentrum für lebenslanges 
Lernen, Kirchen und weiteren Institutionen;  
Die Bildungskonferenz tagt einmal jährlich.

- 4 - 
 4
• Bildungsbeirat (siehe Teilnehmer- und Teilnehmerinnenliste in der Anlage) 
Der Bildungsbeirat tagt 2 - 3 x jährlich, den Vorsitz übernimmt Frau Sabine Süß (Schader-
Stiftung), die Stellvertretung Herr Walter Hiller (Software-AG-Stiftung). 
 
• Lenkungsgruppe bestehend aus den zuständigen Dezernentinnen und Dezernenten aus 
Stadt und Landkreis, Mitarbeiter/innen aus den Verwaltungen, den Vorsitzenden des 
Bildungsbeirates Frau Sabine Süß (Schader-Stiftung) sowie  Walter Hiller (Software AG-
Stiftung). Die letztgenannten Personen übernehmen auch den Vorsitz der Lenkungsgruppe. 
 
• Fach-Arbeitsgruppe bestehend aus Mitarbeiter/innen aus den Abteilungen Schule und 
Jugendhilfe der Stadtverwaltung bzw. Kreisverwaltung zur temporären Bearbeitung von 
Themenschwerpunkten. 
 
• Geschäftsstelle bestehend aus Verwaltungsmitarbeiter/innen aus der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg. 
 
 
 
In der konstituierenden Sitzung des Bildungsbeirates wird eine Geschäftsordnung festgelegt, die den 
Rahmen der Arbeit des Beirates strukturiert und dessen Handlungskompetenzen erläutert. 
 
 
 
Darmstadt, 17.11.2012 
 
 
 
 
 
 
 
Jochen Partsch  Rafael Reißer   Barbara Akdeniz 
Oberbürgermeister  Bürgermeister   Stadträtin

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BildungsAgenDA-Di, Stand 06.11.2012 
Regionaler 
Bildungsbeirat 
Vorsitz: Sabine Süß 
stv. Vorsitz: Walter Hiller 
Bildungskonferenz 
Bildu ngsb eirat, Schul- und Jugendhilfe-
ExpertInnen aus Kreis- und Stadt-
Politik, Eltern- u. Schülervertretung, 
Bürgermeister, HKM, HSM, VHS/ZLL, 
Kirchen/Religionsgemeinschaften, …
Lenkungsgruppe 
DezernentInnen, Fr. Süß, 
Hr. Hiller, Verwaltung 
Geschäftsstelle 
(Verwaltungs-MA aus DA und DaDi 
Schule, Kinder- und Jugendhilfe) 
Arbeitsgruppen 
(temporäre Bearbeitung von Themenschwerpunkten) 
BildungsAgenDA-Di 
Kreistag DaDi StaVo DA

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1 
 
 
 
Zusammensetzung des Regionalen Bildungsbeirates  BildungsAgenDA-Di (2-3 x jährlich) 
 
      DA    DaDi 
 
Moderation/Vorsitz : Frau Süß (Herr Hiller Vertretung) 
 
DezernentInnen:   
Schule      Herr Reißer   Herr Fleischmann 
Jugendhilfe     Frau Akdeniz   Frau Lück 
 
Kreisversammlung BGM :     Herr Hartmann 
 
Staatl. Schulamt:       Herr v. Kymmel  
 
Bildungseinrichtungen:  
KiTa       Herr Heinz   Frau Wrede 
Hauptelternbeirat  Kita-Leitung  
Bickenbach 
Stadtschulelternbeirat/   Frau Plank   Herr Haller 
           
Kreiselternbeirat: 
Grundschulen:     Frau Michel-Sturm  Herr Schiwy 
Weiterführende Schulen:   Herr Wittmann   Herr  Göb el     
Berufl. Schulen:      Herr Kiesel 
Hochschule DA:  Die einzelnen Präsidien sollen ange schrieben 
werden, und jeweils eine Vertretung benennen 
TU DA: 
Ev. HDA: 
 
Bildungsexperten:   
Kooperation Schule-Jugendhilfe:    Prof. Schröder (Hochschule DA) 
Pädagogik:       Prof. Euler 
Regionale Bildungsexpertise:   Herr Hermann   Dr. S chnitzspan 
 
Liga Freie Wohlfahrtsverbände:   Frau Haack 
 
Interkulturelle Büros/   Frau Dr. Latorre  Frau Hahn 
Ausländerbeirat 
 
Stiftungen:      
Schaderstiftung    Frau Süß 
Software AG     Herr Hiller 
Bürgerstiftung Stadt DA   Herr Dr. Hoschek 
Sozialstiftung     Frau Wucherpfennig 
 
 
Behindertenverbände: 
Lebenshilfe Stadt/LK    Frau Bautz   Herr Hemer 
 
Wirtschaft: 
IHK      soll von Herrn Vetterlein benannt werden 
Handwerkskammer       NN 
Unternehmerverbände:     Herr Stämmler  
Merck         NN 
Sparkasse Da/Di      Herr Sellner 
Caparol       Herr Reucker

2 
      DA    Da-Di 
 
 
 
Arbeitsagentur:      Frau Förster  
     
Polizei:       Herr Biegi  
 
Vertreter der ehrenamtl. Jugendarbeit: Herr Nahawi     
 
   
Ausschuss Kinder-und Jugendarbeit: Herr Lindner  Frau Teuchner  
 
Gewerkschaften        NN

Beratungsverlauf (5)

TOP 15
TOP 10
TOP 539
TOP 60
TOP 52

Details

Vorlagen-Nr.
2012/0447
Typ
Magistratsvorlage
Datum
17.11.2012
Erstellt
29.09.2026 00:00