Anfrage von "Grün offene Liste" (GOL) in der Sitzung des Integrationsrates am 16.11.2021 zur Rückgabe der sogenannten Benin-Bronzen
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 0003/2022 vom 06.01.2022
Stand: Am 05.04.2022 im Ausschuss Kunst und Kultur beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.
Die KI fasst die Dokumente zusammen. Das dauert bis zu drei Minuten.
Dokumente
-
Anfrage Integrationsrat 16.11.2021
PDF
Automatisch aus dem PDF ausgelesen, Lesefehler sind möglich.
Liste GOL Datum 08.11.2021 An den Vorsitzenden des Integrationsrates Herrn Tayfun Keltek An die Geschäftsstelle des Integrationsrates Herrn Andreas Vetter Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Integrationsrates Gremium Datum der Sitzung Integrationsrat 16.11.2021 Thema: Rückgabe der sogenannten Benin-Bronzen Beschluss: Der Integrationsrat bittet die Verwaltung um folgende Informationen: 1. Wie sieht der aktuelle Stand der konkreten Handlungsschritte und der Fahrplan für die Frage der Rückführung von Benin-Bronzen in der Stadt Köln aus? 2. Aus welchen finanziellen Mitteln werden die Rückgaben bestritten? 3. Welche Gruppen, Initiativen, Einzelpersonen aus der Kölner Zivilgesellschaft werden in die Ausgestaltung des Rückgabeprozesses einbezogen? Mit freundlichen Grüßen, Elizaveta Khan, Ahmet Edis, Dorsa Billstein -
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
PDF
Automatisch aus dem PDF ausgelesen, Lesefehler sind möglich.
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/VII/4 Vorlagen-Nummer 06.01.2022 0003/2022 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Integrationsrat 11.01.2022 Ausschuss Kunst und Kultur 25.01.2022 Anfrage von "Grün offene Liste" (GOL) in der Sitzung des Integrationsrates am 16.11.2021 zur Rückgabe der sogenannten Benin-Bronzen In der Sitzung des Integrationsrates am 16.11.2021 bittet die „Grün offene Liste“ (GOL) die Verwal- tung um Beantwortung der nachfolgenden Fragen zur Rückgabe der sogenannten Benin-Bronzen: 1. Wie sehen der aktuelle Stand der konkreten Handlungsschritte und der Fahrplan für die Frage der Rückführung von Benin-Bronzen in der Stadt Köln aus? 2. Aus welchen finanziellen Mitteln werden die Rückgaben bestritten? 3. Welche Gruppen, Initiativen, Einzelpersonen aus der Kölner Zivilgesellschaft werden in die Ausge- staltung des Rückgabeprozesses einbezogen? Antwort der Verwaltung Zu Frage 1: Wie sehen der aktuelle Stand der konkreten Handlungsschritte und der Fahrplan für die Frage der Rückführung von Benin-Bronzen in der Stadt Köln aus? Unter der Federführung des Auswärtigen Amtes ist in den vergangenen Monaten weiter am Fahrplan zur Rückführung von Benin-Hofkunstwerken gearbeitet worden. Insbesondere wurden die Verhand- lungsgespräche mit allen relevanten nigerianischen Akteur*innen fortgesetzt. Das Auswärtige Amt bereitet für das Frühjahr 2022 eine politische Rahmenvereinbarung zwischen Nigeria und Deutsch- land vor. Es ist zu erwarten, dass mit dieser Rahmenvereinbarung Rückgaben von Benin- Hofkunstwerken an den Staat Nigeria die außenpolitische Flankierung erhalten. Die anschließende konkrete Umsetzung von Rückgaben bleibt den jeweiligen Trägern der beteiligten Museen vorbehal- ten. Auch diese soll in enger Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt und den jeweils anderen Trägern erfolgen. Zu Frage 2: Aus welchen finanziellen Mitteln werden die Rückgaben bestritten? Die Kosten für den Transport, für Zoll, für Versicherungen und für weitere Maßnahmen zur Rückfüh- rung der Benin-Objekte aus dem Rautenstrauch-Joest-Museum nach Nigeria können zum jetzigen Zeitpunkt nicht beziffert werden. Sie sind abhängig von der Konkretisierung der Verfahrensabläufe zur Eigentumsübertragung sowie zur physischen Rückführung, die in Abstimmung mit dem Auswärtigen 2 Amt sowie mit den nigerianischen Vertreter*innen erfolgen wird. Die Verwaltung wird über die Rück- führungen und die damit verbundenen Kosten zu gegebener Zeit informieren. Zu Frage 3: Welche Gruppen, Initiativen, Einzelpersonen aus der Kölner Zivilgesellschaft werden in die Ausgestaltung des Rückgabeprozesses einbezogen? Unter Federführung des Auswärtigen Amtes und insbesondere in Verhandlungsgesprächen mit den nigerianischen Akteur*innen sind in den letzten Monaten mögliche Modalitäten einer Eigentumsüber- tragung erarbeitet worden. Diese werden von Seiten der Stadt Köln angepasst. Die Entscheidung über die Rückgabe wird vom Rat der Stadt Köln als politische Vertretung der städtischen Gesellschaft gefällt. Welche und wie viele Benin-Hofkunstwerke physisch nach Nigeria gelangen und ob einige in Köln verbleiben, wird von der nigerianischen Regierung, vom Benin-Königshaus sowie der Nationalen Kommission für Museen und Denkmäler (NCNM) bestimmt werden. Das Rautenstrauch-Joest-Museum wird in den kommenden Monaten die Gespräche rund um die Rückgabe weiterführen und die gesamte Hofkunstsammlung nach Abschluss der Sonderausstellung „RESIST! Die Kunst des Widerstands“ (bis 09.01.2022) weiterhin in der Ausstellung „I MISS YOU. Über das Vermissen, Zurückgeben und Erinnern“ (ab 29.4.2022) präsentieren, damit der Prozess der Eigentumsübertragung und der Rückgabe transparent an die Kölner Zivilgesellschaft weitervermittelt wird und darüber öffentlich debattiert werden kann. Gez. Charles
Beratungsverlauf
-
05.04.2022 zuletzt
TOP 10.2, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
Zur Rückmeldung speichern wir nur Ihre Antwort, die Seite und den Tag. Eine IP-Adresse speichern wir dazu nicht, und wir setzen kein Cookie. Mehr zum Datenschutz