2022/0227
Auflösung der kommunalen Arbeitsgemeinschaft 'BildungsAgendDA-Di' sowie der darin verankerten Organe Bildungsbeirat, Lenkungsgruppe und Geschäftsstelle
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2022/0227
6813 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
09.08.2022
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat V an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat II
Amt: Schulamt
OBW bei abschl. B e-
schlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2022/0227
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Auflösung der kommunalen Arbeitsgemeinschaft "BildungsAgendDA -Di" sowie der
darin verankerten Organe Bildungsbeirat, Lenkungsgruppe und Geschäftsstelle
Vorlage vom: 27.07.2022
Beschlussvorschlag :
1. Der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung beschließen, die Vereinbarung zur
Bildung einer kommunalen Arbeitsgemeinschaft „BildungsAgendDa -Di“ zwischen der Wi s-
senschaftsstadt Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt -Dieburg zum 31.12.2022 zu
kündigen.
2. Der Magistrat beschließt zugleich die Auflösung der im Rahmen der kommunalen Arbeit s-
gemeinschaft gebildeten Gremien ‚regionaler Bildungsbeirat‘ und ‚Lenkungsgruppe‘ sowie
die Schließung der Geschäftsstelle des Bildungsbeirates ebenfalls zum 31.12.2022.
Anlagen:
Datenschutzrelevante Anlage:
- 2 -
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 27.07.2022
Das im Folgenden dargestellte Vorgehen wurde im gegenseitigen Einvernehmen zwischen
Wissenschaftsstadt Darmstadt und Landkreis Darmstadt -Dieburg beschlossen. Die Vorlage
wird gleichlautend in die Gremien der beiden Gebietskörperschaften eingebracht und zur
Beschlussfassung vorgelegt.
Rückblick
Die Bildungsregion wurde im Jahr 2012 mit dem Ziel gegründet, eine regionale Bildung s-
landschaft der Wissenschaftsstadt Darmstadt/Darmstadt -Dieburg zu gestalten und hierzu ein
Netzwerk aus institutionellen und nicht -institutionellen Akteur*innen zu den Themen Bildung,
Erziehung und Betreuung zu etablieren.
Diesen Zielen wurde in den vergangenen zehn Jahren vielfältig Rechnung getragen. Die inter-
disziplinäre Zusammenarbeit der Akteur*innen im Bildungsbereich konnte gestärkt, der Bil-
dungsbegriff erweitert werden und sowohl in der Wissenschaftsstadt Darmstadt als auch im
Landkreis Darmstadt-Dieburg findet ein kontinuierliches Bildungsmonitoring statt. Durch die
langjährige Zusammenarbeit der politisch Verantwortlichen für Schule und Jugend entstand ein
Verständnis für das Zusammenspiel von formaler, non-formaler und informeller Bildung.
Es wurden Positionspapiere und Leitlinien zu verschiedenen Bildungsthematiken entwickelt,
durch den Bildungsbeirat verabschiedet und diese bilden seither eine Grundlage für das Bil-
dungsverständnis in Stadt und Landkreis. Zu nennen sind hier insbesondere:
das Positionspapier Kultursensible Öffnung der Bildungsregion Stadt Darmstadt und
Landkreis Darmstadt-Dieburg im Kontext von Lebenslangem Lernen (2015)
die Checkliste Interkulturelle Öffnung (2015)
das Positionspapier Inklusion: Gedanken und Positionen für eine Umsetzung in der Bil-
dungsregion Stadt Darmstadt und Landkreis Darmstadt-Dieburg im Kontext lebenslan-
ges Lernen und Sozialraumbezug (2018)
die Leitlinien zur multiprofessionelle Zusammenarbeit an Schule (2018)
Dennoch ist es nun - zehn Jahre nach Gründung der Bildungsregion – an der Zeit eine krit i-
sche Bilanz zu ziehen.
Bilanz
Die Bildungsregion Darmstadt und Darmstadt-Dieburg hat seit ihrem Bestehen Vieles für die
Region erreicht. Dies geschah mit einem für den Beginn der Bildungsregion und der Grun d-
satzarbeit sehr sinnvollen hohen Grads an institutionalisierter Arbeitsweise und festen organi-
satorischen Strukturen.
Gleichwohl gilt es zu hinterfragen, ob die komplexen Strukturen der Arbeitsgemeinschaft mit
Lenkungsgruppe, Bildungsbeirat, Bildungskonferenz, Verwaltungsgruppe und Arbeitsgruppen
ein effizientes und nachhaltiges Erreichen der gesetzten Ziele dauerhaft ermöglicht.
Denn mit zunehmender Dauer des Bestehens der Bildungsregion zeigten sich Schnittstellen-
problematiken, die insbesondere in der sehr hohen Komplexität der Strukturen begründet wa-
ren. Die Vielzahl der Akteur*innen der Bildungsregion und der zunehmende Grad an Detailar-
beit an konkreten Themen führten zudem dazu, dass die Bildungsregion in institutionalisierter
Art nicht mehr den an sie gerichteten veränderten Anforderungen entspricht. Zugleich haben
. . .
- 4 -
sich mit der Etablierung von Bildungsmanagement und -monitoring in beiden Gebietskörper-
schaften jeweils eigenständige Netzwerkstrukturen gebildet, in denen viele Themen der form a-
len, non-formalen und informellen Bildung intensiv bearbeitet werden.
Die Zusammenschau dieser Entwicklungen macht deutlich, dass es einer Neuorganisation der
Zusammenarbeit von Stadt und Landkreis im Bereich Bildung bedarf.
Daher wird die Auflösung der bisherigen Organisationsstruktur von den zuständigen Dezer-
nent*innen beider Gebietskörperschaften befürwortet und die Neuorganisation der Zusammen-
arbeit als notwendig erachtet.
Ausblick
Der regelhafte Austausch auf politischer Ebene wird auch zukünftig gewährleistet sein, bspw.
durch jährliche Klausurtage aller für Bildungsthemen zuständigen Dezernent*innen. Darüber
hinaus sind regelmäßige Abstimmungsroutinen zu spezifischen Themenstellungen sowohl zw i-
schen den Dezernent*innen als auch gemeinsam mit dem Staatlichen Schulamt bereits jetzt
etabliert.
Der themen- und zielgruppenbezogene Austausch der Fachverwaltungen wird bereits jetzt über
gemeinsame Gremien vollzogen. So sind regelhafte gemeinsame Termine der OloV -
Steuerrunden von Stadt und Landkreis etabliert mit dem Ziel, die Vermittlungsarbeit im Übe r-
gang Schule – Beruf zu optimieren.
Weitere Akteure der außerschulischen Bildung sind zudem u.a. im Netzwerk Frühe Hilfen und
der Regionalgruppe Starkenburg der Kinder- und Jugendförderung organisiert. Diese Struktu-
ren werden auch weiterhin Bestand haben.
Die für die Bildungsregion gültigen Prämissen, geeignete Bildungsangebote für die verschiede-
nen Zielgruppen rechtzeitig und aufeinander abgestimmt bereitzustellen, Zugänge möglichst
niedrigschwellig zu gestalten und Bildungsungerechtigkeiten entgegenzuwirken, behalten ihre
Gültigkeit und werden auch zukünftig handlungsleitend für die Arbeit in den verschiedenen
Arbeitsrunden sein.
Darmstadt, den 27.07.2022
Dezernat II Dezernat V
Barbara Akdeniz Holger Klötzner
Bürgermeisterin Stadtrat
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Punkt 6: Auflösung der kommunalen Arbeitsgemeinschaft "BildungsAgendDA-Di" sowie der darin verankerten Organe Bildungsbeirat, Lenkungsgruppe und Geschäftsstelle (V-Nr. 2022/0227) Der Ausschuss für Soziales empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Stimmenthaltungen: Fraktionen SPD und Die Linke.
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Punkt 9: Auflösung der kommunalen Arbeitsgemeinschaft "BildungsAgendDA-Di" sowie der darin verankerten Organe Bildungsbeirat, Lenkungsgruppe und Geschäftsstelle (V-Nr. 2022/0227) Der Haupt- und Finanzausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung einstimmig, der Vorlage zuzustimmen.
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Punkt 17: Auflösung der kommunalen Arbeitsgemeinschaft "BildungsAgendDA-Di" sowie der darin verankerten Organe Bildungsbeirat, Lenkungsgruppe und Geschäftsstelle (V-Nr. 2022/0227) Der Vorlage wird zugestimmt. Stimmenthaltung: AfD
Beratungsverlauf (5)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2022/0227
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 27.07.2022
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00