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1341/2021

Konzept: Obst-Arboretum Köln

Beschlussvorlage Ausschuss 08.06.2021

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 5 (Nippes), Sitzung am 17.06.2021, TOP 9.1.13

Beschlussvorlage Ausschuss

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Ansehen

Anlage 1 Öffentlichkeitsbeteiligung

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Ansehen

Anlage 2 Konzeptentwurf - Obst-Arboretum Koeln

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Ansehen

Beschlussvorlage Ausschuss

3689 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
VI/67/671 
 
Vorlagen-Nummer 
 1341/2021 
Freigabedatum 19.04.2021 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Konzept: Obst-Arboretum Köln 
Beschlussorgan 
Ausschuss Klima, Umwelt und Grün Bezirksvertretung 5 (Nippes) 
Gremium Datum 
 
Beschlussvorschlag: 
 
Der Ausschuss Klima, Umwelt und Grün beschließt das Konzept Obst-Arboretum Köln. 
 
Die Bezirksvertretung Nippes beschließt die konkrete Umsetzung des Obst-Arboretums Teilbereich 
Bergheimer Dreieck und begrüßt die haushaltsneutrale Umsetzung im Bereich Bergheimer Dreieck 
durch Spenden bzw. Kompensationsmaßnahmen. Entsprechende Vorlagen zur Annahme einer 
Spende werden der Bezirksvertretung vorgelegt. 
 
 
Alternative: 
 
Der Ausschuss Klima, Umwelt und Grün lehnt das Konzept Obst-Arboretum Köln ab. 
Die Bezirksvertretung Nippes lehnt die konkrete Umsetzung des Obst-Arboretums Teilbereich Berg-
heimer Dreieck ab. 
 
 
 
Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 04.06.2021 
Bezirksvertretung 5 (Nippes) 17.06.2021

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung: 
 
Obstwiesen sind ein bedeutendes Element der Kulturlandschaft und von großer Bedeutung für die 
Biodiversität. Köln verfügt derzeit stadtweit über 163 erfasste Streuobstbestände (Stand Dezember 
2019). Davon befinden sich 103 Flächen in städtischem Besitz. 
 
Mit Ausnahme des Streuobstbestandes auf Gut Leidenhausen (Kataster-Nr. 705.01) wurde nach ak-
tuellem Kenntnisstand keine der vorhandenen Obstwiesenflächen ursprünglich nach Kriterien ange-
legt, die auf einen gezielten Erhalt gefährdeter Kulturobstsorten abzielen. 
 
Der Verlust an historischen Kulturobstsorten war in den letzten sechs Jahrzehnten jedoch beispiellos. 
Ein Großteil der noch vorhandenen Sorten droht kurz- bis mittelfristig in Deutschland auszusterben, 
wenn keine geeigneten Maßnahmen zu ihrer Identifizierung, Sicherung und Vermehrung unternom-
men werden. Um diese Sorten zumindest ex-situ zu erhalten, bieten sich sogenannte Erhaltungskul-
turen an. Der vorliegende Konzeptentwurf skizziert die Möglichkeit, eine solche Erhaltungskultur auf 
kommunalen Flächen in Köln zu realisieren. 
 
Der vorliegende Konzeptentwurf beschreibt, wie in Köln eine für die Region Niederrheinische Bucht 
bedeutende Erhaltungskultur gefährdeter Kulturobstsorten aufgebaut werden kann. Neben dem be-
stehenden Erhaltungszentrum auf Gut Leidenhausen, das es weiter zu stärken und auszubauen gilt, 
wird darüber hinaus eine zweite (linksrheinische) Fläche vorgeschlagen, um den Platzbedarf zu ge-
währleisten und die vielfältigen klimatischen und geomorphologischen Verhältnisse im Kölner Stadt-
gebiet adäquat abzudecken. Es wird der Vorschlag gemacht, eine solche zweite Erhaltungskultur im 
Bereich des Bergheimer Dreiecks aufzubauen. Der Konzeptentwurf präsentiert eine mögliche Ausge-
staltung dieser Neufläche und diskutiert darüber hinaus grundlegende Erwägungen hinsichtlich des 
Aufbaus einer Sortenerhaltungskultur. 
 
Die Anlage einer Obstwiese ist Bestandteil des „ISEK-Äußerer Grüngürtel Köln Nord „Grüne Brü-
ckenschläge“. 
 
 
Finanzierung: 
 
Die Umsetzung der Obstwiese erfolgt in Abhängigkeit der eingehenden Spenden beziehungsweise 
durch gezielte Kompensationsmaßnahmen. Dadurch hat die Umsetzung des Konzeptes keine haus-
haltsmäßigen Auswirklungen 
 
 
Auswirkungen auf den Klimaschutz: 
 
Die Anpflanzung von seltenen und alten Obstsorten und die Anlage einer Obstwiese haben positive 
Auswirkungen auf das Klima und dienen der Erhöhung der Biodiversität.

Anlage 1 Öffentlichkeitsbeteiligung

1533 Zeichen

Hinweise zum Ausfüllen der Anlage 
Anlage „Öffentlichkeitsbeteiligung“ 
VARIANTE 1 
 
Beteiligungsstufe Ausgestaltung 
(wesentliche Beteiligungsformate) 
☐ Information  
☐ Anhörung / Beratung  
☐ Mitgestaltung / Mitverantwortung  
VARIANTE 2 
 
☐ Das Beteiligungskonzept ist bereits beigefügt beziehungsweise wird in der 
nächsten Sitzung zur Entscheidung vorgelegt. 
☐ Folgender Verfahrenstyp wird empfohlen: 
Beteiligungsstufe Ausgestaltung 
(wesentliche Beteiligungsformate) 
☐ Information  
☐ Anhörung / Beratung  
☐ Mitgestaltung / Mitverantwortung  
☐ Eine Öffentlichkeitsbeteiligung ist gesetzlich vorgeschrieben. 
☐ Folgende Form des Verfahrens ist vorgeschrieben: 
 
☐ Das Beteiligungskonzept ist bereits beigefügt beziehungsweise wird in der 
nächsten Sitzung zur Entscheidung vorgelegt. 
☐ Ein spezielles Verfahren ist nicht vorgeschrieben. 
Folgender Verfahrenstyp wird empfohlen: 
 
☐ Eine freiwillige Öffentlichkeitsbeteiligung wird vorgeschlagen.

VARIANTE 3 
 
x Eine freiwillige Öffentlichkeitsbeteiligung wird nicht vorgeschlagen, weil: 
Grund Begründung 
☐ Dringlichkeitsentscheidung  
☐ Eine Öffentlichkeitsbeteiligung hat 
bereits stattgefunden. 
 
x Der Gestaltungsspielraum ist nicht 
ausreichend. 
 
☐ Eine Verfahrensverlängerung 
erzeugt schwerwiegende 
Nachteile. 
 
☐ Sonstiges  
Sollte der Platz zur Skizzierung der Ausgestaltung der Öffentlichkeitsbeteiligung oder zur Begründung, weshalb 
keine Öffentlichkeitsbeteiligung vorgeschlagen wird, nicht ausreichen, fügen Sie bitte ein zusätzliches Blatt bei.

Anlage 2 Konzeptentwurf - Obst-Arboretum Koeln

28393 Zeichen

Obst-Arboretum Köln (OAK) 
Aufbau und Management einer dezentralen 
Obstsorten-Erhaltungskultur auf kommunalen 
Flächen in Köln 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Der Verlust an historischen Kulturobstsorten war in den letzten sechs Jahrzehnten beispiellos. Ein Großteil 
der noch vorhandenen Sorten droht kurz - bis mittelfristig in Deutschland auszusterben, wenn keine 
geeigneten Maßnahmen zu ihrer Identifizierung, Sicherung und Vermehrung unternommen werden. Um 
diese Sorten zumindest ex-situ zu erhalten, bieten sich sogenannte Erhaltungskulturen an. Der vorliegende 
Konzeptentwurf skizziert die Möglichkeit, eine solche Erhaltungskultur auf kommunalen Flächen in Köln 
zu realisieren. 
 
 
 
Konzeptentwurf: Volker Unterladstetter 
 NABU-Naturschutzstation Leverkusen-Köln 
 April 2020

1 
 
Synopsis 
Der vorliegende Konzeptentwurf beschreibt, wie in Köln eine für die Region Niederrheinische Bucht 
bedeutende Erhaltungs kultur gefährdeter Kulturobstsorten aufgebaut werden kann. Neben dem 
bestehenden Erhaltungszentrum auf Gut Leidenhausen, das es weiter zu stärken und auszubauen gilt, 
wird darüber hinaus eine zweite (linksrheinische) Fläche benötigt, um den Platzbedarf zu 
gewährleisten und die vielfältigen klimatischen und geomorphologischen Verhältnisse im Kölner 
Stadtgebiet adäquat abzudecken. Es wird der Vorschlag gemacht, eine solche zweite Erhaltungskultur 
im Bereich des Bergheimer Dreiecks aufzubauen. Der Konzeptentwu rf präsentiert eine mögliche 
Ausgestaltung dieser Neufläche und diskutiert darüber hinaus grundlegende Erwägungen hinsichtlich 
des Aufbaus einer Sortenerhaltungskultur. 
 
 
 
Grundsätzliche Überlegungen 
Köln verfügt derzeit stadtweit über 163 erfasste Streuob stbestände (Stand Dezember 2019). Davon 
befinden sich 103 Flächen in städtischem Besitz, der Rest ist Privateigentum. Mit Ausnahme des 
Streuobstbestandes auf Gut Leidenhausen (Kataster-Nr. 705.01) wurde nach aktuellem Kenntnisstand 
keine der Flächen ursprünglich nach Kriterien angelegt, die auf einen gezielten Erhalt gefä hrdeter 
Kulturobstsorten abzielen. Damit existiert in Köln mit dem Obstmuseum Leidenhausen derzeit nur ein 
erfasster Streuobstbestand, der (zumindest partiell) als Erhaltungssammlung konzipiert worden ist . 
Allerdings gibt es mehrere Faktoren, die sich ungünstig auf den Leidenhauser Obstbaumbestand  
auswirken: 
— Ungünstige Bodenverhältnisse auf der Fläche 
— Geringe Flächenverfügbarkeit für eine Erweiterung des Sortenbestandes 
— Der überwiegende Teil des Sortenbestands besteht aus Allerweltssorten, die den Platz für 
gefährdete Sorten „blockieren“ 
Insgesamt macht ein Um- bzw. Ausbau des vorhandenen Obstsortenspektrums auf Gut Leidenhausen 
durchaus Sinn. Gerade mit Bezug zum  neu eingerichteten Umweltbildungszentrum sowie im Lichte 
weiterführender Pläne zur Etablierung eines Obstbau -Kompetenzzentrums ergeben sich hier 
interessante Perspektiven . Aufgrund der oben genannten Faktoren kann der Ausbau des 
Streuobstbestandes auf Gut Leidenhausen  allein jedoch nicht zu einer umfassenden Obstsorten-

2 
 
Erhaltungskultur in Köln führen. Daher wäre es wünschenswert , eine zweite Fläche an einem 
linksrheinischen Standort zu schaffen und somit ein gesamtstädtisches Arboretumskonzept 
anzustreben. Mit der Auswahl ei nes linksrheinischen Standortes (wie der im folgenden 
vorgeschlagenen Fläche im Bergheimer Dreieck) würden die unterschiedlichen klimatischen und 
geomorphologischen Verhältnisse beider Rheinseiten ausgenutzt und es ergäben sich differenzierte 
Standortbedingungen, die zu einem Gelingen des langfristig angelegten Projekts Obstsortenerhalt in 
Köln beitragen könnten. 
Eine dezentrale Obstsortenerhaltung auf Kölner Stadtgebiet mit zwei räumlich getrennten Standorten 
hätte einige wichtige Vorteile: 
— Ausnutzung unte rschiedlicher Bodenverhältnisse und stadtklimatischer Räume auf 
verschiedenen Flächen 
— Minimierung von Baum-/ Sortenverlust durch Aufpflanzung an unterschiedlichen Standorten 
(auch zum Beispiel Vermeidung eines potenziellen Totalschadens bei Krankheits -/ 
Schädlingsepidemien wie etwa durch Feuerbrand) 
— Sicherung der Sorten als Hochstämme bei genügend Raum/  Flächen führt zu langfristigem 
Erhalt durch Langlebigkeit der Bäume 
— Thematische Erhaltungspflanzungen an verschiedenen Standorten möglich  (etwa mit 
Schwerpunkt auf regionalen bzw. überregional seltenen Sorten) 
— Innovatives Konzept gerade mit Bezug auf die stadtweite Verteilung der Flächen und durch 
das besondere Engagement der Stadt Köln 
Demgegenüber bestehen einige Nachteile einer stadtweit verteilten Erhaltungskultur, die jedoch nicht 
als wesentlich angesehen werden: 
— Keine Besichtigung/ Bearbeitung des Gesamtbestands ohne Ortswechsel möglich 
— Edelreiserbeschaffung/ -abgabe etwas zeitaufwendiger, da verschiedene Standorte angefahren 
werden müssen 
— Kein zentraler Sortengarten zur Außenwi rkung vorhanden (jedoch könnte der Standort in 
Leidenhausen zum Zentrum der Erhaltungskultur  ausgebaut und entsprechend mit 
Informationsangeboten versehen werden) 
Insgesamt überwiegen die Vorteile einer dezentralen Erhaltungskultur  damit in unseren Augen 
deutlich.

3 
 
Vorarbeiten 
Die Idee eines Obstsortenkompetenzzentrums auf Gut Leidenhausen wird schon seit längerem 
verfolgt. Der Grundstein des sog. Obstmuseums Leidenhausen wurde bereits 1988 mit der Anlage der 
Streuobstwiese gelegt. Seitdem ist der Obstbaumbestand auf über 135 Bäume angewachsen. Als 
nächster Schritt wurde durch die Schutzgemeinschaft Deutsch er Wald (SdW) e.V. ein 
Entwicklungskonzept „Zielentwicklung Sortengarten Leidenhausen“ bei der Pomologin Carina Pfeffer 
in Auftrag gegeben. Es liegt in Entwurfsform vor und soll in den kommenden Jahren umgesetzt 
werden. Der Entwurf sieht einen Umbau des be stehenden Obstgehölzbestandes vor mit dem Ziel, 
einen gesunden Baumbestand aus vorwiegend regionaltypischen, erhaltenswerten Obstsorten 
aufzubauen. Unter anderem soll dazu der Bestand an Birnensorten standortbedingt verkleinert 
werden, eine Erweiterungsfläche hinzukommen und eine Sektion aus Sorten auf Niederstamm bzw. 
Buschbäumen angelegt werden. Abbildung 1 illustriert die geplante zukünftige Flächenaufteilung. 
Durch d ie Etablierung der Kölner Obstwiesenkommission 2018 konnte ein weiterer wichtiger 
Grundstein dafür gelegt werden, das Thema Streuobst in Köln auszubauen und weiterzuentwickeln. 
Das Gremium vernetzt die Arbeit der Kölner Stadtverwaltung, der  Naturschutzverbände, lokaler 
Vereine, der Baumpflege - und Obstsortenexperten, der Naturschutzstation Leverkusen -Köln und 
Abbildung 1: Skizze des geplanten Sortengartens auf Gut Leidenhausen. Illustration: C. Pfeffer

4 
 
weiterer relevanter Akteure rund um das Thema Streuobstwiesenerhalt. Aus dieser Zusammenarbeit 
sind seit 2018 wichtige Meilensteine hervorgegangen: 
— Auf der Basis einer politischen Beschlusslage im Ausschuss für Umwelt und Grün konnten 
das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen und die Naturschutzstation Leverkusen-Köln 
eine Fördervereinbarung abschließen, in deren Rahmen die Station die Pflege von 28  
städtischen Streuobstbeständen übernimmt 
— Um das vorhandene Sorteninventar der Kulturobstsorten auf Kölner Streuobstwiesen zu 
erfassen, hat das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen die Pomologin Carina Pfeffer 
mit einer pomologischen Kartierung ausgewählter Streuobstbestände beauftragt 
— Das neu geschaffene Umweltbildungszentrum auf Gut Leidenhausen erarbeitet ein Konzept 
für ein Obstbau-Kompetenzzentrum, um das Thema Streuobst in den nächsten Jahren vertieft 
zu bearbeiten 
Bereits in den Vorjahren hat das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen damit begonnen, alle 
Streuobstbestände stadtweit zu erfassen und zu katalogisieren. Aus dieser Arbeit ist 2019 das Kölner 
Obstwiesen-Kataster (KOK) hervorgegangen, in dem alle bekannten Flächen über eine GI S-
Referenzierung räumlich verortet werden. Dabei werden eine Reihe von flächenspezifischen Daten 
über eine Datenbank verwaltet und mit den Geodaten verknüpft. In die Arbeit am KOK sind neben 
städtischen Daten auch ehrenamtliche Kartierungsergebnisse sowie eine Erfassung der Kölner 
Streuobstwiesen durch die Naturschutzstation (2018 im Rahmen einer landesweiten Erfassung der 
Streuobstbestände) eingeflossen. Das KOK wird weiterhin am Amt für Landschaftspflege und 
Grünflächen betreut und fortgeführt. 
Punktgenaue Geodaten we rden zudem im Rahmen von Obstbaumkartierungen durch die 
Naturschutzstation erhoben und verarbeitet. So konnten bisher mehr als 1.700 Obstbäume im 
gesamten Stadtgebiet erfasst und geographisch lokalisiert werden. Die Arbeit an diesem 
Obstbaumkataster soll in den kommenden Jahren fortgeführt und mit weiteren verfügbaren Daten 
(zum Beispiel aus den pomologischen Kartierungen) verschnitten werden. Werden das KOK und das 
Obstbaumkataster miteinander kombiniert, entsteht für jeden Obstbaum ein eindeutiger Identifikator 
(unique identifier), mit dem sich der genaue Standort des Baumes zuordnen lässt. Diese Identifikatoren 
könnten damit problemlos im Rahmen einer dezentralen Obstsorten -Erhaltung als 
Akzessionsnummern fungieren.

5 
 
 
Beispiel Identifikator 
Der Streuobstbestand am Kasselberger Weg (K-Merkenich) 
trägt die Kataster -Nummer 601.05. Der Nummernblock 
setzt sich zusammen aus einer Ziffer für den Kölner 
Stadtbezirk (6 = Chorweiler) und zwei weitere n Ziffern für 
den jeweiligen Stadtteil (01 = Merkenich). Hinter dem 
Punkt werden die Streuobstbestände des Stadtteils 
durchgezählt. Die Obstwiese am Kasselberger Weg ist 
damit der fünfte erfasste Streuobstbestand in Chorweiler -
Merkenich. 
Links ist ein Screenshot aus dem Obstbaumkataster 
abgebildet. Jeder Obstbaum wird mit einer fortlaufenden 
Nummer versehen. Der Baum Nr. 25 ist ein Jungbaum der 
Apfelsorte Blauer Kölner. S ein vollständiger Identifikator 
lautet dementsprechend: 
   601.05/25  
 
 
Flächenauswahl 
Im Prinzip können Standorte aus vier Kategorien für den Aufbau des vorgeschlagenen Obst -
Arboretums genutzt werden: 
— Der vorhandene Streuobstbestand auf Gut Leidenhausen als „Erhaltungszentrum“ 
— Vorhandene Streuobstbestände der Stadt Köln 
— Neue Flächen aus Kompensationsmaßnahmen 
— Neue Flächen aus Ersatzgeldern (Landschaftsplan konsultieren) und sonstigen Maßnahmen 
(etwa in Kölner Stadtparks im Rahmen der Essbaren Stadt) 
Die gegenwärtigen Schwächen des Standortes auf Gut Leidenhausen wurden bereits oben dargelegt. 
Dennoch lässt sich der Standort weiter ausbauen, wenn man die Standortansprüche der zu erhaltenden 
Sorten berücksichtigt. Die vorhandene Infrastruktur sowie die dort tätigen Vereine und Einrichtungen 
(SdW, Umweltbildungszentrum, NABU, Imkerverein etc.) machen Leidenhausen zu einem günstigen 
Standort für ein Kölner Streuobst-Erhaltungszentrum. 
Die vorhandenen Streuobstbestände  teilen sich ihrerseits in zwei Gruppen: Altflächen ohne 
Kompensationshintergrund sowie Flächen aus ehemaligen Kompensationsmaßnahmen. Während 
erstere meistens über einen mehr oder weniger vollständigen Baumbestand verfügen, weisen viele 
Kompensationsflächen noch Grünlandbereiche ohne Baumbestand auf. Gegenwärtig besteht auf 
Abbildung 2: Ausschnitt aus dem Obstbaumkataster, 
Streuobstbestand Kasselberger Weg.

6 
 
folgenden Flächen besonders viel Platz für Erweiterungspflanzungen: Am Weißen Mönch Nord 
(907.02) und Süd ( 907.01), Am Moosberg ( 212.01), Rheinaue Worringen Süd ( 601.02), Nüssenberger 
Busch West (406.01) und Ost (606.02). 
Denkbar wäre, neben Gut Leidenhause n zwei oder mehr dieser bestehenden Flächen als 
Sortenerhaltungskulturen auszubauen. Diese Flächen würden zusammen genommen jedoch weiterhin 
nicht genügend Raum für eine überregional bedeutsame Sortensammlung bieten. Aus diesem Grund 
sollten unbedingt Neuflächen gefunden werden, die von Anfang an dem Sortenerhalt dienen können. 
Neuflächen werden beinahe jährlich von Eingriffsverursachern im Rahmen der Eingriffs -/ 
Ausgleichsregelung nach  BNatSchG angelegt. Im Normalfall wird jedoch kein 
Sortenerhaltungskonzept verfolgt, sondern es werden mehr oder weniger wahllos Sorten gepflanzt, 
die in den allgemeinen Vorgaben für Ausgleichsmaßnahmen gelistet bzw. die in den Baumschulen 
zum entsprechenden Zeitpunkt vorrätig sind (teilweise mit scheinbar regionalem Bezug, z. B. bei den 
Apfelsorten Rheinischer Krummstiel, Rheinischer Bohnapfel oder Rheinische Schafsnase, wobei 
letztere Sorte in der Vergangenheit meist nicht sortenecht vermehrt wurde). Diese Praxis hat in der 
Vergangenheit dazu geführt, dass die Neupflanzungen auf Kölner Gebiet eine insgesamt äußerst 
geringe Diversität an unterschiedlichen Obstsorten aufweisen. Zudem gelangen häufig immer 
dieselben Allerweltssorten zur Anpflanzung (bei Apfelsorten etwa Kaiser Wilhelm bzw. Peter Broich, 
Jakob Lebel oder Rote Sternrenette , bei Pflaumensorten zum Beispiel Hausz wetsche oder Bühler 
Frühzwetsche). Dadurch geht laufend Platz für gefährdete Sorten verloren. Unabhängig vom Aufbau 
einer Erhaltungskultur sollten die zuständigen Ämter hier mit gezielten Vorgaben dafür sorgen, dass 
zukünftig in allen Kompensationsmaßnahmen Sorten abseits des Standardsortiments zur Anpflanzung 
gelangen. 
Neue Streuobstbestände sollen in den kommenden Jahren u.a. im Bergheimer Dreieck (im Rahmen des 
Integrierten städtischen Entwicklungskonzepts Nördlicher Grüngürtel) sowie im Bereich Langel (rrh.) 
Frongasse (im Rahmen des PEPLs N17 Langeler Auwald) entstehen. Werden diese Flächen frühzeitig 
als Teil einer Kölner Obstsorten-Erhaltungskultur eingeplant, könnte dort eine planmäßige Pflanzung 
mit erhaltenswerten Kulturobstsorten erfolgen.  
Bei einem Pflanzabstand von ca. 10 Metern können auf 1 Hektar Fläche maximal 100 Hochstämme 
gepflanzt werden (durch den meist notwendigen Außena bstand zu den Nachbarflächen sind es de 
facto eher 80). Bei besonders wuchskräftigen Arten und Sorten (z.B. manche Mostbirnen und viele 
Süßkirschen) ist zudem ein etwas größerer Pflanzabstand ratsam. Daraus ergibt sich bei einem 
anvisierten Sortenbestand von mehr als 100 Sorten (und mehr als einem Baum pro Sorte, siehe unten) 
ein benötigtes Flächenvolumen von mehreren Hektar.  Der Streuobstbestand auf Gut Leidenhausen 
umfasst derzeit eine Fläche von etwa 1,1 ha, allerdings (derzeit) ohne viel Pl atz für weite re 
Neupflanzungen.

7 
 
Vor diesem Hintergrund soll für das Bergheimer Dreieck ein erster Entwurf vorgestellt werden. Ziel 
ist es, den Standort als Außenstelle einer Kölner Erhaltungskultur zu etablieren. Damit würde neben 
Gut Leidenhausen eine weitere Fläche existieren, die explizit einen Teil de s regionalen 
Obstsortenspektrums durch Aufpflanzung in Hochstammkultur dauerhaft erhalten kann. Die Fläche 
ist – wie oben bereits beschrieben – eine in Planung befindliche Streuobstpflanzung im Bergheimer 
Dreieck (Teil  des nördlichen linksrheinischen Äußeren Grüngürtels). Der Standort wurde bisher 
ackerbaulich genutzt und ist derzeit (Stand 2019) mit einem Klee-Grasgemisch eingesät. Der Boden 
besteht vorwiegend aus stark sandigem Lehm (Parabraunerde) und besitzt eine relativ hohe Bodengüte 
(Wertzahlen der Bodenschätzung 60 bis 75; Geologischer Dienst NRW 2020). Die Fläche grenzt nach 
Südosten an einen Forst, nördlich und westlich schließen sich Ackerfluren an, so dass eine 
ausreichende Durchlüftung für die Obstkultur gegeben ist. Die Gesamtfläche beträgt etwa 1,7 Hektar.  
Abbildung 3 veranschaulicht, wie die Fläche als Sortenerhaltungspflanzung für gefährdete regionale 
Kulturobstsorten konzipiert werden könnte. Den Schwerpunkt des skizzierten Sortenbestandes bilden 
Apfel- und Birnensorten. Dies entspricht der relativen Menge an regionaltypischen Sorten dieser 
beiden Obstarten, die es zu erhalten gilt. Der überwiegende Anteil an Sorten so llte mit jeweils zwei 
Exemplaren gepflanzt werden, um einem Komplettausfall vorzubeugen. Die vorgeschlagene 
Pflanzung ist thematisch geordnet, um Besuchergruppen die Unterschiede bzw. die Themenvielfalt im 
Bereich Obstsorten aufzuzeigen.  Sorten bestimmter Regionen sind teilweise räumlich 
zusammengefasst worden , ebenso Sorten bestimmter Züchter  sowie teilweise Formengruppen 
(„Schafsnasen und verwandte Apfelsorten“) . Arten bzw. Sortengruppen mit besonders hoher 
Wuchskraft sollten  möglichst am Nordrand der Erh altungskultur gepflanzt werden, um eine 
Beschattung kleinerer Baumkronen zu verhindern. Aus diesem Grund sind die Kirschen sowie die 
meisten großkronigen Birnensorten dort platziert worden. Aus dem umgekehrten Grund finden die 
Pflaumensorten am südöstlichen Rand der Fläche ihren Platz. 
Durch den Bestand könnte ein Weg geführt werden, an dessen Rand Infoschilder auf die 
aufgepflanzten Sorten hinweisen und einen Bezug zum Erhaltungszentrum Leidenhausen herstellen. 
Ein bestehender Weg, der parallel zum Waldrand durch den südöstlich angrenzenden Wald verläuft, 
könnte das Ende des Infopfades darstellen. Zur Abgrenzung der Fläche nach Südwesten könnte eine 
zweireihige Hecke aus Wildgehölzen angelegt werden,  um mögliche Einflüsse der 
landwirtschaftlichen Nutzung auf der Nachbarfläche zu minimieren. Aus Rücksicht auf die Gesundheit 
der Obstbäume sollte dabei aber auf eine Pflanzung von Wildgehölzen verzichtet werden, die als 
Überträger von Obstbaumkrankheiten bekannt sind (zum Beispiel Weißdorn als möglicher Überträger 
von Feuerbrand).

8 
 
Abbildung 3: Möglicher Aufbau einer Obstsortenerhaltungspflanzung im Bergheimer Dreieck. Die schwarze Linie skizziert einen möglichen Besucherpfad durch die Fläche. Er könnte am Südostrand in den 
parallel zum Waldrand verlaufenden Fußweg einmünden. Anvisierter Pflanzabstand zwischen den Bäumen ca. 10 Meter (Durchmesser eines Kreises = 10m).

9 
 
Sortenauswahl 
Im Fokus des Obstsortenerhalts stehen Sorten, die vor Beginn der modernen Sortenzüchtung, also 
etwa bis zum Jahr 1950, entstanden sind. Häufig handelt es sich um zufällig entstandene Sorten, bei 
denen die Eltern nicht bekannt sind. Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kommen dann auch 
allmählich erste planmäßig gezüchtete Sorten hinzu. Im Rheinland haben zum Beispiel die 
Privatzüchter Diedrich Uhlhorn Jr. (1843 – 1915) aus Grevenbroich und Oberpfarrer Conrad Henzen 
(1801 – 1888) aus Elsen viele neue Sorten gezüchtet (von denen jedoch im Falle Henzens die meisten 
wohl wieder verloren gegangen sind). Fast allen diesen „alten“ Sorten ist eine geringe Anfälligkeit für 
Schädlinge und ein robustes Wachstum zu eigen, so dass sie meist problemlos im extensiven  
Streuobstanbau verwendet werden können (Ausnahmen bestätigen die Regel). 
Gegenwärtig verfolgt die Naturschutzstation bei der Nachpflanzung von Obstsorten zwei 
Erhaltungsziele: Einerseits werden bevorzugt lokale bzw. regionale Sorten aus dem Rheinland und 
angrenzenden Kulturräumen nachgepflanzt.  Andererseits werden einst überregional verbreitete 
Sorten gepflanzt, die heute eher selten in Streuobstbeständen vorkommen. Tabelle 1 listet die in den 
Jahren 2018 bis 2020 nachgepflanzten Sorten auf. Sie müssen in den kommenden Jahren  mit 
Ertragsbeginn auf ihre Echtheit geprüft werden. 
Sortenname Obstart Verbreitung Erhaltung Köln 
Ananas-Renette Apfel R/Ü * 
Bäumchensapfel Apfel R G 
Bergischer Herrenapfel Apfel R G 
Berner Rosenapfel Apfel Ü G 
Biesterfelder Renette Apfel Ü G 
Blauer Kölner Apfel R * 
Coulons Renette Apfel Ü K 
Eifeler Rambur Apfel R K 
Feys Gelbe Hauszwetsche Pflaume R K 
Finkenwerder Prinzenapfel Apfel Ü G 
Förster Sauer Apfel R K 
Freudenberger Nützerling Apfel L K 
Gelber Bellefleur Apfel Ü K 
Gelber Edelapfel Apfel Ü K 
Gellerts Butterbirne Birne Ü K 
Goldrenette aus Blenheim Apfel Ü G 
Grahams Jubiläumsapfel Apfel Ü K 
Grevenbroicher Knorpelkirsche Süßkirsche R K 
Harberts Renette Apfel Ü G 
Henzens Parmäne Apfel L K 
Kämersheider Bergamotte Birne L K 
Königlicher Kurzstiel Apfel Ü G 
Konstantinopler Apfelquitte Quitte Ü K 
Korbiniansapfel Apfel Ü G 
Krügers Dickstiel Apfel Ü G 
Landsberger Renette Apfel Ü G 
Lotemer Suure Sauerkirsche R K 
Luxemburger Renette Apfel R K

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Luxemburger Triumph Apfel R G 
Marange Pflaume R G 
Martini Apfel Ü K 
Mirakosa Pflaume R K 
Prinz Albrecht von Preußen Apfel Ü K 
Purpurroter Cousinot Apfel Ü G 
Puspasbirne Birne R G 
Rheinbirne Birne R K 
Rheinische Kaiserkirsche Süßkirsche R K 
Rheinisches Seidenhemdchen Apfel R * 
Rote Ananas-Renette Apfel R G 
Roter Trierer Weinapfel Apfel Ü K 
Roter Winterkalvill Apfel Ü K 
Schicks Rheinischer Landapfel Apfel R G 
Schöner aus Burscheid Apfel L * 
Schweizer Hose Birne Ü K 
Seestermüher Zitronenapfel Apfel Ü K 
Tulpenapfel Apfel R G 
Uhlhorns Wunderkirsche Süßkirsche L G 
Wachendorfer Renette Apfel R G 
Weißer Winterglockenapfel Apfel Ü K 
Zuccalmaglio-Renette Apfel R/Ü K 
Tabelle 1: Durch die Station nachgepflanzte Obstbäume auf Kölner Streuobstwiesen (sowohl städtische als auch andere 
Eigentümer) zwischen 2018 und 2020. Verbreitung: L – Lokalsorte, R – Regionalsorte (größtenteils aus dem Rheinland oder 
angrenzenden Kulturräumen), Ü – Überregional verbreitete Sorte. Erhaltung: 0 – Sorte in Köln nicht vorhanden, K – Kritisch, 
Sorte in Köln an einem Standort vorhanden, G – Gefährdet, Sorte in Köln an zwei Standorten vorhanden, * - Ungefährdet, 
Sorte in Köln an drei oder mehr Standorten vorhanden (die Bewertung umfasst nur die bisher nachgepflanzten Bäume – 
bestehende Bäume an anderen Standorten sind noch nicht mit berücksichtigt). 
Kategorisierung des Kölner Obstbestands 
In Anlehnung an die Praxis der Roten Listen sollte für den Kölner Streuobstbe stand ein 
Bewertungssystem definiert werden, anhand dessen eine Einordnung der Häufigkeit bestimmter 
Kulturobstsorten möglich wird. Hierbei könnte etwa zwischen den folgenden Kategorien 
unterschieden werden: 
 
Erhaltungskategorie 
0  –  Sorte in Köln nicht (mehr) vorhanden/ bekannt 
K  –  Kritisch, Sorte an einem Standort vorhanden 
G  –  Gefährdet, Sorte an zwei Standorten vorhanden 
*  –  Ungefährdet, Sorte an drei oder mehr Standorten vorhanden 
 
Sinnvoll wird eine solche Kategorisierung erst dann, wenn möglic hst umfangreiche Daten auch zur 
Obstsortenvielfalt auf bestehenden Kölner Obstwiesen vorliegen. Die pomologische Kartierarbeit der 
kommenden Jahre durch die Pomologin C. Pfeffer könnte hier dazu beitragen, einen kölnweiten 
Überblick über die vorhandenen Ob stsorten zu erhalten. Auf dieser Basis könnte dann eine 
Beurteilung der jeweiligen Häufigkeit der Sorten im Kölner Stadtgebiet erfolgen.  Sobald diese 
Informationen zusammengetragen worden sind, wird es auf der Basis auch möglich sein,

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Empfehlungen für die gezielte Nachpflanzung bestimmter , im Stadtgebiet seltener Sorten 
auszusprechen. 
Auch eine über Köln hinausgreifende Bewertung der (ehemaligen) Verbreitung der Sorten kann im 
Rahmen der Auswahl von zu erhaltenden Sorten sinnvoll sein. Sie könnte zum Beispi el 
folgendermaßen aufgebaut sein: 
 
Verbreitungskategorie 
L –  Lokal verbreitete Sorte   (Bsp. Kämersheider Bergamotte) 
R –  Regional verbreitete Sorte   (Bsp. Rheinisches Seidenhemdchen) 
Ü – Überregional verbreitete Sorte   (Bsp. Erntepflaume) 
D –  Deutschlandweit verbreitete Sorte  (Bsp. Rheinischer Bohnapfel) 
 
Fokus der Erhaltungssammlung 
Von besonderer Wichtigkeit für die Planung einer Erhaltungskultur ist die Frage, ob eine bestimme 
Sorte eine spezifisch regionale Verbreitung hatte. War das Vorkommen ei nst auf ein geographisch 
begrenztes Gebiet beschränkt, ergibt sich daraus eine besonder e Erhaltungsverantwortung für die 
jeweilige Region. Aus den pomologischen Untersuchungen der letzten Jahrzehnte lässt sich ableiten, 
dass dabei zwischen rein lokal verbreiteten Sorten und echten regionaltypischen Sorten unterschieden 
werden kann. Besonders im Bereich Wirtschaftsobst kann davon ausgegangen werden, dass viele 
Sorten nur in einem sehr begrenzten lokalen Radius vermehrt und weitergegeben wurden.  
Das LVR -Sortenhandbuch (LVR 2017)  hat für das Rheinland die Verbreitung zahlreicher 
regionaltypischer Sorten dargestellt. Aufgrund des Vorkommens von Altbäumen bzw. aufgrund 
schriftlicher Quellen über Pflanzungen, Handel oder Rodungen kann für die jeweiligen Kreise un d 
kreisfreien Städte die Verantwortung gegenüber dem Erhalt einzelner Sorten abgeleitet werden.  Für 
das Obst-Arboretum Köln könnte ein Fokus auf den Bereich Niederrheinische Bucht und angrenzende 
Kreise (westliches Bergisches Land, nördliche Eifel) angestr ebt werden. Eine Bestimmung der 
„Zielsorten“ aus d iesem Bereich könnte zum Beispiel auf Grundlage der im LVR -Sortenhandbuch 
dargelegten Verbreitungsdaten erfolgen. Tabelle 2 zeigt, für welche Sorten eine beson dere 
Erhaltungsverantwortung im Bereich Niederrheinische Bucht besteht.

12 
 
Sortenname Obstart Vorkommen in 
Bonn/ Rhein-
Erft 
Vorkommen in 
Düsseldorf/ 
Krefeld/ Rhein-
Kreis Neuss 
Vorkommen 
in Köln/ 
Leverkusen 
Vorkommen 
im Rheinisch-
Bergischen 
Kreis 
Vorkommen 
im Rhein-
Sieg-Kreis 
Aegidienberger Seidenhemdchen Apfel     ● 
Ananas-Renette Apfel ● ● ○ + ● ● 
Bäumchensapfel Apfel   ● + ●  
Bergische Schafsnase Apfel     ● 
Bergischer Herrenapfel Apfel   + ●  
Blauer Kölner Apfel ● ● ○ +   
„Bratschapfel“ Apfel  ● ●   
Bresüthe Apfel  ●    
Creo Apfel  ○    
Degeers Renette Apfel  ● +   
Doppelter Härtling Apfel    ●  
Doppelter Neuhäuser Apfel   ● ● ● 
Doyenné de Merode (Doppelte 
Philippsbirne) 
Birne  ●  ●  
Dressprümmche Pflaume     ● 
Dycker Schmalzbirne Birne  ●    
Eifeler Rambur Apfel  ○ ●  ● + ● ● 
Feys Gelbe Hauszwetsche Pflaume ● ○ ○ +  ○ 
Feys Rekord Apfel     ○ 
Förster Sauer Apfel   + ●  
Geisepitter Kirsche ○    ● 
Gelbe Schafsnase Apfel  ●   ● 
Goldschwänzchen Birne    ○ ○ 
Grä(h)ling Birne  ●  ● ● 
Grevenbroicher Knorpelkirsche Kirsche  ○    
Grünapfel Apfel ●   ● ● 
Henzens Parmäne Apfel  ○ +   
Hufenbirne Birne     ● 
Juffernbirne Birne  ●  ● ● 
Kämersheider Bergamotte Birne   + ●  
Linksbirne Birne     ● 
Lotemer Suure Kirsche  ● +   
Luxemburger Renette Apfel  ● + ● ● 
Luxemburger Triumph Apfel  ● + ● ● 
Marange (Erntepflaume) Pflaume  ● +  ● 
Martinsbirne Birne  ● ● ●  
Mautapfel Apfel    ● ● 
Mirakosa Pflaume   +  ● 
Moseleisenapfel Apfel  ●   ● 
Namedyer Gold Apfel     ● 
Neuh(a)euser Apfel   ● ●  
Neukirchener Butterbirne Birne  ● ● ●  
„Neukirchener Streifling“ Apfel ●  ● ● ● 
Nimmermür Apfel  ● ●  ● 
Ölligsbirne Birne     ● 
Peter Broich (syn. Kaiser Wilhelm) Apfel ● ● ● + ● ● 
Regenbirne Birne  ● ●   
Rheinbirne Birne ● ● +  ● 
Rheinische Braune Leberkirsche Kirsche    ● ● 
Rheinische Kaiserkirsche Kirsche   +  ● 
Rheinische Schafsnase Apfel     ● 
Rheinisches Seidenhemdchen Apfel   ○ + ● ● 
Rheinische Speckbirne Birne ○ ○ ○ ○ ○ 
Rheinlands Ruhm Apfel  ○    
Röttgesbirne Birne     ●

13 
 
Schicks Rheinischer Landapfel Apfel   + ● ● 
Schöner aus Burscheid Apfel   ○ + ○  
Schöner aus Elmpt Apfel  ○ ●   ● 
Schöpgesbirne Birne     ● 
Spätbronge Kirsche     ● 
Sponheimer Flurapfel Apfel    ● ● 
Tragedy Pflaume     ○ 
Tulpenapfel Apfel  ● ● + ● ● 
Uhlhorns Augustkalvill Apfel  ●   ○ 
Uhlhorns Wunderkirsche Kirsche  ● +   
Wachendorfer Renette Apfel   +  ○ 
Zigeunerin Apfel  ● ● ● ○ 
Zitronenbirne Birne   ●   
Tabelle 2: Vorkommen lokaler und regionaler Obstsorten in der Niederrheinischen Bucht und teils angrenzender Gebiete 
(Angaben nach LVR-Sortenhandbuch). Jungbäume für Köln ergänzt nach Daten der Naturschutzstation. ● – Altbaum 
vorhanden; ○ – früheres Vorkommen laut historische Belege; + – Jungbäume vorhanden 
Kooperationspartner 
Neben den Kooperationspartnern Stadt Köln, Amt für Landschaftspflege und Grünflächen , 
Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Umweltbildungszentrum Leidenhausen, der Obstexpertin C. 
Pfeffer und der Naturschutzstation haben weitere Akteure die Bereitschaft signalisiert, den Aufbau 
des Obst-Arboretum Köln zu unterstützen. Zu nennen sind hier vor allem die Landwirtschaftskammer 
NRW mit dem Obstreisermuttergarten Rheinland ORG GmbH  in M eckenheim, sowie  der 
Landschaftsverband Rheinland. Über das Erhalternetzwerk des Pomologenvereins und das Netzwerk 
der Biologischen Stationen im Rheinland kann bei Bedarf auf weitere Unterstützung zurückgegriffen 
werden. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Literaturangaben 
Geologischer Dienst NRW (2020): IS BK 50 Bodenkarte von NRW 1 : 50.000 – WMS. 
https://www.gd.nrw.de/pr_od_ibk50.htm 
LVR-Netzwerk Kulturlandschaft und Biologische Stationen Rheinland (Hrsg.) (2017): Lokale und regionale 
Obstsorten im Rheinland – neu entdeckt! 2. Auflage, Köln.

Beratungsverlauf (2)

04.06.2021 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 4.2.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung
17.06.2021 Bezirksvertretung 5 (Nippes)
TOP 9.1.13 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1341/2021
Typ
Beschlussvorlage Ausschuss
Datum
08.06.2021
Erstellt
09.04.2021 12:36