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2017/0099

Kindertagesstätte der Evangelischen Thomasgemeinde in der Flotowstraße 29, Darmstadt

Magistratsvorlage 21.03.2017

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2017/0099

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Konzepterweiterung der Kindertagesstätte
der Ev. Thomasgemeinde Darmstadt zum
Familienzentrum

Die Kindertagesstätte der Ev. Thomasgemeinde ging 1972 als dreigruppiger
Kindergarten in Betrieb. Seitdem arbeiten wir mit bis zu 75 Kindern ab 3 Jahren
bis zum Schuleintritt in drei Gruppenräumen, einem Mehrzweckraum und 300

qm Außengelände.

Unsere Einrichtung bietet seit 2007 flexible Betreuungszeiten an, um den
veränderten familiären Bedürfnissen gerecht zu werden. Zurzeit besuchen uns
3 Kinder bis zu 25 Stunden pro Woche, 7 Kinder bis zu 35 Stunden pro Woche
53 Kinder bis zu 45 Stunden pro Woche und 8 Kinder mehr als 45 Stunden pro
Woche. Allen Familien steht die Möglichkeit offen, durch Zukauf die
Betreuungszeiten täglich zu erweitern. So hat sich der klassische
Kindergartenbetrieb zu.einer Kindertagesstätte mit Ganztagsangebot

entwickelt.

Seit 2008 arbeitet unsere Kindertagesstätte nach dem Bildungs- und
Erziehungsplan des Landes Hessen (BEP). In dieser Zeit gelang es uns, als eine
der ersten Einrichtungen überhaupt, mit dem BETA-Zertifikat der EKHN

ausgezeichnet zu werden.

Wir arbeiten kontinuierlich an unserer Konzeption weiter, um Bildungsinhalte
und Vermittlungsmethoden den Anforderungen anzupassen, die eine stetig
sich wandelnde Gesellschaft an uns stellt: Team und Träger reflektieren die
Situation und tragen neuen Notwendigkeiten Rechnung.

Da trotz dieser kontinuierlichen Erweiterung unserer Angebote die räumliche
Situation unverändert blieb, wurden in den letzten Jahren alle denkbaren
Möglichkeiten ausgenutzt, die uns zur Verfügung stehenden Räume optimal zu
nutzen. Trotzdem ist die derzeitige Situation höchst unbefriedigend und
begrenzt die Möglichkeiten einer weiteren gewünschten Entwicklung.

So reichen wegen der hohen Anwesenheitszahlen der Kinder weder unsere
Küche zur Essenszubereitung noch unsere Räume zur Mittagsversorgung aus.
20 Kinder essen, soweit es uns zur Verfügung steht, im Gemeindehaus an den

Sitzungstischen im Gemeindesaal.

Kellerräume, die der Lagerung von Vorräten dienten, wurden zu Lernstationen
umfunktioniert, da uns keine geeigneten Differenzierungsräume zur Verfügung
stehen. Diese Räume entsprechen jedoch in keiner Weise den Erfordernissen
und sind den Kindern nur in kleinen Gruppen unter Aufsicht zugänglich. Eine
Feuerschutztür macht es den Kindern unmöglich, die Räume selbständig zu
nutzen. Die Kellerräume sind nur über eine schmale Treppe zu erreichen, nicht
barrierefrei und somit für Kinder mit körperlicher Beeinträchtigung nicht
erreichbar. Dies steht im Widerspruch zu unserem seit über zehn Jahren
gelebten Integrationskonzept. Der verloren gegangene Lagerraum für Vorräte

und Spielmaterial fehlt seither.

Unsere Kindertagesstätte wurde als Kindergarten errichtet und ist somit nur
mit einer Teeküche ausgestattet. Für die Hauswirtschaftskraft bedeutet dies -
eine logistische Höchstleistung, das Essen für über 60 Kinder bereit zu stellen.
Aus Platzmangel befindet sich der Konvektomat im Gemeindehaus. Die'
Hauswirtschaftskraft muss lange Wege zurücklegen und somit viel Zeit auch für

die Organisation der Abläufe investieren.

Dieser Prozess ist nun an einem Punkt angekommen, an dem klar wird:

e Der Bildungs- und Erziehungsplan lässt sich unter den derzeitigen
Bedingungen nur unzureichend umsetzen. Die räumlichen Bedingungen
lassen ein Gleichgewicht an Sozialität und Individualität im
Bildungsprozess nicht zu, da es keine Intensiv- oder
Differenzierungsräume gibt, die ein konzentriertes, eigenständiges und
selbstbestimmtes Arbeiten für die Kinder ermöglichen.

e Kinder, die mit drei Jahren zu uns in die Einrichtung kommen, verbleiben
von Anfang an überwiegend den ganzen Tag. Es gibt keinen geeigneten
Raum, in dem den Kindern ihrem Bedürfnis nach Ruhe Rechnung
getragen werden kann. Der einzige Raum, der zur Verfügung, steht ist
der Bewegungsraum, den dann die älteren Kinder nicht nutzen können.
Die Kindertagesstätte braucht einen Ruheraum.

e Eltern brauchen verlässliche Betreuungszeiten, ein Netz an
Hilfeleistungen, die sie in ihrer Bildungs- und Erziehungsarbeit beratend
unterstützen. Sie brauchen niederschwellige Unterstützung bei
besonderen Belastungen in der Familie. Hierzu fehlen geeignete Räume,
um Elterngespräche und Beratungen im nötigen Umfang anbieten zu
können, aber auch um Eltern einen geeigneten Rahmen für
eigenverantwortliche Arbeit zu ermöglichen.

e Die Arbeit der Fachkräfte in der Kindertagesstätte hat sich verändert.
Mitarbeitende benötigen einen geeigneten Arbeitsplatz für die
Vorbereitung der pädagogischen Arbeit, für Elterngespräche und
Kooperationen mit Schulen und anderen am Bildungsprozess beteiligten
Einrichtungen.

e In unserem Wohnviertel leben viele ältere Menschen. Durch Besuche in
Altenheimen und Projekten mit dessen Bewohnern stellt sich uns die
Aufgabe, unsere Arbeit generationsübergreifend auch für ältere
Menschen auszubauen. .

e Unserem Wohnviertel fehlt nach Umfrage unter Familien eine
Begegnungsstätte, die ein Treffpunkt für alle Generationen sein kann.
Unsere Kindertagesstätte mit Gemeindezentrum bietet sich hierfür an. In

3

den letzten Jahren gibt es vermehrt Raumanfragen, die nicht mehr
bedient werden können. Die Räume des Gemeindehauses sind
weitgehend ausgelastet und so können Angebote im Wohnviertel nicht
stattfinden.

e Die Kindertagesstätte muss sich nach innen und außen öffnen, um
weiterhin eine gelingende Arbeit mit den Kindern und deren Familien
und daraus folgernd für den Sozialraum gewährleisten zu können. Diese
Öffnung gelingt nur, wenn eine fortschreitende Vernetzung ins
Wohnviertel stattfindet und sich die Einrichtung zum Familienzentrum
weiterentwickelt. Auch hierzu benötigen wir Räume, um Treffpunkt für
Kooperationspartner und Menschen unterschiedlichen Alters sein zu

können.

Unsere Ziele

e Die Familie ist der erste und wichtigste Bildungsort der Kinder.
Bildungspartnerschaft mit den Eltern muss Raum haben und gelebt
werden können. Wir brauchen Raum, der für Eltern und Kinder
gleichermaßen nutzbar ist. Es soll ein Treffpunkt für Elterngespräche,
Elternberatung, Seminare, aber auch im Tagesverlauf für Aktionen von
und mit Eltern und Kindern zur Verfügung stehen.

e Wir bieten regelmäßige Themenabende für alle Interessierte des
Wohnviertels an, um der Nachfrage nach Unterstützung, Information
und Austausch über pädagogische Themen von Eltern gerecht zu
werden.

e Die Kinder sollen die Mahlzeiten in dafür geeigneten Räumen
einnehmen. Hier sollen sie eine angenehme Atmosphäre vorfinden, in
der sie Essen als ein anregendes Gemeinschaftserlebnis erfahren können.
Ein Bistro soll den Kindern für das Frühstück, Mittagessen und für den
Nachmittagsimbiss zur Verfügung stehen. Als Elterncafe kann es auch als
Treffpunkt zum Austausch und für Elternaktivitäten genutzt werden.

e Es soll einen Raum geben, der den Kindern zum Schlafen und Ruhen und
als Rückzugsmöglichkeit zur Verfügung steht.

e Wir bieten Kindern die Möglichkeit, Wissen bewusst, selbstgesteuert und
reflektiert zu erwerben. Dazu möchten wir Lernstationen in geeigneten

Räumen einrichten, die für alle Kinder zugänglich und barrierefrei sind.
Wir entwickeln unsere Arbeit im Sinne des Bildungs- und Erziehungsplans
weiter und bieten den Kindern differenzierte Erfahrungsfelder in kleinen °
Gruppen an.

e Wir nehmen wahr, dass viele Kinder kaum mehr an der Gestaltung des
Alltags partizipieren und Eltern ihnen wenig zutrauen. Kinder brauchen
Erfahrungsräume, die ihnen dies ermöglichen. Wir wollen die Kinder an
Themen des Alltags am Beispiel des Mittagessens intensiver teilhaben
lassen. Sie sollen erfahren, wie die Zubereitung von Lebensmitteln
geschieht, wie man sich gesund ernährt und wie sie sich hier aktiv
einbringen können. Unser Ziel ist es, Möglichkeiten zu eröffnen, dass wir
mit Kindern Mahlzeiten zubereiten können. Wir streben an, dass für die
Einrichtung Frischkost angeboten werden kann. Hierzu benötigen wir

eine geeignete Küche.

Mit unserer Konzepterweiterung wollen wir das Streben der Kinder nach
Unabhängigkeit und Eigenverantwortung unterstützen, ihnen alle
denkbaren Chancen einräumen, sich in der Gemeinschaft wohl zu fühlen,

sich nützlich zu machen und wirksam zu sein.

Ziel unseres Öffnungsprozesses der Kita ist folglich, Erfahrungsräume zu
schaffen, in denen geübt werden und zunehmend gelingen kann,
Handlungsspielräume auszudehnen und sie in Abstimmung mit anderen
Menschen im Wohnviertel verantwortlich zu nutzen.

Dies hat zur Folge, dass wir uns über die Kindertagesstätte hinaus zum
Familienzentrum entwickeln, das Familien und den Bewohnern des
Wohnviertels als Treffpunkt dient und sie hier Angebote und Räume
vorfinden, die ihren Bedürfnissen Rechnung tragen. Familien mit Kindern
und auch Menschen in anderen Lebensphasen sollen sich hier willkommen
fühlen, sich einbringen können. Von uns betreute Familien finden in unserer
Tagesstätte schon jetzt systemische Beratung und Unterstützung, so dass
wir bereits Erfahrung darin haben, Menschen auch über das klassische
Betreuungs- und Bildungsangebot einer Kindertagesstätte hinaus zu

unterstützen.

Unser Lösungsansatz

Zur Sicherung unserer bisherigen erreichten Qualitätsstandards und zur
Umsetzung der beschriebenen Ziele zur Konzepterweiterung ist eine
räumliche Weiterentwicklung dringend notwendig. Für eine Anpassung an
zeitgemäße Flächenstandards wären folgende räumliche Veränderungen

zusätzlich erforderlich:

Funktionsräume, in denen die Kinder selbstbestimmte
Lernerfahrungen machen können.

einen Raum zum Schlafen und Ruhen, der im Tagesverlauf als
Rückzugsmöglichkeit von allen Kindern genutzt werden kann.

eine größere Küche, in der für 75 Kinder Frischkost zubereitet werden
kann und Kindern Einblick und Beteiligung in die Zubereitung von
Lebensmitteln vermittelt wird.

ein Bistro für Frühstück, Mittagessen und Imbiss, in dem Kinder und
Erwachsene Essen als Gemeinschaftserlebnis in guter Atmosphäre
erleben können. Außerhalb der Essenzeiten dient es als
Mehrzweckraum.

einen Raum zur Vor- und Nachbereitung für die Mitarbeitenden, für
Elternberatung und Gespräche mit Kooperationspartnern.

einen Pausenraum für 12 bis 15 Mitarbeitende

Vom Gemeindevorstand wurden gemeinsam mit dem Kindergartenteam
Lösungsansätze untersucht und ein Konzept entwickelt, das im Rahmen des
baulichen Bestands weitere Möglichkeiten eröffnet, einen Teil der Ziele

umzusetzen.

Skizze Grundriss Küsterwohnung
nach Umbau

Ohne Maßstab

Dieses Konzept sieht vor, die Küsterwohnung als Teil des Gemeindezentrums
in direkter Nachbarschaft zum Kindergarten umzubauen und die
Räumlichkeiten dann wie folgt zu nutzen:

ein Bistro mit ca. 40 m?, welches auch als Mehrzweckraum für Angebote
und Elternarbeit genutzt werden kann

ein zusätzlicher, mehrfach nutzbarer Funktionsraum mit ca. 26 m?,
welcher auch als Ruhe- und Schlafraum in der Mittagszeit genutzt

werden kann
eine modern ausgestattete Küche mit Lagerraum mit ca. 22 m?

ein Windfang mit Garderobe mit 6 m?
ein WC mit 6 m?
ein Lagerraum mit 5 m?

Thomasgemeinde

Ohne Maßstab
NA TLN LTM ”

Thomasgemeinde
Umbau der ehemaligen Küsterwohnung für Kita-Nutzung
Kostenschätzung nach Gewerken

‚Abbruch- / Rohbauarbeiten 35.830,00 €
Trockenbau- / Malerarbeiten 17.800,00 €
Bodenbelagsarbeiten 6.550,00 €
Schreinerarbeiten 34.750,00 €
Fliesenarbeiten 6.325,00 €
Haustechnik 56.000,00 €
Sonstiges 6.715,00 €
Ausstattung 55.000,00 €
Herrichtung Aussenbereich 10.000,00 €
Zwischensumme 228.970,00 €
Baunebenkosten 40.000,00 €
Summe 268.970,00 €.
zur Rundung 1.030,00 €
Gesamtsumme 270.000,00 €

Pd es

2017/0099

7095 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
23.03.2017 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat V an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat IV 
 
 
Amt: Jugendamt 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2017/0099 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 365031 
Kostenstelle: 051-007-1300 Investitionsnummer:  12051-0641 
Kostenträger:  3650-31 Sachkonto: 0358010 
 
Betreff: Kindertagesstätte der Evangelischen Thomasgemeinde in der Flotowstraße 29, 
Darmstadt 
 
Vorlage vom: 21.03.2017  
 
Beschlussvorschlag : 
 
1.  Der Magistrat  stimmt der Gewährung eines Investitionskostenzuschusses im Haushaltsjahr 
2017 an die Evangelische Thomasgemeinde von bis zu 135.000 € zur Erweiterung  der 
Räumlichkeiten der Kindertagesstätte (Flotowstraße 29) in der Evangelischen Thomasgemeinde 
zu. 
 
2.  Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln der Kostenstelle 751 -010-1000, Sachkonto 3110214, 
Kostenträger 3660-10. 
 
Anlagen: Konzepterweiterung Thomasgemeinde  
 
Datenschutzrelevante Anlage:

- 2 - 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom  21.03.2017  
 
Die Kindertagesstätte der Evangelischen Thomasgemeinde , die in der östlichen Innenstadt 
liegt, bietet seit 2007 flexible Betreuungsz eiten für 75 Kinder (im Alter von drei Jahren bis 
zum Schuleintritt) in drei Gruppen an. Durch die Einführung der Flexibilisierung hat sich d er 
klassische Kindergartenbetrieb (von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr) zu einer Kindertagesstätte mit 
Ganztagsangebot (von 7:00 Uhr bis 17:00 Uhr) entwickelt. Perspektivisch soll si ch die 
Kindertagesstätte zu einem Familienzentrum entwickeln.  
 
Bisher wurden alle denkbaren Möglichkeiten ausgeschöpft , um die zur Verfügung stehenden 
Räumlichkeiten optimal zu nutzen. Aufgrund der gestiegenen Zahl  an Ganztagsplätzen, die 
der Vereinbarkeit  von Familie und Beruf Rechnung tragen, sind nun jedoch die Anzahl der 
Räumlichkeiten als auch die Gesamtzahl der Quadratmeter nicht  mehr ausreichend. Vor 
allem die Essens - und Ruhezeiten  sind innerhalb der Einrichtung  schwer umzusetzen, was 
sich auch auf andere Betreuungs - und Bildungssituationen im Alltag der Kindertagesstätte 
auswirkt. 
 
Für eine 3-gruppige Kindertagesstätte werden laut den Empfehlungen des 
Landesjugendamtes, sowie unter Berücksichtigung der Darmstädter Qualitätsstandards für 
Neubauten vo n Kindertagesstätten, mindestens eine Innenfläche von 490,00 m² sowie eine 
Außenspielfläche von mindestens 450,00 m²  benötigt. 
 
Der Küchenbereich  soll, inklusive Lagermöglichkeiten, mind. 15,00 m² – 24,00 m² groß sein.  
Des Weiteren soll gemäß den Empfehlu ngen außerdem pro Kindergartengruppe sowohl ein 
Gruppenraum von mind. 50,00 m² sowie ein Nebenraum von mind. 20,00 m² vorhanden sein. 
Die Nebenräume sollen  als Rückzugs- und Ruhebereich für die Kinder dienen. Derzeit sind 
keine Nebenräume vorhanden.  
 
Der Mehrzweckbereich soll bei einer 3 -gruppigen Einrichtung mindestens eine Fläche von 
60,00 m² aufweisen. Die Sanitärrä ume sollen pro Kindergartengruppe ca. 12,00 m² groß sein 
und mit 2-3 Toilettenbecken und 3 -4 Waschplätzen ausgestattet sein.  Da noch nicht al le 
Kinder mit Eintritt in den Kindergarten „sauber und trocken“ sind, benötigt man zudem einen 
Wickelbereich mit insgesamt 1 -2 Plätzen. In den derzeit vorhandenen Sanitärräumen ist 
nicht ausreichend Platz, um einen Wickelbereich zu integrieren.  Für die Fach- und 
Hauswirtschaftskräfte, sowie für die Eltern und Besucher sollen insgesamt mindestens 2 -4 
Toiletten in einem mindestens 8,00 m² großen Raum zur Verfügung stehen.  
 
Die fachlichen Anforderungen sind in den letzten Jahren erheblich gewachsen, insbesondere 
durch die stets aktuellen Bildungsdebatten und die Anforderungen an eine entsprechende 
Bildungsarbeit. Hierfür benötigen die pädagogischen Mitarbeiter einen geeigneten 
Arbeitsplatz sowie die Möglichkeit des Rückzugs in den Pausenzeiten.   
Zudem bieten d ie derzeitigen räumlichen Bedingungen keinen geeigneten Rahmen , um 
Elterngespräche  oder Eingewöhnungen  in adäquater Weise durchführen zu können .  
Um diesen Ansprüchen, sowie den Empfehlungen des Landesjugendamtes für die 
Räumlichkeiten von Kindertagesstätt en, gerecht werden zu können, bedarf es einer 
flächenmäßig räumlichen Erweiterung der Kindertagesstätte der Evangelischen 
Thomasgemeinde. Hierfür steht eine auf dem gleichen Grundstück liegende Küsterwohnung 
zur Verfügung, die umgebaut werden soll. Die Wohnung befindet sich direkt angrenzend an 
die Kindertagesstätte und ist durch eine  Überdachung mit der Einrichtung verbunden. Es 
handelt sich um ein eingeschossiges Gebäude,  welches barrierefre i zugänglich und

- 4 - 
unterkellert ist. Die rund 105,00 m² könn en zusätzlich von den Kindern , Fach- und 
Hauswirtschaftskräften sowie von den Eltern und Besuchern  genutzt werden.   
Nach einem erfolgten Umbau wird ein Bistro mit ca. 40,00 m² entstehen, welches auch a ls 
Mehrzweckraum für weitere Angebote und  die Elternarbeit gen utzt werden kann. Durch die 
Entstehung einer ca. 22 m² großen Küche, inklusive Lagerm öglichkeiten, wird man den 
Ansprüchen eines Ganztagsbetriebes  gerecht werden.  
Zudem wird ein zusätzlicher , mehrfach nutzbare r Funktionsraum  mit ca. 26,00 m² , welcher 
auch als Ruhe- und Schlafraum in der Mittagszeit genutzt werden kann, entstehen.   
Es werden weitere Sanitäranlagen für die Kinder und Erwachsenen, inklusive Wickelbereich, 
geschaffen. In den Kellerräumen der Küsterwohnung stehen weitere notwendige 
Lagermöglichk eiten zur Verfügung. Durch eine Anbindung der Küsterwohnung an die 
bisherigen Räumlichkeiten der Kindertagesstätte entsteht zudem die zusätzliche  
Zugangsmöglichkeit zu einem weiteren Außengelände. Diese Fläche weitet die 
Außenspielmöglichkeiten der Kinder  aus. 
 
Die Maßnahme ist aus fachlicher Sicht erforderlich, um den beengten räumlichen 
Bedingungen der Kindertagesstätte der Evangelischen Thomasgemeinde entgegen zu wirken 
und damit perspektivisch bessere  Bildungs- und Betreuungs situationen für die Kinder in der 
östlichen Innenstadt zu schaffen.  
 
Gemäß § 7 Abs. 1 der Vereinbarung über den Betrieb und die Finanzierung der 
Evangelischen Kindertagesstätte Thomasgemeinde ist über die Gewährung städtischer 
Investitionskostenzuschüsse im Einzelfall zu entscheiden . Eine anteilige städtische 
Zuschussgewähr ung von bis zu 50% der Gesamtkosten (270.000 € gemäß Kalkulation der 
Evangelischen Thomasgemeinde) der Wissenschaftsstadt Darmstadt an den Umbaukosten 
wird erforderlich.   
 
Eine Anpassung der Betriebskostenförderung ist nicht erforderlich.  
 
Darmstadt, den 21.03.2017 
 
Dezernat IV      Dezernat V 
 
 
 
 
André Schellenberg       Barbara Akdeniz  
Stadtkämmerer      Stadträtin

Beratungsverlauf (4)

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Orte (1)

  • Flotowstraße 29

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Details

Vorlagen-Nr.
2017/0099
Typ
Magistratsvorlage
Datum
21.03.2017
Erstellt
29.09.2026 00:00