2018/0299
Interkommunales Verkehrsmodell der Wissenschaftsstadt Darmstadt und der Stadt Griesheim
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Punkt 5: Interkommunales Verkehrsmodell der Wissenschaftsstadt Darmstadt und der Stadt Griesheim (V-Nr. 2018/0299) Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Gegenstimme: Fraktion UWIGA Stimmenthaltungen: SPD-Fraktion
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Punkt 27: Interkommunales Verkehrsmodell der Wissenschaftsstadt Darmstadt und der Stadt Griesheim (V-Nr. 2018/0299) Der Vorlage wird zugestimmt. Gegenstimmen: UWIGA Stimmenthaltung: AfD und 1 Stimme aus Die Linke.
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Stadtentwicklungskonzept Mobilität für die Städte Darmstadt und Griesheim Leistungsbeschreibung vom 01.10.2018 Stufe 2: Fortschreibung auf Prognose 2030 und Erstellung eines interkommunalen Verkehrsmodells Stadtentwicklungskonzept Mobilität für die Städte Darmstadt und Griesheim Stufe 2 - Fortschreibung auf Prognose 2030 und Erstellung eines interkommunalen Verkehrsmodells - EEE Leistungsbeschreibung 1 Ausgangssituation Darmstadt ist eine kreisfreie Großstadt im Süden Hessens, Verwaltungssitz des Re- gierungsbezirks Darmstadt und des Landkreises Darmstadt-Dieburg. Die Stadt gehört zum Rhein-Main-Gebiet und ist eines der zehn Oberzentren des Landes Hessen. Die Stadt Darmstadt weist etwa 160.000 Einwohner auf. Darmstadt ist nach Frankfurt am Main, Wiesbaden und Kassel die viertgrößte Stadt des Landes Hessen. Darmstadt wird durch den Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) bedient. Durch das westliche Stadtgebiet führen die Bundesautobahnen 5 (Karlsruhe-Frank- furt) und 67 (Mannheim-Rüsselsheim). Beide treffen sich am Darmstädter Kreuz. Des Weiteren führen folgende Bundesstraßen durch das Stadtgebiet: e B3 (Heidelberg-Frankfurt), e B 26 (Wolfskehlen-Bamberg), e B42 (Bonn-Darmstadt), e B 426 (Obernburg-Gernsheim) und e B 449 (Darmstadt-Mühltal). Habermehl & Follmann Ing.-GmbH 1 Stadtentwicklungskonzept Mobilität für die Städte Darmstadt und Griesheim Leistungsbeschreibung vom 01.10.2018 Stufe 2: Fortschreibung auf Prognose 2030 und Erstellung eines interkommunalen Verkehrsmodells Die Stadt wird durch Flixbus, Ecolines und Eurolines an das innerdeutsche und inter- nationale Fernbusnetz angeschlossen. Als Teil des Luftreinhalteplans führte Darmstadt zum 1. November 2015 eine Umwelt- zone ein und weitete das Durchfahrtsverbot für Lkw aus. Demnach dürfen nur noch PKW mit einer grünen Schadstoffplakette oder einer Sondergenehmigung in das Stadtgebiet einfahren. Die aktuellen Diskussionen in der kommunalen Verkehrsplanung werden durch The- menbereiche wie Reduzierung der Umweltbelastung durch den motorisierten Individu- alverkehr (MIV), im Besonderen die Reduzierung von Abgas- und Lärmbelastungen im Stadtgebiet, Verbesserungen im Bereich der Nahmobilität (FuRgänger- und Rad- verkehr) und ein attraktives ÖPNV-Angebot geprägt. Hieraus lässt sich der Wunsch einer umweltverträglicheren und nachhaltigeren Mobilität ableiten. Durch das Stadtentwicklungskonzept Mobilität soll das Potential einer umweltver- träglicheren und nachhaltigeren Mobilität in Darmstadt aufgezeigt werden. Auf Basis des aktuellen regionalen Verkehrsmodells der Metropolregion Rhein-Main, der Ver- kehrsdatenbasis Rhein-Main (VDRM), können verschiedene Wechselwirkungen im Modal Split (Verkehrsmittelwahl) aufgezeigt werden: e Wechselwirkungen zwischen dem motorisierten Individualverkehr (MIV), öffentli- chen Personennahverkehr (ÖPNV) und dem nichtmotorisierten Individualverkehr (NMIV) e Wechselwirkungen der lokalen bzw. regionalen Stadt-Umland-Verflechtungen Das vorliegende Verkehrsmodell der Metropolregion Rhein-Main beinhaltet die über- regionalen Kfz-Verkehre des motorisierten Individualverkehrs (MIV) sowie die überre- gionalen Fernverkehre im öffentlichen Verkehr (ÖV). Die lokalen Verkehre im MIV und im ÖV sind hierbei nur näherungsweise modelliert und sollen dementsprechend im Zuge dieser Verkehrsuntersuchung detaillierter betrachtet werden. Unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung sowie der lokalen Bauleit- bzw. Flächennutzungsplanung wird das regionale Verkehrsmodell auf das Prognose- jahr 2030 fortgeschrieben. Hierbei werden verschiedene Maßnahmen zur Reduzierung des MIV und zur Förderung des NMIV und des ÖPNV untersucht sowie mögliche Po- tentiale des Umweltverbundes für das Stadtgebiet von Darmstadt abgeschätzt. Die Stadt Darmstadt befindet sich nicht auf einer grünen Insel, sondern ist Teil des Rhein-Main-Gebietes mit all seinen regionalen Verkehrsverflechtungen. Dies sieht bei den Nachbargemeinden der Stadt genauso aus. Aus diesem Grund haben sich die Städte Darmstadt und Griesheim darauf verständigt, dass die beiden vorliegenden iso- lierten Verkehrsmodelle im Zuge des Stadtentwicklungskonzeptes Mobilität zu einem Habermehl & Follmann Ing.-GmbH 2 Stadtentwicklungskonzept Mobilität für die Städte Darmstadt und Griesheim Leistungsbeschreibung vom 01.10.2018 Stufe 2: Fortschreibung auf Prognose 2030 und Erstellung eines interkommunalen Verkehrsmodells interkommunalen Verkehrsmodell verschmolzen werden sollen. Dies hat zur Folge, dass regionale Verkehrsrelationen noch genauer abgebildet und untersucht werden können. 2 Arbeitsprogramm Das Arbeitsprogramm hat zum Ziel zwei vorliegende Verkehrsmodelle der Städte Darmstadt und Griesheim zu einem gemeinsamen interkommunalen Verkehrsmodell zu vereinen. Dadurch wird die Möglichkeit geschaffen, Verkehrsuntersuchungen im regionalen Zusammenhang besser beurteilen zu können. Dieses gemeinsame Verkehrsmodell wird unter Berücksichtigung aller Verkehrsange- bote (Fußgänger, Radverkehr, lokaler und regionaler ÖPNV und MIV) entwickelt. Dies soll unter Einbeziehung der Ergebnisse und Empfehlungen parallel verlaufender Un- tersuchungen, wie z.B. dem Masterplan 2030+, dem Nahverkehrsplan 2019-2024 für die Stadt Darmstadt und den Landkreis Darmstadt-Dieburg etc., erfolgen. Die Betrachtung der regionalen Verkehrsverflechtungen erfolgt auf Grundlage der VDRM aus dem Jahr 2012. Darin sind die Angebote im ÖV und MIV enthalten (Status Quo und Prognose). Gleiches gilt für die regionalplanerischen Strukturdaten zur Ein- wohnerentwicklung, Bauleitplanung der Kommunen entsprechend dem Flächennut- zungsplan des Regionalverbands Rhein-Main beziehungsweise dem Regionalplan Südhessen (VDRM-Kernbereich). Die Untersuchung einer möglichen Steigerung/ Stärkung des Fußgänger- und Radver- kehrs soll in Form von Potentialabschätzungen mit Hilfe des neuen Verkehrsmodells zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen (nicht Gegenstand dieses Angebots). Grundlage für die Modellberechnungen und Potentialabschätzungen bildet die Verkehrsdatenba- sis Rhein-Main (VDRM) des Landes Hessen (Stand: 2012). Letztlich führt diese Aufgabenstellung zu einem zweiteiligen Arbeitsprogramm, wel- ches sich wie folgt darstellt: 1. Analyse Status Quo 2018 Dieser Arbeitsprogrammteil umfasst die Verkehrs- und Strukturdatenanalyse sowie die Modellierung der Verkehrsnachfrage für den Status Quo 2018. Habermehl & Follmann Ing.-GmbH 3 Stadtentwicklungskonzept Mobilität für die Städte Darmstadt und Griesheim Leistungsbeschreibung vom 01.10.2018 Stufe 2: Fortschreibung auf Prognose 2030 und Erstellung eines interkommunalen Verkehrsmodells 2. Verkehrsprognose 2030 Dieser Teil umfasst die Arbeiten zur Aktualisie- rung der Verkehrsprognose im gesamten Stadt- gebiet (Prognosehorizont 2030). Dies beinhaltet neben den erforderlichen Modellvorbereitungen, die eigentliche Modellierung der Verkehrsnach- frage für den Prognosehorizont 2030. Pos. 1: Verkehrsanalyse Pos.1.1. Grundlagenermittlung Der erste Schritt des Arbeitsprogramms ist die Sichtung der vorhandenen Datenbe- stände und Untersuchungen. Hierdurch soll erreicht werden, dass vorliegende aktuelle Verkehrserhebungen, Planungen und Beschlusslagen beteiligter Fachplanungen in die Untersuchung einbezogen werden, wie z.B.: Bauleitplanung Stadt Darmstadt/ Stadt Griesheim (Auf Grundlage der aktuellen Flächennutzungsplanung, vorliegender Bebauungs- pläne sowie möglichen Entwicklungsflächen müssen diejenigen Flächen berück- sichtigt werden, die im Rahmen einer zukünftigen Stadtentwicklung, infolge Ein- wohnerzuwachs, Arbeitsplatzzuwachs etc. Verkehr erzeugen, bzw. verkehrlich er- schlossen werden müssen.) Vorhandene Verkehrsuntersuchungen der Stadt Darmstadt und Stadt Griesheim, inkl. dem vorliegenden Verkehrsmodell (Datenbasis: VDRM, Stand 2015 mit regel- mäßigen Fortschreibungen bis 2017) Vorhandene Erhebungsunterlagen der Stadt Darmstadt und Stadt Griesheim (Zäh- lungen und Befragungen) Planungen im umliegenden Untersuchungsraum von Darmstadt, insbesondere Be- reich Griesheim und östlicher Landkreis Darmstadt-Dieburg (Flächennutzungspläne Bürger GIS des Landkreises Darmstadt-Dieburg, Bedarfs- / Ausbauplanungen der Hessischen Straßen- und Verkehrsverwaltung) Planungen zum regionalen öffentlichen Personennahverkehr (gemeinsamer Nah- verkehrsplan der Stadt Darmstadt und des Landkreises Darmstadt-Dieburg) Habermehl & Follmann Ing.-GmbH 4 Stadtentwicklungskonzept Mobilität für die Städte Darmstadt und Griesheim Leistungsbeschreibung vom 01.10.2018 Stufe 2: Fortschreibung auf Prognose 2030 und Erstellung eines interkommunalen Verkehrsmodells Pos.1.2. Knotenpunktzählungen (optional) Bei den Knotenstromzählungen sind die vorhandenen Fahrzeugmengen in viertel- stündlichen Intervallen zu erheben. Die Verkehrszählungen sind nach folgenden Fahr- zeug-/ Verkehrsarten zu differenzieren: e Fußgänger e Rad oe Kraftrad e Pkw + Kombi < 3,5t e Lastfahrzeug < 3,5t (z.B. Sprinter etc.) oe Lkw>3,5t e Lkw mit Anhänger oe Lastzug e Bus Zur Ermittlung der morgendlichen und abendlichen Spitzenstunden sowie zur Hoch- rechnung der Belastungen auf 24-stündige Werte („Werktags-DTV‘) ist eine Zählung im Zeitraum von 6.00 bis 10.00 Uhr und von 15.00 bis 19.00 Uhr durchzuführen. Die gewonnenen Daten der Verkehrserhebung sind wie folgt auszuwerten und aufzu- bereiten: e Darstellung der Ganglinien der viertelstündlichen Zählwerte über den Erhebungs- zeitraum je Knotenpunkt. e Darstellung der gleitenden Stundenganglinie der Knotenpunktbelastung und Er- mittlung der morgendlichen und der abendlichen Spitzenstunde. e Hochrechnung der 24-stündigen Belastungswerte (‚Werktags-DTV‘). e Graphische Darstellung der Knotenstrompläne für die Spitzenstunden sowie für den „Werktags-DTV". Es liegen bei der Stadt Darmstadt für alle grundnetzrelevanten Knotenpunkte aktuelle Verkehrserhebungen aus den Jahren 2012 bis 2018 vor. Ebenso liegen bei der Stadt Griesheim aktuelle Verkehrszählungen relevanter Knotenpunkte vor (Erhebungszeit- raum 2010 bis 2018). Es wird davon ausgegangen, dass diese Unterlagen dem AN kostenfrei für die weitere Bearbeitung zur Verfügung gestellt werden. Habermehl & Follmann Ing.-GmbH 5 Stadtentwicklungskonzept Mobilität für die Städte Darmstadt und Griesheim Leistungsbeschreibung vom 01.10.2018 Stufe 2: Fortschreibung auf Prognose 2030 und Erstellung eines interkommunalen Verkehrsmodells Sollte im Laufe der Bearbeitung sich herausstellen, dass von einzelnen, relevanten Knotenpunkten keine oder unplausible Belastungszahlen vorliegen, müssen an aus- gewählten Stellen (Referenzstellen) Nacherhebungen durchgeführt werden. Daher werden, differenziert nach Knotenpunktgröße und -form, zusätzliche Knotenstromzäh- lungen optional angeboten. Erhebungen im ÖV-Netz werden im Zuge der Untersuchung nicht durchgeführt. Als Grundlage zur Modelleichung des ÖV wird die RMV-Zählung aus den Jahren 2010 und 2015 herangezogen (Ein- und Aussteigerzahlen je Haltestelle und Querschnittsbelas- tungen für alle untersuchungsrelevanten SPNV-, Straßenbahn- und Buslinien). Die Be- achtung beider Zählungen ist notwendig, da im Erhebungszeitraum 2015 einzelne ÖV- Relationen im Stadtgebiet von Darmstadt baustellenbedingt umgeleitet wurden und somit nicht das störungsfreie Nahverkehrsnetz widerspiegelt. Durch den Abgleich der beiden RMV-Zählungen können diese „Verschiebungen“ korrigiert werden. Detailliertere Erhebungen im Fuß- und Radverkehr sind nicht vorgesehen (ausgenom- men Querschnitts- und KP-Zählungen im Zuge des Kfz-Grundnetzes). Pos.1.3. Verkehrsbefragungen motorisierter Individualverkehr (optional) Aus einer Knotenpunktzählung des Kfz-Verkehrs können keine Aussagen über Quell- ‚ Ziel- und Durchgangsverkehr bezogen auf das Stadtgebiet von Darmstadt gewonnen werden. Zudem lassen sich Verlagerungen des Kfz-Verkehrs im Straßennetz infolge bestimmter Maßnahmen nur unzureichend beurteilen. Als wichtige Datengrundlage verkehrlicher Aussagen für das Stadtgebiet und als Basis für Modellrechnungen wird eine an die Siedlungs- und Nutzungsstruktur angepasste, aktuelle Verkehrsnachfra- gematrix benötigt. Zur möglichst genauen Abbildung der Verkehrsverteilung im Stadtbereich wird das Stadtgebiet in sogenannte Verkehrszellen eingeteilt. Dabei wird der Kernbereich de- taillierter/ feiner abgebildet als beispielsweise äußere Stadtteile bzw. Nachbarge- meinde bzw. -städte. Bei der Durchführung einer eventuell notwendigen Befragung wird der Außenkordon nach Rück- und Absprache mit dem AG festgelegt. Die Erhebung erfasst hierbei den einfahrenden Verkehr in den Kordonbereich. Die Befragung wird anhand standaradisierter Interviews zu Quelle, Ziel und Fahrtzweck während der Zeit von 06.00 bis 10.00 Uhr und von 15.00 bis 19.00 Uhr vorgenommen. Habermehl & Follmann Ing.-GmbH 6 Stadtentwicklungskonzept Mobilität für die Städte Darmstadt und Griesheim Leistungsbeschreibung vom 01.10.2018 Stufe 2: Fortschreibung auf Prognose 2030 und Erstellung eines interkommunalen Verkehrsmodells Des Weiteren werden die Fahrzeugart (Pkw, Lkw, Motorrad etc.) und die Anzahl der Insassen dokumentiert (Grundlage „Empfehlungen für Verkehrserhebungen, EVE 2012"). Zur Hochrechnung der stichprobenartigen Befragung zur Gesamtverkehrsnachfrage an den Befragungsstellen ist zusätzlich zur Befragung eine Querschnittszählung des Kfz-Verkehrs in beiden Fahrtrichtungen erforderlich. Bei der Planung der Befragung ist darauf zu achten, dass genügend Aufstellflächen, insbesondere für den Schwerver- kehr, vorhanden sind. Die Auswertung der Befragungsergebnisse erfolgt als graphische Darstellung der räumlichen Verkehrsverteilungen der Quell-, Ziel- und Durchgangsverkehre nach Be- fragungsstelle getrennt. Zur weiteren Kalibrierung werden die Pendlerstatistiken der Bundesagentur für Arbeit (Pendleratlas) und der Stadt Darmstadt herangezogen. Pos.1.4. Sichtung und Aufbereitung von Zähldaten Für viele strategisch wichtige Knotenpunkte im Stadtgebiet von Darmstadt liegen ak- tuelle Knotenstromzählungen aus den Jahren 2012 bis 2018 vor. Die vorliegenden Zähldaten werden zusammengeführt, gesichtet, hinsichtlich ihrer Verwendbarkeit ge- prüft und als Grundlage für die Kalibrierung des Verkehrsmodells (MIV) aufbereitet. Dabei erfolgt eine Hochrechnung der Kurzzeitzählungen unterschiedlicher Zählzeit- räume auf durchschnittliche tägliche Verkehrsstärken werktags (DTVw) auf Grundlage des Handbuches für die Bemessung von Straßenverkehrsanlagen (HBS). Im Rahmen der Verkehrs- und Bestandsanalyse erfolgt zudem eine Abfrage, Sichtung, Auswertung und Aufbereitung der bei Hessen Mobil vorhandenen, projektrelevanten Verkehrszähldaten (BAB-Dauerzählstellen, BVWZ 2015 und SVZ-Daten). Pos.1.5. Strukturdatenanalyse/ -prognose Eine wichtige Grundlage für den Aufbau des Verkehrsnachfragemodells bildet eine möglichst kleinräumige und detaillierte Erfassung der Raum-, Stadt- und Bevölke- rungsstruktur in Darmstadt und Griesheim für den Analyse- und Prognosehorizont dif- ferenziert nach e Strukturdaten Analyse (Einwohner, Arbeitsplätze, Schulplätze, Kinderbetreuungs- plätze, Einkaufs- und Freizeiteinrichtungen etc.). Habermehl & Follmann Ing.-GmbH 7 Stadtentwicklungskonzept Mobilität für die Städte Darmstadt und Griesheim Leistungsbeschreibung vom 01.10.2018 Stufe 2: Fortschreibung auf Prognose 2030 und Erstellung eines interkommunalen Verkehrsmodells e _Bevölkerungsstruktur Analyse (soziodemographische Kenngrößen, demographi- sche Entwicklung). e Kenndaten zum Mobilitätsverhalten der Einwohner von Darmstadt und Griesheim (sofern nicht verfügbar, werden die Mobilitätskennziffern aus der MID/ SrV abge- leitet). e Pendlerdaten Analyse (Ein-/ Auspendler). e Zusammentragen der Strukturdaten (Prognose) zu den städtebaulichen Entwick- lungen in Darmstadt und Griesheim (u.a. Konversionsentwicklungen etc.). Die kleinräumige (ggf. blockscharfe) Erfassung und Zusammenstellung der Einwoh- ner- und Arbeitsplatzdaten wird durch die Städte Darmstadt und Griesheim zugearbei- tet. Als weitere Quellen dienen amtliche Statistiken und Karten (Bebauungspläne, Flä- chennutzungsplan etc.) sowie vorhandene Untersuchungen und Gutachten, die vom AN angefragt und im Sinne der Aufgabenstellung aufbereitet und weiter verarbeitet werden. Habermehl & Follmann Ing.-GmbH 8 Stadtentwicklungskonzept Mobilität für die Städte Darmstadt und Griesheim Leistungsbeschreibung vom 01.10.2018 Stufe 2: Fortschreibung auf Prognose 2030 und Erstellung eines interkommunalen Verkehrsmodells Pos. 2: Modellierung der Verkehrsnachfrage Für die Erarbeitung der Verkehrsprognose für die Städte Darmstadt und Griesheim soll ein gemeinsames Verkehrsmodell zum Einsatz kommen. Hierbei ist vorgesehen, dass auf Grundlage der verfügbaren, aktuellen städtischen Verkehrsmodelle der Städte eine verfeinerte Betrachtung auf kommunaler Ebene erfolgen soll. Dabei sollen die vorhan- denen Einzelverkehrsmodelle zu einem gemeinsamen interkommunalen Verkehrsmo- dell zusammengeführt werden. Beide vorhandenen Verkehrsmodell sind auf Grundlage der Verkehrsdatenbasis Rhein-Main (VDRM, Stand 2012) erarbeitet worden. Somit ist gewährleistet, dass die verkehrlichen Verflechtungen innerhalb des Ballungsraums Rhein-Main sowie die re- gionalen und überregionalen Verkehre enthalten sind. Es bildet sowohl die Verkehrs- nachfrage im MIV - differenziert nach Pkw- und Schwerverkehrsanteilen - als auch im ÖV und (in stark vereinfachter Form) NMIV ab und ist somit geeignet, Wirkungen von netzbezogenen Maßnahmen darzustellen. Ein Verkehrsmodell hat mehrere Aufgaben. Seine Bedeutung liegt aber vor allem in seiner Anwendung als Prognoseinstrument, d.h. in der Abbildung und vergleichenden Bewertung von Szenarien und Planfällen. Aus den Ergebnissen der Verkehrsmodell- rechnungen lassen sich u.a. Aussagen zu folgenden relevanten Aspekten der Ver- kehrssituation ableiten: e Anteile der relativen Verkehrsarten Binnen-, Quell-, Ziel-, Durchgangsverkehr im Planungsgebiet, e Quantifizierte Darstellung von Stadt-Umland-Verflechtungen e Verteilung der MIV-Belastungen im Netz (i.d.R. für den Tagesverkehr) sowie Li- nienbezogene ÖV-Nachfragepotentiale, °e Änderungen des Modal-Splits MIV/ ÖV/ NMIV infolge von Maßnahmen, e Änderung der Verkehrsverteilung im Netz infolge von Maßnahmen (Mehrbelastun- gen, Entlastungen), e _Querschnittsbelastungen von Prognoseplanfällen als Grundlage für Baurechtsver- fahren sowie als Eingangsgrößen für die Berechnung von Lärm- und Schadstof- femissionen, e _Verkehrsstrombezogene Belastungen als Eingangsgrößen für Kapazitätsbetrach- tungen, für die Dimensionierung von Verkehrsanlagen (Knotenpunkte und Stre- ckenabschnitte), für mikroskopische Verkehrsflusssimulationen sowie als Grund- lage für die Planung von Signalsteuerungen und Lärm- und Luftschadstoffberech- nungen. Habermehl & Follmann Ing.-GmbH 9 Stadtentwicklungskonzept Mobilität für die Städte Darmstadt und Griesheim Leistungsbeschreibung vom 01.10.2018 Stufe 2: Fortschreibung auf Prognose 2030 und Erstellung eines interkommunalen Verkehrsmodells In Anbetracht der lokalen Fragestellungen innerhalb des Stadtgebiets von Darmstadt und Griesheim ist für den Untersuchungsraum eine Verfeinerung der bereits ange- passten VDRM-Verkehrszellenstruktur nochmals zu prüfen und ggf. vorzunehmen. Die Zelleneinteilung wird am vorhandenen bzw. geplanten Straßen- und Schienennetz, bestehenden Nutzungen sowie den künftigen Perspektiven der Bauleitplanung (verän- derte Flächennutzungen, Siedlungserweiterungen), an der Quartiersstruktur und am Detaillierungsgrad der verfügbaren Strukturdaten orientiert sein und ist zu Projektbe- ginn mit dem AG abzustimmen. Die verfeinerte Zelleneinteilung berücksichtigt hierbei die Strukturen der letzten Verkehrsuntersuchungen im Stadtgebiet. Die Verkehrsmodellgrundlage mit Ausgangsnetzen und Nachfragematrizen für Ana- Iyse und Prognose werden vom AG kostenfrei zur Verfügung gestellt. Pos.2.1. Integration Modell Griesheim Ziel der Fortschreibung ist es, neben der Fortschreibung beider Modelle auf den Prog- nosehorizont 2030, ein gemeinsames, interkommunales Verkehrsmodell für die Städte Darmstadt und Griesheim zu erarbeiten. Dafür müssen die beiden vorhandenen „In- selmodelle“ zu einem großen Modell zusammengeführt werden. Dabei ist beabsichtigt das Modell Griesheim in das Modell Darmstadt zu integrieren. Das Modell Darmstadt enthält bereits eine aktualisierte Netz- und Fahrplansituation im IV und im ÖV für das Stadtgebiet von Darmstadt und den Landkreis Darmstadt-Dieburg. Ebenso ist dieses Vorgehen, allein von der Größe der beiden Modelle gesehen, sinnvoll. Folgende Arbeitsschritte sind durchzuführen: ° Integration des IV-Netzmodells Griesheim in das Netzmodell Darmstadt e Integration des ÖV-Angebots von Griesheim in das Netzmodell Darmstadt/ Anpas- sung bereits vorhandener ÖV-Angebote e Übertrag aller ÖV-Linien/ Linienrouten und der zugehörigen Fahrplandaten e Funktionsprüfung des gemeinsamen Verkehrsmodells (Prüfung Verkehrserzeu- gungslauf, Umlegung der Verkehrsnachfrage etc.) Pos.2.2. Nachfragemodell — Vorbereitung Die erhobenen/ erhaltenen Strukturdaten und Mobilitätskennziffern werden auf Plausi- bilität geprüft, abgestimmt und für den Aufbau des Verkehrsnachfragemodells (und des Habermehl & Follmann Ing.-GmbH 10 Stadtentwicklungskonzept Mobilität für die Städte Darmstadt und Griesheim Leistungsbeschreibung vom 01.10.2018 Stufe 2: Fortschreibung auf Prognose 2030 und Erstellung eines interkommunalen Verkehrsmodells Netzmodells) entsprechend der VDRM-Modellstruktur aufbereitet. Die Vorbereitung des Verkehrsnachfragemodells umfasst folgende wesentliche Arbeitsschritte: °e Festlegung der Verkehrszelleinteilung auf Basis des vorhandenen VISUM-Netz- modells unter Berücksichtigung der projektierten Entwicklungsmaßnahmen (u.a. Konversionsentwicklungen etc.). e Zusammenstellung der Strukturdaten (Analyse und Prognose) für die Städte Darmstadt und Griesheim. Die feinteilige Strukturdatenerhebung (Analyse) und Vorausschätzung Prognose bzgl. Einwohner und Arbeitsplätze wird in enger Ab- stimmung mit den Städten Darmstadt und Griesheim erarbeitet und notwendige Grundlagen von den Städten kostenfrei zur Verfügung gestellt (Prognosestruktur- daten für die Stadt Darmstadt liegen bereits vor). e Abgleich der Strukturdaten mit den in der VDRM hinterlegten Strukturdaten für Be- stand und Prognose. e Zuordnung der Strukturdaten auf die Verkehrszellen (Bestand und Prognose). e Zusammenstellung der Mobilitätskennziffern aus MID und SıV. e Grundlage der Fahrplandaten im Modell bildet der zu Beginn der Bearbeitung ak- tuelle Fahrplan des RMV für das Untersuchungsgebiet. Pos.2.3. Netzmodellvorbereitung - Verfeinerung der vorhandenen Netzstruktu- ren der einzelnen Verkehrsarten Um eine hohe Übereinstimmung zwischen der Verkehrsverteilung bzw. Verkehrsbe- lastung zu den erhobenen Werten zu erhalten (Modelleichung), ist neben einer Zell- verfeinerung für den relevanten Untersuchungsraum ebenso eine hinreichend feine Netzstruktur im Modell erforderlich. Daher erfolgt die Verfeinerung bzw. Vervollständigung des Netzmodells für den IV (Strecken, Knotenpunkte, Widerstandsparameter etc.), ÖV (Haltestellen, Liniennetz, Fahrpläne, Linienkonzepte 2030, Berücksichtigung zusätzlicher Wendezeiten etc.) und NMIV (u.a. Berücksichtigung des regionalen Radverkehrskonzepts, Abbildung des vorhandenen Radfahrnetzes etc.). Die Ergänzungen erfolgen auf Basis der vorhande- nen Modelle unter Berücksichtigung der zu berücksichtigenden Entwicklungsmaßnah- men im Stadtgebiet. Das Hinterlegen des vorhandenen NMIV-Angebotes in Form von Verkehrssystemfreigaben, Streckendefinitionen (Streckentypen), Geschwindigkeiten etc. ist für anschließende Untersuchungen notwendig (z.B. zur Abschätzung von Mo- dal Split-Verlagerungspotentialen etc.). Habermehl & Follmann Ing.-GmbH 11 Stadtentwicklungskonzept Mobilität für die Städte Darmstadt und Griesheim Leistungsbeschreibung vom 01.10.2018 Stufe 2: Fortschreibung auf Prognose 2030 und Erstellung eines interkommunalen Verkehrsmodells Pos.2.4. Modellierung Status Quo 2018 (Analyse-Nullfall) Weiterhin ist das Straßennetz hinsichtlich der Streckenparameter wie Geschwindigkeit und Leistungsfähigkeit zu typisieren, sodass das Gesamtbild der vorhandenen Ver- kehrsbelastungen mit Hilfe des DV-Programms VISUM (PTV AG, Karlsruhe) abgebil- det werden kann. Auf der Basis dieser Netzvorgaben der einzelnen Strecken und Kno- tenpunkten, der Nutzung von aktuellen Erhebungen und einer verfeinerten Zellstruktur ergibt sich dann ein Gesamtbild der Verkehrsbelastungen: der Status Quo 2018 (Analyse-Nullfall). Als wesentliche Arbeitsschritte zur Modellierung des Analyse-Nullfalls sind zu leisten: e Erzeugung der Verkehrsnachfrage getrennt nach den Verkehrsarten MIV und ÖV e Anpassung der bestehenden Verkehrsnachfragematrix im Quell-, Ziel und Durch- gangsverkehrs aufgrund der Ergebnisse der Verkehrsbefragungen (Eichung an- hand Verkehrsbefragungen) - optional e Anpassung der Knotenstrombelastungen im Modell an erhobenen Knotenpunkten (Eichung anhand Zählungen) e Abbildung des geeichten Analyse-Nullfalls als Verkehrsmodellrechnung für den Status Quo 2018 im Straßennetz der Stadtgebiete von Darmstadt und Griesheim als Tagesverkehr für den IV (Kfz/24h) und ÖV (Personen/24h). Die Eichung des Verkehrsmodells erfolgt für den fließenden Kfz-Verkehr auf Grund- lage der aktualisierten Datenbasis aus Pos. 1: Verkehrsanalyse. Eichungsgrundlage für den ÖPNV bilden die verfügbaren RMV-Zählungen aus den Jahren 2010 und 2015. Alle Analyseergebnisse sind wie folgt aufzubereiten: e Ausschnitte relevanter Straßenkarten als Übersicht e Übersichtsplan der Erhebungsstellen (Befragung und Zählung) e Knotenstrombelastungspläne e Querschnittsbelastungspläne e räumliche Verteilung des Quell-/ Ziel- und Durchgangsverkehrs ° Graphische Darstellung des Status Quo 2018 als Umlegung der fließenden Kfz- und der ÖV-Verkehrsnachfrage auf das Netzmodell (Streckenbelastungen Kfz/24h) Habermehl & Follmann Ing.-GmbH 12 Stadtentwicklungskonzept Mobilität für die Städte Darmstadt und Griesheim Leistungsbeschreibung vom 01.10.2018 Stufe 2: Fortschreibung auf Prognose 2030 und Erstellung eines interkommunalen Verkehrsmodells Die Abbildung der modellierten Verkehrsnachfrage des Modells umfasst die Tagesbe- lastung eines normalen Werktags (Kfz/24h) — DT Vsw. Pos.2.5. Fortschreibung auf Prognosehorizont 2030 (Prognose-Nullfall) Im nächsten Arbeitsschritt wird die Fortschreibung des gesamten Verkehrsmodells auf den Prognosehorizont 2030 durchgeführt. Hierbei sollen zum einen die Struktur- datenentwicklungen im engeren Untersuchungsraum auf den Prognosehorizont fort- geschrieben und zum anderen verschiedene Baugebietsentwicklungen entsprechend eines möglichen Stadtentwicklungsszenarios bis 2030 berücksichtigt werden (zusätz- liche Berücksichtigung Flächennutzungsplan, Bebauungspläne etc.). Das relevante und zu berücksichtigende Entwicklungsszenario erfolgt in enger Absprache mit dem AG. Neben den Veränderungen in der Verkehrsnachfrage sind ebenso die geplanten bzw. feststehenden Veränderungen im Straßen-, ÖV- und Radwegenetz (indisponible MaR- nahmen) bei der Fortschreibung des Verkehrsmodells zu berücksichtigen (neue Stra- ßen, Ausbau vorhandener Netzabschnitte, sonstige kapazitätsrelevante Maßnahmen, regionale und überregionale ÖPNV-Netzmaßnahmen, regionales Radverkehrskon- zept etc.). In der Fortschreibung des Modells sollen folgende Maßnahmen berücksich- tigt werden: oe IV: innerstädtisches Status-Quo-Netz und indisponible Maßnahmen im regionalen IV-Netz (BVWP 2030) (Abstimmung mit Hessen Mobil) e ÖV: Nahverkehrsplan (NVP) des Landkreises Darmstadt- Dieburg und der Stadt Darmstadt, BVWP 2030 e NMIV: lokale und regionale Radverkehrskonzepte (u.a. Radschnellwegeverbindung Darmstadt-Frankfurt etc.) Ergebnis dieses Arbeitsschritts ist die Abbildung der zukünftigen Verkehrsentwicklung in einem verfeinerten Untersuchungsraum als sog. Prognose-Nullfall für das Progno- sejahr 2030. Habermehl & Follmann Ing.-GmbH 13 Stadtentwicklungskonzept Mobilität für die Städte Darmstadt und Griesheim Leistungsbeschreibung vom 01.10.2018 Stufe 2: Fortschreibung auf Prognose 2030 und Erstellung eines interkommunalen Verkehrsmodells Pos. 3: Abstimmungsprozess, Dokumentation Zur Sicherstellung eines kontinuierlichen Austauschs zwischen dem AG und dem AN werden 5 Abstimmungstermine bei der Verwaltung sowie 2 Vorstellungstermine vor dem Magistrat bzw. den städtischen Gremien kalkuliert. Die Abstimmungs-, Vorstellungs- und Präsentationstermine beinhalten die Vorberei- tung, Durchführung/ Teilnahme sowie Nachbereitung. Die Ergebnisse der gesamten Untersuchung werden in Form eines Erläuterungsbe- richts (Dokumentation der einzelnen Bearbeitungsschritte inkl. Erläuterung) doku- mentiert und dem Auftraggeber 1-fach in gedruckter Form sowie 1-fach als pdf-Doku- ment übergeben. Bei der Kalkulation wird davon ausgegangen, dass alle relevanten Grundlagen zur Be- arbeitung der Untersuchung, wie z.B. Strukturdaten (Analyse und Prognose), Karten- grundlagen, Zählwerte von Dauerzählstellen im übergeordneten Netz, vorhandene Un- tersuchungen und Planungen etc., zeitnah und kostenfrei durch den AG zur Verfügung gestellt werden können. Ebenso wird davon ausgegangen, dass eine fehlerfrei anwendbare Modellgrundlage der beiden Verkehrsmodelle durch die Städte Darmstadt und Griesheim übergeben wird. Habermehl & Follmann Ing.-GmbH 14 Stadtentwicklungskonzept Mobilität für die Städte Darmstadt und Griesheim Leistungsbeschreibung vom 01.10.2018 Stufe 2: Fortschreibung auf Prognose 2030 und Erstellung eines interkommunalen Verkehrsmodells 3 Kostenzusammenstellung Pos. 1: Verkehrsanalyse Pos. 1.1: Grundlagenermittlung 1.000,00 EUR Gesamthonorar Pos. 1.1: 1.000,00 EUR - Anteil Stadt Darmstadt (50%) 500,00 EUR - Anteil Stadt Griesheim (50%) 500,00 EUR Basis: - vorhandene Verkehrsuntersuchungen - Bauleitplanung Stadt Darmstadt - Bauleitplanung Stadt Griesheim - Flächennutzungspläne - Bedarfs-/ Ausbauplanung des Landes Hessen - Planungen des regionalen ÖPNV Pos. 1.2: Knotenpunktzählungen nach Aufwand (optional) Gesamthonorar Pos. 1.2: nach Aufwand - Anteil Stadt Darmstadt N.N. - Anteil Stadt Griesheim N.N. e Vorbereitung, Durchführung, Auswertung und Aufbereitung von Knotenstromzählungen sowie Schließzeitenermittlungen an Bahnübergängen; 8h-Zählung von 6.00-10.00 Uhr / 15.00-19.00 Uhr Basis: - 1x KP/KVP 3-armig (8h) a 650,00 EUR - 1xKP/KVP 4-armig (8&h) ä 900,00 EUR - 1x QS 2-armig (8h) & 200,00 EUR - 1x KP/KVP 3-armig (14h) & 870,00 EUR - 1x KP/KVP 4-armig (14h) & 1.200,00 EUR - 1x QS 2-armig (14h) & 400,00 EUR Habermehl & Follmann Ing.-GmbH 15 Stadtentwicklungskonzept Mobilität für die Städte Darmstadt und Griesheim Leistungsbeschreibung vom 01.10.2018 Stufe 2: Fortschreibung auf Prognose 2030 und Erstellung eines interkommunalen Verkehrsmodells Pos. 1.3: Verkehrsbefragung (optional) Gesamthonorar Pos. 1.3: nach Aufwand - Anteil Stadt Darmstadt N.N. - Anteil Stadt Griesheim N.N. e Konzeption, Vorbereitung, Organisation und Durchführung der Befragung (6.00-10.00, 15.00-19.00 Uhr) ®e Erstellung von Verkehrssicherungsplänen (Regelpläne gemäß RSA) e Abstimmung mit den fachlich Beteiligten e Organisation und Durchführung der Verkehrssi- cherung der Befragungsstelle Basis: - je Befragungsquerschnitt (8&h) & 1.200,00 EUR - je Verkehrssicherung (8&h) & 500,00 EUR - je Querschnittszählung (8h) & 300,00 EUR Pos. 1.4: Sichtung und Aufbereitung Zähldaten Gesamthonorar Pos. 1.4: 5.000,00 EUR - Anteil Stadt Darmstadt (80%) 4.000,00 EUR - Anteil Stadt Griesheim (20%) 1.000,00 EUR Basis: - Aufbereitung vorliegender KP-Erhebungen der Stadt Darmstadt und Griesheim - Auswertung, Aufbereitung BAB-Dauerzählstellen, SVZ-Daten Pos. 1.5: Strukturdatenanalyse /-prognose Gesamthonorar Pos. 1.5: 3.000,00 EUR - Anteil Stadt Darmstadt (50%) 1.500,00 EUR - Anteil Stadt Griesheim (50%) 1.500,00 EUR Basis: - Festlegung/ Anpassung Zelleinteilung - Aufteilung/ Übernahme Strukturdaten - Analyse demographische Entwicklung, Fz-Bestand Habermehl & Follmann Ing.-GmbH nach Aufwand 5.000,00 EUR 3.000,00 EUR 16 Stadtentwicklungskonzept Mobilität für die Städte Darmstadt und Griesheim Stufe 2: Fortschreibung auf Prognose 2030 und Erstellung eines interkommunalen Verkehrsmodells Pos. 2: Modellierung der Verkehrsnachfrage Pos. 2.1: Integration Modell Griesheim Leistungsbeschreibung vom 01.10.2018 Gesamthonorar Pos. 2.1: 10.000,00 EUR - Anteil Stadt Darmstadt (80%) 8.000,00 EUR - Anteil Stadt Griesheim (20%) 2.000,00 EUR Integration des IV-Netzmodells Griesheim in das Netzmodell Darmstadt Integration des ÖV-Angebots von Griesheim in das Netzmodell Darmstadt/ Anpassung bereits vorhandener ÖV-Angebote Übertrag aller ÖV-Linien/ Linienrouten und der da- zugehörigen Fahrplandaten Fortschreibung aller Fahrplandaten auf den aktu- ellen Stand (voraussichtlich 2018) nach Abspra- che mit dem AG Funktionsprüfung des gemeinsamen Verkehrs- modells (Prüfung Verkehrserzeugungslauf, Umle- gung der Verkehrsnachfrage etc.) Basis: - 1x Verkehrsmodell Stadt Darmstadt - 1x Verkehrsmodell Stadt Griesheim Pos. 2.2: Nachfragemodell - Vorbereitung Gesamthonorar Pos. 2.2: 3.000,00 EUR - Anteil Stadt Darmstadt (80%) 2.400,00 EUR - Anteil Stadt Griesheim (20%) 600,00 EUR Basis: - Einarbeitung Zelleinteilung - Einarbeitung Strukturdaten - Abgleich Strukturdaten Stadt - VDRM - Zusammenstellung Mobilitätskennziffern Habermehl & Follmann Ing.-GmbH 10.000,00 EUR 3.000,00 EUR Stadtentwicklungskonzept Mobilität für die Städte Darmstadt und Griesheim Leistungsbeschreibung vom 01.10.2018 Stufe 2: Fortschreibung auf Prognose 2030 und Erstellung eines interkommunalen Verkehrsmodells Pos. 2.3: Netzmodellvorbereitung Status Quo - Verfeinerung Basis: relevanter Untersuchungsraum entsprechend Aufgabenstellung (Verflechtungsraum für die Stadt Darmstadt und Griesheim) auf Grundlage Modell Darmstadt Pos. 2.4: Modellierung Status Quo 2018 (Analyse-Nullfall) Gesamthonorar Pos. 2.4: 35.000,00 EUR - Anteil Stadt Darmstadt (70%) 24.500,00 EUR - Anteil Stadt Griesheim (30%) 10.500,00 EUR der vorh. Netzstrukturen der einzelnen Verkehrsarten, Fortschreibung der Angebotsseite Gesamthonorar Pos. 2.3: 15.000,00 EUR - Anteil Stadt Darmstadt (80%) 12.000,00 EUR - Anteil Stadt Griesheim (20%) 3.000,00 EUR Anpassung der vorhandenen Zellstruktur anhand städtebaulicher Strukturen, Straßennetzen, Struk- turdatenverteilung, FNP etc. für das Stadtgebiet Darmstadt und Griesheim Überarbeitung und Verfeinerung der bestehenden Netzstruktur (Strecken, Knotenpunkte, Wider- standsparameter etc.) Prüfung und Aktualisierung des Verkehrsange- bots für IV, ÖV (inkl. Aktualisierung Fahrplandaten etc.) und des NMIV. Prüfen/ Ergänzen/ Korrigieren aller Netzparame- ter (Vzul, Fahrstreifenanzahl und -aufteilung, er- laubte/ verbotene Fahrbeziehungen, Kapazitäten, Berücksichtigung von Radwegen etc.). Qualitativer Abgleich aktueller mit modellseitig hinterlegter Strukturdaten Erzeugung der Verkehrsnachfrage getrennt nach MIV und ÖV Iterative Eichung des Netz- und Nachfragemo- dells durch Abgleich mit erhobenen Verkehrsbe- lastungen und Ergebnissen der 15.000,00 EUR 35.000,00 EUR Habermehl & Follmann Ing.-GmbH Stadtentwicklungskonzept Mobilität für die Städte Darmstadt und Griesheim Leistungsbeschreibung vom 01.10.2018 Stufe 2: Fortschreibung auf Prognose 2030 und Erstellung eines interkommunalen Verkehrsmodells Verkehrsbefragung (Anteile der Quell-/ Ziel-Rela- tionen, Verteilung der Wegelängen). e Anpassung der bestehenden Verkehrsnachfrage- matrizen im Quell-, Ziel- und Durchgangsverkehr aufgrund der Ergebnisse der Verkehrsbefragung (Eichung nach Verkehrsbefragung) - optional e Anpassung der Knotenstrombelastungen an erho- benen Knotenpunkten (Eichung nach Zählungen) e Berechnung und Darstellung des Analyse-Null- falls für das verfeinerte Modell im Untersuchungs- raum für IV und ÖV (kalibrierte Umlegung der Ver- kehrsnachfrage auf das Netz; Software: Verkehr- sumlegungsmodell VISUM). Basis: - 1x Status Quo 2018 (Analyse-Nullfall 2018) - relevanter Untersuchungsraum entsprechend Aufgabenstellung (Verflechtungsraum für die Stadt Darmstadt und Griesheim) auf Grundlage Modell Darmstadt Pos. 2.5: Netzmodellvorbereitung Prognose — Fortschreibung der Angebotsseite 6.000,00 EUR Gesamthonorar Pos. 2.5: 6.000,00 EUR - Anteil Stadt Darmstadt (70%) 4.200,00 EUR - Anteil Stadt Griesheim (30%) 1.800,00 EUR °e Fortschreibung des Verkehrsangebots für den MIV, ÖV und des NMIV auf den Prognosehorizont 2030 (indisponible Maßnahmen im gesamten Pla- nungsraum). e Prüfen/ Ergänzen/ Korrigieren aller Netzparame- ter (Vzu, Fahrstreifenanzahl und -aufteilung, er- laubte/ verbotene Fahrbeziehungen, Kapazitäten, Berücksichtigung von Radwegekonzepten etc.). Basis: relevanter Untersuchungsraum entsprechend Aufgabenstellung (Verflechtungsraum für die Stadt Darmstadt und Griesheim) auf Grundlage Modell Darmstadt Habermehl & Follmann Ing.-GmbH 19 Stadtentwicklungskonzept Mobilität für die Städte Darmstadt und Griesheim Leistungsbeschreibung vom 01.10.2018 Stufe 2: Fortschreibung auf Prognose 2030 und Erstellung eines interkommunalen Verkehrsmodells Pos. 2.6: Modellfortschreibung auf den Prognosehorizont 2030, Darstellung des Prognose-Nullfalls 15.000,00 EUR Gesamthonorar Pos. 2.6: 15.000,00 EUR - Anteil Stadt Darmstadt (80%) 12.000,00 EUR - Anteil Stadt Griesheim (20%) 3.000,00 EUR e Erzeugung der Verkehrsnachfrage getrennt nach MIV und ÖV. ®e Fortschreibung der IV-Prognose-Nachfragematri- zen (differenziert nach Pkw- und Schwerverkehr) für den gesamten Planungsraum auf Basis der Modellanpassungen im Rahmen der Eichung des Analyse-Nullfalls. e Fortschreibung der ÖV-Prognose-Nachfragemat- rizen für den gesamten Planungsraum auf Basis der Modellanpassungen im Rahmen der Eichung des Analyse-Nullfalls. e Berechnung, Plausibilitätsprüfung und Darstel- lung des Prognose-Nullfalls (Umlegung der diffe- renzierten IV- und ÖV-Prognose-Teilmatrizen auf die Prognosenetze) für das fortgeschriebene Prognosemodell. Basis: - 1x Prognose-Nullfall 2030 Pos. 3: Abstimmungsprozess, Dokumentation 6.000,00 EUR Gesamthonorar Pos. 3: 6.000,00 EUR - Anteil Stadt Darmstadt (50%) 3.000,00 EUR - Anteil Stadt Griesheim (50%) 3.000,00 EUR Basis: - Dokumentation (Anlagenband) ä 2.000,00 EUR - 5x Abstimmungstermin (projektbegleitende Termine Verwaltung) a 300,00 EUR - 2x Vorstellungstermin Magistrat, städt. Gremien o.ä. & 1.250,00 EUR Habermehl & Follmann Ing.-GmbH 20 Stadtentwicklungskonzept Mobilität für die Städte Darmstadt und Griesheim Leistungsbeschreibung vom 01.10.2018 Stufe 2: Fortschreibung auf Prognose 2030 und Erstellung eines interkommunalen Verkehrsmodells Zwischensumme Pos. 1 - 3 ohne Optionalpos. (netto) 99.000,00 EUR Die Gesamtkosten über die Positionen 1 bis 3 (ohne Optionalpositionen) werden wie folgt zwischen den Städten Darmstadt und Griesheim aufgeteilt (positionsfeine Honoraraufteilung siehe Kap. 3 Kostenzusammenstellung): + Stadt Darmstadt (Anteil: 73%) nettODamstact 72.100,00 EUR + Stadt Griesheim (Anteil: 27%) NettOsriesheim 26.900,00 EUR Des weiteren wird ein einmaliger, pauschaler Nachlass von insgesamt 4.000,00 EUR netto gewährt. Diese Rabattierung wird mit den oben genannten prozentualen Anteilen von den jeweiligen Teilhonorarkosten abgezogen: +. Stadt Darmstadt (Anteil: 73%) Zwischensummeoamstadt Netto 72.100,00 EUR anteiliger, pauschaler Nachlass (73% v. 4.000 EUR) - 2.920,00 EUR Gesamtkostenpamstast Netto 69.180,00 EUR 19% Must. 13.144,20 EUR Gesamtkostenoamstast Drutto 82.324,20 EUR e Stadt Griesheim (Anteil: 27%) Zwischensummessesheim Netto 26.900,00 EUR anteiliger, pauschaler Nachlass (27% v. 4.000 EUR) - 1.080,00 EUR Gesamtkostensnesheim netto 25.820,00 EUR 19% Mwst. 4.905,80 EUR Gesamtkostensesheim brutto 30.725,80 EUR Die Gesamtkosten enthalten die für die Erarbeitung der angebotenen Planunggsleistun- gen anfallenden Personalkosten, Reisekosten, Materialkosten und sonstigen Bürone- benkosten. Ebenso im Honorar enthalten sind die unter Position 3 berücksichtigten Termine. Jeder weitere Zusatztermin wird mit den jeweiligen ausgewiesenen Kosten in Rechnung gestellt. Zusätzliche Leistungen im Rahmen des angebotenen Leistungs- bildes werden entsprechend den ausgewiesenen Kalkulationsansätzen abgerechnet. Die Unterlagen werden zweifach in Papierform sowie als pdf-Datei erstellt. Habermehl & Follmann Ing.-GmbH 21 Stadtentwicklungskonzept Mobilität für die Städte Darmstadt und Griesheim Leistungsbeschreibung vom 01.10.2018 Stufe 2: Fortschreibung auf Prognose 2030 und Erstellung eines interkommunalen Verkehrsmodells Das Angebot basiert auf den nachfolgenden Kostensätzen (netto). In gleicher Weise werden nach gesonderter Zustimmung durch den Auftraggeber Leistungen unseres Planungsbüros berechnet, die nicht im Angebot enthalten sind. Reisekosten Zusätzliche Reisekosten werden nach den aktuellen steuerlich anerkannten Sätzen (derzeit 0,30 EUR/ km) in Rechnung gestellt. Personal Auftragnehmer/ Projektleiter - EUR 87,50/ Stunde Bearbeiter (Dipl.-Ing., B.Eng., M.Eng.) - EUR 70,00/ Stunde Sonstige Mitarbeiter - EUR 45,00/ Stunde Vervielfältigungen DIN Stück | 1-5 6-9 10-24 25 und mehr AO 28,00 26,00 24,00 auf Anfrage A1 14,00 13,00 12,00 auf Anfrage A2 7,00 6,50 6,00 auf Anfrage A3 3,50 3,25 3,00 auf Anfrage [alle anderen Maße nach m? mit einem Satz von 25,- EUR/ m? Kopien (sw) DINA 4 - EUR 0,10/ Stück Kopien (sw) DIN A 3 - EUR 0,20/ Stück Kopien (farbig) DIN A 4 - EUR 0,35/ Stück Kopien (farbig) DIN A 3 - EUR 0,70/ Stück CD-ROM - EUR 3,50/ Stück Sonstiges Es wird davon ausgegangen, dass benötigte Materialien, Daten und Planunterlagen zeitnah und kostenfrei für den Auftragnehmer bereitgestellt werden können. Habermehl & Follmann Ing.-GmbH 22 Stadtentwicklungskonzept Mobilität für die Städte Darmstadt und Griesheim Leistungsbeschreibung vom 01.10.2018 er er eh PaaE Er RIED er TER SALES ESTER ER ESERIRL EN _ rain RB BERTEFERBES HET HT EL VELRORHE RL, Stufe 2: Fortschreibung auf Prognose 2030 und Erstellung eines interkommunalen Verkehrsmodells Rodgau, den 01.10.2018 Mit freundlichen Grüßen HABERMEHL 9 FOLLMANN WNOENILUROESeLLECHyEr ug Büro Rhein - Mai; rankfurlar Streße/7 J vw tdn 0610885, «FE E . men! info www.,habermehjffollmann.de i.V. Sebastian Wilhelm 00000000 Habermehl & Follmann Ing.-GmbH 23
anlage 3
295 Zeichen
Punkt 6: Interkommunales Verkehrsmodell der Wissenschaftsstadt Darmstadt und der Stadt Griesheim (V-Nr. 2018/0299) Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Gegenstimmen: Fraktionen Die Linke. und UWIGA Stimmenthaltungen: Fraktionen SPD und AfD
anlage 2
6904 Zeichen
- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
14.12.2018
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
Dezernat IV
Amt: Stadtplanungsamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
III 61
IV 20
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2018/0299
Magistratsbeschluss-Nr.
12
Internetfähig
Produkt-Nr.: 12
Kostenstelle: 061-004-1000 Investitionsnummer:
Kostenträger: 5110-61 Sachkonto: 6779300
Betreff: Interkommunales Verkehrsmodell der Wissenschaftsstadt Darmstadt und der Stadt
Griesheim
Vorlage vom: 10.10.2018
Beschlussvorschlag:
Der Zusammenführung der beiden Verkehrsmodelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt und der
Stadt Griesheim sowie der Fortschreibung auf den Status quo 2019 und Prognosehorizont 2030
mit einem anteiligen Kostenteil für die Wissenschaftsstadt Darmstadt in Höhe von ca. 82.500,00
€ (brutto) wird zugestimmt.
Anlagen: 20181204_Ang_SEK_Mob_Darmstadt___GESAMT_Optimized
- 3 -
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom 16.01.2019
Der Vorlage wird zugestimmt.
- 4 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 10.10.2018
1. Ausgangssituation
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt als kreisfreie Großstadt im Süden Hessens,
Verwaltungssitz des Regierungsbezirks Darmstadt und des Landkreises Darmstadt -Dieburg.
ist Teil des Rhein-Main-Gebiets und eines der zehn Oberzentren des Landes Hessen . In
Darmstadt leben z. Zt. etwa 160.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Außerdem arbeiten
über 130.000 erwerbstätige Menschen in der Stadt . Als Teil des Luftreinhalteplans führte
Darmstadt zum 1. November 2015 eine Umweltzone ein und weitete das Durchfahrtsverbot
für Lkw aus.
Die aktuellen Diskussionen in der kommu nalen Verkehrsplanung und Verkehrsentwicklung
werden durch die Themenbereiche Reduzierung der Umweltbelastung durch den
motorisierten Individualverkehr (MIV), die Reduzierung von Abgas - und Lärmbelastungen im
Stadtgebiet, deutliche Verbesserungen im Bereich der Nahmobilität (Fußgänger- und
Radverkehr) und Schaffung eines attraktiven ÖPNV-Angebots geprägt. Hieraus lässt sich der
Wunsch einer breiten Öffentlichkeit nach einer umweltverträglicheren und nachhaltigeren
Mobilität ableiten.
Durch den Masterplan Darmstadt 2030+ soll das Potential für eine umweltverträglichere und
nachhaltigere Mobilität in Darmstadt aufgezeigt werden. Auf Basis des aktuellen regionalen
Verkehrsmodells der Metropolregion Rhein-Main, der Verkehrsdatenbasis Rhein-Main
(VDRM), können verschiedene Wechselwirkungen im Modal Split
(Verkehrsmittelwahlverteilung) aufgezeigt werden wie:
Wechselwirkungen zwischen dem motorisierten Individualverkehr (MIV),
Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV),
nichtmotorisierten Individualverkehr (NMIV) und
der lokalen bzw. regionalen Stadt -Umland-Verflechtungen.
Das bestehende Verkehrsmodell für die Metropolregion Rhein-Main beinhaltet die regionalen
als auch die überregionalen Kfz-Verkehre des motorisierten Individualverkehrs (MIV) sowie
die überregionalen Fernverkehr e im öffentlichen Verkehr (ÖV), die näherungsweise genau
modelliert sind.
Die lokalen Verkehre im MIV und im ÖV müssen hingegen detaillierter betrachtet werden und
sollen deshalb im Zuge dieser Verkehrsuntersuchung in das Verkehrs modell verfeinert
integriert werden.
2. Arbeitsprogramm
Das Arbeitsprogramm hat zum Ziel , die beiden vorliegenden Verkehrsmodelle der Städte
Darmstadt und Griesheim zu einem gemeinsamen interkommunalen Verkehrsmodell zu
vereinen. Dadurch wird die Möglichkeit geschaffen, Verkehrsabläufe im regionalen
Zusammenhang besser beurteilen zu können wie z.B. Mehrverkehre MIV und ÖV durch
Siedlungsentwicklungen, Umleitungsverkehre durch spezifische und infrastrukturelle
Maßnahmen.
- 5 -
Das gemeinsame Verkehrsmodell wird unt er Berücksichtigung aller Verkehrsangebote
(Fußgänger, Radverkehr, lokaler und regionaler ÖPNV und MIV) entwickelt. Dies soll unter
Einbeziehung der Ergebnisse und Empfehlungen parallel verlaufender Untersuchungen, wie
z.B. dem Masterplan 2030+, dem Nahverkehrsplan 2019 - 2024 für die Wissenschaftsstadt
Darmstadt und den Landkreis Darmstadt -Dieburg etc., erfolgen.
Die Betrachtung der regionalen Verkehrsverflecht ungen erfolgt auf Grundlage der
Verkehrsdatenbasis Rhein-Main (VDRM) aus dem Jahr 2012. Für die Stadt Darmstadt liegen
bereits die Verkehrsmodelle mit Analysestand 2014 und Prognosestand 2020 vor. Als neue
Datengrundlage wird von Hessen Mobil der Prognosehorizont 2030 als Datengrundlage für
anfallende Verkehrsuntersuchungen wie z.B. Verlängerung Straßenbahnlinie 3 gefordert. Dies
nehmen die Stadt Griesheim und die Wissenschaftsstadt Darmstadt zum Anlass, ihre
bestehenden Verkehrsmodelle auf den Status quo und Prognosehorizont 2030
fortzuschreiben.
Dabei werden unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung sowie der lokalen
Bauleit- bzw. Flächennutzungsplanung und Strukturdaten alle Daten herangezogen und in die
Verkehrsmodelle integriert. Zusätzlich werden verschiedene Maßnahmen z ur Reduzierung
des MIV und zur Förderung des NMIV und des ÖPNV den Berechnungen zu Grunde gelegt
sowie mögliche Potentiale des Umweltverbundes für das Stadtg ebiet von Griesheim und
Darmstadt abgeschätzt und integriert.
Die Untersuchung einer möglichen Ste igerung/Stärkung des Fußgänger - und Radverkehrs
soll in Form von Potentialabschätzungen mit Hilfe des neuen Verkehrsmodells im nächsten
Schritt erfolgen.
Der Bearbeitungszeitraum wird ca. 9 Monate betragen.
Mit dem geplanten Projekt besteht erstmals die Möglichkeit zum Aufbau einer gemeinsamen
Datenbasis auf interkommunaler Ebene zwischen den Städten Darmstadt und Griesheim.
3. Kosten
Insgesamt belaufen sich die Kosten auf ca. 113.000€ (brutto). Nach gemeinsamer
Abstimmung beider Städten belaufen sich die K osten für das neue interkommunale
Verkehrsmodell für die Stadt Darmstadt zu 73% (ca. 82.500€ brutto) und für die Stadt
Griesheim zu 27% (ca. 30.500€ brutto). Der Aufteilungsgrad beruht dabei auf den jeweiligen
Strukturierungsgrad der einzelnen Modelle.
Es wird vertraglich vereinbart, dass die Stadt Darmstadt zuerst die Gesamtkosten übernimmt
und die Stadt Griesheim ihren Anteil direkt an die Stadt Darmstadt leistet.
Eine detaillierte Auflistung der Kostenteilung liegt als Leistungsbeschreibung dieser
Magistratsvorlage als Anlage bei.
Darmstadt, den 15.10.2018
III / 61.4 Ku
Die Dezernentin III Der Dezernent IV
Dr. Barbara Boczek André Schellenberg
Stadträtin Stadtrat
2018/0299
6875 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
14.12.2018
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat IV
Amt: Stadtplanungsamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2018/0299
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 12
Kostenstelle: 061-004-1000 Investitionsnummer:
Kostenträger: 5110-61 Sachkonto: 6779300
Betreff: Interkommunales Verkehrsmodell der Wissenschaftsstadt Darmstadt und der Stadt
Griesheim
Vorlage vom: 10.10.2018
Beschlussvorschlag :
Der Zusammenführung der beiden Verkehrsmodelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt und der
Stadt Griesheim sowie der Fortschreibung auf den Status quo 2019 und Prognosehorizont 2030
mit einem anteiligen Kostenteil für die Wissenschaftsstadt Darmstadt in Höhe von ca. 82.500,00
€ (brutto) wird zugestimmt.
Anlagen: 20181204_Ang_SEK_Mob_Darmstadt___GESAMT_Optimized
Datenschutzrelevante Anlage:
- 2 -
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 10.10.2018
1. Ausgangssituation
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt als kreisfreie Großstadt im Süden Hessens,
Verwaltungssitz des Regierungsbezirks Darmstadt und des Landkreises Darmstadt -Dieburg.
ist Teil des Rhein-Main-Gebiets und eines der zehn Oberzentren des Landes Hessen . In
Darmstadt leben z. Zt. etwa 160.000 Einwohner innen und Einwohner. Außerdem arbeiten
über 130.000 erwerbstätige Menschen in der Stadt. Als Teil des Luftreinhalteplans führte
Darmstadt zum 1. November 2015 eine Umweltzone ein und weitete das Durchfahrtsverbot
für Lkw aus.
Die aktuellen Diskussionen in der kommunalen Verkehrsplanung und Verkehrsentwicklung
werden durch die Themenbereiche Reduzierung der Umweltbelastung durch den
motorisierten Individualverkehr (MIV), die Reduzierung von Abgas - und Lärmbelastungen im
Stadtgebiet, deutliche Verbesserungen im Bereich der Nahmobilität (Fußgänger - und
Radverkehr) und Schaffung eine s attraktiven ÖPNV-Angebots geprägt. Hieraus lässt sich der
Wunsch einer breiten Öffentlichkeit nach einer umweltverträglicheren und nachhaltigeren
Mobilität ableiten.
Durch den Masterplan Darmstadt 2030+ soll das Potential für eine umweltverträglichere und
nachhaltigere Mobilität in Darmstadt aufgezeigt werden. Auf Basis des aktuellen regionalen
Verkehrsmodells der Metropolregion Rhein -Main, der Verkehrsdatenbasis Rhein -Main
(VDRM), können verschiedene Wechselwirkungen im Modal Split
(Verkehrsmittelwahl verteilung) aufgezeigt werden wie:
Wechselwirkungen zwischen dem motorisierten Individualverkehr (MIV),
Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV),
nichtmotorisierten Individualverkehr (NMIV) und
der lokalen bzw. regionalen Stadt -Umland-Verflechtungen .
Das bestehende Verkehrsmodell für die Metropolregion Rhein -Main beinhaltet die regionalen
als auch die überregionalen Kfz-Verkehre des motorisierten Individualverkehrs (MIV) sowie
die überregionalen Fernverkehr e im öffentlichen Verkehr (ÖV), die näherungsweise genau
modelliert sind.
Die lokalen Verkehre im MIV und im ÖV müssen hingegen detaillierter betrachtet werden und
sollen deshalb im Zuge dieser Verkehrsuntersuchung in das Verkehrsmodell verfeinert
integriert werden.
2. Arbeitsprogramm
Das Arbeitsprogramm hat zum Ziel, die beiden vorliegenden Verkehrsmodelle der Städte
Darmstadt und Griesheim zu einem gemeinsamen interkommunalen Verkehrsmodell zu
vereinen. Dadurch wird die Möglichkeit geschaffen, Verkehrs abläufe im regionalen
Zusammenhang besser beurteilen zu können wie z.B. Mehrverkehre MIV und ÖV durch
Siedlungsentwicklungen, Umleitungsverkehre durch spezifische und infrastrukturelle
Maßnahmen.
Das gemeinsame Verkehrsmodell wird unter Berücksichtigung aller Ve rkehrsangebote
(Fußgänger, Radverkehr, lokaler und regionaler ÖPNV und MIV) entwickelt. Dies soll unter
Einbeziehung der Ergebnisse und Empfehlungen parallel verlaufender Untersuchungen, wie
- 4 -
z.B. dem Masterplan 2030+, dem Nahverkehrsplan 2019 - 2024 für die Wissenschaftss tadt
Darmstadt und den Landkreis Darmstadt -Dieburg etc., erfolgen.
Die Betrachtung der regionalen Verkehrsverflecht ungen erfolgt auf Grundlage der
Verkehrsdatenbasis Rhein -Main (VDRM) aus dem Jahr 2012. Für die Stadt Darmstadt liegen
bereits die Verkehrsmodelle mit Analysestand 2014 und Prognosestand 2020 vor. Als neue
Datengrundlage wird von Hessen Mobil der Prognosehorizont 2030 als Datengrundlage für
anfallende Verkehrsuntersuchungen wie z.B. Verlängerung Straßenbahnlinie 3 gefordert. Dies
nehmen die Stadt Griesheim und die Wissenschaftsstadt Darmstadt zum Anlass, ihre
bestehenden Verkehrsmodelle auf den Status quo und Prognosehorizont 2030
fortzuschreiben.
Dabei werden unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung sowie der lokalen
Bauleit- bzw. Flächennutzungsplanung und Strukturdaten alle Daten herangezogen und in die
Verkehrsmodelle integriert. Zusätzlich werden verschiedene Maßnahmen zur Reduzierung
des MIV und zur F örderung des NMIV und des ÖPNV den Berechnungen zu Grun de gelegt
sowie mögliche Potentiale des Umweltverbundes für das Stadtg ebiet von Griesheim und
Darmstadt abgeschätzt und integriert.
Die Untersuchung einer möglichen Steigerung/Stärkung des Fußgänger - und Radverkehrs
soll in Form von Potentialabschätzungen mit Hilfe des neuen Verkehrsmodells im nächsten
Schritt erfolgen.
Der Bearbeitungszeitraum wird ca. 9 Monate betragen.
Mit dem geplanten Projekt besteht erstmals die Möglichkeit zum Aufbau einer gemeinsamen
Datenbasis auf interkommunaler Ebene zwischen den Städten Darmstadt und Griesheim.
3. Kosten
Insgesamt belaufen sich die Kosten auf ca. 113.000€ (brutto). Nach gemeinsamer
Abstimmung beider Städten belaufen sich die Kosten für das neue interkommunale
Verkehrsmodell für die Stadt Darmstadt zu 73% (ca. 82 .500€ brutto) und für die Stadt
Griesheim zu 27% (ca. 30.500€ brutto). Der Aufteilungsgrad beruht dabei auf den jeweiligen
Strukturierungsgrad der einzelnen Modelle.
Es wird vertraglich vereinbart, dass die Stadt Darmstadt zuerst die Gesamtkosten übernim mt
und die Stadt Griesheim ihren Anteil direkt an die Stadt Darmstadt leistet.
Eine detaillierte Auflistung der Kostenteilung liegt als Leistungsbeschreibung dieser
Magistratsvorlage als Anlage bei.
Darmstadt, den 15.10.2018
III / 61.4 Ku
Die Dezernentin III Der Dezernent IV
Dr. Barbara Boczek André Schellenberg
Stadträtin Stadtrat
Beratungsverlauf (5)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2018/0299
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 10.10.2018
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00