2016/0080
Finanzcontrolling-Bericht Januar bis Dezember 2015 zum Haushalt 2015
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2016/0080
1727 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
02.03.2016
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat an die Stadtverordnetenversammlu ng
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Dezernat IV
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2016/0080
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Finanzcontrolling -Bericht Januar bis Dezember 2015 zum Haushalt 2015
Vorlage vom: 02.0 3.2016
Beschlussvorschlag :
Der Magistrat nimmt den beigefügten Finanzcontrolling -Bericht zur Kenntnis und leitet ihn an die
Stadtverordnetenversammlung weiter.
Anlagen: Finanzcontrolling -Bericht Januar bis Dezember 2015
Datenschutzrelevante Anl age:
Folgekosten: Ja Nein
- 2 -
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 02.03.2016
Nach § 28 Absatz 1 der Verordnung über die Aufstellung und Ausführung des Haushaltsplans
der Gemeinden (Gemeindehaushaltsverordnung – GemHVO) ist die Stadtverordneten -
versammlung mehrmals jäh rlich über den Stand des Haushaltsvollzugs zu unterrichten.
Dem als Anlage beigefügten „Finanzcontrolling -Bericht Januar bis Dezember 2015“ kann der
Stand der Ausführung des Haushalts 2015 zum 31. Dezember 2015 entnommen werden.
Darmstadt, 02.03.2016
Der Dezernent IV
André Schellenberg
Stadtkämmerer
anlage 1
19170 Zeichen
Haushalt 2015 Finanzcontrolling-Bericht Januar bis Dezember 2015 1 Inhaltsverzeichnis 1 Erläuterungen zum Finanzcontrolling-Bericht 2 2 Überblick Ergebnishaushalt 3 2.1 Gesamtergebnisrechnung zum Stand 31.12.2015 3 2.2 Wesentliche Plan-Ist-Abweichungen 5 3 Kreditaufnahme und Schuldenstand 7 3.1 Schuldenstand des städtischen Haushaltes und de r Eigenbetriebe 7 3.2 Pro-Kopf-Verschuldung 8 3.3 Stand der Bürgschaften 8 4 Finanzwirtschaftliche Kennzahlen 9 4.1 Aufwandsdeckungsgrad 9 4.2 Steuerertragsquote 9 4.3 Personalquote 10 4.4 Zuschuss- und Förderquote 10 4.5 Transferaufwandsquote 11 4.6 Transferdeckungsquote 11 4.7 Zinslastintensität 12 2 1 Erläuterungen zum Finanzcontrolling-Bericht Der vorliegende Bericht informiert über den Stand d es Haushaltsvollzugs bis zum 31.12.2015. Die hier a ngegebenen Werte sind jedoch keinesfalls mit dem Rechnungsergebnis für das Haushaltsjahr gle ichzusetzen. Im Rahmen der Jahresabschlussarbeiten werden immer noch ergebnisrelevante Buchungen notwendig, die das Jahresergebnis zwangsl äufig verändern. Der Stand des Ergebnishaushalts wird tabellarisch d argestellt und die wesentlichen Positionen / Veränd erungen erläutert. Die Auswertung der Buchhaltung hierfür erfolgte am 15.02.2016. D. h. dieser Stichtag ist im Hinblick a uf das „Ist-Ergebnis“ die Grundlage des Berichtes. Weitere das Ergebnis verändernde Buchung en können seither erfolgt, jedoch nicht in den Beri cht eingeflossen sein. Grundlage der Daten „Haushaltsansatz“ sind die Plan werte des Nachtragshaushaltsplans 2015. Die Tabelle enthält neben der Spalte „Haushaltsansa tz“ die Spalte „Budget“. Das „Budget“ zeigt die Sum me der jeweiligen Haushaltsansätze zu- züglich eventueller über- und außerplanmäßiger Mitt el, abzüglich der durch eine Haushaltssperre gesper rten Mittel und Mittelverschiebungen, zu- züglich eventueller Haushaltsausgabereste, bezogen auf den Berichtszeitraum. Die Spalte „Budget“ stell t also den tatsächlichen Rahmen für die Bewirtschaftung der Haushaltsmittel durch die Ämter und Verwaltungsstellen dar. Budget = (HH-Ansatz 2015 + ÜPL + APL +/- MVS + HAR 2014 – Sperre) Die Spalte „Ist“ zeigt die erfolgte Sollstellung de r Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum, die Spalte „Abweichung Budget / Ist“ die Diffe- renz zwischen den tatsächlichen Aufwendungen und Er trägen und den tatsächlich zur Verfügung stehenden Mitteln. Diese Abweichung wird zusätz- lich in der Spalte „Ist in %“ als Prozentwert darge stellt. Der nächste Abschnitt dieses Finanzcontrolling-Beri chtes informiert über den Stand der Schulden. Hier wird die Höhe der Schulden des städtischen Haushaltes und der Eigenbetriebe, jeweils unterteil t in Investitionskredite und Kassenkredite zum Ende des Berichtszeitraumes abgebildet. Nachrichtlich wird außerdem der Stand der insgesamt zu diesem Zeitpunkt vergebenen Ausfallbürgschaften mitgeteilt. Zuletzt enthält der Bericht verschiedene finanzwirt schaftliche Kennzahlen, die einen besseren und schn elleren Überblick über die jeweilige Haus- haltslage ermöglichen sollen und für die weitere En twicklung als Vergleichsdaten zur Verfügung stehen. 3 2 Überblick Ergebnishaushalt 2.1 Gesamtergebnisrechnung zum Stand 31. Dezember 2015 Die Entwicklung im Ergebnishaushalt stellt sich bis zum 31.12.2015 nahezu mit einer Erfüllung der gepl anten ordentlichen Erträge (97%) und ei- ner Unterschreitung der geplanten ordentlichen Aufw endungen (94%) auch in diesem Jahr wieder positiv d ar. Insgesamt liegt das Ergebnis im Be- richtszeitraum bei einem Überschuss von 12,7 Mio. € . Selbstverständlich fehlen noch Jahresabschlussbuc hungen. Dennoch ist davon auszugehen, dass der geplante Fehlbetrag von 7 Mio. € unterschr itten wird und der Haushaltsausgleich in greifbare Nähe rückt. Beschreibung HH-Ansatz 2015 Budget bis 31.12.2015 Ist bis 31.12.2015 ÜPL APL MVS HAR 2014 Sperre Abweichung Budget / Ist Ist in % privatrechtliche Leistungsentgelte -6.631.650 -6.631.650 -5.072.877 1.558.773 76% öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte -46.708.631 -46.708.631 -43.483.564 3.225.067 93% Kostenersatzleistungen und Kostenerstattungen -16.5 71.305 -16.721.305 -14.467.034 -150.000 2.254.271 87% Bestandsveränderungen, aktiv. Eigenleistungen -121. 900 -121.900 -22.519 99.381 18% Steuern und Steuerähnliche Erträge -303.611.000 -303.611.000 -302.630.571 980.429 100% davon Gewerbesteuer -165.000.000 -165.000.000 -167.035.328 -2.035.328 101% davon Gemeindeanteil an der Einkommensteuer -82.5 00.000 -82.500.000 -82.130.881 369.119 100% davon Grundsteuer B -37.250.000 -37.250.000 -35.340.294 1.909.706 95% davon Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer -15.250. 000 -15.250.000 -15.287.752 -37.752 100% davon Vergnügungssteuer/Spielapparate -2.760.000 -2.760.000 -2.035.162 724.838 74% davon Zweitwohnungssteuer -350.000 -350.000 -312.624 37.376 89% Erträge aus Transferleistungen -38.834.930 -38.834.930 -39.654.035 -819.105 102% davon SGB II / Hartz IV -10.795.365 -10.795.365 -12.271.750 -1.476.385 114% Erträge aus Zuweisungen und Zuschüssen -85.073.860 -85.073.860 -81.773.448 3.300.412 96% davon Schlüsselzuweisungen -62.100.000 -62.100.000 -62.095.773 4.227 100% Erträge aus der Auflösung von SoPos -6.558.579 -6.558.579 -6.325.014 233.565 96% sonstige ordentliche Erträge -9.097.110 -9.097.110 -9.447.283 -350.173 104% Summe der ordentlichen Erträge -513.208.965 -513.358.965 -502.876.345 -150.000 10.482.620 98% 4 Beschreibung HH-Ansatz 2015 Budget bis 31.12.2015 Ist bis 31.12.2015 ÜPL APL MVS HAR 2014 Sperre Abweichung Budget / Ist Ist in % Personalaufwendungen 88.530.550 88.530.550 86.144.210 -2.386.340 97% Versorgungsaufwendungen 19.038.370 19.038.370 14.462.311 -4.576.059 76% Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen 88.303. 948 88.905.474 75.322.575 18.600 -308.366 3.738.223 -2.817.311 -13.612.519 85% davon Mieten an IDA aus Mieter-Vermieter-Modell 3 1.379.530 31.379.530 31.379.530 100% Abschreibungen 19.426.415 19.426.415 19.515.517 89.102 100% Aufwendungen für Zuweisungen und Zuschüsse 124.294. 295 125.270.548 118.579.689 7.500 -91.813 2.622.762 -1.546.652 -6.706.403 95% davon Zuweisung Staatstheater 15.541.900 15.541.900 15.541.900 100% davon Zuschuss DADINA 4.700.000 4.700.000 4.450.000 -250.000 95% davon Zuschuss HEAG für ÖPNV 15.289.000 15.289.000 15.289.000 100% davon Zuschuss Darmstadtium 3.500.000 3.500.000 3.500.000 100% davon Kita-Zuschuss kirchliche u. freie Träger 29. 211.287 29.211.215 26.190.495 -72 -3.020.720 90% davon Erstattung HSE Betriebskosten Kläranlagen 2 1.066.800 21.066.800 20.898.379 -168.421 99% davon Verlustabdeckung EB Kultur 5.527.622 5.527.622 5.370.000 -157.622 97% davon Verlustabdeckung EB Bäder 3.853.069 3.853.069 3.853.069 100% davon Verlustabdeckung EB Bürgerhäuser u. Märkte 679.973 679.973 740.000 60.027 109% davon Verlustabdeckung EB IDA (Kostenerstattung) 4 98.900 498.900 498.900 100% Steueraufwendungen einschl. Umlagen 59.221.200 59.221.200 59.730.277 509.077 101% davon LWV-Umlage 35.300.000 35.300.000 35.296.440 -3.560 100% davon Gewerbesteuerumlage 20.012.000 20.012.000 21.069.443 1.057.443 105% Transferaufwendungen 117.981.124 118.122.899 110.864.040 141.775 -7.258.859 94% davon SGB II / Hartz IV 39.451.000 39.451.000 39.728.423 277.423 101% davon Jugendhilfe 26.975.816 26.975.816 23.795.769 -3.180.047 88% sonstige ordentliche Aufwendungen 24.768 22.739 14.155 -2.029 -8.584 62% Summe der ordentlichen Aufwendungen 516.820.670 518.538.197 484.632.774 26.100 -258.403 6.360.985 -4.365.991 -33.950.587 93% Verwaltungsergebnis 3.611.705 5.179.232 -18.243.571 26.100 -408.403 6.360.985 -4.365.991 -23.467.967 -349% Finanzerträge -13.952.204 -13.952.204 -9.052.666 4.899.538 65% Zinsen und sonstige Finanzaufwendungen 17.297.450 17.239.605 16.792.939 -26.100 -31.745 -446.666 97% davon für Kassenkredite 3.521.810 3.463.965 3.357.594 -26.100 -31.745 -106.371 97% Finanzergebnis 3.345.246 3.287.401 7.740.273 -26.100 -31.745 4.452.872 235% Gesamtbetrag der ordentlichen Erträge -527.161.169 -527.311.169 -511.929.011 -150.000 15.382.158 97% Gesamtbetrag der ordentlichen Aufwendungen 534.118. 120 535.777.802 501.425.713 -31.745 -258.403 6.360.985 -4.365.991 -34.397.253 94% Ordentliches Ergebnis 6.956.951 8.466.633 -10.503.298 -31.745 -408.403 6.360.985 -4.365.991 -19.015.095 -123% 5 Beschreibung HH-Ansatz 2015 Budget bis 31.12.2015 Ist bis 31.12.2015 ÜPL APL MVS HAR 2014 Sperre Abweichung Budget / Ist Ist in % Außerordentliche Erträge -500 -500 -2.787.204 -2.786.704 Außerordentliche Aufwendungen 31.745 619.810 31.745 588.065 Außerordentliches Ergebnis -500 31.245 -2.167.394 31.745 -2.198.639 Jahresergebnis 6.956.451 8.497.878 -12.670.691 -408.403 6.360.985 -4.365.991 -21.213.733 -148% 2.2 Wesentliche Plan-Ist-Abweichungen Vorab In diesem Berichtszeitraum gibt es relativ große Ab weichungen zwischen Plan und Ist, die durch die nic ht prognostizierbaren Flüchtlingszahlen verursacht wurden. Davon betroffen sind die Erträge aus Kostenerstattungen sowie aus Zuweisungen und Z uschüssen als auch Aufwand für Sach- und Dienstleistungen und für Transferleistungen. Le tzten Endes haben sich die Fallzahlen nicht ganz so drastisch entwickelt, wie aus Sicherheits- gründen eingeplant. Ordentliche Erträge Die ordentlichen Erträge liegen in Summe um 10,5 Mi o. € unter dem Jahresbudget, was einem Erfüllungsgr ad von 98% entspricht. Neben dem vorab dargestellten Sachverhalt konnten b ei den privatrechtlichen Leistungsentgelten nur 76 % der geplanten Einnahmen erzielt wer- den, was im Wesentlichen seine Ursache im Bereich E lternentgelte (für Kinderbetreuung) hat. Hier wurde n statt der erwarteten 3,4 Mio. Euro bis- her nur 2 Mio. Euro erreicht, da nicht alle Eltern den Kindergartenbeitrag bezahlen können. Diese fehl enden Beiträge sind allerdings noch aus der Position Aufwendungen für Zuweisungen und Zuschüsse auszugleichen, die sich dann in gleicher Weise erh öht. Außerdem fehlen in der Position öffentlich-rechtlic he Leistungsentgelte noch die Niederschlagswasserge bühren für die öffentlichen Flächen in Höhe von ca. 3 Mio. €. Diese Gebühren werden aus der Pos ition Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen a usgeglichen, die sich dann ebenfalls in gleicher Weise erhöht. 6 Ordentliche Aufwendungen Die Summe der ordentlichen Aufwendungen beläuft sic h im Bewirtschaftungszeitraum auf 484,6 Mio. € und somit um 34 Mio. € niedriger als ge- plant. Dabei sind Haushaltssperren in Höhe von insg esamt 4,4 Mio. € bei der Berechnung des Budgets ber ücksichtigt, die zu einer entsprechenden Verbesserung des Ergebnisses führen. Im Bereich der Personal- und Versorgungsaufwendunge n fehlen noch die Rückstellungsbuchungen, die im Ra hmen der Jahresabschlusserstellung erfolgen müssen, sowie ggf. weitere Rückstellungen in anderen Bereichen (z.B. für Prozessrisiken) die noch ermittelt werden müssen. Dennoch ist davon auszugehen, dass die Planansätze der Personal - und Versorgungsaufwendungen sowie der Aufwendunge n für Sach- und Dienstleistungen nicht voll ausgeschöpft werden. Dagegen werden sich die Abschreibungen durch ebenfalls im Rahmen des J ahresabschlusses zu buchende Wertbe- richtigungen noch erhöhen. Finanzergebnis Das Budget der Finanzerträge wurde nur zu 65% erfül lt, das der Finanzaufwendungen zu 97% in Anspruch g enommen. Damit wird mit dem Finan- zergebnis das Budget um 4,5 Mio. € überschritten. Die Finanzerträge bestehen neben den Ausschüttungen verbundener Unternehmen zum Großteil aus der Verzi nsung von Steuernachforderungen sowie den Risikoprämien für Bürgschaften. Auf dem Ertragskonto „Verzinsung von Steuernachford erungen“ sind gemäß der Gemeindehaushaltsverordnung auch die Zinszahlungen, die für Rückerstattungen von Gewerbesteuer zu leisten sind, abzusetzen. Da es in 2015 viele Rückerstattungen f ür lange zurückliegende Jahre gab, wur- den im Saldo mehr Zinsen gezahlt als eingenommen. D ies erklärt die Unterschreitung des Budgets. Eine V erbesserung der Planung an dieser Stel- le ist allerdings nicht möglich. Außerordentliches Ergebnis Im außerordentlichen Ergebnis finden sich in aller Regel zweckgebundene Erträge aus Spenden, Nachlässe n und Schenkungen sowie Sponsoring und außerordentlicher Aufwand aus Dienstherrenwechs el nach dem Versorgungslastenteilungs-Staatsvertrag sowie Sonderabschreibungen und periodenfremder Aufwand. Da es sich oft um besonder e Einmaleffekte handelt, ist eine Planung in diesem Bereich nicht besonders aussagekräftig. So ist auch das Budget der außerordentlichen Erträg e von 500 € mit tatsächlichen Erträgen von 2,8 Mio. € weit übererfüllt. 7 Jahresergebnis Im Saldo der Erträge und Aufwendungen sieht das Bud get für den Betrachtungszeitraum einen errechneten Fehlbetrag in Höhe von 8,5 Mio. € vor. Tatsächlich konnte ein vorläufiger Überschuss in Hö he von 12,7 Mio. € erwirtschaftet werden. Es ist abzusehen, dass mit dem tatsächlichen Rechnu ngsergebnis des Jahres 2015 bereits der Haushaltsau sgleich erreicht werden kann. 3 Kreditaufnahme und Schulden 3.1 Schuldenstand des städtischen Haushaltes und de r Eigenbetriebe zum 31.12.2015 Investitionskredite Kassenkredite Gesamt Kernhaushalt 252.379.968,63 € 342.860.000,00 € 595.239.968,63 € EB Kulturinstitute 7.353.164,55 € 0,00 € 7.353.164,55 € EB Bäder 10.948.016,95 € 0,00 € 10.948.016,95 € EB Bürgerhäuser und Märkte 2.722.266,75 € 0,00 € 2.722.266,75 € EB EAD 28.690.647,14 € 0,00 € 28.690.647,14 € EB DWuW 533.665,66 € 0,00 € 533.665,66 € EB IDA 70.962.199,79 € 10.000.000,00 € 80.962.199,79 € Summe 373.589.929,47 € 352.860.000,00 € 726.449.929,47 € In diesen Summen sind zwei innere Darlehen (Vivariu m an EB Bäder über 669.900 € und Kernhaushalt an ID A über 2.727.360 €) enthalten. Durch den Kommunalen Entschuldungsfonds wurden bish er Kredite in Höhe von 175.478.143 € abgelöst. 8 3.2 Pro-Kopf-Verschuldung Die Entwicklung der Pro-Kopf-Verschuldung stellt si ch damit folgendermaßen dar: 31.12.11 31.12.12 31.12.13 31.12.14 31.12.15 Schuldenstand gesamt 790,9 Mio. € 799,2 Mio. € 783,2 Mio. € 671,4 Mio. € 726,4 Mio. € Einwohnerzahl 147.930 150.155 151.944 154.002 157.390 Pro-Kopf-Verschuldung 5.346 € 5.323 € 5.154 € 4.359 € 4 .616 € Im Vergleich zu 2014 ist die Verschuldung wieder le icht gestiegen. Allerdings waren zum 31.12.2015 auf dem Tagesgeldkonto 54,5 Mio. € einge- legt (2014 = 0 €), so dass sich dieser Wert entspre chend relativiert. 3.3 Stand der Bürgschaften Die Summe der übernommenen Bürgschaften betrug zum 31.12.2014 insgesamt 392,77 Mio. €. Bis zum 31.12.2 015 kamen 7 weitere Bürgschaf- ten mit einer Summe von 35,37 Mio. € dazu. Dagegen wurden weiterhin viele Kredite laufend zurückgezahl t und die Bürgschaftsbeträge damit um 15,73 Mio. € verringert. Insgesamt hat sich der Ges amtbetrag der Bürgschaften auf 412,41 Mio. € erhöht . 9 4 Finanzwirtschaftliche Kennzahlen 4.1 Aufwandsdeckungsgrad Der Aufwandsdeckungsgrad zeigt an, zu welchem Antei l die ordentlichen Aufwendungen (inkl. Zinsen und s onst. Finanzaufwendungen) durch die ordentlichen Erträge (inkl. Zinserträge) gedeckt we rden können. Mehr als 100% bedeuten ein positives o rdentliches Ergebnis. Formel: ordentliche Erträge + Finanzerträge ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen Berechnung (Ist): 511.929.011 € 501.425.713 € Wert zum 31.12.15 102,09% (31.12.14: 100,81%) 4.2 Steuerertragsquote Die Steuerertragsquote zeigt den Anteil der Steuere rträge an den ordentlichen Erträgen des Ergebnishau shaltes. Je höher der Anteil der Steuerer- träge, umso höher ist die Unabhängigkeit gegenüber Zuweisungen des Bundes oder Landes. Formel: Steuererträge ordentliche Erträge + Finanzerträge Berechnung (Ist): 302.630.571 € 511.929.011 € Wert zum 31.12.15 59,12% (31.12.14: 56,11%) 10 4.3 Personalquote Die Personalquote gibt Aufschluss darüber, welcher Teil der Aufwendungen auf den Personalbereich entfä llt; insbesondere im Hinblick auf den in- terkommunalen Vergleich. Zielwerte liegen für Kommu nen allerdings noch nicht vor. Formel: Personal- und Versorgungsaufwendungen ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen Berechnung (Ist): 100.606.521 € 501.425.713 € Wert zum 31.12.15 20,06% (31.12.14: 20,33%) 4.4 Zuschuss- und Förderquote Die Zuschuss- und Förderquote zeigt den Teil der Au fwendungen, der an Vereine, verbundene Unternehmen, Träger von Kindertageseinrichtungen usw. als Zuweisung und Zuschuss gezahlt wird. In Ze iten unausgeglichener Haushalte ist diese Quote mög lichst niedrig zu halten. Die in den Zu- schüssen enthaltenen freiwilligen Leistungen sind e inzuschränken. Formel: Aufwendungen für Zuweisungen und Zuschüsse ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen Berechnung (Ist): 118.579.689 € 501.425.713 € Wert zum 31.12.15 23,65% (31.12.14: 26,07%) 11 4.5 Transferaufwandsquote Mit der Transferaufwandsquote lässt sich beurteilen , in welchem Umfang kommunale Zahlungen an Leistung sempfänger erfolgen (Sozialtransfer). Das Ziel sollte sein, die Quote möglichst zu halten , bzw. im Laufe der Jahre zu senken. Formel: Transferaufwendungen ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen Berechnung (Ist): 110.864.040 € 501.425.713 € Wert zum 31.12.15 22,11% (31.12.14: 20,27%) 4.6 Transferdeckungsquote Die Transferdeckungsquote zeigt an, zu welchem Ante il die Transferaufwendungen durch Erträge aus Trans ferleistungen gedeckt sind Formel: Erträge aus Transferleistungen Transferaufwendungen Berechnung (Ist): 39.654.035 € 110.864.040 € Wert zum 31.12.15 35,77% (31.12.14: 21,92%) 12 4.7 Zinslastintensität Die Zinslastintensität setzt die Finanzaufwendungen zu den ordentlichen Erträgen (inkl. Finanzerträgen ) ins Verhältnis. Sie zeigt an, welcher Teil der Erträge für Zinszahlungen gebunden ist. Je höhe r die Quote ausfällt, umso mehr Erträge sind durch Zinszahlungen gebunden. Eine niedrige Quote ist daher anzustreben. Formel: Zinsen und sonstige Finanzaufwendungen ordentliche Erträge + Finanzerträge Berechnung (Ist): 16.792.939 € 511.929.011 € Wert zum 31.12.15 3,28% (31.12.14: 3,31%) Darmstadt, 25.02.2016 André Schellenberg Stadtkämmerer
Beratungsverlauf (1)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2016/0080
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 02.03.2016
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00