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A-R/0003/2007

Eine Million für ein grünes Münster

Antrag an den Rat 06.02.2007

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 21.02.2007, TOP 20.3

Originalantrag

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Originalantrag

4798 Zeichen

Fraktion Bündnis90/Die Grünen/GAL                                Antrag  Nr.: A-R/0003/2007 
im Rat der Stadt Münster 
 
 
 
 
 
 
Der Rat möge beschließen: 
 
1. Die verheerenden Schäden, die der Sturm „Kyrill“ in der Natur und 
im Stadtbild Münsters verursacht hat, werden durch gemeinsame 
Anstrengungen der Stadt und ihrer Bürger in den beiden 
kommenden Jahren beseitigt. 
2. Die im öffentlichen Raum entwurzelten oder ander weitig 
geschädigten Bäume werden durch Neupflanzung ersetzt. 
3.  Die Ersatzpflanzungen werden dazu genutzt, die Begrünung in 
der Stadt zu vermehren und zu verbessern. Hierfür erarbeitet die 
Verwaltung beispielhafte Konzepte, die neben stadtplanerischen 
und Aspekten der Grünordnung auch ökologischen Aspekten 
entsprechen. 
4. Alle Maßnahmen werden gebündelt zu einem Beitrag  für den 
europäischen Wettbewerb „Entente Florale“, an dem die Stadt in 
diesem Jahr als Vertreter  Deutschlands teilnimmt. 
5. Für die Finanzierung der Maßnahmen im öffentlich en Raum und 
für die Förderung privater Aktionen stellt die Stadt in 2007 und 
2008 insgesamt eine Million Euro zur Verfügung. Parallel dazu 
versucht sie, einen möglichst großen Anteil dieser Summe durch 
Zuschüsse anderer Körperschaften (Land, Bund, EU ...) zu 
refinanzieren.  
6. Gleichzeitig werden die Münsteraner BürgerInnen und die 
heimische Wirtschaft aufgerufen, eigene Maßnahmen zu ergreifen. 
Die Stadt bietet dazu konzeptionelle und organisatorische 
(Sponsoring, Patenschaften ...), unter noch festzulegenden 
Bedingungen auch finanzielle, Hilfe an. 
 
 
Begründung: 
 
„Kyrill“ hat in der Stadt Münster eine Spur der Verwüstung hinterlassen. 
Dächer wurden abgedeckt, Fenster eingedrückt, Stromleitungen zerrissen 
und Fahrzeuge beschädigt. Insgesamt wurden mehr als 10.000 Bäume im 
Stadtgebiet entwurzelt, umgebrochen oder so schwer geschädigt, dass 
sie gefällt werden mussten. Vor allem das grüne Stadtbild hat Schäden 
erlitten, die erst in Jahrzehnten wieder verschwunden sein werden. Der 
Tribut, der der Erwärmung der Erdatmosphäre zu zollen ist, ist damit auch 
in Münster schmerzlich spürbar geworden.  
 
Bündnis 90/Die Grünen/GAL 
Ratsfraktion Münster 
 
Bremer Str. 54 
48155 Münster 
 
Fon: 0251 / 8 99 58 10 
Fax: 0251 / 8 99 58 15 
gruene.ratsfraktion@muenster.de 
www.gruene -muenster.de 
Antrag 
 
„Eine Million für ein grünes Münster“
 
06.02.2007

Wir Grünen sehen darin eine unmissverständliche Aufforderung an 
unsere Gesellschaft, den Schutz der Erdatmosphäre als ökologische und  
ökonomische Notwendigkeit zu erkennen und aus dieser Erkenntnis 
praktische Konsequenzen zu ziehen. Vor allem in der Verkehrspolitik gibt 
es auf lokaler Ebene erheblichen Handlungsbedarf: Die andauernde 
Förderung des Autoverkehrs wie des Flugverkehrs – in der Stadt wie in 
der Region – schadet nicht nur der Umwelt, d. h. vor allem dem Klima, 
sondern provoziert - wie Kyrill überdeutlich demonstriert hat – auch 
massive wirtschaftliche Schäden. Eine Änderung dieser Politik ist 
unbedingt erforderlich.  
 
Unabhängig von dieser Grundsatzaufgabe gilt es, die aktuellen Schäden 
in der Stadt schnellstmöglich zu beseitigen bzw. der Natur die Chancen 
zu geben, sich zu regenerieren. Die grüne Stadt zeichnete Münster 
bislang aus und gehörte zu den wichtigsten Faktoren der Lebensqualität. 
Die internationale Anerkennung durch die Verleihung des LivCom-Awards 
2004 zeugt von der überragenden Bedeutung die Grün und Umwelt in 
Münster haben.  
 
Umso mehr ist Münster jetzt gefordert.  
In diesem Jahr steht die Teilnahme am internationalen Wettbewerb 
„Entente Florale“ an. Münster soll Deutschland als grüne und blühende 
Stadt auf europäischer Bühne repräsentieren. Dazu gehört, die Umwelt im 
städtischen Raum für Mensch, Tier und Pflanze nachhaltig zu schützen 
und zu entwickeln. Ob Münster diesen Forderungen gerecht werden kann, 
hängt entscheidend davon ab, wie die Stadt mit den katastrophalen 
Schäden des Sturms umgeht. Dabei geht es nicht nur um die 
Neubepflanzung öffentlicher Flächen, sondern auch um den Ersatz von 
Bäumen im privaten Bereich und um die Schaffung eines öffentlichen 
Bewusstseins für die Aufgabe und ihre Bedeutung. Es ist deshalb eine 
konzertierte Aktion zwischen Stadt, Bürgerschaft und Wirtschaft nötig, die 
deutlich macht, dass „Grün in der Stadt“ eine lebenswichtige Qualität hat 
und die, gemäß der Forderung der „Entente Florale“, die Einwohner in die 
Grünentwicklung ihrer Stadt integriert und zu eigenen Aktivitäten anregt. 
 
 
gez. Wilhelm Breitenbach 
gez. Helga Bennink 
gez. Manfred Kehr 
gez. Christof Hoffmann 
gez. Hery Klas 
gez. Maria Klein-Schmeink 
gez. Jutta Möllers 
gez. Jörn Möltgen 
gez. Carsten Peters 
gez. Tim Rohleder 
gez. Ilse Schleef 
gez. Claudia Scholz 
gez. Dr. Rita Stein-Redent 
gez. Brigitte von Schoenebeck

Beratungsverlauf (1)

21.02.2007 Rat
TOP 20.3 Antrag Entscheidung

Beschluss: verwiesen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Bremer Straße 54

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Details

Vorlagen-Nr.
A-R/0003/2007
Typ
Antrag an den Rat
Datum
06.02.2007
Erstellt
06.10.2020 14:37