2019/0112
Bericht zum Versorgungsgrad in der Kinderbetreuung 2017/18
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2019/0112
3266 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
04.04.2019
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat V an die Stadtverordnete nversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Jugendamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2019/0112
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Bericht zum Versorgungsgrad in der Kinderbetreuung 2017/18
Vorlage vom: 22.03.2019
Beschlussvorschlag :
Der Bericht zum Versorgungsgrad in der Kindertagesbetreuung 2017/18 wird zur
Kenntnis genommen.
Anlagen: Versorgungsbericht 2017_2018
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 2 -
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 22.03.2019:
Der vorliegende Bericht 2017/18 zum Versorgungsgrad in der Kindertagesbetreuung
in Darmstadt schreibt die vorangegangenen Versorgungsberichte fort und gibt einen
aktualisierten Überblick zur Entwicklung der U3- und Ü3-Betreuung bezogen auf das
sozialraumorientierte Platzangebot. Der Bericht liefert die derzeitigen Versorgungsquoten und
stellt das weitere Ausbauvolumen dar.
Am 31.12.2018 lag die Versorgungsquote im U3-Bereich bei 42% und ist somit seit dem
letzten Berichtszeitpunkt um 0,7 %-Punkte gesunken (2016: 42,7%). Grund für diese
Entwicklung ist insbesondere, dass sich die Geburtenzahlen seit dem Jahr 2016 auf einem
höheren Niveau stabilisiert haben und infolge dessen die Gesamtzahl der unter 3 -jährigen
Kinder gegenüber den Vorjahren deutlich gestiegen ist. Mit Blick auf die Erfüllung des
individuellen Rechtsanspruches und aus planerischer Sicht ist für die prosperierende
Wissenschaftsstadt Darmstadt eine Versorgungsquote von mindestens 50% als bedarfsgerecht
anzusehen.
Die gesamtstädtische Versorgungsquote für die Altersgruppe der 3- bis 6,5-jährigen Kinder
(Schuleintritt) stieg zum Stichtag 31.12.2018 auf 102,6% (2016: 99,3%). Hier konnte durch
die Inbetriebnahme weiterer Einrichtungen die Versorgungslage spürbar verbessert werden. Als
Versorgungsziel im Bereich Ü3 gilt eine Quote von 105%. Es ist zu berücksichtigen, dass der
zuvor beschriebene Anstieg der Geburtenzahlen mit Verzögerung auch im Bereich Ü3 und in
der Schulkindbetreuung spürbar werden wird.
Die kommunale Ausbauplanung wird daher kontinuierlich fortgeschrieben und sichert die
sukzessive Entwicklung der Betreuungslandschaft gemäß der zuvor genannten
Versorgungsziele. Ein weiterer Platzzuwachs sowohl im U3 als auch im Ü3-Bereich ist durch
bereits beschlossene, in Umsetzung befindliche, als auch durch projektierte Maßnahmen
gewährleistet.
Die Berichterstattung zum Thema Kinderbetreuung wird auch in den künftigen Jahren
fortgeschrieben. Allerdings wird der Versorgungsbericht künftig im 2-Jahres-Rhythmus erstellt
werden.
Darmstadt, 22.03.2019
Dezernat V
Barbara Akdeniz
Stadträtin
anlage 1
26982 Zeichen
Jugendamt
Jugendhilfeplanung
Jugendamt, Jugendhilfeplanung 1
Bericht zum
Versorgungsgrad in der Kindertagesbetreuung
2017 / 2018
2
0. Vorbemerkungen 2
1. Kinderbetreuung im Stadtgebiet – Versorgungslagen 2018
3
1.1. Betreuungsangebote für unter 3-jährige Kinder 3
1.2. Betreuungsangebote für Kinder ab 3 Jahren bis zum Schuleintritt 8
1.3. Betreuungsangebote für Grundschulkinder 11
1.4. Ausblick 12
2. Thematischer Schwerpunkt: Inklusion in Kindertagesstätten 15
3. Anhang 17
0. Vorbemerkungen
Der vorliegende Bericht gibt Auskunft zu den stadtweiten und sozialräumlichen
Versorgungslagen in der Kinderbetreuung i n den Jahren 2017 und 2018. Die Daten des
letzten Berichtes werden hierzu systematisch fortgeschrieben und um aktuelle
Entwicklungen ergänzt.
Der Bericht weist als Kernindikator die Versorgungsquote aus. Diese stellt das
Verhältnis der in Kindertageseinrichtungen und ggf. Kindertagespflege vorgehalten en
Betreuungsplätze bezogen auf die Gesamtzahl der Kinder im jeweils
anspruchsberechtigten Alter dar. Eine diesbezügliche Darstellung erfolgt sowohl
gesamtstädtisch als auch sozialräumlich für die einzelnen Betreuungssettin gs.
Darüber hinaus ist im Sinne eines Schwerpunktes ein Exkurs zum Thema Inklusion und
deren Umsetzung in Kindertageseinrichtungen eingefügt.
3
1. Kinderbetreuung im Stadtgebiet – Versorgungslagen 2017/ 2018
1.1. Betreuungsangebote für unter 3-jährige Kinder
Bevölkerungsentwicklung
Am 31.12.201 8 waren 4.899 Kinder im Alter von 0 bis unter 3 Jahren in der
Wissenschaftsstadt Darmstadt gemeldet. Der Planungsraum Nord ist, im städtischen
Vergleich, derjenige mit der größten Anzahl an Kindern dieser Altersgruppe (2018:
1.110); in Wixhausen sind hingegen die wenigsten Kinder dieses Alters gemeldet
(2018: 195).
Gegenüber dem letzten Berichtsjahr 2016 lässt sich für die Wissenschaftsstadt
Darmstadt ein Anstieg der Zahl unter 3 -jähriger Kinder um insgesamt 194 (+4,1%)
feststellen. Gemäß der Darmstädter Qualitätsstandards entspricht dies einem
zusätzlichen Platzbedarf von mehr als 17 Krippengruppen. Diese
Bevölkerungsentwicklung spiegelt sich in nahezu allen Planungsräumen wider, auch
wenn bei detaillierter Betrachtung Unterschiede i n Verlauf und Intensität des
Bevölkerungszuwachses deutlich werden (vgl. Abb. 1).
Abb. 1: Bevölkerungszahlen der unter 3-Jährigen nach Planungsbezirken (abs.)
Quelle: Amt für Statistik und Stadtforschung (Bevölkerungsdaten); Jugendhilfeplanung - eigene Berechnung;
Stichtag: 31.12.2018
Die größte Dynamik zeigt sich im Planungsraum Nord; dort lässt sich der höchste
Bevölkerungszuwachs unter 3 -jähriger Kinder feststellen (+126). Dieser ergibt sich
insb. aus dem Bezug der Erstwohnhäuser in der Otto -Röhm-Str. sowie aus neu
entstandenen Wohn quartieren insb. in der Waldkolonie. In den anderen
Planungsräumen – mit Ausnahme Kranichstein, Ost und Wixhausen – gab es seit
dem Jahr 2016 ebenfalls einen moderaten Bevölkerungsanstieg.
Kernaussage
Am 31.12.2018 lebten
4.899 Kinder unter 3 Jahren
in Darmstadt.
Der Zuwachs in der
Altersgruppe beträgt 4,1%
gegenüber dem Berichtjahr
2016.
4
Der Bevölkerungszuwachs im Bereich U3 ist Ergebnis, sowohl der Geburten- als auch
der Wanderungsentwicklung, der vergangenen Jahre.
In 2018 wurden in der Wissenschaftsstadt Darmstadt 1.718 Kinder geboren. Und
obgleich die Zahl der geborenen Kinder gegenüber dem letzten Berichtsj ahr 2016
somit geringfügig sank (- 63), ist festzuhalten, dass sich die Geburtenzahl dennoch
auf einem deutlich höheren Niveau gegenüber den früheren Jahren bis 2015
stabilisierte (+ ca. 200 Geburten). Die Aufsummierung der geburtsstarken Jahrgänge
2016-2018 resultiert daher in einer aktuell größeren Alterskohorte unter 3 -jähriger
Kinder.
Abb. 2: Anzahl der Geburten 2012 – 2018 (abs.)
Quelle: Amt für Statistik und Stadtforschung (Bevölkerungsdaten); Stichtag: 31.12.2018
Für die Wissenschaftsstadt Darmstadt ist auch zukünftig von einer mindesten
stabilen, ggf. sogar steigenden Geburtenzahl auszugehen. Grund hierfür sind die
nach wi e vor starken Bevölkerungszuwächse (Wanderungsgewinne) in der
Altersgruppe von 20 bis unter 40 Jahren, da es sich hierbei um Menschen handelt, die
sich potenziell in der Familiengründungsphase befinden.
Mittelfristig werden d ie nachrückenden Geburtsjahrgänge demnach deutlich größer
sein als die jeweils hinauswachsenden . Folglich wird die Grundgesamtheit der
Anspruchsberechtigten in allen Betreuungssettings dauerhaft steigen, wie dies bereits
im Bereich U3 beobachtbar ist. Es ergeben sich hieraus w iederum klare
Anforderungen im Sinne von Ausbau und Weiterentwicklung der
Betreuungsinfrastruktur.
Platzentwicklung
Am 31.12.2018 standen in Darmstadt insgesamt 2.0 58 Betreuungsplätze für unter 3 -
jährige Kinder zur Verfügung. Hiervon wurden 1. 569 Plätze in Tageseinrichtungen
und 489 in de r Kindertagespflege bereitgestellt. Somit wurde zum Stichtag eine
gesamtstädtische Versorgungsquote von 42, 0% erre icht und ist gegenüber dem
Berichtsjahr 2016 geringfügig gesunken (-0,7 %-Punkte).
Kernaussage
Am 31.12.2018 standen
2.058 Betreuungsplätze zur
Verfügung
Die gesamtstädtisch e
Versorgungsquote liegt bei
42,0%.
Kernaussage
In 2018 wurden 1.718
Kinder geboren.
Die Geburtenzahl hat sich
auf dem Niveau von 2016
stabilisiert.
5
Gegenüber 2016 konnte die A nzahl der Betreuungsplätze um 51 Plätze gesteigert
werden. Hierzu trug insb. der Kapazitätszuwachs in Krippen bei; denn in den Jahren
2017 und 2018 konnten hier insgesamt 77 Betreuungsplätze hinzugewonnen werden.
Zugleich sank jedoch die Zahl der Betreuungsplätze in der Kindertagespflege (KTP)
gegenüber dem Jahr 2016 auf 489 (-26 Plätze). An dieser Stelle sei darauf
hingewiesen, dass Schwankungen in der Tagespflege nicht unüblich sind.
Änderungen bzgl. der Platzzahlen ergeben sich – zum Teil – kurzfristig, wenn
Pflegeerlaubnisse nicht mehr verlängert bzw. aktiv genutzt werden oder die
genehmigte Platzzahl nicht länger voll ausgeschöpft wird. Hier gilt es
Tagespflegepersonen durch die Fachberatung weiterhin engmaschig zu begleiten und
in ihrer Tätigkeit zu unterstützen , um so eine möglichst umfassende und langfristige
Ausnutzung von Betreuungskapazitäten in der Kindertagespflege zu gewährleisten.
Angebots- und Trägerstruktur
Insgesamt werden rund zwei Drittel des Betreuungsangebots für unter 3 -jährige Kinder
in freier – konfessioneller und nichtkonfessioneller – Trägerschaft vorgehalten. Den
größten Anteil hierunter machen die sog. kleinen freien Träger (bspw. Elterninitiativen)
aus (746 Plätze), gefolgt von den großen freien Träger n AWO und ASB, die immerhin
14% des gesamten Betreuungsangebotes bereit stellen (290 Plätze) . In geringerem
Umfang halten die evangelische und katholische Kirche (6% bzw. 1%)
Betreuungsplätze vor (insg. 137 Plätze) . Weitere 146 Betreuungsplätze werden durch
privat-gewerbliche Träger bereit gestellt. Der Anteil der Wissenschaftsstadt Darmstadt
liegt bei 12% (250 Plätze). Rund ein Viertel der Betreuungsplätze wird darüber hinaus in
der Kindertagespflege bereit gestellt (489 Plätze).
Abb. 3: Trägerstruktur in der U3-Betreuung in Darmstadt
Quelle: Jugendamt, Jugendhilfeplanung; Stichtag: 31.12.2018
Kernaussage
Rund zwei Drittel der
Betreuungsplätze befinden
sich in freier Trägerschaft.
6
Betreuung im U3 -Bereich findet in verschiedenen Settings statt. So bietet die
Kindertagespflege einen kleinen, familiären Rahmen und eine hohe Flexibilität, so dass
beispielsweise Betreuungsumfang und -zeitpunkt sehr individuell zwischen Familie und
Tagespflegeperson abgestimmt und spezifische Bedürfnisse berücksichtigt werden
können.
Rund 37% der Betreuungsplätze sind Einrichtungen, in denen ausschließlich eine U3 -
Betreuung verortet ist (insg. 7 57 Plätze). Die Größe dieser Einrichtungen variiert
zwischen eingruppigen Kleinsteinrichtungen (55% bzw. 18 Standorte), zwei - bis
dreigruppigen Einrichtungen (jeweils 12% bzw. 8 Standorte) und größeren Standorten
mit vier und mehr Gruppen (21% bzw. 7 Standorte).
Ein etwas größerer Anteil der U3 -Plätze (rd. 3 9% bzw. 812 Plätze) wird hingegen in
altersübergreifenden Einrichtungen bereitgestellt , in denen neben den U3 -Plätzen auch
Betreuungsplätze für andere Altersgruppen (i.d.R. 3 Jahre bis Schuleintritt) zur
Verfügung stehen.
Abb. 4: Verortung der Betreuungsplätze U3 nach Einrichtungsarten
Quelle: Jugendamt, Jugendhilfeplanung; Stichtag: 31.12.2018
Versorgungssituation in den Planungsräumen
Die sozialräumliche Versorgungslage innerhalb Darmstadts stellt sich am Stichtag
31.12.2018 recht unterschiedlich dar. Das Platzangebot und die somit erreichten
Versorgungsquoten differieren zwischen den Planungsbezirken . Im stadtweiten
Vergleich zeigt sich eine sehr gute Versorgungslage in den Planungsbezirken West
(55,2%), Arheilgen (49,8%) und Bessungen ( 48,5%). Eine unterdurchschnittliche
Versorgungslage besteht hingegen nach wie vor in Eberstadt (3 5,9%), Stadtmitte
(34,3%) sowie – wenn auch in geringe rem Ausmaß – in den Planungsbezirken Nord
Kernaussage
Die sozialräumlichen
Versorgungsquoten
variieren zwischen 34,3%
und 55,2%.
Kernaussage
U3-Plätze sind etwa zu
gleichen Teilen in
altersübergreifenden und
altershomogenen
Einrichtungen verortet.
7
(38,6%) und Kranichstein (38,3%).
Abb. 5: Versorgungslagen U3 in den Planungsbezirken (Versorgungsquoten in %)
Quelle: Amt für Statistik und Stadtforschung (Bevölkerungsdaten); Jugendhilfeplanung - eigene Berechnung;
Stichtag: 31.12.2018
Bei der Bewertung der sozialräumlichen Versorgungs - und Ausbaubedarfe gilt es
verschiedene Aspekte zu berücksichtigen.
Im U3 -Bereich besteht erfahrungsgemäß eine erhöhte Mobilitätsbereitschaft,
d.h. die Wohnortnähe eines Betreuungsangebotes ist oftmals ein weniger
wichtiges Auswahlkriterium als in anderen Alterssegmenten (insb. Kiga).
Zwischen den verschiedenen Regionen bestehen zum Teil enge sozialräumliche
Bezüge (z.B. Bessungen und Stadtmitte). Es können folglich
Mitversorgungseffekte zwischen einzelnen Planungsbezirken unterstellt werden.
Zahlreiche U3-Einrichtungen haben aufgrund i hrer spezifischen pädagogischen
Ausrichtung (bspw. Natur, Bilingualität, Waldorf , Ernährung, Sport ) einen
stadtweiten Einzug.
Die skizzierten Punkte tragen mutmaßlich zu einer Entlastung der Versorgungslage in
Stadtmitte, Kranichstein und Eberstadt bei. Die Ausbauplanung wird zudem
kontinuierlich fortgeschrieben. Besonderes Augenmerk wird hierbei auf die bis dato
unterversorgten Planungsräume sowie die städtebauliche Entwicklung gelegt.
8
1.2. Betreuungsangebote für Kinder ab 3 Jahre bis zum Schuleintritt1
Bevölkerungsentwicklung
Am 31.12.201 8 waren 5. 097 Kinder im Alter von 3 bis 6,5 Jahren in Darmstadt
gemeldet. De r Planungsbezirk Darmstadt -Nord ist im städtischen Vergleich derjenige
mit der größten Anzahl an Kindern dieser Altersgruppe (201 8: 991); in Wixhausen sind
hingegen die wenigsten Kinder dieses Alters gemeldet (2018: 226).
Im Vergleich zum letzten Berichtsjahr 2016 ist die Anspruchsgruppe der 3 - bis 6,5 -
Jährigen geringfügig um insgesamt 15 Kinder bzw. 0,3%-Punkte gesunken und
stabilisiert sich somit auf einem hohen Niveau. Zu be achten sind insbesondere die
nachrückenden Jahrgänge, die u.a. aufgrund der stark gestiegenen Geburtenzahlen der
vergangenen Jahre die Bedarfslage im Kindergartenbereich mittelfristig deutlich
beeinflussen werden.
Platzentwicklung
Am 31.12.201 8 standen in Darmstadt insgesamt 5. 232 Betreuungsplätze für Kinder
von 3 Jahren bis zum Schuleintritt zur Verfügung. Zum Stichtag wird eine
gesamtstädtische Versorgungsquote von 102,6% für diese Anspruchsgruppe erreicht.
Die gesamtstädtische Versorgungsquote konnte somit um 3,3%-Punkte ge steigert
werden.
Gegenüber dem Jahr 2016 bedeutet dies eine Angebotssteigerung um 157 Plätze.
Hierzu trug insbesondere die Inbetriebnahme der Kita des SG Arheilgen sowie des
KinderNaturGarten Alnatura bei.
Der Stichtag des vorliegenden Berichtes ist der 31.12.2018. Daher ist die im Januar
2019 in Betrieb gegangene Kita Klausenburger Straße (132 Ü 3-Plätze) in der
Darstellung ebenso wenig berücksichtigt, wie die in Kürze in Betrieb gehende Kita
Pankratiusstraße (66 Ü3 -Plätze). Beide Einrichtungen seien an dieser Stelle dennoch
nachrichtlich genannt und werden im Folgebericht regulär in die Berichter stattung
einfließen.
Angebots- und Trägerstruktur
Der größte Anteil der Kindergartenplätze befindet sich in evangelischer Trägerschaft
(33% bzw. 1.723 Plätze).
1 Anspruchsberechtigt für einen Kindergartenplatz sind Kinder im Alter von 3 Jahren bis zum Schuleintritt. Als
statistische Rechengröße werden 3,5 Jahrgänge zum Stichtag (31.12. eines Jahres) herangezogen, nämlich die
kompletten Altersjahrgänge 3.4.5 sowie eine halber 6..
Kernaussage
Am 31.12.2018 lebten
5.097 Kinder im Alter von
3 Jahren bis Schuleintritt in
Darmstadt.
Dies ist ein Rückgang um
0,3% Prozent gegenüber
dem Berichtjahr 2016.
Kernaussage
Am 31.12.2018 standen
5.232 Betreuungsplätze zur
Verfügung
Die gesamtstädtische
Versorgungsquote liegt bei
102,6%.
9
Weitere 1.529 Plätze werden in sonstiger freier Trägerschaft geführt; dies entspricht
einem Anteil von rund 29%. Hierunter nehmen die kleinen freien Träger (bspw.
Elterninitiativen) den größten Part ein (850 Plätze) , gefolgt von den großen Trägern
ASB und AWO (553 Plätze) . Als sog. privat -gewerbliche Träger werden diejenigen
eingestuft, die entweder betrieblich gebundene Betreuungsplätze vorhalten bzw.
aufgrund ihrer Geschäftsform keine öffentliche Förderung von Seiten der Stadt
Darmstadt in Anspruch nehmen (126 Plätze).
Rund 10% der Plätze werden in katholischer Trägerschaft geführt (501 Plätze). Die
Wissenschaftsstadt Darmstadt hält 1.479 Betreuungsplätze in eigenen Einrichtungen
vor. Der kommunale Anteil am Betreuungsangebot beläuft sich somit auf 28%.
Abb. 6: Trägerstruktur in der Ü3-Betreuung in Darmstadt
Quelle: Jugendamt, Jugendhilfeplanung; Stichtag: 31.12.2018
Die Mehrheit der Ü3 -Betreuungsplätze werden in altersübergreifenden Einrichtungen
vorgehalten (64% bzw. 3.365 Plätze), die neben Kindergartenplätzen auch Krippen -
und/oder Hortplätze anbieten. A n 37 Standorten und somit am häufigsten ist die
Kombination Krippe -Kindergarten etabliert. Bei 36 Standorten mit insg. 1.867 Plätzen
handelt es sich um Einrichtungen, in denen ausschließlich Kinder ab dem 3. Lebensjahr
bis zum Schuleintritt betreut werden.
Kernaussage
Die Mehrheit der
Kindergartenplätze wird in
freier Trägerschaft geführt.
10
Abb. 7: Verortung der Kindergartenplätze nach Einrichtungsarten
Quelle: Jugendamt, Jugendhilfeplanung; Stichtag: 31.12.2018
Versorgungssituation in den Planungsräumen
Die sozialräumliche Versorgungslage innerhalb Darmstadts stellt sich am Stich tag
31.12.2018 verschieden dar. Das Platzangebot und die somit erreichten
Versorgungsquoten in den Planungsbezirken sind sehr unterschiedlich. Im stadtweiten
Vergleich zeigt sich eine sehr gute Versorgungslage in Bessungen (13 4,1%), den
Planungsgebieten Arheilgen (11 8,5%) und Nord (108,8%) . Eine unterdurchschnittliche
Versorgungslage besteht hingegen in den Planungsbezirken Stadtmitte (6 3,6%),
Kranichstein (93,3%) und Eberstadt (94,2%).
Abb. 8: Versorgungslagen ü3 in den Planungsbezirken (Versorgungsquote in %)
Quelle: Amt für Statistik und Stadtforschung (Bevölkerungsdaten); Jugendhilfeplanung - eigene Berechnung;
Stichtag: 31.12.2018
Kernaussage
Die Ü3-Versorgungslagen in
den Planungsbezirken
variieren zwischen 134,1%
bis 63,6%.
11
Aufgrund der bereits skizzierten, engen sozialräumlichen Bezüge von Stadtteilen und -
quartieren können gewisse Mitversorgungseffekte zwischen einzelnen
Planungsbezirken unterstellt werden.
So kann beispielsweise durch die sehr gute Versorgungslage im Planungsraum
Bessungen, Entlastung sowohl für die Stadtmitte als auch z.T. für Eberstadt, erzielt
werden. Gleiches gilt für den Planungsraum Kranichstein, welcher von der sehr guten
Versorgungslage Arheilgens profitiert.
Die Aufgabe im Rahmen des weiteren Ausbaus liegt dennoch darin, die
Versorgungslagen in allen Planungsräumen bedarfsgerecht zu gestalten und soweit
möglich und notwendig anzugleichen.
1.3. Betreuungsangebote für Grundschulkinder
Im Zuge der Umstellung der Entgeltstruktur in Kindertageseinrichtungen in der
Wissenschaftsstadt Darmstadt wurde auch die vertragliche Grundlage der
Hortbetreuung angepasst. Mit Beginn des Kindergartenjahres 2018/19 besteht der
Anspruch auf eine Hortbetreuung nur noch während der Grundschulzeit. Mit dem
Wechsel auf eine weiterführende Schule endet der Betreuungsvertrag.
Infolge dessen weicht die Darstellung im Folgenden von den Vorjahresberichten ab und
eine Vergleichbarkeit der Daten ist nicht gegeben. Als Bezugsgröße zur Ermittlung der
Versorgungssituation wird nunmehr die Anzahl der Grundschüler herangezogen. Dieser
wird die Platzressource aus Hort- und Schulkindbetreuungsplätzen gegenübergestellt.
Im Schuljahr 2018/19 besuchen 5.429 Schüler*innen eine Darmstädter Grundschule. Im
selben Zeitraum stehen i nsgesamt 3.582 Betreuungsplätze für Grundschulkinder zur
Verfügung. 1.214 der Betreuungsplätze werden in Horten bereitgestellt (3 3,9%); 2.368
Plätze ( 66,1%) bestehen im Rahmen der Schulkindbetreuung bzw. des Pakt für den
Nachmittag an Grundschulen. Zum Stichtag wird somit rechnerisch eine
gesamtstädtische Versorgungsquote von rund 65,7% erreicht.
Der Ausbau der Schulkindbetreuung geschieht in Darmstadt vorrangig in Form der
Betreuung an Schulen, unter Federführung des kommunalen Schulamtes, unterstützt
durch Förderprogramme wie bspw. dem Pakt für den Nachmittag. Der weitere Ausbau
der Betreuungsangebote für Schulkinder geschieht in Abstimmung zwischen
Jugendamt und Schulamt.
Kernaussage
Im Schuljahr 2018/19
besuchten 5.429
Schüler*innen eine
Darmstädter Grundschule.
Die Versorgungsquote bei
der Betreuung von
Schulkindern liegt bei
65,7%.
12
1.4. Ausblick
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in den vergangenen Jahren einen gravierenden
Bevölkerungszuwachs erfahren (2012-2018: +11.688 Einwohner bzw. rd. 8%). Dieser
wird sich aller Voraussicht nach in den kommenden Jahren fortsetzen (vgl.
Demografiebericht 3 – Perspektiven für Darmstadt, 2017). Deutlich wird dies u.a. in den
seit 2016 deutlich gestiegenen Geburtenzahlen (vgl. Kapitel 1.1.). Die städtebauliche
Entwicklung der Konversionsflächen sowie die Nachverdichtung bestehender
Wohnlagen stellen zudem maßgebliche Anforderungen an die soziale Infrastruktur.
Abb. 8: Bevölkerungsentwicklung in der Wissenschaftsstadt Darmstadt (2012-2018)
Quelle: Amt für Statistik und Stadtforschung (Bevölkerungsdaten); Jugendhilfeplanung - eigene Berechnung;
Stichtag: 31.12.2018
Die kommunale Ausbauplanung stellt die, auf den verfügbaren statistischen und
städtebaulichen Kennzahlen basierende Strategie dar, nach der neue
Kinderbetreuungsstandorte gegründet und bestehende Einrichtungen (weiter) entwickelt
werden. Es handelt sich um eine Rahmenplanung, die kontinuierlich fortgeschrieben
wird.
Im Jahr 2019 werden zusätzliche 22 Krippen- sowie 198 Kindergartenplätze geschaffen.
Die Kita Klausenburger Straße – es handelt sich um eine Interimseinrichtung – hat den
Betrieb bereits im Januar 2019 aufgenommen. Des Weiteren wird die Kita
Pankratiusstraße im Jahresverlauf ihren Betrieb aufnehmen.
Im Jahr 2020 folgen sukzessive die Einrichtungen Lincoln (Interim), Mina-Rees-Straße
sowie zwei kleine Standorte mit naturpädagogischer Ausrichtung, die entsprechende
Beschlussfassung der zuständigen Gremien vorausgesetzt. Es würde hierdurch im Jahr
2020 ein Gesamtausbauvolumen von 66 U3- und 172 Ü3-Plätzen erreicht.
Kernaussage
Im Jahr 2019 werden
insgesamt 220
Betreuungsplätze
geschaffen.
Im Jahr 2020 kommen
weitere 238 Plätze hinzu.
13
Ab dem Jahr 2021 werden schließlich nach derzeitigen Planungen und abhängig der
notwendigen politischen Beschlussfassungen, bis zu neun weitere Standorte mit einem
Platzvolumen von insgesamt 231 Krippen- und 462 Kindergartenplätze, sukzessive in
Betrieb gehen.
14
Standort Status Planungsraum
vorrangiges
Versorgungsgebiet Plätze U3 Plätze Ü3
Inbetriebnahme 2019
Kita Klausenburger Str. (Interim) in Betrieb West gesamtstädtisch 0 132
Kita Pankratiusstr. In Betrieb Nord Sozialraum 22 66
Inbetriebnahme 2020
Lincoln (Interim) in Umsetzung Bessungen (Lincoln) Sozialraum 33 66
Kita Mina-Rees-Str. in Umsetzung West gesamtstädtisch 33 66
Vogelfreunde Eberstadt
Beschluss in
Vorbereitung Eberstadt gesamtstädtisch 0 20
Nachbarschaftsheim Prinz-Emil-Garten e.V.
Beschluss in
Vorbereitung Bessungen gesamtstädtisch 0 20
Inbetriebnahme 2021ff
Kita Moltkestr.
Beschluss in
Vorbereitung West Sozialraum 22 66
Lincoln (Bildungscampus) in Umsetzung Bessungen (Lincoln) Sozialraum 22 88
Lincoln (Quartierspark)
Änderungsbeschluss in
Vorbereitung Bessungen (Lincoln) Sozialraum 55 88
Bildungscampus Heinrich-Hofmann
Planungsbeschluss liegt
vor Stadtmitte Sozialraum 33 66
Ludwig-Schwamb-Schule
Beschluss in
Vorbereitung Eberstadt Sozialraum 44 66
Kita Regenbogenland
Beschluss in
Vorbereitung West Sozialraum 33 0
Kita Marienplatz
Angemeldet im
Wettbewerbsverfahren Stadtmitte Sozialraum 33 66
Platzzahl 330 832
15
2. Thematischer Schwerpunkt: Inklusion in Kindertageseinrichtungen
Der gesellschaftliche Wandel, verbunden mit einer wachsenden Vielfalt, prägt heute
den Alltag der Kindertagesstätten. Er fordert ein differenziertes und individuelles
Eingehen auf die Bedürfnisse der Kinder und bietet allen Beteiligten gleichzeitig die
Chance zu einem vielfältigen und gemeinsamen Lernen. Unterschiedlichkeiten zu
erleben fördert die Akzeptanz und Toleranz gegenüber Individualitäten. Es fördert den
Respekt vor - und miteinander sowie das Gemeinschaftsgefühl und bietet somit
Orientierung und Sicherheit in einer interkulturellen Gesellschaft.
Die Vielfalt zeigt sich in der Altersmischung der Gruppen, in geschlechtsgemischten
Gruppen, in der kulturellen und religiösen Vielfalt der Herkunftsfamilien, in
sozioökonomischen Unterschieden und untersc hiedlichen/ besondere n
Unterstützungsbedarfen. Letztere zeigen sich beispielsweise auf der körperlichen,
emotionalen, sozialen, kognitiven und sprachlichen Ebene.
Das Team der Kindertagesstätte, die Kinder und deren Eltern gestalten gemeinsam
durch ihre Vielfalt die individuellen Lern- und Bildungsprozesse.
Jedes Kind mit seiner Herkunft und seiner Einzigartigkeit bereichert das
Zusammenleben.
Um die gemeinsame Bildung und Erziehung von Kindern mit Behinderung und von
Behinderung bedrohter Kinder zu real isieren gibt es integrative Hilfen und
Maßnahmen, welche durch das Darmstädter Verfahren für die Umsetzung der
Integration gewährleistet werden.
Die Vereinbarung zur Integration von Kindern mit Behinderung vom vollendeten 1.
Lebensjahr bis Schuleintritt in Kindertageseinrichtungen wurde von der
Wissenschaftsstadt Darmstadt unterzeichnet. Dadurch verpflichtet sich die Stadt als
Träger der Kindertagesstätten geeignete Verfahren zur Anwendung zu bringen.
Integration von Kindern mit Behinderung (Auszug aus den Darmstädter
Qualitätsstandards)
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt wendet die Rahmenvereinbarung
Integration in ihrer jeweils gültigen Fassung an. Hierbei orientieren sich die
Berechnungen grundsätzlich an den im KiföG festgelegten maximalen
Gruppengrößen.
In Krippengruppen reduziert sich die Anzahl der Kinder ab der ersten
Integrationsmaßnahme auf 10 und ab der zweiten Maßnahme auf 9 Plätze.
Pro Gruppe sind maximal 2 Integrationsmaßnahmen möglich.
16
In Kindergartengruppen r eduziert sich die Gruppengröße b ei der ersten und
zweiten Integrationsmaßnahme auf 20 Plätze. Ab der dritten Maßnahme
reduziert sich die Gruppengröße auf 19 Plätze. Pro Gruppe sind maximal 3
Integrationsmaßnahmen möglich.
Insgesamt wurden in Darmstadt im Kindergartenjahr 2017/18 trägerübergreifend
268 Integrationsmaßnahmen durchgeführt , die sich wie folgt verteil ten:
17 Integrations plätze im U3 -Bereich mit einem Gesamtstundenkontingent
von 227 Stunden ,
241 Integrationsplätze im Ü3 -Bereich mit einem Gesamtstundenkontingent
von 3815 Stunden,
10 Integrationsplätze im Hort mit einem Gesamtstundenkontingent von 150
Stunden.
Die in den Qualitätsstandards der Wissenschaftsstadt Darmstadt definierten
Platzbedarfe für Inklusion sind in den Versorgungszielen 50% bzw. 105%
berücksichtigt und in der Ausbauplanung der Wissenschaftsstadt Darmstadt
grundlegend verankert. Dies gilt in besonderem Maße für den Bereich Ü3, in
welchem einerseits die meisten Integrationsmaßnahmen zu verzeichnen sind und
andererseits eine Aufplanung zusätzlicher Platzressourcen in Höhe von 5%
gegenüber der Vollversorgung erfolgt.
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3. Anhang
Anlage I: U3 – Versorgungslagen in den Planungsgebieten
Anlage II: Ü3 – Versorgungslagen in den Planungsgebieten
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Anlage I: U3 – Versorgungslagen in den Planungsgebieten (Stichtag: 31.12.2018)
Betreuung von unter 3jährigen Kindern in Tageseinrichtungen und Kindertagespflege
Planungsbezirk 0- unter
3jährige
Plätze (absolut) Quoten (in %)
gesamt davon:
Krippe
davon:
Tagespflege
Versorgungsquote
(VQ)
Anteil:
Tageseinrichtungen
Anteil:
Tagespflege
100 DA-MITTE 557 191 161 30 34,3 84,3 15,7
200 DA-NORD 1.110 429 370 59 38,6 86,2 13,8
300 DA-OST 364 147 112 35 40,4 76,2 23,8
400 DA-BESSUNGEN 458 222 192 30 48,5 86,5 13,5
500 DA-WEST 540 298 232 66 55,2 77,9 22,1
Darmstadt-
Innenstadt 3.029 1.287 1.067 220 42,5 82,9 17,1
600 DA-ARHEILGEN 554 276 200 76 49,8 72,5 27,5
700 DA-EBERSTADT 729 262 143 119 35,9 54,6 45,4
800 DA-WIXHAUSEN 195 83 53 30 42,6 63,9 36,1
900 DA-
KRANICHSTEIN 392 150 106 44 38,3 70,7 29,3
Darmstadt-
Außenbezirke 1.870 771 502 269 41,2 65,1 34,9
Stadtgebiet
insgesamt 4.899 2.058 1.569 489 42,0 76,2 23,8
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Anlage II: Ü3 – Versorgungslagen in den Planungsgebieten (Stichtag: 31.12.2018)
Betreuung von 3-6,5jährigen Kindern in Tageseinrichtungen
Planungsbezirk 3-6,5
Jährige
Plätze
(absolut)
Versorgungsquote
(VQ)
100 DA-MITTE 472 300 63,6
200 DA-NORD 991 1.078 108,8
300 DA-OST 428 450 105,1
400 DA-BESSUNGEN 454 609 134,1
500 DA-WEST 504 542 107,5
Darmstadt-
Innenstadt 2.849 2.979 104,2
600 DA-ARHEILGEN 617 731 118,5
700 DA-EBERSTADT 884 833 94,2
800 DA-WIXHAUSEN 226 203 89,8
900 DA-
KRANICHSTEIN 521 486 93,3
Darmstadt-
Außenbezirke 2.248 2.253 100,2
Stadtgebiet
insgesamt 5.097 5.232 102,6
anlage 2
3327 Zeichen
- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
04.04.2019
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat V an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
Amt: Jugendamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
V 51
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2019/0112
Magistratsbeschluss-Nr.
165
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Bericht zum Versorgungsgrad in der Kinderbetreuung 2017/18
Vorlage vom: 22.03.2019
Beschlussvorschlag:
Der Bericht zum Versorgungsgrad in der Kindertagesbetreuung 2017/18 wird zur
Kenntnis genommen.
Anlagen: Versorgungsbericht 2017_2018
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 3 -
Beschluss des Magistrats vom 10.04.2019
Der Magistrat nimmt die Vorlage zur Kenntnis.
Begründung zur Magistratsvorlage vom 22.03.2019:
Der vorliegende Bericht 2017/18 zum Versorgungsgrad in der Kindertagesbetreuung
in Darmstadt schreibt die vorangegangenen Versorgungsberichte fort und gibt einen
aktualisierten Überblick zur Entwicklung der U3- und Ü3-Betreuung bezogen auf das
sozialraumorientierte Platzangebot. Der Bericht liefert die derzeitigen Versorgungsquoten und
stellt das weitere Ausbauvolumen dar.
Am 31.12.2018 lag die Versorgungsquote im U3-Bereich bei 42% und ist somit seit dem
letzten Berichtszeitpunkt um 0,7 %-Punkte gesunken (2016: 42,7%). Grund für diese
Entwicklung ist insbesondere, dass sich die Geburtenzahlen seit dem Jahr 2016 auf einem
höheren Niveau stabilisiert haben und infolge dessen die Gesamtzahl der unter 3-jährigen
Kinder gegenüber den Vorjahren deutlich gestiegen ist. Mit Blick auf die Erfüllung des
individuellen Rechtsanspruches und aus planerischer Sicht ist für die prosperierende
Wissenschaftsstadt Darmstadt eine Versorgungsquote von mindestens 50% als bedarfsgerecht
anzusehen.
Die gesamtstädtische Versorgungsquote für die Altersgruppe der 3- bis 6,5-jährigen Kinder
(Schuleintritt) stieg zum Stichtag 31.12.2018 auf 102,6% (2016: 99,3%). Hier konnte durch
die Inbetriebnahme weiterer Einrichtungen die Versorgungslage spürbar verbessert werden. Als
Versorgungsziel im Bereich Ü3 gilt eine Quote von 105%. Es ist zu berücksichtigen, dass der
zuvor beschriebene Anstieg der Geburtenzahlen mit Verzögerung auch im Bereich Ü3 und in
der Schulkindbetreuung spürbar werden wird.
Die kommunale Ausbauplanung wird daher kontinuierlich fortgeschrieben und sichert die
sukzessive Entwicklung der Betreuungslandschaft gemäß der zuvor genannten
Versorgungsziele. Ein weiterer Platzzuwachs sowohl im U3 als auch im Ü3-Bereich ist durch
bereits beschlossene, in Umsetzung befindliche, als auch durch projektierte Maßnahmen
gewährleistet.
Die Berichterstattung zum Thema Kinderbetreuung wird auch in den künftigen Jahren
fortgeschrieben. Allerdings wird der Versorgungsbericht künftig im 2-Jahres-Rhythmus erstellt
werden.
Darmstadt, 22.03.2019
Dezernat V
Barbara Akdeniz
Stadträtin
anlage 3
155 Zeichen
Punkt 9: Bericht zum Versorgungsgrad in der Kinderbetreuung 2017/18 (V-Nr. 2019/0112) - Kenntnisnahme - Der Ausschuss nimmt von der Vorlage Kenntnis.
anlage 4
174 Zeichen
Punkt 12: Bericht zum Versorgungsgrad in der Kinderbetreuung 2017/18 - Kenntnisnahme - (V-Nr. 2019/0112) Die Stadtverordnetenversammlung nimmt die Vorlage zur Kenntnis.
Beratungsverlauf (4)
Orte (5)
- Pankratiusstraße
- Mina-Rees-Straße
- Otto-Röhm-Straße
- Klausenburger Straße
- Moltkestraße
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2019/0112
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 22.03.2019
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00