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EF/0004/2006

Einführung von Studiengebühren - Auswirkungen für Münster

Einwohnerfragen 16.08.2006

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Antworten auf die Einwohnerfrage

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1922 Zeichen

Zehn Fragen an den Stadtrat zu Münster 
1. Welchen Wert haben die Studierenden für die Stadt Münster in wirtschaftlicher, kultureller,  
sozialer und verkehrspolitischer Hinsicht?  
 
2. Welche ökonomische und sozialen Folgen hatte die Einführung von Studiengebü hren für sogenannte 
Langzeitstudierende, für Studierende im Zweitstudium und für Studierende im Alter mit dem 
Studienkontenfinanzierungsgesetzes (StKFG) für Münster?  
 
3. Welche Auswirkungen hat die derzeitige Studiengebührensituation unter Einfluss des 
Hochschulfinanzierungsgerechtigkeitsgesetzes (HFGG) für die Stadt Münster?  
 
4. Wird die Einführung von allgemeinen Studiengebühren in Münster zu einem Rückgang der Studierendenzahlen 
führen, wenn ja, inwiefern entwickelt die Stadt Maßnahmen dem entgegen zu wi rken? 
 
5. Wenn der Bund und die Länder keine weiteren Maßnahmen zur finanziellen Verbesserung der 
Studierendensituation unternehmen, also sich die Einkommenssituation der Studierenden in Münster verschlechtert, 
in wie fern wird die Stadt Programme zur Verb esserung der sozialen Lage von Studierenden entwickeln und 
umsetzen? 
 
6. Plant die Stadt ihre Gebühren zu senken, damit trotz kleiner werdender Budgets der Studierenden, Münster auch 
weiterhin lebenswert bleibt?  
 
7. Rechnet die Stadt mit Preissenkungen im Einzelhandel, im ÖPNV, bei Mieten und Nebenkosten, damit  
Studierende weiterhin in Münster heimisch sein können?  
 
8. Wie bewertet die Stadt das Preis - und Mietniveau in Münster im Vergleich zu anderen Uni -Städten in NRW? Ist  
der Stadt bekannt, wie Studieren de das Preis - und Mietniveau bewerten und wenn ja, wie bewerten sie  
es? 
 
9. Welche Maßnahmen wird die Stadt ergreifen, um die Attraktivität Münsters für Studierende zu  
erhöhen?  
 
10. Wie groß ist der Anteil an Studierenden unter den Prostituierten in Münste r? Wird sich dieser Anteil  
nach der Einführung von Studiengebühren verändern?

Antworten auf die Einwohnerfrage

15097 Zeichen

Obm       23. August 2006 
 
 
Beantwortung der EinwohnerInnen-Frage an den Rat EF/0004/2006 „Einführung von 
Studiengebühren – Auswirkungen für Münster“ 
 
Ratssitzung am 23. August 2006 
 
 
 
1.  Welchen Wert haben die Studierenden für die Stadt Münster in wirtschaftlicher, 
kultureller, sozialer und verkehrspolitischer Hinsicht. 
 
Antwort:  
An den 8 münsterschen Hochschulen (Westfälische Wilhelms-Universität, Kunstakademie 
Münster, Fachhochschule Münster, Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung 
(Fachbereich Finanzen), Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NW, Katholische 
Fachhochschule Nordrhein-Westfalen/Abteilung Münster, „Deutsche Hochschule der Polizei 
in Gründung“ und Philosophisch-Theologische Hochschule Münster) sind derzeit rund   
48 000 Studierende eingeschrieben.  
 
Nach der von Universität und Stadt in Auftrag gegebenen Untersuchung des Instituts für 
Siedlungs- und Wohnungswesen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster aus dem 
Jahr 2005 geben Studierende in Münster jährlich insgesamt rund 293 Millionen Euro für 
Miete, Nahrungsmittel, Lernmittel/Kommunikation, Kleidung, Gastronomie/Kultur/Sport und 
außerordentliche Anschaffungen aus. Durch Ausgaben der Besucher der Studierenden am 
Studienort werden weitere 173,4 Millionen direkte Ausgaben generiert. Einschließlich der so 
genannten induzierten Ausgaben ist von einem „studentisch bedingten“ 
Gesamtausgabevolumen von 560 bis 700 Millionen Euro jährlich auszugehen. Die Studie 
kommt zu dem Schluss, dass damit insgesamt rund 3.700 Arbeitsplätze von den 
Konsumausgaben der Studierenden und ihrer Besucher abhängen. Zum Vergleich: Das 
jährliche Bruttoinlandsprodukt zu Marktpreisen liegt in Münster bei rund 10 Milliarden Euro. 
Aus diesen Zahlen wird ersichtlich, dass die Studierenden in Münster einen erheblichen 
Wirtschaftsfaktor darstellen.  
 
Durch ihre Konsumausgaben in den entsprechenden Bereichen haben die Studierenden 
darüber hinaus auch einen erheblichen Anteil an der Mitfinanzierung kultureller, 
gastronomischer und anderer Freizeitangebote sowie von Sportangeboten. Weiterhin tragen 
vor allem die rund 3 000 ausländischen Studierenden in einem erheblichen Maß zur 
Internationalität und zur Pluralität in Münster bei.  Überaus bedeutsam ist die stabilisierende 
Auswirkung der Studierendenzahl auf die demographische Situation Münsters. Auf Grund der 
hohen Studierendenzahl gehört Münster zu den Großstädten, die sich vom allgemeinen 
demographischen Trend in Richtung Überalterung der jeweiligen Stadt-Gesellschaft positiv 
abheben. Unbestritten ist auch der direkte studentische Beitrag zu einer bunten und 
vielfältigen Kulturszene, die durch zahlreiche Projekte – beispielhaft seien die Arbeiten von 
Studierenden der Kunstakademie genannt  - belebt  und auch geprägt wird. In 
verkehrspolitischer Hinsicht ist hervorzuheben, dass Studierende durch ihre

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Verkehrsmittelwahl die Inanspruchnahme des ÖPNV – Stichwort Semesterticket und die 
häufige Nutzung des Fahrrads den Verkehrsmix (gemessen an der Alternative: „ohne ÖPNV 
und Fahrrad“) positiv beeinflussen. 
 
2.  Welche ökonomischen und sozialen Folgen hatte die Einführung von 
Studiengebühren für so genannte Langzeitstudierende, für Studierende im 
Zweitstudium und für Studierende im Alter mit dem 
Studienkontenfinanzierungsgesetzes (StKFG) für Münster? 
 
Antwort: 
Offensichtlich  u.a. auch auf Grund des Inkrafttretens des Studienkontenfinanzierungsgesetzes 
sind an der Westfälischen Wilhelms-Universität wie an den Hochschulen in ganz Nordrhein-
Westfalen (wenn auch bei der WWU unterdurchschnittlich) im Sommersemester 2004 die 
Studierendenzahlen zurückgegangen. Seit dem letzten Semester ist jedoch wieder ein leichter 
Anstieg der Zahlen zu beobachten. Über spezifisch ökonomische bzw.  individuelle soziale 
Folgen dieser bereits eingeführten Gebühr liegen keine belastbaren Erkenntnisse vor. 
 
3.  Welche Auswirkungen hat die derzeitige Studiengebührensituation unter 
Einfluss des Hochschulfinanzierungsgerechtigkeitsgesetzes (HFGG) für die Stadt 
Münster? 
 
Antwort: 
Direkte Auswirkungen für die Stadt Münster sind nicht erkennbar, vor allem sind sie nicht 
messbar. 
 
4.  Wird die Einführung von allgemeinen Studiengebühren in Münster zu einem 
Rückgang der Studierendenzahlen führen, wenn ja, inwiefern entwickelt die 
Stadt Maßnahmen, dem entgegen zu wirken? 
 
Antwort: 
Da in der Bundesrepublik erst ab dem Wintersemester 2006/2007 in den meisten 
Bundesländern bzw. an den meisten Hochschulen Studiengebühren erhoben werden, gibt es 
hierzu zurzeit noch keine bundesweiten Erfahrungen.  
 
Die Erfahrungen im internationalen Vergleich sind unterschiedlich: Nach einer Expertise des 
Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages hängen mögliche Auswirkungen der 
Einführung der Studiengebühren vor allem von der Art und Weise der Einführung der 
Studiengebühren sowie von der Eröffnung von Finanzierungsmöglichkeiten für die 
Betroffenen ab. So ist generell von einem Rückgang von Studierendenzahlen auf Grund der 
Einführung von Studiengebühren auszugehen. Die Studierendenzahlen in Australien sind 
beispielsweise deutlich angestiegen, auch in Österreich ist nach einem zwischenzeitlichen 
Rückgang inzwischen wieder ein Anstieg zu beobachten. Auch die 
Hochschulrektorenkonferenz geht in den nächsten Jahren von einem deutlichen Anstieg der 
Studierendenzahlen aus. So wird prognostiziert, dass die Zahl der Studienanfänger von 358 
000 im Jahr 2004 auf 394 000 bis 437 000 im Jahr 2011 ansteigt und bis 2020 auf hohem 
Niveau verbleibt. Dementsprechend wird die Erhöhung der Studierendenzahlen von 1,96 
Millionen im Jahr 2004 auf 2,41 bis 2,67 Millionen im Jahr 2014 prognostiziert.  
 
Das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) prognostiziert für das Land Nordrhein-
Westfalen ein Studienplatzdefizit, welches im Jahr 2011 mit gut 32.000 Plätzen seinen

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vorläufigen Höhepunkt erreicht haben wird und sich der Prognose zu Folge im Jahr 2020 auf 
etwa 2.400 fehlende Studienplätze reduziert haben wird.  
 
Vor diesem Hintergrund und auf Grund der Tatsache, dass angesichts der Gesetzeslage in den 
einzelnen Bundesländern von einer weitgehend flächendeckenden Einführung von 
Studiengebühren auszugehen ist, erscheint ein massiver (bzw. isolierter) Rückgang der 
Studierendenzahlen in Münster allein durch eine mögliche Einführung von Studiengebühren 
an den Münsteraner Hochschulen eher unwahrscheinlich. Möglicherweise ist aber damit zu 
rechnen, dass ausländische Studierende sich zukünftig in geringerem Maße für ein anderes 
Land als Deutschland für ihr Studium entscheiden. 
 
Natürlich können auch veränderte Präferenzen der Studierenden generell im Hinblick auf das 
Wahlverhalten von Studienorten die Zahlen verändern. Aber das betrifft eher die jeweilige 
Reputation einer Hochschule in fachlicher Sicht bzw. die allgemeine Attraktivität des 
jeweiligen Studienortes.  
 
Daher arbeiten – bezogen auf Münster - die Hochschulen und die Stadt gemeinsam an einem 
Marketing für den Hochschul- und Wissenschaftsstandort Münster, um die Attraktivität der 
Stadt als Universitäts- und damit als Studentenstadt weiter zu steigern.  Zu nennen ist hier 
insbesondere der jährlich stattfindende Hochschultag, bei welchem sich zuletzt 15.000 
Schülerinnen und Schüler über Studienmöglichkeiten informierten. 
 
5.  Wenn der Bund und die Länder keine weiteren Maßnahmen zur finanziellen 
Verbesserung der Studierendensituation unternehmen, also sich die 
Einkommenssituation der Studierenden in Münster verschlechtert, in wie fern 
wird die Stadt Programme zur Verbesserung der sozialen Lage von Studierenden 
entwickeln und umsetzen? 
 
Antwort: 
Zu der in der Formulierung der Frage enthaltenen Annahme einer mangelnden Bereitschaft 
von Bund und Ländern zu einer Verbesserung der finanziellen Lage der Studierenden möchte 
ich nicht Stellung nehmen. Dies wird bekanntlich im bildungsökonomischen Grundsatz und 
auch im förderpolitischen Detail höchst unterschiedlich beurteilt. Hinzu kommt natürlich, 
dass unbestrittener maßen auch die Gruppe der Studierenden von den familien- und 
sozialpolitischen Konsequenzen der derzeitigen Reformen der großen sozialen 
Sicherungssysteme im Hinblick auf Einschnitte in das private Budget nicht ausgenommen ist. 
Kommunale Programme – etwa von Hochschulstandorten – zur Unterstützung Studierender 
sind – vor allem auf Grund des sehr spezifischen Aufgabenzuschnitts der Gemeindeebene 
eher begrenzt. Sie liegen beispielsweise in der besonderen Aufmerksamkeit gegenüber dem 
jeweils lokalen Wohnungsmarkt in Richtung auf studentische Wohnraumversorgung oder – 
punktuell – in der Gewährung besonderer sozialer Hilfen im individuellen Einzelfall bzw. bei 
der Bereitstellung von Tagesbetreuungsangeboten für Kinder studierender Eltern. Ergänzende 
kommunale Angebote zur finanziellen Studienförderung im engeren Sinne liegen dagegen 
außerhalb des gemeindlichen Zuständigkeitsbereichs.

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6.  Plant die Stadt ihre Gebühren zu senken, damit trotz kleiner werdender Budgets 
der Studierenden, Münster auch weiterhin lebenswert bleibt? 
 
Antwort: 
Kommunale Gebühren sind nach Maßgabe des Kommunalabgabengesetzes des Landes 
Nordrhein-Westfalen (KAG NW)kostendeckend zu erheben und bemessen sich nach den 
durch die Erbringung einer Leistung verursachten Kosten. Es ist Bestreben der Stadt Münster 
im Sinne aller Gebührenzahler Kosten für kommunale Leistungen so gering wie möglich zu 
halten. Im Vergleich der kommunalen Gebühren der kreisfreien Städte in Nordrhein-
Westfalen zählt die Stadt Münster regelmäßig zu den kosten- und damit gebührengünstigsten 
Kommunen. 
 
7.  Rechnet die Stadt mit Preissenkungen im Einzelhandel, ÖPNV, bei Mieten und 
Nebenkosten, damit Studierende weiterhin in Münster heimisch sein können? 
 
Antwort: 
Es ist Sache des örtlichen Einzelhandels bzw. der Gastronomie in der Stadt, ihr Angebot und 
dessen Preisgestaltung so zu strukturieren, dass auch die Kunden- und Gästekreise der 
Studierenden diese Angebote annehmen. Gleiches gilt letztlich für die Kosten rund um das 
Wohnen. In dem Maße, wie dies gelingt, entsteht die angestrebte Kundenbindung. Sollte diese 
verfehlt werden, ist zumindest mit Kaufkraftabflüssen, Konsumzurückhaltung und 
möglicherweise in Einzelfällen auch mit der Wahl eines anderen Studienortes zu rechnen.  
 
Die jüngste, zu Beginn zitierte Kaufkraftstudie über die Zielgruppe „Studierende“ hat diesen 
Zusammenhang sehr deutlich gemacht. Das gleiche gilt für die ausführliche Berichterstattung 
in der jüngsten lokalen Wochenendpresse. Anreize zur ÖPNV-Nutzung werden seit vielen 
Jahren zwischen der Studentenschaft und den Stadtwerken – wenn auch immer wieder streitig 
– verhandelt.  
 
Rat und Verwaltung der Stadt Münster können in dem hier abgefragten 
Gesamtzusammenhang – etwa über das Instrument des Stadt-Marketing – Aufklärungs- und 
Überzeugungsarbeit leisten; sie können aber nicht bzw. nur äußerst begrenzt in das 
Marktgeschehen eingreifen. 
 
8.  Wie bewertet die Stadt das Preis- und Mietniveau in Münster im Vergleich zu 
anderen Uni-Städten in NRW? Ist der Stadt bekannt, wie Studierende das Preis- 
und Mietniveau bewerten und wenn ja, wie bewerten sie es? 
 
Antwort: 
In der bereits zitierten Studie des Instituts für Siedlungs- und Wohnungswesen haben die 
befragten Studierenden für Münster das Preisniveau des Einzelhandels beispielsweise im 
Vergleich zum Preisniveau in der Gastronomie, bei Freizeit- und Sportangeboten sowie im 
Kulturbereich als zu hoch bemängelt. Vergleichbare Daten hinsichtlich des Preisniveaus in 
anderen Städten liegen allerdings nicht vor. Nach einer Studie der Firma MB-Research 
Nürnberg ist jedoch das Kaufkraftniveau Münsters als überdurchschnittlich zu bewerten. Der 
Kaufkraftindex für Münster wird demnach mit 112,08 angegeben. Der Bundesdurchschnitt 
bei 100. Damit liegt Münster im Vergleich der Universitätsstädte in NRW über dem Niveau 
von Köln (111,31), Dortmund (94,11), Essen (103,56) Duisburg (86,91), Bochum (98,66), 
Wuppertal (101,75), Siegen (96,88), Aachen (100,17), Paderborn (96,28), aber unter dem 
Niveau von Düsseldorf (122,14) und Bonn (115,3). Es ist davon auszugehen, dass sich das

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jeweilige Preisniveau des Einzelhandels entsprechend   zu den aufgeführten Kaufkraftindizes 
verhält. Nach einem von Focus online durchgeführten Vergleich der Mietspiegel ist davon 
auszugehen, dass das Mietpreisniveau Münsters nicht über dem Niveau vergleichbarer 
Universitätsstädte in NRW liegt. „Preiswertere“ Ausnahmen bilden strukturell z.B. die 
Universitätsstädte des Ruhrgebiets. Im Bundesvergleich aller Städte liegt Münster hinsichtlich 
des Mietpreisniveaus nach einer Studie der Firma „F + B“ Forschung und Beratung um rund 
11 % über den Bundesdurchschnitt. Nichts desto trotz hat eine von der Stadt Münster in 
Kooperation mit Hochschulen und Studentenwerk durchgeführte Befragung zum 
studentischen Wohnen in Münster gezeigt, dass die allgemeine studentische 
Wohnraumversorgung in Münster von den Studierenden insgesamt als befriedigend bewertet 
wird – nur 13 Prozent der Befragten beurteilten sie als mangelhaft oder ungenügend.  
 
Gleichwohl zeigen die Zahlen, dass auf der „Angebotsseite“ des Handels, der Gastronomie 
und des Wohnungsmarktes noch „Potentiale“ bestehen, mit denen der eingeschränkten 
studentischen Kaufkraft noch besser Rechnung getragen werden könnte. 
 
9.  Welche Maßnahmen wird die Stadt ergreifen, um die Attraktivität Münsters für 
Studierende zu erhöhen? 
 
Antwort: 
Münster gehört anerkanntermaßen zu den attraktivsten Städten Deutschlands. Die 
Auszeichnung mit dem International LivCom-Award, die sich auf nahezu alle Aspekte des 
städtischen Lebens bezog, hat dies sehr deutlich gemacht. Auch in anderen Städtevergleichen 
und Wettbewerben – zuletzt bei der „Entente Florale“ - hat Münster in der Regel gut bis sehr 
gut abgeschnitten. Es bleibt das Ziel der Verwaltung, die Attraktivität Münsters für jedes 
Niveau des privaten Portemonnaies, d.h. auch für Studierende zu erhalten und nach 
Möglichkeit weiter zu erhöhen. Hierzu arbeiten die Hochschulen und die Stadt intensiv in 
Netzwerken der Wissenschaftsstadt zusammen. Veranstaltungen wie der Hochschultag, 
welcher sich an Studieninteressierte richtet, der „Elternalarm“ mit der Zielgruppe der 
Studierenden und ihrer Angehörigen aber auch die „Connecta International Münster“, eine 
Messe für ausländische Studierende und Wissenschaftler/Innen, sind Beispiele für 
Aktivitäten, die den Hochschul- und Wissenschaftsstandort stärken sollen.  
 
Wenn die Stadt weiter so zielstrebig an ihrer Urbanität und die Lebensqualität arbeitet, besteht 
kein Anlass anzunehmen, dass Münsters Attraktivität für Studierende im Städtevergleich in 
den nächsten Jahren abnehmen wird. 
 
10.  Wie groß ist der Anteil an Studierenden unter den Prostituierten in Münster? 
Wird sich dieser Anteil nach der Einführung von Studiengebühren verändern? 
 
Antwort: 
Weder der Stadtverwaltung noch der Polizei liegen zu beiden Fragen Erkenntnisse vor.  
 
 
 
 
Dr. Berthold Tillmann

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Beratungsverlauf (1)

23.08.2006 Rat
TOP 2.1 Anfrage
Zur Sitzung

Details

Vorlagen-Nr.
EF/0004/2006
Typ
Einwohnerfragen
Datum
16.08.2006
Erstellt
06.10.2020 14:37