V/0926/2012
Konzernabschluss 2011 der Stadtwerke Münster GmbH
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71324 Zeichen
Hulage
Siatiwerke Münster
Münster, 16.11.2012
Vorlage an den Aufsichtsrat Nr. 48/2012
Betreff
“ Konzernabschluss 2011 der Stadtwerke Münster GmbH
Gremienfolge .
28.11.12 Aufsichtsrat Stadtwerke Münster GmbH
05.12.12 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften
Berichterstatter
Herr Dr. Müller-Tengelmann
Herr Dr. Hoffknecht
Anlagen .
Konzernabschluss zum 31.12.2011 einschließlich Konzern-Kapitalflussrechnung und
Konzern- Eigenkapitalspiegel
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2011
Prüfungsbericht einschließlich Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Antrag
Der Aufsichtsrat wolle beschließen:
Der Gesellschafterversammlung wird folgender Beschluss zur Annahme empfoh-
len:
Der Konzernabschluss der Stadtwerke Münster GmbH für das Geschäftsjahr 2011
in.der vorliegenden, vom Jahresabschlussprüfer Deloitte & Touche GmbH, Wirt-
schaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, mit einem uneingeschränkten Bestäti-
gungsvermerk vom 25.09.2012 testierten-Fassung, wird von der Stadt Münster als
‚alleiniger Gesellschafterin der Stadtwerke Münster GmbH festgestellt. Der Kon-
zernlagebericht wird zur Kenntnis genommen.
D
Begründung :
Die Stadtwerke Münster GmbH als Mutterunternehmen i. S. von $ 290 HGB hat für das
“ Geschäftsjahr 2011 einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen.
Die gemäß $$ 294 HGB (Konsolidierungskreis) vom Mutterunternehmen einbezogenen
Tochterunternehmen sind verbundene Unternehmen i. S. von 8 271 Abs. 2 HGB.
o
Davon wurden gemäß 88 300 ff. HGB vol idiert: Figenkapitalam "Höhe des An-
9 ss 3 voll konsolidiert 31.12.2011 teils am Kapital
am 31.12.2011
Vollkonsolidierter Unternehmen "e %
« Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH, Münster 100 100
« Stadtwerke Münster Neue Energie GmbH, Münster 175 100
« Verkehrsservice Gesellschaft Münster mbH, Münster 730 100
« Westfälische Bauindustrie GmbH, Münster 32.698 99
« Energiepark Detmold GmbH & Co. WP DT KG, 1.947 100
Münster
« Energiepark Detmold Verwaltungs-GmbH, Münster 19 100
Als Gemeinschaftsunternehmen gemäß 8 310 Abs. 1 HGB
wurde anteilmäßig konsolidiert:
« Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH, Münster . 2.603 50
Als assoziierte Unternehmen gemäß $ 311 Abs. 1 HGB
im Konzernabschluss berücksichtigt:
« smartOPTIMO GmbH & Co. KG, Osnabrück 6.790 48
« smartOPTIMO Verwaltungs-GmbH, Osnabrück“ 32 50
« Energiehandelsgesellschaft West mbH, Münster 7.956 28
« FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven
(Teilkonzernabschluss) 26.896 35
« items GmbH, Münster 4.353 32
« Nederlands-Duitse Internet Exchange B. V., d. 28 50
‚Enschede/Niederlande
Die.in den Konzernabschluss einbezogenen Jahres- und.Konzernabschlüsse folgen bis
auf die at-equity einbezogenen Nederlands-Duitse Internet Exchange B.V., Ensche-
de/Niederlande, und die FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven, in Bilan-
zierung und Bewertung grundsätzlich den von der Stadtwerke Münster GmbH ange-
wandten Methoden und sind von den jeweiligen Abschlussprüfern geprüft und uneinge-
schränkt bestätigt worden.
Siesiwerke Münster
Sonstige Beteiligungen
Die Stadtwerke Münster GmbH hält ferner Anteile an Höhe des An-
folgenden Unternehmen: teils am Kapital
u erme am 31.12.2011
%
Windkraft Nordseeheilbad Borkum GmbH, Borkum - 49,9
Lokalradio Münster Betriebsgesellschaft mbH und Co. KG, Münster 25
Auf Grund des maßgeblichen Einflusses der Stadtwerke Münster GmbH wären diese
Unternehmen nach 8 311 Abs. 1 HGB als assoziierte Unternehmen (Beteiligung > 20 %)
in den Konzernabschluss einzubeziehen. In Ausübung des Wahlrechts gemäß $ 311
Abs. 2 HGB ist die Einbeziehung unterblieben, da die Unternehmen sowohl im Einzelfall
als auch zusammen für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entspre-
chenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von unterge-
ordneter Bedeutung sind.
Der Konzernabschluss der Stadtwerke Münster weist für das Geschäftsjahr 2011 einen
Konzernbilanzgewinn in Höhe von 8,9 Mio. € aus. Zum Bilanzgewinn im Einzelabschluss
der Stadtwerke Münster für das Geschäftsjahr 2011 in Höhe von 2,2 Mio. € ergibt sich
eine Differenz in Höhe von 6,7 Mio. €, die im Wesentlichen auf den Konzerngewinnvor-
trag (3,2 Mio. €), den konsolidierten Ergebnisbeitrag der WBI (2,1 Mio. €) und die im
Konzernabschluss phasengleich erfolgende Vereinnahmung von Ergebnisbeiträgen as-
. sozilerter Unternehmen, insbesondere aus der Beteiligung an der smartOPTIMO GmbH
& Co. KG (1,3 Mio. €) zurück geführt werden kann.
Nähere Erläuterungen zur Geschäftsentwicklung des Konzerns im Jahr 2011 sind dem
beigefügten Konzernlagebericht zu entnehmen.
Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2011 sind von
der Deloitte & Touche GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft wor-
den. Beanstandungen haben sich nicht ergeben. Der uneingeschränkte Bestätigungs-
vermerk wurde erteilt.
Die Vorlage des Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes an den Aufsichtsrat
. ergibt sich aus $ 52 GmbHG in Verbindung mit $ 171 AktG, die Vorlage an die Gesell-
schafterversammlung erfolgt nach $ 46 GmbHG.
Stadtwerke Münster GmbH
gez. Dr. Müller-Tengelmann gez. Dr. Hoffknecht
Konzernabschluss und
Konzernlagebericht
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Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Stadtwerke Münster GmbH, Münster,
für das Geschäftsjahr 2011 (01.01. - 31.12.)
»
‚Andere aktivierte Eigenleistungen
3. Sonstige betriebliche Erträge
4. Materialaufwand
bezogene Waren
5. Personalaufwand
2011 2011 2010
€ € €
. Umsatzerlöse \ 459.980.533,58 465.219.747,94
Abzüglich darin enthaltene.Energiesteuer -29.271.952,12 -32.111.651,35
' 430.708.681,46 433.108.096,59
2.913.244,62 3.581.717,95
40.518.468,14 58.606.096,30
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für
247.693.504,17 247.125.724,10
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 64.084.436,03 64.828.763,64
TTT—T 244.777.940,20 °311.954.487,74,
43.783.737,89
a) Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
und für Unterstützung
davon für Altersversorgung € 4.718.312,60
i (.VJ.€ 17.712.157,87)
48.726.909,06
14.323.418,97
_— IT
61.050.328,03
27.151.223,24
70.934.961,33
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
28.925.910,27
31.907.005,99
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
— "
Dr. Heffhing Müller-Tengelmnn
Münster, am 25. September 2012
Stadtwerke Münster GmbH
Dr. Andreas Yoffknecht
a) Konzessionsabgaben 17.895.038,17 17.778.635,31
b) Übrige betriebliche Aufwendungen 32.521.537,02 31.341.944,39
50.416.575,19 49.120.579,70
8. Erträge aus Beteiligungen 134.253,26 109.188,87
9. Erträge aus anderen Wertpapieren
und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens " 91.014,49 153.910,00
40. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.822.202,08 2.380.877,25
B 11. ‚Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des
Umlaufvermögens 72.842,00 1.271.267,00
12. Erträge aus Beteiligungen an assozlierten Unternehmen 1.714.652,80 2.496.011,35
18. Aufwendungen aus Beteiligungen an assozilerten Unternehmen 38.209,53 .
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7.682.626,05 4.712.175,08
15. Aufwendungen aus Verlustübernahme 1.293,755,33 1.901.753,04
16. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 17.644.330,25 28.633.668,63
47. Außerordentliche Erträge - 191.487,00
18. Außerordentliche Aufwendungen - 1.623.764,00
19, Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.929.862,12 12.440.781,82
20. Sonstige Steuern \1.573.314,10 2.535.275,99
21. Konzernjahresüberschuss 13.141.154,03 12.225.334,02
22. Auf andere Gesellschafter entfallender Gewinn 20.669,74 9.934,56
23. Gewinnvortrag 3.235.246,37 2.918.346,92
24. Vorabgewinnausschüttung 5.050.000,00 5.400.000,00
25. Einstellung in andere Gewinnrücklagen 2.325.000,00 5.048.500,00
26. KonzernbilanzgewInn 8.980.730,66 4.685.246,38
Konzernanhang der Stadtwerke Münster GmbH, Münster, für das Geschäftsjahr 2011
(01.01.-31.12.)
l. Darstellung von Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Die Konzernbilanz und die Konzern-Gewinn- ünd Verlustrechnung der Stadtwerke Münster
GmbH, Münster, wurden nach den für große Kapitalgeseilschaften geltenden Vorschriften
gegliedert. Unter Berücksichtigung der aus der Art des Betriebs folgenden Besonderheiten
wurde die Darstellung der Aktivposten in der Konzernbilanz ($ 265 Abs. 5 HGB) erweitert:
_ Die Sachanlagen wurden in der Vergangenheit um die Posten Verteilungsanlagen (für Ener-
gie- und Wasserversorgung) und Fahrzeuge für Personenverkehr ergänzt.
Für den gesonderten Ausweis der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber dem
Gesellschafter ($ 42 Abs. 3 GmbHG) wurden entsprechend bezeichnete Posten unter den
Forderungen und sonstigen. Vermögensgegenständen bzw. den Verbindlichkeiten ergänzt. - .
Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem.Gesamtkostenverfahren geglie-
dert.
ll. Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss sind neben der Stadtwerke Münster GmbH als Muttergesellschaft
die folgenden Gesellschaften einbezogen. Die Angaben erfolgen jeweils zum 31.12.2011:
Name/Sitz j Kapitalanteil in %
Als verbundene Unternehmen wurden vollkonsolidiert:
Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH, Münster 100
Stadtwerke Münster Neue Energie GmbH, Münster 100
Verkehrsservice Gesellschaft Münster mbH, Münster 100
Westfälische Bauindustrie GmbH, Münster 99
Energiepark Detmold GmbH & Co. WP DT KG, Münster 100
Energiepark Detmold Verwaltungs-GmbH, Münster 100
Als Gemeinschaftsunternehmen wurde anteilsmäßig einbezogen:
Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH, Münster 50
Als assoziierte Unternehmen wurden "at equity" einbezogen:
smart OPTIMO GmbH & Co. KG, Osnabrück . 48
Smart OPTIMO Verwaltungs-GmbH, Osnabrück - 50
Energiehandelsgesellschaft West mbH, Münster _ 28
FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven 35
items GmbH, Münster 32
Nederlands-Duitse Internet Exchange B.V., Enschede, Niederlande 50
Darüber hinaus sind die Stadtwerke Münster GmbH an folgenden Unternehmen beteiligt:
Windkraft Nordseeheilbad Borkum GmbH, Borkum”) 49,9
Lokalradio Münster Betriebsgesellschaft mbH & Co KG, Münster i 25
*) Diese beiden Gesellschaften wurden gemäß 8 311 Abs. 2 HGB nicht "at equity" einbezo-
gen, weil deren Einfluss - auch zusammengefasst - auf die Vermögens-, Finanz- und Er-
tragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist. Die Beurteilung erfolgte in Be-
rücksichtigung der jeweiligen Jahresabschlüsse und der nur sehr gering ausgeprägten Kon-
zernverflechtungen.”
in. Konsolidierungsmethoden
Die nachfolgende Übersicht gibt die im Rahmen der Kapitalkonsolidierung der Verrechnung
von Beteiligungsbuchwert und anteiligem Eigenkapital jeweils zugrunde gelegten Methoden
und Verrechnungszeitpunkte wieder.
Übersicht über Methode und Verrechnungszeitpunkt der Kapitalkonsolidierun
Kapitalkonsolidierung
Stichtag Verrechnungszeitpunkt
Kurzbezeichnung erstmalige Erstmalige Erwerb/
Einbezogene Gesellschaften | Einbeziehung | Einbeziehung | Gründung Methode Variante
Westfälische Bauindustrie 31.12.1997 |- 31.12.1997 - Erwerbsmethode |Buchwert
Westfälische Fernwärme 31.12.1997 - Erwerbsmethode |Buchwert
Flughafen Münster/Osnab. 31.12.1997 - Equity-Methode |Buchwert
items bis 2008 31.12.1999 ..n 21.05.1999 |Erwerbsmethode |Buchwert
items ab 2009 - - - Equity-Methode |Buchwert
Energiehandelsgesellschaft | 31.12.1999 - 01.10.1998 [Equity-Methode |Buchwert
Verkehrssenice Ges. 31.12.2002 - 11.06.2001 [Erwerbsmethode |Buchwert —.
‚'Nederlands-Duitse Internet 31.12.2003 - 25.11.2003 |Equity-Methode |Buchwert "
SWMS Netzgesellschaft | 31.12.2005 - __1.24.09.2005 Neubewertung
SWMS Neue Energie 31.12.2007 - 15.11.2007 |Erwerbsmethode |Neubewertung
smart OPTIMO KG j 31.12.2008 - 23.12.2008 |Equity-Methode IBuchwert
smart OPTIMO GmbH 31.12.2008 - 23.12.2008 |Equity-Methode |Buchwert
Energiepark DT KG 31.12.2010 08.09.2010 |Erwerbsmethode |Neubewertung
Energiepark DT GmbH 31.12.2010 13.12.2010 |Erwerbsmethode [Neubewertung
Forderungen und Verbindlichkeiten, aktive und passive Rechnungsabgrenzungsposten so-
wie Aufwendungen und Erträge zwischen den konsolidierten Unternehmen wurden im Rah-
men von Schuldenkonsolidierung und Aufwands- und Ertragseliminierung miteinander ver-
rechnet. Der Bilanzvermerk für gewährte Bürgschaften wurde um Bürgschaften zu Gunsten
verbundener Unternehmen bereinigt. .
Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände, die auf Lieferungen
oder Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beru-
hen, wurden um enthaltene Zwischengewinne bereinigt.
Für negative Equity-Werte erfolgte eine statistische Wertfortschreibung in Höhe von -14 TE.
IV. Erläuterungen zu Posten von Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlust-
rechnung
1. Auf Aktiva angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Soweit Ansatzwahlrechte ausgeübt wurden, sind diese bei den Angaben zu Posten der
Bilanz erläutert.
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
und die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet worden. Die
Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen enthalten die direkt zurechenbaren Einzelkos-
ten und angemessene Teile der Gemeinkosten. Fremdkapitalzinsen sind nicht in die Herstel-
lungskosten eingegangen. Erhaltene Zuschüsse sind von den Anschaffungs- und Herstel-
lungskosten abgesetzt worden. Den planmäßigen Abschreibungen liegen grundsätzlich die
betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der Vermögensgegenstände zugrunde. Zugänge
wurden linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von
bis zu 410 € wurden als Aufwand gebucht. Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaf-
fungskosten von mehr als 150 € bis-zu 1.000 € wurde in den Jahren 2008 und 2009 ein Jah-
ressammelposten angesetzt, der im Jahr der Bildung und den folgenden vier Jahren mit je-
weils einem Fünftel abgeschrieben wird. \
Bei den unter den Finanzanlagen ausgewiesenen sonstigen Ausleihungen handelt es sich
überwiegend um niedrig verzinsliche Mitarbeiterdarlehen, die zum Nennwert bewertet wur-
den. Die übrigen Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich vorgenommener
‘ Wertberichtigungen ausgewiesen. Soweit die Gründe für die Wertberichtigungen zum
.Bilanzstichtag nicht mehr bestanden, ist entsprechend $ 253 Abs. 5 HGB zugeschrieben
worden. "
Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern im Anlagevermögen betragen bei:
immateriellen Vermögensgegenständen 3- 7 Jahre
Grundstücken (Außenanlagen) und Bauten 0-50 Jahre
Verteilungsanlagen . 20 - 35 Jahre
sonstigen technischen Anlagen und Maschinen 5-22 Jahre
anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5-14 Jahre
Die Roh-, Hilfs--ünd Betriebsstoffe sind unter Berücksichtigung von Abschreibungen gemäß
$ 253 Abs. 4 HGB zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zum
niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag bewertet.
Die den Stadtwerken Münster und der Westfälischeri Fernwärmeversorgung unentgeltlich
zugsteilten Emissionsrechte nach $ 9 TEHG i.V.m. 8 8 i.V.m. 7 ZuG sind mit dem Wert von
1 € ausgewiesen. Erworbene Emissionsrechte werden mit dem niedrigeren beizulegenden
Wert (Marktwert) zum Bilanzstichtag ausgewiesen.
Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind zum Nennwert oder -
soweit erforderlich - unter Berücksichtigung des erkennbaren Ausfallrisikos bewertet.
Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren
Börsenkursen unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt.
2. Auf Passiva angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die bis einschließlich 2002 empfangenen Ertragszuschüsse (Baukostenzuschüsse Netz)
werden auf den Altbestand mit 5% des Ursprungswertes aufgelöst. Im 20. Jahr nach Zu-
gang wird der Abgang unterstellt und der verbliebene Ursprungswert voltständig aufgelöst.
Die Zugänge werden ab dem 01.01.2003 direkt gegen die Positionen des Anlagevermögens
verrechnet und wirken sich entsprechend den dort geltenden Nutzungsdauern abschrei-
bungsmindernd aus. Für Anschlüsse an die der Regulierung nach Energiewirtschaftsrecht
unterliegenden Netze der Strom- und Gasversorgung von den Anschlussnehmern an den
Netzbetreiber gezahlte Ertragszuschüsse werden als Netzenigeltvorauszahlungen betrachtet
und in einen passiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt, der über 20 Jahre aufge-
!öst wird.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach dem versiche-
rungsmathematischen Verfahren der "projected unit credit method" (Methode der laufenden
Einmalprämie) ermittelt. Diese Methode geht davon aus, dass in jedem Dienstjahr ein zu-
sätzlicher Teil des endgültigen Leistungsanspruchs erarbeitet wird und bewertet jeden dieser
"Leistungsbausteine separat, um so die endgültige Verpflichtung aufzubauen. Als Rech-
nungszins wurde gemäß $ 253 Abs. 2 HGB in Verbindung mit der Rückstellungsabzinsungs-
verordnung der für Ehde Dezember 2011 veröffentlichte Wert der Bundesbank in Höhe von
5,14 % einbezogen und somit das Wahlrecht zur Abzinsung über eine Laufzeit von
15 Jahren genutzt. Als Rechnungsgrundlage dienten weiterhin die Richttafeln 2005 G von
“Dr. K. Heubeck. Bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen wurde eine Rentendynamik
von.1,5 % p. a. in die versicherungsmathematische Berechnungen einbezogen. Bei der
Rückstellung für Deputatverpflichtungen wurden Kostensteigerungen 'von 2,50 %: p.a. be-
rücksichtigt sowie Fluktuationen von 2 % p.a. bei einem Alter von bis zu 30 Jahren bzw. 1 %
p.a. bei einem Alter bis zu 40 Jahren. Der Rückstellung für Altersteilzeit liegt eine Gehalts-
dynamik von 2 % p.a. und eine Beitragsbemessungsgrenzendynamik von 2 % p.a. zu Grun-
de. Die Rückstellung zur Abdeckung der aus einer möglichen Unterdeckung der Kommuna-
ien Versorgungskasse Westfalen-Lippe (KVW), Münster, resultierenden Verpflichtungen
wurde auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens (Rechnungszins 5,14 %,
Rententrend 1,0 %) bewertet. Unter Berücksichtigung der durchschnittlich noch zu leistenden
Arbeitszeiten bis zum Eintritt der Verpflichtung wird die Rückstellung anteilig dotiert. Bei den
übrigen Rückstellungen sind alle erkennbaren Risiken berücksichtigt und sind grundsätzlich
mit den Erfüllungsbeträgen passiviert.
“ Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beur-
“teilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. j . E
Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.
Zur Absicherung von Preisänderungsrisiken aus den bestehenden Bezugsverträgen Erdgas
sind Rohwarentermingeschäfte (sogenannte Festpreis-SWAPS) abgeschlossen worden. Im
Ergebnis ist das Risiko von ‚Preissteigerungen durch diese Geschäfte begrenzt worden. Die
Bilanzierung des Rohwarentermingeschäfts erfolgt ggf. zusammen mit dem Grundgeschäft,
z.B. dem abgesicherten Gasbezug, in einer Bewertungseinheit.
3, Verzicht auf Bewertungsanpassungen bei assoziierten Unternehmen
Die at-equity einbezogene FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH hat in dem von ihr _
aufgestellten. Konzernabschluss teilweise abweichende Bewertungsmethoden angewandt:
Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von 150 € bis 1.000. € hat die
Gesellschaft einen Sammelposten gebildet, der im Jahr der Bildung und in den folgenden
Geschäftsjahren mit einem Fünftel abgeschrieben wird. Aus der erstmaligen Anwendung der
BilMoG-Vorschriften auf die Pensionsrückstellungen der Gesellschaft in 2010 resultiert ein
Unterschiedsbetrag, den die Gesellschaft in Ausübung des Wahlrechts nach Artikel 67
Abs. 1 Satz 1 EGHGB ratierlich den Pensionsrückstellungen zuführt. Zum 31.12.2011 _be-
trägt die sich hieraus ergebende Unterdeckung der Pensionsrückstellungen 330 TE. Eine
. Rückstellung für die mittelbare Verpflichtung aus der Unterdeckung von Versorgungsansprü-
‘chen der Mitarbeiter gegenüber der KVW (Kommunale Versorgungskassen Westfalen-Lippe)
wurde nicht gebildet. Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 167 TE
wurden mit den Aktivwerten einer Rückdeckungsversicherung in gleicher Höhe saldiert.
Für:die at-equity einbezogene Nederlands-Duitse Internet Exchange B.V. wurde der. nach
niederländischem Recht aufgestellte und geprüfte Jahresabschluss unverändert übernom-
men.
In diesen Fällen wurde auf eine Anpassung der Bewertung im Konzernabschluss in Anwen-
dung des 8 312 Abs. 5 HGB verzichtet.
4. Angaben zu Aktivposten der Konzernbilanz
Die Entwicklung des Anlagevermögens wird in der Anlage zum Konzernanhang gezeigt.
Für den aus der Kapitalkonsolidierung der Energiepark Detmold GmbH & Co. WP DT KG
resultierenden aktiven Unterschiedsbetrag in Höhe von-8 T€, weist die Konzernbilanz einen
Geschäfts- oder Firmenwert mit einem Restbuchwert von 4 TE aus. Der Abschreibung des
Geschäfts- oder Firmenwerts wird eine Nutzungsdauer von vier Jahren zugrunde gelegt.
Die Beteiligung der Stadtwerke Münster an der Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm
GmbH & Co. KG, Hamm, wurde im Geschäftsjahr 2010 aufgrund eines Bewertungsgutach-
tens, das zur Vorbereitung des Verkaufsprozesses erstellt worden war, außerplanmäßig auf
1 € abgeschrieben. Auf die an die Beteiligungsgesellschaft ausgereichten Gesellschafterdar-
lehen wurde ebenfalls eine außerplanmäßige Abschreibung von 220 T€ vorgenommen. Bei-
de Bewertungen. wurden zum 31.12.2011 beibehalten. Die Verträge mit der Gemeinschafts-
kraftwerk Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG enthalten ein Strombezugsrecht zu mit Indizes
fixierten Preisen. Mit dem Strombezugsrecht korrespondiert eine Abnahmeverpflichtung. Da
nach derzeitigem Stand die Kraftwerksblöcke in Betrieb gehen werden, wurde der Strom-
bezug zum Bilanzstichtag zu Marktpreisen bewertet und für den resultierenden drohenden
Verlust eine Rückstellung gebildet.
Auf die Beteiligung an der WLE (Westfälische Landeseisenbahn GmbH, Lippstadt) wurde
eine außerplanmäßige Abschreibung nach $ 253 Abs. 3 Satz 3 HGB in Höhe von 73 TE vor-
genommen. .
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (43.098 T€, im Vorjahr 54.813 T£) ist
auch der.abgegrenzte Verbrauch zwischen Ablese- und Bilanzstichtag enthalten, der mit den
aufgelaufenen Abschlagszahlungen saldiert wurde.
Die Forderungen gegen den Gesellschafter (2.934 T€, im Vorjahr 997 TE) wurden mit Ver-
bindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter zum Bilanzausweis zusammengefasst, soweit
dies von der Art und Laufzeit zulässig war.
Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht -
(5.515 T£,.im Vorjahr 7.696 TE), betreffen im Wesentlichen Lieferungen und Leistungen.
Auch hier wurden die Forderungen und Verbindlichkeiten zum Bilanzausweis zusammen-
gefasst.
\ Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht.
Die sonstigen Vermögensgegenstände (24.753 TE, im Vorjahr 9.115 TE) beinhalten im
Wesentlichen nicht abziehbare Vorsteuer auf Energielieferungen (TE 8.475) und Überzah-
lungen von Steuern (5.571 T€). Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 500 TE
eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. .
5. Angaben zu Passivposten der Konzernbilanz
Das gezeichnete Kapital zeigt sich mit 51,2 Mio. € unverändert.
Die Kapitalrücklage hat sich unwesentlich auf 73,0 Mio. € (im Vorjahr 73,0 Mio. €) erhöht, ihr
wurden aus Gesellschaftermitteln 22 T€ zugeführt.
Der passive Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung im Vorjahr (3.780 TE), der auf
Gewinnthesaurierungen bei Tochter- und Gemeinschaftsunternehmen nach Anteilserwerb
und vor Erstkonsolidierung beruht, wurde in die Gewinnrücklagen umgebucht.
Die: Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (28.603 T€, im Vorjahr
38.335 TE) umfassen Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen, Rückstellungen für die
Verpflichtungen zum Ausgleich der Rentenminderung bei Altersteilzeitvereinbarungen, eine
Rückstellung für Deputatverpflichtungen sowie eine Rückstellung zur Abdeckung der aus
einer möglichen Unterdeckung der KVW (Kommunale Versorgungskassen Westfalen-Lippe
resultierenden Verpflichtungen. -
‘Der zu erwartende Aufwand aus ertragsabhängigen Steuern und aus Energiesteuern ist den
Steuerrückstellungen (993 T€, im Vorjahr 2.716 TE) zugeführt worden.
Die sonstigen Rückstellungen (93.844 T€, im Vorjahr 116.121 T£) betreffen insbesondere
allgemeine Bewertungsrisiken im Netzbereich, unterlassene Aufwendungen für Netzinstand-
haltung, bestehende Altersteilzeitverpflichtungen, rechtliche Risiken bei einzelnen Energie-
produkten, Mengenrisiken in der Energiebeschaffung, ungewisse Verbindlichkeiten des Ver-
kehrsbetriebs, Entsorgungsverpflichtungen, das Regulierungskonto Strom und Ansprüche
der Mitarbeiter aus der Leistungszulage für das abgelaufene Geschäftsjahr, aus Urlaubs-
rückständen und Gleitzeitguthaben.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (49.251 T€, im Vorjahr 31.372 TE)
resultieren vornehmlich aus dem Energiebezug und aus Dienstleistungen im Bereich Zähler-
und Messwesen.
Die sonstigen Verbindlichkeiten (8.924 T€, im Vorjahr 7.321 TE) betreffen im Wesentlichen
die Erdgassteuer, Umsatzsteuer und Lohnsteuer, Überzahlungen aus der Leistungsabrech-
nung und erhaltene Sicherheitsleistungen.
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind in der nachfolgenden Tabelle postenweise auf-
geführt. ,
Restlaufzeitenübersicht der Verbindlichkeiten per 31.12.2011:
davon mit einer Restlaufzeit
Konzern-
bilanz mehr
31.12.2011) bis1 | 1bis5 | als bis 1 Jahr
Bilanzpositionen in TE Jahr | Jahre |5 Jahre | Vorjahr
Genussscheinkapital -
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.319
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen a: y7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 30.673
- |]
Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 359 359 - - 814
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.765| 2.765 - - 11.771
Sonstige Verbindlichkeiten \ 8.924| 8.174 750 - 5.660
120.449 | 67.061| 19.567 | 33.821 56.289
Die Restlaufzeiten der Vorjahresverbindlichkeiten sind in der nachfolgenden Tabelle posten-
weise aufgeführt.
Restlaufzeitenübersicht der Verbindlichkeiten per 31.12.2010:
davon mit einer Restlaufzeit
"Konzern-
Bilanzpositionen in TE 5 Jahre
Genussscheinkapital 2.480 - “| 2.480 >
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 58.832 | 7.319| 19.592 | 31.921 6.774
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 52 52 - - 174
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.372 |. 30.673 695 4 24.075
Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 814 814 - 2 360
Verbindlichkeiten gegenüber Untemehmen, mit
denen.ein Beteiligungsverhältnis besteht al ma . ” 9.008
- 17
Sonstige Verbindlichkeiten 7.321 5.660 750 911 5.225
112.642! 56.289| 21.037| 35.316 45.616
Durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte gesicherte Verbindlichkeiten bestehen nicht.
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen als Netzanschluss-
beiträge vorausgezahlte Netzentgelte für das Strom- und Gasnetz in Höhe von 14.651 TE.
Den bilanzierten passiven latenten Steuern liegen im Wesentlichen Anpassungen an den
Bilanzierungs- und Bewertungsrahmen des Konzerns zugrunde. Mit dem Wegfall des Wert-
beibehaltungswahlrechts für nur steuerlich zulässige Abschreibungen gemäß Artikel 2
Transparenz- und Publizitätsgesetz vom 19. Juli 2002 waren ab 2003 der nur steuerlich zu-
lässige Sonderposten mit Rücklageanteil und die in der Vergangenheit hierzu erfolgten
Rücklagenübertragungen auf Konzernebene vollständig zu eliminieren. Der Restbuchwert
der hieraus resultierenden passiven latenten Steuern beträgt zum Bilanzstichtag 2.497 TE.
Die nachfolgende Übersicht gibt die aktiven und passiven Steuerlatenzen in Bezug auf die
Konsolidierungsebene, die betroffenen Hauptabschlussposten und die der Berechnung der
latenten Steuern zugrunde gelegten Steuersätze wieder. Die passiven latenten Steuern ver-
ringerten sich im Berichtsjahr von 2.527 T€ um 87 T€ auf 2.440 TE.
Steuerlatenzen Konzern Stadtwerke Münster per 31.12.2011 in T Euro
Posten Latenzrechnung i Konzern |steuer
Aktivlatenzen
Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte
und Sachanlagen j
Finanzanlagen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Rückstellungen für Pensionen
und ähnliche Verpflichtungen
Sonstige Rückstellungen
Summe Aktivlatenzen aus Buchwertdifferenzen
Verlustvortrag, körperschaftsteuerlich
Verlustvortrag, gewerbesteuerlich
Summe Aktiviatenzen aus Verlustvorträgen
Passivlatenzen :
Sonderposten mit Rücklageanteil _ -306]-
-7.522
Summe Passivlatenzen aus Buchwertdifferenzen ar 7. 2 2 24A„Oo
a
{te}
©
=
Aktiv-/Passivüberhang aus Differenzen
Überhang passiver Steuerlatenzen aus Anpassungen
an den Bilanzierungs- und Bewertungsrahmen des
Konzerns sowie aus Konsolidierungsmaßnahmen
ee . Aufgrund des regionalen Schwerpunkts des Konzerns konnte der Berechnung der latenten
j Steuern ein konzernweit einheitlicher Ertragsteuersatz zugrunde gelegt werden.
_ Für den aus den Jahresabschlüssen der einbezogenen Unternehmen resultierenden Aktiv-
überhang wurde, wie. schon auf Einzelabschlussebene, auf einen Ansatz verzichtet.
6. Angaben zu Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Die Umsatzerlöse (ohne Strom- und Erdgassteuer) (431.709 TE, im Vorjahr 433.108 TE) ent-
fallen im Wesentlichen auf den Versorgungsbereich (393.014 T€). Der. leichte Rückgang
preis- bzw. mengenbedingt verursacht.
Die sonstigen betrieblichen Erträge (40.518 TE, im Vorjahr 58.606 T€) resultieren hauptsäch-
lich aus der Auflösung von Rückstellungen (22.215 T®).
Der Materialaufwand des Berichtsjahres zeigte sich mit 311.777,9 T€ (Vorjahr 311.954,5 TE)
nahezu unverändert. Er ist im Wesentlichen durch Energie- und Wasserbezug gekenn-
« zeichnet.
|
|
|
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (50.417 T€, im Vorjahr 49.121 T€) enthalten
hauptsächlich die Konzessionsabgabe (17.895 TE) und die Aufwendungen aus bezogenen
IT-Dienstleistungen (7.763 TE).
Der Zinsaufwand (7.683 T£, im Vorjahr 4.712 T€) wurde durch die Aufzinsung von Rückstel-
lungen gemäß $ 277 Abs. 5. HGB belastet. Die Zinsen aus der Aufzinsung entfallen im
Wesentlichen auf die Rückstellung für die Unterdeckung von Versorgungsverpflichtungen in
der KVW (933 TE), auf die Rückstellungen für Altersteilzeit (542 T€), auf die Rückstellungen
für Deputate (255 TE) und auf Pensionsrückstellungen (147 TE).
Das außerordentliche Ergebnis betrug im Vorjahr -1.432 T€. Ursächlich waren im Wesent-
lichen außerordentliche Aufwendungen, die aus der erstmaligen Anwendung der BilMoG-
Bewertungsmethodik resultierten.
V. Angaben zum Jahresergebnis
Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2011 weist einen Konzern-
jahresüberschuss von 13.141 T€ (im Vorjahr 12.225 TE) aus. Hiervon entfallen 21 T€ (im
Vorjahr 10 TE) auf den Minderheitenanteil. Bei einem Gewinnvortrag in Höhe von 3.235 TE
(im Vorjahr 2.918 T€), einer Vorabgewinnausschüttung in Höhe von 5.050 TE (im Vorjahr
5.400 TE) und einer Einstellung von 2.325 T€ (im Vorjahr 5.048 TE) in die anderen Gewinn-
rücklagen ergibt sich ein Konzernbilanzgewinn von 8.981 T€ (im Vorjahr 4.685 T€).
VI. Haftungsverhältnisse
Der Bilanzvermerk betrifft sechzehn Bürgschaften zugunsten der FMO Flughafen
Münster/Osnabrück GmbH, zwei Bürgschaften zugunsten der Energiehandelsgesellschaft
West mbH sowie eine Bürgschaft zugunsten der Windkraft Nordseeheilbad Borkum GmbH.
Der Bilanzvermerk berücksichtigt in der Höhe die Bürgschaftsvaluta per 31.12.2011. Eine
Inanspruchnahme aus den Bürgschaften wird aufgrund der jeweiligen gesellschaftsbezoge-
nen Risikoeinschätzung nicht erwartet. Für die Windkraft Nordseeheilbad Borkum GmbH
besteht ein Ergebnisübernahmevertrag, der das Risiko einer Inanspruchnahme nahezu aus-
schließt. Bei der Energiehandelsgesellschaft West mbH besteht aufgrund der bestehenden '
Verträge zum Energiehandelsgeschäft mit den Gesellschaftern nur ein sehr begrenztes wirt-
schaftliches Risiko für die Gesellschaft. Daneben bestehen für das übrige Energiehandels-
geschäft Vorgaben der Gesellschafter zum Umfang und zur Risikobegrenzung, die eine In-
anspruchnahme nahezu ausschließen. Die Gesellschafter der FMO Flughafen Münster/
Osnabrück GmbH haben parallel zur Verbürgung von Krediten an die Gesellschaft Abreden
zum Ausgleich möglicher Verluste getroffen, die eine Inanspruchnahme weitestgehend aus-
schließen.
VII. Ergänzende Angaben
1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Besteilverpflichtungen im Investitionsbereich beliefen sich zum 31.12.2011 auf 6.500 TE.
Aus Miet-, Pacht- und Leasing-Verträgen mit einer Laufzeit zwischen 1 und 5 Jahren resultie-
ren jährliche Verpflichtungen von 1.605 TE.
Aus der Beteiligung an der GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG können
sich durch die Investitionen in Projekte zur regenerativen Energieerzeugung finanzielle Ver-
pflichtungen bis zu einer Höchstgrenze von 9.800 T€ ergeben. Die Höhe der möglichen finan-
ziellen Verpflichtungen ist von den jeweils erworbenen Projekten abhängig und beiträgt zum
Bilanzstichtag 1.799 T€. .
Zur Absicherung von Lieferverpflichtungen aus bestehenden Verträgen mit Sondervertrags-
und Tarifkunden des Versorgungsbereichs sind in verantwortungsvoller unternehmerischer
Risikovorsorge in die Zukunft gerichtete Verträge über den Bezug von Energie und Wasser
geschlossen worden.
Im Berichtsjahr wurden für Erdgas Commodityswaps zur Absicherung gegen steigende
Erdgasbezugspreise abgeschlossen; der positive Marktwert beträgt nach unternehmens-
internen Berechnungsmodellen zum Bilanzstichtag 266 T€. Zur Absicherung des Treibstoff-
einsatzes im Verkehrsbetrieb wurden Commodityswaps zur Absicherung gegen steigende
Dieselpreise mit einer Laufzeit von maximal drei Monaten abgeschlossen; der positive
Marktwert beträgt nach bankinternen Berechnungsmodellen zum Bilanzstichtag 49 T€.
Die Geschäftsführung besteht aus: °
2. Zusammensetzung der Organe, Aufwendungen für Organe
Dr. Henning Müller-Tengelmann (kaufmännischer Geschäftsführer)
Dr. Andreas Hoffknecht (technischer Geschäftsführer)
Die Geschäftsführer üben ihre Tätigkeit hauptberuflich aus.
Stefan Weber
Vorsitzender des Aufsichtsrates
Ratsmitglied
Selbständiger EDV-Berater
Heinz Röhricht
1. Steilvertretender Vorsitzender,
Arbeitnehmervertreter
Freigestellter Betriebsratsvorsitzender.
Heizungsbauer
Dr. Michael Jung
2. Stellvertretender Vorsitzender Rats-
mitglied
Historiker
Frank Baumann
Ratsmitglied
Online-Designer
Helga Bickeböller (bis 31.12.2011)
Stadtkämmerin
Der Aufsichtsrat besteht aus folgenden Mitgliedern:
Günther Kronberg
Arbeitnehmervertreter
Kaufm. Angestellter
Klaus Langebröker
Arbeitnehmervertreter
Freigestelltes Betriebsratsmitglied
Kaufm. Angestellter
Dieter Maager
Sachkundiger Bürger
Heizungs- und Lüftungssanitärmeister
Antonio Machado
Arbeitnehmervertreter
Lagerist
Andreas Nicklas
Ratsmitglied
Rechtsanwalt
Wilhelm Breitenbach
Sachkundiger Bürger
Lehrer
Manfred Engelmann
Sachkundiger Bürger
Bezirksgeschäftsführer a.D.
Gerhard Joksch
Ratsmitglied
Freiberuflicher Raumplaner und Berater
Theodor Knetzger (ab 14.12.2011)
Sachkundiger Bürger
Dr. Thorsten Kornblum
Ratsmitglied
Jurist
Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen 449 T€. Hierauf entfallen auf
Iris Toulas (bis 14.12.2011)
Ratsmitglied
Dipl.-Ing. (FH) der.Ver- und Entsor-
gungstechnik
Hans Varnhagen
Ratsmitglied
Dachdeckermeister
Michael Weidekamp
Arbeitnehmervertreter
Techn. Angestellter
Rolf Wischer
Arbeitnehmervertreter
Freigestelltes Betriebsratsmitglied
KFZ-Mechaniker
Dr. Hoffknecht 212 T€ und auf Dr. Müller-Tengelmann 237 TE.
‚Für die frühere Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen wurden 134 T€ an Pensio-
nen aufgewendet. Für sie bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von 2.743 TE.
Die Aufwendungen für den Aufsichtsrat betrugen 1.320 €.
Arbeitnehmer können nach den in einer Betriebsvereinbarung festgelegten Kriterien
Darlehen erhalten. Arbeitnehmervertreter haben vor oder während ihrer Tätigkeit als
Mitglieder des Aufsichtsrates aufgrund dieser Betriebsvereinbarung Darlehen erhalten;
deren Wert betrug zum 31.12.2011 37.703 € bei Zinssätzen von 0,5 % bis 2,5 %. Von
den bestehenden Darlehen wurden 4.284 € getilgt. Lohn- und Gehaltsvorschüsse wur-
den in Höhe von 560,00 € gewährt und mit 560,00 € zurückgezahlt.
3. Belegschaft
Im Geschäftsjahr 2011 wurden durchschnittlich 1.173 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 1.094).
Zusätzlich entfallen auf die anteilmäßig konsolidierte Westfälische Fernwärmeversorgung
GmbH unverändert zum Vorjahr 3 Arbeitnehmer. .
Die Gesellschaft ist Mitglied der Kommunalen Versorgungskassen Westfalen-Lippe (KVW).
Zweck der Anstalt ist es, den Arbeitnehmern im Wege privatrechtlicher Versicherung eine
zusätzliche Alters- und Hinterbliebenenversorgung zu gewähren. Die Gesellschaft hat sich
bei Begründung der. Mitgliedschaft verpflichtet, alle Arbeitnehmer zu versichern, die nach
dem Tarifvertrag über die Versorgung der Arbeitnehmer kommunaler Verwaltungen: und Be-
triebe (Vers. TV-G) zu versichern sind. Der derzeitige Umlagesatz beträgt 4,5 % plus 3 %
Sanlerungsgeld und wird von der Gesellschaft allein getragen. Die Summe der versiche-
“ rungspflichtigen Löhne und Gehälter für das Jahr 2011 beträgt 39.600 TE. (Vorjahr
38.300 TE). Zur Abdeckung der aus einer möglichen Unterdeckung der KVW folgenden Ver-
pflichtungen von 53.107 T€ hat die Gesellschaft eine Rückstellung in Höhe von 20.515 TE
gebildet. Die verbleibende Unterdeckung der mittelbaren Versorgungsverpflichtung beträgt
zum 31. Dezember 2011 Mio. EUR 32,6. °
4. Abschlussprüferhonorar
Das vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2011 berechnete
Gesamthonorar beträgt 150 T€. Auf die Abschlussprüfungsleistungen entfallen davon
123 TE, auf andere Bestätigungsleistungen 25 T€, auf sonstige Leistungen 2 TE.
5. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen, die nicht zu marktübli-
chen Bedingungen zustande gekommen sind
' Im Geschäftsjahr 2011 wurden weiterhin keine Geschäfte mit nahe stehenden, Personen
abgeschlossen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind.
6. Ergänzende Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung
Der Gesamtbetrag der Zinszahlungen beläuft sich im Berichtsjahr auf 5.428 TE (Vorjahr
2.515 TE). Für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wurden im selben Zeitraum
12.534 TE gezahlt. (Vorjahr 10.895 T€). An Minderheitsgesellschafter wurden im Berichts-
zeitraum 11 T€ ausgeschüttet (im Vorjahr 15 T€).
7. Auf Gemeinschaftsunternehmen entfallende Vermögenswerte und Schulden sowie
Aufwendungen und Erträge
. Auf das Gemeinschaftsunternehmen Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH, Münster,
entfallen kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von 1,5 Mio. € (Vorjahr 1,8 Mio. €); langfristi-
ge Vermögenswerte in Höhe von 0,6 Mio. € (Vorjahr 0,7 Mio. €) und kurzfristige Schulden in
. Höhe von 0,1 Mio. € (Vorjahr 0,3 Mio. €). Von den Aufwendungen und Erträgen im Konzern
entfallen auf das Gemeinschaftsunternehmen im Wesentlichen Umsatzerlöse in Höhe von
3,8 Mio. € (Vorjahr 3,7 Mio. €), Materialaufwand in Höhe von 0,2 Mio. € (Vorjahr 0,6 Mio. €), -
Personalaufwand in Höhe von 0,2 Mio. € (Vorjahr 0,2 Mio. €) und Abschreibungen in Höhe
von 0,1 Mio. € (Vorjahr 0,1 Mio. €).
Münster, am 25. September 2012
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Dr. Henning Müller-Tengelmann Dr. Andg£as Hoffknecht
(kaufmännischer \beschäftsführer) (technischer Geschäftsführer)
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Konzern-Kapitalflussrechnung der Stadtwerke Münster GmbH
für das Geschäftsjahr 2011 (01.01. - 31.12.)
71010 ELLI en nn
2011 2010 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Jahresüberschuss . 13.141 12.226 915
‚Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 29.644 33.522 -3.878
Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens -1.732 17.597 15.865
Abnahme der Rückstellungen (im Vorjahr Zunahme) -33.733 8.260 -41.993
Erträge aus der Auflösung von Baukostenzuschüssen - -3.728 -3.947 219
Gewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -449 -488 39
Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit
zuzuordnen sind j -3.829 -9.146 5.317
Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie
anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit
zuzuordnen sind 9.771 16.899 -7.128
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 9.085 39.729 ‚30.644
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 587 575 12
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -31.156 -37.469 6.313
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen - 700 -521 -179
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen .
des Finanzanlagevermögens “ 675 1.733 -1.058
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -5.379 -8.488 3.109
Einzahlungen aus Zuschüssen . 4.731 5.049 -318
Cashfiow aus der Investitionstätigkeit "31.242 -39.121 7.879
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 22 28 8
Einzahlungen aus der Begebung von Genussrechten und
der Aufnahme ’von Krediten 4.633 5.456 -823
Auszahlung an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter -6.511 -6.515 4
Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten -7.022 7.579 557
Gashflow aus der Finanzierungstätigkeit -8.878 -8.610 268
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -31.035 -8.002 -23.033
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 101.106 109.108 -8.002
Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 70.074 101.106 -31.035
Der Finanzmittelfonds setzt sich aus den Kassenbeständen, den Guthaben bei Kreditinstituten und den kurzfristigen
Wertpapieren des Umlaufvermögens zusammen. Die sonstigen Wertpapiere beinhalten kurzfristig veräußeibare
Inhaberschuldverschreibungen. 509 T€ des Finanzmittelfonds entfallen auf die quotal einbezogene Westfälische
Fernwärmeversorgung GmbH (Vorjahr 127 TQ).
rm
Konzernlagebericht der Stadtwerke Münster GmbH, Münster
für das Geschäftsjahr 2011 (01.01.-31 .12.)
Unternehmensstrategie
Die im letzten Jahr entwickelte Strategie 2020 hat die Arbeit im Jahr 2011 geprägt und wird
auch die folgenden Geschäftsjahre prägen. :
Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Konzern-Muttergesellschaft Stadtwerke Münster,
Münster, ist bereits jetzt geprägt durch den Wegfall der KWK-Förderung für die Gas- und
Dampfturbinenanlage (GuD-Anlage) am Standort Heizkraftwerk Münster Hafen, durch die
Anreizregulierung für die Strom- und Gasnetze sowie durch eine weitere Intensivierung des
Wettbewerbs im Strom- und insbesondere im Gasmarkt als einem Teil des Wärmemarktes.
Doch die Umbruchsituation in den Energiemärkten bietet neben den genannten Risiken auch
und gerade für kommunale Versorgungsunternehmen wie die Stadtwerke Münster zahlreiche
Entwicklungschancen. Um die Potenziale des Wettbewerbs und der Energiewende zu kon-
kretisieren und systematisch zu nutzen, werden die Stadtwerke Münster die im Jahr 2010
entwickelte Strategie 2020 mit ihren drei zentralen Kerninhalten konsequent fortführen:
. »Die Stadtwerke Münster sind der umfassende Infrastrukturdienstleister in der Region
Münsterland.
» Unseren Kunden bieten wir innovative kommunale Mehrwertdienste, mit denen wir uns von
Wettbewerbern deutlich abgrenzen.
Die Stadtwerke Münster werden eine nachhaltige CO,-Senkung sowie einen massiven
Ausbau erneuerbarer Energien in und außerhalb von Münster vorantreiben. \
Für diese drei Kerninhalte der Strategie wurden entsprechende Maßnahmen und Projekte
identifiziert und in einen langfristigen Geschäftsplan überführt. Auf der Basis dieses Ge-
schäftsplans erwarten wir, trotz der oben genannten negativen energiewirtschaftlichen Ent-
wicklungen mittelfristig wieder das Ergebnisniveau der vergangenen drei bis fünf Jahre zu
erreichen. In der Anlaufphase der Projekte und Maßnahmen werden jedoch zunächst Er-
gebnisrückgänge durch Finanzierungs- und Ingangsetzungsaufwendungen zu verzeichnen
sein.
‘Geschäft und Rahmenbedingungen
Die wirtschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland war im Geschäftsjahr
2011 deutlich weniger durch die internationale Finanzkrise, die sich besonders an der Ent-
wicklung einzelner Staaten im Euro-Raum festmachte, geprägt als anzunehmen war. Die
stabile Binnenkonjunktur und die weiterhin positive Entwicklung im Export konnten sich den
“negativen Effekten aus der Finanzkrise und den skeptischen Erwartungen vieler Marktteil-
nehmer widersetzen. Die fortgesetzt gute Entwicklung auf dem. Arbeitsmarkt wirkte sich wei-
terhin positiv auf das Konsumentenverhalten aus. .
Das Vertriebs- und Versorgungsgebiet der Stadtwerke Münster ist allerdings stark vom Han-
dels- und Dienstleistungssektor sowie von Privatkunden geprägt. Die konjunkturelle Entwick-
lung wirkt sich daher grundsätzlich nur in begrenztem Maße auf die Geschäftsentwicklung
aus. Lediglich der Absatz an unsere Industriekunden zeigt eine stärkere Abhängigkeit von
der Konjunkturentwicklung.
Erläuterung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Die Investitionen in das Anlagevermögen des Konzerns lagen mit 32,5 Mio. € auf einem wei-
terhin angemessenen Niveau. Sie dienten dem Ausbau eigener Erzeugungskapazitäten ins-
besondere mit regenerativen Energien und daneben im Wesentlichen dem Ausbau und der
Verdichtung der Energie- und Wassernetze.
Das Umlaufvermögen minderte sich deutlich um 27;2 Mio. € (15,1 %), insbesondere durch
den um 55,9 Mio. € (65,1 %) geringeren Bestand an Wertpapieren (30,0 Mio. €, im Vorjahr
85,9 Mio. €). Zur anstehenden Finanzierung verschiedener Projekte bzw. Umsetzung der
Strategie 2020 war im Berichtsjahr ein starker Verkauf von Wertpapieren zu verzeichnen
Demgegenüber erhöhten sich die sonstigen Vermögensgegenstände - insbesondere auf-
grund nicht abziehbarer Vorsteuer - um 15,6 Mio. € auf 24,8 Mio. €. Der Anstieg der liquiden
Mittel von 15,2 Mio. € auf 40,1 Mio. € ist im Wesentlichen auf die Wertpapierverkäufe zu-
rückzuführen.
Das gezeichnete Kapital zeigte sich mit 51,2 Mio. € unverändert, die Kapitalrücklage hat sich
unwesentlich auf 73,0 Mio. € erhöht.
Die Rückstellungen von 123,4 Mio. € (im Vorjahr 157,2 Mio. €) decken kurz- und langfristige
Risiken.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten im Wesentlichen aufgrund plan-
mäßiger Tilgung um weitere 2,5 Mio. € von 58,8 Mio. € auf 56,3 Mio. € reduziert werden.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen hauptsächlich als Folge der
Abrechnungen der Projektaktivitäten und Investitionen um 17,9 Mio. € auf 49,3 Mio. €.
Die Umsatzerlöse (430,7 Mio. €, im Vorjahr 433,1 Mio. €) sanken preis- und mengenbedingt
leicht um 2,4 Mio. € (0,6 %).
Der Materialaufwand des Berichtsjahres zeigte sich mit 311,8 Mio. € (Vorjahr 312,0.Mio. €)
nahezu unverändert. Er ist im Wesentlichen durch Energie- und Wasserbezug gekennzeich-
net. f
Der Personalbestand im Konzern hat sich mit 1.173 Mitarbeitern (Vorjahr 1.094 Mitarbeiter)
um 7,2 % erhöht. Zusätzlich entfallen auf die anteilmäßig konsolidierte Westfälische Fern-
wärmeversorgung GmbH .unverärdert zum Vorjahr 3 Arbeitnehmer. Demgegenüber sank der
Personalaufwand im Konzern um 9,9 Mio. € auf 61,1 Mio. €. Dieser Rückgang ist im Wesent-
lichen bedingt durch eine Anpassung der Bewertung von Risiken in der betrieblichen Alters-
versorgung.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und
‚Sachanlagen sanken im Berichtsjahr auf 29,0 Mio. € (im Vorjahr 32,0 Mio. €). Der höhere
Vorjahresausweis ist im Wesentlichen auf das höhere Investitionsniveau des Vorjahres zu-
rückzuführen.
Das Finanzergebnis ging von -2,7 Mio. € um 1,6 Mio. € auf -4,3 Mio. € zurück, wesentlich
bedingt durch den gestiegenen Zinsaufwand.
Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2011 weist mit 17,6 Mio. € ein.um
11,0 Mio. € deutlich gesunkenes Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit aus. Damit
haben ‚sich im Wesentlichen die Ergebnisbelastungen ausgewirkt, die im operativen Ge-
schäft aufgrund der Preisentwicklung, der Wettbewerbssituation und des daraus folgenden
Margenverlustes akzeptiert werden mussten. Insbesondere im Segment Geschäftskunden
wurden bewusst Mengenverluste akzeptiert, da zu den im Wettbewerb angebotenen Preisen
keine annehmbare Marge zu realisieren war. Weitere Ergebnisbelastungen ergaben sich aus
den Vorlaufkosten der Projekte im Bereich der regenerativen Energien und der Kunden-
bindung. ö
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich auf 2,9 Mio. € (im Vorjahr 12,4
Mio. €). Der höhere Vorjahresausweis war hauptsächlich durch Steuernachforderungen be-
dingt,
Der Konzernjahresüberschuss stieg um 0,9 Mio. € auf 13,1 Mio. € (Vorjahr 12,2 Mio. €).
Die Entwicklung der Liquidität des Konzerns ist in der als Anlage beigefügten Kapitalfluss-
rechnung. dargestellt. Die Fähigkeit des Konzerns, seine Zahlungsverpflichtung zu erfüllen,
war jederzeit gegeben. Die Eigenkapitalquote stieg mit der um 23,4 Mio. € (4,7%) auf
477,0 Mio. € gesunkenen Bilanzsumme um 4 %-Punkte auf 40,1 %. Der Anlagendeckungs-
grad (Anteil des durch Eigenkapital finanzierten Anlagevermögens) hat sich von 56,7 % im
Vorjahr auf 59,2 % im Berichtsjahr verbessert. Der Erhöhung des Anlagendeckungsgrads
liegt insbesondere die Umgliederung des Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung
(3,8 Mio. €) in die anderen Gewinnrücklagen zugrunde.
Der Cashflow aus laufender Tätigkeit betrug nur noch 9,1 Mio. € nach 39,7 Mio. € im Vorjahr.
Die Änderungen zum Vorjahr sind wesentlich bedingt durch eine deutliche Abnahme der
Rückstellungen sowie die wesentlich geringeren Zuschreibungen zu Gegenständen des An-
lagevermögens. Weiterhin hat die geringere Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen sowie anderer Passiva, soweit diese jeweils nicht der Investitions- und Fi-
nanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, zu dem Rückgang beigetragen.
Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist um 7,9 Mio. € zurückgegangen,
wesentlich bedingt durch geringere Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagever-
mögen (-6,3 Mio. €) und geringere Auszahlungen für Investitionen in. Finanzanlagen
(-3,1 Mio. €).
Der negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist mit 8,9 Mio. € nach 8,6 Mio. € im
Vorjahr nahezu konstant. Geringeren Einzahlungen aus der Begebung von Genussrechten
und der Aufnahme von Krediten standen geringere Auszahlungen zur Tilgung von Krediten
gegenüber.
Der Finanzmittelfonds ist zum Ende des Geschäftsjahres 2011 um 31,0 Mio. € auf nunmehl
. 70,1 Mio. € (im Vorjahr 101,1 Mio. €) gesunken. u
Die Vermögens- und Finanzlage kann auch bei intensiver Projekttätigkeit und damit steigen-
der Investitions- und Finanzierungstätigkeit als weiterhin noch'solide bezeichnet werden.
Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres 2011, die eine
maßgebliche Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage des Konzerns ge-
habt hätten, waren nicht zu verzeichnen.
Chancen und Risiken
Risikomanagement
Auf Grundlage des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich
(KonTraG) werden nach dem bei den Stadtwerken Münster eingesetzten Risikomanage-
“ mentsystem bestehende und potenzielle Risiken beurteilt und bewertet. Sämtliche den Fort-
bestand der Unternehmen gefährdende Entwicklungen sollen frühzeitig erkannt. werden, um
rechtzeitig notwendige Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Bestandteil des Systems
sind regelmäßige und koordinierte Informationsflüsse zwischen den Unternehmensbereichen
und der Geschäftsführung. Die operativen Beteiligungsgesellschaften sind in dieses Informa-
tions- und Kontrollsystem eingebunden.
.Das für das Geschäftsjahr 2011 vorliegende, aktualisierte Risikoinventar beinhaltet zunächst
bekannte. identifizierte und analysierte Risiken und berücksichtigt im Weiteren die aktuell
erkannten Risiken, die riach Einschätzung der verantwortlichen Führungskräfte ein konkretes
Risikopotenzial für die Stadtwerke Münster darstellen.
Darstellung wesentlicher Einzelrisiken
Die,aktuelle Risikoanalyse bewertet sowohl die für das laufende Geschäftsjahr 2012 benann-
ten Risiken als auch die weiteren, mittelfristig erkennbaren Risiken. Schwerpunkte in der
vorliegenden Risikobeurteilung sind zudem die Risiken, die sich aus den differenzierten
Preisentwicklungen auf den internationalen Energiemärkten und ihren Folgen für die Be-
" schaffungs-/Verkaufspreise und Verkaufsmengen der Stadtwerke Münster ergeben.
. Diese Risiken werden in den regelmäßigen, 14-täglichen Sitzungen des Risikokomitees dis-
kutiert und bewertet. Handlungsoptionen werden festgelegt. Verbleibende Risiken werden im
Rahmen angemessener Rückstellungen bewertet, sodass die zu erwartende Ergebnisbelas-
tung zukünftiger Perioden antizipiert wird. Dies gilt auch für den im Rahmen des Beteili-
gungserwerbs vereinbarten Bezug von Strom aus dem Steinkohlekraftwerk in Hamm, der
nach derzeitiger Preiserwartung über Marktpreisen liegen wird.
Bei den im Zuge der Umsetzung .der Strategie 2020 geprüften Projekten zum Ausbau der
regenerativen Energien sehen wir gerade in der Windkraft Chancen in der Offshore-
Installation, aber neben den Potenzialen auch erhöhte Risiken. Die hohen technischen An-
forderungen an die Anlagen sind zu bewerten und mit den wirtschaftlichen Erwartungen ab-
zuwägen. j
Die Aktivitäten der Regulierungsbehörden stellen weiterhin ein Risikopotenzial für das Ge-
schäftsfeld Versorgungsnetze dar; insbesondere da Regelungen mit deutlichen wirtschaftli-
chen Auswirkungen oftmals kurzfristig erlassen werden und nur schwer zu prognostizieren
sind. Die ab dem 26. September 2011 geltende Festlegung zum Einspeise-Pooling wird ab
2012 zu einem spürbar reduzierten Entgelt für die dezentrale Einspeisung führen. Die Netz-
entgelte Gas sind für den Zeitraum ab 2013 neu zu beantragen, die Netzentgelte Strom ab
2014. Entsprechend dem politischen Auftrag der Regulierungsbehörden ist weiterhin mit ei-
nem starken Druck auf die Höhe der genehmigten Netzentgelte zu rechnen. Dem werden die
' Stadtwerke Münster, Münster, mit Maßnahmen zur Effizienzsteigerung begegnen.
Die Zertifikate für die Emission von CO; werden in der kommenden Zuteilungsphase ab 2013
nur noch kostenpflichtig zugeteilt. Allerdings ist die Höhe der Zertifikat-Preise und deren wei-
tere Entwicklung auch von politischen Faktoren abhängig, sodass ein daraus möglicherweise
folgendes Kostenrisiko für die eigene Energieerzeugung bisher kaum einzuschätzen ist.
Die Risiken wurden sowohl einzeln als auch kumulativ bewertet und werden nicht als be-
stands- oder entwicklungsgefährdend eingeschätzt.
Chancen
Das Geschäftsjahr 2012-wird von der konsequenten Umsetzung der Strategie 2020 geprägt
sein. Dies umfasst neben den: regelmäßigen Investitionen in die Versorgungsnetze und der
kontinuierlichen Modernisierung der Busflotte signifikante Beträge zur Errichtung von Anla-
gen zur regenerativen Energieerzeugung sowie zum Ausbau. der KWK-Erzeugungs-
kapazitäten. Auch in die Entwicklung der elektronischen Kundenkarte sowie in den Erwerb
von Konzessionen in der Region wird investiert werden.
Für-2012 haben die Aufsichtsgremien u.a. eine Beteiligung an einem Offshore-Windpark in
der Nordsee genehmigt. Daneben befinden sich weitere anspruchsvolle und zukunftswei-
sende On- und Offshore-Projekte zurzeit in Prüfung durch die Stadtwerke Münster.
Die Entwicklung der Stadtwerke Münster in die Region hinein bleibt weiterhin wesentlicher
Bestandteil der Strategie 2020.
Auch der Energievertrieb im Münsterland wird in 2012 weiter Fahrt aufnehmen; die Zahl der
seit Mitte 2011 bereits gewonnenen über 5.000 Strom-Privatkunden steigt kontinuierlich an,
während sich der Marktanteil in Münster selbst stabilisiert hat.
Die Entwicklung der elektronischen Kundenkarte für alle Energie- und Verkehrskunden wird
vorangetrieben. Im Spätsommer 2012 wird die Karte als elektronisches Ticket ausgewählten
Testkunden zur Nutzung in den Bussen der Stadtwerke Münster zur Verfügung gestellt. Zur
Steigerung des Kundennutzens wird mit zahlreichen Partnerunternehmen in Münster intensiv
kooperiert.
Zukunftsorientierung und Innovationen werden 2012:auch im Verkehrsbereich wieder großge-
schrieben. So wurden erstmals zwei serielle Hybridbusse geordert, die auch von Elektromoto-
ren angetrieben werden können. Zudem haben die Stadtwerke Münster den Förderzuschlag
zu einem für Deutschland exklusiven Modellversuch erhalten, in dem in Kooperation mit der
RWTH Aachen und dem Fraunhofer-Institut auf einer Linie in Münster ein reiner Elektrobus
‚getestet wird. Die Vorbereitungen dazu, wie z.B. die Ausstattung der entsprechenden Strecke
mit: der technologisch anspruchsvollen und innovativen Ladeinfrastruktur, haben bereits be-
gonnen. .
Prognose 2012
Der Verlauf des Geschäftsjahres 2012 zeigt eine in den einzelnen Segmenten der Energie-
märkte sehr unterschiedliche Entwicklung der Absatzmengen und der Preise. Durch die früh- .
zeitige Absicherung der relevanten Preise an den entsprechenden Terminmärkten hat das
Portfoliomanagement der Stadtwerke Münster. daraus folgenden Risiken frühzeitig ent-
gegengewirkt.
Vor dem Hintergrund des umfangreichen Investitionsprogramms der kommenden Jahre, das
insbesondere durch die Errichtung von Anlagen bzw. die Beteiligung an Anlagen zur umwelt-
freundlichen Energieerzeugung geprägt ist, werden die Stadtwerke Münster im Laufe des
* Jahres 2012 eine größere Darlehenssumme aufnehmen. Voraussichtlich wird die Finanzie-
rung erstmals über ein Schuldscheindarlehen realisiert werden. Ziel ist es, unter Ausnutzung
des weiterhin niedrigen Zinsniveaus im Herbst 2012 eine Finanzierungssumme von mindes-
“tens 50 Mio. € zu akquirieren. \
Am 28. September 2011 hat die Bundesnetzagentur die sogenannte Pooling-Festlegung
getroffen. Infolge der Pooling-Festiegung rechnen die Stadtwerke Münster für 2012 mit
einem spürbar reduzierten Entgelt für die dezentrale Energieeinspeisung.
Das für 2012 erwartete Jahresergebnis zeigt mit einem Wert von lediglich 2,6 Mio. € insbe-
sondere die Belastungen aus dem Wegfall der Förderung nach dem KWK-Gesetz in Höhe
von 7,5 Mio. € p.a. ab 2011 sowie aus den Anlaufkosten für die Umsetzung der Strategie
2020. Diese wird den Stadtwerken Münster.mittelfristig ein nachhaltiges Volumen- und Er-
gebniswachstum ermöglichen, bedingt aber in 2012 zunächst eine deutliche Ergebnisreduk-
tion gegenüber den Vorjahren. . Bu
Prognose 2013
Die konjunkturelle Entwicklung hat für die Stadtwerke Münster aufgrund der recht ausgewo-
‘genen Absatzverteilung auf Privat- und Geschäftskunden sowie infolge eines hohen Ge-
schäftskundenanteils im Dienstleistungssektor nur in begrenztem Maße unmittelbaren Ein-
fluss auf Umsatz und Ergebnis. Hinsichtlich der Absatzmengen rechnen die Stadtwerke
Münster für 2013 mit einer weiteren Steigerung, bedingt durch den Gewinn von Neukunden
außerhalb Münsters und durch die Rückgewinnung von Geschäftskunden in Münster. Be-
deutsam kann der konjunkturelle Einfluss auf die Entwicklung der Primärenergiepreise .für
Erdöl, Kohle und Erdgas werden. Die Wirtschaftsentwicklung im Euro-Raum wird von den
Prognose-Instituten nach dem Rezessionsjahr 2012 ab 2013 wieder positiver eingeschätzt.
Die Bundesnetzagentur wird entsprechend ihrem Auftrag weiterhin Druck auf die Netz-
entgeite für die Strom- und Gasversorgung ausüben. Über die ab Anfang 2013 geltenden
Gasnetzentgelte wird die Regulierungsbehörde noch entscheiden. Der entsprechende Erhe-
bungsbogen der Bundesnetzagentur für die Stromnetzentgelte ab 2014 war bis zur Jahres-
mitte 2012 einzureichen. Die Stadtwerke Münster haben vor diesem Hintergrund an weiteren
Effizienzsteigerungen im Netzbereich gearbeitet, um den regulatorisch noch möglichen Er-
gebnisbeitrag der Netze zur Aufrechterhaltung der Netzsubstanz und der Versorgungsquali-
tät für ihre Kunden in Münster nachhaltig zu sichern.
Ab 2013 endet die Phase der kostenlosen Zuteilung von Zertifikaten für die Emission von
CO,. Der Preis für die CO,-Zertifikate hat direkten Einfluss auf die Erzeugungskosten von
Gas- und Kohlekraftwerken und damit auf das Strompreisniveau in Deutschland und Europa.
Die politischen Akteure auf EU-Ebene stehen bei der Gestaltung der Mengenpolitik für die
Zertifikate vor dem Dilemma, einerseits durch eine zu hohe Anzahl zu begebender Zertifikate
die postulierten europäischen Umweltziele nicht zu konterkarieren, andererseits aber durch
eine Angebotsverknappung und eine entsprechende Verteuerung der Energiekosten die erst
“langsam einsetzende Konjunkturerholung nicht zu gefährden. Die Stadtwerke Münster wer-
den sich im Rahmen des Portfoliomanagements und des Risiko-Controllings auf die preisop-
timierte Beschaffung der für die Eigenerzeugung erforderlichen Emissionszertifikate konzent-
rieren und keine darüber hinausgehenden risikobehafteten Handelspositionen aufbauen.
Das Jahr 2013 wird weiterhin im Zeichen der in 2011 gestarteten Umsetzung der Strategie
2020 stehen. Der Bereich der regenerativen Erzeugung wird erste Erfolgsbeiträge aus den
Investments der beiden Vorjahre leisten; neue Investitionen werden bei erwarteter Errei-
chung der fixierten Rentabilitätsziele in die Realisierungsphase gehen. Daneben bleibt mit
dem Projekt der elektronischen Kundenkarte die dauerhafte Schaffung von täglich spürba-
rem Zusatznutzen für die Stadtwerke-Kunden ein wichtiger Strategiefokus. Ebenfalls wird
das Thema „Infrastrukturdienstleister für die Region“ weiterverfolgt, um auch auf diesem Feld
das Stadtwerke-Vermögen zukunftssicher zu entwickeln.
i
‚Aus heutiger Perspektive werden diese zentralen Elemente der Strategie 2020 den Stadt-
werken Münster trotz intensivem Wettbewerb auf den Energiemärkten und anhaltendem
Druck auf die Netzentgelte Ergebnisverbesserungen ermöglichen.
Münster, am 25. September 2012
(Kaufmännischer Gägchäftsführer) (technisch@r Geschäftsführer)
- Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der Stadtwerke Münster GmbH, Münster, aufgestellten Konzernabschluss - beste-
hend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitaispie-
gel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft.
Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtli-
chen Vorschriften liegt in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe
ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzern-
abschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß 8 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der
. Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorge-
nommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße,
die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ord-
nungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der
Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das
wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler be-
rücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen inter-
nen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht
überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahres- j
abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidie-
rungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der, wesentlichen
Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzern-
abschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinrei-
chend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der
- Konzernäbschluss der Stadtwerke Münster GmbH, Münster, den gesetzlichen Vorschriften und ver-
mittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhält-
nissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlage-
bericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von
der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 25. September 2012
Deloitte. & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Ja
WIRTSCHAFTS-
PRÜFUNGS-
GESELLSCHAFT
(Harnacke) 9; München „gt
R F . " Oniegertas”
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer b -Qsssidon
ARRFF
SNR2012102999
Beschlussvorlage
2157 Zeichen
V/0926/2012 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Finanzen und Beteiligungen Betrifft Konzernabschluss 2011 der Stadtwerke Münster GmbH Beratungsfolge 05.12.2012 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Entscheidung Beschlussvorschlag: Der Vertreter der Stadt Münster in der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Münst er GmbH wird ermächtigt, folgenden Beschluss zu fassen: Der Konzernabschluss der Stadtwerke Münster GmbH zum 31.12.2011, der a) in der Konzernbilanz mit Aktiva und Passiva von 476.970.155,77 € b) in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung bei Umsatzerlösen von 459.980.633,58 € mit einem Bilanzgewinn von 8.980.730,66 € abschließt, sowie der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2011 in der vorliegenden, vom Jahresabschlussprüfer BDO AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, mit einem uneing e- schränkten Bestätigungsvermerk vom 25.09.2012 testierten Fassung, werden von der Stadt Müns- ter als alleiniger Gesellschafterin der Stadtwerke Münster GmbH festgestellt. Begründung: Die Stadt Münster ist Alleingesellschafterin der Stadtwerke Münster GmbH. Gemäß § 12 des G e- sellschaftervertrages der Stadtwerke Münster GmbH unterliegen der Beschlussfassung der G e- sellschafterversammlung u. a. die Feststellung des Jahresabschlusses und die Verwendung des Ergebnisses. Die Stadtwerke Münster GmbH ist als Mutterunternehmen i. S. von § 290 HGB verpflichtet, für das Geschäftsjahr 2011 einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen. Der Wirt- schaftsprüfer hat einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Vorlagen-Nr.: V/0926/2012 Auskunft erteilt: Frau Dr. Janetzki Ruf: 492 20 10 E-Mail: JanetzkiA@stadt-muenster.de Datum: 22.11.2012 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0926/2012 Einzelheiten zum Konzernabschluss 2011 können der als Anlage beigefügten Aufsichtsratsvorlage Nr. 48/2012 der Stadtwerke Münster GmbH entnommen werden. Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Münster GmbH wird am 28.11.2012 über den Beschluss beraten. I. V. gez. Reinkemeier Stadtkämmerer Anlage
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungDetails
- Vorlagen-Nr.
- V/0926/2012
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 22.11.2012
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37