Mandari Insight

V/0686/2012

Umbau/Gestaltung Johannisstraße/Pferdegasse, Planungs- und Baubeschluss

Vorlagen 04.09.2012

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Nächste Beratung: Hauptausschuss, Sitzung am 19.09.2012, TOP 4

Beschlussvorlage

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Vorlage_V_0686_2012_Anlage_3_Variante_2c

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Vorlage_V_0686_2012_Anlage_1_Variante_2a

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Vorlage_V_0686_2012_Anlage_4

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Anlage 5 zur Vorlage V_0686_2012

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Beschlussvorlage

18491 Zeichen

V/0686/2012 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 
Tiefbauamt 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Umbau/Gestaltung Johannisstraße/Pferdegasse, Planungs- und Baubeschluss 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
13.09.2012 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 
13.09.2012 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Vorberatung 
13.09.2012 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen Vorberatung 
19.09.2012 Hauptausschuss Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
1. Der Beschluss des HA vom 21.03.2012 zur Vorlage V/0122/2012 wird  entsprechend der 
Planungsvariante 2c aus August 2012 (Anlage 3) geändert. 
2. Der Beschluss des  HA vom 27.06.2012 zur Vorlage V/0439/2012 wird entsprechend der 
Planungsvariante 2c (Anlage 3) geändert. 
3. Die vorgesehene Baudurchführung unter Vollsperrung des Baufeldes wird zur Kenntnis ge-
nommen. 
4. Die vorgesehenen ÖPNV-Umleitungsverkehre werden zur Kenntnis genommen. 
5. Der Antrag der SPD-Fraktion/Grüne/GAL-Fraktion vom 30.08.2012 ist damit erledigt. 
 
 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Durch die Änderung der Planung erhöhen sich die Baukosten um 260.000 €.  
Durch die gewählte Variante der Baudurchführung mittels Vollsperrung reduzieren sich die Kosten 
um 5% gegenüber der ursprünglichen Kostenschätzung in Höhe von 745.000 €.  
Somit ergeben sich Gesamtbaukosten in Höhe von ca. 968.000 €. 
 
Teilfinanzplan 
 
 Nr. Bezeichnung Haush.- 
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkungen 
 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0686/2012 
Auskunft erteilt: 
Herr Böhme 
Herr Schulte 
Ruf: 
492 61 56 
492 66 54 
E-Mail: 
Boehme@stadt-muenster.de  
Schulte@stadt-muenster.de 
Datum: 
05.09.2012 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0686/2012 
Produktgruppe 1201 Bereitstellung von Verkehrsflä-
chen- und Anlagen 
   
Investitionsmaßnahme 4179 Johannisstraße / Rothenburg    
Auszahlungen 08 Für Baumaßnahmen 2013 968.000,--  
Einzahlungen  01 Zuwendungen für Investitions-
maßnahmen 
2013  30.000,-- 
 
 10.000,-- 
 
20.000,-- 
Landeszuwen-
dung Haltestel-
len  
Landeszuwen-
dungen Verfü-
gungsfond 
Zuschuss WBI 
Summe aller Auszahlungen/Saldo  908.000,--  
 
Die zur Finanzierung erforderlichen Ermächtigungen sind im Haushaltsplan 2012 bei der o. g. Pro-
duktgruppe veranschlagt. Der Mehrbedarf wird aus dem Gesamtbudget der o. g. Produktgruppe im 
Rahmen der flexiblen Haushaltsführung nach § 9 (1) der Haushaltssatzung gedeckt. 
Es wird zur Kenntnis genommen, dass die Beschlussausfü hrung unter dem Vorbehalt steht, dass 
der Rat im Rahmen der Haushaltssatzung 2013 bzw. der mittelfristigen Ergebnis - und Finanzpla-
nung die Ermächtigungen bereitstellt. 
 
 
1. Straßenraumgestaltung im Bereich Landesmuseum / Aegidiimarkt 
 
Der Hauptausschuss hat am 21.03.2012 - nach Vorberatung in der BV -Mitte und dem Planung s-
ausschuss - der Planung zum Straßenausbau im Bereich des Landesmuseums (Vo rlage 
0122/2012 zugestimmt. Ebenso hat der Hauptausschuss in seiner Sitzu ng am 27.06.2012 den 
Baubeschluss zu dieser Straßenausbaumaßnahme (V/0439/2012) gefasst. Diese Planung – im 
Weiteren als Beschlussvariante bezeichnet – sieht eine Beibehaltung des Separationsprinzips 
vor, wobei die Fußgängerquerungen in Form von 2 Fußgängerüberwegen gesichert werden sollen. 
Als Geschwindigkeitsdämpfung ist ein 2,25 m breiter Pflasterstreifen in Fahrbahnmitte vorgesehen. 
Die Kosten der Gesamtmaßnahme im Bereich des Landesmuseums belaufen sich auf insg esamt 
745.000 €. 
 
Mit Fertigstellung der Königsstraße einschließlich Ludgeristraße und Marienplatz wurde deu tlich, 
welche Aufwertung Straßenräume in der Altstadt durch eine entsprechende Gestaltung erfahren 
können. Die Neugestaltung der Straßenräume wird von der Be völkerung hervorragend angenom-
men; die öffentliche Resonanz auf die Neugestaltung ist außerordentlich pos itiv. Dieses positive 
Feedback gab Anlass dazu, die Möglichkeiten für eine gleichartige gestalterische Optimierung 
auch im Bereich Landesmuseum auszulo ten. Die Verwaltung hat hierzu mehrere Varianten entw i-
ckelt und in den politischen Gremien (AUB am 28.08.2012, ASSVW am 30.08.2012, BV -Mitte am 
04.09.2012) vorgestellt. Zentrales Gestaltungselement aller drei entwickelten neuen Varianten ist 
eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität für die Fußgänger im Bereich zwischen Landesmuseum 
und Aegidiimarkt durch eine deutliche Reduzierung der Fahrbahnbreite von 9,50m auf 8,00m bei 
gleichzeitiger Verbreiterung der Gehwegflächen. 
 
Durch den nunmehr vorgeschlagenen E ntwurf zur Variante 2c (s. Anlage 3) wird eine wesentlich 
verbesserte Verknüpfung zwischen Rothenburg, Landesmuseum und Aegidi imarkt hergestellt. 
Insbesondere kann es gelingen, die Verknüpfung von Aegidiimarkt sowie  dem Parkhaus Aegidii 
mit der zentralen A ltstadt um den Domplatz für die Fußgänger wesentlich zu optimieren. Aus di e-
sem Grund ist die Geschäftsführung der WBI grundsätzlich bereit, zu diesem veränderten Konzept

- 3 - 
V/0686/2012 
einen Finanzbeitrag in Höhe von 20.000 €  zu leisten; Komplementärmittel in gleicher Hö he sollen 
durch städtische Anteile und Landesmittel aus dem Verfügungsfonds generiert werden.  
 
Für alle im nachfolgenden dargestellten Planungsvarianten (s. Anlagen 1 – 3) gilt, dass aufgrund 
der zeitlich längeren Haltbarkeit der Oberflächen die Abschreibungszeiten signifikant von 30 auf 50 
Jahre gegenüber der Beschlussvariante verlängert werden können. 
 
Variante 2a: Pflasterung der Fahrbahn im unmittelbaren Bereich des Landesmuseums von östl i-
cher Kante Pferdegasse bis einschließlich Einmündung Rothenburg/Aegidiistraße 
Die vollflächige Pflasterung verdeutlicht den Aufenthaltscharakter im unmittelbaren Museumsvo r-
feld. Der Übergang von der Asphaltfahrbahn zur Pflasterfläche liegt unmittelbar an den Fußgä n-
gerquerungen. Die Fußgängerquerung im Zuge der Pferdega sse sowie der Einmündungsbereich 
Rothenburg/Aegidiistraße werden in geschnittenem Großpflaster ausgeführt. Für die übrigen Fl ä-
chen wird in der Königsstraße aufgenommenes Pflaster verwendet. Wie aus dem Entwurf ersich t-
lich wird, wirkt diese Variante aufgrun d der fehlenden gestalterischen Anschlüsse an den Übe r-
gängen zur Pferdegasse/Johannisstraße sowie zur Aegidiistraße/Lütke Gasse funktional und o p-
tisch stark „eingekürzt“. Die angestrebte Verknüpfung zwischen Rothenburg, Landesmuseum und 
Aegidiimarkt kann somit nur suboptimal umgesetzt werden. 
Die Mehrkosten gegenüber der Beschlussvariante werden auf ca. 150.000 € geschätzt. 
 
 
Variante 2b:  Pflasterung der Fahrbahn einschließlich Einmündung Pferdega sse/Johannisstraße 
bis einschließlich Einmündung Lütke Gasse/Aegidiistraße 
Die großflächige Pflasterung verdeutlicht den Aufenthaltscharakter im Umfeld des Lande smuse-
ums. Die beiden Einmündungen werden analog Rothenburg / Königsstraße in geschnittenem 
Großpflaster ausgeführt, für die übrigen Flächen wird in der Königsstraße aufgenommenes Pflaster 
verwendet. 
Die Ausdehnung des Pflasterbereichs in dieser Variante 2b  bietet die funktionale und gestalter i-
sche Aufwertung des Bereichs um Landesmuseum und Aegidiimarkt bis hin zur Lütke Gasse. Ana-
log den gerade fertig gestellten Straßen Ludgeristraße und Königsstraße wird die Verkehrsfunktion 
zu Gunsten der Aufenthaltsfunktion deutlich reduziert Es entsteht eine Erweiterung des fußläufigen 
Bereichs der Altstadt, die den Aegidiimarkt einbezieht. Die Autofahrer werden durch die Gestaltung 
frühzeitig darauf aufmerksam g emacht, dass hier mit Fußgängerquerungen zu rechnen ist. D ie 
Fahrgeschwindigkeiten werden sich entsprechend reduzieren. Auf weitere Verkehrseinrichtu ngen 
kann verzichtet werden.  
Die Mehrkosten gegenüber der Beschlussvariante werden auf ca. 320.000 € geschätzt. 
 
 
Variante 2c:  Pflasterung der Fahrbahn einschließlich Einmündung Pferdega sse/Johannisstraße 
bis einschließlich Einmündung Lütke Gasse/Aegidiistraße wie in Variante 2b als Reduktionsvari-
ante 
Die Ausdehnung der Pflasterflächen entsprich t der Variante 2b, jedoch werden lediglich die Fu ß-
gängerquerung im Zuge und über die Pferdegasse sowie der Einmündungsbereich Rothe n-
burg/Aegidiistraße in geschnittenem Großpflaster ausgeführt. Für die übrigen Fl ächen wird in der 
Königsstraße aufgenommenes Pflaster verwendet. 
Die Ausdehnung des Pflasterbereichs in der Variante 2c bietet nahezu die gleichen Qualitäten, wie 
Variante 2b: Der gesamte Bereich erfährt ebenfalls die funktionale und gestalt erische Aufwertung 
im Umfeld von Landesmuseum und Aegidiimarkt bis hin zur Lütke Gasse. Analog den gerade fertig 
gestellten Straßen Ludgeristraße und Königsstraße wird die Verkehrsfunktion zu Gunsten der Au f-
enthaltsfunktion deutlich reduziert. Es entsteht eine Erweiterung des fußläufigen Bereichs der Al t-
stadt, die den Aegidiimarkt erstmalig einbezieht. Die Autofahrer werden auch bei dieser Variante 
durch die Gestaltung frühzeitig darauf aufmerksam gemacht, dass hier mit Fußgängerquerungen 
zu rechnen ist. Die Fahrgeschwindigkeiten werden sich entsprechend reduzieren. Auf weitere Ver-
kehrseinrichtungen kann verzichtet werden.  
Die Mehrkosten gegenüber der Beschlussvariante werden auf ca. 260.000 € geschätzt.

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V/0686/2012 
 
2. Vorgesehener Bauablauf 
 
Aufgrund der vielfältigen Leitungsaufbrüche sowie des schlechten Oberbaus muss der ge samte 
Straßenabschnitt Johannisstraße – Rothenburg von der Aabrücke bis Einmündung Aegidiistraße 
ausgekoffert und grundlegend neu aufgebaut werden. Die vorhandene Straßenbreite der Pferd e-
gasse ermöglicht nicht eine verkehrssichere Baudurchführung unter hal bseitiger Straßensperrung. 
Zur Durchführung der Baumaßnahme sind deshalb temporäre Vollsperrungen für einzelne Str a-
ßenzüge zwingend erforderlich. Ausnahmen für den Busverkehr sind nicht möglich: 
 
 Vollsperrung der Pferdegasse/Domplatz (wegen Kanal- und Straßenbau) für 8 Monate 
 
 Vollsperrung des Bereiches Aegidiistraße/Rothenburg/Johannisstraße (wegen Straßenbau) 
für 7 Monate bei der Variante 2c. Bei der ursprünglich vorgesehenen Asphaltvariante beträgt 
dieser Zeitraum 3 Monate; allerdings sind hier über dies en Zeitraum hinaus zusätzliche bau-
stellenbedingte Teil- und Vollsperrungen stunden- oder tageweise unvermeidbar. Auch dabei 
sind Ausnahmen für den Busverkehr nicht möglich, so dass ein geregelter ÖPNV nicht au f-
recht zu erhalten ist.  
 
Unter Abwägung aller Aspekte hält die Verwaltung eine Vollsperrung des gesamten Baustellenbe-
reiches zwischen Domplatz bei der Zufahrt Borromäum und nach den beiden Zufahrten zum 
Aegidiiparkhaus auf der Aegidiistraße bzw. der Johannisstraße zwischen Januar 2013 bis zum 
Weihnachtsverkehr 2013 für unabdingbar. Nur im Rahmen dieser Vollsperrung ist ein optimaler 
Bauablauf zu erreichen, da gleichzeitig in den Straßen Rothenburg, Johannisstraße, Pferd egasse 
und Domplatz mit mehreren Kolonnen gearbeitet werden kann. Dabei müssen auch noch erforder-
liche Arbeiten der Stadtwerke und anderer Versorgungsträger eingetaktet werden und der Vollaus-
bau der Straßen Pferdegasse ist einfacher und in besserer Qualität möglich. 
 
Somit kann die Bauzeit – und damit die Einschränkungen für die Anlieger und alle Bürger - auf ein 
Jahr beschränkt werden. Eine so kurze Bauzeit ist aber nur möglich, wenn der motorisierte Durc h-
gangsverkehr inklusive der Buslinien aus dem gesamten Bereich komplett herausg enommen und 
umgeleitet werden. 
Auch aus Gründen der Verkehrssicherheit ist diese Vorgehensweise dringend angeraten. 
Für den Zeitraum ist auf den Straßenzügen nur der notwendige Anlieger - und Anlieferverkehr zu-
gelassen.  
Bei einer Anliegerinformation am 03.07.2012 wurde dieser Bauablauf grundsätzlich positiv aufg e-
nommen.  
Darüber hinaus reduzieren sich bei dieser Bauablaufvariante die Baukosten um ca. 5 Prozent (s. 
o.). 
 
Theoretisch ist auch ein Bauablauf mit zeitlich versetzten Vollsperrungsbereichen denkbar. Bei 
dieser Variante verlängert sich die gesamte Bauzeit auf den Zeitraum Ja nuar 2013 bis September 
2014, somit um rund 10 Monate. Darüber hinaus verteuert sich die Maßnahme auch in nicht une r-
heblichem Maße. 
Auch bei dieser Variante ist eine Trassenführung für den ÖPNV durch den Baustellenbereich nicht 
realisierbar.  
 
Die Stadtwerke haben die Kosten für die Busumleitungen für jede der beiden Varianten mit rund 
680.000 € g eschätzt. Wegen der mehrfachen Fahrplanumstellungen und der damit verbundenen 
mehrfachen Umgewöhnung der Fahrgäste sprechen sich die Stadtwerke ebenfalls eindeutig für die 
Vollsperrungsvariante aus, da die Variante mit den zeitlichen gestreckten Vollsperrungen keine 
Vorteile bietet.

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V/0686/2012 
3. ÖPNV-Umleitungsverkehr 
 
Von der baulich bedingten Vollsperrung im Bereich Domplatz/Pferdegasse/Johannistraße (vgl. 
Begründung zu 2) sind die Buslinien 1, 2, 10, 11, 12, 13, 14 und 22 der Domachse in Richtung und 
Gegenrichtung sowie die Nachtbuslinie N80 betroffen. Für die genannten Buslinien ist in enger 
Abstimmung mit dem Verkehrsbetrieb der Stadtwerke Münster GmbH ein Umleitungskonzept erar-
beitet worden. Nachfolgende Planungsprämissen waren dabei zu berücksichtigen: 
 
• Weitgehende Sicherstellung der Erreichbarkeit der zentralen Innenstadt 
• Möglichst transparente Linienführung 
• Erhaltung des 10‘-Taktes parallel geführter Stadtbuslinien 
• Möglichst wenig unterschiedliche Fahrplanzustände 
• Zeitliche Zuordnung der baustellenbedingten Fahrplanwechsel zu den regelmäßigen Fah r-
planwechseln im Januar  
 
Im Status Quo bilden die Stadtbuslinien 1 und 14, 2 und 10, 12 und 13 sowie 11 und 22 jeweils ein 
Linienpaar, dass durch Überlagerung des jeweiligen 20’ -Taktes in Korridoren den Fahrgästen e i-
nen 10’-Takt bietet. 
 
Die Einzelheiten der unter diesen Rahmenbedingungen mit dem Verkehrsbetrieb der Stadtwerke 
Münster GmbH  entwickelten Umleitungsführungen sind in den Anlagen 4 und 5 dargestellt.  
 
Im Verlauf der Erarbeitung des Umleitungskonzeptes wurde geprüft, ob zusätzliche Linien auf der 
zentralen Achse (Umleitungsführung der Stadtbuslinien 11 und 22) zu einer signifikanten Verbe s-
serung der Erschließung/Erreichbarkeit der zentralen Innenstadt führen. Dafür eigenen sich aus 
den zur Verfügung stehenden Linien die Stadtbuslinien 12 und 13. Sie bieten im Status Quo mit 
den Linien 11 und 22 ein Angebotspaket auf der starken Gievenbecker Ac hse. Planerisch macht 
dieses zusätzliche Angebot allerdings wenig Sinn, da diese Linien am Hauptbahnhof enden bzw. 
beginnen. Sie erschließen damit keine zusätzlichen Fahrgastpotentiale für das Altstadtzen trum. 
Auch ist davon auszugehen, dass sie als Umsteigelinien am Hauptbahnhof aufgrund der noch vor-
handenen Kapazitäten der Linien 11 und 22 bzw. der kurzen Wege nicht benötigt werden. In der 
Abwägung ist der schnellen Verbindung von Gievenbeck über die Nordtangente (Haltestelle Al t-
stadt/Bült) zum Hauptbahnhof eindeutig der Vorzug zu geben. 
 
Die Linien 2 und 10 könnten grundsätzlich zwar auch über die zentrale Achse geführt werden, 
können dann aber den Hauptbahnhof nicht mehr bedienen. Daher ist auch diese Option im Sinne 
der Fahrgäste nicht sinnvoll. 
 
Aus de m Umleitungskonzept wird die Durchfahrung der Innenstadt durch die Linien 11 und 22 
deutlich. Sie bieten im 10’-Takt die Anbindung dieses zentralen Bereiches. Gute Umsteigemöglich-
keiten von den übrigen umgeleiteten Linien bestehen an den Haltestellen Altst adt/Bült, Haup t-
bahnhof und Ludgeriplatz. Erkennbar ist aber auch das Erschließungsdefizit in der südwestlichen 
Innenstadt. Hier sind insbesondere die fehlende Anbindung der Linien 2/10 und 14 aus dem wes t-
lichen bzw. südwestlichen Stadtgebiet zu nennen. 
 
Auf Grund der bisherigen Diskussion in den politischen Gremien wurden gemeinsam mit dem Ve r-
kehrsbetrieb der Stadtwerke Münster GmbH Möglichkeiten zu einer ersatzweisen Anbindung des 
Bereichs Aegidiimarkt mit der VHS und weiteren Einrichtungen an das ÖPNV-Netz untersucht. Das 
Umleitungskonzept sieht demzufolge zusätzlich für die Dauer der Baumaßnahme die Einrichtung 
eines Shuttlebusverkehrs im 10‘-Takt zwischen Ludgeriplatz und Aegidiimarkt Bussteig C vor. D a-
mit erhalten die Fahrgäste aus Meckle nbeck (Linie 10), Düesbergweg/Kappenberger Damm (Linie 
2) und Zoo (Linie 14) dennoch einen unmittelbaren Zugang zur zentralen Innenstadt im Rahmen 
eines Umstieges. Betriebszeit ist Montag bis Samstag von 9.00 Uhr bis 20.00 Uhr.

- 6 - 
V/0686/2012 
4. Fazit 
 
Mit dem Neubau des Landesmuseums entsteht am westlichen Rand der fußgänger- und radfahrer-
freundlichen Altstadt eine oberzentrale Einrichtung, die ihre Wirkung weit über die Stadtgrenzen 
hinaus entfalten wird. Die Verwaltung sieht darin die einmalige Chance, durch eine ent sprechende 
Gestaltung das westliche Stadtentrée neu zu definieren und eine dem Zugang in die Altstadt und 
dem Landesmuseum angemessene Gestaltung des Straßenraums herzustellen. 
  
Unter dem Gesichtspunkt der verkehrlichen Belange, der Möglichkeit einer konsequenten gestalte-
rischen Optimierung von Straßenräumen im Kontext zur jüngst fertig gestellten und breit anerkann-
ten altstadtgerechten Neugestaltung von Königsstraße, Marienplatz und südlicher Ludgeristraße 
einerseits und vor dem Hintergrund der a ngespannten Haushaltslage andererseits spricht sich die 
Verwaltung dafür aus, die Planungsvaria nte 2 c bei der Gestaltung des Bereichs Johannisstraße / 
Pferdegasse zu berücksichtigen. 
 
Aufgrund der deutlich reduzierten Bauzeit einhergehend mit einer optimierten kom pakten Baustel-
lenabwicklung sowie der weitgehenden Einhaltung der skizzierten Planungsprämissen für den 
ÖPNV empfiehlt die Verwaltung im Einvernehmen mit dem Verkehrsbetrieb der Stadtwerke Mün s-
ter GmbH , die Baudurchführung der Planungsvariante 2c unter Vol lsperrung vorzune hmen. Auf 
diese Weise können die mit einer solchen Baumaßnahme immer verbundenen Beeinträchtigungen 
für alle Betroffenen – Anlieger, Besucher, Bürger, Verkehrsteilnehmer - zeitlich minimiert und so 
gering, wie möglich, gehalten werden.  
 
 
In Vertretung 
 
 
 
Schultheiß  
Stadtdirektor  
 
Anlagen 
 
Anlage 1 Variante 2a: Pflasterung der Fahrbahn im unmittelbaren Bereich des Landesmuseums  
Anlage 2 Variante 2b: Pflasterung der Fahrbahn einschließlich Einmündung Pferdegasse und Lütke Gasse  
Anlage 3 Variante 2c: Pflasterung der Fahrbahn einschließlich Einmündung Pferdegasse und Lütke Gasse  
                                   als Reduktionsvariante 
Anlage 4 ÖPNV-Umleitungskonzept 
Anlage 5:Umleitungsführungen für die Buslinien in der Altstadt während der Baumaßnahmen

Vorlage_V_0686_2012_Anlage_3_Variante_2c

316 Zeichen

Anlage 3 zur Vorlage V/0686/2012

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Anlage 1 zur Vorlage V/0686/2012

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Vorlage_V_0686_2012_Anlage_4

503 Zeichen

Aegidmarkt A/B
Krummer Timpen
Aegidiimarkt C
Domplatz
Ludgeriplatz
Klemensstraße
Engelenschanze
Raphaelsklinik
Hauptbahnhof
Eisenbahnstraße
Altstadt/Bült
Tibusstraße
Landgericht
Schlossplatz
Prinzipalmarkt
Münzstraße
Spiekerhof
Kuhviertel
Überwasserstraße
Schützenstraße
Paulinum
Picasso-Museum
Königsstraße
2/10
11/22
11/22
12/13
1
2
1
14
10
14
12/13
Linien 12 und 13
Shuttle-Kleinbus
Linien 11 und 22
Linien 2 und 10
Linie 14
Linie 1
Umleitungen
ÖPNV-Umleitungskonzept
Anlage 4 zur Vorlage V/0686/2012

Anlage 5 zur Vorlage V_0686_2012

2497 Zeichen

Anlage 5 zur Vorlage V/0686/2012 
 
 
Umleitungsführungen für die Buslinien in der Altstadt während der Baumaßnahmen 
im Bereich Johannisstraße/Pferdegasse  
 
 
A. Umleitungen Stadtbuslinien 1 und 14 
 
Die Linien 1 und 14 bieten im Status Quo einen 10’-Takt ab dem Hauptbahnhof über Alt- 
stadt/Bült bis zum Aegidiimarkt. Dieser 10’-Takt der Linien 1 und 14 wurde abweichend 
von den zuvor genannten Planungsgrundsätzen zu Gunsten einer direkteren Führung der 
Linienwege aufgegeben.  
 
Linie 1: 
 
Richtung: 
Hiltrup  Ludgeriplatz – Hauptbahnhof – Eisenbahnstraße – Altstadt/Bült – Tibusstraße – 
Münzstraße – Neutor  Roxel 
 
Gegenrichtung: 
Roxel  Neutor – Münzstraße – Tibusstraße – Altstadt/Bült – Eisenbahnstraße – Haupt- 
bahnhof – Ludgeriplatz  Hiltrup 
 
 
Linie 14: 
 
Richtung: 
St. Mauritz  Von-Steuben-Straße – Hauptbahnhof – Ludgeriplatz – Antoniuskirche – Ae- 
gidiitor  Zoo 
 
Gegenrichtung: 
Zoo  Aegidiitor – Antoniuskirche – Ludgeriplatz – Hauptbahnhof – Von-Steuben-Straße 
 St. Mauritz 
 
 
B. Umleitung Stadtbuslinien 2 und 10 
 
Richtung: 
Handorf  Eisenbahnstraße – Hauptbahnhof – Ludgeriplatz – Antoniuskirche  Cle- 
menshospital/Mecklenbeck 
 
Gegenrichtung: 
Clemenshospital/Mecklenbeck  Antoniuskirche – Ludgeriplatz – Hauptbahnhof – Eisen-
bahnstraße  Handorf 
 
Die Umleitungsführung folgt damit auch in Ost-West-Richtung der den Fahrgästen bereits 
bekannten Umleitungsführung dieser Linien während der Sperrung Königsstraße.

2 
 
 
C. Umleitung Stadtbuslinien 11 und 22 
 
Richtung: 
Wolbeck/Mondstraße  Servatiiplatz – Hauptbahnhof – Engelenschanze – Raphaelsklinik 
– Klemensstraße – Prinzipalmarkt – Spiekerhof – Kuhviertel – Überwasserstraße – Land- 
gericht  Gievenbeck 
 
Gegenrichtung 
Gievenbeck  Landgericht – Münzstraße – Tibusstraße – Prinzipalmarkt – Picasso Mu- 
seum – Königsstraße – Ludgeriplatz – Hauptbahnhof  Wolbeck/Mondstraße 
 
Hierüber erfolgt die Erschließung der zentralen Innenstadthaltestellen in gegenläufiger 
Führung zum Status Quo in der Rothenburg. 
 
 
D. Umleitung Stadtbuslinien 12 und 13 
 
Richtung: 
Hauptbahnhof – Eisenbahnstraße – Altstadt/Bült – Tibusstraße – Münzstraße – Landge- 
richt  Heekweg/Technologiepark 
 
Gegenrichtung: 
Heekweg/Technologiepark  Landgericht – Schlossplatz – Münzstraße – Tibusstraße - 
Altstadt/Bült – Eisenbahnstraße – Hauptbahnhof 
 
 
E. Umleitung Stadtbuslinie N80 
 
Die N80 für den Abend- und Nachtverkehr folgt der gleichen Umleitungsstrecke wie die 
Linien 11 und 22.

Beratungsverlauf (4)

13.09.2012 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen
TOP 1 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
13.09.2012 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft
TOP 1 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
13.09.2012 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 1.1 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig abgelehnt

Zur Sitzung
19.09.2012 Hauptausschuss
TOP 4 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich abgelehnt

Zur Sitzung

Orte (27)

  • Johannisstraße
  • Ludgeristraße
  • Königsstraße 2
  • Pferdegasse
  • Aegidiistraße
  • Lütke Gasse
  • Eisenbahnstraße
  • Tibusstraße
  • Münzstraße
  • Von-Steuben-Straße
  • Klemensstraße
  • Überwasserstraße
  • Ludgeriplatz
  • Düesbergweg
  • Servatiiplatz
  • Heekweg
  • Schlossplatz
  • Kappenberger Damm
  • Engelenschanze
  • Prinzipalmarkt
  • Krummer Timpen
  • Schützenstraße
  • Aegidiimarkt
  • Mondstraße
  • Domplatz
  • Spiekerhof
  • Neutor

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Details

Vorlagen-Nr.
V/0686/2012
Typ
Vorlagen
Datum
04.09.2012
Erstellt
06.10.2020 14:37