1729/2024
Beantwortung einer Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 22.04.2024, betreffend die Wärmeversorgung des Neubaugebiets Deutzer Hafen (AN/0646/2024)
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
4612 Zeichen
Dezernat, Dienststelle VIII/VIII/2 Vorlagen-Nummer 13.06.2024 1729/2024 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 13.06.2024 Beantwortung einer Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 22.04.2024, betreffend die Wärmeversorgung des Neubaugebiets Deutzer Hafen (AN/0646/2024) Text der Anfrage: Nach unserer Kenntnis soll für das Neubaugebiet Deutzer Hafen eine Wärmeversorgung mittels eines Nahwärmenetzes mit 70 °C Vorlauftemperatur vorgesehen werden, dass mit Energie aus dem Fernwärmenetz Innenstadt versorgt werden soll. In Anbetracht der städtischen Klimaziele und der Lage des Deutzer Hafens halten wir auch andere Formen der Wärmeversorgung für möglich und sinnvoll. Vor diesem Hintergrund bitten wir die Verwaltung unter Einbezug von Stellungnahmen der RheinEnergie und modernen stadt um die Beantwortung der folgenden Fragen: 1. Gibt es Untersuchungen über die verschiedenen möglichen Energiekonzepte für den Deutzer Hafen? 2. Wenn ja, wie lauten die Ergebnisse, wobei neben den abgeschätzten Investitionskosten auch die voraussichtlichen Betriebskosten sowie die Effizienz, der Energieverbrauch und die Auswirkungen auf den Klimaschutz nachvollziehbar dargelegt werden sollen? 3. Wie lauten die prüfbar darzulegenden Gründe, warum die lokal vorhandenen erneuerbaren Energiepotentiale nicht genutzt werden und ein Anschluss an die Fernwärme erfolgt? (Hier insbesondere: Wärmeversorgung mittels dezentraler Grundwasser-Wärmepumpen in Verbindung mit einem kalten Nahwärmenetz, Flusswärmepumpe) 2 moderne stadt, RheinEnergie und Verwaltung antworten hierzu: Antwort zu 1. - 3. Die Verwaltung hat den Prüfprozess analog zu allen anderen B-Planverfahren durchgeführt (siehe unten „Prüfung Energiekonzept“). Die Anforderungen der Klimaschutzleitlinien sind berücksichtigt: Vorgabe Klimaschutzleitlinien Vorhaben Deutzer Hafen Mind. 55% erneuerbare Energien bei der Wärmeversorgung Die Klimaschutzleitlinien referenzieren auf die KfW Standards. Die KfW betrachtet Wärmeversorgung, die nicht auf Öl, Gas oder Biomasse basiert, als förderfähig. Laut Mediationsbeschluss ist die Fern- wärme bis spätestens 2035 zu dekarboni- sieren. Die Anforderungen an die Klimaschutzleit- linien sind damit erfüllt. Mind. 1kwp Photovoltaik erfüllt Effizienzhaus 40 Standard Es wurde ein Energiekonzept erstellt, das u.a. eine Energiebedarfsermittlung umfasst und auf den KfW40 Standard für Gebäude abzielt Prüfung des Energiekonzepts Seit 2023 sind mehrfach Gespräche zwischen Verwaltung, RheinEnergie und moderner Stadt erfolgt, um die alternativen Energiekonzepte zu erörtern und im Kontext der multiplen Anforderungen an das Projekt zu bewerten. Gemäß den Anforderungen der Klimaleitlinien wurde ein Energiekonzept erstellt, das u.a. eine Energiebedarfsermittlung umfasst und auf den KfW40 Standard für Gebäude abzielt. Die Anbindung an das Fernwärmenetz soll die Grundlage zur Wärmeversorgung im Gebiet sicherstellen. Im Gebiet ist ein effizientes Niedrigtemperaturnetz geplant, das mit den Temperaturen 70°C/45°C betrieben wird. Ergänzend ist dezentrale Kälte- und Stromerzeugung auf den Baufeldern vorgesehen. Dies umfasst Photovoltaik, Nutzung von Abwärmequellen der Wärmepumpen oder Kältemaschinen für Kühlung. Die Abwärme kann zum Beispiel zur Trinkwassererwärmung genutzt werden. Die dezentral erzeugte Abwärme kann in das Niedrigtemperaturnetz rückgespeist werden. Zudem sei darauf hingewiesen, dass der Vortrieb der Fernwärmeleitung in ein Versorgungskonzept für angrenzende Gebiete eingebunden wird und somit Teil einer strategischen Ausweitung der Fernwärmeversorgung dient. Es gilt, dass durch den Anschluss des Deutzer Hafen an das Fernwärmenetz die Möglichkeit entsteht entlang der neuen Trasse Bestandsgebäude anzuschließen. Die Verwaltung kommt zu dem Ergebnis, dass die Klimaschutzleitlinen eingehalten werden. Fazit Das Energiekonzept basiert auf der klimaneutralen Fernwärme und wird durch örtliche, regenerative Komponenten ergänzt. Hiermit wird langfristig eine sichere und zukunftsfähige Wärmeversorgung sichergestellt. Die Anforderungen der verschiedenen Interessengruppen und Nutzer werden berücksichtigt. Die energetischen Konzepte der Projektentwickler/ Bauherren für die einzelnen 3 Baufelder werden im Zuge der Konzeptvergaben auf ihren Beitrag zur Klimaneutralität bewertet und umgesetzt. Somit können technische Innovationen realisiert werden, die heute noch nicht existieren. Gez. Wolfgramm
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1729/2024
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 13.06.2024
- Erstellt
- 28.05.2024 16:35