Mandari Insight

3777/2018

Beschluss des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes "Starke Veedel" - Starkes Köln" für den Sozialraum "Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil"

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 07.02.2019

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 04.04.2019, TOP 10.6

Anlage 2 Kostenübersicht

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Ansehen

Anlage 3, Auszug BV 7 vom 22.01.2019

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Ansehen

Beschlussvorlage Rat

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Ansehen

Anlage 0 ISEK Porz-Ost Finkenberg Gremberghoven und Eil

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Ansehen

Anlage 6, Auszug Jugendhilfeausschuss vom 05.02.2019

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Ansehen

Anlage 1 ISEK Porz Fink Eil

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Ansehen

Anlage 4 Vorab-Auszug Ausschuss Soziales und Senioren 24.01.2019

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Ansehen

Anlage 5, Auszug Beschlussprotokoll AUG TOP 4.1.2 Starke Veedel Porz

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Ansehen

Anlage 7, Auszug Gesundheitsausschuss vom 05.02.2019

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Ansehen

Anlage 2 Kostenübersicht

2176 Zeichen

Anlage 2 
Kostenübersicht  
 
Nr. 
 
Maßnahme 
 
Gebietsbezug 
 
Finanzierung 
aus 
  
Kurzfristig    
Mittelfristig    
Folgejahre 
Kostenschätzung 
Gesamtsumme 
Maßnahme 
2017  2018  2019  2020  2021  2022  2023   Nach 2023   
Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung  
0.0.0 
Externe Beratung und 
Unterstützung bei der 
Erstellung des 
Leitkonzeptes 
Alle Sozialräume Städtebauförderung 24.829 €        24.829 € 
0.0.1 
Büro für 
Quartiersmanagement und 
Aktivierung im Sozialraum 
„Porz-Ost, Finkenberg, 
Gremberghoven und Eil“ 
Alle Sozialräume Städtebauförderung    130.384 € 115.383 €    245.767 € 
Früh ansetzende Hilfen  
1.0.16 
Zugehende Hilfe mit 
Lotsenfunktion zur 
Überleitung ins Regelsystem 
und Entwicklung einer 
beruflichen Perspektive für 
junge Menschen mit 
psychischen Problemen bis 
27 Jahren 
Alle Sozialräume ESF 5.783 € 7.664 € 1.911 €      15.358 € 
1.0.17 Stadtteileltern Alle Sozialräume ESF  33.734 € 26.915 € 17.315 €     77.964 € 
Öffentlicher Raum  
2.0.4 
Sport- Spiel- und 
Bewegungsräume im 
Veedel, hier: zusätzliche 
Fläche für Trendsport in der 
Grünfläche 
Stresemannstraße 
Gebietsspezifische 
Maßnahme Städtebauförderung     72.000 € 120.000 € 48.000 €  240.000 € 
2.11.4 Multifunktionale Freiräume Gebietsspezifische 
Maßnahme 
Städtebauförderung 
und EFRE    180.916 € 1.096.115 € 275.547 €   1.552.578 €  
2.11.5 
Generalsanierung 
Sportanlage 
Humboldtstraße 
Gebietsspezifische 
Maßnahme Städtebauförderung    2.083.293 € 100.000 €    2.183.293 € 
Umweltgerechtigkeit – Klimaschutz, Luftreinhaltung, Lärmminderung  
4.0.4 
Aufbau eines Hitzewarn- 
und Informationssystems. 
Informationsmaterial für die 
Bevölkerung zum Thema 
Hitzeentwicklung im Zuge 
des Klimawandels 
Alle Sozialräume BMUB-Programm, 
Klima, BMBF   9.091 € 9.091 € 
 
9.091 € 
 
    27.273 € 
Wohnen  
5.0.2  Zuhause im Veedel – 
Aktivierung und Beteiligung  Alle Sozialräume Städtebauförderung    26.314 € 55.877 € 55.877 € 52.627 €  190.695 € 
5.0.3 Haus-, Hof- und 
Fassadenprogramm Alle Sozialräume Städtebauförderung    124.413 € 124.413 € 124.413 €   373.239 € 
 Gesamtkosten 30.612 € 41.398 € 37.917 € 2.571.726 € 1.572.879€ 575.837€ 100.627€  4.930.996 €

Anlage 3, Auszug BV 7 vom 22.01.2019

13707 Zeichen

Geschäftsführung  
Bezirksvertretung 7 (Porz) 
Frau Radke 
Telefon:  (0221) 221-97327  
Fax       :  (0221) 221-97320 
E-Mail:  monika.radke@stadt-koeln.de 
Datum: 24.01.2019 
Auszug 
aus dem Beschlussprotokoll der Sitzung der Bezirksvertretung 
Porz vom 22.01.2019  
öffentlich 
7.4 Beschluss des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes "Starke Vee-
del" - Starkes Köln" für den Sozialraum "Porz-Ost, Finkenberg, Grem-
berghoven und Eil" - Sammelumdruck - 
3777/2018 
7.4.1 Änderungsantrag der SPD-Fraktion zu TOP 7.4: Integriertes Stadtent-
wicklungskonzept  
AN/0099/2019 
7.4.2 Änderungsantrag der Fraktionen CDU und Grüne, sowie von Frau Bas-
tian (FDP) zu TOP 7.4 - ISEK Porz Ost 
AN/0104/2019 
 
Beschluss geändert durch den Änderungsantrag der SPD-Fraktion zu Anlage 2 
(s. Ziff. 4) und den Änderungsantrag der Fraktionen CDU und Grüne sowie von 
Frau Bastian (FDP) zu Anlage 1 (s. Ziffer 5): 
 
1. Der Rat beschließt das auf der Grundlage des Leitkonzeptes „Starke Veedel – 
Starkes Köln“ (Ratsbeschluss 20.12.2016 , Vorlage-NR. 2899/2016) erstellte Inte-
grierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) für den Sozialraum „Porz -Ost, Finke n-
berg, Gremberghoven und Eil“ (siehe Anlage 1). Er beauftragt die Verwaltung mit 
der Umsetzung der Maßnahmen aus dem Programm „Starke Veedel – Starkes 
Köln“ und der Anpassung der Maßnahmenkonzeptionen, soweit im weiteren A b-
stimmungsprozess mit den Fördermittelgebern aufgrund laufender Änderungen 
der Förderbedingungen Anpassungen erforderlich werden. 
2. Der Rat beschließt die Erbringung der Leistung en durch Dritte für die im Integrier-
ten Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Porz -Ost, Finkenberg, Gre m-

berghoven und Eil“ aufgeführten Einzelmaßnahmen, die in der Kosten - und Fi-
nanzierungsübersicht hinterlegt sind. Die Umsetzung der Maßnahmen steht  unter 
dem Vorbehalt der Bewilligungen aus den avisierten Förderzugängen sowie einer 
erzielten Förderquote von mindestens 50 % der Gesamtkosten der jeweiligen 
Maßnahmen. Die erforderlichen Veranschlagungen des ergebniswirksamen Au f-
wandes und der investiven  Zahlungsermächtigungen bis 2022 in Höhe von ca. 
4,8 Mio. € sind im Hpl. 2019 inkl. der mittelfristigen Finanzplanung bis 2022 b e-
reits berücksichtigt. Der entstehende Aufwand im Haushaltsjahr 2023 in Höhe von 
ca. 100.000 € wird in den zukünftigen Haushaltsplanaufstellungen berücksichtigt.  
3. Der Rat beauftragt die Verwaltung,  
A) mit der Umsetzung der Maßnahmen des Integrierten Stadtentwicklungskon-
zeptes für den Sozialraum „ Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil “ 
auf Basis des Leitkonzeptes „Starke Veedel – Starkes Köln“.  
B) die erforderlichen Entscheidungen zu konsumtiven Maßnahmen des Integrie r-
ten Stadtentwicklungskonzeptes, die im Sozialraum „ Porz-Ost, Finkenberg, 
Gremberghoven und Eil “ wirksam werden, der Bezirksvertretung Porz vorz u-
legen und die zuständig en Fachausschüsse im Wege der Mitteilung zu info r-
mieren.  
C) mit der Umsetzung der investiven Maßnahmen im Sozialraum „ Porz-Ost, Fin-
kenberg, Gremberghoven und Eil“. Der Rat verzichtet auf die nochmalige Vo r-
lage, falls die zuständigen Fachausschüsse und die Be zirksvertretung Porz 
ohne Einschränkung zustimmen.  
4. Die Bezirksvertretung Porz bittet den Rat, bei der Umsetzung des Konzepts 
die folgenden Punkte zu beschließen:  
  
Anlage 2 ISEK Porz Fink Eil Laufende Nr. 2.11.5 Handlungsfeld Öffentlicher 
Raum  
Maßnahme „Generalsanierung Sportanlage Humboldtstraße“ 
Ob die bestehende Kampfbahn Typ B mit Tennengroßspielfeld im Zuge der 
Baumaßnahme in Naturrasen oder Kunstrasen neu hergestellt w ird, ist kurz-
fristig mit den Vereinen und den Schulen zu klären, nach Möglichkeit  bis zur 
letzten Ratssitzung.Die Bezirksvertretung Porz ist in der nächsten Sitzung 
darüber zu informieren. 
5. Anlage 1 w ird w ie folgt ergänzt: 
1. Freiraumplanerische Gestaltung des Bahnhofsplatzes, Frankenplatzes und 
des Platzes an der Hohenstaufenstraße in Gremberghoven sow ie  
2. Verbesserung und Gestaltung des Straßenraums Bahnhof-
platz/Frankenplatz/Hohenstaufenstraße und Verringerung des Emissionsverha l-
tens durch Optimierung der gründerzeitlichen Straßenzüge unter ästhetischen 
und Immissionsrelevanten Faktoren.  
Beschluß-Entw urf: 
Laufende Nummer x.x.x  Handlungsfeld: Stärkung des öffent-
lichen Raums  
Maßnahme  „Neue Plätze für die Eisenbahner-
siedlung Gremberghoven“  
Freiraumplanerische Gestaltung ei-
ner multifunktionalen Stadt-platz-

und Freiraumsequenz  
Inhalt  Ausgangslage  
Die „Eisenbahnersiedlung“ in Köln-
Porz-Gremberghoven w urde in meh-
reren Bauabschnitten für Beamte und 
Angestellte der Reichsbahn in den Jah-
ren 1919 bis 1929 erbaut. Wichtige 
Elemente der Siedlung sind die bogen-
förmigen Gebäudespangen sow ie die 
großzügigen Grünanlagen und Haus-
gärten, die die Verbindung zum städte-
baulichen Leitbild der Gartenstadt er-
kennen lassen. Neben den Grünanla-
gen sind es viele Platzsituationen und 
Fußw egeverbindungen, die den Cha-
rakter der symmetrisch aufgebauten 
Siedlung mit ihren beiden Ausläufern 
Hohenstaufenstraße und Frankenplatz 
definieren. Die Siedlung w ird dem spät-
historischen Heimatstil zugeordnet und 
steht unter Denkmal-schutz. Bestandteil 
der städtebaulichen Konzeption ist eine 
charakteristische dreiteilige  Platzse-
quenz am Bahnhofsplatz, am Franken-
platz und an der Hohenstaufenstraße  
Projektbeschreibung  
Die drei öffentliche Plätze Bahnhofs-
platz, Frankenplatz und der Platz an der 
Hohestaufenstraße spiegeln den Leige-
danken der Gartenstadt verbunden mit 
der städtebaulichen Figur w ider. 
Der Bahnhofsplatz befindet sich am 
mittleren Ortseingang der „Eisenbah-
nersiedlung“ und w ird durch eine Stra-
ße im südlichen Bereich flankiert. 
Hauptnutzung stellt eine stellplatzorien-
tierte Ausrichtung dar. Der Frankenplatz 
liegt innerhalb einer hofartigen Bebau-
ungsstruktur und w ird durch eine Stra-
ße im südlichen Bereich begrenzt. Der 
kleine Platz an der Hohenstaufenstraße 
liegt innerhalb einer hofartigen Bebau-
ungsstruktur und w ird durch eine Stra-
ße im östlichen Bereich gefasst. Diese 
beiden Grünflächen sind ungestaltet 
und w eisen ebenfalls eine abgängige 
Bausubstanz auf. Ziel der Maßnahme 
ist es, das ungenutzte Potential als 
zentrale Stadtplätze im historischen 
Kontext zu heben und unter zeitgemä-
ßen und bürgerorientierten Anforderun-
gen nutzbar zu machen. Aufgrund einer

im Rahmen eines Bauleitplanverfahrens 
durchgeführten Bürgerbeteiligung am 
19.10.2017 in der Turnhalle der Ge-
meinschaftsgrundschule "Friedrich List", 
konnten erste Bürgerw ünsche betref-
fend des Planungsraums „Eisenbah-
nersiedlung“ geäußert w erden. Dem-
nach besteht das Bedürfnis, die Aufent-
haltsqualität und das Angebot an Be-
gegnungsstätten sow ie Spiel- und 
Grünflächen im öffentlichen Raum zu 
stärken und zu qualifizieren. Die 
Grundsatzaussagen aus der Bürgerbe-
teiligung zum Bauleitplanverfahren sol-
len im Rahmen eines Bürger-
w orkshops mit den Anw ohnern und In-
teressierten vertieft w erden.  
Ausgehend von drei Gestaltungsvarian-
ten pro Platz ist beabsichtigt, repräsen-
tative Stadtplätze mit unterschiedlichen 
Nutzungsarten zu etablieren. Hierbei 
sind folgende Funktionen zu berück-
sichtigen:  
- Mehrfachnutzung und Multifunktionali-
tät hinsichtlich der Park-
raummöglichkeiten, als Stadtplatz und 
Veranstaltungsort,  
- Gärtnerische Gestaltung und Installa-
tion von Aufenthaltsmöglichkeiten,  
- Berücksichtigung von klimaw andelfol-
genrelevanten Aspekten (Starkregen-
vorsorge, Überhitzung etc.)  
- Barrierefreiheit,  
- Erschließungsfunktion zu den Woh-
nungen,  
- Schaffung von Spielmöglichkeiten.  
Aktivierung und Beteiligung im Quar-
tier  
Grundlage für Erarbeitung der Leis-
tungsphase 3 (Entw urfsplanung) ist ein 
Bürgerw orkshop, der anhand von drei 
Handskizzen je Platz einen moderierten 
Zielfindungsprozess ermöglicht.  
Zielgruppe  Kleinkinder, Jugend, Senioren, Anw oh-
ner, Besucher  
Ziele  Querschnittsziel  
 
Operative Ziele  
Wohnadressen  
am Wohnort

f-
fentlichen Raums  
Projektziele  
mation 
einer 100 Jahre alten Siedlungskultur in 
die Neuzeit, die Wohn- und Aufent-
haltsquali- tät in der Eisenbahnersie d-
lung zu sichern und zu entw ickeln.  
 
Indikatoren  - Steigerung der Aufenthaltsdauer im 
öffentliche Raum  
- Verbesserung der sozialen Kontrolle 
durch eine gesteigertes Pflichtbew usst-
sein der Anw ohner  
- Stärkung des Ortsbildes  
- Ordnung der Gew ichtung der Stell-
platzfunktion  
- Mehrfachnutzung und Multifunktionali-
tät von Flächen  
 
Kosten  Bahnhofsplatz (790 m²):  
Baukosten: 300.000 EUR  
Planungshonorar: 40.000 EUR  
340.000 EUR  
Frankenplatz (500m²):  
Baukosten: 180.000 EUR  
Planungshonorar: 22.000 EUR  
202.000 EUR  
Platz an der Hohenstaufenstraße (370 
m²)  
Baukosten: 140.000 EUR  
Planungshonorar: 16.000 EUR  
156.000 EUR  
Bürgerw orkshop (inkl. besondere Lei s-
tungen): 50.000 EUR  
Gesamt: 748.000 EUR  
Projektlaufzeit / Zeitraum  2021-2024  
Projektverantw ortlicher  61,66,48,67, 512, StEB,  
Förderung  80%  
Laufende Nummer x.x.x  Handlungsfeld: Verbesserung und 
Gestaltung des Straßenraums und 
Verringerung des Emissionsverhal-
tens  
Maßnahme  „Neugestaltung des Straßenraums 
Bahnhof-
platz/Frankenplatz/Hohenstaufenstra
ße““  
Optimierung der gründerzeitlichen 
Straßenzüge unter ästhetischen und 
Immissionsrelevanten Faktoren.

Inhalt  Ausgangslage  
Die „Eisenbahnersiedlung“ w urde in 
mehreren Bauabschnitten für Be-amte 
und Angestellte der Reichsbahn in den 
Jahren 1919 bis 1929 er-baut. Die Sie d-
lung w ird dem späthistorischen Heimat-
stil zugeordnet und steht unter Denk-
malschutz. Wichtige Elemente der Sied-
lung sind die bogenförmigen Gebäude-
spangen sow ie die großzügigen Grün-
anlagen und Hausgärten, die die Ver-
bindung zum städtebaulichen Leitbild 
der Gartenstadt erkennen lassen. Ne-
ben den Grünanlagen sind es viele 
Platzsituationen und Fußw egeverbin-
dungen, die den Charakter der symme t-
risch aufgebauten Siedlung mit ihren 
beiden Ausläufern Hohenstaufenstraße 
und Frankenplatz definieren. Diese bil-
den zusammen mit dem Straßenzug 
Bahnhofsplatz das interne öffentliche 
Erschließungsrückrad für den südlichen 
Siedlungsbereich, w elches gleichzeitig 
als ÖPNV-Trasse für das Busnetz fun-
giert. Der Straßenquerschnitt geht aus 
den damaligen mobilitätsrelevanten 
Erfordernissen hervor. Die Häuser ste-
hen unmittelbar an der Straßenraum-
begrenzungslinie. Aufgrund der Bau-
w eise und der Nähe zur Straße sind die 
Anw ohner durch den Auto- und Busver-
kehr Emissionen ausgesetzt (Lärm, Er-
schütterung etc.). Hinzu kommt, dass 
es w ährend der Errichtungsphase der 
Wohnsiedlung naturgemäß kein Erfor-
dernis gab, einen 
Stellplatznachw eis auf dem Baugrund-
stück zu führen. Im Ergebnis ist der 
vorhandene Straßenraum für die erfor-
derlichen Anforderungen (Fahrbahn, 
ÖPNV-Trasse, Parken, Gehw eg, Fahr-
rad etc.) zu gering 
dimensioniert und in seiner baulichen 
Substanz stark abgängig. 
Projektbeschreibung 
Der ca. 7.100 m² umfassende Raum 
entlang der Straßenzüge Bahnhofs-
platz, Frankenplatz und Hohenstaufen-
straße übernimmt gestalterisch und 
funktional eine elementare Rolle. Die 
Fläche ist ungestaltet und w eist eine 
abgängige Bausubstanz auf. Ziel der

Maßnahme ist es, das ungenutzte Po-
tential als Mobilitätsachse im histori-
schen Kontext zu 
heben und unter zeitgemäßen und bür-
gerorientierten Anforderungen nutzbar 
zu machen. Aufgrund einer im Rahmen 
eines Bauleitplanverfahrens durchge-
führten Bürgerbeteiligung am 
19.10.2017 in der Turnhalle der Ge-
meinschaftsgrundschule "Friedrich List", 
konnten erste Bürgerw ünsche betref-
fend des Planungsraums „Eisenbah-
nersiedlung“ geäußert w erden. Dem-
nach besteht das Bedürfnis, den Stra-
ßenraum zu ordnen, die Aufenthalts-
qualität zu stärken und die w ohnbeein-
trächtigen 
Eigenschaften der Straße zu mindern. 
Die Grundsatzaussagen aus der Bür-
gerbeteiligung zum Bauleitplanverfah-
ren sollen im Rahmen eines Bürger-
w orkshops mit den Anw ohnern und In-
teressierten vertieft w erden. Ausgehend 
von drei Gestaltungsvarianten ist beab-
sichtigt, eine 
neue Straßenraumsequenz zu etablie-
ren. Hierbei sind folgende Funktionen 
zu berücksichtigen: 
- Erschließungsfunktion zu den Woh-
nungen, 
- Schutz und Berücksichtigung der 
denkmalw erten Bäume, 
- Verminderung von Lärm und Erschüt-
terungen, 
- Berücksichtigung von klimaw andelfol-
genrelevanten Aspekten 
(Starkregenvorsorge, Überhitzung etc.) 
- Zonierung und Hierarchisierung des 
Straßenraums bzgl. der relevanten Ver-
kehrsteilnehmer, 
- Barrierefreiheit. 
Aktivierung und Beteiligung im Quartier 
Grundlage für Erarbeitung der Leis-
tungsphase 3 (Entw urfsplanung) ist ein 
Bürgerw orkshop, der anhand von drei 
Handskizzen einen moderierten 
Zielfindungsprozess ermöglicht. 
Zielgruppe  Verkehrsteilnehmer, Anw ohner, Besu-
cher, alle Altersgruppen

Ziele  Querschnittsziel  
 
Operative Ziele  
Wohnadressen  
am Wohnort  
Projektziele  
einer 100 Jahre alten Siedlungskultur in 
die Neuzeit, die Wohn- und Aufent-
haltsquali-tät in der Eisenbahnersied-
lung zu sichern und zu entw ickeln so-
w ie die Wohnqualität zu steigern.  
 
Indikatoren  - Verringerung des Emissionsverha l-
tens  
- Erhöhte Verkehrssicherheit  
- Bessere Orientierung  
- Verbesserung der sozialen Kontrolle 
durch eine gesteigertes Pflichtbe-
w usstsein der Anw ohner  
- Stärkung des Ortsbildes  
 
Kosten  Baukosten: 1.800.000 EUR  
Planungshonorar: 190.000 EUR  
Bürgerw orkshop (inkl. bes. Leistun-
gen): 10.000 EUR  
GESAMT: 1.900.000 EUR  
Projektlaufzeit / Zeitraum  2021-2024  
Projektverantw ortlicher  61,66,48,62,StEB  
Förderung  80 %  
 
Abstimmungsergebnis: 
 
In geänderter Form einstimmig empfohlen.

Beschlussvorlage Rat

12663 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
VI/15/152 
152/1 
Vorlagen-Nummer 
 3777/2018 
Freigabedatum 
13.12.2018  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Beschluss des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes "Starke Veedel" - Starkes Köln" für 
den Sozialraum "Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil" 
Beschlussorgan 
Rat 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
1. Der Rat beschließt das auf der Grundlage des Leitkonzeptes „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
(Ratsbeschluss 20.12.2016, Vorlage -NR. 2899/2016) erstellte Integrierte Sta dtentwicklungskon-
zept (ISEK) für den Sozialraum „Porz -Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ (siehe Anlage 1). 
Er beauftragt die Verwaltung mit der Umsetzung der Maßnahmen aus dem Programm „Starke 
Veedel – Starkes Köln“ und der Anpassung der Maßnahmenkonz eptionen, soweit im weiteren 
Abstimmungsprozess mit den Fördermittelgebern aufgrund laufender Änderungen der Förderb e-
dingungen Anpassungen erforderlich werden. 
 
Stadtentwicklungsausschuss 13.12.2018 
Ausschuss für Umwelt und Grün 17.12.2018 
Integrationsrat 21.01.2019 
Bezirksvertretung 7 (Porz) 22.01.2019 
Wirtschaftsausschuss 24.01.2019 
Ausschuss Soziales und Senioren 24.01.2019 
Ausschuss Schule und Weiterbildung 28.01.2019 
Verkehrsausschuss 29.01.2019 
Sportausschuss 31.01.2019 
Jugendhilfeausschuss 05.02.2019 
Gesundheitsausschuss 05.02.2019 
Stadtentwicklungsausschuss 07.02.2019 
Finanzausschuss 11.02.2019 
Rat 14.02.2019

2 
2. Der Rat beschließt die Erbringung der Leistungen durch Dritte für die im Integrierten Stadtentw ick-
lungskonzept für den Sozialraum „Porz -Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ aufgeführten 
Einzelmaßnahmen, die in der Kosten - und Finanzierungsübersicht hinterlegt sind. Die Umsetzung 
der Maßnahmen steht unter dem Vorbehalt der Bewilligungen aus den av isierten Förderzugängen 
sowie einer erzielten Förderquote von mindestens 50 % der Gesamtkosten der jeweiligen Ma ß-
nahmen. Die erforderlichen Veranschlagungen des ergebniswirksamen Aufwandes und der inve s-
tiven Zahlungsermächtigungen bis 2022 in Höhe von ca. 4,8 Mio. € sind im Hpl. 2019 inkl. der mit-
telfristigen Finanzplanung bis 2022 bereits berücksichtigt. Der entstehende Aufwand im Hau s-
haltsjahr 2023 in Höhe von ca. 100.000 € wird in den zukünftigen Haushaltsplanaufstellungen b e-
rücksichtigt.  
3. Der Rat beauftragt die Verwaltung,  
A) mit der Umsetzung der Maßnahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes für den So-
zialraum „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil “ auf Basis des Leitkonzeptes „Starke 
Veedel – Starkes Köln“.  
B) die erforderlichen Entscheidungen zu konsumtiven Maßnahmen des Integrierten Stadtentwick-
lungskonzeptes, die im Sozialraum „ Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil “ wirksam 
werden, der Bezirksvertretung Porz vorzulegen und die zuständigen Fachausschüsse im W e-
ge der Mitteilung zu informieren.  
C) mit der Umsetzung der investiven Maßnahmen im Sozialraum „ Porz-Ost, Finkenberg, Gre m-
berghoven und Eil “. Der Rat verzichtet auf die nochmalige Vorlage, falls die zuständigen 
Fachausschüsse und die Bezirksvertretung Porz ohne Einschränkung zustimmen.  
 
Beschlussalternative: 
Der Rat erkennt das Integrierte Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Porz -Oste, Finke n-
berg, Gremberghoven und Eil“ sowie die Umsetzung der Maßnahmen nicht an.

3 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 Ja, investiv Investitionsauszahlungen         € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja 50 % b. max. 
 85 % 
 Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme  4,9 Mio € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja 50 % b. max. 
 90 % 
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
c) bilanzielle Abschreibungen         € 
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Erträge          € 
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten         € 
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
Beginn, Dauer        
 
 
Begründung 
1. Ausgangslage 
Die Stadt Köln nutzt die Chancen der aktuellen Förderperiode 2014 -2020 und reagiert damit auf den 
gemeinsamen Projektaufruf der europäischen Strukturfonds EFRE, ESF und ELER in Nordrhein -
Westfalen. Der Schwerpunkt des Projektaufrufs „Starke Quartiere – starke Menschen“ liegt auf der 
präventiven und nachhaltigen Entwicklung von Stadtquartieren und Ortsteilen und auf der Bekäm p-
fung von Armut und Ausgrenzung. Ziel ist es, die Lebenssituation der Menschen zu verbessern und 
Armut und soziale Ausgrenzung zu vermeiden.  
 
Mit der Vorlage-Nr. 2899/2016 hat der Rat das ISEK „Starke Veedel – Starkes Köln“ als zukunftswei-
sendes Leitkonzept zur Sozialraumorientierten Stadtentwicklung  beschlossen und die Verwaltung 
unter Nutzung möglicher Förderzugänge mit der Umsetzung der dargestellten Maßnahmen beau f-
tragt. Das Leitkonzept wurde von der Interministeriellen Arbeitsgruppe (IntermAG) am 04.11.2016 
anerkannt. Auf Basis der Anerkennung und des Ratsbeschlusses vom 20.12.2016 (Vorlage -Nr. 
2899/2016) können Fördermittel des ESF und EFRE beantragt werden.   
Parallel dazu möchte die Verwaltung weitere Fördermittel für die Finanzierung der Maßnahmen ei n-
werben. Zentral ist dabei das Programm „Soziale Stadt“. Im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ 
können über Städtebaufördermittel i nvestive Maßnahmen gefördert werden. Aufgrund der Anford e-
rungen der Städtebauförderung ist die Erarbeitung eines separaten sozialraumbezogenen ISEKs, das 
die Gegebenheiten des Raumes nach unterschiedlichen Kriterien betrachtet, Stärken und Schwächen 
herausarbeitet und daraus Handlungsempfehlungen in Form von Maßnahmen ableitet, erforderlich.

4 
Das hier vorgelegte ISEK für den Sozialraum „Porz -Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ ist B e-
standteil des Programmes „Starke Veedel – Starkes Köln“ dass insgesamt elf Sozialräume umfasst. 
Dieses Programm bildet den ersten Baustein eines umfassenden und langfristig angelegten Quartie r-
sentwicklungsprozesses für den Sozialraum. Ziel ist es, verbesserte Lebensbedingungen für die 
Menschen in allen Sozialräumen zu schaffe n und auf den Arbeiten des Programms „Lebenswerte 
Veedel– Sozialraum- und Bürgerorientierung“ aufzubauen, das bereits seit 2006 in elf Sozialräumen 
umgesetzt wird. Seitdem wurden zahlreiche Vorhaben angestoßen und realisiert. Die Sozialraumk o-
ordinatorinnen und Sozialraumkoordinatoren sind für die Menschen in den Veedeln mittlerweile zu 
festen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern geworden. 
 
2. Einordnung des ISEKs für den Sozialraum „Porz -Ost, Finkenberg, Gremberghoven und 
Eil“ in die Programmstruktur 
Der Sozialraum „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ liegt im südöstlichen Stadtgebiet und 
zählt zu den größten sowie einwohnerstärksten Sozialräumen im Programmgebiet. Sowohl die Bevö l-
kerungs- und Sozialstruktur als auch die Siedlungsstruktur stellen sich heterogen dar. Die Wohnsie d-
lungen aus verschiedenen Entstehungszeiten umfassen sowohl Ein - und Zweifamilienhausbebauung 
als auch Geschosswohnungsbau mit einzelnen Hochhausbauten. Stadtteile wie Finkenberg und 
Gremberghoven weisen zum Teil gravierende bauliche und soziale Problemlagen auf, während a n-
grenzende Quartiere durch eine durchschnittliche und überdurchschnittliche sozioökonomische Situ a-
tion der Bewohnerschaft gekennzeichnet werden.  
Das ISEK für den Sozialraum „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ umfasst eine detaillie r-
te Betrachtung des Sozialraumes und geht auf dessen spezifischen Anforderungen ein. Ziel des I-
SEKs ist es, den Sozialraum „ Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil “ zu stärken, die Armut 
zu bekämpfen, den sozialen Zusammenhalt auszubauen, Präventionsansätze zu systematisieren und 
die Lebenssituation der in diesen Quartieren lebenden Menschen nachhaltig zu verbessern. Erwartet 
werden auch positive Effekte auf die gesamtstädtische Entwicklung und den sozialen Zusammenhalt  
in der Gesamtstadt. Dabei beinhaltet das ISEK für den Sozialraum „ Porz-Ost, Finkenberg, Gremberg-
hoven und Eil “ auch das Ziel, strukturelle Verbesserungen bei der Entwicklung und Umsetzung int e-
grierter Quartiersentwicklung als Strategie der Stadtentwicklun g zu erreichen. Dazu gehört die stärke-
re Entwicklung sozialraumorientierten Denkens in der Verwaltung ebenso, wie die abgestimmte Z u-
sammenarbeit zwischen den in den Quartieren aktiven Akteuren einerseits und die Abstimmung ihres 
Handels mit den Dienststell en der Stadt andererseits. Gleichzeitig wird die Bewohnerschaft von allen 
an der Programmumsetzung Beteiligten aktiv eingebunden.  
Darauf aufbauend wurden 10 Maßnahmen von den städtischen Fachämtern, den Bürgerämtern und 
weiteren Akteuren, u.a. der Sozialraumkoordination erarbeitet und sind zur Umsetzung vorgesehen. 
 
3. Finanzen 
Der Rat hat die Anerkennung des Bedarfs für die im ISEK „Starke Veedel – Starkes Köln: mitwirken, 
zusammenhalten, Zukunft gestalten“ aufgeführten Einzelmaßnahmen mit einem Gesamtvol umen von 
rd. 77,3 Mio. € -vorbehaltlich der avisierten Förderzugänge - in seiner Sitzung am 20.12.2016 b e-
schlossen (Session-Nr. 2899/2016). 
Die erforderliche Veranschlagung des ergebniswirksamen Aufwandes und der investiven Zahlungs -
ermächtigungen bis 2022 sind im Hpl. 2019 inkl. mittelfristigen Finanzplanung bis 2022 berücksichtigt. 
Der darüber hinausgehende Bedarf für das Jahr 2023 wird in den zukünftigen Haushaltsplanaufste l-
lungen berücksichtigt.  
Die erforderlichen Haushaltsermächtigungen dienen sowohl der Vorfinanzierung der Maßnahmen als 
auch der Sicherstellung der Finanzierung des städtischen Eigenanteils. Über die Höhe der zu erwa r-
tenden Fördermittel kann derzeit noch keine qualifizierte Aussage getätigt werden. Die Förderquote 
des EFRE liegt bei maximal  50 % der Projektkosten. Der ESF fördert bei einer Förderantragstellung 
über einen freien Träger bis maximal 90 % und bei einer Förderantragstellung über die Kommune bis

5 
zu maximal 80 % der projektbezogenen Personalkosten einschließlich der Arbeitsplatzkos ten auf 
Grundlage von Pauschalen, jedoch keine projektbezogenen Sachkosten. Maßnahmen, die über die 
Städtebauförderung finanziert werden, weisen derzeit eine Förderquote von 70 % 1 auf. Durch die Ko-
finanzierung der Städtebauförderung mit anderen Fördertöpfe n, die -sofern die Voraussetzungen vor-
liegen- beantragt werden soll, kann z.B. für einzelne EFRE -kofinanzierte Maßnahmen eine Förde r-
quote von bis zu 85 % erreicht werden. 
Für den Sozialraum „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil “ sollen aus dem o. g.  Ansatz ins-
gesamt 4,9 Mio. € zur Umsetzung der Einzelmaßnahmen verwandt werden. 
Die Finanzierung der Maßnahmen erfolgt aus Teilergebnisplan, bzw. Teilfinanzplan 0902, Stadten t-
wicklung. Die im Hpl. 2019 inklusive mittelfristiger Finanzplanung bis 2022 für das Projekt „Starke 
Veedel – Starkes Köln“ veranschlagten konsumtiven Aufwandsermächtigungen und investiven Za h-
lungsermächtigungen decken die kalkulierten Gesamtkosten des Teilprojektes ab. Jenseits der im 
Haushalt bereitgestellten Mittel, stehen über die Projektkoordination hinaus keine Personalressourcen 
zur Verfügung. Rechtzeitig vor Planung und Umsetzung ist die Durchführung einer Personalbedarf s-
messung erforderlich. Bis zu einem ausreichenden Zeitraum vor Beginn der Realisierung muss das 
erforderliche Fachpersonal eingestellt werden.  
Eine Aufteilung nach konsumtiven oder investiven Inhalten ist derzeit noch nicht abschließend mö g-
lich. Aufgrund des Planungsfortschrittes kann derzeit davon ausgegangen werden, dass es noch Ve r-
schiebungen von den ergebniswirksamen Aufwendungen zu de n investiven Auszahlungen geben 
wird. 
Die Mittel aus den Förderprogrammen der EU, dem ESF und dem EFRE, sind fristgebunden, Bewill i-
gungen sind nur bis zum Jahr 2020 möglich. Der integrierte Ansatz des Leitkonzeptes bedingt die 
Realisierung einer Vielzahl v ernetzt wirkender Maßnahmen. Mit einer weiteren Verzögerung der U m-
setzung sind die Gewährung von Fördermitteln und damit die Umsetzung des ISEKs im geplanten 
Umfang gefährdet. 
 
Anlagen 
 
Anlage 0: Dringlichkeitsbegründung 
Anlage 1: ISEK für den Sozialraum „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
Anlage 2: Kostenübersicht für den Sozialraum „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 
 
 
                                                 
1 Die Förderquote der Städtebauförderung wird jährlich für die Kommunen durch das Land festgelegt. Maßgeb-
lich ist die Förderquote, die bei der Beantragung der Fördermittel Gültigkeit hat.

Anlage 0 ISEK Porz-Ost Finkenberg Gremberghoven und Eil

908 Zeichen

Anlage 0 
Mit der Vorlage 3777 / 2018 beabsichtigt die Verwaltung den Beschluss des Integrierten 
Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) für den Sozialraum „Porz -Ost, Finkenberg, 
Gremberghoven und Eil“ im Rahmen des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ durch 
den Rat zu erwirken. Das Leitkonzept zum Gesamtprogramm wurde am 20.12.2016 vom Rat 
beschlossen (Vorlage 2899 / 2016).  
Mit dem Ratsbeschluss über das ISEK „ Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ wird 
die Verwaltung in die Lage versetzt, Förderanträge für die Städtebauförderung zu stellen, 
welche einen wichtigen Förderzugang für dieses Programm bildet. 
Aufgrund der komplexen förderrechtlichen Rahmenbedingungen und den damit verbundenen 
verwaltungsinternen Abstimmungserfordernissen wird die Vorlage den politischen Gremien 
zu Beginn der Beratungsfolge verfristet vorgelegt, da die Ratssitzung am 14.02.2019 erreicht 
werden muss.

Anlage 6, Auszug Jugendhilfeausschuss vom 05.02.2019

13958 Zeichen

Geschäftsführung  
Jugendhilfeausschuss 
Frau Voous 
Telefon:  (0221) 221 24954  
Fax       :  (0221) 221 28650 
E-Mail:  jugendhilfeausschuss@stadt-koeln.de 
Datum: 06.02.2019 
Auszug 
aus dem Beschlussprotokoll der Sitzung des 
Jugendhilfeausschusses vom 05.02.2019 
öffentlich 
4.1 Beschluss des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes "Starke Vee-
del" - Starkes Köln" für den Sozialraum "Porz-Ost, Finkenberg, Grem-
berghoven und Eil" 
3777/2018 
Auf Vorschlag von Frau Laufenberg lässt Herr Bürgermeister Dr. Heinen über den 
Beschluss, in der von der Bezirksvertretung Porz geänderten Fassung, abstimmen. 
Geänderter Beschluss (Änderungen kursiv markiert): 
Der Jugendhilfeausschuss – Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie – empfiehlt 
dem Rat, folgenden Beschluss zu fassen: 
 
1. Der Rat beschließt das auf der Grundlage des Leitkonzeptes „Starke Veedel – 
Starkes Köln“ (Ratsbeschluss 20.12.2016, Vorlage -NR. 2899/2016) erstellte Int e-
grierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) für den Sozialraum „Porz -Ost, Finke n-
berg, Gremberghoven und Eil“ (siehe Anlage 1). Er beauftragt die Verwaltung mit 
der Umsetzung der Maßnahmen aus dem Programm „Starke Veedel – Starkes 
Köln“ und der Anpassung der Maßnahmenkonzeptionen, soweit im weiteren A b-
stimmungsprozess mit den F ördermittelgebern aufgrund laufender Änderungen 
der Förderbedingungen Anpassungen erforderlich werden. 
2. Der Rat beschließt die Erbringung der Leistungen durch Dritte für die im Integrie r-
ten Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Porz -Ost, Finkenberg, Grem-
berghoven und Eil“ aufgeführten Einzelmaßnahmen, die in der Kosten - und F i-
nanzierungsübersicht hinterlegt sind. Die Umsetzung der Maßnahmen steht unter 
dem Vorbehalt der Bewilligungen aus den avisierten Förderzugängen sowie einer 
erzielten Förderquote von mindestens 50 Prozent der Gesamtkosten der jeweil i-
gen Maßnahmen. Die erforderlichen Veranschlagungen des ergebniswirksamen 
Aufwandes und der investiven Zahlungsermächtigungen bis 2022 in Höhe von ca. 
4,8 Mio. € sind im Hpl. 2019 inkl. der mittelfristigen Finanzplanung bis 2022 b e-
reits berücksichtigt.

Der entstehende Aufwand im Haushaltsjahr 2023 in Höhe von ca. 100.000 Euro 
wird in den zukünftigen Haushaltsplanaufstellungen berücksichtigt.  
3. Der Rat beauftragt die Verwaltung,  
A) mit der Umsetzung der Maßnahmen des Integrierten Stadtentwicklungskon-
zeptes für den Sozialraum „ Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil “ 
auf Basis des Leitkonzeptes „Starke Veedel – Starkes Köln“.  
B) die erforderlichen Entscheidungen zu konsumtiven Maßnahmen des Integrie r-
ten Stadtentwicklungskonzeptes, die im Sozialraum „ Porz-Ost, Finkenberg, 
Gremberghoven und Eil “ wirksam werden, der Bezirksvertretung Porz vorz u-
legen und die zuständigen Fachausschüsse im Wege der Mitteilung zu info r-
mieren.  
C) mit der Umsetzung der investiven Maßnahmen im Sozialraum „ Porz-Ost, Fin-
kenberg, Gremberghoven und Eil“. Der Rat verzichtet auf die nochmalige Vo r-
lage, falls die zuständigen Fachausschüsse und die Bezirksvertretung Porz 
ohne Einschränkung zustimmen.  
 
4. Die Bezirksvertretung Porz bittet den Rat, bei der Umsetzung des Konzepts 
die folgenden Punkte zu beschließen:  
  
Anlage 2 ISEK Porz Fink Eil Laufende Nr. 2.11.5 Handlungsfeld Öffentlicher 
Raum  
Maßnahme „Generalsanierung Sportanlage Humboldtstraße“ 
Ob die bestehende Kampfbahn Typ B mit Tennengroßspielfeld im Zuge der 
Baumaßnahme in Naturrasen oder Kunstrasen neu hergestellt wird, ist kurz-
fristig mit den Vereinen und den Schulen zu klären, nach Möglichkeit bis zur 
letzten Ratssitzung.Die Bezirksvertretung Porz ist in der nächsten Sitzung 
darüber zu informieren. 
5. Anlage 1 wird wie folgt ergänzt: 
1. Freiraumplanerische Gestaltung des Bahnhofsplatzes, Frankenplatzes und 
des Platzes an der Hohenstaufenstraße in Gremberghoven sowie  
2. Verbesserung und Gestaltung des Straßenraums Bahnhof-
platz/Frankenplatz/Hohenstaufenstraße und Verringerung des Emissionsverhal-
tens durch Optimierung der gründerzeitlichen Straßenzüge unter ästhetischen 
und Immissionsrelevanten Faktoren.  
Beschluß-Entwurf: 
Laufende Nummer x.x.x  Handlungsfeld: Stärkung des öffent-
lichen Raums  
Maßnahme  „Neue Plätze für die Eisenbahner-
siedlung Gremberghoven“  
Freiraumplanerische Gestaltung ei-
ner multifunktionalen Stadt-platz- 
und Freiraumsequenz

Inhalt  Ausgangslage  
Die „Eisenbahnersiedlung“ in Köln-
Porz-Gremberghoven wurde in meh-
reren Bauabschnitten für Beamte und 
Angestellte der Reichsbahn in den Jah-
ren 1919 bis 1929 erbaut. Wichtige 
Elemente der Siedlung sind die bogen-
förmigen Gebäudespangen sowie die 
großzügigen Grünanlagen und Haus-
gärten, die die Verbindung zum städte-
baulichen Leitbild der Gartenstadt er-
kennen lassen. Neben den Grünanla-
gen sind es viele Platzsituationen und 
Fußwegeverbindungen, die den Cha-
rakter der symmetrisch aufgebauten 
Siedlung mit ihren beiden Ausläufern 
Hohenstaufenstraße und Frankenplatz 
definieren. Die Siedlung wird dem spät-
historischen Heimatstil zugeordnet und 
steht unter Denkmal-schutz. Bestandteil 
der städtebaulichen Konzeption ist eine 
charakteristische dreiteilige Platzse-
quenz am Bahnhofsplatz, am Franken-
platz und an der Hohenstaufenstraße  
Projektbeschreibung  
Die drei öffentliche Plätze Bahnhofs-
platz, Frankenplatz und der Platz an der 
Hohestaufenstraße spiegeln den Leige-
danken der Gartenstadt verbunden mit 
der städtebaulichen Figur wider. 
Der Bahnhofsplatz befindet sich am 
mittleren Ortseingang der „Eisenbah-
nersiedlung“ und wird durch eine Stra-
ße im südlichen Bereich flankiert. 
Hauptnutzung stellt eine stellplatzorien-
tierte Ausrichtung dar. Der Frankenplatz 
liegt innerhalb einer hofartigen Bebau-
ungsstruktur und wird durch eine Stra-
ße im südlichen Bereich begrenzt. Der 
kleine Platz an der Hohenstaufenstraße 
liegt innerhalb einer hofartigen Bebau-
ungsstruktur und wird durch eine Stra-
ße im östlichen Bereich gefasst. Diese 
beiden Grünflächen sind ungestaltet 
und weisen ebenfalls eine abgängige 
Bausubstanz auf. Ziel der Maßnahme 
ist es, das ungenutzte Potential als 
zentrale Stadtplätze im historischen 
Kontext zu heben und unter zeitgemä-
ßen und bürgerorientierten Anforderun-
gen nutzbar zu machen. Aufgrund einer 
im Rahmen eines Bauleitplanverfahrens

durchgeführten Bürgerbeteiligung am 
19.10.2017 in der Turnhalle der Ge-
meinschaftsgrundschule "Friedrich List", 
konnten erste Bürgerwünsche betref-
fend des Planungsraums „Eisenbah-
nersiedlung“ geäußert werden. Dem-
nach besteht das Bedürfnis, die Aufent-
haltsqualität und das Angebot an Be-
gegnungsstätten sowie Spiel- und 
Grünflächen im öffentlichen Raum zu 
stärken und zu qualifizieren. Die 
Grundsatzaussagen aus der Bürgerbe-
teiligung zum Bauleitplanverfahren sol-
len im Rahmen eines Bürger-
workshops mit den Anwohnern und In-
teressierten vertieft werden.  
Ausgehend von drei Gestaltungsvarian-
ten pro Platz ist beabsichtigt, repräsen-
tative Stadtplätze mit unterschiedlichen 
Nutzungsarten zu etablieren. Hierbei 
sind folgende Funktionen zu berück-
sichtigen:  
- Mehrfachnutzung und Multifunktionali-
tät hinsichtlich der Park-
raummöglichkeiten, als Stadtplatz und 
Veranstaltungsort,  
- Gärtnerische Gestaltung und Installa-
tion von Aufenthaltsmöglichkeiten,  
- Berücksichtigung von klimawandelfol-
genrelevanten Aspekten (Starkregen-
vorsorge, Überhitzung etc.)  
- Barrierefreiheit,  
- Erschließungsfunktion zu den Woh-
nungen,  
- Schaffung von Spielmöglichkeiten.  
Aktivierung und Beteiligung im Quar-
tier  
Grundlage für Erarbeitung der Leis-
tungsphase 3 (Entwurfsplanung) ist ein 
Bürgerworkshop, der anhand von drei 
Handskizzen je Platz einen moderierten 
Zielfindungsprozess ermöglicht.  
Zielgruppe  Kleinkinder, Jugend, Senioren, Anwoh-
ner, Besucher  
Ziele  Querschnittsziel  
 
Operative Ziele  
Wohnadressen  
am Wohnort  
f-

fentlichen Raums  
Projektziele  
einer 100 Jahre alten Siedlungskultur in 
die Neuzeit, die Wohn- und Aufent-
haltsquali- tät in der Eisenbahnersied-
lung zu sichern und zu entwickeln.  
 
Indikatoren  - Steigerung der Aufenthaltsdauer im 
öffentliche Raum  
- Verbesserung der sozialen Kontrolle 
durch eine gesteigertes Pflichtbewusst-
sein der Anwohner  
- Stärkung des Ortsbildes  
- Ordnung der Gewichtung der Stell-
platzfunktion  
- Mehrfachnutzung und Multifunktionali-
tät von Flächen  
 
Kosten  Bahnhofsplatz (790 m²):  
Baukosten: 300.000 EUR  
Planungshonorar: 40.000 EUR  
340.000 EUR  
Frankenplatz (500m²):  
Baukosten: 180.000 EUR  
Planungshonorar: 22.000 EUR  
202.000 EUR  
Platz an der Hohenstaufenstraße (370 
m²)  
Baukosten: 140.000 EUR  
Planungshonorar: 16.000 EUR  
156.000 EUR  
Bürgerworkshop (inkl. besondere Leis-
tungen): 50.000 EUR  
Gesamt: 748.000 EUR  
Projektlaufzeit / Zeitraum  2021-2024  
Projektverantwortlicher  61,66,48,67, 512, StEB,  
Förderung  80%  
Laufende Nummer x.x.x  Handlungsfeld: Verbesserung und 
Gestaltung des Straßenraums und 
Verringerung des Emissionsverhal-
tens  
Maßnahme  „Neugestaltung des Straßenraums 
Bahnhof-
platz/Frankenplatz/Hohenstaufenstra
ße““  
Optimierung der gründerzeitlichen 
Straßenzüge unter ästhetischen und 
Immissionsrelevanten Faktoren.

Inhalt  Ausgangslage  
Die „Eisenbahnersiedlung“ wurde in 
mehreren Bauabschnitten für Be-amte 
und Angestellte der Reichsbahn in den 
Jahren 1919 bis 1929 er-baut. Die Sied-
lung wird dem späthistorischen Heimat-
stil zugeordnet und steht unter Denk-
malschutz. Wichtige Elemente der Sied-
lung sind die bogenförmigen Gebäude-
spangen sowie die großzügigen Grün-
anlagen und Hausgärten, die die Ver-
bindung zum städtebaulichen Leitbild 
der Gartenstadt erkennen lassen. Ne-
ben den Grünanlagen sind es viele 
Platzsituationen und Fußwegeverbin-
dungen, die den Charakter der symmet-
risch aufgebauten Siedlung mit ihren 
beiden Ausläufern Hohenstaufenstraße 
und Frankenplatz definieren. Diese bil-
den zusammen mit dem Straßenzug 
Bahnhofsplatz das interne öffentliche 
Erschließungsrückrad für den südlichen 
Siedlungsbereich, welches gleichzeitig 
als ÖPNV-Trasse für das Busnetz fun-
giert. Der Straßenquerschnitt geht aus 
den damaligen mobilitätsrelevanten 
Erfordernissen hervor. Die Häuser ste-
hen unmittelbar an der Straßenraum-
begrenzungslinie. Aufgrund der Bau-
weise und der Nähe zur Straße sind die 
Anwohner durch den Auto- und Busver-
kehr Emissionen ausgesetzt (Lärm, Er-
schütterung etc.). Hinzu kommt, dass 
es während der Errichtungsphase der 
Wohnsiedlung naturgemäß kein Erfor-
dernis gab, einen 
Stellplatznachweis auf dem Baugrund-
stück zu führen. Im Ergebnis ist der 
vorhandene Straßenraum für die erfor-
derlichen Anforderungen (Fahrbahn, 
ÖPNV-Trasse, Parken, Gehweg, Fahr-
rad etc.) zu gering 
dimensioniert und in seiner baulichen 
Substanz stark abgängig. 
Projektbeschreibung 
Der ca. 7.100 m² umfassende Raum 
entlang der Straßenzüge Bahnhofs-
platz, Frankenplatz und Hohenstaufen-
straße übernimmt gestalterisch und 
funktional eine elementare Rolle. Die 
Fläche ist ungestaltet und weist eine 
abgängige Bausubstanz auf. Ziel der

Maßnahme ist es, das ungenutzte Po-
tential als Mobilitätsachse im histori-
schen Kontext zu 
heben und unter zeitgemäßen und bür-
gerorientierten Anforderungen nutzbar 
zu machen. Aufgrund einer im Rahmen 
eines Bauleitplanverfahrens durchge-
führten Bürgerbeteiligung am 
19.10.2017 in der Turnhalle der Ge-
meinschaftsgrundschule "Friedrich List", 
konnten erste Bürgerwünsche betref-
fend des Planungsraums „Eisenbah-
nersiedlung“ geäußert werden. Dem-
nach besteht das Bedürfnis, den Stra-
ßenraum zu ordnen, die Aufenthalts-
qualität zu stärken und die wohnbeein-
trächtigen 
Eigenschaften der Straße zu mindern. 
Die Grundsatzaussagen aus der Bür-
gerbeteiligung zum Bauleitplanverfah-
ren sollen im Rahmen eines Bürger-
workshops mit den Anwohnern und In-
teressierten vertieft werden. Ausgehend 
von drei Gestaltungsvarianten ist beab-
sichtigt, eine 
neue Straßenraumsequenz zu etablie-
ren. Hierbei sind folgende Funktionen 
zu berücksichtigen: 
- Erschließungsfunktion zu den Woh-
nungen, 
- Schutz und Berücksichtigung der 
denkmalwerten Bäume, 
- Verminderung von Lärm und Erschüt-
terungen, 
- Berücksichtigung von klimawandelfol-
genrelevanten Aspekten 
(Starkregenvorsorge, Überhitzung etc.) 
- Zonierung und Hierarchisierung des 
Straßenraums bzgl. der relevanten Ver-
kehrsteilnehmer, 
- Barrierefreiheit. 
Aktivierung und Beteiligung im Quartier 
Grundlage für Erarbeitung der Leis-
tungsphase 3 (Entwurfsplanung) ist ein 
Bürgerworkshop, der anhand von drei 
Handskizzen einen moderierten 
Zielfindungsprozess ermöglicht. 
Zielgruppe  Verkehrsteilnehmer, Anwohner, Besu-
cher, alle Altersgruppen

Ziele  Querschnittsziel  
besserte Teilhabe und Mitwirkung  
Operative Ziele  
Wohnadressen  
am Wohnort  
Projektziele  
einer 100 Jahre alten Siedlungskultur in 
die Neuzeit, die Wohn- und Aufent-
haltsquali-tät in der Eisenbahnersied-
lung zu sichern und zu entwickeln so-
wie die Wohnqualität zu steigern.  
 
Indikatoren  - Verringerung des Emissionsverhal-
tens  
- Erhöhte Verkehrssicherheit  
- Bessere Orientierung  
- Verbesserung der sozialen Kontrolle 
durch eine gesteigertes Pflichtbe-
wusstsein der Anwohner  
- Stärkung des Ortsbildes  
 
Kosten  Baukosten: 1.800.000 EUR  
Planungshonorar: 190.000 EUR  
Bürgerworkshop (inkl. bes. Leistun-
gen): 10.000 EUR  
GESAMT: 1.900.000 EUR  
Projektlaufzeit / Zeitraum  2021-2024  
Projektverantwortlicher  61,66,48,62,StEB  
Förderung  80 %  
 
 
 
Abstimmungsergebnis:  
 15 Zustimmungen: SPD-Fraktion (3), CDU-Fraktion (2), Fraktion Bündnis 90/ 
Die Grünen (2), FDP-Fraktion (1), Fraktion Die Linke. (1), AWO Kreisverband 
Köln e.V. (1), BDKJ Erzdiözese Köln e.V. (1), Caritasverband Köln e.V. (1), 
Der Paritätische NRW Kreisgruppe Köln e.V. (1), SJD - Die Falken Kreisver-
band Köln (1), Sportjugend im Stadtsportbund Köln e. V. (1)  
 keine Gegenstimmen 
 keine Enthaltungen 
Einstimmig zugestimmt.

Anlage 1 ISEK Porz Fink Eil

222753 Zeichen

Starke Veedel – Starkes Köln                    Nove mber 2018 
 
 
 
 
Starke Veedel – Starkes Köln 
Mitwirken, Zusammenhalten, Zukunft gestalten 
Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den  
Sozialraum „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven 
und Eil“

2 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
 
 
 
Kontakt / Impressum 
Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
Willy-Brandt-Platz 2 
50679 Köln 
 
Telefon 0221 / 221-22267 
stadtentwicklung.statistik@stadt-koeln.de 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat Stadtentwicklung, Planen und Bauen 
Amt für Stadtentwicklung und Statistik

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
3 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Mein Standpunkt 
 
 
 
 
 
 
 
 
Liebe Bürgerinnen und Bürger in Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghofen und Eil, 
 
 
jede Bürgerin und jeder Bürger soll eine gleichbere chtigte Chance haben, am gesellschaftli- 
chen Leben teilzuhaben. Dies ist das Leitbild, auf dem das soziale Handeln der Kölner 
Stadtgesellschaft basiert. Dazu gehört die Chance auf Gesundheit, auf eine gute Bildung und 
Ausbildung ebenso wie die Chance auf einen Arbeitsplatz oder eine angemessene Wohnung 
in einem lebenswerten, attraktiven Veedel. Das aufg eschlossene und gute Zusammenleben 
im Veedel ist ein wichtiges Fundament für eine sozialgerechte Stadtentwicklung. 
Ich freue mich deshalb, Ihnen mit diesem lntegriert en Handlungskonzept ein Programm für 
lhr Veedel vorlegen zu können, das insbesondere die  Lebenslage der von Armut bedrohten 
oder betroffenen Bürgerinnen und Bürger in den Blic k nimmt. Der soziale Ausgleich in unse- 
rer Stadt ist keine Kür, sondern eine Pflichtaufgab e! Nur so können wir für Kinder und Ju- 
gendliche, für ältere Menschen, für Alleinerziehend e, Geringerqualifizierte oder Langzeitar- 
beitslose ein Miteinander auf Augenhöhe wahren. 
Mit dem Programm und den darin enthaltenen Projekte n und Maßnahmen kommen wir die- 
sem Leitbild in den nächsten Jahren ein gutes Stück  näher. Das Programm enthält Maß- 
nahmen zur Verbesserung des Bildungsangebots für Ki nder und Jugendliche, aber auch für 
Erwachsene, Maßnahmen zur Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte so- 
wie beschäftigungsfördernde Maßnahmen für Langzeita rbeitslose. Enthalten sind auch 
Wohnumfeld verbessernde Maßnahmen und Investitionen  in die örtliche Infrastruktur, mit 
denen ihr Veedel attraktiver werden soll. 
Ich lade Sie herzlich ein, sich zu engagieren und z u beteiligen. Seien Sie dabei, wenn es 
zum Beispiel um die Gestaltung von Plätzen geht ode r nutzen Sie die Fördermöglichkeiten 
für ihre Kinder oder für sich selbst, wenn es darum geht, eine neue berufliche Perspektive zu 
entwickeln. Seien Sie dabei, denn es geht um Ihr Veedel! 
 
lhre 
 
Henriette Reker

4 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Vorwort 
 
Köln ist durch eine starke Vielfalt geprägt. 
Jedes Veedel hat ein eigenes Gesicht.  
 
Die ausgewogene Entwicklung aller Vee- 
del ist Ziel der Kölner Stadtentwicklung. 
Dies gilt sowohl für die gebaute Umwelt 
als auch für die soziale Balance in der 
Stadt. Hierfür müssen wir die individuellen 
Potenziale der unterschiedlichen Räume 
erkennen und frühzeitig fördern.  
 
Die Stellschrauben der Quartiersentwick- 
lung sind dabei vielfältig. Die im Integrier- 
ten Stadtentwicklungskonzept „Starke Ve- 
edel – Starkes Köln“ vorgeschlagenen 
Maßnahmen widmen sich sowohl der Ge- 
staltung des öffentlichen Raumes, als 
auch sozialen Themen wie Prävention, 
Bildung, Qualifizierung sowie dem Klima- 
schutz und der Umweltgerechtigkeit.  
 
Unter breiter Beteiligung vor Ort wurde 
das Programm „Starke Veedel – Starkes 
Köln“ entwickelt, in das sich das vorlie- 
gende Integrierte Stadtentwicklungskon- 
zept für den Sozialraum „Porz-Ost, Fin- 
kenberg, Gremberghoven und Eil“ einord- 
net. 
 
Der rechtsrheinische Sozialraum im Süd- 
osten der Stadt ist vielfältig in seinen bau- 
lichen Strukturen und den dort lebenden 
Menschen. Diese Vielfalt soll genutzt wer- 
den. Der integrative Ansatz spiegelt sich 
unter anderem in der Maßnahme „Multi- 
funktionale Freiräume“ wieder, bei der 
Aspekte der Umwelt und Gestaltung ver- 
eint werden.  
 
Finkenberg wurde in der Vergangenheit 
bereits als Sanierungsgebiet und Soziale 
Stadt Gebiet mit räumlichen und sozial-
integrativen Maßnahmen auf einen positi- 
ven Weg gebracht. Hieran knüpft das Pro- 
gramm „Starke Veedel – Starkes Köln“ für 
den gesamten Sozialraum an.   
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Quartiersentwicklung in „Porz-Ost, 
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“, wie 
in allen elf Sozialräumen, stellt uns in den 
kommenden Jahren vor vielschichtige 
Herausforderungen. Mit dem vorgesehen 
Maßnahmenpaket werden die Kräfte aus 
unterschiedlichen Handlungsfeldern in 
einem Ansatz gebündelt. Ich bin mir si- 
cher, dass wir durch diesen integrierten 
Ansatz der Quartiersentwicklung einen 
guten Schritt für die Stadtteile nach vorne 
machen. 
 
Ihr 
 
 
Markus Greitemann

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
5 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Inhaltsverzeichnis 
 
1.  KURZFASSUNG ......................................................................................................................................... 6 
2.  EINORDNUNG IN DAS PROGRAMM „STARKE VEEDEL – STARKES  KÖLN“.................................................. 8 
3.  ANALYSE ................................................................................................................................................ 15  
3.1  DEMOGRAPHISCHE , SOZIALE UND BILDUNGSSITUATION  .................................................................................... 17  
3.2  ÖFFENTLICHER RAUM UND VERKEHR  ............................................................................................................ 20  
3.3  WIRTSCHAFT  ........................................................................................................................................... 26  
3.4  ÖKOLOGIE UND KLIMA  ............................................................................................................................... 28  
3.5  WOHNEN  ................................................................................................................................................ 29  
3.6  STÄRKEN - UND SCHWÄCHENANALYSE  ........................................................................................................... 31  
4.  ABLEITUNG DER HANDLUNGSBEDARFE ................................................................................................. 32  
5.  KONZEPTIONELLER ANSATZ ................................................................................................................... 36  
6.  MAßNAHMEN ........................................................................................................................................ 42  
6.1  MAßNAHMENBLÄTTER  ............................................................................................................................... 44  
6.2  RAHMENPLAN – STÄDTEBAULICHE EINORDNUNG  ............................................................................................ 87  
7.  UMSETZUNGSPLANUNG ........................................................................................................................ 90  
8.  ANHANG ................................................................................................................................................ 94

6 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
1. KURZFASSUNG  
Mit dem Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ wir d ein breites Maßnahmenbündel im 
Sozialraum „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und  Eil“ umgesetzt. Die Stadt Köln 
möchte die Chancen der aktuellen Förderperiode nutzen und reagiert damit auf den gemein- 
samen Projektaufruf der europäischen Strukturfonds EFRE, ESF und ELER in Nordrhein-
Westfalen. Der Schwerpunkt des Projektaufrufs „Star ke Quartiere – starke Menschen“ liegt 
auf der präventiven und nachhaltigen Entwicklung von Stadtquartieren und Ortsteilen und auf 
der Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung. Ziel ist es, die Lebenssituation der Menschen 
zu verbessern und Armut und soziale Ausgrenzung zu vermeiden.  
Dabei verfolgt das Programm einen integrierten Ansatz und nimmt verschiedene Handlungs- 
felder der Quartiersentwicklung  in den Blick. Das Handlungsspektrum reicht von sozial-
integrativen Ansätzen, der Stärkung der Bildung und  Qualifizierung über die Gestaltung des 
öffentlichen Raumes und des Wohnumfeldes sowie den Themen Klima und Umwelt bis hin 
zur Stärkung der Teilhabe und Mitwirkung vor Ort. D enn eine langfristig ausgerichtete Quar- 
tiersentwicklungsstrategie kann nur unter Einbezug der verschiedenen Faktoren, die das 
tägliche Leben der Menschen vor Ort wesentlich beeinflussen, erfolgen. 
Für die Umsetzung ist der Einsatz verschiedener För derprogramme vorgesehen; insbeson- 
dere der Europäischen Sozialfonds (ESF) und der Eur opäischer Fonds für regionale Ent- 
wicklung (EFRE) sowie die Städtebauförderung. Mit d em Ziel die sozialraumorientierte 
Stadtentwicklung zu stärken sind zum einen sozialra umspezifische Maßnahmen und zum 
anderen sozialraumübergreifende Maßnahmen vorgesehen.  
Der Sozialraum „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven  und Eil“ ist im Programm „Starke 
Veedel – Starkes Köln“ ein Teil der elf Kölner Sozialräume, die bereits seit mehr als 10 Jah- 
ren durch die Sozialraumkoordination unterstützt we rden. Mit dem Ziel die sozialraumorien- 
tierte Stadtentwicklung zu stärken werden zum einen  sozialraumspezifische Maßnahmen 
und zum anderen programmübergreifende Maßnahmen vorgesehen. 
Der Sozialraum am rechtsrheinischen Stadtrand Kölns  zählt mit rund 24.300 Einwohnern zu 
den größten Sozialräumen. In den letzten Jahren kon nten leichte Bevölkerungszuwächse 
verzeichnet werden. Insgesamt zeigt sich die Strukt ur des Sozialraums sehr heterogen, was 
sowohl die Bevölkerungs- und Sozialstruktur, wie auch den öffentlichen Raum und das Woh- 
nunmfeld betrifft. Die Wohnsiedlungsentwicklung sta mmt aus verschiedenen Entstehungs- 
zeiten und umfasst sowohl Einfamilienhausbebauung a ls auch Hochhausbauten. Stadtteile 
wie Finkenberg und Gremberghoven weisen zum Teil gr avierende bauliche und soziale 
Problemlagen auf, während angrenzende Quartiere dur ch eine durchschnittliche oder über- 
durchschnittliche sozioökonomische Situation der Be wohnerschaft gekennzeichnet sind. 
Problemlagen bündeln sich vielfach in den Geschosswohnungsbauten der 1970er Jahre. 
Im Rahmen des Sanierungsgebietes und Soziale Stadt Gebietes in Finkenberg konnten be- 
reits verschiedene Maßnahmen umgesetzt werden. Dennoch zeigen sich im Sozialraum viel- 
fältige Bedarfe in den folgenden Handlungsfeldern:  
 
1. Früh ansetzende Hilfen:  
a. Stabilisierung der Sozialstruktur  
b. Unterstützung bei der Integration 
c. Beratungs- und Unterstützungsangebote 
d. Sicherung der Teilhabechancen  
 
2. Öffentlicher Raum 
a. Aufenthaltsqualitäten und Barrierefreiheit optim ieren  
b. Spiel- und Bewegungsräume schaffen 
c. Maßnahmen zur Wohnumfeldverbesserung

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
7 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
3. Wirtschaft und Qualifizierung 
a. Stärkung der Nahversorgung in Gremberghoven 
b. Qualifizierung und Integration in den Arbeitsmar kt 
 
4. Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luftreinhaltu ng und Lärmminderung 
a. Freiflächen aufwerten  
b. Informations- und Beratungsangebote zum Klimawan del schaffen  
c. Entsiegelung von Flächen 
 
5. Wohnen 
a. Aktivierung der Eigentümerschaft  
b. Stärkung des Verantwortungsbewusstseins der Bewo hnerinnen und Bewoh- 
ner für ihr Wohnquartier / Verbesserung des Wohnumfeldes 
 
Der Rahmenplan im Abschnitt 6.2 verdeutlicht das vorgesehene Maßnahmenbündel im Pro- 
gramm „Starke Veedel – Starkes Köln“ für den Sozialraum und greift auch die wesentlichen 
Handlungsgansätze, Planungen und Projekte außerhalb des Programms auf.

8 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
2. Einordnung in das Programm „Starke Veedel – Star kes Köln“ 1 
Im Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ stehen d ie elf Kölner Sozialräume im Mittel- 
punkt. Die Stadt Köln reagiert hiermit auf den Aufr uf des Landes „Starke Menschen – Starke 
Quartiere“ und nutzt die Chancen der aktuellen EU-Förderperiode.  
Mit dem Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ baut die Stadt Köln auf den Erfahrungen 
aus dem Strukturförderprogramm MÜLHEIM 2020 auf und  strebt erstmals die systematische 
Erarbeitung und Umsetzung eines integrierten, quart iersorientierten Handlungsansatzes in 
einem Programmgebiet mit mehreren Sozialräumen an. Diesem Ansatz liegt die Leitfrage 
zugrunde, wie Stadtentwicklung aus dem Quartier her aus erfolgen kann, welche Faktoren 
zum Gelingen beitragen und wie die Bewohnerinnen un d Bewohner aktiv in die Quartiers- 
entwicklung eingebunden werden können.  
In einem fachübergreifenden und integrierten Ansatz  wurde ein breites Maßnahmenbündel 
entwickelt. Dieses Maßnahmenbündel setzt für elf So zialräume ein vergleichbares Vorgehen 
um, geht dabei jedoch explizit auf die Bedarfe und Erfordernisse vor Ort ein. Ziel ist es eine 
Entwicklungsstrategie auf gesamtstädtischer Ebene i m Sinne der Präventionskette zu etab- 
lieren.   
Dabei verfolgt das Programm insgesamt das Ziel verb esserte Lebensbedingungen für die 
Menschen im Sozialraum zu schaffen. Mit Blick auf e ine langfristig ausgerichtete Quartiers- 
entwicklungsstrategie wird somit ein wichtiger Beit rag gegen Ungleichgewichte und klein- 
räumige Polarisierung umgesetzt. Dabei rückt die Qu artiersebene in den Mittelpunkt des 
(städtischen) Handelns und die Maßnahmen setzen unmittelbar in den Veedeln – dem direk- 
ten Lebensumfeld der Menschen – an.  
Für die Verbesserung der Lebenssituation der Bewohn erinnen und Bewohner ist eine inte- 
grierte Betrachtung der verschiedenen Themenfelder der Stadtentwicklung, wie Wohnen, 
Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Soziales, Bildung, Gesund heit, Mobilität, Öffentlicher Raum, Klima, 
Umwelt und Grün besonders wirkungsvoll. Daher werde n auch bestehende und derzeit in 
der Entwicklung befindliche Konzepte der Stadt Köln  in dem Programm „Starke Veedel – 
Starkes Köln“ aufgegriffen und dementsprechend Maßn ahmen priorisiert und aneinander 
angepasst.  
 
Leitkonzept bildet den Rahmen des Programms 
Das vorliegende Integrierte Stadtentwicklungkonzept  (ISEK) bettet sich in das Leitkonzept 
„Starke Veedel – Starkes Köln“ ein, das im November  2016 durch die Interministerielle Ar- 
beitsgruppe des Landes Nordrhein-Westfalen anerkann t und am 20. Dezember 2016 vom 
Rat der Stadt Köln beschlossen wurde (vgl. Vorlagen nummer 2899/2016). Das ISEK bildet 
die Grundlage für die Beantragung von Mitteln der Städtebauförderung. 
 
Bereits seit 2006 ist die Stadt Köln in den elf Sozialräumen mit dem Programm "Lebenswerte 
Veedel – Sozialraum- und Bürgerorientierung" aktiv, durch das zahlreiche Vorhaben realisiert 
oder angestoßen wurden. Die Sozialraumkoordinatorin nen und Sozialraumkoordinatoren 
sind für die Menschen und Institutionen in den Veed eln zu festen Ansprechpartnerinnen und 
Ansprechpartnern geworden. Sie fungieren als „Infor mationsdrehscheibe“ und Bindeglied 
zwischen Verwaltung, Wirtschaft, Politik, Verbänden  und Bewohnerschaft. Sie unterstützen 
oder initiieren Kooperations- und Vernetzungsstrukt uren im Sozialraum, nutzen diese, um 
besondere Bedarfslagen zu identifizieren, und entwi ckeln gemeinsam mit den Diensten und 
Einrichtungen der freien Träger vor Ort bedarfsgere chte Projekte und Maßnahmen. Auf die- 
                                                
1 Das vorliegende sozialraumspezifische ISEK basiert auf dem Leitkonzept „Starke Veedel – Starkes 
Köln“. Im Leitkonzept sind der Hintergrund zum Programm sowie die Einbettung des Programms in die 
Landes- und EU-Schwerpunkte detaillierter dargelegt . Dieses Kapitel bietet einen Überblick über die 
Einordnung in das Gesamtprogramm.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
9 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
sem Ansatz und den bereits etablierten Strukturen w ird mit dem Programm „Starke Veedel – 
Starkes Köln“ aufgebaut.  
 
Karte 1: Übersicht über die elf Sozialräume des Programms  
"Lebenswerte Veedel - Lebenswertes Köln" 
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
 
Umsetzung des integrierten Ansatzes und Handlungsfelder  
Mit dem integrierten Ansatz des Programms finden verschiedene Handlungsfelder Berück- 
sichtigung, so dass eine umfassende und langfristig ausgerichtete Quartiersentwicklungs- 
strategie für die Sozialräume entsteht.  
 
Bereits im Leitkonzept sind für das Programm fünf Handlungsfelder zugrunde gelegt, die 
auch für die sozialraumspezifischen ISEKs den Rahmen bilden: 
1. Früh ansetzende Hilfen 
2. Öffentlicher Raum 
3. Wirtschaft und Qualifizierung 
4. Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luftreinhaltu ng und Lärmminderung 
5. Wohnen 
 
Die Handlungsfelder zeigen die Themenbreite und das  Wirkungsspektrum des Programms 
auf. Zwischen den Handlungsfeldern ergeben sich Wir kungszusammenhänge, die bei der 
Umsetzung entsprechend berücksichtigt werden müssen . Zum einen werden sinnvolle Sy- 
nergien deutlich, zum anderen können aber auch Zielkonflikte entstehen.  
Mit Blick auf das oftmals „versäult“ ausgerichtete (städtische) Handeln ist eine wirkungsvolle 
Zusammenführung und Steuerung der einzelnen Handlun gsansätze erforderlich. Das Pro- 
gramm „Starke Veedel – Starkes Köln“ bildet vor diesem Hintergrund einen wichtigen Beitrag

10  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
zur sozialraumorientierten Stadtentwicklung und int ensiviert diesen stadtweiten Ansatz in 
den nächsten Jahren.  
 
Gebietsauswahl und methodische Vorgehensweise 
Die Grundlage für die Auswahl der elf Kölner Sozial räume bildet die bestehende Gebietsab- 
grenzung des Programms „Lebenswerte Veedel – Bürger - und Sozialraumorientierung in 
Köln“ (vergleiche Karte 2). Mit Hilfe des „Monitorings Stadtentwicklung“
2 wurde geprüft, ob es 
sich weiterhin um Gebiete mit besonderen Handlungserfordernissen handelt.  
Im Ergebnis zeigt sich, dass die elf Sozialräume de s Programms „Lebenswerte Veedel“, zu 
den Gebieten mit besonderen Handlungserfordernissen  zählen. Die Sozialräume sind dem- 
nach im Vergleich zur Gesamtstadt überdurchschnittl ich stark von sozialer Benachteiligung 
betroffen und entsprechen den im Aufruf „Starke Men schen – Starke Quartiere“ geforderten 
Kriterien zur Auswahl des Programmgebietes.  
 
Exkurs: Monitoring Stadtentwicklung 
Das Monitoring Stadtentwicklung beobachtet systemat isch die Entwicklung der Gesamtstadt Köln und 
ihrer Teilräume. Betrachtet werden in einer einheit lichen Vorgehensweise (Indexwerte) verschiedene 
Themenfelder, wie zum Beispiel Soziale Lage, Demographischer Wandel oder Wohnen.  
Für die Auswahl der elf Sozialräume 
wurde der Index „Soziale Lage“ zugrun- 
de gelegt, der die wirtschaftlichen, poli- 
tisch-kulturellen und gesundheitlichen 
Aspekte von Benachteiligung berück- 
sichtigt. Er setzt sich zusammen aus 
verschiedenen Statistikdaten sowie aus 
Ergebnissen der Umfrage „Leben in 
Köln“ und berücksichtigt somit sowohl 
„harte“ statistische Daten als auch „sub- 
jektive“ Einschätzungen der Befragten.  
Der Index „Soziale Lage“ wird durch die 
Vielfalt an Indikatoren der Tatsache 
gerecht, dass sich Benachteiligung in 
weit mehr als nur monetären Aspekten 
widerspiegelt. 
Zusammensetzung des Indexes „Soziale Lage“ 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und 
Statistik 
                                                
2 Das Monitoring Stadtentwicklung wird kontinuierliche fortgeführt. Die Daten des Monitoring Stadt- 
entwicklung werden jährlich aktualisiert.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
11  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Karte 2: Programmgebiet (Sozialräume) „Starke Veedel – Starkes Köln" 
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

12  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Projektstruktur und Vorgehensweise zur Entwicklung des Programms  
Die Erstellung des Programms „Starke Veedel – Stark es Köln“ und der ISEKs für die elf  
Sozialräume erfolgte im Sinne des integrierten Ansatzes unter intensiver Beteiligung der ver- 
schiedenen Fachbereiche innerhalb der Stadtverwaltu ng sowie unter Einbezug weiterer Ak- 
teure (z. B. Sozialraumkoordinatorinnen und Sozialr aumkoordinatoren, Jobcenter, GAG Im- 
mobilien AG, Regionalagentur Region Köln und der fü r die regionale Zusammenarbeit zu- 
ständige Verein „Region Köln / Bonn e.V.“).  
Für die Konzepterstellung wurden die folgenden fünf  themenspezifische Arbeitsgruppen ge- 
bildet, die dezernats- und ämterübergreifend zusammengearbeitet haben: 
− AG 1: Früh ansetzende Hilfen 
− AG 2: Öffentlicher Raum 
− AG 3: Wirtschaft und Qualifizierung / Wohnen 
− AG 4: Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luftreinh altung und Lärmminderung 
− AG 5: Sozialraumorientierung als Strategie der Sta dtentwicklung 
 
Zur inhaltlichen Zusammenführung und Qualifizierung  des Programms fanden zwei Work- 
shops statt.  
In einem ersten Workshop am 27. April 2015 stand di e Qualifizierung der Bestandsanalyse 
im Mittelpunkt. Rund 60 Teilnehmerinnen und Teilneh mer aus den Fachdienststellen, dem 
Jobcenter, der Sozialraumkoordination, den Bürgerämtern und der GAG Immobilien AG qua- 
lifizierten die vorliegenden Ergebnisse, stellten Querbezüge her und zeigten Schnittstellen zu 
anderen Themenbereichen auf.  
In einem zweiten Workshop am 27. Mai 2015 wurden di e Maßnahmen qualifiziert. Rund 180 
Maßnahmen und Projekte konnten somit in die Vorbere itung des Workshops einfließen. 
Nicht alle Ideen konnten berücksichtigt werden, da sie teilweise nicht in dem Förderzeitraum 
umsetzbar sind, keinen oder nur einen geringen Beit rag zur Zielerreichung leisteten, oder 
aber nicht ausreichend qualifiziert worden waren. Schlussendlich wurden mehr als 70 Projek- 
tideen für die Bewohnerveranstaltung herausgearbeitet.  
 
Öffentlichkeitsbeteiligung  
Den Auftakt und damit ersten Baustein zur Öffentlic hkeitsbeteiligung bildete die Veranstal- 
tung am 1. Juni 2015 im Forum der Volkshochschule. Das Ziel dieser Auftaktveranstaltung 
lag darin, über das Programm und die geplanten Proj ekte zu informieren, Meinungen der 
Bewohnerschaft einzuholen und weitere Ideen aufzune hmen. Die Bewohnerinnen und Be- 
wohner der elf Programmgebiete sowie weitere Teilne hmende hatten damit die Möglichkeit, 
an der Erstellung und Qualifizierung des Maßnahmenp rogramms für ihren Sozialraum aktiv 
mitzuwirken. Rund 250 Teilnehmende haben sich hier aktiv in das Programm eingebracht, 
vorhandene Ideen bewertet und Ideen für Maßnahmen entwickelt.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
13  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Abbildung 1: Öffentlichkeitsveranstaltung am 01. Juni 2015 
 
Quelle: Stadt Köln (Fotos: Abbis Photodesign) 
 
Auch im weiteren Prozess nimmt die Beteiligung der der Öffentlichkeit einen hohen Stellen- 
wert ein. So werden unter anderem im Rahmen der soz ialraumspezifischen ISEKs Öffent- 
lichkeitsbeteiligungen in den jeweiligen Sozialräum en parallel zur politischen Beratung und 
Beschlussfassung umgesetzt. In diesen Veranstaltung en steht noch einmal das gesamte 
Maßnahmenbündel im Mittelpunkt. Erste sozialraumspe zifische Veranstaltungen z. B. im 
Sozialraum „Meschenich und Rondorf“ wurden bereits durchgeführt. 
Des Weiteren sind maßnahmenbezogene Beteiligungsfor mate vorgesehen (z. B. zu Planun- 
gen von baulichen Maßnahmen) und die Öffentlichkeit  wird kontinuierlich in die Programm- 
umsetzung einbezogen, so dass während des gesamten Umsetzungszeitraums die Möglich- 
keit besteht sich aktiv einzubringen oder zu informieren.  
 
Umsetzung des Programms  
Das Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ ist nicht nur hinsichtlich der unterschiedlichen 
Sozialräume und der Themenvielfalt komplex, sondern  sieht aufgrund dieser Vielfalt auch 
verschiedene Förderzugänge vor. Zu nennen ist insbesondere der Europäischen Sozialfonds 
(ESF) und der Europäischer Fonds für regionale Entw icklung (EFRE) sowie die Städte- 
bauförderung. Diese Förderzugänge werden punktuell um weitere Fördermöglichkeiten (z. B. 
Sonderaufrufe) ergänzt. Hieraus ergeben sich unters chiedliche Herangehensweisen und 
Anforderungen.  
 
Den Rahmen für die Umsetzung des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ bildet das 
vom Land NRW anerkannte und vom Rat der Stadt Köln beschlossene Leitkonzept. Auf die- 
ser Grundlage können bereits Förderanträge und ents prechende Projekte des ESF und des 
EFRE beantragt werden. Erste Maßnahmen mit einer Fö rderung über den ESF konnten be- 
gonnen werden, so dass in allen Sozialräumen Maßnah men des Programms gestartet sind. 
Weitere Förderanträge befinden sich derzeit in der Abstimmung mit dem Land.  
 
Mit dem Ratsbeschluss zum Leitkonzept am 20.12.2016  ist die Festlegung der Sozialräume 
als Soziale Stadt Gebiet gemäß § 171 E Abs. 3 Baugesetzbuch (BauGB) erfolgt.  
Die sozialraumspezifischen ISEKs bilden die Grundlage für die Beantragung und den Einsatz 
von Städtebaufördermitteln. Die Städtebauförderung bildet einen wichtigen Baustein für die 
Umsetzung von baulich-investiven Maßnahmen sowie fl ankierenden beteiligungsorientierten 
Maßnahmen. Für die Erstellung der sozialraumspezifi schen ISEKs wurde ein gestaffeltes 
Verfahren beschlossen. Erste Einzel-Konzepte wurden  bereits erstellt, seitens des Landes

14  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
anerkannt und vom Rat der Stadt Köln beschlossen 
3. Auf dieser Grundlage wurden Förder- 
anträge gestellt und bewilligt.  
 
 
 
                                                
3 Folgende  sozialraumspezifische ISEKs wurden am 18.05.2017 durch den Rat beschlossen:  
• Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord 
• Meschenich und Rondorf  
• Mülheim-Nord / Keupstraße und Buchheim / Buchforst  als Fortführung von MÜLHEIM 2020 
Folgende  sozialraumspezifische ISEKs wurden am 28.09.2017 durch den Rat beschlossen:  
• Humboldt/Gremberg und Kalk 
• Bickendorf, Westend und Ossendorf

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
15  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
3. Analyse 4 
Die Bestandsanalyse verdeutlicht die aktuelle Situa tion im Sozialraum „Porz-Ost, Finken- 
berg, Gremberghoven und Eil“. Die folgenden zentral en Themenbereiche werden dabei in 
den Blick genommen:  
− Demographische, soziale und Bildungssituation 
− Öffentlicher Raum  
− Wirtschaft 
− Ökologie und Klima  
− Wohnen 
 
Im Rahmen der Analyse wird grundsätzlich der Anspruch verfolgt, die jeweiligen Ist-Zustände 
innerhalb der Themenbereiche abzubilden. Wenn auch nicht alle Erkenntnisse in diesem 
Konzept in Maßnahmen überführt werden können, bildet die Analyse eine Grundlage für wei- 
terführendes städtisches und privates Handeln im Sozialraum. Ebenso wird eine Fortschrei- 
bung des ISEKs von dieser Grundlage ausgehen.  
  
                                                
4 Angabe zu den statistischen Werten und Indikatoren beziehen sich – sofern nicht anders angegeben auf das 
Jahr 2016 (Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik).  
In der Analyse wird sich auf einzelne Quartiere innerhalb des Sozialraums bezogen. Eine Übersicht der Quar- 
tiersabgrenzung ist dem Anhang zu entnehmen.

16  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Im Überblick 
Der rechtsrheinische Sozialraum gehört zum Stadtbez irk Porz, welcher 1975 eingemeindet 
wurde. Am südöstlichen Stadtrand gelegen, zählt der  Sozialraum zu den größten sowie ein- 
wohnerstärksten Sozialräumen im Programmgebiet. Sow ohl die Bevölkerungs- und Sozial- 
struktur als auch die gebaute Umwelt stellen sich sehr heterogen dar.  
Die Wohnsiedlungsentwicklung stammt aus verschieden en Entstehungszeiten und umfasst 
sowohl Ein- und Zweifamilienhausbebauung als auch G eschosswohnungsbau mit einzelnen 
Hochhausbauten. Stadtteile wie Finkenberg und Gremb erghoven weisen zum Teil gravie- 
rende bauliche und soziale Problemlagen auf, währen d angrenzende Quartiere durch eine 
durchschnittliche oder überdurchschnittliche sozioö konomische Situation der Bewohner- 
schaft gekennzeichnet sind. Problemlagen bündeln sich vielfach in den Geschosswohnungs- 
bauten der 1970er Jahren  5.  
Insgesamt zeigen sich im Sozialraum „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ ver- 
schiedene Risiken, aber auch Potenziale für die weitere Entwicklung des Sozialraumes.  
 
                                                
5 Finkenberg wird im weiteren Verlauf in „Finkenberg Geschosswohnen“ und „Finkenberg Reihenhäu- 
ser“ unterteilt, damit diese Unterschiede deutlicher herausgestellt werden können.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
17  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
3.1  Demographische, soziale und Bildungssituation  
Bevölkerungsstruktur 
Der Sozialraum am rechtsrheinischen Stadtrand Kölns  zählt mit rund 24.300 Einwohnern zu 
den einwohnerstärkeren Sozialräumen und ist mit 646 ha auch einer der größeren Stadtteile. 
In den letzten Jahren konnten leichte Bevölkerungsz uwächse verzeichnet werden. Die Be- 
völkerungsdichte ist mit rund 37 Personen je Hektar vergleichsweise gering.  
In der Gesamtschau hat nahezu ein Drittel der Bewoh nerschaft einen Migrationshintergrund 
(59,2 Prozent), was deutlich über dem Durchschnitt der Stadt Köln liegt (37,8 Prozent). Bei 
den unter 18 Jährigen beläuft sich der Anteil sogar  auf 78,7 Prozent (Stadt Köln 53,4 Pro- 
zent). 
Auch bei kleinräumiger Betrachtung zeigt sich, dass  der Anteil der Bewohnerinnen und Be- 
wohner mit Migrationshintergrund in allen Quartiere n – außer Eil-Mitte  (32,7 Prozent) – über 
dem städtischen Durchschnitt liegt. Im Quartier Finkenberg  Geschosswohnen fällt der Anteil 
mit 93 Prozent besonders hoch aus.  
Der Anteil der Ausländerinnen und Ausländer liegt m it nahezu einem Drittel (30,1 Prozent) 
ebenfalls über dem städtischen Durchschnitt (Stadt Köln 19,3 Prozent).  
 
Abbildung 2: Übersicht zur Bevölkerung und Sozialstruktur im Sozialraum  
 
Quelle: Stadt Köln  
 
Neuzugewanderte 
In jüngerer Vergangenheit hat sich die Debatte um d ie Integration Neuzugewanderter vor 
dem Hintergrund der aktuellen politischen Ereignisse in verschiedenen Krisen- und Kriegsre- 
gionen mit daraus resultierendem starkem Flüchtling szustrom wieder verstärkt. Auch im So- 
zialraum sind Zuwanderungen zu verzeichnen.  
Im Jahr 2016 sind rund 1.160 Ausländerinnen und Aus länder in den Sozialraum zugezogen, 
davon 244 Jugendliche zwischen 15 und unter 25 Jahren.  
Die Stadt Köln bietet für diese Zielgruppen verschi edenste Unterstützungs- und Integrations- 
angebote an. Zu nennen ist hier beispielsweise das „Auszugsmanagement“, welches ge- 
flüchtete Menschen dabei unterstützt, sich eine neu e Wohnperspektive jenseits von Sam- 
melunterkünften zu schaffen, die Integration zu erleichtern und so auch neue Kapazitäten für 
weitere nach Köln zugewiesene geflüchtete Menschen zu schaffen.  
Haushaltsstruktur 
Der Sozialraum ist insgesamt durch eine junge Alter sstruktur geprägt (Jugendquotient 34,3; 
Stadt Köln 24,2), wobei gleichzeitig der Anteil der  über 65-Jährigen über den städtischen 
Durchschnitt liegt (Altenquotient 31,5, Stadt Köln 26,4).  
Dies spiegelt sich auch in der Haushaltsstruktur wi der. Sowohl der Anteil der Familienhaus- 
halte als auch der Anteil der Seniorenhaushalte (27 ,9 Prozent, Stadt Köln 23 Prozent) liegt 
mit rund einem Viertel (24,9 Prozent, Stadt Köln 18 ,5 Prozent) über dem städtischen Durch- 
schnitt. 
Kinder- 
betreuung 
Bildungs- 
teilhabe 
Insgesamt 
Migrations- 
hintergrund 
(%) 
Jugend- 
quotient * 
Altenquotien 
t ** Insgesamt Quote unter 15 
Jahre 
Quote unter 
15 Jahre Insgesamt Quote 
*** 
Betreuungs- 
quote U10 
**** 
 Gymnasi- 
astenquote 
***** 
insgesamt Quote 
2007 22.765 49,9 30,5 32,0 4.223 23,4 1.208 35,2 421 9,4 47,3 * 1.843 19,0 
Entwicklung 
2007 bis '15 1.568 9,3 3,8 -0,5 705 1,7 390 3,3 166 3,3 x x -435 -7,2 
2016 24.333 59,2 34,3 31,5 4.928 25,1 1.598 38,5 587 12,7 * 25, 1 1.408 11,8 
Stadt Köln 
2016 37,8 24,2 26,4 13,1 31.300 21,4 14.342 7,6 0,0 39,9 46.411 8,1
Insgesamt mit Kindern 
(%) 
allein- 
erziehend Senioren 
* Anteil der Einwohner unter 18 Jahre an den Einwohnern von 18 - unter 65 Jahre 
2007 9.943 24,6 21,9 26,7 ** Anteil der Einwohner ab 65 Jahre an den Einwohnern v on 18 - unter 65 Jahre 
Entwicklung 
2007 bis '16 716 0,3 0,9 1,2 *** Anteil der Empfänger von Grundsicherung im Alter an allen Einwohnern ab 65 Jahre mit Hauptwohnsitz 
2016 10.659 24,9 22,8 27,9 **** Anteil der in KiTa, Tagespflege und OGTS betreuten Kinder an allen Kindern unter 10 Jahre 
***** Anteil der Gymnasiasten an allen Schülern der Klass en 7 - 9 
Stadt Köln 
2016 18,5 23,0 23,0 
Bevölkerungs- und Sozialstruktur im Sozialraum: Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil 
SGBII Empfänger Empfänger 
Grundsicherung Arbeitslose 
Haushalte 
Einwohnerstruktur

18  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Bei der kleinräumigen Betrachtung zeigen sich jedoc h deutliche Unterschiede zwischen den 
Quartieren. In den mehrstöckigen Mehrfamilienhäuser n von Finkenberg leben sowohl über- 
durchschnittlich viele Kinder und Jugendliche wie auch ältere Personen.  
Dahingegen sind die Quartiere Gremberghoven, Eil-Süd und  Finkenberg Geschosswohnen  
durch eine auffallend junge und familienreiche Stru ktur geprägt. Während die sozial stabile- 
ren Quartiere Eil-West, Eil-Mitte  und Finkenberg Reihenhaussiedlung  durch einen hohen 
Anteil älterer Personen gekennzeichnet sind. Hier z eichnet sich der Generationenwechsel 
ab, der mit Blick auf die soziale Balance behutsam begleitet werden muss.  
Der Anteil der Einpersonenhaushalte fällt mit 37,7 Prozent vergleichsweise hoch aus (Stadt 
Köln 33,5 Prozent).  
 
Sozialstruktur 
Hinsichtlich der Personen, die Transferleistungen b eziehen, zeigt sich ebenfalls ein differen- 
ziertes Bild im Sozialraum. Insgesamt bezieht ein V iertel der Bewohnerschaft SGB-II-
Leistungen (25,1 Prozent, Stadt Köln 13,1 Prozent).  Von den unter 15 Jährigen leben mehr 
als ein Drittel in einer SGB-II-Bedarfsgemeinschaft (38,5 Prozent, Stadt Köln 21,4 Prozent).  
Ein Blick auf die Quartiersebene zeigt, dass zum ei nen sozial stabilere Quartiere und zum 
anderen Quartiere mit erheblichen Unterstützungsbedarfen vorhanden sind.  
So liegt der Anteil der SGB-II-Empfänger in Eil -West  (13,5 Prozent), Eil-Mitte  (9,8 Prozent), 
Porz-Ost  (11,7 Prozent) und Finkenberg Reihenhäuser  (9,4 Prozent) auf einem ähnlichen 
Niveau zur Gesamtstadt.  
Deutliche Unterstützungsbedarfe zeigen sich in den Quartieren, die überwiegend durch Ge- 
schosswohnungsbau geprägt sind. So beziehen in Gremberghoven  und Eil-Süd  nahezu ein 
Drittel der Bewohnerinnen und Bewohner SGB-II-Leist ungen. Im Quartier Finkenberg Ge- 
schosswohnen  beläuft sich der Anteil auf nahezu die Hälfte (47, 2 Prozent). Bei den unter 15 
Jährigen leben in diesen Quartieren zum Teil mehr a ls die Hälfte in SGB-II-
Bedarfsgemeinschaften.  
Hinsichtlich der Grundsicherung im Alter zeigt sich  für den gesamten Sozialraum ein erhöh- 
ter Anteil (Sozialraum 12,7 Prozent, Stadt Köln 7,6  Prozent), welcher kleinräumig jedoch 
deutliche Unterschiede aufweist.  
Im Quartier Finkenberg Geschosswohnen  beziehen mehr als ein Drittel Grundsicherung im 
Alter (37,4 Prozent). In allen weiteren Quartieren liegt der Anteil – zum Teil deutlich – unter- 
halb des städtischen Durchschnitts.   
 
Teilhabe und Mitwirkung 
Die Teilhabe und Mitwirkung der Menschen vor Ort is t für die Quartiersentwicklung ein sehr 
wichtiger Bestandteil, der sich jedoch nur schwer m essen lässt. Einen Hinweis auf eine ver- 
gleichsweise geringe gesellschaftliche und gesellsc haftspolitische Teilhabe gibt die geringe 
Wahlbeteiligung in den einzelnen Stadtteilen.  
Die Wahlbeteiligung lag bei den letzten drei Wahlen  in allen Stadteilen deutlich unter dem 
städtischen Durchschnitt. Bei der OB-Wahl beteiligt e sich in Finkenberg  weniger als jede 
bzw. jeder Vierte.  
 
Tabelle 1: Wahlbeteiligung in Prozent 
Stadtteil Kommunalwahl  OB-Wahl Landtagswahl 
2014 2015 2017 
Porz 39,39% 29,88% 54,20% 
Finkenberg 30,76% 22,94% 44,10% 
Gremberghoven 30,82% 23,43% 54,00% 
Eil 44,12% 35,32% 59,00% 
Stadt Köln 49,70% 40,30% 64,90% 
Quelle: Stadt Köln, Amt Stadtentwicklung und Statistik

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
19  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Diese geringe Wahlbeteiligung kann auch Indikator für eine objektiv vorhandene oder subjek- 
tiv empfundene fehlende Mitwirkungsmöglichkeit sein.  
 
Soziale Infrastruktur 
Im Sozialraum „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil “ sind bereits eine Vielzahl von 
Angeboten etabliert, auf die mit diesem Programm au fgebaut wird. Zu nennen sind insbe- 
sondere:  
− Regelangebote der Bildungs- und sozialen Infrastru ktur: Kitas, Familienzentren, 
Grundschulen, Jugendeinrichtungen, Bürgerzentrum, Migrationsberatung, Integrati- 
onsagentur Senioren- und Pflegeeinrichtung, Jobcenter, Flüchtlingseinrichtungen 
− Ergänzungsangebote im Bereich der Bildungs- und so zialen Infrastruktur: Schulförde- 
rung für Sinti und Roma, Offene Jugendarbeit, Berufsorientierung, Sprachförderung, 
Hausaufgabenhilfe, Sozialberatung, Mieterinitiative 
− Sozialraumkoordination im Rahmen des Projekts „Leb enswerte Veedel“: Das Projekt 
zielt darauf ab die Lebensbedingungen der Bewohnerinnen und Bewohner des Sozi- 
alraums zu verbessern. Die wesentlichen Handlungsfelder sind dabei: Kinder, Jugend 
und Familie, Soziales, Gesundheit, Bildung, Wohnen, Stadtentwicklung, Sport, Kultur, 
Integration, Wirtschaft, Arbeit und Gemeinwesensentwicklung. Die Sozialraumkoordi- 
nation wird im Sozialraum durch den Träger Diakonie Michaelshoven e.V. umgesetzt. 
 
Ferner finden sich zahlreiche auch untereinander vernetzte Einrichtungen, wie z.B. die inklu- 
sive OT Ohmstraße oder der katholische Kirchenverband St. Maximilian Kolbe (Finkenberg), 
St. Michael (Eil) und St. Fronleichnam (Porz-Ost). An übergreifender Kinder- und Jugendak- 
tion sei beispielhaft das Projekt Ferienaktion Finkenhoven genannt, an deren Organisation 
und Durchführung unteschiedlichste Träger beteiligt sind. 
 
Bildungssituation 
Der Sozialraum verfügt insgesamt über ein gutes Angebot an Schulen und Kindertagesein- 
richtungen. Mit neun Kindertagesstätten unterschiedlicher Träger, vier Grundschulen, einem 
Gymnasium, einer Gesamtschule, einer Realschule und einer Hauptschule mit Förderbereich 
ist der Bedarf gut abgedeckt. 
Den flächenmäßig größten Anteil hat hier Porz-Ost, wo drei Kindertagesstätten, eine Grund- 
schule, das Gymnasium, die Real- und die Haupschule verortet sind.

20  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
3.2 Öffentlicher Raum und Verkehr 
Öffentliche Plätze und private Freiflächen 
Im Sozialraum sind öffentliche Plätze mit unterschi edlichen Nutzungsangeboten vorhanden. 
Die heterogene Vielfalt reicht von kleineren umgrün ten Wiesen im Wohngebiet über offen 
und übersichtlich angelegte Plätze im Zentrum bis h in zu von der Außengastronomie ange- 
eignete Flächen entlang einer Einkaufsstraße.  
Einigen Plätzen kann keine eindeutige Nutzung zugeo rdnet werden, da sie in ihrer Gestal- 
tung nicht klar strukturiert sind. Hier werden vers chiedenste Möglichkeiten der Aneignung 
zugelassen. Oftmals sind jedoch untergenutzte Fläch en die regelmäßige Folge hiervon. Des 
Weiteren entstehen in Verbindung mit dichtem Grünwu chs und eingeschränkter Belichtung 
zum Teil Angsträume innerhalb des Sozialraumes. Hie rvon betroffen sind insbesondere Be- 
reiche, die keinen Bezug zur Wohnbebauung aufweisen. Von dieser fehlenden sozialen Kon- 
trolle ist unter anderem die Freifläche an der Stresemannstraße in Finkenberg betroffen.  
Hoch frequentierte Plätze können ebenfalls mit mang elnder Aufenthaltsqualität konfrontiert 
werden. Beispielsweise kommt es am Platz der Kultur en in Finkenberg zu einer vermehrten 
Ansammlung von Müllflächen. Hier wird der negative Effekt außerdem durch umliegende 
Leerstände verstärkt.  
Den Problemlagen wurde bereits in Finkenberg  im Rahmen des förmlich festgelegte Sanie- 
rungsgebietes zwischen 2000 bis 2011 und des Sozial e Stadt Gebietes (2002 bis 2004 und 
2006 bis 2008) entgegengetreten. Mit Maßnahmen im W ohnumfeld sowie im Nahversor- 
gungszentrum konnten Flächen unter aktiver Ansprach e und Einbindung der Bewohner- 
schaft reaktiviert und aufgewertet werden. Der Platz der Kulturen hat in diesem Zuge deutlich 
an Struktur und Qualität gewonnen. Dennoch beeinträ chtigen noch heute Leestände, Müll 
und schlechte Bausubstanzen die Aufenthaltsqualität.  
Die Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH (AWB) und d ie sogenannten „Müllfreunde Finken- 
berg“ wirken dem erhöhten Müllaufkommen im öffentlichen Raum in enger Kooperation ent- 
gegen. Die meisten Ansätze verfolgen dabei einen Au fklärenden Charakter und setzen bei 
der jüngeren Generation an. Zu nennen sind beispiel sweise Aufklärungsveranstaltungen in 
Kindertagesstätten und Schulen, Ausbildungen zum „Mülldetektiv“ bis hin zu Übersetzungen 
zur Mülltrennung in im Sozialraum vorherrschende Sprachen.    
 
Abbildung 3: Platz der Kulturen in Finkenberg mit leerstehenden Ladenzeilen 
 
Quelle: Stadt Köln, Amt Stadtentwicklung und Statistik 
 
Im Stadtteil Eil  eröffnen sich entlang der Frankfurter Straße ebenfalls unterschiedlich genutz- 
te Plätze mit differierender Nutzung, Frequentierung und Aufenthaltsqualität.  
Im Norden Eils  befindet sich der sogenannte Schützenplatz an der Kreuzung Frankfurter 
Straße/ Hirschgraben. Die teils abschüssige Wiese w ird in einem Bereich unter anderem als 
Veranstaltungsort für das jährliche Schützenfest ge nutzt. Sonstige geplante oder ungeplante 
Nutzungen sind nicht erkennbar, so dass der Platz a uch hier überwiegend untergenutzt er- 
scheint.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
21  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
200 Meter weiter südlich befindet sich der Platz an  der Leidenhausener Straße. Verhältnis- 
mäßig klein ist die halböffentliche Trapezfläche, w elche größtenteils von Außengastronomie 
bespielt wird. Entlang der vielbefahrenen Hauptstra ße ergibt sich zwischen Fahrbahn und 
konsumorientierten Sitzgelegenheiten ebenfalls eine Restfläche mit Gestaltungspotenzial. 
 
Abbildung 4: Schützenplatz in Porz-Eil 
 
 
Abbildung 5: Platz an der Leidenhausener Straße in Porz-Eil 
 Quelle: Stadt Köln, Amt Stadtentwicklung und Statistik 
 
Der Sozialraum ist zudem durch viele private Freifl ächen geprägt, deren Nutzungsmöglich- 
keiten insbesondere in Finkenberg  auf einzelnen Grundstücken nicht ausgeschöpft werd en. 
Zum Teil werden private Freiflächen durch Bauzäune abgetrennt. Hinzu kommen stillgelegte 
Parkhäuser und Parkdecks, welche zentrale Flächen b eanspruchen und sich als „Unorte“ 
negativ auf das Straßenbild auswirken.

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Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Abbildung 6: Stillgelegte Parkhäuser in Finkenberg 
  
Quelle: Stadt Köln, Amt Stadtentwicklung und Statistik 
 
Spiel- und Bewegungsräume 
Alle vier Stadtteile verfügen über öffentliche Plät ze und unterschiedliche Spiel- und Bewe- 
gungsangebote. Hierzu zählen beispielsweise Spiel- und Bolzplätzen ebenso wie Tischten- 
nisplatten und Bouleplätze. 
Als Spiel- und Bewegungsräume werden neben diesen v orgesehenen Angeboten auch 
brachliegende Flächen wie Parkdecks oder dicht bepflanzte Grünzüge genutzt.  
Bei der Betrachtung dieser Räume wird deutlich, das s sich das Angebot mit klassischen 
Spielgeräten häufig an jüngere Generationen richtet . Es fehlen sowohl Flächen für Fußball 
und Tischtennis als auch weitere Angebote für älter e Kinder beziehungsweise junge Er- 
wachsene.  
Wie viele weitere Freiflächen im Sozialraum, gliede rt sich der Naherholungsraum an der 
Stresemannstraße in Finkenberg  in einen Spielbereich und einen Bewegungsbereich. Wäh- 
rend der Spielbereich mit Geräten zum Schaukeln und  Klettern spezielle Angebote bietet, 
weist die angrenzende Wiese Gestaltungspotenziale a uf. Zudem steht ein weiterer öffentli- 
cher Aschenplatz in unmittelbarer Nähe öffentlich zur Verfügung.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
23  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Abbildung 7: Freifläche an der Stresemannstraße in Finkenberg 
Quelle: Stadt Köln, Amt Stadtentwicklung und Statistik 
 
In Gremberghoven  konnte dem am nördlichen Rand der Eisenbahnersiedl ung gelegenen 
Langobardenplatz im Rahmen einer Beteiligungsaktion  eine neue Nutzung zugeführt wer- 
den. Die bis dato untergenutzte Wiese wurde in Zusammenarbeit mit der Jugend vor Ort neu 
angelegt. Mithilfe von gemeinnützigen Trägern, Stif tungen und Spendengeldern entstand 
2017 auf der privaten Freifläche ein Jugendtreff mit angeschlossenem Kunstrasen-Bolzplatz. 
 
Abbildung 6: Langobardenplatz in Gremberghoven 
 
Quelle: Stadt Köln, Amt Stadtentwicklung und Statistik 
 
In der Humboldtstraße in Porz-Ost  befindet sich eine Sportanlage in einem stark überalterten 
Zustand. Die Beläge und Entwässerungstechnik sind n icht mehr zeitgemäß und aufgrund 
von Kieselrotbelastung sanierungsbedürftig. Engpäss e entstehen dadurch auf weiteren 
Sportplätzen. Die ansässigen Sportvereine und Schul en benötigen alternative Spielstätten, 
damit der Trainings- und Spielbetrieb aufrecht erhalten bleiben kann.

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Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Mobilität 
Die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkeh r (ÖPNV) ist durch drei S-
Bahnhaltestellen und die Nähe zur Stadtbahn sowie ü ber diverse Buslinien sichergestellt. 
Für die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadtteile Finkenberg  und Gremberghoven  ist die 
S-Bahnhaltestelle Steinstraße in fußläufiger Nähe u nd die Kölner Innenstadt in 15 Minuten 
erreichbar. Porz-Ost  befindet sich ebenfalls direkt an der S-Bahn Trass e und ist über den an 
der Grenze des Sozialraums liegenden Bahnhof Porz ( Rhein) auch an den Regionalverkehr 
angebunden. Eil  ist über diverse Buslinien angeschlossen.  
Auch ohne eigenen PKW kann das Zentrum Kölns oder a ndere umliegende Stadtteile gut 
und schnell erreicht werden.  
Über einen Zubringer in Gremberghoven  ist die Bundesautobahn und damit auch der Flug- 
hafen Köln/ Bonn mit dem motorisierten Individualverkehrs (MIV) ebenfalls gut erreichbar.

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Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
25  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Karte 3: Straßenanbindung des Sozialraums „Porz-Ost , Finkenberg, Gremberghoven 
und Eil“ 
 
Quelle: Stadt Köln

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Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
3.3 Wirtschaft 
Die angrenzenden Gewerbegebiete bieten grundsätzlic h Potenzial für wohnortnahe Arbeits- 
plätze. Die Beschäftigungssituation zeigt Unterstüt zungsbedarfe im Bereich Qualifizierung 
und Bildung. Die Nahversorgung ist in Teilen des So zialraums unzureichend, zudem zeigen 
sich zunehmend Leerstände.  
 
Gewerbe und Industrie  
Der Sozialraum „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil “ verfügt über drei, im Norden 
gelegene, Gewerbegebiete.  
Hierzu zählen der Airport-Businesspark  sowie die Gewerbegebiete Gremberghoven  und Eil . 
Insgesamt hat der Sozialraum mit 78,9 ha Gewerbe- u nd 110,4 ha Industrieflächen einen 
hohen Anteil an Gewerbeflächen.  
Das Gewerbegebiet Gremberghoven  ist vor allem durch Logistik- und Produktionsbetri ebe 
geprägt. Auch im Gewerbegebiet Eil  bestehen großflächige Produktionsstätten, wie zum Bei- 
spiel Deutz AG und EKB Kunststoffe GmbH. Der etwa 3 0 ha umfassende Airport-
Businesspark beheimatet Unternehmen verschiedenster  Branchen und unterschiedlicher 
Größenordnungen. Hierzu zählen unter anderem die Fi rmen TNT, Postbank, Peugeot, Citro- 
en Deutschland oder auch die Deutsche Post (Briefve rteilerzentrum). Die Überlastung der 
Zufahrtsstraßen zu den Gewerbegebieten gefährdet je doch die Weiterentwicklung dieses 
Gewerbestandortes.  
 
Beschäftigungssituation 
Die Quote der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten liegt im Sozialraum leicht unter dem 
städtischen Durchschnitt (53,7 Prozent) und konnte seit 2007 um rund 5 Prozentpunkte ge- 
steigert werden. Die Hälfte der Bewohnerschaft im S ozialraum geht einer SVP-
Beschäftigung nach (50,2 Prozent).  
Unterteilt nach unterschiedlichen Bevölkerungsgrupp en zeigt sich, dass über die Hälfte der 
Männer (55,5 Prozent) SVP-Beschäftigt sind, dagegen  aber nur rund 44,9 Prozent der Frau- 
en. Etwa ein Drittel der Ausländerinnen und Ausländer sind SVP-Beschäftigt (32,3 Prozent).  
Die Arbeitslosenquote hat sich in den letzten Jahre n analog zur Gesamtstadt verringert, liegt 
mit 11,8 Prozent jedoch über dem städtischen Durchschnitt (8,1 Prozent). Während sich zwi- 
schen der Bevölkerungsgruppe der Männer (12 Prozent ) und der Frauen (11,6 Prozent) 
kaum Unterschiede zeigen, ist bei der Gruppe der Au sländer rund jede Vierte bzw. jeder 
Vierte arbeitslos (22,6 Prozent). Auch die Jugendar beitslosenquote liegt mit 8,4Prozent rund 
3Prozentpunkte über der gesamtstädtischen Quote (5,3 Prozent).  
Die in diesem Zusammenhang bedeutende Zielgruppe de r Schülerinnen und Schüler im So-
zialraum wird über die Maßnahme „checkPraxis“ angesprochen. Es ist vorgesehen, dass die 
Maßnahme im Sozialraum außerhalb des Programms Star ke Veedel – Starkes Köln von ei- 
nem privaten Träger durchgeführt wird, da keine För derfähigkeit hergestellt werden konnte. 
Durch „checkPraxis“ soll über eine organisierte Kontaktaufnahme der ortsansässigen Firmen 
in den weiterführenden Schulen  zum einen die Quote  der Jugendarbeitslosigkeit verringert 
werden. Zum anderen können die Firmen auf diesem We ge neue Nachwuchskräfte aquirie- 
ren.  
 
Kaufkraft 
Der Kaufkraftindex, der einen Hinweis auf das verfügbare Einkommen gibt, unterscheidet 
sich zwischen den Stadtteilen zum Teil deutlich. In Gremberghoven  (73) und Finkenberg  (72) 
liegt der Kaufkraftindex deutlich unter dem städtischen Niveau (108).  
Somit wird deutlich, dass in diesen Stadtteilen die wirtschaftliche Kraft geringer als die der 
Gesamtstadt ausfällt. Im Stadtteil Porz liegt der Kaufkraftindex mit 93 etwas höher, jedoch 
immer noch deutlich unter dem gesamtstädtischen Durchschnitt; während im Stadtteil Eil  der 
Kaufkraftindex mit 110 sogar über dem gesamtstädtischen Niveau liegt.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
27  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Versorgung  
Die Nahversorgungssituation im Sozialraum ist sehr unterschiedlich: Im Sozialraum befindet 
sich je ein Nahversorgungszentrum in Finkenberg  und in Eil -Mitte . Zudem gibt es den Son- 
derstandort Eil mit einem Real SB-Warenhaus, mit einer Mall und an grenzenden Geschäften 
(Schuhcenter, Bekleidung, Möbel) durch welches die zentralen Versorgungsbereiche des 
Gebietes überlagert werden.  
Defizite in der fußläufigen Erreichbarkeit von Einr ichtungen der Nahversorgung gibt es ins- 
besondere in Gremberghoven . Dort erfolgt die Nahversorgung weitgehend durch r ollende 
Lebensmittelmärkte, während Ladenlokale leer stehen . Im Rahmen einer Studie konnten 
bereits 2015 konkrete Anforderungen für eine Ansied lung benannt werden. Bis heute konnte 
jedoch kein geeigneter Betreiber gefunden werden.  
Die Stadt Köln überprüft derzeit das Einzelhandels-  und Zentrenkonzeptes von 2010. In der 
Fortschreibung werden mögliche Veränderungen erfasst.  
 
Abbildung 9: Nahversorgung am Platz der Kulturen in Finkenberg  
  
 
Abbildung 10: Nahversorgung in Eil

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Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
3.4 Ökologie und Klima 
Grün- und Freiflächen 
Im Sozialraum sind verschiedene Grünflächen vorhand en, die insgesamt eine Größe von 
48,3 Hektar betragen. Insgesamt beläuft sich der An teil der Grünflächen auf 7,2 Prozent, 
womit die Grünflächenversorgung unter dem städtischen Durchschnitt liegt. Jeder Einwohne- 
rin beziehungsweise jedem Einwohner stehen rechneri sch 20,0 Quadratmeter Grünfläche 
zur Verfügung.  
Im Osten grenzt das Erholungsgebiet „Gut Leidenhaus en“ an. Erhöht man den Radius der 
Betrachtung auf einen Umkreis von 500 Meter erhöht sich die Größe der Grünflächen auf 
rund 130 Hektar.  
Ein Teil der Grünflächen ist jedoch mindergenutzt u nd bedarf einer Aufwertung. Beispiele 
hierfür finden sich insbesondere in Finkenberg  (Stresemannstraße) und Eil  (Schützenplatz).  
 
Stadtklima 
Durch eine systematische Untersuchung des Kölner St adtklimas wird deutlich, dass es zu- 
künftig in Köln heißer wird und Wetterextreme (zum Beispiel Hitze und Starkregenereignisse) 
zunehmen werden.  
Die Zahl der Sommertage wird bis Mitte des Jahrhund erts für das Stadtgebiet Köln im Ver- 
gleich zu den derzeitigen klimatischen Verhältnisse n, um 30 bis 70 Prozent zunehmen und 
die Zahl der heißen Tage kann sich verdoppeln. In d en dicht bebauten Stadtquartieren gibt 
es nur wenige wirksame Maßnahmen, um entsprechende Kühlpunkte zu schaffen.  
Die zukünftige Betroffenheit von Wärmebelastung im Sozialraum ist ebenfalls hoch. Mehr als 
die Hälfte der Einwohnerinnen und Einwohner wird in  hochbelasteten Siedlungsgebieten 
leben. Klimaaktive Freiflächen sind in diesem Raum fast nicht vorhanden.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
29  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
3.5 Wohnen 
Hinsichtlich des Themenbereichs „Wohnen“ zeigen sich Sanierungs- und Modernisierungs- 
bedarfe in Teilbeständen. Insbesondere in den Großwohnanlagen und der ehemaligen Ei- 
senbahnersiedlung werden Bedarfe deutlich. Weiterhin sind Missstände im Zustand des 
Wohnumfeldes erkennbar. 
 
Gebäudestruktur und -Zustand  
Hinsichtlich der Gebäudestruktur zeigen sich Unters chiede im Sozialraum. Die verschiede- 
nen Quartiere stammen aus unterschiedlichen Entstehungszeiten und umfassen sowohl Ein- 
familienhausbebauung als auch Hochhausbauten.  
Die ehemalige Eisenbahnersiedlung Gremberghoven  entstand in den 1920er Jahren nach 
dem Vorbild der Gartenstadt. Die grundsätzlich attr aktive Gebäudestruktur zeichnet sich je- 
doch großteils durch einen Modernisierungs- und Sanierungsstau aus.  
Der Bereich Porz-Ost  ist geprägt durch eine Mischung von Mehr- und Einf amilienhäusern 
und durchgehend homogen bebaut. Im Süden von Porz-O st liegt eine ehemalige Belgier- 
siedlung aus den 1950er Jahren, die in den vergange nen Jahren im Bestand saniert und 
nachverdichtet wurde. Die Mehrfamilienhäuser entlan g der Straßen „Im Porzer Feld“ und 
„Röntgenstraße“ wurden bereits zum Teil durch Neuan striche optisch aufgewertet. Insge- 
samt ist in diesem Bereich jedoch ein Aufwertungspo tenzial im Hinblick auf die Fassaden, 
wie auch die Freiräume mit den den Wohnhäusern zugehörigen Grünflächen erkennbar.  
Der restliche Sozialraum ist durch eine gemischte B austruktur gekennzeichnet, wobei der 
Gebäudezustand variiert.  
Finkenberg  wird durch die in den 1970er Jahren errichtete Gro ßwohnsiedlung dominiert. 
Randlich befinden sich Reihenhäuser. Der Zustand de r Großwohnanalage weist einen sehr 
unterschiedlichen Betreuungsgrad durch die (private n) Eigentümer auf. Im Rahmen des Sa- 
nierungsgebietes wurden einzelne Wohnungsbestände s aniert. Der Großteil der Gebäude 
zeigt jedoch nach wie vor Mängel bei notwendigen Sa nierungsarbeiten und der Beseitigung 
von Müllablagerungen.  
 
Abbildung 11: Großwohnsiedlung Finkenberg  
  
  
Quelle: Stadt Köln 
 
Eigentümerstruktur

30  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Der Sozialraum „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil “ weist mit rund 30 Wohnun- 
gen den geringsten Bestand an Wohnungen im Besitz der stadtnahen GAG Immobilien AG 
im Programmgebiet auf. 
Insgesamt ist der Stadtteil durch eine kleinteilige Eigentümerstruktur geprägt. Die Erfahrun- 
gen im Sanierungsgebiet Finkenberg  zeigen erste Erfolge bei der Eigentümeraktivierung. 
Dennoch wurde auch deutlich, dass viele Eigentümer ihre Immobilie als reine Investitionsan- 
lage sahen und durch den häufigen Wechsel der Ansprechpersonen eine Kontinuität nur 
schwer herzustellen ist. Somit bildet die kleinteilige Eigentümerstruktur bei der Aktivierung im 
Sozialraum eine Herausforderung.  
Weiterhin ist auch die Ansprache und Aktivierung der Eigentümer außerhalb der Großwohn- 
siedlungen für die Quartiersentwicklung wichtig.  
 
Öffentlich geförderter Wohnungsbau  
Der Anteil der öffentlich geförderten Wohnungen var iiert stark zwischen den Stadtteilen. In 
Finkenberg  (13,2 Prozent) und Porz  (10,6 Prozent) liegt der Anteil über dem städtisch en 
Durchschnitt (6,8 Prozent). Im Stadtteil Eil  macht der Anteil der öffentlich geförderten Woh- 
nungen lediglich 1,7 Prozent aus und in Gremberghoven  sind keine geförderten Wohnungen 
vorhanden. Somit sind im Sozialraum grundsätzlich p reisgünstige geförderte Wohnungen 
vorhanden, die sich jedoch auf die Gebiete konzentrieren, die stärkere Unterstützungsbedar- 
fe aufzeigen.  
 
Wohnzufriedenheit  
Nach der Erhebung im Rahmen der Demographieumfrage 2016 fällt die Zufriedenheit mit der 
eigenen Wohnung im Stadtteil vergleichsweise gut aus. Nahezu drei Viertel der Bewohnerin- 
nen und Bewohner geben an, mit ihrer Wohnung „zufri eden“ oder sogar „sehr zufrieden“ zu 
sein (74,1 Prozent). Dies entspricht etwa dem städtischen Durchschnitt.  
Dahingegen sind nur rund 40 Prozent mit ihrem Stadt teil und dem Wohnumfeld zufrieden 
bzw. sehr zufrieden (Stadt Köln rund 68 Prozent). E twas mehr als ein Drittel der Bewohne- 
rinnen und Bewohner wählten bei dieser Frage die Kategorie „teils-teils“.  
Bei den Ergebnissen der Umfrage muss jedoch beachtet werden, dass die Situation im Sozi- 
alraum sehr heterogen ist.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
31  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
3.6 Stärken- und Schwächenanalyse 
In der folgenden Tabelle sind die Potenziale und Herausforderungen zusammenfassend 
dargestellt und geben einen Überblick über die Ausgangssituation im Sozialraum.  
 
Tabelle 2: Stärken-Schwächen-Analyse im Sozialraum „Porz-Ost, Finkenberg, Grem- 
berghoven und Eil“ 
Ist -Analyse  Potenziale   Herausforderungen   
Demographische, 
soziale und Bil- 
dungssituation 
Kulturelle Vielfalt  
Heterogene Struktur bietet Stabili- 
sierungsansätze durch „stärkere“ 
Quartiere 
Gut vernetzte soziale Akteure in 
den Quartieren mit höherer Be- 
darfslage vorhanden  
Aktivierungsprobleme 
Hoher Hilfebedarf und Armut 
Hoher Anteil von SGB II-
Empfängerinnen und Empfängern, Ar- 
beitslosen mit hoher Betroffenheit von 
Kindern / Jugendlichen, speziell in Quar- 
tieren mit hoch verdichtetem Geschoss- 
wohnungsbau  
Veränderte Anforderungen durch Zu- 
nahme älterer Personen / Altersarmut  
Bauliche Mängel bei Sport- und Begeg- 
nungsstätten 
Öffentlicher Raum 
und Verkehr 
Großzügige private Freiflächen als 
Potenzialflächen 
Aufwertung im öffentlichen Raum in 
Finkenberg und Gremberghoven 
begonnen  
Gute Anbindung an öffentlichen 
Personennahverkehr sowie Flugha- 
fen und Autobahn  
Unsicherheiten durch Angsträume  
Mangel an Begegnungsräumen 
Unzureichende Aufenthaltsqualität durch 
mangelhafte Materialien, Müll oder 
Leerstand 
Ungepflegte private Flächen mit nicht 
ausgeschöpften Nutzungsmöglichkeiten 
Wirtschaft Größere Gewerbegebiete mit sehr 
guter Anbindung an Straße, Schie- 
ne und Luftverkehr 
 
Nahversorgungsdefizite Gremberghoven 
Überlastung der Zufahrtsstraßen ge- 
fährdet die Weiterentwicklung von Ge- 
werbegebieten 
Niedriger Anteil an SVP-Beschäftigten 
Hoher Anteil Langzeitarbeitsloser und 
von Armut betroffener Menschen, mit 
fehlenden Möglichkeiten zur Teilhabe, 
insbesondere. in Finkenberg 
Ökologische / 
klimatische Situa- 
tion 
Bestehende Grünflächen bieten 
Aufwertungspotenzial (zum Beispiel 
Stresemann Park) 
Nähe zur Wahner Heide 
Gut Leidenhausen (Königsforst) 
Wenig öffentliche Grünflächen, zum Teil 
mit geringer Attraktivität  
Hoher Versiegelungsgrad 
Zukünftig hohe Betroffenheit von Wär- 
mebelastung  
Starkregenereignisse 
Wohnen Nachverdichtungspotenziale  
bereits umgesetzte Modernisie- 
rungs- und Sanierungsmaßnahmen  
teilweise sehr attraktive Bausub- 
stanz 
Kleinteilige Eigentümerstruktur erhöht 
die Zugangsschwierigkeiten bei der 
Ansprache und Aktivierung  
Sanierungsstau der Wohnungen, vor 
allem in Finkenberg (Privateigentümer)  
Niedrige Zufriedenheit mit dem Woh- 
numfeld 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

32  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
4. Ableitung der Handlungsbedarfe 
In der Gesamtschau ergeben sich im Sozialraum „Porz -Ost, Finkenberg, Gremberghoven 
und Eil“ deutliche Handlungsbedarfe über alle Handlungsfelder hinweg, wobei die heteroge- 
ne Ausgangssituation im Sozialraum handlungsleitend sein muss.  
 
Demographische, soziale und Bildungssituation 
Heterogene Sozialstruktur bietet Stabilisierungspotenziale  
Insgesamt liegen die Kennwerte zur Sozialstruktur i m Sozialraum über dem gesamtstädti- 
schen Durchschnitt, so dass Handlungsbedarfe erkenn bar sind. Die heterogene Sozialstruk- 
tur bietet aber auch wertvolle Ansätze zur Stabilisierung des Sozialraumes.  
Während einzelne Quartiere – wie Eil-West und Mitte  – durch eine stabile Sozialstruktur je- 
doch tendenziell überalterte Bewohnerstruktur geken nzeichnet sind, zeigen sich in anderen 
Quartieren – wie in Finkenberg – erhebliche Unterstützungsbedarfe.  
 
Hohe Integrationsleistung erforderlich  
Im gesamten Sozialraum zeigt sich ein hoher Anteil an Bewohnerinnen und Bewohnern mit 
Migrationshintergrund, so dass dem Sozialraum bei d er Integrationsleistung ein hoher Stel- 
lenwert zukommt. Zudem ist der Anteil der Menschen,  die Transferleistungen beziehen, in 
Teilräumen ebenfalls hoch. Neuzugewanderte bilden e ine zusätzliche Personengruppe mit 
spezifischem Unterstützungsbedarf vor Ort. Damit we rden Bevölkerung und Akteure vor Ort 
täglich mit komplexen Herausforderungen konfrontier t. Zu nennen sind hier beispielsweise 
Alltagsstrukturierung, Sprachförderung, Hilfe bei B ehördengängen und psychologische Be- 
treuung bei vorangegangen traumatisierenden Erlebnissen.  
 
Aktivierende Unterstützungsangeboten im Bereich Prävention, Bildung und Qualifizierung 
Aufgrund des hohen Handlungsdrucks kommt den aktivi erenden Unterstützungsangeboten 
im Bereich Prävention, Bildung und Qualifizierung eine hohe Bedeutung zu. Sie bilden durch 
eine niederschwellige Willkommensstruktur – auch in  Verbindung mit der Sozialraumkoordi- 
nation – eine gute Grundlage für die Entwicklung vo n Kooperationspartnerschaften zum Auf- 
bau einer Präventionskette. Sie eröffnen Zugänge zu  und für Menschen, die für das „Regel- 
system“ und unterstützende Angebotsstrukturen häufig schwer erreichbar sind. 
Hinzu kommt, dass zahlreiche Bewohnerinnen und Bewo hner gesundheitliche und soziale 
Problemlagen aufweisen, die nicht selten zu einer Sucht- oder einer psychischen Erkrankung 
führen oder damit einhergehen. Damit verbunden ist häufig eine Einkommensverringerung 
aufgrund von Frühverrentung oder SGB II und SGB XII -Bezug. Nicht selten leben die Be- 
troffenen sehr zurückgezogen, entziehen sich zunehm end familiärer Verantwortung und / 
oder vermeiden den direkten Kontakt nach außen. Dam it diese Personen die vorhandenen 
Angebote nutzen können, sind oftmals „Brücken“ mit niederschwelligem Zugang zum weiter- 
gehenden Hilfesystem erforderlich.  
 
Öffentlicher Raum und Verkehr 
Öffentlicher Raum fördert soziale Teilhabe 
Dem öffentlichen Raum kommt in Quartieren mit einer  vergleichsweise weniger stabilen So- 
zialstruktur eine besondere Bedeutung zu. Öffentlic he Plätze und Parks können als Räume 
für Begegnungen und Freizeitgestaltungen für Menschen mit geringer Wohnfläche und/ oder 
fehlendem privaten Freiraum zusätzlich Lebensraum s chaffen und häufiger und intensiver 
genutzt werden. Auch Kinder und Jugendliche, ältere  Menschen sowie arbeitslose junge Er- 
wachsene, verbringen teilweise einen nicht unerhebl ichen Teil ihrer Freizeit im öffentlichen 
Raum. Zudem bieten Aufenthaltsräume außerhalb des p rivaten Wohnraumes eine andere 
Form der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Nebe n den flankierenden, sozial-
integrativen Maßnahmen haben folglich auch aufwerte nde Maßnahmen bezüglich der ge- 
bauten Umwelt einen einflussreichen Charakter auf d en Alltag der Bewohnerinnen und Be- 
wohner im Sozialraum. Öffentliche Räume, die im pos itiven Sinne als Orte der Begegnung

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
33  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
und des Austausches genutzt und wahrgenommen werden, können auch die Entstehung von 
„Angsträumen“ verhindern. 
 
Bedarfsorientierte Angebotsstrukturen in Spiel- und Freizeitbereichen 
Möglichkeiten zur aktiven Freizeitgestaltung im Ver bund mit Anderen fördern Interaktion und 
leisten damit regelmäßig einen positiven Beitrag zu r Entwicklung von Kindern und Jugendli- 
chen. Die in diesen Zusammenhängen gemachten Erfahr ungen des sozialen Lernens kön- 
nen das Selbstbild positiv beeinflussen und können insofern direkt oder indirekt einen Beitrag 
zur Kriminalitätsprävention leisten. Um den jungen Menschen im unmittelbaren Wohnumfeld 
hierzu alters- und bedarfsgerechte Spiel-, Kommunik ations- und Bewegungsräume anbieten 
zu können, ist die Neuerrichtung bzw. Ergänzung von  attraktiven, qualitativ guten und be- 
darfsorientierten Angebotsstrukturen im Freizeit- und Sportbereich dringend erforderlich.  
Insbesondere im Stadtteil Finkenberg begründet sich  ein erhöhter Bedarf durch den hohen 
Anteil an Kindern und Jugendlichen, der hohen Einwo hnerdichte sowie des geringen Spiel- 
werts der Spielflächen. Angrenzend an die Gemeinbedarfsfläche des Schul- und Sportgelän- 
des kann der Rasenfläche ein hohes Entwicklungspote nzial zugesprochen werden. Zeitge- 
mäße Angebote für Jugendliche sollten hier vorrangig in Betracht gezogen werden, da Spiel- 
geräte für Kinder bereits vorhanden sind. Bei der Auswahl der Angebote sollte die betroffene 
Zielgruppe möglichst eng miteinbezogen werden. Eine  Übertragung von Entscheidungskom- 
petenzen fördert das Verantwortungsbewusstsein bei den zukünftigen Nutzerinnen und Nut- 
zern. Dies kann sich nachhaltig positiv auf die Frequentierung und Sauberkeit auswirken.  
Einen weiteren wichtigen Bestandteil bildet die Vereinslandschaft vor Ort ab. Die vornehm- 
lich ehrenamtliche Organisation der Angebote fördert das Miteinander in den Stadtteilen und 
vernetzt die Menschen noch einmal über einen anderen Zugang außerhalb der persönlichen 
Alltagsroutine. Insbesondere die sportliche Förderung von Jugendlichen sollte in problembe- 
hafteten Stadtteilen wie Finkenberg aufrechterhalten und ausgebaut werden. Hierzu müssen 
den Anforderungen gerecht werdende Sportstätten zur Verfügung stehen. In Abstimmung mit 
den betroffenen Vereinen müssen Bedarfe bezüglich der Auslastung wie auch der Ausstat- 
tung festgestellt werden. 
 
Öffentliche Plätze tragen zur Identifikation des Quartiers bei 
Konzeptionell angelegte Platzabfolgen können einem Quartier zu Identität und Orientierung 
verhelfen. Platzcharaktere werden durch Mobiliar, M aterial, Bepflanzung und Einsehbarkeit 
unterschiedlich wahr- und angenommen. Um diese Erle bbarkeit des öffentlichen Raumes 
weiter zu fördern, müssen die Plätze mit ihren fußl äufigen Verbindungen möglichst im Zu- 
sammenhang betrachtet und im besten Fall auch in einen Zusammenhang gebracht werden. 
Die Frankfurter Straße in Eil verfügt bereits über eine Abfolge von Plätzen entlang der Ein- 
kaufsstraße. Der Schützenplatz, der Platz an der Le idenhausener Straße und der Pfarrer-
Oermann-Platz können verschiedenste Nutzungsangebot e vorweisen. Diese Vielfalt sollte 
erhalten bleiben, während die Funktion insbesondere  des Schützenplatzes und des Platzes 
an der Leidenhausener Straße durch eine ergänzende Gestaltung prägnanter herausgestellt 
werden kann. 
Im Zentrum Finkenbergs sollte an die Erfolge des Sa nierungsprogramms weiterhin ange- 
knüpft werden. Anlieger in unmittelbarer Nähe müssen bei der Erhaltung, Pflege und Gestal- 
tung über den Zeitraum des Sanierungsprogrammes hin aus miteingebunden werden. Ein 
Angebot zur finanziellen Unterstützung mit informie rendem sowie aktivierendem Charakter 
ist dafür unabdingbar.  
Ähnlich wie bei der Gestaltung der Sportflächen gil t es auch bei der Gestaltung der öffentli- 
chen Plätze Nutzerinnen und Nutzer am Planungsproze ss teilhaben zu lassen. Akzeptanz 
und Identifikation mit der gebauten Umwelt sind gru ndlegende Voraussetzungen für die An- 
nahme von öffentlichen Räumen. Angsträume und Müllf lächen können eher vermieden wer- 
den.

34  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Wirtschaft 
Erwerbslosigkeit mit niedrigschwelligen Angeboten entgegentreten.  
Die Arbeitslosenquote liegt 3,7% über dem städtischen Durchschnitt. Auffällig dabei ist, dass 
sich die Hälfte der Arbeitslosen in der Langzeitarb eitslosigkeit befindet. In Verbindung mit 
dem vergleichsweise hohen Anteil von Transfereinkom mensbezieherinnen und Beziehern 
zeigen sich Unterstützungsbedarfe im Bereich Qualif izierung und Weiterbildung. Insgesamt 
benötigen viele Bewohnerinnen und Bewohner zunächst  heranführende, niedrigschwellige 
Unterstützungs- und Qualifizierungsangebote wie bereits im Themenbereich Demografische, 
soziale und Bildungssituation beschrieben.  
 
Nahversorgung für Gremberghoven 
Im Bereich der Nahversorgung stellt sich für drei d er vier Stadtteile kein konkreter Hand- 
lungsbedarf heraus. Gremberghoven ist jedoch mit de m Westend der einzige Stadtteil im 
gesamten Programm „Starke Veedln – Starkes Köln“, f ür den fußläufig kein Nahversor- 
gungszentrum erreichbar ist. Zur Stärkung der Eisen bahnersiedlung sollte eine Lösung an- 
gestrebt werden, damit das ohnehin stark durch Auto bahn, Bahntrassen und Gewerbegebiet 
abgegrenzte Quartier nicht abgehängt wird. Die dies bezüglich erfolgte Studie sollte hierbei 
weiterhin als Grundlage dienen. 
 
Ökologische und klimatische Situation 
Hitze- und Hochwasserereignisse durch Entsiegelung abmildern  
Um sich an den nicht mehr aufzuhaltenden Klimawande l anzupassen, ist es wichtig, frühzei- 
tig Maßnahmen zu ergreifen. Die Betroffenheit oder Anfälligkeit eines Stadtgebietes ergibt 
sich zum einen aus der klimatischen Belastung (zum Beispiel durch Hitze) und zum anderen 
aus der Sensitivität der dortigen Stadtbewohnerinne n und -bewohner. So löst zum Beispiel 
eine hohe Wärmebelastung je nach Anteil der anfälli gen Personengruppe über 65 Jahre 
(Sensitivität) eine intensive Betroffenheit eines S tadtteils aus. Um hitzebedingten Gesund- 
heitsproblemen bei den betroffenen Personengruppen vorzubeugen, bedarf es unter ande- 
rem auch einen Bildungsansatz in Bezug auf Umwelt, Klimaschutz und damit verbundene 
Einflüsse.  
Daneben könnten durch die Versickerung von Regenwas ser vor Ort und der damit mögli- 
chen Verdunstung bei Hitzeereignissen, Entsiegelung  und Bepflanzung von gepflasterten 
und betonierten Stellplätzen, Höfen, Vorgärten oder  Garagenauffahrten zur klimatischen 
Abmilderung beitragen. Der Anteil versiegelter Fläc he ist im Sozialraum „Porz-Ost, Finken- 
berg, Gremberghoven und Eil“ hoch, so dass grundsät zlich von Entsiegelungspotenzialen 
auszugehen ist. 
Der hohe Versiegelungsgrad im Sozialraum führt außerdem zu einer gesteigerten Hochwas- 
sergefahr bei extremen Niederschlagsereignissen. Porz ist diesbezüglich besonders von 
Starkregenereignissen betroffen. Aus diesem Grund sollte bei der Gestaltung der Flächen 
der Festwiese sowie des Leidenhausener Platzes beachtet werden, dass diese als Re- 
tentionsflächen erhalten bleiben und ausgebaut werden.  
 
Wohnen 
Eigentümer fördern und fordern 
Im Rahmen des Sanierungsgebietes zwischen 2000 und 2011 in Finkenberg wurden einzel- 
ne Wohnungsbestände saniert. Um hieran anknüpfen zu  können, spielt die Mitwirkungsbe- 
reitschaft der Eigentümer eine entscheidende Rolle. Diese gilt es weiterhin durch Information 
und Beratung aber auch mithilfe finanzieller Anreize zu fordern und zu fördern. 
 
Bewohnerinnen und Bewohner für das eigene Wohnumfeld sensibilisieren 
Wie im Themenbereich öffentlicher Raum bereits erlä utert, zeigen sich im Wohnumfeld zum 
Teil wilde Müllablagerungen. Dabei leistet auch die  Sensibilisierung der Bewohnerschaft für 
die Pflege und Verantwortung des Wohnumfeldes einen Beitrag zur Verbesserung der Situa- 
tion vor Ort. Die Abfallwirtschaftsbetriebe Köln (A WB) sind in diesen Quartieren bereits ver- 
stärkt aktiv, dennoch wird zum Beispiel über regelm äßige Bürgerschreiben auf die Situation

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
35  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
vor Ort aufmerksam gemacht. Erreicht werden kann di ese Sensibilisierung der Bewohner- 
schaft vor allem durch eine persönliche Ansprache v or Ort. Mit niedrigschwelligen Aktionen 
zur Einbindung und Aktivierung der Bewohnerinnen un d Bewohner kann ein stärkeres Ver- 
antwortungsbewusstsein gefördert werden.

36  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
5. Konzeptioneller Ansatz  
Aus der Bestandsanalyse und der Stärken- und Schwäc henanalyse sind Handlungsbedarfe 
und Entwicklungspotenziale im Sozialraum deutlich g eworden. Die Betrachtung der ver- 
schiedenen Themenbereiche zeigt dabei auf, dass im Sinne einer langfristig angelegten 
Quartiersentwicklungsstrategie die integrierte Betrachtung erforderlich ist.  
Hieraus leiten sich die Ziele sowie die vorgesehene n Maßnahmen des Programms „Starke 
Veedel – Starkes Köln“ ab.  
 
Ziele und Handlungsfelder  
Ein Ziel der Stadtentwicklung in Köln ist es, durch  die Maßnahmen des Programms „Starke 
Veedel – Starkes Köln“ lebendige, bunte und generationsgerechte Quartiere für und mit den 
Kölnerinnen und Kölnern zu schaffen.  
 
„Verbesserte Lebensbedingungen der Menschen im Programmgebiet“ 
 
Dieses Leitziel entspricht dem des Programms „Lebenswerte Veedel“, knüpft gleichzeitig an 
die vom Stadtvorstand beschlossene „Europa-2020-Strategie“ der Stadt Köln an und gibt die 
langfristige Zielrichtung für das Programmgebiet vor.  
Die Operationalisierung des Leitziels für die strat egische und operative Ebene erfolgt durch 
einen Top-Down-Ansatz. Die sich aus der Stärken-Sch wächen-Analyse ergebenden 
Schwerpunkte für Handlungsbedarfe und -prioritäten wurden mit den Entwicklungsvorgaben 
des Leitziels gespiegelt, so dass sich im Ergebnis folgende fünf Handlungsfelder, die das 
Programm themenspezifisch ausrichten, ergeben: 
1. Früh ansetzende Hilfen 
2. Öffentlicher Raum 
3. Wirtschaft und Qualifizierung 
4. Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luftreinhaltu ng und Lärmminderung 
5. Wohnen 
 
Bevor für diese Handlungsfelder die strategischen u nd operativen Ziele erarbeitet werden 
konnten, wurden die aus dem Aufruf vorgegebenen Que rschnittsziele, die für das gesamte 
Programm gelten und beachtet werden müssen, in das Zielsystem eingebracht. Hierbei han- 
delt es sich um folgende Ziele: 
− Gleichstellung von Männern und Frauen 
− Nichtdiskriminierung (Chancengleichheit / Barriere freiheit) 
− Nachhaltigkeit 
 
Die Stadt Köln hat diese Querschnittsziele um zwei weitere ergänzt, nämlich um die Ziele 
„Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung“ und „Sozialraumorientierte Stadtentwicklung“. Ziel ist, 
die sozialraumorientierte Ausrichtung des Handelns sowohl in der Verwaltung als auch bei 
den Akteuren und den unterschiedlichen Zielgruppen zu verankern.  
Im nächsten Schritt wurden für die fünf Handlungsfe lder strategische Ziele festgelegt. Sie 
beschreiben den angestrebten Zustand, der in den fü nf Handlungsfeldern erreicht werden 
soll. Um die strategischen Ziele für die Entwicklun g von Maßnahmen zu operationalisieren, 
wurden insgesamt 14 operative Ziele definiert. Sie können nicht trennscharf für die einzelnen 
Handlungsfelder festgelegt werden, da sie aufgrund des integrativen Ansatzes ihre Wirkung 
vielfach über mehrere Handlungsfelder hinweg entfal ten. Die strategischen Ziele hingegen 
können – bis auf eine Ausnahme (Lebenswertes und ök ologisch gerecht gestaltetes Wohn- 
und Lebensumfeld) – eindeutig einem Handlungsfeld zugeordnet werden.  
Für das gesamte Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ ergibt sich somit ein komplexes 
Zielsystem, welches die Wirkungszusammenhänge zwischen den verschiedenen Handlungs- 
feldern berücksichtigt.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
37  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Die für den Sozialraum „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ vorgesehenen Maß- 
nahmen bilden entsprechend der örtlichen Bedarfssit uation einen Beitrag zur Erreichung der 
Ziele des ISEKs. Auf Grundlage der abgeleiteten spe zifischen Handlungsbedarfe werden 
nicht in jedem Sozialraum Maßnahmen zu allen Zielen  umgesetzt. Die nachfolgende Über- 
sicht verdeutlicht, zu welchen operativen Zielen di e Handlungsansätze einen besonderen 
Beitrag leisten (grün hervorgehoben).  
Mit dem Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ nim mt die Stadt Köln die kommunale 
Präventionskette in den Blick. Das vorgesehene Maßn ahmenbündel bildet einen Beitrag zur 
Schließung vorhandener Lücken in der Präventionsket te. Zudem werden die strukturellen 
Handlungs- und Arbeitsweisen im Rahmen der Programm umsetzung betrachtet. Die bereits 
bestehenden Präventionsansätze sowie die kommunale Präventionskette der Stadt Köln sind 
im Leitkonzept „Starke Veedel – Starkes Köln“ darge stellt, so dass an dieser Stelle der fol- 
gende Exkurskasten einen Überblick gibt.

38  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Abbildung 13 : Zielsystem des Programms „Starke Veedel - Starkes Köln" 
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
39  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Abbildung 14:Sozialraum  „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“: Beitrag der Maßnahmen zur Erreichung der operativen Ziele 
 
 
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

40  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“  
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Exkurs: Die Kommunale Präventionskette  
Das Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ bildet einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbe- 
dingungen der Menschen in den Sozialräumen und ziel t darauf ab, soziale Ausgrenzung und Armut zu 
vermeiden. Vor diesem Hintergrund wurde bei allen M aßnahmen des Programms darauf geachtet, 
dass sie einen Beitrag zur Präventionskette leisten  und bestehende Lücken schließen. Unter der 
kommunalen Präventionskette soll die Gesamtheit der  präventiven Hilfsangebote verstanden werden, 
die biografisch entlang der Bedarfe in den einzelne n Lebensphasen von Kindern, Jugendlichen sowie 
Erwachsenen aller Altersgruppen erforderlich sind.  
Zentral ist dabei die zielgruppenspezifische Betrac htung. So werden beispielweise die im Rahmen der 
Bedarfsanalyse festgestellten Unterstützungsnotwend igkeiten für Kinder und Jugendliche in den Maß- 
nahmen zu früh ansetzenden Hilfen berücksichtigt, d ie Zielgruppe der Seniorinnen und Senioren wird 
unter anderem durch die Aktivierungsmaßnahme wie „Zuhause im Veedel“ unterstützt.  
Trotz des großen Engagements der Stadt im Präventio nsbereich ist die Armut –  insbesondere bei 
Kindern, Jugendlichen sowie Seniorinnen und Seniore n – in den Sozialräumen überdurchschnittlich 
hoch. Die bislang auf- und ausgebauten präventiven Hilfsangebote haben offenbar Lücken, die mit 
dem Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ geschlossen werden sollen. Bislang fehlt eine konse- 
quente, ganzheitliche Analyse möglicher Lücken bezi ehungsweise Optimierungsbedarfe in der Prä- 
ventionskette und die Etablierung einer kommunalen Gesamtstrategie. Durch eine Neuorientierung 
der Hilfesysteme sollen bislang voneinander getrenn t erbrachte Leistungen und Angebote aufeinander 
abgestimmt und koordiniert werden.  
Ziel ist es, eine durchgängige Förderung und Unters tützung zu gestalten, bei denen die einzelnen 
Angebote noch sinnvoller miteinander verknüpft und Wirkungszusammenhänge aufgezeigt werden 
können – unabhängig davon, wer sie erbringt. Dabei soll die Weiterentwicklung dieser Präventions- 
strategie ausgehend von den Bedürfnissen der Bewohn erinnen und Bewohner als Prozess gestaltet 
werden. 
Seit Frühjahr 2017 nimmt die Stadt Köln am Landespr ogramm „Kommunale Präventionsketten/ Kein 
Kind zurücklassen“ teil. Die Verwaltung will ihre B emühungen zur Förderung von Teilhabe-, Bildungs- 
und Gesundheitschancen von Kindern und Jugendlichen  in Köln weiter systematisieren und sich dafür 
an dem landesseitig zur Verfügung gestellten Steuer ungs- bzw. Qualitätsrahmen orientieren. Ganz 
konkret ergeben sich drei Ziele im Rahmen des Landesprogramms:  
(1) Es soll ein Präventionsleitbild entwickelt werden.  
(2) Es geht um die Weiterentwicklung von Maßnahmen einer kommunalen Präventionskette bei ge- 
samtkommunaler Steuerung und integrierter Planung. Im Ergebnis stehen hier Empfehlungen für die 
Struktur- und Praxisebene, die auf Analysen und strategischen Zielen aufbauen. 
(3) Es soll ein Präventionsmonitoring etabliert wer den. Die Verwaltung wird den politischen Gremien in  
der zweiten Jahreshälfte 2018 einen Ergebnisbericht  als Grundlegung für weitere Aktivitäten, (insbe- 
sondere eine Vertiefung und Spiegelung der Gesamtst rategie auf kleinräumiger Ebene) und eine 
nachhaltige gesamtstrategische Steuerung vorlegen. In diesem Kontext wird auch das ältere städti- 
sche Handlungskonzept gegen die Folgen von Kinderarmut bilanziert und fortgeschrieben. 
 
Eine Übersicht der Themenfelder und Zielgruppen der Präventionskette gibt die folgende Grafik:

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
41  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
 
Themenfelder und Zielgruppen der Präventionskette in Köln  
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

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Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
6. Maßnahmen  
Im Rahmen des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ wurde ein breites Maßnahmen- 
bündel entwickelt, die an den Bedarfen vor Ort anse tzen und sich in das weitere Handeln in 
den Sozialräumen eingliedern.  
 
Bei den Maßnahmen sind zwei Typen zu unterscheiden:  
• Übergreifende Maßnahmen: Diese Maßnahmen werden in  mehreren oder allen Sozi- 
alräumen umgesetzt. Es handelt sich um Bedarfe, die  in den Sozialräumen in ähnli- 
cher Weise vorhanden sind. Die übergreifenden Maßna hmen beziehen sich insbe- 
sondere auf die sozial-integrativen Maßnahmen sowie die Maßnahmen zur Qualifizie- 
rung und den aktivierenden Maßnahmen (zum Beispiel Eigentümeraktivierung über 
das Fassadenprogramm).  
• Sozialraumspezifische Maßnahmen: Diese Maßnahmen s etzten bei den spezifischen 
Bedarfen in den Sozialräumen an, die nicht unmittel bar mit denen anderer Sozial- 
räumen zu vergleichen sind. Insbesondere die Maßnah men aus dem Handlungsfeld 
öffentlicher Raum (zum Beispiel Gestaltung eines Quartiersplatzes) zählen zu diesem 
Maßnahmentyp.  
 
Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Maßnahmen im Sozialraum „Porz-Ost, Fin- 
kenberg, Gremberghoven und Eil“, die in Abstimmung mit den zuständigen Fachämtern in 
der angegebenen Zeit realisiert werden sollenEine d etailliertere Maßnahmenbeschreibung 
befindet sich in den folgenden Maßnahmenblättern. D em Handlungsfeld 3: Wirtschaft und 
Qualifizierung wird in dieser ersten Auflage des IS EKs für den Sozialraum „Porz-Ost, Fin- 
kenberg, Gremberghoven und Eil“ keine Maßnahme zuge ordnet. Für dieses Handlungsfeld 
leiten sich aus der Analyse lediglich förderrelevan te Handlungsbedarfe ab, die bereits in an- 
deren Maßnahmen innerhalb und außerhalb des Program ms aufgegangen sind oder noch 
keinen umsetzungsrelevanten Status erreicht haben. Eine vollständige Tabelle mit allen Än- 
derungen seit Dezember 2016 befindet sich im Anhang (Anhang 6). 
 
Tabelle 
 3: Übersicht der Maßnahmen im Sozialraum Porz-Ost/ Finkenberg, Gremberg- 
hoven/ Eil  
 
Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung  
Nummer Maßnahme 
0.0.0  Externe Beratung und Unterstützung bei der Erstellung des Leitkonzeptes 
0.0.1  Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung 
 
Handlungsfeld 1: Früh ansetzende Hilfen  
Nummer Maßnahme  
1.0.16  Zugehende Hilfe mit Lotsenfunktion zur Überleitung ins Regelsystem und Entwicklung 
einer beruflichen Perspektive für junge Menschen mit psychischen Problemen bis 27 Jah- 
ren 
1.0.17  Stadtteileltern 
 
Handlungsfeld 2: Öffentlicher Raum  
Nummer Maßnahme  
2.0.4  Sport- Spiel- und Bewegungsräume im Veedel, hier: zusätzliche Fläche für Trendsport in 
der Grünfläche Stresemannstraße 
2.11.4  Multifunktionale Freiräume  
2.11.5  Generalsanierung Sportanlage Humboldtstraße

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
43  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
 
Handlungsfeld 4: Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luftreinhaltung und Lärmminderung  
Nummer Maßnahme  Spezifischer Handlungsbedarf  
4.0.4  Aufbau eines Hitzewarn- und 
Informationssystems. Informati- 
onsmaterial für die Bevölkerung 
zum Thema Hitzeentwicklung im 
Zuge des Klimawandels 
Das Gebiet ist zukünftig von hoher Wärmebelastung 
betroffen, so dass rechtzeitig Maßnahmen zum Um- 
gang mit Hitze, insbesondere bei jungen und gesund-
heitlich beeinträchtigten Personen zu treffen sind.  
 
Handlungsfeld 5: Wohnen  
Nummer Maßnahme  Spezifischer Handlungsbedarf  
5.0.2  Zuhause im Veedel – Aktivierung und Beteiligung  
5.0.3  Haus-, Hof- und Fassadenprogramm

44  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
6.1  Maßnahmenblätter 
 
Laufende Nummer  
0.0.1  
Handlungsfeld: Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung  
Maßnahme Büro für Quartiersmanagement und Aktivieru ng im Sozialraum 
„Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
Inhalt Ausgangslage  
Der Sozialraum „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
liegt im Stadtbezirk Porz, der 1975 eingemeindet wurde. Die 
Wohnsiedlungsentwicklung stammt aus verschiedenen Entste- 
hungszeiten und umfasst sowohl Einfamilienhausbebauung als 
auch Hochhausbauten. Stadtteile wie Finkenberg und Gremberg- 
hoven weisen zum Teil gravierende bauliche und soziale Prob- 
lemlagen auf, während angrenzende Quartiere durch eine durch- 
schnittliche oder überdurchschnittliche sozioökonomische Situati- 
on der Bewohnerschaft gekennzeichnet sind. Problemlagen bün- 
deln sich vielfach in den Geschosswohnungsbauten der 1970er 
Jahren.  
 
Der Sozialraum zählt mit rund 24.000 Einwohnern zu den größe- 
ren Sozialräumen der Stadt. Nahezu ein Drittel der Bewohner- 
schaft sind Menschen mit einem Migrationshintergrund. Ein Wert 
der deutlich über dem Durchschnitt der Stadt Köln liegt. Bei den 
unter 18 Jährigen beläuft sich der Anteil sogar auf 78,9 Prozent 
(Stadt Köln 53,8 Prozent). 
 
„Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ ist insgesamt 
durch eine junge Altersstruktur geprägt (Jugendkoeffizient 26,9; 
Stadt Köln 19,7), wobei auch der Anteil der über 65-Jährigen 
über dem städtischen Durchschnitt liegt (Altenkoeffizient 30,2, 
Stadt Köln 25,4). Dies spiegelt sich auch in der Haushaltsstruktur 
wider. Sowohl der Anteil der Familienhaushalte liegt mit einem 
Viertel über dem städtischen Durchschnitt, als auch der Anteil der 
Seniorenhaushalte. Hinsichtlich der Personen, die Transferleis- 
tungen beziehen, zeigt sich ebenfalls ein differenziertes Bild im 
Sozialraum. Insgesamt bezieht ein Viertel der Bewohnerschaft 
SGB-II-Leistungen (25,1 Prozent, Stadt Köln 13,1 Prozent). Von 
den unter 15 Jährigen leben mehr als zwei Drittel in einer SGB-II-
Bedarfsgemeinschaft. 
 
Bei der konkreten Betrachtung der Angebotsstruktur im Sozial- 
raum wird sichtbar, dass dort bereits grundlegende Angebots- 
und Hilfesysteme bestehen, diese jedoch nicht sämtliche Bedarfe 
des Sozialraums abdecken. In Teilbereichen mangelt es zudem 
an einem lückenlosen Schnittstellenmanagement, welches im 
Rahmen des integrierten Ansatzes und einer Vielzahl von aktivie- 
renden Prozessen innerhalb des Integrierten Handlungskonzep- 
tes sowie des Gesamtprogramms von hoher Bedeutung ist.  
 
Das „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ setzt an 
diesen Punkten an und ist somit optimal auf die Bedürfnisse des 
Sozialraums ausgerichtet.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
45  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
                                                
1 Werte 2016 
 
Im Sozialraum vereinen sich bauliche Missstände, Verschmut- 
zungen des Wohnumfeldes und soziale Probleme wie Arbeitslo- 
sigkeit, Armut, Verschuldung und Suchtprobleme. Der Anteil an 
Menschen mit Migrationshintergrund (59,8 Prozent), die Zahlen 
der SGB II- Bezieherinnen und Bezieher (25,1 Prozent 1) sowie 
die Zahlen der Empfängerinnen und Empfänger von Grundsiche- 
rung (14,1 Prozent 1) sind dementsprechend hoch.  
Aufgrund einer oftmals geringen Teilhabe der Bewohnerinnen 
und Bewohner an unterschiedlichen Lebensbereichen und den 
damit einhergehenden Netzwerkstrukturen wird die hohe Bedeu- 
tung von Unterstützungs- und Beratungsangeboten sowie der 
Aktivierung der Bewohnerschaft im Sozialraum „Porz-Ost, Fin- 
kenberg, Gremberghoven und Eil“ deutlich. Auch die Imageauf- 
wertung des Sozialraums stellt eine große Herausforderung dar. 
Ein positiveres Bild ist für die Entwicklung des Sozialraums von 
großer Bedeutung.  
 
Im Sozialraum „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
besteht bereits ein vielseitiges Hilfesystemen, welches unmittel- 
bare Auswirkungen auf die Quartiersentwicklung nimmt. Mit Hilfe 
einer „Bestandserhebung und eines Schnittstellenmanagements“ 
sollen die vorhandenen Strukturen in den Blick genommen wer- 
den, um so potenzielle Lücken aufzeigen zu können.  
 
Schnittstelle zur Sozialraumkoordination:  
Mit dem Programm „Lebenswerte Veedel“ wird bereits seit 2006 
in elf Sozialräumen konsequent ein integriertes sozialraumorien- 
tiertes Stadtentwicklungskonzept verfolgt.  
Die Sozialraumkoordination ist organisatorisch an die Bürgeräm- 
ter angebunden. Mit der Koordination in den Sozialräumen sind 
zehn freie Träger beauftragt, eine Koordination erfolgt in städti- 
scher Trägerschaft. Diese arbeiten nach den methodischen Prin- 
zipien der sozialraumorientierten Arbeit: 1. Orientierung an den 
Bedarfen und Interessen der Wohnbevölkerung, 2. Nutzung der 
Stärken und Potenziale der Menschen sowie der Ressourcen des 
Sozialraums, 3. Stärkung von Selbsthilfe, Eigeninitiative und Teil- 
habe, 4. Erschließung von zusätzlichen externen Ressourcen, 5. 
Zielgruppen und bereichsübergreifende Ansätze, 6. Kooperation 
und Vernetzung der Aktivitäten und Angebote im Sozialraum.  
Die Sozialraumkoordination nimmt seit Jahren erfolgreich eine 
aktive Koordinationsfunktion wahr und arbeitet aktiv an der Siche- 
rung und dem Ausbau der Netzwerke in den Sozialräumen. 
Die Umsetzung des Maßnahmenprogramms „Starke Veedel – 
Starkes Köln“ in den Sozialräumen kann durch die elf vorhande- 
nen Sozialraumkoordinatorinnen/Sozialraumkoordinatoren nicht 
zusätzlich geleistet werden. Durch das Programm „Starke Veedel 
– Starkes Köln“ entsteht ein neuer Koordinierungs- und Abstim- 
mungsaufwand. Die Akzeptanz und Implementierung des Hand- 
lungsprogramms kann in den Sozialräumen aber nur gelingen, 
wenn Bewohnerschaft und Akteure für dieses Programm sensibi- 
lisiert werden und Zugangsstrukturen genutzt werden. Die Maß-

46  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
nahme „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ soll in 
enger Abstimmung mit den Sozialraumkoordinationen die Umset- 
zung des Maßnahmenprogrammes sichern. Zum einen in den 
spezifischen Themenbereichen – hier insbesondere der Aufbau 
von Präventionsketten – sowie zum anderen bei Bedarf – seien 
dies problematische Wohnquartiere und Nachbarschaften oder 
die Ertüchtigung von Einkaufsstraßen. 
 
Die wesentlichen Aufgaben des Quartiermanagements zur Um- 
setzung des Programms sind demnach mit der Sozialraumkoor- 
dination und den institutionellen Akteuren vor Ort eng abzustim- 
men. 
 
In der Praxis ergibt sich vor Ort ein Team aus der Bürgeramtslei- 
tung, der Sozialraumkoordination und der Programmsteuerung 
„Starke Veedel – Starkes Köln“, welches mit Blick auf die umzu- 
setzenden Maßnahmen um weitere Akteure ergänzt wird.  
 
 
                                Bürgeramtsleitung  
                                   
Steuerungsfunktion 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Sozialraumkoordination                        Programmsteuerung  
   Vernetzung vor Ort                                     „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Projektbeschreibung 
Das „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ setzt an 
den oben genannten Herausforderungen und Bedarfslagen an. 
Die Maßnahme geht der Frage nach, wie erfolgreich Stadtent- 
wicklung aus dem Quartier heraus erfolgen kann, welche Fakto- 
ren zum Gelingen beitragen und wie die Bewohnerinnen und Be- 
wohner aktiv in die Quartiersentwicklung eingebunden werden 
können. Entsprechend dieser vielschichtigen Fragestellung, setzt 
sich das „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ aus 
vier unterschiedlichen Projektbausteinen zusammen:  
 
− Quartiersmanagement 
− Verfügungsfonds 
− Bestandserhebung und Schnittstellenmanagement  
− Öffentlichkeitsarbeit  
Das „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ bündelt 
diese Projektbausteine unter einem Dach, die jeweils darauf ab- 
zielen, die Quartiersentwicklung im Sinne der sozialraumorientier- 
ten Stadtentwicklung umzusetzen. Dabei bildet die Aktivierung

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
47  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der weiteren ortsan- 
sässigen Akteure den Schwerpunkt des „Büros für Quartiersma- 
nagement und Aktivierung“.  
Die genannten Projektbausteine mit hohem aktivierendem Cha- 
rakter bedürfen einer zentralen Steuerung und Vernetzung, die 
durch die Zusammenführung des „Büros für Quartiersmanage- 
ment und Aktivierung“ gewährleistet wird. Es wird eine gemein- 
same räumliche Verortung vorgenommen.  
Die einzelnen Projektbausteine stehen jeweils für sich als inhalt- 
lich selbständige Maßnahmen, die auch von unterschiedlichen 
Projektträgern umgesetzt werden können. Bei der Maßnah- 
menumsetzung wird jedoch vorausgesetzt, dass eine enge Zu- 
sammenarbeit zwischen den einzelnen Projektbausteinen erfolgt 
und Wechselwirkungen berücksichtigt werden.  
 
Projektbaustein: Quartiersmanagement 
Im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungsprogramms „Star- 
ke Veedel – Starkes Köln“ sind für den Sozialraum „Porz-Ost, 
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ insgesamt 15 Maßnahmen 
geplant, die einen neuen und zusätzlichen Koordinierungsauf- 
wand für den Sozialraum auslösen, der durch die schon beste- 
henden Strukturen der Sozialraumkoordination nicht gedeckt 
werden kann. Das Quartiersmanagement übernimmt die Aufga- 
be, die maßnahmenumsetzenden Träger in Abstimmung mit der 
Sozialraumkoordination bei den Zugängen zu den Zielgruppen 
und bei der Akquise der Teilnehmenden im Sinne eines „One-
face-to the-customer“ zu unterstützen. Darüber hinaus stellt das 
Quartiersmanagement die Vernetzung der Maßnahmen sicher.  
Das Quartiersmanagement ist Ansprechpartner und Lotse für alle 
Belange des Sozialraumbezogenen Programms und bildet die 
Schnittstelle in die Verwaltung, es dient somit als lokal verortete 
Kommunikationsdrehscheibe und Informationsvermittlung. Es 
sensibilisiert die Bewohnerschaft und die lokalen Akteure für das 
Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“, nutzt die vorhande- 
nen Zugangsstrukturen und sichert somit den Erfolg des Inte- 
grierten Stadtentwicklungsprogramms. Neben der Ansprache der 
Bewohnerschaft wird das Quartiersmanagement auch zentraler 
Ansprechpartner für die weiteren lokalen Akteure sein. Darüber 
hinaus soll auch das geplante Haus, -Hof- und Fassadenpro- 
gramm im Sozialraum entsprechende Beachtung finden. Im Pro- 
jektbaustein „Verfügungsfonds“ wird das Quartiersmanagement 
unterstützend und begleitend mitwirken, die Maßnahme „Be- 
standserhebung und Schnittstellenmanagement“ wird ebenfalls 
durch das Quartiersmanagement unterstützt. 
Vor dem Hintergrund des politischen Interesses am Gesamtpro- 
gramm wird die Gremienarbeit ebenfalls ein Aufgabenfeld des 
Quartiersmanagers darstellen.  
Für die Erbringung der Leistungen wird zusätzliche Expertise und 
Ressourceneinsatz benötigt, so dass eine Ausschreibung vorge- 
sehen ist.  
 
Projektbaustein: Verfügungsfonds 
Der Verfügungsfonds bietet finanzielle Unterstützung für die Um- 
setzung von Projektideen im Sozialraum „Porz-Ost, Finkenberg, 
Gremberghoven und Eil“. Bewohnerinnen und Bewohner, Träger

48  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
vor Ort sowie Vereine, Arbeitsgruppen und –kreise etc. können 
Anträge für die Förderung von Projektideen beantragen. Voraus- 
setzung ist dabei, dass die Ideen einen inhaltlichen Bezug zum 
Sozialraum haben und in die Bedarfslage vor Ort passen. Mit 
Hilfe des Verfügungsfonds soll somit das bürgerschaftliche En- 
gagement mobilisiert werden.  
Der Verfügungsfonds dient dazu, die städtebaulichen Maßnah- 
men im Sozialraum zu flankieren und die Beteiligungsprozesse 
vorzubereiten. Beispielsweise könnten Beteiligungsmaßnahmen 
wie Malwettbewerbe zur Gestaltung des Spielplatzes (2.0.4) oder 
Nachbarschaftsfeste und Begegnungstage zur Mieter- und Eigen- 
tümeraktivierung umgesetzt werden, bei denen konkrete Bezüge 
zu den städtebaulichen Maßnahmen entstehen. Die Richtlinien 
des Verfügungsfonds werden dementsprechend ausgestaltet.  
Im Rahmen des „Verfügungsfonds“ – ein niedrigschwelliges Akti- 
vierungsinstrument – übernimmt das Quartiersmanagement bei- 
spielsweise die Aufgabe, Bewohnerinnen und Bewohner sowie 
weitere Sozialraumakteure für eine Antragstellung zum Verfü- 
gungsfonds zu motivieren und sie bei der Umsetzung ihrer Ideen 
und Vorstellung zu unterstützen.  
Förderanträge zum Verfügungsfonds sind an das im Sozialraum 
verortete Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung zu stel- 
len. Potenzielle Anträge werden dort zunächst auf grundsätzliche 
Förderfähigkeit geprüft und dann in enger Abstimmung mit der 
Sozialraumkoordination inhaltlich bewertet und bei Bedarf priori- 
siert. Hierfür wird durch das Quartiersmanagement eine Arbeits- 
gruppe zur fachlichen (Vor-) Bewertung der Anträge eingerichtet. 
Die letztendliche Beschlussfassung von Förderanträgen erfolgt 
durch ein entsprechendes Entscheidungsgremium für den Sozial- 
raum „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“. Die opera- 
tive Abwicklung des Verfügungsfonds erfolgt in Arbeitsteilung 
zwischen dem Quartiersmanagement und der zentralen Koordi- 
nierungsstelle beim Amt für Stadtentwicklung und Statistik.  
 
Projektbaustein: Bestandserhebung und Schnittstellen-
management 
Der Projektbaustein bildet die Basis des Prozesses einer „Stadt- 
entwicklung aus dem Quartier heraus“. Im Mittelpunkt steht dabei 
zunächst die Schaffung von Grundlagen für die Umsetzung des 
Prozesses zur Sozialraumorientierten Stadtentwicklung. Die um- 
fasst die Analyse der lokalen Akteurs- und Angebotsstruktur, die 
Ableitung der Handlungsbedarfe und das Aufzeigen von Schnitt- 
stellen. Auf den Erkenntnissen aufbauend, erfolgt die detaillierte 
Umsetzungskonzeption des Prozesses und das Wissensma- 
nagement (laufende Bereitstellung der Informationen für alle Ak- 
teure im Programmgebiet).  
Dieser Projektbaustein wird mit städtsichen Ressourcen umge- 
setzt.  
 
Projektbaustein Öffentlichkeitsarbeit  
Der Projektbaustein setzt sich aus unterschiedlichen Instrumen- 
ten der Öffentlichkeitsarbeit und Medienarbeit zusammen. Es 
wird ein Strategie- und Kommunikationskonzept zur Öffentlich- 
keitsarbeit und zur „Vermarktung“ des Programms erarbeitet. Der 
Schwerpunkt liegt dabei in den Themen Beteiligung, Mitwirkung

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
49  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
und Aktivierung. Ziel ist es die unterschiedlichen Zielgruppen nie- 
derschwellig und bedarfsgerecht zu erreichen und die dafür er- 
forderlichen Instrumente zu entwickeln. Darüber hinaus wird auf 
die klassischen Instrumente der Öffentlichkeitsarbeit zurückge- 
griffen, um das Programm zu kommunizieren.  
Für die Erbringung der Leistungen wird zusätzliche Expertise und 
Ressourceneinsatz benötigt, so dass eine Ausschreibung vorge- 
sehen ist.  
Zielgruppe Die Zielgruppe ist sehr breit aufgestell t. Die Maßnahme kommt 
insbesondere den unterschiedlichen Teilgruppen der Bewohne- 
rinnen und Bewohnern im Sozialraum zugute. Aber auch die 
Verwaltung, Träger, Politik, sonstige staatliche Institutionen auf 
kommunaler Ebene, Sozialraumkoordinatorinnen und Sozial- 
raumkoordinatoren, weitere (organisierte) lokale Akteure und In- 
teressensvertretungen sind in die Zielgruppe inbegriffen.  
Ziele Projektbaus tein: Quartiersmanagement  
Querschnittsziele 
− Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung 
 
Operative Ziele 
− Aufgewertete und vernetzte Begegnungs- und Lebens-
räume 
− Verbesserte Aktivierung der Mieter am Wohnort 
 
Projektziele 
− Das Quartiersmanagement zielt darauf ab die Bewohn er- 
schaft des Sozialraumes zu erreichen, zu aktivieren  und 
zu unterstützen. Es handelt sich um eine niedrigsch welli- 
ge und aktivierende Maßnahme zur Verbesserung von 
Teilhabe und Mitwirkung. Ziel ist es, über die Maßnahmen 
des Integrierten Stadtentwicklungsprogramms „Starke  
Veedel – Starkes Köln“ die Verantwortung der Bewohn e- 
rinnen und Bewohner sowie weiterer Akteure für das „ei- 
gene“ Veedel langfristig zu stärken, zu stabilisier en und 
selbsttragende Strukturen auszubauen. Darüber hinau s 
werden folgende Ziele verfolgt: 
o Koordination und Bündelung der im Rahmen des Inte-
grierten Stadtentwicklungskonzeptes vorgesehenen 
Bewohnerbeteiligungen und –-aktivierungen sowie wei- 
terer Akteure vor Ort in Abstimmung mit der Sozial-
raumkoordination 
o Intensivierung des nachbarschaftlichen, bürgerscha ftli- 
chen und ehrenamtlichen Engagements durch den Ver- 
fügungsfonds 
o Verbesserung der Vernetzung und Kooperation der Ak - 
teure im Sozialraum in Bezug auf die im Integrierte n 
Gesamtprogramm, „Starke Veedel – Starkes Köln“ ver-
ankerten Maßnahmen 
 
Projektbaustein: Verfügungsfonds  
Querschnittsziele 
− Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung 
 
Projektziele  
− Mit dem Verfügungsfonds wird das Ziel verfolgt, Be woh-

50  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
nerinnen und Bewohner sowie lokale Akteure des Sozi al- 
raumes aktiv in die Quartiersentwicklung einzubezie hen. 
Im Focus steht die Intensivierung des nachbarschaft li- 
chen, bürgerschaftlichen und ehrenamtlichen Engage-
ments. Die kurzfristige und unkomplizierte Umsetzun g ei- 
ner Vielzahl von kleinen Projekten und Maßnahmen so ll 
zur Verbesserung des Miteinanders im Sozialraum führen. 
Forciert werden soll insbesondere eine Verbesserung  in 
der Kommunikation und Vernetzung innerhalb der Bürger- 
schaft des Sozialraumes „Porz-Ost, Finkenberg, Grem - 
berghoven und Eil“ sowie eine Stärkung der Kooperat ion 
der Akteure untereinander.  
 
Projektbaustein: „Bestandsanalyse und Schnittstellen-
management“ 
Querschnittsziele  
− Sozialraumorientierte Stadtentwicklung  
 
Projektziele 
− Im Sozialraum „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven  
und Eil“ werden bereits eine Vielzahl an Aktivitäte n und 
Maßnahmen wirksam, stehen in der Praxis aber oftmal s 
zu stark nebeneinander. Mit dem Baustein „Bestandsana- 
lyse und Schnittstellenmanagement“ sollen im Sinne einer 
sozialraumorientierten Handlungsweise, die Maßnahme n 
vor Ort vernetzt werden und vorhandene Lücken über er- 
gänzende Maßnahmen geschlossen und Dopplungen 
aufgezeigt werden. Ziel ist es die Zusammenarbeit in allen 
Fachbereichen der Verwaltung sowie mit der Bürgerschaft 
und den weiteren Akteuren vor Ort zu stärken. Dabei  
knüpft der Prozess bei den bestehenden Strukturen sowie 
den Aktivitäten und Angeboten der Akteure vor Ort an, die 
bereits eine Vielzahl an laufenden Maßnahmen umsetzen.  
Projektbaustein: Öffentlichkeitsarbeit  
Querschnittsziele 
− Verbesserte Teilhabe- und Mitwirkung 
 
 
Operative Ziele 
− Verbesserte Aktivierung der Mieter am Wohnort 
− Stärker unterstützte und entwickelte Wohnadresse 
 
Projektziele 
− Ziel der Öffentlichkeitsarbeit ist es, einen aktiv en Prozess 
zur Konsens- und Imageentwicklung zu initiieren, in  des- 
sen Vordergrund die Entwicklung eines neuen positiv en 
„Stadtteil-Gefühls" steht. 
− Eine breit ausgerichtete Öffentlichkeitsarbeit die nt darüber 
hinaus der Information und Aktivierung der Akteure im 
Sozialraum „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und  
Eil“. Sie richten sich im Wesentlichen an Bewohneri nnen 
und Bewohner, Multiplikatoren und Unternehmen sowie  
weitere Akteure und verfolgt dabei das Ziel, das Pr o- 
gramm und die damit verbundenen Maßnahmen bekannt 
zu machen und eine positive Aufbruchsstimmung im So -

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
51  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
 
  
zialraum zu erzeugen.  
− Die Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit setzten be i der 
Beteiligung und Aktivierung von Bevölkerung und Akt eu- 
ren vor Ort an und bilden einen wichtigen Beitrag z ur Mit- 
gestaltung des Programms durch die Bewohnerschaft.  
Indikatoren Projektbaustein: Quartiersmanage ment  
− Bekanntheit, Akzeptanz und praktische Annahme des 
Quartiersmanagements bei der Bewohnerschaft 
− Anzahl der Teilnehmenden bei den durchgeführten Ve r- 
anstaltungen 
 
Projektbaustein: Verfügungsfonds 
− Anzahl der beantragten Maßnahme 
− Anzahl der durchgeführten Maßnahmen 
− Anzahl der beteiligten Personen 
 
Projektbaustein: „Bestandsanalyse und Schnittstellen-
management“ 
− Anzahl der Prozessbeteiligten 
− Anzahl der entwickelten bedarfsorientierten Angebo te im 
Konsens 
− Anzahl der beteiligten Dienststellen in der Verwal tung 
− Anzahl der Zielgruppen, die im Prozess erreicht wu rden 
− Subjektive Einschätzung des Prozesses durch die Pr o- 
zessbeteiligten 
 
Projektbaustein: Öffentlichkeitsarbeit  
− Anzahl der Veröffentlichungen (Flyer, Artikel, etc .) 
Kosten Verfügungsfonds: 66.667 € 
Quartiersmanagement: 109.100  € 
Öffentlichkeitsarbeit: 70.000€ 
 
 
Gesamtkosten: 245.767 € 
Davon 2020 130.384 €
 
Davon 2021 115.383 €  
  
Projektlaufzeit / Zeitraum Für alle Arbeitsmodule i st prozessbegleitend eine Projektlaufzeit 
von 24 Monate vorgesehen.  
01.01.2020 bis 31.12.2021 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Stadten twicklung und Statistik 
Förderung Städtebauförderung  
Bemerkung

52  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Lfd. Nr. 1.0.16  Handlungsfeld Früh ansetzende Hilfen 
Maßnahme Zugehende Hilfe zur Überleitung ins Regel system und Ent- 
wicklung einer beruflichen Perspektive für junge Menschen 
mit psychischen Problemen bis 27 Jahre in allen Sozialraum- 
gebieten, hier „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und 
Eil“  
Inhalt Ausgangslage  
Die elf Sozialraumgebiete  
− Bickendorf Westend Ossendorf 
− Chorweiler Blumenberg Seeberg 
− Höhenberg Vingst 
− Ostheim Neubrück 
− Mülheim-Nord Keupstr 
− Buchheim Buchforst 
− Porz Ost Finkenberg Gremberghoven Eil 
− Meschenich Rondorf 
− Bilderstöckchen 
− Bocklemünd Mengenich 
− Kalk Humboldt/Gremberg 
weisen sich durch wirtschaftliche, soziale und gesundheitliche 
Benachteiligung aus. Hier leben gehäuft Familien mit niedrigem 
sozialen Status und Multiproblemlagen. Viele der dort aufwach- 
senden jungen Menschen bis 27 Jahre werden aufgrund von 
ganz unterschiedlichen Problemkonstellationen daran gehindert, 
eine eigene Lebensperspektive insbesondere im Hinblick auf eine 
berufliche Zukunftsgestaltung zu entwickeln. Ihnen fällt es 
schwer, die altersüblichen Entwicklungsschritte zu gehen. Sie 
ziehen sich zurück und vermeiden den direkten Kontakt zu ande- 
ren Menschen oder verhalten sich aggressiv und abweisend. Oft 
werden auch Alkohol bzw. illegale Drogen konsumiert. Ursache 
eines solches Verhaltens können psychiatrische sowie weitere 
Beeinträchtigungen oder Erkrankungen sein, die als solche meist 
(noch) nicht diagnostiziert sind. Dieses müsste aber frühzeitig er- 
kannt und bei der weiteren schulischen oder beruflichen Planung 
berücksichtigt werden. Unter Umständen wäre parallel (oder vor- 
geschaltet) eine Behandlung/Therapie erforderlich, um eine be- 
rufliche Perspektive überhaupt in Angriff nehmen zu können. Die- 
se jungen Menschen benötigen daher eine gezielte Unterstützung 
von Menschen, die ihre Bedürfnisse erkennen, über sozialpsychi- 
atrische Kenntnisse verfügen und eng mit dem psychiatrischen 
Hilfesystem zusammenarbeiten.  
 
Kölner Fachleute unterschiedlicher Institutionen (z. B. Jobcenter, 
Landschaftsverband, Ämter der Stadt Köln, Träger der Jugendhil- 
fe und Erwachsenenpsychiatrie) haben Anfang 2016 Handlungs- 
empfehlungen entwickelt, die spezielle Hilfen für die Zielgruppe 
der jungen Menschen mit psychischen Problemen präferieren. 
Unter der Bezeichnung „Kompetenzzentrum U 27“ (Arbeitstitel) 
beinhalten die Empfehlungen ein Gesamtangebot bestehend aus 
einer zugehenden Hilfe , einer niederschwelligen Beratung, ei- 
nem Kontaktangebot und Hilfen zur Tagesstrukturie- 
rung/Beschäftigung.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
53  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
 
Das Angebot der zugehenden Hilfe  für junge Menschen mit psy- 
chischen Problemen bis 27 Jahre in allen Sozialraum gebieten 
könnte als ein wesentlicher Baustein innerhalb der o.g. bedarfs- 
orientierten Angebotsstruktur fungieren, da er Betroffenen mit be- 
sonders hohem Entwicklungsbedarf den Weg zu weiterf ührenden 
Unterstützungsleistungen zugänglich macht. Erfahrungswerte be- 
legen, dass die jungen Menschen, die in einem sozia l benachtei- 
ligten Umfeld leben und zusätzlich eine psychische Beeinträchti- 
gung aufweisen, einen sehr niedrigschwelligen Zugan g benöti- 
gen, um im Regelsystem wie z.B. gesundheitliche Versorgung, im 
Bildungssystem, Arbeit, anzukommen. Immer dann, wen n die 
Komm-Strukturen eines Angebots, beispielsweise eine r Bera- 
tungsstelle, (noch) nicht greifen, bietet zugehende  Hilfe die Mög- 
lichkeit einer ersten Kontaktaufnahme und Überleitu ng zu dem 
passgenauen Angebot mit Komm-Struktur. In der Praxis bedeutet 
dies, dass die jungen Menschen überwiegend zu Hause  aufge- 
sucht werden, da sie häufig sozial zurückgezogen le ben, keinen 
Peergroups angehören, weder die Angebote für Jugend liche und 
junge Erwachsene noch entsprechende Institutionen n utzen oder 
sich an bekannten Hotspots ihrer Altersgruppe in de r Stadt auf- 
halten. Der sozialpsychiatrische Ansatz hat dabei d as Ziel, junge 
Menschen mit psychischen Problemen niedrigschwellig  in ihren 
Alltagskompetenzen zu stärken, die Betroffenen lang fristig in das 
Regelsystem anzubinden und Übergänge in gesundheitl ichen, 
schulischen und/oder beruflicher Lebensbereichen zu  begleiten. 
Je nach Einzelfall können hierzu auch Maßnahmen des  Jobcen- 
ters gehören. Rückmeldungen der Mitarbeiter/innen d es Jobcen- 
ters U 25 zufolge, sind viele der jungen Kundinnen und Kunden 
nicht in der Lage, die Voraussetzungen solcher Maßn ahmen des 
Jobcenters zu erfüllen. Sie benötigen im Vorfeld Hi lfen, die sie 
auf einen solchen Schritt vorbereiten. Damit bekäme  auch ein 
bisher kaum zu erreichendes Klientel die Chance, an  Zukunfts- 
perspektiven zu arbeiten. Ebenso können auf diese W eise Maß- 
nahmenabbrüche verhindert und Ressourcen gezielt ei ngesetzt 
werden. Die zugehende Hilfe würde eine bisher in de r Fachwelt 
deutlich wahrgenommene Lücke im Hilfesystem schließen.  
 
 
Schnittstellen zu Regelangeboten und Anknüpfungsmög- 
lichkeiten  
 
• Bildungseinrichtungen wie Schulen, insbesondere die 
Schulsozialarbeit, sonstige städtische Einrichtungen, 
Jobcenter U25 und alle Akteure in den Sozialraumge-
bieten vor Ort  sind wichtige Kooperationspartner, da sie 
häufig Hinweise auf die Personen der bedürftigen Ziel- 
gruppe erhalten oder in direktem Kontakt mit den Perso- 
nen stehen (z. B. Schulen, Kompetenzagenturen) Insbe- 
sondere bei vermuteten oder bestehenden psychiatri-
schen Problemlagen kann das hier dargestellte Angebot 
von den Kooperationspartnern hinzugezogen werden bzw. 
eine Vermittlung erfolgen.   
• Mit  dem Jobcenter U25 gibt es im Rahmen der einzel- 
fallbezogenen Begleitung eine enge Zusammenarbeit,

54  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
u. a. wenn es um die Entwicklung einer beruflichen Per- 
spektive geht. Sollte sich bei der Beratung eines Jugendli- 
chen/jungen Erwachsenen durch das Jobcenter U25 eine 
sozialpsychiatrische Problematik abzeichnen, besteht im 
Rahmen der Kooperation die Möglichkeit, eine einzelfall- 
bezogene Begleitung durch die hier dargestellte Maß- 
nahme einzuleiten.  
• Streetwork der Jugendhilfe  
(siehe auch Maßnahme 1.05) 
Im Gegensatz zu dem hier dargestellten Angebot 1.0.16 
besteht die Zielgruppe von Streetwork in der Regel aus 
Kindern und Jugendlichen, die sich an bekannten Hot- 
spots aufhalten und sich dort mit Gleichgesinnten der 
Peergroup treffen. Daher sind im überwiegenden Fall die 
Zielgruppe von Streetwork und die Zielgruppe des hier 
dargestellten Angebots nicht identisch. Wenn sich jedoch 
bei der einzelfallbezogenen Begleitung eines Jugendli- 
chen/jungen Erwachsenen im Rahmen von Streetwork ei- 
ne sozialpsychiatrische Problematik abzeichnet, besteht 
im Rahmen der Kooperation beider Maßnahmen die Mög-
lichkeit, dass die einzelfallbezogene Begleitung entspre- 
chend an die hier dargestellte Maßnahme übergeleitet 
wird.  
• Gesundheitsamt  
Es gibt eine enge fachliche Kooperation des o.g. Ange- 
bots 1.0.16 mit dem Sozialpsychiatrischen Dienst des Ge- 
sundheitsamtes. Das Angebot 1.0.16 ergänzt das beste- 
hende Regelangebot. Der Sozialpsychiatrische Dienst ist 
ein stadtweites Angebot, das Hilfen und Beratung für Er- 
wachsene mit einer psychischen Erkrankung nach dem 
ÖGD und Gesetz über Hilfen und Schutzmaßnahmen bei 
psychischen Krankheiten (PsychKG). vorhält (z.B. in Kri- 
sensituationen). Es handelt sich dabei in der Regel nicht 
um eine intensivierte und längerfristige Begleitung, son- 
dern um eine situative Hilfestellung für ausschließlich er- 
wachsene Menschen.  Das hier neu benötigte Angebot 
richtet sich hingegen auch an minderjährige junge Men- 
schen mit in der Altersphase benötigten spezifischen Hil- 
festellungen – sobald der Bedarf auftritt oder bekannt 
wird.  
 
In der Praxis zeigt sich, dass eine Kontaktaufnahme zu 
diesen jungen Menschen mit der beschriebenen Proble- 
matik überaus schwierig ist. Ihnen ist selbst nicht bewusst, 
dass ggf. psychische Problemlagen vorliegen. Daher se- 
hen sie keinen Grund, einen Fachdienst wie den Sozial- 
psychiatrischen Dienst oder einen niedergelassenen 
Facharzt/eine Fachärztin aufzusuchen. Die Angehörigen 
nehmen die Situation meist deutlicher wahr. Ihnen ist auf- 
grund ihrer persönlichen Betroffenheit und (in der Regel) 
fehlender Fachkenntnisse jedoch nicht möglich ist, die Ju- 
gendlichen bzw. jungen Erwachsenen zu motivieren, aktiv 
Hilfe zu suchen. Meist vergeht sehr viel Zeit, sodass die 
Betroffenen erst viel zu spät Zugang zum Hilfesystem fin- 
den. In der Zwischenzeit ist u. U. keine gezielte Perspek-

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
55  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
tivplanung erfolgt oder die Ausbildung bzw. die Schule 
wurde abgebrochen, da keine helfenden Maßnahmen be-
gonnen worden sind. Eine Erfahrung, die sehr frustrierend 
für die jungen Menschen ist und im Zuge einer umfassen- 
den Hilfeplanung vermieden werden könnte. Die hier be- 
schriebene Maßnahme 1.016 ist eine aufsuchende, spe- 
ziell auf junge Menschen und schulische/berufliche Orien- 
tierung ausgerichtete Hilfe mit einem besonders nied- 
rigschwelligen Ansatz. Sie ist daher geeignet, einen Kon- 
taktaufbau schrittweise einzuleiten. Darüber hinaus kann 
durch die Spezialisierung und den intensiven Kontakt zu 
Schnittstellen, beispielsweise mit dem Jobcenter U25, ei- 
ne wirksame und zielgerichtete Hilfe angeboten werden. 
Aufgrund der Vernetzung des hier beschriebenen Ange- 
bots im Sozialraum und entsprechenden Institutionen wie 
z. B. den Schulen, ist es u. a. möglich, die betroffenen 
jungen Menschen überhaupt zu erreichen. Dadurch kann 
frühzeitig präventiv eingeschritten und die Chronifizierung 
einer evt. bestehenden Erkrankung oder die Erlangung 
einer Erkrankung vermieden werden.  
 
Projektbeschreibung 
• Intensiv abholende und stark akzeptierendes Hilfsa ngebot, 
sprichwörtlich abholende Begleitung beispielsweise beim 
Verlassen der Wohnung oder bei der Kontaktherstellung mit 
anderen Menschen, die eine sehr akzeptierende und lang- 
sam aufbauende Hilfe notwendig macht und auf einer ver- 
trauensvollen Beziehung beruht.  
 
• Stärkung der Alltagskompetenzen und somit langfris tig An- 
bindung an die Regelangebote. Dabei ist es von größter 
Wichtigkeit, dass dieser Prozess kontinuierlich verläuft und 
sich an den individuellen Bedürfnissen jedes Einzelnen orien- 
tiert. 
 
Beispielhafte Aufgabendarstellung 
• Herstellung einer vertrauensvollen Kontakts im Rah men auf- 
suchender Tätigkeit 
• Entwicklung einer individuellen realistischen Pers pektive, 
insbesondere im Bereich Tagesstrukturierung, Beschäfti- 
gung, Ausbildung 
• Gestaltung des Übergangs zwischen Schule und Beruf : 
 Hilfe im Kontakt zum Jobcenter U 25 und anderen In stitu- 
tionen 
 Anbindung an die Angebote des gesundheitlichen Reg el- 
systems  
 
Diese Maßnahme hat einen modellhaften Ansatz, der erstmalig in 
Köln erprobt wird. 
Es kann dabei auf Erfahrungen bereits durchgeführter Projekte in 
anderen Städten, z.B. „Achtung-Fertig-Los!“ in Velbert, mit ähnli- 
chen Zielsetzungen zurückgegriffen werden. 
 
Der Sozialpsychiatrische Dienst des Gesundheitsamtes, als kom- 
munaler Leistungsträger der Daseinsvorsorge, erfüllt, wie oben

56  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
beschrieben, konkrete Aufgaben gemäß ÖGD und PsychKG (Ge- 
setz über Hilfen und Schutzmaßnahmen bei psychischen Krank- 
heiten). Zu den Tätigkeiten des Dienstes gehört eine meist situati- 
ve Hilfestellung und Krisenintervention. Ebenso wird entsprechend 
der gesetzlichen Vorgaben keine auf Dauer angelegte intensive 
Begleitung und Beratung von Menschen mit psychischen Proble- 
men über einen längeren Zeitraum geleistet. Der Dienst kann auch 
nur von erwachsenen Betroffenen ab 18 Jahren in Anspruch ge- 
nommen werden und ist nicht altersspezifisch auf ein junges (min- 
derjähriges) Klientel ausgerichtet. Erfahrungsgemäß treten 
Schwierigkeiten und die Notwendigkeit einer beruflichen oder 
schulischen Planung bereits vor dem Erreichen einer Volljährigkeit 
auf. Zu erwarten ist vielmehr, dass der Sozialpsychiatrische Dienst 
als Kooperationspartner, junge Menschen an die Projektmitarbei- 
ter/innen vermitteln wird.  
 
Ergänzend zu den genannten Aufgaben können die konkreten Ak- 
tivitäten der zugehenden Hilfe beispielhaft sein: 
• Motivation zur Entwicklung einer realistischen Zuk unftspla- 
nung und Hilfe bei der Umsetzung (individuelle Hilfeplanung) 
• Begleitung bei notwenigen Behördengängen (Jobcente r, Ju- 
gendamt etc.) 
• Motivation und Begleitung zu ggf. einer psychiatri schen Be- 
handlung und/oder Psychotherapie 
• Hilfe bei der Kontaktaufnahme zu anderen Hilfeträg ern (Bil- 
dungseinrichtungen, Arbeitsprojekten, Betreutes Wohnen 
etc.) 
• Unterstützung bei der Aufnahme und Pflege sozialer  
Kontakte 
• Hilfe bei der Gestaltung freier Zeit und Vermittlu ng zu spezi- 
ellen Freizeitangeboten zur Tagesstrukturierung 
• Beratung und Unterstützung der Angehörigen des Bet roffe- 
nen/der Betroffenen 
 
Zu den über den Einzelfall hinausgehenden Aufgaben gehören  
u. a.:  
• Kontaktaufbau und -erhalt zu regionalen Kooperatio nspart- 
nern 
• Klienten-Akquise im Sozialraum 
• Fachlicher Austausch und Teilnahme an arbeitsfeldb ezoge- 
nen Gremien (Einrichtungsebene) 
Es ist davon auszugehen, dass durchschnittlich bis zu 5 Prozent 
der Wochenarbeitszeit für übergreifende Tätigkeiten verwendet 
wird. 
 
Die Hilfe kann ohne formales Verfahren beginnen, sobald der Be- 
troffene/die Betroffene Interesse zur Mitarbeit bekundet. Sie endet, 
wenn eine erfolgreiche Anbindung an eine weiterführende Hilfe 
erfolgt, die eine konkrete und nachhaltige Perspektive eröffnet 
bzw. wenn der Betroffene/die Betroffene keine Unterstützung mehr 
benötigt oder wünscht. 
 
Die Intensität der Begleitung entspricht dem jeweiligen Hilfebedarf 
und wird voraussichtlich mehrere persönliche Kontakte pro Woche

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
57  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
umfassen. Sie erfordert ergänzend von den Fachkräften eine Vor- 
und Nachbereitungszeit, um Telefonate zu führen und Schriftver- 
kehr bearbeiten zu können. Geschätzt handelt es sich dabei um 
ca. 3,5 bis 4 Stunden pro Woche und Klient bzw. Klientin und kann 
sich über einen Zeitraum von durchschnittlich 6 bis 9 Monaten er- 
strecken. 
 
Zielgruppe Junge Menschen mit psychischen Problemen  bis 27 Jahre  
Ziele Operative Ziele  
• Neu geschaffenen, bedarfsgerechte Angebotsstruktu- 
ren   
• Vernetze Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bere ich 
Bildung, Gesundheit und Arbeitsvermittlungen mit bedarfs- 
gerechten Zugängen und Angebotsformen 
Projektziele 
• Die jungen Menschen finden durch die neue bedarfsg e- 
rechte aufsuchende Angebotsstruktur, die die psychische 
Problematik berücksichtigt, den Zugang zu den Angeboten 
gesundheitlicher Versorgung und sonstiger Regelangebote.  
 
• Unter Berücksichtigung der psychischen Problematik   wer- 
den individuelle Ziele mit der Perspektive beruflicher 
und/oder sozialer Teilhabe vereinbart und umgesetzt. 
 
• Durch Vernetzung des Angebots mit anderen Angebote n 
wie zum Beispiel Vedelscenter (3.0.7), U25, Jobcenter, 
Schulsozialarbeit (s.o.) wird der Übergang für die Betroffe- 
nen ins Regelsystem erleichtert.  
 
Im Projektzeitraum sollen mindestens 40 junge Menschen mit psy- 
chischen Problemlagen begleitet und je in mindestens ein Angebot 
vermittelt werden, das einen weiteren Schritt in Hinblick auf die 
berufliche Perspektive bzw. deren Einmündung bedeutet. Dieses 
Angebot kann je nach individueller Problemlage im gesundheitli- 
chen, schulischen, ausbildungs-, qualifizierungs- und/oder berufs- 
bezogenen Bereich liegen. Bei der Angabe von 40 Projektteilneh- 
menden handelt es sich nicht um eine festgelegte Platzzahl, son- 
dern um eine Mindestzahl von jungen Menschen, bei denen die 
intensive Betreuung zu einer konkreten Vermittlung bzw. Anbin- 
dung an eine weiterführende Hilfe des Regelsystems auch tatsäch- 
lich führen soll. Es ist davon auszugehen, dass ein höherer Anteil 
an jungen Menschen erreicht wird, jedoch nicht sofort bei jedem 
eine Vermittlung ins Regelsystem gelingt. Über die Möglichkeit, 
den Kontakt zu halten, bestünde auch bei diesen jungen Men- 
schen langfristig eine Chance, durch eine intensivere Betreuung in 
eine verbindliche Vermittlung einzumünden.  
 
Grundsätzlich ist die Dauer des Betreuungszeitraums nicht be- 
grenzt und wird sich an den jeweiligen Lebensumständen orientie-

58  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
ren, insbesondere wenn man bedenkt, dass aufgrund der einzel- 
nen Problemkonstellationen unterschiedliche Themen im Hinblick 
auf eine Verselbständigung bearbeitet werden müssen. Vorgese- 
hen ist jedoch, dass – sobald möglich – eine Überleitung in andere 
Hilfeformen erfolgen soll. Die Betreuungszeit kann jedoch einen 
Zeitraum von ca. 6 bis 9 Monaten erfordern. Dennoch ist davon 
auszugehen, dass nicht bei jeder/jedem Betroffenen eine Überlei- 
tung in eine Hilfe mit konkreter Perspektive innerhalb des angege- 
benen Zeitraums möglich ist. 
 
Die drei Projektträger sind sehr erfahren und haben im Zuge ihrer 
bestehenden Angebote und Kooperationen bereits konkrete Vor- 
stellungen, welche Personen im Sozialraum die Hilfe benötigen 
würden. Darüber hinaus sollen jedoch auch in der Zusammenar- 
beit mit der Sozialraumkoordination, den im Sozialraum tätigen 
Hilfeanbieter, Schulen und anderen Institutionen neue Kooperati- 
onspartner gewonnen werden, die direkt an das Projekt der zuge- 
henden Hilfe vermitteln können. Die Bekanntmachung des Ange- 
bots wird erfahrungsgemäß in den ersten drei Monaten erfolgen, 
gleichzeitig ist es möglich, mit der Begleitung der bereits bekann- 
ten Personen zeitnah zu beginnen. Da die zugehende Hilfe sehr 
individuell mit einem hohen Zeitaufwand begleitet und der Aufbau 
einer vertrauensvollen Beziehung an den Anfang setzt wird, ist mit 
einer hohen Haltewirkung zurechnen. Dieser Ansatz wird einer 
unnötigen Fluktuation innerhalb des Projektes entgegenwirken. 
 
Im Verlauf der Projektarbeit werden in den Sozialräumen Struktu- 
ren der Kooperationen aufgebaut und eine Zusammenarbeit in 
Netzwerken geschaffen, die über den Projektzeitraum hinaus wir- 
ken und bestehen bleiben. Darüber hinaus werden die Erkenntnis- 
se und Ergebnisse des Projektes in die weitere Psychiatrieplanung 
der Stadt Köln einfließen. 
Indikatoren • Anzahl erreichter und beratener Personen 
• Anzahl von Vermittlungen in Hilfen oder Maßnahmen  
Kosten Personalkosten   
Für 11 Sozialräume: 
 
Förderfähige Kosten zur 
Weiterleitung an den Träger 
pro Jahr für 2 Jahre 
Projektmitarbeit, 2 Stellen, 
Pauschale je 76.440 € 
 
152.880 €
 305.760 € 
Für den Sozialraum „Porz-
Ost, Finkenberg, Gremberg- 
hoven und Eil“ sind 5 Pro- 
zent eingeplant 
7.644 €
 15.288 €

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
59  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Nicht förderfähige Kosten 
Für 11 Sozialräume: 
 
Freistellung von Personal, 
1/10 Stelle für 11 Sozialräu- 
me 
7.040 €
 14.080 € 
Davon 5 % im Sozialraum 352 €  704 € 
Sachkosten 700 €  1.400 € 
Davon 5 % im Sozialraum 35 €  70 € 
Gesamtkosten „Porz-Ost, 
Finkenberg, Gremberghoven 
und Eil“ 
8.031 €
 16.062 € 
 
Kofinanzierung 
Für 11 Sozialräume: 
 
Teilnehmende nach SGB II 
(12) 
43.200 €
 86.400 € 
 
Gesamtkosten: 15.358,00 € 
 
Davon: 
 
2017: 5.783,00 €
 
2018: 7.664,00 €  
2019: 1.911,00 €  
 
 
Projektlaufzeit/ 
Zeitraum 
2 Jahre: 01.04.2017 bis 31.03.2019 
Projektverantwortlicher Stadt Köln, Gesundheitsamt 
Förderung ESF 
Bemerkung Ergänzende Hinweise/Besonderheiten: 
Angabe des Fachamts: 
Der Zugang zur Zielgruppe erfolgt über das Thema Gesundheit, 
nicht über das Thema Pädagogik. Die Zielgruppe befindet sich 
jedoch im Übergang zum Erwachsensein, daher fließen je nach 
Entwicklungstand auch pädagogische Elemente in die Begleitung 
ein.  
 
Die Besonderheit des Angebots besteht darin, dass hier Men- 
schen erreicht werden, die neben möglichen psychosozialen Defi- 
ziten eine psychische Problematik aufweisen. Diese Menschen 
benötigen ein sozialpsychiatrisch ausgerichtetes Angebot, da rein 
pädagogische Ansätze nicht mehr greifen.  
Anmerkungen 152-1 Nachrichtlich, die Maßnahme hat b ereits für alle Sozialräume am 
01.04.2017 begonnen.

60  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Laufende Nummer 
1.0.17  
Handlung sfeld: Früh ansetzende Hilfen  
Maßnahme Stadtteileltern  im Sozialraum „Porz -Ost, Finkenberg,  
Gremberghoven und Eil“  
Inhalt Ausgangslage 
Anhand der sozio-ökonomischen Eckwerte im Sozialrau m „Porz-
Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“  wird – wie auch in den 
weiteren zehn Kölner Sozialräumen – deutlich, dass der Bedarf an 
Beratungsangeboten über dem städtischen Durchschnit t liegt. Die 
Erfahrung zeigt zudem, dass insbesondere für den ni ederschwelli- 
gen Zugang entsprechende Angebote in Form von einer  Orientie- 
rungsberatung und Lotsenfunktion in Verbindung mit aufsuchender 
Beratung und Begleitung erforderlich sind, damit bi ldungsbenach- 
teiligte Menschen in prekären Lebenslagen erreicht werden.  
Mit dieser Maßnahme wird ein quartiersbezogener und  nieder- 
schwelliger Beratungsansatz im Veedel geschaffen. D as Angebot 
bildet eine „Türöffner Funktion“ in Richtung Regelangebot.  
 
Projektbeschreibung 
Mit dem Projekt „Stadtteileltern“ sollen niedrigsch wellige Zugänge 
in die Zielgruppen gewährleistet werden. Hierfür we rden die beste- 
henden „Stadtteilmütter-Projekte“ zu einem Stadttei leltern-Projekt 
weiterentwickelt. Auf Grundlage der Erfahrungen aus dem Struktur- 
förderprogramm MÜLHEIM 2020 wird sich an den beiden  folgen- 
den Prinzipien orientiert: 
− Keine Beschränkung der Stadtteileltern auf Migrati onshin- 
tergrund 
− Verstärkte Einbeziehung von Männern als Stadtteilv äter 
Innovativ an dem Vorhaben ist insbesondere die Weiterentwicklung 
der bisherigen Stadtteilmütter-Projekte in ein dreistufiges Qualifizie- 
rungsmodell mit besonderem Fokus auf Nachhaltigkeit  durch Ar- 
beitsmarktintegration: 
− Qualifizierung zur Stadtteilmutter / zum Stadtteil vater  
Die Qualifizierung der Stadtteileltern erfolgt durc h die VHS 
Köln und hat einen zeitlichen Umfang von 6 Monaten und 
circa 20 Unterrichtseinheiten / Woche. Vermittelt w erden 
Kenntnisse in den Bereichen Bildung, Gesundheit und  So- 
ziales sowie Basiswissen in der Beratung. Die Stadt teilel- 
tern unterstützen Familien in Fragen zu diesen Themen und 
fungieren als Lotsen zu Fachberatungsstellen und de m Re- 
gelsystem. 
− Praxiseinsatz als Stadtteileltern (12 bis 18 Monat e) 
Stadtteileltern informieren in vielen Sprachen über  Förder- 
möglichkeiten ihrer Kinder in der Schule, nennen An sprech- 
personen für eine familiäre Unterstützung und berat en bei 
gesundheitlichen Themen oder beim Übergang Schule u nd 
Beruf. Sie leisten in ihrem Veedel praktische Integ rationsar- 
beit 
− Berufsbezogene Anschlussqualifizierung in den erst en Ar- 
beitsmarkt (6 bis 12 Monate), zum Beispiel  
o Betreuung und Versorgung von pflegebedürftigen 
Menschen 
o Haushaltsnahe Dienstleistungen 
o Alltagsassistenz – zum Beispiel in Wohngruppen für  
Demenzkranke

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
61  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
o Pädagogische Hilfskraft, zum Beispiel für den Ein-
satz in einer Offenen Ganztagsschule 
o Verwaltungsassistenz im Gesundheitswesen/ Pati- 
entenlotsin 
Es erfolgt eine dezentrale Koordination der Stadtte ileltern durch 
kooperierende Träger an insgesamt acht Standorten, wobei einige 
Sozialräume für das Stadtteileltern-Projekt zusamme ngefasst wer- 
den. An diesen Standorten wird eine Kombination aus  „Komm“-
Strukturen und aufsuchender Arbeit realisiert. 
Durch die enge Kooperation zwischen den Beratenden und den 
Stadtteileltern werden Beratungs- und Begleitungsan gebote wirk- 
sam miteinander verbunden.  
Die Lernende Region – Netzwerk Köln e.V. begleitet in Kooperation 
mit der Universität zu Köln / Humanwissenschaftlich e Fakultät das 
Projekt „Stadtteileltern“ wissenschaftlich unter de r Fragestellung, 
welche Auswirkungen der Einsatz von Stadtteileltern  auf Wissens- 
bestände und Verhaltensmuster der begleitenden Familien hat. 
 
Abgrenzung und Verbindung des Projektes zu den best ehen- 
den Strukturen 
Das Projekt etabliert eine Verweis- und Lotsenstruk tur, durch die 
der Regelbetrieb der Kölner Beratungslandschaft ges tärkt wird und 
Menschen, die bisher Beratungsangebote in den Berei chen Bil- 
dung, Soziales und Gesundheit nicht oder nur in unz ureichendem 
Maße in Anspruch genommen haben, an diese Strukture n heran- 
geführt werden. 
Das Projekt schließt insbesondere mit seinen aufsuc henden und 
dezentralen Beratungsformaten Lücken in der gesamts tädtischen 
Regelangebotsstruktur und wirkt gleichzeitig auf de r infrastrukturel- 
len Ebene durch die Einbindung der beratenden Einri chtungen 
niedrigschwellige quartiersbezogener Beratungsnetzw erke, die auf 
Dauer angelegt sind. 
Die enge Kooperation mit Familienbildung sowie den Arbeitsmarkt- 
akteuren, den Kompetenzagenturen und Bildungsträgern im Sozial- 
raum ist wesentlicher Projektbestandteil.  
Dies gilt auch für die Kooperation mit bestehenden Beratungsnetz- 
werken wie zum Beispiel Netzwerk früher Hilfen, Net zwerk Erzie- 
hung in Schule (NEIS), Arbeitskreis Vernetzte Beratung, Netzwerke 
der Weiterbildung, etc. 
Zielgruppe Bildungsbenachteiligte  
− Erwachsene 
− Familien  
− Kinder und Jugendliche 
Ziele Operative Ziele 
− Vernetze Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bere ich 
Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebotsfor- 
men 
− Verbessertes Übergangsmanagement – Frühe Bildung, 
Schule, Beruf, Arbeitsmarkt 
− Neu geschaffene, bedarfsgerechte Angebotsstrukture n und 
/ oder Arbeitsplätze 
Projektziele 
− Verbesserung der Bildungs- und Entwicklungschancen  von 
Kindern in den durch Stadtteileltern unterstützten Familien

62  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
− Verbesserung der Grundbildungs- und Erziehungskomp e- 
tenzen von Eltern in den durch Stadtteileltern unterstützten 
Familien 
− Verbesserung der Arbeitsmarktchancen der Stadtteil eltern; 
Integration der Projektteilnehmenden in den 1. Arbeitsmarkt 
Das Projekt wirkt nachhaltig im Quartier durch die Schaffung nied- 
rigschwelliger quartiersbezogener Unterstützungsstr ukturen, die 
auf Dauer angelegt sind. 
Damit entspricht das Projekt der in Prioritätsachse  4: Nachhaltige 
Stadt- und Quartiersentwicklung / Prävention unter Investitionsprio- 
rität 9 (b) formulierten Zielsetzung „Verbesserung der Integration 
benachteiligter gesellschaftlicher Gruppen in Arbei t, Bildung und in 
die Gemeinschaft“ (Ziel 11) in vollem Umfang und leistet einen we- 
sentlichen Beitrag zur Erreichung dieser Zielsetzung. 
Indikatoren − Anzahl der erfolgten Beratungen 
− Anzahl der erreichten Ratsuchenden nach Geschlecht , Al- 
ter, Migrationshintergrund, Status, Beratungsanlass  
− Anzahl der erfolgten Vermittlungen an dritte Stell en 
− Anzahl der durchgeführten Informationsveranstaltun gen 
− Anzahl der durchgeführten Weiterbildungen 
− Anzahl der durch Stadtteileltern erreichten Famili en 
− Veränderung von Wissensbeständen und Verhaltenswei sen 
bei den unterstützten Familien (Erziehungskompetenz , Ori- 
entierungswissen, Integration) 
− Anzahl der in den ersten Arbeitsmarkt vermittelten  Stadtteil- 
eltern 
Kosten 
Kosten für 10 Sozialräume  
Kosten für den             
Sozialraum  
„Porz-Ost, Finken- 
berg, Gremberghoven 
und Eil“ 
  
pro Jahr  3 Jahre 
Stellen-
anteile für 
den Sozi- 
alraum  
anteilige  
Kosten 
Personalkosten      
8 x 0,25 Stellen = 2 Stellen 
Projektmitarbeit  152.880€ 458.640 € 0,2 45.864 € 
Sachkosten     
Bürgerschaftliches  
Engagement 
 144.000 €  14.400 € 
Qualifizierung  
Stadtteileltern  
 12.000€  1.200 € 
 
Zusätzliche Stiftungsgelder  
Qualifizierung  
Stadtteileltern  
 96.000 €  9.600 € 
Evaluation 12.000€ 36.000 €  3.600 € 
Öffentlichkeitsarbeit 8266,67€ 24.800 €  2.480 € 
Lernmedien  8.200 €  820 € 
 
Gesamtkosten  
Stadtteileltern:   779.640 €   77.964 €  
 
Davon Haushaltsjahr 2018:   337.346,67 €   33.734,67 €

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
63 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Davon Haushaltsjahr 2019:   269.146,67 €   26.914,67 € 
Davon Haushaltsjahr 2020:   173.146,66 €   17.314,66 € 
 
Projektlaufzeit / Zeitraum  Projektlaufzeit: 36 Monate / 3 Jahre  
01.01.2018 bis 31.12.2020 
Eine Weiterentwicklung dieser Maßnahme ist denkbar.  Die 
konkrete Fortführung ist im Rahmen einer modularen Be- 
trachtung abhängig vom Evaluationsergebnis der vorg ese- 
henen Maßnahme. 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Weiterb ildung in Kooperation mit Amt für 
Kinder, Jugend und Familie 
Förderung  ESF 
Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und s ind nicht 
erkennbar. 
Bemerkung 165.000 € Drittmittel für das Projekt Sta dtteileltern werden 
durch eine Stiftung bereitgestellt. Weitere Mittel wurden 
durch das Amt für Stadtentwicklung und Statistik ei nge- 
bracht. Schriftliche Finanzierungszusagen liegen vor.

64  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Laufende Nummer 
2.0.4  
Han dlungsfeld: Öffentlicher Raum  
Maßnahme Spiel- und Bewegungsräume in den Veedeln  
Sozialraum „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“: zu- 
sätzliche Fläche für Trendsport in der Grünfläche Stresemannstra- 
ße 
Einrichtung von Angeboten für Trendsportarten sowie Spiel- und 
Bewegungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche in den Sozial- 
räumen 
Inhalt Ausgangslage  
Der dicht bebaute Stadtteil Finkenberg, eine in den 70er Jahren 
entstandene Großsiedlung, weist eine zunehmende gravierende 
bauliche und soziale Problemlage auf.  
Des Weiteren ist ein Mangel an öffentlichen Freiflächen von 429 
Quadratmetern zu verzeichnen. Der geringe Fehlbedarf kann aber 
kaum die fehlende Verteilung der Flächen zum wohnungsnahen 
Spielen im gesamten Stadtteil ausgleichen. Gemäß der Rankinglis- 
te der Jugendhilfeplanung der Stadt Köln unter Berücksichtigung 
von Einwohnerdichte und Anteil an Mehrfamilienhäusern sowie 
Anzahl und Anteil der hier lebenden Kinder und Jugendlichen steht 
Finkenberg an der 67. Stelle.  
Demgegenüber ist jedoch die mangelnde qualitative Ausstattung 
mit zu geringen Spielwert, der bestehenden Spiel- und Bolzplätzen 
beachtlich, die dazu führt, dass hier im Gesamtranking (Qualität im 
Vergleich zur Quantität) Platz 10 erlangt wird. 
Ein weiterer Handlungsbedarf ergibt sich auch aus der im Stadtteil 
vorhandenen Bevölkerungsstruktur sowie den gegebenen familiä- 
ren und sozialen Lebensbedingungen der dort lebenden Kindern 
und Jugendlichen. 
Um den jungen Menschen in Porz-Finkenberg im unmittelbaren 
Wohnumfeld alters- und bedarfsgerechte Spiel-, Kommunikations- 
und Bewegungsräume und damit adäquate Entwicklungsmöglich- 
keiten anbieten zu können, ist die bedarfsgerechte Neugestaltung 
und qualitative Aufwertung der vorhandenen Spielfläche dringend 
erforderlich. 
Kinder und Jugendliche verbringen einen nicht unerheblichen Teil 
ihrer Freizeit im öffentlichen Raum. Sie bewegen sich dabei auf- 
grund fehlender Möglichkeiten nicht nur auf den offiziell ausgewie- 
senen Flächen. Aufgrund des gegebenen Bedarfs sind verstärkt 
niederschwellige, kostenfreie Angebote für jeden ohne Ausgren- 
zung im öffentlichen Raum bereitzustellen  
 
Inhalt Projektbeschreibung  
Die geplanten Maßnahmen sollen im Rahmen eines noch durchzu- 
führenden Beteiligungsverfahrens schwerpunktmäßig festgelegt 
werden. Erst danach kann ein Planungsverfahren aktiviert werden.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
65  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
 
An der Planung der Maßnahmen werden die im Sozialraum leben- 
den Kinder und Jugendlichen sowie die interessierte Bewohner- 
schaft beteiligt. Nur auf diese Weise kann eine bedarfsgerechte 
Gestaltung erreicht werden. Der Aspekt der Barrierefreiheit wird im 
Rahmen der Planung in enger Abstimmung mit dem Behinderten- 
beauftragten der Stadt Köln berücksichtigt. 
Zielgruppe Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene  
Ziele Operative Ziele 
− Erschlossene und bedarfsgerecht weiterentwickelte Flächen 
für neue Nutzungen 
− Aufgewertete und vernetzte Begegnungs- und Lebensr äu- 
me 
Projektziel 
− Zeitnahe Bereitstellung öffentlicher Spiel- und Be wegungs- 
flächen mit hohem Bewegungs- und Aufenthaltswert für 
Kinder, Jugendliche, Familien sowie andere in dem Sozial- 
raum lebende Menschen  
− Schaffung der Voraussetzungen für eine höhere Lebe ns- 
und Aufenthaltsqualität für die Bewohnerinnen und Bewoh- 
ner des Sozialraumes  
Indikatoren  − Anzahl neu errichteter Spiel- und Bewegungsangebot e 
− Umgestaltete Fläche in m²

66  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
− Teilnehmende an den Kinder-, Jugend- und Bürgerbet eili- 
gungen  
 
Kosten Spiel - und Bewegungsräume in den Veedeln Sozialraum 
„Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“  
 
Sach- und Baukosten: 240.000,00 € 
 
Davon:  
2021: 72.000,00 €
 
2022: 120.000,00 €  
2023: 48.000,00 €  
 
Projektlaufzeit / Zeitraum  48 Monate / 4 Jahre 
 
Planung: 01.06.2019 bis 31.12.2020 
Bau: 01.01.2021 bis 30.06.2023 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Kinder,  Jugend und Familie  
Förderung Städtebauförderung 
 
Bemerkung An der Planung der Maßnahme werden Kinder , Jugendliche und 
junge Erwachsene sowie die interessierte Bewohnerschaft beteiligt. 
Nur auf diese Weise kann eine bedarfsgerechte Gestaltung erreicht 
werden.  
Eine Zusammenarbeit und Vernetzung mit den Einrichtungen der 
Kinder- und Jugendarbeit vor Ort und der Sozialraumkoordination 
ist vorgesehen.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
67  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Laufende Nummer 
2.11.4 Handlungsfeld Öffentlicher Raum  
Maßnahme „Multifunktionale Freiräume“  
Sozialraum „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
Umbau von zwei  öffentlichen Platzflächen in Porz-Eil zu 
multifunktionalen Freiräumen mit Retentionsfunktion 
Baumaßnahmen: Gestaltung des Schützenplatzes und des Platzes 
an der Leidenhausener Straße 
Inhalt Ausgang slage  
Porz-Eil ist durch die städtebaulichen Leitbilder der 1970er und 
1980er Jahre von langen und geraden Erschließungssachsen und 
wenig Aufenthalts- und Entschleunigungsräumen geprägt.  
Eine dieser Verbindungsachsen ist die Frankfurter Straße. Diese 
Nord-Süd-Achse gründet auf einem ehemaligen Rheinarm und 
stellt aufgrund der tieferliegenden Geländeoberfläche bei Starkre- 
genereignissen ein erhebliches Risikogebiet für Überflutungen dar. 
Vor dem Hintergrund des Klimawandels sowie des Siedlungs- 
drucks auf Großstädte ist auch in Köln mit einer Zunahme des 
Überflutungsrisikos zu rechnen. 
 
Auszug aus der Starkregengefahrenkarte (extremes Ereignis)  
 
Projektbeschreibung 
In Zusammenarbeit mit durch die Deutsche Bundestiftung Umwelt 
geförderten Forschungsprojekt „MURIEL - Multifunktionale Urbane 
Retentionsräume“ wurde eine Planungsstudie für den Stadtraum 
entlang der Bergerstraße und entlang der Frankfurter Straße in 
Porz-Eil erstellt. Im Bereich der Frankfurter Straße sind insbeson- 
dere quartiersbezogene Platzflächen untersucht worden.  
Als Ergebnis aus der Studie, sollen, um die Überflutungsgefahr im 
Sozialraum zu verringern, nachfolgende zwei Flächen zu multifunk- 
tionalen urbanen Retentionsräumen mit Aufenthaltsqualität umge- 
baut werden (Reihenfolge von Nord nach Süd).

68  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Nr. 1 Eiler Schützenplatz  (nördlich der Einmündung des  
         Hirschgrabens in die Frankfurter Straße) 
Der Eiler Schützenplatz liegt auf Höhe der Einmündung des 
Hirschgrabens in die Frankfurter Straße und bietet bereits heute 
gute Voraussetzungen für eine multifunktionale Flächennutzung. Er 
dient als Naherholungsfläche – mit derzeit jedoch geringer Aufent- 
haltsqualität – und wird darüber hinaus von der Schützenbrüder- 
schaft für das einmal jährlich stattfindende Schützenfest genutzt. 
Im Zuge des Umbaus soll die Aufenthaltsqualität deutlich erhöht 
werden, um die Fläche für die lokale Bevölkerung aktiv nutzbar zu 
machen und positive Impulse im öffentlichen Raum zu setzen. Da- 
mit das Schützenfest auch künftig in die multifunktionale Flächen- 
nutzung integriert werden kann, ist eine möglichst ebene Gestal- 
tung der Geländeoberfläche erforderlich.  
 
Nr. 2 Platz an der Leidenhausener Straße (nordöstlich der 
Einmündung der Leidenhausener Straße in die Frankfurter 
Straße) 
Unmittelbar nördlich der Einmündung der Leidenhausener Straße 
in die Frankfurter Straße befindet sich ein Quartiersplatz. Östlich 
angrenzend befindet sich ein gastronomischer Betrieb, der für die 
Belebung des Platzes eine wichtige Funktion übernimmt.  
Auch hier wird mit dem Platzumbau eine Aufwertung des öffentli- 
chen Raumes angestrebt, von dem positive Impulse auf das Stadt- 
teilzentrum von Eil ausstrahlen sollen. 
 
Baustein 1: Grundlagenermittlung, Vor- und Entwurfsplanung 
Ziel ist es, nach einer Grundlagenermittlung eine Vorplanung für 
die bisher untergenutzten Wege- und Platzflächen sowie für den 
Straßenraum zu erstellen, sodass hochwertige Aufenthaltsorte für 
die Bevölkerung entstehen. Ökologische Belange sollen ergänzend 
zu bewährten Gestaltungselementen (Stadtmobiliar, Beleuchtung 
etc.) in die Freiraumkonzeption einfließen. Dabei soll (ausgehend 
von dem Forschungsansatz des MURIEL-Projektes) ein besonde- 
res Augenmerk auf klimawandelrelevante Aspekte und entsiegeln- 
de Maßnahmen gelegt werden. Im Fokus der Vorplanung steht die 
Konzeption multifunktionaler, klimasensibler Freiräume, die neben 
ihrer Hauptfunktion als Aufenthaltsflächen einerseits in der Lage 
sind, die Abflüsse extremer Starkregen temporär zurück zu halten 
und die andererseits in Hitze- und Trockenperioden durch Ver- 
schattung und über Verdunstungsprozesse Kühleffekte im Quartier 
bewirken können. 
− Voruntersuchung und Konzeptphase (Vergabe und Durc hfüh- 
rung der Leistungsphasen 1-3) 
Baustein 2: Bürgerworkshop (2018) 
− Im Rahmen der Entwurfskonzeption soll im Sommer 20 18 
ein Beteiligungsprozess (Bürgerworkshop) mit der örtlichen 
Bevölkerung durchgeführt werden, um Bedürfnisse und lo- 
kale Ideen einzubeziehen. Die Bürgerinnen und Bürger sol- 
len sich mitteilen und die neue Form des öffentlichen Rau- 
mes gestalten können. Aufbauend auf den Ergebnissen des 
Beteiligungsprozesses, soll die Konkretisierungsphase ein- 
geleitet werden (Entwurfsplanung). 
− Vergabe und Durchführung der Leistungsphasen 1-3

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
69  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Baustein 3: Konkretisierungsphase (201 8) 
− Vorgesehen ist eine Realisierung der zwei Vorhaben . Auf- 
bauend auf den Erkenntnissen der Konzeptphase und der 
Bürgerbeteiligung soll der Entwurf in die politisch abge- 
stimmte Baubeschlussfassung parallel zum Förderantrag 
überführt werden. 
− Planungs- und Baubeschluss  
− Leistungsphase 3 
Baustein 4: Bauphase (2019-2022) 
− Vorbereitung der Ausführungsplanung  
− Ausführung der Maßnahmen  
− Leistungsphasen 5 bis 9  
Zielgruppe alle Altersgruppen, Geschlechter und Leb ensstile 
Ziele Das Projekt entspricht dem in Prioritätsachse  4 „Nachhaltige Stadt- 
und Quartiersentwicklung / Prävention“ spezifischen OP-EFRE-Ziel 
11 „Verbesserung der Integration benachteiligter gesellschaftlicher 
Gruppen in Arbeit, Bildung und in die Gemeinschaft“ und insbe- 
sondere der Maßnahme 2 „Verbesserung des Öffentlichen 
Raums/Wohnumfelds“ in vollem Umfang und leistet einen wesentli- 
chen Beitrag zur Erreichung dieser Zielsetzung. 
 
Operative Ziele 
− Aufgewertete und vernetzte Begegnungs- und Lebensr äu- 
me 
− Geminderte und gemilderte Umweltbelastungen 
Projektziele 
Ziel der Maßnahme ist die Schaffung eines mehrdimensionalen 
öffentlichen Freiraumbandes, das für vielfältige Ansprüche und 
Interessenslagen Möglichkeitsräume bietet. Im verdichteten Stadt- 
teilzentrum Eil sollen bestehende Platzflächen entsiegelt werden 
und einer offenen und landschaftsbetonten Gestaltung zugeführt 
werden. Eine konkrete Umsetzung erfolgt aufgrund der konzeptio- 
nellen Voruntersuchung für die Fläche an der Leidenhausener 
Straße / Frankfurter Straße.  
Zielfeld Sozial- und Freiraum: 
Herstellung und Sicherung wohnortnaher Freiräume, Qualifizierung 
des öffentlichen Raumes zur Erhöhung der Lebens- und Aufent- 
haltsqualität, Optimierung der generationsübergreifenden Frei- 
raumnutzbarkeit, Schaffung von Kommunikations- und Begeg- 
nungsräumen, Herstellung von Identitätsmerkmalen 
Zielfeld Lokalklima und Regenwassermanagement : 
Dezentrale Regenwasserbewirtschaftung und Vorsorge zur Sen- 
kung des Überflutungsrisikos bei Starkregenereignissen, Entsiege- 
lungs- und Begrünungsmaßnahmen, Verbesserung des Mikrokli- 
mas, Hitze – und Trockenheitsvorsorge, Erhöhung der Biodiversität 
 
Zielfeld Verkehr und Mobilität: 
Verbesserung von Wegeverbindungen, Lärm- und Schadstoffredu- 
zierung, Erhöhung der Verkehrssicherheit und der Barrierefreiheit 
Indikatoren − Überflutungsschutz und Risikovorsorge 
− Höhere Verweildauer im öffentlichen Raum

70  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
− Höhere Frequentierung 
− Entsiegelung hochverdichteter Flächen in m² 
Kosten Schützenplatz Porz Eil  
 
Kosten: 1.137.748,61 € 
 
Platz an der Leidenhausener Straße Porz Eil 
 
Kosten: 414.829,00 € 
 
Gesamtkosten: 1.552.577,61 € 
 
Davon:  
2020:  180.916,08 €
 
2021: 1.096.114,90 €  
2022: 275.546,63 €  
 
Projektlaufzeit / Zeitraum 54 Monate / 4,5 Jahre 
 
Planung: 01.01.2018 bis 31.12.2019 
Bau: 01.01.2020 bis 30.06.2022 
 
Es ist vorgesehen, den Förderantrag zum STEP 2019 zu stellen, 
so dass 2020 mit der Realisierung der Maßnahme begonnen wer- 
den kann.  
Projektverantwortung Stadt Köln: Stadtplanungsamt i n Kooperation mit dem Amt für 
Straßen und Verkehrsentwicklung, den Stadtentwässerungsbetrie- 
be Köln AöR sowie dem Amt für Landschaftspflege und Grünflä- 
chen 
Förderung EFRE mit Kofinanzierung Städtebauförderun g

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
71  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Laufende Nummer 
2.11.5 Handlungsfeld Öffentlicher Raum  
Maßnahme „Generalsanier ung Sportanlage Humboldtstraße “ 
Inhalt Allgemeines  
Die bestehende Sportanlage befindet sich im Kölner Stadtteil Porz. 
Die Sportanlage ist im Grundbesitz der Stadt Köln und wird von der 
Leichtathletikabteilung des „Gymnasial Sport Vereins“ GSV Porz 
genutzt. Hier trainieren ca. 150 junge Athleten (U10 – U20) an vier 
Tagen in der Woche. Etwa 80 Kinder und Jugendliche nehmen 
regelmäßig am Wettkampfbetrieb teil. Ferner finden sich hier das 
Vereinsheim des GSV Porz (Königsberger Straße) sowie eine klei- 
ne Sporthalle, ein Kraftraum und ein Materialraum.  
Weiterhin soll die Anlage nach dem Umbau von der Fußballverei- 
nen RSV Urbach und SpVg. Porz genutzt werden. Die beiden Fuß- 
ballvereine haben Ihre Vereinsheime auf der Sportanlage Bruck- 
nerstraße, wo sie sich einen Kunstrasenplatz teilen. Sie nehmen 
mit 17 bzw. 21 Mannschaften am Spielbetrieb des Fußballkreises 
Köln teil. Die Zufahrt zur Sportanlage erfolgt über die Humboldt- 
straße. Die bestehende Kampfbahn Typ B mit Tennengroßspielfeld 
soll im Zuge der Baumaßnahme in Kunststoff- oder Naturrasen 
umgewandelt werden. Die Bezirksvertretung Porz diskutiert zur Zeit 
die Ausführung als Naturrasenplatz, damit die leichtathletischen 
Wurfdisziplinen, die ansonsten einen Kunstrasenbelag beschädi- 
gen würden, hier trainiert werden können.  
Aufgrund des überalterten Zustandes des Fußballplatzes - und hier 
insbesondere der nicht mehr funktionierenden Entwässerung - wird 
eine Überarbeitung dringend notwendig. Der Umbaumaßnahme 
war eine Kieselrotsanierung vorangegangen (eigenständiges Ver- 
fahren mit Förderung durch die BR Köln, Dezernat 52 – Abfallwirt- 
schaft – einschließlich anlagenbezogenener Umweltschutz).  
 
Bestandssituation 
Errichtet wurde die Sportanlage ca. 1965 und letztmalig generalsa- 
niert in 1986. Der allgemeine Zustand der Anlage zeigt sich stark 
überaltert. Da die oberen Schichten des Aufbaus mit Kieselrot be- 
lastet waren, fand zum Jahreswechsel 2017/2018 eine Kiesel- 
rotsanierung statt. Hierbei wurde der Oberbau des vorhandenen 
Sportplatzes (Deckschicht, Dynamische Schicht, ungebundene 
Tragschicht) größtenteils aufgenommen und entsorgt (s. ange- 
hängtes Bildmaterial). Die erforderlichen Baugrunderkundungen 
durch ein Ingenieurbüro ergaben, dass das Tragverhalten des Erd- 
planums z.T. deutlich unter dem Sollwert von EV2 = 45 MN/m² 
liegt. Eine Bearbeitung des Schluffhorizontes mit Bindemittel C 50 
in einer Arbeitstiefe von 30 cm und eine Menge von 15 kg/m² wird 
empfohlen. Aufgrund des Alters der Anlage sind sämtliche Einbau- 
ten auf der Sportanlage (Flutlicht, Ballfangzaun, Tribünenanlage, 
Papierkörbe) in einem schlechten Zustand und sollen zurückgebaut 
werden, sofern dies nicht schon im Zuge der Kieselrotsanierung 
erfolgt ist. Die vorhandene 2 m hohe Einfriedung (Stabgitterzaun) 
befindet sich in einem guten Zustand.

72  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
 
Verortung der Sportanlage in Porz Ost 
 
Projektbeschreibung 
 
GEPLANTER UMBAU 
Die bestehende Kampfbahn Typ B wird, aufgrund der Nutzung der 
Anlage durch Leichtathletik- und Fußballvereine sowie der angren- 
zenden Schule, nach Abstimmung des tatsächlichen Bedarfs mit 
den Nutzern, in den aktuellen Grenzen neu errichtet. Aufgrund der 
vorangegangenen Kieselrotsanierung, wurden die Tennendeck- 
schicht, die Dynamische Schicht und die Tragschicht bereits abge- 
tragen. Im Zuge des Wiederaufbaus wird zunächst ein profilgerech- 
tes Erdplanum erstellt und der Baugrund mit 15 kg/m² Bindemittel 
C 50 verfestigt. Im Anschluss erfolgt ein DIN-gerechter Aufbau der 
Kunstrasen- und Kunststoffflächen. Die Spielfelder (Großspielfeld 
netto 100 x 67 m, Kleinspielfeld netto 30 x 15 m) erhalten einen 
Kunststoffrasen mit Sand-Gummi-gefüllter Polschicht in 2 Lagen 
gemäß DIN EN 15330/1 auf einer elastischen Tragschicht (35 mm) 
gemäß DIN 18035/7.  
 
KURZSTRECKEN- UND RUNDLAUFBAHNEN  
Die Laufbahn erhält einen Kunststoffbelag Typ D gemäß DIN 
18035/6. Im Wesentlichen wird die Laufbahn an gleicher Stelle und 
in gleicher Breite wie die aktuelle mit 6 Rundlaufbahnen angelegt. 
Allerdings ist der Ausbau von zwei Kurzstreckenlaufbahnen ge- 
plant. Auf der östlichen Seite wird es eine Sprintstrecke mit 7 und 
auf der westlichen Seite mit 6 Bahnen geben. Die östliche wird mit 
den vorgesehenen Markierungen für Wettkämpfe ausgelegt sein 
und die westliche etwas reduzierter ausgeführt für Training und 
Sportabzeichenabnahme etc, sodass hier eine gleichzeitige Nut- 
zung durch Leichtathletikverein und Stadtsportbund (Sportabzei- 
chen) stattfinden kann. Durch die Ausführung mit 7 Bahnen soll die 
innere Bahn, die durch Mittel- und Langstreckentraining stärker 
genutzt wird, geschont werden. Hierzu soll dann beim Kurzstre- 
ckentraining nur auf den Bahnen 2-7 trainiert werden.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
73  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
NÖRDLICHES SEGMENT 
Im nördlichen Segment werden Spielfelder für Basketball und Vol- 
leyball sowie eine Weitsprung- und eine Hochsprunganlage errich- 
tet. Die bestehende Hochsprunganlage des GSV findet hier eine 
Weiterverwendung. Eine Stabhochsprunganlage ist derzeit nicht 
vorgesehen, allerdings soll ein Einstichkasten eingebaut werden, 
um bei entsprechendem Bedarf eine spätere Erweiterung zu er- 
möglichen. 
 
SÜDLICHES SEGMENT 
Im südlichen Segment ist eine Kunstrasenfläche mit Kleinspielfeld 
in einer Größe von 30x15m mit geschlossenem Bandensystem und 
Netzen an den Seiten und oberhalb des Spielfeldes vorgesehen. 
 
KUGELSTOSSANLAGE 
Im Südwesten der Sportanlage wird eine Kugelstoßanlage mit 3 
Stoßkreisen errichtet. Der mittlere Ring wird in einer rollstuhlge- 
rechten Ausführung errichtet. Die Aufschlagfläche aus Tennenbe- 
lag mit einer Größe von 20 x 13 m wird mit 5 cm überhöhten 
Kunststoffkantensteinen eingefasst, um rollende Stoßkugeln vom 
Vegetationsbestand fern zu halten. 
 
WEIT- UND DREISPRUNGANLAGE 
Entlang der östlichen Kurzstreckenbahnen wird eine Weit- und 
Dreisprunganlage entsprechend den Anforderungen der IAAF er- 
stellt und mit Weichkantensteinen eingefasst. Es handelt sich je- 
weils um eine einzelne Sprunggrube, wobei nur eine Anlaufbahn 
für beide Anlaufrichtungen verwendet wird. Aufgrund der Erfahrung 
mit erhöhtem Sandeintrag in die Anlauf und Rundlaufbahnen, sol- 
len die Sprunggruben mit einer Sandfangrinne ausgestattet wer- 
den. Weiterhin erfolgt eine Abdeckung mit Planen um den 
Schmutzeintrag zu reduzieren. 
 
TRIBÜNENANLAGE 
Die vorhandene Tribünenanlage kann aufgrund des schlechten 
Zustandes und der erforderlichen Kieselrotsanierung nicht weiter 
genutzt werden. Nach Rücksprache mit dem Lärmschutzgutachter 
wurde entschieden, die Tribüne auf die westliche Seite zu verla- 
gern, da hier ein größerer Abstand zur Wohnbebauung vorliegt und 
sich so höhere Nutzungszeiten für die Anlage ergeben. 
 
TRAININGSBELEUCHTUNG 
Die vorhandene 6-Mast-Trainingsbeleuchtungsanlage aus dem 
Jahr 1989 wird im Rahmen der Neuordnung der Anlage ebenfalls 
durch eine zeitgemäße Beleuchtungsanlage mit LED ersetzt. Groß- 
und Kleinspielfeld sowie Laufbahn, Segmente, Weitsprung- und 
Kugelstoßanlage sollen ausgeleuchtet werden, wobei eine separa- 
te Ansteuerung der Beleuchtung möglich ist. Die Lichtimmission 
wird durch eine Verringerung der Aufneigung aus der Horizontalen 
gegenüber der Bestandssituation deutlich verringert. Zusätzlich 
werden UV-Sperrfilter eingesetzt, die eine UV-absorbierende Wir- 
kung haben. Die Gehäuse der Leuchtmittel sind aus Gründen des 
Insektenschutzes komplett geschlossen.

74  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
BALLFANGZÄUNE, BARRIEREN UND EINFRIEDUNG 
An den Kopfseiten des Großspielfeldes sind Ballfangzäune einge- 
plant, um die Störungen zwischen Fußball- und Leichtathletiktrai- 
ning zu verringern. Am nördlichen Segment beträgt die Höhe 8m, 
da hier eine starke Nutzung des Segmentes vorgesehen ist. Beim 
südlichen Segment ist ein Kleinspielfeld mit geschlossenem Ban- 
den und Netzsystem geplant, sodass der Ballfangzaun auf eine 
Höhe von 6m als ausreichend angesehen wird. Um die Lärmemis- 
sion zu reduzieren, erhalten die Ballfangzäune eine Körperschal- 
lisolierung. Die Grundstücksgrenze bleibt mit dem bestehenden 
Zaun eingefriedet. 
 
WEITERE AUSSTATTUNG 
Der Sportplatz erhält entsprechende Ausstattungen mit Toren, Bo- 
denhülsen für Eckfahnen sowie Betreuerkabinen, Fahrradständer, 
Abfallbehälter und Sitzmöglichkeiten in Form von Natursteinblö- 
cken. Da auf der Anlage drei Sportvereine und der Stadtsportbund 
aktiv sein werden, sind zusätzlich zwei Fertiggaragen als Material- 
container vorgesehen. 
 
INNERE ERSCHLIESSUNG 
Die umlaufenden Wege werden aus Betonsteinpflaster (20/10/8 
cm, wasserdurchlässig) in ca. 2,00 m Breite hergestellt. Die Platz- 
fläche vor dem Vereinsheim wird im Rahmen der Neugestaltung in 
die Planung integriert. 
 
ENTWÄSSERUNG 
Auf der Basis des Bodengutachtens wurde ein Entwässerungskon- 
zept entwickelt, welches die Versickerung des anfallenden Nieder- 
schlagwassers, auf dem eigenen Grundstück, über eine Kastenri- 
gole außerhalb der Sportbeläge gewährleistet. Das anfallende 
Oberflächenwasser der Sportflächen (0,8-1,0% Gefälle) wird in die 
umlaufende Entwässerungsrinne abgeführt und über die Sinkkäs- 
ten und ein geschlossenes Leitungssystem in die Rigole eingelei- 
tet. Die angrenzenden fußläufigen Pflasterwege werden mit 2,5% 
Gefälle nach außen „über die Schulter“ in die angrenzenden Vege- 
tationsflächen entwässert. Im Bereich der Tribüne wird das Wasser 
in einer Entwässerungsrinne aufgefangen und in das Rigolensys- 
tem abgeleitet. Das Oberflächenwasser der Platzfläche vor dem 
Vereinsheim wird in die öffentliche Kanalisation eingeleitet, da eine 
Verunreinigung des Wassers durch Fahrzeuge (Getränkewagen 
etc. bei Sportfesten) in diesem Bereich nicht ausgeschlossen wer- 
den kann. Für die Sportflächen ist eine neue Drainageentwässe- 
rungen über ein Sauger- Sammlersystem (Saugerabstand von ca. 
5,50 m) gemäß den Angaben des Bodengutachters zu erstellen, 
die an eine ausreichend dimensionierte unterirdische Kastenrigole 
mit vorgeschaltetem Absetzschacht angeschlossen wird.  
 
VEGETATIONSFLÄECHEN 
Für die Erweiterung des Materiallagers und im Bereich der neuen 
Erschließung vom nördlichen Parkplatz, können 12 Bäume nicht 
erhalten werden, von denen 5 unter die Baumschutzsatzung der 
Stadt Köln fallen. Nach Rücksprache mit der Unteren Landschafts- 
behörde sind hierfür Fällanträge zu stellen. Eine Landschaftsrecht-

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
75  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
lichen Kurzaussage, Landschaftspflegerischer Begleitplan oder 
eine Artenschutzrechtliche Prüfung sind jedoch nicht erforderlich. 
10 Ersatzbaumpflanzungen sind auf der Sportanlage geplant, sollte 
eine höhere Kompensation erforderlich sein, soll diese, aufgrund 
des Platzmangels auf dem Sportplatz, monetär erfolgen. Des Wei- 
teren wird im Zuge der Bauarbeiten in die vorhandenen Rasenflä- 
chen eingegriffen. Nach Fertigstellung der Bauarbeiten erfolgt in 
den Arbeitsbereichen eine Neuanlage von Scherrasenflächen mit 
einer RSM 2.3. 
 
ZUSÄTZLICHE MASSNAHMEN AUF DER SPORTANLAGE 
BRUCKNERSTRASSE 
Da durch den Bau des Kunstrasenplatzes keine Flächen für 
Speerwurf und Diskus an der Humboldtstraße zur Verfügung ste- 
hen (der Platz an der Schule ist in der Prioliste 2017-2020 enthal- 
ten und wird ebenfalls in einen Kunstrasenplatz umgebaut), soll für 
diese Wurfdisziplinen eine Ausweichmöglichkeit auf der Sportanla- 
ge Brucknerstraße geschaffen werden. Um die Gesamtkosten bei- 
der Varianten vergleichen zu können, wurden die Kosten für die 
Maßnahmen auf der Brucknerstraße ebenfalls in der Kostenbe- 
rechnung berücksichtigt. 
Zielgruppe Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Seniore n 
Ziele Operative Ziele 
− Aufgewertete und vernetzte Begegnungs- und Lebensr äu- 
me 
− Verbesserte gesundheitliche Situation 
 
Projektziele 
− Förderung des Vereins- und Schulsports 
− Entlastung der Kapazitäten umliegender Sportplätze  
Indikatoren − Sanierte Fläche in m² 
− Mitgliederzahlen Vereine 
− Mannschaftsmeldungen Fußballvereine 
− Kooperationen zwischen Schulen und Vereinen 
Kosten Generalsanierung SpA Humboldtstraße - Platz 2  
Landschaftsgärtnerische Arbeiten 
 
KGR 500     2.110.584,00 €  
KGR 700          72.709,00 €  
Summe Bau- und Planungskosten  2.183.293,00 € 
 
Davon:  
2020: 2.083.293,00 €
 
2021: 100.000,00 €

76  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
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 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Projektlaufzeit / Zeitraum 36 Monate/ 3 Jahre 
 
Planung: 01.01.2018 bis 31.12.2019 
Bau: 01.01.2020 bis 31.12.2020 
 
Es ist vorgesehen, den Förderantrag zum STEP 2019 zu stellen. 
Projektverantwortung Sportamt der Stadt Köln 
Förderung Städtebauförderung

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
77  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Laufende Nummer 4.0.4  Handlungsfeld: Umweltgerechtigkeit – Klimaschutz, L uftreinhal- 
tung und Lärmminderung 
Maßnahme Aufbau eines Hitzewarn - und Informationssystems. Informa- 
tionsmaterial für die Bevölkerung zum Thema Hitzeen twick- 
lung im Zuge des Klimawandels in den elf Sozialräumen  
Inhalt Ausgangslage  
Die Stadt Köln hat das Projekt „Klimawandelgerechte Metropole 
Köln“, zusammen mit dem Landesamt für Natur, Umwelt  und 
Verbraucherschutz NRW, dem Deutschen Wetterdienst u nd den 
Stadtentwässerungsbetrieben Köln durchgeführt und d ie Ergeb- 
nisse in der Studie:  „Fachbericht 50: Klimawandelgerechte Met- 
ropole Köln - Abschlussbericht“ publiziert. Die Studie hat deutlich 
gezeigt, dass es zukünftig in Köln wärmer wird und die Wetter- 
extreme zunehmen werden. Schon jetzt besteht eine d eutliche 
Aufheizung (Wärmeinsel) der dicht bebauten Stadttei le gegen- 
über dem Umland mit Temperaturdifferenzen von bis z u 10 
Grad. 
In der Zukunft werden die heißen Tage, mit Temperat uren von 
über 30 Grad und die Sommertage, mit Temperaturen v on über 
25 Grad in Köln deutlich zunehmen. Dabei können Max imaltem- 
peraturen von über 40 Grad erreicht werden. Die Zah l der Som- 
mertage wird bis Mitte des Jahrhunderts für das Sta dtgebiet 
Köln im Vergleich zu den derzeitigen klimatischen Verhältnissen, 
um 30 bis 70 Prozent zunehmen und die Zahl der heiß en Tage 
kann sich sogar verdoppeln.  
Die zunehmende Aufheizung der Stadtquartiere bei la ng anhal- 
tenden sommerlichen Hitzeereignissen trifft besonde rs Kleinkin- 
der, kranke und ältere Menschen. Aber auch bei gesu nden 
Menschen kann Hitze zu Erschöpfung und eingeschränkter Leis- 
tungsfähigkeit führen. 
Bei Hitzeperioden wurden höhere Sterberaten gemesse n und 
das wärmere Stadtklima führt zu erhöhten gesundheit lichen Be- 
lastungen und Risiken. Auch die Empfindlichkeit der  Menschen 
gegenüber Hitze bestimmt die Höhe dieser Risiken.  
Zusätzlich führen Hilfebedürftigkeit und soziale Ve reinsamung 
oft dazu, dass Maßnahmen wie zum Beispiel ausreiche nde 
Flüssigkeitsversorgung und Flüssigkeitsaufnahme unt erlassen 
werden. 
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) bietet auf seiner Internetseite 
und als Handy-App eine Hitzewarnung an. Dieser Dien st kann 
auch von Altenpflegeeinrichtungen genutzt werden. 
 
Projektbeschreibung 
Ziel ist es, durch eine gezielte Öffentlichkeitsarb eit die Bewoh- 
nerschaft in den Sozialräumen zu erreichen, die alt ers- und situ- 
ationsbedingt diese webbasierte Technik nicht nutze n können. 
Diese Zielgruppe soll nicht nur eine Vorwarnung für  Hitzeereig- 
nisse bekommen, sondern auch eine entsprechende Ver hal- 
tensänderung beziehungsweise Vorsorge betreiben.  
So sollte zum Beispiel ein alter Mensch dazu angehalten werden 
an besonders belasteten Hitzetagen sein Trinkverhal ten zu än- 
dern oder die junge Mutter könnte in der Mittagszei t mit ihrem 
Kind den Schattenplatz aufsuchen. 
Die Kampagne soll neben allgemeinverständlichen Inf ormatio-

78  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
nen verschiedene Medien bedienen. Gerade alte Mensc hen, 
gegebenenfalls in Einrichtungen, benutzen andere Me dien als 
junge Mütter von Kleinkindern. Die Information soll  über ver- 
schiedene Kommunikationswege verbreitet werden. Hie rbei sol- 
len auch neue Wege eingeschlagen werden.  
Hierzu ergeben sich in den Sozialräumen mehrere Fra gestellun- 
gen: 
− Wie wird die Hitzewarnung des DWD in den Einrichtu n- 
gen an die Bewohnerinnen und Bewohner kommuniziert 
und wie wirkt sich die Hitzewarnung auf das Verhalt en 
aus? 
− Wie werden ältere Bewohnerinnen und Bewohner er- 
reicht, die nicht in einer Einrichtung leben? 
− Welche Möglichkeiten gibt es, das Thema Stadtklima  / 
Hitzeentwicklung zu kommunizieren? 
− Was sind geeignete Kommunikationsmedien? 
− Welche Verhaltensänderungen stellen sich ein? 
Mit Hilfe von Multiplikatoren soll das Thema an die  Zielgruppe 
kommuniziert werden. Hier werden gezielt nicht nur Träger im 
Bereich Altenpflege angesprochen, sondern diverse a ndere, um 
das Wissen auf breiter Basis zu kommunizieren. 
Mögliche Multiplikatoren sind: 
− Diverse soziale und kirchliche Träger  
− Pflegedienste 
− Grundschulen 
− Sozialraumkoordination 
− Anlaufstellen 
− Gemeinden, Soziale Netzwerke, Mittler 
Geplant ist das Themenfeld „Informationsfluss der H itze-
Warnung in der Einrichtung“, beziehungsweise „Errei chbarkeit 
von alleinlebenden älteren Menschen“ durch die Univ ersität 
Bonn (Professor Kistemann, Institut für Hygiene & Public Health) 
im Rahmen von gesundheitsgeographischen Masterarbeiten un- 
tersuchen zu lassen.  
Mögliche Maßnahmen sind: 
− Medien: Die Information kann über einen einfachen Flyer 
erfolgen, aber auch durch Medien wie Handy-Apps ode r 
das Internetz. 
− Ausgabe von Trinkflaschen 
− Gedrucktes Informationsmaterial  
− Internet / App 
− Veranstaltungen: Geplant ist an zentralen Orten in  den 
Sozialräumen Thementage und Informationskampagnen 
nach dem Motto „bleib cool“ durchzuführen. Diese so llen 
an heißen Sommertagen den Aspekt Gesundheitsvorsor-
ge spielerisch erlebbar machen. Eine Trinktheke des  Ver- 
sorgungsunternehmens RheinEnergie gibt Trinkwasser

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
79  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
aus, um die Bevölkerung für das Thema zu sensibilis ie- 
ren. Kinder (und Erwachsene) können mit Feuerwehr- 
schläuchen und Wasserspielen Abkühlung finden. Durc h 
gezielte Ausgabe von Trinkflaschen an ältere Leute wer- 
den diese erreicht.  
Das Thema Klimawandel und die damit verbundene Hitz eent- 
wicklung kann in Zusammenarbeit mit dem Gesundheits amt in 
die Grundschulen transportiert werden.  
Alte Menschen in Einrichtungen könnten auch über ei ne „Hitze- 
ampel“ entsprechend informiert werden.  
Zielgruppe Alle Bewohnerinnen und Bewohner der Quar tiere 
Ziele Operatives Ziel 
− Verbesserte Umweltbildung und –beratung sowie um- 
weltbewusstere Lebensweise 
Projektziele 
− Veränderte Einstellung zum Thema Umweltbelastung u nd 
Hitze  
− Sensibilisierung für das Thema Hitzewelle 
Indikatoren − Anzahl der Website-Besuche (Klicks)  
− Anzahl der durchgeführten Beratungsgespräche  
Kosten Kostenreduzierung gegenüber Ratsbeschluss vo m 20.12.2016 
Gesamtkosten für 11 Sozialräume: 300.000,00 € 
 
Gesamtkosten pro Sozialraum: 27.273,00 € 
 
Davon 2019: 9.091,00 € 
Davon 2020: 9.091,00 € 
Davon 2021: 9.091,00 € 
 
Projektlaufzeit / Zeitraum 36 Monate / 3 Jahre 
Beginn 2019  
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Umwelt- und Ver braucherschutzamt in Zusammen- 
arbeit mit dem Gesundheitsamt der Stadt Köln, der R heinEner- 
gie und der Universität Bonn, Institut für Hygiene und Öffentliche 
Gesundheit  
Förderung BUMB-Programm (Klima), BMBF

80  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
 
Laufende Nummer 5.0.2 
 Handlungsfeld: Wohnen 
Maßnahme 
„Zuhause im Veedel – Aktivierung  und  Beteiligung  
im Sozialraum Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und 
Eil, Quartier Finkenberg  
 
Inhalt Ausgangslage  
Wohnen bedeutet zu Hause sein, sich wohl fühlen, aktiv am Le- 
ben im Stadtviertel beteiligt sein. Die Wohnung, das direkte 
Wohnumfeld und die unmittelbare Nachbarschaft sind für die 
Bewohnerinnen und Bewohner wichtig und bei der Integration 
unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen zentrale Ansatzpunkte. 
Dies trifft besonders für sozial belastete Quartiere zu, in denen 
meist viele Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind.  
Im Sozialraum Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil 
wurde das Quartier Finkenberg identifiziert. Die Sozialstruktur der 
Großwohnsiedlung zeigt, dass die Bewohnerschaft durch einen 
hohen Anteil an sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen 
gekennzeichnet ist. Dies geht einher mit baulichen Mängeln so- 
wie einem  unattraktiven Wohnungsbestand und Wohnumfeld. 
Durch die Überlagerung von sozialer Benachteiligung der Be- 
wohnerschaft und einer unterdurchschnittlichen Qualität der 
Wohn- und Lebensbedingungen werden hier besondere Hand- 
lungsbedarfe deutlich.  
Gerade zahlreiche „Zwischenräume“, die nicht klar einzelnen 
Eigentümern zuzuordnen sind oder deren Eigentümer sich aus 
verschiedenen Gründen nicht angemessen kümmern (können), 
weisen sichtbare Spuren von Verwahrlosung auf, die sich dann 
negativ auf das Verhalten im und das Verantwortungs-
bewusstsein für das Wohnumfeld rückkoppeln können (Broken-
Windows-Effekt) und in diesem Sinne stigmatisierte Adressen 
manifestieren. 
Folgende Merkmale sind in dem Quartier besonders hervorzuhe- 
ben:  
− räumliche Konzentration von Armut / Abhängigkeit v on 
Transferleistungen 
− hoher Anteil an Langzeitarbeitslosen 
− strukturelle Mängel der Wohnungen und des Umfelds  
− negatives Image 
− geringe Identifikation der Wohnbevölkerung mit dem  
Quartier 
Projektbeschreibung 
Das Projekt „Zuhause im Veedel“ setzt unmittelbar bei den Le- 
benslagen der Quartiersbewohnerinnen und -bewohnern an. So 
kann durch eine frühzeitige und sichtbare Verbesserung der 
„Wohnadresse“ eine Kultur der Eigenverantwortlichkeit (wieder-) 
initiiert, -etabliert und verstetigt werden.  
Eine enge Zusammenarbeit mit dem Quartiersmanagement in 
dem insgesamt wesentlich größeren Sozialraum Porz-Ost, Fin- 
kenberg, Gremberghoven und Eil ist sicherzustellen und konstitu- 
ierend für den nachhaltigen Erfolg der Maßnahme. Das Quar-

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
81  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
tiersmanagement zielt darauf ab, die Bewohnerschaft des Sozial- 
raums zu erreichen, zu aktivieren und zu unterstützen, dadurch 
Barrieren abzubauen und den Netzwerkgedanken zu stärken. 
Somit erfolgt in diesem Kontext bereits eine Ansprache der Be- 
wohnerschaft und der institutionellen Quartiersakteure. Die Situa- 
tion im Quartier Finkenberg erfordert jedoch eine intensivere Be- 
trachtung. Hier leben überwiegend sozial benachteiligte Bevölke- 
rungsgruppen, die eher artikulationsschwach sind und mit be- 
sonders niederschwellig angelegten Methoden angesprochen 
und aktiviert werden müssen. Dies erfolgt im Rahmen dieser 
Maßnahme.  
 
Aktivierung und Beteiligung im Quartier 
Das ausgewählte Quartier ist durch erhebliche soziale Problem- 
lagen gekennzeichnet. Eine Verbesserung der dortigen Lebens- 
bedingungen kann nur durch ein integriertes Handeln erreicht 
werden, bei dem die Bewohnerinnen und Bewohner selbst eine 
entscheidende Rolle spielen. Nicht für sie, sondern mit ihnen 
sollen Veränderungen geplant und umgesetzt werden.  
Aufgabe der Mieter- und Nachbarschaftsarbeit wird sein, in Zu- 
sammenarbeit mit möglichst vielen Betroffenen die Lebensquali- 
tät vor Ort zu steigern, die das Quartier beeinträchtigenden struk- 
turellen Probleme zu erkunden, sie konstruktiv und lösungsorien- 
tiert aufzugreifen und Partizipationsprozesse zu ermöglichen. 
Schwerpunkte sind die sozialen Lebensverhältnisse und der per- 
sönliche Kontakt mit den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie 
die konkrete Aktivierung der Menschen in ihrer Lebenswelt. Die 
Soziale Arbeit knüpft an den konkret festgestellten Interessen, 
Aktivitäten und Bedürfnislagen der Bewohnerschaft an und ent- 
wickelt daraus bedarfsgerechte Beratungs-, Aktivierungs- und 
Unterstützungsleistungen für das Quartier.  
Die Aktivierungsaufgabe lässt sich folgendermaßen konkretisie- 
ren: 
− Kontinuierliche Präsenz im Quartier 
− Durchführung einer aktivierenden Bewohnerbefragung  
(nach Möglichkeit mehrsprachig) zur Herausarbeitung von 
Handlungsbedarfen aus Sicht der Bewohnerinnen und 
Bewohner vor Ort 
− Erkundung der Interessen, Ressourcen und Bedarfsla gen 
im Quartier durch Methoden aufsuchender Arbeit 
− Soziale Aktivierung der Wohnbevölkerung durch die Or- 
ganisation von Versammlungen, Stadtteilfesten, kulturel- 
len Veranstaltungen, Informationsangeboten und Aktio- 
nen 
− Aufbau von Selbstbestimmungsgremien wie Mieterräte n 
− Schaffung von Mitwirkungsmöglichkeiten am sozialen  und 
kulturellen Leben im Quartier 
− Verbesserung der Lebensbedingungen durch Maßnah- 
men zur Aufwertung des Quartiers  
− Erhöhung der Teilhabechancen in den Bereichen Be- 
schäftigung, Bildung und Gesundheit

82  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
− Vertretung der Interessen der Wohnbevölkerung (Lob - 
byarbeit für das Quartier) 
− Nach Auslauf der Förderung sollen die geschaffenen  
Strukturen der Mieter- und Bewohnerbeteiligung verstetigt 
werden. Das Maß der weiterhin erforderlichen professio- 
nellen Unterstützung soll durch eine wissenschaftliche 
Begleitung ermittelt werden. 
 
Zielgruppe Bewohnerinnen und Bewohner im Quartier  
Ziele Querschnittsziel 
− Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung 
Operative Ziele 
− Stärker unterstützte und entwickelte Wohnadressen  
− Verbesserte Aktivierung der Mieter am Wohnort 
Projektziele 
− Ziel der aktivierenden Mieter- und Nachbarschaftsa rbeit 
ist es, allen in dem Quartier lebenden Menschen, unab- 
hängig von der persönlichen Lebenssituation, der Her- 
kunft, der sozialen Stellung und materiellen Leistungsfä- 
higkeit die Möglichkeit zur Teilhabe am gesellschaftlichen 
Leben zu eröffnen und damit einer Verfestigung von Ar- 
mut und sozialer Ausgrenzung vorzubeugen. Durch die 
Aktivierung und Beteiligung werden die Voraussetzungen 
dafür geschaffen, dass die Bewohnerinnen und Bewohner 
des Quartiers ihre Interessen vertreten, ihre Rechte als 
Mieterinnen und Mieter sowie als Bewohnerinnen und 
Bewohner wahrnehmen, sich bürgerschaftlich engagieren 
können und aktiv in die Gestaltung ihrer Wohnumwelt 
einbringen. 
 
Indikatoren − Anzahl der befragten Bewohnerinnen und Bewohner im  
Rahmen der aktivierenden Befragung 
− Anzahl der initiierten Aktivitäten und Projekte in  der Be- 
wohnerschaft 
− Anzahl der aufgebauten Anlaufstellen und Kommunika ti- 
onsräume im Quartier 
− Anzahl der aufgebauten beziehungsweise unterstützt en 
Mieterinitiativen und Selbstbestimmungsgremien 
− Anzahl der aufgebauten spezifischen Beratungsangeb ote 
(Mieterberatung) 
− Anzahl der durchgeführten und dokumentierten Miete r- 
treffen 
−  
Kosten Personalkosten für das Quartier Finkenberg ( externe Vergabe) 
0,5 Stelle S 15: 36.350 € pro Jahr 
für 3,5 Jahre: 127.225 €

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
83  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Personalkosten:  127.225  € 
 
Sachkosten für das Quartier Finkenberg 
Kostenermittlung für 3,5 Jahre: 
Raumkosten: 19.526,50 € 
Einrichtungsgegenstände: 1.659,00 € 
Geschäftskosten: 4.466,00 € 
Fernsprechkosten: 1.211,00 € 
IT-Kosten: 17.857,00 € 
Sachkosten: 44.719,50 € 
 
 
Aktivierungsbudget 
Aktivierende Befragung:               6.500,00 € 
Wissenschaftliche Begleitung:     7.000,00 € 
Beteiligungsverfahren:                 5.250,00 € 
Aktivierungsbudget: 18.750,00 € 
Gesamtkosten: 190.694,50 € 
Davon in 2020:  26.314,00 € 
Davon in 2021: 55.877,00 € 
Davon in 2022:  55.877,00 € 
Davon in 2023:  52.627,00 € 
 
 
Projektlaufzeit / Zeitraum  01.07.2020 – 31.12.2023 
42 Monate / 3,5 Jahre 
 
Nach Auslauf der Förderung sollen die geschaffenen Strukturen 
der Mieter- und Bewohnerbeteiligung verstetigt werden. Das Maß 
der weiterhin erforderlichen professionellen Unterstützung soll 
durch die wissenschaftliche Begleitung ermittelt werden. 
Eine Weiterentwicklung der Maßnahme ist denkbar. Die konkrete 
Fortführung ist abhängig vom Evaluationsergebnis der vorgese- 
henen Maßnahme. 
Projektverantwortlicher  Stadt Köln: Amt für Soziales und Senioren  
Förderung  Städtebauförderung 
Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind nicht 
erkennbar.

84  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Laufende Nummer 
5.0.3  Handlungsfeld: Wohnen 
Maßnahme Haus,- Hof- und Fassadenprogramm 
Inhalt Ausgangslage 
 
Der Sozialraum Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil liegt 
im Stadtbezirk Porz, der 1975 eingemeindet wurde. Die Wohnsied- 
lungsentwicklung stammt aus verschiedenen Entstehungszeiten 
und umfasst sowohl Einfamilienhausbebauung als auch Hoch- 
hausbauten. Stadtteile wie Finkenberg und Gremberghoven weisen 
zum Teil gravierende bauliche und soziale Problemlagen auf, wäh- 
rend angrenzende Quartiere durch eine durchschnittliche oder 
überdurchschnittliche sozioökonomische Situation der Bewohner- 
schaft gekennzeichnet sind. Problemlagen bündeln sich vielfach in 
den Geschosswohnungsbauten der 1970er Jahren.  
In Verbindung mit den sozialen Problemlagen werden im Sozial- 
raum erhebliche Unterstützungsbedarfe deutlich und Missstände im 
Zustand des Wohnumfeldes erkennbar. Diese Situation trägt auch 
zu einer negativen Außenwahrnehmung des Stadtteiles bei.  
Über die Förderung, auch von Einzeleigentümern und Eigentümer- 
gemeinschaften, könnte das Erscheinungsbild harmonisiert und 
aufgewertet werden. 
 
Projektbeschreibung 
Das Fassadenprogramm soll dazu anregen, nachhaltige Verbesse- 
rungen an Wohnhäusern oder am unmittelbaren Wohnumfeld vor- 
zunehmen. Die Wohn- und Aufenthaltsqualität im Sozialraum soll 
verbessert werden. 
Grundlage der Förderung bildet die Förderrichtlinie Stadterneue- 
rung von 2008 (Teil II, Förderbestimmungen für die städtebauliche 
Sanierung und Entwicklung). Demnach können Maßnahmen zur 
Fassadenverbesserung, Herrichtung und Gestaltung von Hof- und 
Gartenflächen sowie Maßnahmen an Außenwänden und Dächern 
gefördert werden. Zuwendungsfähig sind 50% der Ausgaben. 
Durch die Erneuerung der Ansichtsflächen von Wohngebäuden 
werden Innenhof und Straßenseite deutlich aufgewertet. Das För- 
derprogramm bietet Mietern und Eigentümern von Wohnimmobilien 
und gemischt genutzten Immobilien Unterstützung bei Verschöne- 
rungsmaßnahmen für Fassaden und Innenhöfe. Ein attraktiver 
Stadtteil stärkt das gemeinsame Miteinander von Bewohnerinnen 
und Bewohnern. Vor diesem Hintergrund sind Verschönerungs- 
und Verbesserungsmaßnahmen im Sozialraum Porz-Ost, Finken- 
berg, Gremberghoven und Eil von besonderer Bedeutung. 
 
Im Sozialraum sollen folgende Maßnahmen gefördert werden: 
- Farbliche Gestaltung von Außenwänden an Gebäuden 
- Erneuerung, Wiederherstellung und Gestaltung der Fassaden

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
85  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
von unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden 
- Einmalige Beseitigung von Graffitischäden an Gebä uden ein- 
schließlich farblicher Neugestaltung und dauerhafter Schutz- 
beschichtung 
- Künstlerische Gestaltung von Fassaden inkl. Vorar beiten 
- Anlegen und Gestaltung von Mietergärten 
- Anlegen und Gestaltung von gemeinschaftlich genut zten 
Spiel-, Wege- und Sitzflächen inkl. Vorarbeiten 
Zielgruppe − Hauseigentümer 
− Eigentümergemeinschaften 
− Mieter und Nutzungsberechtigte 
Ziele Operatives Ziel  
− Stärker unterstützte und entwickelte Wohnadressen 
Projektziele 
− Die Wohn- und Aufenthaltsqualität im Sozialraum so ll ver- 
bessert werden 
− Aufwertung des Wohnumfeldes 
− Stärkung des Miteinanders der Bewohnerschaft durch  ein 
attraktiveres Wohnumfeld 
− Steigerung der privaten Investitionen im Sozialrau m  
Indikatoren − Anzahl der Interessentenanfragen zum Programm 
− Anzahl der durchgeführten Beratungen  
Kosten − Gesamtkosten für den Sozialraum: 746.477,80 € 
− Davon Kostenanteil Dritter: 373.238,90 € 
− Förderfähige Kosten: 373.238,90 €  
− Davon 2020:  124.412,96 € 
− Davon 2021: 124.412,97 € 
− Davon 2022: 124.412,97 € 
Projektlaufzeit/ Zeit- 
raum  
36 Monate / 3 Jahre  
01.01.2020 bis 31.12.2022 
Die Maßnahme beginnt 2020 und würde ab 2020 kassenwirksam. 
Projektverantwortlicher  − Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
Förderung  − Städtebauförderung 
Bemerkung Die Bausteine „Entsiegelung“ und „Begrünu ng von Dach, Fassaden

86  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
und Innenhöfen“, die im Rahmen der Förderrichtlinie Stadterneue- 
rung in Teil II, Ziffer 11.2 Satz (1) mit aufgeführt werden, sollen in- 
nerhalb des Haus- Hof – und Fassadenprogramms explizit nicht 
gefördert werden, da die Stadt Köln diese Themen im Förderpro- 
gramm „GRÜN hoch 3 | DÄCHER | FASSADEN | HÖFE" des Am- 
tes für Umwelt- und Verbraucherschutz“  bereits anbietet. Eine ent- 
sprechende Anpassung wird in der zu erarbeitenden Richtlinie zum 
Haus, Hof- und Fassadenprogramm erfolgen.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
87  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
6.2 Rahmenplan – städtebauliche Einordnung  
 
Das Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ baut ex plizit auf vorhandene Strukturen in 
den Sozialräumen auf. Die Umsetzung des Programms b ildet somit einen wichtigen Beitrag 
für die Quartiersentwicklung in den Sozialräumen un d rückt das sozialraumorientierte Han- 
deln stärker in den Mittelpunkt. Durch den Aufbau a uf vorhandene Strukturen wird die Ver- 
stetigung und langfristige Wirkung des Programms au ch über die Programmlaufzeit hinaus 
befördert. 
 
Langfristige Quartiersentwicklungsstrategie gestalten 
Für eine ganzheitliche, räumliche Betrachtung des S ozialraums müssen die Aktivitäten aus 
dem Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ mit den weiteren Entwicklungen und Poten- 
zialen im Sozialraum gemeinsam betrachtet werden. E s befinden sich weitere Maßnahmen, 
deren Realisierung außerhalb des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ erfolgt, in der 
Vorbereitung oder Umsetzung. Ziel ist es das städtische Handeln mit den Aktivitäten weiterer 
Akteure zusammenzubringen und eine langfristige Qua rtiersentwicklungsstrategie zu gestal- 
ten, die vorhandene Bedarfe und Potenziale in einer gemeinsamen Vision für den Raum ver- 
bindet.  
Der folgende Rahmenplan gibt eine Übersicht über di e Maßnahmen, Projekte und Entwick- 
lungsgebiete, die innerhalb des Sozialraums erfolge n oder sich auf diesen unmittelbar aus- 
wirken. Somit wird die Einordnung der Maßnahmen aus  dem Programm „Starke Veedel – 
Starkes Köln“ in das weitere Handeln im Sozialraum ersichtlich.  
 
Positive Synergien zwischen Porz-Mitte und Sozialraum 
Zu nennen ist hier insbesondere das Soziale Stadt G ebiet in Porz-Mitte, welches sich unmit- 
telbar an den Sozialraum anschließt. Für diesen Ber eich wurde ebenfalls ein Integriertes 
Stadtentwicklungskonzept erstellt, welches in den n ächsten Jahren in die Umsetzung gehen 
wird. Das hier erarbeitete Maßnahmenbündel zielt au f die Stärkung des Bezirkszentrums 
sowie angrenzende Verflechtungsräume ab. Räumliche Handlungsschwerpunkte ergeben 
sich für das Zentrum, das Schulareal sowie einen Siedlungsbereich an der Glashüttenstraße. 
Durch die Aufwertung des Rheinboulevards sowie einer Neuordnung des zentralen Friedrich-
Ebert-Platzes verbessert sich neben der Aufenthalts qualität auch die Angebotsstruktur vor 
Ort. Der Schulstandort wird neu strukturiert, so da ss Schülerzahlen zunehmen und Frei- 
raumqualitäten verbessert werden können. Die Wohnsi edlung an der Glashüttenstraße er- 
fährt mit einer neu gestalteten Parkanlage mit Spie l- und Bolzplatzfläche ebenfalls eine Auf- 
wertung. Zudem wird das Angebot des Porzer Jugend- und Gemeinschaftszentrums durch 
eine Umgestaltung erweitert. Die positiven Auswirku ngen der Maßnahmen werden auch im 
Sozialraum spürbar sein.  
 
An Sanierungsprogramm anknüpfen 
Das „Sanierungsgebiet Finkenberg“ umfasste von 2000 bis 2011 die Großwohnsiedlung Fin- 
kenbergs, welche zu Beginn der Siebzigerjahre neuen  Wohnraum für die wachsende Stadt 
Porz schaffen sollte. Die bis zu 20-geschossigen Ge bäude mit kleinteiliger Ladenstruktur im 
Erdgeschoss sind nach heutigem städtebaulichem Verständnis an derartigen Stadtrandlagen 
nicht mehr zeitgemäß. Im Rahmen des Sanierungsprogr ammes konnten sowohl städtebauli- 
che Korrekturen als auch soziale Infrastrukturen realisiert und angestoßen werden. Das inte- 
grierte Stadtentwicklungskonzept kann hier lediglic h mit Maßnahmen wie dem Haus-, Hof- 
und Fassadenprogramm anknüpfen. Perspektivisch soll te in diesem Bereich jedoch eine 
Entwicklung der Gesamtfläche angestrebt werden, die  eine Zentralisierung des Nahversor- 
gungszentrums und Attraktivierung der Wohnbebauung forciert.  
 
Gestaltung mit zeitgemäßen Themen verbinden 
Neben großflächigen Entwicklungen der gebauten Umwe lt spielt Platzgestaltung auf Quar- 
tiersebene ebenfalls eine bedeutende Rolle für die Alltagsnutzung der Bewohnerinnen und

88  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Bewohner. Die hier vorgesehenen Maßnahmen in Eil und Finkenberg zielen dabei nicht aus- 
schließlich auf die Erhöhung der Attraktivität ab. Vielmehr reagiert die Planung ebenso auf 
weitere zeitgemäße Themen wie Starkregenereignisse oder Trendsportarten. Die positive 
Wirkung dieser Maßnahmen wird auch über die Quartiersebene hinaus spürbar sein.  
 
Wachstum als Chance begreifen 
Einen wichtigen Beitrag leistet außerdem die ständi ge Weiterentwicklung des Sozialraums 
als Wohnstandort. Im Wohnungsbauprogramm der Stadt Köln konnten für „Porz-Ost, Fin- 
kenberg, Gremberghoven und Eil“ insgesamt sieben Fl ächen als Wohnbaupotenzialfläche 
identifiziert werden. Während zwei Flächen auf lang fristige Sicht nach 2025 entwickelt wer- 
den sollen, steht auch eine Fläche bereits zur kurz fristigen Entwicklung zur Verfügung. Mit 
insgesamt 520 Wohneinheiten wird der Sozialraum bis  2030 einen spürbaren Anstieg der 
Bevölkerung erfahren. Diese Perspektive ist unter a nderem auch als Chance zu begreifen, 
da sie für eine wieder stärkere Mischung der Sozialstruktur genutzt werden kann.  
In Kombination mit den weiteren verorteten Maßnahme n im Rahmenplan verdeutlicht sich 
eine stetige Entwicklung, die sich in der Vergangen heit im gesamten Sozialraum vollzogen 
hat und es auch zukünftig weiterhin tun wird. Mit P lanungen in den Bereichen Versorgung, 
Sport, Freizeit und Naherholung wird das Lebensumfe ld der Bewohnerinnen und Bewohner 
sukzessive verbessert.  
 
Ausblick 
Auch im Hinblick darauf ist eine ganzheitliche Entw icklung des Raumes unumgänglich. Ein- 
gebettet in die Gesamtstrategie der Stadt Köln beda rf es auch zukünftig einer integrativen 
Betrachtung des Sozialraumes. Hierzu leistet das in tegrierte Stadtentwicklungkonzept einen 
Beitrag. Die ganzheitliche Entwicklung ist jedoch s tets auch abhängig von städtischem und 
privatem Handeln, welches darüber hinausgeht. Der L angobardenplatz in Gremberghoven 
oder die „Müllfreunde Finkenberg“ 
 sind Beispiele für vorhandenes Engagement im Sozial - 
raum, mit dem bereits kleine wie große Maßnahmen au ßerhalb des Programms „Starke Ve- 
edel – Starkes Köln“ umgesetzt werden konnten. Auf diesem Potenzial gilt es weiterhin auf- 
zubauen.

89  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“  
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Abbildung 15: Rahmenplan Sozialraum „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“

90  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“  
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
7. Umsetzungsplanung  
Mit dem Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ setzt die Stadt Köln ein komplexes Pro- 
gramm um. Zum einen wird mit der Ausrichtung auf di e elf Kölner Sozialräume ein Ansatz 
gewählt, der die Gesamtstadt in den Blick nimmt und  die sozialraumorientierte Stadtentwick- 
lung als Maxime zugrunde legt. Zum anderen werden in dem integrierten Ansatz verschiede- 
ne Themenbereiche und Handlungsfelder gemeinsam bet rachtet und zur Umsetzung unter- 
schiedliche Fördermöglichkeiten vorgesehen, die jew eils eigene Rahmenbedingungen mit 
sich bringen.  
Das Leitkonzept „Starke Veedel – Starkes Köln“ bildet die Grundlage für die Programmum- 
setzung. Nachdem die Interministerielle Arbeitsgrup pe des Landes Nordrhein-Westfalen das 
Leitkonzept im November 2016 anerkannt und ein ents prechender Beschluss des Rates der 
Stadt Köln vorliegt, können ESF und EFRE Fördermitt el beantragt werden. Erste ESF-
Maßnahmen konnten bereits in die Umsetzung gehen, w eitere befinden sich in der Abstim- 
mung mit dem Landesministerium.  
Für die Beantragung und Inanspruchnahme der Städteb auförderung ist die Anerkennung 
eines sozialraumspezifischen ISEKs erforderlich. Au f dieser Grundlage können Förderanträ- 
ge für baulich-investive Maßnahmen (zum Teil auch i n Kombination mit EFRE-
Fördermitteln), sowie flankierende Maßnahmen (zum B eispiel Quartiersmanagement), ge- 
stellt werden. Für die ersten Sozialräume wurden di e sozialraumspezifischen ISEKs bereits 
anerkannt, Förderanträge gestellt und Bewilligungen seitens des Landes ausgesprochen.  
 
Abbildung 16 : Förderzugänge und Konzeptzuordnung 
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
 
Die sozialraumspezifischen ISEKs wurden in einem ge staffelten Verfahren erarbeitet, so 
dass sich in der Realisierung für einzelne Maßnahme n eine zeitlich versetzte Umsetzung 
ergibt. Dies betrifft unter anderem das Quartiersma nagement. In allen Sozialräumen ist die 
Etablierung eines Quartiersmanagers vorgesehen, wel cher für die Steuerung und die Koor- 
dinierung der Maßnahmen vor Ort verantwortlich ist und als zentraler Ansprechpartner für 
das Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ auftritt. Über eine enge Abstimmung mit der 
Sozialraumkoordination werden die Schnittstellen un d Akteurskonstellationen im jeweiligen 
Sozialraum berücksichtigt.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
91  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Koordination und Steuerung  
Die zentrale Steuerung und Koordination des Program ms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
liegt innerhalb der Stadtverwaltung beim Amt für St adtentwicklung und Statistik. Bereits in 
der Phase der Konzepterstellung wurden, mit Blick a uf die Umsetzung, Arbeitsstrukturen 
aufgebaut, an denen angeknüpft werden soll. Der Len kungskreis, der sich aus den beteilig- 
ten Dezernaten zusammensetzt, bildet verwaltungsint ern ein wichtiges Steuerungsinstru- 
ment.  
 
Abbildung 17 : Steuerungs- und Koordinationsstruktur  
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
 
Um die Fragestellungen aus den Sozialräumen unkompl iziert zu bündeln, wird für jeden So- 
zialraum eine konkrete Ansprechperson benannt, die zum einen die aktuellen Belange regelt 
und zum anderen die Schnittstelle zum Gesamtprogramm bildet.  
Wie bereits bei der Programmkonzeption werden die f ederführenden Fachämter für die je- 
weiligen Maßnahmen eng in die Programmumsetzung ein gebunden. Zusätzlich nehmen die 
Bürgerämter und die Sozialraumkoordination als „Vertreter der Sozialräume“ einen wichtigen 
Stellenwert ein. Auch die Beteiligung weiterer Akteure wie der GAG, des Jobcenters oder der 
Regionalagentur ist weiterhin vorgesehen.

92  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Abbildung 18 : Steuerungs- und Netzwerkstrukturen 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
 
Die Information und Beteiligung der Öffentlichkeit und Politik ist für den Erfolg des Pro- 
gramms von hoher Bedeutung. Im Rahmen von Veranstal tungen und Öffentlichkeitsarbeit 
wird die Stadtgesellschaft entsprechend eingebunden . Dabei geht es zum einen um die In- 
formation der Bewohnerinnen und Bewohner vor Ort, a ber noch viel mehr, um die aktive 
Einbindung und Teilhabe im Rahmen des Programms.  
Das programmbegleitende Controlling, welches durch das Amt für Stadtentwicklung und Sta- 
tistik umgesetzt wird, bildet eine wichtige Grundla ge für die Programmsteuerung und Be- 
richterstattung zum Fortschritt des Programms.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
93  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Tabelle 4: Zeit-, Maßnahmen- und Finanzierungsplanung  
 
Nr. 
 
Maßnahme 
 
Gebietsbezug 
 
Finanzierung 
aus 
  
Kurzfristig    
Mittelfristig    
Folgejahre 
Kostenschätzung 
Gesamtsumme 
Maßnahme 
2017  2018  2019  2020  2021  2022  2023   Nach 2023   
Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung  
0.0.0 
Externe Beratung und Un- 
terstützung bei der Erstel- 
lung des Leitkonzeptes 
Alle Sozialräume Städtebauförderung 24.829 €        24.829 € 
0.0.1 
Büro für Quartiersmanage- 
ment und Aktivierung im 
Sozialraum „Porz-Ost, Fin- 
kenberg, Gremberghoven 
und Eil“ 
Alle Sozialräume Städtebauförderung    130.384 € 115.383 €    245.767 € 
 
Früh ansetzende Hilfen  
1.0.16 
Zugehende Hilfe mit Lotsen- 
funktion zur Überleitung ins 
Regelsystem und Entwick- 
lung einer beruflichen Per- 
spektive für junge Menschen 
mit psychischen Problemen 
bis 27 Jahren 
Alle Sozialräume ESF 5.783 € 7.664 € 1.911 €      15.358 € 
 
1.0.17 Stadtteileltern Alle Sozialräume ESF  33.734 € 26.915 € 17.315 €     77.964 € 
Öffentlicher Raum  
2.0.4 
Sport- Spiel- und Bewe- 
gungsräume im Veedel, 
hier: zusätzliche Fläche für 
Trendsport in der Grünflä- 
che Stresemannstraße 
Gebietsspezifische 
Maßnahme Städtebauförderung     72.000 € 120.000 € 48.000 €  240.000 € 
2.11.4  Multifunktionale Freiräume Gebietsspezifische 
Maßnahme 
Städtebauförderung 
und EFRE    180.916 € 1.096.115 € 275.547 €   1.552.578 €  
2.11.5  Generalsanierung Sportan- 
lage Humboldtstraße 
Gebietsspezifische 
Maßnahme Städtebauförderung     2.083.293 € 100.000 €    2.183.293 € 
Umweltgerechtigkeit – Klimaschutz, Luftreinhaltung, Lärmminderung  
4.0.4 
Aufbau eines Hitzewarn- 
und Informationssystems. 
Informationsmaterial für die 
Bevölkerung zum Thema 
Hitzeentwicklung im Zuge 
des Klimawandels 
Alle Sozialräume  BMUB-Programm, 
Klima, BMBF   
 
9.091 € 
 
9.091 € 
 
9.091 € 
 
    27.273 € 
Wohnen  
5.0.2  Zuhause im Veedel – 
Aktivierung und Beteiligung  Alle Sozialräume Städtebauförderung    26.314 € 55.877 € 55.877 € 52.627  €  190.695 € 
5.0.3 Haus-, Hof- und Fassaden- 
programm Alle Sozialräume Städtebauförderung    124.413 € 124.413 € 124.413 €   373.239 € 
 Gesamtkosten 30.612 € 41.398 € 37.917 € 2.571.726 € 1.572.879€ 575.837€ 100.627€  4.930.996 €

94  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
8. Anhang 
Anhang 1: Übersicht mit Quartiersgliederung –  
Schwerpunkt Qualifizierung und Soziales

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
95  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Anhang 2: Übersicht mit Quartiersgliederung - Schwerpunkt Bildung

96  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Anhang 3: Bevölkerungs- und Sozialstruktur / Bildungsbeteiligung im Sozialraum 
 
2007 bis 2013 im Wesentlichen gleichbleibende statistische Werte, geringer Rückgang der SGB ll 
Bezüge innerhalb des Sozialraumes, dennoch deutlich höher als der gesamtstädtische Vergleichs- 
wert, deutliche Zunahme von Bewohnerinnen und Bewohnern mit Migrationshintergrund. 
 
Charakteristik des Sozialraumes (stadträumliche Besonderheiten)  
Lage im 
Stadtge- 
biet 
Bezirk:  
Porz 
Stadtteile:  
Porz (zum Teil), Finkenberg, 
Gremberg., Eil 
angrenzende S ozial- 
räume:  
10 
Fläche:  
646 ha 
Siedlungs-
entwick- 
lung 
Südliche rechtsrheinische Stadtteile, 1975 in Köln eingemeindet, vielfältiges Nebenei- 
nander von Siedlungsbereichen aus unterschiedlicher Entstehung, Gremberghoven: 
Eisenbahnersiedlung nach der Gartenstadt aus den 1920er Jahren, Finkenberg: 
Großsiedlung aus den 1970er Jahren, Porz-Ost in Teilen ehemalige Belgiersiedlung 
aus den 1950er Jahren. 
Nahver- 
sorgung 
Nahversorgungszentrum Eil, Frankfurter Straße, Finkenberg, in Sanierungszeit städ- 
tebauliche Aufwertung, hier jeweils keine Vollsortimenter vorhanden, erheblicher 
Wettbewerbsdruck durch Sonderstandort Eil mit Real und weiteren Angeboten, 
Gremberghoven Nahversorgung ausschließlich durch rollenden Lebensmittelmarkt 1x 
wöchentlich, hier Leerstand von Ladenlokalen, aktuell Gutachten zur Nahversorgung. 
Anbindung 
ÖPNV, 
MIV 
Anbindung an S-Bahn (Bahnhof Köln Steinstraße), Nähe Stadtbahnlinie 7, Busver- 
kehr, motorisierter Individualverkehr über Anschlussstelle Gremberghoven und Auto- 
bahnkreuz Flughafen gut angebunden, Flughafen in der direkten Nähe. 
Grün / 
Freizeit 
Benachbart Wahner Heide Gut Leidenhausen, innerhalb des Sozialraumes wenige 
öffentliche Grünflächen (stark frequentiert wird der Park im nördlichen Finkenberg). 
Großer Anteil privater Grünflächen im Hochhausbereich, viele private Gärten in 
Gremberghoven und Eil 
Gewerbe Gewerbegebiete Eil und Gremberghoven (Airpo rt Businesspark), hier Sonderstandort 
Nahversorgung Eil, einige Firmen kooperieren mit sozialen Trägern (Praktika, Ausbil- 
dungsplätze). 
soziale 
Akteure 
Diverse gut vernetzte soziale Akteure und Beratungsangebote in Finkenberg (hier 
auch Kinderarzt vorhanden), niedrigschwellig genutzt, allerdings nur einzelne in 
Gremberghoven (Rheinflanke, temporär gefördertes Jugendprojekt), übrige Quartiere 
wenig Bedarfe, Kinderzentrum Porz im Sozialraum. 
Kita / 
Schulen 
Diverse Grundschulen, Stadtgymnasium Porz, Lise-Meitner-Gesamtschule, Max-
Planck Realschule, Kopernikus-Schule (Hauptschule), diverse Kindertagesstätten. 
 
Stabilisierungsmaßnahmen 
Sozial- 
raum-
koordinati- 
on 
Diakonie Michaelshoven, Marco Morschel, seit April 2007, diverse Arbeitsgruppen, 
Aufbau eines Bürgervereins Finkenberg. 
Städtische 
Maßnah- 
men 
Förmlich festgelegtes Sanierungsgebiet Finkenberg (2000 bis 2011) (Nahversor- 
gungszentrum, barrierefreies Erreichen der Haltestelle, Umgestaltung der Freiflä- 
chen), Soziale Stadt Finkenberg (2002 bis 2004, 2006 bis 2008) 
Kinder- 
betreuung 
Bildungs- 
teilhabe 
Insgesamt 
Migrations- 
hintergrund 
(%) 
Jugend- 
quotient * 
Altenquotien 
t ** Insgesamt Quote unter 15 
Jahre 
Quote unter 
15 Jahre Insgesamt Quote 
*** 
Betreuungs- 
quote U10 
**** 
 Gymnasi- 
astenquote 
***** 
insgesamt Quote 
2007 22.765 49,9 30,5 32,0 4.223 23,4 1.208 35,2 421 9,4 47,3 * 1.843 19,0 
Entwicklung 
2007 bis '15 1.568 9,3 3,8 -0,5 705 1,7 390 3,3 166 3,3 x x -435 -7,2 
2016 24.333 59,2 34,3 31,5 4.928 25,1 1.598 38,5 587 12,7 * 25, 1 1.408 11,8 
Stadt Köln 
2016 37,8 24,2 26,4 13,1 31.300 21,4 14.342 7,6 0,0 39,9 46.411 8,1
Insgesamt mit Kindern 
(%) 
allein- 
erziehend Senioren 
* Anteil der Einwohner unter 18 Jahre an den Einwohnern von 18 - unter 65 Jahre 
2007 9.943 24,6 21,9 26,7 ** Anteil der Einwohner ab 65 Jahre an den Einwohnern von 18 - unter 65 Jahre 
Entwicklung 
2007 bis '16 716 0,3 0,9 1,2 *** Anteil der Empfänger von Grundsicherung im Alter an allen Einwohnern ab 65 Jahre mit Hauptwohnsitz 
2016 10.659 24,9 22,8 27,9 **** Anteil der in KiTa, Tagespflege und OGTS betreuten Kinder an allen Kindern unter 10 Jahre 
***** Anteil der Gymnasiasten an allen Schülern der Klass en 7 - 9 
Stadt Köln 
2016 18,5 23,0 23,0 
Bevölkerungs- und Sozialstruktur im Sozialraum: Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil 
SGBII Empfänger Empfänger 
Grundsicherung Arbeitslose 
Haushalte 
Einwohnerstruktur 
Stand Dezember 2015

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
97  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Private 
Maßnah- 
men 
Zum Teil Investition von einzelnen privaten Eigentümerinnen und Eigentümern (Anla- 
ge von Mietergärten, Spielflächen, Fassadenerneuerung zur Aufwertung des Woh- 
numfelds im Zuge der Sanierungsmaßnahmen), Nachverdichtung Physikersiedlung, 
Neubau Jugendzentrum Finkenberg und Kindertagesstätte (DRK), Mieterinitiative 
Finkenberg 
 
Fazit 
Sehr heterogener Sozialraum, Stadtteile wie Finkenb erg und Gremberghoven mit gravierenden und 
auch zunehmenden baulichen und sozialen Problemlage n, aber ebenso Quartiere mit durchschnitt- 
lichem beziehungsweise unterdurchschnittlichem Ante il von Bezieherinnen und Beziehern von SGB 
ll und einem höheren Anteil an Gymnasiasten als im städtischen Durchschnitt (vergleiche Kapitel 6, 
Anhang 13), sehr großer Anteil an Gewerbeflächen, h ier ist der Ausbau der Kooperationen mit den 
sozialen Trägern der benachbarten Wohnquartiere den kbar. Optimierung der Nahversorgung zum 
Beispiel in Gremberghoven, Dienstleistungen für Sen iorinnen und Senioren erforderlich auch zur 
Belebung der lokalen Wirtschaft. Insbesondere in de n sozial stabilen Quartieren deutliche Zunahme 
der älteren Bewohnerschaft. Förderung des Sicherhei tsempfindens. Weiterhin umfänglich soziale 
Maßnahmen in Finkenberg, sowie neue Hilfsangebote i n Gremberghoven erforderlich, Qualifizie- 
rung der großzügigen privaten Grünflächen, besonder s in Gremberghoven und Finkenberg. Nut- 
zung des benachbarten Naherholungsgebiets der Wahner Heide anregen.

98  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Anhang 4: Statistiken im Sozialraum „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
  
Jahr 2016                                                      
Angaben als prozentualer Anteil 
Bickendorf, Westend und Ossendorf 
Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord 
Höhenberg und Vingst 
Ostheim und Neubrück 
Mülheim-Nord und Keupstraße 
Buchheim und Buchforst 
Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil 
Meschenich und Rondorf 
Bilderstöckchen 
Bocklemünd / Mengenich 
Humboldt / Gremberg und Kalk 
Köln 
Einwohner 
unter 3-Jährige 3,2 3,8 3,6 3,7 3,7 3,5 3,6 3,1 3,5 3,2 3,5 3,1
3 bis unter 6-Jährige 3,1 3,5 3,2 3,5 3,4 3,0 3,4 2,9 3,1 3,2 3,0 2,7 
6 bis unter 10-Jährige 4,4 5,0 4,5 5,1 4,3 3,9 4,5 4,5 4,2 4, 2 3,7 3,6 
unter 18-Jährige 19,2 22,5 19,4 21,8 19,9 18,1 20,7 19,6 19, 5 19,4 17,1 16,1 
18 bis unter 28-Jährige 15,9 16,2 18,2 16,3 21,4 17,6 15,3 13,8 18,7 14,5 21,3 16,8 
28 bis unter 65-Jährige 49,9 45,0 46,2 43,1 47,2 48,0 45,0 49,2 46,2 44,1 48,0 50,2 
ab 65-Jährige 15,0 16,3 16,3 18,8 11,5 16,3 19,0 17,4 15,6 22 ,0 13,6 17,5 
Ausländerinnen und Ausländer 21,9 35,6 32,9 30,3 48,2 29, 1 30,1 26,3 28,9 24,0 36,4 19,3 
Einwohner mit Migrationshintergrund 45,3 77,4 59,4 62,2 67,4 54,4 59,2 43,3 52,9 44,9 60,3 37,8 
Einwohner unter 18 Jahre 
mit Migrationshintergrund 
Haushalte 
Einpersonenhaushalte 44,2 27,5 45,8 37,1 51,7 48,7 37,3 34, 4 43,2 41,0 54,9 50,5 
Familienhaushalte mit Kindern 24,1 32,1 23,4 27,2 21,8 20 ,6 24,9 25,3 24,5 23,2 18,1 18,5 
Anteil Alleinerziehende an 
allen Familienhaushalten 
Sozialleistungsbezug SGB II 
SGB II-Quote 17,9 30,5 27,4 30,1 39,0 23,9 25,1 15,1 19,1 27, 2 24,9 9,1 
SGB II-Quote bei unter 15-Jährigen 27,7 45,0 41,2 44,3 5 7,4 35,9 38,5 22,9 31,0 44,7 39,1 14,4 
Sozialleistungsbezug SGB XII 
Quote Grundsicherung im Alter 12,4 31,8 13,5 14,7 20,8 11 ,6 12,7 6,2 8,5 11,4 16,1 5,5 
Quote Grundsicherung 
bei Erwerbsminderung 
Arbeitslosigkeit 
Arbeitslosenquote 10,3 13,9 14,3 15,2 21,7 13,7 11,8 8,7 11, 2 13,9 14,6 8,1 
Jugendarbeitslosenquote 4,3 8,9 7,2 9,3 14,4 6,9 8,4 6,3 6,5 7,2 7,7 5,3 
Kinderbetreuung in Kita/Tagespflege 
unter 3-Jährige mit Migrationshintergrund 60,1 85,0 78 ,2 82,1 83,4 73,8 80,0 60,4 67,3 63,1 79,7 44,3 
3 bis unter 6-Jährige 
mit Migrationshintergrund 
unter 6-jährige Kinder * 
darunter beitragsbefreit 49,8 71,9 69,5 73,3 83,1 59,0 56, 9 41,2 54,0 67,0 68,8 34,6 
beitragsbefreit mit Migrationshintergrund 76,2 79,2 76 ,9 80,8 75,3 73,4 81,8 71,2 72,3 58,6 78,9 64,6 
Hilfen zur Erziehung ** 
Anteil laufender Hilfen nach 
§§ 27 bis 35 SGB VIII an allen Einwohnern 
mit Hauptwohnung unter 21 Jahren 
* Datenbasis 31.12.2014 
2,1 2,7 2,5 3,7 
25,8 30,8 
79,1 
1,6 2,4 
2,8 1,8 
61,0 85,0 75,3 78,7 59,3 67,6 78,2 79,6 84,5 
28,7 27,3 
2,4 1,5 
28,5 
62,6 
1,4 0,9 
19,0 
2,0 1,8 
85,3 75,2 
26,9 22,8 
2,7 1,7 
81,7 
53,4 63,3 83,5 
1,2 
23,8 31,9 28,2 23,0 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und St atistik sowie Statistik der Bundesagentur für Arbei t 
82,1 46,3 
1,9 1,8 0,8 
67,9 68,3 
** Datenbasis 31.12.2015 
2,5 3,2 3,7 2,5 
65,8 85,8 79,5 
Stand Dezember 2015

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
99  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Festlegung des Gebietes der „Sozialen Stadt“ „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven 
und Eil“ 
Der Sozialraum „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ weist durchgängig soziale 
Missstände und Problemlagen auf, deren Verringerung od er Behebung durch geeignete 
Maßnahmen zur Stabilisierung und Aufwertung im öffen tlichen Interesse und besonders 
auch im Interesse der dort lebenden Menschen liegt. Dem besonderen Entwicklungsbedarf 
dieses Sozialraumes wird mit dem vorliegenden Integrierten Stadtentwicklungskonzept durch 
eine aufeinander abgestimmte Bündelung von investiven  und sonstigen Maßnahmen ent- 
sprochen.  
Damit erfüllt der Sozialraum die grundlegenden Anfo rderungen des Besonderen Städtebau- 
rechts im Baugesetzbuch zur Festlegung von Gebieten der  „Sozialen Stadt“ gemäß  
§ 171e Baugesetzbuch (BauGB).  
Ein entsprechender Beschluss des Rates der Stadt Köln zur Festlegung des Sozialraumes 
als Gebiet der „Sozialen Stadt“ gemäß § 171 E Abs. 3 Baugesetzbuch (BauGB) erfolgte am 
20.12.2016. 
 
Anhang 5: Gebiet der „Sozialen Stadt“ „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und 
Eil“

100  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Anhang 6: Maßnahmen Sozialraum 11 – „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und 
Eil“  
Die folgende Tabelle stellt alle Maßnahmen dar, die im Rahmen des Leitkonzeptes im Rat 
der Stadt Köln am 20. Dezember 2016 beschlossen wurden . Maßnahmen, die in den letzten 
zwei Jahren nicht weiter verfolgt werden konnten, wurden kenntlich gemacht.  
 
 
   
Laufzeit 
lt. 
Ratsbeschluss  
Laufzeit 
aktuell 
Gesamtkosten 
im Sozialraum  
Nr. Bezeichnung Status Förder- 
zugang Beginn Ende Beginn Ende 
laut 
Ratsbe- 
schluss 
aktuell 
0.0.0 
Externe Beratung bei 
der Erstellung des 
Integrierten 
Stadtentwicklungs-
konzeptes  
Antrag in 
Vorberei- 
tung 
SBF - - 2015 2017 -  24.829 € 
0.0.1 
Büro für Quartiers-
management und 
Aktivierung 
Antrag in 
Vorberei- 
tung 
SBF 2017 2020 2020 2021 708.485 € 245.767 € 
0.0.2 Prozessbegleitende 
Evaluation 
Umsetzung 
erfolgt mit 
städtischen 
Mitteln 
SBF 2017 2020 2020 2023 44.090 € 44.090 € 
Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen 
1.0.5 
Integration von  
(zugewanderten) 
Kindern/ 
Jugendlichen/jungen 
Erwachsenen in die 
Regelsysteme durch 
aufsuchende mobile 
Arbeit ** 
Wird vom 
Fachamt 
nicht wei- 
terverfolgt 
ESF 2017 2018 - - 254.520 € - 
1.0.7 
Qualifizierungsoffensive 
Offene Kinder- und 
Jugendarbeit** 
 Wird vom 
Fachamt 
nicht wei- 
terver-folgt 
Bundes- 
pro-
gramm  
2017 2019 - - 26.900 € - 
1.0.12 
Sprachförderangebote 
für neu eingereiste 
Jugendliche und junge 
Erwachsene mit 
Jugendintegrationskurs 
** 
Wird vom 
Fachamt 
nicht wei- 
terverfolgt 
ESF 2017 2019 - - 156.376 € - 
1.0.16 
Zugehende Hilfe zur 
Überleitung ins 
Regelsystem und 
Entwicklung einer 
beruflichen Perspektive 
für junge Menschen mit 
psychischen Problemen 
bis 27 Jahre 
Antrag 
bewilligt, 
Beginn 
01.04.2017 
ESF 2017 2018 2017 2019 29.564 € 15.358 € 
1.0.17 
a 
Kölner Bildungs-
beratungszentrum 
einschließlich 
Stadtteileltern (hier nur 
Bildungs- 
beratungszentrum) ** 
Wird vom 
Fachamt 
nicht wei- 
terverfolgt 
EFRE 2018 2020 - - 211.043 € - 
*   Gegenüber dem Leitkonzept neu aufgenommene Maßnahme. 
**   Maßnahmen werden nicht weiterverfolgt, weil ein geeigneter Förderzugang fehlt oder bereits Angebote außerhalb des Pro- 
gramms umgesetzt werden. 
***  Bei baulichen Maßnahmen ist mit Beginn die Umsetzung/ der Baubeginn gemeint. 
**** Maßnahmenkosten wurden keinem Sozialraum zugeordnet und sind  daher nicht in Gesamtkosten einberechnet

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
101  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
 
   
Laufzeit 
lt. 
Ratsbeschluss 
Laufzeit 
aktuell  
Gesamtkosten 
im Sozialraum  
Nr. Bezeichnung Status Förder- 
zugang Beginn Ende Beginn Ende 
laut 
Ratsbe- 
schluss 
aktuell 
1.0.17 Stadtteileltern 
Antrag 
bewilligt,         
Beginn 
01.01.2018 
ESF  2016 2019 2018 2020 91.184 € 77.964 € 1.0.19 
Übergänge begleiten: 
Angebote der Familien- 
bildung mit Schwerpunkt 
Kooperation mit Kita, 
Familienzentren, Schu- 
len im Primarbereich 
und Sekundarstufe I 
(SEK I), Trägern des 
offenen Ganztags** 
Antrag 
gestellt, 
wurde 
jedoch 
nicht bewil- 
ligt  
ESF 2018 2019 - - 209.645 € - 
1.0.20 
Gemeinsam für 
Grundbildung im 
Veedel** 
 Wird vom 
Fachamt 
nicht wei- 
terver-folgt 
ESF 2017 2018 - - 68.571 € - 
1.0.21 Ferienschule ** 
Wird vom 
Fachamt 
nicht wei- 
terverfolgt 
Landes-
förder-
ung 
über 
MFKJK 
S oder 
BAMF 
2018 2019 - - 23.391 € - 
1.0.26 Willkommen und 
Ankommen in Köln** 
Wird vom 
Fachamt 
nicht wei- 
terverfolgt 
ESF 2017 2018 - - 358.581 € - 
Handlungsfeld: Öffentlicher Raum*** 
2.0.4 
Spiel- und 
Bewegungsräume in 
den Veedeln, hier: 
zusätzliche Fläche für 
Trendsport in der 
Grünfläche Stresemann-
straße 
Antrag in 
Vorberei- 
tung 
SBF 2017 2020 2021 2023 316.645 € 240.000 € 
2.0.10 Unser Park ** / **** 
Wird vom  
Fachamt 
nicht wei- 
terverfolgt 
EFRE _ _ _ _ 
Kosten  
747.840 € 
(gesamt ) 
 
SR wurde 
nicht 
festgelegt 
_ 
2.11.4 
Multifunktionale 
Freiräume 
(Bergerstraße/ 
Frankfurter Straße) 
Antrag in  
Vorberei- 
tung 
EFRE + 
SBF 2019 2020 2020 2022 217.000 € 1.552.578 € 
2.11.5 
Generalsanierung 
Sportanlage 
Humboldtstraße* 
Antrag in 
Vorberei- 
tung 
SBF   2020 2021  2.183.293 € 
*   Gegenüber dem Leitkonzept neu aufgenommene Maßnahme. 
**   Maßnahmen werden nicht weiterverfolgt, weil ein geeigneter Förderzugang fehlt oder bereits Angebote außerhalb des Pro-  
gramms umgesetzt werden. 
***  Bei baulichen Maßnahmen ist mit Beginn die Umsetzung/ der Baubeginn gemeint. 
**** Maßnahmenkosten wurden keinem Sozialraum zugeordnet und sind  daher nicht in Gesamtkosten einberechnet

102  Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
 
   
Laufzeit 
lt. 
Ratsbeschluss 
Laufzeit 
aktuell  
Gesamtkosten 
im Sozialraum  
Nr. Bezeichnung Status Förder- 
zugang Beginn Ende Beginn En 
de 
laut Ratsbe- 
schluss aktuell 
Handlungsfeld: Wirtschaft und Qualifikation 
3.0.1 „Checkpraxis“ 
Berufsfeldorientierung 
Wird vom 
Fachamt 
nicht wei- 
terverfolgt  
ESF 2017 2018 - - 26.196 € - 
3.0.7 
Einrichtung von Kölner 
Veedelscenter (KVC) für 
Arbeit und Soziales 
Antrag 
gestellt, 
wurde 
jedoch 
nicht bewil- 
ligt  
ESF 2017 2018 - - 1.273.453 € - 
Handlungsfeld: Umweltgerechtigkeit – Klimaschutz, Luftreinhaltung und Lärmminderung  
4.0.2 Offen für Regen: Grüne 
Höfe, grüne Plätze ** 
 Wird vom 
Fachamt 
als stadt-
weites, 
städtisch 
finanzier-
tes Begrü-
nungs-
programm 
weiterge-
führt 
EFRE  2017 2019 - - 75.500 € - 
4.0.4 
Aufbau eines 
Hitzewarn- und 
Informationssystems 
 Antrag 
bewilligt, 
Beginn 
01.01.2019 
BMUB-
Pro- 
gramm 
Klima, 
BMBF 
2017 2019 2019 2021 49.091 €  27.273 € 
4.0.9 
Maßnahmen rund um 
eine Leitart zur 
Verbesserung der 
Identifikation der 
Bürgerinnen und Bürger 
mit ihrem Sozialraum 
und gleichzeitiger 
Erhöhung der 
Biodiversität sowie der 
Aufenthaltsqualität im 
Sozialraum ** 
Wird vom 
Fachamt 
nicht wei- 
terverfolgt 
EFRE 2017 2020 - - 27.778 € - 
4.0.11 
Reduzierung der 
Lärmbelästigung an 
erheblich betroffenen 
Straßen in der Baulast 
der Stadt Köln durch 
Einbau von 
lärmoptimierten 
Belägen** 
Wird vom 
Fachamt 
nicht wei- 
terverfolgt  
Förder- 
richtlinie 
Kom- 
munaler 
Stra- 
ßenbau 
2017 2021 - - 34.427 € - 
Handlungsfeld: Wohnen 
5.0.2 A 
Zuhause im Veedel – 
Aktivierung, Beteiligung 
und Wohnumfeldpflege 
Modul A: Mieter- und 
Nachbarschaftsarbeit*
 
Antrag in 
Vorberei- 
tung 
SBF - - 2020 2023 - 190.695 € 
5.0.2 B 
Zuhause im Veedel – 
Aktivierung, Beteiligung 
und Wohnumfeld-pflege 
Modul B: Quartiers-
hausmeister** 
 Wird vom 
Fachamt 
nicht wei- 
terverfolgt 
ESF 2017 2019 - - 125.960 € - 
5.0.3 Haus-, Hof- und 
Fassaden-programm 
Antrag in   
Vorberei- 
tung 
SBF 2018 2021 2020 2022 318.180 € 373.239 € 
GESAMT inkl. 0.0.2  4.646.580 € 4.975.086 € 
GESAMT exkl. 0.0.2 4.602.490 € 4.930.996 €

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost,  
Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
103  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
 
*   
Gegenüber dem Leitkonzept neu aufgenommene Maßnahme. 
**   Maßnahmen werden nicht weiterverfolgt, weil ein geeigneter Förderzugang fehlt oder bereits Angebote außerhalb des Pro-  
gramms umgesetzt werden. 
***  Bei baulichen Maßnahmen ist mit Beginn die Umsetzung/ der Baubeginn gemeint. 
**** Maßnahmenkosten wurden keinem Sozialraum zugeordnet und sind  daher nicht in Gesamtkosten einberechnet

Anlage 4 Vorab-Auszug Ausschuss Soziales und Senioren 24.01.2019

13317 Zeichen

Anlage 4 
 
 
 
 
Geschäftsführung  
Ausschuss Soziales und Senioren 
Herr Krämer 
Telefon:  (0221) 221-27467  
Fax       :  (0221) 221-22528 
E-Mail:   Thomas.Kraemer@Stadt-koeln.de  
Datum:  31.01.2019 
Auszug 
aus dem Beschlussprotokoll der Sitzung des Ausschusses Soziales 
und Senioren  vom 24.01.2019  
öffentlich 
4.1 Beschluss des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes "Starke Vee-
del" - Starkes Köln" für den Sozialraum "Porz-Ost, Finkenberg, Grem-
berghoven und Eil" 
3777/2018 
 
 
Beschluss 
 
1. Der Rat be schließt das auf der Grundlage des Leitkonzeptes „Starke Veedel – 
Starkes Köln“ (Ratsbeschluss 20.12.2016, Vorlage -NR. 2899/2016) erstellte Inte-
grierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) für den Sozialraum „Porz -Ost, Finke n-
berg, Gremberghoven und Eil“ (siehe Anlage 1). Er beauftragt die Verwaltung mit 
der Umsetzung der Maßnahmen aus dem Programm „Starke Veedel – Starkes 
Köln“ und der Anpassung der Maßnahmenkonzeptionen, soweit im weiteren A b-
stimmungsprozess mit den Fördermittelgebern aufgrund laufender Änderun gen 
der Förderbedingungen Anpassungen erforderlich werden. 
2. Der Rat beschließt die Erbringung der Leistungen durch Dritte für die im Integrie r-
ten Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Porz -Ost, Finkenberg, Gre m-
berghoven und Eil“ aufgeführten Einzelma ßnahmen, die in der Kosten - und Fi-
nanzierungsübersicht hinterlegt sind. Die Umsetzung der Maßnahmen steht unter 
dem Vorbehalt der Bewilligungen aus den avisierten Förderzugängen sowie einer 
erzielten Förderquote von mindestens 50 % der Gesamtkosten der jew eiligen 
Maßnahmen. Die erforderlichen Veranschlagungen des ergebniswirksamen Au f-
wandes und der investiven Zahlungsermächtigungen bis 2022 in Höhe von ca. 
4,8 Mio. € sind im Hpl. 2019 inkl. der mittelfristigen Finanzplanung bis 2022 b e-
reits berücksichtigt. Der entstehende Aufwand im Haushaltsjahr 2023 in Höhe von 
ca. 100.000 € wird in den zukünftigen Haushaltsplanaufstellungen berücksichtigt.  
3. Der Rat beauftragt die Verwaltung,

A) mit der Umsetzung der Maßnahmen des Integrierten Stadtentwicklungskon-
zeptes für den Sozialraum „ Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil “ 
auf Basis des Leitkonzeptes „Starke Veedel – Starkes Köln“.  
B) die erforderlichen Entscheidungen zu konsumtiven Maßnahmen des Integrie r-
ten Stadtentwicklungskonzeptes, die im Sozialraum „ Porz-Ost, F inkenberg, 
Gremberghoven und Eil “ wirksam werden, der Bezirksvertretung Porz vorz u-
legen und die zuständigen Fachausschüsse im Wege der Mitteilung zu info r-
mieren.  
C) mit der Umsetzung der investiven Maßnahmen im Sozialraum „ Porz-Ost, Fin-
kenberg, Gremberghoven und Eil“. Der Rat verzichtet auf die nochmalige Vo r-
lage, falls die zuständigen Fachausschüsse und die Bezirksvertretung Porz 
ohne Einschränkung zustimmen.  
4. Die Bezirksvertretung Porz bittet den Rat, bei der Umsetzung des Konzepts 
die folgenden Punkte zu beschließen:  
  
Anlage 2 ISEK Porz Fink Eil Laufende Nr. 2.11.5 Handlungsfeld Öffentlicher 
Raum  
Maßnahme „Generalsanierung Sportanlage Humboldtstraße“ 
Ob die bestehende Kampfbahn Typ B mit Tennengroßspielfeld im Zuge der 
Baumaßnahme in Naturrasen oder Kunstrasen neu hergestellt w ird, ist kurz-
fristig mit den Vereinen und den Schulen zu klären, nach Möglichkeit bis zur 
letzten Ratssitzung. Die Bezirksvertretung Porz ist in der nächsten Sitzung 
darüber zu informieren. 
5. Anlage 1 w ird w ie folgt ergänzt: 
1. Freiraumplanerische Gestaltung des Bahnhofsplatzes, Frankenplatzes und 
des Platzes an der Hohenstaufenstraße in Gremberghoven sow ie  
2. Verbesserung und Gestaltung des Straßenraums Bahnhof-
platz/Frankenplatz/Hohenstaufenstraße und Verringerung des Emissionsverha l-
tens durch Optimierung der gründerzeitlichen Straßenzüge unter ästhetischen 
und Immissionsrelevanten Faktoren.  
Beschluß-Entw urf: 
Laufende Nummer x.x.x  Handlungsfeld: Stärkung des öffent-
lichen Raums  
Maßnahme  „Neue Plätze für die Eisenbahner-
siedlung Gremberghoven“  
Freiraumplanerische Gestaltung ei-
ner multifunktionalen Stadt-platz- 
und Freiraumsequenz  
Inhalt  Ausgangslage  
Die „Eisenbahnersiedlung“ in Köln-
Porz-Gremberghoven w urde in meh-
reren Bauabschnitten für Beamte und 
Angestellte der Reichsbahn in den Jah-
ren 1919 bis 1929 erbaut. Wichtige 
Elemente der Siedlung sind die bogen-
förmigen Gebäudespangen sow ie die 
großzügigen Grünanlagen und Haus-
gärten, die die Verbindung zum städte-

baulichen Leitbild der Gartenstadt er-
kennen lassen. Neben den Grünanla-
gen sind es viele Platzsituationen und 
Fußw egeverbindungen, die den Cha-
rakter der symmetrisch aufgebauten 
Siedlung mit ihren beiden Ausläufern 
Hohenstaufenstraße und Frankenplatz 
definieren. Die Siedlung w ird dem spät-
historischen Heimatstil zugeordnet und 
steht unter Denkmal -schutz. Bestandteil 
der städtebaulichen Konzeption ist eine 
charakteristische dreiteilige Platzse-
quenz am Bahnhofsplatz, am Franken-
platz und an der Hohenstaufenstraße  
Projektbeschreibung  
Die drei öffentliche Plätze Bahnhofs-
platz, Frankenplatz und der Platz an der 
Hohestaufenstraße spiegeln den Leige-
danken der Gartenstadt verbunden mit 
der städtebaulichen Figur w ider. 
Der Bahnhofsplatz befindet sich am 
mittleren Ortseingang der „Eisenbah-
nersiedlung“ und w ird durch eine Stra-
ße im südlichen Bereich flankiert. 
Hauptnutzung stellt eine stellplatzorien-
tierte Ausrichtung dar. Der Frankenplatz 
liegt innerhalb einer hofartigen Bebau-
ungsstruktur und w ird durch eine Stra-
ße im südlichen Bereich begrenzt. Der 
kleine Platz an der Hohenstaufenstraße 
liegt innerhalb einer hofartigen Bebau-
ungsstruktur und w ird durch eine Stra-
ße im östlichen Bereich gefasst. Diese 
beiden Grünflächen sind ungestaltet 
und w eisen ebenfalls eine abgängige 
Bausubstanz auf. Ziel der Maßnahme 
ist es, das ungenutzte Potential als 
zentrale Stadtplätze im historischen 
Kontext zu heben und unter zeitgemä-
ßen und bürgerorientierten Anforderun-
gen nutzbar zu machen. Aufgrund einer 
im Rahmen eines Bauleitplanverfahrens 
durchgeführten Bürgerbeteiligung am 
19.10.2017 in der Turnhalle der Ge-
meinschaftsgrundschule "Friedrich List", 
konnten erste Bürgerw ünsche betref-
fend des Planungsraums „Eisenbah-
nersiedlung“ geäußert w erden. Dem-
nach besteht das Bedürfnis, die Aufent-
haltsqualität und das Angebot an Be-
gegnungsstätten sow ie Spiel- und 
Grünflächen im öffentlichen Raum zu

stärken und zu qualifizieren. Die 
Grundsatzaussagen aus der Bürgerbe-
teiligung zum Bauleitplanverfahren sol-
len im Rahmen eines Bürger-
w orkshops mit den Anw ohnern und In-
teressierten vertieft w erden.  
Ausgehend von drei Gestaltungsvarian-
ten pro Platz ist beabsichtigt, repräsen-
tative Stadtplätze mit unterschiedlichen 
Nutzungsarten zu etablieren. Hierbei 
sind folgende Funktionen zu berück-
sichtigen:  
- Mehrfachnutzung und Multifunktionali-
tät hinsichtlich der Park-
raummöglichkeiten, als Stadtplatz und 
Veranstaltungsort,  
- Gärtnerische Gestaltung und Installa-
tion von Aufenthaltsmöglichkeiten,  
- Berücksichtigung von klimaw andelfol-
genrelevanten Aspekten (Starkregen-
vorsorge, Überhitzung etc.)  
- Barrierefreiheit,  
- Erschließungsfunktion zu den Woh-
nungen,  
- Schaffung von Spielmöglichkeiten.  
Aktivierung und Beteiligung im Quar-
tier  
Grundlage für Erarbeitung der Leis-
tungsphase 3 (Entw urfsplanung) ist ein 
Bürgerw orkshop, der anhand von drei 
Handskizzen je Platz einen moderierten 
Zielfindungsprozess ermöglicht.  
Zielgruppe  Kleinkinder, Jugend, Senioren, Anw oh-
ner, Besucher  
Ziele  Querschnittsziel  
 
Operative Ziele  
Wohnadressen  
am Wohnort  
f-
fentlichen Raums  
Projektziele  
einer 100 Jahre alten Siedlungskultur in 
die Neuzeit, die Wohn- und Aufent-
haltsquali- tät in der Eisenbahnersie d-
lung zu sichern und zu entw ickeln.  
 
Indikatoren  - Steigerung der Aufenthaltsdauer im 
öffentliche Raum

- Verbesserung der sozialen Kontrolle 
durch eine gesteigertes Pflichtbew usst-
sein der Anw ohner  
- Stärkung des Ortsbildes  
- Ordnung der Gew ichtung der Stell-
platzfunktion  
- Mehrfachnutzung und Multifunktionali-
tät von Flächen  
 
Kosten  Bahnhofsplatz (790 m²):  
Baukosten: 300.000 EUR  
Planungshonorar: 40.000 EUR  
340.000 EUR  
Frankenplatz (500m²):  
Baukosten: 180.000 EUR  
Planungshonorar: 22.000 EUR  
202.000 EUR  
Platz an der Hohenstaufenstraße (370 
m²)  
Baukosten: 140.000 EUR  
Planungshonorar: 16.000 EUR  
156.000 EUR  
Bürgerw orkshop (inkl. besondere Leis-
tungen): 50.000 EUR  
Gesamt: 748.000 EUR  
Projektlaufzeit / Zeitraum  2021-2024  
Projektverantw ortlicher  61,66,48,67, 512, StEB,  
Förderung  80%  
Laufende Nummer x.x.x  Handlungsfeld: Verbesserung und 
Gestaltung des Straßenraums und 
Verringerung des Emissionsverhal-
tens  
Maßnahme  „Neugestaltung des Straßenraums 
Bahnhof-
platz/Frankenplatz/Hohenstaufenstra
ße““  
Optimierung der gründerzeitlichen 
Straßenzüge unter ästhetischen und 
Immissionsrelevanten Faktoren.  
Inhalt  Ausgangslage  
Die „Eisenbahnersiedlung“ w urde in 
mehreren Bauabschnitten für Be-amte 
und Angestellte der Reichsbahn in den 
Jahren 1919 bis 1929 er-baut. Die Sie d-
lung w ird dem späthistorischen Heimat-
stil zugeordnet und steht unter Denk-
malschutz. Wichtige Elemente der Sied-
lung sind die bogenförmigen Gebäude-
spangen sow ie die großzügigen Grün-
anlagen und Hausgärten, die die Ver-
bindung zum städtebaulichen Leitbild 
der Gartenstadt erkennen lassen. Ne-

ben den Grünanlagen sind es viele 
Platzsituationen und Fußw egeverbin-
dungen, die den Charakter der symme t-
risch aufgebauten Siedlung mit ihren 
beiden Ausläufern Hohenstaufenstraße 
und Frankenplatz definieren. Diese bil-
den zusammen mit dem Straßenzug 
Bahnhofsplatz das interne öffentliche 
Erschließungsrückrad für den südlichen 
Siedlungsbereich, w elches gleichzeitig 
als ÖPNV-Trasse für das Busnetz fun-
giert. Der Straßenquerschnitt geht aus 
den damaligen mobilitätsrelevanten 
Erfordernissen hervor. Die Häuser ste-
hen unmittelbar an der Straßenraum-
begrenzungslinie. Aufgrund der Bau-
w eise und der Nähe zur Straße sind die 
Anw ohner durch den Auto- und Busver-
kehr Emissionen ausgesetzt (Lärm, Er-
schütterung etc.). Hinzu kommt, dass 
es w ährend der Errichtungsphase der 
Wohnsiedlung naturgemäß kein Erfor-
dernis gab, einen 
Stellplatznachw eis auf dem Baugrund-
stück zu führen. Im Ergebnis ist der 
vorhandene Straßenraum für die erfor-
derlichen Anforderungen (Fahrbahn, 
ÖPNV-Trasse, Parken, Gehw eg, Fahr-
rad etc.) zu gering 
dimensioniert und in seiner baulichen 
Substanz stark abgängig. 
Projektbeschreibung 
Der ca. 7.100 m² umfassende Raum 
entlang der Straßenzüge Bahnhofs-
platz, Frankenplatz und Hohenstaufen-
straße übernimmt gestalterisch und 
funktional eine elementare Rolle. Die 
Fläche ist ungestaltet und w eist eine 
abgängige Bausubstanz auf. Ziel der 
Maßnahme ist es, das ungenutzte Po-
tential als Mobilitätsachse im histori-
schen Kontext zu 
heben und unter zeitgemäßen und bür-
gerorientierten Anforderungen nutzbar 
zu machen. Aufgrund einer im Rahmen 
eines Bauleitplanverfahrens durchge-
führten Bürgerbeteiligung am 
19.10.2017 in der Turnhalle der Ge-
meinschaftsgrundschule "Friedrich List", 
konnten erste Bürgerw ünsche betref-
fend des Planungsraums „Eisenbah-
nersiedlung“ geäußert w erden. Dem-

nach besteht das Bedürfnis, den Stra-
ßenraum zu ordnen, die Aufenthalts-
qualität zu stärken und die w ohnbeein-
trächtigen 
Eigenschaften der Straße zu mindern. 
Die Grundsatzaussagen aus der Bür-
gerbeteiligung zum Bauleitplanverfah-
ren sollen im Rahmen eines Bürger-
w orkshops mit den Anw ohnern und In-
teressierten vertieft w erden. Ausgehend 
von drei Gestaltungsvarianten ist beab-
sichtigt, eine 
neue Straßenraumsequenz zu etablie-
ren. Hierbei sind folgende Funktionen 
zu berücksichtigen: 
- Erschließungsfunktion zu den Woh-
nungen, 
- Schutz und Berücksichtigung der 
denkmalw erten Bäume, 
- Verminderung von Lärm und Erschüt-
terungen, 
- Berücksichtigung von klimaw andelfol-
genrelevanten Aspekten 
(Starkregenvorsorge, Überhitzung etc.) 
- Zonierung und Hierarchisierung des 
Straßenraums bzgl. der relevanten Ver-
kehrsteilnehmer, 
- Barrierefreiheit. 
Aktivierung und Beteiligung im Quartier 
Grundlage für Erarbeitung der Leis-
tungsphase 3 (Entw urfsplanung) ist ein 
Bürgerw orkshop, der anhand von drei 
Handskizzen einen moderierten 
Zielfindungsprozess ermöglicht. 
Zielgruppe  Verkehrsteilnehmer, Anw ohner, Besu-
cher, alle Altersgruppen  
Ziele  Querschnittsziel  
 
Operative Ziele  
Wohnadressen  
am Wohnort  
Projektziele  
einer 100 Jahre alten Siedlungskultur in 
die Neuzeit, die Wohn- und Aufent-
haltsquali-tät in der Eisenbahnersied-
lung zu sichern und zu entw ickeln so-
w ie die Wohnqualität zu steigern.

Indikatoren  - Verringerung des Emissionsverha l-
tens  
- Erhöhte Verkehrssicherheit  
- Bessere Orientierung  
- Verbesserung der sozialen Kontrolle 
durch eine gesteigertes Pflichtbe-
w usstsein der Anw ohner  
- Stärkung des Ortsbildes  
 
Kosten  Baukosten: 1.800.000 EUR  
Planungshonorar: 190.000 EUR  
Bürgerw orkshop (inkl. bes. Leistun-
gen): 10.000 EUR  
GESAMT: 1.900.000 EUR  
Projektlaufzeit / Zeitraum  2021-2024  
Projektverantw ortlicher  61,66,48,62,StEB  
Förderung  80 %  
 
 
Abstimmungsergebnis: 
 
Einstimmig, wie Bezirksvertretung Porz, zugestimmt.

Anlage 5, Auszug Beschlussprotokoll AUG TOP 4.1.2 Starke Veedel Porz

13340 Zeichen

Geschäftsführung  
Ausschuss für Umwelt und Grün 
Frau Bültge-Oswald 
Telefon:  (0221) 221-23702  
 
E-Mail:  barbara.bueltge-oswald@stadt -koeln.de  
Datum: 01.02.2019 
Auszug 
aus dem Beschlussprotokoll der Sitzung des Ausschuss es  
Umwelt und Grün vom 31.01.2019  
öffentlich 
4.1.2 Beschluss des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes "Starke Vee-
del" - Starkes Köln" für den Sozialraum "Porz-Ost, Finkenberg, Grem-
berghoven und Eil" 
3777/2018 
geänderter Beschluss (wie BV Porz und Ausschuss Soziales und Senioren) 
 
1. Der Rat beschließt das auf der Grundlage des Leitkonzeptes „Starke Veedel – 
Starkes Köln“ (Ratsbeschluss 20.12.2016, Vorlage -NR. 2899/2016) erstellte Inte-
grierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) für den Sozialraum „Porz -Ost, Fin ken-
berg, Gremberghoven und Eil“ (siehe Anlage 1). Er beauftragt die Verwaltung mit 
der Umsetzung der Maßnahmen aus dem Programm „Starke Veedel – Starkes 
Köln“ und der Anpassung der Maßnahmenkonzeptionen, soweit im weiteren A b-
stimmungsprozess mit den Förder mittelgebern aufgrund laufender Änderungen 
der Förderbedingungen Anpassungen erforderlich werden. 
2. Der Rat beschließt die Erbringung der Leistungen durch Dritte für die im Integrie r-
ten Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Porz -Ost, Finkenberg, Gre m-
berghoven und Eil“ aufgeführten Einzelmaßnahmen, die in der Kosten - und Fi-
nanzierungsübersicht hinterlegt sind. Die Umsetzung der Maßnahmen steht unter 
dem Vorbehalt der Bewilligungen aus den avisierten Förderzugängen sowie einer 
erzielten Förderquote von m indestens 50 % der Gesamtkosten der jeweiligen 
Maßnahmen. Die erforderlichen Veranschlagungen des ergebniswirksamen Au f-
wandes und der investiven Zahlungsermächtigungen bis 2022 in Höhe von ca. 
4,8 Mio. € sind im Hpl. 2019 inkl. der mittelfristigen Finanzpl anung bis 2022 b e-
reits berücksichtigt. Der entstehende Aufwand im Haushaltsjahr 2023 in Höhe von 
ca. 100.000 € wird in den zukünftigen Haushaltsplanaufstellungen berücksichtigt.  
3. Der Rat beauftragt die Verwaltung,  
A) mit der Umsetzung der Maßnahmen des Integ rierten Stadtentwicklungskon-

zeptes für den Sozialraum „ Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil “ 
auf Basis des Leitkonzeptes „Starke Veedel – Starkes Köln“.  
B) die erforderlichen Entscheidungen zu konsumtiven Maßnahmen des Integrie r-
ten Stadtentwicklungskonzeptes, die im Sozialraum „ Porz-Ost, Finkenberg, 
Gremberghoven und Eil “ wirksam werden, der Bezirksvertretung Porz vorz u-
legen und die zuständigen Fachausschüsse im Wege der Mitteilung zu info r-
mieren.  
C) mit der Umsetzung der investiven Maßnahmen im Sozialra um „Porz-Ost, Fin-
kenberg, Gremberghoven und Eil“. Der Rat verzichtet auf die nochmalige Vo r-
lage, falls die zuständigen Fachausschüsse und die Bezirksvertretung Porz 
ohne Einschränkung zustimmen.  
4. Die Bezirksvertretung Porz bittet den Rat, bei der Umsetzung des Konzepts 
die folgenden Punkte zu beschließen:  
  
Anlage 2 ISEK Porz Fink Eil Laufende Nr. 2.11.5 Handlungsfeld Öffentlicher 
Raum  
Maßnahme „Generalsanierung Sportanlage Humboldtstraße“ 
Ob die bestehende Kampfbahn Typ B mit Tennengroßspielfeld im Zuge der 
Baumaßnahme in Naturrasen oder Kunstrasen neu hergestellt w ird, ist kurz-
fristig mit den Vereinen und den Schulen zu klären, nach Möglichkeit bis zur 
letzten Ratssitzung. Die Bezirksvertretung Porz ist in der nächsten Sitzung 
darüber zu informieren. 
5. Anlage 1 w ird w ie folgt ergänzt: 
1. Freiraumplanerische Gestaltung des Bahnhofsplatzes, Frankenplatzes und 
des Platzes an der Hohenstaufenstraße in Gremberghoven sow ie  
2. Verbesserung und Gestaltung des Straßenraums Bahnhof-
platz/Frankenplatz/Hohenstaufenstraße und Verringerung des Emissionsverha l-
tens durch Optimierung der gründerzeitlichen Straßenzüge unter ästhetischen 
und Immissionsrelevanten Faktoren.  
Beschluss-Entw urf: 
Laufende Nummer x.x.x  Handlungsfeld: Stärkung des öffent-
lichen Raums  
Maßnahme  „Neue Plätze für die Eisenbahner-
siedlung Gremberghoven“  
Freiraumplanerische Gestaltung ei-
ner multifunktionalen Stadt-platz- 
und Freiraumsequenz  
Inhalt  Ausgangslage  
Die „Eisenbahnersiedlung“ in Köln-
Porz-Gremberghoven w urde in meh-
reren Bauabschnitten für Beamte und 
Angestellte der Reichsbahn in den Jah-
ren 1919 bis 1929 erbaut. Wichtige 
Elemente der Siedlung sind die bogen-
förmigen Gebäudespangen sow ie die 
großzügigen Grünanlagen und Haus-
gärten, die die Verbindung zum städte-
baulichen Leitbild der Gartenstadt er-

kennen lassen. Neben den Grünanla-
gen sind es viele Platzsituationen und 
Fußw egeverbindungen, die den Cha-
rakter der symmetrisch aufgebauten 
Siedlung mit ihren beiden Ausläufern 
Hohenstaufenstraße und Frankenplatz 
definieren. Die Siedlung w ird dem spät-
historischen Heimatstil zugeordnet und 
steht unter Denkmal-schutz. Bestandteil 
der städtebaulichen Konzeption ist eine 
charakteristische dreiteilige Platzse-
quenz am Bahnhofsplatz, am Franken-
platz und an der Hohenstaufenstraße  
Projektbeschreibung  
Die drei öffentliche Plätze Bahnhofs-
platz, Frankenplatz und der Platz an der 
Hohestaufenstraße spiegeln den Leige-
danken der Gartenstadt verbunden mit 
der städtebaulichen Figur w ider. 
Der Bahnhofsplatz befindet sich am 
mittleren Ortseingang der „Eisenbah-
nersiedlung“ und w ird durch eine Stra-
ße im südlichen Bereich flankiert. 
Hauptnutzung stellt eine stellplatzorien-
tierte Ausrichtung dar. Der Frankenplatz 
liegt innerhalb einer hofartigen Bebau-
ungsstruktur und w ird durch eine Stra-
ße im südlichen Bereich begrenzt. Der 
kleine Platz an der Hohenstaufenstraße 
liegt innerhalb einer hofartigen Bebau-
ungsstruktur und w ird durch eine Stra-
ße im östlichen Bereich gefasst. Diese 
beiden Grünflächen sind ungestaltet 
und w eisen ebenfalls eine abgängige 
Bausubstanz auf. Ziel der Maßnahme  
ist es, das ungenutzte Potential als 
zentrale Stadtplätze im historischen 
Kontext zu heben und unter zeitgemä-
ßen und bürgerorientierten Anforderun-
gen nutzbar zu machen. Aufgrund einer 
im Rahmen eines Bauleitplanverfahrens 
durchgeführten Bürgerbeteiligung am 
19.10.2017 in der Turnhalle der Ge-
meinschaftsgrundschule "Friedrich List", 
konnten erste Bürgerw ünsche betref-
fend des Planungsraums „Eisenbah-
nersiedlung“ geäußert w erden. Dem-
nach besteht das Bedürfnis, die Aufent-
haltsqualität und das Angebot an Be-
gegnungsstätten sow ie Spiel- und 
Grünflächen im öffentlichen Raum zu 
stärken und zu qualifizieren. Die

Grundsatzaussagen aus der Bürgerbe-
teiligung zum Bauleitplanverfahren sol-
len im Rahmen eines Bürger-
w orkshops mit den Anw ohnern und In-
teressierten vertieft w erden.  
Ausgehend von drei Gestaltungsvarian-
ten pro Platz ist beabsichtigt, repräsen-
tative Stadtplätze mit unterschiedlichen 
Nutzungsarten zu etablieren. Hierbei 
sind folgende Funktionen zu berück-
sichtigen:  
- Mehrfachnutzung und Multifunktionali-
tät hinsichtlich der Parkraummöglichke i-
ten, als Stadtplatz und Veranstaltungs-
ort,  
- Gärtnerische Gestaltung und Installa-
tion von Aufenthaltsmöglichkeiten,  
- Berücksichtigung von klimaw andelfol-
genrelevanten Aspekten (Starkregen-
vorsorge, Überhitzung etc.)  
- Barrierefreiheit,  
- Erschließungsfunktion zu den Woh-
nungen,  
- Schaffung von Spielmöglichkeiten.  
Aktivierung und Beteiligung im Quar-
tier  
Grundlage für Erarbeitung der Leis-
tungsphase 3 (Entw urfsplanung) ist ein 
Bürgerw orkshop, der anhand von drei 
Handskizzen je Platz einen moderierten 
Zielfindungsprozess ermöglicht.  
Zielgruppe  Kleinkinder, Jugend, Senioren, Anw oh-
ner, Besucher  
Ziele  Querschnittsziel  
 
Operative Ziele  
Wohnadressen  
 Verbesserte Aktivierung der Mieter 
am Wohnort  
f-
fentlichen Raums  
Projektziele  
einer 100 Jahre alten Siedlungskultur in 
die Neuzeit, die Wohn- und Aufent-
haltsqualität in der Eisenbahnersied-
lung zu sichern und zu entw ickeln.  
 
Indikatoren  - Steigerung der Aufenthaltsdauer im 
öffentlichen Raum  
- Verbesserung der sozialen Kontrolle

durch eine gesteigertes Pflichtbew usst-
sein der Anw ohner  
- Stärkung des Ortsbildes  
- Ordnung der Gew ichtung der Stel l-
platzfunktion  
- Mehrfachnutzung und Multifunktionali-
tät von Flächen  
 
Kosten  Bahnhofsplatz (790 m²):  
Baukosten: 300.000 EUR  
Planungshonorar: 40.000 EUR  
340.000 EUR  
Frankenplatz (500m²):  
Baukosten: 180.000 EUR  
Planungshonorar: 22.000 EUR  
202.000 EUR  
Platz an der Hohenstaufenstraße (370 
m²)  
Baukosten: 140.000 EUR  
Planungshonorar: 16.000 EUR  
156.000 EUR  
Bürgerw orkshop (inkl. besondere Leis-
tungen): 50.000 EUR  
Gesamt: 748.000 EUR  
Projektlaufzeit / Zeitraum  2021-2024  
Projektverantw ortlicher  61,66,48,67, 512, StEB,  
Förderung  80%  
Laufende Nummer x.x.x  Handlungsfeld: Verbesserung und 
Gestaltung des Straßenraums und 
Verringerung des Emissionsverhal-
tens  
Maßnahme  „Neugestaltung des Straßenraums 
Bahnhof-
platz/Frankenplatz/Hohenstaufenstra
ße““  
Optimierung der gründerzeitlichen 
Straßenzüge unter ästhetischen und 
Immissionsrelevanten Faktoren.  
Inhalt  Ausgangslage  
Die „Eisenbahnersiedlung“ w urde in 
mehreren Bauabschnitten für Beamte 
und Angestellte der Reichsbahn in den 
Jahren 1919 bis 1929 erbaut. Die Sied-
lung w ird dem späthistorischen Heimat-
stil zugeordnet und steht unter Denk-
malschutz. Wichtige Elemente der Sied-
lung sind die bogenförmigen Gebäude-
spangen sow ie die großzügigen Grün-
anlagen und Hausgärten, die die Ver-
bindung zum städtebaulichen Leitbild 
der Gartenstadt erkennen lassen. Ne-
ben den Grünanlagen sind es viele

Platzsituationen und Fußw egeverbin-
dungen, die den Charakter der symme t-
risch aufgebauten Siedlung mit ihren 
beiden Ausläufern Hohenstaufenstraße 
und Frankenplatz definieren. Diese bil-
den zusammen mit dem Straßenzug 
Bahnhofsplatz das interne öffentliche 
Erschließungsrückrad für den südlichen 
Siedlungsbereich, w elches gleichzeitig 
als ÖPNV-Trasse für das Busnetz fun-
giert. Der Straßenquerschnitt geht aus 
den damaligen mobilitätsrelevanten 
Erfordernissen hervor. Die Häuser ste-
hen unmittelbar an der Straßenraum-
begrenzungslinie. Aufgrund der Bau-
w eise und der Nähe zur Straße sind die 
Anw ohner durch den Auto- und Busver-
kehr Emissionen ausgesetzt (Lärm, Er-
schütterung etc.). Hinzu kommt, dass 
es w ährend der Errichtungsphase der 
Wohnsiedlung naturgemäß kein Erfor-
dernis gab, einen Stellplatznachw eis 
auf dem Baugrundstück zu führen. Im 
Ergebnis ist der vorhandene Straßen-
raum für die erforderlichen Anforderun-
gen (Fahrbahn, ÖPNV-Trasse, Parken, 
Gehw eg, Fahrrad etc.) zu gering 
dimensioniert und in seiner baulichen 
Substanz stark abgängig. 
Projektbeschreibung 
Der ca. 7.100 m² umfassende Raum 
entlang der Straßenzüge Bahnhofs-
platz, Frankenplatz und Hohenstaufen-
straße übernimmt gestalterisch und 
funktional eine elementare Rolle. Die 
Fläche ist ungestaltet und w eist eine 
abgängige Bausubstanz auf. Ziel der 
Maßnahme ist es, das ungenutzte Po-
tential als Mobilitätsachse im histori-
schen Kontext zu heben und unter zeit-
gemäßen und bürgerorientierten Anfor-
derungen nutzbar zu machen. Aufgrund 
einer im Rahmen eines Bauleitplanve r-
fahrens durchgeführten Bürgerbeteili-
gung am 19.10.2017 in der Turnhalle 
der Gemeinschaftsgrundschule "Fried-
rich List", konnten erste Bürgerw ünsche 
betreffend des Planungsraums „Eisen-
bahnersiedlung“ geäußert w erden. 
Demnach besteht das Bedürfnis, den 
Straßenraum zu ordnen, die Aufent-
haltsqualität zu stärken und die w ohn-

beeinträchtigen 
Eigenschaften der Straße zu mindern. 
Die Grundsatzaussagen aus der Bür-
gerbeteiligung zum Bauleitplanverfah-
ren sollen im Rahmen eines Bürger-
w orkshops mit den Anw ohnern und In-
teressierten vertieft w erden. Ausgehend 
von drei Gestaltungsvarianten ist beab-
sichtigt, eine 
neue Straßenraumsequenz zu etablie-
ren. Hierbei sind folgende Funktionen 
zu berücksichtigen: 
- Erschließungsfunktion zu den Woh-
nungen, 
- Schutz und Berücksichtigung der 
denkmalw erten Bäume, 
- Verminderung von Lärm und Erschüt-
terungen, 
- Berücksichtigung von klimaw andelfol-
genrelevanten Aspekten 
(Starkregenvorsorge, Überhitzung etc.) 
- Zonierung und Hierarchisierung des 
Straßenraums bzgl. der relevanten Ver-
kehrsteilnehmer, 
- Barrierefreiheit. 
Aktivierung und Beteiligung im Quartier 
Grundlage für Erarbeitung der Leis-
tungsphase 3 (Entw urfsplanung) ist ein 
Bürgerw orkshop, der anhand von drei 
Handskizzen einen moderierten 
Zielfindungsprozess ermöglicht. 
Zielgruppe  Verkehrsteilnehmer, Anw ohner, Besu-
cher, alle Altersgruppen  
Ziele  Querschnittsziel  
 
Operative Ziele  
Wohnadressen  
am Wohnort  
Projektziele  
einer 100 Jahre alten Siedlungskultur in 
die Neuzeit, die Wohn- und Aufent-
haltsqualität in der Eisenbahnersied-
lung zu sichern und zu entw ickeln so-
w ie die Wohnqualität zu steigern.  
 
Indikatoren  - Verringerung des Emissionsverha l-
tens  
- Erhöhte Verkehrssicherheit  
- Bessere Orientierung

- Verbesserung der sozialen Kontrolle 
durch eine gesteigertes Pflichtbe-
w usstsein der Anw ohner  
- Stärkung des Ortsbildes  
 
Kosten  Baukosten: 1.800.000 EUR  
Planungshonorar: 190.000 EUR  
Bürgerw orkshop (inkl. bes. Leistun-
gen): 10.000 EUR  
GESAMT: 1.900.000 EUR  
Projektlaufzeit / Zeitraum  2021-2024  
Projektverantw ortlicher  61,66,48,62,StEB  
Förderung  80 %  
 
Abstimmungsergebnis: 
 
Einstimmig zugestimmt.

Anlage 7, Auszug Gesundheitsausschuss vom 05.02.2019

13389 Zeichen

Geschäftsführung  
Gesundheitsausschuss 
 Kohlhof 
Telefon:  (0221) 24831  
Fax       :  (0221) 26500 
E-Mail:  Kathrin.Kohlhof@STADT-KOELN.DE 
Datum: 07.02.2019 
Auszug 
aus dem Beschlussprotokoll der Sitzung des 
Gesundheitsaus schusses  vom 05.02.2019  
öffentlich 
5.5 Beschluss des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes "Starke Vee-
del" - Starkes Köln" für den Sozialraum "Porz-Ost, Finkenberg, Grem-
berghoven und Eil" 
3777/2018 
 
 
Geänderter Beschluss in der Fassung der Bezirksvertretung Porz vom 
22.01.2019 
 
1. Der Rat beschließt das auf der Grundlage des Leitkonzeptes „Starke Veedel – 
Starkes Köln“ (Ratsbeschluss 20.12.2016, Vorlage -NR. 2899/2016) erstellte Inte-
grierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) für den Sozialraum „Porz -Ost, Finke n-
berg, Gremberghoven und Eil“ (siehe Anlage 1). Er beauftragt die Verwaltung mit 
der Umsetzung der Maßnahmen aus dem Programm „Starke Veedel – Starkes 
Köln“ und der Anpassung der Maßnahmenkonzeptionen, soweit im weiteren A b-
stimmungsprozess mit den Fördermitt elgebern aufgrund laufender Änderungen 
der Förderbedingungen Anpassungen erforderlich werden. 
2. Der Rat beschließt die Erbringung der Leistungen durch Dritte für die im Integrie r-
ten Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Porz -Ost, Finkenberg, Gre m-
berghoven und Eil“ aufgeführten Einzelmaßnahmen, die in der Kosten - und Fi-
nanzierungsübersicht hinterlegt sind. Die Umsetzung der Maßnahmen steht unter 
dem Vorbehalt der Bewilligungen aus den avisierten Förderzugängen sowie einer 
erzielten Förderquote von minde stens 50 % der Gesamtkosten der jeweiligen 
Maßnahmen. Die erforderlichen Veranschlagungen des ergebniswirksamen Au f-
wandes und der investiven Zahlungsermächtigungen bis 2022 in Höhe von ca. 
4,8 Mio. € sind im Hpl. 2019 inkl. der mittelfristigen Finanzplanun g bis 2022 b e-
reits berücksichtigt. Der entstehende Aufwand im Haushaltsjahr 2023 in Höhe von 
ca. 100.000 € wird in den zukünftigen Haushaltsplanaufstellungen berücksichtigt.

3. Der Rat beauftragt die Verwaltung,  
A) mit der Umsetzung der Maßnahmen des Integrier ten Stadtentwicklungskon-
zeptes für den Sozialraum „ Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil “ 
auf Basis des Leitkonzeptes „Starke Veedel – Starkes Köln“.  
B) die erforderlichen Entscheidungen zu konsumtiven Maßnahmen des Integrie r-
ten Stadtentwicklungskonzeptes, die im Sozialraum „ Porz-Ost, Finkenberg, 
Gremberghoven und Eil “ wirksam werden, der Bezirksvertretung Porz vorz u-
legen und die zuständigen Fachausschüsse im Wege der Mitteilung zu info r-
mieren.  
C) mit der Umsetzung der investiven Maßnahmen im Sozialraum „ Porz-Ost, Fin-
kenberg, Gremberghoven und Eil“. Der Rat verzichtet auf die nochmalige Vo r-
lage, falls die zuständigen Fachausschüsse und die Bezirksvertretung Porz 
ohne Einschränkung zustimmen.  
4. Die Bezirksvertretung Porz bittet den Rat, bei der Umsetzung des Konzepts 
die folgenden Punkte zu beschließen:  
  
Anlage 2 ISEK Porz Fink Eil Laufende Nr. 2.11.5 Handlungsfeld Öffentlicher 
Raum  
Maßnahme „Generalsanierung Sportanlage Humboldtstraße“ 
Ob die bestehende Kampfbahn Typ B mit Tennengroßspielfeld im Zuge der 
Baumaßnahme in Naturrasen oder Kunstrasen neu hergestellt w ird, ist kurz-
fristig mit den Vereinen und den Schulen zu klären, nach Möglichkeit bis zur 
letzten Ratssitzung.Die Bezirksvertretung Porz ist in der nächsten Sitzung 
darüber zu informieren. 
5. Anlage 1 w ird w ie folgt ergänzt: 
1. Freiraumplanerische Gestaltung des Bahnhofsplatzes, Frankenplatzes und 
des Platzes an der Hohenstaufenstraße in Gremberghoven sow ie  
2. Verbesserung und Gestaltung des Straßenraums Bahnhof-
platz/Frankenplatz/Hohenstaufenstraße und Verringerung des Emissionsverhal-
tens durch Optimierung der gründerzeitlichen Straßenzüge unter ästhetischen 
und Immissionsrelevanten Faktoren.  
Beschluß-Entw urf: 
Laufende Nummer x.x.x  Handlungsfeld: Stärkung des öffent-
lichen Raums  
Maßnahme  „Neue Plätze für die Eisenbahner-
siedlung Gremberghoven“  
Freiraumplanerische Gestaltung ei-
ner multifunktionalen Stadt-platz- 
und Freiraumsequenz  
Inhalt  Ausgangslage  
Die „Eisenbahnersiedlung“ in Köln-
Porz-Gremberghoven w urde in meh-
reren Bauabschnitten für Beamte und 
Angestellte der Reichsbahn in den Jah-
ren 1919 bis 1929 erbaut. Wichtige 
Elemente der Siedlung sind die bogen-
förmigen Gebäudespangen sow ie die

großzügigen Grünanlagen und Haus-
gärten, die die Verbindung zum städte-
baulichen Leitbild der Gartenstadt er-
kennen lassen. Neben den Grünanla-
gen sind es viele Platzsituationen und 
Fußw egeverbindungen, die den Cha-
rakter der symmetrisch aufgebauten 
Siedlung mit ihren beiden Ausläufern 
Hohenstaufenstraße und Frankenplatz 
definieren. Die Siedlung w ird dem spät-
historischen Heimatstil zugeordnet und 
steht unter Denkmal-schutz. Bestandteil 
der städtebaulichen Konzeption ist eine 
charakteristische dreiteilige Platzse-
quenz am Bahnhofsplatz, am Franken-
platz und an der Hohenstaufenstraße  
Projektbeschreibung  
Die drei öffentliche Plätze Bahnhofs-
platz, Frankenplatz und der Platz an der 
Hohestaufenstraße spiegeln den Leige-
danken der Gartenstadt verbunden mit 
der städtebaulichen Figur w ider. 
Der Bahnhofsplatz befindet sich am 
mittleren Ortseingang der „Eisenbah-
nersiedlung“ und w ird durch eine Stra-
ße im südlichen Bereich flankiert. 
Hauptnutzung stellt eine stellplatzorien-
tierte Ausrichtung dar. Der Frankenplatz 
liegt innerhalb einer hofartigen Bebau-
ungsstruktur und w ird durch eine Stra-
ße im südlichen Bereich begrenzt. Der 
kleine Platz an der Hohenstaufenstraße 
liegt innerhalb einer hofartigen Bebau-
ungsstruktur und w ird durch eine Stra-
ße im östlichen Bereich gefasst. Diese 
beiden Grünflächen sind ungestaltet 
und w eisen ebenfalls eine abgängige 
Bausubstanz auf. Ziel der Maßnahme 
ist es, das ungenutzte Potential als 
zentrale Stadtplätze im historischen 
Kontext zu heben und unter zeitgemä-
ßen und bürgerorientierten Anforderun-
gen nutzbar zu machen. Aufgrund einer 
im Rahmen eines Bauleitplanverfahrens 
durchgeführten Bürgerbeteiligung am 
19.10.2017 in der Turnhalle der Ge-
meinschaftsgrundschule "Friedrich List", 
konnten erste Bürgerw ünsche betref-
fend des Planungsraums „Eisenbah-
nersiedlung“ geäußert w erden. Dem-
nach besteht das Bedürfnis, die Aufent-
haltsqualität und das Angebot an Be-

gegnungsstätten sow ie Spiel- und 
Grünflächen im öffentlichen Raum zu 
stärken und zu qualifizieren. Die 
Grundsatzaussagen aus der Bürgerbe-
teiligung zum Bauleitplanverfahren sol-
len im Rahmen eines Bürger-
w orkshops mit den Anw ohnern und In-
teressierten vertieft w erden.  
Ausgehend von drei Gestaltungsvarian-
ten pro Platz ist beabsichtigt, repräsen-
tative Stadtplätze mit unterschiedlichen 
Nutzungsarten zu etablieren. Hierbei 
sind folgende Funktionen zu berück-
sichtigen:  
- Mehrfachnutzung und Multifunktionali-
tät hinsichtlich der Park-
raummöglichkeiten, als Stadtplatz und 
Veranstaltungsort,  
- Gärtnerische Gestaltung und Installa-
tion von Aufenthaltsmöglichkeiten,  
- Berücksichtigung von klimaw andelfol-
genrelevanten Aspekten (Starkregen-
vorsorge, Überhitzung etc.)  
- Barrierefreiheit,  
- Erschließungsfunktion zu den Woh-
nungen,  
- Schaffung von Spielmöglichkeiten.  
Aktivierung und Beteiligung im Quar-
tier  
Grundlage für Erarbeitung der Leis-
tungsphase 3 (Entw urfsplanung) ist ein 
Bürgerw orkshop, der anhand von drei 
Handskizzen je Platz einen moderierten 
Zielfindungsprozess ermöglicht.  
Zielgruppe  Kleinkinder, Jugend, Senioren, Anw oh-
ner, Besucher  
Ziele  Querschnittsziel  
 
Operative Ziele  
Wohnadressen  
besserte Aktivierung der Mieter 
am Wohnort  
f-
fentlichen Raums  
Projektziele  
einer 100 Jahre alten Siedlungskultur in 
die Neuzeit, die Wohn- und Aufent-
haltsquali- tät in der Eisenbahnersied-
lung zu sichern und zu entw ickeln.

Indikatoren  - Steigerung der Aufenthaltsdauer im 
öffentliche Raum  
- Verbesserung der sozialen Kontrolle 
durch eine gesteigertes Pflichtbew usst-
sein der Anw ohner  
- Stärkung des Ortsbildes  
- Ordnung der Gew ichtung der Stel l-
platzfunktion  
- Mehrfachnutzung und Multifunktionali-
tät von Flächen  
 
Kosten  Bahnhofsplatz (790 m²):  
Baukosten: 300.000 EUR  
Planungshonorar: 40.000 EUR  
340.000 EUR  
Frankenplatz (500m²):  
Baukosten: 180.000 EUR  
Planungshonorar: 22.000 EUR  
202.000 EUR  
Platz an der Hohenstaufenstraße (370 
m²)  
Baukosten: 140.000 EUR  
Planungshonorar: 16.000 EUR  
156.000 EUR  
Bürgerw orkshop (inkl. besondere Leis-
tungen): 50.000 EUR  
Gesamt: 748.000 EUR  
Projektlaufzeit / Zeitraum  2021-2024  
Projektverantw ortlicher  61,66,48,67, 512, StEB,  
Förderung  80%  
Laufende Nummer x.x.x  Handlungsfeld: Verbesserung und 
Gestaltung des Straßenraums und 
Verringerung des Emissionsverhal-
tens  
Maßnahme  „Neugestaltung des Straßenraums 
Bahnhof-
platz/Frankenplatz/Hohenstaufenstra
ße““  
Optimierung der gründerzeitlichen 
Straßenzüge unter ästhetischen und 
Immissionsrelevanten Faktoren.  
Inhalt  Ausgangslage  
Die „Eisenbahnersiedlung“ w urde in 
mehreren Bauabschnitten für Be-amte 
und Angestellte der Reichsbahn in den 
Jahren 1919 bis 1929 er-baut. Die Sie d-
lung w ird dem späthistorischen Heimat-
stil zugeordnet und steht unter Denk-
malschutz. Wichtige Elemente der Sied-
lung sind die bogenförmigen Gebäude-
spangen sow ie die großzügigen Grün-
anlagen und Hausgärten, die die Ver-

bindung zum städtebaulichen Leitbild 
der Gartenstadt erkennen lassen. Ne-
ben den Grünanlagen sind es viele 
Platzsituationen und Fußw egeverbin-
dungen, die den Charakter der symme t-
risch aufgebauten Siedlung mit ihren 
beiden Ausläufern Hohenstaufenstraße 
und Frankenplatz definieren. Diese bil-
den zusammen mit dem Straßenzug 
Bahnhofsplatz das interne öffentliche 
Erschließungsrückrad für den südlichen 
Siedlungsbereich, w elches gleichzeitig 
als ÖPNV-Trasse für das Busnetz fun-
giert. Der Straßenquerschnitt geht aus 
den damaligen mobilitätsrelevanten 
Erfordernissen hervor. Die Häuser ste-
hen unmittelbar an der Straßenraum-
begrenzungslinie. Aufgrund der Bau-
w eise und der Nähe zur Straße sind die 
Anw ohner durch den Auto- und Busver-
kehr Emissionen ausgesetzt (Lärm, Er-
schütterung etc.). Hinzu kommt, dass 
es w ährend der Errichtungsphase der 
Wohnsiedlung naturgemäß kein Erfor-
dernis gab, einen 
Stellplatznachw eis auf dem Baugrund-
stück zu führen. Im Ergebnis ist der 
vorhandene Straßenraum für die erfor-
derlichen Anforderungen (Fahrbahn, 
ÖPNV-Trasse, Parken, Gehw eg, Fahr-
rad etc.) zu gering 
dimensioniert und in seiner baulichen 
Substanz stark abgängig. 
Projektbeschreibung 
Der ca. 7.100 m² umfassende Raum 
entlang der Straßenzüge Bahnhofs-
platz, Frankenplatz und Hohenstaufen-
straße übernimmt gestalterisch und 
funktional eine elementare Rolle. Die 
Fläche ist ungestaltet und w eist eine 
abgängige Bausubstanz auf. Ziel der 
Maßnahme ist es, das ungenutzte Po-
tential als Mobilitätsachse im histori-
schen Kontext zu 
heben und unter zeitgemäßen und bür-
gerorientierten Anforderungen nutzbar 
zu machen. Aufgrund einer im Rahmen 
eines Bauleitplanverfahrens durchge-
führten Bürgerbeteiligung am 
19.10.2017 in der Turnhalle der Ge-
meinschaftsgrundschule "Friedrich List", 
konnten erste Bürgerw ünsche betref-

fend des Planungsraums „Eisenbah-
nersiedlung“ geäußert w erden. Dem-
nach besteht das Bedürfnis, den Stra-
ßenraum zu ordnen, die Aufenthalts-
qualität zu stärken und die w ohnbeein-
trächtigen 
Eigenschaften der Straße zu mindern. 
Die Grundsatzaussagen aus der Bür-
gerbeteiligung zum Bauleitplanverfah-
ren sollen im Rahmen eines Bürger-
w orkshops mit den Anw ohnern und In-
teressierten vertieft w erden. Ausgehend 
von drei Gestaltungsvarianten ist beab-
sichtigt, eine 
neue Straßenraumsequenz zu etablie-
ren. Hierbei sind folgende Funktionen 
zu berücksichtigen: 
- Erschließungsfunktion zu den Woh-
nungen, 
- Schutz und Berücksichtigung der 
denkmalw erten Bäume, 
- Verminderung von Lärm und Erschüt-
terungen, 
- Berücksichtigung von klimaw andelfol-
genrelevanten Aspekten 
(Starkregenvorsorge, Überhitzung etc.) 
- Zonierung und Hierarchisierung des 
Straßenraums bzgl. der relevanten Ver-
kehrsteilnehmer, 
- Barrierefreiheit. 
Aktivierung und Beteiligung im Quartier 
Grundlage für Erarbeitung der Leis-
tungsphase 3 (Entw urfsplanung) ist ein 
Bürgerw orkshop, der anhand von drei 
Handskizzen einen moderierten 
Zielfindungsprozess ermöglicht. 
Zielgruppe  Verkehrsteilnehmer, Anw ohner, Besu-
cher, alle Altersgruppen  
Ziele  Querschnittsziel  
 
Operative Ziele  
Wohnadressen  
am Wohnort  
Projektziele  
einer 100 Jahre alten Siedlungskultur in 
die Neuzeit, die Wohn- und Aufent-
haltsquali-tät in der Eisenbahnersied-
lung zu sichern und zu entw ickeln so-
w ie die Wohnqualität zu steigern.

Indikatoren  - Verringerung des Emissionsverha l-
tens  
- Erhöhte Verkehrssicherheit  
- Bessere Orientierung  
- Verbesserung der sozialen Kontrolle 
durch eine gesteigertes Pflichtbe-
w usstsein der Anw ohner  
- Stärkung des Ortsbildes  
 
Kosten  Baukosten: 1.800.000 EUR  
Planungshonorar: 190.000 EUR  
Bürgerw orkshop (inkl. bes. Leistun-
gen): 10.000 EUR  
GESAMT: 1.900.000 EUR  
Projektlaufzeit / Zeitraum  2021-2024  
Projektverantw ortlicher  61,66,48,62,StEB  
Förderung  80 %  
 
 
 
 
 
 
Abstimmungsergebnis: 
 
Einstimmig zugestimmt analog der Abstimmung der Bezirksvertretung Porz.

Beratungsverlauf (14)

13.12.2018 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 6.8 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: im ersten Durchgang verwiesen

Zur Sitzung
17.12.2018 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 4.14 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: zurückgestellt

Zur Sitzung
21.01.2019 Integrationsrat
TOP 8.1 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
22.01.2019 Bezirksvertretung 7 (Porz)
TOP 7.4 Anhörung (BV) Entscheidung

Beschluss: mit Änderungen empfohlen

Zur Sitzung
24.01.2019 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 4.1 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: unter Vorbehalt beschlossen

Zur Sitzung
24.01.2019 Wirtschaftsausschuss
TOP 6.2 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert empfohlen

Zur Sitzung
28.01.2019 Ausschuss Schule und Weiterbildung
TOP 4.3 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
29.01.2019 Verkehrsausschuss
TOP 4.7 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert empfohlen

Zur Sitzung
31.01.2019 Sportausschuss
TOP 4.2 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: zurückgestellt

Zur Sitzung
05.02.2019 Jugendhilfeausschuss
TOP 4.1 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung
05.02.2019 Gesundheitsausschuss
TOP 5.5 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
07.02.2019 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 6.3 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
11.02.2019 Finanzausschuss
TOP 10.12 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: zurückgestellt

Zur Sitzung
04.04.2019 Rat
TOP 10.6 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3777/2018
Typ
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
Datum
07.02.2019
Erstellt
15.11.2018 13:38