Mandari Insight

1641/2024

Bericht zur Winterhilfe-Saison 2023/2024

Mitteilung Ausschuss 29.05.2024

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Nächste Beratung: Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren, Sitzung am 06.06.2024, TOP 12.4

Anlage 1_Winterhilfe 2023-24 in Zahlen

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Mitteilung Ausschuss

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Anlage 1_Winterhilfe 2023-24 in Zahlen

3539 Zeichen

Winterhilfe 01.11.2023 bis 31.03.2024 
(Zahlen aus Vorjahr 01.11.2022 bis 24.04.2023 in Klammern) 
 
Gesamtbetrachtung: 
 
Kältegänge, Meldungen vom Winterhilfetelefon, Anliegen und Beschwerden sowie 
Meldungen Hilfloser Personen über die Clearingstelle des Amtes für Soziales, Arbeit 
und Senioren 
 
Insgesamt gingen 
272 (348) Meldungen ein und es fanden 10 (18) Kältegänge statt. 
 
Zu 140 (177) Meldungen (Summe Einzelauswertungen aus den beiden ersten 
Tabellen) konnte keine Person angetroffen werden. 
 
Von 216 (298) angetroffenen Personen (Summe Einzelauswertungen aus allen drei 
Tabellen) waren: 
171 (244) männlich, 
45 (54) weiblich, 
106 (160) mit Migrationshintergrund. 
 
109 (195), also 50,5 % (65,4 %) der angetroffenen Personen (Summe 
Einzelauswertungen aus allen drei Tabellen), kannten alles und lehnten Hilfe ab oder 
verweigerten den Kontakt. 
 
 
Einzelauswertungen: 
 
 
 
 
 
2022/2023 2023/2024
Anzahl der Meldungen1) 348 217
keine Person angetroffen 169 115
angetroffene Personen 154 98
davon:
weiblich 27 11
in % der angetroffenen Personen 18% 11%
männlich 127 87
in % der angetroffenen Personen 82% 89%
mit Migrationshintergrund 80 44
in % der angetroffenen Personen 52% 45%
Hilfe bzw. Kontakt abgelehnt 110 59
in % der angetroffenen Personen 71% 60%
1) Eine Meldung kann eine Einzelperson sowie ein Lager mit 
mehreren Personen beinhalten.
Meldungen über 
Winterhilfetelefon des 
SKM e. V.

Der sprunghafte Anstieg resultiert insbesondere aus intensivierter Zusammenarbeit 
bzw. zusätzlich initiierter Meldungen seitens des Ordnungsdienstes. 
 
 
 
Aufgrund des milden Winters in der Saison 2023/2024 waren im Vergleich zum 
Vorjahr deutlich weniger Kältegänge erforderlich. 
48 (21) potentielle Kältegänger*innen (Kölner Mitarbeiter*innen von Trägern der 
Wohnungslosenhilfe sowie der ResoDienste) hatten sich angemeldet. 
 
Schwerpunkt der Kältegänge, die jeweils von zwei Personen in der Zeit von 18:30 bis 
20:30 Uhr durchgeführt wurden, waren vorgegebene Routen im Wechsel 
2022/2023 2023/2024
Anzahl der Meldungen1) 26 55
keine Person angetroffen 8 25
angetroffene Personen 25 21
davon:
weiblich 1 5
in % der angetroffenen Personen 4% 24%
männlich 24 16
in % der angetroffenen Personen 96% 76%
mit Migrationshintergrund 6 9
in % der angetroffenen Personen 24% 43%
Hilfe bzw. Kontakt abgelehnt 16 11
in % der angetroffenen Personen 64% 52%
1) Eine Meldung kann eine Einzelperson sowie ein Lager mit mehreren Personen 
beinhalten.
Meldungen über städtische Dienste
(über Bürgerdienste, Ordnungsdienst und die 
Clearingstelle des Amtes für Soziales, Arbeit 
und Senioren sowie direkt an die 
ResoDienste)
2022/2023 2023/2024
Anzahl der Kältegänge 18 10
angetroffene Personen 119 97
davon:
weiblich 26 29
in % der angetroffenen Personen 22% 30%
männlich 93 68
in % der angetroffenen Personen 78% 70%
mit Migrationshintergrund 74 53
in % der angetroffenen Personen 62% 55%
Hilfe bzw. Kontakt abgelehnt 69 39
in % der angetroffenen Personen 58% 40%
Kältegänge

vorzugsweise in der Innenstadt. Die Meldungen des Winterhilfetelefons wurden in 
diese Routen eingeplant: 
 
Rund um Dom und Hauptbahnhof sowie Deutzer Bahnhof. Auf und rund um 
Chlodwigplatz, Ulrepforte, Barbarossaplatz, Zülpicher Platz, Rudolfplatz, 
Friesenplatz. Straßenzüge wie Severinstraße, Ringe, Schildergasse, Hohe Straße, 
Deutzer Freiheit. 
 
 
Die differenzierte Erfassung und Auswertung nach Migrationshintergrund, Geschlecht 
und ablehnendem Verhalten wurde mit der Saison 2022/2023 eingeführt. 
 
Stand: 27. Mai 2024, ResoDienste

Mitteilung Ausschuss

6926 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
V/50/507 
 
Vorlagen-Nummer 29.05.2024 
 1641/2024 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 06.06.2024 
 
Bericht zur Winterhilfe-Saison 2023/2024 
 
Seit 25 Jahren bietet die Verwaltung in Kooperation mit den Trägern der Wohnungslo-
senhilfe eine Winterhilfe für obdachlose Menschen an. Diese besonderen Vorkehrun-
gen werden jedes Jahr für die kalte Jahreszeit getroffen. 
Hierzu gehört auch die ordnungsbehördliche Unterbringung aus humanitären Grün-
den. Die humanitäre Winterhilfe ist zur Gefahrenabwehr nach § 14 OBG NRW erfor-
derlich. Entsprechend hat die Verwaltung dafür Sorge zu tragen, dass die Sicherstel-
lung der Unterbringung von Obdachlosen zur Gefahrenabwehr gegeben ist.  
 
Extreme Temperaturen oder Schneefälle in der kalten Jahreszeit führen dazu, dass 
auch diejenigen Menschen eine Unterbringung wünschen, die bei normalen Witte-
rungsbedingungen auf der Straße leben wollen und in dieser Zeit bestehende Unter-
bringungsangebote ablehnen. Zielgruppe der humanitären Winterhilfe sind alle Perso-
nen, die im öffentlichen Raum nächtigen und von der Witterung bedroht sind. Ziel der 
humanitären Winterhilfe ist es, dem besonderen Personenkreis in der kalten Jahres-
zeit einen zusätzlichen Schutz vor Kälte und Nässe zu ermöglichen.  
Für die ordnungsbehördliche Unterbringung aus humanitären Gründen wurde das Ob-
jekt Ostmerheimer Straße 220 von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) 
angemietet. 
 
Die zusätzlichen Angebote der Winterhilfe starten gewöhnlich am 01. November eines 
Jahres und enden spätestens zum 30. April des Folgejahres.  
Eröffnungs- und Schließungstermin der humanitären Winterhilfe sind witterungsab-
hängig. Dies bedeutet, dass der Zugang zu dem Unterbringungsobjekt witterungsbe-
dingt gegebenenfalls früher ermöglicht bzw. früher geschlossen werden kann.  
 
Im Winter 2023/2024 wurde die Winterhilfe in der Ostmerheimer Straße 220 zum 
01.11.2023 eröffnet und in diesem Jahr auf Grund der milden Temperaturen bereits 
zum 31.03.2024 geschlossen. 
Die Unterkunft ist frei zugänglich, kann aber auch über die Notrufnummer der Fach-
stelle Wohnen des Amtes für Soziales, Arbeit und Senioren oder durch Weiterleitung 
über die Träger/ Initiativen, Streetwork, Polizei, KVB, Ordnungsamt, Bahnhofsmission 
oder andere Notschlafstellen vermittelt werden. Das Projekt wird durch den SKM Köln 
– Sozialdienst Katholischer Männer e. V. betreut.

2 
 
Mit dieser Unterbringung werden für Männer und Frauen insgesamt 72 Schlafplätze 
geschaffen, davon 12 Plätze für Frauen, die sich in einem separaten Trakt befinden 
und durch den Sicherheitsdienst besonders geschützt werden.  
Bei Vollauslastung des Gebäudes können in einer Wintersaison (01.11. bis 30.04. des 
Folgejahres) maximal 13.000 Übernachtungen ermöglicht werden. Im Winter 2023/ 
2024 erfolgten insgesamt etwas mehr als 9.500 Übernachtungen, so dass die Kapazi-
täten ausreichend waren.  
 
 
 
Auslastung Winter 2023/2024 (Anzahl Übernachtungen pro Monat): 
Monat Nov 23 Dez 23 Jan 24 Feb 24 Mrz 24
Winter 
2023/2024
Übernachtungen 
gesamt 912 1662 2285 2453 2250 9562
davon Frauen 161 297 419 458 476 1811
 
 
Durchschnittlich wurde die Übernachtungsmöglichkeit täglich von rund 63 Personen 
(davon durchschnittlich 12 Frauen) genutzt. 
Bei der Humanitären Winterhilfe handelt es sich um ein niedrigschwelliges Angebot, 
das in der Vergangenheit ausschließlich zur Übernachtung genutzt wurde. In der Win-
tersaison 2021/ 2022 gab es jedoch erstmalig neben der Übernachtungsmöglichkeit 
im Objekt Ostmerheimer Straße 220 auch einen Tagesaufenthalt mit der Ausgabe ei-
nes warmen Mittagessens und Getränken. Dieser Tagesaufenthalt wurde auch in der 
Wintersaison 2023/2024 angeboten.  
Der Tagesaufenthalt bietet darüber hinaus Duschmöglichkeiten, Gelegenheiten, die 
eigene Wäsche zu waschen und zu trocknen, Schließfächer, sowie ein Clearing- und 
Vermittlungsangebot an spezialisierte Beratungsstellen in der Stadt Köln an. Ferner 
war im Tagesaufenthalt für die besonderen Belange von wohnungslosen Frauen der 
Sozialdienst katholischer Frauen e. V. Köln stundenweise mit Sozialarbeit vor Ort. 
Folglich konnten sich die Gäste in der Wintersaison 2023/2024 grundsätzlich 24 Stun-
den auf dem Gelände aufhalten, was überaus gut angenommen wurde und aufgrund 
der positiven Erfahrungen auch für die nächste Winterhilfe 2024/2025 beibehalten 
werden soll. Die Möglichkeit des Tagesaufenthaltes erleichterte die Kontaktaufnahme 
zwischen dem betreuenden Träger SKM und den Gästen und ermöglichte über die 
verbesserte Vertrauensbildung die Öffnung für weitere Hilfe und Versorgung. Darüber 
hinaus entlastet die Möglichkeit des Tagesaufenthaltes den öffentlichen Raum.  
 
Der Tagesaufenthalt wurde entsprechend der unten aufgeführten Daten genutzt: 
Monat Nov 23 Dez 23 Jan 24 Feb 24 Mrz 24
Winter 
2023/2024
Nutzung 
Tagesaufenthalt 646 1278 1536 1928 1805 7193
 
 
Durchschnittlich wurde der Tagesaufenthalt täglich von 35 Personen aufgesucht. 
Eine Differenzierung nach Geschlecht ist zum Tag der Erstellung dieses Berichtes sei-
tens des Trägers noch nicht erfolgt, wird aber nachgereicht. 
 
Kältegänge 
Nach den positiven Erfahrungen in den vergangenen Jahren gab es auch im Winter 
2023/2024 Kältegänge. Dabei suchten Mitarbeitende der Träger der freien Wohlfahrts-
pflege sowie der Stadt Köln in den Abendstunden bei längerfristigem Absinken der 
Temperaturen in den Minusbereich gezielt Plätze in der Kölner Innenstadt auf, die

3 
 
über das Winterhilfe-Telefon gemeldet wurden oder die als Plätze, an denen sich 
Wohnungslose aufhalten, bekannt sind. 
Die aktiven Streetworker*innen aus dem Bereich der Wohnungslosenhilfe unterstüt-
zen die Kältegänger*innen tagsüber. Die angetroffenen Personen werden vor Ort über 
die Unterstützungsangebote der Stadt informiert. Die Angebote und Maßnahmen der 
Winterhilfe werden eng mit der Polizei, den Kölner Verkehrsbetrieben und dem Ord-
nungsamt abgestimmt. 
Insgesamt wurden im Winter 2023/2024 10 Kältegänge durchgeführt. Eine Differenzie-
rung der Daten ist der Anlage 1 zu entnehmen. 
 
24 h Winterhilfe-Telefon - Meldungen von Wohnungslosen, die auf der Straße 
schlafen  
Wie schon seit vielen Jahren wird mit Beginn der Kältegänge eine 24-stündige telefo-
nische Erreichbarkeit angeboten. Bürger*innen können anrufen, wenn sie wohnungs-
lose Menschen sehen, die sich bei winterlichen Temperaturen an ihren Schlafplätzen 
aufhalten. Die Meldungen werden täglich (montags- bis freitags) an das Amt für Sozia-
les, Arbeit und Senioren weitergegeben. Während der Dienstzeiten des Amtes werden 
die Einsätze der Streetworker*innen oder der Kältegänger*innen zu den gemeldeten 
Schlafplätzen koordiniert. 
Im Winter 2023/2024 sind insgesamt 217 Meldungen beim Winterhilfe-Telefon einge-
gangen.  
Eine Differenzierung der Daten ist der Anlage 1 zu entnehmen. 
 
Gez. Dr. Rau

Beratungsverlauf (1)

06.06.2024 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 12.4 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1641/2024
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
29.05.2024
Erstellt
21.05.2024 10:37