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0509/2023

Sachstand Auszugsmanagement – Wohnraumakquise für Geflüchtete aus der Ukraine

Mitteilung Ausschuss 28.02.2023

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Nächste Beratung: Runder Tisch für Flüchtlingsfragen, Sitzung am 21.04.2023

Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

6286 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
V/562/2 
 
Vorlagen-Nummer 28.02.2023 
 0509/2023 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Integrationsrat 28.02.2023 
Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 02.03.2023 
Runder Tisch für Flüchtlingsfragen 21.04.2023 
Unterausschuss Wohnen 27.02.2023 
 
Sachstand Auszugsmanagement – Wohnraumakquise für Geflüchtete aus der Ukraine 
Mit Beschluss des Rates vom 17.03.2022 zu der „Aufnahme und Versorgung geflüchteter 
Menschen aus der Ukraine“ (AN/0632/2022) wurde die Verwaltung unter Punkt 5 gebeten, 
„das Auszugsmanagement mit der Koordination der privaten Wohnraumvermittlung zu beauf-
tragen und dem Integrationsrat und dem Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 
darzulegen, wie vorhandene Strukturen, wie das Auszugsmanagement oder die Ombudsstel-
le, für geflüchtete Menschen genutzt und ausgebaut werden können, um etwaigen Missbrauch 
zu vermeiden.“ 
 
Die Vermittlung von in städtischen Einrichtungen untergebrachten geflüchteten Menschen in 
Wohnraum ist Aufgabe des Auszugsmanagements. Diese umfasst selbstverständlich auch die 
in städtischen Einrichtungen untergebrachten Menschen aus der Ukraine. Für diese wurde 
nach Beginn des russischen Angriffskriegs eine Vielzahl von Wohnungen angeboten und stell-
te die Mitarbeitenden im Auszugsmanagement damit vor ein Ressourcenproblem. Zu diesem 
Zeitpunkt verfügte das Auszugsmanagement über sieben finanzierte Vollzeitstellen, davon 
drei unbefristet und vier befristet bis zum 31.12.2023. Ausgehend von den bisherigen Woh-
nungsvermittlungen für Geflüchtete aus den Vorjahren bestand die Gefahr, dass die Mitarbei-
tenden hier vorrangig für die Vermittlung von Ukrainer*innen eingesetzt werden. Dies hätte zu 
einer Benachteiligung der anderen Geflüchteten geführt, die ebenfalls auf die Unterstützung 
des Auszugsmanagements angewiesen sind und seit Jahren auf eine Vermittlung in Wohn-
raum warten. 
 
Damit die bereits vorliegenden und noch eingehenden Wohnungsangebote für aus der Ukrai-
ne geflüchteten Menschen schnell und adäquat genutzt werden konnten, wurde die temporäre 
– auf ein Jahr befristete Aufstockung des Auszugsmanagements um eine finanzierte Stelle 
einschließlich der erforderlichen Aufwendungen für Sprachmittlung und Sachkosten beschlos-
sen (1087/2022 vom 05.05.2022). Nur so konnte die zeitnahe und eingehende Prüfung der 
zahlreich eingehenden Wohnungsangebote, das Clearing und die Beratung der aus der Ukra-
ine geflohenen Menschen mit dem Ziel einer erfolgreichen Wohnungsvermittlung durch das 
Auszugsmanagement sichergestellt werden.  
 
Zum Erfolg des Auszugsmanagements liegen für das vergangene Jahr (01.01. bis 
31.12.2022) folgende Zahlen vor:

2 
 
 
- Vermittelte Wohnungen durch 7 Stellen:  60 Wohnungen mit insgesamt 173  
Personen 
- Vermittelte Wohnungen Stelle Ukraine  43 Wohnungen mit 111 Ukrainer*innen 
(01.06. – 31.12.2022) 
- Gesamt (8 Vollzeitstellen)   103 Wohnungen mit 284 Personen  
 
Für sieben Vollzeitstellen bei 60 vermittelten Wohnungen für insgesamt 173 Menschen ergibt 
sich in 2022 ein städtischer Zuschussbedarf für das Projekt in Höhe von 336.352,73 € (nach 
Abzug der Einsparung der Unterbringungskosten). 
Die Ukrainestelle erwirtschaftet in 2022 nach Abzug der geförderten Personalkos-
ten/Sachaufwendungen noch eine kommunale Einsparung von 65.385,45 € 
 
Eine detaillierte Darstellung der Arbeit des Auszugsmanagements für 2022 wird der Politik mit 
dem Jahresbericht vorgelegt werden. 
 
Seit Einrichtung des Auszugsmanagements ist folgende Entwicklung der Fallzahlen zu be-
obachten: (bei 7 Vollzeitstellen) 
2018      144 Wohnungen mit 426 Personen 
2019      132 Wohnungen bei 371 Personen 
2020      130 Wohnungen mit 407 Personen 
2021      110 Wohnungen mit 334 Personen 
2022        60 Wohnungen mit 173 Personen 
 
Die Fluchtbewegungen aus der Ukraine im vergangenen Frühjahr haben auch in Köln eine 
große Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. In diesem Zuge haben viele Kölner*innen geflüch-
tete Menschen aus der Ukraine privat bei sich aufgenommen oder Wohnraum zur Anmietung 
angeboten.  
 
Ein Jahr nach Kriegsbeginn ist das Angebot der Wohnungen, die für Ukrainer*innen angebo-
ten werden aus nachvollziehbaren Gründen mit weiter abnehmender Tendenz deutlich zu-
rückgegangen. Zurückzuführen ist dies insbesondere auch auf das insgesamt begrenzte An-
gebot an bezahlbarem Wohnraum auf dem angespannten Kölner Wohnungsmarkt.  
Damit einhergehend sind auch die Wohnungsangebote und die Wohnungsvermittlungen für 
die anderen Geflüchteten sehr stark zurückgegangen. 
Die Finanzierung einer Vollzeitstelle zur Wohnraumversorgung speziell für Geflüchtete aus 
der Ukraine über den beschlossenen Zeitraum bis zum 31.05.2023 hinaus ist vor dem Hinter-
grund der deutlich veränderten Situation daher nicht zielführend und auch nicht wirtschaftlich. 
In der damaligen Beschlusslage stand prioritär die zügige Bearbeitung der bereits vorliegen-
den Wohnungsangebote im Fokus. 
Es wird davon ausgegangen, dass die insgesamt 7 Vollzeitstellen ausreichend sind, um die 
perspektivisch eingehenden Wohnungsangebote insgesamt für die Vermittlung von Geflüchte-
ten prüfen zu können.  
 
Der weitere Auftrag dieser zusätzlichen Stelle, dass dem Ausschuss für Soziales, Seniorinnen 
und Senioren dargelegt wird, wie die vorhandenen Strukturen der Ombudsstelle sowie des 
Auszugsmanagements zur Vermeidung von Missbrauch genutzt werden können, ließ sich 
leider nicht durchführen. 
Ob adäquate Wohnungsangebote vorliegen, konnte nur anhand der vorliegenden Angaben 
über die Wohnverhältnisse (abgeschlossene eigene Wohnung mit eigenem Sanitärbereich 
und eigener Küche) sowie eine angemessene Miete erfolgen. 
Wohnungsangebote mit einer Mitnutzung von Räumlichkeiten wurden nicht angenommen und 
vermittelt. 
 
Auch weiterhin leistet das Auszugsmanagement einen wichtigen Beitrag, die Lebens- und 
Wohnsituation der Geflüchteten zu verbessern, sozialem Ungleichgewicht entgegenzuwirken 
und die Integration schutzbedürftiger Menschen zu fördern.  
 
Die Verwaltung wird unter Berücksichtigung der Ergebnisse des Controllings zum Auszugs-
management rechtzeitig vor Ablauf der vier bis 31.12.2023 befristeten Stellen eine Beschluss-

3 
 
vorlage in die politischen Gremien einbringen. 
 
 
Gez. Dr. Rau

Beratungsverlauf (4)

28.02.2023 Integrationsrat
TOP 5.11 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
18.04.2023 Unterausschuss Wohnen
TOP 6.4 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
20.04.2023 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 9.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
21.04.2023 Runder Tisch für Flüchtlingsfragen
Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0509/2023
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
28.02.2023
Erstellt
08.02.2023 08:19