Mandari Insight

V/0655/2021

Jahresabschluss 2020 der AirportPark FMO GmbH

Vorlagen 26.08.2021

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Anlagen 1 bis 3 zur Vorlage 655-2021

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Ansehen

Anlage A

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Ansehen

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlagen 1 bis 3 zur Vorlage 655-2021

28898 Zeichen

Ruecoye A

AirportPark FNMO GmbH

Bilanz zum 31. Dezember 2020

zur Vorlage 6355/2021

AKTIVA

Euro

A. Anlagevermögen

I. Immaterielle Vermögens-
gegenstände

1. entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie

. Lizenzen an solchen
Rechten und Werten

Il. Sachanlagen

1. andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung

2. geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau 5

49.343,29
0,00
Il. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte

1. unfertige Erzeugnisse,
unfertige Leistungen

II. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände

1. Forderungen aus Lieferungen

und Leistungen 4.864,48
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.225,93

Il. Kassenbestand, Bundesbank-
guthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks

C. Rechnungsabgrenzungsposten

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro

9.071,00 16.770,00
1.196,00
49.343,29 950,00
150,00 150,00
6.154.787,67 6.245.399,68
0,00
8.090,41 15.669,22
191.745,72 277.444,20
21.177,11 27.455,90
6.434.365,20 6.585.035,00

AirportPark FMO GmbH

Bilanz zum 31. Dezember 2020

PASSIVA
Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 300.000,00 300.000,00
Il. Kapitalrücklage 6.000.000,00 6.000.000,00
Il. Verlustvortrag 4.080.698,44- 4.184.644,14-
IV. Jahresfehlbetrag/-überschuss 425.982,83- 103.945,70
B. Rückstellungen
1. sonstige Rückstellungen 15.700,00 46.600,00

C. Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 1.357.303,42 885.166,41
- davon mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr
Euro 48.861,47
(Euro 47.892,99)
- davon mit einer Restlaufzeit
von mehr als einem Jahr
Euro 1.308.441,95
(Euro 837.273,42)
2. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen 14.925,46 54.464,72
- davon mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr

Euro 14.925,46
(Euro 54.464,72) .
3. sonstige Verbindlichkeiten 3.253.117,59 4.625.346,47 3.379.502,31

- davon aus Steuern
Euro 2.619,11 (Euro 3.200,02)
- davon mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr
Euro 128.375,41
(Euro 129.452,83)
- davon mit einer Restlaufzeit
von mehr als einem Jahr
Euro 3.124.742,18
(Euro 3.250.049,48)

6.434.365,20 6.585.035,00

Ausze 2
Zur Voreaje 655 (2Zo2A
AirportPark FNO GmbH

Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020

1. Umsatzerlöse

2. Verminderung des Bestands
in Ausführung befindlicher
Bauaufträge

3. sonstige betriebliche
Erträge

4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-,
Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren
b) Aufwendungen für bezogene
Leistungen

5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
b) soziale Abgaben und
Aufwendungen für
Altersversorgung und
für Unterstützung
- davon für Altersversorgung
Euro -1.800,00
(Euro -1.800,00)

6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögens-
gegenstände des Anlage-
vermögens und Sachanlagen

7. sonstige betriebliche
Aufwendungen

8. Erträge aus Beteiligungen

9. Zinsen und ähnliche °
Aufwendungen

10. Steuern vom Einkommen und
vom Ertrag

11. Ergebnis nach Steuern 409.830,08- 122.478,71
12. sonstige Steuern 16.152,75- 18.533,01- ,
13. Jahresfehlbetrag/-überschuss 425.982,83- 103.945,70

Geschäftsjahr
Euro Euro

388.075,01

90.612,01-

3.121,68

3.980,00-

27.170,25- 31.150,25-

143.450,86-

21.977.15- 165.428,01-

9.270,99-

364.441,24-
0,00

140.124,77-

0,50

Vorjahr
Euro

2.384.533,28

1.007.289,07-

17.566,91

2.310,00-
563.252,16-

172.161,88-

23.999,99-

7.175,00-

395.855, 14-
6,00

107.605,26-

21,02

Ruece > zür Yoreae G55(Lo2A

Lagebericht der AirportPark FMO GmbH für das Geschäftsjahr 2020

Grundlage

Die AirportPark FMO GmbH wurde durch die Stadt Greven, die Stadt Münster und den Kreis
Steinfurt im Jahr 2004 gegründet. Die gemeinsamen Planungsziele wurden seinerzeit in einem
mehrstufigen Entwicklungskonzept (Strukturkonzept, städtebauliche Rahmenplanung, Er-
schließungskonzept, vorbereitende und verbindliche Bauleitplanung) erarbeitet. Planerische
Grundlage ist der von der Region aufgestellte Regionalplan Münsterland, der für den Airport-
Park FMO eine Entwicklungsfläche von rund 200 Hektar ausweist. Diese Ausweisung ist in
der zuletzt aktualisierten Fassung von 2014 fortgeschrieben worden.

Mit dern Bebauungsplan Nr. 80 „AirportPark FMO ist im August 2008 verbindliches Planungs-
recht für den I. Realisierungsabschnitt in einer Größenordnung von ca. 48 Hektar geschaffen
worden. Mit dem im Jahr 2014 festgesetzten Bebauungsplan „VEP SchuPa Il" in Verbindung
mit der Ansiedlung von Schumacher Packaging vergrößerte sich die Pplanungsrechtlich gesi-
cherte Fläche um rund 8 Hektar sowie 2018 mit dem Bebauungsplan „VEP Hermes“ mit der
Ansiedlung des Hermes Logistik-Centers um weitere rund 4 Hektar auf insgesamt derzeitig
etwa 60 Hektar. Als übergeordnete Zielgruppe soll sogenanntes „Flughafenaffines Gewerbe"
angesiedelt werden. Hierunter sind Betriebe und Unternehmen zu verstehen, die die Flugha-
feninfrastruktur nutzen und Kundenbeziehungen und/oder Warenströme über den Flugbetrieb
unterhalten, d.h. einen nutzungsstrukturellen Bezug zum Flughafen aufweisen. Das Konzept
eines hochwertigen Gewerbe- und Dienstleistungsstandortes soll mit den besonderen Stand-
ortvorteilen des Flughafens eine überregional ausgerichtete Gewerbeflächennachfrage an-
sprechen. Der AirportPark FMO soll hierbei nicht als Konkurrenzstandort für die lokalen Ge-
werbestandorte in der Region auftreten, sondern vielmehr eine Ergänzung der vorhandenen
Angebote zur Stärkung der regionalen Wirtschaftskraft darstellen.

Als weitere Geschäftsgrundlage für die Aktivitäten der AirportPark FMO GmbH ist der zwi-
schen der Stadt Greven und der Gesellschaft in 2008 geschlossene Erschließungs- und Städ-
tebauliche Vertrag maßgeblich, in welchem die Erschließung des Gebietes auf die Gesell-
schaft übertragen worden ist. Damit hat die AirportPark FMO GmbH die Erstellung der Er-
schließungsanlagen sowie der Grün- und Gewässerbereiche im eigenen Namen und auf ei-
gene Rechnung übernommen. Die Erschließungskosten finden in den Grundstückskaufprei-
sen Berücksichtigung. Nach Fertigstellung von wesentlichen bzw. zusammenhängenden Tei-
len werden die Anlagen sukzessive kostenfrei in das Vermögen der Stadt Greven übertragen.
Eine erste Übernahme von Teilen eines Gewässers und eines Kanalisationsabschnittes für.
Regen- und Schmutzwasser ist durch die Technischen Betriebe Greven zum 01.01.2015 er-
folgt.

Rahmenbedingungen

Die seit März 2020 grassierende Coronavirus-Pandemie hat erhebliche negative wirtschaftli-
che Folgen hervorgerufen. Im Gesamtjahr 2020 ist die Wirtschaftsleistung in Deutschland um
4,9 % zurückgegangen. Dieser Rückgang hat sich allerdings in den einzelnen Wirtschaftsbe-
reichen sehr unterschiedlich vollzogen. Besonders deutlich zeigt sich der konjunkturelle Ein-
bruch in den Dienstleistungsbereichen, die zum Teil so starke Rückgänge wie noch nie zuvor

verzeichnet haben. So haben die erheblichen Einschränkungen in der Beherbergung und
Gastronomie zu einem historischen Rückgang im Gastgewerbe geführt. Es hat aber durchaus
auch gegenläufige Entwicklungen gegeben. Der Onlinehandel hat deutlich zugenommen,
während der stationäre Handel zum Teil tief im Minus verharrt. Ein weiterer Bereich, der sich
in der Krise behaupten kann, ist das Baugewerbe. Die Bruttowertschöpfung hat hier im Ver-
gleich zum Vorjahr sogar um 1,4% zugenommen.

Die Pandemie hat sich zudem auf den Außenhandel massiv ausgewirkt. Die Exporte und Im-
porte von Waren und Dienstleistungen sind im Jahr 2020 erstmals seit 2009 zurückgegangen.
Besonders groß ist der Rückgang im Dienstleistungsgewerbe, was vor allem am hohen Anteil
des stark rückläufigen Reiseverkehrs liegt. Schließlich sind noch die für deutsche Wirtschaft
wichtigen Exporte im Berichtsjahr um 9,9 % gefallen.

Auch das Kerngeschäft der AirportPark FMO GmbH mit der Entwicklung, Erschließung und
dem Verkauf von Grundstücksflächen hat sich den pandemiebedingten Umständen natürlich
nicht entziehen können. Vor allem im ersten Halbjahr 2020 hat das Vermarktungsgeschäft
infolge der deutlich reduzierten Grundstücksanfragen erheblich gelitten. So haben potenzielle
Investoren Besichtigungs- und Verhandiungstermine oftmals verschoben oder bis auf Weite-
res gänzlich zurückgestellt. Insofern ist auch die wirtschaftliche Entwicklung unseres Hauses
im Jahr 2020 nachhaltig von den besonderen pandemiebedingten Voraussetzungen beein-
flusst worden.

Vermarktung

Trotz der zuvor beschriebenen negativen Rahmenbedingungen aufgrund der Coronavirus-
Pandemie kann die AirportPark FMO GmbH einen Grundstücksverkauf im Berichtsjahr ver-

“zeichnen. Die Firma Depenbrock Bau hat in 2018 mit dem Kauf eines am Kreisverkehr gele-
genen Grundstücks von 8.004 m? Größe seinerzeit zusätzlich ein Kaufangebot für die östlich
angrenzende Teilfläche desselben Areals in einer Größe von 4.968 m? als Erweiterungsfläche
mit einer Annahmefrist bis 2023 beurkundet. Diese Kaufoption hat das Bauunternehmen nun-
mehr vorzeitig im August 2020 angenommen und notariell beurkundet. Mit diesem vorzeitigen
Schritt hat Depenbrock Bau in einer schwierigen Zeit ein erfreuliches Bekenntnis zum Standort
AirportPark FMO abgegeben.

Das mittelständische Bauunternehmen plant auf der neuen Gesamtfläche eine Büroentwick-
lung in mehreren Bauabschnitten sowohl zur Eigennutzung als auch zur Vermietung an Dritte.
Depenbrock Bau teilt mit diesem Vorhaben auch unsere Ansicht, dass der Standort Airport-
Park FMO'in dieser zentralen Lage auf Sicht weitere Büromieter anziehen wird, zumal beide
Bauteile des angrenzenden Airport Centers inzwischen fast voll vermietet sind und weitere
Mietanfragen vorliegen. Dazu wird die bereits seit geraumer Zeit im Airport Center eingemie-
tete Niederlassung von Depenbrock Bau in den ersten Bauabschnitt miteinziehen. Konkrete
Pläne zum Gesamtvorhaben sollen demnächst vorgelegt werden.

Des Weiteren sehen die bereits angesiedelten Unternehmen ihre weitere Entwicklung im Air-
portPark FMO weiterhin sehr positiv und führen zahlreiche Baumaßnahmen durch. So verfolgt
die Firma Schumacher Packaging GmbH aufgrund einer exzellenten Auftragslage vor allem
aus dem E-Commerce-Sektor seit Beginn der Betriebsaufnahme 2014 im AirportPark FMO
eine an das permanente Wachstum angepasste Expansionsstrategie. Schon im Jahr 2017 hat

2

das Unternehmen den 2. Bauabschnitt mit einer weiteren Fertigungshalle und einem Ausbau
der Hochregallagerkapazitäten fertiggestellt. Bis Mitte 2019 ist das Werk dann um einen
3. Bauabschnitt erweitert worden. Diese Baumaßnahme hat die Verlängerung der Maschinen-
halle um etwa 30 Meter nach ‚Süden und an diese Halle auf ganzer Länge angeschlossen
Vorbauten für weitere Fertigungshallen beinhaltet. Im Jahr 2020 ist nunmehr die 4. Ausbau-
stufe mit einer zusätzlichen Fertigungshalle sowie zwei Blocklagern begonnen worden. Die
Fertigstellung dieses Bauabschnitts ist bis Mitte 2021 geplant. Allein im Berichtsjahr hat das
Unternehmen in seinem Werk im AirportPark FMO nochmals 80 qualifizierte und damit insge-
samt bisher 260 Arbeitsplätze neu geschaffen.

Einhergehend mit diesem rasanten Wachstum hat sich Schumacher Packaging Ende 2019
zwei zusätzliche, an das bisherige Betriebsgrundstück angrenzende Grundstücke mit einem
notariellen Kaufangebot vertraglich gesichert. Das Angebot ist bis zum 31.12.2023 befristet
und umfasst ein größeres Grundstück im Westen mit ca. 24.315 m? und ein kleineres Grund-
stück im Osten mit ca. 8.328 m?. Unter Einbeziehung dieser reservierten Grundstücke wird die
gesamte Betriebsfläche auf über 175.000 m? anwachsen, wovon bisher etwa die Hälfte bebaut
sind. Die seinerzeit bei der Erstplanung im Endausbau des Werkes avisierte Schaffung von
etwa 500 neuen Arbeitsplätzen erscheint somit aus heutiger Sicht durchaus realistisch.

Im März 2020 hat das Unternehmen Bäumer online GmbH (vormals Hubertus Bäumer GmbH)
auf einem 8.541 m? großen Grundstück an der Elly-Beinhorn-Straße ein rd. 3.200 m? großes
Büro-, Ausstellungs-, Versand- und Lagergebäude fertiggestellt und mit etwa 20 Mitarbeitern
in Betrieb genommen. Die Firma ist der deutsche Generalvertreter der Gartengerätemarke
„HECHT made for garden“ aus Tschechien und der eigenen Marke „zooprimus“ für Zooartikel.
Zum Sortiment gehören rund 1.000 Produkte an Gartengeräten und Gartenartikeln, von der
Bewässerungstechnik über Hand- und Aufsitzrasenmäher bis Gartenmöbel und diverse Artikel
für den Kleintierbedarf, die über verschiedene Online-Vertriebskanäle verkauft werden. Auch
der im Jahr 2017 mit dieser Firma geschlossene Kaufvertrag beinhaltet für die Erweiterungs-
pläne des Unternehmens noch ein Kaufangebot für eine angrenzende Fläche von ca. 7.238 m?
Größe. Die Angebotsfrist läuft Mitte nächsten Jahres aus. Die Firma wird das Kaufangebot
aller Voraussicht nach noch vor Ablauf der Frist annehmen.

Seit Oktober 2020 ist das Tankstellen-Projekt der Hempelmann Wittemöller GmbH aus Hid-
denhausen im Bau. Auf dem ca. 2.249 m? großen Grundstück an der Otto-Lilienthal-Straße
gegenüber von Schumacher-Packaging entsteht bis April 2021 eine Automatentankstelle unter
der Marke “tankpool24". Solche Tankstellen befinden sich insbesondere in Industrie- und Ge-
werbegebieten sowie in Güterverkehrszentren. Das Unternehmen hat für den Betrieb einer
solchen Tankstelle im AirportPark FMO erhebliches Potential identifiziert. Die Fahrzeugflotten
der ansässigen Unternehmen profitieren nicht nur von günstigen Kraftstoffen, sondern auch
optional von einem detaillierten Datenmanagement mit digitaler Sicherheit für das Controlling.

Das Hermes Logistik-Center Münster/Osnabrück ist im September 2019 offiziell eröffnet wor-
den. In der modernen Hochleistungssortieranlage können täglich durchschnittlich 100.000
Sendungen verarbeitet werden. Für den Expressdienst ist die Möglichkeit des Warenum-
schlags über den Flughafen ein substanzieller Standortvorteil. Vor dem Hintergrund der
Coröna-Pandemie und der sprunghaft gestiegenen Paketvolumina aus dem Online-Handel hat
auch Hermes im letzten Jahr erhebliche Umsatzsprünge verzeichnet. Dies hat dazu geführt,
dass heute im AirportPark FMO nicht nur die vorab prognostizierten 110 neuen Arbeitsplätze
mit gewerblicher, technischer und kaufmännischer Ausrichtung, sondern mittlerweile etwa 180

Vollzeit-Arbeitsplätze, ausgestattet mit Tariflohn und Bonuszahlungen, neu geschaffen worden
sind.

Zum Jahresende 2020 stehen im |. Realisierungsabschnitt lediglich noch drei Grundstücke mit
gesamt rd. 43.150 m? sowie vier kaufvertraglich reservierte Flächen mit gesamt rd: 43.900 m?
zur Verfügung. Die allgemein anziehende Interessenslage mit erfolgversprechenden Akquisi-
tionen im letzten Quartal lässt erwarten, dass auch diese Grundstücke zum Großteil zeitnah
veräußert werden können.

Erweiterung des AirportPark FMO

Die Plangebietsgröße des I. Realisierungsabschnitts im AirportPark FMO beträgt einschließ-
lich der zwischenzeitlich arrondierten Planungsflächen für Schumacher Packaging und Her-
mes rund 60 Hektar. Das hieraus entwickelte Netto-Bauland umfasst eine Fläche von rund 42
Hektar. Wie zuvor beschrieben sind diese Flächen in den letzten Jahren weitestgehend ver-
marktet worden.

Diese seit den letzten Jahren bereits absehbare erfolgreiche Entwicklung hat die Geschäfts-
führung veranlasst, die in der ursprünglichen Konzeption geplante Flächenentwicklung von
insgesamt rund 200 Hektar mit einer 1. Ausbaustufe zum Il. Realisierungsabschnitt frühzeitig
zu forcieren. Es handelt sich hierbei um bereits im Eigentum der GmbH befindliche landwirt-
schaftliche Grundstücke nördlich und östlich der Hermes-Ansiedlung in einer Größenordnung
von rd. 15 Hektar. Im ersten Quartal 2019 hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung legitimiert,
die Planungsleistungen für den Bebauungsplan einschließlich des Umweltberichts und der
Gesamtbetrachtung zum Lärmschutz sowie die erforderliche Flächenplannutzungsänderung
zu beauftragen. Die Stadt Greven hat ebenfalls noch im Oktober 2019 die erforderlichen Auf-
stellungsbeschlüsse für die Planverfahren gefasst.

Nach der inzwischen vorliegenden Vorentwurfsplanung beläuft sich die Nettobaulandfläche im
Plangebiet aufca. 118.260 m?, aufgeteilt in zwei nördlich der. geplanten Verlängerung der Otto-
Lilienthal-Straße befindliche Teilflächen von ca. 23.330 m? und ca. 37.860 m? Größe sowie in
zwei südlich dieser Erschließungsstraße liegende Flächen von ca. 6.620 m? und ca. 51.450 m2
Größe. Die drei größeren Areale sind noch flexibel teilbar. Das Planungs- und Vermarktungs-
konzept legt nach wie vor als übergeordnetes Ziel die Ansiedlung von flughafenaffinen Unter-
nehmen fest, d.h. es sind solche Dienstleistungs- und gewerblich-logistischen Nutzungen zu-
lässig, die einen räumlichen und nutzungsstrukturellen Bezug zum Flughafen aufweisen.

Die im Rahmen der Planverfahren notwendige 1. Stufe der Öffentlichkeits- und Behördenbe-
teiligung ist im September 2020 abgeschlossen worden. Private Bedenken und Anregungen
sind nicht eingegangen. Bei den behördlichen Bedenken hat die Untere Naturschutzbehörde
des Kreises Steinfurt wegen potenziell vorkommender Vogelarten, wie z.B. Schleiereule, Kie-
bitz, Nachtigall und Gartenrotschwanz, eine vertiefende Artenschutzprüfung, die sogenannte
ASP Il, für. erforderlich gehalten. Diese gutachterliche Prüfung kann nur von Februar bis Juli
bei den dann brütenden Vögeln vorgenommen werden. Daher wird die ASP II nun im ersten
Halbjahr 2021 noch in das Verfahren integriert. Im Anschluss daran sind die erforderlichen
Ausgleichsmaßnahmen festzulegen. Abschließend erfolgt die 2. Stufe der Beteiligung der Be-
hörden und Träger öffentlicher Belange sowie die Bearbeitung der zusätzlich eingegangenen
Stellungnahmen.

Derzeitig ist davon auszugehen, dass das Planungsrecht voraussichtlich Ende 2021/Anfang
2022 festgesetzt werden kann. Im Zuge des erwartbaren Planungsrechts können in der zwei-
ten Jahreshälfte 2021 zunächst die Ausführungsplanung und im Anschluss daran die Bauaus-
schreibung für die Erschließung mit Straße, Kanalisation und Gewässerumbau durchgeführt
werden. Damit werden dann die Voraussetzungen zum Verkauf der einzelnen Projektgrund-
stücke geschaffen. Demzufolge werden erste Vermarktungserlöse aus dem neuen Plangebiet
voraussichtlich in 2022 generiert werden können. Zurzeit liegen für einen Großteil der Planflä-
chen schon sehr konkrete Interessensbekundungen vor. Dies lässt schon heute erwarten,
dass die neuen Gewerbegrundstücke bereits in den nächsten zwei bis drei Jahren ebenfalls
verkauft sein werden. Insofern und vor dem Hintergrund der mittlerweile länger anzusetzenden
Planungszeiträume sieht es die Geschäftsführung als sinnvoll an, die südlichen Erweiterungs-
möglichkeiten des AirportPark FMO mit einem Ill. Realisierungsabschnitt zügig anzuschlie-
Ren.

Infrastruktur

Vor dem Hintergrund des im abgelaufenen Wirtschaftsjahr kaum vorhandenen Vermarktungs-
geschäfts sind auch keine Investitionen im Straßenbau vorgenommen worden. Es ergaben
sich lediglich Ausgaben für Planungsleistungen sowie Vermessungs- und Gutachterarbeiten
in Höhe von 31,2 TE.

Nachdem zwei von vier Arealen am Kreisverkehr der Airportallee bebaut sind, ist im Berichts-
« jahr die zentrale Kreisverkehrsinsel mit einer attraktiven Skulptur neugestaltet worden. Das
6,0 m hohe Kunstwerk steilt mit seinem blauen Sockel und weißen Schriftzug sowie dem un-
serem Logo nachempfundenen Segel auf der Spitze der Skulptur das künftige Symbol und
Wiedererkennungsmerkmal des AirportPark FMO dar. Zugleich wird durch die schwarz-weiß
karierte Farbgebung im Logo und an der Säule das klassische „Follow-me"-Zeichen für die
Zielerreichung des Flughafens markant integriert und für den AirportPark FMO werbewirksam
genutzt. Die Kosten für die Entwicklung und Gestaltung, die Herstellung der Stahlkonstruktion,
die Lackierarbeiten, die Erstellung des Fundaments und die Errichtung haben 48,0 T€ betra-
gen.

Der Investitionsplan für den Zeitraum 2021 - 2025 umfasst Maßnahmen in Höhe von insge-
samt 3.722,3 TE. In Abhängigkeit von der Realisierung weiterer Bauvorhaben ist in den Kos-
tenansätzen für 2022 und 2023 der Endausbau der Joan-Joseph-Fiege-Straße und der Elly-
Beinhorn-Straße sowie für 2023 und 2024 der August-Euler-Straße bis zum Anschluss an die
Otto-Lilienthal-Straße einschließlich zugehöriger Zufahrten und Hausanschlüsse enthalten,

Darüber hinaus berücksichtigt der Investitionsplan die Planungs- und Erschließungskosten für
die östliche Erweiterung des AirportPark FMO in Höhe von 1.427,2 T€. Hierin enthalten sind
die Investitions-, die Bauneben- und die Planungskosten für die Erstellung der neuen
Baustraße sowie für den notwendigen Gewässerumbau. Dazu sind Kostenannahmen in 2024
und 2025 für weitere Hausanschlüsse und Zufahrten sowie für den Straßenendausbau im
Rahmen des Baufortschritts bei den Ansiedlungen eingestellt worden. Ferner ist noch die suk-
zessive Ausstattung bereits erschlossener Areale mit einer LED-Straßenbeleuchtung in den
Planansetzungen für 2024 und 2025 enthalten. Schließlich sind noch Mittel für die Durchfüh-
rung von Kompensationsmaßnahmen für das neue Plangebiet durch die Naturschutzstiftung

und deren Refinanzierung im Zeitraum 2022 - 2025 in Höhe von insgesamt 480,0 TE einge-
plant.

Insgesamt hat die AirportPark FMO GmbH bis Ende 2020 für den Grunderwerb, für Planungs-
und Erschließungsmaßnahmen, für die Kostenbeteiligung an der Airportallee sowie für Aus-
gleichsmaßnahmen des Naturschutzes rd. 16,5 Mio. € investiert. Voraussetzung für die Durch-
führung von Erschließungsmaßnahmen sind weiterhin ausschließlich erforderliche Leistun-
gen, die durch zukünftige Grundstücksverkäufe und den hierbei vereinbarten Kaufvertragsre-
gelungen begründet sind urid sich im Rahmen der Umsetzung der Bauvorhaben als notwendig
erweisen.

Jahresergebnis und Liauidität

Nachdem die AirportPark FNO GmbH in den Kalenderjahren 2017 bis 2019 jeweils einen Jah-
resüberschuss ausgewiesen hat, ist die pandemisch bedingte stark reduzierte Nachfrage nach
Gewerbegrundstücken im Berichtsjahr ursächlich dafür, dass das Wirtschaftsjahr 2020 einen
Jahresfehlbetrag von 426,0 T€ aufweist. Im Wirtschaftsplan 2020 ist aufgrund angenommener
höherer Verkaufserlöse mit einem Jahresfehlbetrag von 239,7 T€ gerechnet worden.

Vor dem Hintergrund der wirtschaftlich signifikanten Einschnitte sind in 2020 spürbare Spar-
maßnahmen insbesondere im Bereich der Anzeigenwerbung ergriffen worden. Zudem sind die
sonst üblichen Kostenbudgets für Teilnahmen an Messen, Kongressen und sonstigen Veran-
staltungen eingespart worden. Insgesamt haben sich die Aufwendungen dadurch gegenüber
dem Vorjahr um rd. 564,3 T€ auf nur noch 726,6 T€ reduziert. i

Am Bilanzstichtag 31.12.2020 beträgt die Kapitalrücklage unverändert 6,0 Mio. €. Der Gesell-
schaftsvertrag der AirportPark FMO GmbH sieht vor, dass Aufwendungen der Gesellschaft,
soweit sie nicht aus den Erträgen gedeckt werden können, bis zu einer Höhe von 100,0 T€ je
Gesellschafter und Geschäftsjahr von den Gesellschaftern zu übernehmen sind. Angesichts
der Jahresüberschüsse 2017 bis 2019 sind in den Jahren 2018 und 2019 sowie im Berichtsjahr
keine Zuführungen durch die Gesellschafter in die Kapitalrücklage eingezahlt worden. Infolge
des Jahresfehlbetrages in 2020 werden von den Gesellschaftern 300,0 T€ in 2021 zufließen.
Für den Planungszeitraum 2021 - 2025 zeichnen sich aus heutiger Sicht weitere Jahresfehl-
beträge ab. Für das Jahr 2021 wird mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 134,3 TE gerech-
net. Deshalb ist in der Finanzplanung auch ab 2021 eine Jährliche Zuführung zur Kapitalrück-
lage eingeplant worden.

Die drei Gesellschafter haben der GmbH im Jahr 2008 jeweils ein Gesellschafterdarlehen über
1.294,1 TE mit einer 10-jährigen Zinsfestschreibung gewährt, welche in 2018 ausgelaufen ist.
Die neue Anschlussfinanzierung ist zu einem Festzins in Höhe von 2,5 % mit einer Laufzeit
bis zum 31.07.2028 vereinbart worden. Für die weitere Tilgung der Gesellschafterdarlehen ist
im Wirtschaftsplan 2021 - 2025 wie in den Vorjahren ein Betrag von 102,0 TE pro Jahr einge-
stellt worden. Die Darlehen valutieren zum 31.12.2020 noch mit insgesamt 3.168,4 TE.

Unter Einbeziehung des Jahresfehlbetrages im Berichtsjahr 2020 von 426,0 T€, des Stamm-
kapitals von 300,0 T€ und der Kapitalrücklage von 6,0 Mio. € sowie des Verlustvortrages von
4.080,7 Mio.€ hat sich das Eigenkapital der Gesellschaft zum Jahresende 2020 auf

1.793,3 TE verringert. Dies entspricht weiterhin einer soliden wirtschaftlichen Eigenkapital-
quote von 27,9 %.

Die Planwerte für die Verkaufserlöse in den Jahren 2021 — 2025 gehen von der Erwartung
aus, dass in diesem Zeitraum etwa 75 % der zur Verfügung stehen Flächen verkauft werden
können. In diesem Zusammenhang ist grundsätzlich bezüglich der Risiken für die Gesellschaft
darauf hinzuweisen, dass Grundstücke nicht in dem geplanten Zeitfenster und Umfang ver-
marktet werden könnten. Mit Blick auf den Planungshorizont bis Ende 2025 ist dessen unge-
achtet aus heutiger Sicht zu konstatieren, dass die Liquidität der Gesellschaft auf der Grund-
lage der Plandaten der Gesellschaft und der Möglichkeit der variablen Inanspruchnahme der
Kreditlinie im Rahmen des bestehenden Konsortialkreditverhältnisses ausreichend gegeben
sein wird.

Das Vermögen der Gesellschaft besteht im Wesentlichen mit einem Betrag von 6.154,8 T€
aus dem Wert der zu vermarktenden Grundstücke. Die Kapitalstruktur besteht vornehmlich
aus Eigenkapital und Gesellschafterdarlehen sowie langfristigen Bankverbindlichkeiten. Letz-
tere sind durch Bürgschaften der Gesellschafter abgesichert. '

Ausblick

Die wirtschaftliche Lage zeigt sich im I. Quartal 2021 weiterhin zweigeteilt. Während die Be-
triebe u.a. im Einzelhandel, in der Gastronomie und Kultur sowie im Veranstaltungsgewerbe
und in der Hotellerie nach wie vor durch die Maßnahmen zur Bekämpfung der Coronavirus-
Pandemie stark eingeschränkt sind, zeigt sich z.B. die Industrie- und Baukonjunktür relativ
robust. Das größte Risiko für die Konjunktur in Deutschland stellt derzeitig die dritte Infektions-
welle dar. Mit einem in den nächsten Monaten zu erwartenden Impffortschritt sollte es jedoch
gelingen, das Infektionsgeschehen zu begrenzen und in der Folge eine wirtschaftliche Erho-
lungsphase nachhaltig einzuleiten. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamt-
wirtschaftlichen Entwicklung erwartet für das laufende Jahr eine Steigerung des Bruttoinlands-
produkts (BIP) um 3,1 %. Gestützt werden sollte diese Entwicklung dann vor allem durch die
Normalisierung des privaten Konsums sowie durch eine anhaltend starke Auslandsnachfrage.

Bei der Vermarktung des AirportPark FMO kommen die besonderen Standortvorzüge ver-
mehrt zum Tragen. So hat sich der Gewerbepark in den letzten Jahren zu einem Premium-
standort für das gesamte Münsterland und die angrenzenden Regionen entwickelt. Die direkte
Lage vor dem Flughafen Münster/Osnabrück, die sonstigen sehr guten Verkehrsbedingungen
und die zahlreichen infrastrukturellen Mehrwerte bieten beste Voraussetzungen für die ange-
siedelten Unternehmen und deren Wachstumschancen. Demgegenüber ist darauf hinzuwei-
sen, dass die münsterländischen Kommunen zunehmend von Flächenengpässen betroffen
sind. Viele Umlandgemeinden müssen schon jetzt Gewerbeflächenanfragen von außerhalb
ablehnen, um zumindest den bereits angesiedelten Unternehmen bzw. lokalen Neugründun-
gen noch Grundstücke anbieten zu können. Der AirportPark FMO stellt dagegen unter Einbe-
ziehung seiner Wachstumsmöglichkeiten als einer der wenigen Standorte in der Region ein
attraktives Gewerbegebiet mit weiterhin großen Flächenpotenzialen dar.

In diesem Zusammenhang muss auch die aktuelle und zukünftige Flughafensituation am FMO
mit einbezogen werden. Nachdem die Passagierzahlen insbesondere in den letzten drei Jah-
ren auf bis zu 1 Mio. Fluggäste wieder angestiegen sind, haben 2020 pandemiebedingt nur

noch rd. 224.000 Passagiere den Flughafen genutzt. Erst ab Mitte 2025 sollen nach Einschät-
zung der Flugverkehrsbranche die Passagierzahlen an deutschen Flughäfen wieder den Stand
von 2019 erreichen können. Umso wichtiger ist die Entscheidung des Bundes zu werten, den
FMO als Flughafen mit verkehrspolitisch hoher Bedeutung einzustufen und ihn als einen von
15 deutschen Flughäfen finanziell durch eine Bundeshilfe zu unterstützen.

Zusammengefasst ist die Erwartungshaltung der Geschäftsführung der AirportPark FMO
GmbH verhalten optimistisch. Dies ist im Wesentlichen begründet durch die sich wahrschein-
lich in der zweiten Jahreshälfte 2021 abzeichnende weitere Erholung der Wirtschaft und die
verschiedenen erfolgversprechenden \Veermarktungsgespräche der vergangenen Monate so-
wohl für die letzten Grundstücke im I. Realisierungsabschnitt als auch in Bezug auf das zu
erwartende neue Gewerbeflächenangebot.

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht einge-

treten.

Greven, den 12. April 2021

Ip An

Udo Schröer
Geschäftsführer

Anlage A

759 Zeichen

Anlage A zur V/0655/2021 
 
Kurzüberblick 
Jahresabschluss 2020 der AirportPark FMO GmbH incl. der Ermächtigung des Vertreters der 
Stadt Münster in der Gesellschafterversammlung 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Zustimmung des Gesellschafters Stadt Münster zum Jahresabschluss 
Finanzierung 
Produktgruppe: Nr. der PG Bezeichnung der PG 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan  Ja X Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja X Nein   
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung 
ist 
X vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
 vollständig 
freiwillig 
HGB, GO NRW, Satzung der Gesellschaft 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
Keine

Beschlussvorlage

4368 Zeichen

V/0655/2021
V/0655/2021
Öffentliche Beschlussvorlage
Betrifft
Jahresabschluss 2020 der AirportPark FMO GmbH
Beratungsfolge
28.09.2021 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
Die Stadt Münster ermächtigt ihre Vertretung in der Gesellschafterversammlung der AirportPark FMO
GmbH, folgende Entscheidungen zu treffen:
a) Dem Jahresabschluss der AirportPark FMO GmbH, abschließend
in der Bilanz zum 31. Dezember 2020 bei Aktiva und Passiva mit 6.434.365,20 €
sowie einem in der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr 2020 ausgewiesenen Jahresfehlbetrag von 425.982,83 €
ist von der beauftragten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft am 12. April 2021 ein
uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt worden; er wird entsprechend festgestellt.
b) Dem Aufsichtsrat wird für das Geschäftsjahr 2020 Entlastung erteilt.
c) Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 425.982,83 € wird dem Verlustvortrag von 4.080.698,44  €
zugeführt und auf neue Rechnung vorgetragen.
II. Finanzielle Auswirkungen:
Keine
Begründung:
Die Stadt Münster ist – wie auch die Stadt Greven und der Kreis Steinfurt – zu einem Drittel
(100.000 €) am Stammkapital der 2004 gegründeten AirportPark FMO GmbH beteiligt. Wesentlicher
Gegenstand des Unternehmens ist die Vorbereitung, Erreichung und Umsetzung aller planerischen
Voraussetzungen für das regionale Gewerbegebiet am Flughafen Münster/Osnabrück sowie die
Amt für Finanzen und
Beteiligungen
15.09.2021
Ihr/e Ansprechpartner/in:
Frau Haubner
T elefon:492-2032
HaubnerG@stadt-
muenster.de

- 2 -
V/0655/2021
Entwicklung, Erschließung und Vermarktung dieses Gewerbegebietes zur Stärkung der regionalen
Wirtschaftskraft. Gemäß § 11 Abs. 1 Buchstaben c) und e) des Gesellschaftsvertrages der AirportPark
FMO GmbH entscheidet die Gesellschafterversammlung über die Feststellung des
Jahresabschlusses und die Verwendung des Ergebnisses sowie die Entlastung des Aufsichtsrates.
Die Gesellschaft weist für das Kalenderjahr 2020 einen Jahresfehlbetrag von 425.982,83 € aus.
Dieser fällt um rund 186.282,83 € höher aus als im Wirtschaftsplan prognostiziert und ist vor allem auf
die reduzierte Nachfrage nach Gewerbegrundstücken, vor allem im ersten Halbjahr, vor dem
Hintergrund der Corona-Pandemie zurück zu führen. Im Berichtsjahr konnte dennoch ein
Grundstücksverkauf verzeichnet werden. Hierbei wurde die Kaufoption für eine Erweiterungsfläche
mit 4.968 qm vorzeitig in Anspruch genommen.
Die Erwartung der Geschäftsführung ist insgesamt verhalten optimistisch. Dies ist im Wesentlichen
begründet durch die sich wahrscheinlich in der zweiten Jahreshälfte 2021 abzeichnende weitere
Erholung der Wirtschaft und die verschiedenen erfolgsversprechenden Vermarktungsgespräche der
vergangenen Monate sowohl für die letzten Grundstücke im I. Realisierungsabschnitt als auch in
Bezug auf das zu erwartende neue Gewerbeflächenangebot in der ersten Ausbaustufe zum II.
Realisierungsabschnitt.
Weitere Einzelheiten zum Jahresabschluss der Gesellschaft können den Anlagen entnommen
werden.
Der Jahresabschluss wurde von der beauftragten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit
einem uneingeschränkten Bestätigungsverfahren versehen. In den Gremien der Gesellschaft wurden
die obigen Beschlüsse bereits am 01.06.2021 gefasst. Das Votum der Vertretung der Stadt Münster in
der Gesellschafterversammlung stand dabei unter dem Vorbehalt einer entsprechenden
Ermächtigung durch den Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft.
Einschätzung des Beteiligungsmanagements zum Jahresabschluss
Nach Prüfung des Jahresabschlusses durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Concunia GmbH
haben sich aus Sicht des Beteiligungsmanagements keine Einwendungen gegen diesen oder
zusätzliche Hinweise zu diesem ergeben. Unter Berücksichtigung des vorgelegten und mit einem
uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Jahresabschlussberichtes erscheint der
Jahresabschluss als plausibel und vermittelt ein hinreichend nachvollziehbares Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der AirportPark FMO GmbH zum Bilanzstichtag.
i.V.
gez.
Christine Zeller
Stadtkämmerin
Anlagen:
Anlage 1: Bilanz zum 31. Dezember 2020
Anlage 2: Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
Anlage 3: Lagebericht der AirportPark FMO GmbH für das Geschäftsjahr 2020
Anlage A

Beratungsverlauf (1)

28.09.2021 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft
TOP 11.20 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
V/0655/2021
Typ
Vorlagen
Datum
26.08.2021
Erstellt
26.08.2021 10:14