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A-R/0028/2013

Münster für alle - Einführung eines Sozialmonitorings für Münster

Antrag an den Rat 05.06.2013

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 12.06.2013, TOP 18.5

Originalantrag

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Originalantrag

3572 Zeichen

Antrag an den Rat Nr. A-R/0028/2013 
 
                                                                      
                                                        
              
 
        
                                                                                                     SPD-Fraktion 
im Rat der Stadt Münster 
Münster für alle - 
Einführung eines Sozialmonitorings für Münster 
                                             Bahnhofstraße 9 
48143 Münster 
Telefon: 0251/ 45 314 
Fax: 0251/ 511 750 
spdfrak@muenster.de  
     www.spd-muenster.de  
 
                                                                                                       
04.06.2013 
 
Der Rat möge beschließen:  
 
Die Verwaltung wird gebeten, ein Konzept für die Einführung eines Sozialmonitorings für 
Münster zu entwickeln. 
 
Damit soll ein geeignetes Beobachtungs- und Steuerungsinstrument auf den Weg gebracht 
werden, um im Hinblick auf gesamtstädtische Entwicklungszusammenhänge Disparitäten in 
der Stadtentwicklung zu ermitteln, damit diesen in Hinblick auf eine ausbalancierte 
Stadtentwicklung mit geeigneten Maßnahmen frühzeitig entgegengewirkt werden kann. 
 
Zielgerichtet soll in der ‚lebenswerten‘ Stadt Münster dafür Sorge getragen werden, Teilhabe 
und soziale Gerechtigkeit insbesondere auch bei unterschiedlichen Stadt-(teil)-entwicklungen 
sicherzustellen. 
 
Das Münsteraner Demographiemonitoring bietet erste Ansätze, jedoch versteht sich ein 
Sozialmonitoring für Münster als eigenständiges Instrument, in dem mit Hilfe von Kerndaten 
zu Indikatoren wie z.B. Wohnungsmarkt, Sozialstruktur, Bildung, Migration, Arbeitsmarkt und 
Gesundheit handlungsrelevante Schlussfolgerungen für die Sozialplanung gezogen werden 
können. 
 
Begründung: 
 
 
Mit einem Sozialmonitoring in der integrierten Stadtentwicklung wird es durch das System 
einer kleinräumigen Stadtbeobachtung ermöglicht, frühzeitig Analyseergebnisse für einen 
gemeinsamen Bewertungsprozess zu erarbeiten, um gesamtstädtischen Handlungsbedarf 
zu ermitteln und abzustimmen. 
 
Sozialmonitoring als Methode ist bereits gängige Praxis in Großstädten wie Berlin, Hamburg, 
München und Köln (vgl. Sozialraumplanung ‚Lebenswerte Veedel) und führt in Städten 
mittlerer Größe wie Aachen und Neuss bereits zu ergebnis-orientierten tragfähigen 
Handlungsansätzen.   
 
Gerade auch in Münster bedingt die Aufwertung des Zentrums, dass für Familien mit 
mittleren Einkommen innerstädtische Bereiche nicht mehr bezahlbar sind und diese ebenso 
wie benachteiligte Personengruppen in die Außenstadtteile abgedrängt werden.

So gibt es in Münster bereits ein Quartier, das im NRW-Vergleich der Soziale Stadt 
Programmgebiete beim SGBII-Bezug bzw. bei der Kinderarmut an erster Stelle liegt, wie es 
eine aktuelle Studie des Soziale Städte Netzwerks aus 2013 aufzeigt. 
 
Diesen Tendenzen einer Verfestigung sozialer Spaltung wird mit einem Münsteraner 
Sozialmonitoring ein wichtiges kleinräumiges, datengestütztes Stadtbeobachtungssystem 
entgegen gestellt werden können. 
 
 
 
Dr. Michael Jung   Ralf Hubert                                 Friedhelm Schade 
Dr. Fritz Baur               Mathias Kersting                 Anne Schulze Wintzler 
Stephan Brinktrine                         Marianne  Koch                 Petra Seyfferth 
Thomas Fastermann                       Gaby Kubig- Steltig                 Beate Vilhjalmsson 
Philipp Gabriel   Doris Lammert      Maria Winkel 
Beanka Ganser   Robert von Olberg               Hol ger Wigger 
Anne Hakenes                      Kurt Pölling

Beratungsverlauf (1)

12.06.2013 Rat
TOP 18.5 Antrag Entscheidung

Beschluss: verwiesen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Bahnhofstraße 9

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Details

Vorlagen-Nr.
A-R/0028/2013
Typ
Antrag an den Rat
Datum
05.06.2013
Erstellt
06.10.2020 14:37