A-R/0031/2023
Mehr Wohnraum für Fachkräfte – Ein Wohnungsgipfel für Münster
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A-R-0031-2023-GAL_SPD_Volt-Wohnungsgipfel
2674 Zeichen
Antrag an den Rat Nr. A-r/0031/2023
Münster, 05.06.2023
Ratsantrag
Mehr Wohnraum für Fachkräfte – Ein Wohnungsgipfel für Münster
Der Rat möge beschließen:
Der Oberbürgermeister wird aufgefordert, unverzüglich ein „Gipfeltreffen“
einzuberufen, das sich mit einem der Gründe für den dramatischen Mangel an
Pflegekräften und Erzieher*innen in Münster beschäftigt: Fehlender Wohnraum.
Es muss in Zukunft verhindert werden, dass eine Arbeitsaufnahme oder der Beginn
einer Ausbildung am fehlenden (bezahlbaren) Wohnraum scheitert.
Begründung:
Münster leidet – wie viele andere Kommunen auch – unter dem eklatanten Mangel an
Fachkräften. Die Konsequenzen zeigen sich gerade insbesondere im Bereich der
Kindertagesstätten und der Pflege. Einige Kitas schließen bereits zeitweise aufgrund
des Personalmangels, und bei der Vergabe der Kita -Plätze zum 01.08.2023 gehen
viele Kinder leer aus. Was dies für Familien und Alleinerziehende bedeutet, liegt auf
der Hand, ebenso wie die Konsequenzen für die Entwicklung von Kindern, die keine
Kita besuchen können.
Im Bereich der Pflege treten die Folgen des Fehlens von pflegenden Menschen
weniger offen zutage. Träger von Pflegeeinrichtungen bzw. ambulanter Pflege
berichten aber, dass in diversen Einrichtungen Betten aufgrund des Personalmangels
nicht belegt werden können. Im Bereich der ambulanten Pflege müssen viele Anfragen
abgelehnt werden, was für die zu pflegenden Menschen und deren Angehörige eine
Katastrophe darstellt.
Münster als Kommune kann die Probleme grundsätzlich nicht alleine lösen. Politik und
Verwaltung können aber die Themen aufgreifen, die der Stadt
Handlungsmöglichkeiten eröffnen. Diesbezüglich gilt es, Wohnraum für die fehlenden
Pflegekräfte und Erzieher*innen anzubieten bzw. Wohnraum für Auszubildende zu
schaffen.
Daher beauftragen wir den Oberbürgermeister, schnellstmöglich mit den zuständigen
Dezernaten, der Wohnungswirtschaft, den betroffenen Trägern, der Politik usw. ein
Gipfeltreffen einzuberufen, das Lösungsvorschläge erarbeitet. Es soll auch eine
Priorisierung vorgenommen werden, so dass in den Bereichen zunächst geholfen wird,
in denen die Not am größten ist. Es sollen sowohl kurzfristige, vielleicht befristete
Lösungen vorgeschlagen werden als auch langfristige Perspektiven für alle Bereiche,
in denen Fachkräftemangel bzw. Personalmangel herrscht, der unter anderem auf
fehlendem bezahlbarem Wohnraum beruht, entwickelt werden.
Gez.
Christoph Kattentidt Lia Kirsch Helene Goldbeck
Sylvia Rietenberg Maria Winkel Martin Grewer
Harald Wölter Thomas Kollmann und Ratsgruppe
und Fraktion und Fraktion
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- A-R/0031/2023
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 06.06.2023
- Erstellt
- 06.06.2023 18:07