V/0015/2009
Bebauungsplan Nr. 521 - Kenntnisnahme des Entwurfes
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V-0015-2009-Anlage-2-Begründung
71460 Zeichen
Stadtplanung
Verkehrsplanung
Stadtentwicklung Amt für
Anlage 2
zur Vorlage Nr. V/0015/2009
Begründung zum Entwurf / Seite 1 von 21
Begründung
zum Entwurf des Bebauungsplanes Nr. 521:
Kinderhaus – Westlich Gasselstiege / Nördlich Wilkinghege
1. Planungsanlass / Planungsgrundlagen............................................................................................ 2
2. Geltungsbereich ............................................................................................................................... 2
3. Planungsrechtliche Situation............................................................................................................ 2
3.1 Entwicklung aus dem Flächennutzungsplan .............................................................................2
3.2 Bestehendes Planungsrecht......................................................................................................3
3.2.1 Landschaftsschutzgebiet..............................................................................................3
4. Räumliche und strukturelle Situation ............................................................................................... 3
5. Planungsziele................................................................................................................................... 4
6. Inhalte des Bebauungsplans............................................................................................................ 4
6.1 Grundzüge der Planung.............................................................................................................4
6.2 Bauliche Nutzung und Baugestaltung .......................................................................................5
6.2.1 Nutzungsart, Nutzungsdichte .......................................................................................5
6.2.2 Bebaubare Fläche, Bauhöhe .......................................................................................5
6.2.3 Bauweise und Bauform ................................................................................................6
6.2.4 Stellplätze, Nebenanlagen ...........................................................................................6
6.2.5 Freiflächen, Begrünung................................................................................................7
6.3 Verkehrsflächen / Erschließung.................................................................................................7
6.4 Ver- und Entsorgung / Technische Infrastruktur........................................................................7
6.5 Gemeinbedarf / Soziale Infrastruktur.........................................................................................8
6.6 Grünflächen ...............................................................................................................................8
6.6.1 Öffentliche Grünflächen ...............................................................................................8
6.6.2 Ausgleichsflächen (siehe Umweltbericht) ....................................................................8
6.7 Immissionsschutz ......................................................................................................................8
6.8 Altlasten / Altstandorte / Bodenschutz.......................................................................................9
6.9 Denkmalschutz / Archäologie ..................................................................................................10
7. Flächenbilanz ................................................................................................................................. 11
8. Auswirkungen auf die Umwelt / Umweltbericht gem. § 2 a BauGB............................................... 11
8.1 Rahmen der Umweltprüfung....................................................................................................11
8.2 Kurzdarstellung der Planung ...................................................................................................11
8.3 Fachgesetzliche Ziele und Vorgaben des Umweltschutzes....................................................11
8.4 Umweltbeschreibung / Umweltbewertung und Wirkungsprognose.........................................12
8.4.1 Menschen.................................................................................................................. 12
8.4.2 Pflanzen und Tiere / Biologische Vielfalt................................................................... 14
8.4.3 Boden ........................................................................................................................ 16
8.4.4 Wasser ...................................................................................................................... 17
8.4.5 Klima / Luft ................................................................................................................ 18
8.4.6 Orts- und Landschaftsbild ......................................................................................... 18
8.4.7 Kulturgüter und sonstige Sachgüter.......................................................................... 19
8.4.8 Wechselwirkungen der Schutzgüter.......................................................................... 19
8.4.9 Zusammenfassung der erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen.................. 20
8.5 Nichtdurchführung der Planung (Prognose Null-Variante)......................................................20
8.6 Anderweitige Planungsmöglichkeiten......................................................................................20
8.7 Überwachung (Monitoring) ......................................................................................................20
8.8 Zusammenfassung ..................................................................................................................21
9. Durchführungsmaßnahmen ........................................................................................................... 21
Stadtplanung
Verkehrsplanung
Stadtentwicklung Amt für
Bebauungsplan Nr. 521
Kinderhaus – Westlich Gasselstiege / Nördlich Wilkinghege
Begründung zum Entwurf / Seite 2 von 21
1. Planungsanlass / Planungsgrundlagen
Bereits im Rahmen der Gesamtfortschreibung des Fläc hennutzungsplanes wurde im Bereich
westlich der Gasselstiege / nördlich Wilkinghege ei ne Wohnbaufläche ausgewiesen. Die sen-
sible Ortsrandlage erforderte eine Abwägung der Bel ange zwischen der städtebaulichen Ver-
träglichkeit einer Wohnbauflächenarrondierung zur D eckung des weiteren Wohnbauflächenbe-
darfs im Stadtteil Kinderhaus und dem geltenden La ndschaftsschutz. Das Ergebnis der Abwä-
gung führte dazu, die Wohnbauflächenarrondierung au f einen schmalen Streifen parallel zur
Gasselstiege zu begrenzen.
Mit der Zielsetzung, auf der Fläche in unmittelbare r Nähe zu einem Altenheim und in enger
Nachbarschaft zu weiteren Einfamilienhausgebieten innovatives Wohnen mit hoher stadtge-
stalterischer und architektonischer Qualität in ein er maßvollen Bebauung zu realisieren, wurde
ein städtebaulicher Wettbewerb mit architektonischer Vertiefung durchgeführt.
Der vorliegende Bebauungsplan ist aus dem zur weite ren Bearbeitung empfohlenen Entwurf
entwickelt worden. Der Entwurf sieht vier Wohnnachb arschaften vor, die typologisch aus der
klassischen Münsterländer Hofstelle abgeleitet wurden.
Es gruppieren sich jeweils bis zu sechs Einfamilien häuser um einen gemeinsamen Platz - die
„Hofstelle“ - der direkt von der Gasselstiege aus erschlossen wird.
Zwischen den Wohnnachbarschaften ist eine Vernetzun g der freien Landschaft mit den Haus-
gärten bis zum Gehölzstreifen an der Gasselstiege vorgesehen.
2. Geltungsbereich
Der Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 521: Ki nderhaus – Westlich Gasselstiege /
Nördlich Wilkinghege“ liegt am südwestlichen Ortsra nd des Stadtteils Kinderhaus angrenzend
an ein Landschaftsschutzgebiet. Die Größe des Geltungsbereichs beträgt 20.343 qm.
Die Grenzen des räumlichen Geltungsbereichs werden wie folgt gebildet:
- Im Nordosten von der Gasselstiege
- Im Südosten von der Straße Wilkinghege
- Im Südwesten von einer gedachten Linie, die von der Straße Wilkinghege zu einem
landwirtschaftlichen Weg im Norden führt
- Im Nordwesten von einem landwirtschaftlichen Weg
Innerhalb dieser Grenzen liegen die folgenden Grundstücke:
Gemarkung Münster, Flur 77
Flurstücke: 496, 498, 531-536, Teile der Flurstücke 168, 524, 527
Die Grenzen des Geltungsbereiches des Bebauungsplan es sind im Plan durch einen grauen
Farbstreifen gekennzeichnet.
3. Planungsrechtliche Situation
3.1 Entwicklung aus dem Flächennutzungsplan
Der wirksame Flächennutzungsplan enthält für das Pl angebiet folgende Darstellungen: Wohn-
bauflächen und Flächen für die Landwirtschaft
Die Darstellungen des Flächennutzungsplanes entspre chen den Zielsetzungen des Bebau-
ungsplanes.
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3.2 Bestehendes Planungsrecht
Der Bebauungsplan überplant z. T. die Geltungsberei che der Bebauungspläne Nr. 106 Teilab-
schnitt XXVII „Kinderhaus – Östlich des Idenbrockwe ges“ und Nr. 185 „Gasselstiege –Iden-
brockweg“. Mit der Rechtskraft des Bebauungsplanes Nr. 521 treten diese Pläne, soweit sie
vom neuen Bebauungsplan überplant werden, außer Kraft.
3.2.1 Landschaftsschutzgebiet
Das Plangebiet westlich der Gasselstiege liegt im G eltungsbereich des Landschaftsplanes Nr. 2
„Nördliches Aatal und Vorbergs Hügel“ und zudem im Landschaftsschutzgebiet „Altenberger
Rücken“. Im Zuge der Aufstellung des Bebauungsplane s Nr. 521 erfolgt die Rücknahme des
Landschaftsschutzgebietes für den Bereich der im wi rksamen Flächennutzungsplan (FNP)
westlich der Gasselstiege dargestellten Wohnbaufläche.
Gemäß einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes ( BVerwG) vom 21.10.1999 darf ein FNP
keine Darstellungen enthalten, die einer Landschaft sschutzverordnung bzw. den Schutzzwe-
cken eines Landschaftsschutzgebietes (LSG) oder son stigen Satzungen, z. B. einem Land-
schaftsplan (LP), widersprechen; anderenfalls wäre die Genehmigung des FNP gem. § 6 Abs. 2
Baugesetzbuch (BauGB) wegen Verstoßes gegen sonstige Rechtsvorschriften zu versagen.
Deshalb wurde im Rahmen des Genehmigungsverfahrens zur Fortschreibung de FNP 2003 /
2004 eine Erklärung des Trägers der Landschaftsplan ung - das ist in der kreisfreien Stadt
Münster der Rat der Stadt - mit der Aussage vorgele gt , dass dieser in einem nachfolgenden
Aufstellungsverfahren für einen Bebauungsplan den e ntsprechenden, dem jeweiligen Land-
schaftsplan entgegenstehenden Festsetzungen der Sat zung nicht widersprechen wird (Be-
schluss des Rates zur Vorlage 325/2003 am 16.07.2003, hier Anlage Nr. 2, Seite 3).
4. Räumliche und strukturelle Situation
– Lage und visuelle Prägung –
Der Stadtteil Kinderhaus liegt ca. 4,5 km nördlich der Innenstadt Münsters (Altstadtzentrum bis
Ortsteilmitte). Das Plangebiet liegt an der Südwest grenze des Ortsteiles im Übergang zur freien
Landschaft.
Die landwirtschaftliche Nutzfläche wird durch einen Gehölzstreifen geprägt, die entlang der
Nordostgrenze des Plangebietes parallel zur Gasselstiege verläuft.
Die im südlichen Abschnitt des Plangebietes vorhand enen Wohngrundstücke sind mit Einfamili-
enhäusern bebaut und stark eingegrünt.
– Nutzungsstruktur im Gesamtkontext zur näheren Umgebung –
Der Stadtteil Kinderhaus hat etwa 15.400 Einwohner. Für die vielen jungen Familien, die hier
leben, gibt es ein breites Angebot an Kindergärten, Schulen und Freizeiteinrichtungen.
Die Gasselstiege, ehemals eine wichtige Verkehrsver bindung zwischen Münster und den Nie-
derlanden, wird heute intensiv von Fahrradfahrern, Inlineskatern und Joggern für sportliche Ak-
tivitäten genutzt; sie ist für Fahrradfahrer die sc hnellste verkehrsberuhigte Wegeverbindung in
die Innenstadt.
Das Stadtteilzentrum liegt in etwa 900 m Entfernung vom Plangebiet.
In etwa 1 km Entfernung wird die Steinfurter Straße erreicht, die eine wichtige Verkehrverbin-
dung zwischen der Innenstadt und der BAB A1 darstellt.
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– Nutzungsstruktur im Plangebiet –
Das Plangebiet wird gegenwärtig zum größten Teil al s Weideland genutzt. Lediglich im südli-
chen Abschnitt befinden sich 3 Wohnbaugrundstücke, auf denen Einfamilienhäuser errichtet
sind.
– Nutzungsstruktur im näheren Umfeld –
Nördlich und östlich des Plangebietes befinden sich Einfamilienhausgebiete mit 1- 2-geschossi-
gen Einzel-, Doppel- oder Reihenhäusern.
Im Süden und Westen schließen landwirtschaftliche N utzflächen an, in die im Westen das ehe-
malige Missionskloster St. Josef und im weiteren Ve rlauf das aus dem Mittelalter stammende
und zum Hotel umgebaute Schloss Wilkinghege eingebettet liegen.
5. Planungsziele
Die Ziele des Bebauungsplanes beinhalten die beabsi chtigte städtebauliche Entwicklung und
Ordnung auf der Grundlage des städtebaulichen Entwurfes
– Übergeordnete Ziele –
- Die Wohnbauflächen des Ortsteils Kinderhaus sollen im Westen arrondiert werden
- im Übergang zum Landschaftsraum soll ein der sensiblen Ortsrandlage angemessenes Sied-
lungsbild entstehen
– Konkrete Zielsetzungen –
- Zur Arrondierung der Einfamilienhausgebiete im West en des Ortsteils Kinderhaus sollen ca.
20 Wohngebäude als Einzel- oder Doppelhäuser entstehen
- Der bestehende Gehölzstreifen am Ostrand des Plange bietes soll als prägendes Element
weitestgehend erhalten und gesichert werden
- Die Erschließung des neuen Wohnquartiers soll durch Erschließungsstiche von der Gas-
selstiege aus erfolgen. Eine Querverbindung durch d as Wohnquartier soll auch für den Fuß-
gängerverkehr vermieden werden
6. Inhalte des Bebauungsplans
6.1 Grundzüge der Planung
Für die Realisierung der Ziele des Bebauungsplanes sind Festsetzungen bezüglich der Grund-
züge der Planung erforderlich.
Die Festsetzungen betreffen im einzelnen folgende Planungsbereiche:
- Art und Maß der baulichen Nutzung
- Darstellung der überbaubaren Flächen
- Verkehrsflächen
- Grünflächen und Begrünung
- Umweltschutz
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6.2 Bauliche Nutzung und Baugestaltung
6.2.1 Nutzungsart, Nutzungsdichte
– Art der baulichen Nutzung –
Die Baugebiete sind dem Wohnen vorbehalten, damit s ich das neue Wohngebiet dem Charak-
ter der angrenzenden Wohnquartiere entsprechend ent wickelt. Die Bereiche A und B sind als
Allgemeine Wohngebiete festgesetzt, damit sich das neue Wohngebiet dem Charakter der an-
grenzenden Wohnquartiere entsprechend entwickelt. V orrangig soll die bauliche Nutzung durch
das Wohnen im Einfamilienhaus als Einzelgebäude ode r als Doppelhaus angestrebt werden.
Aufgrund der benachbarten Wohngebiete und der Fußwe gentfernung vom Ortszentrum einer-
seits und der Lage am Landschaftsschutzgebiet ander erseits sind die gem. § 4 (3) 2, 4 und 5
BauNVO ausnahmsweise zulässigen sonstigen nicht stö renden Gewerbebetriebe, Tankstellen
und Gartenbaubetriebe nicht zulässig.
Für den Bereich der bestehenden Bebauung, Bereich C , wird ein Allgemeines Wohngebiet fest-
gesetzt, um die vorhandene Hofstelle und die vorhan dene Wohnbebauung in ihrem Bestand zu
schützen und die Ansiedlung störender Betriebe in d iesem Bereich zu verhindern. Auf der
nordöstlichen Fläche an der Gasselstiege kann noch ein Wohnhausneubau ergänzt werden.
Aufgrund der benachbarten Wohngebiete und der Fußwe geentfernung vom Ortszentrum einer-
seits und der Lage am Landschaftsschutzgebiet andererseits sind – wie in den Bereichen A und
B – die gem. § 4 (3) 2, 4 und 5 BauNVO ausnahmsweis e zulässigen sonstigen nicht störenden
Gewerbebetriebe, Tankstellen und Gartenbaubetriebe nicht zulässig.
– Maß der baulichen Nutzung –
Die Grundflächenzahl (GRZ) wird auf allen Baufläche n auf 0,4 festgesetzt. Die GFZ wird in den
Bereichen A und B auf 0,8 und im Baugebiet C mit 0, 6 festgesetzt. Diese Festsetzungen be-
rücksichtigen den der örtlichen Situation angemesse nen sparsamen und schonenden Umgang
mit Grund und Boden und die sensible Ortsrandlage im Landschaftsschutzgebiet. Im Plange-
biet C entsprechen die Festsetzungen zum Maß der ba ulichen Nutzung zudem der Bestands-
situation.
6.2.2 Bebaubare Fläche, Bauhöhe
– Überbaubare Grundstücksflächen, Stellung der Gebäude –
Die überbaubaren Flächen sind durch Baugrenzen defi niert. In den Bereichen A und B sind die
Baufenster so angeordnet, dass das Bild einer hofar tigen Bebauung mit giebel- und traufständi-
gen Gebäuden in lockerer Folge ermöglicht wird. Bei der zukünftigen Aufteilung der Grundstü-
cke soll mit dieser Darstellung der gewünschten, ho fbildenden Stellung der Gebäude in diesen
Bereichen Rechnung getragen werden. Bei der Festset zung der Baugrenzen ist der Mindestab-
stand von den Entwässerungsgräben von 3 m berücksichtigt.
– Zahl der Vollgeschosse –
Bezug nehmend auf das städtebauliche und bauliche E ntwurfskonzept wird für die Bereiche A
und B eine typologisch am bäuerlichen Gehöft orient ierte Bebauung mit Einzel- und Doppel-
häusern festgesetzt. Die Festsetzungen unterscheide n sich nach den Bereichen A und B. Im
Bereich A wird eine maximal II- geschossige Bauweis e, im Bereich B eine I- geschossige Bau-
weise festgesetzt.
Um eine familiengerechte Wohnungsgröße zu gewährlei sten, darf im Bereich B das Dachge-
schoss bei I- geschossiger Bebauung als Vollgeschos s ausgebaut werden, wenn die festge-
setzte Geschossflächenzahl eingehalten wird.
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– Bauhöhen –
Die Höhe der baulichen Anlagen in den Baugebieten A und B ist für alle Gebäude in Abhängig-
keit zur Zahl der Vollgeschosse, der festgesetzten Trauf- und Firsthöhen, der zulässigen Dach-
neigung und der zulässigen Bautiefe unter Bezugnahm e auf die angrenzenden Einfamilien-
hausgebiete festgesetzt.
Dementsprechend ist auf den Grundstücken, die beste henden Wohnbaugrundstücken zuge-
wandt sind, Bereich B, eine I- geschossige Bebauung festgesetzt. Die Trauf- und Firsthöhen
sind in Anlehnung an die Bestandsgebäuden mit TH 4,80 m bzw. mit FH 9,80 m festgesetzt. Auf
den übrigen Bauflächen – Bereich A – ist eine maxim al II- geschossige Bebauung festgesetzt
und die Traufhöhe mit 6,50 m und die Firsthöhe mit 11,30 m. Die Höhe der Oberkante Fertig-
fußboden wird in den Bereichen A und B auf 0,30 m f estgesetzt, um in diesen Baugebieten Re-
genwasserrückstauprobleme auf den privaten Grundstücken auszuschließen.
Bei der Festsetzung der Traufhöhen sind die für das Wohnen erforderlichen Geschosshöhen
berücksichtigt worden; bei der I- geschossigen Beba uung ist für den Ausbau des Dachgeschos-
ses ein ausreichend hoher Drempel berücksichtigt.
Die Festsetzungen sollen gewährleisten, dass das Si edlungsbild insgesamt und insbesondere
zum Landschaftsraum eine eher lockere Bebauung zeig t, während die Bebauung auf den der
Gasselstiege zugewandten Grundstücken stärker den G esichtspunkt des flächensparenden
Bauens berücksichtigt; der Spielraum zwischen den T rauf- und Firsthöhen soll individuelle
Gestaltungsmöglichkeiten im begrenzten Rahmen offen halten.
Um auch die Abmessungen der Gebäude dem Standort un d dem gewünschten Siedlungsbild
entsprechend einzuschränken, werden die Dächer als Satteldächer im Bereich A mit einer
Dachneigung von 38° -46° , und im Bereich B mit einer Dachneigung von 42° -48° festgesetzt.
Im Bereich C wird die Traufhöhe mit 4,00 m und die Firsthöhe mit 9,00 m festgesetzt; das ent-
spricht der bestehenden Situation. Die Dächer werde n dem Bestand entsprechend als Nei-
gungsdächer mit max. 45 ° festgesetzt.
Auf allen Bauflächen ist der Bezugspunkt für die festgesetzten Trauf- und Firsthöhen und für die
Oberkante Fertigfußboden jeweils die Oberkante der fertig gestellten Erschließungsstraßen,
von denen aus das Grundstück erschlossen wird, geme ssen in der Mitte der Fassadenlänge
des jeweiligen Gebäudes bzw. Gebäudeteils.
6.2.3 Bauweise und Bauform
Für die Allgemeinen Wohngebiete wird die offene Bau weise mit Einzel- und Doppelhäusern
festgesetzt. Damit wird in den Bereichen A und B di e Umsetzung des städtebaulichen Entwurfs
gewährleistet und Bauweisen ausgeschlossen, die dem Ziel der städtebaulichen Planung wi-
dersprechen. Ebenso wird die Möglichkeit gegeben, j e nach Wunsch des Bauherrn marktge-
recht reagieren zu können. Im Bereich C gilt die Be standssituation; die Festsetzung der Bau-
weise ist daher nicht erforderlich.
Auf den Bauflächen wird festgesetzt, dass nicht meh r als 2 Wohneinheiten je Hauseinheit zu-
lässig sind; diese Beschränkung soll eine ökologisc h verträgliche Haushaltsdichte gewährleis-
ten.
6.2.4 Stellplätze, Nebenanlagen
Zur Sicherung des gewünschten locker bebauten und d urchgrünten Siedlungsbildes wird fest-
gesetzt, dass in allen Bereichen Stellplätze und Ga ragen sowie Nebenanlagen nur innerhalb
der überbaubaren Flächen und auf den für diesen Zwe ck gekennzeichneten Flächen zulässig
sind.
Nebenanlagen, außer als rückwärtige Anbauten an Garagen, sind nur innerhalb der überbauba-
ren Grundstücksflächen zulässig. Sie dürfen eine Fl äche von 7,5 qm nicht überschreiten. Ne-
benanlagen dürfen als rückwärtige Anbauten an Garag en unter Beachtung der max. Grundflä-
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che von 7,5 qm die Baugrenze geringfügig überschre iten. Der Abstand zu den Gräben für die
Ableitung der Oberflächenwasser darf 3 m nicht unterschreiten.
In den Bereichen A und B sind Nebenanlagen außer Ei nhausungen für Mülltonnen in den Vor-
gartenbereichen nicht zulässig.
Die gebäudeartigen Nebenanlagen sollen außerhalb de r überbaubaren Grundstücksflächen auf
die notwendigen, das Wohnen ergänzende Nebenanlagen beschränkt werden. Diese Festset-
zung soll gewährleisten, dass sich auch die neben d en Hauptgebäuden angeordneten Neben-
anlagen in das geplante Orts- und Straßenbild einfügen.
Im Bereich C gilt der Bestandschutz.
6.2.5 Freiflächen, Begrünung
In den Bereichen A und B sind Einfriedungen der Vor gärten als standortheimische Hecken oder
als Ziegelmauerwerk im gleichen Material wie das Ha uptgebäude bis zu einer Höhe von max.
1,20 m zulässig. Diese Höhenbegrenzung soll gewährl eisten, dass das locker bebaute Sied-
lungsbild auch von den Erschließungsstraßen aus erl ebbar wird. Als Vorgarten gilt die Grund-
stücksfläche, die zwischen der Erschließungsstraße und der Gebäudevorderfront sowie deren
seitlicher Verlängerung bis zur seitlichen Grundstücksgrenze liegt.
Im Bereich C gilt der Bestandschutz
6.3 Verkehrsflächen / Erschließung
Die Wohnbauflächen werden durch 3 geplante 5,00 m b reite private Wohnwege, die von der
Gasselstiege aus in das Plangebiet führen, erschlos sen. Die am Nordwestrand des Baugebie-
tes liegenden Grundstücke werden von dem zur 5,60 m breiten Anliegerstraße ausgebauten
privaten Wirtschaftsweg aus erschlossen.
Für Besucher sind Stellplätze in ausreichender Zahl jeweils im Einmündungsbereich der Stich-
straße in die Gasselstiege vorgesehen.
Der parallel zur Gasselstiege vorhandene Fuß- und Radweg bleibt erhalten.
Die Wohnwege werden mit Geh-, Fahr- und Leitungsrechten belegt.
– Öffentlicher Personennahverkehr –
Die Anbindung des Plangebietes erfolgt über die Bus haltestelle Wilkinghege, die sich in unmit-
telbarer Nähe an der Einmündung zur Wilkinghege bef indet; weitere Haltestellen sind nicht vor-
gesehen.
6.4 Ver- und Entsorgung / Technische Infrastruktur
Die Entsorgung des Schmutzwassers und des Niedersch lagswassers erfolgt im Trennsystem.
Die Entwässerung der Oberflächenwasser (Dach-, Fass aden- und unbebaute Grundstücksflä-
chen) in den Bereicheichen A und B erfolgt über Mul den als offene Vorflut, die zwischen den
rückwärtigen Grundstücksgrenzen angeordnet sind und im Bereich des Gehölzstreifens unterir-
disch abgeleitet dem Regenwasserkanal in der Gassel stiege zugeführt werden. Im Bereich B
werden die Oberflächenwasser der südlichsten Grunds tücke über den vorgelagerten privaten
Wohnweg abgeleitet.
Das Schmutzwasser wird über Kanäle, die in den Ersc hließungsstraßen angeordnet werden,
dem neu anzulegenden Schmutzwassersammler in der Gasselstiege zu geführt.
Da das Befahren der privaten Wohnwege durch dreiach sige Abfallsammelfahrzeugen nicht vor-
gesehen ist, müssen die Grundstücksbesitzer ihre Ab fallgefäße zur nächsten, vom Abfallfahr-
zeug befahrenen Straße (Gasselstiege) transportieren.
Im Bereiche C gilt Bestandsschutz.
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–-Versorgungsanlagen –
Durch die bereits vorhandene Bebauung im Umfeld des Plangebietes sind die Grundnetze und
Medien der Versorgungsunternehmen in unmittelbarer Nähe vorhanden.
Durch das Plangebiet verläuft im südlichen Bereich C eine unterirdische Hauptwasserversor-
gungsleitung DN 600 der Stadtwerke Münster Netzgese llschaft mbH. Für die Leitung wird ein
Schutzstreifen von 8,00 m beidseitig von der Leitungsachse gemessen festgesetzt.
– Versorgungseinrichtungen –
Einzelhandelseinrichtungen und Dienstleistungen sin d im Plangebiet wegen der Nähe zum
Ortteilzentrum (ca. 900 m) nicht vorgesehen und auf grund der geringen Einwohnerzahl nicht
erforderlich.
6.5 Gemeinbedarf / Soziale Infrastruktur
Der Zuwachs von ca. 18 Wohneinheiten in den Bereich en A und B erfordert keine notwendige
Erweiterung des vorhandenen Angebotes an Kinder-, J ugend- und sonstigen sozialen Einrich-
tungen und Schulen.
Der Bedarf an Einrichtungen für Sport, Freizeit und Erholung wird weitgehend im übrigen Stadt-
gebiet gedeckt.
6.6 Grünflächen
6.6.1 Öffentliche Grünflächen
Der zwischen den Wohnbauflächen und der Gasselstieg e verlaufende Gehölzstreifen stellt ein
prägendes Landschaftsmerkmal dar; er soll in den du rch die Erschließungsstraßen und die Re-
genwasserkanalführung gebildeten Abschnitten wieder hergestellt und dauerhaft gesichert wer-
den.
6.6.2 Ausgleichsflächen (siehe Umweltbericht)
Die Planung sieht in den Bereichen A und B die Real isierung von freistehenden Einfamilienhäu-
sern und Doppelhäusern in vornehmlich zweigeschossi ger Bauweise vor. Durch vier Anknüp-
fungspunkte wird das Wohngebiet mit Erschließungsstraßen an die Gasselstiege angebunden.
Die Umweltauswirkungen entstehen durch die Neuversi egelung landwirtschaftlich genutzter
Böden und den Verlust von Teilbereichen einer Hecke an der Gasselstiege.
Die entstehenden Auswirkungen auf die Schutzgüter k önnen in erforderlichem Umfang vermie-
den oder vollständig kompensiert werden, es entsteht nach dem Bewertungsverfahren der Stadt
Münster eine rechnerische Aufwertung des Geländes.
6.7 Immissionsschutz
Im Bebauungsplan sind in den Bereichen A, B und C d ie Belange des Immissionsschutzes an-
gemessen zu berücksichtigen. Vorbereitend für die N utzung des Geländes als Wohngebiet
wurde das Planungsbüro für Lärmschutz Altenberge, M ünster, mit der Erstellung einer schall-
technischen Untersuchung beauftragt.
Die Schalltechnische Untersuchung kann im Stadthaus 3 der Stadt Münster eingesehen wer-
den.
Von Bedeutung sind die von den vorhandenen Verkehrs wegen, der K7 (Wilkinghege), und der
B54 ausgehenden Lärmemissionen und damit die zu erw artende Lärmbelastung an den im Pla-
nungsbereich vorhandenen und geplanten Gebäuden.
Der Prognosehorizont der schalltechnischen Untersuc hung wurde auf das Bezugsjahr 2020
festegelegt. Die maximalen Beurteilungspegel durch den zukünftigen Straßenverkehrslärm sind
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im Verlauf der Wilkinghege K7 mit 63 dB(A) tags und 54 dB(A) nachts an der südwestlichen
Seite der vorhandenen Bebauung (Wilkinghege 100-104 ) und mit 57 dB(A) tags und 48 dB(A)
nachts an der südöstlichen Seite in den rückwärtigen Grun dstücksbereichen der geplanten Be-
bauung zu erwarten. Damit beträgt die Überschreitun g der Orientierungswerte, die für die all-
gemeinen Wohngebiete mit 55 dB(A) tags und 45 dB(A) nachts berücksichtigt wurden, bis zu 8
dB(A) tags und 9 dB(A) nachts beim Gebäudebestand und 2 dB(A) tags und 3 dB(A) nachts
an den südlichen Baugrenzen der geplanten Bebauung.
An den untersuchten Immissionsarten der geplanten W A-Flächen innerhalb des Geltungsberei-
ches ist festzustellen, dass die Überschreitungen f ür beide Beurteilungszeiträume nur in einem
geringfügigen Umfang auftreten. Die Überschreitunge n sind im Bereich der Neubebauung auch
nur für die südliche Baugrenze festzustellen.
Die Einhaltung oder Unterschreitung der Orientierun gswerte ist wünschenswert, um die mit der
Eigenart des betreffenden Baugebietes oder der betr effenden Baufläche verbundene Erwartung
des angemessenen Schutzes vor Lärmbelastungen zu erfüllen.
Die von der Steinfurter Straße – B54 – ausgehenden Lärmbelastungen sind für den Geltungs-
bereich des Bebauungsplans Nr. 521 „Westlich Gassel stiege/ Nördlich Wilkinghege“ nicht rele-
vant.
Bei Überschreitung der schalltechnischen Orientieru ngswerte nach DIN 18005/07.02 von 55/45
bzw. 40 dB(A) für allgemeine Wohngebiete durch die Beurteilungspegel aus dem Verkehrslärm
sind zum Schutz gegen den Außenlärm die Anforderung en an die Luftschalldämmung von Au-
ßenbauteilen nach DIN 4109/11.89 zu beachten.
Aktive Lärmschutzmaßnahmen kommen nicht in Betracht , da in Verbindung mit der geringen
Überschreitung der Orientierungswerte der DIN 18005 der Aufwand für einen aktiven Lärm-
schutz außer Verhältnis zum angestrebten Schutzzwec k steht. Aufgrund der Erschließung der
vorhandenen Bebauung im Zuge der Wilkinghege ist ei n aktiver Lärmschutz auch nicht in der
Anordnung möglich, wie es die RLS-90 (Richtlinie fü r den Lärmschutz an Straßen) fordert. Not-
wendige Überstandslängen lassen sich nicht realisie ren und im Bereich der Zufahrten würden
schalltechnisch unangenehme Lücken entstehen.
Da das Plangebiet durch aktive Lärmschutzmaßnahmen nicht geschützt werden kann, werden
Lärmpegelbereiche festgesetzt, in denen passive Lär mschutzmaßnahmen an der Wohnbebau-
ung vorgeschrieben sind:
- Entlang der gekennzeichneten Baugrenzen müssen bei Errichtung, Erweiterung, Änderung
oder Nutzungsänderung von Gebäuden die nach außen a bschließenden Umfassungsbau-
teile in den nicht nur zum vorübergehenden Aufentha lt von Menschen vorgesehenen Räu-
men die Anforderungen an das resultierende Schalldä mm-Maß gemäß den ermittelten und
ausgewiesenen Lärmpegelbereichen nach DIN 4109 / 11 ,89 – Schallschutz im Hochbau –
Tabelle 8 erfüllen.
- In den überwiegend zum Schlafen genutzten Räumen mi t Fenstern in den Bereichen der ge-
kennzeichneten Gebäudefronten (Lärmpegelbereiche) s ind schallgedämmte Lüftungen vor-
zusehen, da bauliche Maßnahmen an Außenbauteilen zu m Schutz gegen Außenlärm nur
voll wirksam sind, wenn die Fenster und Türen bei Lärmeinwirkung geschlossen bleiben.
Die schallgedämmte Lüftung ist nicht erforderlich, wenn zusätzliche Fenster in einem Auf-
enthaltsraum an Außenwänden vorgesehen sind, die ke ine Überschreitung der Orientie-
rungswerte aufweisen.
6.8 Altlasten / Altstandorte / Bodenschutz
Im Zuge der geplanten Wohnbebauung an der Gasselsti ege wurde das Ingenieurbüro Borchert
+ Lange, Essen mit der Baugrundvoruntersuchung beau ftragt, um die Gründungsverhältnisse
der geplanten Bebauung sowie die Wasserverhältnisse im Hinblick auf eine Versickerung zu
prüfen.
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Das Baugrundgutachten kann im Stadthaus 3 der Stadt Münster eingesehen werden.
Die festgestellten Böden der Klasse 4 sind wasser- und bewegungsempfindlich. Dies ist bei den
Erdarbeiten zu berücksichtigen. Bei einer Unterkell erung der Wohnhäuser wird die konstruktiv
erforderliche Gründungsebene etwa in 2,0 bis 3,0 m Tiefe unter derzeitiger Geländeoberfläche
liegen.
Die genannten Bodenarten sind für die Ausführung ei ner konventionellen Flachgründung im
Hinblick auf die zu erwartenden Gebäudelasten grund sätzlich ausreichend tragfähig. Örtlich
können jedoch stark verformbare weiche bindige Böde n vorliegen. Diese sind ggf. bis auf aus-
reichend tragfähigen Baugrund durch den Beton der S auberkeitsschicht zu ersetzen. Alternativ
ist auch ein teilweiser Bodenaustausch mit jederzei t verdichtungsfähigem Material möglich. Die
örtlich anstehenden Schluffe sind im wassergesättig ten Zustand fließfähig. Im Hinblick auf die
zu erwartenden erdbautechnischen Probleme ist gegen über einer Gründung mit Streifen- und
Einzelfundamenten die Herstellung einer elastisch gebetteten Bodenplatte zu bevorzugen.
Die Unterkellerungen liegen im Einflussbereich des Stauwasserbereiches, so dass erhöhte
Aufwendungen für die Trockenhaltung erforderlich si nd. Grundsätzlich kann die Trockenhaltung
über eine kombinierte Ring- und Flächendränung vorg enommen werden. Für die Ableitung des
Dränwassers ist jedoch eine ausreichende Vorflut bz w. eine Hebeanlage erforderlich. Wegen
der Genehmigungspflicht und den laufenden Gebühren ist daher die Herstellung einer wasser-
druckhaltenden Wanne zu bevorzugen. Neben einer abg eklebten „schwarzen Wanne“ oder ei-
ner „braunen Wanne“ kommt vor allem eine „weiße Wanne“ aus wasserdichtem Beton in Frage.
Bei hochwertiger Nutzung sind außerdem Dampfsperren sinnvoll.
Eine Versickerung von nicht mit Schadstoffen belast etem Niederschlagswasser ist nach dem
Ergebnis der Baugrunderkundung innerhalb der oberfl ächennah anstehenden Böden nicht an-
zuraten. Es wird aus gutachtlicher Sicht empfohlen, das Plangebiet an den in der Gasselstiege
vorhandenen Regenwasserkanal anzuschließen.
Im Altlastenkataster der Stadt Münster mit Stand Au gust 2002 sind im Planungsbereich keine
Altlasten / Verdachtsflächen eingetragen. Im Rahmen der Baugrunduntersuchung wurden in
keiner der durchgeführten Aufschlussstellen Hinweis e auf das Vorhandensein von Anschüttun-
gen festgestellt. Da durchweg natürlich gewachsene organoleptisch unauffällige Böden ange-
schnitten wurden, wurde auf eine chemische Analyse der anfallenden Aushubböden verzichtet.
6.9 Denkmalschutz / Archäologie
– Bodendenkmale –
Derzeit liegen keine Erkenntnisse über Bodenkmäler im Plangebiet vor. Da im Zuge von Bo-
deneingriffen jedoch jederzeit archäologische Funde oder Befunde auftreten können, wurde der
Hinweis zur Benachrichtigung der Stadt Münster oder der Landschaftsverbandes Westfalen-
Lippe, Archäologie für Westfalen, Münster, aufgenommen (Hinweis 3.1).
– Baudenkmale –
Es befinden sich keine Baudenkmäler im Sinne des De nkmalschutzgesetzes NRW im Plange-
biet. Nähere Auskünfte der städtischen Denkmalbehör de erfolgen ggf. im Zuge des Bebau-
ungsplanverfahrens.
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7. Flächenbilanz
Plangebietsgröße 2,03 ha 100,0 %
Allgemeines Wohngebiet 1,42 ha 70,0 %
Verkehrsfläche 0,04 ha 2,0 %
Mit Gehrechten, Fahrrechten, Leitungsrechten zu belastende Flächen 0,13 ha 6,4 %
Öffentliche Grünfläche 0,07 ha 3,4 %
Flächen für die Ableitung von Oberflächenwasser 0,0 4 ha 2,0 %
Flächen für Ausgleichsmaßnahmen 0,33 ha 16,3 %
8. Auswirkungen auf die Umwelt / Umweltbericht gem. § 2 a BauGB
8.1 Rahmen der Umweltprüfung
Der vorliegende Umweltbericht wurde auf Basis einer Umweltprüfung gemäß der Anlage zu § 2
Abs. 4 und § 2 a in der aktuellen Fassung des Baugesetzbuches erstellt.
Der Umweltbericht ist ein eigenständiger Bestandtei l der Begründung zur Aufstellung des Be-
bauungsplanes Nr. 521: Kinderhaus – Westlich Gasselstiege / Nördlich Wilkinghege.
Die Umweltprüfung wurde auf Basis vorhandener Daten und auf Grund von Geländeerhebun-
gen durchgeführt. Zusätzlich wurden folgende Gutach ten beauftragt und zur Beurteilung der
Umweltauswirkungen herangezogen:
- Schalltechnische Untersuchung gemäß DIN 18005, Plan ungsbüro für Lärmschutz Alten-
berge, Münster August 2008
- Landschaftspflegerisches Fachgutachten zum Bebauung splan Nr. 521; Ing. ges. nts, Müns-
ter, September 2008
Diese Datenlage ist hinreichend, um die notwendige Abschätzung der Umweltfolgen durch die
Planung vornehmen zu können.
8.2 Kurzdarstellung der Planung
Der Bebauungsplan Nr. 521: Kinderhaus – Westlich Ga sselstiege / Nördlich Wilkinghege ver-
folgt das Ziel, an der Gasselstiege im Ortsteil Kin derhaus die Erschließung neuer Wohnbauflä-
chen zu ermöglichen und umfasst eine Gesamtfläche von ca. 2,0 ha.
Die Planung sieht die Realisierung von freistehende n Einfamilienhäusern und Doppelhäusern in
vornehmlich zweigeschossiger Bauweise vor. Durch vi er Anknüpfungspunkte wird das Wohn-
gebiet mit Erschließungsstraßen an die Gasselstiege angebunden (Bereiche A + B).
In einem weiteren Bereich C soll der vorhandene bau liche Bestand einbezogen und als Wohn-
baufläche ausgewiesen werden.
8.3 Fachgesetzliche Ziele und Vorgaben des Umweltsc hutzes
Nachfolgend werden die in einschlägigen Fachgesetze n und Fachplänen festgelegten und für
den Bebauungsplan bedeutsamen Umweltschutzziele dar gestellt. Hierfür wurden die Fachge-
setze und -pläne berücksichtigt, die gemäß BauGB § 1 Abs. 6 Nr. 7g insbesondere zu berück-
sichtigen sind. Die Art, wie die Umweltbelange bei der Aufstellung berücksichtigt wurden, ergibt
sich aus der nachfolgenden Beschreibung und Bewertu ng der in der Umweltprüfung ermittelten
Umweltauswirkungen, die in der Abwägung berücksichtigt werden.
Fachgesetze
Als wesentliche Fachgesetze sind im vorliegenden Pl anfall relevant: Baugesetzbuch, Bundes-
immissionsschutzgesetz inkl. Verordnungen sowie DIN 18005, Bundesnaturschutzgesetz sowie
Landschaftsgesetz NRW, Bundesbodenschutzgesetz sowie das Landesbodenschutzgesetz.
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Die auf den genannten Gesetzen bzw. Richtlinien bas ierenden Vorgaben für den Untersu-
chungsraum werden je nach Planungsrelevanz inhaltli ch bei der Betrachtung der einzelnen
Schutzgüter abgehandelt.
Fachplanungen und Schutzausweisungen
Im fortgeschriebenen Flächennutzungsplan ist das ne u zu bebauende Gebiet schon als Wohn-
baufläche dargestellt.
Der seit 1998 rechtskräftige Landschaftsplan „Nördl iches Aatal und Vorbergs Hügel“ weist das
weitere Plangebiet noch vollständig als unbebauten Außenbereich aus. Als zentrales Entwick-
lungsziel ist die Erhaltung des abwechslungsreichen Mosaiks der Münsterländischen Parkland-
schaft genannt.
Die zu verändernde Grenze des ausgewiesenen Landsch aftsschutzgebietes „Altenberger Rü-
cken“ entspricht in weiten Bereichen der Grenze des räumlichen Geltungsbereiches des Be-
bauungsplanes zur Gasselstiege. Weitere besonders g eschützte Bestandteile von Natur und
Landschaft sind nicht vorhanden.
Im Planwerk Grünsystem – Freiraumkonzept – der Stad t Münster mit Stand 2005 ist das Plan-
gebiet südwestlich der Gasselstiege im Grünzug Hopp egarten – Edelbach als Siedlungsbereich
ausgewiesen.
Eine Anfrage bei der städtischen Denkmalbehörde bez üglich Bodendenkmäler ist gestellt 1. Ggf.
vorhandene Bodendenkmäler werden im weiteren Verfahren berücksichtigt.
8.4 Umweltbeschreibung / Umweltbewertung und Wirkun gsprognose
In den folgenden Kapiteln erfolgt eine schutzgutbezogene Beschreibung und Bewertung des Ist-
Zustands der Umwelt sowie der potentiellen Auswirku ngen des geplanten Wohngebietes. Ge-
eignete Kompensationsmaßnahmen werden in den jeweil igen Kapiteln genannt. Die erhebli-
chen nachteiligen Umweltauswirkungen werden in eine m gesonderten Kapitel zusammenge-
fasst. Anschließend werden die Nullvariante sowie d ie in Betracht kommenden anderweitigen
Planungsmöglichkeiten thematisiert.
Der Untersuchungsraum wurde jeweils so weit gefasst , wie Auswirkungen auf die einzelnen
Schutzgüter zu erwarten sind.
8.4.1 Menschen
Derzeitige Umweltsituation
Heutige Nutzung des Plangebietes und der Umgebung
Das Plangebiet ist insgesamt als landwirtschaftlich genutzte Fläche im Übergangsraum zur
freien Landschaft zu bezeichnen. Es handelt sich hi er zum einen um die direkt an die Gehölz-
reihe der Gasselstiege angrenzende intensiv als Ack er genutzte Fläche und zum anderen um
die weniger intensiv als Mähwiese genutzte Grünland fläche, die zu den Bereichen des Missi-
onsklosters überleiten.
Zwischen dem Acker und der Gasselstiege befindet si ch eine relativ schmale Gehölzreihe aus
schnellwüchsigen Arten wie Birken, Eschen, Erlen, H asel und Hainbuchen auf einer ca. 1 m
hohen Geländeböschung.
Nach Norden und Südosten grenzten Privatgärten an die Planungsbereiche an.
Die vorhandenen Bebauungen im Südosten mit den Priv atgärten zeigen sich als extensiv ge-
nutzte Gärten mit Zierrasenflächen und größeren Gehölzbereichen, die zum Teil allerdings auch
als standortfremd zu bezeichnen sind.
1 Nachfrage per E-Mail am 28.07.2008
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Erholung
Der Planbereich ist für die Erholungsnutzung kaum e rschlossen. Über den nördlich angrenzen-
den unbefestigten Wirtschaftsweg, der lediglich die Anliegerflurstücke erschließt, bestehen je-
doch fußläufige Wegebeziehungen in die Bereiche zum Kloster, zu Haus Wilkinghege und
durch den Papenbusch. Die Nutzungsintensität ist je doch nicht sehr hoch, die eigentliche Neu-
baufläche weist auch keine Hinweise auf unreglementierte Freizeittätigkeiten auf.
Die Zugänglichkeit des Planungsraumes ist aufgrund des Charakters der landwirtschaftlichen
Fläche nicht gegeben.
Weiter südöstlich des Vorhabengebietes befindet sic h das Missionskloster St. Josef und Haus
Wilkinghege.
Vorbelastung durch Lärmimmissionen
Auf das geplante Baugebiet wirken verkehrliche Immi ssionen der Wilkinghege (Kreisstraße 7;
DTV 2020 11.700 Kfz/24h) und der Bundesstraße 54 (Steinfurt er Straße; DTV 2020 bis 51.900
Kfz/24h) ein.
Während die B 54 mit einem Abstand von ca. 600 m zu m Plangebiet nicht relevant zu den Be-
urteilungspegeln beiträgt, ist durch die Immissione n des Straßenverkehrs auf der K 7 mit einem
Beurteilungspegel von bis zu 63 dB(A) tags und 54 d B(A) nachts an der vorhandenen Bebau-
ung (Wilkinghege 100-104) zu rechnen.
Die Orientierungswerte für Allgemeine Wohngebiete ( WA) werden für die der K 7 zugewandten
Gebäudeseiten der geplanten ersten Gebäudereihe an der südöstlichen Baugrenze ohne
Schallschutzmaßnahmen um 3 dB(A) nachts und 2 dB(A) tags überschritten.
Die Orientierungswerte für Allgemeine Wohngebiete ( WA) werden für die der K 7 zugewandten
Gebäudeseiten der Bestandsbebauung (Wilkinghege 100 -104) ohne Schallschutzmaßnahmen
um maximal 9 dB(A) nachts und 8 dB(A) tags überschritten.
Vorbelastung durch Staubimmissionen
Während der Kartierungen für den landschaftspfleger ischen Fachbeitrag wurden keine Staub-
emissionen festgestellt. Jahreszeitlich sind durch die landwirtschaftliche Nutzung bei sehr tro-
ckenen Böden und entsprechender Windrichtung kurzze itig Staubverwehungen von den Acker-
flächen nicht aus zu schließen.
Vorbelastung durch Geruchsimmissionen
Die aktuellen Nutzungen im Umkreis des Planungsgebi etes führen zu keiner Geruchsimmis-
sion, die im Planverfahren zu berücksichtigen ist.
Vorbelastung durch Altlasten
Im Altlastenkataster der Stadt Münster mit Stand Au gust 2002 sind im Planungsbereich keine
Altlasten / Verdachtsflächen eingetragen 2.
Auswirkungen der Planung
Nutzungsänderungen
Die zurzeit landwirtschaftlich genutzten Flächen we rden durch Wohnnutzung und Hausgärten
ersetzt.
Die Inanspruchnahme der Biotoptypen durch die vorge sehene Nutzungsänderung wird unter
dem Schutzgut Pflanzen und Tiere bewertet.
Erhebliche Auswirkungen auf das Umfeld sind nicht zu erwarten.
Erholung
Die vorhandene Landschaftskulisse wird durch die Pl anungen in Richtung des Landschaftsrau-
mes zu Haus Wilkinghege / zum Missionskloster nicht beeinträchtigt; vielmehr werden neue
2 http://ukat.stadt-muenster.de ; Abrufdatum 25.06.2008
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Sichtachsen aus dem Planungsgebiet auf die angegebe nen Bereiche geschaffen. Durch den
Erhalt der Gehölzreihe an der Gasselstiege und eine Neuanpflanzung kann die Abgrenzung
Wohnen - freie Landschaft aufrechterhalten werden, bzw. wird eine neue Grenze geschaffen.
Mit der Anlage der Wohnhäuser wird der Bedarf an Fl ächen für die Naherholung und Freizeit-
gestaltung weiter steigen, aufgrund der Lage des Wo hngebietes, der geplanten Durchgrünung
und der angrenzenden Freiflächen jedoch in geringem Maße.
Lärmimmissionen
Innerhalb des Plangebietes werden nur Anliegerverke hre festzustellen sein; auf der Gas-
selstiege wird deren Fahrzeugaufkommen verträglich abzuwickeln sein.
Die Orientierungswerte für Allgemeine Wohngebiete ( WA) werden nach den lärmtechnischen
Berechnungen ohne Schallschutzmaßnahmen um 3 dB(A) nachts für die südwestlichen Ge-
bäudeseiten der geplanten ersten Gebäudereihe an de r Neubaugebietsgrenze und um 9 dB(A)
nachts für die den Straßen zugewandten Gebäudeseiten der Bestandsbebauung überschritten.
Durch die im Bebauungsplan dargestellten Lärmpegelb ereiche II-IV, welche als passive Maß-
nahmen die notwendigen Bauschalldämmmaße der Hausfa ssaden sicher stellen, werden die
Belastungen auf verträgliche Maße gesenkt (siehe auch Kapitel 6.7).
Insgesamt ist somit unter dem Schutzgut Mensch mit keinen erheblich nachteiligen Umwelt-
auswirkungen zu rechnen.
Weitere für den Menschen relevante Aspekte werden im Folgenden thematisiert.
8.4.2 Pflanzen und Tiere / Biologische Vielfalt
Derzeitige Umweltsituation
Grundlage der Darstellung des Schutzgutes Tiere und Pflanzen ist die im Mai 2008 durchge-
führte Erfassung der Biotoptypen, anhand derer Rück schlüsse auf die Artenzusammensetzung
und die Bedeutung der Lebensräume gezogen werden kö nnen. Darüber hinaus wurden weitere
Kartierungen aufgrund der vorliegenden Biotoptypens truktur nicht durchgeführt. Aufgrund des
gesetzlichen Artenschutzes wurde das faunistische Potential analysiert.
Biotope und Pflanzen
Das Spektrum der Biotoptypen ist, wie unter dem Kap itel Nutzungen bereits beschrieben, durch
die Lage auf der landwirtschaftlichen Nutzfläche im Übergang zur freien Landschaft geprägt.
Gehölzreihe, Einzelbäume
Die Gasselstiege wird mittels einer schmalen Gehölz reihe (3-5 m breit) von der offenen Land-
schaft abgetrennt. Hier stehen auf einer ca. 1,0 m hohen Böschung hauptsächlich schnell
wachsende Gehölze (Stammumfänge 0,1 - 0,2 m) aus La ubbaumarten wie Weide, Erle, Ahorn,
Birke. Im Kreuzungsbereich mit dem Idenbrockweg ste ht eine einzelne Stieleiche (Stammum-
fang 0,3 m), in Teilbereichen des Beetes ist darunt er ein Bodendecker angepflanzt. Die Gehölz-
reihe weist insgesamt einen dichten Unterwuchs aus den v. g. Arten auf, der zum Fußweg re-
gelmäßig zurück geschnitten wird. Auf der abgewandt en Seite wird bis unter die Kronentraufbe-
reiche beackert. Die Gehölze weisen keine Stammschäden auf.
An der Grenze zwischen Acker und Mähwiese findet si ch eine zweite, jedoch nur noch frag-
mentarisch vorhandene lückige Gehölzreihe.
Acker
Der größte Teil des Plangebietes wird von der Acker fläche bestimmt. Es handelt sich um eine
Intensiv genutzte landwirtschaftliche Fläche, die zurzeit dem Getreideanbau dient.
Mähwiese
Südwestlich der Ackerfläche liegt eine als Mähwiese genutzte Grünlandparzelle (Fettwiese), die
mittels eines Weidezauns und einer fragmentarisch n och vorhandenen weiteren Gehölzreihe
vom Acker abgegrenzt ist.
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Privatgärten
In den von der Gasselstiege und der Wilkinghege beg renzten Flächen, angrenzend an die Ag-
rarflächen, befindet sich ein neueres Gebäude mit F lachdach und ein älteres (Doppel-) Haus
mit Satteldach. Beide Gebäude sind gut eingegrünt, die Gärten weisen mit älteren Bäumen,
Rasenbereichen und Zierbeeten eine hohe Strukturvielfalt auf.
Tiere und Biotopverbund
Insgesamt stellen die Biotoptypen des Planungsraume s vor allem landwirtschaftliche Betriebs-
flächen mit unterschiedlicher Nutzungsintensität da r. Ergänzt werden diese Flächen von zwei
Gehölzreihen.
Aufgrund der Biotopstruktur und der intensiven Nutz ung ist davon auszugehen, dass das Plan-
gebiet hauptsächlich durch Siedlungs- (Rand) arten und Kulturfolger besiedelt ist. Die Ortsbe-
gehungen haben diese Einschätzung bestätigt.
Nach der Potentialanalyse zur Fauna und dem landsch aftspflegerischen Fachbeitrag ist eine
essentielle Betroffenheit geschützter Arten aus zu schließen.
Biotopverbund
Unter dem Aspekt des Biotopverbundes ist das Planun gsgelände von eher untergeordneter
Funktion. Lediglich die Gehölzbereiche an der Gasse lstiege können als Vernetzungselemente
für die Avifauna gewertet werden. Sie bleiben größt enteils erhalten. Von größerer Bedeutung
sind die weniger intensiv genutzten Mähwiesen und H eckenstrukturen außerhalb des Pla-
nungsgebietes.
Auswirkungen der Planung
Biotope
Baubedingte Eingriffe
, die über die anlagebedingten hinausgehen, sind ni cht zu erwarten bzw.
vermeidbar. Im Bauablauf wird durch eine fachgerech te Sicherung eine Gefährdung und Be-
schädigung der zu erhaltenden Gehölze an der Gassel stiege, insbesondere der Eiche ausge-
schlossen. Die Überläufe der Sickermulden müssen an das vorhandene Kanalnetz angeschlos-
sen werden. Daher ist hier eine Inanspruchnahme der Hecke notwendig. Die Bereiche oberhalb
der Entwässerungsleitungen werden - soweit möglich - neu nachgepflanzt.
Anlagebedingt kommt es (durch die Zufahrten zum Baugebiet) zu ei ner Inanspruchnahme von
einzelnen Bereichen der Hecke.
Um die Raumwirksamkeit der Hecke nicht durch die In anspruchnahmen zu zerstören, wird die
gesamte Hecke im Planungsbereich gepflegt, landscha ftsfremde Nadelgehölze werden ent-
nommen (vgl. Landschaftsbild).
Hauptsächlich erfolgt die Inanspruchnahme auf landw irtschaftlich intensiv genutzter Ackerflä-
che.
Die geplante Siedlung grenzt an eine geplante Extensivwiese mit Obsthochstämmen.
Im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme der Ackerfl ächen und der geplanten Bebauung in
der Nähe von Leitstrukturen (Hecke an der Gasselsti ege) wären potentielle Jagdgebiete bzw.
Nahrungshabitate von Fledermäusen und Vögeln betrof fen. Die Tiere werden vorwiegend in
den Privatgärten und in den angrenzenden Bereichen jagen, so dass die Habitatqualität hier
gegenüber der Ackerfläche nicht beeinträchtigt wird ; für die als Kulturfolger bezeichneten Arten
wird das Nahrungsangebot verbessert. Als weitere Au sweichräume stehen genügend Bereiche
zwischen Uppenberg und Papenbusch zur Verfügung. Du rch die Ausweisung und Gestaltung
der Flächen wird insgesamt die Qualität des Jagd-/ Nahrungshabitates deutlich angehoben, so
dass eine erhebliche Beeinträchtigung nicht prognostiziert werden kann.
Die Abgrenzungshecke und die geplanten Obstbäume we rden als neue Leitlinie wahrgenom-
men werden.
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Wesentlich neue betriebsbedingte Belastungen der fr eien Landschaft sind mit der Anlage der
Siedlung nicht verbunden. Die vorhandenen Wege und Bereiche werden durch die Siedlungs-
verdichtung in unerheblichem Maße stärker frequentiert werden.
Insgesamt ist die Inanspruchnahme der landwirtschaf tlichen Flächen als Eingriff in anthropogen
geprägte Biotoptypen ein zu stufen. Die Konfliktsit uationen können ausreichend vermieden,
gemindert oder ausgeglichen werden.
Eingriffsbilanzierung
Nach der im Landschaftspflegerischen Fachgutachten vorgenommenen Gegenüberstellung von
Bestand und Planung entsprechend dem Bewertungsverf ahren der Stadt Münster, hier „Be-
wertung von Eingriffen in Natur und Landschaft nach § 4 LG im Stadtgebiet von Münster“ ergibt
sich zusammen mit Aufwertungen aus weiteren Vorhabe n 3 eine rechnerisch nachweisbare Auf-
wertung des Planungsraumes für Natur und Landschaft:
Im Bestand werden 68.976 Werteinheiten erreicht, hi ervon sind 11.083 Werteinheiten dem
Umwidmungsbereich (C) zuzuordnen.
Im Bebauungsplan Nr. 521 werden durch die neue Sied lung und die Kompensationsmaßnah-
men (= Bereiche A+B) 54.502 Werteinheiten erreicht.
Das Defizit wird im Bebauungsplan Nr. 500 Sudmühle / Dyckburgstraße / Kamillusweg auf dort
noch nicht für Ausgleichsmaßnahmen beanspruchten un d nach § 9 (1) Nr. 20 BauGB festge-
setzten Flächen in einer Größenordnung von 723 m² e rbracht. Gesamtstädtisch ergibt sich mit
diesen Flächen ein Ausgleich der Belastungen durch einen Überschuss von +112 Werteinhei-
ten.
Für die Flächen der planungsrechtlichen Umwidmung ( Bereich C) ergibt sich durch die rechtlich
zulässigen Eingriffe durch Bebauung (vergrößerte Ve rsiegelung und Überbauung) ein rechneri-
sches Defizit von rd. 900 m². Die außerhalb des Gel tungsbereiches des Bebauungsplanes Nr.
521 liegende Kompensationsfläche in einer Größenord nung von _____ m² (innerhalb der Par-
zelle _____ der Gemarkung __________, Flur ___) übe rnimmt Ausgleichsfunktion für Eingriffe
durch Bebauung innerhalb der mit Buchstaben „C“ gek ennzeichneten Bereiches des Bebau-
ungsplanes Nr. 521 und wird diesen Eingriffen als Ausgleichsfläche zugeordnet.
8.4.3 Boden
Derzeitige Umweltsituation
Die natürlicherweise anstehenden Böden des Bearbeit ungsgebietes bestehen hauptsächlich
aus Braunerde-Pseudogley.
Ingesamt weisen die natürlicherweise anstehenden Bö den des Plangebietes eine mittlere Er-
tragszahl um 60 auf, es handelt sich um gut landwir tschaftlich nutzbare Böden, eine Schutz-
würdigkeit wird ihnen jedoch nicht zugewiesen.
Die Böden werden vom Umweltkataster Münster „mittel“ bezüglich der Filter- und Pufferfunktion
eingestuft. Auch der Nährstoff- und der Wasserhaushalt sind als „mittel“ zu bezeichnen.
Auswirkungen der Planung
Gemäß § 1 a BauGB soll mit Grund und Boden sparsam und schonend umgegangen werden.
Bodenversiegelungen sind auf das notwendige Maß zu begrenzen. Zur Verringerung der zu-
sätzlichen Inanspruchnahme von Flächen für bauliche Nutzungen sind die Möglichkeiten der
Wiedernutzbarmachung von Flächen, Nachverdichtung u nd andere Maßnahmen zur Innenent-
wicklung zu nutzen (Bodenschutzklausel). Landwirtsc haftlich genutzte Flächen sollen nur im
notwendigen Umfang umgenutzt werden (Umwidmungssper rklausel). Die generelle Notwendig-
keit des Nachweises weiterer Wohnflächen in Münster wird in der Begründung des fortge-
3 vgl. Landschaftspflegerisches Fachgutachten
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schriebenen Flächennutzungsplanes dargelegt. Diesbe züglich wird auf diese Ausführungen
verwiesen.
Durch die geplante Nutzung kommt es zu Versiegelung en durch Bebauung, Verkehrsflächen
und Flächenbefestigung in Form von Nebenanlagen und somit zu einer Reduzierung der Bo-
denfunktionen wie z.B. der Biotopentwicklung.
Mit weitergehenden baubedingten
Eingriffen ist unter Beachtung geltender Gesetze u nd Regeln
der Technik zum Schutz des Bodens nicht zu rechnen, da sich die Baustelleneinrichtungen
kleinteilig innerhalb der späteren Bebauung verteilen werden.
Anlagebedingt ist mit einer Inanspruchnahme der Lebensraumfunkti on des Bodens von 4.450
m² (für das Neubaugebiet) zu rechnen. Für das Umwid mungsgebiet ist mit der GRZ 0,4 eine
Versiegelung von 1.168 m² zulässig.
Es kommt somit zu einer Inanspruchnahme potentieller Biotopstandorte.
Die nicht befestigten oder überbauten Flächen werden zukünftig als Gartenland oder Entwässe-
rungsmulden genutzt. Somit wird es betriebsbedingt zu einer Anreicherung der Auflageschicht
eines Gartenbodens kommen. Im Bereich der neuen Ver kehrstrassen wird es in geringem Um-
fang zu einer Schadstoffanreicherung durch den Kfz-Verkehr kommen.
Insgesamt ist der Eingriff in das Schutzgut Boden als erheblich einzustufen.
8.4.4 Wasser
Derzeitige Umweltsituation
Oberflächengewässer
Im Plangebiet liegen keine natürlichen Oberflächeng ewässer. Südlich des Planungsbereiches
verläuft das Gewässer 33.28.000.98 an der K 7, welc hes aus der Gräfte von Haus Wilkinghege
zusammen mit dem Igelbach in den Kinderbach entwässert.
Grundwasser
Das Grundwasser wird in dem Geschiebelehm /-mergelb ereich bei Tiefen im Mittel bei 2 m un-
ter Geländeoberkante an zu treffen sein und in west licher bis nordwestlicher Richtung Kinder-
bach fließen. Die Grundwasserneubildungsrate liegt bei 200 bis 300 mm je Jahr.
Aufgrund der Versickerungsfähigkeit der Bodenschich ten ist eine Versickerung anfallenden
Niederschlages nicht vorgesehen.
Eine besondere Funktion im Landschaftswasserhaushal t mit dem Entwicklungspotential was-
sergeprägter Biotoptypen ist nicht gegeben.
Auswirkungen der Planung
Bei einem Grundwasserflurabstand um 2 m unter Gelän deoberkante ist mit einem baubeding-
ten , zeitlich befristeten Eingriff durch Wasserhaltung smaßnahmen in das Grundwasser auszu-
gehen, sofern Kellerbauten vorgesehen sind. Die nur bauzeitlich abzupumpenden Wasser kön-
nen unschädlich abgeführt werden.
Nach Beendigung der Baumaßnahmen werden sich die vo rhandenen Grundwasserverhältnisse
wieder einstellen.
Durch die anlagebedingte Versiegelung von Boden kom mt es zu Eingriffen in die Grundwasser-
neubildung. Das anfallende Niederschlagswasser wird über Mulden der Ableitung zugeführt.
Die Folge ist eine Reduzierung der natürlichen Infiltration durch die Ableitung in die Kanalisation
und durch die größere Verweildauer an der Geländeob erfläche und die damit einhergehende
Erhöhung der Verdunstungsrate.
Das Schmutzwasser wird über eine Kanalisation im Tr ennsystem dem vorhandenen Kanal in
der Gasselstiege zugeführt.
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Von weiteren bau- oder betriebsbedingten Gefährdung en des Grund- oder Oberflächenwassers
durch die Planung ist nicht auszugehen.
Insgesamt stellt die veränderte Grundwasserneubildu ng durch Bodenversiegelung einen ge-
ringfügigen Eingriff in das Schutzgut Wasser dar.
8.4.5 Klima / Luft
Derzeitige Umweltsituation
Die zu beplanende Fläche liegt innerhalb des Belüft ungskorridors, der den Luftaustausch zwi-
schen dem inneren Stadtgebiet und dem umgebenden Fr eiland sichert bzw. verbessert. Als
Kaltluftentstehungsgebiet oder -leitbahn fungiert d ie Fläche nicht. Sie ist jedoch als Randbe-
reich des klimaökologischen Ausgleichsraumes zu bezeichnen und trägt insoweit zur Minderung
der städtischen Wärmeinsel bei.
Die Fläche ist kaum durch Hausbrand und Kleingewerb e der umliegenden Siedlungsräume vor-
belastet. Bei der insgesamt eher im Übergang von lä ndlichen Gebieten zu städtischen Berei-
chen liegenden Fläche ist die autochtone Gesamtbela stung durch Luftschadstoffe als gering zu
bewerten. Belastungen der Luft durch Kfz-Verkehr, i m Besonderen durch Kohlenwasserstoffe
und Stickoxide, sind in nur geringem Maße durch die Gasselstiege und die Wilkinghege vor-
handen. Belastungen durch lokale Emittenten sind nicht gegeben.
Auswirkungen der Planung
Baubedingt
kann es kurzfristig zu einer geringfügig erhöhten Belastung der Luft durch Bauma-
schinen und Baustellenbetrieb kommen, die jedoch zu vernachlässigen ist.
Die Veränderungen des Mikroklimas durch anlagebedin gte Erhöhung der Versiegelung sind
aufgrund des bioklimatisch unproblematischen Raumes nachrangig. Auch wenn anhand der
geplanten Erhöhung des Versiegelungsgrades theoreti sch Temperaturerhöhungen von ca. 1 ° C
auftreten können 4, werden diese durch die Lage im Landschaftsraum be i geringer
Flächenausdehnung praktisch nicht wahrnehmbar sein. Auswirkungen auf die bestehende Be-
bauung können ausgeschlossen werden. Die anlagebedingte Zunahme von Luftschadstoffen ist
mit dem Betrieb der Heizungen von Wohnhäusern unter geordnet verbunden. Ebenso ist auf-
grund der geringen Gebäudehöhen (Firsthöhe an der G asselstiege max. 11 m) und der Ver-
meidung von komplexen Gebäuderiegeln von keinen wes entlichen Auswirkungen auf die loka-
len Windverhältnisse auszugehen.
Es ist mit zu vernachlässigenden betriebsbedingten
Auswirkungen durch verstärkte Verkehrs-
ströme zu rechnen. Bei dem insgesamt gut durchlüfte ten Raum und dem Fehlen von dichten
Straßenschluchten ist nicht mit Schadstoff- und Fei nstaubbelastungen in Grenzwertnähe zu
rechnen 5.
Eine aktive Solarenergienutzung ist möglich und wir d in der weiteren Planung durch den Inves-
tor geprüft. Die Einhaltung von Wärmedämmstandards gemäß der Energieeinsparverordnung
(EnEV) wird gewährleistet.
Insgesamt ist mit keinen erheblichen Auswirkungen a uf das Schutzgut Klima und Luft zu rech-
nen.
8.4.6 Orts- und Landschaftsbild
Derzeitige Umweltsituation
Der Planungsraum stellt einen typischen Ausschnitt der münsterländischen Parklandschaft dar.
Es handelt sich um einen mittel strukturierten, mäß ig reliefierten, zum großen Teil landwirt-
4 nach Stadtklima-Fibel Baden-Württemberg
5 APUG, NRW 2005
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Verkehrsplanung
Stadtentwicklung Amt für
Bebauungsplan Nr. 521
Kinderhaus – Westlich Gasselstiege / Nördlich Wilkinghege
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schaftlich intensiv genutzten Raum, der durch Einzelbäume (außerhalb des Planungsbereiches)
gegliedert und von Gehölzstreifen an der Gasselstie ge bzw. außerhalb des Planungsgebietes
durch Waldbereiche begrenzt wird.
Als Besonderheiten im Osten des Stadtteiles Kinderh aus sind die Gebäude des Missionsklos-
ters St. Josef und die gut eingegrünten Bereiche vo n Haus Wilkinghege mit der Gräfte an zu
führen.
Sämtliche Gehölzstrukturen stellen gliedernde oder belebende Strukturen dar, denen je nach
Geschlossenheit und Höhe zusätzlich eine abschirmende Funktion zukommt.
Insgesamt ist im Umkreis des Bauvorhabens von einer geringen Störintensität auszugehen, le-
diglich die verkehrlichen Immissionen der K 7 (Wilk inghege) bzw. in geringerem Umfang der B
54 stellen einen limitierenden Faktor dar.
Auswirkungen der Planung
Die bau- und anlagebedingte Gefährdung der Gehölzgr uppen als Elemente des Orts- und
Landschaftsbildes ist bereits unter 8.4.2 erfasst.
Erhebliche negative anlagebedingte
Auswirkungen der Planung sind kaum zu befürchten. Die
Überbauung der bisherigen Ackerflächen stellt durch die private Grünflächen, die Gärten und
die ortsbildgerechte Gestaltung der Häuser (zweiges chossige Einfamilienhäuser, Höhe max. 11
m) keine deutliche Beeinträchtigung des Landschafts raumes dar. Es werden umfangreiche
neue Sichtbezüge geschaffen. Die nordöstlichen Teilbereiche der neuen Siedlung bleiben durch
den weitgehenden Erhalt der markanten Gehölzreihe a n der Gasselstiege eingegrünt, bzw. die
südwestlichen Gebäudereihen werden durch die geplan ten landschaftsgerechten Gehölzpflan-
zungen zur freien Landschaft abgegrenzt.
Die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes beschrän kt sich auf die Entnahme von kleinen Ge-
hölzbereichen aus der Hecke an der Gasselstiege; di e raumbildende Hecke wird hierdurch be-
einträchtigt. Die Leitlinie als visuelle Grenze ble ibt jedoch durch die Länge der vorhandenen
Hecke erhalten. Soweit möglich, soll die Hecke inne rhalb der Baubereiche für die Entsor-
gungsleitungen nachgepflanzt werden. Um die einheit liche Raumwirkung weiterhin zu erhalten,
wird an der gesamten Hecke im Planungsbereich eine Pflegemaßnahme durchgeführt und
ortsfremde Nadelgehölze werden entnommen.
Baubedingt
ist mit einer kurzfristigen unerheblichen Belastun g angrenzender Bereiche durch
Baulärm zu rechnen.
Darüber hinausgehende, betriebsbedingte
Auswirkungen sind nicht zu befürchten.
8.4.7 Kulturgüter und sonstige Sachgüter
Derzeitige Umweltsituation / Auswirkungen der Planung
Es befinden sich keine Baudenkmäler im Sinne des De nkmalschutzgesetzes NRW im Plange-
biet. Eine Anfrage bei der städtischen Denkmalbehör de bezüglich des Vorkommens von Bo-
dendenkmälern ist gestellt; nähere Auskünfte erfolgen ggf. im Zuge des Verfahrens.
8.4.8 Wechselwirkungen der Schutzgüter
Die Wechselwirkungen werden indirekt über die besch riebenen Umweltauswirkungen auf die
einzelnen Schutzgüter erfasst und dort beschrieben.
Mit entscheidungsrelevanten Wechselwirkungen zwisch en den Schutzgütern ist nicht zu rech-
nen.
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Begründung zum Entwurf / Seite 20 von 21
8.4.9 Zusammenfassung der erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen
Die im Rahmen der gesetzlichen Eingriffsregelung du rchzuführende Ermittlung der Beeinträch-
tigung von Natur und Landschaft wurde in einem land schaftspflegerischen Fachgutachten nach
dem Münsteraner Modell erarbeitet.
Unter Berücksichtigung der Maßnahmen zur Eingriffsv ermeidung und Eingriffsverringerung
bleiben bei Planungen wie der vorliegenden durch de n Verlust von landwirtschaftlich geprägten
Lebens- und Teillebensräumen kaum Beeinträchtigunge n des Naturhaushalts bestehen. Im
Hinblick auf die Sicherung der natürlichen Lebensgr undlagen ist die Überbauung von produkti-
ven Böden zu vermerken.
Hinsichtlich des Bodenschutzes und des Schutzes der Hecke verbleiben in die Abwägung ein-
zustellende Umweltauswirkungen.
8.5 Nichtdurchführung der Planung (Prognose Null-Va riante)
Es ist davon auszugehen, dass ohne die Planung die landwirtschaftliche Nutzung der Flächen
fortgeführt worden wäre.
Eine Verbesserung des ökologischen Zustandes des Ge ländes ohne weitere Maßnahmen ist
nicht zu erwarten.
8.6 Anderweitige Planungsmöglichkeiten
Auf der Ebene des Bebauungsplanes kommen keine grun dsätzlichen anderweitigen Planungs-
möglichkeiten in Betracht.
Hinsichtlich der Wahl des Standortes kämen angesich ts der geringen Größe des Plangebietes
zwar Alternativen in Betracht. Im Hinblick darauf, dass mit der Planung eine Arrondierung des
Stadtteils angestrebt wird, die an vorhandene Ersch ließungsstrukturen anknüpft, werden jedoch
keine Alternativen zur vorliegenden Planung befürwortet.
Innerhalb des Plangebietes wurde die Ausrichtung de r Häuser auf eine gute Sonnenorientie-
rung und der Abstand der geplanten Baukörper zu den Gehölzbeständen entlang der Gas-
selstiege optimiert.
Der Unterbrechung der Hecke wurde in der Gesamtabwä gung aller Belange der Vorzug vor ei-
ner umfangreichen Parallelerschließung gegeben.
Weitere Planungsalternativen werden bei Bedarf im E rgebnis der frühzeitigen Beteiligung erar-
beitet und geprüft, bzw. sind im Rahmen des städteb aulichen Wettbewerbes schon verworfen
worden.
8.7 Überwachung (Monitoring)
Gemäß § 4 c BauGB sind die erheblichen Umweltauswir kungen, die auf Grund der Durchfüh-
rung der Bauleitpläne eintreten, zu überwachen, um insbesondere unvorhergesehene nachtei-
lige Auswirkungen frühzeitig zu ermitteln und in de r Lage zu sein, geeignete Maßnahmen zur
Abhilfe zu ergreifen. Zu diesem Zweck sind die genannten Maßnahmen sowie die Informationen
der Behörden nach § 4 Abs. 3 BauGB zu nutzen.
Die Anlage, Gestaltung, Pflege und Entwicklung der Flächen ist in Zusammenarbeit mit dem
Amt für Grünflächen und Umweltschutz der Stadt Müns ter als Untere Landschaftsbehörde zu
realisieren und so eine Umsetzung der Maßnahmen zu überwachen.
Durch die Detailschärfe der vorliegenden Planung, d ie in Auftrag gegebenen Fachgutachten
bestehen gegenwärtig nur geringe Prognoseunsicherhe iten. Bezüglich unvorhergesehener
nachteiliger Umweltauswirkungen auf Grund der Durch führung des Bebauungsplanes ist ge-
mäß BauGB vorgesehen, dass die Behörden die Kommune über ihre diesbezüglichen Erkennt-
nisse informieren.
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8.8 Zusammenfassung
Der Bebauungsplan Nr. 521: Kinderhaus – Westlich Ga sselstiege / Nördlich Wilkinghege ver-
folgt das Ziel, an der Gasselstiege im Ortsteil Kin derhaus die Erschließung neuer Wohnbauflä-
chen zu ermöglichen und umfasst eine Gesamtfläche von ca. zwei Hektar.
Die Planung sieht die Realisierung von freistehende n Einfamilienhäusern und Doppelhäusern in
vornehmlich zweigeschossiger Bauweise vor. Durch vi er Anknüpfungspunkte wird das Wohn-
gebiet mit Erschließungsstraßen an die Gasselstiege angebunden. Zudem sollen die planungs-
rechtlichen Ausweisungen einiger angrenzender Fläch en den tatsächlichen Nutzungen ange-
passt werden.
Die Umweltauswirkungen entstehen hauptsächlich durch die Neuversiegelung landwirtschaftlich
genutzter Böden und den Verlust von Teilbereichen einer Hecke an der Gasselstiege.
Die entstehenden Auswirkungen auf die Schutzgüter k önnen in erforderlichem Umfang vermie-
den oder vollständig kompensiert werden, es entsteht nach dem Bewertungsverfahren der Stadt
Münster eine rechnerische Aufwertung des Geländes.
9. Durchführungsmaßnahmen
In einem städtebaulichen Vertrag werden zwischen de r Stadt und dem Grundeigentümer für die
Realisierung der Planung weiterführende Regelungen getroffen, z. B. die architektonischen
Gestaltungsvorstellungen für I-eingeschossige und II-geschossige Musterentwürfe sowie zu den
Kosten und der Durchführung der Erschließung.
Diese Begründung dient gemäß § 9 (8) Baugesetzbuch als Anlage zum
Entwurf des Bebauungsplans Nr. 521: Kinderhaus – We stlich Gas-
selstiege / Nördlich Wilkinghege
Münster, __________
Der Oberbürgermeister
In Vertretung
Schultheiß
Stadtdirektor
V-0015-2009-Anlage-3-Textliche-Festsetzungen
6509 Zeichen
Stadtplanung Verkehrsplanung Stadtentwicklung Amt für Stadtplanung Verkehrsplanung Stadtentwicklung Amt für ST ADT MUN STER Anlage 3 zur Vorlage Nr. V/0015/2009 Bebauungsplan Nr. 521 Kinderhaus – Westlich Gasselstiege / Nördlich Wilkinghege Textliche Festsetzungen zum Entwurf / Seite 1 von 2 1. Textliche Festsetzungen gem. § 9 BauGB 1.1 Gemäß § 1 Abs. 6 BauNVO wird für die „All- gemeinen Wohngebiete“ festgesetzt, dass die nach § 4 Abs. 3 BauNVO ausnahms- weise zulässigen Arten von Nutzungen nur teilweise Bestandteil des Bebauungsplanes sind. Folgende Nutzungsarten sind unzu- lässig: - sonstige nicht störende Gewerbebetriebe - Gartenbaubetriebe und - Tankstellen. 1.2 Die Höhe der Oberkante des Erdgeschoss- fertigfußbodens (OKFF) von Gebäuden wird auf mind. 0,30 m festgesetzt. Als Traufhöhe gilt der Schnittpunkt der Oberfläche Außenwand mit der Oberkante Dachhaut. Bezugspunkt für die Höhe ist je- weils die fertige Oberkante der zugehörigen Erschließungsfläche, gemessen in der Mitte der Fassadenlänge des jeweiligen Gebäu- des (§§ 16 und 18 BauNVO). 1.3 Im Bereich B ist bei 1-geschossiger Bau- weise ausnahmsweise der Ausbau des Dachgeschosses als Vollgeschoss zulässig, sofern die festgesetzte Geschossflächen- zahl eingehalten wird (§ 31 (1) BauGB). 1.4 In den Bereichen A, B und C sind Stell- plätze, überdachte Stellplätze und Garagen nur innerhalb der überbaubaren Grund- stücksflächen und in den dafür gekenn- zeichneten Flächen zulässig (§ 12 BauNVO). 1.5 In den Bereichen A und B sind Nebenanla- gen außerhalb der überbaubaren Grund- stücksflächen zulässig, wenn sie auf den rückwärtigen Grundstücksflächen als Anbauten an Garagen errichtet werden. Nebenanlagen dürfen eine Fläche von 7,5 qm nicht überschreiten und müssen einen Mindestabstand von 3,00m einhalten. Im Vorgartenbereich sind Nebenanlagen mit Ausnahme von Einhausungen für Abfallbehälter nicht zulässig (§ 14 Abs. 1 BauNVO). 1.6 Je Hauseinheit sind nicht mehr als 2 Wohn- einheiten zulässig (§ 9 Abs. 1 Nr. 6 BauGB). 1.7 Entlang der gekennzeichneten Baugrenzen müssen bei Errichtung, Erweiterung, Ände- rung oder Nutzungsänderung von Gebäu- den in den nicht nur zum vorübergehenden Aufenthalt von Menschen vorgesehenen Räumen die Anforderungen an das resultie- rende Schall-Dämm-Maß gemäß den er- mittelten und ausgewiesenen Lärmpegelbe- reichen nach DIN 4109/11.89 - Schallschutz im Hochbau - Tabelle 8 erfüllt werden. Nach außen abschließende Umfassungs- bauteile sind so auszuführen, dass sie ent- sprechend den Lärmpegelbereichen fol- gende Schalldämm-Maße aufweisen: Erforderliches bewertetes Schalldämm-Maß der Außenbauteile erf. R’w, res. [dB(A)] Lärmpegel- bereich nach DIN 4109 Maßgeblicher Außenlärmpegel La [db(A)] Wohnräume Büroräume II 56-60 30 30 III 61-64 35 30 IV 65-70 40 35 In den überwiegend zum Schlafen genutz- ten Räumen mit Fenstern in den gekenn- zeichneten Gebäudefronten (Lärmpegelbe- reiche) sind schallgedämmte Lüftungen vor- zusehen (§ 9 Abs. 1 Nr. 24 BauGB). 2. Textliche Festsetzungen gem. § 86 BauO NRW 2.1 Im Plangebiet sind die Fassaden von zu- sammenhängenden Gebäudekörpern (anei- nandergebaute Doppelhäuser) mit einheitlichen Sockel-, Trauf- und Firsthöhen zu errichten und in Material und Farbe einheitlich zu gestalten. Die Außenwände der Einzel- und Doppelhäuser sind in Ziegelverblendmauerwerk im Farbspektrum ‚rot-blau-bunt' auszuführen. Untergeordnet können auch Holz, Putz und Glas vorgesehen werden. 2.2 Im Plangebiet sind die Dachflächen der Ge- bäude einheitlich mit nicht glänzenden Dachziegeln im Farbspektrum ‚braunrot bis rot' einzudecken. Zusätzlich können Solar- paneele auf die Dachhaut montiert oder in die Dachhaut integriert zugelassen werden. Metalleindeckungen sind nicht zulässig. 2.3 Dachgauben sind so zu errichten, dass sowohl vom Ortgang als auch vom First ein Mindestabstand von 1,00 m eingehalten wird. Dachgauben dürfen eine Länge von 50% der Trauflänge des Hauptgebäudes nicht überschreiten. Die Bekleidung und die Dacheindeckung der Gauben ist nur mit Zinkblech oder mit Kupfer zulässig. 2.4 Für Garagen sind geneigte Dächer zulässig. Die Dachflächen sind in Material und Farbe Stadtplanung Verkehrsplanung Stadtentwicklung Amt für Stadtplanung Verkehrsplanung Stadtentwicklung Amt für ST ADT MUN STER Bebauungsplan Nr. 521 Kinderhaus – Westlich Gasselstiege / Nördlich Wilkinghege Textliche Festsetzungen zum Entwurf / Seite 2 von 2 dem jeweiligen Dach des Hauptgebäudes anzupassen. Aneinandergebaute Garagen sind nur mit gleicher Dachneigung und Firstrichtung sowie überdachte Stellplätze in Stahl- oder Holzbauweise zulässig. 2.5 Im Plangebiet sind Einfriedungen in den Vorgärten als standortheimische Hecken oder als Ziegelmauerwerk im gleichen Ma- terial des Hauptgebäudes in einer Höhe bis max. 1,20 m zulässig. 2.6 Die außerhalb des Geltungsbereichs des Bebauungsplans innerhalb der Parzelle (Gemarkung __________, Flur ___, Flur- stück _____) liegende Kompensationsfläche in der Größenordnung von _____ m² über- nimmt Ausgleichsfunktionen für Eingriffe durch Bebauung innerhalb des mit Kenn- zeichnung „C“ gekennzeichneten Bereichs und wird diesen Eingriffen als Ausgleichs- fläche zugeordnet. 3. Hinweise 3.1 Gemäß § 15 DSchG ist die Entdeckung ei- nes Bodendenkmals unverzüglich der Stadt (Tel. 0251/ 4926148) oder der LWL - Ar- chäologie für Westfalen, Bröderichweg 35, 48159 Münster, anzuzeigen. Die Fundstelle ist gem. § 16 DSchG unverändert zu erhal- ten. Der Baubeginn ist spätestens 2 Wo- chen vor Maßnahmebeginn anzuzeigen. 3.2 Hinweise auf eine Kampfmittelbelastung lie- gen zurzeit nicht vor. Die Durchführung aller bodeneingreifenden Baumaßnahmen sollte mit der gebotenen Vorsicht erfolgen, da ein Kampfmittelvorkommen nicht völlig ausge- schlossen werden kann. Sofern der Ver- dacht auf Kampfmittel aufkommt, ist die Ar- beit sofort einzustellen und die Feuerwehr der Stadt Münster zu benachrichtigen. 3.3 Die der Planung zugrundeliegenden Vor- schriften (Gesetze, Verordnungen, Erlasse und DIN-Vorschriften) können bei der Stadt Münster, im Kundenzentrum "Planen- Bauen-Umwelt" im Erdgeschoss des Stadt- hauses 3, Albersloher Weg 33, eingesehen werden. 3.4 Zur Realisierung dieses Bebauungsplanes wurden ergänzende, öffentlich-rechtliche Vereinbarungen zwischen der Stadt Münster und dem Investor abgeschlossen (Städtebaulicher Vertrag).
V-0015-2009-Anlage-4-Planverkleinerung
230 Zeichen
Anlage 4 zur Vorlage Nr. V/0015/2009 Bebauungsplan Nr. 521 Stadtplanung Verkehrsplanung Stadtentwicklung Amt für Kinderhaus - Westlich Gasselstiege / Nördlich Wilki nghege - Planverkleinerung - Maßstab 1:1250 ST ADT M TÜNS ER
V-0015-2009-Anlage-1-Bürgeranhörung
16797 Zeichen
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Anlage 1
zur Vorlage Nr. V/0015/2009
Protokoll der Bürgeranhörung / Seite 1 von 6
Niederschrift über eine Bürgerunterrichtung nach § 3 Abs. 1 BauGB
Stadtbezirk:
Münster-Nord
Anlass:
Entwurf des Bebauungsplans 521 „Münster – Kinderha us, westlich Gas-
selstiege zwischen Wilkinghege und Idenbrockweg“ – Vorstellung des
Gestaltungsplans
Zeit:
Dienstag, den 17.06.2008, 19.00 Uhr
Ort:
im Mokido des Bürgerhauses Münster Kinderhaus, Ide nbrockplatz, 48159
Münster
Teilnehmer:
35 Bürgerinnen und Bürger
Leitung der
Bürgeranhörung: Herr Heupel, Bezirksbürgermeister
Vertreter der
Verwaltung: Herr Kurz, Herr Bewernitz, Amt für Stadtentwicklun g. Stadtplanung, Ver-
kehrsplanung
Weitere Teilnehmer:
Herr Dejozé, Büro Dejozé & Dr. Ammann
Herr Leuer, Herr Daniel, AS Wohnbau GmbH
Der Bezirksbürgermeister Herr Heupel eröffnet um 19 :00 Uhr die Bürgerunterrichtung, begrüßt
die Bürgerinnen und Bürger und stellt die Vertreter der Verwaltung, den anwesenden Architek-
ten sowie die Investoren des Projekts vor. Herr Heu pel informiert über den geplanten Ablauf der
Veranstaltung, wonach in dieser Bürgeranhörung
der Entwurf des Bebauungsplans 521 „Münster – Kinderha us, westlich Gasselstiege zwi-
schen Wilkinghege und Idenbrockweg“
anhand des Gestaltungsplans für das Gebiet vorgeste llt wird, damit sich die Bürgerinnen und
Bürger bereits in dieser frühen Planungsphase ein B ild vom Vorhaben machen und mit ihren
Fragen und Anregungen zur Planung beitragen können. Er bittet Herrn Kurz, zunächst die
rechtlichen Rahmenbedingungen des Verfahrens darzustellen.
Herr Kurz erläutert, dass ein Teil der derzeit land wirtschaftlich genutzten Flächen westlich der
Gasselstiege zwischen Wilkinghege und Idenbrockweg für eine Wohnbebauung bereitgestellt
werden soll. Diese Entwicklung entspricht der Zielr ichtung des Flächennutzungsplanes. Da es
sich bei dieser Fläche um eine stadt- und landschaf tsgestalterisch sensible Ortsrandlage han-
delt, bei der auch der Landschaftsschutz eine wicht ige Rolle spielt, wurde vom Eigentümer der
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Protokoll der Bürgeranhörung / Seite 2 von 6
Fläche ein Gutachterverfahren durchgeführt um den s peziellen Anforderungen an das Gebiet
und die Umgebung Rechnung zu tragen.
Der im Wettbewerb favorisierte und vom Planungsauss chuss in der Sitzung vom 11.06.2008
ebenfalls empfohlene Entwurf soll nun zur Ausführun g kommen. Hierzu ist die Aufstellung eines
Vorhabenbezogenen Bebauungsplanes notwendig. Das we itere Verfahren sieht eine förmliche
Auslegung des Bebauungsplanentwurfs vor, bei der di e Bürgerinnen und Bürger erneut die Ge-
legenheit haben, Anregungen zu formulieren. Die Aus legung wird wahrscheinlich im Herbst
2008 erfolgen.
Im Anschluss daran bittet Herr Heupel den Entwurfsv erfasser, Herrn Dejozé, die Planung vor-
zustellen.
Herr Dejozé betont noch einmal die sensible Lage de s Gebiets, mit der sich sein Entwurf inten-
siv auseinandergesetzt hat und stellt den Anspruch der Investoren dar, eine qualitativ hochwer-
tige Adresse an diesem Standort zu schaffen, die si ch harmonisch in die Umgebung einfügt.
Leitbild des Entwurfs ist die Münsterländer Hofstel le, nach deren Vorbild vier Nachbarschaften
gebildet werden. Die Gebäude sollen in der Traditio n der Münsterischen Bauweise mit rotem
Klinker und rotem Steildach errichtet werden, dabei sind bis zu zwei Geschosse möglich. Vor-
gesehen sind überwiegend Einfamilienhäuser, Doppelh äuser sind in Teilbereichen möglich. Je-
des Gebäude soll individuell mit den Bauherren geme insam entwickelt werden, so dass eine
gewisse Vielfalt innerhalb eines gestalterischen Ra hmens, der in einem Qualitätsleitfaden fest-
geschrieben wird, entstehen kann. Die Einhaltung de s Leitfadens wird über eine ausführliche
Beratung der Bauherren sichergestellt.
Nach diesen Ausführungen schließt Herr Heupel die V orstellung der Planung ab und bittet die
Anwesenden Fragen zu stellen.
Mehrere Bürgerinnen und Bürger äußern Bedenken wege n der geplanten Zweigeschossigkeit
der Gebäude. Sie regen an, die Gebäudehöhen so an d as Relief der Landschaft anzupassen,
dass das Baugebiet mit den vorhandenen eingeschossi gen Gebäuden harmoniere, die Ab-
standflächen einhalte und keine Barrieren zur freie n Landschaft entstünden. Die Berücksichti-
gung des vorhandenen Gefälles sei auch in Hinblick auf die Entwässerung von großer Bedeu-
tung.
Herr Kurz sichert zu, dass bei der weiteren Bearbei tung auf die absoluten Gebäudehöhen ein-
gegangen werde, konkrete Zahlen werden dann bei der Auslegung des Bebauungsplans vorlie-
gen. Grundsätzlich wurde die mögliche Zweigeschossi gkeit der Gebäude als Bestandteil des
Entwurfs vom Planungsausschuss positiv aufgenommen. Es ist aber denkbar, dass das Zu-
sammenfassen von eingeschossigen Gebäuden in den Be reichen möglich ist, die an die beste-
hende Bebauung grenzen.
Herr Dejozé betont, dass der Entwurf eine hohe gest alterische Qualität anstrebt und dazu auch
eine Silhouette gehört, die sich harmonisch entwick elt. Ziel im Bebauungsplanverfahren ist es,
angemessene Spielräume für die Bauherren zu schaffe n und die Qualität der Gebäude und des
gesamten Erscheinungsbildes über eine intensive Ber atung zu sichern. Ob ein Gebäude dann
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ein- oder zweigeschossig errichtet wird, hängt vom Bauherrn ab. Dabei werden die einzuhal-
tenden Abstände zur vorhandenen Bebauung, die in de r Bauordnung von Nordrhein-Westfalen
geregelt sind, eingehalten. Grundsätzlich sind mind estens drei Meter Abstand zur Grenze vor-
geschrieben, ansonsten richten sich die Abstandflächen nach der Höhe des Gebäudes.
Herr Daniel ergänzt, dass eine störungsfreie Ableit ung von Regenwasser grundlegender Be-
standteil der Planung ist und die Nachbarn keine Schwierigkeiten erwarten brauchen.
Mehrere Fragen der Anwesenden beschäftigen sich mit der Form und Lage des neuen Bauge-
biets und der Gestalt der Gebäude. So unterscheide sich der aktuelle Planungsstand gegen-
über dem Wettbewerbsbeitrag vor allem im nördlichen Bereich deutlich (drei statt zwei Ge-
bäude), die angestrebte Hofstruktur sei nicht mehr klar abzulesen. Des Weiteren überschreite
die Planung die im Flächennutzungsplan dargestellte Wohnbaufläche.
Herr Dejozé antwortet, dass die Veränderungen insbe sondere im Norden zum einen auf die
sinnvolle Gestaltung der erforderlichen Ausgleichsf lächen zurückzuführen sind, zum anderen
hat sich in der Überarbeitung der Pläne gezeigt, da ss der Platz nicht für einen vierten Hof aus-
reicht.
Herr Kurz ergänzt, dass die Darstellungen im Fläche nnutzungsplan nicht grundstücksscharf
sind und die Einzelheiten in den Bebauungsplänen ge regelt werden. Eine geringfügige Ver-
schiebung nach Westen ergibt sich ebenfalls aus dem Erhalt der Baumreihe entlang der Gas-
selstiege, zu deren Gunsten die Bebauung von der Straße abgerückt ist.
Hinsichtlich der naturräumlichen Gestaltung möchten die Bürgerinnen und Bürger wissen, wie
sich die Größe der Streuobstwiese als Ausgleichsflä che errechne, wer sie später unterhalten
werde und ob die Siedlungsfläche aus dem Landschaft sschutz herausfalle. Auch scheine der
Erhalt der Baumreihe entlang der Gasselstiege wegen der drei Durchbrüche für die Stichstra-
ßen nicht gewährleistet.
Sei eine Erweiterung des neuen Baugebiets zu einem späteren Zeitpunkt beabsichtigt?
Herr Kurz antwortet, dass die Größe der Ausgleichsf lächen nicht im Maßstab 1:1 zur überbau-
ten Fläche ermittelt wird, sondern von der erzielba ren, naturräumlichen Qualität der Flächen
abhängt. In diesem Fall ist eine Streuobstwiese höh er zu bewerten als Ackerland und kann so-
mit eine geringere Fläche umfassen als das in Anspr uch genommene Ackerland. Für den Un-
terhalt ist der Vorhabenträger verantwortlich. Ziel der Stadt ist es nicht, die Ausgleichsflächen
anteilig den jeweiligen Bauherren zuzuordnen und zu parzellieren. Die Siedlungsfläche unter-
liegt nach Abschluss der Bauleitplanung nicht mehr dem Landschaftsschutz.
Herr Kurz erläutert, dass zwar die Baumreihe von de n Stichen unterbrochen, ihr Bild insgesamt
aber beibehalten wird. Im Gegensatz zu den anderen Entwürfen zeichne sich das vorliegende
Konzept durch die Bildung kleiner Nachbarschaften a n den Stichstraßen aus, die durch ihre
Qualität den Eingriff in den Baumbestand rechtferti gen. Gerade durch die drei Stichstraßen wird
im Übrigen eine spätere Erweiterung ausgeschlossen, da an ihren Enden Gebäude entstehen
sollen.
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Protokoll der Bürgeranhörung / Seite 4 von 6
Einige Anwesende weisen auf die ihrer Meinung nach schon heute schwierige Verkehrssitua-
tion auf der Gasselstiege, insbesondere im Kreuzung sbereich Gasselstiege / Privatweg im Nor-
den, hin. Die Situation dürfe durch das Vorhaben ke inesfalls verschlechtert werden, dies sei
aber u. a. durch die drei Stiche zu erwarten. Auch sei die Erschließung der drei Gebäude im
Norden vom Privatweg unklar.
Herr Heupel versichert, dass die Stadt die Bedenken bezüglich der verkehrlichen Situation ernst
nimmt und sichert die Auseinandersetzung mit diesen Fragen im weiteren Verfahren zu.
Herr Daniel erläutert, dass die Benutzung des Priva twegs als Zufahrt vertraglich geregelt wird,
wobei der Weg im Privatbesitz verbleibt.
Herr Dejozé fügt hinzu, dass ein befestigter Ausbau im notwendigen Maße vorgenommen wird,
wahrscheinlich als Mischverkehrsfläche.
Die Bürgerinnen und Bürgern weisen auch die schwier ige Stellplatzsituation in der Gasselstiege
hin. Sie müsse neu geordnet werden um eine weitere Belastung der Anwohner zu vermeiden.
Denkbar sei z.B. ein Halteverbot an der Gasselstiege.
Herr Dejozé nennt die rechtlichen Rahmenbedingungen , nach denen die erforderlichen Stell-
plätze jeweils auf dem eigenen Grundstück untergebr acht werden müssen. Grundsätzlich wird
dabei mit einem Stellplatz pro Wohneinheit gerechne t, wenn ein Bauherr mehr Stellplätze wün-
sche, muss er sie selbst auf dem eigenen Grundstück errichten. Zusätzlich sind im Einfahrtsbe-
reich der Stichstraßen jeweils zwei Stellplätze für Besucher vorgesehen, die für die geringe
Größe des Neubaugebiets ausreichend erscheinen. Die Stiche bieten zwar breit genug für die
Begegnung zweier PKW, dort sind aber keine Parkplätze vorgesehen.
Die Bürgerinnen und Bürger unterstreichen, dass im Wettbewerbsbeitrag nur von Einzelhäusern
gesprochen worden sei, nun seien auch Doppelhäuser möglich. Sie regen an, nur Einzelhäuser
festzusetzen.
Herr Dejozé antwortet, dass Doppelhäuser praktisch nur an zwei bis drei Stellen im Gebiet bau-
lich möglich und Reihenhäuser überhaupt nicht erwün scht sind. Herr Leuer ergänzt, dass mit
der Möglichkeit für Doppelhäuser auch Interessenten angesprochen werden, für die ein Einzel-
haus zu teuer ist. Herr Kurz verweist darauf, dass ein Ziel der Planung auch ist, eine gewisse
Bandbreite von Wohnformen anzubieten.
Aus der Bürgerschaft kommen verschiedene Fragen zum Thema der Gebäudegestaltung: Wel-
che typischen Maße werden die Gebäude haben, wie wü rde ihr Erscheinungsbild harmonisiert,
könnten auch Seniorenwohnungen entstehen und welche energiesparenden Maßnahmen seien
angedacht?
Herr Dejozé verweist auf das Ziel, hochwertigen Woh nraum zu schaffen. Dafür ist eine gute Be-
lichtung Voraussetzung, die nur bei einer geringen Tiefe der Gebäude zu erreichen ist. Typi-
scherweise sind die Baukörper ca. 14 m lang und 7,5 0 m breit. Die Dachform als steiles Sattel-
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dach mit einer Dachneigung von ca. 35° - 40° entspri cht dem Stil des Münsterlandes. Die Har-
monisierung der Gebäude wird im Zuge der Beratung d er Bauinteressenten angestrebt. Dazu
wird es von Seiten des Bauträgers eine Bemusterung geben, an der sich die Bauherren orien-
tieren können. Herr Leuer und Herr Dejozé sehen kei ne Probleme in dem Gebiet auch Senio-
renwohnungen zu errichten, da barrierefreies Bauen aktueller Stand der Technik ist. Allerdings
wird Geschosswohnungsbau im Plangebiet nicht möglic h sein. Herr Dejozé erklärt, dass die
Gebäude die aktuell gültigen Werte der Energieeinsparverordnung einhalten müssen und schon
deswegen energiesparend errichtet werden. Darüber h inaus ist auch der Bau von Passivhäu-
sern kein Problem, wenn der Bauherr das wünscht. So nnenkollektoren gehören heute ebenfalls
zum technischen Standard und können gestalterisch v erträglich eingesetzt werden, so dass ihr
Einbau kein Problem darstellt.
Die Anwesenden möchten mehr über die Art des Wettbe werbs und die Vermarktung der
Grundstücke über einen Bauträger wissen. Von Intere sse sei für sie auch, mit welchen Kosten
die Anwohner zu rechnen hätten (z.B. Erschließungsbeiträge).
Herr Kurz erwidert, dass die Eigentümerin das Gutac hterverfahren ausgeschrieben und dabei
Wert auf eine hohe gestalterische Qualität hat. Ers t nach dem Wettbewerb werde jetzt das Be-
bauungsplanverfahren in Absprache mit der Stadt dur chgeführt. Alle Kosten für die Erschlie-
ßung, die durch das Vorhaben entstehen, werden vom Vorhabenträger übernommen. Das ist
z.B. auch der Fall, wenn nachweisbar durch Baufahrz euge Schäden an Verkehrswegen entste-
hen sollten.
Herr Kurz erklärt, dass nicht die Stadt sondern der Bauträger Eigentümer der Flächen ist und
damit über die Art der Vermarktung entscheidet. Die Stadt ist in den Grundstücksverkehr nicht
involviert, sondern begleitet nur das förmliche Bauleitplanverfahren.
Herr Dejozé fügt hinzu, dass die Eigentümerin klare Vorgaben gemacht und die Zusammenar-
beit mit einem Bauträger gesucht hat.
Die Anwesenden möchten nähere Informationen über di e Entwicklung des Wohngebiets, z.B.
über Grundstücksgrößen, den zu erwartenden Kaufpreis und die Zahl der Wohnungen.
Herr Dejozé führt aus, dass der Wettbewerbsentwurf von ca. 20 Parzellen ausging, der aktuelle
Planungsstand von ca. 18. Viel mehr sollten es kein esfalls werden, damit der großzügige Cha-
rakter des Wohngebietes erhalten bleibt und es nich t zu eng wird. Die Grundstücksgröße wird
sich zwischen 380 m² und 600 m² bewegen, belastbare Aussagen dazu lassen sich bei dem
jetzigen frühen Planungsstand aber noch nicht treff en. Herr Daniel fügt hinzu, dass die Kosten-
kalkulation noch nicht abgeschlossen sei und im Mom ent keine konkreten Preise genannt wer-
den können.
Abschließend gibt Herr Kurz einen Ausblick auf den Verfahrensablauf. Die Offenlegung des Be-
bauungsplanentwurfs ist für Herbst 2008 im Kundenze ntrum des Stadthauses 3 vorgesehen,
während der die Bürgerinnen und Bürger Gelegenheit haben, sich über die weiter konkretisierte
Planung zu informieren und Anregungen zu formuliere n. Wenn alle Verfahrensschritte zügig
Stadtplanung
Verkehrsplanung
Stadtentwicklung Amt für
Stadtplanung
Verkehrsplanung
Stadtentwicklung Amt für
Bebauungsplan Nr. 521
Kinderhaus – Westlich Gasselstiege / Nördlich Wilkinghege
Protokoll der Bürgeranhörung / Seite 6 von 6
durchgeführt werden, ist mit der Rechtskraft des B ebauungsplans für Anfang/Mitte 2009 zu
rechnen.
Herr Heupel stellt klar, dass in der Ratssitzung am Mittwoch, 18.06.2008, nur der Aufstellungs-
beschluss für den Bebauungsplan auf der Tagesordnun g steht. Erst mit ihm beginnt das förmli-
che Verfahren, inhaltliche Entscheidungen werden in der genannten Ratssitzung noch nicht ge-
troffen.
Nachdem keine weiteren Wortmeldungen mehr vorliegen , erklärt Herr Heupel, dass alle Anre-
gungen protokolliert und in das Bebauungsplanverfah ren eingehen. Wie immer steht auch die
Verwaltung für weitere Informationen zur Verfügung. Er bedankt sich für die rege Teilnahme
und schließt gegen 20:30 Uhr die Bürgerunterrichtung.
gez. gez.
Herr Heupel, Herr Bewernitz,
Bezirksbürgermeister Schriftführer
Berichtsvorlage
3562 Zeichen
V/0015/2009 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung Betrifft Bebauungsplan Nr. 521: Kinderhaus - Westlich Gasselstiege / Nördlich Wilkinghege Kenntnisnahme des Entwurfes Beratungsfolge 10.02.2009 Bezirksvertretung Münster-Nord Bericht 05.03.2009 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Bericht Bericht: Die Verwaltung beabsichtigt den Entwurf des Bebauungsplanes Nr. 521: Kinderhaus – Westlich Gasselstiege / Nördlich Wilkinghege öffentlich auszulegen. Anlass: Anlass für den Bebauungsplan ist eine Wohnbauflächenarrondierung zur Deckung des Wohn- bauflächenbedarfs im Stadtteil Kinderhaus. Diese soll sich auf einen schmalen Streifen parallel zur Gasselstiege begrenzen. Im Rahmen der Fortschreibung des Flächennutzugsplanes (2004) wurde der Bereich als Wohnbaufläche dargestellt. Mit der Zielsetzung, auf der Fläche in unmittelbarer Nähe zu einem Altenheim und in enger Nachbarschaft zu weiteren Einfamilienhausgebieten Wohnen mit hoher stadtgestalterischer und architektonischer Qualität in einer maßvoll en Bebauung zu realisieren, wurde ein städtebaulicher Wettbewerb mit architektonischer Vertiefung durchgeführt. Verfahrensverlauf: Der vorliegende Bebauungsplan ist aus dem zur weiteren Bearbeitung empfohlenen Wettbe- werbsentwurf entwickelt worden. Er sieht vier Wohnnachbarschaften vor, die typologisch aus der klassischen münsterländischen Hofstelle abgeleitet wurden. Die Erschließung erfolgt von der Gasselstiege. Zwischen den Wohnnachbarschaften ist eine Vernetzung der freien Landschaft mit den Hausgär- ten bis zum Gehölzstreifen an der Gasselstiege vorgesehen. Das Bebauungsplanverfahren wurde am 18.06.2008 durch den Rat eingeleitet (Vorlage Nr. V/0448/2008). Bedingt durch einen Wechsel der Verfahrensart von einem vorhabenbezogenen Bebauungsplan hin zu einem qualifizierten Bebauungsplan mit städtebaulichem Vertrag wird zeitgleich mit der hier vorliegenden Berichtsvorlage eine entsprechende Beschlussvorlage zum geänderten Aufstellungsbeschluss beraten (Vorlage Nr. V/0014/2009). Vorlagen-Nr.: V/0015/2009 Auskunft erteilt: Herr Kurz / Herr Husmann Ruf: 492 61 40 / 492 61 94 E-Mail: Husmann@stadt-muenster.de Datum: 26.01.2009 Öffentliche Berichtsvorlage 2 V/0015/2009 Information der Öffentlichkeit: Eine Bürgerunterrichtung wurde am 17.06.2008 im Bürgerhaus Kinderhaus durchgeführt (siehe Anlage 1). Behördenbeteiligung: Der Bebauungsplanentwurf wurde den zuständigen Behörden vom 23.10. bis zum 25.11.2008 zur Prüfung vorgelegt. Die Änderungsbedarfe sind in der vorliegenden Planung berücksichtigt worden. Nähere Einzelheiten zum Entwurf des Bebauungsplanes können den beigefügten Anlagen und der Vorlage zum geänderten Aufstellungsbeschluss (V/0014/2009) entnommen werden. Der aufzustellende Bebauungsplan überplant z. T. die Geltungsbereiche der Bebauungspläne Nr. 106 Teilabschnitt XXVII „Kinderhaus – Östlich des Idenbrockweges“ und Nr. 185 „Gasselstiege – Idenbrockweg“. Mit der Rechtskraft des Bebauungsplanes Nr. 521 treten diese Pläne, soweit sie vom neuen Bebauungsplan überlagert werden, teilweise außer Kraft. Der Grundstückseigentümer ist Träger des sich aus dem Bebauungsplan ergebenden Erschlie- ßungsaufwandes. Die Offenlegung des Entwurfes soll im April / Mai 2009 erfolgen. i. V. gez. Schultheiß Stadtdirektor Anlagen: 1. Protokoll der Bürgeranhörung 2. Begründung zum Entwurf 3. Textliche Festsetzungen 4. Planverkleinerung
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: von der Tagesordnung abgesetzt
Zur SitzungBeschluss: von der Tagesordnung abgesetzt
Zur SitzungOrte (13)
- Bebauungsplan Nr. 521 (amtlicher Umring) amtlich
- Steinfurter Straße
- Dyckburgstraße
- Idenbrockweg
- Kamillusweg
- Bröderichweg 35
- Albersloher Weg 33
- Vorbergs Hügel
- Gasselstiege
- Wilkinghege 1
- Kinderhaus
- Edelbach
- Papenbusch
Bebauungsplan Nr. 521
Amtlicher Umring, Rechtskräftig – Kinderhaus - Westlich Gasselstiege / Nördlich Wilkinghege
Planseite der KommuneQuelle: Land NRW (Bauleitplanung), Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0 (Lizenz)
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0015/2009
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 13.01.2009
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37