Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der CDU-Fraktion aus der Sitzung der BV3 vom 28.08.2023 (AN/1387/2023) betreffend: "Überprüfung der Möglichkeit zur Errichtung einer Stadtteilbibliothek auf ehem. Büroflächen des Rhein-Centers in Köln-Weiden"
Beantwortung einer Anfrage (BV) 0383/2024 vom 29.01.2024
Stand: Am 11.03.2024 in der Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.
Die KI fasst die Dokumente zusammen. Das dauert bis zu drei Minuten.
Dokumente
-
Beantwortung einer Anfrage (BV)
PDF
Automatisch aus dem PDF ausgelesen, Lesefehler sind möglich.
Dezernat, Dienststelle VII/43 Vorlagen-Nummer 0383/2024 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 29.01.2024 Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der CDU-Fraktion aus der Sitzung der BV3 vom 28.08.2023 (AN/1387/2023) betreffend „Überprüfung der Möglichkeit zur Errichtung einer STADTTEILBIBLIOTHEK auf ehemaligen Büroflächen des Rhein-Centers in Köln- Weiden" Die Verwaltung wird beauftragt zu überprüfen, ob die Möglichkeit besteht, auf den leerstehen- den Büroflächen des Rhein-Centers in Köln-Weiden eine Stadtteilbibliothek zu errichten. Begründung Es sind im Bürotrakt des Rhein-Centers zwei Flächen von 300 und 400 Quadratmetern vor- handen, die laut Management gerne zur Verfügung gestellt werden könnten. Eine Stadtteilbib- liothek an dem von vielen Schülern genutzten Ort (in unmittelbarer Nähe befindet sich eine sehr große Schule) und den vielen Einkaufenden könnte ein wichtiger und sinnvoller Treff- punkt werden. Eine kleine Befragung der im Rhein-Center regelmäßig unterwegs seienden Menschen hatte nur positive Reaktionen. Besonders ältere Leute befürworteten eine solche Einrichtung. Stellungnahme der Verwaltung: Der Kölner Westen ist seit der Schließung der Bibliothekszweigstelle in Braunsfeld und der Ausweitung des Baugebietes in Widdersdorf völlig unterversorgt. Es besteht dort unzweifelhaft ein Bedarf an Bibliotheksflächen. Bereits im Kulturentwicklungsplan der Stadt Köln (S. 159) wurde die “Neueinrichtung in bislang unterversorgten Gebieten“ angemahnt. Für das hier an- gesprochene Einzugsgebiet gehen Mindeststandards für Bibliotheken von einer Größe von ca. 2.000 qm aus, die an zentraler Stelle als Mittelpunktbibliotheken fungieren. Erfahrungen an anderen Standorten zeigen, dass ein Bedarf an entsprechenden Flächen in jedem Fall besteht und die Bibliotheken bestens genutzt werden. Bibliotheken sind heute mehr als Buchabholstellen, sie sind Orte mit hoher Aufenthaltsqualität zum Lesen, Lernen und Ort für Veranstaltungen und Bildungsangebote aller Art. Besonders junge Menschen nutzen sie als Coworking Space in verschiedensten Lernsettings, was ent- sprechend große Räumlichkeiten voraussetzt. 2 Die genannten Räumlichkeiten sind zwar im Rhein-Center verortet, liegen jedoch nicht im gut zugänglichen und entsprechend frequentierten Ladenbereich, sondern es handelt sich hier um reine Büroraume. Die zur Verfügung stehende Fläche entspricht zudem nicht den Anforderun- gen an eine zeitgemäße Bibliothek. Die Stadtbibliothek spricht sich eindeutig für eine Bibliothek im Kölner Westen aus und begibt sich bei entsprechendem politischen Votum auf die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten, die der Bedeutung und dem Einzugsbereich des Kölner Westens entsprechen. Nachstehend findet sich eine grob überschlägige Zusammenstellung der Kosten für den lau- fenden Betrieb einer adäquaten Stadtteilbibliothek. Vergleichbare Einrichtungen der Kölner Stadtbibliothek benötigen fünf Personalstellen - bibliothekarische, fachliche Leitung sowie Stellvertretung und drei Fachangestellte für Bibliotheken. Dies ist - wie in unseren anderen Einrichtungen - die Basisausstattung für eine qualifizierte Bildungs- und Kulturarbeit. Die Personalkosten belaufen sich bei Zugrundelegung der reinen Tarifkosten auf über 320.000 € jährlich - in der Vollkostenrechnung mit IT- und Arbeitsplatzkosten etc. sogar auf rund 435.000 € jährlich. Daneben braucht es einen auskömmlichen Medien- und Programmetat von mindestens 50.000 € jährlich. Folglich ist mit laufenden Kosten von mindestens 485.000 € jährlich zu rechnen. Kosten für Erstausstattung an Medien, Mobiliar und IT sowie laufende Kosten für IT (Wartungs- und Netzkosten) kommen hinzu. Darüber hinaus fallen Miete und Verbrauchskosten an. Angesichts der angespannten Haushaltssituation erscheint eine entsprechende Finanzierung für die zusätzliche Stadtteilbibliothek leider unrealistisch. IT-Kosten Neueinrichtung und Folgekosten in Euro 2024 2025 2026 2027 Standard-Hardware 15.589 Spezial-Hardware 172.550 Netzwerk 7.639 Software 4.474 Verträge/Wartung * 10.567 10.779 10.994 11.214 Netzanbindung 1.666 1.699 1.733 1.768 IT-Supportpersonal 21.023 21.443 21.872 22.310 Gesamt pro Jahr 233.508 33.921 34.599 35.292 *Bibliothekssoftware, Selbstverbucher, Tablet Station, Open Library, EC -Cash, Anteil Hotspot Portal
Beratungsverlauf
Zur Rückmeldung speichern wir nur Ihre Antwort, die Seite und den Tag. Eine IP-Adresse speichern wir dazu nicht, und wir setzen kein Cookie. Mehr zum Datenschutz