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2021/0373

Darmstadt global nachhaltig gestalten – Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt

Magistratsvorlage 30.11.2021

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3303 Zeichen

Konzeptskizze: „Darmstadt global nachhaltig gestalten – Entwicklungspolitisches Konzept der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt“  
 
Strategisches Ziel 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt leistet einen Beitrag zur lokalen Umsetzung der Agenda 2030, durch 
Umsetzung des entwicklungspolitischen Konzeptes der Wissenschaftsstadt Darmstadt.  
Unterziel Handlungsfeld Operative Ziele 
1. Mittels geeigneter und auf 
die Wissenschaftsstadt 
Darmstadt 
zugeschnittener 
Maßnahmen in 
ausgewählten 
Handlungsfeldern sollen 
mit dem 
entwicklungspolitischen 
Konzept die drei Aspekte 
der Nachhaltigkeit 
abgedeckt werden: 
Ökonomie, Ökologie, 
Soziales. 
Kommunale 
Partnerschaften 
 Die Wissenschaftsstadt Darmstadt erweitert ihr 
Engagement im Bereich der kommunalen 
Partnerschaften und setzt gemeinsam mit 
Partnern aus dem Globalen Süden Projekte mit 
kommunalem Bezug um. 
 Die Wissenschaftsstadt Darmstadt fördert den 
Austausch zur lokalen Umsetzung der Ziele für 
nachhaltige Entwicklung mit ihren 
Partnerstädten. 
Migration und 
Entwicklung 
 Die Wissenschaftsstadt Darmstadt baut die 
Verknüpfung von Migration, Integration und 
Entwicklungszusammenarbeit weiter aus. Sie 
kooperiert mit migrantischen Organisationen in 
ihrer entwicklungspolitischen Arbeit und setzt 
gemeinsame Projekte um. 
Faire/ nachhaltige 
Beschaffung und 
fairer Handel 
 Die Wissenschaftsstadt Darmstadt stärkt und 
weitet die faire und nachhaltige Beschaffung 
weiter aus. 
Klima- und 
Umweltschutz 
 Die Wissenschaftsstadt Darmstadt engagiert 
sich im Bereich des Klima- und 
Umweltschutzes.  
 Die Wissenschaftsstadt Darmstadt ist eine 
inklusive, sichere, widerstandsfähige und 
nachhaltige Stadt, die sich für die nachhaltige 
Nutzung der Flächen, die Senkung der 
Umweltbelastung durch Städte und 
nachhaltige Mobilität engagiert. 
2. Sensibilisierung der 
Bevölkerung und der 
Öffentlichkeit für Themen 
der nachhaltigen 
Entwicklung durch 
Maßnahmen im Bereich 
der Öffentlichkeitsarbeit 
und Kooperationen. 
Informations- und 
Bildungsarbeit 
 Die Informationsarbeit ist zentraler Bestandteil 
der entwicklungspolitischen Arbeit der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt. 
Stärkung der 
Zivilgesellschaft 
 Die Wissenschaftsstadt Darmstadt unterstützt 
das entwicklungspolitische Engagement der 
Zivilgesellschaft.  
 Sie fördert die Vernetzung in Darmstadt, 
unterstützt dabei das Engagement sichtbar zu 
machen, bezieht zivilgesellschaftliche 
Organisationen in ihre 
Entwicklungszusammenarbeit ein und ist offen 
für gemeinsame Projekte. 
3. Bundesweite und 
internationale Profilierung 
der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt als handelnder 
Akteur im Bereich der 
Entwicklungspolitik durch 
aktive Beteiligung an 
überregionalen 
Arbeitskreisen und 
Fachgremien sowie an 
internationalen 
Konferenzen und 
Netzwerken. 
Internationale und 
fachliche 
Vernetzung 
 Die Wissenschaftsstadt Darmstadt engagiert 
sich im und fördert den internationalen und 
fachlichen Austausch, insbesondere zur lokalen 
Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige 
Entwicklung.  
 Sie beteiligt sich aktiv an nationalen wie 
internationalen Netzwerken und setzt sich in 
nationalen wie internationalen Gremien für die 
Wahrnehmung der zentralen Rolle von 
Kommunen und deren Unterstützung bei der 
Realisierung nachhaltiger Entwicklung ein.

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288 Zeichen

Punkt 12: Darmstadt global nachhaltig gestalten – Entwicklungspolitisches Konzept der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt 
 (V-Nr. 2021/0373) 
 
Der Haupt- und Finanzausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, 
der Vorlage zuzustimmen. 
  
Stimmenthaltung: SPD, Die Linke. und UFFBASSE

2021/0373

11645 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
08.12.2021 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
 
Dezernat I 
an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Amt für Wirtsch aft und 
Stadtentwicklung,  
Büro der Bürgerbeauftragten , 
Umweltamt, 
Stadtplanungsamt,  
Mobilitätsamt,  
Eigenbetrieb für kommunale 
Aufgaben und 
Dienstleistungen (EAD)  
 
 
Amt: Amt für Vielfalt und 
Internationale 
Beziehungen 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2021/0373 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 111120 
Kostenstelle:  531-001-1000 Investitionsnummer:        
Kostenträger:  1111-21 Sachkonto:       
 
Betreff: Darmstadt global nachhaltig gestalten – Entwicklungspolitisches Konzept der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt  
 
Vorlage vom: 30.11.2021  
 
Beschlussvorschlag : 
 
1. Der Magistrat beschließt das entwicklungspolitische Konzept der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt „Darmstadt global nachhaltig gestalten“ (Anlage 1). Die fachpolitischen 
Handlungsempfehlungen des Konzeptes sollen als Grundlage für die künftige Gestaltung der 
kommunalen Entwicklungspoli tik der Stadt dienen.  
2. Zur Umsetzung von Maßnahmen aus dem Konzept „Darmstadt global nachhaltig gestalten – 
Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt“ sind die erforderlichen

- 2 - 
Mittel durch die jeweiligen Fachämter anzumelden sowie d ie notwendigen Gremienbeschlüsse im 
Vorfeld einzuholen.  
3. Die Steuerung der Umsetzung des entwicklungspolitischen Konzeptes und das Monitoring der 
Umsetzung erfolgen in Federführung durch das Amt für Vielfalt und Internationale Beziehungen . 
 
 
Anlagen: - Darmstadt global nachhaltig gestalten – Entwicklungspolitisches Konzept der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt  
- Das Konzept auf einen Blick: Konzeptskizze  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 30.11.2021 
 
Zentrale Herausforderungen unserer Zeit haben eine globale Dimension. Dies verdeutlichen 
gegenwärtige Phänomene wie Migration, Klimakrise, Artensterben und globale Pandemien. 
Die im September 2015 von den Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen einstimmig 
verabschiedete Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung, drückt die Überzeugung aus, dass 
globalen Herausforderungen nur weltweit und auf allen politischen Ebenen begegnet werden 
kann.  
 
Um der globalen Verantwortung gerecht zu werden und das entwicklungspo litische Profil der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt zu schärften, transparent und sichtbar zu machen, beschloss 
die Stadtverordnetenversammlung am 22. März 2018 die partizipative Erarbeitung einer 
Gesamtkonzeption zur kommunalen entwicklungspolitischen Arbeit  in der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt (V. -Nr. 2018/0043). Dieser partizipative Prozess fand im Rahmen des Projektes 
„Koordination kommunaler Entwicklungspolitik in der Wissenschaftsstadt Darmstadt“ statt 
(V.-Nr. 2018/0043 und V .-Nr. 2020/0290).  
 
1. Kommunale Entwicklungspolitik  
 
Als kommunale Entwicklungspolitik wird die Summe aller Mittel und Maßnahmen bezeichnet, 
die Kommunalverwaltung und -politik einsetzen und ergreifen, um eine nachhaltige 
Entwicklung vor Ort und im Globalen Süden zu fördern. Hierzu zähle n sowohl Aktivitäten in 
Darmstadt, wie z.B. eine nachhaltige Stadtentwicklung, sowie im Ausland, beispielsweise in 
kommunalen Partnerschaftsprojekten. Kommunale Entwicklungspolitik ist somit eine 
Querschnittsaufgabe, die eine Brücke zwischen lokalem Handel  und globalen Auswirkungen 
baut.  
 
2. Entwicklungspolitisches Engagement  
 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt engagiert sich bereits seit Jahrzehnten 
entwicklungspolitisch vor Ort und im internationalen Austausch. Darmstadt unterhält zwei 
langjährige Städtepart nerschaften mit Kommunen des Globalen Südens, seit 1971 mit Bursa 
in der Türkei und seit 1992 mit Uzhhorod in der Ukraine. Mit der ukrainischen Partnerstadt 
setzt die Stadt im Jahr 2021 zwei Projekte der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit 
um: Ersten zum  Aufbau eines nachhaltigen Abfallmanagements in Uzhhorod (V. -Nr. 
2021/0195) und zweitens zur Eindämmung der Covid -19-Pandemie. Der Eigenbetrieb für 
kommunale Aufgaben und Dienstleistungen (EAD), der im Rahmen der Zusammenarbeit mit 
Uzhhorod seine Expertise  einbringt, beriet die Stadt Kairouan in Tunesien zudem bereits 
zwischen 2016 und 2020 bei der Errichtung einer Bioabfallkompostieranlage.  
 
Darmstadt ist seit 2013 Fairtrade -Stadt, fördert fairen Handel und baut die faire und 
nachhaltige Beschaffung konti nuierlich aus (SV -2013/0168). Mit einer Vielzahl von 
Maßnahmen engagiert sich die Stadt für den Klima - und Umweltschutz. Meilensteine der 
nachhaltigen Transformation der Stadt sind beispielsweise die Verabschiedung der 
Stadtentwicklungsstrategie Masterplan  DA2030+ und der eingeschlagene Pfad zur 
Klimaneutralität bis 2035. In internationalen fachlichen Netzwerken bringt die Stadt 
innovative Ideen aus Darmstadt ein und lernt von positiven Beispielen zur Lösung globaler 
Herausforderungen.  
 
Ein wichtiger Pfeil er ist das vielfältige entwicklungspolitische Engagement der 
Zivilgesellschaft in Darmstadt. Die Zusammenarbeit mit Menschen mit Migrationsgeschichte 
eröffnet dabei Potentiale für die kommunale Entwicklungspolitik.

- 4 - 
 
3. Darmstadt global nachhaltig gestalten – Entwicklungspolitisches Konzept der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt  
 
Das vorliegende entwicklungspolitische Konzept „Darmstadt global nachhaltig gestalten“ 
(Anlage 1) bündelt die entwicklungspolitischen Aktivitäten der Stadt und stellt diese in einer 
Bestandsanalyse vor. Aufbauend auf der Ausgangslage werden fachpolitische Empfehlungen 
für die künftige Gestaltung der Entwicklungspolitik der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
formuliert. Die Umsetzung des entwicklungspolitischen Konzeptes soll einen Beitrag zur 
lokalen Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung leisten (Beschluss der 
Stadtverordnetenversammlung am 30. September 2021, V. -Nr. 2021/0207).  
 
Das entwicklungspolitische Konzept konkretisiert somit die Unterzeichnung der Resolution 
„2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung: Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten“ 
vom 30. September 2021. Die politisch Verantwortlichen der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
haben somit ein öffentliches Statement zur globalen Verantwortung Darmstadts für eine 
nachhaltige Entwicklung unseres Planeten bekundet.  
 
Das entwicklungspolitische Konzept formuliert eine Vision für die zukünftige Gestaltung der 
kommunalen Entwicklungspolitik der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Auf Grundlage der 
bisherigen entwicklungspolitischen A ktivitäten und des Engagements für nachhaltige 
Entwicklung setzt sich die Wissenschaftsstadt Darmstadt mit dem Konzept folgende Ziele, 
die bis zum Jahr 2030 erreicht werden sollen und darüber hinaus Geltung entfalten:  
 
Strategisches Ziel  
 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt leistet einen Beitrag zur lokalen Umsetzung der Agenda 
2030, durch Umsetzung des entwicklungspolitischen Konzeptes der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt.  
 
Unterziele 
 
1. Mittels geeigneter und auf die Wissenschaftsstadt Darmstadt zugeschnittener 
Maßnahmen in ausgewählten Handlungsfeldern sollen mit dem 
entwicklungspolitischen Konzept die drei Aspekte der Nachhaltigkeit abgedeckt 
werden: Ökonomie, Ökologie, Soziales.  
2. Sensibilisierung der Bevölkerung und der Öffentlichkeit für Themen  der nachhaltigen 
Entwicklung durch Maßnahmen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit und 
Kooperationen.  
3. Bundesweite und internationale Profilierung der Wissenschaftsstadt Darmstadt als 
handelnder Akteur im Bereich der Entwicklungspolitik durch aktive Beteili gung an 
überregionalen Arbeitskreisen und Fachgremien sowie an internationalen Konferenzen 
und Netzwerken.  
 
Die operativen Ziele präzisieren das übergeordnete Ziel der lokalen Umsetzung der Agenda 
2030 und die Unterziele. Sie sind anhand ihrer Schwerpunkte  einem Handlungsfeld des 
entwicklungspolitischen Konzeptes zugeordnet und mit Maßnahmen und Indikatoren 
unterlegt. Die Konzeptskizze (Anlage 2) gibt einen Überblick über das Gesamtkonzept.

- 5 - 
Handlungsfelder des entwicklungspolitischen Konzeptes   
 
- Kommunale Partnerschaften  
- Migration und Entwicklung  
- Internationale und fachliche Vernetzung  
- Faire/ nachhaltige Beschaffung und fairer Handel  
- Klima- und Umweltschutz  
- Entwicklungspolitische Informations - und Bildungsarbeit  
- Stärkung der Zivilgesellschaft  
 
Für die Entwicklungszusammenarbeit der Wissenschaftsstadt Darmstadt mit Kommunen des 
Globalen Südens werden im entwicklungspolitischen Konzept Grundprinzipien aufgestellt. 
Hierzu gehört die Wahrung von Menschenrechten, die Kooperation auf Augenhöhe sowie die 
Orientierung an den Evaluierungskriterien des Entwicklungsausschusses der Organisation für 
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (DAC -Kriterien).  
 
4. Beteiligungsprozess  
 
Das entwicklungspolitische Konzept wurde im Dialog mit der Zivilgesellschaft erarbeitet. 
Hierzu fanden vier „Netzwerktreffen Entwicklungspolitik in Darmstadt“ statt: im Mai 2019, 
November 2019, September 2020 und November 2020. Bei den öffentlichen 
Veranstaltungen erfolgte eine Bestandsaufnahme sowie Bedarfsanalyse der 
Entwicklungspolitik in Darmstadt. Darauf aufbauend kommentierten und ergänzten die 
entwicklungspolitischen Akteure aus Darmstadt sowie Bürgerinnen und Bürger die 
Handlungsfelder, Ziele und Ma ßnahmen des Konzepts. Im Herbst 2019 wurde eine 
Steuerungsgruppe konstituiert, welche die Entwicklung des Konzeptes begleitete. Diese hat 
sich aus dem Netzwerk entwicklungspolitischer Akteure der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
heraus konstituiert und besteht  auf Vertreterinnen und Vertretern von Stadtverwaltung und 
Zivilgesellschaft. Der Beteiligungsprozess des entwicklungspolitischen Konzeptes sollte dazu 
beitragen, eine Grundlage für eine nachhaltig und lokal verankerte Entwicklungspolitik zu 
schaffen, die von einer breiten Akteurslandschaft getragen wird.  
 
5. Weiteres Vorgehen  
 
Die stadtverwaltungsinterne Koordinierung und das Monitoring der Umsetzung des 
entwicklungspolitischen Konzeptes erfolgt federführend durch das Amt für Vielfalt und 
Internationale Bezi ehungen. Erste Maßnahmen werden bereits im Jahr 2021 im Rahmen der 
„Koordination kommunaler Entwicklungspolitik der Wissenschaftsstadt Darmstadt“ 
umgesetzt. Diese initiierte das Abfallmanagementprojekt mit Uzhhorod und organisierte die 
Netzwerktreffen Entw icklungspolitik in Darmstadt.  
 
Nach Erörterung und Beschlussfassung durch die Stadtverordnetenversammlung soll das 
entwicklungspolitische Konzept im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt 
werden. Die Öffentlichkeit soll über die Ergebnisse de s partizipativen Erarbeitungsprozesses 
und die nächsten Schritte der Umsetzung informiert werden.

- 6 - 
6. Kosten 
 
Für die Umsetzung der im entwicklungspolitischen Konzept dargestellten Maßnahmen sind 
städtische Mittel einzubringen. Diese sind im Rahmen der Haus haltsberatungen durch die 
zuständigen Fachämter in der notwendigen Höhe zu etatisieren. Darüber hinaus sind vor der 
Umsetzung der geplanten Maßnahmen die notwendigen Gremienbeschlüsse einzuholen.  
 
 
 
 
Darmstadt, 30.11.2021 
531 
 
Dezernat I      
 
 
 
 
Jochen Partsch  
Oberbürgermeister

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Darmstadt global  Darmstadt global  
nachhaltig gestaltennachhaltig gestalten
Entwicklungspolitisches Konzept  
der Wissenschaftsstadt Darmstadt

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Darmstadt global  
nachhaltig gestalten  
 
Entwicklungspolitisches Konzept 
der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
Herausgeberin | Kontakt
Wissenschaftsstadt Darmstadt
Amt für Vielfalt und Internationale Beziehungen
Bad Nauheimer Straße 4
64289 Darmstadt
Telefon: (0 61 51) 13 – 23 21
Telefax: (0 61 51) 13 – 35 84
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Internet: www.darmstadt.de
Für den Inhalt der Publikation ist allein die Herausgeberin  
verantwortlich; die hier dargestellten Positionen geben nicht  
den Standpunkt der Engagement Global oder des Bundesministeriums 
für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung wieder. 
 
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© Wissenschaftsstadt Darmstadt 2021

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt
2
Vorwort
 
Die Welt ist näher zusammengerückt. Zentrale Zukunftsaufgaben haben 
eine globale Dimension und betreffen Themen der Nachhaltigkeit, wie 
die Klimakrise und Migrationsbewegungen beispielhaft verdeutlichen. 
Der Kampf um nachhaltige Entwicklung kann dabei nicht ohne schnelles 
und ehrgeiziges Handeln auf lokaler Ebene gewonnen werden. Denn als 
Umsetzungsebene sind Kommunen entscheidend für die Erreichung von 
zwei Dritteln der im September 2015 international vereinbarten Ziele der 
Agenda 2030 für nachhalte Entwicklung. 
Unser entwicklungspolitisches Konzept zeigt auf, wie wir Darmstadt 
nachhaltiger gestalten und zugleich unserer globalen Verantwortung 
gerecht werden. Durch eine nachhaltige Transformation unserer Stadt 
und unser entwicklungspolitisches Engagement leisten wir einen Beitrag zur lokalen Umsetzung 
der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, um Wirtschaft, Umwelt und Soziales in Einklang zu  
bringen. Meilensteine auf unserem Weg sind beispielsweise die Stadtentwicklungsstrategie  
Masterplan DA2030+, unser Pfad zur Klimaneutralität bis 2035 und unsere Zusammenarbeit mit 
Kommunen im Globalen Süden. 
Das Konzept, das unter Einbeziehung der entwicklungspolitischen Akteure der Stadt erarbeitet  
wurde, konkretisiert die Unterzeichnung der Resolution „2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung: 
Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten“ im September 2021. Die nachhaltige Entwicklung 
Darmstadts ist eine Querschnittsaufgabe. Kommunale Entwicklungspolitik baut hierbei die Brücke 
zwischen lokalem Handel und globalen Auswirkungen.
Eine Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung unserer Ziele für ein global nachhaltiges  
Darmstadt ist die Zusammenarbeit mit lokalen und internationalen Partnern. Ein wichtiger  
Pfeiler ist das vielfältige entwicklungspolitische Engagement der Zivilgesellschaft in Darmstadt.  
Potential entfaltet die Zusammenarbeit mit Menschen mit Migrationsgeschichte, die als Brücken -
bauer kulturelle Vermittler und Berater in der kommunalen Entwicklungspolitik sein können. Im  
Rahmen unserer Städtepartnerschaften und internationalen Beziehungen arbeiten wir gemeinsam an 
lokalen Lösungsansätzen. In internationalen fachlichen Netzwerken bringen wir innovative Ideen aus 
Darmstadt ein und lernen von positiven Beispielen zur Lösung globaler Herausforderungen.
Die „Dekade des Handels“ ist bereits angebrochen. Bis 2030 bleiben nur wenige Jahre, um die Ziele 
für nachhaltige Entwicklung zu erreichen und drängende Zukunftsaufgaben zu lösen. Die Covid-19- 
Pandemie hat den Handlungsdruck zusätzlich verstärkt und gefährdet bereits erreichte Fortschritte. 
Jetzt geht es darum, den eingeschlagenen Weg zu einer global nachhaltigen Transformation unserer 
Stadt konsequent fortzusetzen. Der Wandel kann nur gelingen, wenn wir diesen Weg gemeinsam gehen. 
Jochen Partsch
Oberbürgermeister
Vorwort

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt 3
Vorwort            2
Zusammenfassung           4 
Konzeptskizze          5 
Einleitung            6 
 
1.  Rahmenbedingungen kommunaler Entwicklungspolitik    7
1.1  Internationale Beschlüsse        7
1.2  Rahmenbedingungen in Deutschland 10 
 
2.  Ausgangslage – Engagement in der Wissenschaftsstadt Darmstadt  12
2.1  Kommunale Partnerschaften       17
2.2  Migration und Entwicklung      21 
2.3  Internationale und fachliche Vernetzung     25
2.4  Faire/ nachhaltige Beschaffung und fairer Handel   26
2.5  Klima- und Umweltschutz       28
2.6  Entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit   32
2.7  Stärkung der Zivilgesellschaft      34 
3.  Ziele des entwicklungspolitischen Konzeptes     35
3.1  Kommunale Partnerschaften       38
3.2  Migration und Entwicklung      42
3.3  Faire/ nachhaltige Beschaffung und fairer Handel   43
3.4  Klima- und Umweltschutz       44
3.5  Entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit   46
3.6  Stärkung der Zivilgesellschaft      48 
3.7  Internationale und fachliche Vernetzung     50
 
4. Grundprinzipien  der Entwicklungszusammenarbeit    52
5.  Berichterstattung         53
Entwicklungspolitisches Konzept  Entwicklungspolitisches Konzept  
der Wissenschaftsstadt Darmstadtder Wissenschaftsstadt Darmstadt
Inhalt
Inhaltsverzeichnis

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt
4
Zusammenfassung 
Das entwicklungspolitische Konzept „Darmstadt global nachhaltig gestalten“ stellt die Rahmen -
bedingungen (Kap. 1) und  die Analyse der kommunalen Entwicklungspolitik der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt vor. Aufbauend auf der Bestandsanalyse werden fachpolitische Empfehlungen für deren 
künftige Gestaltung formuliert. Sowohl die Ausgangslage (Kap. 2) als auch die daran anknüpfenden 
Ziele (Kap. 3) werden anhand der folgenden sieben Handlungsfelder dargestellt. 
Handlungsfelder des entwicklungspolitischen Konzeptes  
•  Kommunale Partnerschaften 
•  Migration und Entwicklung
•  Internationale und fachliche Vernetzung
•  Faire/ nachhaltige Beschaffung und fairer Handel
•  Klima- und Umweltschutz
•  Entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit
•  Stärkung der Zivilgesellschaft 
Im Anschluss werden die Grundprinzipien der Entwicklungszusammenarbeit der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt (Kap. 4) und die Berichterstattung zur Umsetzung des Konzeptes (Kap. 5) erläutert.
Das strategische Ziel der lokalen Umsetzung der Agenda 2030 in der Wissenschaftsstadt  
Darmstadt wird in drei Unterzielen konkretisiert. Die nachfolgende Übersicht gibt einen Überblick 
über die gesetzten Ziele. Maßnahmen werden in den einzelnen Handlungsfeldern aufgelistet. Sie 
sollen fortlaufend überprüft und ergänzt werden, um dynamischen Entwicklungen und künftigen 
neuen Anforderungen Rechnung tragen zu können. 
Zusammenfassung

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt 5
Konzeptskizze
Strategisches Ziel
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt leistet einen Beitrag zur lokalen Umsetzung der Agenda 2030, durch Umsetzung 
des entwicklungspolitischen Konzeptes der Wissenschaftsstadt Darmstadt. 
Unterziel Handlungsfeld Operative Ziele
1. Mittels geeigneter und auf die 
Wissenschaftsstadt Darmstadt 
zugeschnittener Maßnahmen in 
ausgewählten Handlungsfeldern 
sollen mit dem entwicklungspoliti -
schen Konzept die drei Aspekte der 
Nachhaltigkeit abgedeckt werden: 
Ökonomie, Ökologie, Soziales.
Kommunale 
Partnerschaften
•
•
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt erweitert ihr Enga-
gement im Bereich der kommunalen Partnerschaften 
und setzt gemeinsam mit Partnern aus dem Globalen 
Süden Projekte mit kommunalem Bezug um. 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt fördert den Aus -
tausch zur lokalen Umsetzung der Ziele für nachhalti -
ge Entwicklung mit ihren Partnerstädten.
Migration und 
Entwicklung
• Die Wissenschaftsstadt Darmstadt baut die Verknüp-
fung von Migration, Integration und Entwicklungszu-
sammenarbeit weiter aus. Sie kooperiert mit migranti-
schen Organisationen in ihrer entwicklungspolitischen 
Arbeit und setzt gemeinsame Projekte um.
Faire / nachhaltige  
Beschaffung und 
fairer Handel
• Die Wissenschaftsstadt Darmstadt stärkt und weitet 
die faire und nachhaltige Beschaffung weiter aus.
Klima- und 
Umweltschutz
• Die Wissenschaftsstadt Darmstadt engagiert sich im 
Bereich des Klima- und Umweltschutzes.
• Die Wissenschaftsstadt Darmstadt ist eine inklusive, 
sichere, widerstandsfähige und nachhaltige Stadt, 
die sich für die nachhaltige Nutzung der Flächen, 
die Senkung der Umweltbelastung durch Städte und 
nachhaltige Mobilität engagiert.
2. Sensibilisierung der Bevölkerung 
und der Öffentlichkeit für Themen 
der nachhaltigen Entwicklung 
durch Maßnahmen im Bereich der 
Öffentlichkeitsarbeit und Koopera -
tionen.
Informations- und 
Bildungsarbeit
• Die Informationsarbeit ist zentraler Bestandteil der 
entwicklungspolitischen Arbeit der Wissenschafts -
stadt Darmstadt.
Stärkung der 
Zivilgesellschaft
• Die Wissenschaftsstadt Darmstadt unterstützt das 
entwicklungspolitische Engagement der Zivilgesell -
schaft. 
• Sie fördert die Vernetzung in Darmstadt, unterstützt 
dabei das Engagement sichtbar zu machen, bezieht 
zivilgesellschaftliche Organisationen in ihre Entwick -
lungszusammenarbeit ein und ist offen für gemeinsame 
Projekte.
3. Bundesweite und internationale 
Profilierung der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt als handelnder Akteur 
im Bereich der Entwicklungspolitik 
durch aktive Beteiligung an überre-
gionalen Arbeitskreisen und Fach-
gremien sowie an internationalen 
Konferenzen und Netzwerken.
Internationale 
und fachliche  
Vernetzung
• Die Wissenschaftsstadt Darmstadt engagiert sich 
im und fördert den internationalen und fachlichen 
Austausch, insbesondere zur lokalen Umsetzung der 
Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. 
• Sie beteiligt sich aktiv an nationalen wie internationalen 
Netzwerken und setzt sich in nationalen wie interna-
tionalen Gremien für die Wahrnehmung der zentralen 
Rolle von Kommunen und deren Unterstützung bei der 
Realisierung nachhaltiger Entwicklung ein.

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt
6
Einleitung
Einleitung
Drängende Herausforderungen unserer Zeit wie der Klimawandel, Umweltzerstörung, Migration 
und globale Pandemien verdeutlichen die Verwundbarkeit einer globalisierten Welt. Sie rücken die 
gegenseitige Abhängigkeit und die Auswirkungen individuellen, lokalen, regionalen, nationalen wie 
internationalen Handelns ins Bewusstsein.
Städten kommt bei der Lösung dieser globalen Herausforderungen durch die lokale Umsetzung 
nachhaltiger Entwicklung eine zentrale Rolle zu. Heute lebt die Mehrheit der Weltbevölkerung in 
Städten, mit steigender Tendenz. Als wirtschaftliche Zentren sind urbane Räume für einen Großteil 
des globalen Ressourcenverbrauchs und der Emissionen verantwortlich. 
Durch Maßnahmen in Darmstadt, wie nachhaltige Stadtentwicklung, Klima- und Umweltschutz, faire 
Beschaffung, Projekte mit Kommunen des Globalen Südens1 und internationalen Wissensaustausch 
auf kommunaler Ebene kann die Wissenschaftsstadt Darmstadt zu einer nachhaltigeren globalen 
Entwicklung beitragen. 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt ist sich ihrer globalen Verantwortung bewusst und engagiert 
sich bereits seit Jahrzehnten entwicklungspolitisch vor Ort und im internationalen Austausch. 
Die Städtepartnerschaften mit Bursa in der Türkei seit 1971 und mit Uzhhorod in der Ukraine, 
seit 1992, sind hier exemplarisch zu erwähnen. Ein wichtiger Pfeiler des Engagements sind die 
zivilgesellschaftlichen Akteure, die sich in Darmstadt für globale Nachhaltigkeit einsetzen. Zahlreiche 
Vereine und Initiativen sind aktiv in der entwicklungspolitischen Bildungs- und Projektarbeit, ebenso 
wie Akteure aus Bildung, Wissenschaft, kommunalen Unternehmen sowie entwicklungspolitischen 
Organisationen.
Mit dem vorliegenden entwicklungspolitischen Konzept formuliert die Wissenschaftsstadt Darm -
stadt eine Grundlage für ihre entwicklungspolitische Arbeit bis zum Jahr 2030. Die Wissenschafts-
stadt Darmstadt leistet so einen Beitrag zur lokalen Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige 
Entwicklung. Nachhaltigkeits- und Entwicklungspolitik sowie Inlands- und Auslandsaktivitäten  
werden hierbei miteinander verknüpft. Das strategische Ziel der lokalen Umsetzung der Agenda 
2030 in der Wissenschaftsstadt Darmstadt wird in drei Unterzielen und sieben Handlungsfeldern 
konkretisiert. In den sieben Handlungsfeldern werden operative Ziele und Maßnahmen formuliert, 
die zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen.
Das entwicklungspolitische Konzept entstand im Rahmen des Projektes „Koordination kommunaler 
Entwicklungspolitik in der Wissenschaftsstadt Darmstadt“, welches durch die Servicestelle Kommunen 
in der Einen-Welt von Engagement Global aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche 
Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert wurde. Ein Netzwerk entwicklungspolitischer Akteure 
und eine daraus hervorgegangene Steuerungsgruppe begleiteten den Erarbeitungsprozess. Die 
engagierte Öffentlichkeit wurde bei Netzwerktreffen einbezogen. In einem Beteiligungsverfahren 
konnten Bürgerinnen und Bürger die vorgeschlagenen Ziele und Maßnahmen kommentieren und 
ergänzen.
1 Der Begriff „Globaler Süden“ versucht wertneutral die benachteiligte Position von Entwicklungs- und Schwellenländern im globalen     
  System gegenüber dem „Globalen Norden“ zu beschreiben und ist somit nicht geographisch zu verstehen.

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt 7
1. Rahmenbedingungen kommunaler Entwicklungspolitik
Kommunale Entwicklungspolitik
Kommunen erfahren als entwicklungspolitische Akteure eine zunehmende Bedeutung. Zahlreiche 
der globalen Herausforderungen betreffen Aufgaben der kommunalen Ebene. Vor Ort unterhalten 
Kommunen die wirtschaftliche, soziale und ökologische Infrastruktur und setzen lokal Nachhaltigkeits-
politik um. Als Politik- und Verwaltungsebene stehen sie ihren Bürgerinnen und Bürgern zudem am 
nächsten. 
Als kommunale Entwicklungspolitik wird die Summe aller Mittel und Maßnahmen bezeichnet, die  
Kommunalverwaltung und -politik einsetzen und ergreifen, um eine nachhaltige Entwicklung vor Ort 
und im Globalen Süden zu fördern. Hierzu zählen sowohl Aktivitäten vor Ort, wie faire Beschaffung, 
sowie im Ausland, beispielsweise in kommunalen Partnerschaftsprojekten. Die kommunale Ent-
wicklungspolitik steht dabei im Kontext internationaler, nationaler und landespolitischer Beschlüsse.
1.1 Internationale Beschlüsse
UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung – Nachhaltige Entwicklung als Leitbild
Nachhaltige Entwicklung („sustainable development“) wurde bei der Konferenz der Vereinten Nationen 
für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro 1992 von der Staatengemeinschaft zum internationalen 
Leitbild erhoben. Wirtschaftliche Effizienz, soziale Gerechtigkeit und die Wahrung der Umwelt und 
somit der menschlichen Lebensgrundlagen sollten miteinander in Einklang gebracht werden. Entwick-
lungs- und Umweltbelange sollten integriert werden, um den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts 
zu begegnen: der wachsenden Ungleichheit zwischen und innerhalb von Nationen, der Ausbreitung von 
Armut, Hunger, Krankheit und Analphabetismus sowie der fortgesetzten Zerstörung der Ökosysteme.
Nachhaltige Entwicklung
„Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, 
ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen“.  
(Brundland-Bericht)2 
Die in Rio verabschiedete Agenda 21 betonte das Recht auf Entwicklung und das Ziel der Armuts -
reduzierung. Sie beinhaltete Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige Nutzung der Ressourcen 
Wasser, Boden und Wald, sowie Umweltziele wie die Reduzierung von Treibhausgasen. Den Industrie-
staaten als Hauptverursacher der entstandenen Umweltschäden wurde eine besondere Verantwortung 
zugesprochen.
Adressaten für eine wirksame Umsetzung der Ziele und Maßnahmen waren, neben Regierungen, 
Kommunen und gesellschaftlichen Gruppen, alle Bürgerinnen und Bürger. Kommunen und  
kommunale Initiativen zur Unterstützung der Agenda 21 wurden dabei als wichtige Partner  
benannt. Bürgerinnen und Bürgern sollten in einem Konsultationsprozess die lokale Umsetzung 
der Agenda 21 mitgestalten. So ging auch der „Lokale Agenda 21“-Prozess in Darmstadt auf den 
Beschluss in Rio zurück.
2 World Commission on Environment and Development/ Weltkommission für Umwelt und Entwicklung (1987): Our common future.
Rahmenbedingungen kommunaler Entwicklungspolitik

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt
8
Rahmenbedingungen kommunaler Entwicklungspolitik
Die Rio-Konferenz 1992 verabschiedete zudem die Klima-Rahmenkonvention, auf welche die 
nachfolgenden Klimarahmenkonferenzen (Vertragsstaatenkonferenzen) zurückgehen. Ziel des 
internationalen Klimaschutzabkommens ist es, eine vom Menschen verursachte Störung des  
Klimasystems zu verhindern.
Millenniumsentwicklungsziele
Die Millenniumserklärung, Ergebnis des Gipfeltreffens der Vereinten Nationen in New York im 
September 2000 und die Millenniumsentwicklungsziele (Millennium Development Goals/MDGs) 
formulierten einen weltweiten Konsens über globale Entwicklungsziele. Acht Ziele, die bis 2015 
erreicht werden sollten, wurden darin festgeschrieben: Extreme Armut und Hunger, HIV/Aids,  
Malaria und andere schwere Krankheiten sollten bekämpft, Kindersterblichkeit gesenkt und  
Bildung, Geschlechtergerechtigkeit, die Gesundheit von Müttern und ökologische Nachhaltigkeit 
verbessert werden.
 
Pariser Klimaschutzabkommen – Erderwärmung auf unter zwei Grad Celsius beschränken 
Am 12. Dezember 2015 einigte sich die internationale Gemeinschaft in Paris bei der 21. Internationalen 
Klimakonferenz (COP 21), die Erderwärmung auf unter zwei Grad Celsius und möglichst unter 1,5 
Grad Celsius zu beschränken. Die Folgen des Klimawandels sollen durch die Treibhausgasreduktion  
eingedämmt werden. Ihre nationalen Reduktionsziele legen die Staaten dabei selbst fest.
Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung
Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung formuliert 17 Ziele, die bis 2030 umgesetzt  
werden sollen. Sie wurde im September 2015 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen  
einstimmig verabschiedet und trat am 1. Januar 2016 in Kraft. Sie gilt für alle Staaten  
gleichermaßen und soll auf allen politischen Ebenen umgesetzt werden. Die 17 Nachhaltigkeits -
ziele (Sustainable Development Goals, SDGs) wurden in 169 Unterzielen konkretisiert. Diese  
dienen zugleich als Fortschrittsindikatoren. 3 
3 Vereinte Nationen (2015): Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung, A/RES/70/1  
   (25. September 2015), abrufbar unter https://www.un.org/Depts/german/gv-70/band1/ar70001.pdf
   Die Millenniumsentwicklungsziele (Millennium Development Goals/MDGs) 
   •  Extreme Armut und Hunger bekämpfen (MDG 1)
   •  Allgemeine Grundschulbildung verwirklichen (MDG 2)
   •  Die Gleichstellung der Geschlechter fördern und die Rolle von Frauen stärken (MDG 3)
   •  Die Kindersterblichkeit senken (MDG 4)
   •  Die Gesundheit von Müttern verbessern (MDG 5)
   •  HIV/Aids, Malaria und andere schwere Krankheiten bekämpfen (MDG 6)
   •  Die ökologische Nachhaltigkeit sichern (MDG 7)
   •  Eine weltweite Entwicklungspartnerschaft aufbauen (MDG 8)

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt 9
Fünf Kernbotschaften wurden den Nachhaltigkeitszielen als handlungsleitende Prinzipien vorange -
stellt: Mensch, Planet, Wohlstand, Frieden und Partnerschaft (englisch: People, Planet, Prosperity, 
Peace, Partnership – „5 Ps“). Sie verdeutlichen die Zusammenhänge zwischen den Zielen.
 
Die Agenda 2030 drückt die Überzeugung aus, dass eine Welt ohne Armut und Hunger möglich ist. 
Den etwa zwei Milliarden Menschen, die unter Mangelernährung leiden soll ein würdevolles Leben  
ermöglicht werden. Der Planet soll geschützt, der Klimawandel begrenzt und natürliche Lebens -
grundlagen bewahrt werden. Hierzu bedarf es der Umsetzung von Maßnahmen zur nachhaltigen 
Nutzung von Meeren und Ozeanen, zum Erhalt von Ökosystemen und Biodiversität, zum Klima -
schutz und zu einem nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen. Globalisierung kann  
gerecht gestaltet und nachhaltiges Wirtschaftswachstum ermöglicht werden, damit Wohlstand alle 
Menschen erreicht und menschenwürdige Arbeitsbedingungen garantiert werden. Frieden soll durch 
die Wahrung von Menschenrechten und gute Regierungsführung gefördert werden. Globale Partner-
schaften sollen der Umsetzung der Agenda 2030 dienen. Der Erfolg der Agenda 2030 hängt davon 
ab, dass jede und jeder Einzelne sich beteiligt. 
Kommunen kommt eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der Agenda 2030 zu. Zwei Drittel ihrer 
Ziele sind nur durch das Engagement lokaler und regionaler Regierungen zu erreichen, schätzt die 
Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).4
Rahmenbedingungen kommunaler Entwicklungspolitik
4 OECD (2020): OECD Urban Policy Reviews, A Territorial Approach to the Sustainable Development Goals, Synthesis report.

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt
10
Neue Urbane Agenda
Die Neue Urbane Agenda (New Urban Agenda) konkretisiert die Bedeutung nachhaltiger Stadtent -
wicklung für die Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Sie ist das Ergebnis der 
Habitat-III-Konferenz der Vereinten Nationen zu Wohnen und nachhaltiger Stadtentwicklung im Jahr 
2016. Grundsätze einer sozial, ökonomisch und ökologisch nachhaltigen Stadtentwicklung werden 
in der Neuen Urbanen Agenda beschrieben:  
„Die Umsetzung der Neuen Urbanen Agenda trägt dazu bei, die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung 
auf integrierte Weise und entsprechend den jeweiligen lokalen Gegebenheiten umzusetzen und die Ziele und 
Unterziele für nachhaltige Entwicklung zu erreichen, darunter Ziel 11, Städte und menschliche Siedlungen 
inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig zu gestalten“ (Vereinte Nationen 2016: 7).5
Der Green Deal der Europäischen Union – Fahrplan zu Klimaneutralität und einem  
nachhaltigen Umbau der Wirtschaft, der die Existenzgrundlagen der Menschheit sichert 
Der Green Deal beschreibt den Fahrplan der Europäischen Union (EU) zur Klimaneutralität bis 
2050. Die EU-Kommission kündigte mit ihm eine neue Wachstumsstrategie an6, welche die globalen  
Herausforderungen des Klimawandels und der Umweltzerstörung adressiert. Bis zum Jahr 2050 
sollen netto keine Treibhausgasemissionen mehr freigesetzt werden und das Wirtschaftswachs -
tum vom Ressourcenverbrauch entkoppelt sein. Der Pfad für eine ambitionierte Umwelt-, Klima- und 
Energiepolitik wird damit eingeschlagen, welche Europa zum ersten klimaneutralen Kontinent  
machen soll.  
1.2 Rahmenbedingungen in Deutschland
Die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie
In Deutschland bildet die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie die Grundlage für die Umsetzung 
der international vereinbarten Nachhaltigkeitsziele. Seit 2016 orientiert sich die Deutsche  
Nachhaltigkeitsstrategie an den Zielen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der  
Vereinten Nationen. Leitlinien der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie sind Generationengerechtigkeit, 
Lebensqualität, sozialer Zusammenhalt und internationale Verantwortung. Der Umsetzungsstand 
wird anhand von Indikatoren mit mittelfristigen und langfristigen Vorgaben gemessen. 
Beschluss des Bund-Länder-Ausschusses Entwicklungszusammenarbeit vom 7. Juni 2010
Ein gemeinsamer Konsens über Rollen und Schwerpunkte der kommunalen Entwicklungspolitik 
wurde am 7. Juni 2010 vom Bund-Länder-Ausschuss Entwicklungszusammenarbeit formuliert.  
Darin wurde die Bedeutung der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit anerkannt und  
Maßnahmen zur Förderung kommunalen entwicklungspolitischen Engagements vereinbart.  
5 Vereinte Nationen (2016): Neue Urbane Agenda, abrufbar unter http://habitat3.org/wp-content/uploads/NUA-German.pdf  
6 Europäische Kommission (2019): Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Europäischen Rat, den Rat, den   
  Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen – Der europäische Grüne Deal (COM(2019) 640   
  final vom 11.12.2019
Rahmenbedingungen kommunaler Entwicklungspolitik

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt 11
Im Beschluss vom 7. Juni 2010 heißt es, die „Betätigung von Kommunen im Ausland […]  
[werde] von Bund und Ländern unter bestimmten Voraussetzungen als nicht nur zulässig,  
sondern auch wünschenswert betrachtet“ 7. Verwiesen wird zudem auf den Rahmen in dem 
kommunale Entwicklungspolitik zulässig ist: „Grundvoraussetzung einer zulässigen kommunalen 
Auslandsarbeit ist, dass sie auf lokaler Ebene geschieht, mithin Gemeinden oder vergleichbare  
Institutionen im Ausland zum Partner hat und sich auf Gegenstände bezieht, die nach deutschem 
Rechtsverständnis Angelegenheiten der Gemeinden sind. Weitere Einschränkungen können sich 
aus der Außen- und Entwicklungspolitik des Bundes ergeben. Die Verfolgung der außen- und  
entwicklungspolitischen Ziele des Bundes ist den kommunalen Aktivitäten übergeordnet.“8
Leitlinien zur Entwicklungszusammenarbeit der Hessischen Landesregierung
Die am 12. März 2018 beschlossenen Leitlinien der Hessischen Landesregierung zur Entwick -
lungszusammenarbeit benennen die Grundsätze, Schwerpunktaktivitäten und Instrumente der  
Entwicklungszusammenarbeit des Landes Hessen. Ebenso greift die Nachhaltigkeitsstrategie  
Hessens die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) auf und integriert diese in ihre Indikatoren. 
Förderung kommunaler Entwicklungspolitik
Im Auftrag der Bundesregierung unterstützt Engagement Global insbesondere mit der „Service -
stelle Kommunen in der Einen Welt“ Kommunen in ihrem entwicklungspolitischen Engagement durch  
zahlreiche thematische und regionale Förderprogramme sowie Qualifizierungs-, Beratungs- und  
Vernetzungsangebote. Finanziert werden die Projekte aus Mitteln des Bundesministeriums für  
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). 
Im Bereich der kommunalen Partnerschaften werden Länder- und regionenbezogene Partnerschaften 
sowie themenbezogene Partnerschaften gefördert. Zudem gibt es Programme zur personellen 
Unterstützung für Partnerschaften und finanzielle Förderprogramme für entwicklungspolitische  
Kooperationsprojekte. Kleinere Projekte der kommunalen Entwicklungspolitik, d.h. Projekte die 
eine global nachhaltige Entwicklung in der eigenen Kommune und/oder der Partnerkommune in 
Entwicklungs- und Transformationsländern fördern, werden finanziell durch den „Kleinprojekte -
fonds Kommunale Entwicklungspolitik“ unterstützt. Für größere kommunale Partnerschaftsprojekte 
bietet Engagement Global mit dem Programm „Nachhaltige Kommunalentwicklung durch Partner-
schaftsprojekte (Nakopa)“ Unterstützung. 
7  Engagement Global (2018): Rechtliche Aspekte der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit im Ausland, in:  
  Dialog Global, Nr. 49, abrufbar unter:  
  https://skew.engagement-global.de/dialog-global/dialog-global-nr-49.html?file=files/2_Mediathek/Mediathek_Microsites/SKEW/     
  Publikationen/3_Dialog_Global/skew_dialog_global_nr.49_rechtliche_aspekte__kommunale_EZ_ausland_2018.pdf  
8 Beschluss der Arbeitsgemeinschaft der Innenministerien (Arbeitskreis III, „Kommunale Angelegenheiten“) zur kommunalen  
  Entwicklungszusammenarbeit vom 3./4. Oktober 1985 in der Fassung vom 5./6. November 1987
Rahmenbedingungen kommunaler Entwicklungspolitik

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt
12
Ausgangslage – Engagement in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
2. Ausgangslage – Engagement in der Wissenschaftsstadt   
    Darmstadt
Darmstadt ist eine internationale und weltoffene Stadt. Vor Ort und in ihren internationalen  
Beziehungen setzt sich die Wissenschaftsstadt Darmstadt für nachhaltige Entwicklung ein. Eine 
Besonderheit der Stadt ist die doppelte Verknüpfung der Internationalität. Sie wirkt sowohl nach 
innen, in der Stadtgesellschaft, wie auch nach außen, in den internationalen Kontakten der  
Wissenschaftsstadt. 
Eine Vielzahl von Darmstädter Akteuren engagiert sich vor Ort und weltweit im Bereich der nach -
haltigen Entwicklung. Hierzu gehören städtische Ämter und Verwaltungsstellen sowie zahlreiche  
kommunale Beteiligungen, die nachhaltige Entwicklung in ihren jeweiligen Geschäftsfeldern  
umsetzen. Zu den entwicklungspolitischen Akteuren in Darmstadt zählen gleichermaßen Eine-Welt-  
und Nachhaltigkeitsinitiativen, migrantische Organisationen, Hochschulen, Universitäten, kirchliche  
Organisationen, Schulen, Unternehmen sowie Stiftungen. 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt zeichnet sich zudem durch eine innovative Forschungsland -
schaft aus, verfügt über zahlreiche städtische Grünflächen und ist Digitalstadt mit Projekten im  
Bereich Smart City. Zugleich ist Darmstadt die am stärksten wachsende Stadt im Rhein-Main-Gebiet. 
Hierdurch entstehen Flächen- und Nutzungskonkurrenzen. Lösungsansätze werden im Bereich der 
integrierten Stadtentwicklung erarbeitet. 
Förderung nachhaltiger Entwicklung ist eine Querschnittsaufgabe
Am 30. September 2021 schloss sich die Wissenschaftsstadt Darmstadt der Erklärung „2030-Agenda 
für Nachhaltige Entwicklung: Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten“ an9. Sie bekräftigte  
somit ihr Engagement für die lokale Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. 
Die Förderung nachhaltiger Entwicklung und die lokale Umsetzung der Agenda 2030 sind 
eine Querschnittsaufgabe in der Stadtverwaltung und -politik. Verschiedene städtische Ämter,  
Verwaltungsstellen und kommunale Beteiligungen arbeiten daran, nachhaltige Entwicklung in 
Darmstadt zu gestalten und Wirtschaft, Soziales und Umwelt in Einklang zu bringen. 
Tätigkeitsbereiche der lokalen Umsetzung der Agenda 2030 sind beispielsweise die integrierte 
Stadtentwicklung, der Klima- und Umweltschutz, die soziale, wirtschaftliche und politische Inklusion 
aller Bürgerinnen und Bürger in eine diverse und internationale Stadtgesellschaft sowie die  
internationalen Beziehungen der Stadt. 
9 Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 30.09.2021 zur „Unterzeichnung der Resolution ‚2030-Agenda für Nachhaltige  
  Entwicklung: Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten‘“ (Vorlage-Nr. 2021/0207)

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt 13
Ausgangslage – Engagement in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Für einzelne Themenfelder liegen spezifische Konzepte, Pläne und Projekte vor oder befinden sich 
in Erarbeitung. Nachfolgend werden einige Beispiele exemplarisch in Bezug zu einzelnen oder  
mehreren Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) benannt:
 
Koordination kommunaler Entwicklungspolitik in Darmstadt
Zur Verankerung des Querschnittsthemas kommunale Entwicklungspolitik in der Verwaltung der  
Wissenschaftsstadt Darmstadt führt diese seit November 2018 das Projekt „Koordination kommunaler 
Entwicklungspolitik in der Wissenschaftsstadt Darmstadt“ durch. Gefördert wird das Projekt durch 
Engagement Global aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und 
Entwicklung. Die Erarbeitung des entwicklungspolitischen Konzeptes zählte zu den Hauptaufgaben 
der Koordinationsstelle. Zudem wurde ein Netzwerk entwicklungspolitischer Akteure in Darmstadt 
etabliert und das Engagement der Stadtverwaltung in Partnerschaftsprojekten mit Kommunen im 
Globalen Süden ausgebaut, durch die Initiierung von Projekten mit der Partnerstadt Uzhhorod. Eine 
zweite Projektphase ab November 2020 dient der Umsetzung erster Maßnahmen des Konzeptes.
   •  Masterplan DA 2030+
      Räumliche Entwicklungsstrategie für Darmstadt (2020) – SDG 11  
      nachhaltige Städte und Gemeinden
   •  Mobilitätskonzept DA 2030+ (in Vorbereitung) – SDG 11 nachhaltige Städte und Gemeinden,  
       SDG 11.2.1 Modal Split 
   •  Integriertes Klimaschutzkonzept (2013), Aktualisierung in Vorbereitung –  SDG 13 Maßnahmen    
      zum Klimaschutz
   •  Beschluss „Höchste Priorität für den Klimaschutz“ (2019) – SDG 13 Maßnahmen zum Klima-     
       schutz, SDG 11 nachhaltige Städte
   •  Auf dem Weg zur inklusiven Stadt. Erster Aktionsplan der Wissenschaftsstadt Darmstadt zur 
      Umsetzung des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit      
      Behinderung (2016) –  SDG 8.5 Arbeitsmarkt, SDG 4.5 Bildung, SDG 1.3 Gesundheitsversor-  
      gung, SDG 10.2 kulturelle Aktivitäten, SDG 11.2.2 Barrierefreiheit des ÖPNV
   •  1. Bildungsbericht der Wissenschaftsstadt Darmstadt 2018. Bildung im Lebensverlauf:  
      Frühes Kindesalter bis zum Einstieg in den Beruf (2018) – SDG 4 hochwertige Bildung
   •  Wohnungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt mit Instrumentenportfolio  
      (2019) – SDG 11 nachhaltige Städte und Gemeinden, SDG 11.1.1 Zugang zu angemessenem,  
      sicherem und bezahlbarem Wohnraum
   •  Vom Zufluchtsort zur Heimat. Dokumentation der Fluchtzuwanderung 2015-2017 und Weg-
      weiser für nachhaltiges kommunales Integrationsmanagement (2020) – SDG 10 weniger  
      Ungleichheit 
   •  Sozialatlas Darmstadt. Beiträge zur Sozialberichterstattung 2021 – SDG 1 keine Armut, SDG  
      10 weniger Ungleichheit

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt
14
Lokale Agenda 21
Seit 1998 engagieren sich Bürgerinnen und Bürger in der Lokalen Agenda 21 für die Entwicklung 
Darmstadts hin zu einer nachhaltigen Stadt. In Themengruppen setzen sie seit über 20 Jahren  
eigene Projekte um. Die Arbeit der Themengruppen bezieht sich auf zahlreiche Nachhaltigkeitsziele 
der Vereinten Nationen und verdeutlicht die Vielseitigkeit der Nachhaltigkeitsthemen in Darmstadt. 
Hierbei werden sie finanziell und ideell durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt unterstützt. Vorbild 
für das lokale Handlungsprogramm der Lokalen Agenda 21 in Darmstadt war der Beschluss der 
Agenda 21 durch die Vereinten Nationen in Rio de Janeiro 1992 (s. Kap. 1). Im Oktober 2021 wurde 
der Beschluss gefasst diese Unterstützung in die regulären städtischen Strukturen zu überführen.
    Projektziele der ersten Phase der Koordination kommunaler Entwicklungspolitik  
    in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
    Das entwicklungspolitische Profil der Wissenschaftsstadt Darmstadt soll geschärft,  
    transparent und sichtbar werden. Hierzu soll
    •  ein Netzwerk der Akteure, die sich in der entwicklungspolitischen Arbeit in Darmstadt 
       engagieren, etabliert werden, 
    •  eine Gesamtkonzeption zur kommunalen entwicklungspolitischen Arbeit in einem  
       partizipativen Prozess erarbeitet werden,
    •  das Bewusstsein für entwicklungspolitische Themen in Stadtverwaltung und Zivilgesellschaft       
       verbreitet werden, und 
    •  das Engagement der Stadtverwaltung in kommunalen Partnerschaftsprojekten mit Ländern des       
       Globalen Südens ausgebaut werden, insbesondere mit Uzhhorod/ Ukraine und Bursa/ Türkei.
    Beschluss
    Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 22. März 2018 zur „Etablierung des       
    Themas ‚Kommunale Entwicklungspolitik‘ als Querschnittsaufgabe in der Kommune durch 
    Einrichtung einer Projektstelle zur Koordination und Umsetzung des entwicklungspolitischen 
    Engagements in der Wissenschaftsstadt Darmstadt“ (Vorlage-Nr. 2018/0043)
    Leitlinien der Lokalen Agenda 21 in Darmstadt
    •  Die Versorgung mit lebensnotwendigen Gütern ist unter Wahrung des Nachhaltigkeitsprinzips         
       zu sichern.
    •  Ziel der Stadtentwicklung ist die Förderung eines gesunden Lebensumfelds und der Erhalt  
       der biologischen Vielfalt.
    •  Geeigneter Wohnraum entspricht der Nachfrage und den Einkommen. 
    •  Wesentliche Einrichtungen werden auf Quartiersebene, mindestens aber auf Stadtteilebene,  
       fußläufig und barrierefrei zugänglich sein.
Ausgangslage – Engagement in der Wissenschaftsstadt Darmstadt

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt 15
Darmstädter Stadtwirtschaft
Wie kommunale Unternehmen zu nachhaltiger Entwicklung beitragen, verdeutlicht der Nachhaltig-
keitsbericht der Darmstädter Stadtwirtschaft10. Er zeigt das Engagement für Klima- und Umweltschutz 
sowie für gemeinwohlorientiertes Wirtschaften auf, nennt Verbräuche und stellt Bezug zu den 17  
Zielen für nachhaltige Entwicklung her. Dieser Bericht wird von der HEAG Holding AG, dem  
Beteiligungsmanagement der Wissenschaftsstadt Darmstadt (HEAG) für die städtischen Beteiligungen, 
erstellt. 
    •  Die nachhaltige Mobilität aller Bürgerinnen und Bürger wird sichergestellt sein.
    •  Historisch bedeutsame Quartiere und Ensembles werden erhalten. Bauweisen, Baustile und 
       Fassaden führen zu einem attraktiven Stadtbild.
    •  Bürgerinnen und Bürger werden bei allen Überlegungen und Maßnahmen zur Stadtentwicklung   
       und Stadtplanung angemessen beteiligt.
    •  Kulturelle, gesellschaftliche und politische Identität in einer multikulturellen Gemeinschaft 
       wird durch die Stadtentwicklung gefördert.
    •  Medien, Wissenschaft und Kunst werden aktiv unterstützt. 
    •  Global denken, lokal handeln. 
    Beschlüsse
    •  Beschluss der Stadtverordnetenversammlung der Wissenschaftsstadt vom 30.09.1997  
       zur Aufstellung einer Lokalen Agenda 21 für Darmstadt
    •  Magistratsbeschluss vom 23.08.2000 zur Umsetzung des Agenda 21-Dokumentes,  
       Beschluss der Stadtverordnetenversammlung am 07.09.2020 (Vorlage-Nr. 2000/0548) 
    •  Magistratsbeschluss vom 06.10.2021 zur Überführung des Agenda-21-Prozesses in die  
       städtischen Strukturen (Vorlage-Nr. 2021/0227)
       Einbezogene Unternehmen der Darmstädter Stadtwirtschaft und Zuordnung zu  
       den Geschäftsfeldern im Nachhaltigkeitsbericht der Darmstädter Stadtwirtschaft  
       in den Berichtsjahren 2018/2019
       Energie & Wasser
      •  ENTEGA AG
      •  Beteiligungen der ENTEGA AG
       Immobilien
      •  Bauverein AG
      •  Eigenbetrieb Immobilienmanagement (IDA)
      •  Wissenschafts- und Kongresszentrum Darmstadt GmbH & Co. KG 
      •  Eigenbetrieb Bürgerhäuser und Märkte (Bürgerhäuser) (nur 2017)
Ausgangslage – Engagement in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
10 Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat zur Erfüllung ihrer Aufgaben im Rahmen der Daseinsvorsorge kommunale Eigenbetriebe   
    eingerichtet und privatrechtliche Gesellschaften gegründet, bei denen sie Alleingesellschafterin ist. Darüber hinaus ist sie mit anderen 
    Kommunen oder Unternehmen an zahlreichen Gesellschaften beteiligt. Die überwiegende Zahl der Beteiligungen der Wissenschafts-
    stadt Darmstadt, d. h. die Unternehmen, an denen die Stadt mit mindestens 20 Prozent unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist, wird 
    in dem von der Stadt jährlich veröffentlichten Beteiligungsbericht näher erläutert.

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt
16
Aufgrund der Bestandsanalyse ergibt sich Handlungsbedarf in folgenden Bereichen, die nachfolgend 
als Handlungsfelder bezeichnet werden. Die Ausgangslage wird im jeweiligen Handlungsfeld  
beschrieben. Die Darstellung der entwicklungspolitischen Aktivitäten in den Handlungsfeldern 
soll einen Eindruck der Vielfalt und Vielzahl von Maßnahmen vermitteln, ohne den Anspruch auf 
Vollständigkeit zu erheben. 
 
       Mobilität
      •  HEAG mobilo GmbH
      •  Beteiligungen der HEAG mobilo GmbH
       Gesundheit & Soziales
      •  Klinikum Darmstadt GmbH
      •  Zweckverband Verwaltungsverband für das Gesundheitsamt der Stadt Darmstadt und des        
          Landkreises Darmstadt-Dieburg
      •  Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen
       Kultur & Freizeit
      •  Wissenschaftsstadt Darmstadt Marketing GmbH
      •  Zoo Vivarium (EAD)
      •  Eigenbetrieb Bürgerhäuser und Märkte (Märkte) (nur 2018)
       Telekommunikation & IT
      •  ENTEGA Medianet GmbH
      •  Beteiligungen der Medianet GmbH
      •  COUNT+CARE GmbH & Co. KG
      •  DIGITALSTADT DARMSTADT GmbH
       Entsorgung & Abwasser
      •  Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen (EAD)
       Beteiligungsmanagement
      •  HEAG Holding AG
      •  Sparkasse Darmstadt (nicht in 2018 &2019)
       Weitere Informationen
       https://www.heag.de/stadtwirtschaft/nachhaltigkeit/
Ausgangslage – Engagement in der Wissenschaftsstadt Darmstadt

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt 17
Ausgangslage – Kommunale Partnerschaften
2.1 Kommunale Partnerschaften
Internationale Beziehungen und Städtepartnerschaften
Internationale Beziehungen und Städtepartnerschaften sind in Darmstadt gelebte Praxis. In 
den 1950er Jahren ging die Stadt ihre erste Städtepartnerschaft im Zuge des europäischen 
Integrationsprozesses ein. Über Jahrzehnte wurden die internationalen Kontakte intensiviert. 
Derzeit unterhält die Wissenschaftsstadt Darmstadt Beziehungen zu 16 Partnerstädten sowie 
eine Städtefreundschaft mit Nahariya in Israel. Für die intensive Partnerschaftsarbeit und die 
Förderung des europäischen Einigungsgedankens zeichnete der Europarat Darmstadt 1975 mit 
dem Europapreis und der Ehrenbezeichnung „Europa-Preisträgerstadt“ aus. 
Gemeinsam mit den Partnerstädten setzt die Stadt verschiedene Projekte zur Förderung des  
Austauschs um. Hierzu gehören jährlich wiederkehrende Aktivitäten mit allen Partnerstädten  
Darmstadts wie das Europawochenende, mit einem kommunalpolitischen Workshop, Grenzgang 
und Internationalem Bürgerfest. Weitere Beispiele sind das Internationale Jugendorchester Darm -
stadt sowie – im Bereich der internationalen Jugendarbeit – das Internationale Camp in Darmstadt.
Nachhaltige Entwicklung in der Partnerschaftsarbeit
Die Bedeutung nachhaltiger Entwicklung spiegelt sich bereits in der Ausrichtung der Städte-  
partnerschaften und internationalen Beziehungen der Wissenschaftsstadt Darmstadt wider. 
Zahlreiche der Partnerstädte Darmstadts engagieren sich für die lokale Umsetzung der Agenda 
2030 für nachhaltige Entwicklung, unterhalten Partnerschaften mit Kommunen im Globalen 
Süden oder setzen entwicklungspolitische Projekte um. Beispielhaft zu erwähnen sind die 
Aktivitäten von Graz, Logroño, San Antonio und Trondheim. Graz wendet die SDGs im aktualisierten 
Aktionsplan „Ökostadt Graz“ von 2017 an. Logroño unterhält Städtepartnerschaften mit Kommunen 
in Lateinamerika und in Afrika sowie zahlreiche Projekte der Entwicklungszusammenarbeit. San  
Antonio beschloss im Oktober 2019 einen Klima-Aktions- und Anpassungsplan (Climate Action 
and Adaptation Plan, CAAP) um Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen. Die Stadt Trondheim und 
die Wirtschaftskommission (UNECE) vereinbarten 2019 die Einrichtung des fünften „Genfer UN 
Charter Centre of Excellence für Smart and Sustainable Cities“. Das Trondheimer Center unter -
stützt mit seiner Arbeit UN-Organisationen in der Kapazitätsentwicklung und Kooperationen bei 
nachhaltigen Stadtprojekten. Zudem haben sich auch die Partnerstädte Alkmaar, Chesterfield, 
Freiberg, Graz und Trondheim den Leitlinien Fairen Handels verschrieben. 
Handlungsfelder des entwicklungspolitischen Konzeptes 
   •  Kommunale Partnerschaften 
   •  Migration und Entwicklung
   •  Internationale und fachliche Vernetzung
   •  Faire/ nachhaltige Beschaffung und fairer Handel
   •  Klima- und Umweltschutz
   •  Entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit
   •  Stärkung der Zivilgesellschaft

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt
18
Ausgangslage – Kommunale Partnerschaften
Der Nachhaltigkeitsgedanke, bestehend aus der ökologischen, ökonomischen und sozialen Dimension, 
in Verbindung mit dem Ziel des internationalen Austauschs spielt eine wesentliche Rolle in der  
Partnerschaftsarbeit der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Er findet sich in Projekten sowie Formaten 
mit einzelnen sowie mehreren Partnerstädten wider.
Insbesondere der kommunalpolitische Workshop im Rahmen des Europawochenendes bietet  
Gelegenheit zur Thematisierung spezifischer Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030. Ziel der  
jährlich stattfindenden Veranstaltung, zu der alle Partnerstädte Darmstadts eingeladen werden, ist 
der Austausch zu gemeinsamen Herausforderungen und Lösungsansätzen in den Partnerstädten. 
Themen vergangener kommunalpolitischer Workshops waren beispielsweise der Bürgerhaushalt 
und Bürgerbeteiligung, Jugendarbeitslosigkeit und Fachkräftemangel, die Förderung einer Willkom-
mens- und Anerkennungskultur sowie die Folgen des Brexit für die kommunalen internationalen 
Beziehungen. Beim ersten digitalen kommunalpolitischen Workshop im Juli 2021 wurden die  
Chancen für nachhaltige Entwicklung nach der COVID-19-Pandemie diskutiert. Vertieft wurde dieser 
Austausch in Workshops zu nachhaltiger Stadtentwicklung und nachhaltigem Tourismus.
Weiterhin besteht ein großes Potenzial des Wissenstransfers über nachhaltige Entwicklung  
sowohl in Darmstadt als auch in Darmstadts Partnerstädten. Der vertiefte thematische Austausch 
zu nachhaltiger Stadtentwicklung mit den Partnerstädten wird daher angestrebt.
Gemeinsame Projekte und der Wissensaustausch mit Kommunen des Globalen Südens  
fördern nachhaltige Entwicklung. Von Darmstadts Partnerstädten werden Bursa in der Türkei und  
Uzhhorod in der Ukraine dem Globalen Süden zugerechnet. 
      Darmstadts Partnerstädte geordnet nach dem Jahr der Verschwisterung
      1958   Alkmaar (Niederlande), Troyes (Frankreich)
      1959   Chesterfield (Großbritannien)
      1968   Graz (Österreich), Trondheim (Norwegen)
      1971   Bursa (Türkei)
      1988   Plock (Polen)
      1990   Szeged (Ungarn), Gyönk (Ungarn), Freiberg (Deutschland)
      1991   Brescia (Italien), Saanen-Gstaad (Schweiz)
      1992   Uzhhorod (Ukraine)
      1993   Liepaja (Lettland)
      2002   Logroño (Spanien)
      2017   San Antonio (USA)

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt 19
Ausgangslage – Kommunale Partnerschaften
Zusammenarbeit mit Bursa/ Türkei
Die Städtepartnerschaft mit Bursa wurde 1971 begründet. Die Partnerschaft lebt vom Austausch 
sowie Fachbesuchen zwischen Hochschulen, der Zivilgesellschaft und der Stadtverwaltungen.  
Thematisiert wurden bisher unter anderem die Förderung von Frauenrechten, Wirtschaftsförderung, 
nachhaltige Stadtentwicklung, der Kulturaustausch und die Integration Geflüchteter. Darmstadt 
und Bursa nehmen gemeinsam an fachlichen internationalen Konferenzen teil. Ein Beispiel 
hierfür ist die aktive Beteiligung an der Partnerschaftskonferenz deutscher und türkischer Städte 
im Jahr 2020, welche vom Auswärtigen Amt, dem Deutschen Städtetag und dem Verband türkischer  
Kommunen ausgerichtet wurde. Regelmäßig partizipiert Bursa am Europawochenende. Jugendliche 
aus der türkischen Partnerstadt wirken zudem am Internationalen Jugendorchester Darmstadt mit. 
Ebenso finden Schüleraustausche zwischen Schulen in Bursa und Darmstadt statt. Beispielhaft zu 
erwähnen ist darüber hinaus die erstmalige Teilnahme Bursas an der Berufsinformationsmesse 
Hobit im Jahr 2020.
Das Land Hessen und die Provinz Bursa verbindet seit Oktober 2010 eine Regionalpartnerschaft. 
Diese bietet zusätzliche Anknüpfungspunkte für die Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene.
Zusammenarbeit mit Uzhhorod/ Ukraine
Die Städtepartnerschaft zwischen Uzhhorod, Ukraine, und Darmstadt besteht seit 1992. Der 
Kontakt bahnte sich 1988 bei den Internationalen Kinderspielen in Szombathely, Ungarn, an. Die  
Zusammenarbeit und der Austausch beider Städte ist breit gefächert und reicht von Kinder- 
und Jugendbegegnungen über Europa- bzw. Internationales-Jugend-Orchester, Sport, Kultur mit  
Konzerten und Ausstellungen, Universitäten, Kirchengemeinden mit Hilfsprojekten bis hin zu  
Fachbesuchen zu unterschiedlichen Themen. Seit 2016 orientiert sich die Partnerschaftsarbeit an 
neuen Zielen. Der Austausch im Bereich der kommunalen Daseinsvorsorge wurde intensiviert.
Durch den Einsatz einer integrierten Fachkraft zwischen Dezember 2016 und März 2020 im  
Rahmen des Programms „Fachkräfte für kommunale Partnerschaften weltweit“ wurde die  
Städtepartnerschaft neu ausgerichtet, ein Partnerschaftsverein in Uzhhorod aufgebaut und die 
Vernetzung von Fachpersonal zu kommunalem Wissenstransfer vertieft. 
In den Jahren 2017 und 2018 setzte die Stadt zwei Austauschprojekte mit Uzhhorod um. In  
deren Rahmen fanden Fachaustausche in den Bereichen Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft, Verkehr,  
Bürgerbeteiligung, nachhaltiger Tourismus und Bildung statt. Neben verschiedenen Ämtern 
der Stadtverwaltungen in Darmstadt und Uzhhorod, beteiligten sich kommunale Unternehmen  
(Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen EAD, Hessenwasser GmbH & Co. 
KG, Entega AG, Wodokanal), die Hochschulen und Partnerschaftsvereine aktiv am Austausch.  
Engagement Global unterstützte die Projekte im Programm „Schnellstarterpaket Ukraine“.  
Kooperationspartner der Projektumsetzung war der Darmstädter Verein Partnerschaft Deutschland-
Ukraine/Moldova e.V. Daran anschließend planten die Partnerstädte unter Beteiligung der kommunalen  
Unternehmen Projekte zu nachhaltigem Abfall- bzw. Wassermanagement. Ein weiterer Fachaustausch 
zwischen den Partnerstädten ist im Bereich der Mobilität vorgesehen.

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt
20
Im November 2020 startete das erste Infrastrukturprojekt mit Uzhhorod. Die Wissenschafts -
stadt Darmstadt und ihre ukrainische Partnerstadt kooperieren in dem mehrjährigen Projekt 
zum kommunalen Wissensaustausch beim Aufbau eines nachhaltigen Abfallmanagements in  
Uzhhorod. Neben den Stadtverwaltungen beteiligt sich der Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben 
und Dienstleistungen (EAD) am Projekt „Beitrag zu einem nachhaltigen Abfallmanagement von 
Haushaltsabfällen in Uzhhorod“. Das Vorhaben wird durch Engagement Global aus Mitteln des 
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Programm „Nach -
haltige Kommunalentwicklung durch Partnerschaftsprojekte“ (Nakopa) gefördert.
Zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie setzt sich die Wissenschaftsstadt Darmstadt für eine  
medizinische Zusammenarbeit mit der ukrainischen Partnerstadt Uzhhorod ein. Im Juli 2021  
begann ein Fachaustausch zwischen dem Klinikum Darmstadt und dem städtischen Kranken -
haus in Uzhhorod. Das Klinikum und Schulen in Uzhhorod werden mit zusätzlicher medizinischer  
Ausrüstung und Material für Schutzmaßnahmen ausgestattet. Eine Informationskampagne in  
Uzhhorod soll die Impfbereitschaft erhöhen. Das Projekt wird im Rahmen des „Kommunalen  
Corona-Solidarpakets“ von Engagement Global aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche 
Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert.
Darüber hinaus gibt es zahlreiche Austauschformate im Rahmen der Städtepartnerschaft.  
Insbesondere zwischen den Universitäten, städtischen Betrieben und Kultureinrichtungen  
besteht reger Kontakt.
Bioabfallkompostieranlage in Kairouan/ Tunesien
Der Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen (EAD) beriet die Stadt Kairouan in 
Tunesien zwischen 2016 und 2020 bei der Errichtung einer Bioabfallkompostieranlage. Die fachliche  
Unterstützung erfolgte im Rahmen des Projektes „Kommunaler Wissenstransfer Maghreb-Deutschland“ 
von Engagement Global und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). 
Schulpartnerschaften 
Darmstädter Schulen unterhalten Schüleraustauschprogramme mit Schulen im Globalen Süden, 
v.a. in Lateinamerika und Afrika. Beispielsweise die Mornewegschule mit Bursa in der Türkei, die 
Bertolt-Brecht-Schule mit einer Belgrader Schule in Serbien, die Eleonorenschule mit Peru und 
Brasilien, die Waldorfschule mit Tansania, Uganda und Uruguay, die Edith-Stein-Schule mit Malawi 
und die Elly-Heuss-Knapp-Schule mit Nepal. Internationale Schülergruppen werden auf Anfrage zu 
einem städtischen Empfang eingeladen und bei ihren Aktivitäten in Darmstadt unterstützt.
Darüber hinaus setzen Darmstädter Schulen thematische Schulpartnerschaften (z.B. Erasmus+ 
Projekte) mit Bezug zu den SDGs, wie beruflicher Bildung oder Umweltschutz um. So koordinierte  
beispielsweise die Heinrich-Emanuel-Merck-Schule von 2017 bis 2019 das Projekt „Motivating Young 
Europeans“ mit den Partnerstädten Liepaja, Plock und Brescia zur Berufsbildung. Das Projekt  
richtete sich an Auszubildende in den Partnerstädten, um ihnen den Einstieg in das Berufsleben zu 
erleichtern und Chancen auf dem europäischen Arbeitsmarkt zu eröffnen. Hier beteiligten sich 
Ausgangslage – Kommunale Partnerschaften

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt 21
die Merck KGaG, die IHK Darmstadt, sowie die Technische Universität Darmstadt. Das Projekt 
wurde in Folge eines kommunalpolitischen Workshops entwickelt. Schülerinnen und Schüler der  
Mornewegschule erkundeten im Rahmen des Erasmusprojektes „Forests - Green lungs of our Europe“ 
in Slowenien die Bedrohungen des slowenischen Waldes. Ebenso vermittelt die Friedrich-List-Schule 
in Darmstadt seit 1992 Auslandspraktika im Rahmen europäischer Förderprogramme. 
2.2 Migration und Entwicklung
Migration und Entwicklung stehen in einem komplexen Wirkungszusammenhang. In den vergangenen 
Jahrzenten wurde dieser in der Fachwelt unter Schlagworten wie „Nexus Migration und Entwick -
lung“ sowie öffentlich unter dem Aspekt der „Bekämpfung der Migrations- bzw. Fluchtursachen“ 
diskutiert. Die Gründe für Migration sind dabei vielfältig. Sie reichen von beruflichen oder privaten 
Motiven, über politische und soziale Konflikte bis hin zu Armut und den Folgen des Klimawandels. 
Die Potenziale für die Entwicklung in den Herkunfts- und Zielländern rückten dabei vermehrt ins 
Zentrum der Debatte. Migrantinnen und Migranten bleiben häufig in Kontakt mit Menschen in ihren 
Herkunftsländern und unterhalten Kanäle zum Austausch finanzieller Mittel (Rücküberweisungen), 
und zur Weitergabe von Wissen und Ideen (social remittances). 
Für die Stadt eröffnet die Zusammenarbeit mit Menschen mit Migrationsgeschichte in der 
kommunalen Entwicklungspolitik zahlreiche Chancen. Sie verfügen über fundierte Kenntnisse 
über die Lebensverhältnisse in ihren Herkunftsländern im Globalen Süden und über gute 
Kontakte dorthin. Migrantische Organisationen können sich in der entwicklungspolitischen  
Informations- und Bildungsarbeit oder bei der Förderung fairen Handelns durch authentische 
Berichte einbringen. Die Partnerschaftsarbeit mit Kommunen des Globalen Südens können sie 
mit Kontakten als Brückenbauer oder als Berater bereichern. 
Erfolgreiche Kooperationen mit migrantischen Organisationen fördern zudem deren Integration und 
Anerkennung, indem sie beispielsweise weitere Unterstützung in der Kommune erfahren, durch eine 
größere Bekanntheit, zusätzliche Spenden oder Kooperationsangebote anderer entwicklungspolitischer 
Akteure. Initiativen der Entwicklungszusammenarbeit von Menschen mit Migrationsgeschichte sind 
oftmals umso erfolgreicher, wenn diese gut integriert und in starke Vereinsstrukturen eingebunden 
sind.
Eine weltoffene und internationale Stadt mit engagierten migrantischen Organisationen
Die Internationalität und Weltoffenheit der Wissenschaftsstadt Darmstadts drückt sich unter  
anderem in ihrer Bevölkerungsstruktur aus. In Darmstadt arbeiten, forschen, lernen und leben 
Menschen aus über 150 Nationen. Von den nahezu 162.000 Darmstädterinnen und Darmstädtern 
haben ca. 40 % eigene Migrationserfahrungen oder einen Elternteil, der nicht mit einer deutschen 
Staatsangehörigkeit geboren wurde. Die Mehrheit von ihnen hat eine europäische Migrationsge -
schichte, ergänzt durch die Bevölkerung aus dem Globalen Süden und weiteren Staaten. Als fester 
Bestandteil der Darmstädter Zivilgesellschaft engagieren sich viele in migrantischen Organisationen. 
In der Regel handelt es sich dabei um eingetragene Vereine. Über 100 migrantische Organisationen 
Ausgangslage – Migration und Entwicklung

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt
22
Ausgangslage – Migration und Entwicklung
setzen sich in Darmstadt aktiv für die Stadtgesellschaft ein. Ihre Arbeit ist hierbei vorwiegend  
ehrenamtlich organisiert. Die Hauptaktivitäten beziehen sich zumeist auf die Lebensgestaltung vor 
Ort in Darmstadt, zum Beispiel Hilfe bei der Integration und Angebote zur Wahrung der kulturellen 
Identität. Einige Organisationen engagieren sich mit eigenen Projekten zudem für eine global nach-
haltige Entwicklung in ihren Herkunftsländern. 
Die Stadt sieht migrantische Organisationen als wichtigen Partner an und fördert ihre Arbeit durch 
Projektfinanzierung, in der Bildungsarbeit und ist Anlaufstelle für die Beratung beispielsweise zu 
Vereinsgründungen oder Vernetzung mit anderen Akteuren und Netzwerken. 
Anliegen der Stadt ist es, die Zusammenarbeit mit migrantischen Organisationen in der entwicklungs-
politischen Arbeit zu intensivieren und diese mit anderen Akteuren der Entwicklungspolitik zu  
vernetzen. Mit ihrem Wissen, ihren Erfahrungen und ihren Kontakten fördert die Vernetzung von 
migrantischen Organisationen mit anderen lokalen Akteuren der Entwicklungspolitik Synergien. Die 
politische Priorität des Handlungsfeldes Migration und Entwicklung zeigt sich auch in der Schwer -
punktsetzung in diesem Bereich der kommunalen Entwicklungspolitik.11  
Verknüpfung von Migration, Integration und Entwicklungspolitik 
In der Wissenschaftsstadt Darmstadt sind die Themenbereiche Migration, Integration und  
Entwicklungspolitik seit 2018 beim Amt für Vielfalt und Internationale Beziehungen gebündelt.  
Die Verwaltungsstruktur spiegelt somit die Verknüpfung der Themenfelder wider und bietet feste 
Ansprechstrukturen unter einem Dach.
Schnittmengen, die für den Bereich der Entwicklungspolitik genutzt werden können, ergeben 
sich zwischen der integrationspolitischen Arbeit und den internationalen Beziehungen der Stadt.  
Zentrale Handlungsfelder zur Inklusion aller Bürgerinnen und Bürger in eine diverse und  
internationale Stadtgesellschaft sind die Zusammenarbeit mit migrantischen Organisationen, 
die interkulturelle Öffnung der Verwaltung, die Etablierung einer Willkommens- und Anerken -
nungskultur, Demokratieförderung, Anti-Rassismus- und Erinnerungsarbeit sowie die Koordination 
von Maßnahmen im Kontext von Flucht, Asyl und Integration. 12 Die politische Vertretung der  
ausländischen Bevölkerung auf kommunaler Ebene ist zudem über den Ausländerbeirat  
gewährleistet. Zum Bereich der internationalen Beziehungen der Stadt gehört die Pflege der 
internationalen Kontakte und Städtepartnerschaften der Wissenschaftsstadt Darmstadt, die  
Beteiligung an internationalen Netzwerken sowie die Koordination kommunaler Entwicklungspolitik 
(s. Kap. 2.1). 
Um Potenziale und Schnittmengen zwischen Migration, Integration und Entwicklungspolitik zu  
aktivieren, wurde „Migration und Entwicklung“ ein Schwerpunktthema im Projekt der Koordination 
kommunaler Entwicklungspolitik (s. Kap. 2). Der Aufbau eines Netzwerks entwicklungspolitischer 
Akteure bot zudem einen Raum für die Vernetzung migrantischer Organisationen mit weiteren  
Akteuren der Entwicklungspolitik. 
11  S. Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 22. März 2018 zur „Etablierung des Themas ‚Kommunale Entwicklungspolitik‘ als 
    Querschnittsaufgabe in der Kommune durch Einrichtung einer Projektstelle zur Koordination und Umsetzung des entwicklungspolitischen 
    Engagements in der Wissenschaftsstadt Darmstadt“ (Vorlage-Nr. 2018/0043) 
12 Wissenschaftsstadt Darmstadt (2012): Weltoffenes Darmstadt leben und gestalten. Bericht zur kommunalen Integrationspolitik 
   und Integrationsarbeit; Wissenschaftsstadt Darmstadt (2017): Zwischenbericht „Interkulturelle Öffnung und Etablierung einer   
   Willkommenskultur im Bürger- und Ordnungsamt der Wissenschaftsstadt Darmstadt“

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt 23
Ausgangslage – Migration und Entwicklung
Migrantische Organisationen als wichtiger Partner 
In verschiedenen Modellprojekten und Arbeitskreisen kooperieren migrantische Organisationen 
mit der Wissenschaftsstadt Darmstadt und leisten so einen wichtigen Beitrag für die Stadt. Ein  
Beispiel ist das Modellprojekt „Der Deutsch-Syrische Verein – ein starker Partner in Darmstadt“. Im  
Rahmen des dreijährigen Modellprojekts entwickelte der Deutsch-Syrische Verein in Zusammen -
arbeit mit der Stadt Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation von Geflüchteten. Dazu 
gehörten Workshops für Fachpersonal zur psychosozialen Beratung im Fluchtkontext und inter -
kultureller Psychotherapie für Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrung sowie Informations -
veranstaltungen in Erstwohnhäusern. Seit seiner Gründung leistet der Deutsch-Syrische Verein  
humanitäre Nothilfe in Syrien und Entwicklungshilfe für syrische Flüchtlinge und Vertriebene in 
den Nachbarländern – Türkei, Jordanien und Libanon. Mit dem Projekt weitete der Verein sei -
nen Einsatz auf Deutschland aus. Seit 2021 intensiviert die Stadt zudem die Zusammenarbeit  
mit migrantischen Organisationen in der Demokratieförderung durch das Modellprojekt  
„Darmstädter MSOs aktiv für Demokratie“. Das vielseitige Engagement der Darmstädter  
migrantischen Organisationen wird auch beim jährlich stattfindenden Internationen Bürgerfest 
sichtbar, das von der Wissenschaftsstadt Darmstadt und dem Ausländerbeirat veranstaltet wird.
Die langjährigen Kooperationsstrukturen bilden eine gute Grundlage für eine intensivere Zusammen-
arbeit mit migrantischen Organisationen in der Entwicklungspolitik und bieten ein derzeit noch nicht 
ausgeschöpftes Potenzial. 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt setzt zudem Projekte im Kontext Migration, Integration und 
Entwicklung um, welche weitere Anknüpfungspunkte für die Entwicklungspolitik der Wissenschafts-
stadt Darmstadt bieten können. Diese werden nachfolgend beschrieben. 
Interkulturelle Öffnung der Verwaltung
Interkulturelle Öffnung bezeichnet einen ressourcenorientierten Ansatz der Personal- und  
Organisationsentwicklung. Ziel der Interkulturellen Öffnung ist es, die gesellschaftliche  
Teilhabe der Bevölkerung mit Zuwanderungsgeschichte zu stärken und Institutionen an eine  
immer vielfältiger werdende Bevölkerung anzupassen. Dies geschieht durch Maßnahmen im 
Bereich des Personalmanagements sowie die Überprüfung, Anpassung und Umgestaltung von 
Prozessen und Angeboten, mit dem Ziel Zugangsbarrieren für Menschen mit einer Zuwanderungs -
geschichte abzubauen. Zur Verankerung der interkulturellen Öffnung der Verwaltung der Wissen -
schaftsstadt Darmstadt wurde diese im Jahr 2012 als zentrales integrationspolitisches Ziel der 
Stadt festgelegt und 2015 ein Konzept mit einem Maßnahmenplan vom Magistrat beschlossen 13.  
Qualifizierung syrischer Geflüchteter in der Kommunalverwaltung
Zwischen Dezember 2018 und November 2019 beschäftigte die Wissenschaftsstadt Darmstadt zwei 
syrische Geflüchtete für ein einjähriges Praktikum in der Verwaltung. Den syrischen Geflüchteten  
wurden im Rahmen von verschiedenen Stationen während der Praktika Einblicke in kommunale  
Strukturen und Prozesse der Wissenschaftsstadt Darmstadt ermöglicht, die in Zukunft beim Wieder-
aufbau kommunaler Strukturen in Syrien nützlich sein können. Die Praktika wurden im Rahmen der 
Initiative „Kommunales Know-how für Nahost“ von Engagement Global unterstützt und aus Mitteln 
des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert.
13 Magistratsbeschluss vom 15.12.2015 „Interkulturelle Öffnung der Verwaltung der Wissenschaftsstadt Darmstadt“ (V-Nr. 2015/0467).

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt
24
Kampagne „Darmstadt bleibt weltoffen“
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt setzt seit 2015 die Kampagne „Darmstadt bleibt weltoffen“ 
um. Seit Ende des 2. Weltkrieges hat Darmstadt immer wieder geflüchtete Menschen aufgenommen 
und gut in ihre Gesellschaft integriert. Mit der Kampagne „Darmstadt bleibt weltoffen” wirbt die 
Wissenschaftsstadt Darmstadt dafür, diese Haltung beizubehalten. Teil der Kampagne ist die  
Zeitung „Hallo Darmstadt!“. Die Zeitung ist ein Projekt der Wissenschaftsstadt Darmstadt von und 
mit Menschen internationaler Herkunft, die sich mit ihren Geschichten, ihren Wünschen und Träumen 
den Darmstädterinnen und Darmstädtern vorstellen und so zu einem Perspektivwechsel beitragen.
Demokratie leben
Die Verteidigung demokratischer Werte und die Bekämpfung demokratiefeindlicher Tendenzen 
sind unerlässlich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Wissenschaftsstadt beteiligt sich 
im Zuge der Demokratieförderung seit 2007 am Bundesprogramm „Demokratie leben“ mit einer  
lokalen Partnerschaft für Demokratie. Ziel ist es, die städtische Zivilgesellschaft und ihren Einsatz 
für Demokratie, Vielfalt und Toleranz zu stärken und zu fördern. Die Partnerschaft besteht aus  
zivilgesellschaftlichen Organisationen und städtischen Institutionen. Gemeinnützige Vereine  
können sich für eine Projektförderung in den Bereichen Demokratieförderung, Vielfaltsgestaltung 
sowie Extremismusprävention bewerben. 
Seebrücke und Stadt Sicherer Häfen
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt setzt sich für den Schutz und die Rettung von Geflüchteten 
an den EU-Außengrenzen ein. Im März 2019 ist die Wissenschaftsstadt Darmstadt der Initiative  
„SEEBRÜCKE – Sichere Häfen“ beigetreten. Mit Unterzeichnung der Potsdamer Erklärung trat sie 
im September 2020 zudem dem Bündnis „Städte Sicherer Häfen“ bei.
 
Ausgangslage – Migration und Entwicklung

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt 25
Ausgangslage – Internationale und fachliche Vernetzung
2.3 Internationale und fachliche Vernetzung
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt ist Mitglied zahlreicher nationaler wie internationaler Foren, die 
den Austausch zu nachhaltiger Entwicklung fördern. 
Im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit beteiligt sich die Wissenschaftsstadt aktiv in  
verschiedenen Netzwerken und an projektbezogenen Vernetzungsveranstaltungen. Die Partner -
städte Uzhhorod und Darmstadt sind im Netzwerk der „Partnerschaften mit Kommunen in der  
Ukraine“ von Engagement Global aktiv. Im Jahr 2019 nahmen beispielsweise Vertreterinnen und  
Vertreter beider Städte an der vierten deutsch-ukrainischen kommunalen Partnerschaftskonferenz zum  
Themenschwerpunkt „Klimaschutz als kommunale Herausforderung“ teil. Darmstadt stellte dabei die 
Klimaschutzbemühungen der Stadt bei einer Paneldiskussion vor. Darmstadt beteiligte sich mit der 
Partnerstadt Bursa am Fachaustausch im Rahmen internationaler Konferenzen und Workshops, zur  
Integration Geflüchteter im Rahmen eines Projektworkshops von Connective Cities 14 oder zu  
nachhaltiger Stadtentwicklung bei der Partnerschaftskonferenz deutscher und türkischer Städte. Auch 
in weiteren Handlungsfeldern wie Migration und Entwicklung und in Programmen von Engagement  
Global und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) wie „Kommunales 
Know-how für Nahost“ und „Kommunaler Wissenstransfer Maghreb-Deutschland“ nehmen die Stadt 
und ihre kommunalen Unternehmen am Wissensaustausch teil. 
Darmstadt ist Mitglied im Präsidium der Arbeitsgemeinschaft der Europapreisträgerstädte und 
ist u.a. Mitglied im Klimabündnis Europäischer Kommunen, im Rainbow Cities Network, der  
Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus, Mayors United Against Anti-Semitism und bei  
Mayors for Peace. Darüber hinaus beteiligt sich die Wissenschaftsstadt Darmstadt aktiv am  
Arbeitskreis „Internationale kommunale Kooperationen und globale Nachhaltigkeit“ des Deutschen 
Städtetags. 
Betreuung ausländischer Delegationen 
Der Wissensaustausch und Transfer kommunalen Know-Hows ist ein zentrales Mittel der kommunalen 
Entwicklungszusammenarbeit. Regelmäßig wenden sich Delegationen aus dem Globalen Süden an 
die Wissenschaftsstadt Darmstadt, um sich über lokale Lösungsansätze in Darmstadt zu informieren. 
Organisiert werden diese Reisen von Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit, kommunalen 
oder staatlichen Stellen und Verbänden, von Stiftungen oder kommerziellen Agenturen. 
 
14 Connective Cities ist eine internationale Städteplattform für nachhaltige Entwicklung. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale   
     Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, Engagement Global gGmbH sowie der Deutsche Städtetag betreiben die Netzwerkplattform gemeinsam.

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt
26
2.4 Faire/ nachhaltige Beschaffung und fairer Handel
Kommunen tragen durch die Ausweitung der fairen und nachhaltigen Beschaffung und Förderung 
fairen Handels zur Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards bei. 
Faire und nachhaltige Beschaffung
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt verpflichtete sich mit dem Beschluss der Stadtverordneten -
versammlung vom 27.06.2013 zur „Berücksichtigung der Kernarbeitsnormen der Internationalen  
Arbeitsorganisation (ILO International Labour Organisation) und Umsetzung einer umweltfreundlichen 
Beschaffung bei Städtischen Auftragsvergaben“15. Am 12.02.2016 folgte die Unterzeichnung einer 
Zielvereinbarung zu nachhaltiger Beschaffung und Konsum zur Einhaltung von Sozialstandards und 
zur Achtung der ökologischen Verträglichkeit bei der Herstellung. 
Die Richtlinien zur Vergabe öffentlicher Aufträge der Stadt Darmstadt wurden so verändert und 
angepasst, dass soziale und ökologische Kriterien bei der Auftragsvergabe berücksichtigt werden 
können. Die Verpflichtung zur Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen sowie die Vorschläge des  
Umweltbundesamtes zur umweltfreundlichen Beschaffung ergänzten den Beschluss der Stadt -
verordnetenversammlung zum Ausschluss von Produkten aus ausbeuterischer Kinderarbeit vom 
30.09.2008. 
Im Jahr 2016 wurde dem Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen der Wissen-
schaftsstadt Darmstadt (EAD) die Ausschreibung, Bewirtschaftung und der Abschluss von Rahmen-
verträgen für die Stadt Darmstadt übertragen. 16 Der Stadtverordnetenversammlung soll jährlich 
über die nachhaltige und soziale Beschaffung berichtet werden. 
Verschiedene Maßnahmen und Beschlüsse konkretisieren die zuvor genannten Verpflichtungen. 
Bei der aktualisierten Friedhofssatzung der Wissenschaftsstadt Darmstadt wurden 2019 beispiels- 
weise Grabsteine aus ausbeuterischer Kinderarbeit verboten.17 Alle Schulen sollen perspektivisch mit  
Mittagessen durch den EAD versorgt werden. Der Anteil von biologisch angebauten, fair gehandelten 
und regionalen Produkten bei der Mittagsverpflegung durch den EAD soll dabei schrittweise auf  
50 % erhöht werden. 18 Zudem wurde der Eigenbetrieb Werkstätten und Wohneinrichtungen auf-  
gefordert zu prüfen, ob ein neues Geschäftsfeld „Verarbeitung von Bio-Kartoffeln“ aufgebaut werden 
kann. 
Fairer Handel 
Seit September 2013 ist Darmstadt Fairtrade-Stadt und setzt sich für fairen Handel ein. Städte, 
Kreise und Gemeinden können sich als Fairtrade Town zertifizieren lassen. Verliehen wird der  
Titel durch TransFair – Verein zur Förderung des Fairen Handels in der Einen Welt. Die Gruppe der  
Fairtrade Towns wächst. Zum zehnjährigen Jubiläum der Kampagne im Jahr 2019 gab es weltweit 
über 2.200 Fairtrade Towns. In Darmstadt begleitet eine von der Stadt koordinierte Steuerungsgruppe 
die Beteiligung an der Kampagne.
15 Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 27.06.2013 „Berücksichtigung der Kernarbeitsnormen der Internationalen  
    Arbeitsorganisation (ILO International Labour Organization) und Umsetzung einer umweltfreundlichen Beschaffung bei Städtischen 
    Auftragsvergaben“ (SV-2013/0168)
16 Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 19.05.2016 „Verlagerung von Aufgaben aus dem Bereich Vergabe und Beschaffung    
    von der Vergabe und Beschaffungsstelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt an den Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben und Dienst
    leistungen der Wissenschaftsstadt Darmstadt (EAD)“ (Vorlage-Nr. 2016/0206)
17 Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 18.06.2019 „Satzung zur Änderung der Friedhofssatzung der Wissenschaftsstadt    
    Darmstadt vom 23.10.2006 und zur Änderung der Friedhofsgebührenordnung der Stadt Darmstadt vom 18.12.1985“ (Vorlage-Nr. 
    2019/0141)
18 Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 13.02.2020: „Mittagessensversorgung durch den EAD“ (Vorlage-Nr. 2019/0375)
Ausgangslage – Faire/ nachhaltige Beschaffung und fairer Handel

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt 27
Ausgangslage – Faire/ nachhaltige Beschaffung und fairer Handel
Initiative „Darmstadt genießt fair“
Ziel der im Juli 2014 gestarteten Initiative „Darmstadt genießt fair“ war es, in Darmstadt einen  
verantwortungsvollen Umgang mit Ernährungsgrundlagen zu erreichen und die gesellschaftlichen 
und politischen Implikationen zu verdeutlichen. Die Initiative wurde von der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt, dem Vegetarierbund Deutschland e.V., Regionalgruppe Darmstadt, und dem Caritas -
verband Darmstadt getragen. Oberbürgermeister Jochen Partsch übernahm die Schirmherrschaft.
Als Abschlussveranstaltung der Initiative „Darmstadt genießt fair“ fand 2015 erstmals der Aktions-
tag „Sinn & FairStand“ statt. Der Aktionstag drehte sich um die Fragen: Was bedeutet Nachhaltigkeit 
in Darmstadt und der Region und wo finde ich sie? Wenn ich nachhaltiger leben möchte, welche 
Möglichkeiten habe ich? Wie können wir als Einzelne oder als Unternehmen gemeinsam Darmstadt 
und die Region nachhaltiger gestalten? In den Jahren 2016 und 2018 folgten weitere Aktionstage 
unter dem Titel „Sinn & FairStand“.
Zudem findet seit 2016 die Bio-Regio-Faire Sommermesse statt. Sie ersetzt das bisherige  
Format „Sinn & FairStand“, da mehrere ähnliche Messen in Konkurrenz nicht sinnvoll sind. Die 
Messe wird vom Evangelischen Dekanat Darmstadt-Stadt, der Lokalen Agenda21 Darmstadt, 
dem Weltladen Darmstadt, dem Eine-Welt-Promotor_innen-Programm Hessen, der Solidarischen  
Landwirtschaft Darmstadt e.V. und der Hochschulgruppe Nachhaltigkeit organisiert. Regionale  
Initiativen und Anbieter stellen ihre Angebote und Programme in den Bereichen bio, regio und fair  
vor, angefangen bei regionalen Produkten, über Upcycling bis hin zu Kurzvorträgen. Die Wissen -
schaftsstadt Darmstadt unterstützt die Bio-Regio-Faire Sommermesse finanziell und ideell.
Im Dreiklang bio, regio, fair beteiligt sich die Wissenschaftsstadt Darmstadt zudem an der  
Ökomodellregion Region „Hessen Süd“ mit den Landkreisen Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau und 
dem Odenwaldkreis.
Wandelkarte
Seit September 2018 veröffentlicht ein Zusammenschluss verschiedener Darmstädter Initiativen mit 
Unterstützung der Stadt einen Stadtplan für Darmstadt, der nachhaltig arbeitende Organisationen, 
Projekte und Einkaufsmöglichkeiten darstellt. Die Karte wird Neubürgerinnen und -bürgern und 
Erstsemesterstudierenden zur Verfügung gestellt und soll den nachhaltigen und fairen Handel fördern.
„FairCup“ – Pfandsystem für Mehrwegbecher und Mehrwegschalen
Teil nachhaltiger Beschaffung ist die Förderung einer Kreislaufwirtschaft, des nachhaltigen  
Konsums und des Recyclings. Mit der Einführung eines Pfandsystems für Mehrwegbecher im  
Januar 2020 in der Darmstädter Gastronomie sollen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt mehr 
als eine Million Einwegbecher und damit zwölf Tonnen Abfall pro Jahr eingespart werden. Die  
Initiative wird von der Heag Fair Cup GmbH umgesetzt. 2021 wurde das Mehrwegpfandsystem um  
Mehrwegschalen mit Deckel erweitert.

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt
28
2.5 Klima- und Umweltschutz 
Kommunales Nachhaltigkeitsmanagement trägt zur Umsetzung der internationalen Nachhaltigkeits-, 
Klima- und Urbanisierungsziele bei. Klima- und Umweltschutz sind dabei eng mit der integrierten 
Stadtentwicklung verknüpft.
Klimaschutz
Darmstadt verabschiedete am 30. Oktober 2013 ein Integriertes Klimaschutzkonzept, welches das 
vorausgegangene Konzept von 2002 aktualisierte. Es umfasst mehr als 140 Einzelmaßnahmen -
empfehlungen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen. 
Bereits im September 2019 verabschiedete die Stadtverordnetenversammlung den Beschluss 
„Höchste Priorität für Klimaschutz – Weltklima in Not – Darmstadt handelt“ (SV-2019/0043) 19  
und legte damit neue Ziele bezüglich der Minderung der Treibhausgasemissionen fest: Die Wissen-
schaftsstadt Darmstadt verfolgt das Ziel, dort wo der Magistrat Handlungsoptionen und Einfluss 
hat, bis 2035 ihre Netto-CO2-Emissionen auf null zu senken. Gleichzeitig wurde die Neuaufstellung 
des Klimaschutzkonzeptes beschlossen. Weitere Beschlüsse zur Erreichung des ambitionierten  
Zieles folgten 2020, wie z.B. die Einführung eines Klimavorbehalts, der die Prüfung städtischer  
Vorhaben in Bezug auf den Einfluss auf das Klima verstetigt. Mit dem „Sofortprogramm Klimaschutz“ 
beschloss die Stadtverordnetenversammlung am 1. September 2020 (Vorlage-Nr. 2020/0194)  
zudem ein Paket von Maßnahmen, die kurzfristig mit größter Effektivität zur CO2-Emissions-  
Minderung beitragen.
Die Erreichung der Klimaschutzziele erfordert das Engagement vieler Akteure. Der Klimaschutz -
beirat dient seit 2012 als Begleitgremium für die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes der  
Wissenschaftsstadt Darmstadt. 2020 wurde er angesichts der geänderten Ziele neu und breiter 
aufgestellt. Im Klimaschutzbeirat sind rund 60 Institutionen aus Politik, Stadtwirtschaft, Verwaltung, 
Forschung, Verbänden/ Vereinen und Wirtschaft vertreten.
Im September 2021 wurde das Amt für Klimaschutz und Klimaanpassung zur Steuerung und  
Vernetzung der angestoßenen Klimaschutzaktivitäten in der Stadtverwaltung, den Eigenbetrieben 
und der Stadtwirtschaft geschaffen. 
Klimabilanz
Die Zielsetzungen bisheriger Klimaschutzkonzepte sowohl auf internationaler, nationaler und auch 
auf lokaler Ebene sind nicht ambitioniert genug, um die Pariser Klimaziele und somit die Begrenzung 
der menschengemachten globalen Erwärmung auf deutlich unter 2 °C gegenüber vorindustriellen 
Werten zu erreichen. 
Der Umsetzungsstand des bisherigen Konzepts wurde 2019 extern evaluiert und die CO2-Bilan -
zierung aktualisiert. Die Evaluation des integrierten Klimaschutzkonzeptes aus dem Jahr 2013 
und die Rückrechnung auf das Basisjahr 1990 zeigen, dass die Ziele des bisherigen Klimaschutz-  
konzeptes (bis zum Jahr 2030 um 35 bis 40 %) bereits erreicht wurden (Minderung bis 2018: 37,7 % 
19 Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 19.09.2019 „Höchste Priorität für den Klimaschutz - Weltklima in Not -  
    Darmstadt handelt -“ (Vorlage: SV-2019/0043, vom 07.06.2019)
Ausgangslage – Klima- und Umweltschutz

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt 29
bei gleichzeitigem Wachstum der Bevölkerungszahl von 138 920 im Jahr 1990 auf ca. 160 000 
im Jahr 2018). Sie zeigen auch, dass die Ziele bei einer aktuell jährlichen Minderung um 1,8 % in  
naher Zukunft und damit deutlich vor 2030 erreicht werden (40 % Minderungsziel). Bundesweit 
sind es 31,4 %. Die Kommunalverwaltung konnte ihren Ausstoß im gleichen Zeitraum um 44 % 
und die Industrie um 64 % senken, während die Reduktion in den Bereichen Gewerbe, Handel und 
Dienstleistungen (18 %), Haushalte (17 %) und insbesondere Verkehr (1,3 %) geringer ausfiel. Trotz 
dieser guten Fortschritte bei der Senkung des Ausstoßes von klimaschädlichen Treibhausgasen 
sind weitere Maßnahmen zur Erreichung des neuen städtischen Ziels der netto-null Emissionen bis 
2035 erforderlich. Potenzial bieten hierbei vor allem die Emissionen aus Verkehr und Privathaus -
halten.
Masterplan DA 2030+ ////Darmstadt weiterdenken
Darmstadt erarbeitete zwischen 2016 und 2020 eine übergeordnete integrierte Stadtentwicklungs-
strategie: den Masterplan DA 2030+ ////Darmstadt weiterdenken, die im Juni 2020 beschlossen 
wurde.20  
Der Masterplan zeigt als gesamtstädtisches, integriertes, räumliches Konzept Handlungsfelder und 
Strategien für die zukünftige Entwicklung der Stadt auf und bricht diese auf umsetzungsfähige 
Maßnahmen herunter. Der Plan führt unterschiedliche Interessen in der Stadt zusammen und zeigt 
die Schwerpunkte für eine räumliche Entwicklung bis 2030 und darüber hinaus auf. Für Darmstadt 
wird darin das Ziel formuliert, eine resiliente Stadt zu werden sowie die Stadtnatur und das Klima 
zu schützen.
„Der Masterplanprozess setzt für eine seit Ende der 1990er Jahre wachsende Stadt mit beschränkten  
Flächenreserven und einer Vielzahl an Nutzungskonkurrenzen Leitplanken für eine ökologische, soziale und 
von Vielfalt geprägte Entwicklung“, erklärte Oberbürgermeister Jochen Partsch.
Der Masterplan ist ein räumliches Strukturkonzept, das aufzeigt, wie sich Darmstadt bei ein-  
tretenden Veränderungen und Wachstum nachhaltig weiterentwickeln kann. Er ist eine politische  
Willensbekundung mit Bindungskraft für die Verwaltung und die Politik. Anders als ein Flächen -
nutzungsplan ist er jedoch rechtlich nicht verbindlich. 
Mobilitätswende
Kernfragen der Verkehrsentwicklung sind eng mit der räumlichen Stadtentwicklungsstrategie des 
Masterplans DA 2030+ verbunden. Im Masterplan wurde das Thema „Mobilität“ integriert bearbeitet 
und ein strategisches Konzept für die Mobilitätsentwicklung erstellt, das die Wechselwirkungen 
zwischen Mobilität und anderen Themenfeldern der Stadtentwicklung einbezog. Die Wissenschafts-
stadt Darmstadt bekennt sich darin zur Notwendigkeit einer Verkehrswende. Parallel zum Wachs -
tum von Einwohner- und Beschäftigtenzahlen steigt der Verkehr überproportional. Das Wachstum 
der Stadt soll vom Wachstum des Autoverkehrs entkoppelt werden. Als Ziel wird ein Anteil des  
Umweltverbundes (ÖPNV, Radverkehr und Fußverkehr) von 75 % formuliert. Aufbauend auf den 
Ergebnissen des Masterplans DA 2030+ wird im Anschluss das Mobilitätskonzept DA 2030+  
erarbeitet, welches den bestehenden Verkehrsentwicklungsplan aus dem Jahr 2006 aktualisiert.
20 Verabschiedet wurde der Masterplan DA 2030+ (V.-Nr. 2020/0141) durch den Magistratsbeschluss vom 03. Juni 2020 sowie durch     
    Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 25. Juni 2020 einschließlich Beschluss eines Maßgabeantrags.
Ausgangslage – Klima- und Umweltschutz

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt
30
Für die Mobilitätsgestaltung der Lincoln-Siedlung wurde Darmstadt ausgezeichnet. Das Projekt 
„Multimodal und sozialgerecht: Lincoln in Darmstadt“ erhielt den Deutschen Mobilitätspreis 2019 
vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und eine Auszeichnung beim Wett -
bewerb vom Bündnis Hessen aktiv: die Klimakommune.
Radverkehrsstrategie
Als erste Teilstrategie eines Mobilitätskonzepts ist der Grundsatzbeschluss zur Förderung des Rad-
verkehrs zu verstehen. Die Radstrategie wurde am 29.05.2019 vom Magistrat der Wissenschafts -
stadt Darmstadt beschlossen. Themenfelder der Radstrategie sind neben der Verbesserung der 
Radinfrastruktur auch Kommunikation, Arbeitsstrukturen und Anreizförderung. Die Radstrategie 
benennt zudem strategische Ziele. Der Anteil des Radverkehrs am städtischen Gesamtverkehr 
(„Modal Split“) soll bis zum Jahr 2030 auf 30 % gesteigert werden. Laut der Erhebung von 2013 
lag die Quote bei 17 %. 
Maßnahmen und Projekte
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt und ihre städtischen Beteiligungen setzen viele verschiedene Maß-
nahmen zum Schutz des Klimas und für den Umweltschutz um. Beispielhaft zu erwähnen sind im 
Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit das „Mobile Grüne Zimmer®“, die Förderung privater Begrünungs-
maßnahmen, Beratung zur energetischen Sanierung im Rahmen von „Modernisierungskonvois“ 
und das Förderprogramm Photovoltaik. Stadtintern wirken z.B. die Umsetzung einer Grünflächen-  
strategie, die Umrüstung der Busflotte der HEAG auf Elektrobusse bis 2025, das Grünpflegekonzept 
des Bauvereins, die klimaneutrale Energieversorgung städtischer Gebäude sowie Projekte der  
Digitalstadt. 
Klimaanpassung und Biodiversität durch Begrünung 
Klimawandel und Artensterben sind eng miteinander verbunden. Neben dem Klimaschutz  
werden deswegen Klimaanpassungsmaßnahmen aber auch die Förderung von biologischer  
Vielfalt in Darmstadt verfolgt. Das oben genannte 12 qm große „Mobile Grüne Zimmer®“ 
ist eine öffentlichkeitswirksame Maßnahme in diesem Bereich, da es nicht nur das Thema  
biologische Vielfalt sondern auch das Thema vertikale Begrünung transportiert. Mit einer Vielfalt an  
Blüh- und Naschpflanzen bietet das „Mobile Grüne Zimmer®“ einen temporären Rückzugsort für 
Insekten und gleichzeitig einen Aufenthaltsort für Menschen. An verschiedenen Standorten in der 
Stadt fungiert es als Botschafter für ökologische und gestalterische Möglichkeiten der Begrünung 
auch in der Vertikalen. Das Grün fördert die Artenvielfalt und liefert durch den kühlenden Effekt 
einen direkten Beitrag zur Klimaanpassung. Weitere mobile, bepflanzte Sitzelemente, die „Stadt -
oasen“, erweitern das Angebot.
Zudem fördert die Stadt private Begrünungsmaßnahmen in hoch verdichteten innerstädtischen Quar-
tieren, wie beispielsweise der Mollerstadt und dem Stadtumbaugebiet Kapellplatz/ Woogsviertel/
Ostbahnhof. Das Anreizförderprogramm soll Eigentümerinnen und Eigentümer in diesen Gebieten 
dazu anregen, Innenhöfe und Vorgartenzonen, Dächer und Fassaden zu begrünen. Ein Grünflächen-
dachkataster wird erstellt, um gezielter vorhandenes Potenzial nutzen zu können. 
Ausgangslage – Klima- und Umweltschutz

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt 31
Grünflächenstrategie
Als Mitglied der „Kommunen für biologische Vielfalt“ hat sich die Wissenschaftsstadt Darmstadt 
dem Label-Prozess „Stadtgrün-naturnah“ gestellt und im Rahmen dessen eine „Grünflächenstrategie“ 
formuliert. Die Grünflächenstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt wurde am 01.09.2020 von 
der Stadtverordnetenversammlung beschlossen. Damit wird auch ein wesentlicher Punkt des bereits 
2013 verabschiedeten „25-Schritte-Programms zur Förderung der biologischen Vielfalt“ erfüllt und 
ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der ökologischen Funktionen des städtischen Raums unter -
nommen. 
Grünpflegekonzept des Bauvereins
Die Bauverein AG engagiert sich seit vielen Jahren im Bereich der Nachhaltigkeit und achtet  
verstärkt auf Biodiversität. Mit einem internen Konzept von 2020 sollen weitere Maßnahmen zum 
Erhalt der Artenvielfalt umgesetzt werden. Hierzu zählen die Entsiegelung von Flächen, das Anlegen 
von Wildblumenwiesen und das seltenere Mähen von Grünflächen in Wohnanlagen.
Modernisierungskonvoi
Eine der Maßnahmen aus dem Klimaschutzkonzept ist die Beratung von Hauseigentümerinnen und 
Hauseigentümern bei der energetischen Gebäudesanierung. Diese Beratung wird seit dem Jahr 
2016 durch den „Modernisierungskonvoi“ stadtteilbezogen umgesetzt. Die Konvois waren bisher 
in der Heimstättensiedlung, in Arheilgen, in der Waldkolonie, in der Siedlung Tann, in Bessungen, 
Wixhausen sowie in Eberstadt.
Förderprogramm Photovoltaik
Mit dem Förderprogramm Photovoltaik unterstützt die Wissenschaftsstadt Darmstadt seit Juli 
2021 den Ausbau erneuerbarer Energien im Stadtgebiet. Private Haushalte erhalten einen Anreiz, 
Potenziale für die Erzeugung von Sonnenenergie in den eigenen vier Wänden zu nutzen.
Nahverkehr mit Ökostrom und Elektrobussen
Bereits seit 2008 betreibt das Darmstädter Verkehrsunternehmen HEAG mobilo GmbH seine  
Straßenbahntriebwagen ausschließlich mit Ökostrom. Damit war es bundesweit das erste Verkehrs-
unternehmen, das seine Fahrstromversorgung komplett aus regenerativen Energien bezog. Seit 2020  
rüstet die HEAG zudem ihre Busflotte auf Elektrobusse um. Die Umrüstung soll bis 2025 umgesetzt 
sein.  
Liegenschaften der Stadt – klimafreundliche Energie und Erdgas
Die Gebäude der Wissenschaftsstadt Darmstadt, zu denen beispielsweise Schulen gehören,  
werden vollständig mit klimaneutraler Energie versorgt. Die Liegenschaften des Immobilien-  
management IDA der Stadt Darmstadt werden bereits seit 2008 mit Ökostrom von ENTEGA 
beliefert. Seit 2014 werden die Gebäude zudem mit klimaneutralem Erdgas beheizt. Beim  
klimaneutralen Erdgas werden alle entstehenden CO2-Emissionen durch Waldschutz- und  
Wiederaufforstungsprojekte kompensiert. Die bilanzielle Klimaneutralität der Liegenschaften 
ist ein wesentlicher Schritt zur Erreichung der bereits genannten Klimaschutzziele der Wissen -
schaftsstadt Darmstadt.
Ausgangslage – Klima- und Umweltschutz

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt
32
Luftreinhalteplan – Teilplan für Darmstadt und Green City Plan
Neben dem vom Umweltministerium für Darmstadt erarbeiteten Luftreinhalteplan wurde 2018 
durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt der „Green City Plan“ erstellt, der ein Gesamtkonzept 
zur Reduzierung der Luftbelastung durch Stickstoffdioxid (NO2) im Bereich Verkehr umfasst, 
aber auch alternative Lösungen zu nachhaltiger Mobilität, urbaner Logistik und im Bereich der 
Digitalisierung darstellt.
Digitalstadt Darmstadt – Digitalisierung und Nachhaltigkeit verbinden, Bürgerbeteili -
gung und ethische Leitlinien der Digitalisierung
Die Digitalstadt Darmstadt setzt unter anderem Projekte in den Bereichen Umwelt, Mobilität und 
Energie um. Maßnahmen des Projektes „Smart Lighting“ der Digitalstadt Darmstadt verbinden bei-
spielsweise Lösungsansätze in den Bereichen nachhaltige Energie und Mobilität. Intelligente LED-
Straßenlaternen im Stadtkern werden neben ihrer Funktion zur energieeffizienten Verkehrs- und 
Stadtbeleuchtung für die Messung von Verkehrsströmen, der Luftqualität oder des Geräuschpegels 
eingesetzt. Etwa 20 % der Laternen sind mit sparsamen LEDs ausgestattet. Im Projekt „Smart 
Waste“ wurden Großbehälter von Gewerbe- und Haushaltsabfällen mit Sensoren ausgestattet, die 
den Füllstand messen. Die Abfallentsorgung wird so optimiert und Leerfahrten reduziert.
Bürgerbeteiligung ist ein wesentliches Element des Darmstädter Digitalisierungsprozesses.  
Darmstädterinnen und Darmstädter werden an Projekten aus 14 Themenbereichen, wie Bildung,  
Gesellschaft, Gesundheit oder Industrie 4.0 beteiligt. Mit dem Projekt „Stadtlabor - Darmstadt 
digital erleben und lernen“ startete 2021 ein Austauschformat zu den Digitalisierungsprojekten in 
Darmstadt. Dazu bot das Stadtlabor einen multimedialen Ansatz aus Veranstaltungen, Dialogformaten 
und mobilen, stationären und virtuellen Aktivitäten.
Als erste deutsche Kommune hat die Wissenschaftsstadt Darmstadt ethische Leitplanken für den 
2017 gestarteten Digitalisierungsprozess verabschiedet.
2.6 Entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit
Entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit schafft Bewusstsein für globale Heraus -
forderung und entwicklungspolitische Zusammenhänge. Darmstadt zeichnet sich durch zahlreiche 
formale und non-formale Bildungsangebote zu Globalem Lernen 21 und Bildung für nachhaltige  
Entwicklung (BnE)22 aus. 
21 Globales Lernen versteht sich als pädagogische Antwort auf globale Herausforderungen und nachhaltige Entwicklung, die eine  
       kritische Auseinandersetzung mit der Wechselwirkung lokaler Zusammenhänge und Fragen der globalen sozialen Gerechtigkeit, fördert.  
22  BnE versteht sich ebenfalls als ganzheitlicher Bildungsansatz um den ökologischen, ökonomischen und sozialen Herausforderungen   
     einer vernetzten Welt zu begegnen. BnE will zu nachhaltigem Denken und Handeln befähigen und so zu einer nachhaltig orientierten 
     Gesellschaft in globaler Perspektive beitragen. Behandelte Themen sind beispielsweise Klimaschutz, Globalisierung, verantwortungs-
      voller Konsum, kulturelle Vielfalt und soziale Gerechtigkeit. Globales Lernen kann als wichtiger Bestandteil einer Bildung für nachhaltige 
  Entwicklung mit eigener Entstehungsgeschichte verstanden werden, die globalen Wechselwirkungen und Gerechtigkeitsfragen  
  besondere Beachtung schenkt. (S. Entwicklungspolitisches Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz ELAN, Engagement Global (2019):  
    Kompass Globales Lernen Rheinland-Pfalz.)
Ausgangslage – Entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt 33
Informations- und Bildungsangebote der Zivilgesellschaft
Eine bedeutende Ressource sind hierbei die zahlreichen Informationsangebote der Darmstädter  
Zivilgesellschaft. Im Rahmen von thematischen Kampagnen und Bildungsangeboten zu Produktions- 
bedingungen im Globalen Süden oder den Folgen eines ausufernden Ressourcenverbrauchs  
informieren sie über globale Zusammenhänge. Beispielhaft sind die Angebote von entwicklungs-  
politischen Akteuren, wie des Weltladens Darmstadt, des Werkhofs Darmstadt oder von Organisationen 
wie Ingenieure ohne Grenzen zu erwähnen. 
BnE-Netzwerk Darmstadt und Darmstadt-Dieburg
Im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BnE) bündelt das 2018 gegründete BnE-Netz-
werk Darmstadt und Darmstadt-Dieburg die vorhandenen Angebote zum Thema und bietet bei 
eigenen Veranstaltungen die Gelegenheit für die Vernetzung der Akteure. Es ist Teil der Netzwerke 
des Landes Hessen.
Umweltnetzwerk Darmstadt
Seit 2018 existiert das Umweltnetzwerk Darmstadt. Die Aktivitäten der Mitglieder des Umwelt -
netzwerks reichen von Bildungsangeboten für Kinder über den Verkauf nachhaltiger Kleidung und 
Lebensmitteln bis hin zu Maßnahmen des Naturschutzes und richten sich an alle Darmstädterinnen 
und Darmstädter. Ziel des Umweltnetzwerkes ist es, die Bürgerinnen und Bürger Darmstadts mit 
der Bedeutung von Biodiversität, Klima- und Umweltschutz sowie nachhaltigem Handeln vertraut zu 
machen und sie einzuladen, selbst einen aktiven Beitrag zu leisten. Zudem soll das Engagement der 
Akteurinnen und Akteure sichtbar gemacht und Möglichkeiten zur Mitgestaltung aufgezeigt werden, 
z.B. mit den Klima- und Umweltaktionstagen. Rund 30 Vereine, Stiftungen aber auch Unternehmen 
sowie städtische Beteiligungen sind im Netzwerk engagiert. Die Gründung des Umweltnetzwerkes 
wurde durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt unterstützt und durch das Umweltamt begleitet.
Umweltdiplom
Das Darmstädter Umweltdiplom ist ein umwelt- und freizeitpädagogisches Aktionsprogramm, das 
seit 2003 von der Wissenschaftsstadt Darmstadt in Kooperation mit Umweltverbänden, Vereinen, 
wissenschaftlichen Einrichtungen, Wirtschaftsunternehmen und themenorientierten Initiativen  
angeboten wird. Es richtet sich an Kinder der 4. bis 6. Klasse. Ziel des Diploms ist, dass sich die 
jungen Menschen außerschulisch mit Natur-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen beschäftigen und 
mit Aktiven aus Umwelt-, Klima- und Naturschutz in Kontakt kommen.
Klima- und Umweltaktionstage
Die Klima- und Umweltaktionstage bieten den Darmstädter Bürgerinnen und Bürgern seit 2018 mit 
Vorträgen, Ausstellungen und Mitmachaktionen ein vielfältiges Programm zu den Themen Klima -
wandel, biologische Vielfalt und Nachhaltigkeit. Zentrale Veranstaltung ist die Umweltinformations-
börse, die bereits seit 2003 in Darmstadt jährlich zum Ende des Sommers auf dem Luisenplatz 
stattfindet. 
Volkshochschule Darmstadt 
Die Volkshochschule Darmstadt bietet in ihrem Programm zahlreiche Vorträge und Kurse zu  
globalem Denken, lokalem Lernen und Handeln an, insbesondere zu Ökologie, Klima- und Naturschutz. 
Ausgangslage – Entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt
34
Darmstädter Schulen 
Einige Darmstädter Schulen setzen thematische Schwerpunkte im Bereich nachhaltiger Entwicklung. 
Die Eleonorenschule ist Umweltschule. Sie hat einen Schwerpunkt bei der Förderung der Biodiversität 
und der Nachhaltigkeit. Die Edith-Stein-Schule Darmstadt ist Unesco-Projektschule. Sie engagiert 
sich insbesondere für Menschenrechtsbildung, Demokratieerziehung und Globales Lernen. Die 
Viktoriaschule wurde vom gemeinnützigen Verein TransFair als zertifizierte „Fairtrade-Schule“ für  
ihr großes Engagement zur Förderung des fairen Handels ausgezeichnet.
  
2.7 Stärkung der Zivilgesellschaft
Das breite Engagement im Bereich global nachhaltiger Entwicklung in Darmstadt äußert sich 
in der Vielzahl ehrenamtlicher und hauptamtlicher Akteure. Zahlreiche Vereine und Initiativen 
sind ehrenamtlich in der entwicklungspolitischen Bildungs- und Projektarbeit aktiv ebenso wie 
hauptamtliche Akteurinnen und Akteure aus Bildung, Wissenschaft sowie entwicklungspolitischen  
Organisationen23. Neben Eine-Welt-Akteuren und migrantischen Organisationen gehören beispiels-
weise Hochschulen, Unternehmen sowie kirchliche Organisationen, die im Globalen Süden aktiv 
sind, zu den entwicklungspolitischen Akteuren der Zivilgesellschaft. 
Vernetzung zu Entwicklungspolitik in Darmstadt
Zur Bündelung der entwicklungspolitischen Akteure in Darmstadt wurde im Rahmen des Projektes  
„Koordination kommunaler Entwicklungspolitik in Darmstadt“ ein Netzwerk begründet. Im Mai 
2019, November 2019, September 2020 und November 2020 fanden vier „Netzwerktreffen  
Entwicklungspolitik in Darmstadt“ statt. Die Teilnehmenden tauschten sich über entwicklungspoli -
tische Aktivitäten sowie Bedarfe und Ziele für die entwicklungspolitische Arbeit der Wissenschafts -
stadt Darmstadt aus. Zudem wurde die Vernetzung zwischen den Teilnehmenden gefördert, über  
Fördermöglichkeiten entwicklungspolitischer Projekte informiert und der Erarbeitungsprozess des  
entwicklungspolitischen Konzeptes in einen partizipativen Prozess mit Beteiligung der Zivilgesell -
schaft eingebettet.
Aus dem Netzwerk heraus konstituierte sich eine Steuerungsgruppe. Sie begleitete die Erstellung 
des entwicklungspolitischen Konzeptes. Mitglieder der Steuerungsgruppe sind Vertreterinnen und 
Vertreter der Stadtverwaltung, kommunaler Unternehmen, aus Bildung, Zivilgesellschaft, nachhaltiger 
Ökonomie sowie migrantischen Organisationen. Die Skizze des entwicklungspolitischen Konzeptes  
wurde beim dritten Netzwerktreffen, das online stattfand, vorgestellt und diskutiert.
Unterstützung der Vernetzung zu nachhaltiger Entwicklung
Darüber hinaus unterstützt die Wissenschaftsstadt Darmstadt die Zivilgesellschaft ideell und 
finanziell, bei der Vernetzung und durch die Ausrichtung gemeinsamer Veranstaltungen wie dem 
Internationalen Bürgerfest oder den Umweltaktionstagen. 
23 S. Wissenschaftsstadt Darmstadt (2019): Dokumentation 1. Netzwerktreffen Entwicklungspolitik in Darmstadt
Ausgangslage – Stärkung der Zivilgesellschaft

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt 35
3. Ziele des entwicklungspolitischen Konzepts
Das entwicklungspolitische Konzept formuliert eine Vision für die zukünftige Gestaltung der  
Entwicklungspolitik der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Diese wird als Querschnittsaufgabe in der 
Kommune verankert. Auf Grundlage der bisherigen entwicklungspolitischen Aktivitäten und des  
Engagements für nachhaltige Entwicklung legt die Wissenschaftsstadt Darmstadt folgende Ziele 
fest, die bis zum Jahr 2030 erreicht werden sollen und darüber hinaus Geltung entfalten:
Strategisches Ziel
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt leistet einen Beitrag zur lokalen Umsetzung der Agenda 2030, 
durch Umsetzung des entwicklungspolitischen Konzeptes der Wissenschaftsstadt Darmstadt. 
Unterziele
1. Mittels geeigneter und auf die Wissenschaftsstadt Darmstadt zugeschnittener Maßnahmen  
    in ausgewählten Handlungsfeldern sollen mit dem entwicklungspolitischen Konzept die drei     
    Aspekte der Nachhaltigkeit abgedeckt werden: Ökonomie, Ökologie, Soziales.
2. Sensibilisierung der Bevölkerung und der Öffentlichkeit für Themen der nachhaltigen  
    Entwicklung durch Maßnahmen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit und Kooperationen.
3. Bundesweite und internationale Profilierung der Wissenschaftsstadt Darmstadt als handelnder   
    Akteur im Bereich der Entwicklungspolitik durch aktive Beteiligung an überregionalen Arbeits- 
    kreisen und Fachgremien sowie an internationalen Konferenzen und Netzwerken.
Zuordnung der Handlungsfelder unter die Unterziele
Ziele des entwicklungspolitischen Konzeptes
      Unterziel    Handlungsfeld
1. Mittels geeigneter und auf die 
Wissenschaftsstadt Darmstadt 
zugeschnittener Maßnahmen in 
ausgewählten Handlungsfeldern 
sollen mit dem entwicklungspoliti -
schen Konzept die drei Aspekte der 
Nachhaltigkeit abgedeckt werden: 
Ökonomie, Ökologie, Soziales.
2.1 Kommunale Partnerschaften
2.2 Migration und Entwicklung
2.3 Faire/ nachhaltige Beschaffung und fairer Handel
2.4 Klima- und Umweltschutz
2. Sensibilisierung der Bevölkerung 
und der Öffentlichkeit für Themen 
der nachhaltigen Entwicklung durch 
Maßnahmen im Bereich der Öffent-
lichkeitsarbeit und Kooperationen .
2.5 Informations- und Bildungsarbeit
2.6 Stärkung der Zivilgesellschaft
3. Bundesweite und internationale 
Profilierung der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt als handelnder Akteur 
im Bereich der Entwicklungspolitik 
durch aktive Beteiligung an über- 
regionalen Arbeitskreisen und Fach-
gremien sowie an internationalen 
Konferenzen und Netzwerken.
2.7 Internationale und fachliche Vernetzung

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt
36
Ziele des entwicklungspolitischen Konzeptes
Unterziel Handlungsfeld Operative Ziele
1. Mittels geeigneter und auf die 
Wissenschaftsstadt Darmstadt 
zugeschnittener Maßnahmen in 
ausgewählten Handlungsfeldern 
sollen mit dem entwicklungspoliti -
schen Konzept die drei Aspekte der 
Nachhaltigkeit abgedeckt werden: 
Ökonomie, Ökologie, Soziales.
Kommunale 
Partnerschaften
•
•
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt erweitert ihr Enga-
gement im Bereich der kommunalen Partnerschaften 
und setzt gemeinsam mit Partnern aus dem Globalen 
Süden Projekte mit kommunalem Bezug um. 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt fördert den  
Austausch zur lokalen Umsetzung der Ziele für nach-
haltige Entwicklung mit ihren Partnerstädten.
Migration und 
Entwicklung
• Die Wissenschaftsstadt Darmstadt baut die Verknüp-
fung von Migration, Integration und Entwicklungszu-
sammenarbeit weiter aus. Sie kooperiert mit migranti-
schen Organisationen in ihrer entwicklungspolitischen 
Arbeit und setzt gemeinsame Projekte um.
Faire / nachhaltige  
Beschaffung und 
fairer Handel
• Die Wissenschaftsstadt Darmstadt stärkt und weitet 
die faire und nachhaltige Beschaffung weiter aus.
Klima- und 
Umweltschutz
• Die Wissenschaftsstadt Darmstadt engagiert sich im 
Bereich des Klima- und Umweltschutzes.
• Die Wissenschaftsstadt Darmstadt ist eine inklusive, 
sichere, widerstandsfähige und nachhaltige Stadt, 
die sich für die nachhaltige Nutzung der Flächen, 
die Senkung der Umweltbelastung durch Städte und 
nachhaltige Mobilität engagiert.
2. Sensibilisierung der Bevölkerung 
und der Öffentlichkeit für Themen 
der nachhaltigen Entwicklung 
durch Maßnahmen im Bereich der 
Öffentlichkeitsarbeit und Koopera -
tionen.
Informations- und 
Bildungsarbeit
• Die Informationsarbeit ist zentraler Bestandteil der 
entwicklungspolitischen Arbeit der Wissenschafts -
stadt Darmstadt.
Stärkung der 
Zivilgesellschaft
• Die Wissenschaftsstadt Darmstadt unterstützt das 
entwicklungspolitische Engagement der Zivilgesell -
schaft. 
• Sie fördert die Vernetzung in Darmstadt, unterstützt 
dabei das Engagement sichtbar zu machen, bezieht 
zivilgesellschaftliche Organisationen in ihre Entwick -
lungszusammenarbeit ein und ist offen für gemeinsame 
Projekte.
3. Bundesweite und internationale 
Profilierung der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt als handelnder Akteur 
im Bereich der Entwicklungspolitik 
durch aktive Beteiligung an überre-
gionalen Arbeitskreisen und Fach-
gremien sowie an internationalen 
Konferenzen und Netzwerken.
Internationale 
und fachliche  
Vernetzung
• Die Wissenschaftsstadt Darmstadt engagiert sich 
im und fördert den internationalen und fachlichen 
Austausch, insbesondere zur lokalen Umsetzung der 
Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. 
• Sie beteiligt sich aktiv an nationalen wie internationalen 
Netzwerken und setzt sich in nationalen wie interna-
tionalen Gremien für die Wahrnehmung der zentralen 
Rolle von Kommunen und deren Unterstützung bei der 
Realisierung nachhaltiger Entwicklung ein.

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt 37
Operative Ziele
Operative Ziele konkretisieren das übergeordnete Ziel der lokalen Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele 
der Agenda 2030. Die operativen Ziele sind jeweils anhand ihrer Schwerpunkte einem Handlungsfeld 
zugeordnet. Zwischen den einzelnen Handlungsfeldern bestehen Überschneidungen und Querbezüge, 
angesichts des Querschnittcharakters der angesprochenen Themen. Die operativen Ziele sind mit 
Maßnahmen in den einzelnen Handlungsfeldern unterlegt. Hierbei knüpft das entwicklungspolitische 
Konzept an bestehendes Engagement, Beschlüsse und Konzepte zu den einzelnen Handlungsfeldern 
an. Die Ausgangslage in den Handlungsfeldern wird in Kapitel 2 beschrieben.
 
Maßnahmen
Die vorgeschlagenen Maßnahmen sollen fortlaufend überprüft und ergänzt werden, um dynamischen 
Entwicklungen und künftigen neuen Anforderungen Rechnung tragen zu können.  
24 Die Grundprinzipien der Entwicklungszusammenarbeit werden in Kapitel 4 erläutert. 
      Das entwicklungspolitische Konzept umfasst:
•  Die kommunale Entwicklungszusammenarbeit der Wissenschaftsstadt Darmstadt, also die 
       internationalen Kooperationen der Kommunalverwaltung insbesondere mit Kommunen des 
       Globalen Südens.24 
•  Die internationale Zusammenarbeit der Wissenschaftsstadt Darmstadt mit Partnern in  
       Industriestaaten zur lokalen Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung 
    •  Die entwicklungspolitische Inlandsarbeit der Wissenschaftsstadt Darmstadt  
 
       Die Zielgruppen des entwicklungspolitischen Konzeptes sind:
   •  Stadtverwaltung und Kommunalpolitik
   •  Internationale Partner der Wissenschaftsstadt Darmstadt
   •  Zivilgesellschaftliche Organisationen und Initiativen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt,  
      insbesondere entwicklungspolitische Akteure und migrantische Organisationen
   •  Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit, z.B. Engagement Global, Deutsche Gesell-  
       schaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ), Entwicklungspolitisches Netzwerk Hessen    
      (EPN) e.V.
Ziele des entwicklungspolitischen Konzeptes

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt
38
3.1 Kommunale Partnerschaften
Gemeinsam Herausforderungen angehen – Wissensaustausch fördern
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt fördert Internationalität und Weltoffenheit durch die Pflege  
zahlreicher Städtepartnerschaften und ihre internationalen Beziehungen. Eine besondere Bedeutung 
für die Entwicklungszusammenarbeit der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat die Partnerschaftsarbeit 
mit Kommunen des Globalen Südens. Im Sinne des Ziels „Partnerschaften zur Erreichung der Ziele“ 
(SDG 17) sollen diese durch Wissensaustausch und gemeinsame Projekte gelebt werden. 
Den Schwerpunkt der Zusammenarbeit in kommunalen Partnerschaftsprojekten bilden bestehende 
Städtepartnerschaften und Kooperationen. Diese sollen ausgebaut und vertieft werden. Der  
wechselseitige Austausch mit Partnerstädten und Kommunen des Globalen Südens soll langfristig 
und zielorientiert ausgerichtet werden. Insbesondere die Zusammenarbeit mit der Partnerstadt 
Uzhhorod in der Ukraine soll in gemeinsamen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit intensiviert 
und thematisch vertieft werden.
Nachhaltige Stadtentwicklung als Schwerpunkt der internationalen Kooperation
„Nachhaltige Stadtentwicklung“ soll den inhaltlichen Schwerpunkt des internationalen Austauschs 
bilden. Zentrale Themen des Austauschs betreffen hierbei SDG 11 „Städte und Siedlungen inklusiv, 
sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gestalten“ und SDG 13 „Umgehend Maßnahmen zur  
Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen“. 
 SDG 11 – Nachhaltige Städte und Gemeinden
 Allgemeines Ziel ist es, Städte inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig zu gestalten.  
 Konkret beinhaltet das unter anderem:
 •  Zugang zu bezahlbarem Wohnraum 
 •  Sichere, bezahlbare und nachhaltige Mobilität in der Stadt, mit besonderem Augenmerk  
  auf die Bedürfnisse von Menschen in prekären Situationen, Frauen, Kindern, Menschen mit  
  Behinderungen und älteren Menschen.
 •  Nachhaltige Nutzung der Flächen
 •  Verstädterung inklusiver und nachhaltiger gestalten und eine partizipatorische, integrierte  
  und nachhaltige Siedlungsplanung
 •  Senken der Umweltbelastung durch Städte
 SDG 13 – Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner 
 Auswirkungen ergreifen
 •  Lokale Umsetzung von Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen
Ziele - Kommunale Partnerschaften

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt 39
Austausch zur lokalen Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele mit Darmstadts Partnerstädten
Der Austausch mit Partnerstädten zu nachhaltiger Entwicklung wird intensiviert. Der Wissensaus -
tausch soll verstärkt und gemeinsame Projekte umgesetzt werden. Als erster Schritt bietet eine 
Konferenz mit Darmstadts Partnerstädten oder der kommunalpolitische Workshop im Rahmen des 
jährlich stattfindenden Europawochenendes hierfür einen geeigneten Rahmen. Insbesondere der 
Wissensaustausch zu nachhaltiger Stadtentwicklung (SDG 11) soll thematisiert und Kooperations -
möglichkeiten zur Bewältigung gemeinsamer Herausforderungen erschlossen werden. 
Intensivierung der Zusammenarbeit mit Kommunen des Globalen Südens
Partnerschaftsprojekte und der Wissensaustausch mit Kommunen des Globalen Südens tragen 
zum Aufbau und der Entwicklung funktionsfähiger und effizienter Kommunalverwaltungen und der  
verbesserten Bereitstellung kommunaler Dienstleistungen bei, z.B. in den Bereichen Wasserversorgung, 
Energiebereitstellung, Stadtentwicklung, Abfallwirtschaft oder lokaler Wirtschaftsentwicklung. 
Partnerschaftsprojekte mit Bursa und Uzhhorod
Darmstadt unterhält zwei Städtepartnerschaften mit Kommunen des Globalen Südens, mit Bursa 
in der Türkei und Uzhhorod in der Ukraine. Die Zusammenarbeit soll in gemeinsamen Partner -
schaftsprojekten intensiviert und inhaltlich vertieft werden.
Die Partnerschaft mit Uzhhorod bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte im Bereich nachhaltiger 
Stadtentwicklung und kann perspektivisch zu einer Klimapartnerschaft ausgebaut werden. Im  
November 2020 startete ein erstes Infrastrukturprojekt zu nachhaltigem Abfallmanagement. Ziel 
des Vorhabens ist die Ausweitung der getrennten Sammlung von Abfällen in Uzhhorod. So soll 
die Menge der auf der Deponie entsorgten Abfälle und deren klimaschädliche Wirkung reduziert  
werden. Zudem ist ein Konzept mit Maßnahmen für eine nachhaltige und ökologische Abfallwirtschaft 
in Uzhhorod vorgesehen. 
Zur Stärkung des Gesundheitswesens bei der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie arbeiten die 
Wissenschaftsstadt Darmstadt und Uzhhorod im Jahr 2021 zusammen. Kern des Projektes ist der 
Fachaustausch zwischen dem Klinikum Darmstadt und dem städtischen Krankenhaus in Uzhhorod 
sowie die Unterstützung der ukrainischen Partnerstadt mit medizinischer Ausrüstung und Schutz -
ausstattung. Das Projekt soll dazu beitragen die Resilienz Uzhhorods auch gegenüber zukünftigen 
Gesundheitskrisen nachhaltig zu stärken. 
Ein weiteres Vorhaben mit Uzhhorod wurde im Bereich der Mobilität geplant. Der Wissensaustausch 
und -transfer zwischen den Städten Uzhhorod und Darmstadt zur nachhaltigen Mobilitätsplanung 
soll im Rahmen des Vorhabens gefördert und der Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern zur Erarbeitung 
eines Mobilitätskonzeptes in Uzhhorod unterstützt werden. Das Projekt soll in den nächsten Jahren 
umgesetzt werden.25
25 Unter Voraussetzung der Bewilligung von Drittmitteln zur Projektumsetzung.
Ziele - Kommunale Partnerschaften

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt
40
Bursa und Darmstadt begehen im Jahr 2021 das 50-jährige Bestehen der Partnerschaft. Auf der 
Agenda stehen verschiedene Projekte unter anderem zu Digitalisierung und der Austausch zur  
Förderung von Frauenrechten. 
Umfangreiche Projekte der Entwicklungszusammenarbeit sind hierbei nicht ohne Drittmittel  
realisierbar. Förderprogramme von Engagement Global oder von Stiftungen sowie Kooperationen 
mit entwicklungspolitischen Organisationen bieten Möglichkeiten der Realisierung solcher Projekte.
Projektpartnerschaften mit Kommunen des Globalen Südens
Über bestehende Städtepartnerschaften und Kontakte hinaus stellen einmalige Kooperationen 
im Rahmen von Projektpartnerschaften mit Kommunen des Globalen Südens eine Ergänzung 
der Entwicklungszusammenarbeit der Wissenschaftsstadt Darmstadt dar. Für neue Projekt-  
partnerschaften kommen besonders Kommunen des Globalen Südens in Betracht, die vergleichbare  
Zielsetzungen im Hinblick auf nachhaltige Stadtentwicklung verfolgen, sodass ein Austausch von  
Know How wechselseitigen Nutzen entfalten kann. Bei der Initiierung neuer Kooperationen sollen 
vorhandene Kontakte der Stadtverwaltung, der Stadtwirtschaft und der Darmstädter Zivilgesellschaft 
einbezogen werden. Insbesondere Eine-Welt-Akteure sowie migrantische Organisationen sollen  
beteiligt werden. Bis 2030 wird eine Projektpartnerschaft mit einer Kommune in Afrika, Lateinamerika 
oder Asien angestrebt.
Bei der Ausgestaltung der kommunalen Partnerschaften und der Durchführung von Partner -
schaftsprojekten arbeitet die Wissenschaftsstadt Darmstadt aktiv mit der Bevölkerung zusammen. 
Die Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft und die Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger ist 
ein essenzieller Teil der kommunalen Partnerschaftsarbeit. 
Schulpartnerschaften 
Darmstädter Schulen sollen bei ihren Schüleraustauschprogrammen mit Schulen im Globalen  
Süden durch Reisekostenzuschüsse unterstützt werden. Internationale Schulgruppen, die  
Darmstadt im Rahmen von Schulaustauschprogrammen besuchen, werden durch die  
Wissenschaftsstadt Darmstadt offiziell empfangen. Die Stadt bietet die Möglichkeit bei diesen  
Empfängen neben einer allgemeinen Vorstellung Darmstadts inhaltliche Schwerpunkte zu setzen, 
wie beispielweise zu nachhaltiger Stadtentwicklung, Klima- und Umweltschutz, Bürgerbeteiligung, 
Mobilität oder sozialer Kohäsion. 
Ziele - Kommunale Partnerschaften

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt 41
 Operatives Ziel
 • Die Wissenschaftsstadt Darmstadt erweitert ihr Engagement im Bereich der kommunalen  
   Partnerschaften und setzt gemeinsam mit Partnern aus dem Globalen Süden Projekte mit  
   kommunalem Bezug um. 
 • Die Wissenschaftsstadt Darmstadt fördert den Austausch zur lokalen Umsetzung der Ziele  
    für nachhaltige Entwicklung mit ihren Partnerstädten.
 Maßnahmen
 • Gemeinsame Projekte mit Uzhhorod im Bereich der nachhaltigen Stadtentwicklung zur  
  Abfallwirtschaft und Mobilität 
 • Konferenz mit allen Partnerstädten Darmstadts zur lokalen Umsetzung der Sustainable  
  Development Goals insbesondere zu nachhaltiger Stadtentwicklung, beispielsweise im  
  Rahmen des Europawochenendes
 • Initiierung neuer Projektpartnerschaften mit Kommunen des Globalen Südens
 • Förderung von Schulpartnerschaften mit Schulen im Globalen Süden
 Indikatoren 
 • Die Wissenschaftsstadt Darmstadt richtet bis 2030 mindestens eine Konferenz zu  
  nachhaltiger Stadtentwicklung mit Darmstadts Partnerstädten aus.
 • Mindestens zwei entwicklungspolitische Projekte mit Partnerstädten des Globalen Südens  
  sind bis 2030 umgesetzt. 
 • Mindestens eine Projektpartnerschaft mit einer Kommune des Globalen Südens ist bis 2030  
  initiiert.
Ziele - Kommunale Partnerschaften

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt
42
3.2 Migration und Entwicklung
Integration und Entwicklungspolitik verknüpfen, Expertise nutzen 
Migration und nachhaltige Entwicklung sind eng verknüpft. Ende 2018 lebten weltweit 272 Mio.  
Menschen in einem anderen Land als ihrem Geburtsland, dies entspricht 3,5 % der Weltbevölkerung. 
Davon sind 25,9 Mio. Geflüchtete. Fehlende Bildungs- und Erwerbschancen, politische und soziale 
Konflikte, die Folgen von Umweltzerstörungen und des Klimawandels sind einige Gründe dafür, dass 
Menschen ihre Heimat verlassen.
Migrantinnen und Migranten tragen durch Rücküberweisungen zur nachhaltigen Entwicklung ihrer 
Herkunftsländer bei. Die Gesamtsumme ist dabei drei Mal höher als die weltweiten Mittel für Ent -
wicklungszusammenarbeit. Migrantische Organisationen verfügen über Kontakte in ihre Herkunfts-
länder, kennen die Bedingungen vor Ort und führen teilweise eigene entwicklungspolitische Projekte 
durch. Mit ihrer Expertise sollen sie stärker in alle Bereiche der entwicklungspolitischen Arbeit der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt einbezogen werden. Die über 100 migrantischen Organisationen in 
der Wissenschaftsstadt Darmstadt sind hierbei eine zentrale Ressource. Potenziale ergeben sich 
aus der langjährigen Zusammenarbeit mit migrantischen Organisationen an der Schnittstelle von 
Migration, Integration und Entwicklungspolitik (s. Kap. 2.2). Die Zusammenarbeit soll insbesondere 
in der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit und bei Projekten der Entwicklungszusammenarbeit 
der Wissenschaftsstadt Darmstadt intensiviert werden. Beim Aufbau neuer Projektpartnerschaften 
mit Kommunen des Globalen Südens sollen migrantische Organisationen einbezogen werden. 
Der Großteil der migrantischen Organisationen arbeitet auf ehrenamtlicher Basis. Neben der 
strukturellen Beratung und Förderung migrantischer Organisationen durch die Wissenschafts -
stadt Darmstadt, sollen diese durch bedarfsorientierte Maßnahmen bei ihren entwicklungspolitischen 
Projekten unterstützt werden. Hierzu kann die Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit zählen, 
ebenso wie Workshops zu Vereinsarbeit und Fördermöglichkeiten.
Die Kooperation mit migrantischen Organisationen, als einem wichtigen Teil der Darmstädter Zivilge-
sellschaft, in der entwicklungspolitischen Arbeit sowie die Unterstützung ihres entwicklungspolitischen 
Engagements, ist Ziel der Wissenschaftsstadt Darmstadt. 
Ziele - Migration und Entwicklung
 Operatives Ziel
 Die Wissenschaftsstadt Darmstadt baut die Verknüpfung von Migration, Integration und  
 Entwicklungszusammenarbeit weiter aus. Sie kooperiert mit migrantischen Organisationen in  
 ihrer entwicklungspolitischen Arbeit und setzt gemeinsame Projekte um.

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt 43
26 Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 27.06.2013 „Berücksichtigung der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeits-
    organisation (ILO International Labour Organization) und Umsetzung einer umweltfreundlichen Beschaffung bei Städtischen Auftrags-
    vergaben“ (SV-2013/0168)
3.3 Faire/ nachhaltige Beschaffung und fairer Handel
Kommunen gehören zu den größten Beschaffern in Deutschland. Durch ihr ökonomisches Gewicht 
und ihre Kaufentscheidungen können sie die Arbeits- und Lebensbedingungen in den Produktions-  
ländern beeinflussen, durch die Beschaffung von Gütern bei deren Produktion nachweislich  
Menschenrechts- und Umweltstandards eingehalten werden. 
Faire und nachhaltige Beschaffung
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt setzt ihre faire und nachhaltige Beschaffung fort und baut diese 
sukzessive aus. Die regionale, biologische und faire Beschaffung wird hierbei zusammen gedacht. 
Die Vergaberichtlinien werden im Sinne einer sozial-ökologischen und fairen Beschaffung regelmäßig 
überprüft und weiterentwickelt. 26 Beispiele sind Pilotvorhaben, wie die sukzessive Erhöhung des 
Anteils von biologisch angebauten, fair gehandelten und regionalen Produkten bei der Mittagsver -
pflegung von Darmstädter Schulen durch den Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben und Dienst -
leistungen (EAD). 
Ansatzpunkte bietet auch die umwelt- und sozialverträgliche Durchführung von Fachtagungen,  
Konferenzen und Kulturveranstaltungen. 
Fairer Handel 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt fördert nachhaltiges Wirtschaften und fairen Handel. Möglich -
keiten der Unterstützung fairen Handelns bestehen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit beispiels -
weise durch die Förderung des nachhaltigen Stadtplans Wandelkarte oder die weitere Ausrichtung 
öffentlichkeitswirksamer Veranstaltungen zu fairem Handel und nachhaltigem Konsum. Zudem  
koordiniert die Stadt die Beteiligung an der Fair Trade Kampagne und fördert die Vernetzung durch 
die Ausrichtung von Steuerungsgruppensitzungen. 
Ziele - Faire / nachhaltige Beschaffung und fairer Handel
 Maßnahmen
 • Umsetzung gemeinsamer entwicklungspolitischer Projekte mit Darmstädter migrantischen  
  Organisationen bis 2030
 • Vernetzung von migrantischen Organisationen sowie Eine-Welt-Akteuren im Netzwerk  
  Entwicklungspolitik in Darmstadt
 • Einbindung von migrantischen Organisationen beim Aufbau neuer Projektpartnerschaften  
  mit Kommunen des Globalen Südens
 • Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit für entwicklungspolitische Projekte
 • Strukturelle Förderung und Unterstützung von migrantischen Organisationen in Darmstadt,  
  durch bedarfsorientierte Maßnahmen des Empowerments, Workshops zu Vereinsarbeit und  
  Fördermöglichkeiten
 Indikatoren 
 • Mindestens ein entwicklungspolitisches Projekt wurde bis 2030 mit migrantischen  
  Organisationen umgesetzt.

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt
44
3.4 Klima- und Umweltschutz
Klima- und Umweltschutz – eine Überlebensfrage der Menschheit
Die großen Trends unserer Zeit – Klimawandel, Rückgang von Biodiversität, Urbanisierung, Bevölke-
rungswachstum und Globalisierung – bedrohen die Existenzgrundlagen der Menschen. 
Der Klimawandel verändert unsere Welt durch langfristige Klimaänderungen wie steigende  
Durchschnittstemperaturen, den Anstieg des Meeresspiegels und die Zunahme kurzfristiger  
Klimaschwankungen und Extremwetterereignisse wie Starkregen, Dürren oder Hitzesommer. 
Auch Darmstadt bekommt den Klimawandel durch häufigere Hitze, Dürre und Starkregen sowie 
eine steigende Durchschnittstemperatur zu spüren. 
Weltweit werden die Existenzgrundlagen von etwa 100 Millionen Menschen in Küsten- und Dürre-  
gebieten durch Hitze und den steigenden Meeresspiegel bedroht. Hauptverursacher des Klimawandels 
sind Industrieländer. Hauptleidtragende Menschen im Globalen Süden. Klimaschutz ist daher ein  
wesentliches Element der Entwicklungspolitik.
Durch kommunales Nachhaltigkeitsmanagement leistet die Wissenschaftsstadt Darmstadt einen 
Beitrag zur Umsetzung der internationalen Nachhaltigkeits-, Klima- und Urbanisierungsziele. Dieses 
Handlungsfeld zielt insbesondere auf SDG 11 (Nachhaltige Städte und Gemeinden) und SDG 13 
(Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen). 
Ziele - Klima- und Umweltschutz
 Operatives Ziel
 Die Wissenschaftsstadt Darmstadt stärkt und weitet die faire und nachhaltige Beschaffung  
 weiter aus.
 Maßnahmen
 • Der Anteil von biologisch angebauten, fair gehandelten und regionalen Produkten bei der 
  Mittagsverpflegung von Darmstädter Schulen wird durch den EAD auf 50 % erhöht 27 
 • Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit für fairen Handel, beispielsweise des nachhaltigen  
  Stadtplans Wandelkarte
 • Bericht zu nachhaltiger Beschaffung in Darmstadt: Bestandsaufnahme und Aktivitäten
 • Pilotprojekte für bestimmte Produktgruppen
 • Handreichungen zu nachhaltiger Beschaffung, Einkaufskatalog und zusätzliche Schulungen
 Indikatoren
 • Der Anteil von biologisch angebauten, fair gehandelten und regionalen Produkten bei der  
  Mittagsverpflegung von Darmstädter Schulen ist auf 50 % erhöht.
 • Mindestens ein Bericht über nachhaltige Beschaffung in Darmstadt ist veröffentlicht.
 • Mindestens ein Pilotprojekt wurde für eine Produktgruppe umgesetzt.
 • Mindestens eine Handreichung für nachhaltige Beschaffung wurde erstellt oder vorgelegt.
27 Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 13.02.2020 (Vorlage-Nr. 2019/0375).

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt 45
Klimaschutz hat höchste Priorität 
Die Stadtverordnetenversammlung formulierte mit dem Beschluss „Höchste Priorität für den  
Klimaschutz – Weltklima in Not – Darmstadt handelt“ vom 19.09.2019 das Ziel bis 2030 keine  
Netto-Treibhausgasemissionen mehr freizusetzten, in den Bereichen, in denen der Magistrat  
Einfluss hat. Für städtische Vorhaben wurde zudem ein Klimavorbehalt beschlossen sowie die  
Neuaufstellung des Klimaschutzkonzeptes von 2013. Das Sofortprogramm Klimaschutz formuliert 
darüber hinaus Maßnahmen, die bereits kurzfristig zur CO2-Minderung beitragen. 
Integrierte Stadtentwicklung und Mobilität
Das Stadtentwicklungskonzept Masterplan DA 2030+ von 2020 formuliert das Ziel „Darmstadt wird 
eine resiliente Stadt und schützt die Stadtnatur und das Klima“. Das integrierte Konzept verbindet 
verschiedene Teilstrategien – beispielsweise zu Klimaschutz und Mobilität –, bezieht unterschiedliche 
Interessen in der Stadt ein und zeigt eine räumliche Entwicklungsstrategie bis 2030 auf. Dabei 
wurden Nachhaltigkeit als Leitmotiv der Stadtentwicklung, die Notwendigkeit einer Mobilitätswende 
und die Anpassung an den Klimawandel als Kernaufgaben einbezogen. 
Als Ziel im Bereich der Mobilität soll ein Anteil des Umweltverbundes (ÖPNV, Radverkehr und  
Fußverkehr) am städtischen Gesamtverkehr („Modal Split“) von 75 % bis 2030 erreicht werden. 
Aufbauend auf den Ergebnissen des Masterplans DA 2030+ wird im Anschluss das Mobilitätskonzept 
DA 2030+ erarbeitet. Bereits die Radverkehrsstrategie von 2019 formulierte das Ziel, den Anteil 
des Radverkehrs am Modal Split bis zum Jahr 2030 auf 30 % zu steigern. 
 Operatives Ziel
 • Die Wissenschaftsstadt Darmstadt engagiert sich im Bereich des Klima- und Umweltschutzes. 
 • Die Wissenschaftsstadt Darmstadt ist eine inklusive, sichere, widerstandsfähige und nach- 
  haltige Stadt, die sich für die nachhaltige Nutzung der Flächen, die Senkung der Umweltbe- 
  lastung durch Städte und nachhaltige Mobilität engagiert.
 Maßnahmen
 Maßnahmen im Bereich des Klima- und Umweltschutzes werden in spezifischen Konzepten  
 formuliert:
 • Integriertes Klimaschutzkonzept von 2013 (Aktualisierung in Vorbereitung)  
 • Masterplan DA2030+ 
 • Mobilitätskonzept DA2030+
 Indikatoren
 • Die Netto-CO2-Emissionen der Wissenschaftsstadt Darmstadt sind, wo der Magistrat Hand- 
  lungsoptionen und Einfluss hat, bis 2035 auf null gesenkt.
 • Der Anteil des Radverkehrs am städtischen Gesamtverkehr („Modal Split“) wurde bis zum  
  Jahr 2030 auf 30 % gesteigert (Radverkehrsstrategie).
 • Ein Anteil des Umweltverbundes (ÖPNV, Radverkehr und Fußverkehr) am städtischen Gesamt 
  verkehr („Modal Split“) von 75 % soll bis 2030 erreicht werden (Masterplan DA 2030+).
Ziele - Klima- und Umweltschutz

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt
46
3.5 Entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit
Bewusstsein schaffen für globale Zusammenhänge
Entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit vermittelt der lokalen Öffentlichkeit  
Zusammenhänge und Ursachen für Herausforderungen einer global nachhaltigen Entwicklung.  
Gelegenheit hierzu bieten z.B. Kampagnen wie die Faire Woche.
Die Informationsarbeit ist zentraler Bestandteil der entwicklungspolitischen Arbeit der Wissenschafts-
stadt Darmstadt (s. Kap. 2.6). Grundsätzlich sind hierfür alle Themen mit entwicklungspolitischem 
Bezug geeignet. Wichtige Kooperationspartner sind Darmstädter Vereine, wie Eine-Welt-Akteure 
und migrantische Organisationen, die sich mit Projekten im Globalen Süden engagieren und vor 
Ort Informations- und Austauschmöglichkeiten schaffen. Um Bildungsangebote mit entwicklungs-
politischem Bezug bekannt zu machen, ist eine Übersicht der Organisationen und Initiativen,  
welche diese anbieten geplant. In Partnerschaftsprojekten mit Kommunen des Globalen Südens 
wird die entwicklungspolitische Informationsarbeit als Inlandskomponente und Teil der Entwicklungs-
zusammenarbeit einbezogen. Die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 bieten hierfür 
einen geeigneten Referenzrahmen. Themen nachhaltiger Entwicklung können in der Informations -
arbeit mit einem oder mehreren der 17 Nachhaltigkeitsziele in Zusammenhang gebracht werden. 
Als Referenzrahmen bietet die Agenda 2030 zudem das Potenzial, Strategien und Maßnahmen im 
Bereich nachhaltiger Entwicklung unter ihrem Dach zu verknüpfen und das vielfältige Engagement 
in Darmstadt gebündelt sichtbar zu machen.
Darmstädter Hochschulen sind wertvolle Kooperationspartner für die entwicklungspolitische Bildungs- 
und Informationsarbeit. Durch Forschungsvorhaben zu nachhaltiger Entwicklung und Projekte im  
Globalen Süden, können sie die kommunale Entwicklungspolitik mit ihrer Expertise bereichern.  
Gerade Studierende können in Kooperationen mit Hochschulen als Zielgruppe einbezogen werden.
Zielgruppen der Informationsarbeit sind alle Darmstädterinnen und Darmstädter, unabhängig von  
kultureller oder sozialer Herkunft, Religion, sexueller Orientierung, Alter, Geschlecht oder Behinderung. 
 
Ziele - Entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt 47
3.6 Stärkung der Zivilgesellschaft
 Operatives Ziel
 Die Informationsarbeit ist zentraler Bestandteil der entwicklungspolitischen Arbeit der  
 Wissenschaftsstadt Darmstadt.
 Maßnahmen
 • Entwicklungspolitische Informationsarbeit wird als Teil der Entwicklungszusammenarbeit in  
  Partnerschaftsprojekte mit Kommunen des Globalen Südens einbezogen
 • Die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 werden im Rahmen der Öffentlich- 
  keitsarbeit genutzt, um Bewusstsein für die damit angesprochenen Herausforderungen auf  
  lokaler Ebene zu schaffen 
 • Erstellung einer Übersicht der Darmstädter Organisationen und Initiativen die entwicklungs- 
  politische Informationsangebote im Bereich der formalen und non-formalen Bildung anbieten 
 • Unterstützung von Darmstädter Schulen bei der Einbindung entwicklungspolitischer  
  Informationsangebote in ihre außerschulischen Aktivitäten, beispielsweise durch gebündelte  
  Angebote und Kooperationsprojekte mit zivilgesellschaftlichen Akteuren im Rahmen von  
  Aktionstagen oder -wochen
 • Kooperationen mit Darmstädter Hochschulen
 • Studierende als Zielgruppe adressieren
 Indikatoren
 • Mindestens eine Übersicht der entwicklungspolitischen Bildungsangebote in Darmstadt 
   ist bis 2030 erstellt. 
Ziele - Entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt
48
3.6 Stärkung der Zivilgesellschaft
Entwicklungspolitisches Engagement fördern – Gemeinsam Projekte umsetzen – 
gemeinsam mehr bewegen
In Darmstadt engagieren sich zahlreiche Organisationen, Initiativen und Einzelpersonen für nach-  
haltige Entwicklung. Mit Projekten im Globalen Süden und in Darmstadt ebenso wie Kampagnen und 
Informationen zu globalen Zusammenhängen, Produktionsbedingungen und den Lebensbedingungen 
von Menschen im Globalen Süden, schaffen sie ein Bewusstsein für entwicklungspolitische Themen. 
Die engagierte Darmstädter Zivilgesellschaft soll durch Netzwerkarbeit und weitere Unter-  
stützung in ihrer entwicklungspolitischen Arbeit gestärkt werden. Möglichkeiten der Förderung  
zivilgesellschaftlichen Engagements können ideeller Art sein, wie Kooperationen in gemeinsamen 
Projekten in der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit oder Entwicklungszusammenarbeit, 
die Übernahme von Schirmherrschaften, eine städtische Beteiligung an Veranstaltungen und  
Kampagnen, in Einzelfällen aber auch finanziell oder materiell. 
Ein Modellprojekt zur finanziellen Förderung der entwicklungspolitischen Projekte von Darmstädter 
Akteuren wird angestrebt. Eingetragene gemeinnützige Vereine mit Sitz in Darmstadt sollen so bei 
ihrer Projektarbeit und der Beantragung von Drittmitteln unterstützt werden. Durch Ausrichtung 
von Workshops zu Fördermöglichkeiten und Fortbildungsangebote in Kooperation mit entwicklungs-
politischen Organisationen und Netzwerken verfolgt die Wissenschaftsstadt Darmstadt zudem das 
Ziel der Verbreitung der notwendigen Kenntnisse zur entwicklungspolitischen Projektarbeit. 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt bezieht die Zivilgesellschaft in ihre entwicklungspolitische  
Arbeit und Partnerschaftsprojekte ein. Zivilgesellschaftliche Akteure sind eine wertvolle  
Ressource für die kommunale entwicklungspolitische Arbeit. Sie sollen bei der Initiierung neuer  
Projektpartnerschaften eingebunden werden.
Ziele - Stärkung der Zivilgesellschaft

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt 49
 Operatives Ziel
 • Die Wissenschaftsstadt Darmstadt unterstützt das entwicklungspolitische Engagement der  
  Zivilgesellschaft. 
 • Sie fördert die Vernetzung in Darmstadt, unterstützt dabei das Engagement sichtbar zu 
  machen, bezieht zivilgesellschaftliche Organisationen in ihre Entwicklungszusammenarbeit  
  ein und ist offen für gemeinsame Projekte. 
 Maßnahmen
 • Realisierung gemeinsamer entwicklungspolitischer Inlandsprojekte in Darmstadt 
 • Organisation von Netzwerktreffen 
 • Ausrichtung von Workshops zu Projektfinanzierung und -management entwicklungs-
   politischer Projekte
 • Modellprojekt zur finanziellen Förderung entwicklungspolitischer Projekte gemeinnütziger 
  Vereine mit Sitz in Darmstadt
 • Infrastrukturelle Unterstützung z.B. durch kostenlose oder günstige Bereitstellung  
  städtischer Räume für Veranstaltungen
 Indikatoren
 • Mindestens ein gemeinsames entwicklungspolitisches Inlandsprojekt ist bis 2030 umgesetzt.
 • Mindestens alle zwei Jahre finden Netzwerktreffen zur Entwicklungspolitik in Darmstadt statt.
 • Mindestens ein Workshop zu Finanzierungsmöglichkeiten und Projektmanagement entwick- 
   lungspolitischer Projekte wurde ausgerichtet. 
 • Mindestens ein Modellprojekt zur Beantragung finanzieller Unterstützung der Projektarbeit  
   ist bis 2030 ausgeschrieben.
Ziele - Stärkung der Zivilgesellschaft

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt
50
3.7 Internationale und fachliche Vernetzung
Voneinander Lernen 
Der internationale und fachliche Austausch ermöglicht es Kommunen untereinander von Erfahrungen 
und guten Beispielen zu profitieren, auch über Ländergrenzen hinweg. Hier bieten Engagement 
Global, Connective Cities, aber auch viele weitere nationale wie internationale Netzwerke und 
Institutionen Gelegenheit zur Vernetzung.
Der nationale wie internationale fachliche Austausch soll vertieft werden, insbesondere zur  
lokalen Umsetzung der Agenda 2030 und nachhaltiger Stadtentwicklung. Die Wissenschaftsstadt 
Darmstadt beteiligt sich aktiv an internationalen Konferenzen und verstärkt damit die bisherige 
Netzwerkarbeit. Sie richtet internationale Konferenzen aus und bezieht im Rahmen des fachlichen 
Austauschs themenbezogen externe Expertinnen und Experten ein. Der regionale Austausch mit 
dem Landkreis Darmstadt-Dieburg und im Rhein-Main-Gebiet zu nachhaltiger Entwicklung wird 
intensiviert. 
Eine Ausweitung der Beteiligung bei bestehenden sowie zusätzlichen Mitgliedschaften in fachlichen 
Netzwerken wird fortlaufend geprüft. In Darmstadt wird der Austausch zwischen der Stadtverwaltung, 
den Hochschulen, Forschungseinrichtungen und der Zivilgesellschaft gefördert. Hiervon zeugen diverse 
Kooperationsprojekte. 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt setzt sich in nationalen wie internationalen Gremien für die 
Wahrnehmung der zentralen Rolle und Unterstützung von Kommunen zur Realisierung nachhaltiger 
Entwicklung ein.
Betreuung ausländischer Delegationen 
Darmstadt trägt zudem durch den Empfang von Fachdelegationen aus dem Globalen Süden zum 
kommunalen Wissenstransfer bei. Aufgrund der internationalen Ausrichtung der Wissenschafts -
stadt Darmstadt erreichen die Stadt viele Anfragen von Kommunen aus aller Welt zur Aufnahme von 
Beziehungen und Kooperationen. 
Ziele - Internationale und fachliche Vernetzung

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt 51
 Operatives Ziel
 • Die Wissenschaftsstadt Darmstadt engagiert sich im und fördert den internationalen und  
  fachlichen Austausch, insbesondere zur lokalen Umsetzung der Agenda 2030 für nach- 
  haltige Entwicklung. 
 • Sie beteiligt sich aktiv an nationalen wie internationalen Netzwerken und setzt sich in  
  nationalen wie internationalen Gremien für die Wahrnehmung der zentralen Rolle von  
  Kommunen und deren Unterstützung bei der Realisierung nachhaltiger Entwicklung ein.
  
 Maßnahmen
 • Ausrichtung internationaler Konferenzen
 • Intensivierung der Beteiligung an bestehenden Netzwerken und zusätzliche Mitgliedschaften  
  bei Bedarf
 • Einsatz in internationalen Gremien für nachhaltige Entwicklung
 • Fachlicher Austausch mit Partnerstädten
 Indikatoren
 • Mindestens eine internationale Konferenz wurde bis 2030 ausgerichtet.
Ziele - Internationale und fachliche Vernetzung

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt
52
Grundprinzipien der Entwicklungszusammenarbeit
4. Grundprinzipien der Entwicklungszusammenarbeit der  
Wissenschaftsstadt Darmstadt
Für die Entwicklungszusammenarbeit der Wissenschaftsstadt Darmstadt sollen die nachfolgenden 
Grundprinzipien gelten. 
Wahrung von Menschenrechten
Menschenrechte sind nicht verhandelbar. Die Wahrung von Menschenrechten ist ein wichtiges  
Anliegen der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Bei ihren entwicklungspolitischen Projekten orientiert 
sie sich an menschenrechtlichen Standards und Prinzipien und setzt sich für deren Einhaltung ein. 
Diskriminierung und Ungleichheit aufgrund von Religion, Hautfarbe, sexueller Orientierung oder 
des Geschlechts sind weltweit ein Problem. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt wendet sich  
gegen jegliche Form der Diskriminierung und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Die  
Wahrung von Menschenrechten, Nichtdiskriminierung und Gleichberechtigung der Geschlechter 
werden als Querschnittsaufgabe in allen entwicklungspolitischen Maßnahmen berücksichtigt.
Die Förderung der Rechte marginalisierter Personen und Gruppen, wie bspw. Kindern und Jugend-
lichen, Menschen mit Behinderungen, oder sexueller, religiöser und ethnischer Minderheiten soll in 
Projekten der Entwicklungszusammenarbeit berücksichtigt werden. 
Partnerschaftsprojekte und Projektpartnerschaften
Für die Auslandsarbeit deutscher Kommunen ist ausschließlich die Zusammenarbeit mit Partnern 
der lokalen Ebene, wie Gemeinden oder vergleichbarer Institutionen im Ausland zulässig, die sich 
auf Gegenstände bezieht, die nach deutschem Rechtsverständnis Angelegenheiten der Gemeinden 
sind.28 Die außen- und entwicklungspolitischen Ziele des Bundes sind den kommunalen Aktivitäten  
übergeordnet und können die entwicklungspolitischen Aktivitäten der Kommune hierbei einschränken. 
Alle Projekte der Zusammenarbeit mit Kommunen des Globalen Südens sollen für die  
Bürgerinnen und Bürger Darmstadts erfahrbar sein sowie von ihnen getragen werden, etwa in 
Form von Magistratsbeschlüssen, gesellschaftlichen Aktivitäten von Vereinen oder kommunaler  
Informations- und Öffentlichkeitsarbeit.
Für neue Projektpartnerschaften kommen insbesondere Kommunen des Globalen Südens in  
Betracht, die vergleichbare Zielsetzungen im Hinblick auf nachhaltige Stadtentwicklung verfolgen, 
sodass ein Austausch von Know-How wechselseitigen Nutzen entfalten kann. Um einmalig angelegte 
Unterstützung ohne eine Städtepartnerschaftsvereinbarung rechtssicher umsetzen zu können und 
die Verwurzelung in der Darmstädter Bürgerschaft abzubilden, sind entsprechende Projektabkommen 
mit ausländischen Kommunen zu vereinbaren und diese mit dem Prinzip einer Gegenseitigkeit zu 
28 Beschluss des Bund-Länder-Ausschusses Entwicklungszusammenarbeit vom 7. Juni 2010, abrufbar unter:  
    https://ez-der-laender.de/sites/default/files/2019-01/beschluss_bla_ez_kepol_110526.pdf

Entwicklungspolitisches Konzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt 53
29 S. Engagement Global (2018): Dialog Global. Rechtliche Aspekte der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit im Ausland. Nr. 
    49; S. 19, abrufbar unter: https://skew.engagement-global.de/dialog-global/dialog-global-nr-49.html?file=files/2_Mediathek/Mediathek_
    Microsites/SKEW/Publikationen/3_Dialog_Global/skew_dialog_global_nr.49_rechtliche_aspekte__kommunale_EZ_ausland_2018.pdf
5.  Berichterstattung
versehen.29 In Frage kommen entwicklungspolitische Projektpartnerschaften mit lokalen Gebiets-  
körperschaften in Ländern und Regionen, welche auf der Liste der Entwicklungsländer und -gebiete 
des Entwicklungsausschusses (Development Assistance Committee, abgekürzt „DAC“) der  
Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) geführt werden. 
Kooperation auf Augenhöhe
Bei Partnerschaftsprojekten der Stadtverwaltung erfolgt die Zusammenarbeit mit Partnern im  
Globalen Süden „auf Augenhöhe“. Entwicklungspolitische Projekte sollen bedarfsorientiert in  
Abstimmung mit den Kooperationspartnern konzipiert werden. Sie können die Bedürfnisse und 
Herausforderungen vor Ort besser einschätzen. Kooperationspartner im Globalen Süden sind in 
der Regel Kommunalverwaltungen sowie auf kommunaler Ebene angesiedelte Organisationen. Die 
Eigenverantwortung der Projektpartner im Globalen Süden ist hierbei eine wichtige Voraussetzung 
für den langfristigen Erfolg von Projekten. Lokale, soziale und kulturelle Gegebenheiten sollen  
berücksichtigt werden. 
Orientierung an Evaluierungskriterien des Entwicklungsausschusses der Organisation 
für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (DAC-Kriterien)
Die erfolgreiche Umsetzung von Projekten der Entwicklungszusammenarbeit wird anhand der  
sogenannten DAC-Evaluierungskriterien bewertet: Relevanz, Effektivität, Effizienz, übergeordnete 
entwicklungspolitische Wirkungen (impact), Nachhaltigkeit im Sinne der Dauerhaftigkeit und  
Kohärenz. Als Referenzrahmen zur Qualitätswahrung für Projekte der Entwicklungszusammen -
arbeit sollen die DAC-Evaluationskriterien in der Projektplanung und -umsetzung berücksichtigt 
werden.  
 
5. Berichterstattung
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt berichtet regelmäßig über ihr entwicklungspolitisches  
Engagement. Berichte zur Umsetzung des entwicklungspolitischen Konzeptes sind mindestens 
alle 5 Jahre vorgesehen. Mindestens ein statistischer Bericht zur Abbildung der Sustainable  
Development Goals in Darmstadt soll bis 2030 vorliegen. Er soll den Erfolg der lokalen Umsetzung 
der Agenda 2030 messbar machen und als Orientierungsrahmen dienen.

11.21 Ritter Mediendesign
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Telefax: (0 61 51) 13 – 35 84
E-Mail: vielfalt-international@darmstadt.de 
Internet: www.darmstadt.de
Für den Inhalt der Publikation ist allein die Herausgeberin verantwortlich; die hier dargestellten 
Positionen geben nicht den Standpunkt der Engagement Global oder des Bundesministeriums für 
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung wieder.  
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  • Bad Nauheimer Straße 4
  • Kapellplatz

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Details

Vorlagen-Nr.
2021/0373
Typ
Magistratsvorlage
Datum
30.11.2021
Erstellt
29.09.2026 00:00