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A-R/0047/2007

Münster - eine wachsende Stadt

Antrag an den Rat 26.11.2007

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 12.12.2007, TOP 38.4

Originalantrag

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Originalantrag

4810 Zeichen

Antrag an den Rat Nr. A-R/0047/2007  
 
 
 
         
   
05.11.2007 
 
Antrag 
Münster – eine wachsende Stadt 
- Wir schaffen  
bezahlbaren und familienfreundlichen Wohnraum 
durch eine strategische Wohnstandortentwicklung – 
 
 
Der Rat möge beschließen: 
 
 
1. Die Wohnbaulandentwicklung wird in den nächsten Jahren unter folgenden Gesichts- 
punkten erfolgen:   
a. Die Erweiterung von Stadtteilzentren mit ihren s chon bestehenden Infrastrukturein- 
richtungen muss Vorrang besitzen. Insbesondere Spli ttersiedlungen im Außenbereich 
sollen vermieden werden.  
b. Neue Wohnbaugebiete müssen durch Wegenetze und Ö PNV an die Innenstadt und 
die Stadtteilzentren sowie an die großen Dienstleis tungszentren und Gewerbegebiete 
(z.B. Zentrum Nord, Gewerbegebiet Loddenheide) angebunden werden. 
 
2. Die Verwaltung erstellt ein Grundstückskataster mit Darstellung aller unbebauten 
Grundstücke und Konversionsflächen, um die Bebaubar keit bzw. Maßnahmen zur Be- 
baubarkeit dieser Flächen aufzuzeigen. Dieses Grund stückskataster wird parallel zum  
Bericht zur Wohnbaulandentwicklung jährlich dem Rat vorgelegt. 
 
3. Die Verwaltung zeigt Wege auf, wie das Angebot v on Wohnungen durch den Bau von 
Mehrfamilienhäusern im gesamten Stadtgebiet nachfra gegerecht gestaltet werden kann. 
Dabei müssen besonders familienfreundliche Bedarfe und Kriterien ebenso Berücksichti- 
gung finden wie Anforderungen von Alleinerziehenden  und Senioren. Modellhafte Projek- 
te des Mehrgenerationenwohnens sind zu fördern.  
 
4. Zur Stabilisierung von bestehenden Wohnquartiere n sollen attraktive Wohnangebote für 
Menschen in allen Lebenssituationen innerhalb der S iedlungsbestände geschaffen wer- 
den.  
 
5. Bei der Entwicklung von Wohnungsangeboten ist au ch preisgebundener öffentlich geför- 
derter Wohnraum bedarfsgerecht zu berücksichtigen, dieser soll immer mit  frei finanzier- 
tem Wohnraum gemischt werden. Soweit bei vorhandenen Grundstücken private Investo- 
ren keine Bereitschaft zur Realisierung geförderten  Wohnraums zeigen, ist die Wohn- 
und Stadtbau GmbH als städtische Tochter mit der Re alisierung entsprechender Bau- 
maßnahmen zu beauftragen.  
 
Die Verwaltung prüft des Weiteren, welche zusätzlic hen Anreize für Investoren geschaf- 
fen werden können, sich im sozialen Wohnungsbau zu betätigen.

CDU-Fraktion im Rat der Stadt Münster 
Fraktionsgeschäftsstelle 
Mauritzstraße 7-8 
.
 48143 Münster 
Telefon (0251) 4 18 43-0 
.
 Telefax (0251) 4 31 36 
e-mail fraktion@cdu-ms.de 
.
 http://www.cdu-ms.de 
 
Begründung:  
 
1. Strategische Bevölkerungsentwicklung  
 
Münster steht vor einer großen Herausforderung. Die  Einwohnerentwicklung wird in den 
nächsten 15 Jahren in Münster stagnieren, wenn es n icht gelingt, dem Fortzug junger 
Familien ins Umland entgegenzuwirken. Dabei ist ein  kontinuierliches Bevölkerungs- 
wachstum von existentieller Bedeutung, da Münster a ls Oberzentrum eine sehr kosten- 
aufwändige Infrastruktur unterhält, die über den städtischen Bedarf hinausgeht.  
Als Universitätsstadt mit rund 40.000 Studenten hat  Münster beste Voraussetzungen für 
eine wachsende Stadt. Dies gelingt nicht ohne attra ktiven und bezahlbaren Wohnraum 
für Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen.  
Schon die Fortschreibung des Handlungsprogramms Woh nen (V351/2005) zeigt auf, 
dass jährlich 900 bis 1500 neue Wohnungen gebaut werden müssen. Allein im Mehrfami- 
lienhausbereich sind pro anno 600 bis 1000 neue Woh nungen notwendig. Darüber hin- 
aus werden 300 bis 500 Ein- bzw. Zweifamilienhäuser benötigt.  
 
 
 2 . Preisgebundener öffentlich geförderter Wohnraum  
 
Bis zum Jahre 2016 wird die Anzahl der preisgebunde nen Mietwohnungen von 11.900 
WE auf 7.000 WE sinken, so zu entnehmen dem Handlun gsprogramm Wohnen – Fort- 
schreibung (V351/2005) und dem Bericht des Amtes für Wohnungswesen (V 0771/2006). 
Mit der Konsolidierung des städtischen Haushaltes w urden erhebliche Einsparungen bei 
den Unterkunftskosten nach SGB II beschlossen. Dies e Einsparungen können nur mit ei- 
nem entsprechenden Bestand an preisgebundenen öffen tlich geförderten Wohnraum 
umgesetzt werden. Daher besteht im Hinblick auf das  Erreichen des Konsolidierungszie- 
les hier dringender Handlungsbedarf. 
 
 
 
 
gez. 
H.-Dieter Sellenriek 
Frank Baumann 
Sybille Benning 
Georg Berding 
Meik Bolte 
Heinz-Georg Buddenb äumer 
Elfriede Dalla Riva-Hanning 
Edgar Dr üge 
Dr. Dietmar Erber 
Markus Funk 
Richard M. Halberstadt 
 
 
 
Eleonore Heyne 
Christoph Jahn 
Horst Kisnat 
Rolf Klein 
Karl Kleine-Wilke 
Marliese Kosmider 
Franz-Pius Graf von Merveldt 
Dieter Maager 
Josef Messing 
Ursula M öllers 
 
 
Andreas Nicklas 
Robert Otte 
Karin Reismann 
Josef Rickfelder 
Ursula Schaffstein 
Günter Schulze Blasum 
Barbara Stober  
Stefan Weber 
Helga Welker 
Simone Wendland

Beratungsverlauf (1)

12.12.2007 Rat
TOP 38.4 Antrag Entscheidung

Beschluss: verwiesen

Zur Sitzung

Orte (2)

  • Mauritzstraße 7
  • Loddenheide

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Details

Vorlagen-Nr.
A-R/0047/2007
Typ
Antrag an den Rat
Datum
26.11.2007
Erstellt
06.10.2020 14:37