2016/0050
Bericht zum Versorgungsgrad in der Kinderbetreuung 2015
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Jugendamt
Jugendhilfeplanung
Jugendamt , Jugendhilfeplanung , Beatrice Lüttcher 1
Bericht zum
Versorgungsgrad in der Kindertagesbetreuung
2015
2
Der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat es sich in den Jahren 2011
bis 2015 zur Hauptaufgabe gemacht, die Bildungs- und Teilhabegerechtigkeit in
Darmstadt zu stärken und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf voranzutrei-
ben. Zu diesem Zweck und in Erfüllung des gesetzlichen Auftrags nach SGB VIII
waren sowohl die quantitative als auch die qualitative Weiterentwicklung des
Kinderbetreuungsangebotes in Darmstadt dringend geboten.
Zur Erreichung einer bedarfsgerechten Betreuungslandschaft war die massive
Ausweitung des Platzangebotes insbesondere für unter 3-jährige Kinder aber
auch für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter zwingend notwendig. Die
erforderlichen Haushaltsmittel konnten über das Sofortprogramm Kinder-
betreuung bereitgestellt werden. In Kooperation mit verschiedenen Trägern,
durch die Gewinnung zahlreicher Tagespflegepersonen und in eigener Träger-
schaft ist es gelungen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt in den Jahren 2011-
2015 insgesamt 1.323 Betreuungsplätze in allen Betreuungssettings neu zu
schaffen. Die Versorgungslage in der Wissenschaftsstadt Darmstadt insbeson-
dere im vorschulischen Bildungs- und Betreuungsbereich konnte hierdurch e-
norm verbessert werden.
Mit der Einführung der zentralen Anmeldedatenbank konnte eine transparente
Übersicht und ein einheitliches Anmeldeverfahren für die Eltern geschaffen wer-
den, das gleichzeitig zu einer Reduzierung des Aufwandes für die Träger führt.
Im Rahmen des Kinderbetreuungsausbaus wurden zugleich umfassende Sanie-
rungsmaßnahmen an einzelnen Standorten bereits umgesetzt. Weitere Sanie-
rungs- und Instandsetzungsmaßnahmen werden über das Kindertagesstätten-
Sanierungs-Programm und die hierdurch bereit gestellten Haushaltsmittel in
den kommenden Jahren planvoll realisiert werden.
Mit der Entwicklung der Qualitätsstandards für Kindertagesstätten der Wissen-
schaftsstadt Darmstadt – die nunmehr seit dem 01.08.2015 angewendet wer-
den – wurde zudem eine wichtige Voraussetzung geschaffen, eine gleicherma-
ßen hochwertige Betreuung in allen Tageseinrichtungen zu ermöglichen und
allen Kindern in Darmstadt vielfältige Bildungs- und Teilhabechancen zu eröff-
nen.
Die skizzierten Entwicklungen machen den hohen Stellenwert deutlich, der der
frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung in der Wissenschaftsstadt
Darmstadt beigemessen wird. Nachdem der Meilenstein einer stadtweit be-
darfsgerechten Versorgungslage für unter 3-jährige Kinder erreicht wurde, wird
3
es zukünftig um eine moderate und sozialräumlich fokussierte Weiterentwick-
lung der Angebotsstruktur gehen.
Vor dem Hintergrund weiter steigender Bevölkerungszahlen, umfangreicher
städtebaulicher Entwicklungsprozesse u.a. in den Konversionsgebieten und ge-
sellschaftlicher Herausforderungen u.a. durch den Zuzug geflüchteter Menschen
wird dies eine kontinuierliche Aufgabe der kommenden Jahre sein.
Die notwendigen Haushaltsmittel sowohl im Ergebnishaushalt als auch im Fi-
nanzhaushalt wurden zur Verfügung gestellt, der Aufwand seit 2011 erhöhte
sich um ca. 30 Millionen Euro auf nunmehr 66,4 Millionen Euro im Ergebnis-
haushalt, zuzüglich investive Mittel für Neubauten und Sanierung.
4
Kinder unter 3 Jahren – Krippe und Kindertagespflege
•• •• Am 31.12.2015 liegt die Versorgungsquote für den U3-Bereich bei
45,1% . Für 4.386 Kinder unter 3 Jahren stehen 1.977 Betreuungsplätze
in Tageseinrichtungen und Kindertagespflege zur Verfügung. Dies bedeu-
tet einen Anstieg um 82 Plätze bzw. 0,9% gegenüber dem Jahr 2014.
•• •• In den Jahren 2011 bis 2015 wurden in Darmstadt 748 Betreuungsplät-
ze für unter 3-Jährige geschaffen , davon 573 in Tageseinrichtungen und
rund 175 in der Tagespflege. Seit dem Jahr 2010 bis 2015 stieg die Ver-
sorgungsquote um 21,4%.
•• •• Das mittelfristige Versorgungsziel für den U3-Bereich von 45% ist mit
dem gegenwärtigen Platzangebot erreicht. Zur Realisierung einer Ver-
sorgungsquote von 50% bedarf es eines weiteren Ausbaus von rund 100
Betreuungsplätzen.
Kinder 3 bis 6,5 Jahren – Kindergarten
•• •• Am 31.12.2015 liegt die Versorgungsquote für den Ü3-Bereich bei
99,5% . Für 5.078 Kinder zwischen 3 und 6,5 Jahren stehen 5.054
Betreuungsplätze in Tageseinrichtungen zur Verfügung. Dies bedeutet
einen Zuwachs um 94 Betreuungsplätze. Aufgrund der gestiegenen Kin-
derzahl in 2015(+178) sank die Versorgungsquote um 1,7% gegenüber
dem Jahr 2014.
•• •• In den Jahren 2011 bis 2015 wurden in Darmstadt 510 Betreuungsplät-
ze für 3 bis 6,5jährige Kinder geschaffen. Im Vergleich zum Jahr 2010
stieg die Versorgungsquote somit um 5,6%.
•• •• Die mittelfristig angestrebte Versorgungsquote von 103% wird durch
die bereits in Umsetzung befindlichen Betreuungsplätze erreicht. Zur
Realisierung einer Versorgungsquote von 105% bedarf es eines weiteren
Ausbaus von bis zu 100 Betreuungsplätzen, abhängig von der weiteren
Bevölkerungsentwicklung.
•• •• Wie die Versorgungsquoten und Standortperspektiven sowohl im Be-
reich U3 und Ü3 zeigen, ist mit der Realisierung der derzeitigen Projek-
te die Ausbauplanung im Wesentlichen abgeschlossen. Im Weiteren wird
es um die punktuelle, sozialräumliche Kapazitätserhöhungen gehen, um
Unterversorgungen in einzelnen Planungsbezirken entgegen zu wirken.
•• •• Spezifische Ausbaubedarfe bspw. im Rahmen der Erschließung Konver-
sions- oder großer Wohnbauflächen werden jeweils in eigenen Pla-
nungsverfahren bearbeitet.
5
Inhalt
1. Vorbemerkungen........................................................................................................6
2. Kinderbetreuung im Stadtgebiet – Versorgungslage n 2015 ..................................8
2.1. Betreuungsangebote für unter 3-jährige Kinder. ...........................................8
2.2. Betreuungsangebote für 3 bis unter 6,5-jährige Kinder ..............................11
2.3. Betreuungsangebote für 6,5 bis unter 12-jährig e Kinder ............................13
3. Kinderbetreuungsausbau in Darmstadt – Resümee 20 11-2015 ..........................15
3.1. Entwicklung des vorschulischen Betreuungsangebotes in Darmstadt .............17
3.2. Haushaltsentwicklung im Kontext Kinderbetreuungsausbau ...........................20
4.1. Entwicklung des Platzbedarfes im U3-Bereich... ..........................................22
4.2. Entwicklung des Platzbedarfes im Ü3-Bereich..................................................24
Anhang …………………...……………………………………………………………………………..……………...27
6
1. Vorbemerkungen
Die vorliegende Statistik zur Ermittlung der Versor gungsquote der Kindertages-
stätten basiert auf den Rohdaten des Berichts „Sozi alraumorientierte Daten zur
Kinderbetreuung“
1 bzw. dem Bericht „Versorgungsquote (Kindertagesbet reu-
ung) 2014“ 2 und wurde entsprechend fortgeschrieben und ergänzt.
Auf die grundsätzlichen Vorbemerkungen des zweit ge nannten Berichtes wird an
dieser Stelle verwiesen. Die Begriffsklärungen „Ver sorgungsquote“ und „Betreu-
ungsquote“ seien hier jedoch aufgrund ihrer Grundsä tzlichkeit und der häufig
unklaren Verwendung der Begrifflichkeiten nochmals angeführt:
Die Versorgungsquote weist den Anteil der Betreuungsplätze aus,
die für Kinder unter drei Jahren zur Verfügung steh en. Die auf dem
Krippengipfel 2007 vereinbarte Zielvorgabe von 35% bezieht sich
auf die Versorgungsquote. Sie ist als Orientierungs wert für einen
bedarfsgerechten Stand von Kinderbetreuung zu werten. Tatsächlich
kann die bedarfsgerechte Versorgungslage aufgrund s pezifischer lo-
kaler Rahmenbedingungen unter oder – wie im Falle D armstadts –
über 35% liegen. Die Versorgungsquote stellt das Ve rhältnis der in
Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege vorg ehalten
Betreuungsplätze bezogen auf die Gesamtzahl der Kin der im ge-
nannten Alter in der jeweiligen Gebietskörperschaft dar. 3
Die Betreuungsquote wird auf das Land Hessen bezogen einmal pro
Jahr durch die Kinder- und Jugendhilfestatistik erm ittelt. Sie bezif-
fert den Anteil der in Kindertageseinrichtungen ode r in öffentlich ge-
förderter Kindertagespflege betreuten Kinder unter drei Jahren an
allen Kindern dieser Altersgruppe in der jeweiligen Gebietskörper-
schaft. Sie dient als Anhaltspunkt für das Ausmaß d er tatsächlich
betreuten Kinder hinsichtlich der genannten Prozent zahl und kann
somit als Indikator der Inanspruchnahme von Kindert agesbetreuung
gewertet werden.
1 Vgl. Schlosser, S. (2012): „Sozialraumorientierte Daten zur Kinderbetreuung“ vom 05.03.2012; Stand 31.12.2011.
2Krämer, M. (2014): „Bericht Versorgungsquote Kindertagesbetreuung 2014“
3Lesebeispiel: Im Falle einer 35%igen Versorgungsquote stünden rein rechnerisch 35 Betreuungsplätze 100 Kindern
im jeweiligen Alter gegenüber.
Kernaussage
Die Versorgungsquote
ergibt sich aus der Platz-
Kind-Relation. Sie ist
Gradmesser einer be-
darfsgerechten Versor-
gungslage.
7
Die im Bericht verwendeten Aufschlüsselungen der Ve rsorgungsquoten folgen
der räumlichen Gliederung des Kindertagesstättenentwicklungsplans: 4
Die sozialräumliche Auswertung nimmt Bezug auf die in einem Planungsbezirk
verfügbaren Betreuungsplätzen sowie die dort mit Hauptwohnsitz gemeldeten
Kinder der jeweiligen Altersgruppe (d.h. U3, Ü3, Schulkind).
4Institut Wohnen und Umwelt (1994): Entwicklungsplan Kindertagesstätten in Darmstadt.
8
2. Kinderbetreuung im Stadtgebiet – Versorgungslagen 2015
2.1. Betreuungsangebote für unter 3-jährige Kinder
Am 31.12.2015 waren 4.386Kinder im Alter von 0 bis unter 3 Jahren in Darm-
stadt gemeldet. Der Planungsbezirk Darmstadt-Nord i st im städtischen Ver-
gleich derjenige mit der größten Anzahl an Kinder d ieser Altersgruppe (2015:
923); in Wixhausen sind hingegen die wenigsten Kind er dieses Alters gemeldet
(2015: 198).
Am 31.12.2015 standen in Darmstadt insgesamt 1.977 Betreuungsplätze für
unter 3-jährige Kinder zur Verfügung. Hiervon wurde n 1.438 Plätze in Ta-
geseinrichtungen und 539 in der Kindertagespflege b ereitgestellt. Somit wur-
de zum Stichtag eine gesamtstädtische Versorgungsquote von 45,1% erreicht.
Gegenüber dem Vorjahr 2014 bedeutet dies eine Angeb otssteigerung um 82
Plätze bzw. eine Verbesserung der gesamtstädtischen Versorgungsquote um
0,9%.
In Darmstadt besteht eine vielfältige Betreuungslan dschaft für unter 3-jährige
Kinder, die sich in zahlreichen verschiedenen Träge rschaften, Einrichtungskon-
zepten und Methoden widerspiegelt. Die Stadt Darmst adt hat diese Entwicklung
in den vergangenen Jahren im Rahmen des Betreuungsa usbaus aktiv unter-
stützt und den im SGB VIII verankerten Rechtsgrunds ätzen Wunsch- und Wahl-
recht, Trägerpluralität und Subsidiarität damit umfassend Rechnung getragen.
Zum Stichtag 31.12.2015 wird nahezu die Hälfte des Betreuungsangebotes für
unter 3-jährige Kinder von freien Trägern
5 (zusammengefasst: 896 Plätze) be-
reitgestellt. Rund ein Viertel der Betreuungsplätze stehen in der Kindertages-
pflege (539 Plätze) zur Verfügung. Einen jeweils ge ringeren Anteil am U3-
Gesamtangebot machen die Betreuungsplätze in Träger schaft der Wissen-
schaftsstadt Darmstadt (236 Plätze), privat-gewerbl icher Anbieter (169 Plätze)
sowie der evangelischen Kirche (125 Plätze) aus. De n geringsten Anteil am
stadtweiten Betreuungsangebot für unter 3-jährige K inder hält die katholische
Kirche (12 Plätze).
5Unter der Bezeichnung freie Träger sind im vorliegenden Bericht die AWO, der ASB sowie kleine freie Träger (bspw.
Elterninitiativen, Vereine) zusammengefasst.
Kernaussage
Am 31.12.2015 gibt es
4.386Kinder unter 3 Jahren
und 1.977 U3-Plätze.
Die Versorgungsquote liegt
bei 45,1%.
Kernaussage
Etwa die Hälfte der U3-
Plätze werden durch freie
Träger bereitgestellt.
9
Abb. 1: Kinderbetreuung 0 bis unter 3 Jahren nach Trägerschaft (Anteil in %)
Quelle: Jugendhilfeplanung - eigene Berechnung
Es gibt im Stadtgebiet 80 Krippenstandorte. An 33 S tandorten mit insgesamt
651 Betreuungsplätzen wird ausschließlich eine Betr euung für unter 3-jährige
Kinder angeboten (sog. reine Krippen). Bei 47 Stand orten mit insgesamt 787
U3-Betreuungsplätzen handelt es sich um altersüberg reifende Einrichtungen, in
denen neben den U3-Plätzen auch Betreuungsplätze fü r andere Altersgruppen
(i.d.R. 3 Jahre bis Schuleintritt) zur Verfügung stehen.
Die sozialräumliche Versorgungslage innerhalb Darms tadts stellt sich am Stich-
tag 31.12.2015 recht unterschiedlich dar. Das Platz angebot und die somit er-
reichten Versorgungsquoten differieren zwischen den Planungsbezirken erheb-
lich. Im stadtweiten Vergleich zeigt sich eine sehr gute Versorgungslage in den
Planungsbezirken West (60,6%), Bessungen (49,7%), N ord (49,5%), Arheilgen
(49,3%) und Wixhausen (49,0%). Eine unterdurchschn ittliche Versorgungslage
besteht hingegen insb. im Stadtteil Kranichstein (3 0,8%) sowie – wenn auch in
geringem Ausmaß – in den Planungsbezirken Ost (36,0 %) sowie Eberstadt
(38,2%).
Kernaussage
Mehr als Hälfte der Krip-
penplätze befindet sich in
altersübergreifenden Ein-
richtungen.
Kernaussage
Die sozialräumlichen Ver-
sorgungsquoten variieren
stark, bei VQ zwischen
30,8% und 60,6%.
10
Abb. 2: Versorgungslagen U3 in den Planungsbezirken (Versorgungsquoten in %)
Quelle: Statistikstelle der Stadt Darmstadt (Bevölk erungszahlen); Jugendhilfeplanung - eigene Be-
rechnung; Stichtag: 31.12.2015
Bei der Bewertung der sozialräumlichen Versorgungs- und Ausbaubedarfe gilt
es allerdings verschiedene Aspekte zu berücksichtigen.
•• •• Es befinden sich nach wie vor Betreuungsstandorte i n Umsetzung. Ein
weiterer Platzzuwachs ist u.a. in Planungsbezirken Nord und West zu er-
warten (insg. 40 U3-Plätze).
•• •• Im U3-Bereich besteht erfahrungsgemäß eine erhöhte Mobilitätsbereit-
schaft, d.h. die Wohnortnähe eines Betreuungsangebo tes ist oftmals ein
weniger wichtiges Auswahlkriterium als in anderen A lterssegmenten
(insb. Kiga), dafür ist Arbeitsplatznähe ein Kriterium.
•• •• Zwischen den verschiedenen Regionen bestehen zum Te il enge sozial-
räumliche Bezüge (z.B. Bessungen und Stadtmitte). E s können folglich
Mitversorgungseffekte zwischen einzelnen Planungsbe zirken unterstellt
werden.
•• •• Zahlreiche U3-Einrichtungen haben aufgrund ihrer sp ezifischen pädago-
gischen Ausrichtung (bspw. Natur, Bilingualität, Wa ldorf) einen stadtwei-
ten Einzug.
Die skizzierten Punkte tragen mutmaßlich zu einer E ntlastung der Versorgungs-
lage in Darmstadt-Ost, Stadtmitte und zum Teil auch in Eberstadt bei.
In Kranichstein konnte das Betreuungsangebot in 201 5 zwar durch die Inbe-
triebnahme des Standortes Siemensstraße um 40 Kripp enplätze erhöht werden.
11
Nichts desto trotz besteht hier in 2015 die stadtwe it schlechteste Versorgungs-
lage für unter 3jährige Kinder. Ein weiterer Ausbau im Stadtteil selbst wird sich
jedoch schwierig gestalten, da umfangreiche Flächen in der Fluglärmschutzzone
liegen und für diese ein gesetzliches Bauverbot besteht. 6
Eine Entlastung können Standorte in angrenzenden Pl anungsbezirken schaffen,
bspw. die noch im Bau befindliche Einrichtung der S G Arheilgen (Inbetriebnah-
me: 2017).
2.2. Betreuungsangebote für 3 bis unter 6,5-jährige Kinder
Am 31.12.2015 waren 5.078 Kinder im Alter von 3 bis 6,5 Jahren in Darmstadt
gemeldet. Dem Planungsbezirk Darmstadt-Nord ist im städtischen Vergleich
derjenige mit der größten Anzahl an Kindern dieser Altersgruppe (2015: 996);
in Wixhausen sind hingegen die wenigsten Kinder die ses Alters gemeldet (2015:
188). Im Vergleich zum Vorjahr (2014) ist die Anspr uchsgruppe der 3-
6,5jährigen Kinder um insgesamt 178 bzw. 3,6% anges tiegen. Zurückzuführen
ist dies grundlegend auf Bevölkerungszuwächse durch Zuzüge an den Wohn-
und Wirtschaftsstandort Darmstadt (Binnenmigration) aber auch auf die Zu-
wanderung von Flüchtlingen.
Am 31.12.2015 standen in Darmstadt insgesamt 5.054 Betreuungsplätze
Kinder von 3 Jahren bis zum Schuleintritt zur Verfü gung. Zum Stichtag wird
somit eine gesamtstädtische Versorgungsquote von 99 ,5% für diese An-
spruchsgruppe erreicht.
Gegenüber dem Vorjahr 2014 bedeutet dies eine Angeb otssteigerung um 94
Plätze. Aufgrund der oben skizzierten Bevölkerungse ntwicklung ist jedoch die
gesamtstädtische Versorgungsquote zugleich um 1,7% gesunken. Der Zu-
wachs in den relevanten Altersgruppen 3-6,5 Jahre ( +178) übersteigt also den
Zugewinn an Plätzen (+94) und hat diesen quasi kompensiert.
Betreuungsangebote im Bereich Kindergarten werden z u jeweils rund einem
Drittel von der evangelischen Kirche (1735 Plätze), der Wissenschaftsstadt
Darmstadt (1419 Plätze) sowie freien Trägern (zusam mengefasst: 1288 Plätze)
bereitgestellt. Weitere Betreuungsangebote werden i n Trägerschaft der katholi-
schen Kirche (507 Plätze) sowie privat/ gewerbliche r Anbieter (105 Plätze) ge-
führt.
6Vgl.: Gesetz zum Schutz gegen Fluglärm §5(1)
Kernaussage
Am 31.12.2015 gibt es
5.078 Kinder (3-6,5 Jahre)
und 5.054 Kiga-Plätze.
Die Versorgungsquote Ü3
liegt bei 99,5%.
Kernaussage
Jeweils rund ein Drittel der
Plätze besteht in evangeli-
scher, städtischer und
freier Trägerschaft.
12
Auch im Ü3-Bereich besteht somit eine vielfältige B etreuungslandschaft, die den
im SGB VIII formulierten Grundsätzen – Wunsch- und Wahlrecht, Trägervielfalt,
Subsidiarität – Rechnung trägt.
Abb. 3: Kinderbetreuung 3 Jahre bis Schuleintritt n ach Trägerschaft (Anteil in
%)
Quelle: Jugendhilfeplanung – eigene Berechnung
Am 31.12.2015 gibt es in Darmstadt 90Kiga-Standorte . In 30 Einrichtungen mit
insgesamt 1.760 Plätzen werden ausschließlich Kinde r im Alter von 3 Jahren
bis zum Schuleintritt betreut; es handelt sich um s og. reine Kindergärten. Eine
durchgehende Betreuung vom Krippen- bis zum Hortalt er wird an 13 Standorten
angeboten. Darüber hinaus gibt es an 47 Standorten eine Kiga-Betreuung sowie
entweder ein U3- oder ein Hortangebot. Zwei Drittel der Ü3-Plätze in Darmstadt
– insgesamt 3.294 Plätze – werden somit in altersüb ergreifenden Einrichtungen
bereitgestellt.
Die sozialräumliche Versorgungslage innerhalb Darms tadts stellt sich am Stich-
tag 31.12.2015 verschieden dar. Das Platzangebot un d die somit erreichten
Versorgungsquoten in den Planungsbezirken sind sehr unterschiedlich. Im
stadtweiten Vergleich zeigt sich eine sehr gute Ver sorgungslage in Bessungen
(153,0%), den Planungsgebieten Nord (109,5%) und Os t (115,6%) sowie
Arheilgen (103,6%). Eine unterdurchschnittliche Ver sorgungslage besteht hin-
gegen in den Planungsbezirken Stadtmitte (61,2%), K ranichstein (85,7%) und
Eberstadt (95,2%).
Kernaussage
Die Ü3-Versorgungslagen in
den Planungsbezirken
variieren bei VQ von 61,2%
bis 153,0%.
13
Abb. 4: Betreuung 3 bis 6,5Jähriger – Versorgungslagen in den Stadtteilen
(in %)
Quelle: Statistikstelle der Stadt Darmstadt (Bevölk erungszahlen); Jugendhilfeplanung - eigene Be-
rechnung; Stichtag: 31.12.2015
Im Planungsbezirk West wird mit dem gegenwärtig bestehenden Betreuungsan-
gebot (464 Plätze) eine Versorgungsquote von lediglich 81,5% erreicht. Aller-
dings befindet sich bereits ein weiterer Standort (60 Plätze) in Umsetzung, so
dass die Versorgungsquote bei Fertigstellung (voraussichtlich: 2017) auf 92,0%
steigen wird. Zudem schafft die sehr gute Versorgungslage im angrenzenden
Stadtteil Bessungen bereits jetzt Entlastung sowohl für den Stadtteil West aber
auch die Stadtmitte.
2.3. Betreuungsangebote für 6,5 bis unter 12-jährige Kinder
Am 31.12.2015 gibt es 7.399 Kinder im Alter von 6,5 bis unter 12 Jahren in
Darmstadt. Die Planungsbezirke Eberstadt und Nord s ind im städtischen Ver-
gleich diejenigen mit der größten Anzahl an Kindern dieser Altersgruppe (2015:
1.409 bzw. 1.332). In Wixhausen leben hingegen die wenigsten Kinder dieses
Alters (2015: 314). Im Vergleich zum Vorjahr gab es in der Anspruchsgruppe
der 6,5-12jährigen Kinder einen Zuwachs von insgesamt 159 bzw. 2,2%.
Am 31.12.2015 stehen in Darmstadt insgesamt 2.913 B etreuungsplätze für
Schulkinder zur Verfügung. 1.202 der Betreuungsplät ze werden in Horten be-
reitgestellt (41,3%); 1.711 Plätze (58,7%) bestehen im Rahmen der Schul-
kindbetreuung an Schulen. Zum Stichtag wird somit e ine gesamtstädtische
Kernaussage
Am 31.12.2015 gibt es
7.399 Kinder zwischen 6,5
bis unter 12 Jahren und
2.913 Betreuungsplätze.
Die Versorgungsquote liegt
bei 39,4%.
14
Versorgungsquote von rund 39,4% erreicht 7. Gegenüber dem Vorjahr 2014
bedeutet dies einen Rückgang der gesamtstädtischen Versorgungsquote um
1,5%.
Der größte Teil des Hortangebotes (687 Plätze) wird in städtischer Trägerschaft
geführt. Rund ein Drittel der Hortplätze werden von weiteren freien Trägern vor-
gehalten (zusammengefasst: 385 Plätze). In geringer em Umfang stellen auch
die evangelische Kirche (100 Plätze) sowie privat- gewerblicher Anbieter (30
Plätze) Hortplätze zur Verfügung.
Abb. 5: Hortangebote nach Trägerschaft (in %)
Quelle: Jugendhilfeplanung – eigene Berechnung, Stichtag: 31.12.2015
Auch im Bereich der Schulkindbetreuung ergibt die sozialräumliche Betrachtung
der Versorgungslagen ein sehr unterschiedliches Bild. Ein überdurchschnittli-
cher Versorgungsgrad besteht in den Planungsbezirken Bessungen (57,4%),
Nord (56,5%) aber auch Arheilgen (44,0%), während der Angebotsumfang in
der Region West (19,3%), in Kranichstein (26,4%) sowie in der Stadtmitte
(28,3%) weit unter dem städtischen Durchschnittswert liegt.
7Es ist zu beachten, dass die genannte Versorgungsquote unter Bezugnahme der gesamten Anspruchsgruppe ermit-
telt wird. Dies sind in der Logik der vorliegenden Berichterstattung die in Darmstadt wohnhaften Kinder von 6,5 bis
unter 12 Jahren (Hauptwohnsitz). Diese Betrachtungsweise weicht jedoch ab von der des Schulamtes. Dort werden
die tatsächlichen Schülerzahlen in diesem Alterssegment als Bezugsgröße herangezogen. Beide Betrachtungsweisen
sind legitim, erlauben jedoch keine vergleichende Darstellung.
Kernaussage
Die Mehrheit der Hortplät-
ze befindet sich in
städtischer Trägerschaft.
15
Abb. 6: Schulkindbetreuung - Versorgungslagen in den Planungsbezirken (in
%)
Quelle: Jugendhilfeplanung – eigene Berechnung, Stichtag: 31.12.2015
Im Gegensatz zu den vorschulischen Betreuungsbereichen (U3, Ü3) besteht ab
dem Zeitpunkt der Einschulung kein subjektiver Rechtsanspruch auf einen
Betreuungsplatz. Jedoch ist die Kommune gemäß SBGVIII zur Vorhaltung eines
bedarfsgerechten Betreuungsangebotes auch im Schulkindbereich und zu ent-
sprechenden Planungsverfahren verpflichtet.
Der Ausbau der Schulkindbetreuung geschieht in Darmstadt vorrangig in Form
der Schulkindbetreuung an Schulen unter Federführung des kommunalen
Schulamtes, unterstützt durch Förderprogramme wie bspw. Pakt für den Nach-
mittag. In geringem Ausmaß sind in den vergangen Jahren auch Hortplätze in
Einrichtungen des Jugendamtes geschaffen worden; jedoch liegt der Fokus der
Ausbaubemühungen hier eindeutig auf dem vorschulischen Bereich. Der Ausbau
der Betreuungsangebote für Schulkinder wird jedoch auch zukünftig in Abstim-
mung zwischen Jugendamt und Schulamt praktiziert.
3. Kinderbetreuungsausbau in Darmstadt – Resümee 2011-2015
Die Weiterentwicklung frühkindlicher Betreuungsstrukturen – insbesondere der
Angebote für unter 3-jährige Kinder – wurde mit Inkrafttreten des Tages-
betreuungsausbaugesetzes (TAG) am 01.01.2005 erstmals forciert. In diesem
wurde das Ausbauziel von bundesweit 300.000 weiteren Betreuungsplätzen bis
16
zum Jahr 2010 definiert. Diese sollten sowohl in Tageseinrichtungen als auch
die Tagespflege realisiert werden. Zum anderen wurde der Förderauftrag bezo-
gen auf die Trias Erziehung, Bildung und Betreuung präzisiert und für alle
Betreuungsstrukturen – Tageseinrichtungen und Tagespflege – als verbindlich
erklärt.
Ergänzt durch das zum 01.10.2005 in Kraft getretene Gesetz zur Weiterentwick-
lung der Kinder- und Jugendhilfe (KICK) erfuhr insbesondere die Kindertages-
pflege eine Aufwertung zu einer den Tageseinrichtungen gleichrangigen Betreu-
ungsalternative für unter 3jährige Kinder. Grundlage hierfür war u.a. die nun-
mehr verbindlich vorgesehene Qualifizierung von Tagespflegepersonen nach
standardisiertem Curriculum.
Am 18.12.2008 trat das Kinderförderungsgesetz (Kifög) in Kraft, welches den
Ausbau eines bedarfsgerechten Betreuungsangebotes für unter 3-jährige Kinder
bis zum 15. Juli 2013 verbindlich vorschrieb und die Kommunen zu einem
stufenweisen Ausbau verpflichtete. Zugleich wurde hiermit der nunmehr seit
dem 01.08.2013 geltende, subjektive Rechtsanspruch auf einen Betreuungs-
platz für Kinder zwischen dem vollendeten ersten bis zum vollendeten dritten
Lebensjahr verankert.
Als bedarfsgerechtes Ausbauziel wurde zum damaligen Zeitpunkt eine 35%ige
Versorgungsquote angenommen. Diese Annahme fußte auf den Ergebnissen der
Kinderbetreuungsstudie 2006 des Deutschen Jugendinstituts 8, war jedoch
gleichsam als Richtwert zu verstehen, da die lokalen sozi-ökonomischen Rah-
menbedingungen unmittelbaren Einfluss auf die tatsächlich notwendigen, als
bedarfsgerecht zu verstehende Angebotsstrukturen haben. Des Weiteren sollte
die Realisierung der U3-Betreuungsangebote zu 70% in Tageseinrichtungen und
30% in der Kindertagespflege geschehen.
Flankiert wurde das Kinderförderungsgesetz durch das Investitionsprogramm
des Bundes "Kinderbetreuungsfinanzierung 2008-2013“ (Volumen: 2,15 Milliar-
den) sowie dem Nachfolgeprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung 2013-
2014“ (580,5 Millionen).
8Bien, Walter/ Rauschenbach, Thomas/ Riedel, Birgit (Hrsg.)(2006): Wer betreut Deutschlands Kinder? DJI-
Kinderbetreuungsstudie. Weinheim
17
3.1.Entwicklung des vorschulischen Betreuungsangebotes in Darmstadt
In den Jahren 2011 bis 2015 wurden in Darmstadt insgesamt 1.323 Betreu-
ungsplätze geschaffen. Mehrheitlich handelt es sich um Betreuungsplätze für
unter 3-jährige Kinder (56,5%), jedoch wurden auch zahlreiche Kindergarten-
plätze geschaffen (38,5%). Darüber hinaus wurden in geringem Umfang auch
Hortplätze neu errichtet (4,9%), auf die jedoch im Weiteren nicht dezidiert ein-
gegangen werden soll.9
Tab. 1: Kinderbetreuungsausbau in Darmstadt 2011-2015 in Plätzen (absolut)
U3-Plätze in … Jahr
Einrichtungen Kindertagespflege
Ü3-Plätze
2011 150 rd. 64 45
2012 208 62 125
2013 45 34 80
2014 130 11 220
2015 40 4 40
Darmstadt ge-
samt
573 175 510
Quelle: Jugendhilfeplanung – eigene Berechnung; Stichtag 31.12.2015
Die Versorgungslagen im vorschulischen Bereich haben sich infolge der intensi-
ven Ausbaubemühungen der vergangenen Jahre kontinuierlich verbessert. Im
Vergleich zum Jahr 2010 stiegen die Versorgungsquoten im U3-Bereich um
21,4%, im Kindergartenbereich um 5,6%.
9Der vorliegende Bericht legt das Augenmerk auf die gesetzlich verpflichtenden Betreuungsstrukturen im vorschuli-
schen Bereich (SGBVIII §24). Daher wird der Vollständigkeit halber zur Entwicklung der Horte an einzelnen Punkten,
jedoch nicht umfassend und detailliert Stellung genommen. Es bedarf für diesen Betreuungssektor einer umfassen-
den Betrachtung der Entwicklung sowohl der Hort- als auch Betreuungsoptionen an Schulen.
Kernaussage
In den Jahren 2011 bis 2015
wurden insgesamt 1.323
Betreuungsplätze in allen
Bereichen geschaffen.
18
Abb. 7: Entwicklung der Versorgungsquoten in Darmstadt 2010 – 2015 (in
%)
Quelle: Jugendhilfeplanung - eigene Berechnung; Stichtag: 31.12.2015
Der Betreuungsausbau erfolgte stadtteilbezogen unte rschiedlich, stets jedoch
unter Berücksichtigung sozialräumlicher Bedarfslage n und unter optimaler Aus-
nutzung der verfügbaren, geeigneten Ausbauoptionen. Umsetzungsbeschrän-
kungen insb. in den nördlichen Planungsbezirken bes tanden u.a. durch bau-
rechtliche Vorgaben (Lärmschutzzonen).
Abb. 8: Zuwachs von Betreuungsplätzen in Tageseinri chtungen nach Stadtteilen 2011-
2015 (absolut)
Quelle: Jugendhilfeplanung – eigene Berechnung; Stichtag: 31.12.2015
Kernaussage
In 2015 liegen die Versor-
gungsquoten um 21,4%
(U3) bzw. 5,6% (Ü3) höher
als im Jahr 2010.
19
Ziel zukünftiger Ausbauinitiativen wird es sein, un terversorgte Regionen vorran-
gig zu bedienen und einen weniger umfassenden, jedo ch sozialräumlich und
konzeptionell klar fokussierten Betreuungsausbau zu betreiben.
Der Anteil der Träger am gesamten Ausbauvolumen var iiert deutlich. Bezug-
nehmend auf den Bereich U3 zeigt sich, dass insbeso ndere die freien Träger
(bspw. Elterninitiativen, Vereine) zum Ausbau der K inderbetreuung in Darm-
stadt wesentlich beigetragen haben und knapp die Hä lfte (348 Plätze) des ge-
samten U3-Ausbauvolumens der Jahre 2011 – 2015 stel len. In städtischer Trä-
gerschaft entstanden 140 Betreuungsplätze. Die evan gelische Kirche sowie pri-
vat-gewerbliche Träger waren mit 40 bzw. 45 Plätzen am U3-Ausbau beteiligt.
Rund ein Viertel der in diesen Jahren neuen U3-Betr euungsplätze entstand in
der Kindertagespflege (rd. 175 Plätze).
Abb.9: Ausbau U3-Betreuung 2011-2015 nach Trägerschaft (in %)
Quelle: Jugendhilfeplanung – eigene Berechnung; Stichtag 31.12.2015
Begleitend zum U3-Ausbau wurden in den Jahren 2011 bis 2015 auch Kinder-
gartenplätze neu geschaffen. Diese entstanden überwiegend bei freien Trägern
(295 Plätze). Weitere Plätze entstanden in Trägerschaft der Wissenschaftsstadt
Darmstadt (170 Plätze) sowie der evangelischen Kirche (45 Plätze).
Kernaussage
Die Hälfte des Ausbauvo-
lumens U3 wurde durch
freie Träger umgesetzt.
Rund ein Viertel der Plätze
entstanden in der Kinder-
tagespflege.
Kernaussage
Neue Kindergartenplätze
entstanden überwiegend in
freier Trägerschaft.
20
Abb. 10.: Ausbau Ü3-Betreuung 2011-2015 nach Trägerschaft (in
%)
Quelle: Jugendhilfeplanung – eigene Berechnung; Stichtag 31.12.2015
3.2. Haushaltsentwicklung im Kontext Kinderbetreuungsausbau 10
Der massive Ausbau von Betreuungsplätzen in den ver gangenen Jahren spiegelt
sich entsprechend in der Haushaltsentwicklung der S tadt Darmstadt wieder. In
2016 wendet die Stadt 66,4 Millionen Euro für Kinde rbetreuung auf, die unten
stehende Tabelle zeigt, dass im Jahr 2010 eine Summ e in Höhe von 38,5 Milli-
onen Euro zur Verfügung stand.
Die Aufwendungen für Zuschüsse an freie Träger von Kindertageseinrichtungen,
die ab 2016 für alle 100 % betragen, belaufen sich im Haushaltsjahr 2016 (HH-
Ansatz) auf 34,3 Millionen Euro.
Die Aufwendungen für das Fachpersonal in städtische n Tageseinrichtungen be-
laufen sich im Haushalt 2016 (Ansatz) auf 17,5 Millionen.
10 Bezug genommen wird im Kontext der Haushaltsdarstellungen auf alle im Aufsichts- und Zuschussbereich des
Jugendamtes befindlichen Plätze in Tageseinrichtungen, d.h. Krippe, Kindergarten, Hort.
Kernaussage
Durch den Platzausbau
ergibt sich im Haushalt
2016 ein Mittelmehrbedarf
von rund 24,5 Millionen
Euro gegenüber dem Jahr
2011.
21
Entwicklung der Haushaltszahlen:
4. Entwicklung des Platzbedarfs 2016ff
Auch in den kommenden Jahren ist für Darmstadt mit einer positiven Bevölke-
rungsentwicklung zu rechnen, welche ihre Ursache so wohl in der steigenden
Geburtenzahl als auch in der Zuwanderung nach Darmstadt hat.
Aufgabe der weiteren Ausbauplanung ist es anhand der Planungsparameter
•• •• demographische Entwicklung
•• •• bestehende Versorgungsgrade und Angebotsstrukturen in den Sozial-
räumen
•• •• Inanspruchnahme bestehender Angebote
sozialräumlich nachzusteuern, mit dem Ziel die Bild ungsgerechtigkeit zu stär-
ken und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf voranzutreiben.
Ein besonderes Augenmerk ist auf die Entwicklung de r Konversionsgebiete so-
wie die Integration von Flüchtlingskindern in die r egulären Bildungs- und
Betreuungsstrukturen zu richten.
22
Exkurs: Spezifische Verfahren der Bedarfsermittlung
Platzbedarfe die im Zuge umfangreicher Bebauungsvor haben entstehen sind
gesondert zu berücksichtigen. Diese werden anlass- und vorhabenbezogen er-
mittelt und in der Regel innerhalb (oder nahe) des Quartiers auf eigens ausge-
wiesenen Flächen umgesetzt.
Beispielhaft hierfür ist das Konversionsgebiet Linc oln-Siedlung. Im Rahmen der
Quartiersentwicklung werden hier insgesamt 70 U3-Pl ätze und 160 Ü3-Plätze
umgesetzt. Analog wird bei ähnlichen Vorhaben wie b spw. der Entwicklung der
Areals Cambrai-Fritsch sowie des ehemaligen EAD-Gelände verfahren.
Weitere Betreuungsbedarfe ergaben sich aufgrund des Zuzugs von Flüchtlingen
nach Darmstadt. Diese können aufgrund der hohen Dyn amik in den Planungs-
prozess nur zum Teil eingebunden werden. Ziel ist grundsätzlich die Eingliede-
rung der Kinder in die Regelangebote. Jedoch brauch t es darüber hinaus nie-
derschwellige und schnell realisierbare Betreuungso ptionen vor Ort insbesonde-
re für Kinder von 3 Jahren bis zum Schuleintritt.
4.1. Entwicklung des Platzbedarfes im U3-Bereich
Der Anspruchsgruppe U3 werden die Altersjahrgänge 0 , 1 und 2 Jahre vollstän-
dig zugerechnet. Die Anzahl der Kinder in der Anspr uchsgruppe bestimmt sich
durch die Geburtenzahl und die Wanderungsbilanz Jah res (Stichtag: jeweils
31.12.).
Die Entwicklung der vergangenen zehn Jahre ist durc h einen Anstieg der U3-
Kinderzahl gekennzeichnet. Dieser verlief in den Ja hren 2006-2009 zunächst
sehr stark (+434), bedingt sowohl durch einen Gebur tenanstieg als auch durch
Zuwanderung. Im Jahr 2010 war bei gleich bleibend h ohem Geburtsniveau ein
Rückgang der U3-Kinderzahl (-97) zu verzeichnen. In den Jahren 2011 bis 2014
gab es einen kontinuierlichen, moderaten Zuwachs de r Kinderzahlen U3 (+57),
wobei der Wert aus dem Jahr 2009 nicht erreicht wur de. Im Jahr 2015 nahm
die Kinderzahl U3 schließlich nochmals deutlich zu (+89) und stieg auf den
Spitzenwert von 4.386 Kindern. Zu dem vergleichswei se starken Anstieg der U3-
Zahlen im vergangenen Jahr hat die Zuwanderung von Flüchtlingen nach Darm-
stadt unter anderem beigetragen.
11 Inwiefern dies auch auf einen erneuten Ge-
11 Die der Stadt Darmstadt als sog. Kontingentflüchtlinge zugewiesenen Menschen, verbleiben mindestens für den
Zeitraum ihres Asylverfahrens in Darmstadt und sind währenddessen auch regulär in der Einwohnermeldestatistik
erfasst. Im Dezember 2015 waren in Darmstadt 38 unter 3-jährige Kinder als Asylbewerber registriert.
Kernaussage
Die Zahl der Kinder unter 3
Jahren ist seit 2011 konti-
nuierlich gestiegen auf den
Spitzenwert von 4.386
Kindern in 2015.
23
burtenanstieg zurückzuführen ist, lässt sich aufgru nd der noch nicht vollständi-
gen Datenlage gegenwärtig nicht sagen.
Abb. 11.: U3-Jahrgänge nach Geburten und Stichtagen 2006-2015 (absolut)
Quelle: Statistikstelle der Stadt Darmstadt; Jugend hilfeplanung – eigene Darstellung; Stichtag:
31.12.2015
Am 31.12.2015 ist in Darmstadt eine Versorgungsquot e von 45,1% erreicht,
das mittelfristige Ausbauziel von 45,0% ist somit e rfüllt. Die langfristig ange-
strebte Versorgungsquote von 50,0% wird durch einen moderaten weiteren
Ausbau erreicht werden können.
Zu berücksichtigen ist, dass sich derzeit noch stad tweit 100 Betreuungsplätze
in der Umsetzung befinden (voraussichtliche Inbetri ebnahme: 2016-2018). Ein
weiterer Standort für ca. 30 Krippenplätze ist grun dlegend verfügbar; erste Pla-
nungen für diesen wurden aufgenommen.
Ausgehend von der Entwicklung der vergangenen zehn Jahre, ist für Darmstadt
von einer durchschnittlichen Jahrgangsstärke von 1. 400 bis 1.450 Kindern aus-
zugehen. Übertragen auf die gesamte Anspruchsgruppe U3 bedeutet dies eine
Anzahl von 4.200 bis 4.350 Kindern in den kommenden Jahren. Auf Basis die-
ser Prämisse und ausgehend vom derzeitigen Bestand an Betreuungsplätzen
sowie den noch in Umsetzung befindlichen Plätzen er gibt sich ein rechnerischer
Ausbaubedarf von knapp 100 Plätzen um eine 50%ige V ersorgungsquote zu
erreichen.
Kernaussage
Eine VQ von 50% ist durch
einen moderaten weiteren
Ausbau erreichbar.
24
Tab. 2: Hochrechnung der U3-Platzbedarfe nach Szenarien 12
VQ von 45% VQ von 50%
Kinder Plätze
gesamt
davon in
Einrichtung
(70%)
davon in
Tagespflege
(30%)
Plätze
gesamt
davon in
Einrichtung
(70%)
davon in
Tagespflege
(30%)
4.200 1.890 1.323 567 2.100 1.470 630
4.350 1.958 1.371 587 2.175 1.523 652
4.386
(Status
quo)
1.977 1.438 539
1.974 1.382 592 2.193 1.535 658
Quelle: Jugendhilfeplanung – eigene Berechnung; Stichtag: 31.12.2015
Abzüglich der noch in Umsetzung befindlichen Plätze (Pankratiusstraße, SGA
Sport-Kita und Alnatura) ergibt sich zur Erreichung einer 50%ige Versorgungs-
quote – abhängig der tatsächlichen Bevölkerungsentw icklung – ein Ausbaube-
darf von rund 100 Plätzen in Tageseinrichtungen und Tagespflege.
4.2. Entwicklung des Platzbedarfes im Ü3-Bereich
Der Anspruchsgruppe Ü3 werden die vollen Altersjah rgänge 3, 4, 5 sowie der
halbe 6. Altersjahrgang zugerechnet. Die Anzahl der Kinder in der Anspruchs-
gruppe, bestimmt sich durch die Geburtenzahl und di e Wanderungsbilanz
(Stichtag: jeweils 31.12.).
Die Entwicklung der vergangenen Jahre ist durch ein en kontinuierlichen Anstieg
der Ü3-Kinderzahl geprägt. Nachdem im Jahr 2008 zun ächst ein gravierender
Rückgang der Kinderzahl gegenüber dem Vorjahr zu ve rzeichnen war (-493), ist
seit dem Jahr 2009 ein erneuter, kontinuierlicher A nstieg bis zum Jahr 2015
festzustellen (+613). Der deutliche Anstieg im verg angenen Jahr (+178) lässt
sich zum Teil auf die Zuwanderung von Flüchtlingen dieser Altersgruppe zurück-
führen.
13
12 Lesebeispiel: Gehören zur Anspruchsgruppe U3 insgesamt 4.350 Kind ern (Prognose), so beträgt die notwendige
Platzzahl bei einer VQ von 45% insgesamt 1.958. Von diesen sollten sich gemäß einer 70/30-Aufteilung 1.371 Plätze in
Krippen, 587 Plätze in der Tagespflege befinden. Be i einer angenommenen Versorgungsquote von 50% beträ gt die
notwendige Platzzahl 2.175, davon 1.523 in Einrichtungen und 652 in der Tagespflege.
13 Im Dezember 2015 waren in Darmstadt 58 3-6,5jährige Kinder als Asylbewerber registriert.
Kernaus sage
Die Zahl der Kinder zwi-
schen 3 und 6,5 Jahren ist
seit 2008 um 613 gestie-
gen.
25
Abb.12.: Ü3-Jahrgänge nach Geburten und Stichtagen 2007-2015 (abso-
lut)
Quelle: Statistikstelle der Stadt Darmstadt; Jugend hilfeplanung – eigene Darstellung; Stichtag:
31.12.2015
Am 31.12.2015 besteht in Darmstadt eine Versorgungs quote von 99,5%. Zur
Erreichung des mittelfristigen Ausbauziels von 103, 0% bedarf es nach aktuel-
lem Stand weiterer 176 Plätze. Zu berücksichtigen i st, dass sich derzeit noch
stadtweit 180 Betreuungsplätze in der Umsetzung bef inden (voraussichtliche
Inbetriebnahme: 2016-2018).
Aufgrund der sehr dynamischen Bevölkerungsentwicklu ng sowie der noch nicht
vollständig vorliegenden Daten gestaltet sich die E rmittlung einer belastbaren
Prognose schwierig. Eine weitere Zunahme in der Ans pruchsgruppe Ü3 lässt
sich jedoch aufgrund der bereits bekannten Daten ve rmuten. Im Folgenden wer-
den daher Entwicklungsszenarien entworfen, die eine r mittelfristigen Prüfung
und ggf. Anpassung bedürfen.
Grundlage der Berechnung ist die jeweilige Altersko horte 3 bis 6,5 Jahre (An-
spruchsgruppe Ü3) für die ein jährliches Wanderungs saldo von –300, –250 bzw.
–200 angenommen wird. Hieraus ergibt sich eine mutm aßliche Kinderzahl von
bis 4.950 bis 5.000 in den Jahren 2016 -2018.
Kernaussage
Bis zum Jahr 2018 werden
weitere 180 Betreuungs-
plätze in Betrieb genom-
men. Die VQ steigt mut-
maßlich auf rund 103%.
26
Tab.3.: Hochrechnung der Platzbedarfe nach Szenarie n (Anspruchsgruppe, Versor-
gungsquoten) 14
VQ von 103% VQ von 105%
Kinder notwendige
Plätze gesamt
Platzdifferenz
zum Status quo
notwendige
Plätze gesamt
Platzdifferenz
zum Status quo
4.900 5.047 +7 5.145 -91
4.950 5.099 -45 5.198 -144
5.000 5.150 -96 5.250 -196
5.078
(Status
quo)
5.054
5.230 -176 5.332 -278
Quelle: Jugendhilfeplanung – eigene Berechnung; Stichtag: 31.12.2015
Unter Berücksichtigung der bereits in Umsetzung bef indlichen Plätze (Alnatura,
SGA Sportkita, Kurt-Schumacher-Straße und Pankratiu sstraße) ergibt sich kein
Ausbaubedarf bezogen auf eine 103%ige Versorgungsqu ote. Zur Erreichung
einer Versorgungsquote von 105% bedarf es hingegen – abhängig von der Be-
völkerungsentwicklung – eines Ausbaus von bis zu 100 Plätzen.
14 Lesebeispiel:
Gehören zur Anspruchsgruppe Ü3 insgesamt 5.000 Kind ern (Prognose) so beträgt die notwendige Platzzahl bei einer
angenommenen VQ von 103% 5150. Zur Realisierung der genannten Versorgungsquote wäre ein Platzausbau vo n 96
Plätzen notwendig. Bei gleicher Kinderzahl aber ein er angenommenen Versorgungsquote von 105% beträgt d ie
notwendige Platzzahl 5.250. Der Ausbaubedarf beträgt in diesem Fall 196 (Platzdifferenz).
27
Anhang
Anlage I: Entwicklung der Geburtenzahlen/ Entwicklu ng der Altersgruppe
0- unter 3-Jährige in Darmstadt
Anlage II: Entwicklung der Geburtenzahlen/ Entwickl ung der Altersgruppe
der 3 bis 6,5-Jährigen in Darmstadt
Anlage III: U3 – Versorgungslagen in den Planungsge bieten
Anlage IV: Ü3 – Versorgungslagen in den Planungsgeb ieten
28
Anlage I: Entwicklung der Geburtenzahlen/ Entwicklu ng der Alters-
gruppe - unter 3-Jährige in Darmstadt
Bevölkerungszahl 31.12.2006 (gemeldete Kinder) Kind er Geburten
Geb.Jahrgang 2006 = 1.308 1.389
Geb.Jahrgang 2005 = 1.341 1.418
Geb.Jahrgang 2004 = 1.248 1.426
Summe 0- bis unter 3-Jährige = 3.897 4.233
Wanderungsbilanz 0- bis unter 3-Jährige -336
durchschnittl: durchschnittl:
Prognose 2006 ff. 1.299 1.411
1.300 x 3 = 3.900 Kinder
bei durchschnittlich 1.400 Geburten
Bevölkerungszahl 31.12.2007 (gemeldete Kinder) Kind er Geburten
Geb.Jahrgang 2007 = 1.433 1.490
Geb.Jahrgang 2006 = 1.368 1.389
Geb.Jahrgang 2005 = 1.327 1.418
Summe 0- bis unter 3-Jährige = 4.128 4.297
Wanderungsbilanz 0- bis unter 3-Jährige -169
durchschnittl: durchschnittl:
Prognose 2007 ff. 1.376 1.432
1.375 x 3 = 4.125 Kinder
bei durchschnittlich 1.425 Geburten
Bevölkerungszahl 31.12.2008 (gemeldete Kinder) Kind er Geburten
Geb.Jahrgang 2008 = 1.356 1.484
Geb.Jahrgang 2007 = 1.521 1.490
Geb.Jahrgang 2006 = 1.348 1.389
Summe 0- bis unter 3-Jährige = 4.225 4.363
Wanderungsbilanz 0- bis unter 3-Jährige -138
durchschnittl: durchschnittl:
Prognose 2008 ff. 1.408 1.454
1.400 x 3 = 4.200 Kinder
bei durchschnittlich 1.450 Geburten
Bevölkerungszahl 31.12.2009 (gemeldete Kinder) Kind er Geburten
Geb.Jahrgang 2009 = 1.422 1.508
Geb.Jahrgang 2008 = 1.413 1.484
Geb.Jahrgang 2007 = 1.496 1.490
Summe 0- bis unter 3-Jährige = 4.331 4.482
Wanderungsbilanz 0- bis unter 3-Jährige -151
durchschnittl: durchschnittl:
Prognose 2009 ff. 1.444 1.494
29
1.425 x 3 = 4.275 Kinder
bei durchschnittlich 1.500 Geburten
Bevölkerungszahl 31.12.2010 (gemeldete Kinder) Kind er Geburten
Geb.Jahrgang 2010 = 1.403 1.485
Geb.Jahrgang 2009 = 1.459 1.508
Geb.Jahrgang 2008 = 1.372 1.484
Summe 0- bis unter 3-Jährige = 4.234 4.477
Wanderungsbilanz 0- bis unter 3-Jährige -243
durchschnittl: durchschnittl:
Prognose 2010 ff. 1.411 1.492
1.425 x 3 = 4.275 Kinder
bei durchschnittlich 1.500 Geburten
Bevölkerungszahl 31.12.2011 (gemeldete Kinder) Kind er Geburten
Geb.Jahrgang 2011 = 1.422 1.507
Geb.Jahrgang 2010 = 1.426 1.485
Geb.Jahrgang 2009 = 1.410 1.508
Summe 0- bis unter 3-Jährige = 4.258 4.500
Wanderungsbilanz 0- bis unter 3-Jährige -242
durchschnittl: durchschnittl:
Prognose 2011 ff. 1.419 1.500
1.425 x 3 = 4.275 Kinder
bei durchschnittlich 1.500 Geburten
Bevölkerungszahl 31.12.2012 (gemeldete Kinder) Kind er Geburten
Geb.Jahrgang 2012 = 1.376 1.470
Geb.Jahrgang 2011 = 1.466 1.507
Geb.Jahrgang 2010 = 1.425 1.485
Summe 0- bis unter 3-Jährige = 4.267 4.462
Wanderungsbilanz 0- bis unter 3-Jährige -195
durchschnittl: durchschnittl:
Prognose 2012 ff. 1.422 1.487
1.425 x 3 = 4.275 Kinder
bei durchschnittlich 1.500 Geburten
Bevölkerungszahl 31.12.2013 (gemeldete Kinder) Kind er Geburten
Geb.Jahrgang 2013 = 1.349 1.470
Geb.Jahrgang 2012 = 1.460 1.470
Geb.Jahrgang 2011 = 1.456 1.507
Summe 0- bis unter 3-Jährige = 4.265 4.447
Wanderungsbilanz 0- bis unter 3-Jährige -182
durchschnittl: durchschnittl:
Prognose 2013 ff. 1.422 1.482
30
1.425 x 3 = 4.275 Kinder
bei durchschnittlich 1.500 Geburten
Bevölkerungszahl 31.12.2014 (gemeldete Kinder) Kind er Geburten
Geb.Jahrgang 2014 = 1.405 1.517
Geb.Jahrgang 2013 = 1.447 1.470
Geb.Jahrgang 2012 = 1.439 1.470
Summe 0- bis unter 3-Jährige = 4.291 4.457
Wanderungsbilanz 0- bis unter 3-Jährige -166
durchschnittl: durchschnittl:
Prognose 2014 ff. 1.430 1.486
1.425 x 3 = 4.275 Kinder
bei durchschnittlich 1.500 Geburten
Bevölkerungszahl 31.12.2015 (gemeldete Kinder) Kind er Geburten
Geb.Jahrgang 2015 = 1.394
noch nicht
verfügbar
Geb.Jahrgang 2014 = 1.531 1.517
Geb.Jahrgang 2013 = 1.461 1.470
Summe 0- bis unter 3-Jährige = 4.386
Wanderungsbilanz 0- bis unter 3-Jährige
durchschnittl: durchschnittl:
Prognose 2015 ff. 1.462
1.425 x 3 = 4.275 Kinder
bei durchschnittlich 1.500 Geburten
31
Anlage II: Entwicklung der Geburtenzahlen/ Entwickl ung der Alters-
gruppe der 3 bis 6,5-Jährigen in Darmstadt
Bevölkerungszahl 31.12.2007 (gemeldete Kinder) Kind er Geburten
Geb.Jahrgang 2004 = 1.422 1.426
Geb.Jahrgang 2003 = 1.413 1.422
Geb.Jahrgang 2002 = 1.496 1.385
Geb.Jahrgang 2001 (50%) = 627 668
Summe 3- bis 6,5-Jährigen = 4.958 4.901
Wanderungsbilanz 3- bis 6,5-Jährige 57
Bevölkerungszahl 31.12.2008 (gemeldete Kinder) Kind er Geburten
Geb.Jahrgang 2005 = 1.318 1.418
Geb.Jahrgang 2004 = 1.222 1.426
Geb.Jahrgang 2003 = 1.295 1.422
Geb.Jahrgang 2002 (50%) = 630 692
Summe 3- bis 6,5-Jährigen = 4.465 4.958
Wanderungsbilanz 3- bis 6,5-Jährige -493
Bevölkerungszahl 31.12.2009 (gemeldete Kinder) Kind er Geburten
Geb.Jahrgang 2006 = 1.328 1.389
Geb.Jahrgang 2005 = 1.361 1.418
Geb.Jahrgang 2004 = 1.291 1.426
Geb.Jahrgang 2003 (50%) = 648 711
Summe 3- bis 6,5-Jährigen = 4.628 4.944
Wanderungsbilanz 3- bis 6,5-Jährige -316
Bevölkerungszahl 31.12.2010 (gemeldete Kinder) Kind er Geburten
Geb.Jahrgang 2007 = 1.481 1.490
Geb.Jahrgang 2006 = 1.306 1.389
Geb.Jahrgang 2005 = 1.341 1.418
Geb.Jahrgang 2004 (50%) = 632 713
Summe 3- bis 6,5-Jährigen = 4.760 5.010
Wanderungsbilanz 3- bis 6,5-Jährige -250
32
Bevölkerungszahl 31.12.2011 (gemeldete Kinder) Kind er Geburten
Geb.Jahrgang 2008 = 1.360 1.484
Geb.Jahrgang 2007 = 1.434 1.490
Geb.Jahrgang 2006 = 1.304 1.389
Geb.Jahrgang 2005 (2. Halbj.) = 680 709
Summe 3- bis 6,5-Jährigen = 4.778 5.072
Wanderungsbilanz 3- bis 6,5-Jährige -294
Bevölkerungszahl 31.12.2012 (gemeldete Kinder) Kind er Geburten
Geb.Jahrgang 2009 = 1.403 1.508
Geb.Jahrgang 2008 = 1.333 1.484
Geb.Jahrgang 2007 = 1.427 1.490
Geb.Jahrgang 2006 (2. Halbj.) = 698 695
Summe 3- bis 6,5-Jährigen = 4.861 5.177
Wanderungsbilanz 3- bis 6,5-Jährige -316
Bevölkerungszahl 31.12.2013 (gemeldete Kinder) Kind er Geburten
Geb.Jahrgang 2010 = 1.393 1.485
Geb.Jahrgang 2009 = 1.384 1.508
Geb.Jahrgang 2008 = 1.323 1.484
Geb.Jahrgang 2007 (2. Halbj.) = 726 745
Summe 3- bis 6,5-Jährigen = 4.826 5.222
Wanderungsbilanz 3- bis 6,5-Jährige -396
Bevölkerungszahl 31.12.2014 (gemeldete Kinder) Kind er Geburten
Geb.Jahrgang 2011 = 1.447 1.507
Geb.Jahrgang 2010 = 1.392 1.485
Geb.Jahrgang 2009 = 1.379 1.508
Geb.Jahrgang 2008 (2. Halbj.) = 682 742
Summe 3- bis 6,5-Jährigen = 4.900 5.242
Wanderungsbilanz 3- bis 6,5-Jährige -342
33
Bevölkerungszahl 31.12.2015 (gemeldete Kinder) Kind er Geburten
Geb.Jahrgang 2012 = 1.465 1.507
Geb.Jahrgang 2011 = 1.462 1.485
Geb.Jahrgang 2010 = 1.425 1.508
Geb.Jahrgang 2009 (2. Halbj.) = 726 742
Summe 3- bis 6,5-Jährigen = 5.078 5.242
Wanderungsbilanz 3- bis 6,5-Jährige -164
34
Anlage III: U3 – Versorgungslagen in den Planungsge bieten
Betreuung von unter 3jährigen Kindern in Tageseinrichtungen und Kindertagespflege
Plätze (absolut) Quoten (in %)
Planungsbezirk 0- unter
3jährige
gesamt davon:
Krippe
davon:
Tagespfle-
ge
Versorgungsquote
(VQ)
Anteil: Ta-
geseinrichtun-
gen
Anteil:
Tagespfle-
ge
100 DA-MITTE 495 207 173 34 41,8 83,6 16,4
200 DA-NORD 923 457 362 95 49,5 79,2 20,8
300 DA-OST 389 140 102 38 36,0 72,9 27,1
400 DA-BESSUNGEN 370 184 169 15 49,7 91,8 8,2
500 DA-WEST 447 271 213 58 60,6 78,6 21,4
Darmstadt-
Innenstadt 2.624 1.259 1019 240 48,0 80,9 19,1
600 DA-ARHEILGEN 489 241 140 101 49,3 58,1 41,9
700 DA-EBERSTADT 659 252 130 122 38,2 51,6 48,4
800 DA-WIXHAUSEN 198 97 50 47 49,0 51,5 48,5
900 DA-
KRANICHSTEIN 416 128 99 29 30,8 77,3 22,7
Darmstadt-
Außenbezirke 1.762 718 419 299 40,7 58,4 41,6
Stadtgebiet insge-
samt 4.386 1.977 1.438 539 45,1 72,7 27,3
35
Anlage IV: Ü3 – Versorgungslagen in den Planungsgeb ieten
Betreuung von 3-6,5jährigen Kindern in Tageseinrichtungen
Planungsbezirk 3-6,5
Jahre
Plätze
(absolut)
Versorgungsquote
(VQ)
100 DA-MITTE 490 300 61,2
200 DA-NORD 996 1.091 109,5
300 DA-OST 379 438 115,6
400 DA-BESSUNGEN 398 609 153,0
500 DA-WEST 569 464 81,5
Darmstadt-
Innenstadt 2.832 2.902 102,5
600 DA-ARHEILGEN 604 626 103,6
700 DA-EBERSTADT 888 845 95,2
800 DA-WIXHAUSEN 188 196 104,3
900 DA-
KRANICHSTEIN 566 485 85,7
Darmstadt-
Außenbezirke 2.246 2.152 95,8
Stadtgebiet insge-
samt 5.078 5.054 99,5
2016/0050
3478 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
11.02.2016
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat V an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Jugendamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magist rat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2016/0050
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Bericht zum Versorgungsgrad in der Kinderbetreuung 2015
Vorlage vom: 10.02.2016
Beschlussvorschlag :
Der Bericht zum Versorgungsgrad in der Kindertagesbetreuung für das Jahr 2015 wird zur
Kenntnis genommen.
Anlagen: Bericht zum Versorgungsgrad in der Kindertagesbetreuung 2015
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 2 -
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 10.02.2016
Seit Juli 2011 arbeitet der amtierende Magistrat intensiv am Ausbau des Platzangebotes der
Kindertagesbetreuung in der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Die weitere Ausbauplanung
orientiert sich am Bedarf der Darmstädter Kinder hinsichtlich einer adäquaten frühkindlichen
Förderung und der Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Der im August 2013 in Kraft getretene Rechtsanspruch auf einen U3-Betreuungsplatz sowie
das Recht auf Betreuung im Kindergartenalter sind für die kommunale Ausbauplanung der
Wissenschaftsstadt Darmstadt handlungsleitend.
Der vorliegende Bericht für das Jahr 2015 zum Versorgungsgrad bei der Kindertagesbetreuung
in Darmstadt schreibt die vorangegangenen Versorgungsberichte fort und gibt somit einen
aktualisierten Überblick zur Entwicklung der U3- und Ü3-Betreuung bezogen auf das
sozialraumorientierte Platzangebot, liefert die derzeitigen Versorgungsquoten und stellt unter
Berücksichtigung bereits projektierter Vorhaben, Prognosen für die Bedarfsplanung der
nächsten Jahre dar.
Zum 31.12.2015 stieg die Versorgungsquote im U3-Bereich auf 45,1% (Vorjahr: 44,2%). Im
Hinblick auf die Erfüllung des individuellen Rechtsanspruches und aus planerischer Sicht ist
für die prosperierende Wissenschaftsstadt Darmstadt eine Versorgungsquote von 50% als
bedarfsgerecht anzusehen.
Die gesamtstädtische Versorgungsquote für die Altersgruppe der 3 bis 6,5jährigen Kinder sank
trotz Platzausweitung zum Stichtag 31.12.2015 auf 99,5% (Vorjahr: 101,2%). Zurückzuführen
ist diese Entwicklung auf die gestiegene Anzahl der Kinder in dieser Alterskohorte im Jahr
2015. Aufgrund der mutmaßlich auch zukünftig steigenden Kinderzahlen und einer
zunehmenden Anzahl von Integrationsmaßnahmen in dieser Altersgruppe ist eine langfristig zu
realisierende Versorgungsquote von 105% als Ausbauziel für den Ü3-Bereich definiert worden.
Ein weiterer Platzzuwachs in den kommenden Jahren ist durch projektierte Maßnahmen
sowohl im U3- als auch im Ü3-Bereich bereits heute gewährleistet. Darüber hinaus bedarf es
eines moderaten, sozialräumlich und konzeptionell fokussierten Ausbaus um die angestrebten
Versorgungsquoten von 50% (U3) bzw. 105% (Ü3) zu erreichen.
Darmstadt, den 10.02.2016
Dezernat V
Barbara Akdeniz
Stadträtin
Beratungsverlauf (1)
Orte (3)
- Pankratiusstraße
- Kurt-Schumacher-Straße
- Siemensstraße
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2016/0050
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 10.02.2016
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00