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2015/0107

Rahmenkonzeption für die Kinder- und Jugendarbeit in der Wissenschaftsstadt Darmstadt

Magistratsvorlage 13.03.2015

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2015/0107

3409 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
17.03.2015 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat V an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Jugendamt 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magist rat 
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2015/0107 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:       Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: Rahmenkonzeption für die Kinder - und Jugendarbeit in der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt 
 
Vorlage vom: 13.03.2 015 
 
Beschlussvorschlag : 
 
Der Magistrat  und die Stadtverordnetenversammlung nehmen das Rahmenkonzept für die Kinder - 
und Jugendarbeit in der Wissenschaftsstadt Darmstadt zur Kenntnis.  
 
 
 
Anlagen: Rahmenkonzept zur Kinder - und Jugendarbeit 25.02.2015_1  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 13.03.2015:  
 
 
Das vorliegende Rahmenkonzept für die Kinder - und Jugendarbeit der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt ist das Ergebnis eines Arbeitsprozesses der im Oktober 
2012 gegründeten AG § 78 SGB VIII zur Neustrukturierung der Kinder - und 
Jugendarbeit in der Wissenschaftsstadt Darmstadt.  
 
Mit dem vorliegenden Rahmenkonzept ist auf der Grundlage des Abschlussberichtes 
vom Dezember 2013 (Magistratsvorlage Nr. 2013/ 0435) ein zentraler Schritt zur 
Weiterentwicklung einer zeitgemäßen Kinder- und Jugendarbeit gelungen.  
 
Der Arbeitsgemeinschaft nach § 78 SGB VIII, bestehend aus Trägern der freien 
Jugendhilfe und dem öffentlichen Träger  (Jugendamt), ist  es gelungen, ein 
systematisches und zukunftsorientiertes Rahmenkonzept zu entwickeln, insbesondere 
mit dem Blick auf die zukünftigen Qualitätsstandards.  
 
Das am 25.02.2015 im Jugendhilfeausschuss einstimmig beschlossene 
Rahmenkonzept ist als Reaktion der  Kinder - und Jugendarbeit in der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt auf die veränderten Lebensumstände von Kindern und 
Jugendlichen zu verstehen.  
 
Die Rahmenkonzeption bietet verbindliche Orientierung für die Ausgestaltung der 
Kinder- und Jugendarbeit in der Wissenschafts stadt Darmstadt, in Bezug auf das 
vorhandene Angeb ot, seine Erweiterung, Abstimmung, Ergänzung und den 
bedarfsgerechten Um- und Ausbau bei veränderten Lebenslagen im gesellschaftlichen 
Wandel.  
Hervorzuheben sind die fachlichen Standards einer modernen, auf Partizipation, 
Emanzipation und Inklusion abzielenden Kinder- und Jugendarbeit. 
 
Darüber hinaus widmet sich die Rahmenkonzeption der Steuerung und 
Qualitätsentwicklung der Kinder - und Jugendarbeit in der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt.  
 
Im nächsten Schritt wird die AG § 78 SGB VIII im Jahr 2015 an der Umsetzung dieses 
Konzeptes weiterarbeiten. Dabei geht es unter anderem um Leistungsvereinbarungen 
zur Operationalisierung des Rahmenkonzeptes und den Aufbau eines verbindlichen 
Berichtswesens.  
Nach Ausarbeitung der Leistungs- und Zielvereinbarungen werden diese den Gremien 
zur Beschlussfassung vorgelegt. 
 
Darmstadt, den 13.03.2015 
51 
 
 
Dezernat V 
 
 
 
Barbara Akdeniz 
Stadträtin

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- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
17.03.2015 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat V an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Jugendamt  
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
V 51 
 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2015/0107 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
113 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: Rahmenkonzeption für die Kinder - und Jugendarbeit in der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt 
 
Vorlage vom: 13.03.2015  
 
Beschlussvorschlag : 
 
Der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung nehmen das Rahmenkonzept für die Kinder - 
und Jugendarbeit in der Wissenschaftsstadt Darmstadt zur Kenntnis.  
 
 
 
Anlagen: Rahmenkonzept zur Kinder - und Jugendarbeit 25. 02.2015_1 
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 3 - 
 
Beschluss des Magistrats vom 25.03.2015 
 
Der Magistrat nimmt die Vorlage zur Kenntnis.

- 4 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 13.03.2015:  
 
 
Das vorliegende Rahmenkonzept für die Kinder - und Jugendarbeit der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt ist das Ergebnis eines Arbeitsprozesses der im Oktober 
2012 gegründeten AG § 78 SGB VIII zur Neustrukturierung der Kinder - und 
Jugendarbeit in der Wissenschaftsstadt Darmstadt.  
 
Mit dem vorliegenden Rahmenkonzept ist auf der Grundlage des Abschlussberichtes 
vom Dezember 2013 (Magistratsvorlage Nr. 2013/0435 ) ein zentraler Schritt zur 
Weiterentwicklung einer zeitgemäßen Kinder- und Jugendarbeit gelungen.  
 
Der Arbeitsgemeinschaft nach § 78 SGB VIII, bestehend aus Trägern der freien 
Jugendhilfe und dem öffentlichen Träger  (Jugendamt), ist  es gelungen, ein 
systematisches und zukunftsorientiertes Rahmenkonzept zu entwickeln, insbesondere 
mit dem Blick auf die zukünftigen Qualitätsstandards.  
 
Das am 25.02.2015 im Jugendhilfeausschuss einstimmig beschlossene 
Rahmenkonzept ist als Reaktion der  Kinder - und Jugendar beit in der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt auf die veränderten Lebensumstände von Kindern und 
Jugendlichen zu verstehen.  
 
Die Rahmenkonzeption bietet verbindliche Orientierung für die Ausgestaltung der 
Kinder- und Jugendarbeit in der Wissenschafts stadt Darm stadt, in Bezug auf das 
vorhandene Angebot, seine Erweiterung, Abstimmung, Ergänzung und den 
bedarfsgerechten Um- und Ausbau bei veränderten Lebenslagen im gesellschaftlichen 
Wandel.  
Hervorzuheben sind die fachlichen Standards einer modernen, auf Partizip ation, 
Emanzipation und Inklusion abzielenden Kinder- und Jugendarbeit. 
 
Darüber hinaus widmet sich die Rahmenkonzeption der Steuerung und 
Qualitätsentwicklung der Kinder - und Jugendarbeit in der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt.  
 
Im nächsten Schritt wird die AG § 78 SGB VIII im Jahr 2015 an der Umsetzung dieses 
Konzeptes weiterarbeiten. Dabei geht es unter anderem um Leistungsvereinbarungen 
zur Operationalisierung des Rahmenkonzeptes und den Aufbau eines verbindlichen 
Berichtswesens.  
Nach Ausarbeitung der Leistungs- und Zielvereinbarungen werden diese den Gremien 
zur Beschlussfassung vorgelegt. 
 
Darmstadt, den 13.03.2015 
51 
 
 
Dezernat V 
 
 
 
Barbara Akdeniz 
Stadträtin

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Kinder- und  
Jugendarbeit in der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt  
Rahmenkonzept 
 
 
 
 
Darmstadt, 25.02.2015

2 
Inhaltsverzeichnis 
 
1 Einleitung......................................... ................................................... ... 4 
2 Zielsetzung des Rahmenkonzeptes .......................................................... 5 
3 Kinder und Jugendliche in der Wissenschaftsstadt Darmstadt................... 6 
3.1  Bildungsperspektive............................................................................................................... 6 
3.2  Kinderarmut – finanzielle Ausgangsbedingungen von Kindern und Jugendlichen................ 9 
3.3  Zielgruppen der Kinder und Jugendarbeit ........................................................................... 12  
4 Gesetzliche Rahmenbedingungen der Kinder- und Jugendarbeit.............. 14  
5 Handlungsfelder und -formen der Kinder- und Jugendarbeit in der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt....................... ............................................. 15  
5.1  Offene Arbeit ....................................................................................................................... 15  
5.2  Mädchenarbeit..................................................................................................................... 15  
5.3  Jungenarbeit ........................................................................................................................ 16  
5.4  Aufsuchende und Mobile Arbeit.......................................................................................... 17  
5.5  Bildungsarbeit ...................................................................................................................... 17  
5.6  Kulturarbeit.......................................................................................................................... 18  
5.7  Ferienangebote.................................................................................................................... 18  
5.8  Jugendverbandsarbeit.......................................................................................................... 19  
5.9  Jugendarbeit im Sportverein................................................................................................ 20  
5.10  Kooperationsprojekte von Jugendhilfe und Schule ............................................................. 20  
5.11  Schulsozialarbeit .................................................................................................................. 20  
5.12  Jugendberufshilfe................................................................................................................. 21  
6 Standards der Kinder- und Jugendarbeit in der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt ............................................................................................. .... 21  
6.1  Lebensweltorientierung....................................................................................................... 21  
6.2  Sozialraumorientierung ....................................................................................................... 22  
6.3  Kooperation und Vernetzung............................................................................................... 22  
6.4  Geschlechtsbewusste Arbeit................................................................................................ 23  
6.5  Inklusion............................................................................................................................... 25  
6.6  Partizipation......................................................................................................................... 25  
6.7  Interkulturelle Aspekte ........................................................................................................ 26

3 
7 Steuerung und Qualitätsentwicklung................. ..................................... 28  
7.1  Leistungs- und Zielvereinbarungen mit Schutzkonzept....................................................... 28  
7.2  Evaluation und Berichterstattung........................................................................................ 29  
7.3  Qualitätsentwicklung und Qualitätsdialog........................................................................... 29  
8 Umsetzung des Rahmenkonzeptes ........................................................ 30

4 
 
1 Einl eitung 
Die Rahmenkonzeption für die Kinder- und Jugendarbe it in der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
ist das Ergebnis eines intensiven Arbeitsprozesses der im Oktober 2012 gegründeten AG nach 
§ 78 SGB VIII zur Kinder- und Jugendarbeit in der Wissenschaftsstadt Darmstadt. 
Die Arbeitsgemeinschaft ist ein fortlaufendes Gremi um und dient als Instrument der 
partnerschaftlichen Zusammenarbeit des öffentlichen  Trägers mit den Trägern der freien 
Jugendhilfe. Sie soll neben dem Jugendhilfeausschus s (JHA) nach den Zielvorstellungen des 
Gesetzgebers eine bedarfsgerechte Koordination und Kooperation der Dienste und 
Einrichtungen der öffentlichen und der freien Kinder- und Jugendarbeit bewirken. 
Die Arbeitsgemeinschaft leistet ihren Beitrag zur W eiterentwicklung einer zeitgemäßen Kinder- 
und Jugendarbeit im Bereich der Leistungsangebote u nd Organisationsformen, um 
gesellschaftlichen Veränderungen gerecht zu werden und um damit die Ziele der Kinder- und 
Jugendarbeit (§ 11 (1) SGB VIII: Jungen Menschen sind die zur Förderung ihrer Entwic klung 
erforderlichen Angebote der Jugendarbeit zur Verfüg ung zu stellen. Sie sollen an den Interessen 
junger Menschen anknüpfen und von ihnen mitbestimmt  und mitgestaltet werden, sie zur 
Selbstbestimmung befähigen und zu gesellschaftliche r Mitverantwortung und zu sozialem 
Engagement anregen und hinführen.)  zu erreichen. 
Wenn Kinder- und Jugendarbeit bei sich schnell verä ndernden gesellschaftlichen 
Rahmenbedingungen geeignete Formen und Angebote von  Förderung und Unterstützung für 
junge Menschen und ihre Familien erreichen will, so  bedarf es einer umfassenden Planung und 
Umsetzung von Maßnahmen und Konzepten, die sich ein mischen, wo die Sozialisation und die 
Lebenschancen junger Menschen betroffen sind. 
Die Arbeitsgruppe hat das Arbeitsfeld überprüft, so rtiert, dargestellt, hinterfragt und 
gemeinsam die Grundsätze der Kinder- und Jugendarbe it in der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
sowie deren Handlungsfelder und –formen herausgearbeitet. 
Dieser Prozess mündete in diesem Konzeptentwurf, we lcher im Gremium der AG § 78 - 
zwischen den freien Trägern und dem öffentlichen Ju gendhilfeträger - abgestimmt wurde.  Der 
Umfang und die Komplexität der Thematik erforderte die Unterstützung durch die externe 
Begleitung von Herrn Hopmann (Andreas Hopmann – training & beratung).
1 
 
 
                                           
1 http://www.hopmanns.de/index.php .

5 
2 Zielsetzung d es Rahmenkonzeptes 
Dieses Rahmenkonzept versteht sich als Reaktion der  Kinder- und Jugendarbeit in der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt auf die veränderten Le bensumstände von Kindern und 
Jugendlichen. Unter anderem sind hier der Ausbau de r Ganztagsbetreuung an Schulen, die 
Konkurrenz der Kinder- und Jugendarbeit mit dem kom merziellen Freizeitmarkt und die 
digitalen Medien zu nennen.  
Begrenzte finanzielle Ressourcen der Kommune sowie der Einzug der Doppik (doppelten 
Haushaltsführung) machen eine systematische Ressour censteuerung und die Ausrichtung auf 
den „Output“ unabdingbar. 
Somit ist die im Rahmen der AG 78 begonnene Neustru kturierung der Kinder- und 
Jugendarbeit in Darmstadt als eine Vorstufe von Qua litätsentwicklung im Sinne des § 79a SGB 
VIII zu verstehen. Demgemäß gilt es Kriterien für e ine Bewertung der Qualität von Angeboten 
aufzustellen und in einem zweiten Schritt Maßnahmen  zur Gewährleistung von Qualität zu 
entwickeln, anzuwenden und zu überprüfen. Formen de r Qualitätssicherung können nur im 
Dialog der beteiligten Akteure der freien und öffentlichen Jugendhilfe entwickelt werden. 
Das Konzept soll Orientierung für die Ausgestaltung  der Kinder- und Jugendarbeit in der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt bieten, in Bezug auf d as vorhandene Angebot, seine 
Erweiterung, Abstimmung, Ergänzung und den bedarfsg erechten Um- und Ausbau bei 
veränderten Lebenslagen im gesellschaftlichen Wande l. Durch diese Eckpunkte leistet das 
Rahmenkonzept einen wichtigen Beitrag auf dem Weg d er Kinder- und Jugendarbeit, sich den 
neuen gesellschaftlichen Herausforderungen konstruktiv und zukunftsweisend zu stellen.  
Die Kinder- und Jugendarbeit im Bereich der Wissens chaftsstadt richtet sich nach dem 
Zielesystem des SGB VIII, nachdem jeder junge Mensc h das Recht auf Förderung seiner 
Entwicklung hat. In diesem Rahmen soll der Prozess der Neustrukturierung im Ergebnis die 
individuelle und soziale Entwicklung von jungen Men schen fördern und dazu beitragen 
Benachteiligungen zu vermeiden und abzubauen (§ 1 SGB VIII). 
Wesentliche Punkte hierbei sind: 
• eine Struktur, die den verschiedenen Akteuren der K inder- und Jugendarbeit ein 
fachlich abgestimmtes und am Bedarf der Zielgruppen ausgerichtetes Handeln in 
gemeinsamer Verantwortung ermöglicht. 
• Elemente einer zentralen und einer dezentralen Steuerung und verbindliche 
Vernetzungsstrukturen (z.B. Ressourcenpool) für die  Beteiligten zur Abstimmung der 
Angebote,

6 
• ein einfacher und niedrigschwelliger Zugang  zu diesen Angeboten und auch zur 
Angebotsinformation (möglichst auch online), 
• das Aufgreifen und Bearbeiten aktueller Trends (Sti chwort „Digitale Medien“) und 
Änderungen in den Lebensbedingungen  der Kinder und Jugendlichen in Darmstadt 
• die Ermöglichung von Verbindlichkeit über Leistunge n (Leistungsbeschreibungen) und 
Planungssicherheit für die Träger auf der Grundlage  von - nach festzulegenden 
Standards - auszuhandelnden Leistungsverträgen und Zielvereinbarungen,  
• einem darauf aufsetzenden Berichtswesen sowie 
• eine Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung  
Diese genannten Punkte sollen sich bei der Umsetzun g und Ausgestaltung des 
Rahmenkonzeptes zu einem Steuerungskreis zusammensc hließen, welcher letztlich die 
Neustrukturierung der Kinder- und Jugendarbeit in der Wissenschaftsstadt Darmstadt bewirkt.  
Die seitherigen Ergebnisse aus den Plenumssitzungen  und Sitzungen der verschiedenen 
Arbeitsgruppen wurden seitens der Fachabteilung zu Empfehlungen für ein Rahmenkonzept 
verknüpft. Nach einer Erprobungsphase sollte dieses  Rahmenkonzept durch das Plenum der 
AG 78 Kinder- und Jugendarbeit in Darmstadt als kon sensfähiges Rahmenkonzept beschlossen 
und dem Jugendhilfeausschuss zur endgültigen Beschl ussfassung vorgelegt werden. Eine 
turnusmäßige Überprüfung und Anpassungen des Rahmenkonzeptes sind geboten. 
 
3 Kind er und Jugendliche in d er Wissenschaftsstadt 
Darmstadt 
3.1  Bildungsperspektive  
Kinder und Jugendliche in Darmstadt sind keine klei ne Gruppe: Zum 31.12.2013 betrug ihr 
Anteil an der Gesamtbevölkerung in der Wissenschaft sstadt Darmstadt ca. 15,6 %. In Zahlen 
sind dies rund 23.700 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Darum sieht die 
Wissenschaftsstadt Darmstadt es auch als ein Grundziel an, das Image als junge und 
innovative, kinderfreundliche, Stadt zu stärken und  in Bildung und damit auch in Kinder und 
Jugendliche zu investieren .

7 
 
Die Weltoffenheit und die Einbeziehung in ein größe ren Ganzes im Sinne einer 
gleichberechtigten Teilhabe aller Kinder und Jugend lichen in lebendigen Stadtteilen und 
Wohnvierteln sowie die Familienfreundlichkeit sind zentrale Orientierungspunkte der 
städtischen Jugendpolitik.  
Insgesamt ist die Lebenslage und die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen in Darmstadt 
sehr unterschiedlich. Viele Studien zu Kindern- und  Jugendlichen zeigen, dass diejenigen, die 
optimistisch in die Zukunft blicken und die Kinder-  und Jugendlichen, die dieses aufgrund ihrer 
sozial prekären Lage nicht können, sich in Deutschl and immer weiter auseinander entwickeln. 
Ähnliches kann auch für Darmstadt unterstellt werde n. Auch die Daten der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt – an dieser Stelle sei auf den Sozialatla s 2013 verwiesen – verdeutlichen, dass die 
Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen in den Sta dtteilen und Wohnvierteln sich stark 
unterscheiden und dass Kinder- und Jugendliche heut e in einer Einwanderungsgesellschaft 
aufwachsen. 
Vor diesem Hintergrund weist die Wissenschaftsstadt  Darmstadt einer selbständigen Kinder- 
und Jugendarbeit in der Bildungsinfrastruktur Darms tadts eine große kommunale und soziale 
Bedeutung zu. Im Gegensatz zu anderen Bildungseinri chtungen geht sie von den alltäglichen 
Herausforderungen der Kinder und Jugendlichen in ih ren unterschiedlichen Lebenslagen im 
Sinne einer Lebensweltorientierung aus. Kinder- und  Jugendarbeit ist dabei nach dem SGB VIII 
dazu verpflichtet, Kindern, Jugendlichen und junge Erwachsenen unabhängig von ihrer 
individuellen Bedürftigkeit und ihrer sozialen, eth nischen und kulturellen Zugehörigkeit 
Bildungs- und Freizeitgelegenheiten zu eröffnen (§ 1 SGB VIII). So werden in den Sozialräumen 
insbesondere, aber nicht nur junge Menschen angespr ochen, die aufgrund von wirtschaftlichen 
und sozialen Benachteiligungen betroffen sind. 
Kinder- und Jugendarbeit in der Wissenschaftsstadt Darmstadt ist dem entsprechend darauf 
ausgerichtet, die Bildungs- und Zukunftschancen aller 
 Kinder und Jugendlichen in den 
Sozialräumen zu verbessern und soziale Zugänge zu schaffen. Denn Bildung ist m ehr als 
Schule. Kinder- und Jugendarbeit kooperiert mit Schulen, aber bei der Wahrnehmung ihrer 
Bildungsaufgabe geht der Kreis der Kooperationspart ner weit über Schulen hinaus. Sie

8 
kooperiert mit den Kindern und Jugendlichen, Famili en, Anwohnern und den Akteuren im 
konkreten Sozialraum der Kinder- und Jugendlichen, um Chancen und Möglichkeiten für Kinder 
und Jugendliche in ihrem Kontext zu eröffnen. Sie e ntwickelt zusammen mit Schulen neue 
Bildungskonzepte und schafft Übergänge in die Schul e. Sie hilft aber auch Schule zu 
bewältigen. Sie erreicht Kinder, Jugendliche und Fa milien, die distanziert der Schule 
gegenüber stehen. 
Dies kann sie nur auf Grundlage ihrer Eigenständigk eit gegenüber der Schule. Die Kinder- und 
Jugendarbeit ermöglicht nonformale Bildungsprozesse von Kindern und Jugendlichen. Sie 
stärkt Kinder und Jugendliche, sich aktiv im Sinne der vom SGB VIII geforderten Partizipation 
in die Gestaltung des Stadtteils und die politische n Beteiligungsstrukturen der Stadt 
einzumischen. In diesem Sinne übernimmt Kinder- und  Jugendarbeit immer auch eine wichtige 
Funktion der politischen Bildung. 
So trägt sie dazu bei, ein weiteres grundlegendes Z iel der Wissenschaftsstadt Darmstadt – die 
Stärkung des bürgerlichen Engagements und der demok ratischen Beteiligungsstrukturen – zu 
befördern. In diesem Zusammenhang ist vor allem auc h die Arbeit der Jugendverbände zu 
erwähnen, die für Kinder und Jugendliche Angebote d er Jugendverbandsarbeit und weitere 
Angebote bereithalten. Die Wissenschaftsstadt Darms tadt fördert die Jugendverbandsarbeit 
und die freie Trägerstruktur der Kinder- und Jugend arbeit in Darmstadt, indem sie Mittel für 
zentrale Aufgaben zur Koordinierung, Kooperation un d Fortbildung zur Verfügung stellt. Im 
Sinne des Subsidiaritätsprinzips sind dadurch die f reien Träger an der fachgerechten 
Gestaltung der Kinder- und Jugendarbeit beteiligt und verantworten diese entsprechend mit. 
Vor diesem Hintergrund ist die alltägliche fachlich e Arbeit der Kinder- und Jugendarbeit in 
Darmstadt im Kern durch drei Grundelemente charakterisiert: 
• Sozialräumliche Bildungsgelegenheiten : Kinder- und Jugendarbeit ist zukünftig auch 
aufsuchend  orientiert. Kinder und Jugendliche in Darmstadt le rnen vor allem in ihren 
Sozialräumen (Stadtteil, Wohnviertel, peer-groups) und Organisationen 
(Jugendverbände, Vereine, kulturelle Angebote etc.) . Sie eignen sich ihre soziale 
Umgebung immer wieder neu an und gestalten die Sozi alräume dadurch mit. So 
schaffen sie sich ihre Räume in den Stadtteilen und  Wohnvierteln. Kinder- und 
Jugendarbeit geht auf die Kinder und Jugendlichen i n den Stadtteilen zu und knüpft an 
ihre sozialräumlichen Lernprozesse an. Sie setzt si ch mit diesen auseinander, eröffnet 
in den Stadtteilen Räume und integriert sie in die Bildungslandschaft vor Ort. 
• Pädagogische Beziehungsarbeit ist Bildungsarbeit: Kinder- und Jugendarbeit ist offen 
und dialogisch orientiert. Im Zentrum der Arbeit je der Fachkraft in der Kinder- und 
Jugendarbeit Darmstadts steht der Aufbau gelingende r pädagogischer Beziehungen zu 
den Kindern und Jugendlichen in den Sozialräumen. S ie sind der Kern der

9 
pädagogischen Arbeit. Dabei haben die Fachkräfte de r Kinder- und Jugendarbeit die 
unterschiedlichen Rollenanforderungen und Erwartung en im Stadtteil im Blick. 
Grundlegend ist es, die Kinder und Jugendlichen übe r pädagogische Beziehungen zu 
erreichen und ihnen darüber Bildungschancen zu eröffnen. 
• Anwalt von Kindern und Jugendlichen : Kinder- und Jugendarbeit in Darmstadt ist 
partizipativ und parteilich orientiert. Sie verhilf t den Jugendlichen zu einer Stimme und 
aktiviert zu Möglichkeiten der demokratischen Betei ligung und Mitwirkung in ihrem 
Stadtteil und darüber hinaus. Dies ist im Sinne des  Einmischungsauftrages, wie er im 
Kinder- und Jugendhilfegesetz verankert ist, zu ver stehen. Es geht darum, die 
Beteiligungsspielräume der Kinder und Jugendlichen in den Stadtteilen zu vergrößern 
und auf soziale Ungleichheiten und Benachteiligungen aufmerksam zu machen. 
Grundlegend geht die Kinder- und Jugendarbeit in Da rmstadt von den Kindern und 
Jugendlichen und ihren Sozialräumen aus, um Bildung schancen bedarfsgerecht in den 
Stadtteilen zu gestalten. Die Stärkung der Bildungsprozesse von Kindern und Jugendlichen und 
die strukturelle und inhaltliche Verankerung von Ge schlecht und Diversität im Kontext einer 
Verbesserung der Chancengerechtigkeit für Kinder un d Jugendliche in der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt sind dabei die zentralen Ziele. 
 
3.2  Kinderarmut – finanzielle Ausgangsbedingungen von Kindern und 
Jugendlichen 
 
Wie der 14. Kinder-und Jugendbericht feststellt, is t für die Jugendphase kennzeichnend, dass 
Jugendliche auf die Ressourcen der Eltern angewiese n sind, allerdings auch damit beginnen 
selbst sich Geldquellen zu erschließen. In diesem Z usammenhang ist bezeichnend, dass sich 
im Gegensatz zu der Armutsentwicklung bei Kindern d ie Betroffenheit von Armut bei 
Jugendlichen im Alter von 11 bis 20 Jahren in den l etzten 15 Jahren deutlich erhöht hat. 
2 
Dabei sind folgende maßgebliche sozio-demografische Faktoren zu beobachten: 
• Zunahme des Anteils an Jugendlichen mit Migrationshintergrund 
• Hohe Armutsrisiken bei Alleinerziehenden 
• Wachsender Anteil an Jugendlichen von 18 bis 20 Jah ren, die im Elternhaus 
verbleiben. 3 
„Unabhängig davon lässt sich jedoch festhalten, das s für Jugendliche – ebenso wie für Kinder  
– vor allem drei Risikolagen ausschlaggebend sind: 
                                           
2 Vgl. Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (2013) – 14. Kinder und Jugendbericht, 
http://www.dji.de/fileadmin/user_upload/bibs/14-Kinder-und-Jugendbericht.pdf ; Seite 138. 
3 Vgl. ebd., Seite 139.

10 
- Wenn die Eltern nicht in das Erwerbsleben integriert sind (soziales Risiko) , 
- wenn die Eltern über ein geringes Einkommen verfüge n (finanzielles Risiko)  oder 
bzw. und 
- wenn die Eltern über eine geringe Ausbildung verfüg en (Risiko der 
Bildungsferne) (vgl. Autorengruppe Bildungsberichterstattung 2010; 2012). 
Diese Risikolagen bestimmen nicht nur die aktuellen ungleichen Teilhabechancen Jugendlicher, 
sondern reproduzieren sich während der Jugendphase über unterschiedliche Prozesse 
(Schulleistungen, außerschulische Interessen und Fr eizeittätigkeiten, Zugehörigkeiten, 
Mediennutzung, Ausbildung der eigenen Persönlichkei t, Bewältigung der alterstypischen 
Entwicklungsaufgaben etc.), mit der Folge, dass die  soziale Herkunft und die familialen 
Mustergerade in Deutschland im hohen Maße auch die ungleichen Teilhabechancen im 
späteren Erwerbsalter prägen.“ 4 
Die Ausführungen des 14. Kinder- und Jugendhilfeber ichtes zeigen, dass die Armutsrisiken von 
Kindern und Jugendlichen maßgeblich von der Situati on im Elternhaus abhängig ist. Während 
der Bezug von SGB II-Leistungen erwerbsfähiger Pers onen (mit Kindern) als Indikator für 
Armutsrisiken für Kinder- und Jugendlichen herangez ogen werden könnte, kann der Bezug von 
Sozialgeld als Indikator für Kinderarmut gedeutet w erden, denn Sozialgeld erhalten die 
Personen, „die nicht erwerbsfähig sind und in einer  Bedarfsgemeinschaft mit einem 
erwerbsfähigen Hilfeberechtigten leben. Hierzu gehö ren alle in einer Bedarfsgemeinschaft 
lebenden Kinder unter 15 Jahren, dauerhaft erwerbsu nfähige Minderjährige bis zum 18. 
Lebensjahr sowie volljährige Hilfebedürftige, die vorübergehend erwerbsgemindert sind.“ 5 
„Der Anteil der nicht erwerbsfähigen Hilfebedürftig en wird hier auf die Altersklasse der unter 
18-Jährigen bezogen. Er lässt sich als Indikator fü r Kinderarmut lesen.“ 6 Verdeutlichend lässt 
sich für die Wissenschaftsstadt Darmstadt festhalten: 7 
 
                                           
4 Ebd., Seite 140. 
5 Wissenschaftsstadt Darmstadt (2013): Sozialatlas 2013 – Beiträge zur Sozialberichtserstattung, 
http://www.darmstadt.de/fileadmin/PDF-Rubriken/Rathaus/Formulare/752-
sozial_und_jugendhilfeplanung/Sozialatlas_2013.pdf , Seite 42. 
6 Ebd., Seite 42. 
7 Ebd., Seite 43.

11 
 
 
Die aufgeführte Tabelle „verdeutlicht bei den Leist ungsbezieher/innen nach dem SGB II den 
Anteil der hilfebedürftigen Kinder und Jugendlichen  zu den erwerbsfähigen Hilfebedürftigen. 
Sehr auffällig ist im Bezirk 750 Kirchtannensiedlun g der Befund, wonach hier weit über die

12 
Hälfte der Kinder und Jugendlichen unter 15 Jahren von Leistungen des SGB II leben müssen 
(54,7%).“ 8 
 
Die Neustrukturierung der Kinder- und Jugendarbeit findet vor dem Hintergrund statt, dass 
sich Deutschland laut viertem Armuts- und Reichtums bericht der Bundesregierung, 
veröffentlicht im Frühjahr 2013, immer stärker in A rm und Reich spaltet. In diesem 
Zusammenhang steigt und verfestigt sich auch die Armut von Kindern. 
 
In Darmstadt leben ca. 4000 Kinder- und Jugendliche  unter 15 Jahren in Familien 
(Haushalten/Bedarfsgemeinschaften) mit SGB II-Leist ungsbezug. Kinder- und Jugendarbeit hat 
die Aufgabe soziale Ausgrenzung von Kindern und Jug endlichen zu verhindern und durch 
Förderung und Bildung sozialen Aufstieg für Kinder und Jugendlichen in jedem Alter zu 
ermöglichen. Ziel muss es sein, auf dem Entwicklung sweg allen Kindern und Jugendlichen eine 
individuelle und strukturelle Förderung zu ermöglichen. 
 
Auf der Grundlage, soziale Teilhabe für jedes Kind gleichberechtigt zu gestalten, sind die 
veränderten Lebenswelten von Kinder - und Jugendlic hen zu betrachten und wirkungsvolle 
Antworten und Strukturen in der Kinder- und Jugenda rbeit zu finden. In Zeiten von 
zunehmender Kinderarmut ist es nach wie vor eine Qu erschnittsaufgabe in jedem 
Handlungsfeld der Kinder- und Jugendarbeit auf die soziale Durchlässigkeit der Teilhabe zu 
achten. Ziel ist es, jedes Kind in Darmstadt zu erreichen, das Förderung und Unterstützung von 
Seiten der Kinder- und Jugendarbeit benötigt. Kinde r -und Jugendarbeit ist gezielte 
Präventionsarbeit, die verhindern kann, dass soziale Ausgrenzung entsteht. 
3.3  Zielgruppen der Kinder und Jugendarbeit 
Zielgruppe der Kinder- und Jugendarbeit sind alle K inder, Jugendliche und jungen 
Erwachsenen unter 27 Jahren sowie deren Familien, w obei der Schwerpunkt im Alter von sechs 
bis 18 Jahren liegt. 
Um sich zunächst einen Überblick zu verschaffen sei en hier zunächst verschiedene 
Altersgruppen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt z unächst absolut und dann in Relation 
bezogen auf den Anteil im Stadtteil dargestellt. 
                                           
8 Ebd., Seite 42.

13 
 
 
Zum Verständnis dieser Tabelle: Die Möglichkeit die  Tabelle zu lesen sei hier Beispielhaft am 
Stadtteil Kranichstein erläutert. Im Stadtteil Kran ichstein leben insgesamt 4.024 junge 
Menschen im Alter von bis zu unter 27 Jahren. Ausge hend von der Einwohnerzahl 
Kranichsteins (11.683 Einwohner), bedeutet dies ein en Anteil von 34,4%. Über ein Drittel der 
in Kranichstein lebenden Menschen sind jünger als 2 7 Jahre. Kranichstein ist somit der 
„jüngste Stadtteil“ Darmstadts. Bemerkenswert ist d iese Tatsache auch deshalb, weil dieser 
hohe Anteil nicht aufgrund einer studentischen Einwohnerschaft, wie der Vergleich der über 21-
jährigen bis unter 27-Jährigen mit z.B. der Stadtmi tte zeigt, begründet ist. Kranichstein liegt 
bei allen anderen Altersgruppen über dem städtische n Durchschnitt. Und dies für die 
Altersgruppen der bis zu unter 18-Jährigen jeweils mit Spitzenwert. 
Dies sei hier anhand der Altersgruppen 0-3 Jahre un d über 3 bis unter 7 Jahre dargestellt. In 
den beiden genannten in den beiden genannten Alters gruppen wohnen 430 (U3) bzw. 604 (Ü3) 
Kinder in Kranichstein. Dies bedeutet hinsichtlich der Gesamtbevölkerung Kranichsteins ein 
Anteil von 3,7% (U3) und 5,2% (Ü3). Beide Werte lie gen deutlich über dem städtischen 
Durchschnitt bezüglich dieser beider Altersgruppen,  nämlich 2,8% (U3) und 3,6% (Ü3). 
Daraus lässt sich die Aussage ableiten, dass Kinder  im Alter von bis unter 7 Jahren in 
Kranichstein bezogen auf die Gesamtstadt überdurchschnittlich stark vertreten sind. 
Für die verschiedenen Angebote der Kinder- und Juge ndarbeit müssen die Zielgruppen 
entsprechend formuliert werden. Um einen Anhaltspun kt zu haben, von welcher potentiellen 
Nutzerzahl der Angebote ausgegangen werden kann, is t es möglich aus den aufgeführten 
Tabellen die Prozentzahlen der Altersgruppen auf zu  addieren. Bsp.: In Kranichstein sind 7,3% 
(5,1% und 2,2%) der Einwohner über 10 bis unter 16 Jahre alt (absolut: 592 und 255, also 
847 Kinder und Jugendliche).

14 
4 Gesetzliche Rahmenbedingungen d er Kind er- und 
Jugendarbeit  
Das Recht eines jungen Menschen auf Förderung seine r Entwicklung und auf Erziehung zu 
einer eigenverantwortlichen Persönlichkeit basiert auf Art. 6 des Grundgesetzes sowie § 1 (1) 
SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfegesetz) und wird f ür die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen 
im § 11 SGB VIII spezifiziert (§11 (1) SGB VIII): „ Jungen Menschen sind die zur Förderung 
ihrer Entwicklung erforderlichen Angebote der Jugendarbeit zur Verfügung zu stellen. Sie sollen 
an den Interessen junger Menschen anknüpfen und von  ihnen mitbestimmt und mitgestaltet 
werden, sie zur Selbstbestimmung befähigen und zu g esellschaftlicher Mitverantwortung und 
zu sozialem Engagement anregen und hinführen.“  
Hierzu soll Jugendarbeit „junge Menschen in ihrer i ndividuellen und sozialen Entwicklung 
fördern und dazu beitragen, Benachteiligungen zu ve rmeiden oder abzubauen“ (§ 1 (3) Satz 1 
SGB VIII) „Kinder und Jugendliche vor Gefahren für ihr Wohl schützen“ (ebd. Satz 3) und „dazu 
beitragen, positive Lebensbedingungen für junge Men schen und ihre Familien sowie eine 
kinder- und familienfreundliche Umwelt zu erhalten oder zu schaffen“.  
Kinder- und Jugendarbeit ist eine Pflichtaufgabe na ch dem SGB VIII. Bei den für die 
Jugendhilfe zur Verfügung stehenden Mitteln ist dar auf zu achten, dass ein „angemessener 
Anteil“ für die Kinder- und Jugendarbeit zur Verfüg ung steht (vgl. § 79 (2) Satz 2). Neben 
Familie und Schule erfüllt die Jugendhilfe ihre all gemeine Funktion als dritte Säule der 
Sozialisation.  
Dem Jugendamt der Wissenschaftsstadt Darmstadt als öffentlichem Träger der Jugendhilfe 
obliegt gemäß § 79 (1) SGB VIII hinsichtlich der Er füllung der Aufgaben nach diesem Buch die 
Gesamtverantwortung einschließlich der Planungsvera ntwortung. Weiterhin soll der öffentliche 
Träger der Jugendhilfe nach § 79 (2) SGB VIII gewäh rleisten, dass „die zur Erfüllung der 
Aufgaben nach diesem Buch die erforderlichen und ge eigneten Einrichtungen, Dienste und 
Veranstaltungen den verschiedenen Grundrichtungen d er Erziehung entsprechend rechtzeitig 
und ausreichend zur Verfügung stehen (...).“  
Weiterhin haben nach § 80 (1) SGB VIII die Träger d er öffentlichen Jugendhilfe im Rahmen 
ihrer Planungsverantwortung durch die Jugendhilfeplanung „den Bestand an Einrichtungen und 
Diensten festzustellen, den Bedarf unter Berücksich tigung der Wünsche, Bedürfnisse und 
Interessen der jungen Menschen und der Personensorg eberechtigten für einen mittelfristigen 
Zeitraum zu ermitteln und die zur Befriedigung des Bedarfs notwendigen Vorhaben rechtzeitig 
und ausreichend zu planen; dabei ist Vorsorge zu tr effen, dass auch ein unvorhergesehener 
Bedarf befriedigt werden kann.“ Bei den §§ 79 und 8 0 SGB VIII handelt es sich um objektive 
Rechtsverpflichtungen, die – insbesondere durch die  Konkretisierung des § 80 SGB VIII – durch

15 
die Jugendhilfeplanung im Rahmen einer kontinuierli chen Aufgabenerfüllung wahrzunehmen 
sind.  
 
5 Handlungsfel d er und -formen d er Kind er- und Jugendarbeit 
in d er Wissenschaftsstadt Darmstadt  
5.1  Offene Arbeit 
Die Offene Kinder- und Jugendarbeit ist fester Best andteil des Leistungskatalogs der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt. Sie wird nach den Gru ndsätzen der Freiwilligkeit, Offenheit und 
Selbstbestimmung gestaltet. Es werden Hilfsangebote , Arbeits- und Projektgruppen, sowie 
kulturelle Veranstaltungen von mit und für Kinder(n ) und Jugendliche(n) geplant und 
ausgerichtet.  
Die Offene Arbeit in Darmstadt stellt Bildungs-, Er ziehungs- und Lernräume, sowie Orte mit 
Freizeitcharakter als niedrige Einstiegsschwelle fü r die jugendlichen Besucherinnen und 
Besuchern bereit. Durch pädagogische Beziehungsarbe it werden verlässliche Strukturen für 
eine Orientierung für Kinder und Jugendliche gescha ffen. Die Offene Kinder- und Jugendarbeit 
stellt sich aktiv neuen Herausforderungen und reagi ert zeitnah auf alle jugendpolitischen und 
die Lebensumstände ihrer Besucherschaft betreffende n gesellschaftlichen Veränderungen. Die 
Inhalte hierzu werden von den Fachkräften der städt ischen und freien Träger in einer 
fortzuführenden Arbeitsgemeinschaft festgelegt und beständig weiterentwickelt. 
5.2  Mädchenarbeit 
Wie in den bereits 1999 von der Stadtverordnetenver sammlung verabschiedeten "Leitlinien zur 
Förderung der Mädchenarbeit in der Kinder- und Juge ndhilfe in Darmstadt" beschrieben, ist 
Mädchenarbeit in Darmstadt ein eigenständiger Arbeitsbereich in der Kinder und Jugendhilfe. 
Mädchenarbeit ist die parteiliche Arbeit von Frauen  für und mit Mädchen und jungen Frauen. 
Parteiliche Mädchenarbeit stellt Mädchen und junge Frauen in den Mittelpunkt der 
Aufmerksamkeit und berücksichtigt ihre geschlechtsb edingten und individuellen 
Lebensumstände und Lebensentwürfe. Sie trägt dabei immer auch den vielschichtigen und sich 
teilweise widersprechenden Anforderungen an Mädchen und junge Frauen Rechnung.  
Mädchenarbeit ist in Darmstadt vielseitig aufgestel lt und unterstützt Mädchen darin, zu 
selbständigen und eigenverantwortlichen Frauen hera nzuwachsen und den eigenen Lebensweg 
(selbst)bewußt und aktiv zu gestalten. 
Mädchenarbeit schafft Rahmenbedingungen, damit Mädc hen Potentiale in sich (wieder) 
entdecken, sie aktivieren und ausgestalten lernen. Ziel ist es, mit Mädchen und jungen Frauen

16 
die gesamte Palette menschlicher Möglichkeiten zu e ntwickeln und sie darin zu bestärken 
diese auch für sich zu nutzen.  
Neben dieser subjektorientierten Aufgabe setzt sich  parteiliche Mädchenarbeit gegen die 
Diskriminierung und Unterdrückung von Mädchen und F rauen und für ein gleichberechtigtes 
Miteinander der Geschlechter ein, das nicht länger von patriarchalen Gesellschaftsstrukturen 
und Gewalt gegenüber Mädchen und Frauen geprägt ist . Parteiliche Mädchenarbeit beinhaltet 
somit die drei Dimensionen Geschlechtsidentität, Pä dagogik und Politik  und wirkt sowohl 
individuell fördernd als auch gesellschaftsverändernd. 
Mädchenarbeit bietet Bildungs-, Erziehungs-, Erfahr ungs- und Lernräume, gezielte Beratungs- 
und Hilfsangebote, sowie Orte mit Freizeitcharakter  für Mädchen und junge Frauen. Durch 
geschlechtshomogene Settings, in denen Mädchen sich  nicht ständig gegen vorherrschende 
Gruppen abgrenzen, behaupten bzw. durchsetzen müsse n, verringert Mädchenarbeit die 
Einstiegsschwelle in Angebote der Kinder und Jugendarbeit. 
In Darmstadt organisiert sich Mädchenarbeit im Mädc henarbeitskreis (MAK), einem nach §78 
SGB VIII anerkannten Fachgremium. Der MAK befasst s ich mit fachlichen Inhalten ebenso wie 
mit politischen Themen und der Weiterentwicklung der Mädchenarbeit in Darmstadt.  
5.3  Jungenarbeit 
 
Miteiner mehr als 20-jährigen Tradition hat sich di e geschlechterreflektierte Jungenarbeit in 
der Wissenschaftsstadt Darmstadt längst zu einem ei genständigen Arbeitsbereich der Kinder- 
und Jugendarbeit etabliert.  
Die Jungenarbeit 9 versteht sich als Teilbereich der geschlechtsrefle ktierten Pädagogik. Sie 
basiert auf einer kritischen Analyse patriarchaler Geschlechterverhältnisse und stereotyper 
Geschlechterbilder. Jungenarbeit zielt darauf ab, G eschlechterhierarchien abzubauen, den 
Dialog zwischen den Geschlechtern zu fördern und di e selbstbestimmte Entwicklung einer 
geschlechtlichen Identität zu unterstützen. 
Jungenarbeit unterstützt Jungen in ihrer selbstbest immten Entfaltung, ohne dass sie dabei 
durch einengende Geschlechterbilder und –rollen ein geschränkt werden. Hierbei gilt es Vielfalt 
zu erkennen, zu akzeptieren, wertzuschätzen und zu fördern. 
Die Jungenarbeit bezieht sich auf die Lebenslagen v on Jungen und orientiert sich an deren 
Interessen, Themen und Bedürfnissen. Fachkräfte set zen sich mit den Jungen über deren 
Themen und Wünsche auseinander, bringen ihnen Empat hie und Wertschätzung entgegen, 
bieten ihnen Orientierung, bestärken und fördern si e, zeigen Grenzen auf, kritisieren, irritieren, 
hinterfragen und konfrontieren. 
                                           
9 In diesem Text meint Jungenarbeit stets eine „geschlechterreflektierte Jungenarbeit“. Dieser Begriff wird - der 
 besseren Lesbarkeit halber - allerdings  nicht durchgängig verwandt.

17 
Um nicht vorherrschendes Männlichkeitsverhalten zu reproduzieren oder hervorzurufen ist die 
Haltung des Jungenarbeiters für eine gelingende Jun genarbeit von zentraler Bedeutung. 
Notwendig ist die Bereitschaft des Jungenarbeiters,  sich mit den gesellschaftlichen 
Geschlechterverhältnissen, mit der eigenen Sozialis ation zum Mann sowie mit den eigenen 
Geschlechterbildern auseinanderzusetzen. 
Jungenarbeit und Mädchenarbeit stehen nicht in Konk urrenz, vielmehr ergänzen beide die 
koedukative Kinder- und Jugendarbeit und profitiere n voneinander. Die Jungenarbeit benötigt 
den Austausch, die kritische Auseinandersetzung und die Kooperation mit der Mädchenarbeit. 
In Darmstadt organisiert sich die Jungenarbeit in d er Arbeitsgemeinschaft Jungenarbeit (AGJ). 
Dieses Fachgremium setzt sich aus rund 30 Fachkräft en diverser Einrichtungen und 
Institutionen aus der Wissenschaftsstadt Darmstadt und aus dem Landkreis Darmstadt-
Dieburg zusammen. Aktuell entwickelt die AGJ Leitli nien zu einer geschlechtersensiblen 
Jungenarbeit. 
5.4  Aufsuchende und Mobile Arbeit 
Die Aufsuchende und Mobile Arbeit stellt ein eigens tändiges Arbeitsfeld an der Schnittstelle 
zwischen Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit dar. A ufsuchende und Mobile Arbeit ist 
sozialraum-, bedürfnis-und adressatenorientiert und  hat damit eine ganzheitliche und 
subjektorientierte Ausrichtung. Sie arbeitet mit Ei nzelpersonen, Cliquen und jugendkulturellen 
Szenen und wendet sich vorrangig an junge Menschen,  für die der öffentliche Raum von 
zentraler Bedeutung und sozusagen Sozialisationsort ist.  
Grundsätzliches Ziel der Arbeit ist die Verhinderun g bzw. Verringerung von Ausgrenzung und 
Stigmatisierung der Adressaten sowie die Verbesseru ng deren Lebenssituation. Daher bietet 
die Aufsuchende und Mobile Arbeit jungen Menschen a lltagsorientierte Hilfsangebote, die ihre 
soziale Integration fördern und Benachteiligungen abbauen sollen.  
Auf einer übergeordneten Ebene versucht Aufsuchende  und Mobile Arbeit durch Lobby- und 
Öffentlichkeitsarbeit die Bedarfslagen der Adressat en für die Öffentlichkeit transparent zu 
machen. Durch Gremienarbeit, einer fach- und ressor tübergreifenden Vernetzung sowie durch 
Kooperationen mit anderen sozialen Dienstleistern s ollen den jungen Menschen neue 
Ressourcen erschlossen und eine Verbesserung der An gebote und Infrastruktur im Sozialraum 
erreicht werden. 
5.5  Bildungsarbeit 
Die Kinder- und Jugendarbeit ermöglicht nicht-forme lle Bildungsprozesse und bestärkt zudem 
ihre Zielgruppe darin, sich aktiv in die Gestaltung  ihres Umfelds und die politischen 
Beteiligungsstrukturen einzumischen. Diese Bildungs prozesse sind mehr flexibel und offen als 
intendiert und beinhalten die Möglichkeit des allta gsorientierten und sozialen Lernens in der

18 
Gruppe (vgl.: Sturzenhecker, B./ Lindner, W. (Hrsg. ): Bildung in der Kinder- und Jugendarbeit. 
Vom Bildungsanspruch zur Bildungspraxis. Weinheim und München 2004).  
Kinder- und Jugendarbeit beinhaltet eine ganzheitli che, subjektorientierte Bildungsarbeit, die 
sich an den Vorstellungen, Wünschen und Bedarfen de r Kinder und Jugendlichen orientiert. 
Der hier verwendete Bildungsbegriff geht von einer Entwicklungsförderung und nicht von einer 
Verhinderung von Fehlentwicklung aus.  
5.6  Kulturarbeit 
In der kulturellen Jugendbildung setzen sich Kinder  und Jugendliche auf kreative Weise mit der 
eigenen und fremden Alltagskultur auseinander, soda ss kulturelle Jugendbildung einen 
essenziellen Beitrag zu Toleranz und Akzeptanz leis tet. Außerschulische kulturelle 
Jugendbildung umfasst die Bereiche Bildende Künste,  Film, Fotografie, Literatur, Musik, 
Theater und Interkulturelle Begegnungen.  
Kulturelles Schaffen fördert den eigenen Ausdruck, die Spontaneität sowie die Fähigkeit zur 
Gruppenarbeit und ist somit wichtiger Bestandteil d er Persönlichkeitsentwicklung. 
Jugendkulturarbeit intensiviert und sensibilisiert das gesamte Empfinden. Jugendkultur ist eine 
Alltagskultur und geht in der Regel direkt von einz elnen „Jugendszenen“ aus. Insbesondere 
Musik hat einen sehr hohen Stellenwert für die Juge ndlichen. Die kritische Auseinandersetzung 
und das aktive „Umgehen“ mit Jugendkultur brauchen Möglichkeiten und fachkundige 
Pädagoginnen und Pädagogen mit vielfältigen Zusatzq ualifikationen. Hierfür sollten „Räume“ 
im doppelten Sinn des Wortes zur Verfügung gestellt  werden, in denen sich die Jugendlichen 
kreativ entfalten und entwickeln können.  
5.7  Ferienangebote 
Eine verlässliche und bezahlbare Ferienbetreuung is t eine Grundvoraussetzung zur 
Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Aus diesem Gru nd wurden in der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt seit 1971 kommunale Ferienangebote durchg eführt und durch die umfangreichen 
Ferienspielangebote freier Träger ergänzt. 
Im Jahr 2003 wurde von einem externen Institut eine  Bedarfserhebung zum Ferienangebot in 
Darmstadt durchgeführt. Hieraus resultieren die mom entan (Stand Oktober 2013) gültigen 
Richtlinien zur Förderung von Ferienspielangeboten und eine den Bedarfen der Sozialräume 
angepasste Angebotsstruktur der freien Träger unter  Koordinierung der Kinder- und 
Jugendförderung. 
Die sich immer schneller verändernde Lebenssituatio n von Kindern, Jugendlichen und deren 
Familien erfordert in diesem Bereich weiterhin eine  ständige Nachsteuerung der Angebote, um 
die unterschiedlichen Bedarfe und Notwendigkeiten abzudecken.

19 
Die zukünftige Ausrichtung von Ferienspielen muss d aher die Sozialraum- und 
Lebensweltorientierung ebenso im Blick haben, wie d ie Verlässlichkeit der Angebote für die 
jeweiligen Familien. Das bedeutet zeitlich ausgewei tete, qualitativ begleitete und wohnortnahe 
Angebote in allen hessischen Schulferien nach dem Bedarf der jeweiligen Sozialräume. 
Es benötigt altersangemessene Angebote mit und ohne  Übernachtung um den Interessen der 
Kinder und Jugendlichen und deren Familien gerecht zu werden. Die Ferien- und 
Freizeitmaßnahmen sind, in Abgrenzung zum Auftrag d er Schule, eine originäre Aufgabe der 
freien Träger der Kinder- und Jugendarbeit. 
Kinder und Jugendliche müssen sich in verschiedenen  Rollen und sozialen Gruppen erleben 
und wahrnehmen. Dies ist für die Persönlichkeitsent wicklung und individuelle Förderung der 
Kinder und Jugendlichen wichtig. 
Um die Ferienangebote zielführend zu vermitteln und  keine Konkurrenzsituationen zu erzeugen 
ist eine Kooperation der Schulen mit weiteren Anbietern von Ferienmaßnahmen anzustreben. 
5.8  Jugendverbandsarbeit 
In Jugendverbänden wird Jugendarbeit von jungen Men schen selbst organisiert, 
gemeinschaftlich gestaltet und mitverantwortet. Sie stellen eine wichtige Lern- und Lebenshilfe, 
indem sie vielfältige Ferien-, Freizeit- und Bildun gsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche 
anbieten. 
Aufgrund vielfältiger Verbandsprofile bieten sie sp ezifische Identifikationsmöglichkeiten für 
diese Zielgruppe. Jugendverbandsarbeit ist auf Daue r und Nachhaltigkeit angelegt und eröffnet 
Kindern und Jugendlichen einen Lernort für demokrat ische Prozesse und partizipative 
Strukturen. Jugendverbände bieten außerschulische J ugendbildung und sinnvolle 
Freizeitgestaltung in der Gruppe an. Jugendverbands arbeit fördert die Bereitschaft von Kindern 
und Jugendlichen ehrenamtlich Verantwortung zu über nehmen und die Gesellschaft aktiv 
mitzugestalten. Besondere Strukturmerkmale von Juge ndverbänden sind Freiwilligkeit, 
Ehrenamtlichkeit, Partizipation, Parteilichkeit für  Kinder und Jugendliche sowie 
Werteorientierung. 
Die Jugendverbandsarbeit ist für die Jugendarbeit i n Darmstadt von zentraler Bedeutung. Das 
Engagement von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Jugendverbänden trägt zu deren 
Persönlichkeitsentwicklung in all ihren Facetten be i und kann dadurch dem Gemeinwohl 
dienen. 
Durch den Ausbau der Familienfreundlichen Schule we rden allerdings immer mehr Kinder und 
Jugendliche in Ganztagsschulen betreut und können d ementsprechend am Nachmittag nur 
noch schwer die Angebote der Jugendverbände nutzen.

20 
Hier gilt es im weiteren Prozess der Neustrukturier ung der Kinder- und Jugendarbeit neue 
Wege miteinander zu finden. Die wertvolle Arbeit in  den Jugendverbänden ist mit den 
Angeboten der Ganztagsschule zu vernetzen und ein A usgleich zwischen formaler und non-
formaler Bildung zu schaffen. 
5.9  Jugendarbeit im Sportverein 
Jugendarbeit in Sportvereinen soll zum einen das sportliche Engagement im Verein fördern  
und zum anderen die Persönlichkeitsentwicklung von jungen Menschen unterstützen und 
dadurch dem Gemeinwohl dienen. Durch den Ausbau der  Familienfreundlichen Schule werden 
allerdings immer mehr Kinder und Jugendliche in Gan ztagsschulen betreut und können 
dementsprechend am Nachmittag nur noch schwer an Angeboten der Sportvereine teilnehmen.  
Hier gilt es, im weiteren Prozess der Neustrukturie rung der Kinder- und Jugendarbeit neue 
Wege miteinander zu finden. Die wertvolle Arbeit in  den Sportvereinen ist mit den Angeboten 
der Ganztagsschule zu vernetzen und ein Ausgleich z wischen formaler und non-formaler 
Bildung zu schaffen.  
5.10    Kooperationsprojekte von Jugendhilfe und Schule 
In Schule treffen vielfältige Interessenlagen und k omplexe Aufgaben aufeinander, es findet ein 
Zusammentreffen unterschiedlichster Belange am Ort Schule statt. Die Schule hat einen 
gesetzlichen (Bildungs-) Auftrag. Die Lehrkräfte si nd in erster Linie Fachkräfte für das 
Organisieren des Lernens und des Vermittelns von fa chlichen Inhalten. Die Mitarbeitenden der 
Jugendhilfe sind besonders bei individuellen Bedürf nissen von Kindern und Jugendlichen, als 
auch bei unterstützenden und präventiven Hilfsleist ungen die Spezialisten. In der Vernetzung 
dieser beiden Systeme liegt die große Chance um Kindern und Jugendlichen Lebenschancen zu 
eröffnen, eine erfolgreiche Schullaufbahn zu ermöglichen und Chancengleichheit herzustellen.  
Die Kinder- und Jugendhilfe in Darmstadt ist in For m der flächendeckenden Schulsozialarbeit 
und darüber hinaus auch im sozialräumlichen Bezug g ut mit Schule vernetzt. Schule und 
Jugendhilfe müssen gemeinsam überlegen, wie sie int egrierte Angebote realisieren können, um 
das Recht jedes Kindes und Jugendlichen auf die För derung seiner Entwicklung und Bildung zu 
ermöglichen.  
5.11    Schulsozialarbeit 
Schulsozialarbeit ist ein präventives Angebot. Es r ichtet sich vorrangig an Kinder, Jugendliche, 
deren Eltern und an Lehrkräfte. Die Aufträge orient ieren sich daran, eine gleichberechtigte 
Teilhabe an Bildung und dem gesellschaftlichem Lebe n anzustreben. 
Kooperationsvereinbarungen mit Schulen, weiteren Ei nrichtungen der Kinder- und 
Jugendarbeit, sozialen Diensten und Behörden, regel n Angebote, Zuständigkeiten und

21 
Aufgaben. Für die Zielgruppen werden niedrigschwell ige Kontaktangebote vorgehalten. Ebenso 
sind Einzelfallhilfe, Gruppenangebote und Projektar beit Methoden in der fachlichen Arbeit. 
Schulsozialarbeit versteht sich als Bindeglied zwis chen Schule und Lebenswelt von Kindern, 
Jugendlichen und deren Familien. 
5.12    Jugendberufshilfe 
„Die wirtschaftliche Entwicklung und die Situation am Arbeitsmarkt beeinflussen unmittelbar 
die Erwerbschancen und damit die Einkommensverhältnisse der Bevölkerung. Sie sind zentrale  
Rahmenbedingungen für die Wohlstandsentwicklung und  die Lebenslagen der Bevölkerung in 
unserer Stadt. Zur Erhöhung der Chancengleichheit s ind zielgruppenspezifische Angebote für 
sozial benachteiligte Menschen auf dem Ausbildungs- – und Arbeitsmarkt von zentraler 
Bedeutung.“ (Ausbildungs- und Arbeitsmarktstrategie  2013-2016 der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt)  
Teilhabechancen zu ermöglichen, Verteilungsgerechtigkeit durch sozialpolitische Intervention,  
Existenzsicherung, passgenaue Förderung der Zielgruppen und die Stärkung der regionalen  
Netzwerke sind die Handlungsschwerpunkte in der Jug endberufshilfe. Eine kontinuierliche 
Anpassung der Angebote gelingt durch gemeinsame Aus wertung der Ausbildungs- – und 
Arbeitsmarktsituation und einer gemeinsamen Planung von Projekten und Maßnahmen. 
 
6 Standards d er Kind er- und Jugendarbeit in d er 
Wissenschaftsstadt Darmstadt 
Folgende Standards sind in allen oben aufgeführten Handlungsfeldern der Kinder- und 
Jugendarbeit zu berücksichtigen und zentrale Kriter ien für die Evaluierung und 
Qualitätsentwicklung der einzelnen Angebote. 
6.1  Lebensweltorientierung 
Alltagsorientierung und Lebensweltorientierung könn en nach Hans Thiersch synonym 
verwendet werden. Die Lebensweitorientierung bezeic hnet die weitgehend anerkannte 
grundsätzliche Orientierung (bzw. das Paradigma) mo derner sozialer Arbeit, also auch der 
Kinder- und Jugendarbeit 
Im Rahmen der Kinder- und Jugendarbeit wird Unterst ützung und Hilfe nicht in einem 
besonderen Setting geleistet, sondern in den jeweil s gegebenen Lebensverhältnissen der 
Betroffenen entwickelt. Der Fachmann stellt keine D iagnose als Basis eines Behandlungs- oder

22 
Hilfeplans, sondern versucht, die in den jeweiligen  Lebensverhältnissen vorhandenen 
Ressourcen zu aktivieren. Wie der Betroffene seine Situation, seine Schwierigkeiten sieht und 
wie er damit umgeht, muss dabei sowohl respektiert als auch in Frage gestellt werden. 
Orientierung dafür bietet eine kritische (also gene rell auf Widersprüche zu hinterfragende) 
Vorstellung des Alltags, der in der Lebenswelt gele bt wird. Der Alltag ist bestimmt von 
(notwendigen) Routinen, eingeschliffenen Denk- und Handlungsmustern, die Sicherheit bieten. 
Gleichwohl gibt es aber auch Alternativen, Chancen und Möglichkeiten, die zu einem 
„gelingenderen“ Alltag führen können. Da die Lebens welt und insofern auch der Alltag 
gesellschaftlich geprägt sind, beinhalten die Allta gsorientierung, bzw. die lebensweltorientierte 
Kinder- und Jugendhilfe immer auch ein politisches Mandat. Dieses Mandat entspricht dem 
gesetzlichen Auftrag (§ 1 KJHG).  
6.2  Sozialraumorientierung 
Die Angebote dr Kinder- und Jugendarbeit in der Wis senschaftsstadt Darmstadt sollen 
sozialräumlich ausgerichtet sein. Die Sozialraumori entierung stellt hierbei eine Methode der 
Sozialen Arbeit dar und führt den früheren Ansatz der "Gemeinwesenarbeit" fort. Im Mittelpunkt 
steht weniger der oder die Einzelne als vielmehr das gesamte Lebensumfeld.  
Die Methode soll dazu beitragen das bauliche, struk turelle, soziale und andere Ressourcen 
gemeinsam aufgebaut und unterstützt werden. Dies so ll ebenfalls dazu beitragen, dass 
Menschen in ungünstigen Lebenssituationen ermutigt werden, die Veränderungen in ihrem 
Wohngebiet selbst in die Hand zu nehmen.  
6.3  Kooperation und Vernetzung 
Um die vielfältigen Angebote in der Wissenschaftsst adt Darmstadt im Sinne der Kinder und 
Jugendlichen aufeinander abzustimmen, Angebote zu o ptimieren und Parallelstrukturen zu 
vermeiden, bedarf es stadtteilbezogener und fachlicher Netzwerke.  
Hier können Synergien genutzt sowie Kenntnisse und Erfahrungen über die unterschiedlichen 
Arbeitsweisen und Kulturen der Beteiligten ausgetau scht werden. Ziel ist eine systematische, 
vertrauensvolle Kooperation der Akteurinnen und Akt eure auf Augenhöhe zu erreichen. So 
vernetzen sich die Einrichtungen der Kinder- und Ju gendarbeit stadtweit mit anderen sozialen 
Einrichtungen und Diensten, mit Schulen und Aufsuchender Arbeit.  
Die Kinder- und Jugendarbeit in Darmstadt versteht sich als Netzwerkarbeit mit dem Ziel 
Projekt- und Produktionsnetzwerke zu gestalten. Die  vielfältigen Akteure im Gemeinwesen, wie 
öffentliche und freie Jugendhilfe, Schule, Vereine,  Polizei, Wirtschaft, Sport, Verbände u.a. 
Organisationsformen und Einrichtungen bilden künfti g mehr (Projekt- und Produktions-) 
Netzwerke im Hinblick auf Funktionalität und Überwindung von Organisationsbarrieren.

23 
Die Kinder- und Jugendarbeit in Darmstadt initiiert  als Innovationsträger die Gestaltung 
städtischer Sozialräume im Interesse der Kinder- un d Jugendlichen. Dabei werden im Rahmen 
von Vernetzungsgruppen Akteure des Gemeinwesens ein bezogen, um mit ihnen gemeinsam 
Themen, Projekte und Initiativen zu entwickeln. Der  Kontakt zur Forschung soll künftig z.B. 
über den SWQT (Sozialwissenschaftlicher Qualitätstr ansfer) zur Herstellung von Win-Win-
Situationen stärker genutzt werden.  
Vernetzung und Kooperation zwischen der Kinder- und  Jugendarbeit und den Akteuren des 
Gemeinwesens wird zur Notwendigkeit, wenn der Auftr ag der Kinder- und Jugendhilfe erfüllt 
werden soll, den jungen Menschen und ihren Familien  die jeweils erforderliche Unterstützung 
zeitgerecht, bedarfsorientiert, wirtschaftlich und effektiv zur Verfügung zu stellen.  
Die Bündelung der vorhandenen Kräfte und Ressourcen  ist nicht nur aufgrund von 
finanzpolitischen Rahmenbedingungen notwendig. Sie ist auch erforderlich im Hinblick auf 
Strukturierung und Optimierung der Zusammenarbeit i m Stadtgebiet Darmstadt mit dem Ziel 
unter Berücksichtigung der Trägerbeteiligung, gemei nsame Strategien zu entwickeln, um die 
Lebenslagen und/oder Lebenswelten junger Menschen s tändig zu verbessern. Dies setzt 
voraus, dass die unterschiedlichen Akteure der Kind er und Jugendarbeit über den eigenen 
Tellerrand hinausblicken und die Kooperationspartne r und deren Aufgabenstellungen und 
Möglichkeiten kennen.  
Verstärkte Kooperation durch eine Ressourcenbündelu ng aufgrund der Schaffung 
entsprechender Netzwerke hängt nicht nur vom „sich gegenseitig Kennen“ ab, sie erfordert 
auch entsprechende Strukturen. Mit dem Auftrag zur Bildung von Arbeitsgemeinschaften, der 
Verpflichtung zur Beteiligung freier Träger an der Jugendhilfeplanung und der Verpflichtung 
zur Zusammenarbeit mit anderen öffentlichen Stellen  und Einrichtungen enthält das SGB VIII 
ein Instrumentarium und einen Auftrag zur Zusammenarbeit in generellen Fragen.  
Basis der Kooperation sind ein gemeinsames Problemb ewusstsein und einvernehmliche 
Zielvereinbarungen aufgrund der formulierten Ziele sowie die Einbeziehung aller für die 
Zielerreichung notwendigen Akteure.  
Vernetzung und Kooperation brauchen einen Planungsa uftrag, eine Absicherung, eine 
Koordination, eine gemeinsame Zielformulierung und die Beteiligung aller Akteure. 
Handlungsrahmen und Zielformulierungen sollten rege lhaft evaluiert werden um die Gestaltung 
der Kinder- und Jugendarbeit im beabsichtigten Sinne zu gewährleisten.  
6.4  Geschlechtsbewusste Arbeit 
Geschlechtsbewusste Arbeit ist gesetzlich mehrfach verankert. Angefangen beim EU-Recht; hier 
Amsterdamer Vertrag von 1999, Artikel 8, der die Ve rpflichtung der EU zu Gender 
Mainstreaming festlegt über Grundgesetz Art. 3 Abs.  2 der einen Staatsauftrag enthält:

24 
„Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat  fordert die tatsächliche Durchsetzung der 
Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt  auf die Beseitigung bestehender 
Nachteile hin.“ Und § 9 Nr. 3 SGB VIII, Kinder- und  Jugendhilfe, der besagt, dass bei der 
Aufgabenerfüllung im Bereich der Kinder- und Jugend hilfe die unterschiedlichen Lebenslagen 
von Mädchen und Jungen berücksichtigt, Benachteilig ungen abgebaut und die 
Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen gefordert werden müssen.  
Um den fachlichen Standard der Arbeit zu gewährleis ten, muss die Möglichkeit zur Fortbildung 
und Supervision und die Teilnahme an fachbezogenen Gremien innerhalb der Arbeitszeit 
gewährleistet werden. Auf diesen Grundlagen sind al le Projekte, Maßnahmen, Personal, 
Organisation, Budget zu planen, zu steuern und zu realisieren. 
Jungen und Mädchen können sich in Bezug auf ihre In teressen, Zugänge, Lebenslagen, 
Probleme, Lebensentwürfe unterscheiden. Werden dies e Unterschiede nicht berücksichtigt, 
findet in der Regel eine bevorzugte - meist aber un reflektierte - Orientierung an Jungen statt, 
die Mädchen benachteiligt - aber auch den Jungen nicht gerecht wird.  
Mädchen und Jungen erfahren durch eine geschlechtss pezifische Sozialisation massive 
Einschränkungen ihres jeweiligen Handlungs- und Ent wicklungspotentials, indem sie für eine 
gelingende männliche oder weibliche Geschlechtsiden tität das jeweils andere nicht leben 
können oder abwerten müssen. Damit sind spezielle Konflikte und Risiken verbunden.  
Mädchen und Jungen sind mit Widersprüchen zwischen modernen und traditionellen 
Rollenerwartungen sowie zwischen Männlichkeits- ode r Weiblichkeitsnormen und eigenem 
Erleben konfrontiert. Die daraus entstehenden Verun sicherungen und Überforderungen 
brauchen Orientierung und Begleitung. Dies gilt ebe nso für die Entwicklung von 
Gleichberechtigungsansprüchen im Prozess des Hinein wachsens in die Gesellschaft. Jungen 
und Mädchen leben in einer Gesellschaft, in der nac h wie vor zahlreiche Ungerechtigkeiten 
zwischen den Geschlechtern bestehen, Mädchen und Fr auen in vielen Bereichen benachteiligt 
und Jungen und Männer privilegiert sind. Eine gleic hberechtigte Gesellschaft braucht Mädchen 
und Jungen, die in der Lage sind, Gleichberechtigung zu leben und zu gestalten.  
Für die Mädchen und Jungenarbeit bedeutet dies, das s beiden Geschlechtern auch 
Erfahrungen außerhalb des koedukativen Rahmens eröf fnet werden müssen und ihnen eine 
gleichwertige Verteilung von Raum, Zeit und Aufmerk samkeit durch das erwachsene 
Fachpersonal angeboten werden muss. Beiden Geschlec htern muss Gelegenheit gegeben 
werden, Erfahrungen mit dem eigenen Geschlecht in D ifferenz zu den Erfahrungen mit dem 
anderen Geschlecht erleben zu können. Dies ermöglic ht Stärken und Schwächen zu erkennen 
und für jedes Geschlecht der positiven und negativen Wertschätzung zu unterziehen.

25 
Von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erfordert ein e geschlechtsbewußte Arbeit die Reflektion 
der eigenen Haltung und die Sensibilität in Bezug a uf Geschlechterstereotypen. Der Erwerb 
geschlechtsbewußter Kompetenz ist Bestandteil der P ersonalentwicklung. Mädchen- und 
Jungenarbeit benötigen den wertschätzenden Austausc h und die Kooperation untereinander. 
Insbesondere im Hinblick auf die Weiterentwicklung von Konzepten zur Genderfrage sind beide 
gemeinsam gefordert.  
6.5  Inklusion 
"Inklusion“ bezeichnet einen Zustand der selbstvers tändlichen Zugehörigkeit aller Menschen 
zur Gesellschaft. Damit verbunden ist die Möglichke it aller zur uneingeschränkten Teilhabe in 
allen Bereichen der Gesellschaft. Das Konzept der I nklusion wendet sich damit gegen die 
Diskriminierung oder das "an den Rand drängen" (Mar ginalisierung) von Menschen aufgrund 
zuschreibbarer Merkmale wie z.B. religiöse und welt anschauliche Überzeugungen, Geschlecht, 
Soziallage, Alter, kulturelle Hintergründe, Hautfar be, sexuelle Orientierung und körperliche 
oder geistige Behinderungen. Verschiedenheit wird als Normalität betrachtet." 
Jeder Mensch hat ein Recht auf "Inklusion", also da rauf, ein gleichberechtigter Teil der 
Gesellschaft zu sein. So steht es in der Behinderte nrechtskonvention der Vereinten Nationen, 
die seit 2009 auch in Deutschland gilt.  
Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung wurde Ende 2006 von der 
Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) vera bschiedet. Doch von der rechtlichen zur 
tatsächlichen Gleichstellung behinderter Menschen ist es noch ein weiter Weg.  
Im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit liegt es in  der Verantwortung der  freien und 
öffentlichen Träger, dass die Ziele der UN- Behinde rtenrechtskonvention umgesetzt werden. Es 
gilt zusammen mit den Trägern und Einrichtungen der  Behindertenhilfe Kooperationen zu 
entwickeln, um jungen Menschen mit Behinderung mehr  gesellschaftliche und kulturelle 
Teilhabe zu ermöglichen. Die Träger der Jugend- und  der Behindertenhilfe können hier von den 
jeweiligen Kompetenzen profitieren und Synergien herstellen. 
6.6  Partizipation 
Partizipation ist die wirkungsvolle und nachhaltige  Beteiligung von Kindern und Jugendlichen 
bei allen sie betreffenden Angelegenheiten. Sie fin det auf unterschiedlichen Ebenen (lokal, 
regional, überregional, europäisch) statt und umfas st unterschiedliche Formen der Beteiligung 
(z.B. Jugendparlamente, Jugendausschüsse, lokale Ad -hoc-Gruppen, internetgestützte 
Formen). Partizipation ist auch ein Lernprozess, in  dem junge Menschen bürgerschaftliche und 
demokratische Verhaltensweisen erproben und einüben . Die Gestaltung von 
Partizipationsprozessen leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Demokratieerziehung.

26 
Für eine gelingende Sozialisation benötigen junge M enschen vielfältige und weitreichende 
Gestaltungsmöglichkeiten. Da ihnen die vollen polit ischen Bürgerrechte (noch) nicht 
zugestanden werden, ist es wichtig, ihnen weitreichende Beteiligungsrechte einzuräumen. 
Partizipation bedeutet für die Kinder- und Jugendar beit in der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
die Teilhabe aller Beteiligten, also von Kindern, J ugendlichen, jungen Erwachsenen, deren 
Familien und den fachlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.  
In der Praxis der Kinder- und Jugendarbeit sind vie lfältige Formen der Kinder- und 
Jugendbeteiligung entwickelt worden, wobei jeweils eine Lösung gefunden werden muss, die 
zu den Bedingungen und der Zielgruppe vor Ort passt . Zu unterscheiden sind direkte, 
repräsentative, offene oder projektorientierte Form en. Die Partizipationsangebote müssen 
mit den Unterschieden bezüglich sozialer Schicht, B ildungshintergrund und konkreter 
Lebenssituation der Zielgruppe umgehen und, wo nöti g, gezielt fördern. Die freiwillige 
Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen braucht Spa ß und aktivierende Methoden 
Dies wird im Dialog und partnerschaftlichen Aushand lungsprozess zwischen den Fachkräften 
und den jungen Menschen geschehen. Partizipation wi rd in die Konzeptionen der Kinder- und 
Jugendeinrichtungen, d. h. in die alltägliche Praxi s, übernommen. Beteiligungsformen und –
strukturen werden von den pädagogischen Fachkräften  dialogisch mit Kindern und 
Jugendlichen entwickelt. Dadurch wird “Zuhören“ gew ährleistet, Anliegen werden ernst 
genommen, Beteiligungsprozesse werden begleitet – unterstützt und moderiert. 
Das Leben in der Gemeinschaft wird so als demokratischer Meinungsbildungsprozess gestaltet. 
Kinder und Jugendliche lernen in weitestgehender Tr ansparenz Planungs- und 
Entscheidungsprozesse kennen und den Umgang mit den  Konsequenzen ihrer Entscheidungen, 
da auch die Beteiligungsform von ihnen mitbestimmt wird. 
Partizipation als Instrument für die Gestaltung kin dgerechter bzw. jugendlicher Lebenswelten 
setzt auch auf Seiten der Träger der Kinder- und Ju gendarbeit ein Umdenken voraus. Es geht 
um den Wandel weg von einer angebotsorientierten Ar beit hin zu einer Ermöglichungsstruktur 
für selbstbestimmte, offene und flexible Aktionsfor men, die die Kinder und Jugendlichen dort 
abholt, wo sie leben. Das Umdenken betrifft sowohl die Organisationen im Feld der Kinder- und 
Jugendarbeit als auch die hier tätigen Fachkräfte. Wichtige Unterstützungsinstrumente für 
diese Umorientierungsprozesse sind Fortbildungen, F achaustausch, gemeinsame Projekte, 
usw. 
6.7  Interkulturelle Aspekte 
Deutschland ist ein Einwanderungsland und steht in engen politischen, kulturellen und sozialen 
Verbindungen mit anderen Ländern. Deshalb leben hie r Menschen mit unterschiedlichen 
kulturellen Hintergründen. Häufig wird das Potentia l dieser Vielfalt nicht genutzt. Es bedarf

27 
vielmehr Anstrengungen auf allen Ebenen der Gesells chaft, Kinder und Jugendliche aus 
verschiedenen Herkunftsländern zu integrieren.  
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt, mit einem Anteil von 16,1% von jungen Menschen mit 
Migrationshintergrund an der Gesamtzahl der unter 2 7-jährigen, stellt sich dieser 
Herausforderung in besonderem Maße. 
In der Kinder- und Jugendarbeit bietet sich die Cha nce, jungen Menschen aus verschiedenen 
Herkunftsländern gegenüber zu treten, ihnen Angebot e zur Integration zu machen und 
Offenheit und Toleranz erfahrbar zu machen. Interku lturelle Jugendarbeit öffnet Wege zur 
Integration, indem sie Wissen und Verständnis für a ndere Kulturkreise schafft und zu Toleranz 
und zur Überwindung von kulturellen Grenzen beiträg t. Kommunikations-möglichkeiten von 
und mit Kindern und Jugendlichen mit Migrationshint ergrund werden gefördert, Begegnungen 
ermöglicht. Integrationsangebote an junge Menschen setzten die Bereitschaft voraus, sich mit 
der eigenen Kultur auseinander zu setzen. Sie betreffen und ändern auch junge Menschen ohne 
Migrationshintergrund. Der Erwerb interkultureller Kompetenz ist Bestandteil der 
Mitarbeiterfortbildung und der Personalentwicklung.  
Als ein zentraler Aspekt, kann die Interkulturelle Öffnung angesehen werden. Es handelt sich 
dabei um ein Querschnittsthema, das wie Gender Main streaming und Inklusion alle Bereiche 
und Institutionen der Kinder- und Jugendarbeit glei chermaßen betrifft. Interkulturelle Öffnung 
meint, die Regelangebote den Bedürfnissen und Anfor derungen der Einwanderungsgesellschaft 
anzupassen. Ziel ist es, dadurch Zugangsbarrieren u nd Hemmschwellen abzubauen und einen 
gleichberechtigten Zugang aller zu den Angeboten zu  ermöglichen. Bei der Interkulturellen 
Öffnung handelt es sich um einen Prozess, der Verän derungen hinsichtlich der Strukturen, 
Arbeitsweisen, der Qualität der Angebote und der eigenen Einstellungen erfordert. 
Besondere Schwerpunkte im Bereich interkultureller Kinder- und Jugendarbeit bilden die 
Ermöglichung der eigenen kulturellen Ausdrucksweise  sowie die Förderung der Kommunikation 
und Interaktion von Kindern und Jugendlichen unters chiedlicher soziokultureller und religiöser 
Herkunft durch Sensibilisierung, Begegnung, Beziehu ngsaufbau, sowie der Auseinandersetzung 
mit unterschiedlichen Wertesystemen und Kulturen. 
Der Aspekt des interkulturellen Lernens vollzieht s ich in drei Bereichen, die ineinander greifen 
und eine Einheit bilden. So sind Identitätsbildung auf individueller Ebene, die Anerkennung 
kultureller Koexistenz der Gruppen und in übergeord netem Sinn, die gesamtgesellschaftliche 
Interaktion, Bestandteile der Lernerfahrungen. 
Die genannten Aspekte sind unter der Zielsetzung zu  sehen, den jungen Menschen die 
Entwicklung einer eigene kulturellen Identität zu e rmöglichen, sowie die unterschiedlichen 
Orientierungs- und Lebenswelten von Individuen und Gruppen zu achten.

28 
Die Struktur der Einrichtungen, der Kinder- und Jug endarbeit, der Prozess der Hilfeerbringung 
und die Beratungsergebnisse sollen systematisch auf  ihre interkulturelle Ausrichtung überprüft 
werden. Es sollen Ziele und Evaluationskriterien fo rmuliert werden, die die Arbeit überprüfbar 
machen und die eine Handlungsanweisung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darstellen.  
Ziel der Interkulturellen Öffnung der Kinder- und J ugendhilfe ist also, dass sich alle Kinder und 
Jugendlichen, auch die Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund, aufgenommne 
fühlen und einen gleichberechtigten Zugang zu allen  Angeboten finden. Interkulturelle Öffnung 
ist die Fähigkeit einer Organisation, erfolgreich m it Kindern, Jugendlichen und deren Familien 
aus unterschiedlichen Lebenswelten zu kommunizieren , wobei im Vordergrund nicht die 
Sprachschwierigkeiten oder Zugehörigkeiten zu einer  anderen Herkunftskultur, sondern die 
Potentiale und Ressourcen stehen.  
 
7 Steuerung und Qualitätsentwicklung 
7.1  Leistungs- und Zielvereinbarungen mit Schutzkonzept 
Es werden zukünftig ausschließlich Leistungsverträg e mit den einzelnen freien Trägern bzw. 
Verbänden geschlossen, die die zu erbringenden Leis tungen sowie die dafür an den Träger 
ergehenden Mittel regeln. Mit städtischen Einrichtu ngen sowie mit den Verantwortlichen des 
Bereichs Kinder- und Jugendarbeit der Stadtverwaltu ng werden analog schriftliche 
Zielvereinbarungen geschlossen. Die Leistungen erge ben sich aus dem jeweiligen Konzept, das 
entsprechend den hierin beschriebenen Aufgaben der jeweiligen Einrichtung/des Trägers/des 
Verbandes Bestandteil der Leistungsverträge bzw. Zielvereinbarung wird.  
 
Auf diese Weise werden grundsätzlich alle Leistunge n der Wissenschaftsstadt Darmstadt für 
die Kinder- und Jugendarbeit über Leistungsverträge und Zielvereinbarungen geregelt. 
Um den Trägern Planungssicherheit zu gewährleisten,  haben die Leistungsverträge und 
Zielvereinbarungen eine Laufzeit von 3 Jahren. Dana ch werden entsprechend dem neuen 
Konzept auch die Verträge und Vereinbarungen erneuert. 
Die Finanzierung von städtischen Einrichtungen und freien Trägern orientiert sich bzgl. der  
Personalkosten an den geltenden tariflichen Rahmenbedingungen. 
 
Vor Ausarbeitung der  Leistungsverträge und Zielvereinbarungen werden die jeweiligen  
Konzepte, die ein Jahr vor Auslaufen der alten Verträge bzw. Vereinbarungen vorliegen müssen, 
von der Verwaltung  geprüft. Sie wird dabei unterst ützt und beraten von der AG nach §78. Bei 
Fundierung durch eine entsprechende Bedarfsermittlu ng und Schlüssigkeit des (Stadtteil- bzw. 
stadtweiten) Konzepts und der darin enthaltenen Aufgaben der einzelnen  
Einrichtungen/Träger/Verbände werden diese ausgearbeitet und rechtswirksam geschlossen.

29 
Mit allen Trägern sind zudem Vereinbarungen gemäß § 8a des Achten Sozialgesetzbuches (SGB 
VIII) abzuschließen. 
7.2  Evaluation und Berichterstattung 
Die Dokumentationen der Einrichtungen liefern grundlegende Informationen über die tägliche  
pädagogische Arbeit. Diese werden einrichtungs- und  trägerübergreifend in einer 
vergleichbaren Form erbracht.  
 
Selbstevaluation ist eine „ehrliche“ Plattform der  fachlichen Reflexion und des kollegialen 
Austauschs innerhalb der Einrichtungen bzw. Träger. Hierzu werden Ausschnitte und 
Begebenheiten aus der pädagogischen Praxis gemeinsa m beschrieben, reflektiert und 
„gedanklich überprüft“. Formen der Selbstevaluation  sind in Abgrenzung zum Berichtswesen 
und Controlling zu sehen. Sie werden getrennt von d iesen Prozessen durchgeführt. Insofern ist 
Selbstevaluation ein nach innen gerichtetes dialogisches Verfahren zur Qualitätssicherung.  
Es geht hier zudem nicht um eine Überprüfung von Er gebnissen oder Wirksamkeit von Kinder- 
und Jugendarbeit, sondern um ein „kritisches Überdenken“ des fachlichen Handelns. 
 
Professionelle Selbstevaluation erfordert ein systematisches und regelmäßiges Vorgehen.  
Geleitet von der AG nach §78 wird ein entsprechender Kriterienkatalog entwickelt.  
Selbstevaluation ist zudem ein wichtiger Inhalt von Fortbildungen. Die notwendigen  
Arbeitsmaterialien zur Dokumentation und Selbstevaluation werden ebenfalls im Rahmen von  
Fortbildungen verbreitet und weiterentwickelt.  
 
Zudem wird ein aussagekräftiges und vergleichbares Berichtswesen aufgebaut und regelhaft 
ausgewertet. 
7.3   Qualitätsentwicklung und Qualitätsdialog  
Grundlegendes Element aller Aktivitäten der Kinder-  und Jugendarbeit in der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt ist ein integrierter u nd kontinuierlicher Qualitätsdialog  
zwischen allen beteiligten Akteuren auf allen Ebene n. Dieses schließt gemeinsame, 
verbindliche, einrichtungs-  und trägerübergreifende Prozesse und Strukturen ein.  
Qualität in der Kinder-  und Jugendarbeit in der Wissenschaftsstadt Darmstadt wird durch  
dialogische Formen der Zusammenarbeit erreicht. Eine dialogisch arbeitende Kinder- und  
Jugendarbeit ist als kommunikativer Prozess im Sinne stetiger Beteiligungs- und  
Aushandlungsprozesse zu verstehen.  
 
Qualität ist gekennzeichnet durch bedarfsgerechte und koordinierte Leistungen der  
einzelnen Träger und Einrichtungen aufgrund der in der sozialräumlichen Bedarfsermittlung 
festgestellten Bedarfe. Qualität ist des Weiteren gekennzeichnet durch flexibles Aufgreifen

30 
aktueller Entwicklungen.  
 
8 Umsetzung d es Rahmenkonzeptes 
 
Das Rahmenkonzept wird nach der Verabschiedung im J ugendhilfeausschuss (JHA) der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt kontinuierlich weitere ntwickelt und auf der fachlichen und 
operativen Ebene spezifiziert. Die AG nach §78 wird  dahingehend die Rahmenbedingungen 
schaffen, um unter Einbeziehung aller beteiligten A kteure, zukunfts- und tragfähige Konzepte 
der Kinder- und Jugendarbeit zu entwickeln und fortzuschreiben. 
 
Die Erarbeitung der Instrumente unter Punkt 7. werd en ab 2015 die entscheidenden Schritte 
zur Umsetzung des Rahmenkonzeptes sein. Hierbei wir d die AG nach §78 im Zuge ihres 
Auftrages beteiligt.

anlage 3

183 Zeichen

Punkt 8: Rahmenkonzeption für die Kinder- und Jugendarbeit in der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt 
 (V-Nr. 2015/0107) 
- Kenntnisnahme - 
 
Der Ausschuss nimmt von der Vorlage Kenntnis.

anlage 4

165 Zeichen

Punkt 22: Rahmenkonzeption für die Kinder- und Jugendarbeit in der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt 
 (V-Nr. 2015/0107) 
 
Der Ausschuss nimmt von der Vorlage Kenntnis.

Beratungsverlauf (4)

TOP 12 zur Kenntnis
TOP 8
TOP 22
TOP 113

Details

Vorlagen-Nr.
2015/0107
Typ
Magistratsvorlage
Datum
13.03.2015
Erstellt
29.09.2026 00:00