V/0416/2024
Ortsmitte Gremmendorf: Umgestaltung des öffentlichen Raumes - Gestaltungskonzept und Verkehrstechnischer Entwurf (Planungsbeschluss)
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V-0416-2024-Anlage-5-Folgelastenberechnung
2401 Zeichen
Folgelastenberechnung Anlage 5 V/0416/2024 Aufgestellt am: 27.06.2024 Amt: 66 A Investitionsmaßnahme Produktgruppe 1201 Investitionsmaßnahme 4247 Jahr der Fertigstellung: 2030 Nutzungsdauer: 40 Jahre B Kapitalbedarf/ Finanzierung Euro % 1. Zuschüsse und Zuweisungen 1.892.700 28,49 2. Beiträge 0 0,00 3. Eigenanteil Stadt Münster 4.750.500 71,51 Gesamt-Kapitalbedarf 6.643.200 100,00 C Gesamtkosten der Investitionsmaßnahme Euro % 1. Grund und Boden 2. Baukosten 6.643.200 100,00 3. Beschaffungen (ohne Fahrzeuge) 4. Fahrzeug (e) Gesamtkosten 6.643.200 100,00 D Folgeaufwendungen pro Jahr Einmalig im Haushaltsjahr: Fortlaufend ab dem Haushaltsjahr: Euro % Personal- und Versorgungsaufwendungen, Zeilen 11, 12 Ergebnisplan 0,00 Sach- und Dienstleistungen, Zeile 13 Ergebnisplan 1. Instandhaltung der Grundstücke und baul. Anlagen 2. Instandhaltung des Infrastrukturvermögens 2031 66.432 21,87 3. Instandhaltung des sonstigen unbewegl. Vermögens 4. Haltung von Fahrzeugen 5. Bewirtschaftung der Grundstücke und baul. Anlagen Zwischensumme 66.430 21,87 Bilanzielle Abschreibungen, Zeile 14 Ergebnisplan 6. Bilanzielle Abschreibungen Zwischensumme 166.080 54,67 Sonstige ordentliche Aufwendungen, Zeile 16 Ergebnisplan 7. Mieten und Pachten 8. Sonstige Verwaltungs- und Betriebsaufwendungen Zwischensumme 0 0,00 Zinsen, Zeile 20 Ergebnisplan 9. Fremdkapitalzinsen 71.260 23,46 NACHRICHTLICH: Zinsen (3,00 %) 71.260 € p.a. + Tilgung 142.520 € p.a. = Schuldendienst 213.780 € p.a. Summe Folgeaufwendungen 303.770 100,00 E Folgeerträge pro Jahr Einmalig im Haushaltsjahr: Fortlaufend ab dem Haushaltsjahr: Euro % 1. Zuweisungen und Zuschüsse für lfd. Zwecke 2. Auflösung Sonderposten (Zuwendungen und Beiträge) 2031 47.320 100,00 3. Benutzungsgebühren und ähnliche Entgelte 4. Mieten und Pachten 5. Sonstige Verwaltungs- und Betriebserträge Summe Folgeerträge 47.320 100,00 Einmalig im Haushaltsjahr: Fortlaufend ab dem Haushaltsjahr: Euro F Entfallende Aufwendungen pro Jahr G Entfallende Erträge pro Jahr H Folgelasten (D-E-F+G) pro Jahr Euro insgesamt 256.450 in % der Gesamtkosten (vgl. C) 3,86 I Folgeinvestitionen Zeitpunkt Euro J Erläuterungen Ortsmitte Gremmendorf - Umgestaltung des öffentlichen Raumes: Gestaltungskonzept Bereitstellung von Verkehrsflächen und –anlagen Albersloher Weg, Bereich Yorkkaserne Folgelastenberechnung (Ermittlung der haushaltsrelevanten Erträge und Aufwendungen)
Anlage A
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Anlage A zur V/0416/2024 Kurzüberblick Für die Gremmendorfer Ortsmitte wurde – unter breiter Einbindung der Öffentlichkeit, Eigentüme- rinnen und Eigentümern sowie Gewerbetreibenden – ein Gestaltungskonzept erstellt. Aus dem Konzept des Büros scape Landschaftsarchitekten entwickelte das Büro nts einen Verkehrstechni- schen Entwurf. Mit der Vorlage sollen die beiden Planwerke beschlossen und die Freigabe für den Beginn der Ausführungsplanungen (Straßen- und Kanalbau) eingeholt werden. Die ausgear- beiteten Ausführungsplanungen werden den politischen Gremien in weiteren Vorlagen abschlie- ßend zur Beschlussfassung vorgelegt (Baubeschlüsse). Mit der vorliegenden Vorlage werden außerdem das bisherige Planverfahren sowie der aktuelle Planstand in einem bebilderten Bericht dargestellt. In der Begründung zur Vorlage wird ausführ- lich auf die in der Beteiligung geäußerten Anregungen, Bedenken und Hinweise eingegangen (Abwägung). Durch das begleitende Zentrenmanagement mit einer hauptamtlichen Zentrenma- nagerin bzw. einem Zentrenmanager wird sichergestellt, dass auch im weiteren Planungsprozess, sowie während der Bauzeit, eine kontinuierliche Einbindung der Anliegenden und weiterer Betei- ligter erfolgt. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Mit der Umgestaltung der Ortsmitte sind folgende Zielsetzungen verbunden: Schaffung eines attraktiven und zukunftsfähigen Zentrums für den Stadtteil Abmilderung der trennenden Wirkung des Albersloher Weges durch funktionale und visu- elle Verbindung der Zentrumsbereiche York-Quartier und Gremmendorfer Meile Attraktivierung der Gremmendorfer Meile Gestaltung des Yorkshire-Platzes als lebendigen neuen Stadtplatz mit vielfältigen Nutzun- gen (zum Beispiel Wochenmarkt); als Visitenkarte und Gelenkpunkt deutliche Erhöhung der Verkehrssicherheit, insbesondere für Zufußgehende und Radfah- rende Entwicklung zeitgemäßer Mobilitätslösungen Finanzierung Produktgruppe: 1201 1101 Bereitstellung von Verkehrsflächen und -anlagen Abwasserbeseitigung Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja X Nein Auswirkungen auf den Finanzplan X Ja Nein Im Haushaltsplan 2024 enthalten? Ja Nein X teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? X Ja Nein Bereits veranschlagt? Ja X Nein Für die Umsetzung des Verkehrstechnischen Entwurfs (Anlage 4) ist derzeit von Herstellungskos- ten in Höhe von rd. 9.240.000 € auszugehen. Hierbei handelt es sich lediglich um eine grobe Kos- tenschätzung. Es wird aktuell mit Zuwendungen in Höhe von ca. 1.890.000 € gerechnet. Detaillier- te Aussagen zu den tatsächlichen Zuwendungen sind erst im Rahmen der nachfolgenden Ausfüh- rungsplanungen möglich. Die zur Finanzierung erforderlichen Ermächtigungen sind im Haushaltsplan 2024 bei den o.g. In- vestitionsmaßnahmen nur teilweise veranschlagt. Im Rahmen der Aufstellung des Haushaltsplan- entwurfs 2025 werden die erforderlichen Ermächtigungen und die damit zusammenhängenden Einzahlungen für die Investitionsmaßnahmen an die voraussichtlichen Investitionskosten ange- passt. Dabei werden die Mehrbedarfe gegenüber der bisherigen Veranschlagung innerhalb des investiven Budgets des Dezernates für Planung, Bau und Wirtschaft kompensiert. Die Planungen für den Yorkshire-Platz und der nördlich angrenzenden privaten Stellplatzanlage sowie die kleineren privaten Freiflächen am nördlichen und südlichen Ende der Gremmendorfer Meile liegen außerhalb des Planungsbereichs des Verkehrstechnischen Entwurfs (vgl. Anlage 1 - Übersichtsplan) und sind daher in den Kosten nicht enthalten. Die Planungs- und Baukosten für die Produktgruppe 1101 (Abwasserbeseitigung) werden durch die Abwassergebühr vollständig refinanziert. Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig X überwiegend freiwillig vollständig freiwillig Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Die Querschnittsthemen Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz und Migration sind betroffen. Die Schaffung einer attraktiven Ortsmitte ist für alle Menschen in Gremmendorf von Bedeutung. Sie wird von Menschen unterschiedlichsten Alters, Herkunft und sozialem Status besucht. Die Anforderungen an eine barrierefreie Gestaltung sollen berücksichtigt werden. Die Planung hat Auswirkungen auf die Alltagsmobilität. Durch diverse Konzeptinhalte (u.a. Reduktion des Kfz- Parkens, neue Querungsmöglichkeiten über den Albersloher Weg, breitere Radwege, attraktive Stellplatzangebote für Radfahrende, …) wird ein Beitrag für den Klimaschutz geleistet.
V-0416-2024-Anlage-1-Planungsbereiche
228 Zeichen
privateStellplatzanlageprivateFreiflächen privateFreiflächen Anlage 1 zur Vorlage Nr. V/0416/2024 Maßstab 1:2500Planungsbereiche:Planungsbereich Gestaltungskonzept (Anlage 3)Planungsbereich Verkehrstechnischer Entwurf (Anlage 4)
V-0416-2024-Anlage-2-Bericht
63564 Zeichen
Stadtplanungsamt
Ein neues Stadtteilzentrum für Gremmendorf:
„Aus zwei Teilen ein Ganzes machen“
Dokumentation des bisherigen Planungsprozesses
Entwurf zur Beschlussfassung
Anlage 2 zur Vorlage Nr. V/0416/2024
Entwurf zur Beschlussfassung
Inhalt
1. Ein neues Stadtteilzentrum für Gremmendorf - Aus 2 wird 1 5
1.1 I ntegration des York-Quartiers als Aufgabe 6
1.2 D ie Gremmendorfer Meile heute: Mängel und Potenziale 7
1.3 T rennwirkung des Albersloher Weges 9
1.4 F azit: Aus zwei Teilen ein Ganzes machen 1 0
1.5 En twicklungsempfehlungen des Büros Stadt + Handel 1 1
1.6 D er Beteiligungsprozess 1 3
2. Das Gestaltungskonzept 1 9
2.1 Z ielsetzung und Konzeptidee 2 0
2.2 D ie wichtigsten Entwurfsmerkmale auf einen Blick 2 2
2.3 W eitere Ideen aus der Studie von Stadt + Handel 3 8
3. So geht es weiter 4 1
3.1 W eiterer Planungsprozess 4 2
3.2 E in Zentrenmanagement für Gremmendorf 4 3
Bildnachweis 46
Impressum 47
Ein neues
Stadtteilzentrum
für Gremmendorf
Aus 2 wird 1
1
KAPITEL
6
Ein neues Stadtteilzentrum für Gremmendorf - Aus 2 wird 1
Entwurf zur Beschlussfassung
1.1 Integration des York-Quartiers als Aufgabe
Der Stadtteil Gremmendorf steht vor einem
dynamischen Wachstum. Auf den Flächen
der ehemaligen York-Kaserne – westlich des
Albersloher Weges gelegen – entsteht der -
zeit ein komplett neues Stadtquartier. Auf ca.
50 ha Fläche werden ca. 1.800 Wohnungen
entstehen und den heute ca. 12.000 Einwoh -
nerinnen und Einwohner zählenden Stadt -
teil um bis zu 6.000 Einwohnerinnen und
Einwohnern anwachsen lassen (vgl. Abb. 1).
Mit dem York-Quartier wird ein urbanes
Stadtquartier entwickelt, das neben dem
Wohnen auch Möglichkeiten zum Arbeiten
und zur Freizeitgestaltung bietet. Deshalb
spielt die Ausstattung mit neuen Infrastruk -
turangeboten eine besondere Rolle. Als Teil
des zukünftigen Bürgerparks entstehen
eine vierzügige Grundschule mit Sporthal -
le, zwei Kitas sowie das Bürgerhaus, das
Abbildung 1: Ein neuer Stadtteil im Stadtteil: Das York-Quartier in Gremmendorf
im ehemaligen Offizierskasino (vgl. Abb. 2)
seine Heimat finden und ein zentraler An -
laufpunkt für ganz Gremmendorf werden
soll. Der Park und seine Einrichtungen sind
als Bestandteil der Ortsmitte zu begrei -
fen, wenngleich sie nicht Gegenstand des
hier dokumentierten Planungsprozesses
sind. Das Gestaltungskonzept stellt die -
se nachrichtlich dar (vgl. Abschnitt 2.2).
NORD
Wenig Raum für
Außengastronomie,
Warenpräsentation
und den Radverkehr
7
Entwurf zur Beschlussfassung
1.2 D ie Gremmendorfer Meile heute: Mängel und
Potenziale
Der Stadtteil Gremmendorf hat sich fast
vollständig östlich des Albersloher Weges
entwickelt. Auch das bestehende Stadtteil -
zentrum ist hier als Aneinanderreihung von
Wohn- und Geschäftshäusern, die über einen
Parallelfahrstreifen vom Albersloher Weg er -
schlossen werden, entstanden. Das Angebot
in der „Gremmendorfer Meile“ setzt sich aus
kleinteiligem Einzelhandel und zentrener -
gänzenden Funktionen zusammen und weist
erkennbare Mängel auf (vgl. auch Abb. 3 und
4). Die Dominanz des Parksuchverkehrs so -
wie des ruhenden Verkehrs führt insgesamt
zu einer schwer zu überblickenden Situation,
die insbesondere für den Radverkehr Risiken
birgt. Insbesondere die derzeitigen senkrecht
zum Fahrstreifen angeordneten Kfz-Stellplät -
ze sind in diesem Zusammenhang kritisch zu
werten. Durch die vorgesehene Führung der
Veloroute Sendenhorst – Albersloh – Müns -
ter entlang des Albersloher Weges wird eine
Umgestaltung der Gremmendorfer Meile un-
ausweichlich.
Der fließende und ruhende Verkehr insge -
samt, unattraktive Asphaltflächen und Geh -
wege und ein hoher Versiegelungsgrad do -
minieren das Bild. All dies trägt zu einer sehr
geringen Aufenthaltsqualität bei. Die Breite
der Gehwege lässt an vielen Stellen nur we -
nig Raum für die Außengastronomie, Waren -
auslagen oder Abstellmöglichkeiten für Fahr -
räder, geschweige denn für Lastenräder. Der
Raum für Zufußgehende ist stark begrenzt
und entlang der Gebäudefassaden fehlen
schattenspendende und qualitätssteigernde
Baumstandorte.
Demgegenüber wartet die Gremmendorfer
Meile jedoch auch mit einer Vielzahl an bis -
lang nicht gehobenen Potenzialen auf. Hierzu
zählen insbesondere der über die Jahrzehnte
gewachsene inhabergeführte Einzelhandel
sowie die zentrenergänzenden Funktionen.
Neben einer Sparkasse und einer Postfiliale
sind weitere ladenähnliche Dienstleistungen
vertreten. Die bestehenden gastronomi -
schen Angebote bieten u.a. mit dem Bistro
Tayibat oder den Eiscafés Salvo und Sicurini
große Potenziale, gerade mit Blick auf eine
Ausdehnung der Außengastronomie.
Abbildung 2: Das ehemalige Offizierskasino soll als Be -
standteil des zukünftigen Bürgerparks in ein Bürgerhaus
verwandelt werden
Bei einer – in Relation zum Bestand – so groß-
formatigen Stadtteilerweiterung kommt es
entscheidend auf eine gelungene Integration
des Stadtquartiers in den Stadtteil an. Das
York-Quartier benötigt eine vorzeigbare Ad -
resse zum Albersloher Weg. Hierfür soll die
Neugestaltung der Gremmendorfer Orts -
mitte einen entscheidenden Beitrag leisten.
8
Ein neues Stadtteilzentrum für Gremmendorf - Aus 2 wird 1
Entwurf zur Beschlussfassung
Abbildung 3: Die Gremmendorfer Meile heute: Unsichere Radverkehrsführung, Dominanz des ruhenden
Verkehrs, hoher Versiegelungsgrad
Abbildung 4: Die Gremmendorfer Meile heute: Beengte Gastronomieflächen, unattraktive Gehwege, Ver -
kehr dominiert die Stimmung
Bis zu 6.000 Neu-
bürgerinnen und
Neubürger als große
Chance
9
Entwurf zur Beschlussfassung
1.3 T rennwirkung des Albersloher Weges
und der damit verbundene Kaufkraftanstieg
mit bis zu 6.000 neuen Gremmendorferin -
nen und Gremmendorfern (vgl. Abschnitt
1.1) bieten zukünftig großes Potenzial für die
Weiterentwicklung der Ortsmitte und kön -
nen für einen deutlichen Anstieg der Kun -
denfrequenz sorgen.
Als weiterer Gunstfaktor sind der reichhalti -
ge und charakteristische Baumbestand und
die bestehenden Grünflächen zu nennen.
Das Gegenüber auf der Westseite bilde -
te seit den 1930er Jahren das weiträu -
mige, abgeschlossene Areal der York-Ka -
serne. Zur heutigen Trennung trägt auch
der vierstreifig ausgebaute Albersloher
Weg bei, der als eine der radialen Ver -
kehrsachsen von Münster aktuell mit ca.
27.000 Kfz/Tag befahren wird (vgl. Abb. 5).
Die Trennwirkung stellt nicht nur in städte -
baulicher und stadtgestalterischer Sicht ein
Problem dar. Die derzeit unterdurchschnitt -
liche Nahversorgungssituation in Grem -
mendorf soll durch die Neuansiedlung eines
Lebensmittelvollsortimenters, eines Lebens -
mitteldiscounters und eines Drogeriemark -
tes am östlichen Rand des York-Quartiers
entscheidend verbessert werden. Auch
hierfür ist es jedoch unabdingbar, dass
die trennende Wirkung des Albersloher
Weges bestmöglich abgemildert wird.
Um die Leistungsfähigkeit der Hauptverkehrs-
achse Albersloher Weg zu erhalten, müssen
die vier bestehenden Fahrstreifen erhalten
bleiben. Eine Reduzierung der Höchstge -
schwindigkeit von 50 auf 30 km/h kann bis
Abbildung 5: Der Albersloher Weg trennt das neue
York-Quartier vom gewachsenen Teil Gremmendorfs
Darüber hinaus haben sich an der Grem -
mendorfer Meile mehrere Arztpraxen und
zwei Apotheken angesiedelt. Sie bieten eine
Grundlage für Kopplungsmöglichkeiten im
Zentrum – vom Arztbesuch über das Einkau -
fen bis zum Treffen von Bekannten im Café.
Auch die Ansiedlung der Drogeriemarktket -
te Rossmann wird für eine weitere Belebung
sorgen. Eine im Auftrag der Stadt Münster er-
stellte Studie des Dortmunder Planungsbü -
ros Stadt + Handel stellt sehr deutlich heraus,
dass für das Stadtteilzentrum Gremmendorf
zweifelsohne Aufwertungschancen vorhan -
den sind. Die Entwicklung des York-Quartiers
auf Weiteres jedoch nicht erfolgen. Trotz
dieser Rahmenbedingungen bietet der Ver -
kehrsraum, insbesondere durch den vorhan -
denen, charakteristischen Baumbestand, Po -
tenziale für zeitgemäße Lösungen.
Stadtteilzentrum
mit attraktiven und
zeitgemäßen Versor-
gungsangeboten
10
Ein neues Stadtteilzentrum für Gremmendorf - Aus 2 wird 1
Entwurf zur Beschlussfassung
1.4 Fazit: Aus zwei Teilen ein Ganzes machen
Die im vorherigen Abschnitt beschriebe -
nen Herausforderungen, Mängel und Po -
tenziale – Integration des York-Quartiers in
den Stadtteil, Zustand der Gremmendorfer
Meile, Trennwirkung des Albersloher Weges
– zeigen überdeutlich, dass für das Stadtteil -
zentrum ein hoher Handlungsdruck besteht.
„Zwei Teile – ein Zentrum“. Das große Poten-
zial eines um ca. 6.000 Einwohnerinnen und
Einwohner wachsenden Stadtteiles soll dazu
genutzt werden, beide Teile des Zentrums –
die bestehende Gremmendorfer Meile und
die neu zu schaffende Westseite um den
Yorkshire-Platz – zu einer zusammenhän -
gend gestalteten und erlebbaren Ortsmitte
mit einer attraktiven und zeitgemäßen Band-
breite an Versorgungsangeboten zu entwi -
ckeln. Die Barrierewirkung des Albersloher
Weges soll entsprechend gemildert werden.
Die künftige Ortsmitte Gremmendorf ergibt
sich aus der Verbindung von alt und neu.
Das Büro Stadt + Handel hatte sich zu Beginn
des Planungsprozesses vertiefend mit den
Standortanforderungen und Potenzialen
des Stadtteilzentrums auseinandergesetzt
und gemeinsam mit der Stadt Münster ein
Entwicklungsleitbild formuliert (vgl. Abb. 6).
Das Leitbild sieht einen nördlichen Schwer -
punkt von Handel in zwei Einkaufslagen – der
Gremmendorfer Meile und der Bereich des
Yorkshire-Platzes – vor. Die Konzentration
von Handelsnutzungen im nördlichen Be -
reich des Stadtteilzentrums ist bereits in der
heutigen Funktionsstruktur angelegt. Es be -
steht darüber hinaus das Potenzial, höhere
Kundenfrequenzen und positive Ausstrah -
lungseffekte auf die umliegenden Bereiche
zu erzeugen.
Mit der Entwicklung beider Seiten des Al -
bersloher Wegs können Stärken der jeweili -
gen Lage herausgearbeitet werden sowie eine
Profilierung und „Arbeitsteilung“ ermöglicht
werden. Das Stadtteilzentrum soll als kom -
pakter, zeitgemäßer und generationenüber -
greifender Versorgungsstandort profiliert
werden. Beide Teile sollen zu einem Stadt -
teilzentrum zusammenwachsen, in dem sich
Alteingesessene und Neubürgerinnen und
Neubürger gleichermaßen wohlfühlen. Eine
Abbildung 6: Entwicklungsleitbild für das Stadtteilzentrum Gremmendorf, Büro Stadt + Handel. Als Plan -
grundlage diente hier noch der Masterplan für das York-Quartier von 2016 (Arbeitsgemeinschaft Lorenzen
et al.)
NORD
11
Entwurf zur Beschlussfassung
sinnvolle Betriebsansiedlung auf beiden Sei -
ten des Albersloher Wegs ermöglicht künf -
tig Kopplungen zwischen den Angeboten
am Yorkshire-Platz und der Gremmendorfer
Meile. Im Vergleich zu anderen Stadtteilzen -
tren in Münster verfügt Gremmendorf über
eine geringere Ausstattung im Bereich Ein -
zelhandel. Dementsprechend ergeben sich
hier Potenziale für weitere Ansiedlungen.
Grundsätzlich sollen die vorhandenen klein -
teiligen Strukturen gestärkt werden. Bei der
Entwicklung der Einzelhandelsbereiche im
York-Quartier ist dafür Sorge zu tragen, dass
hier keine Angebote geschaffen werden, die
eine Konkurrenz für die etablierten Nutzun -
gen in der Gremmendorfer Meile darstellen.
Aktuell befindet sich der Wochenmarkt au -
ßerhalb der Ortsmitte am Gremmendorfer
Weg. Aufgrund seiner positiven Auswirkun -
gen – unter anderen sind höhere Kundenfre -
quenzen und Kopplungseffekte zu erwarten
– soll dieser auf den Yorkshire-Platz verlagert
werden.
Es soll ein neuer zukunftsgerichteter Stadt -
raum entstehen, in dem der Mensch und sei -
ne Bedürfnisse in den Mittelpunkt gerückt
werden. Die Trennwirkung des Albersloher
Weges soll so gut wie möglich abgemildert
werden. Aus diesem Anspruch ergibt sich
das entwurfsbestimmende Leitbild „Aus
zwei Teilen ein Ganzes machen“. Sowohl das
historisch gewachsene Stadtteilzentrum
mit der Gremmendorfer Meile, als auch der
Zukunftsstandort York-Quartier sollen pro -
sperieren und für die Menschen und seine
Bedürfnisse einstehen. Es soll ein zusammen-
hängender Ort entstehen, an dem Menschen
generationsübergreifend zusammenkom -
men und teilhaben.
1.5 Entwicklungsempfehlungen des Büros
Stadt + Handel
Aus dem im vorherigen Abschnitt skizzier -
ten Entwicklungsleitbild hat das Büro Stadt
+ Handel Entwicklungsempfehlungen abge -
leitet, die im Folgenden zusammengefasst
werden. Ausgewählte Ideen und Lösungsvor -
schläge zu diesen Empfehlungen werden im
Abschnitt 2.3 benannt.
Insgesamt können durch die Neuentwick -
lung am Yorkshire-Platz und neuer öf -
fentlicher sowie sozialer Einrichtungen im
Bürgerpark „Ausstattungslücken“ für das
Stadtteilzentrum geschlossen werden. Ins -
besondere kann mit der geplanten Ansied -
lung eines Lebensmittel-Vollsortimenters,
eines Lebensmittel-Discounters und eines
Drogeriemarktes am Yorkshire-Platz die
Nahversorgung in Gremmendorf entschei -
dend gestärkt werden. Abgesehen hiervon
weist das bestehende Stadtteilzentrum le -
diglich vereinzelte „Ausstattungslücken“ wie
z. B. ein Sanitätshaus, ein Optiker/ Hörakus -
tiker, eine Fußpflege, ein Schlüsseldienst, ein
Restaurant oder eine Bar auf. Diese Angebote
finden sich zum Teil allerdings im Siedlungs -
bereich von Gremmendorf-Ost wieder. Um
die Kopplungspotenziale zwischen dem
Yorkshire-Platz und dem Albersloher Weg zu
ermöglichen, muss die „Trennwirkung“ des
Albersloher Wegs ausgeglichen und das An -
gebot in der Gremmendorfer Meile gestärkt
werden. Durch die Neuentwicklungen am
Yorkshire-Platz verändern sich voraussicht -
lich die Laufbeziehungen im Zentrum. Die
Gremmendorfer Meile wird durch gegen -
überliegende Ankernutzungen ergänzt. Eine
Stärkung des neuen „Einkaufs-Pols“ sollte
auch städtebaulich-funktional unterstützt
werden. Der Yorkshire-Platz sollte temporär
zusätzlich durch Veranstaltungen und Märk -
te sowie dauerhaft durch eine attraktive
Außengastronomie bespielt werden. Die
Platzgestaltung sollte sich dabei an den Nut -
zerbedürfnissen ausrichten. Ein Ärztehaus
Kombinierte Umset-
zung öffentlicher und
privater Maßnahmen
12
Ein neues Stadtteilzentrum für Gremmendorf - Aus 2 wird 1
Entwurf zur Beschlussfassung
Abbildung 7: Erfüllungsgrad der Zielkriterien für zentrale Versorgungsbe -
reiche: Einzelhandelsausstattung und zentrenergänzende Funktionen
könnte am östlichen Rand des York-Quar -
tiers derart entwickelt werden, dass min -
destens eine Gemeinschaftspraxis in der
Gremmendorfer Meile verbleibt. Arztpraxen
können dabei auch als „Frequenzbringer“ für
Einzelhandel und Gastronomie fungieren.
Einige Immobilien in der Gremmendor -
fer Meile zeigen Entwicklungsbedarfe bzw.
-potenziale zur Stärkung der gewerbli -
chen Nutzungen. Beratungen und ggf. För -
derungen können hier unterstützen. Ein
Immobilienstammtisch könnte dabei die
Zusammenarbeit verschiedener Akteure
verstetigen und fördern. Ein potenzieller
Nutzungswandel im südlichen Teil des zen -
tralen Versorgungsbereichs kann z. B. aktiv
durch Beratungen, Städtebauförderung oder
öffentliche Nutzungen unterstützt und be -
gleitet werden. Die aktive Immobilienent -
wicklung in der Gremmendorfer Meile kann
insgesamt einen wichtigen Beitrag für das
„Zusammenwachsen“ des neuen und alten
Lagebereichs leisten. „Weiche Maßnahmen“
wie eine gemeinsame Marketingstrategie
für das Stadtteilzentrum spielen eine wich -
tige Rolle für eine gemeinsame Identität im
Stadtteil und eine neue Außenkommunika -
tion. Gewerbetreibende und Immobilienei -
gentümerinnen und -eigentümer können
hierzu „an einen Tisch“ gebracht werden.
Der Aufenthalt im Stadtteilzentrum sollte
durch Services, Sicherheit, kommerzielle
und nicht-kommerzielle Sitzmöglichkeiten,
Fahrradfahrerfreundlichkeit, Barrierefreiheit
für Seniorinnen und Senioren und junge Fa -
milien ansprechend gestaltet sein.
Zentral für eine Weiterentwicklung des
Stadtteilzentrums ist die kombinierte Um -
setzung öffentlicher und privater Maßnah -
men. Losgelöste Einzelmaßnahmen sind
hingegen nur wenig erfolgsversprechend.
Wichtig für die weitere erfolgreiche Umset -
zung sind die Einbeziehung der Betroffenen
sowie die transparente Bereitstellung von
Informationen.
13
Entwurf zur Beschlussfassung
1.6 Der Beteiligungsprozess
Angesichts der hohen Bedeutung des Projek -
tes für die Stadtteilentwicklung verfolgte die
Stadt Münster von Beginn an einen partizi -
pativen Planungsansatz. Bereits im Rahmen
der Perspektivplanung für das York-Quartier
2012/2013 wurde nicht nur über die künfti -
ge Nutzung des Kasernengeländes, sondern
auch über Lösungsmöglichkeiten für das
Stadtteilzentrum nachgedacht.
Ein erster Entwurf des im vorliegenden Be -
richt präsentierten Gestaltungskonzepts für
die Ortsmitte wurde erstmalig im Februar
2022 vorgestellt. Neben zwei weiteren In -
formationsveranstaltungen sowie den sepa -
raten Veranstaltungen für die Eigentümerin -
nen, Eigentümer und Gewerbetreibenden im
Bereich der Gremmendorfer Meile wurden
mit dem Lenkungskreis Gremmendorf und
dem Zentrenbeirat im Zusammenhang mit
dem Zentrenmanagement weitere Betei -
ligungsmöglichkeiten geschaffen (vgl. Ab -
schnit t 3. 2).
2012/2013: Perspektivplanung für das York-Quartier
Im Rahmen der Perspektivplanung ging es
primär darum, für die York-Kaserne einen
städtebaulichen Rahmen für den darauf auf -
bauenden Masterplan zu definieren. Mit den
interessierten Bürgerinnen und Bürgern, Pla -
nenden, Expertinnen und Experten wurde in
den Workshops, Foren und Plenumsdiskus -
sionen auch die Entwicklung des Stadtteil -
zentrums thematisiert. Die Schaffung eines
neuen Identifikationspunktes für den Stadt -
teil Gremmendorf mit attraktiven Platzräu -
men und Freiflächen für alte und neue Be -
wohnerinnen und Bewohner des Stadtteils
wurde als Zielvorstellung definiert. Es wurde
festgehalten, die Gremmendorfer Meile zu
ertüchtigen und den bestehenden Einzel -
handel durch ergänzende Handelsangebote
im York-Quartier zu stärken. Ein lebendiger
neuer Stadtplatz im Zentrum mit vielfälti -
gen Nutzungen sollte als Visitenkarte und
Gelenkpunkt ausgebildet werden. Bereits
damals wurde die Überwindung der Barriere
des Albersloher Weges zum Ziel erklärt. Die
gemeinsam erarbeitete städtebauliche Zu -
kunftsperspektive wurde im „Perspektivplan
York-Kaserne“ zusammengefasst.
22.02.2022: Online-Infoveranstaltung für Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Ge -
werbetreibende
Für die Eigentümerinnen und Eigentümer
sowie Gewerbetreibenden im Bereich der
Gremmendorfer Meile fand im Vorfeld der
öffentlichen Informationsveranstaltung ein
separater Online-Termin statt. Jens Nuß -
baum vom Büro Stadt + Handel stellte zu
Beginn der Veranstaltung klar, dass das Zu -
sammenwachsen der beiden Seiten des Al -
bersloher Weges nur gelingen kann, wenn
sich auch die Gremmendorfer Meile wei -
terentwickelt. Hierbei wurden auch erste
Ansatzpunkte für ein mögliches Zentrenma -
nagement genannt. Der erste Vorentwurf
des Gestaltungskonzeptes wurde vom Büro
scape präsentiert. Die vorgeschlagene Redu -
zierung von Kfz-Stellplätzen wurde teilweise
sehr kritisch aufgenommen. Von besonde -
rem Interesse war auch die Frage, ab wann
und in welchem Zeitrahmen durch die Bau -
maßnahmen Einschränkungen für die Kauf -
leute und Bewohnerinnen und Bewohner zu
erwarten sind. Es wurde vonseiten der Stadt
klargestellt, dass für die Anliegenden keine
Erschließungsbeiträge anfallen.
Informationsveran -
staltungen: Mehr
Anmeldungen als
Plätze
14
Ein neues Stadtteilzentrum für Gremmendorf - Aus 2 wird 1
Entwurf zur Beschlussfassung
23.02.2022: Online-Infoveranstaltung für die Öffentlichkeit
Ebenso wie die vorangegangene gesonderte
Infoveranstaltung fand die öffentliche Vor -
stellung des Vorentwurfs pandemiebedingt
in Form einer Videokonferenz statt. Hierbei
stand neben ersten Ideen zum Zentrenma -
nagement insbesondere der Entwurf für die
freiraumplanerische Umgestaltung des Zent -
rums im Fokus. Über die Chatfunktion hatten
die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit,
Fragen, Anregungen, Bedenken und Hinwei -
se an die Planenden weiterzuleiten. Hiervon
wurde ausgiebig Gebrauch gemacht. In der
Veranstaltung wurden insbesondere die
Themenfelder Parkplatzangebot, Vegetation
und Baumbestand, Fuß- und Radverkehr, Bar-
rierefreiheit, Verkehrsbelastung sowie allge -
meine verkehrsplanerische Fragestellungen
behandelt. Auf die zahlreichen Fragen wurde
so gut wie möglich eingegangen. So wurde
beispielsweise dargelegt, weshalb eine Tun -
nel- bzw. Brückenlösung für den Albersloher
Abbildung 8: Plakat Einladung zur Online-Infoveranstaltung
am 23.02.2022
Weg ebenso ausscheidet wie die sofortige
Einführung von Tempo 30 und die Einführung
von Shared Space und auch die Reduzierung
der Fahrstreifen des Albersloher Weges keine
Option darstellt. Bezogen auf die Stellplatzsi-
tuation in der Gremmendorfer Meile wurden
sowohl Stimmen laut, die eine deutlichere
Einschränkung des Kfz-Verkehrs bis hin zu
einem Entfall sämtlicher Stellplätze zum In -
halt hatten, wie auch solche, das derzeitige
Stellplatzangebot beizubehalten oder sogar
auszubauen. Die eingegangenen Beiträge
wurden anschließend ausgewertet und nach
Abwägung und Abstimmung mit den Betei -
ligten teilweise im neuen Planentwurf be -
rücksichtigt. Die zentralen Themen wurden
in einer FAQ-Liste (mit grundlegenden Fra -
gen und Antworten) zusammengefasst und
auf der Internetpräsenz der Stadt Münster
veröffentlicht.
15
Entwurf zur Beschlussfassung
14.02.2023: Veranstaltung zum Auftakt des Zentrenmanagements
Anlässlich des Einstiegs in das Zentrenma -
nagement lud die Stadtverwaltung alle inte -
ressierten Bürgerinnen und Bürger zu einer
Informationsveranstaltung in das ehemalige
Offizierskasino im York-Quartier ein. Es gab
weit mehr Anmeldungen für die Veranstal -
tung als Personen in den Saal passten, wes -
halb im Nachgang eine Online-Videoauf -
zeichnung zur Verfügung gestellt wurde. Im
Fokus der Veranstaltung standen die Vorstel -
lung des gerade initiierten Zentrenmanage -
ments für Gremmendorf, die Entwicklungen
im York-Quartier sowie der aktuelle Plan -
stand des Gestaltungsentwurfes.
Die Vertreterinnen und Vertreter des Büros
Stadt + Handel erläuterten Aufgabe, Zielset -
zung und Aufbau des Zentrenmanagements
und gaben einen Ausblick auf das künftige
Angebot. Es wurde herausgestellt, dass durch
das Zentrenmanagement eine engere Einbin-
dung der Gremmendorferinnen und Grem -
mendorfer erreicht werden soll: Die Experti -
se vor Ort soll gewinnbringend in den Prozess
eingebunden werden. Durch das Interview
mit Jan Christoph Borghorst (Vorsitzender
des Gewerbevereins Gremmendorf-Angel -
modde e.v. und Inhaber der Linden-Apothe -
ke) und Bilal Allouch (Geschäftsführer von
Tayibat Feinkost) erhielt auch die Perspekti -
ve der Gewerbetreibenden in Gremmendorf
thematisch Einzug in die Veranstaltung.
Darüber hinaus gab die Stadt einen Überblick
über den aktuellen Stand des Gestaltungs -
entwurfs. Die Nachfragen, Anregungen und
Hinweise bezogen sich auf die Themenfelder
Verkehrsberuhigung und Parkraumangebo -
te, Ampelschaltung, Baum- und Strauchbe -
stand und Außengastronomie.
Abbildung 9: Großes Interesse an den Ent -
wicklungen in Gremmendorf bei der Infor -
mationsveranstaltung am 14.02.2023
Abbildung 10: Jan Christoph Borghorst
(zweiter von rechts) und Bilal Allouch
(rechts) gaben als Gewerbetreibende Aus-
kunft über aktuelle Investitionen und ihre
Wünsche für die Zukunft Gremmendorfs
16
Ein neues Stadtteilzentrum für Gremmendorf - Aus 2 wird 1
Entwurf zur Beschlussfassung
14.11.2023: Weitere Infoveranstaltung für Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Ge -
werbetreibende
An der Infoveranstaltung im Gremmendorfer
Friedenskrug nahmen rund 20 Personen teil.
Im Vordergrund stand die Frage, ob das vor -
geschlagene Parkraumkonzept für die Grem -
mendorfer Meile weiterverfolgt werden
kann. Die Resonanz auf den überarbeiteten
Gestaltungsentwurf war überwiegend po -
sitiv. Es wurden zugleich Hinweise und auch
Bedenken geäußert. Es wurde von den Ver -
treterinnen und Vertretern der Stadtverwal -
tung erneut herausgestellt, dass die Reduk -
tion von Kfz-Stellplätzen erforderlich ist, um
die angestrebte hohe Aufenthaltsqualität
und eine Steigerung der Verkehrssicherheit
zu erreichen. Erstmals wurden hierbei auch
fotorealistische Visualisierungen gezeigt, um
die gestalterischen und funktionalen Vorzü -
ge des geplanten Multifunktionsstreifens am
künftigen Boulevard (vgl. Abschnitt 2.2) bes -
ser zu veranschaulichen.
Abbildung 11: Vertreterinnen und Vertreter
der Stadtverwaltung und des Gewerbever -
eins Gremmendorf-Angelmodde e.V. beim
Informationsabend für Eigentümerinnen,
Eigentümer und Gewerbetreibende
14.02.2024: Weitere Infoveranstaltung für die Öffentlichkeit
Auch bei dieser Veranstaltung war das ehe -
malige Offizierskasino im York-Quartier mit
rund 180 Bürgerinnen und Bürgern restlos
ausgebucht. Wie im Vorjahr wurde daher im
Anschluss erneut eine Videoaufzeichnung
im Internet veröffentlicht. Der auf Grundla -
ge der bisherigen Rückmeldungen und Ab -
stimmungen der Planenden fortgeschriebe -
ne Gestaltungsentwurf wurde anhand der
inzwischen vorliegenden fotorealistischen
Visualisierungen erläutert. Ebenso wie im
vorangegangenen Termin mit den Eigentü -
merinnen, Eigentümern und Gewerbetrei -
benden stand erneut die Ausgestaltung der
Gremmendorfer Meile und das zugehörige
Parkraumkonzept im Fokus. Die Fragen und
Anregungen der Bürgerinnen und Bürger
waren zahlreich und vielschichtig. Thema -
tisiert wurden u.a. das Parken in der Grem -
mendorfer Meile und im Stadtteilzentrum
insgesamt, Belange des Radverkehrs, die
Nahversorgungslücke in Gremmendorf,
mögliche Querungen über den Albersloher
Weg, konsumzwangfreie Sitzgelegenheiten,
Einbindungsmöglichkeiten der Bürgerinnen
Abbildung 12: Erneut war die Informations -
veranstaltung restlos ausgebucht. Aufgrund
der großen Resonanz erfolgte auch dieses
Mal eine Videoaufzeichnung
17
Entwurf zur Beschlussfassung
Abbildung 13: Nach den Vorträgen und der
Fragerunde im Plenum hatten alle Teilneh -
menden die Möglichkeit, direkt mit den Pla -
nenden in den Austausch zu treten und ihre
Anmerkungen und Hinweise einzubringen
und Bürger, der Baumbestand, Anliefermög -
lichkeiten für die Ladenlokale sowie Anfor -
derungen an die Barrierefreiheit. Nach den
Vorträgen und der Fragerunde im Plenum
hatten alle Teilnehmenden die Möglichkeit,
direkt mit den Planenden in den Austausch
zu treten und erneut ihre Anmerkungen und
Hinweise einzubringen (vgl. Abb. 13). Darü -
ber hinaus konnten – und können weiterhin
– der Stadtverwaltung per E-Mail oder auch
telefonisch Anmerkungen und Hinweise zur
Planung mitgeteilt werden.
Das Gestaltungs-
konzept
2
KAPITEL
Ambitionierter Ent-
wicklungsvorschlag
für das Zusammen-
wachsen
20
Das Gestaltungskonzept
Entwurf zur Beschlussfassung
2.1 Zielsetzung und Konzeptidee
Basierend auf der Situationsanalyse, dem
formulierten Entwicklungsleitbild, den Ent -
wicklungsempfehlungen des Büros Stadt +
Handel (vgl. Abschnitte 1.4 und 1.5) und den
Anregungen und Bedenken der Bürgerinnen
und Bürger erarbeitete das Düsseldorfer
Büro scape Landschaftsarchitekten gemein -
sam mit der Stadt Münster ein Gestaltungs -
konzept. Unterstützt wurde es dabei durch
die verkehrsplanerische Expertise des Müns -
teraner Ingenieurbüros nts. Auf diese Weise
war sichergestellt, dass das zu entwickelnde
Konzept sowohl freiraumplanerischen An -
sprüchen, als auch verkehrstechnischen An -
forderungen gerecht wird.
Mit der Umgestaltung der Ortsmitte sind fol -
gende Zielsetzungen verbunden:
• Schaffung eines attraktiven und zu -
kunftsfähigen Zentrums für den Stadt -
teil
• Abmilderung der trennenden Wirkung
des Albersloher Weges durch funktio -
nale und visuelle Verbindung der Zent -
rumsbereiche York-Quartier und Grem -
mendorfer Meile
• Attraktivierung der Gremmendorfer
Meile
• Gestaltung des Yorkshire-Platzes als
lebendigen neuen Stadtplatz mit viel -
fältigen Nutzungen (zum Beispiel Wo -
chenmarkt); als Visitenkarte und Gelenk-
punkt
• deutliche Erhöhung der Verkehrssicher -
heit, insbesondere für Zufußgehende
und Radfahrende
• Entwicklung zeitgemäßer Mobilitätslö -
sungen
Die formulierten Ziele basieren auf dem ent -
wurfsbestimmenden Leitbild „aus zwei Tei -
len ein Ganzes machen“ (vgl. Abschnitt 1.4)
und sollen dazu beitragen, dass sich ein Ort
für alle Menschen manifestiert, ein Identifi -
kationspunkt und Kristallisationsort, der die
unterschiedlichen Belange und Bedürfnisse
der Gremmendorferinnen und Gremmen -
dorfer möglichst gut in Einklang bringt.
Das Gestaltungskonzept formuliert einen
ambitionierten Entwicklungsvorschlag für
das Zusammenwachsen des bestehenden
Stadtteilzentrums (Gremmendorfer Meile)
mit dem York-Quartier und zeigt eine neue
Qualität im öffentlichen Raum auf, der iden -
titätsprägend für das neue Stadtteilzent -
rum sein soll. Das Konzept beinhaltet neben
stadtgestalterischen und funktionalen An -
forderungen auch Aspekte der ökologischen
Stadtentwicklung.
Zentrale Figuren der Planung sind der York -
shire-Platz sowie das grüne Rondell, das
sowohl optisch als auch funktional ein Bin -
deglied der zwei Teilbereiche beidseits des
Albersloher Weges darstellt. Dem Yorkshi -
re-Platz steht die Neugestaltung der Grem -
mendorfer Meile gegenüber. Auf begrenztem
Raum werden in der Meile vielfältige Ansprü-
che berücksichtigt. Das Konzept sieht hier
einen großzügigen Boulevard zum Flanie -
ren und Verweilen vor und einen völlig neu
aufgeteilten Verkehrsraum, der ein sicheres
Nebeneinander von Radverkehr (Veloroute),
Fahrzeugen sowie Anlieferverkehr gewähr -
leistet. Eine Erhöhung der Verkehrssicher -
heit wird zudem durch die Neuordnung des
Kfz-Parkens erreicht. Eine Besonderheit ist
der in diesem Zusammenhang geplante Mul -
tifunktionsstreifen, der je nach Bedarf dem
Kfz-Parken dient oder dem Boulevard zuge -
schlagen wird. Der künftige Boulevard bie -
tet den Besucherinnen und Besuchern des
21
Entwurf zur Beschlussfassung
Stadtteilzentrums sowie der Außengastro -
nomie und der Warenpräsentation deutlich
mehr Raum und eine hohe atmosphärische
Qualität.
Zusätzlich berücksichtigt das Konzept kom -
fortable Fahrradanlehnbügel sowie Stellplät -
ze für Lastenräder. Eine übergeordnete Auf -
wertung erfährt die Ortsmitte zudem durch
eine Vielzahl von Baumpflanzungen. Eine
gute Erreichbarkeit des geplanten Bürger -
parks wird vom Albersloher Weg dank einer
zusätzlichen Maueröffnung sichergestellt.
Auf diese Weise werden auch die im öffent -
lichen Bürgerpark gelegenen und ebenfalls
zum Stadtteilzentrum gehörenden sozialen
Einrichtungen, wie z. B. das Bürgerhaus, die
neue Grundschule mit Turnhalle, die beiden
Kitas sowie die Jugendeinrichtung besser in
die Ortsmitte eingebunden.
Auf den folgenden Seiten werden die we -
sentlichen Entwurfsmerkmale vorgestellt.
22
Das Gestaltungskonzept
Entwurf zur Beschlussfassung
2.2 Die wichtigsten Entwurfsmerkmale auf einen Blick
Yorkshire-Platz:
Zentraler öffentlicher Platz und Visiten-
karte des York-Quartiers
3
Boulevard: Die komplett neugestaltete
Gremmendorfer Meile lädt zum Flanie-
ren und Verweilen ein
1
2
Grünes Rondell: Das funktionale und
optische Bindeglied des neuen Zen-
trums
1
3
2
2
23
Entwurf zur Beschlussfassung
Abbildung 14: Die wichtigsten Entwurfsmerkmale auf einen Blick
Grünes Stadtteilzentrum: Entsiegelung,
Retentionsräume, größtmöglicher
Erhalt von Bestandsbäumen, viele neue
Bäume
Neue Radinfrastruktur und ÖPNV-Op-
timierung: Veloroute, komfortable
Abstellmöglichkeiten, neue Bushalte-
stellen und Bussonderfahrstreifen
Neues Parkraumkonzept: Neuordnung
des Parkens, Parkzeitenregelung, alter-
native Mobilitätsangebote
Einheitliche Materialien: Hochwertige
Oberflächengestaltung und Möblie-
rungselemente für ein identitätsstiften-
des Erscheinungsbild
2
NORD
24
Das Gestaltungskonzept
Entwurf zur Beschlussfassung
Verbindendes grünes Rondell
Das Rondell ist die zentrale städtebauliche
Geste des Gestaltungskonzeptes, die die
zwei Seiten des Albersloher Weges sowohl
optisch als auch funktional verbindet. Die
Studie von Stadt + Handel definiert in dieser
Lage den Kernbereich des Stadtteilzentrums,
da sich hier der künftige Yorkshire-Platz mit
den voraussichtlich hochfrequentierten Ein -
zelhandels- und Dienstleistungsangeboten
einerseits sowie der bereits bestehende
nördliche Handelsschwerpunkt in der Grem -
mendorfer Meile anderseits unmittelbar
gegenüberliegen (vgl. Abschnitt 1.4). Durch
das Rondell wird dieser hervorgehobene
Bereich stadtgestalterisch betont. Durch
die zwei hier verorteten Querungsmöglich -
keiten erfolgt zugleich eine neue funktio -
nale Verknüpfung und somit eine deutliche
Reduzierung der Barrierewirkung des Al -
bersloher Weges. Darüber hinaus werden
durch eine Optimierung der Ampelschaltung
künftig geringere Wartezeiten für querende
Zufußgehende und Radfahrende erreicht.
Diese Verbesserung trägt – neben der gestal -
terischen Aufwertung – ebenfalls zu einer
deutlich reduzierten Trennwirkung bei und
ermöglicht ein niederschwelliges Wech -
seln zwischen den zwei Einzelhandelslagen.
Abbildung 15: Blick vom Yorkshire-Platz auf das künftige verbindende Rondell. Die Spielfläche wird vorrau -
sichtlich an anderer Stelle auf dem Yorkshire-Platz realisiert
1
25
Entwurf zur Beschlussfassung
sentlich dazu bei, dass aus dem im Abschnitt
1.4 beschriebenen Leitbild „aus zwei Teilen
ein Ganzes machen“ Wirklichkeit werden
kann.
Abbildung 16: Detailausschnitt neue nördliche Querung am künftigen Rondell
Optisch wird das Rondell als grünes Element
mit bestehenden Bäumen und ergänzenden
Neupflanzungen, Sitzmöglichkeiten und ei -
ner Vielzahl an Radabstellmöglichkeiten um -
gesetzt. Das Entwurfselement trägt ganz we -
26
Das Gestaltungskonzept
Entwurf zur Beschlussfassung
Abbildung 17: Der neue Multifunktionstreifen. Links: Beidseitiges Parken als Grundkonfiguration. Neben -
einander von Kfz-Parken, Gastronomie, Warenpräsentation und Aufenthalt. Mitte: Temporäre oder dauer -
hafte Aufweitung des Boulevards für noch mehr Raum zum Flanieren und Verweilen. Rechts: Nutzung des
Multifunktionsstreifens für Volksfeste und Events, z. B. Weihnachtsmarkt
Flanieren und Verweilen auf dem Boulevard
Die Gremmendorfer Meile erhält künftig ei -
nen Boulevard, der durch die Neuaufteilung
viel Raum für neue Angebote zum Flanieren,
Verweilen, für die Außengastronomie und
die Warenpräsentation bietet. Konkret sieht
das Gestaltungskonzept vor, dass die Stell -
platzreihe vor den Geschäften temporär oder
dauerhaft in Flächen für Außengastronomie,
Warenauslagen oder Marktstände umge -
wandelt werden kann (vgl. Abb. 17). Der ge -
plante Multifunktionsstreifen kann somit
ganz unterschiedliche Ansprüche für Veran -
staltungen und Events wie zum Beispiel einer
Gastromeile oder eines Weihnachtsmarkts
erfüllen. Sollten in Zukunft die Flächenbe -
darfe für die Außengastronomie steigen,
können diese auch ohne Umbauten dau -
erhaft ausgeweitet werden. Damit erweist
sich das Gestaltungskonzept mit Blick auf
die angestrebte Mobilitätswende und einen
möglichen Bedeutungsverlust des motori -
sierten Individualverkehrs im hohen Maße
als anpassungsfähig und zukunftsorientiert.
Neben dem erheblichen Qualitätsgewinn,
der sich aus der Neuaufteilung des Verkehrs -
raums und der Ausweisung als verkehrsbe -
ruhigter Geschäftsbereich (max. 20 km/h)
ergibt, ist auch die beträchtliche Zunahme
der Verkehrssicherheit zu nennen. Die künf -
tig einheitlich längs angeordneten Parkstän -
de und die Sicherheitsstreifen beidseits des
Fahrstreifens tragen zur Verhinderung von
Dooring-Unfällen (engl.: Das Kollidieren mit
sich öffnenden Pkw-Türen) mit Radfahren -
den bei.
2
Gute Erreichbarkeit
der Gremmendorfer
Meile bleibt gewahrt
27
Entwurf zur Beschlussfassung
Dieses gänzlich neue städtebauliche Bild
lässt sich jedoch nur durch den Entfall von
Kfz-Stellplätzen erreichen. Das Stellplatzan -
gebot sinkt deutlich von heute ca. 115 auf
ca. 40 Kfz-Stellplätze (vgl. Abb. 23). Durch
die vorgesehene Einführung einer Parkzei -
tenregelung – das Parken soll kostenfrei
möglich bleiben – wird jedoch auch künftig
eine gute Erreichbarkeit für den Kfz-Verkehr
sichergestellt. Außerdem entstehen auf der
gegenüberliegenden Seite im York-Quartier
eine Vielzahl an neuen Stellplatzangeboten,
sodass die deutliche Reduktion auch vor
diesem Hintergrund für tragfähig gehalten
werden kann. Durch die zusätzlichen Que -
rungsmöglichkeiten über den Albersloher
Weg und die Verkürzung der Ampelwarte -
zeiten wird ein niederschwelliges Wechseln
zwischen den zwei Einzelhandelslagen er -
möglicht. Die Verlagerung der stadtauswär -
tigen Bushaltestelle Paul-Engelhard-Weg
in Richtung Norden, die Inbetriebnahme
der WLE-Strecke und nicht zuletzt durch
die Schaffung von vorrausichtlich mehr als
90 komfortablen Abstellmöglichkeiten für
Fahrräder und Lastenräder werden weitere
Maßnahmen getroffen, um eine gute Erreich-
barkeit der Gremmendorfer Meile sicherzu -
stellen und den Bedarf an Kfz-Parkplätzen im
Vergleich zu heute zu verringern.
Seitens der Gewerbetreibenden wurde im
Planungsprozess teilweise die Sorge geäu -
ßert, dass sich der Entfall von Parkplätzen
negativ auf die Verkaufserlöse auswirken
könnte. Es ist jedoch davon auszugehen, dass
der enorme Kaufkraftanstieg infolge der Ent -
wicklung des York-Quartiers (bis zu 6.000
neue Einwohnerinnen und Einwohner), die
dort vorgesehenen ergänzenden Handels -
strukturen (Kopplungspotenziale durch sich
ergänzende Angebote) und die bevorste -
hende Eröffnung einer Filiale der Drogerie -
marktkette Rossmann zu einer Belebung der
Meile führen werden. Viele Neubürgerinnen
und Neubürger werden aufgrund der unmit -
telbaren Nähe ihre Einkäufe zu Fuß oder mit
dem Fahrrad erledigen.
Die verbleibenden öffentlichen Parkplätze
können außerhalb der Geschäftszeiten ohne
Zeitreglementierung genutzt werden. Den
Anwohnenden steht somit weiterhin, wenn
auch eingeschränkt, öffentlicher Parkraum in
der Meile zur Verfügung.
Mit der Attraktivierung und Neuaufteilung
der öffentlichen Flächen in der Meile wird
eines der grundlegenden Ziele dieser Pla -
nung erreicht. Eine Konkurrenzsituation der
Einzelhandelslagen beidseits des Albersloher
Weges wird verhindert. Die Gremmendorfer
Meile ergänzt mit ihrem einladenden Cha -
rakter die künftigen Angebote am Yorkshi -
re-Platz sinnvoll und lässt der Gastronomie
und der Warenpräsentation ausreichend
Raum zur Entfaltung.
28
Das Gestaltungskonzept
Entwurf zur Beschlussfassung
Abbildung 18: Die umgestaltete Gremmendorfer Meile: Mehr Raum zum Flanieren und Verweilen. Geord -
netes Parken beidseits des Fahrstreifens
Abbildung 19: Die zur Gebäudeseite ausgerichteten Parkstände können je nach Bedarf ganz oder teilweise
dem Boulevard zugeschlagen werden
Viel Platz für den Wo -
chenmarkt, Veranstal -
tungen und Events
29
Entwurf zur Beschlussfassung
Der Yorkshire-Platz als Visitenkarte und Begegnungsort
Der Yorkshire-Platz am östlichen Rand des
York-Quartiers wird ein lebendiger neuer
Stadtplatz mit vielfältigen Nutzungen und
fungiert als Visitenkarte und Gelenkpunkt
gleichermaßen. Als künftige Ankernutzun -
gen werden in Gremmendorf dringend be -
nötigte Nahversorgungsangebote in Form
eines Vollversorger-Supermarktes, eines Le -
bensmittel-Discounters und eines Drogerie -
marktes geschaffen. Das Vorhaben auf dem
Grundstück der städtischen Entwicklungsge -
sellschaft KonvOY trägt somit entscheidend
zur Schließung der derzeitigen Nahversor -
gungslücke bei. Ergänzt werden diese durch
gastronomische Angebote, die ebenfalls zur
Belebung der Platzfläche beitragen sollen.
Bei der Programmierung der Erdgeschosszo -
ne wird darauf geachtet, dass die gewachse -
nen Handelsstrukturen in der Gremmendor -
fer Meile nicht in ihrem Bestand gefährdet,
sondern vielmehr sinnvoll ergänzt werden.
Der Yorkshire-Platz wird durch baumüber -
standene Grünflächen räumlich gefasst. Die
offene Platzmitte lässt viel Raum für den der -
zeit noch am Gremmendorfer Weg beheima-
teten Wochenmarkt, sodass sich dieser – auch
angesichts des enormen Einwohnerzuwach -
ses durch das York-Quartier – strukturell wei-
terentwickeln kann. Auch Veranstaltungen
und Events wie z. B. das GrAnge-Fest können
hier stattfinden. Außengastronomie, kon -
sumzwangfreie Sitzgelegenheiten, vielleicht
auch Spielmöglichkeiten bieten attraktive
Aufenthalts- und Freizeitmöglichkeiten. Das
Konzept berücksichtigt ferner komfortable
Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und Las -
tenräder.
Das Gestaltungskonzept stellt nur einen ers -
ten Vorschlag zum künftigen Erscheinungs -
bild des Yorkshire-Platzes dar. Die gestal -
terische Detailplanung für diese Teilfläche
erfolgt im Zusammenhang mit der Planung
für das Entwicklungsprojekt der KonvOY.
Abbildung 20: Blick vom Yorkshire-Platz auf die geplante Bebauung
3
30
Das Gestaltungskonzept
Entwurf zur Beschlussfassung
Abbildung 21: Der charakteristische Baumbestand entlang des Albersloher Weges bleibt größtenteils
erhalten
Das Stadtteilzentrum bleibt grün und wird grüner
Der heutige Baumbestand – und somit der
Charakter des Albersloher Weges – bleibt
mit Umsetzung des Gestaltungskonzepts
größtenteils erhalten. Dies hängt vor allem
damit zusammen, dass sich der Alberslo -
her Weg in seinem Verlauf nicht wesentlich
ändert. Gleichwohl können mit der Umset -
zung des Konzeptes und infolge weiterer
Bodeneingriffe (durch Neubau von Kanälen
und Versorgungsleitungen) nicht alle Bäu -
me erhalten werden. Um negative Auswir -
kungen auf den Baumbestand zu verhindern
bzw. abzumildern, werden während der
Bauzeit Maßnahmen für einen adäquaten
Baumschutz getroffen. Das Gestaltungs -
konzept sieht viele Neuanpflanzungen vor,
wobei deren genaue Zahl – ebenso wie die
der notwendigen Baumfällungen – erst im
Rahmen der noch ausstehenden Ausfüh -
rungsplanung beziffert werden kann. Er -
gänzungspflanzungen sollen zum Beispiel
in den Angern, Platzbereichen und entlang
des Boulevards vorgenommen werden. Das
Element des grünen Angers parallel zu den
Fahrstreifen des Albersloher Weges setzt
die vorhandenen raumbildenden Bäume als
optisches und ökologisches Zentrum der
Stadtentwicklung in Szene (vgl. Abb. 21).
Der Platzbereich und die frühere Hauptka -
sernenzufahrt (Heinrich-Hoffschulte-Weg)
werden durch auffällige Gehölze als städte -
bauliche Anker hervorgehoben. Die geplan -
ten Retentionsflächen und der Boulevard
werden jeweils durch eine Baumart gestal -
terisch hervorgehoben. Der Anger wird
dagegen analog zum gemischten Bestand
bepflanzt, so dass ein lebendiger aber homo -
gener Raumeindruck entsteht. Das Gestal -
tungskonzept liefert erste Vorschläge, wel -
che Baumarten, Stauden und Gräser auf den
Grünflächen gepflanzt werden könnten. Eine
konkrete Auswahl kann jedoch erst im Rah -
men der sich anschließenden Ausführungs -
4
Ökologische Stadt-
entwicklung als wich -
tiger Baustein
31
Entwurf zur Beschlussfassung
planung nach einer näheren Befassung mit
dem Baumbestand getroffen werden. Die
Fragestellung, in welchem Umfang und nach
welchen Prinzipien der bestehende Strauch -
bestand in den Angern zur Verbesserung der
Sichtbeziehungen zwischen den beiden Sei -
ten des Albersloher Weges ausgedünnt wer -
den sollte, wird ebenfalls erst im Rahmen der
Ausführungsplanung näher betrachtet.
Die ökologische Stadtentwicklung ist ein
wichtiger Baustein des Gestaltungskonzep -
tes. Vorhandene Grünflächen werden durch
Entsiegelung benachbarter Flächen vergrö -
ßert, so dass sie einen wertvollen Beitrag zur
Klimaanpassung leisten. Die Versickerung
und Verdunstung von Niederschlagswasser
sowie die intensive Unterpflanzung der Ge -
hölze tragen erheblich zu einem attraktiven
Lebensumfeld bei. Die Vegetationsflächen
bestehen aus einzelnen, bepflanzten Baum -
scheiben, Erweiterungsflächen des Straßen -
begleitgrüns und großzügiger neuer Grün -
flächen, die als Retentionsräume nutzbar
sind und bei Starkregenereignissen Wasser
aufnehmen und ableiten können. Die Entsie -
gelung wird durch die Ausführung von Stell -
plätzen mit Rasenfugenpflaster verstärkt. Die
Bestandsbäume und zusätzliche Neupflan -
zungen sorgen auf Ebene des Mikroklimas für
eine Reduzierung des Wärmeinseleffekts.
Erhöhung der Ver-
kehrssicherheit
32
Das Gestaltungskonzept
Entwurf zur Beschlussfassung
Abbildung 22: Die neue Veloroute Sendenhorst – Albersloh – Münster verbessert die Rade -
wegeinfrastruktur stadteinwärts wie -auswärts
Eine neue Radinfrastruktur für Gremmendorf und ÖPNV-Optimierung
Die angestrebte Mobilitätswende wird in der
Gremmendorfer Ortsmitte durch zahlreiche
Maßnahmen für den Radverkehr entschei -
dend gefördert. Besonders hervorzuheben
ist, dass in der Gremmendorfer Meile durch
die Neuordnung des Parkens, der Einfüh -
rung von Tempo 20 und Markierung von Si -
cherheitstrennstreifen zur Vermeidung von
Dooring-Unfällen eine deutliche Erhöhung
des Sicherheitsniveaus erreicht wird (vgl.
oben). In allen Teilbereichen des Stadtteilzen-
trums werden komfortable Fahrradanlehn -
bügel sowie Abstellplätze für Lastenräder
vorgesehen. Durch die geplante Veloroute
Sendenhorst – Albersloh – Münster entlang
des Albersloher Weges ist die Ortsmitte für
den Radverkehr künftig noch besser zu errei -
chen. Auch der stadtauswärtige Radweg ent -
lang des York-Quartiers wird ausgebaut und
somit großzügiger. Die in der Gremmendor -
fer Meile bestehende Gegenrichtungsfreiga -
be für den Radverkehr bleibt erhalten.
Das Gestaltungskonzept sieht auf Höhe
des geplanten Rondells, des Paul-Engel -
hard-Weges und des Heinrich-Hoffschul -
te-Weges insgesamt vier zusätzliche
Querungsstellen für den Radverkehr vor,
sodass der Wechsel zwischen den beiden
Einkaufslagen künftig deutlich erleichtert
wird. Durch die geplante Neukoordinie -
rung ist außerdem von einer Reduzierung
der Ampelwartezeiten für querende Rad -
fahrende und Zufußgehende zu rechnen.
Auch für den Öffentlichen Personennahver -
kehr (ÖPNV) ergeben sich deutliche Quali -
5
Kurze Wege von und
zu den Bushaltestel-
len
33
Entwurf zur Beschlussfassung
tätsverbesserungen. Die stadtauswärtige
Haltestelle Paul-Engelhard-Weg wird um
mehrere hundert Meter nach Norden ver -
legt und liegt künftig fast parallel zur ge -
genüberliegenden Haltestelle. Diese wird
ebenfalls geringfügig verlegt. Auf diese Wei -
se sind kurze Wege von den Haltestellen zu
dem nördlichen Einzelhandelsschwerpunkt
und den neuen Nahversorgungsangeboten
am Yorkshire-Platz – und umgekehrt – si -
chergestellt. Die Haltestellen werden mit
Wartehallen, Sitzgelegenheiten und Fahrrad-
anlehnbügeln ausgestattet. Als Maßnahme
zur Busbeschleunigung wird zwischen dem
Paul-Engelhard-Weg und dem Heinrich-Hoff -
schulte-Weg ein Bussonderfahrstreifen ein -
gerichtet.
In Ergänzung zur bevorstehenden Reakti -
vierung der Strecke der Westfälischen Lan -
des-Eisenbahn (WLE) und den drei geplan -
ten Mobilitätsstationen im York-Quartier
werden mit der Umgestaltung der Ortsmitte
somit viele Maßnahmen umgesetzt, die eine
erhebliche Verbesserung des ÖPNV und der
Multimodalität bewirken werden.
Ausdehnung der Park-
zeitenregelung und
neue Stellplatz-
angebote
34
Das Gestaltungskonzept
Entwurf zur Beschlussfassung
Neues Parkraumkonzept
Durch den Umbau der Gremmendorfer Mei -
le entfallen dort rund zwei Drittel der heu -
te bestehenden Kfz-Stellplätze (vgl. Abb. 23
und Tabelle unten). Mit den oben erläuterten
Maßnahmen und Begebenheiten wird den -
noch ein ausreichendes – und weiterhin kos -
tenfreies – Parkraumangebot vorgehalten.
Hierzu trägt insbesondere die Ausdehnung
der Parkzeitenregelung bei. Ergänzend hier -
zu ist zum einen nördlich des Heinrich-Hoff -
schulte-Weges der Bau eines öffentlichen
Parkplatzes mit 18 Stellplätzen vorgesehen
(vgl. Abb. 23). Darüber hinaus werden mit
dem zukünftigen Neubau des Einzelhan -
delsprojektes im York-Quartier auch Tief -
garagenstellplätze geschaffen. Es ist davon
auszugehen, dass die entsprechenden Kun -
denparkplätze durch die zusätzlichen und
wartezeitoptimierten Querungsstellen am
Rondell vielfältige Kopplungseinkäufe und
Besorgungsgänge mit den Nutzungen der
Gremmendorfer Meile komfortabel möglich
machen.
Für Radfahrende werden komfortable Ab -
stellmöglichkeiten in Form von Fahrrad -
anlehnbügeln und Flächen für Lastenräder
angeboten. Alleine in der Gremmendorfer
Meile entstehen über 90 Abstellmöglich -
keiten (vgl. Abb. 23). Das für ein Stadtteil -
zentrum nicht mehr zeitgemäße und auch
in quantitativer Hinsicht ungenügende An -
gebot an einfachen Reihenfahrradständern
und Betonständern gehört künftig der Ver -
gangenheit an.
Im Zuge der noch ausstehenden Ausfüh -
rungsplanung werden sich voraussichtlich
noch Änderungen hinsichtlich Anzahl und
Verortung der Stellplätze ergeben.
6
Vorläufige Stellplatzbilanz - Änderungen möglich
BESTAND PLANUNG
Parkplätze Ost 117 39
zeitbeschränkt (Parkscheibe) 21 37
für Menschen mit Behinderung 2 2
für Carsharing 3 0
Parkplätze West 20 32+X*
für Menschen mit Behinderung 0 3
für Carsharing 7 0**
Kundenparkplätze 0 X*
PARKPLÄTZE GESAMT 137 71+X*
Fahrradstellplätze Ost 114 140
für Lastenräder 0 30
Fahrradstellplätze West 8 80+X*
für Lastenräder 0 10+X*
FAHRRADSTELLPLÄTZE GESAMT 122 220+X*
* Im Zuge der Entwicklung der neuen Nah -
versorgungsangebote am Yorkshire-Platz
werden eine Vielzahl neuer Kundenpark -
plätze und Fahrradstellplätze geschaffen.
Da die Planungen hierzu noch nicht abge -
schlossen sind, kann deren Anzahl (also
das „X“) noch nicht quantifiziert werden.
** Carsharing-Angebote werden an den drei
Mobilstationen im York-Quartier vorgese -
hen.
35
Entwurf zur Beschlussfassung
Abbildung 23: Vergleich zwischen derzeitigen und künftigen Stellplatzangeboten für Kraftfahrzeuge und
Fahrräder. Im Zuge der noch ausstehenden Ausführungsplanung ergeben sich voraussichtlich noch Ände -
rungen
BESTAND
PLANUNG
NORD
36
Das Gestaltungskonzept
Entwurf zur Beschlussfassung
Einheitliche Materialien zur Ausbildung eines Zentrums
Während des Planungsprozesses hat das
Büro scape erste Gestaltungsansätze entwi -
ckelt, welche die Identität der Stadtteilzent -
rums stärken und diesem durch einheitliche
Oberflächenmaterialien, Möblierungsele -
mente und Pflanzungen ein zusammenhän -
gendes und leicht wiedererkennbares Ge -
samtbild verleihen sollen.
Die Oberflächen der bestehenden und neu -
en Fahrstreifen werden analog zum Bestand
als Asphaltfahrstreifen gestaltet. Alle ande -
ren Oberflächen von Geh- und Radwegen
sowie von Fahrstreifen erhalten eine einheit -
lich und aufeinander abgestimmte Befesti -
gung durch Betonpflastersteine. Das Büro
scape schlägt hierfür farblich nuancierende
grau-beige-Töne vor. Die Querungsbereiche
der Fahrstreifen werden mit einer farblich
angepassten Asphaltdecke als Vorrangbe -
reich für den Fuß- und Radverkehr gesondert
hervorgehoben und erhalten eine Farbigkeit,
die der der Betonsteinflächen nahekommt
(vgl. Abb. 24 und 25).
Abbildung 24: Vorschläge des Büros scape zu den Oberflächenmaterialien im Bereich des Rondells am
Albersloher Weg (links) und der Gremmendorfer Meile (rechts)
7
Taktile Leitelemente
sorgen für Barriere -
freiheit
37
Entwurf zur Beschlussfassung
Die mit Betonsteinen befestigten Flächen
werden in Abhängigkeit zu den Verkehrsbe -
lastungen und den bautechnischen Anfor -
derungen mit verschiedenen Verbänden
(Reihenverband, H-Verband oder Fischgrät -
verband) und wiederholenden Formaten
ausgeführt, um die verschiedenen Funkti -
onsbereiche zu kennzeichnen. Zudem könn -
te durch eine Bänderung im Pflaster des
Platzbereichs der Verlauf der alten Kasernen -
mauer nachgezeichnet werden. Zur Gewähr -
leistung einer barrierefreien Nutzung der
öffentlichen Verkehrsanlagen werden taktile
Leitelemente im gesamten Planungsbereich
(Meile, Albersloher Weg, Yorkshire-Platz) be -
rücksichtigt und in der Ausführungsplanung
konkretisiert. Alle Bordsteine und die Stell -
platzmarkierungen erfolgen durch hellgraue
Elemente. Die an die Grünflächen angren -
zenden Stellplätze werden mit Rasenfugen -
platten wasserdurchlässig befestigt. In Berei -
chen mit besonderen Anforderungen an die
Verkehrssicherheit werden die Radwege in
kurzen Teilabschnitten mit einem roten Be -
tonpflaster befestigt.
Es ist vorgesehen, dass die an den künftigen
Boulevard angrenzenden, privaten Flächen
ebenfalls mit dem oben beschriebenen
Oberflächenmaterial ausgestattet werden.
Voraussetzung hierfür ist, dass die anliegen -
den Eigentümerinnen und Eigentümer die
Herstellung der Flächen zu eigenen Kosten
parallel durchführen. Die Abstimmungen
mit den Anliegenden werden nach dem Pla -
nungsbeschluss geführt.
Die Konkretisierung der Oberflächengestal -
tung (Farbigkeit, Verbände, Formate) sowie
die Festlegung der Ausstattungselemente
(z. B. Stadtmobiliar, Spielgeräte, Beleuch -
tung) erfolgt im Rahmen der weiteren Pla -
nung.
Abbildung 25: Vorschläge des Büros scape zu den Oberflächenmaterialien in der Gremmendorfer Meile
38
Das Gestaltungskonzept
Entwurf zur Beschlussfassung
2.3 Weitere Ideen aus der Studie von Stadt + Handel
In den Abschnitten 1.4 und 1.5 wurde näher
auf das vom Büro Stadt + Handel erarbeitete
Entwicklungsleitbild und die daraus abgelei -
teten Entwicklungsempfehlungen eingegan -
gen. Die Empfehlungen von Stadt + Handel
liefern für das weitere Vorgehen wertvolle
Ideen, die teilweise über bauliche bzw. ge -
stalterische Ansätze hinausgehen. Exempla -
risch seien hier folgende Ansatzpunkte ge -
nannt:
• Infostelen an den Eingängen zur Orts -
mitte
• Geschichtspfad zur Dokumentation der
Kasernenhistorie
• W-LAN mit „Gremmendorfer Lan -
ding-Page“
• 24/7 Smart-Terminal für Pakete, Schließ-
fach- und Ausweis-Abholung
• Reparatur- und Aufladestation für Fahr -
räder
• Feierabendmärkte
• „Nette Toilette“
• Sanierungs- und Modernisierungsbera -
tungen
• Initiierung einer Standortgemeinschaft
u. a. für gemeinsame Werbe- und Marke -
tingaktionen (Immobilienstammtisch)
• Image- und Marketingkonzept
Gewissermaßen als „Fundgrube“ dienend
sollen diese und die weiteren in der Studie
von Stadt + Handel ausgeführten Ideen in
der weiteren Planung sowie im Rahmen des
Zentrenmanagements (vgl. Abschnitt 3.2)
gegebenenfalls aufgegriffen werden.
39
Entwurf zur Beschlussfassung
So geht es weiter
3
KAPITEL
42
So geht es weiter
Entwurf zur Beschlussfassung
3.1 Weiterer Planungsprozess
Die Planung hat aufgrund der integrierten
Herangehensweise (vgl. Abschnitt 2.1) be -
reits einen relativ hohen Konkretisierungs -
grad erreicht.
In einem nächsten Schritt wird ein Vergabe -
verfahren für die notwendigen Ingenieurleis -
tungen durchgeführt. Daran schließt sich die
weitere Entwurfs- und Ausführungsplanung
sowie die Ausschreibung und Vergabe der
Bauleistungen an (vgl. Abb. 26). Der Beginn
der Baumaßnahmen im Stadtteilzentrum
Gremmendorf kann derzeit noch nicht ter -
miniert werden. Fest steht, dass diese nicht
vor Ende 2026 beginnen werden und der
Bau abschnittsweise und in enger Abstim -
mung mit den Anrainern erfolgen wird. Die
Beeinträchtigungen sollen so gering wie
möglich gehalten werden. Über das bereits
jetzt eingeführte Zentrenmanagement (vgl.
Abschnitt 3.2) ist eine kontinuierliche und
niederschwellige Beteiligung der besonders
betroffenen Geschäftstreibenden, Anwoh -
nenden und Grundstückseigentümerinnen
und -eigentümer gewährleistet.
Abbildung 26: Weitere Schritte im Gesamtprozess Umgestaltung der Ortsmitte Gremmendorf
Lenkungskreis, News -
letter und „Speed-Da -
ting“ zum Auftakt
43
Entwurf zur Beschlussfassung
3.2 Ein Zentrenmanagement für Gremmendorf
Etablierung des Zentrenmanagements
Für die Gremmendorfer Ortsmitte wurde
Anfang 2023 als erstes Stadtteilzentrum in
Münster ein umfassendes Zentrenmanage -
ment eingerichtet. Dank der erfolgreichen
Bewerbung im „Sofortprogramm zur Stär -
kung unserer Innenstädte und Zentren“
standen für die Einrichtung des Zentrenma -
nagements Fördermittel des Landes Nord -
rhein-Westfalen in Höhe von 89.000 € zur
Verfügung. Den Zuschlag für die Umsetzung
des Projektes erhielt das Planungsbüro Stadt
+ Handel. Ziel des Prozesses war, die Akteu -
re rund um die Gremmendorfer Meile zu
unterstützen und die vielfältigen Prozesse
im Stadtteil kontinuierlich und transparent
in die Öffentlichkeit hinein zu kommunizie -
ren und zeitgleich Rückmeldungen aus dem
Stadtteil in die Verwaltung zu spiegeln. Dies
gelang beispielsweise durch die Etablierung
von Gremien, wie dem Lenkungskreis, der
den Informationsfluss vor allem zwischen
der Verwaltung und den Gewerbetreibenden
in Gremmendorf fördern sollte. Dabei trafen
sich in regelmäßigen Abständen Vertreterin -
nen und Vertreter des Stadtplanungsamtes,
von Münster Marketing, der KonvOY GmbH,
des Amtes für Mobilität und Tiefbau sowie
des Gewerbevereins Gremmendorf-Angel -
modde e.V., der Wirtschaftsförderung und
der Bezirksverwaltung Südost, um gemein -
sam über die neuesten Entwicklungen im
Stadtteil zu sprechen, das weitere Vorgehen
zu planen und sich besser zu vernetzen.
Im Zuge der aktiven Öffentlichkeitsarbeit
wurde als niedrigschwelliges Informations -
medium ein digitaler sowie analoger News -
letter für den Stadtteil ins Leben gerufen.
In regelmäßigen Abständen wurde neben
einem Schwerpunktthema über aktuelle
Neuigkeiten im Stadtteil berichtet und auch
stadtteilbekannte Personen kamen im Rah -
men des Formates „Drei Fragen an…“ zu
Wort.
Neben der bereits angesprochenen Auftakt -
veranstaltung am 14.02.2023 (vgl. Abschnitt
1.6) und der Teilnahme an der Sitzung des
Gewerbevereins Gremmendorf-Angelmod -
de e.V. hat das Zentrenmanagement vor al -
lem durch wöchentlich stattfindende auf -
suchende Gespräche den Kontakt zu den
Gewerbetreibenden und Eigentümerinnen
und Eigentümern in der Gremmendorfer
Meile gepflegt. Dieses Beteiligungselement
wurde durch ein Speed-Dating mit relevan -
ten Stadtteilakteuren begonnen. Dort wur -
den erste Kontakte geknüpft, Befürchtungen
angesprochen und erste Probleme identi -
fiziert. Durch die entstandenen Kontakte
konnte beispielsweise schnell auf Problema -
tiken hinsichtlich der Baustelle rund um den
Bau des neuen Wohn- und Geschäftshauses
in der Gremmendorfer Meile (neue Ross -
mann-Filiale) reagiert werden.
Zentrenmanagement
steht allen mit Rat
und Tat zur Verfügung
44
So geht es weiter
Entwurf zur Beschlussfassung
Verstetigung: Hauptamtliche Kraft / Gründung des Zentrenbeirats
Nach Auslaufen der Förderung wird das
Zentrenmangement auf der geschaffenen
Grundlage fortgeführt und weiter ausge -
baut. So wird für die nächsten fünf Jahre eine
hauptamtliche Kraft als Zentrenmanager
für und in Gremmendorf wirken. Der neue
Zentrenmanager wird insbesondere Immo -
bilieneigentümerinnen und -eigentümern,
den Gewebetreibenden und Anwohnenden
vor Ort fortlaufend für Gesprächs- und Bera -
tungsangebote zur Seite stehen. Aber auch
allen anderen Bürgerinnen und Bürgern
steht das Zentrenmanagement mit Rat und
Tat zur Verfügung. Die Stelle wird bei Müns -
ter Marketing angesiedelt sein. Sie nimmt
so eine wichtige Schnittstellenposition zwi -
schen den Ämtern und dem Stadtteil ein.
Der bereits etablierte Lenkungskreis (vgl.
oben) wird fortgeführt. Für die Entwicklung
des Stadtteils wird jedoch darüber hinaus
auch das Wissen und die Hilfe derer ge -
braucht, die Gremmendorf gut kennen, die
dort leben und sich für ihr Lebensumfeld
engagieren. Deshalb wurde zusätzlich ein
Zentrenbeirat gegründet, der die Stadt künf -
tig in den anstehenden Fragen der Stadtteil -
entwicklung beraten wird. Der Beirat setzt
sich aus Vertreterinnen und Vertretern zahl -
reicher Vereine und Institutionen, aber auch
aus Anwohnenden und Gewerbetreibenden
und der Ortspolitik zusammen (vgl. Abb. 27).
Die konstituierende Sitzung fand im Beisein
von Oberbürgermeister Markus Lewe am
24.06.2024 statt.
Abbildung 27: Der bestehende Lenkungskreis und der neu geschaffene Zentrenbeirat stellen zusammen
mit dem hauptamtlichen Zentrenmanager eine gute Kommunikation sicher
45
Entwurf zur Beschlussfassung
46
Entwurf zur Beschlussfassung
Bildnachweis
Titelseite: scape Landschaftsarchitekten
Abbildung 1: Luftbild: Stadt Münster, eingebetteter Masterplan: LORENZEN ARCHITEKTEN
GmbH, ARGUS Stadt- und Verkehrsplanung, IFS + MÜLLER-KALCHREUTH
Stadthydrologie und Wasserwirtschaft, ATELIER LOIDL Landschaftsarchitekten
Abbildung 2: Thomas Branse
Abbildung 3: scape Landschaftsarchitekten
Abbildung 4: scape Landschaftsarchitekten
Abbildung 5: Stadt + Handel
Abbildung 6: Stadt + Handel auf Grundlage des Masterplans für das York-Quartier
(LORENZEN ARCHITEKTEN GmbH, ARGUS Stadt- und Verkehrsplanung, IFS +
MÜLLER-KALCHREUTH Stadthydrologie und Wasserwirtschaft, ATELIER LOIDL
Landschaftsarchitekten)
Abbildung 7: Stadt + Handel
Abbildung 8: Stadt Münster, Plangrundlage und perspektivische Darstellung: scape
Landschaftsarchitekten
Abbildung 9: Stadt + Handel
Abbildung 10: Münster Marketing
Abbildung 11: Gewerbeverein Gremmendorf-Angelmodde e.V.
Abbildung 12: Münster Marketing
Abbildung 13: Münster Marketing
Abbildung 14: Stadt Münster, Plangrundlage scape Landschaftsarchitekten
Abbildung 15: scape Landschaftsarchitekten
Abbildung 16: scape Landschaftsarchitekten
Abbildung 17: scape Landschaftsarchitekten
Abbildung 18: scape Landschaftsarchitekten
Abbildung 19: scape Landschaftsarchitekten
Abbildung 20: Landmarken AG/ KonvOY GmbH
Abbildung 21: scape Landschaftsarchitekten
Abbildung 22: scape Landschaftsarchitekten
Abbildung 23: Stadt Münster, scape Landschaftsarchitekten
Abbildung 24: scape Landschaftsarchitekten
Abbildung 25: scape Landschaftsarchitekten
Abbildung 26: Stadt Münster
Abbildung 27: Stadt Münster
47
Entwurf zur Beschlussfassung
Impressum
Herausgeberin: Stadt Münster
Stadtplanungsamt
In Zusammenarbeit mit: Die Stadt Münster bedankt sich bei den folgend aufgeführten Büros und
deren Mitarbeitenden für die erfolgreiche Zusammenarbeit:
Gestaltungskonzept: scape Landschaftsarchitekten GmbH
Nakib Chowdhury, Matthias Funk, Rainer Sachse, Felix Többen, Lars Uebel,
Annika Werner
Verkehrstechnischer Entwurf: nts Ingenieurgesellschaft mbH
Anna-Mareen Hennerkes, Alexandru-Paul Lungu, Olaf Timm,
Andre Toprowski, Patrick Würfel
Entwicklungsempfehlungen und Zentrenmanagement: Stadt + Handel
Beckmann und Föhrer Stadtplaner GmbH
Laura Brähler, Anne Kraft, Jens Nußbaum, Jonas Reimann, Tom Sentker
Text: Daniel Beck, Nora-Jean Harenbrock, Meike Janssen, Marius Kather
Stadtplanungsamt
Die Abschnitte 1.4, 1.5 und 2.3 enthalten Auszüge aus dem vom Büro
Stadt + Handel erstellten Bericht „Entwicklungsempfehlungen und
Umsetzungsstrategien für das „Neue Stadtteilzentrum (STZ)
Gremmendorf“ vom 01.06.2022
Der Abschnitt 2.2 enthält Auszüge aus der textlichen Erläuterung des
Büros scape Landschaftsarchitekten vom 26.04.2024
Layout: Claudia Scheck
Stadtplanungsamt
Redaktion: Daniel Beck, Meike Janssen, Marius Kather
Stadtplanungsamt
Druck: Druckerei , Münster
September 2024 (Auflage 500 Stück)
Schriftenreihe: Beiträge zur Stadtforschung, Stadtentwicklung, Stadtplaung
(ISSN 0933-9078)
48
Entwurf zur Beschlussfassung
scape Landschaftsarchitekten
49
Entwurf zur Beschlussfassung
NORD
V-0416-2024-Anlage-4-Verkehrstechnischer-Entwurf
36 Zeichen
Anlage 4 zur Vorlage Nr. V/0416/2024
Beschlussvorlage
49691 Zeichen
V/0416/2024
V/0416/2024
Öffentliche Beschlussvorlage
Betrifft
Ortsmitte Gremmendorf: Umgestaltung des öffentlichen Raumes - Gestaltungskonzept und
Verkehrstechnischer Entwurf (Planungsbeschluss)
Beratungsfolge
27.08.2024 Bezirksvertretung Münster-Südost Anhörung
04.09.2024 Ausschuss für Verkehr und Mobilität Vorberatung
05.09.2024 Ausschuss für Stadtplanung und Stadtentwicklung Vorberatung
11.09.2024 Hauptausschuss Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
1. Dem Gestaltungskonzept für die Ortsmitte Gremmendorf (Anlage 2 – Bericht und Anlage 3 - Lage-
plan) und dem auf dieser Grundlage entwickelten Verkehrstechnischen Entwurf (Anlage 4) wird zuge-
stimmt.
2. Die Verwaltung wird beauftragt, die weiteren Ausführungsplanungen (Straßen- und Kanalbau) auf
Grundlage des Verkehrstechnischen Entwurfs und des Gestaltungskonzeptes durchzuführen. Es wird
zur Kenntnis genommen, dass sich im Zuge der weiteren Planungen für die tiefbautechnischen Maß-
nahmen (Straßenbau, Kanalbau und Versorgungsleitungsbau der Stadtnetze) sowie der Ergebnisse
des noch aufzustellenden dendrologischen Gutachtens (Baumgutachten) u.a. geänderte Planaussa-
gen im Hinblick auf den Baumbestand ergeben können. Die ausgearbeiteten Ausführungsplanungen
werden den politischen Gremien abschließend zur Beschlussfassung vorgelegt (Baubeschluss).
3. Es wird zur Kenntnis genommen, dass die Verwaltung das begleitende Zentrenmanagement mit
einer hauptamtlichen Zentrenmanagerin bzw. einem Zentrenmanager für die nächsten fünf Jahre fort-
setzt, wodurch auch im weiteren Planungsprozess sowie während der Bauzeit eine kontinuierliche
Einbindung der Anliegenden und weiterer Beteiligter sichergestellt wird.
Stadtplanungsamt
13.08.2024
Ihr/e Ansprechpartner/in:
Herr Beck /
Herr Kather
Telefon: 492-6142 /
492-6153
BeckDaniel@stadt-
muenster.de /
KatherM@stadt-muenster.de
- 2 -
V/0416/2024
II. Finanzielle Auswirkungen:
Es wird zur Kenntnis genommen, dass der Stadt Münster mit Umsetzung des Verkehrstechnischen
Entwurfs (Anlage 4) Planungs- und Baukosten in Höhe von ca. 9.240.000 € entstehen. Es werden
Einnahmen von ca. 1.890.000 € durch Förderungen erwartet.
Die v. g. Sachentscheidung ist wie folgt zu finanzieren:
Teilfinanzplan
Nr. Bezeichnung Haush.-
jahr
Betrag
€
Bemerkungen
Produktgruppe 1101 Abwasserbeseitigung
Investitionsmaßnahme 4247 Albersloher Weg , Be-
reich Yorkkaserne
Auszahlungen für Baumaßnahmen 2025 50.000
2026 400.000
2027 1.150.000
später 1.000.000
Produktgruppe 1201 Bereitstellung von Ver-
kehrsflächen und
-anlagen
Investitionsmaßnahme 4247 Albersloher Weg , Be-
reich Yorkkaserne
Auszahlungen für Baumaßnahmen 2025 150.000
2026 200.000
2027 1.200.000
später 5.093.200
Einzahlungen Zuwendungen und all-
gemeine Umlagen
2025
0
2026 0
2027 360.000
später 1.532.700
Saldo 7.350.500
Die zur Finanzierung erforderlichen Ermächtigungen sind im Haushaltsplan 2024 bei den o.g. Investi-
tionsmaßnahmen nur teilweise veranschlagt. Im Rahmen der Aufstellung des Haushaltsplanentwurfs
2025 werden die erforderlichen Ermächtigungen und die damit zusammenhängenden Einzahlungen
für die o. g. Investitionsmaßnahmen an die vorauss ichtlichen Investitionskosten angepasst. Dabei
werden die Mehrbedarfe gegenüber der bisherigen Veranschlagung innerhalb des investiven Budgets
des Dezernates für Planung, Bau und Wirtschaft kompensiert.
Es wird zur Kenntnis genommen, dass die Beschlussausführung unter dem Vorbehalt steht, dass der
Rat im Rahmen der Haushaltssatzung 2025 bzw. der mittelfristigen Ergebnis- und Finanzplanung die
Ermächtigungen bereitstellt.
- 3 -
V/0416/2024
Die Planungen für den Yorkshire -Platz und die nördlich angrenzende private Stellplatzanlage liegen
außerhalb des Planungsbereichs des Verkehrstechnischen Entwurfs (vgl. Anlage 1 - Übersichtsplan)
und sind daher in den Kosten nicht enthalten. Die Detailplanung für diese Teilflächen erfolgt in einem
separaten Verfahren (vgl. Begründung unter „Abweichende Planungsbereiche“). Am nördlichen und
südlichen Ende der Gremmendorfer Meile befinden s ich kleinere private Frei flächen, die ebenfalls
außerhalb des Planungsbereichs des Verkehrstechnischen Entwurfs liegen (vgl. Anlage 1 - Über-
sichtsplan).
Bei den im Teilfinanzplan dargestellten Kosten handelt es sich zunächst um eine Übersicht mit über-
schlägigen Kostenschätzungen. Eine Freigabe der Finanzmittel findet mit dieser Vorlage nicht statt.
Sie dienen lediglich der Information, welche Kosten mit dem Beschluss ausgelöst werden. Auf Grund-
lage des aktuellen Planungsstands wurde eine Schätzung der möglichen Zuwendungen durchgeführt.
Eine Anmeldung beim Zuwendungsgeber wurde bereits eingereicht. Detaillierte Aussagen zu den
tatsächlichen Zuwendungen sind erst im Rahmen der nachfolgenden Ausführungsplanungen möglich.
Die in diesem Rahmen angestrebten Baubeschlüsse (Kanal- und Straßenbau) werden die Ein- und
Auszahlungen und damit verbundene Aufwendungen sowie die Bauzeiten konkretisieren und in die
politischen Gremien zur Entscheidung eingebracht.
Für die Produktgruppe 1101 (Abwasserbeseitigung) werden zudem aktuell noch Fördermöglichkeiten
für den Bau der auflagebedingten Regenwasserbehandlungsanlagen geprüft und mit den Genehmi-
gungsbehörden eruiert. Die Planungs- und Baukosten aus diesem Segment werden durch die Ab-
wassergebühr vollständig refinanziert.
Teilergebnisplan
Nr. Bezeichnung
Haush.-
jahr
Betrag
€
Bemerkungen
Produktgruppe 1201 Bereitstellung von Ver-
kehrsflächen und -anlagen
Zeile 02 Zuwendungen und allge-
meine Umlagen
2031ff 47.320 Folgeertrag
Zeile 13 Aufwendungen für Sach -
und Dienstleistungen
2031ff 66.430 Folgeaufwand
Zeile 14 Bilanzielle Abschreibungen 2031ff 166.080 Folgeaufwand
Produktgruppe 1601 Allgemeine Finanzwirt-
schaft
Zeile 20 Zinsen und sonst. Finanz-
aufwendungen
2031ff 71.260 Folgeaufwand
Die Folgelastenberechnung (Anlage 5) wird zur Kenntnis genommen.
- 4 -
V/0416/2024
Begründung:
zu Beschlusspunkt 1
Planungsgenese
Der Stadtteil Gremmendorf steht vor einem dynamischen Wachstum. Auf den Flächen der ehemali-
gen York-Kaserne – westlich des Albersloher Weges gelegen – entsteht derzeit ein komplett neues
Stadtquartier. Auf ca. 50 ha Fläche werden ca. 1.800 Wohnungen entstehen und den heute ca.
12.000 Einwohnerinnen und Einwohner zählenden Stadtteil um bis zu 6.000 Einwohnerinnen und
Einwohner anwachsen lassen. Mit der Entwicklung des York-Quartiers besteht die Chance, die
Gremmendorfer Ortsmitte grundlegend umzugestalten und fit für die Zukunft zu machen.
Der gegenüberliegende zentrale Versorgungsbereich setzt sich aus einer Aneinanderreihung von
Wohn- und Geschäftshäusern zusammen, die über einen Parallelfahrstreifen vom Albersloher Weg
erschlossen werden. Die auch als „Gremmendorfer Meile“ bekannte Einkaufs- und Geschäftsstraße
weist erkennbare Mängel in der Gestaltungsqualität auf und beeinflusst daher die Zukunftsfähigkeit
des Zentrums. Die Dominanz des Parksuchverkehrs sowie des ruhenden Verkehrs führt insgesamt zu
einer schwer zu überblickenden Situation, die insbesondere für den Radverkehr Risiken birgt. Insbe-
sondere die derzeitigen senkrecht zum Fahrstreifen angeordneten Kfz-Stellplätze sind in diesem Zu-
sammenhang kritisch zu bewerten. Durch die vorgesehene Führung der Veloroute Sendenhorst –
Albersloh – Münster entlang des Albersloher Weges wird eine Umgestaltung der Gremmendorfer Mei-
le unausweichlich. Der fließende und ruhende Verkehr insgesamt, unattraktive Asphaltflächen und
Gehwege und ein hoher Versiegelungsgrad dominieren das Bild. All dies trägt zu einer sehr geringen
Aufenthaltsqualität bei. Die Breite der Gehwege lässt an vielen Stellen nur wenig Raum für die Au-
ßengastronomie oder Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, geschweige denn für Lastenräder. Der
Raum für Zufußgehende ist stark begrenzt und entlang der Gebäudefassaden fehlen schattenspen-
dende und qualitätssteigernde Baumstandorte.
Bereits im Rahmen der Perspektivplanung für das York-Quartier 2012/2013 wurde in einem partizipa-
tiven Verfahren mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern die gemeinsame Zielvorstellung entwickelt,
im Zuge der Konversion auch das in die Jahre gekommene Stadtteilzentrum zu ertüchtigen und zu-
sammen mit ergänzenden Handelsangeboten im York-Quartier einen neuen Identifikationspunkt für
den Stadtteil Gremmendorf zu schaffen. Die Schaffung attraktiver Platzräume und Freiflächen, die
Entwicklung eines lebendigen neuen Stadtplatzes mit vielfältigen Nutzungen als Visitenkarte und Ge-
lenkpunkt und die Überwindung der Barriere des Albersloher Weges wurden bereits zu diesem frühen
Zeitpunkt als Zielvorstellung festgehalten und in die gemeinsam erarbeitete städtebauliche Zukunfts-
perspektive „Perspektivplan York-Kaserne“ aufgenommen.
2020 beauftragte die Stadt Münster das besonders auf Einzelhandelsfragen spezialisierte Dortmun-
der Büro Stadt + Handel. Als Ergebnis dieser Zusammenarbeit entstand ein Entwicklungsleitbild für
die Ortsmitte. Zudem wurden zahlreiche Entwicklungsempfehlungen formuliert. Ebenfalls 2020 wurde
das Düsseldorfer Büro scape Landschaftsarchitekten beauftragt, für das Gremmendorfer Stadtteil-
zentrum ein Gestaltungskonzept zu entwickeln. Parallel hierzu erfolgte die Beauftragung des Müns-
teraner Ingenieurbüros nts. Durch das interdisziplinäre Zusammenspiel sollten gestalterische und
verkehrsplanerische Anforderungen integrierend behandelt werden, um während des Planungspro-
zesses stets alle verkehrstechnischen Erfordernisse angemessen berücksichtigen zu können. Im
Rahmen interner Workshops wurden mit den beauftragten Büros Ideen formuliert und ein erster Ge-
staltungsentwurf entwickelt. Die Stadtverwaltung und das Büro scape stellten der Öffentlichkeit den
- 5 -
V/0416/2024
Entwurf im Februar 2022 erstmals vor. Bis Februar 2024 fanden vier weitere Beteiligungsveranstal-
tungen statt, darunter auch zwei gesonderte Austauschabende für die besonders betroffenen Eigen-
tümerinnen, Eigentümer und Gewerbetreibenden an der Gremmendorfer Meile (vgl. unten und Anlage
2). Im Zuge des Beteiligungsprozesses wurde 2023, gemeinsam mit dem Büro Stadt + Handel auf
Grundlage von Landesfördermitteln, ein Zentrenmanagement etabliert (vgl. Begründung zu Be-
schlusspunkt 3 und Anlage 2). Die Rückmeldungen, Anregungen und Bedenken der Bürgerinnen und
Bürger wurden und werden im Planungsprozess laufend evaluiert und nach Möglichkeit – nach Ab-
wägung mit ggf. entgegenstehenden Belangen – in die Planung aufgenommen (vgl. unten).
Abweichende Planungsbereiche
Es wird darauf hingewiesen, dass das Gestaltungskonzept (Anlage 3) inhaltlich nicht vollständig de-
ckungsgleich mit dem Verkehrstechnischen Entwurf (Anlage 4) ist, da letzterer zwischenzeitlich wei-
terentwickelt wurde. So werden im Verkehrstechnischen Entwurf am südlichen Endpunkt der Grem-
mendorfer Meile zusätzliche Vorkehrungen dargestellt, um das Sicherheitsniveau für den Radverkehr
weiter zu erhöhen.
Außerdem unterscheiden sich die Abgrenzungen der Planungsbereiche voneinander (vgl. Anlage 1 –
Übersichtsplan). Der Verkehrstechnische Entwurf enthält weder den Bereich des Yorkshire-Platzes,
noch die weiter nördlich geplante private Stellplatzanlage. Die gestalterische Detailplanung für diese
Teilflächen erfolgt im Zusammenhang mit der Planung für das Bauprojekt auf dem Grundstück der
KonvOY im York-Quartier, welches die bestehenden Einzel- und Dienstleistungsstrukturen um die so
dringend benötigten Nahversorgungsangebote (Vollversorger-Supermarkt, Lebensmittel-Discounter
und Drogeriemarkt) künftig ergänzen soll. Eine Kostenschätzung hierfür kann erst nach Vorliegen
einer hinreichend konkreten Planung vorgenommen werden. Die im Abschnitt II. Finanzielle Auswir-
kungen dargelegten Kostenschätzungen beziehen sich daher nur auf den Planungsbereich des Ver-
kehrstechnischen Entwurfs.
Am nördlichen und südlichen Ende der Gremmendorfer Meile befinden sich kleinere private Freiflä-
chen, die ebenfalls außerhalb des Planungsbereichs des Verkehrstechnischen Entwurfs liegen (vgl.
hierzu Abschnitt „Realisierung“ unten).
Zielsetzung und Konzeptinhalte
Basierend auf der Situationsanalyse, dem formulierten Entwicklungsleitbild und den Entwicklungs-
empfehlungen des Dortmunder Büros Stadt + Handel sowie den Anregungen und Bedenken der Bür-
gerinnen und Bürger erarbeitete das Düsseldorfer Büro scape Landschaftsarchitekten gemeinsam mit
der Stadt Münster ein Gestaltungskonzept. Unterstützt wurde es dabei durch die verkehrsplanerische
Expertise des Münsteraner Ingenieurbüros nts. Auf diese Weise war sichergestellt, dass das zu ent-
wickelnde Konzept sowohl freiraumplanerischen Ansprüchen, als auch verkehrstechnischen Anforde-
rungen gerecht wird.
Mit der Umgestaltung der Ortsmitte sind folgende Zielsetzungen verbunden:
Schaffung eines attraktiven und zukunftsfähigen Zentrums für den Stadtteil
Abmilderung der trennenden Wirkung des Albersloher Weges durch funktionale und visuelle
Verbindung der Zentrumsbereiche York-Quartier und Gremmendorfer Meile
Attraktivierung der Gremmendorfer Meile
Gestaltung des Yorkshire-Platzes als lebendigen neuen Stadtplatz mit vielfältigen Nutzungen
(zum Beispiel Wochenmarkt); als Visitenkarte und Gelenkpunkt
- 6 -
V/0416/2024
deutliche Erhöhung der Verkehrssicherheit, insbesondere für Zufußgehende und Radfahrende
Entwicklung zeitgemäßer Mobilitätslösungen.
Die formulierten Ziele basieren auf dem entwurfsbestimmenden Leitbild „aus zwei Teilen ein Ganzes
machen“ und sollen dazu beitragen, dass sich ein Ort für alle Menschen manifestiert, ein Identifikati-
onspunkt und Kristallisationsort, der die unterschiedlichen Belange und Bedürfnisse der Gremmen-
dorferinnen und Gremmendorfer möglichst gut in Einklang bringt.
Das Gestaltungskonzept formuliert einen ambitionierten Entwicklungsvorschlag für das Zusammen-
wachsen des bestehenden Stadtteilzentrums (Gremmendorfer Meile) mit dem York-Quartier und zeigt
eine neue Qualität im öffentlichen Raum auf, der identitätsprägend für das neue Stadtteilzentrum sein
soll. Das Konzept beinhaltet neben stadtgestalterischen und funktionalen Anforderungen auch Aspek-
te der ökologischen Stadtentwicklung.
Zentrale Figuren der Planung sind der Yorkshire-Platz sowie das grüne Rondell, das sowohl optisch
als auch funktional ein Bindeglied der zwei Teilbereiche beidseits des Albersloher Weges darstellt.
Dem Yorkshire-Platz steht die Neugestaltung der Gremmendorfer Meile gegenüber. Auf begrenztem
Raum werden in der Meile vielfältige Ansprüche berücksichtigt. Das Konzept sieht hier einen großzü-
gigen Boulevard zum Flanieren und Verweilen vor und einen völlig neu aufgeteilten Verkehrsraum,
der ein sicheres Nebeneinander von Radverkehr (Veloroute), Fahrzeugen sowie Anlieferverkehr ge-
währleistet. Eine Erhöhung der Verkehrssicherheit wird zudem durch die Neuordnung des Kfz-
Parkens erreicht. Eine Besonderheit ist in diesem Zusammenhang der geplante Multifunktionsstrei-
fen, der je nach Bedarf dem Kfz-Parken dient oder dem Boulevard zugeschlagen wird. Der künftige
Boulevard bietet den Besucherinnen und Besuchern des Stadtteilzentrums, der Außengastronomie
und der Warenpräsentation deutlich mehr Raum und eine hohe atmosphärische Qualität.
Zusätzlich berücksichtigt das Konzept komfortable Fahrradanlehnbügel sowie Stellplätze für Lasten-
räder. Eine gute Erreichbarkeit des geplanten Bürgerparks wird durch Maueröffnungen sichergestellt.
Auf diese Weise werden auch die im öffentlichen Bürgerpark gelegenen und ebenfalls zum Stadtteil-
zentrum gehörenden sozialen Einrichtungen, wie z. B. das Bürgerhaus, die neue Grundschule mit
Turnhalle, die beiden Kitas sowie die Jugendeinrichtung in die Ortsmitte eingebunden.
Die wesentlichen Konzeptmerkmale sowie weitere Detaildarstellungen des Konzeptes können dem
Bericht (Anlage 2) entnommen werden.
Umgang mit den Anregungen und Bedenken aus der Beteiligung / Abwägung
Angesichts der hohen Bedeutung des Projektes für die Stadtteilentwicklung verfolgte die Stadt Müns-
ter von Beginn an einen partizipativen Planungsansatz. Bereits im Rahmen der Perspektivplanung für
das York-Quartier 2012/2013 wurde nicht nur über die künftige Nutzung des Kasernengeländes, son-
dern auch über Lösungsmöglichkeiten für das Stadtteilzentrum nachgedacht. Ein erster Entwurf des
Gestaltungskonzepts für die Ortsmitte wurde erstmalig im Februar 2022 vorgestellt. Neben zwei wei-
teren Informationsveranstaltungen sowie den separaten Veranstaltungen für die Eigentümerinnen,
Eigentümer und Gewerbetreibenden im Bereich der Gremmendorfer Meile wurden mit dem Len-
kungskreis Gremmendorf und dem Zentrenbeirat im Zusammenhang mit dem Zentrenmanagment
weitere Beteiligungsmöglichkeiten geschaffen:
2012/2013: Perspektivplanung für das York-Quartier
22.02.2022: Online-Infoveranstaltung für Eigentümerinnen und Eigentümer sowie
Gewerbetreibende
- 7 -
V/0416/2024
23.02.2022: Online-Infoveranstaltung für die Öffentlichkeit
14.02.2023: Veranstaltung zum Auftakt des Zentrenmanagements
14.10.2023: Weitere Infoveranstaltung für Eigentümerinnen und Eigentümer sowie
Gewerbetreibende
14.02.2024: Weitere Infoveranstaltung für die Öffentlichkeit
seit Anfang 2023: Zentrenmanagement Gremmendorf
In Rahmen der Beteiligung wurde eine Vielzahl an Anregungen und Bedenken vorgebracht. Es war
und ist das Bestreben der Stadt Münster, diese nach Möglichkeit in die Planung einfließen zu lassen.
Teilweise standen die geäußerten Belange jedoch auch im Widerspruch zueinander. Dies wurde
insbesondere in den Diskussionen um die Ausgestaltung der Gremmendorfer Meile und dessen
Parkraumkonzept deutlich. Die Entwicklung eines stadtgestalterisch überzeugenden – und zugleich
verkehrstechnisch funktionierenden –Gestaltungskonzeptes machte es notwendig, einigen
Anregungen und Bedenken nicht zu folgen.
Neugestaltung der Gremmendorfer Meile / Parkraumkonzept
Das Gestaltungskonzept sieht vor, die Gremmendorfer Meile in einen attraktiven Aufenthalts- und
Bewegungsraum mit Boulevardcharakter zu verwandeln. Die Straßenraumaufteilung soll zukunftsfä-
hig und verkehrssicher sein, zum Einkaufen und Verweilen einladen und auch der Außengastronomie
deutlich mehr Raum bieten als heute. Diese Zielsetzungen lassen sich nur mit einer deutlichen Re-
duktion des ruhenden Verkehrs erreichen. Statt wie im Bestand ca. 120 steht in der Gremmendorfer
Meile künftig Parkraum für ca. 40 Kraftfahrzeuge zur Verfügung.
Die Stadtverwaltung setzte von Anfang an auf einen direkten Dialog mit den von dieser Änderung
besonders betroffenen Eigentümerinnen, Eigentümern und Gewerbetreibenden. In den Beteiligungs-
veranstaltungen wurde mehrfach die Befürchtung geäußert, dass bei einem reduzierten Parkrauman-
gebot Geschäftseinbußen der Kaufleute eintreten könnten. Es könne zu chaotischen Zuständen
kommen, die sich auch auf die Erreichbarkeit der Arztpraxen und Apotheken negativ auswirken könn-
ten. Dem kann entgegnet werden, dass die Umgestaltung eine deutliche Attraktivitätssteigerung mit
sich bringt, was sich positiv auf die Vermietbarkeit und Rentabilität der Nutzungen in den Erdge-
schosszonen auswirkt. Gerade aufgrund der neuen Nahversorgungsangebote im York-Quartier ist
eine attraktive Gestaltung der Gremmendorfer Meile von hoher Bedeutung. Es ist davon auszugehen,
dass der enorme Kaufkraftanstieg infolge der Entwicklung des York-Quartiers (bis zu 6.000 neue
Einwohnerinnen und Einwohner) und den dort vorgesehenen ergänzenden Handelsstrukturen (Kopp-
lungspotenziale durch sich ergänzende Angebote) zu einer Belebung der Meile führen werden.
Viele Neubürgerinnen und Neubürger werden aufgrund der unmittelbaren Nähe ihre Einkäufe zu Fuß
oder mit dem Fahrrad erledigen. Durch die in der Meile vorgesehene Einführung einer Parkzeitenre-
gelung – das Parken soll kostenfrei möglich bleiben – wird eine gute Erreichbarkeit für den Kfz-
Verkehr sichergestellt. Zur Einhaltung der Parkzeitregelung werden die Außendienste des Ordnungs-
amtes in der Anfangszeit – im Rahmen der personellen Möglichkeiten – Schwerpunktkontrollen
durchführen. Außerdem entstehen auf der gegenüberliegenden Seite im York-Quartier eine Vielzahl
an neuen Stellplatzangeboten, sodass die deutliche Reduktion auch vor diesem Hintergrund für trag-
fähig gehalten wird. Durch die zusätzlichen Querungsmöglichkeiten über den Albersloher Weg und
die Verkürzung der Ampelwartezeiten wird ein niederschwelliges Wechseln zwischen den zwei Ein-
zelhandelslagen ermöglicht. Die Verlagerung der stadtauswärtigen Bushaltestelle Paul-Engelhard-
Weg in Richtung Norden, die Inbetriebnahme der WLE-Strecke und nicht zuletzt durch die Schaffung
von zusätzlichen und komfortablen Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und Lastenräder werden weite-
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re Maßnahmen getroffen, um eine gute Erreichbarkeit der Gremmendorfer Meile sicherzustellen und
den Bedarf an Kfz-Parkplätzen im Vergleich zu heute zu verringern.
In den Veranstaltungen wurde mehrfach kritisiert, dass für die Anwohnenden künftig keine öffentli-
chen Parkplätze in der Meile zur Verfügung stehen. Hierzu wurde darauf hingewiesen, dass die Kfz-
Stellplätze außerhalb der Geschäfts- und evtl. Lieferzeiten nicht durch eine Parkzeitbegrenzung reg-
lementiert werden. Den Anwohnenden steht somit weiterhin, wenn auch eingeschränkt, öffentlicher
Parkraum in der Meile zur Verfügung. Grundsätzlich führt die Abwägung für eine zeitlich bevorzugte
Nutzung von Stellplätzen im öffentlichen Raum für Kundinnen und Kunden sowie Besuchenden zu
einer Zukunftssicherheit der Nutzungen in einem Stadtteilzentrum. Der öffentliche Raum in einem
Stadtteilzentrum muss zahlreiche Anforderungen erfüllen, die einer rein privaten Nutzung entgegen-
stehen. Aufgrund der begrenzbaren Anzahl der betroffenen Wohnbevölkerung sind individuelle Lö-
sungen zu erwarten. Eine gesonderte Zone für Anwohnerparken stellt jedoch keine Option dar, da
dies einseitig zulasten der Geschäftsleute und Arztpraxen gehen würde.
Insbesondere zu Beginn des Planungsprozesses wurde von einigen Bürgerinnen und Bürgern eine
noch weitergehende Reduktion bzw. ein kompletter Entfall des Parkraumangebotes eingefordert. In
Abwägung mit den Belangen der Geschäftstreibenden, Arztpraxen, Anwohnenden und den Bedürf-
nissen der Kundinnen und Kunden kann dem Wunsch nach einer gänzlich autofreien Gremmendorfer
Meile jedoch nicht entsprochen werden. Die Erreichbarkeit muss weiterhin gewährleistet sein, dazu
gehört auch das Vorhalten eines ausreichenden Stellplatzangebotes für Kraftfahrzeuge. Die Redukti-
on von Parkraum ist durch den geplanten Multifunktionsstreifen gleichwohl künftig möglich. Konkret
sieht das Gestaltungskonzept vor, dass die Stellplatzreihe vor den Geschäften temporär oder dauer-
haft in Flächen für Außengastronomie, Warenauslagen oder Marktstände umgewandelt werden kann
(vgl. Abbildungen unten). Die einheitliche Pflasterung in höhengleicher Ausführung ermöglicht eine
hohe – und somit zukunftsfähige – Flexibilität. Der von einer Bürgerin vorgeschlagene saisonale
Wechsel von Stellplatz- (Winter) zu Gastronomieflächen (Sommer) kann somit Wirklichkeit werden.
Neben dem erheblichen Qualitätsgewinn, der sich aus der Neuaufteilung des Verkehrsraums und der
Ausweisung als verkehrsberuhigter Geschäftsbereich (max. 20 km/h) ergibt, ist auch die beträchtliche
Zunahme der Verkehrssicherheit in der Abwägung hoch zu gewichten. Die heute beengten Verhält-
nisse, das Fehlen von Sicherheitstreifen zur Verhinderung von Dooring-Unfällen (engl.: Das Kollidie-
ren mich sich öffnenden Pkw-Türen) mit Radfahrenden und nicht zuletzt die heutigen senkrecht zum
Fahrstreifen angeordneten Parkstände bergen insbesondere für die schwächeren Verkehrsteilneh-
Die zur Gebäudeseite ausgerichteten Parkstände können je nach Bedarf ganz oder
teilweise dem Boulevard zugeschlagen werden. Vis ualisierung: Scape Landschaftsar-
chitekten
Die umgestaltete Gremmendorfer Meile: Mehr Raum zum Flanieren und Verweilen.
Geordnetes Parken beidseits des Fahrstreifens. Visualisierung: Scape Landschaftsar-
chitekten
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menden Risiken. Die Veloroute Sendenhorst – Albersloh – Münster kann nur durch die hier vorge-
schlagenen Anpassungen des Verkehrsraums entlang des Albersloher Weges verlaufen. Die Neu-
ordnung sorgt erstmals für ein gleichberechtigtes Nebeneinander der verschiedenen Verkehrsarten
und lädt zum Verweilen und Flanieren auf dem künftigen Boulevard ein.
Eine „echte“ Neugestaltung und Attraktivitätssteigerung lässt sich nur durch den Entfall von Kfz-
Stellplätzen erreichen. Sie birgt große Potenziale für die Geschäftstreibenden und Gastronomiebe-
triebe vor Ort. Durch den geplanten Multifunktionsstreifen ist sie zukunftsfähig und ein wichtiger Bau-
stein für die angestrebte Mobilitätswende. Es entsteht ein neuer Stadtraum, in dem der Mensch und
seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt gerückt werden. Ein Ort, wo Menschen generationsübergreifend
zusammenkommen und teilhaben.
Shared Space / Fahrradstraße
Ein weiterer, im Rahmen der Beteiligung geäußerter Vorschlag war die Berücksichtigung des Shared
Space Ansatzes. Hinter dieser Planungsphilosophie steht der Gedanke, dass die Verkehrsteilneh-
menden den Verkehrsraum gleichberechtigt nutzen und auf Verkehrszeichen, Signalanlagen und
Fahrstreifenmarkierungen ganz oder größtenteils verzichtet wird. Im Vordergrund steht das Prinzip
der gegenseitigen Rücksichtnahme. Die Einführung von Shared Space würde sich nicht mit der in der
Gremmendorfer Meile geplanten Anzahl an Kfz-Parkplätzen vertragen. Eine weitergehende Redukti-
on des Parkraumangebotes wäre zwar möglich, kann jedoch aus den o.g. Aspekten (u.a. Belange der
Kaufleute) nicht erwogen werden. Durch die Ausweisung der Meile als Verkehrsberuhigter Ge-
schäftsbereich (max. 20 km/h), dem großzügigen, zum Verweilen und Flanieren einladenden Boule-
vard, dessen lediglich „weicher“ Separation durch den nur 3 cm hohen Rundbord und einer möglichst
einheitlichen Gestaltung aller Oberflächen wird eine Gestaltung erreicht, die dem Shared Space An-
satz optisch nahekommt und zugleich die Anforderungen an die Barrierefreiheit vollends erfüllt.
Der Anregung, die Gremmendorfer Meile in eine Fahrradstraße umzuwandeln kann nicht entsprochen
werden, da hierfür ebenfalls das Kfz-Parken weitergehender reduziert werden müsste. Der Umbau
erfolgt jedoch so, dass für die Radfahrenden gem. den städtischen Standards ausreichend Raum zur
Verfügung gestellt und ein ausreichendes Sicherheitsniveau – u.a. durch Markierung von Sicherheits-
trennstreifen zur Vermeidung von Dooring-Unfällen und die Einführung von Tempo 20 (vgl. oben) –
gewährleistet wird.
Tunnel-/Brückenlösung
Immer wieder wurde von Bürgerinnen und Bürgern die Frage aufgeworfen, ob im Bereich der Ortsmit-
te eine Untertunnelung des Albersloher Weges oder eine Brückenlösung erfolgen kann. Eine solche
Separierung würde dem Fuß- und Radverkehr in der Ortsmitte einen Vorrang einräumen und zu einer
Verkehrsberuhigung beitragen. Allerdings wären damit auch Nachteile verbunden. Sowohl bei einem
Tunnel, als auch einer Brücke sind flächenintensive Rampen erforderlich. Insbesondere bei einer
Tunnellösung würde an dessen Auf- und Abgängen eine Zerschneidungswirkung unvermeidbar sein.
Genau diese soll mit der Umgestaltung des Stadtteilzentrums aber deutlich abgemildert werden. Auch
eine Brücke würde sich gestalterisch negativ auswirken und die Sichtbeziehungen zwischen den bei-
den Seiten des Albersloher Weges stören. Eine Trennung der Verkehrsarten kann also allein schon
aus konzeptionellen und gestalterischen Gründen nicht die richtige Antwort sein. Wer zu Fuß oder mit
dem Rad unterwegs ist, soll möglichst kurze Verbindungswege nutzen können, was an diesem
Standort am besten durch eine ebenerdige Ausführung gewährleistet werden kann. Abgesehen da-
von fallen bei solchen Bauwerk en erhebliche und oft schwer kalkulierbare Kosten an, die in dieser
Höhe für diesen Standort nicht zu rechtfertigen wären.
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Verkehrsbelastungen Albersloher Weg
Auch die hohe Verkehrsbelastung des Albersloher Weges wurde in den Beteiligungsveranstaltungen
immer wieder als Problemfeld benannt. Der Bereich zwischen Gremmendorfer Weg und Paul-
Engelhard-Weg ist mit rund 27.000 Kraftfahrzeugen täglich belastet (Hochrechnung für 2020). Es ist
zu konstatieren, dass durch die zusätzlichen Verkehre, die durch das York-Quartier und die übrigen
geplanten neuen Wohngebiete in Münsters Südosten ausgelöst werden, eine weitere Verkehrszu-
nahme zu erwarten ist. Die Neugestaltung der Ortsmitte Gremmendorf muss sich an diese Gegeben-
heit anpassen. So ist es vor diesem Hintergrund unabdingbar, die Kfz-Stellplätze in der Gremmendor-
fer Meile auch künftig durch einen Parallelfahrstreifen zu erschließen. Eine Parkraumerschließung
unmittelbar über den Albersloher Weg ist angesichts der hohen Verkehrsbelastung nicht umsetzbar.
Dennoch kann durch die Neugestaltung der Ortsmitte eine erhebliche Verbesserung für Zufußgehen-
de und Radfahrende erreicht werden. Das Gestaltungskonzept sieht auf Höhe des geplanten Ron-
dells, des Paul-Engelhard-Weges und dem Heinrich-Hoffschulte-Weg insgesamt vier zusätzliche
Querungsstellen vor, davon drei für Zufußgehende. Durch die geplante Neukoordinierung der Grünen
Welle ist grundsätzlich von einer Verbesserung der Ampelwartezeiten für den querenden Fuß- und
Radverkehr auszugehen. An den beiden Knotenpunkten Paul-Engelhard-Weg und Gremmendorfer
Weg ist von Wartezeiten in der Größenordnung von ca. 70 Sekunden auszugehen. Bei einer ungüns-
tigen Anforderung bzw. einer ÖPNV-Priorisierung sind aber auch längere Wartezeiten von bis ca. 90
Sekunden möglich. An den beiden neuen Querungsstellen am Rondell ist ein sog. Doppelanwurf vor-
gesehen. Dadurch ergeben sich hier voraussichtlich noch geringere Wartezeiten von nur ca. 40 bis 60
Sekunden. Diese Verbesserung trägt, neben der gestalterischen Aufwertung, ebenfalls zu einer deut-
lich reduzierten Trennwirkung des Albersloher Weges bei.
Bezogen auf den Kfz-Verkehr hat die anlässlich der Planung erstellte Verkehrssimulationsstudie er-
geben, dass sich die Leistungsfähigkeit des Albersloher Weges durch die Anbindung des York-
Quartiers zwar weiter verschlechtert, die prognostizierten Verkehrsmengen jedoch abgewickelt wer-
den können. Durch Mobilitätskonzepte im York-Quartier, die geplante Optimierungen für den Radver-
kehr (Veloroute) und nicht zuletzt durch Reaktivierung der WLE-Bahn werden darüber hinaus zusätz-
liche Verlagerungspotenziale geschaffen. Die Stadt Münster erarbeitet für den Albersloher Weg der-
zeit ein Gesamtkonzept, das weitere Maßnahmen für eine Verbesserung der Situation enthalten soll.
Die hohe Verkehrsbelastung ist auch der Grund, weshalb der Albersloher Weg nicht, wie im Beteili-
gungsprozess angeregt, von heute vier auf zwei Fahrstreifen zurückgebaut werden kann. Sollte der
Kfz-Verkehr deutlich abnehmen, könnten die beiden äußeren Fahrstreifen jedoch eines Tages in
Bussonderfahrstreifen umgewandelt werden.
Eine Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit von 50 auf 30 km/h wird aufgrund der Funktion des
Albersloher Weges als wichtige Verkehrsachse derzeit als rechtlich nicht umsetzbar bewertet. Die
Stadt Münster ist Mitinitiatorin der Tempo-30-Initiative des Deutschen Städtetags. Möglicherweise
wird sich der Rechtsrahmen künftig ändern, sodass dann über eine Ausweisung von Tempo 30 nach-
gedacht werden könnte.
Größtmöglicher Erhalt des Baumbestandes / Neupflanzungen
Der Umgang mit dem Baumbestand wurde in den Beteiligungsveranstaltungen ebenfalls oft themati-
siert. Den geäußerten Bedenken ist zu entgegnen, dass der heutige Baumbestand – und somit der
Charakter des Albersloher Weges – größtenteils erhalten bleibt. Dies hängt vor allem damit zusam-
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men, dass sich der Albersloher Weg in seinem Verlauf nicht wesentlich ändert. Gleichwohl können
mit der Umsetzung des Konzeptes und infolge von weiteren Bodeneingriffen (durch Neubau von Ka-
nälen und Versorgungsleitungen) nicht alle Bäume erhalten werden. Um negative Auswirkungen auf
den Baumbestand zu verhindern bzw. abzumildern, werden während der Bauzeit Maßnahmen für
einen adäquaten Baumschutz getroffen. Das Gestaltungskonzept sieht viele Neuanpflanzungen vor,
wobei deren genaue Zahl – ebenso wie die der notwendigen Baumfällungen – erst im Rahmen der
noch ausstehenden Ausführungsplanungen beziffert werden kann (vgl. Beschlusspunkt 2).
Es wurden von Bürgerinnen und Bürgern vereinzelt auch konkrete Wünsche bezüglich der Auswahl
konkreter Baum- und Straucharten vorgebracht. Hierzu gehört auch die Idee, die Grünflächen in
Streuobstwiesen zu verwandeln und grundsätzlich möglichst große Bäume zu pflanzen. Das Gestal-
tungskonzept liefert erste Vorschläge, welche Baumarten, Stauden und Gräser auf den Grünflächen
gepflanzt werden könnten (vgl. Anlagen 2 und 3). Eine konkrete Auswahl kann jedoch ebenfalls erst
im Rahmen der Ausführungsplanungen und auf Grundlage des noch aufzustellenden dendrologi-
schen Gutachtens erfolgen. Auch die zukünftigen Pflegeaufwendungen werden bei der Auswahl der
Bepflanzung berücksichtigt. Die Fragestellung, in welchem Umfang und nach welchen Prinzipien der
bestehende Strauchbestand in den Angern zur Verbesserung der Sichtbeziehungen zwischen den
beiden Seiten des Albersloher Weges ausgedünnt werden sollte, wird ebenfalls erst später betrachtet.
Von einer Bürgerin wurde angeregt, den Gehölzbestand in der Ecksituation südlich Heinrich-
Hoffschulte-Weg (Hauptkasernenzufahrt) / Albersloher Weg zu belassen. Dieser Anregung wird wei-
testgehend entsprochen, da die im Zuge der Planung für die sozialen Einrichtungen im Bürgerpark
notwendigen Kfz-Parkplätze anders angeordnet werden. Trotz Verschiebung der stadtauswärtigen
Bushaltestelle Paul-Engelhard-Weg entfallen hier einige wenige Bäume.
In der Gesamtbetrachtung bleibt festzuhalten, dass der für den Charakter der Ortsmitte so wichtige
und prägende Baumbestand weitestgehend erhalten werden kann. Die Versiegelungsbilanz ist posi-
tiv, d. h. insgesamt wird durch die Planung eine Entsiegelung erzielt. Darüber hinaus erfolgen viele
Neupflanzungen, sodass die Ortsmitte Gremmendorf künftig von deutlich mehr Bäumen gesäumt sein
wird als heute.
Behindertenstellplätze / Barrierefreiheit
Angeregt wurde auch, die Anzahl der Behindertenstellplätze in der Gremmendorfer Meile zu erhöhen
bzw. deren Standorte zu verändern. Eine bereits im Jahr 2021 erstellte Stellplatzerhebung zeigte in-
des, dass der Auslastungsgrad der zwei bestehenden Behindertenparkplätze gering ist. Die Veror-
tung der Behindertenstellplätze vor der Linden-Apotheke / Gemeinschaftspraxis und vor der in Kürze
eröffnenden neuen Filiale der Drogeriemarktkette Rossmann wird von der Fachverwaltung für
zweckmäßig und bedarfsgerecht bewertet. Falls sich nach Fertigstellung der Umbaumaßnahmen ein
höherer Bedarf zeigt, kann hier notfalls nachgesteuert werden.
Es wurde eingewendet, dass das 3 cm hohe Rundbord am Boulevard für mobilitätseingeschränkte
Personen eine Stolperfalle darstellen und eine Überquerung des Fahrstreifens erschweren kön nte.
Diese Bedenken werden von der Verwaltung nicht geteilt. Das Rundbord stellt vielmehr sicher, dass
Menschen mit Sehbehinderung ein taktiles Leitelement erhalten, was allgemein von der Kommission
zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen (KIB) in dieser Bauweise mitgetragen
wird. Die Höhendifferenz von 3 cm ergibt sich aus einem Abstimmungsprozess beteiligter Gruppen
und Verbände als Kompromiss zwischen den Erfordernissen der Blinden, sich nach ertastbaren Ele-
menten zu richten und denen der Rollstuhlfahrenden, möglichst ohne Höhendifferenz den Straßen-
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raum zu befahren. In der Regel können Nutzer von Rollstühlen und Rollatoren diese 3 cm eigenstän-
dig bewältigen. An den Querungsstellen wird punktuell eine kantenlose Querung für Personen mit
Rollstuhl und Rollator ermöglicht. Hier werden zusätzlich Bodenindikatoren vorgesehen, um ein Über-
laufen durch sehbehinderte Personen zu verhindern.
Gegenrichtungsfreigabe für den Radverkehr entlang des Albersloher Weges
Es wurde ferner angeregt, auf der gegenüberliegenden Seite des Albersloher Weges, d. h. entlang
des York-Quartiers, ebenfalls eine Gegenrichtungsfreigabe für den Radverkehr einzurichten. Dieser
Anregung kann nicht entsprochen werden, da hier u.a. aufgrund der denkmalgeschützten Kasernen-
mauer nicht genügend Fläche zur Verfügung steht. Aufgrund der zahlreichen neuen Querungsmög-
lichkeiten über den Albersloher Weg und der künftig kürzeren Wartezeiten für den Fuß- und Radver-
kehr besteht hierzu jedoch auch keine Notwendigkeit.
Car-Sharing und Ladestationen
Im Rahmen der Beteiligung wurde vorgeschlagen, den bestehenden Standort für Car -Sharing in der
Gremmendorfer Meile beizubehalten. Zudem wurde vorgeschlagen, in der Gremmendorfer Meile La-
destationen für Fahrzeuge und E-Bikes vorzusehen. Entsprechende Bedarfsprüfungen erfolgen in der
weiteren Planung.
Öffentliches WC-Angebot / W-LAN
Es wurde mehrmals angeregt, in der Planung ein öffentliches WC zu berücksichtigen. Das Vorhalten
eines solchen Angebotes ist in den Stadtteilzentren nicht städtische r Standard und wäre mit hohen
Unterhaltungskosten verbunden. Im Falle von Gremmendorf sind durch die heutigen und künftigen
Geschäfte und Gastronomiebetriebe auf beiden Seiten des Albersloher Weges absehbar ausreichend
hohe Toilettenkapazitäten vorhanden. Ggf. kann künftig erwogen werden, dass Konzept der „Netten
Toilette“ in der Ortsmitte umzusetzen. Die teilnehmenden Gastronomen, Händlerinnen und Händler
könnten ihre Toiletten dann gegen eine Aufwandsentschädigung der Stadt für eine öffentliche Nut-
zung bereitstellen.
Die Anregung, in der Ortsmitte künftig öffentliches W-LAN zu ermöglichen, wird im Rahmen der weite-
ren Planung geprüft.
Sitzgelegenheiten
Im Rahmen der Beteiligung wurde auf die Notwendigkeit komfortabler Sitzmöglichkeiten aufmerksam
gemacht. Zugleich wurde angeregt, nicht nur auf dem Yorkshire -Platz, sondern auch in der Grem-
mendorfer Meile – neben dem bestehenden und künftig absehbar gr ößeren Sitzplatzangebot der
Gastronomiebetriebe – konsumzwangfreie Sitzgelegenheiten anzubieten. Die Umsetzbarkeit dieser
Anregung wird im Rahmen der weiteren Planung unter Berücksichtigung der Standardmöbelierung
aus dem Gestaltungskatalog der Stadt Münster geprüft.
Gesamtabwägung
In der Gesamtabwägung ist festzustellen, dass die Planung eine Vielzahl der von den Bürgerinnen
und Bürgern vorgebrachten Anregungen und Hinweise berücksichtigt:
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Ausbildung eines neuen Identifikationspunktes für Gremmendorf
einheitliche Oberflächenmaterialien
weitgehender Erhalt des für die Ortsmitte charakteristischen Baumbestandes
deutliche Abmilderung der trennenden Wirkung des Albersloher Weges
Bau neuer Querungsstellen über den Albersloher Weg mit kürzeren Ampelwartezeiten für Zu-
fußgehende und Radfahrende
zeitgemäße Mobilitätsangebote, Stärkung des Rad- und Fußverkehrs, u. a. neue Abstellmög-
lichkeiten für Fahrräder und Lastenräder
Attraktivierung und substanzielle Stärkung der Gremmendorfer Meile
o Schaffung eines Boulevards mit viel Platz für die Außengastronomie und Warenprä-
sentation
o deutliche Erhöhung der Verkehrssicherheit, insbesondere für Zufußgehende und Rad-
fahrende
o Verkehrsberuhigung und gleichberechtigtes Nebeneinander der verschiedenen Ver-
kehrsarten
o Multifunktionsstreifen für maximale Flexibilität
o Vorhaltung kostenloser Kurzeitparkplätze für Fahrzeuge
o Fortbestand der Gegenrichtungsfreigabe für den Radverkehr
o Einrichtung zeitlich beschränkter Lieferzonen außerhalb der Geschäftszeiten (Konkreti-
sierung im Rahmen der Ausführungsplanung)
Yorkshire-Platz
o Schaffung eines lebendigen neuen Stadtplatzes mit vielfältigen Nutzungen als Visiten-
karte und Gelenkpunkt
o neuer Standort für den Wochenmarkt mit viel Platz für dessen Entwicklung
o neue Einkaufsmöglichkeiten zur Schließung der Nahversorgungslücke in Gremmendorf
Der Planungsprozess wird von den vielen engagierten Bürgerinnen und Bürgern auch weiterhin kri-
tisch, aber auch konstruktiv begleitet werden. Die Gremmendorferinnen und Gremmendorfer können
sich darauf verlassen, dass die Stadt Münster die Planungen weiter vorantreibt, damit aus dem ent-
wurfsbestimmenden Leitbild „Aus zwei Teilen ein Ganzes machen“ schon bald Wirklichkeit wird. In
der Betrachtung der in diesem Abschnitt behandelten Anregungen und Bedenken wird deutlich, dass
das Konzept ausgewogen zwischen de n unterschiedlichen Belangen vermittelt. Bezogen auf das
Parkraumkonzept gilt ein „sowohl, als auch“ anstelle eines „entweder, oder“, ohne den zukunftsorien-
tierten Planungsansatz aus dem Blick zu verlieren. Die Ortsmitte Gremmendorf ist für alle Menschen
da.
zu Beschlusspunkt 2
Straßenplanung
Die Planung hat aufgrund der integrierten Herangehensweise (vgl. oben) bereits einen relativ hohen
Konkretisierungsgrad erreicht. Aufbauend auf dem bereits erfolgten Grundausbau zur Erschließung
des York-Quartiers (vgl. V/1071/2020), dem Gestaltungskonzept und dem Verkehrstechnischen Ent-
wurf gilt es im nächsten Schritt, die Ausführungsplanung für die Ortsmitte zu vollziehen. Hierfür steht
zunächst die Vorbereitung eines Vergabeverfahrens für die Ingenieurleistungen an. Nach Vergabe
der Ingenieurleistungen ist davon auszugehen, dass mit der Ausführungsplanung ab Anfang 2025
begonnen werden kann. Im Rahmen der Ausführungsplanung erfolgen weitere Konkretisierungs-
schritte, u.a. werden die Oberflächenmaterialien und Ausstattungselemente (z. B. Sitzgelegenheiten)
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festgelegt und es erfolgt eine Höhenplanung, insbesondere im Hinblick auf die Entwässerung. Außer-
dem werden Entscheidungen im Hinblick auf die Vegetation getroffen. Ein ganz wesentlicher Punkt ist
auch der Umgang mit dem Baumbestand. Hierzu wird das noch a ufzustellende dendrologische Gut-
achten Erkenntnisse liefern.
Planung Yorkshire-Platz und nördlich angrenzende Stellplatzanlage
Die Detailplanung für den Yorkshire-Platz und der nördlich angrenzenden privaten Stellplatzanlage
ist, wie im Abschnitt „Abweic hende Planungsbereiche“ ausgeführt, nicht Gegenstand des Verkehrs-
technischen Entwurfs (vgl. auch Anlage 1 - Übersichtsplan). Diese erfolgt im Zusammenhang mit der
Planung für das Bauprojekt auf dem Grundstück der KonvOY im York -Quartier. Auch die kleineren
privaten Flächen entlang der Gremmendorfer Meile liegen außerhalb des Planungsbereiches des
Verkehrstechnischen Entwurfes (vgl. hierzu Abschnitt „Realisierung“ unten).
Entwässerungstechnische Planung
Im Hinblick auf den vorliegenden Verkehrstechnischen Entwurf sollen seitens der Stadtentwässerung
folgende Arbeiten durchgeführt werden:
1. Im Kreuzungsbereich Albersloher Weg / Paul -Engelhard-Weg wird ein größerer Eingriff erfor-
derlich. Zum einen müssen die Kanalanschlüsse für Regenwasser und Schmutzwasser des
York-Quartiers endgültig angebunden werden und zum anderen laufen an dieser Stelle meh-
rere Kanäle aus dem Süden und Norden des Albersloher Weges zusammen, was zur Folge
hat, dass die auflagebedingten Regenwasserbehandlungsanlagen hier sinnvoll verortet wer-
den können. Die genaue Dimensionierung und damit auch die Abmessung und Lage der Re-
genwasserbehandlungen ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht abschließend darstellbar. Ei-
ne detaillierte Dimensionierung und Verortung der Regenwasserbehandlungsanlagen wird im
weiteren Prozess in Zusammenarbeit mit der Genehmigungsbehörde (Untere Wasserbehör-
de) erarbeitet. Darüber hinaus befinden sich in diesem Bereich schadhafte Schmutzwasser-
kanäle, welche in diesem Zuge in offener Bauweise ausgetauscht werden müssen.
Für die dargestellten Maßnahmen wird ein Eingriff in den Baumbestand erforderlich. Welche
Bäume genau betroffen sind und inwieweit sich die Maßnahme mit der Baumschutzsatzung
vertragen lässt, kann erst im weiteren Prozess sicher festgelegt werden. Abstimmungen mit
dem Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit werden geführt. Aufgrund der Ausdeh-
nung dieser Maßnahme wird es zeitweise zu schweren Verkehrsbehinderungen in diesem Be-
reich kommen.
Die genannten Maßnahmen stellen Pflichtaufgaben aufgrund behördlicher Auflagen dar und
werden auch unter der Annahme, dass eine Umsetzung des Verkehrstechnischen Entwurfs
scheitert oder zeitlich stark verzögert zur Ausführung kommt, seitens der Stadtentwässerung
durchgeführt.
2. Im Bereich der Meile / des Ortsfahrstreifens soll ein neuer Doppelkanal (Regenwasser/
Schmutzwasser) auf ganzer Länge verlegt werden. Mit dieser Maßnahme wird größtenteils auf
den Verkehrstechnischen Entwurf reagiert, als auch zu Teilen das Abwasserbeseitigungskon-
zept umgesetzt und die Entwässerungs situation der Straße sowie der angrenzenden Bebau-
ung neu geordnet. Im Rahmen der Umsetzung des Verkehrstechnischen Entwurfs findet in
diesem Bereich ein Vollausbau statt, sodass diese Synergien sinnvoll genutzt werden können.
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Durch die Maßnahme können al le im Verkehrstechnischen Entwurf geplanten Bäume ent-
sprechend gesetzt werden. Inwieweit (einzelne) vorhandene Bäume von der Maßnahme be-
troffen sind, kann heute noch nicht abschließend mitgeteilt werden.
Die Maßnahme bedingt die Umlegung von Versorgungsleitungen durch die Stadtnetze (insbe-
sondere der Hauptwasserleitung). Klärungen hierzu laufen mit dem Start der Planungen an.
Realisierung
Die abgestimmten Ausführungsplanungen werden der Politik zur Beschlussfassung vorgelegt (Bau-
beschlüsse). Auf dieser Grundlage kann dann die Ausschreibung der Bauleistungen erfolgen. Der
Beginn der Baumaßnahmen kann derzeit noch nicht terminiert werden. Fes t steht, dass diese nicht
vor Ende 2026 beginnen werden und der Bau abschnittsweise und in enger Abstimmung mit den An-
rainern erfolgen wird. Die Beeinträchtigungen sollen so gering wie möglich gehalten werden. Über
das bereits jetzt eingeführte Zentrenmanagement (vgl. Beschlusspunkt 3) ist eine kontinuierliche und
niederschwellige Beteiligung der besonders betroffenen Geschäftstreibenden, Anwohnenden und
Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer gewährleistet. Weitergehende Informationen zu den
Bauzeiten wird es dann in den genannten Vorlagen geben.
Für die Baumaßnahmen fallen keine Anliegerbeiträge an. Am nördlichen und südlichen Ende der
Gremmendorfer Meile – außerhalb des Planungsbereiches des Verkehrstechnischen Entwurfs (vgl.
Anlage 1 - Übersichtsplan) – befinden sich zwischen der städtischen Verkehrsfläche und der Gebäu-
defront private Freiflächen. Das Gestaltungskonzept sieht vor, diese durch Verwendung desselben
Oberflächenmaterials optisch an den Boulevard anzugleichen. Voraussetzung hierfür ist, da ss die
anliegenden Eigentümerinnen und Eigentümer die Herstellung der Flächen zu eigenen Kosten paral-
lel durchführen. Eine Verpflichtung zum Umbau besteht jedoch ausdrücklich nicht. Die Abstimmungen
mit den Anliegenden werden nach dem Planungsbeschluss geführt.
zu Beschlusspunkt 3
Für die Gremmendorfer Ortsmitte wurde Anfang 2023 als erstes Stadtteilzentrum in Münster ein um-
fassendes Zentrenmanagement eingerichtet. Dank der erfolgreichen Bewerbung im „Sofortprogramm
zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren“ standen für die Einrichtung des Zentrenmanagements
Fördermittel des Landes Nordrhein-Westfalen in Höhe von 89.000 € zur Verfügung. Ziel des Prozes-
ses war, die Akteure rund um die Gremmendorfer Meile zu unterstützen und die vielfältigen Prozesse
im Stadtteil kontinuierlich und transparent in die Öffentlichkeit hinein zu kommunizieren und zeitgleich
Rückmeldungen aus dem Stadtteil in die Verwaltung zu spiegeln.
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Nach Auslaufen der Förderung wird das Zentrenmangement auf der geschaffenen Grundlage fortge-
führt und weiter ausgebaut. So wird für die nächsten fünf Jahre eine hauptamtliche Kraft als Zentren-
manager oder Zentrenmanagerin für und in Gremmendorf wirken. Der neue Zentrenmanager bzw. die
neue Zentrenmanagerin wird insbesondere Immobilieneigentümerinnen und -eigentümern, den Ge-
webetreibenden und Anwohnenden vor Ort fortlaufend für Gesprächs- und Beratungsangebote zur
Seite stehen. Aber auch alle anderen Bürgerinnen und Bürger steht das Zentrenmanagement mit Rat
und Tat zur Verfügung.
Der bereits etablierte Lenkungskreis wird fortgeführt. Für die Entwicklung des Stadtteils wird jedoch
darüber hinaus auch das Wissen und die Hilfe derer gebraucht, die Gremmendorf gut kennen, die
dort leben und sich für ihr Lebensumfeld engagieren. Deshalb wurde zusätzlich ein Zentrenbeirat ge-
gründet, der die Stadt künftig in den anstehenden Fragen der Stadtteilentwicklung beraten wird.
Nähere Informationen zum Zentrenmanagement für Gremmendorf können der Anlage 2 entnommen
werden.
In Vertretung
gez.
Robin Denstorff
Stadtbaurat
Anlagen:
Anlage A
Anlage 1: Übersichtsplan: Planungsbereiche Gestaltungskonzept und Verkehrstechnischer Entwurf
Anlage 2: Bericht „Ein neues Stadtteilzentrum für Gremmendorf“
Anlage 3: Lageplan Gestaltungskonzept
Anlage 4: Verkehrstechnischer Entwurf
Anlage 5: Folgelastenberechnung
V-0416-2024-Anlage-3-Lageplan-Gestaltungskonzept
6782 Zeichen
5,69
II
II
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I I
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6
467
465a
465
Tedi
Smile Thai
Traditionelle Thai-Massage
Dolce Vita
Friseur
Gemeinschaftspraxis
Linden Apotheke
sicurini
Eisdiele
Dorfgrill
Äskulap-Apotheke
Tayibat
Metzger und Café
Gremmendorfer
Fruchtmarkt
Provinzial
Versicherung
Sparkasse
Schrunz Bäckerei
Dana Novotny
Krankengymnastik-Praxis
Studio 447
Bekleidung
Einrichtung
Edeka nah & gut
Antep Grill Pinguin
Wäscherei
LVM
Versicherung
Textilpflege
Kisi´s
Bäckerei
SC Gremmendorf
1946
La Costa
Restaurant
Friseur
Heinz Diekmann
Fenster Türen...
II
441
Salvo
Eisdiele
Academy
Fahrschule
Lernzentrum
Rossmann (geplant)
2,55
Auftraggeber:
Projekt:
Projektphase:
Alle Baumaße sind vor der Ausführung vom Unternehmer auf ihre Richtigkeit zu prüfen und nachzurechnen.
Unstimmigkeiten, die sich aus im Plan angegebenen Maßen und den tatsächlichen Gegebenheiten auf der Baustelle ergeben,
sind vor Arbeitsbeginn mit der Bauleitung zu klären, andernfalls haftet der Unternehmer.
Geprüft:Gezeichnet:
Format:Maßstab:
Verfasser:
Übersichtsplan:
Plannummer:
Änderungsliste:
Index Datum Art der Änderung
Planname:
Gez.
Dateiname:
Darstellung auf Grundlage von:
Datum:
Unterschrift:
Verkehrsplaner: nts Ingenieurgesellschaft mbH
Unterschrift:
Hansestraße 63 | 48165 Münster
fon: +49 2501/2760- | fax: +49 02501/2760-
mail@nts-plan.de | nts-plan.de
Vermessergrundlage Stadt Münster vom 25.08.2020
Verkehrstechnischer Entwurf NTS vom 03.01.2024
Wettbewerbsentwurf Casino Park frei[RAUM]planung Uwe Gernemann 2021
1:500
LK, LU, FT,
MF
Stadt Münster
Albersloher Weg 33 | 48155 Münster
fon: +49 251/492-0 | fax: +49 251/492-
Gestaltungskonzept Ortsmitte Gremmendorf
Albersloher Weg | 48167 Münster Gremmendorf
Vorentwurf (LPH2)
0446.2.L.001
Lageplan
0446_Gremmendorf-Lageplan.vwx
MF
1,42 / 0,58
Friedrichstraße 115a | 40217 Düsseldorf
fon: +49 (211) 302037-0 | fax: +49 (211) 302037-20
post@scape-net.de | www.scape-net.de
08.07.2024
N
Geh- und Radwege
Fahrbahn Straße
BEFESTIGTE FLÄCHEN
VEGETATION
Retentionsflächen
Baum Planung
Platzfläche:Catalpa bignonioides 'Aurea'
Straßenbäume: Corylus colurna
Retentionsräume: Ulmus Rebona
Baum Bestand (Erhalt)
Stellplätze
Baum Planung
Acer freemanii 'Autumn Blaze'
AUSSTATTUNG
Wasserspiel
Rundbank
Sitzbank
Fahrradständer
Außengastronomie
Marktstand
Spielgerät
ALLGEMEIN
Bearbeitungsgebietsgrenze
Vegetationsflächen
Fahrbahn Querungsbereiche
Rasenfugenpflaster
Bushaltestelle
Fahrbahn und Radweg
Spielplatz
Anlage 3 zur Vorlage Nr. V/0416/2024
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich geändert beschlossen
Zur SitzungOrte (6)
- Hansestraße 63
- Friedrichstraße 115a
- Albersloher Weg 33
- Gremmendorfer Weg
- Heinrich-Hoffschulte-Weg
- Paul-Engelhard-Weg
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0416/2024
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 05.07.2024
- Erstellt
- 27.06.2024 20:11