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3265/2021

Digitale Partizipationsmöglichkeiten und Öffentlichkeitsbeteiligung

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 23.09.2021

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Nächste Beratung: Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden, Sitzung am 08.11.2021, TOP 5.4.1

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

21905 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
OB/OB-2 
 
Vorlagen-Nummer  23.09.2021 
 3265/2021 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Digitalisierungsausschuss 04.10.2021 
Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden 08.11.2021 
 
Digitale Partizipationsmöglichkeiten und Öffentlichkeitsbeteiligung 
hier: Anfrage AN/1921/2021 vom 08.09.2021 
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kölner Rat, die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln und die 
Volt-Fraktion im Rat der Stadt Köln bitten um die Beantwortung folgender Fragen: 
 
Frage 1: 
Welche digitalen Formate der städtischen systematischen Öffentlichkeitsbeteiligung werden bisher 
angewendet? 
 
Antwort der Verwaltung (Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung): 
Das im Rahmen der Pilotphase Systematische Öffentlichkeitsbeteiligung ins Leben gerufene Beteili-
gungsportal (vorher: Mitwirkungsportal) www.meinungfuer.koeln steht als Plattform für digitale Forma-
te der städtischen Öffentlichkeitsbeteiligung zur Verfügung.  
 
Auf dem Beteiligungsportal kann bereits eine Vielzahl an digitalen Formaten für Öffentlichkeitsbeteili-
gung angeboten werden.  
 
Bürger*innen erhalten dort die Möglichkeit, 
 
- sich über städtische Vorhaben (z. B. den aktuellen Stand, die nächsten Schritte, Beteili-
gungsmöglichkeiten) zu informieren. Durch die Angabe der Kontaktmöglichkeiten können sie 
außerdem immer Fragen stellen. 
 
- Votings und Kommentare zu Vorschlägen, Ideen und Planungen der Verwaltung abzugeben 
(Beispiel: Verkehrliche Umgestaltung eines Teilbereiches am Ehrenfeldgürtel 
https://www.meinungfuer.koeln/dialog/verkehrliche-umgestaltung-eines-teilbereiches-am-
ehrenfeldguertel)  
 
- eigene Vorschläge und Ideen einzubringen, die wiederum von anderen Nutzer*innen kom-
mentiert und/oder gevoted werden können (Beispiel Neugestaltung des Platzes an der Picco-
loministraße https://www.meinungfuer.koeln/dialoge/neugestaltung-des-platzes-der-
piccoloministrasse)  
 
Die Art und Weise des Beteiligungsformats wird individuell auf das Ziel und die Zielgruppen ange-
passt: 
 
- So ist beispielsweise bei einem ortsbezogenen städtischen Vorhaben ein sogenannter Karten-
Dialog möglich, wo Bürger*innen genau markieren können, welchen Bereich ihre Anregung 
betrifft

2 
 
 
 
(Beispiel: Fußverkehrskonzept Severinsviertel  
https://www.meinungfuer.koeln/dialoge/fussverkehrskonzept-severinsviertel-0) 
 
- „Einfachere“ Verfahren wie z. B. Beteiligung nach dem Kommunalabgabengesetz (KAG) kön-
nen ebenfalls dort abgewickelt werden. Hinweis: Die Dialoge sind nicht für die Öffentlichkeit 
sichtbar, da der Kreis der Zielgruppe eingeschränkt und nur für diese freigegeben ist. 
 
- Komplexere Themen wie Köln Kreuzfeld – ein neuer Stadtteil für Köln 
(https://www.meinungfuer.koeln/dialog/koeln-kreuzfeld-ein-neuer-stadtteil-fuer-koeln ) können 
beispielsweise durch Erklärvideos ergänzt werden. 
 
- Stadtweite Themen wie zur Stadtvision können dort zur Diskussion gestellt werden: 
https://www.meinungfuer.koeln/dialoge/unsere-stadtvision#uip-1 
 
- Und auch Themen, die explizit Jugendliche ansprechen (z. B. Sanierung des Rendsburger 
Platzes: https://www.meinungfuer.koeln/dialog/sanierung-des-rendsburger-platzes)  
 
Wir als Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung sehen eine Stärke in der Kombination von analogen und 
digitalen Formaten und unsere bisherigen Erfahrungen bestärken uns darin. 
 
Frage 2: 
Welche Konsequenzen für die Zukunft zieht die Verwaltung aus der pandemisch bedingten Lage, 
Öffentlichkeitsbeteiligung auch digital durchführen zu müssen? 
 
Antwort der Verwaltung (Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung): 
Unabhängig von pandemischen Bedingungen ist geplant, das Spektrum an digitalen Beteiligungsfor-
maten weiter zu verfeinern und die Erfahrungen weiter auszubauen. 
Wesentliche Verbesserungen werden mit einer noch größeren Bekanntheit des digitalen Beteili-
gungsangebotes durch immer mehr Projekte und Vorhaben im Beteiligungsportal erwartet.  
Die Möglichkeiten auf dem Beteiligungsportal werden außerdem immer weiter ausgebaut, um für die 
Kölner*innen eine Plattform zu gestalten, auf der sie alle Informationen und Möglichkeiten zur Beteili-
gung an städtischen Vorhaben finden. 
 
Frage 3: 
Welche digitalen Formate werden von der Stadt Köln oder ihren Kooperationspartner*innen bereitge-
stellt, um Bürgerengagement zu fördern und Bürger*innen projektbezogen zusammenzubringen, um 
sich ehrenamtlich für Köln zu engagieren? 
 
Antwort der Verwaltung (Kommunalstelle FABE): 
Die Kommunalstelle zur Förderung und Anerkennung Bürgerschaftlichen Engagements (FABE) bietet 
eine Vielfalt von Möglichkeiten sich auf dem digitalen Weg über vielfältige ehrenamtliche Einsatzmög-
lichkeiten zu informieren: 
 
 Engagementdatenbank 
Die Kommunalstelle FABE ist geschäftsführende Stelle des Kölner Netzwerks Bürgerengage-
ment (KNBE). Eine Arbeitsgruppe des KNBE hat bereits vor Jahren eine digitale Engage-
mentdatenbank entwickelt auf der interessierte Bürger*innen aus einer Vielzahl von Angebo-
ten aus den unterschiedlichsten Kölner Engagementbereichen auswählen können. Jedes An-
gebot enthält eine Postleitzahl-Angabe zum Einsatzort. Über eine Suchfunktion können die In-
teressierten Ihren Wünschen entsprechend das passende Engagement finden. Diese Daten-
bank wurde aktuell verknüpft mit den Datenbanken von drei Vermittlungsagenturen (Büro für 
Bürgerengagement, Kölner Freiwilligen Agentur, Freiwilligenzentrum mensch zu mensch) für 
das Ehrenamt, so dass diese ihre aktuellen Angebote unkompliziert einpflegen können. Neben 
den Angeboten der Agenturen sind hier auch Angebote zu finden, wie man sich bei der Stadt 
Köln ehrenamtlich engagieren kann. 
 https://wegweiser.stadt-koeln.de/wegweiser/engagementdatenbank

3 
 
 
Digitale interaktive Ehrenamtsbörse 
 Seit dem Jahr 2000 findet jährlich der Kölner Ehrenamtstag statt. Eine Veranstaltung, die je-
des Jahr auf dem Heumarkt und Alter Markt ausgerichtet wird. Zentraler Bestandteil des Eh-
renamtstages ist eine große Ehrenamtsbörse, an der sich über 100 ehrenamtlich tätige Verei-
ne, Hilfsorganisationen und Initiativen beteiligen. Da der Kölner Ehrenamtstag aufgrund der 
Corona-Pandemie nicht stattfinden konnte, wurde zum Internationen Tag des Ehrenamtes (5. 
Dezember) in 2020 eine digitale Ehrenamtsbörse geschaffen. Hier präsentieren sich eine Viel-
zahl ehrenamtlich tätiger Vereine mit einer Kurzbeschreibung, konkreten Ansprechpart-
ner*innen und eine Linksetzung zu der jeweiligen Organisation. Diese digitale Ehrenamtsbörse 
wird kontinuierlich um weitere Vereine und Initiativen ergänzt. 
 https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/soziales/ehrenamt-engagement/ehrenamtsboerse-
digital 
 
 Themenwochen zum Ehrenamt 
 Da der Ehrenamtstag auch in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden 
konnte, hat die Kommunalstelle FABE Themenwochen zum Ehrenamt in der Zeit vom 2. bis 
22. August 2021 organisiert. Interessierten wurden verschiedene Möglichkeiten geboten, sich 
einen umfassenden Überblick über die Facetten ehrenamtlichen Engagements in Köln zu ver-
schaffen. Ob Naturschutzbund, Bürgerstiftung, Diakonie oder Städtepartnerschaftsvereine – 
60 Vereine präsentierten sich und die Möglichkeiten, wie man sich bei ihnen einbringen kann. 
Etwa vom 2. bis 12. August 2021 an Informationsständen, die am Brunnen auf der Schilder-
gasse, Breitestraße/Ecke Auf dem Berlich, Kalk/Post, und in Porz auf der Josefstraße aufge-
baut werden. Besucher*innen waren herzlich eingeladen, sich auszutauschen und auszuloten, 
wie sie sich engagieren können, was für sie zeitlich und inhaltlich passend wäre.  
 
Stark beworben wurde hier auch die digitale Ehrenamtsbörse (siehe oben). 
Wer die Social Media Kanäle der Stadt Köln verfolgt hat, konnte Ehrenamtliche in Aktion erle-
ben: Etwa Fahrrad-Rikschas für Senior*innen, einen Hundebesuchsdienst für Menschen mit 
Demenz oder Tandempartnerschaften, die Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Er-
fahrungen zusammenbringen.  
 
Darüber hinaus wurden digitale Informationsveranstaltungen für Interessierte und digitale 
Fortbildungen für Ehrenamtliche und Hauptamtliche angeboten. So fand beispielsweise ein 
Online-Informationsnachmittag zum Freiwilligendienst in Köln oder ein Workshop zum digita-
len Wandel in Vereinen und Initiativen. 
 
 Beispielhafte, visuelle Eindrücke über die Vielfalt ehrenamtlichen Engagements wurden zu-
dem mit einem Filmbeitrag geschaffen, bestehend aus Kurzfilmen zu verschiedenen ehren-
amtlichen Tätigkeiten: https://youtu.be/R1i0zq71sFI 
 
Die Themenwochen endeten am 22. August 2021 mit der Verleihung der Ehrenamtspreise 
„KölnEngagiert“ der Stadt Köln im Deutschen Sport- und Olympiamuseum, die aufgrund der 
Corona-Pandemie mit begrenzter Personenzahl stattgefunden hat. 
 
Broschüre „Köln engagiert sich“ 
In der regelmäßig neu aufgelegten Broschüre „Köln engagiert sich“ finden Interessierte eben-
falls ein reichhaltiges Angebot ehrenamtlicher Tätigkeit. Diese Broschüre kann online einge-
sehen werden und ist auch in gedruckter Form verfügbar. 
 
Im Kölner Netzwerk Bürgerengagement vernetzt die Arbeitsgruppe Digitalisierung auf 
Anfrage Vereine, Verbände und Organisationen mit Expert*innen zu Themen der Digitalisie-
rung. Fragestellungen in diesem Kontext betreffen häufig einen oder mehrere Teilaspekte: di-
gitale Kommunikation in der Organisation, Online-Werbung, Online-Fundraising, Prozessge-
staltung wie Teilnehmer*innen-Management, Grundlagen zur Gestaltung von Satzungen und 
Fragen der digitalen Verwaltung. 
 
Alle und weitere Informationen sind nachzulesen unter www.ehrenamt.koeln.

4 
 
 
Digitale Angebote des Kölner Arbeitskreises Bürgerschaftliches Engagement (KABE) 
KABE ist ein Zusammenschluss von 6 Vermittlungsagenturen, die interessierte Kölner*innen 
beraten und vermitteln. Die Kommunalstelle FABE arbeitet eng mit KABE zusammen. KABE 
erhält für die Vermittlung und Beratung städtische Zuschüsse. Die einzelnen Agenturen bieten 
verschiedene digitale Formate an: 
 
Büro für Bürgerengagement der AWO Köln: 
 Neben der o.g. Engagementdatenbank werden weitere Engagementdatenbanken wie 
vostel.de, govolunteer.de, die auch englischsprachig übersetzen bedient.  
 Eigene Social Media-Kanäle über Facebook und Instagram 
 Auf der AWO Seite geben Kurzfilme einen Einblick in die vielfältigen Engagamentmög-
lichkeiten bzw. Beratungsoptionen.  
 Ein digitales Ehrenamtshopping in Ehrenfeld informierte Interessierte digital über die 
unterschiedlichen Träger und Einsatzmöglichkeiten im Ehrenamt in dem Veedel.  
 Beratungen werden auch per Zoom angeboten.  
 
Centrum zur nachberuflichen Orientierung und die Paten e.V. (Ceno e.V.) 
Je nach Corona-Lage und aktuellen Maßnahmen kann bei Ceno e.V. alles auch digital statt-
finden. Dazu gehören: 
 Ehrenamtsberatungen und Vermittlung in ein Engagement 
 Schulungen/Qualifizierungen zu unterschiedlichen Projekten und  Themen 
 Erfahrungsaustausch 
 Matching von Patenschaften 
 Beratungsgespräche mit Ehrenamtlichen  
 Infoveranstaltungen  
Bewusst erklärt Ceno e.V., dass alles digital stattfinden KANN. Derzeit bestehe ein großes 
Bedürfnis, Dinge wieder in Präsenz stattfinden zu lassen. Diesem wird aktuell auch entspro-
chen. Daher werden die Formate je nach Wunsch und aktueller Lage angepasst. 
 
Freiwilligenzentrum mensch zu mensch 
Das Freiwilligenzentrum mensch zu mensch hat auf Facebook eine digitale Plattform zur Wer-
bung fürs Engagement geschaffen, parallel dazu existiert eine Facebook Seite des Trägers 
Caritasverband für die Stadt Köln. Hier wird zur Beteiligung und Austausch eingeladen. 
 
Das Freiwilligenzentrum ist ebenfalls in die Engagementdatenbank der Stadt Köln eingebun-
den. Interessierte werden per Telefon und E-Mail beraten, teilweise auch per Video Beratung. 
Das Freiwilligenzentrum hält digitale Formate für einen weiteren Weg, um Menschen, die am 
Engagement interessiert sind, zu gewinnen, zu beraten und zu vermitteln. Das persönliche 
Gespräch von Angesicht zu Angesicht könne dadurch jedoch nicht vollständig ersetzt werden, 
denn der persönliche Eindruck sei gerade beim ehrenamtlichen Engagement besonders wich-
tig. 
 
Kölner Freiwilligen Agentur e.V. (KFA) 
Digitale Engagementvermittlung 
Die Kölner Freiwilligen Agentur hat auf ihrer Website mehrere Engagementdatenbanken ein-
gebunden, die von Interessierten aufgerufen werden können: 
 Vermittlung Ehrenamtlicher: https://www.koeln-freiwillig.de/engagementdatenbank 
 Vermittlung im Kölner Freiwilligendienst: https://www.koeln-freiwillig.de/freie-plaetze-
kfd/  
 Vermittlung im internationalen Freiwilligendienst: https://www.koeln-freiwillig.de/freie-
plaetze-ifd/  
 Vermittlung von gemeinnützigem Unternehmensengagement, insb. Freiwilligentage: 
https://www.koeln-freiwillig.de/freiwilligentag/freie-projekte/  
 
Engagementvermittlung bei besonderen Gelegenheiten 
Unterstützung in Krisenzeiten: Helfen und Hilfe erhalten. Erst die Corona Pandemie, jetzt das

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Hochwasser! 
Der Bedarf an besonderer Unterstützung und kurzfristiger Hilfe wächst und gemeinnützige Or-
ganisationen stehen vor ganz neuen Herausforderungen. Gleichzeitig zeigt sich eine ungebro-
chen große Bereitschaft bei Kölner*innen, ihre Hilfe anzubieten. Die KFA bringt beide Seiten 
zusammen und vermittelt diejenigen, die helfen wollen, an diejenigen, die kurzfristig Hilfe 
brauchen. 
 Vermittlung für Freiwillige, die kurzfristig Hilfe anbieten möchten: https://www.koeln-
freiwillig.de/ich-moechte-helfen/  
 Vermittlung für Organisation, die kurzfristig Unterstützung durch Freiwillige suchen: 
https://www.koeln-freiwillig.de/wir-suchen-freiwillige/  
 
Digitales Eventvolunteering 
Mit diesem Projekt hat die KFA eine zusätzliche Engagement-Möglichkeit für Menschen ge-
schaffen, die sich zeitlich flexibel und punktuell engagieren möchten. Mit der Kombination aus 
dem neuen Engagementformat und den (neuen) Akquisewegen über Soziale Medien (face-
book und Instagram), fördert die KFA diese neue Form des Engagements und spricht dadurch 
insgesamt eine größere und vor allem jüngere Zielgruppe an. 
 
Digitaler Marktplatz 
Dieses Projekt konnte bisher nicht realisiert werden. Die KFA ist noch auf der Suche nach 
Fördermitteln, um den digitalen Marktplatz umzusetzen. Die Projektidee: 
die bisherigen Präsenzformate zur Förderung, Vermittlung und Realisierung des gesellschaft-
lichen Engagements von Unternehmen und von Engagementpartnerschaften zwischen Unter-
nehmen und gemeinnützigen Organisationen sollen um Online-Varianten erweitert werden, 
wie z.B. ein digitaler Marktplatz. Wie bei dem in Präsenz  durchgeführten Marktplatz wird in 
dem Digital-Format gegenseitiges Kennenlernen und Vorstellen von Engagementangeboten 
und -nachfragen möglich sein, sowie das Schließen entsprechender Vereinbarungen. Die KFA 
geht davon aus, dass auf diesem Wege neue Formen des Engagements etabliert werden 
können, von denen die beteiligten gemeinnützigen Organisationen und ihre Anliegen, die Un-
ternehmen und ihre Mitarbeiter*innen und nicht zuletzt die Gesellschaft profitieren werden. 
 
Nachbarschaftshilfen Kölsch Hätz 
Die Nachbarschaftshilfen Kölsch Hätz bieten folgende digitalen Formate an um Bürgerenga-
gement zu fördern und Bürger*innen projektbezogen zusammenzubringen, um sich ehrenamt-
lich für Köln zu engagieren: 
 Information und Kommunikation über Social-Media-Kanäle 
 Kommunikation über Messangerdienste 
 Angebot von hybriden Veranstaltungen / Nutzung von Kommunikations-Tools  
 wie „Teams“ auf vielen verschiedenen Ebenen, z.B für Teamtreffen,  
 Fortbildungen, Informationsveranstaltungen oder auch sozialräumlichen  
 Workshops 
 Digitale Sprechstunden 
 Angebot der „Digitalhelfenden“ (Pool an Ehrenamtlichen, die Nachbarn oder  
 auch andere Ehrenamtliche bei Bedarf in der 1 zu 1 Situation unterstützen, di 
 gitale Möglichkeiten oder auch Tools kennenzulernen und nutzen zu können.) 
 Podcasts 
 Videotutorials 
 Nutzungsanweisungen und Schulungen für digitale Tools 
 Nutzung einer onlinebasierten Datenbank 
 
SkF-Börse für bürgerschaftliches Engagement 
Suche nach Ehrenamtlichen und Engagementmöglichkeiten 
Die SkF-Börse stellt Engagmentmöglichkeiten in die kommunale Engagementdatenbank oder 
in die Vermittlungsbörse des Diözesancaritasverbandes ein. Darüber hinaus werden diverse 
Austausch- und Vermittlungsseiten wie „nebenan.de“ oder „govolunteer.com“ zur ständigen 
oder projektbezogenen Suche nach Engagierten ebenso genutzt wie die Social Media-Kanäle 
des Vereins bei facebook, Instagram, Xing oder Linkedin.

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Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen 
In der praktischen Arbeit mit Ehrenamtlichen, die bei den eigenen Einrichtungen und Diensten 
engagiert sind, sich bei anderen katholischen Verbänden oder kooperierenden Trägern enga-
gieren, wurden während der Pandemie vermehrt digitale Methoden zur Schulung, Begleitung 
und zum Austausch umgesetzt. 
Möglich wurde dies, weil nicht nur die hauptamtlichen Mitarbeiter*innen, sondern auch die Eh-
renamtlichen von Anfang an in die Überlegungen einbezogen wurden, wie die gemeinsame 
Arbeit unter Corona-Bedingungen fortgesetzt werden kann.  
 
Nachdem der SkF e.V. Köln mit Anträgen bei der Deutschen Engagementstiftung und bei der 
Stiftung Wohlfahrtspflege Mittel akquirieren konnte, ist die Umsetzung der Digitalisierung in 
der ersten Jahreshälfte 2021 so weit fortgeschritten, dass die Zusammenarbeit mit Engagier-
ten, aber auch Initiativen und Bündnissen je nach Bedarfslage, Gruppengröße oder individuel-
len Wünschen komplett oder in Teilen digital stattfinden kann. Unterstützt werden die haupt-
amtlichen- und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen dabei nicht nur die Koodinator*innen sondern 
auch durch eine Digitalchoachin. 
 
Auch wenn Veranstaltungen in Präsenz wieder uneingeschränkt möglich sind, werden Teile 
von Schulungen und Fortbildungen, die nicht auf Interaktion ausgerichtet sind, z.B. als Webi-
nar gestaltet werden, um auch die Zielgruppen zu erreichen, die nicht bereit oder in der Lage 
sind, mehrere Abende oder Wochenenden in eine Einstiegsschulung zu investieren.  
 
Nicht alle Interessierten und Engagierten haben die materiellen Mittel und die notwendigen IT-
Kenntnisse, um sich selbst mit digitaler Infrastruktur zu versorgen. Mit den Geräten, die durch 
die Zuwendung der Deutschen Engagementstiftung angeschafft wurden, ist es ihnen nun 
möglich, ausgestattet mit einem Leihgerät an Veranstaltungen teilzunehmen und durch die Di-
gitalchoachin den notwendigen Support zu erhalten. 
 
Trotzdem bleibt aus der Beratung und Begleitung von Engagierten und von Vereinen, die mit 
Ehrenamtlichen arbeiten: Menschen engagieren sich ehrenamtlich, weil sie im Austausch mit 
anderen sein wollen, weil sie Begegnung und neue Herausforderungen suchen. Nicht alle die-
se Erwartungen können digital aufgefangen werden. Die Zukunft der Ehrenamtsarbeit wird 
vermutlich in einer Mischung aus digitalen Formaten und Veranstaltungen in Präsenz beste-
hen, Online-Beratungs- und Austauschmöglichkeiten werden sich weiter etablieren, die per-
sönliche Begegnung aber nicht ersetzen können, denn das ist das Wesen des Ehrenamtes 
sowohl im Sozialen, aber auch in der Kultur oder im Sport.  
 
Im Netzwerk BE wurde durch die Initiative der SkF-Börse eine Arbeitsgruppe „Demokratieför-
derung“ eingerichtet, in der vor der Corona-Pandemie und in den verschiedenen Phasen der 
Lockerungen wichtige Akteure identifiziert wurden, die sich im Bereich der Asyl- und Integrati-
onspolitik, der Klima- und Umweltpolitik oder bei Initiativen gegen Rechts engagieren. In den 
nächsten Schritten soll jetzt miteinander evaluiert werden, welchen Unterstützungsbedarf die-
se Initiativen haben, dabei wird es sicherlich auch um die Erfahrungen mit der Digitalisierung 
gehen. 
 
 
Frage 4: 
Welche Überlegungen bestehen aktuell von Seiten der Verwaltung, digitale Formate zur Förderung 
von Bürgerengagement auszubauen?  
 
Antwort der Verwaltung (Kommunalstelle FABE): 
Die digitale interaktive Ehrenamtsbörse und die Engagementdatenbank werden, wie bereits oben 
beschrieben, kontinuierlich ausgebaut und aktualisiert. 
 
Ehrenamtskarten-App 
Neben den neu geschaffenen oben beschriebenen Formaten ist derzeit die Einführung einer Ehren-
amtskarten-App geplant. Die Ehrenamtskarte des Landes NRW ist eine besondere Anerkennung für

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zeitlich umfassendes ehrenamtliches Engagement. Per Ratsbeschluss wurde die Einführung der Kar-
te in Köln zum 1.7.2017 beschlossen – seitdem haben über 3.000 Kölner*innen eine Karte beantragt. 
Durch die Ehrenamtskarte erhalten Inhaber*innen in allen beteiligten Kommunen in ganz NRW Preis-
nachlässe und Vergünstigungen unterschiedlichster Art (siehe auch https://www.engagiert-in-
nrw.de/ehrensache). 
 
Im Auftrag des BMI (Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat) und federführend von der 
Staatskanzlei NRW findet derzeit, unter Einbindung der Erfahrungen der Kommunalstelle FABE, ein 
sogenanntes Digitalisierungslabor Ehrenamtskarte statt. Hintergrund des gesamten Digitalisierungs-
labors ist das Onlinezugangsgesetz (OZG), wonach die Beantragung und Verwendung der Ehren-
amtskarte zukünftig medienbruchfrei digital per App erfolgen kann. 
 
Ehrenamtliches Engagement lebt aber insbesondere von persönlichen Kontakten und Begegnungen. 
Das bestätigen auch die Rückmeldungen der an den Thementagen beteiligten Vereine, Initiativen und 
der Kölner Vermittlungsagenturen. Es besteht der dringende Wunsch sich wieder beim Kölner Ehren-
amtstag in Präsenz zu treffen, um dem Thema eine angemessene Aufmerksamkeit zu schenken. Hier 
könne man gezielt in persönlichen Gesprächen Interessierte beraten und für ein Ehrenamt gewinnen. 
FABE plant, vorbehaltlich der aktuellen Entwicklungen zur Corona-Pandemie, die Durchführung des 
Kölner Ehrenamtstages auf dem Heumarkt und Alter Markt am 4. September 2022.  
 
Gez. Reker

Beratungsverlauf (2)

04.10.2021 Digitalisierungsausschuss
TOP 2.3 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
08.11.2021 Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden
TOP 5.4.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3265/2021
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
23.09.2021
Erstellt
10.09.2021 08:23