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SV-2026/0067

Antrag der Fraktionen Bü 90/Die Grünen und Volt vom 03.08.2026 Darmstadts Wirtschafts- und Mischstandorte zukunftsfest entwickeln: Wirtschaftsflächen sichern - Wohnen ermöglichen - Produktion schützen

Antrag 04.09.2026

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Nächste Beratung: Stadtverordnetenversammlung, Sitzung am 17.09.2026, TOP 29

SV-2026/0067

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SV-2026/0067

5411 Zeichen

Vorlage-Nr. SV-2026/0067 
 
 
Antrag der Fraktionen Bü 90/Die Grünen und Volt vom 03.08.2026 
Darmstadts Wirtschafts- und Mischstandorte zukunftsfest entwickeln: 
Wirtschaftsflächen sichern - Wohnen ermöglichen - Produktion schützen 
 
 
 
 
 
3. August 2026 
 
 
 
Antrag von Bündnis 90/Die GRÜNEN und Volt  
  
Darmstadts Wirtschafts- und Mischstandorte zukunftsfest entwickeln: 
Wirtschaftsflächen sichern – Wohnen ermöglichen – Produktion schützen  
  
Beschluss:  
Die Stadtverordnetenversammlung beauftragt den Magistrat, innerhalb von zwölf Monaten 
ein stadtweites Handlungskonzept zur zukunftsfesten Entwicklung der Darmstädter 
Gewerbe-, Büro- und Mischstandorte vorzulegen.  
Das Konzept soll insbesondere: 
1. Flächen für Handwerk, Produktion, Forschung, Entwicklung und Dienstleistungen schützen, 
untergenutzte Grundstücke und Gebäude effizienter nutzbar machen und betriebliche 
Entwicklungsmöglichkeiten erhalten. Flächen für Handwerk, Produktion, Forschung, Entwicklung 
und Dienstleistungen sollen geschützt, untergenutzte Grundstücke und Gebäude effizienter 
genutzt und betriebliche Entwicklungsmöglichkeiten erhalten werden. Hierbei ist eine enge 
Abstimmung mit dem Landkreis Darmstadt-Dieburg sowie der Region FrankfurtRheinMain 
vorzusehen, um interkommunale Ausgleichs- und Gewerbepotenziale aktiv zu nutzen. 
 
2. Das Konzept soll Schutz- und Entwicklungsräume für produktive Wirtschaft, Räume für 
gewerbliche Intensivierung, Räume für mischverträgliche Transformation sowie Übergangs- und 
Pufferbereiche unterscheiden. Für die räumliche Umsetzung ist die Ausweisung Urbaner Gebiete 
(§ 6a BauNVO) sowie die verwendungsfähige Erstellung eines digitalen, stadtweiten 
Gewerbeflächenkatasters zur Identifikation von Leerständen und Nachverdichtungspotenzialen 
zu prüfen. 
 
3. Zusätzliche schutzbedürftige Nutzungen sollen dort vermieden werden, wo sie Betriebsabläufe, 
Erweiterungsmöglichkeiten oder Lieferverkehre einschränken, den Bodenpreisdruck erhöhen 
oder neue Nutzungskonflikte verursachen würden. Flächen, die für Produktion und Handwerk 
geeignet und langfristig erforderlich sind, sollen nicht in andere Nutzungen umgewandelt 
werden. 
 
4. Dauerhaft nicht marktgängige oder monofunktionale Standorte sollen auf eine verträgliche 
Verbindung von Wohnen, Arbeiten, Bildung, Kultur und sozialer Infrastruktur geprüft werden. 
Dabei sollen Möglichkeiten für bezahlbaren Wohnraum und Wohnraum für Auszubildende sowie 
flexible Flächen für Start-ups, Ausgründungen der Hochschulen und urbane Produktion (z. B. 
Prototyping, Makerspaces) geschaffen werden, ohne funktionierende Betriebe zu verdrängen.

2 
5. Begrünung, Entsiegelung, Hitzeschutz, Regenwassermanagement, Biodiversität, Energieeffizienz 
und eine leistungsfähige Infrastruktur sollen bei der Weiterentwicklung angemessen 
berücksichtigt werden. 
 
6. Die Industrie- und Handelskammer (IHK), die Handwerkskammer, die lokalen 
Wirtschaftsverbände sowie Eigentümerinnen und Eigentümer sollen frühzeitig in einer 
strukturierten Beteiligung eingebunden werden.      Nach sechs Monaten ist den zuständigen 
Ausschüssen eine begründete Empfehlung für ein Pilotgebiet vorzulegen. Das abschließende 
Konzept soll Gebietskulissen, Prioritäten, erste Umsetzungsschritte, einen Zeitplan sowie den 
erforderlichen Personal- und Finanzbedarf enthalten. Als mögliche Pilotgebiete sind 
insbesondere der Bereich Hilpertstraße/Kleyerstraße/TZ Rhein-Main und das Umfeld 
Pallaswiesenstraße/Mainzer Straße zu prüfen. 
 
Begründung: 
 
Darmstadt braucht dauerhaft Flächen für Handwerk, Produktion, Forschung, Entwicklung 
und Dienstleistungen. Gleichzeitig sind Flächen knapp, der Wohnraumbedarf ist hoch und 
zahlreiche Gewerbe- und Bürostandorte stehen vor Veränderungen. 
 
Der Antrag verfolgt deshalb eine räumlich differenzierte Strategie: Produktive Standorte 
werden geschützt, untergenutzte Wirtschaftsflächen besser genutzt und geeignete Büro- und 
Gewerbestandorte können zu gemischten Quartieren weiterentwickelt werden. Wohnen soll 
dort ermöglicht werden, wo es dauerhaft mit bestehenden Betrieben vereinbar ist. Wo 
Produktion, Handwerk und betriebliche Entwicklung auf belastbare Gewerbestandorte 
angewiesen sind, hat deren Sicherung Vorrang. 
 
Für Unternehmen und Handwerksbetriebe schafft dies mehr Planungssicherheit und 
verlässliche Entwicklungsmöglichkeiten. Damit werden Arbeits- und Ausbildungsplätze, 
lokale Wertschöpfung und die wirtschaftliche Grundlage der Stadt gestärkt. 
 
Für Wohnungssuchende können neue Möglichkeiten entstehen, wenn nicht mehr 
marktgängige Standorte für bezahlbares Wohnen und gemischte Quartiere genutzt werden, 
ohne funktionierende Betriebe zu verdrängen. Begrünung, Hitzeschutz, Entsiegelung und 
eine leistungsfähige Infrastruktur verbessern zugleich die Arbeits- und 
Aufenthaltsbedingungen. 
 
Der Nutzen für Darmstadt liegt in einer vorausschauenden Flächenpolitik, die wirtschaftliche 
Stabilität, zusätzlichen Wohnraum, einen geringeren Flächenverbrauch und klimaresiliente 
Quartiere miteinander verbindet. Ein konkretes Pilotgebiet und klare Zeitvorgaben sorgen 
dafür, dass aus dem Konzept ein umsetzbares Projekt entsteht. 
 
 
 
Eva Bredow-Cordier und Andreas Ewald, Fraktionsvorsitzende Bd. 90/Die GRÜNEN 
Heiko Depner, Stadtverordneter Bd. 90/ Die GRÜNEN 
 
Ana Lena Herrling und Justin Krampe, Fraktionsvorsitzende Volt 
Dr. Berit Walter, Stadtverordnete Volt

Beratungsverlauf (9)

09.09.2026 Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Wissenschaft und Bürgerbeteiligung
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Orte (4)

  • Pallaswiesenstraße
  • Hilpertstraße
  • Kleyerstraße
  • Mainzer Straße

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Details

Vorlagen-Nr.
SV-2026/0067
Typ
Antrag
Datum
04.09.2026
Erstellt
29.09.2026 00:00