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2953/2018

Fortschreibung der Energie- und Treibhausgasbilanz der Stadt Köln für die Jahre 2008-2015 und eine erste Bilanzierung ausgewählter Beteiligungsunternehmen

Mitteilung Ausschuss 19.09.2018

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THG-Bilanzen-Koeln~2008-2015_IFEU-Vs3~180905

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THG-Bilanzen-Koeln~2008-2015_IFEU-Vs3~180905

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Fortschreibung der  Energie- und Treib-
hausgasbilanz der Stadt Köln für die Jahre 
2008-2015 und eine erste Bilanzierung  
ausgewählter Beteiligungsunternehmen 
 
Hans Hertle, Frank Dünnebeil, Benjamin Gugel, Eva Rechsteiner 
 
Heidelberg, August 2018 
 
Auftraggeber: 
Stadt Köln – Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz 
 
  
ifeu  Wilckensstraße 3  D - 69120 Heidelberg  Telefon +49 (0)6 221. 47 67 - 0  Telefax +49 (0)6 221. 47 67 - 19  E-Mail ifeu@ifeu.de  www.ifeu.de

Inhalt 
Teil A: Fortschreibung der gesamtstädtischen Bilanzen für die Jahre 2008-2015 4 
1 Methodik 4 
1.1 Allgemeines 4 
1.2 Verkehrsbereich 5 
2 Datenbasis und Bewertung der Datengüte 8 
2.1 Datengüte als Maß für die Aussagekraft von kommunalen Energie- 
und THG-Bilanzen 8 
2.2 Datenbasis der Bilanzen bei den leitungsgebundenen Energieträgern 9 
2.3 Datenbasis der Bilanzen bei den nicht-leitungsgebundenen 
Energieträgern 10 
2.4 Datenbasis der Bilanzen beim Sektor Verkehr 11 
3 Ergebnisse der gesamtstädtischen Energie- und THG-Bilanz 2015 13 
3.1 Endenergiebilanz 2015 13 
3.2 THG-Bilanz 2015 14 
3.3 Indikatorenset der Kölner Bilanz 2015 17 
3.4 Detaillierte Darstellung des Verkehrsbereichs 2015 19 
4 Entwicklungen der Energie- und THG-Bilanzen seit 2008 23 
4.1 Entwicklung der gesamtstädtischen Bilanzen von 2008 bis 2015 23 
4.2 THG-Entwicklung und Klimaschutzziele der Stadt Köln 25 
4.3 Entwicklungen im Verkehrsbereich 26 
Teil B: Bilanzierung ausgewählter Beteiligungsunternehmen 28 
5 Bilanzierungsrahmen 28 
6 Kompatibilität von BISKO-Systematik und GHG-Protokoll 32 
7 Stufenmodell zur Bilanzierung und verfügbare Datenbasis 35 
7.1 Stufenmodell zur Bilanzierung 35 
7.2 Verfügbare Datenbasis 36 
8 Ergebnisse der Datenerhebung 38 
8.1 Ergebnisse der quantitativen Datenerhebung und Darstellung in der 
gesamtstädtischen Bilanz 38 
8.2 Ergebnisse der qualitativen Datenerhebung 40 
9 Verfahrensvorschlag für die weitere Bilanzierung 43

10 Anhang 45 
10.1 Auswahl der Beteiligungsunternehmen 45 
10.2 Interviewleitfaden zur Bilanzierung von Beteiligungsunternehmen 49 
10.3 Protokoll zum 1. Workshop “Einheitliches Klimaschutz-Controlling in 
Köln“ 52 
10.4 Protokoll zum 2. Workshop “Einheitliches Klimaschutz-Controlling in 
Köln“ 58 
10.5 Methodik Verkehr 2006/2015 61 
10.6 Vorlage zur Erhebung von Gebäude- und Nutzflächen-scharfen 
Verbrauchsdaten 65 
Literaturverzeichnis 66

4   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen  ifeu  
Teil A: 
Fortschreibung der gesamtstädtischen 
Bilanzen für die Jahre 2008-2015 
 
1 Methodik 
1.1 Allgemeines 
Die gesamtstädtische Bilanzierung der Teilbereiche Energie (“stationärer“ 
Energieverbrauch) und Verkehr (“mobiler“ Energieverbrauch) für die Jahre 200 8 - 2015 
erfolgte nach der seit 2016 bundesweit angewandten Bilanzierungssystematik Kommunal 
(BISKO) des “Klimaschutz -Planers“, die das ifeu im Auftrag des Bundesministeriums für 
Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) zusammen mit dem Klima -Bündnis 
e.V. und dem IdE Institut dezentrale Technologien gGmbH entwickelt hat1. Dieser Ansatz 
wird inzwischen in allen gängigen Bilanzierungs-Tools für Kommunen angewendet. 
Die Fortschreibungsbilanzen wurden – wie auch die Bilanzen 2008 des “Integrierten 
Klimaschutzkonzeptes für den Teilbereich Energie“ von 2012 (im Weiteren “IKSK Energie 
2012“) – mit dem EXCEL -basierten Tool “BICO2-Köln“ erstellt, das soweit wie möglich die 
für Köln verfügbare Datenbasis abbildet und in allen Berechnungsgängen nachvollzogen 
werden kann. Das um den Verkehrssektor erweiterte “BICO2-Köln 2018“ berücksichtigt die 
Bilanzierungssystematik “BISKO“ 1:1 und ist so konzipiert, dass es durch die Stadt Köln 
eigenständig fortgeschrieben werden kann. 
Die wesentlichen Elemente von BISKO sind: 
 Endenergiebasierter Territorialansatz: Es werden alle energiebedingten Emissi onen 
innerhalb der Kölner Stadtgrenzen bilanziert. Vereinfachend wird im Weiteren nicht 
von Endenergie- sondern von Energiebilanz gesprochen2. 
 Bundesmix Strom:  In der nach BISKO -Standard berechneten Bilanz der Stadt Köln 
wird für die Bewertung von Strom der Bundesmix ge nutzt. Parallel wird noch eine 
–––––––––––––––– 
1  BISKO Bilanzierungs -Systematik Kommunal. Empfehlungen zur Methodik der kommunalen 
Treibhausgasbilanzierung für den Energie - und Verkehrssektor in Deutschland (Im Rahmen des 
Vorhabens “Klimaschutz-Planer – Kommunaler Planungsassistent für Energie und Klimaschutz“), ifeu -
Institut Heidelberg, 2016. https://www.ifeu.de/wp-content/uploads/Bilanzierungs-
Systematik_Kommunal_Kurzfassung.pdf  
2  Als Endenergie wird die Energie bezeichnet, die beim Verbraucher in Form von z.B. Erdgas, 
Fernwärme oder Strom ankommt. Sie unterscheidet sich von der Primärenergie dadurch, dass keine 
Förder-, Übertragungs- und Energieumwandlungsverluste enthalten sind.

ifeu   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen   5 
zweite Bilanz erstellt, bei der der Strom mit einem lokalen Strommix bewertet wird. 
Dafür werden alle  Strom einspeisenden Anlagen  der RheinEnergie , verschiedener 
Industriebetriebe, des Flughafens, der Abfallentsorgungs - und 
Verwertungsgesellschaft sowie der Stadtentwässerungsbetriebe berücksichtigt. 
 Berücksichtigung von Vorketten und CO2-Äquivalenten: Es werden auch die 
Emissionen berücksichtigt, die bei Förderung, Aufbereitung und  Transport der in 
Köln eingesetzten Energieträger anfallen, e benso die Treibhausgase Methan (CH4) 
und Lachgas (N2O) als CO2-Äquivalente. Insofern wird im Weiteren auch nicht von 
CO2- sondern von Treibhausgas- oder THG-Emissionen und -Bilanzen gesprochen. 
 Exergetische Allokation: Bei d er Strom - und Wärmeerzeugung aus KWK-Prozessen 
werden die Emissionen anhand ihrer exergetischen Wertigkeit zugeordnet3. 
 Keine Witterungskorrektur:  Der ermittelte Energieverbrauch wird nicht 
witterungsbereinigt. 
Diesem Standard entsprach bis auf den letzten Punkt bereits die Bilanzierung 2008. 
Da der Verkehrsbereich zum ersten Mal vom ifeu bilanziert w urde, wird die Methodik zur 
Bilanzierung seiner THG-Emissionen nachfolgend etwas ausführlicher beschrieben. 
1.2 Verkehrsbereich 
Die Fortschreibung der Verkehrsbilanzen für die Jahre 200 8 - 2015 erfolgte analog zum 
stationären Bereich nach de r BISKO-Systematik als endenergiebasierte Territorialbilanz 
unter Einbeziehung aller motorisierten Verkehrsmittel im Personen- und Güterverkehr. Als 
THG-Emissionen werden neben CO 2 auch noch Methan ( CH4) und Lachgas (N2O) mit ihrer 
höheren spezifischen Klimawirksamkeit als CO2-Äquivalente berücksichtigt. Da es auf dem 
Kölner Stadtgebiet einen Flughafen gibt, wird d ieser über die Emissionen der Starts und 
Landungen (“LTO-Zyklus“4) erfasst. Dabei werden sowohl die direkten Emissionen während 
der Fahrzeugnutzung ( “tank-to-wheel“) als auch die vorgelagerten Emissionen der 
Energieträgerbereitstellung (“well-to-tank“) einbezogen. In Abbildung 1-1 sind Methodik 
und Systemgrenzen für die Bilanzierung des Verkehrs grafisch zusammengefasst. 
–––––––––––––––– 
3  Mehr Informationen zur exergetischen Allokationsmethode finden sich unter 
https://www.ifeu.de/wp-content/uploads/IFEU_EXERGIE_UBA-Format_final.pdf  
4  Landing and Take Off Cycle

6   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen  ifeu  
 
Abbildung 1-1: Empfehlungen zur Bilanzierungssystematik für den Verkehr 
Ergänzend zu den o.g. B ilanzen erfolgte für das Jahr 2006 noch ein Vergleich mit der 
Detailbilanz des Klimaschutzkonzeptes für den Teilbereich Verkehr aus dem Jahr 20115 (im 
Weiteren “Klimaschutzkonzept Verkehr 2011“) in Bezug auf Methodik, Datengrundlagen 
und Ergebnisse. 
Zusätzliche Differenzierung nach Herkunft der Verkehre 
Die verwendeten Fahrleistungsdaten für Köln bilde ten den gesamten Verkehr im 
Stadtgebiet ab und erfass ten damit gleichermaßen die Verkehre der Einwohner wie auch 
der Einpendler im Berufsverkehr und der auswärtigen Besucher. Die empfohlene zusätzliche 
Differenzierung der Fahrleistungen nach Binnen-, Quell- und Ziel- sowie Transitverkehr soll die 
Identifizierung von relevanten Handlungsbereichen, die Ableitung von gezielten Maßnahmen 
und die Abschätzung von Potenzialen erleichtern. 
Bisher liegen für den Verkehr in Köln aber keine Daten in der notwendigen Auflösung vor, so 
dass eine entsprechende Differenzierung der Fahrleistungen und der THG-Emissionen nicht 
dargestellt werden konnte. Im Herbst 2016 hat der Rat der Stadt Köln die Bereitstellung von 
Haushaltsmitteln für die Entwicklung eines “Integrierten Gesamtverkehrsmodells “ 
beschlossen6. Damit kann in künftigen Bilanzen eventuell eine zusätzliche Differenzierung nach 
Herkunft bzw. Ursache ermöglicht werden. 
Um eine erste Einschätzung der potenziellen Handlungsschwerpunkte im Personenverkehr zu 
ermöglichen, w urde eine überschlägige Abschätzung der Beiträge von Einwohnern, 
Einpendlern im Berufsverkehr und Besuchern zu den Verkehrsleistungen und THG-Emissionen 
vorgenommen. Diese orientiert sich weitgehend an dem Vorgehen, das bereits im 
Klimaschutzkonzept Verkehr 2011 gewählt wurde. 
–––––––––––––––– 
5  Klimaschutzkonzept für die Stadt Köln – Teilbereich Verkehr, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, 
Energie GmbH 2011 im Auftrag des Umwelt- und Verbraucherschutzamtes der Stadt Köln 
6  Beschluss im Verkehrsausschuss des Rates der Stadt Köln am 08.11.2016 zur Beschlussvorlage 
2832/2016

ifeu   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen   7 
Rückrechnung der Verkehrsentwicklungen bis 1990 
Ergänzend zur Energie - und T HG-Bilanzierung für das aktuelle Jahr 2015 wurden noch 
vollständige Bilanzen für die Jahre 2008, 2010 und 2013 erstellt sowie zum Vergleich mit der 
Bilanzierung im Klimaschutzkonzept Verkehr 2011 auch für das Jahr 2006. Da sich die 
nationalen und kommunalen Klimaschutzziele in Deutschland auf das Jahr 1990 beziehen, 
wurde zudem auch folgende  vereinfachte Rückrechnung auf das Ausgangsjahr 1990 
durchgeführt: 
 Im Straßenverkehr erfolgt die Rückrechnung der Fahrleistungen in der Kommune 
angelehnt an die durchschnitt liche Fahrleistungsentwicklung der einzelnen 
Fahrzeugkategorien seit 1990, unterteilt nach alten und neuen Bundesländern. 
Grundlage für die Ableitung der Rückrechnungsfaktoren sind 
Jahresfahrleistungsangaben für Bundesautobahnen und Bundesstraßen aus den 
deutschlandweiten Straßenverkehrszählungen (SVZ, 5-jährlich seit 1990). 
 Für die übrigen Verkehrsmittel erfolgt e die Rückrechnung nach den 
gesamtdeutschen Entwicklungen seit 1990 aus dem Modell TREMOD.  Aufgrund der 
begrenzten Datenlage war aber keine regionalspezifische Differenzierung möglich. 
Emissionsfaktoren im Verkehr 
Zur Berechnung der BISKO-konformen Endenergieverbräuche und Treibhausgasemissionen 
werden aktuelle fahr - und verkehrsleistungsspezifische Kraftstoffverbrauchs - und 
Emissionsfaktoren aus dem Modell TREMOD 7 verwendet. In TREMOD werden der 
durchschnittliche technische Stand der Fahrzeugflotte in Deutschland im jeweiligen 
Bezugsjahr sowie der Einfluss von Geschwindigkeit und Fahrsituation (z.B. 
Innerortsstraßen oder Autobahn) berücksichtigt. Weiterhin sind Randbedingungen wie die 
CO2-Minderungsvorgaben der Europäischen Kommission  oder der Anteil von Diesel -Pkw, 
die Beimischung von Biokraftstoffen etc. abgebildet. 
  
–––––––––––––––– 
7  TREMOD: Transport Emission Model, Daten - und Rechenmodell: Energieverbrauch und Schadstoff -
emissionen des motorisierten Verkehrs in Deutschland 1960 -2035; ifeu Heidelberg, im Auftrag des 
Umweltbundesamtes seit 1993.

8   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen  ifeu  
2 Datenbasis und Bewertung der 
Datengüte 
2.1 Datengüte als Maß für die Aussagekraft von 
kommunalen Energie- und THG-Bilanzen 
Die Erstellung kommunaler Energie- oder THG -Bilanzen basiert in Deutschland auf dem 
Endenergieverbrauch im stationären Bereich und im Verkehr. Dabei kann sich – je nach 
Datenlage – eine sehr unterschiedliche Aussagekraft der Bilanz ergeben. Um diese Qualität 
zu bewerten, wurde bei der Entwicklung des “BISKO“-Standards die folgende 
Bewertungsmatrix für die “Datengüte“ festgelegt8. 
 
Abbildung 2-1 Übersicht Datengüten in der kommunalen Energie- und THG-Bilanzierung 
Die Datengüte A (100%) wird Berechnungen mit primärstatistischen Daten zugeordnet, 
welche durch lokale Erhebungen direkt und genau vorliegen. Dazu zählen z.B. 
Energieverbrauchsdaten von Energieversorgern oder Netzgesellschaften zu 
leitungsgebundenen Energi eträgern (Strom, Erdgas und Fern - bzw. Nahwärme)  oder 
aggregierte Energieverbrauchsdaten des verarbeitenden Gewerbes von IT.NRW 9. Bei der 
Datengüte B (50%) wird d er Energieverbrauch indirekt a us lokalen Primärdaten (z.B. zu 
geförderten Solaranlagen) hochge rechnet. Bei der Datengüte C (25%) werden lokale 
statistische Daten mit regionalen Energiekennwerten verknüpft (z.B. lokale Wohnfläche 
mit dem durchschnittlichen Wärmeverbrauch in einem Bundesland). Datengüte D (0%) 
beinhaltet lokale Daten, die mit bundesw eiten Kennwerten zu Energieverbräuchen 
hochgerechnet werden. Bilanzen mit der Gesamtdatengüte A =  100% haben die höchste 
Aussagekraft und sind in der Fortschreibung entsprechend interpretierbar, während 
Bilanzen mit der Gesamtdatengüte D = 0% im Grunde keine lokale Aussagekraft haben. 
–––––––––––––––– 
8  Mehr Informationen finden sich im BISKO-Methodenbericht.  
9  IT.NRW ordnet diesem Se ktor alle Betriebe verschiedener Wirtschaftsbranchen (korrekte 
Bezeichnung: “Abteilungen“ nach WZ 2008) mit mehr als 20 Mitarbeitern zu. Dieser Sektor wird im 
Weiteren auch vereinfachend als “Industrie“ bezeichnet.

ifeu   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen   9 
In der kommunalen Energiebilanz wird der Verbrauch nach Energieträgern und 
Verbrauchssektoren dargestellt. Die nachfolgende Aufteilung entspricht der Bilanz 2008 
des IKSK Energie 2012, bei der folgende Verbrauchssektoren getrennt bilanziert wurden: 
 Private Haushalte (prioritäre Zielgruppe kommunalen Handelns) 
 Gewerbe/Handel/Dienstleistungen (im Weiteren “GHD“) und Sonstiges 
 Verarbeitendes Gewerbe bzw. Industrie  
 kommunale Einrichtungen (bzw. im Weiteren “Städtische Gebäude“) 
 Verkehr 
2.2 Datenbasis der Bilanzen bei den leitungsgebundenen 
Energieträgern  
Für den stationären Bereich waren für die  Bilanzjahre nach 2008  ein hoher Anteil 
leitungsgebundener Energieträger sowie primärstatistische Informationen zu Betrieben 
des verarbeitenden Gewerbes  verfügbar. D araus resultiert über alle Energieträger und 
Sektoren eine sehr hohe Gesamtdatengüte der Bilanzen (2015: 84%)10. Allerdings sind zwei 
Besonderheiten festzustellen: 
1. Die vom lokalen Strom - und Erdgasnetzbetreiber (Rheinische Netzgesellschaft - 
RNG) bezogenen Daten unterteilen nicht nach den o.g. Verbrauchssektoren. Bei 
den bereitgestellten Daten gibt es nur eine Unterteilung nach Standardlastprofil-
Kunden (SLP) und Kunden mit registrierender Leistungsmessung (RLM). Während 
SLP-Kunden v.a. Kleinverbraucher (Private Haushalte und G HD/Sonstiges) sind, 
handelt es sich bei RLM -Kunden vor allem um Großkunden im industriellen 
Bereich oder um gewerbliche Großkunden (z.B. Wohnungsbaugesellschaften, 
Softwareunternehmen etc.). 
Bei der Bilanz 2008 konnte für die Aufteilung des Energieverbrauchs auf Haushalte 
und GHD /Sonstiges noch auf die RheinEnergie -Absatzzahlen zurückgegriffen 
werden, für die neuen Bilanzen lagen diese aber nicht mehr vor. Deshalb mussten 
im Strom- und Gasbereich sowie bei Fern - und Nahwärme11 die Sektoren Private 
Haushalte und GHD/Sonstiges zusammengefasst werden. Für Industrie und 
verarbeitendes Gewerbe wurde der von IT.NRW erfasste Energieverbrauch 
übernommen (vgl. Punkt 2). 
  
–––––––––––––––– 
10  Zur Erläuterung: Die 84% der  Kölner Bi lanz ergeben sich aus den unterschiedlichen Anteilen der 
Energieträger an der Gesamtbilanz sowie deren unterschiedliche Datengüte. 
11  Hier lag für die Bilanz 2015 nur der Gesamtverbrauch ohne Unterteilung nach Energieträgern vor.

10   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen  ifeu  
Tabelle 2-1: Übersicht über Datenquellen und Datengüten für leitungsgebundene Energieträger 
 Gesamtbilanz 
 
Quelle 
Gesamt-
bilanz- 
Daten-
güte 
Aufteilung auf 
die Sektoren 
Haushalte/GHD 
Quelle 
Sektorale 
Datengüte 
HH/GHD 
Aufteilung 
auf Sektor 
Industrie 
Quelle 
Sektorale 
Datengüte 
Industrie 
Erdgas RNG /IT.NRW 100% Aufteilung 
GHD/HH wie 
Bilanz 2008 
25% IT.NRW 100% 
Strom RNG /IT.NRW 100% AG Energie-
bilanzen 
(Kennwerte 
selbständig 
ermittelt) 
25% IT.NRW 100% 
Nah12- und 
Fernwärme 
RNG /IT.NRW 100% Aufteilung nach 
GHD/HH wie 
Bilanz 2008 
25% IT.NRW 100% 
 
2. Die RNG stellt als Netzbetreiber für Strom und Erdgas im Kölner Stadtgebiet auch 
Informationen zu den Lieferungen der GVG im Kölner Südwesten bereit. Dennoch 
sind damit nicht alle Energieverbräuche i m Kölner Stadtgebiet erfasst. Für die 
Chemparks in Leverkusen/Köln -Flittard und Dormagen/Köln -Worringen betreibt 
die Currenta GmbH & Co. OHG (Gemeinschaftsunt ernehmen von Bayer AG und 
Lanxess Deutschland GmbH) ein eigenes Verteilnetz zur Erdgas - und 
Stromversorgung der Chemparks. Anhand der Daten von IT.NRW konnten die dort 
vertriebenen Mengen ermittelt und damit der Gesamtenergieverbrauch der RNG -
Daten entsprechend ergänzt werden. 
Bei der Interpretation der Bilanzen nach 2008 sind die oben skizzierten Einschränkungen 
vor allem bei der Aufteilung auf die verschiedenen Verbrauchssektoren zu beachten. Für 
künftige Bilanzen  soll in Gesprächen mit RheinEnergie und d er RNG ein Weg gefunden 
werden, die Datenlage wieder zu verbessern. 
2.3 Datenbasis der Bilanzen bei den nicht-
leitungsgebundenen Energieträgern 
Für die nicht-leitungsgebundenen Energieträger gibt es  für die Bilanzjahre nach 2008  im 
stationären Bereich verschie dene Datenquellen, anhand derer sich der Energieverbrauch 
hochrechnen lässt. Zur Herleitung der Energieverbräuche beim Energieträger Heizöl 
dienen i nsbesondere die Schornsteinfegerdaten  zur Anzahl der Heizölkessel und deren 
Leistung. Dennoch kann hier mang els lokaler Primärverbrauchsdaten nie eine bessere 
Datengüte als B oder C erreicht werden. Anders verhält es sich bei den Industrie -
Befragungsdaten von IT.NRW, die auch den Verbrauch von nicht -leitungsgebundenen 
Energieträgern beinhalten, sodass diese mit der Datengüte A zu bewerten sind. Der Anteil 
–––––––––––––––– 
12  Erdgas zur Nahwärmeerzeugung wurde vom Erdgasverbrauch des Sektors abgezogen.

ifeu   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen   11 
der nicht -leitungsgebundenen Energieträger im stationären Bereich ist in Köln allerdings 
vergleichsweise gering, sodass die hohe Gesamtdatengüte der Bilanz erhalten bleibt. 
Tabelle 2-2: Übersicht über Datenquellen und Datengüten für nicht- leitungsgebundene Energieträger 
 Gesamtbilanz 
Quelle 
Gesamt-
bilanz - 
Datengüte 
Aufteilung auf  die 
Sektoren 
Haushalte/GHD 
Quelle 
Sektorale 
Datengüte 
HH/GHD 
Aufteilung 
für Sektor 
Industrie 
Quelle 
Datengüte 
Industrie 
Heizöl Schornstein-
feger/ IT.NRW 
25%< Wert 
<50% 
(Misch-
bilanz aus 
unterschied
lichen 
Quellen) 
Schornsteinfeger 25% IT.NRW 100% 
Sonstige 
Energie-
träger 
Förderung BAFA 
/ IT.NRW 
25% < Wert 
<50%  
(Misch-
bilanz aus 
unterschied
lichen 
Quellen) 
Förderung BAFA 50% IT.NRW 100% 
2.4 Datenbasis der Bilanzen beim Sektor Verkehr 
  Straßenverkehr (Motorisierter Individualverkehr, Straßengüterverkehr, Busse): Seit 
dem Jahr 2016 stellt das Software -Tool GRETA13 des Umweltbundesamtes räumlich 
aufgelöste Daten aller nationalen Emissionen sowie Vorgabewerte für die  Kfz-
Fahrleistungen für alle Kommunen in Deutschland zur Verfügung und zwar ab dem 
Jahr 2008 differenziert nach Kfz-Kategorien und Straßenkategorien. Größere Städte 
verfügen üblicherweise über eigene kommunale Verkehrsmodelle, mit denen die 
Fahrleistungen genauer berechnet werden können. Da die Entwicklung des 
Integrierten Gesamtverkehrsmodells für Köln erst im Herbst 2016 beschlossen 
wurde und dieses bei der aktuellen Bilanzerstellung noch nicht verfügbar war, 
musste auf die GRETA -Daten zurückgegriffen werden. Die für die Detailbilanz 2006 
des Klimaschutzkonzeptes Verkehr 2011 verwendeten Daten des LANUV -
Emissionskatasters boten ebenfalls keine bessere Datenbasis, da di e Daten für den 
Kfz-Verkehr nur “ca. alle 3 Jahre fortgeschrieben“ werden. 
 Für den Öffentlichen Straßenpersonenverkehr (Linienbusse und Stadtbahnen) sind 
jährliche Angaben zu den Betriebsleistungen (Bus - bzw. Zug -km) auf Ebene der 
–––––––––––––––– 
13  ArcGIS basierte Lösung zur detaillierten deutschlandweiten Verteilung (Gridding) nationaler 
Emissionsjahreswerte auf Basis des Inventars zur Emissionsberichterstattung . AVISO 2016, im Auftrag 
des Umweltbundesamtes. UBA-Texte 71/2016.

12   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen  ifeu  
Stadt- und Landkreise bei m statistischen Bundesamt verfügbar. 14 Darüber hinaus  
wurden die Angaben der Kölner Verkehrs -Betriebe KVB AG zu den Verkehrs - und 
Betriebsleistungen (Personen-km, Platz -km, Fahrzeug-km) genutzt. Durch Abgleich 
mit den Angaben des Statistischen Bundesamtes für den Stadtkreis Köln wurden die 
Personen- und Platz -km auf die Gesamtstadt umgerechnet. Für den  Bahnverkehr 
existiert ein deutschlandweites streckenfeines Emissionskataster der DB AG mit 
kommunenfeiner Zurechnung von Bahnverkehr und Energieverbräuchen. 
 Binnenschiffverkehr- und Flughafen-bezogene THG-Emissionen werden jährlich 
kommunenfein in dem Modell TREMOD berechnet. 
In Tabelle 2-3 sind die berücksichtigten Verkehrsmittel und die jeweilige Quelle für 
Verkehrsdaten der Stadt Köln dargestellt . Fuß- und Radverkehr werden in der Bilanz nicht 
betrachtet, da hier fast keine e xterne Energie zugeführt werden muss und somit nahezu 
keine THG-Emissionen entstehen. 
Tabelle 2-3: Quellen für Verkehrsdaten in Köln der Jahre 2008-2015 
Verkehrsmittel Datenquelle/-herkunft 
Motorisierter Individualverkehr  
(motorisierte Zweiräder, Pkw)  
GRETA 
Straßengüterverkehr  
(leicht Nutzfahrzeuge, Lkw >3,5t) 
GRETA 
Busse (Summe Fern- und Reisebusse) GRETA 
Öffentlicher Straßenpersonenverkehr 
(Linienbusse und Straßenbahnen) 
Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB), 
Statistisches Bundesamt 
Schienenverkehr (Personennah- und -
fernverkehr, Güterverkehr) 
Deutsche Bahn AG 
Binnenschiffe TREMOD 
  
–––––––––––––––– 
14  Personenverkehr mit Bussen und Bahnen. Fachserie 8 Reihe 3.1. Statistisches Bundesamt, jährlich.

ifeu   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen   13 
3 Ergebnisse der gesamtstädtischen 
Energie- und THG-Bilanz 2015 
3.1 Endenergiebilanz 2015 
Die nachfolgend beschriebene THG -Bilanz für Köln basiert auf dem gesamtstädtischen 
Endenergieverbrauch der verschiedenen Verbrauchssektoren15. 
 
Abbildung 3-1: Endenergieverbrauch 2015 in Köln nach Sektoren (in GWh) 
Dieser betrug 2015, wie Abbildung 3-1 zeigt, insgesamt rund 29.800 GWh. Davon entfielen 
auf den Sektor Industrie etwa 37% (etwa 11.100 GWh), auf die Sektoren Private Haushalte 
sowie GHD/Sonstiges etwa 35% (etwa 10.500 GWh) und auf den Sektor Verkehr etwa 27% 
des Endenergieverbrauchs ( etwa 7.900 GWh). Der Anteil der von der städtischen 
Gebäudewirtschaft betreuten Gebäude und Objekte (im Weiteren “Städtische Gebäude“) 
lag mit etwa 280 GWh bei etwa 1%. 
Bei den Energieträgern dominierten über alle Verbrauchssektoren der Erdgasverbrauch 
mit etwa 34% ( etwa 10.000 GWh), der Kraftstoffverbrauch mit etwa 26% ( etwa 7.700 
GWh) und der Stromverbrauch mit etwa 21% (etwa 6.300 GWh). Daneben entfielen auf 
Heizöl etwa 11% (etwa 3.100 GWh) und auf Fern- bzw. Nahwärme etwa 8% (etwa 2.400 
GWh). Beim Wärmebereich dominierte der Erdgasverbrauch mit etwa 63%, während der 
–––––––––––––––– 
15  Differenzen beim Aufsummieren der einzelnen Werte und Prozentangaben ergeben sich aus d er Ab- 
bzw. Aufrundung der Einzelwerte.

14   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen  ifeu  
Heizölverbrauch bei etwa 20% und der Fern - bzw. Nahwärme verbrauch bei etwa 15% 
lagen. Sonstige Energieträger spielten hier mit etwa 2% (unter 300 GWh) nur eine geringe 
Rolle. 
Im Sektor  Private Haushalte und GHD /Sonstiges entfielen etwa 69% der Endenergie auf 
den Heizenergie- und etwa 31% auf den Stromverbrauch. Die Wärmeversorgung wurde zu 
etwa 57% mit Erdgas, zu etwa 24% mit Fern- bzw. Nahwärme und zu etwa 15% mit Heizöl 
gedeckt. Sonstige Energieträger hatten hier nur noch einen Anteil von etwa 4%. Statistisch 
gesehen verursachte ein Einwohner über alle Energieträger ein en Endenergieverbrauch 
von etwa 9.800 kWh. 
Im Sektor Industrie entfielen etwa 75% auf den Heizenergie - und etwa 25% auf den 
Stromverbrauch. Die Wärmeversorgung erfolgte zu etwa 68% mit Erdgas und zu etwa 25% 
mit Heizöl. Extern bezogene Fernwärme bzw. Ferndampf spielten dagegen mit etwa 7% 
nur eine untergeordnete Rolle.  Pro Einwohner lag der Endenergieverbrauch bei etwa 
10.400 kWh. 
Im Sektor Verkehr entfielen etwa 97% auf die verschiedenen Kraftstoffe und nur etwa 3% 
auf den Stromverbrauch (z.B. Schienenpersonennahverkehr). Pro Einwohner lag der 
Endenergieverbrauch bei etwa 7.400 kWh (weitere Informationen vgl. Kapitel 3.4). 
Im Sektor Städtische Gebäude entfielen etwa 77% auf den Heizenergie- und etwa 23% auf 
den Stromverbrauch. Die Wärmeversorgung wurde zu etwa 62% mit Erdgas, zu etwa 32% 
mit Fern - bzw. Nahwärme und nur zu etwa 4% mit Heizöl bzw. etwa 2% mit s onstigen 
Energieträgern gedeckt. Pro Einwohner lag der Endenergieverbrauch bei etwa 260 kWh16. 
3.2 THG-Bilanz 2015 
Die THG-Bilanz 2015 wurde aus de m Endenergieverbrauch der verschiedenen 
Energieträger und den spezifischen Emissionsfaktoren ermittelt. Wie Abbildung 3-2 zeigt, 
wurden rund 10 Mio. Tonnen THG oder etwa 9,4 Tonnen THG pro Einwohner emittiert. 
Bei der Emissionsverteilung zeigte sich, dass der Stromverbrauch mit etwa 38% bzw. etwa  
3,8 Mio. Tonnen von allen Energieträgern die meisten THG -Emissionen verursachte. Auf 
die Energieträger Erdgas bzw. Kraftstoffe entfielen etwa 2,5 Mio. (etwa 25%) bzw. etwa 
2,4 Mio. Tonnen THG (etwa 24%). Der Verbrauch an Heizöl bzw. Fern - und Nahwärme 
hatte mit 1,0 Mio. (etwa 10%) bzw. 0,03 Mio. Tonnen THG (etwa 0,3%) nur einen geringen 
bzw. sehr geringen Anteil. 
Durch den vergleichsweise hohen Emissionsfaktor für Strom nahm die Klimarelevanz der 
Sektoren mit hohem Stromverbrauch etwas zu. Dadurch stieg der THG-Anteil der Industrie 
bei etwa 3,8 Mio. Tonnen THG auf etwa 38% der Gesamtemissionen, während er bei den 
Privaten Haushalten und GHD/Sonstiges mit etwa 3,5 Mio. Tonnen THG bei etwa 35% 
blieb. Der Anteil des Verkehrssektors sank bei etwa 2,6 Mio. Tonne n THG auf etwa 26%. 
Mit etwa 0,08 Mio. Tonnen THG bzw. etwa 1% entfielen auf die Städtischen Gebäude die 
geringsten THG-Emissionen. 
–––––––––––––––– 
16  Unterschiede beim Endenergieverbrauch  der städtischen Gebäude in der BICO2 -Bilanz und im 
Energiebericht der Gebäudewirtschaft der Stadt Köln ergeben sich aus der bei BICO2 nicht 
durchgeführten Witterungskorrektur.

ifeu   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen   15 
 
Abbildung 3-2: THG-Emissionen 2015 in Köln nach Sektoren 
Die THG-Emissionen bei Privaten Haushalten und GHD/Sonstiges waren zu etwa 55% bzw. 
etwa 29% durch den Verbrauch von Strom bzw. Erdgas geprägt. Etwa 10% der Emissionen 
entstanden durch die Nutzung von Heizöl, Fernwärme ( etwa 3%) und Sonstige 
Energieträger (unter 1%) hatten nur geringe Anteile. Pro Einwohner entfielen auf diesen 
Sektor etwa 3,3 Tonnen THG. 
Der Sektor  Industrie verursachte etwa 3,8 Mio. Tonnen THG, was etwa 3, 6 Tonnen pro 
Einwohner entspricht. Daran hatte der Stromverbrauch mit etwa 43% den größten Anteil. 
Außerdem spielten noch Erdgas mit etwa 37% und Heizöl mit etwa 17% eine wichtige 
Rolle. Die extern bezogene Wärme hatte mit etwa 3% nur einen geringen Anteil an den 
THG-Emissionen. 
Der Sektor Verkehr verursachte etwa 2,6 Mio. Tonnen T HG-Emissionen, was etwa  2,4 
Tonnen pro Einwohner  entspricht. Dominierend waren die Kraftstoffe mit etwa 94% der 
THG-Emissionen. Weitere Informationen enthält Kapitel 3.4. 
Der Sektor Städtische Gebäude hatte mit etwa 80.000 Tonnen THG-Emissionen oder etwa 
75 kg pro Einwohner zwar nur einen vergleichsweise geringen Anteil, die Vorbildfunktion 
der Stadt sollte hier jedoch nicht vergessen werden. Die THG-Emissionen waren vor allem 
auf den Verbrauch von Strom (etwa 47%) und Erdgas ( etwa 40%) zurückzuführen. Die 
Nutzung der klimafreundlichen Fernwärme verursachte nur etwa 9% der Emissionen , 
weitere etwa 4% waren auf die Nutzung von Heizöl zurückzuführen. 
Klimaeffekte der Energieversorgungsstruktur in Köln 
Im Methodenteil wurde bereits erläutert, dass die gesamtstädtische THG-Bilanz gemäß 
BISKO-Standard mit dem nationalen Emissionsfaktor für Strom (Bundesmix Strom) 
gerechnet wurde . Bei dieser Bilanzierung wir d die Qualität des in den lokalen Anlagen

16   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen  ifeu  
erzeugten Stroms ((Heiz-) Kraftwerke  oder e rneuerbare Energien ) in der Form 
berücksichtigt, dass die in das deutsche bzw. europäische Stromnetz eingespeist e 
Strommenge in die Berechnung des Bundesmix Strom einfließt. Der Vorteil dieses Ansatzes 
ist, dass er sprunghafte Veränderungen bei künftigen Bilanzen vermeidet (z.B. durch den 
vorübergehenden Bezug von THG-armem Strom aus norwegischer Wasserkraft), den 
interkommunalen Vergleich erleichtert und den Blick  auf den Endenergieverbrauch und 
damit die Verbesserungen bei der Energieeinsparung bzw. Energieeffizienz richtet17. 
Berücksichtigt man die Emissionsfaktoren der lokalen Stromeinspeiser , dann würde die 
kommunale THG-Bilanz für den Teilbereich Energie um etw a 50.000 Tonnen oder knapp 
0,5% niedriger ausfallen als die Bilanz mit dem Bundesmix Strom (vgl. Abbildung 3-3). 
 
Abbildung 3-3: Auswirkungen der lokalen Stromerzeugung auf die Kölner THG-Bilanz 
Diese Verbesserung resultiert v.a. aus der überdurchschnittlichen Energieeffizienz der 
Heizkraftwerke der RheinEnergie, die 2015 mit ihrer Stromproduktion rund 32% des Kölner 
Strombedarfs deckten 18. Darüber hinaus trugen Industriekraftwerke, die RMVA, 
erneuerbare Energien und Sonstige Erzeuger rund 25% zur Deckung des Kölner 
Strombedarfs bei, während rund 43% des Strombedarfs extern bezogen wurden. 
  
–––––––––––––––– 
17  Beim lokalen Strommix werden nur die lokalen Anlagen in Köln mit einbezogen. Vertraglicher 
Ökostrombezug wird bei der Berechnung nicht berücksichtigt, da Strom aus diese Anlagen bereits in 
anderen Kommunen berücksichtigt ist.  
18  Bei der Territorialbilanz wird der in Köln erzeugte Strom vollständig der Kölner Bilanz zugeordnet. In 
den Bilanzen der RheinEnergie wird der in Köln erzeugte Strom aber dem deutlich größeren 
Versorgungsgebiet zugeordnet. Dadurch kommt es zu unterschiedlichen Versorgungsanteilen. 
0,0
2,0
4,0
6,0
8,0
10,0
12,0
Lokaler Strommix Bundesmix Strom
Kraftstoffe
Strom
Sonstiges
Kohle
Heizöl
Fern- und
Nahwärme
Erdgas
Mio. Tonnen CO2
ifeu 2017
THG-Bilanz 2015 für Köln - Einfluss lokaler Strommix
-0,5%

ifeu   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen   17 
3.3 Indikatorenset der Kölner Bilanz 2015  
Aus der Energie - und THG -Bilanz des Jahres 2015 können weitere wichtige Indikatoren 
abgeleitet werden, die zusätzliche Entwicklungen beschreiben und einen besseren 
Vergleich mit anderen Kommunen ermöglichen. Das Indikatorenset wurde im Rahmen des 
Projektes “Benchmark Kommunaler Klimaschutz“ vom ifeu entwickelt . Es berechnet 
verschiedene Kenngrößen zum Energiev erbrauch der privaten Haushalte, des GHD - und 
Verkehrssektors aber auch klimafreundliche Versorgungsanteile (KWK und erneuerbaren 
Energien) und vergleicht diese mit bundesdeutschen Durchschnittswerten19. 
Abbildung 3-4 zeigt die Ergebnisse für die Kölner Klimaschutzindi katoren 2015 in einer 
Bandbreite von 0 -10 (je höher der Balkenwert, desto besser schneidet die Stadt Köln bei 
diesem Indikator ab). Die genauen Werte wie auch die Min - und Max-Werte können dem 
rechten Teil der Abbildung entnommen werden. 
 
Abbildung 3-4: Klimaschutzindikatoren 2015 für die Stadt Köln (* Für diese Indikatoren lagen keine ausreichend differenzierten Daten 
vor.) 
Die Interpretation der Ergebnisse bedarf einiger Erläuterungen, da das Indikatoren set für 
alle deutschen Kommunen und deren unterschiedliche Rahmenbedingungen bzw. 
Potenziale entwickelt wurde: 
THG-Emissionen pro Einwohner: Dieser Indikator leitet sich aus der gesamtstädtischen 
THG-Bilanz ab. Die Bewertungsskala reicht von 0 Punkte (20 t  TGH pro Einwohner (im 
Weiteren “EW“) bis 10 Punkte (keine THG -Emissionen mehr). In Köln wurden 2015 rund 
9,4 t THG / EW emittiert, somit etwas weniger als im Bundesdurchschnitt (10 t THG / EW). 
Dieser Wert hängt stark von der Kölner Industriestruktur  ab. Im Vergleich zu 2008 hat sich 
dieser Wert um etwa 6% verbessert. 
–––––––––––––––– 
19  Auf den Internetseiten des Klima -Bündnis e.V.  ist darüber hinaus auch der Vergleich mit Städten 
gleicher Größenordnung möglich (http://www.benchmark-kommunaler-klimaschutz.de/).

18   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen  ifeu  
THG-Emissionen, Strom- und Wärmeverbrauch pro Einwohner im Sektor “Private 
Haushalte“ (vgl. *-Markierung): Diese Indikatoren wären eine wichtige Ergänzung 
gewesen, da hiermit in dem relativ homogenen Sektor sowohl Einsparungen durch 
Effizienz als auch klimafreundliche Versorgung gut abgebildet werden können. Sie konnten 
aber nicht ermittelt werden, da die Ener gieverbrauchsdaten für den Sektor Private 
Haushalte nicht bzw. nur zusammen mit dem GHD -Sektor vorlagen. Dies ist insofern 
bedauerlich, als die Vermeidung von Energieverbrauch und Effizienzsteigerungen bei der 
Energieversorgung in dicht besiedelten Großstä dten wie Köln zumindest bis 2030 
entscheidender für den Klimaschutz sein werden als der Ausbau der erneuerbaren 
Energien innerhalb der Stadtgrenzen (wie in Kapitel 2.2 schon erwähnt, soll in Gesprächen 
mit RheinEnergie und der RNG ein Weg gefunden werden, die Datenlage wieder zu 
verbessern). 
Anteil KWK -Wärme (Gesamt): Dieser Indikator benennt den Anteil der in Kölner KWK -
Anlagen erzeugten Fern - und Nahwärme am gesam tstädtischen Wärmeverbrauch. Die 
Bewertungsskala (0 bis 10 Punkte) reicht von 0% bis 50% Fern - und Nahwärme-Anteil am 
gesamtstädtischen Wärmeverbrauch. Der Kölner Anteil von 15% KWK -Wärme im Jahr 
2015 ist gegenüber 2008 nahezu gleichgeblieben und liegt etw as unter dem 
Bundesdurchschnitt. Dass der von RheinEnergie realisierte Fernwärmeausbau der letzten 
Jahre sich nicht in einem besseren Indikator ausdrückt, ist auf den seit 2008 um fast 10% 
gestiegenen gesamtstädtischen Wärmeverbrauch zurückzuführen. 
Anteil Erneuerbarer Strom (Gesamt): Dieser Indikator zeigt den Anteil der 
Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien am Gesamtstromverbrauch. Die 
Bewertungsskala reicht von 0% bis 100% erneuerbare Stromerzeugung. In Köln lag der 
Anteil im Jahr 2015 unter Einbezieh ung der Stromerzeugung der 
Restmüllverbrennungsanlage (50% biogener Anteil) mit etwa 4% rund ein Drittel höher als 
2008, aber immer noch sehr deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Hierzu ist – 
ergänzend zu der obigen Prioritätensetzung – allerdings anzume rken, dass in dicht 
besiedelten Großstädten mit ihrem hohen Energieverbrauch die Flächen fehlen, um diesen 
territorial geprägten Indikator nennenswert zu erhöhen (die Verbesserung von Stadt -
Umland-Beziehungen ist deshalb auch beim kommunalen bzw. regionale n Klimaschutz 
eine wichtige Option). Außerdem haben Bevölkerung und Betriebe in Köln in den letzten 
15 Jahren über die EEG -Umlage ihren finanziellen Anteil am bundesweiten Ausbau der 
erneuerbaren Stromerzeugung geleistet. 
Anteil Erneuerbare Wärme  (Gesamt): Dieser Indikator zeigt den Anteil der 
Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien am gesamtstädtischen Wärmeverbrauch. 
Die Bewertungsskala reicht von 0% bis 100% erneuerbare Wärmeerzeugung. In Köln lag 
der Anteil im Jahr 2015 mit etwa 3% deutlich über dem We rt von 2008 aber immer noch 
deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Auch bei der erneuerbaren Wärme fehlen Köln 
als Großstadt die Flächen für größere Energieerzeugung smengen, wobei jedoch mehr 
Möglichkeiten beim Ausbau der Kraft -Wärme-Kopplung aus ern euerbaren Energieträgern 
wie bestehen (z.B. durch den biogenen Anteil beim Abfall oder Biomasse). 
GHD-Endenergieverbrauch pro sozialversicherungspflichtig Beschäftigten:  Dieser 
Indikator konnte ebenfalls nicht ermittelt werden, da die Energieverbrauchsdaten für den 
Sektor GHD/Sonstiges nicht bzw. nur zusammen mit dem Sek tor Private Haushalte 
vorlagen. 
Endenergieverbrauch Individualverkehr pro Einwohner : Dieser Indikator z eigt den 
Kraftstoffverbrauch des Personenverkehrs pro Einwohner. Die Bewertungsskala reicht von

ifeu   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen   19 
0 Punkte (mehr als 10.000 kWh pro EW) bis 10 Punkte (kein Kraftstoffverbrauch mehr). Mit 
etwa 4.600 kWh / EW liegt die Köln etwas unterhalb des Bundesdurchschnitts. 
Es wird empfohlen, das Indikatoren-Set für die nächsten Bilanzjahre weiterzuführen, um 
die Entwicklungen bei den o.g. Indikatoren überprüfen zu können. 
3.4 Detaillierte Darstellung des Verkehrsbereichs 2015 
Endenergieverbrauch im Jahr 2015 
Der Verkehrssektor in Köln benötigte im Jahr 2015 Endenergie in Höhe von etwa 
7.900 GWh.  
 Den größten Anteil hatte mit etwa 62 % der motorisierte Individualverkehr (vgl. 
Abbildung 3-5). Auf den öffentlichen Verkehr (Nah - und Fernverkehr) entfielen 
lediglich etwa 4 % des Endenergieverbrauches. Damit entfielen insgesamt etwa zwei 
Drittel des gesamten Endenergieverbrauchs auf den bodengebundenen 
Personenverkehr.  
 Der Straßengüterverkehr (leichte Nutzfahrzeuge und Lkw) hatte einen Anteil von 
etwa 22 % am Endenergieverbrauch, etwa 5 % kamen vom Binnenschiffverkehr auf 
dem Rhein sowie vom Bahngüterverkehr.  
 Starts und Landungen auf dem Flughafen Köln/Bonn, die anteilig der Stadt Köln 
zuzurechnen sind, trugen gut 6 % zum Endenergieverbrauch des Verkehrs bei. 
Im Straßenverkehr wurden bisher als Energieträger nahezu ausschließlich Kraftstoffe (v.a. 
Benzin, Diesel) eingesetzt. Im Schienenverkehr erfolgt e dagegen der größte Teil mit 
Elektrotraktion und nur ein geringer Anteil mit Dieseltraktion. Insgesamt betrug der Anteil 
von elektrischem Strom am gesamten Endenergieverbrauch im Jahr 2015 nur etwa 3 %. 
 
Abbildung 3-5:  Bilanz des Endenergiebedarfs in Köln im Verkehrssektor für 2015  
Treibhausgasemissionen im Jahr 2015 
In Köln verursachte der motorisierte Verkehr im Jahr 2015 insgesamt THG-Emissionen in 
Höhe von etwa 2,6 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente (siehe Abbildung 3-6). 
62%
4%1%
22%
5% 6%
Aufteilung des Endenergieverbrauch des Verkehrs in der Stadt Köln 
im Jahr 2015
MIV (Pkw, Zweiräder)
ÖPNV
ÖPFV
Straßengüterverkehr
Übriger Güterverkehr
Flugverkehr (LTO)
Gesamt:            GWh7.928
Gesamt 7.900 GWh

20   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen  ifeu  
 Der motorisierte Individualverkehr war wie beim Endenergieverbrauch mit etwa 
60 % Hauptemittent. Der öffentliche Verkehr mit Bussen und Bahnen hatte einen 
Anteil an den THG-Emissionen von etwa 7 %. 
 Etwa 27  % der Treibhausgasemissionen des Verkehrs entfielen auf den 
Güterverkehr im Stadtgebiet, davon etwa 22 % auf den Straßengüterverkehr.  
 Die anteilig der Stadt Köln zugerechneten T HG-Emissionen von Starts und 
Landungen auf dem Flughafen Köln/Bonn hatten einen Anteil von etwa 6 %. 
 Insgesamt entfielen etwa 94 % der THG-Emissionen des Verkehrs auf den Verbrauch 
von Kraftstoffen, der Anteil des elektrischen Stroms betrug etwa 6 %. 
 
Abbildung 3-6:  Bilanz der Treibhausgasemissionen in Köln im Verkehrssektor für 2015 
Zusätzliche Differenzierung nach Herkunft der Verkehre 
Ergänzend zur Bilanzierung des gesamten Verkehrs für das Jahr 2015 wurde eine 
überschlägige Abschätzung  der Personengruppen-Anteile an den MIV -Fahrleistungen im 
Stadtgebiet Köln vorgenommen. Die grundsätzliche Methodik aus dem 
Klimaschutzkonzept Verkehr von 2011 (vgl. dort Kap itel 4.3.1 und 5.2.1) wurde 
weitgehend beibehalten. Alle Parameter wurden soweit möglich mit neueren Daten 
aktualisiert. Da an verschiedenen Stellen nur Schätzwerte oder Bundesdurchschnittswerte 
(z.B. aus MiD 2008) verfügbar waren, sind die Ergebnisse teilweise mit hohen 
Unsicherheiten behaftet. Eine Erhöhung der Genauigkeit, die zur Identifizierung relevanter 
Zielgruppen für Klimaschutzmaßnahmen wünschenswert ist, könnte künftig mit dem 
geplanten Integrierten Gesamtverkehrsmodell der Stadt Köln möglich sein. 
Tabelle 3 -1 bis Tabelle 3-3 dokumentieren die verwendeten Datenquellen und darauf 
aufbauenden Berechnungen. Abbildung 3-7 zeigt die daraus folgende Aufteilung der MIV-
Fahrleistungen. 
Tabelle 3-1: Jährliche Fahrleistungen der Kölner Einwohner 
  2006 2015 Datenquellen/Methodik 
Einwohner 989.766 1.069.192 Hochrechnung aus der Erhebung Mobilität der 
Kölner 2006 und der Einwohnerentwicklung 
2006-2015 Mio. Fz-km 3.124 3.375 
 
60%
6%1%
22%
5% 6%
Aufteilung der Treibhausgasemissionen des Verkehrs in der Stadt Köln 
im Jahr 2015
MIV (Pkw, Zweiräder)
ÖPNV
ÖPFV
Straßengüterverkehr
Übriger Güterverkehr
Flugverkehr (LTO)
Gesamt:          Mio. t CO2e2,56
Gesamt 2,6 Mio. t CO2e

ifeu   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen   21 
Tabelle 3-2: Jährliche Fahrleistungen der Einpendler 
Parameter Vollzeit Teilzeit Azubi Datenquellen/Methodik 
Anzahl 219.669 88.047 8.028 Landesdatenbank NRW 
Arbeitstage/Jahr 218 131 131 
Arbeitstage NRW - 35d 
Urlaub+krank. TZ+Azubi 
3d/W. 
Weglänge Hin+Rück 
im Stadtgebiet 23,55 23,55 23,55 
15,7km Stadtradius x 
75% (Randlagenfaktor) x 
2 Wege. 
MIV-Anteil 85% 85% 46% Mittelwerte aus MiD 
2008 ohne Rad/Fuß Pkw-Besetzungsgrad 1,1 1,1 2,6 
Mio. Fz-km  
871 210 4   
1.085   
 
Tabelle 3-3: Jährliche Fahrleistungen der An- und Abreise von Besuchern 
Parameter 
Übernachtungs- 
gäste 
Deutschland 
Tages- 
gäste* Datenquellen/Methodik 
Personen/a 2.346.034 120.000.0
00 
Landesdatenbank NRW, 
Kölntourismus 
An-/Abreisewege je Besuch 2 2   
Mittlere Weglänge 15,7 15,7 15,7km Stadtradius 
MIV-Anteil 64% 87% Mittelwerte aus MiD 
2008 ohne Rad/Fuß Pkw-Besetzungsgrad 2,5 1,6 
Mio. Fz-km 
19 2.049   
2.068  
* Einkaufs- & Freizeitverkehr, geschäftliche und private Besuche etc.  
Hinweis: Hohe Sensitivität der abgeschätzten Fahrleistungen auf die angenommenen 
Modal-Split-Anteile im MIV. Der auf Basis von MiD angenommene hohe MIV -Anteil 
erscheint insb. bei Tagesgästen unsicher und hat signifikante Auswirkungen auf die 
berechneten Fahrleistungen.

22   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen  ifeu  
 
Abbildung 3-7:  Überschlägige Fahrleistungsaufteilung im MIV nach Verkehrsbeziehungen im Jahr 2015 
Danach wurden im Jahr 2015 etwa 45 % der MIV-Fahrleistungen im Stadtgebiet Köln durch 
die Einwohner selbst erbracht (Binnen - und Quell-Ziel-Verkehr). Etwa 15% entfielen auf 
Einpendler und etwa  28% auf Besucher der Stadt Köln 20. Durchgangsverkehr ohne Start 
und/oder Ziel in Köln hatte mit etwa 12% nur einen geringen Anteil am motorisierten 
Individualverkehr. 
  
–––––––––––––––– 
20  Die CO 2-Bilanzierung für 2006 im Klimaschutzkonzept Verkehr 2011 kommt bei einer groben 
Abschätzung der nach Herkunft differenzierten Fahrleistungen auf vergleichbare Zahlen für Kölner 
Bevölkerung und Einpendler (vgl. dort Abb. 12). Aller dings werden nur halb so hohe Fahrleistungen 
für Besucher abgeschätzt, da sich bei den im Bericht angegebenen 117 Mio. Besuchern pr o Jahr (vgl. 
Tab. 4 im Bericht) bei einem gleichzeitigen Wert von 322 Tsd. Wegen/Tag (vgl. Tab. 28 im Bericht) nur 
1 Weg pro Besucher ergibt. 
45%
15%
28%
0,3% 12%
Überschlägige Abschätzung der Fahrleistungsaufteilung im MIV 
in Köln nach Verkehrsbeziehungen im Jahr 2015
Kölner
Einpendler
Tagesgäste
Übernachtungsgäste aus
Deutschland
Sonstige Auswärtige + Transit

ifeu   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen   23 
4 Entwicklungen der Energie- und 
THG-Bilanzen seit 2008 
4.1 Entwicklung der gesamtstädtischen Bilanzen von 
2008 bis 2015 
Ausgehend vom ersten Bilanzjahr 2008 können die Entwicklungen der vergangenen Jahre 
in den einzelnen Sektoren nachvollzoge n werden. Dazu wurde n auch d ie Zwischenjahre 
2010 und 2013 bilanziert. 
Insgesamt ist von 2008 bis 2015 ein leichter Anstieg des Endenergieverbrauchs um etwa 
5% zu erkennen. D ieser resultiert aus einem Anstieg im  Industrie-Sektor um etwa 24%. 
Dagegen verblieb der Verkehrssektor nahezu auf dem Niveau von 2008 , im Sektor private 
Haushalte und GHD/Sonstiges sank der Endenergieverbrauch zwischen 2008 und 2015 um 
etwa 7%, bei den städtischen Gebäuden sogar um etwa 10%. 
 
Abbildung 4-1: Entwicklung des Energieverbrauchs von 2008 bis 2015  
Bei den THG -Emissionen wurde von 2008 bis 2015 eine geringe Abnahme um etwa  1% 
errechnet, wobei der Wert in den Jahren  2010 und 2013 noch leicht anstieg. Die se 
Reduzierung bei g leichzeitigem An stieg des Endenergieverbrauchs ist auf eine n 
klimafreundlicheren Energieträgermix zurückzuführen. Außerdem führt der zunehmend e 
Anteil erneuerbarer Energien im Strommix dazu, dass die se Emissionen kontinuierlich 
abnehmen. Die Entwicklung in  den einzelnen Verbrauchssektoren ähn elt dem 
Gesamtenergieverbrauch. Während im Sektor Industrie die THG-Emissionen um etwa 11% 
zunahmen, konnten sie i n den Sektoren Private Haushalte  und GHD/Sonstiges bzw.

24   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen  ifeu  
städtische Einrichtungen  um etwa 15% bzw. 11% gesenkt werden. Im Verkehrsbereich 
blieben die Emissionen im Jahr 2015 auf dem Niveau von 2008. 
 
Abbildung 4-2: Entwicklung der THG-Emissionen  von 2008 bis 2015  
 
Abbildung 4-3: Entwicklung der THG-Emissionen pro Einwohner von 2008 bis 2015  
Wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung des Endenergieverbrauchs und der THG -
Emissionen hatte in Köln die Entwicklung der Einwohnerzahlen. Von 2008 bis 2015 wuchs

ifeu   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen   25 
die Bevölkerungszahl in Köln um fast 5%. Wird die Bevölkerungsentwicklung bei den THG -
Emissionen berücksichtigt, errechnet sich eine THG-Einsparung pro Einwohner von gut 6%. 
4.2 THG-Entwicklung und Klimaschutzziele der Stadt 
Köln  
Die quantitativen Klimaschutzziele der Stadt Köln beziehen sich alle auf das Basisjahr 1990. 
Eine einheitliche Bilanzierung nach dem BISKO-Standard liegt seit dem Jahr 2008 vor. Diese 
wurde für die Erstellung von Abbildung 4-4 auch für die Bilanzjahre bis 1990 übernommen. 
Bei der Erstellung des IKSK Energie 2012 wurde anhand früherer Bilanzen der RheinEnergie 
/ GEW eine überschlägige Rückrechnung für das Jahr 1990 vorgenommen. Diese wurde für 
die aktualisierte Darstellung in Abbildung 4-4 übernommen. Außerdem wurden in der 
Grafik die Klimaschutzziele der Stadt Köln (Bürgermeisterkonvent und Klima -Bündnis) 
sowie das (nicht mehr erreichbare) Klimaschutzziel 2020 der Bundesregierung dargestellt. 
 
Abbildung 4-4: THG-Entwicklung der Stadt Köln seit 1990 und Klimaschutzziele  
Nach der Bilanz 2015 wird das den Klimaschutzzielen der Bundesregierung und dem 
Beschluss von Paris nicht mehr entsprechende  THG-Mindestziel des 
Bürgermeisterkonvents mit fast 18% Gesamteinsparung gegenüber 1990 fast erreicht und 
bei einer pro -Kopf-Einsparung von etwa 22% bereits  erfüllt. Dies ist v.a. auf folgende 
Einflüsse zurückzuführen 
 Dauerhaft seit 1990 
‒ deutlich verbesserter Bundestrommix

26   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen  ifeu  
‒ Effizienzsteigerungen im Wärmebereich sowohl in Industrie und Gewerbe 
(verbesserte Energieproduktivität) als auch bei den privaten Haushalten 
(energetische Modernisierung und energieeffizienter Neubau) 
‒ weitreichende Substitution von Heizöl und Kohle mit den klimafreundlicheren 
Energieträgern Fernwärme und Erdgas 
 Temporäre Ereignisse  
‒ Neubau effizienter Großheizkraftwerke (insbesondere am Standort Niehl) 
‒ Schließung eines großen Chemiebetriebs Anfang der 1990er Jahre  
Für das Klima-Bündnis-Ziel müssen die Pro-Kopf-Emissionen von etwa 12,8 Tonnen THG im 
Jahr 1990 auf rund 6,4 Tonnen THG im Jahr 2030 gesenkt werden. Bei dem für 2015 
errechneten Pro-Kopf-Wert von 9,4 Tonnen THG ergibt sich somit bis 2030 ein weiterer 
THG-Minderungsbedarf von rund 3,0 Tonnen pro EW, was eine Steig erung der 
Klimaschutzeffekte um fast 50% erfordert. 
4.3 Entwicklungen im Verkehrsbereich 
Für das Jahr 2006 wurde im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes Verkehr 2011 bereits eine 
Detailbilanz erstellt. Diese entspricht jedoch nur bedingt der BISKO -Systematik, was eine 
Anpassung erforderte. Im Folgenden werden die neu  berechneten Bilanzen dargestellt. 
Anhang 9.5 enthält  Informationen zur Veränderung der Methodik gegenüber dem 
Bilanzjahr 2006. 
Abbildung 4-5 und Abbildung 4-6 zeigen die rückgerechnete zeitliche Entwicklung von 
Endenergiebedarf und THG-Emissionen seit 1990. 
Der Endenergieverbrauch ist zwischen 1990 und 2006 um etwa 12  % angestiegen. Von 
2006 bis 2013 gab es einen leichten Rückgang, de r bis 2015 fast wieder ausgeglichen 
wurde. Im Ergebnis lag der Endenergieverbrauch 2015 nur geringfügig niedriger als 2006. 
Im Vergleich dazu sind d ie THG-Emissionen von 1990 bis 2006 “nur“ um etwa 3 % 
angestiegen. Dies  ist im Wesentlichen auf die Einführung von Biokraftstoffen mit 
niedrigeren spezifischen Emissionen  zurückzuführen. Zwischen 2006 und 2015 gab es 
einen leichten Emissionsrückgang. Insgesamt waren die THG-Emissionen im Jahr 2015 fast 
genauso hoch wie 1990. Der Verkehr hat demnach seit 1990 nicht zu einer Minderung der 
THG-Emissionen in Köln beigetragen.

ifeu   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen   27 
 
Abbildung 4-5:  Entwicklung des Endenergieverbrauchs im Kölner Verkehrssektor von 1990 bis 2015 
 
 
Abbildung 4-6:  Entwicklung der THG-Emissionen im Kölner Verkehrssektor von 1990 bis 2015

28   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen  ifeu  
Teil B: 
Bilanzierung ausgewählter 
Beteiligungsunternehmen 
5 Bilanzierungsrahmen 
Zielsetzung des Projekt es, das bundesweit durchaus Modellcharakter hat,  war es, neben 
der Treibhausgas- (THG-) B ilanz der schon 2008 berücksichtigten s tädtischen Gebäude21 
auch die Bilanzen ausgewählter Beteiligungsunternehmen und weiterer 
Verwaltungseinheiten (im Weiteren vereinfacht “Beteiligungsunternehmen“) innerhalb 
der gesamtstädtischen THG-Bilanz abzubilden. Hierfür w urde de ren Datenerhebung 
analysiert und eine wissen schaftlich fundierte Methodik für die THG-Bilanzierung im 
Rahmen der gesamtstädtischen Bilanz erarbeitet. Anlass für das Projekt war folgender 
Ratsbeschluss vom Dezember 2011: 
“Im Sinne der Vorbildfunktion des Konzern Stadt Köln werden alle städtischen 
Beteiligungsunternehmen in geeigneter Weise angewiesen, das Klimaschutzkonzept 
Köln nach Kräften zu unterstützen und sich durch eigene Teilbilanzierungen an der 
2-3 jährigen Erfolgskontrolle zu beteiligen.“22 
Grundlage für die gesamtstädtische THG -Bilanz der Stadt Köln  ist die in Kapitel 1.1 
skizzierte Bilanzierungssystematik Kommunal (BISKO) , eine deutschlandweit eingesetzte 
Methodik zur Ermittlung kommunaler Energie - und THG-Bilanzen. Sie beinhaltet eine 
endenergiebasierte Territorialbilanz, bei der alle im Stadtgebiet anfallenden 
Endenergieverbräuche verschiedenen Verbrauchsektoren zugeordnet werden. Die THG -
Emissionen werden  dann ü ber spezifische BISKO-Emissionsfaktoren berechnet, die  CO2-
Äquivalente und die Vorketten enthalten. 
Die Bilanzierung der Beteiligungsunternehmen orientiert sich an der Methodik des 
Greenhouse Gas Proto col (GHG-Protokoll) – dem international etablierten Standard zur 
Erstellung von THG-Bilanzen für Unternehmen und Organisationen, der mit der BISKO -
Systematik kompatibel  ist (siehe Kapitel 6).23 Anders als die kommunale Bilanzierung 
enthält das GHG-Protokoll als “Scope 3“ eine umfängliche Bilanzierung aller indirekten 
Emissionen der vor - und nachgelagerten Wertschöpfungskette . Dieser bereits häufig  
praktizierte Ansatz kann bei der langfristig angelegten Bilanzierung der Kölner 
Beteiligungsunternehmen nicht ignoriert werden. Da die Erhebung der Bilanzdaten aller 15 
Scope-3-Kategorien aber äußerst aufwändig wäre, soll für Köln als Einstieg in diese 
Thematik ein auf die Leistungsfähigkeit der Beteiligungsunternehmen abgestimmter 
Ansatz zur Bilanzierung ausgewählter Scope -3-Maßnahmen entwickelt werden, mit de m 
–––––––––––––––– 
21  In der Kölner Energie - und THG -Bilanz 2008 wurden nur die im Energiebericht der städtischen 
Gebäudewirtschaft enthaltenen Gebäude getrennt ausgewiesen. 
22  TOP 10.9 der 30. Sitzung des Rates in der Wahlperiode 2009/2014 am 20.12.2011 
23  Weitere Informationen zum GHG -Protokoll sind auf deren Webseite oder in einer gut verständlichen 
Übersicht der EnergieAgentur NRW zu finden. 
Ziele des Projektes 
Gesamtstädtische 
Bilanzierung nach 
BISKO 
Unternehmens-
bilanzierung nach 
GHG-Protokoll

ifeu   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen   29 
die Beteiligungsunternehmen ihr Engagement für die Klimaschutzziele der  Stadt Köln 
dokumentieren können. 
Das Betätigungsfeld der städtischen Beteiligungsunternehmen deckt ein breit gefächertes 
Spektrum der Daseinsvorsorge ab – von der Energie - und Wasserversorgung, der 
Müllabfuhr und Abwasserbeseitigung, dem öffentlichen Verkehr  und dem sozialen 
Wohnungsbau über Krankenhäuser bis hin zu Stadtentwicklung und Sport.  Die meisten 
Beteiligungsunternehmen sind Töchter der Stadtwerke Köln GmbH (SWK) , de ren 
Stammkapital zu 100% von der Stadt Köln gehalten wird (vgl. Abbildung 10-1 im Anhang). 
Im Projekt berücksichtigt w urden alle Beteiligungsunternehmen, bei denen die Stadt Köln 
und die SWK zusammen mehr als 50% der Anteile halten und die nach den verfügbaren 
Informationen einen relevanten Anteil am Energieverbrauch aller 
Beteiligungsunternehmen haben. 
Der Energieverbrauch wurde in einem ersten Schritt  über verschiedene Datenquellen 
erhoben wie z.B. den Nachhaltigkeitsbericht der Stadtwerke Köln, Umwelt - und 
Energieberichte der jeweiligen Beteiligungsunternehmen oder über Daten, die im Rahmen 
des European Energy Awards vom Ingenieurbüro Gertec erhoben w orden waren. 
Außerdem wurde abgeschätzt, mit welcher  Wahrscheinlichkeit noch weitere Daten 
vorliegen können. Abbildung 5-1 zeigt beispielhaft, dass die Beteiligungsun ternehmen 
primär nach dem so ermittelten Energieverbrauch (siehe Kapitel 7.2) und zusätzlich nach 
der eingeschätzten Verfügbarkeit zusätzlicher Daten ausgewählt wurden. Die in Abbildung 
10-2 im Anhang genannten Unternehmen wurden dann mithilfe von qualitativen 
Interviews, Workshops  und einem Fragebogen genauer betrachtet.  
Beteiligungsunternehmen, die außerhalb des Köln er Stadtgebietes  ansässig sind ( z.B. 
AggerEnergie GmbH), wurden nicht berücksichtigt, auch wenn die städtische Beteiligung 
über 50% lag (Territorialprinzip). 
 
Abbildung 5-1: Kriterien zur Vorauswahl der Beteiligungsunternehmen (am Beispiel von drei Unternehmen)  
Zur Klimarelevanz des öffentlichen Sektors gibt es wenig belastbares  Datenmaterial. Eine 
Studie von McKinsey aus dem Jahr 2008 zeigte exemplarisch, dass im Jahr 2006 etwa 65% 
der direkten und indirekten Emissionen von Scope 1 und 2  (vgl. Kapitel 6) durch den 
Energieverbrauch in den öffentlichen Gebäuden entstanden (davon allein 35% in Schulen). 
Dem Bereich Transportmittel (ÖPNV) waren etwa 15%, d er Wasserver- und -entsorgung 
etwa 20% d er direkten Emissionen zuzurechnen  (vgl. Abbildung 5-2). Die untersuchten 
indirekten Emissionen (Scope 3) von Dienstreisen und Tiefbauinvestitionen  (die nur einen 
Die Kölner Beteiligungs- 
unternehmen 
THG-Emissionen des 
öffentlichen Sektors

30   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen  ifeu  
kleinen Teil des Scope -3-Spektrums ausmachen)  lagen dabei unter 20% der direkten 
Emissionen. 
 
Abbildung 5-2: THG-Emissionen des öffentlichen Sektors in relevanten Nachfragebereichen bei McKinsey (2008) 
Das GHG-Protokoll empfiehlt, zunächst die organi satorischen und operationellen 
Systemgrenzen de r zu bilanzierenden Unternehmen  zu definieren  (Firmenstruktur und 
THG-Quellen). Bei anteiligem Besitz eines Unternehmens unterscheidet das GHG-Protokoll 
zwei Ansätze  zur Berücksichtigung der Emissionen : den Anteilsansatz und de n 
Kontrollansatz. Der Anteilsansatz (equity share approach) berücksichtigt die Emissionen im 
Verhältnis des anteiligen Besitzes. Der Kontrollansatz (control approach) hingegen bezieht 
die Emissionen von dominanten Unternehmensbeteiligungen (in der Regel über 50%) 
vollständig ein. Im Rahmen diese s Projektes  wurde der Kontrollansatz verfolgt, sodass 
entsprechende Emissionen vollständig in die Bilanz einfl ossen (vgl. Abbildung 10-1 im 
Anhang). Der Anteilsansatz kann zusätzlich nachrichtlich dargestellt werden. 
Organisatorische 
Systemgrenzen des 
GHG-Protokolls

ifeu   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen   31 
 
Abbildung 5-3: Beispielhafte Darstellung der organisatorischen und operationellen Systemgrenzen einiger Beteiligungsunternehmen  
Bei den operationellen Systemgrenzen  schreibt das  GHG-Protokoll vor, alle direkten 
Emissionen des Unternehmens und die Emissionen durch bezogene Energien zu 
bilanzieren (Scope 1 und 2) . Die i ndirekten Emissionen von Scope 3 können  optional 
bilanziert werden (vgl. Kapitel 6). Abbildung 5-3 zeigt beispielhaft die Systemgrenzen für 
einige Beteiligungsunternehmen der Stadt Köln und verschiedene THG-Quellen. 
 
  
Operationelle 
Systemgrenzen des 
GHG-Protokolls

32   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen  ifeu  
6 Kompatibilität von BISKO-Systematik 
und GHG-Protokoll 
Durch die Herstellung von Produkten und d ie Erbringung von Dienstleistungen sind 
Unternehmen direkt oder indirekt für den Ausstoß von THG -Emissionen verantwortlich. 
Die vom Rat der Stadt Köln geforderte THG-Bilanzierung der städtischen 
Beteiligungsunternehmen soll deren wichtigste THG-Emissionen umfassen. 
Der hierfür entwickelte methodische Ansatz berücksichtigt dabei folgende Faktoren: 
 Die Bilanzierung folgt der Method ik des GHG -Protokolls, dem am weitesten 
verbreiteten und international anerkannten Standard für die THG -Bilanzierung von 
Unternehmen und Gebietskörperschaften, 
 auf die  Besonderheiten der städtischen Beteiligungsunternehmen wird Bezug 
genommen und 
 die Methodik ist kompatibel mit der BISKO-Systematik. 
Das GHG-Protokoll unterscheidet verschiedene Kategorien, sog. “Scopes“, um die direkten 
und indirekten THG-Emissionen aufzuschlüsseln. Scope 1 beinhaltet alle THG -Emissionen 
von Energieerzeugungsanlagen, Fahrzeugen, Maschinen und Verarbeitung , die direkt im 
Unternehmen anfallen (direkte Emissionen). Scope 2 umfasst zusätzlich alle indirekten 
(außerhalb des Unternehmens entstandenen ) THG-Emissionen, die aus dem Strom-, 
Fernwärme-, Ferndampf- und Fernkälteverbrauch des Unternehmens in Köln resultieren. 
Scope 3 beinhaltet alle übrigen THG -Emissionen, die durch die Tätigkeiten des 
Unternehmens verursacht werden. Hierzu zählen bspw. erworbene Güter, Anlagenkapital, 
Reisetätigkeiten und Aktivitäten von Lieferanten. 
Die BISKO-Systematik umfasst alle THG-Emissionen von Scope 1 und 2. Eine umfassende 
Analyse der indirekten Emissionen von Scope 3 erfolgt nur für die energetischen Produkte 
durch Berücksichtigung der Vorketten (Förderung und Transport der Energieträger) sowie 
der Infrastruktur (z.B. Herstellung von PV-Modulen). Graue Energie, die z.B. in 
konsumierten Produkten steckt , und Energie verbrauch außerhalb der Stadtgrenzen 
werden nicht bilanziert. 
Abbildung 6-1 zeigt die Verortung der Unternehmensbilanz en in der gesamtstädtischen 
THG-Bilanz – sie verdeutlicht, dass ein Großteil der in den drei Scopes erfassten THG -
Emissionen in der BISKO-Bilanz enthalten ist. Der Sektor Kommunale Gebäude wird in der 
BISKO-Systematik separat ausgewiesen, er kann aufgrund seiner Charakteristika aber auch 
dem Bereich Gewerbe, Handel, Dienstleistungen (GHD) zugeordnet werden, dem auch die 
städtischen Beteiligungsunternehmen zuzuordnen sind. 
GHG-Protokoll –  
Scope 1, 2 und 3 
BISKO 
Kompatibilität

ifeu   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen   33 
 
Abbildung 6-1: Kompatibilität von BISKO-Systematik und GHG-Protokoll 
Indirekte Emissionen, die bei  der vor - und nachgelagerten Wertschöpfungskette  
entstehen (Scope 3), können in ausgewählten Fällen einbezogen werden  (z.B. der 
Treibstoffverbrauch bei Dienstreisen oder die Emissionen der Zement - und 
Asphaltherstellung für den Bau von Verkehrswegen und beim Tiefbau 24 wie in der 
McKinsey-Studie). Weitere indirekte Emissionen, die in den Vorketten der Produktion 
entstehen (z.B. für Möbel oder Computer), können dagegen oft noch nicht mit 
vertretbarem Aufwand methodisch einwandfrei erhoben werden, sodass diese Emissionen 
in der THG -Bilanzierung nicht berücks ichtigt werden. Emissionen, die durch die 
Beteiligungen an Geschäftsfeldern außerhalb des Territoriums der Kommune  entstehen 
(z.B. die Beteiligung an einem Windpark oder einem Kohlekraftwerk), können in Scope 3 
erfasst werden. 
Unterschiedliche Herangehensweisen finden sich bei BISKO und dem GHG-Protokoll auch 
beim Stromemissionsfaktor. Das GHG -Protokoll sieht zwei Methoden vor – die “location-
based method“ und die “market-based method“ (vgl. Abbildung 6-2). BISKO stellt diese 
zwei Methoden nur nachrichtlich dar, während bei der Standard -Bilanzierung auf den 
Emissionsfaktor für den Bundesmix zurückgegriffen wird. Dieser wird auch zur Ermittlung 
der stromseitigen THG-Emissionen der Beteiligungsunternehmen verwendet , um die 
Kompatibilität mit der gesamtstädtischen Bilanz zu wahren. 
–––––––––––––––– 
24  Die Emissionen für den Bau von Verkehrswegen und beim Tiefbau können auf Basis der jährlichen 
Investitionen ermittelt werden. 
Scope 3 
Strom-Emissionsfaktor

34   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen  ifeu  
 
Abbildung 6-2: Unterschiedliche Methoden zur Berechnung des Stromemissionsfaktors 
Investitionsströme werden in BISKO nicht berücksichtigt. (Zertifizierter) Ökostrom kann für 
kommunale Liegenschaften  und Beteiligungsunternehmen (in der “market -based“-
Bilanzierung) nachrichtlich dargestellt werden. 
  
Ökostrom

ifeu   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen   35 
7 Stufenmodell zur Bilanzierung und 
verfügbare Datenbasis 
7.1 Stufenmodell zur Bilanzierung 
Zur Datener hebung und Bilanzierung der Beteiligungsunternehmen wurde ein 
wissenschaftlich fundiertes Stufenmodell entwickelt, das auch den Status quo  und die 
aktuellen Möglichkeiten der verschiedenen Unternehmen berücksichtigt. 
 
Abbildung 7-1: Stufenmodell zur Bilanzierung der Kölner Beteiligungsunternehmen 
Stufe 1  berücksichtigt die Grunddaten für Unternehmensbilanzen oder Umwelt- und 
Nachhaltigkeitsberichte, mit denen  die Beteiligungsunternehmen ihre Aktivitäten und 
Umweltauswirkungen dokumentieren  (z.B. Energieverbräuche) . Diese Daten sind nach 
Unternehmensgröße, Höhe des Energieverbrauchs  und Relevanz der Scopes 
aufzuschlüsseln. 
In Stufe 2 werden die verfügbaren Daten analysiert und daraus Indikatoren abgeleitet. Mit 
diesen Daten lassen sich die klimarelevanten Auswirkungen der Beteiligungsunternehmen 
im Rahmen der städtischen Energie - und THG-Bilanz darstell en. Um die 
Unternehmensbilanzen BISKO-kompatibel zu gestalten, sind u .a. die ermittelten 
Energieverbräuche entsprechend der BISKO-Systematik umzurechnen. 
In Stufe 3  sind weitere ausgewählte Scope -3-Aktivitäten bzw. -Emissionsquellen zu 
erheben, die über Scope 1 und 2 hinausgehen. 
Ziel von Stufe 4 ist die Verstetigung der Bilanzierung  und die Verknüpfung mit der 
Maßnahmenentwicklung. Hierzu muss die in regelmäßige m Turnus fortzuschreibende 
Unternehmensbilanz so verfasst sein, dass hieraus Indikat oren abgeleitet, Maßnahmen

36   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen  ifeu  
entwickelt und die Erfolge eruiert werden können. Wesentlich für die Verstetigung ist auch 
eine standardisierte Datenerhebung, um eine einheitliche bzw. vergleichbare Bilanzierung 
über die Jahre zu erreichen25. 
7.2 Verfügbare Datenbasis 
Die Erhebung und Analyse der verfügbaren Daten erfolgte in drei Stufen. Zunächst wurde 
eine Desktop -Recherche durchgeführt, um die öffentlich zugängliche n Daten und die 
Daten des European Energy Awards zu analysieren. Die zweite Stufe beinhaltete 
qualitative Interviews mit den ausgewählten Beteiligungsunternehmen. In der dritten 
Stufe wurden die vorliegenden Erkenntnisse dann noch mit einem Fragebogen vertieft. 
Die Desktop-Recherche umfasste 24 Beteiligungsunternehmen, an denen die Stadt Köln 
und die Stadtwerke Köln zusammen mehr als 50% der Anteile ha lten und die in Köln 
ansässig bzw. tätig sind ( vgl. Abbildung 10-1 im Anhang). Für diese Unternehmen wurden 
zunächst vorliegende Berichte wie der Beteiligungsbericht der Stadt Köln, der 
Nachhaltigkeitsbericht der Stadtwerke Köln sowie vorhandene Energie- und 
Umweltberichte gesichtet. Für 15 Beteiligungsunternehmen konnte so der 
Energieverbrauch ermittelt und auch geprüft werden, welche Daten noch nicht vorliegen. 
Von den 15 Beteiligungsunternehmen aus der Desktop-Recherche wurden dann neun nach 
den in Kapitel 5 dargestellten Kriterien ausgewählt und mit leitfadengestützten Interviews 
detaillierter befragt 26. Die qualitativen Interviews bestanden aus vier Frageblöcken  (vgl. 
Abbildung 7-2), deren  Ziel es war, mehr über die Vorstellungen der 
Beteiligungsunternehmen zur künftigen Datenerhebung und Bilanzierungsmethodik zu 
erfahren. Die Liste der Interviewpartner findet sich in Abbildung 10-3 im Anhang. 
Die Ergebnisse der Desktop-Recherche und der leitfadengestützten Interviews wurden den 
ausgewählten Beteiligungsunternehmen auf einem Workshop am 10.07.2017 vorgestellt  
(siehe Kapitel 10.3 im Anhang). 
Nach dem Feedback des ersten Workshops wurde ein weitgehend standardisierter 
Fragebogen entwickelt, der aus vier Excel-Tabellenblättern zu folgenden Themen bestand: 
 Energieverbrauch der Gebäude, 
 Energieerzeugung in den Unternehmen (Stromeinspeisungen und KWK-Anlagen), 
 Kraftstoffverbrauch des Fuhrparks und 
 Beschreibung der bisher durchgeführten bzw. erfassten Scope-3-Aaktivitäten. 
 
–––––––––––––––– 
25  Das ifeu kann hierfür beispielsweise THG -Emissionsfaktoren und Umrechnungs -Excel für die 
einheitliche (exergetische) Bewertung von Kraft-Wärme-Kopplungsprozessen bereitstellen. 
26  AVG mbH, GAG Immobilien AG, Kliniken der Stadt Köln gGmbH, KVB AG, NetCologne  GmbH, 
RheinEnergie AG, Sozial-Betriebe-Köln gGmbH, Steb Köln AöR, Städtische Museen

ifeu   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen   37 
 
Abbildung 7-2: Frageblöcke der qualitativen Interviews 
Aufgrund der s ehr unterschiedlichen Unternehmensspezifika und Energienutzung wurde 
der Fragebogen je weils leicht angepasst. Zum Teil wurden die Fragebö gen auch mit 
Bilanzdaten der Desktop-Recherche verschickt. Außerdem wurde die Bereitschaft zu einer 
von ifeu unterstützten vertieften Analyse abgefragt. 
Die Beantwortung der Fragen erfolgte  sehr unterschiedlich. Teilweise wurden detaillierte 
Angaben zu Gebäudetypen, Baujahr und Nutzung gemacht, teilweise lediglich der gesamte 
Strom- und Wärmeverbrauch aller Gebäude an gegeben. Entsprechend unterschiedlich 
fielen auch die Rückmeldungen zum Aufwand der Datenerhebung aus. Größtenteils l agen 
die Daten zum Energieverbrauch der Buchhaltung vor  (zumindest in der Form von 
Energiekosten), z um Teil aber auch detaillierter aus einem kürzlich durchgeführten 
Energieaudit oder einer regelmäßigen EMAS-Zertifizierung. Daten zu Scope 3 und weiteren 
klimaschutzrelevanten Aktivitäten la gen größtenteils nicht vor. Der Aufwand dieser 
Datenerhebung wird als zeit- und kostenintensiv angesehen. 
Nach Rücklauf der Fragebögen wurden die Energiever bräuche entsprechend der BISKO -
Systematik umgerechnet und die Bilanzdaten daraufhin überprüft , dass sie mit BISKO 
kompatibel sind . Die Ergebnisse der Fragebogen -Erhebung und deren Abbildung in der 
städtischen Energie - und THG -Bilanz wurden den Beteiligungs unternehmen auf einem 
zweiten Workshop am 19.12.2017 in Köln vorgestellt (siehe Kapitel 10.4 im Anhang).

38   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen  ifeu  
8 Ergebnisse der Datenerhebung 
8.1 Ergebnisse der quantitativen Datenerhebung und 
Darstellung in der gesamtstädtischen Bilanz 
Ziel des Projekts war es, die o.g. Daten ausgewählter Beteiligungsunternehmen zu erheben 
und zu analysieren, um sie in die gesamtstädtische Energie- und THG-Bilanz einzubetten. 
Von den neun ausgewählten Unternehmen konnten sieben differenziert in der 
gesamtstädtischen Bilanz für das Jahr 2015 dargestellt werden 27. Insgesamt hatten diese 
sieben Unternehmen einen Anteil von etwa 1,4% am gesamtstädtischen 
Endenergieverbrauch. 
 
Abbildung 8-1: Endenergiebilanz 2015 für Köln inkl. Ausweisung der sieben befragten Beteiligungsunternehmen  
(Summe der Einzelwerte  entspricht aufgrund von Auf- und Abrundungen nicht 100%) 
*Anteil städtische Gebäude: 0,9%, Beteiligungsunternehmen: 1,4% 
Der Anteil dieser sieben Unternehmen  an der gesamtstädtischen THG-Bilanz liegt mit  
230.000 Tonnen bzw.  etwa 2,2% etwas höher als bei der Endenergiebilanz (siehe 
Abbildung 8-2). Dies ist auf den hohen Stromverbrauch zurückzuführen, welcher mit etwa 
174.000 Tonnen knapp 80% der Gesamtemissionen ausmachte. Der große Stromanteil ist 
vor allem  dadurch zu erklären, dass der  Fahrstrom der Kölner Verkehrsbetriebe AG für 
knapp 50% (83.000 Tonnen) der Stromemissionen verantwortlich ist.  
–––––––––––––––– 
27  Differenzierte Energieverbräuche von AVG mbH und GAG Immobilien AG lagen nicht rechtzeitig vor.

ifeu   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen   39 
 
Abbildung 8-2: THG-Bilanz 2015 für Köln inkl. Ausweisung der sieben befragten Beteiligungsunternehmen  
(Summe der Einzelwerte  entspricht aufgrund von Auf- und Abrundungen nicht 100%) 
 
 
Abbildung 8-3: THG-Emissionen der sieben befragten Beteiligungsunternehmen

40   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen  ifeu  
Zusätzlich zeigt Abbildung 8-4 den Energieverbrauch der 15 Beteiligungsunternehmen aus 
der Desktop -Recherche28. Die Darstellung erfolgte nur für die Kategorien Strom, Wärme 
und Kraftstoffe , weil der Energieverbrauch nicht bei allen Beteiligungsunternehmen 
energieträgerscharf vorlag. Insgesamt haben diese Beteiligun gsunternehmen einen Anteil 
von etwa drei Prozent am gesamtstädtischen Energieverbrauch. 
 
Abbildung 8-4: Endenergiebilanz 2015 für Köln inkl. Ausweisung der 15 Beteiligungsunternehmen der Desktop-Recherche  
(Summe der Einzelwerte entspricht aufgrund von Auf- und Abrundungen nicht 100%) 
8.2 Ergebnisse der qualitativen Datenerhebung 
Neben Daten zum  Energieverbrauch und zur Energieerzeugung wurde  versucht, mithilfe 
von leitfadengestützten Interviews und eines Fragebogens Informationen zu Scope -3-
Emissionen und zu klimaschutzrelevanten Aktivitäten zu erheben. Da Scope 3 eine Vielzahl 
von Emissionsquellen umfasst, wurden f ür den Fragebogen Themenbereiche ausgewählt, 
die mit den Beteiligungsunternehmen bereits im ersten Workshop abgesprochen waren 
(z.B. Ökostrom oder Jobticket) oder die für möglichst viele Beteiligungsunternehmen 
relevant sein konnten ( z.B. Essensbereitstellung oder Mitarbeitermotivation). Trotzdem 
hatten die Beteiligungsunternehmen zum Teil große Schwierigkeiten, Daten zu Scope 3 zu 
ermitteln, sodass hier häufig Angaben fehlen. 
Abbildung 8-5 zeigt die Auswertung der Fragen zu Scope 3 und den Klimaschutz-
Aktivitäten. Zu den positiven Tendenzen gehört, dass die meisten der befragten 
Beteiligungsunternehmen für ihre Mitarbeiter ein Jobticket anbieten. Auch wird im 
–––––––––––––––– 
28  Bestehend aus AG Zoologischer Garten, AVG mbH, Berufsfeuerwehr, GAG Immobilien  AG, HGK AG, 
Kliniken der Stadt Köln gGmbH, KölnBäder GmbH, KölnKongress GmbH, Kölnmes se GmbH, KVB AG, 
Museen der Stadt Köln, NetCologne GmbH, RheinEnergie AG, Sozial -Betriebe-Köln gGmbH, Steb Köln 
AöR

ifeu   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen   41 
Bereich “Essensbereitstellung“ zunehmend auf regionales und saisonales Essen geachtet. 
Drei Beteiligungsunternehmen bezieh en Ökostrom, wobei Gütesiegel nur teilweise 
bekannt sind. Maßnahmen der Bewusstseinsbildung für Mitarbeiter oder Kunden bieten 
zwei Unternehmen an. Die Nutzung klimafreundlicher Ver kehrsmittel (bspw. die Vorgabe 
“Bahn statt Flugzeug bei Kurzstrecken“) wird nur durch ein Beteiligungsunternehmen 
gefördert. Ebenso haben die meisten der befra gten Unternehmen noch keine 
Kompensationsmaßnahmen durchgeführt. 
 
Abbildung 8-5: Auswertung der Scope-3-Antworten 
Die Rückmeldungen in den Fragebögen und Interviews  zu Scope 3 und den Klimaschutz-
Aktivitäten wurden verschiedenen Handlungsfeldern zugeordnet und konnten je nach 
Aktivitätslevel mit 0 bis 4 Punkten bewertet werden (dabei bedeutet 0 keine Aktivitäten 
und 4 sehr aktiv). Die Bewertungen wurden in einem Aktivitätsprofil darges tellt, welches 
die qualitativ erfassbaren Klimaschutzbemühungen in den fünf Handlungsfelder n 
Unternehmensstrategie, Vorbildwirkung, “Anreizsysteme und Mitarbeitermotivation “, 
“Klimaschutz-Controlling und Berichtswesen “ sowie “erneuerbare und klimafreundlic he 
Produktion“ abbildet. Eine detaillierte Darstellung , wie die einzelnen Aktivitäten den 
Handlungsfeldern zugeordnet wurden, findet sich im Anhang in Abbildung 10-4. 
Die Auswertung in Abbildung 8-6 zeigt, dass die befragten Beteiligungsunternehmen im 
Handlungsfeld “Klimaschutz-Controlling und Be richtswesen“ am aktivsten sind. In den  
Handlungsfeldern Vorbildwirkung, Anreizsysteme sowie “Mitarbeitermotivation und 
Unternehmensstrategie“ sind sie bereits mit knapp zwei Punkten  aktiv, während i m 
Handlungsfeld “erneuerbare und klimafreundliche Produk tion“ nur relativ wenige 
Aktivitäten festzustellen waren. Die Aktivitätsprofile der einzelnen Betriebe liegen diesen 
vor.

42   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen  ifeu  
 
Abbildung 8-6: Querschnitt des Aktivitätsprofils der befragten Beteiligungsunternehmen

ifeu   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen   43 
9 Verfahrensvorschlag für die weitere 
Bilanzierung 
Zur effizienten Umsetzung des in Kapitel 5 zitierten Ratsbeschlusses bietet sich der Aufbau 
eines betrieblichen Energiemanagements29 an. Dies ist zwar mit einem gewissen Aufwand 
verbunden, ermöglicht den Beteiligungsunternehmen aber auch, Einsparpotenziale zu 
entdecken und zu erschließen. Für die k ünftige Bilanzierung der Beteiligungsunternehmen 
wird eine kurz - und eine mittelfristige Perspektive vorgeschlagen, die sich auch an der 
Leistungsfähigkeit der Unternehmen orientiert. 
Die Einbindung der Konzernbilanzen in die künftigen gesamtstädtischen Bilanzen erfordert 
die Bereitstellung des Energieverbrauchs der einzelnen Beteiligungsunternehmen aus 
Scope 1 und 2 (siehe Stufe 1 in Abbildung 9-1). Um die THG -Emissionen berechnen zu 
können, ist der Wärmeverbrauch differenziert nach Energieträgern anzugeben. Die THG -
Emissionen der Beteiligungsunternehmen werden dann von der Koordinierungsstelle 
Klimaschutz nach den BISKO -Vorgaben ermittelt und – analog zu den städtische n 
Gebäuden – als separater Sektor in der gesamtstädtischen Bilanz ausgewiesen. 
Für das nächste Bilanzjahr 2017 oder 2018 haben die SWK zugesagt, d ie o.g. 
Energieverbräuche – wie auf Seite 41 ihres Nachhaltigkeitsberichtes 2017 – als jeweiligen 
Gesamtverbrauch der einzelnen Beteiligungsunternehmen zu übermitteln. Darüber hinaus 
werden die SWK prüfen, ob ihre Beteiligungsunternehmen für das nächste Bilanzjahr oder 
zumindest für das Bilanzjahr 2020 entsprechend Stufe 2 in Abbildung 9-1 und Anhang 10.6 
Gebäude- und Nutzflächen -scharfe Verbrauchsdaten zur Verfügung stellen können. Die 
Beteiligungsunternehmen außerhalb des Stadtwerkekonzerns werden jeweils um eine 
vergleichbare Datenbereitstellung gebeten. 
Um dem vom Rat der Stadt Köln gewünschten Engagement für den Klimaschutz zu 
entsprechen, sollten zumindest die leistungsfähigeren Bet eiligungsunternehmen 
schrittweise die in Kapitel 8.2 skizzierten Scope -3-Aktivitäten ausbauen und bilanzieren 
(Beispiele für Stufe 3 enthält Tabelle 10-1 im Anhang). Im Weiteren können dann die 
Emissionen gemäß Stufe 4 mithilfe eines Standardtools30 erfasst und in den Umwelt- oder 
Nachhaltigkeitsbilanzen veröffentlicht werden. Dabei können die se 
Beteiligungsunternehmen wichtige Erfahrungswerte sammeln, von denen dann auch die 
übrigen Beteiligungsunternehmen profitieren können, und gleichzeitig als Vorbild für 
andere Kölner Unternehmen fungieren. 
–––––––––––––––– 
29  Bei der Implementierung eines Energiemanagementsystems können sich die Unternehmen an dem 
internationalen Standard ISO 50001 orientieren,  der von kleinen und mittleren Unternehmen bis hin 
zu Großunternehmen angewandt werden kann (siehe www.umweltbundesamt.de). Die 
Energieagentur NRW bietet weitere hilfreiche Informationen zum betrieblichen Energiemanagement. 
30  Ein häufig eingesetztes Standardtool ist der CO2-Rechner für Unternehmen  von KlimAktiv , der vom 
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) und dem 
Umweltbundesamt (UBA) unterstützt wird.

44   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen  ifeu  
 
Abbildung 9-1: Bilanzierung der Beteiligungsunternehmen nach Leistungsfähigkeit und Detailtiefe

ifeu   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen   45 
10 Anhang 
10.1 Auswahl der Beteiligungsunternehmen 
 
Abbildung 10-1: Liste der projektrelevanten Beteiligungsunternehmen der Stadt Köln  
 
Abbildung 10-2: Liste der ausgewählten Beteiligungsunternehmen  
  
1 AVG Köln GmbH
2 GAG Immobilien AG
3 Kliniken der Stadt Köln gGmbH
4 Kölner Verkehrsbetriebe AG
5 Museen der Stadt Köln
6 NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH
7 RheinEnergie AG
8 Sozial-Betriebe-Köln gGmbH
9 Stadtentwässerungsbetriebe Köln AöR

46   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen  ifeu  
 
Abbildung 10-3: Liste der Interviewpartner 
 
  
Beteiligungsunternehmen Interviewpartner
AVG Köln GmbH Tilo Dumuscheit
GAG Immobilien AG Daniel Häntzschel
Gebäudewirtschaft der Stadt Köln Michael Nawroth
Kliniken der Stadt Köln gGmbH Stefan Wittinghofer
Kölner Verkehrsbetriebe AG Marc Brüggen
RheinEnergie AG, Energiewirtschaftliche Tagesfragen Dr. Matthias Dienhart
RheinEnergie AG, Umweltschutz und Arbeitssicherheit Tanja Schmedding
Stadtentwässerungsbetriebe Köln AöR Erguen Yücesoy
Stadtwerke Köln GmbH Doris Lindemann

ifeu   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen   47 
Tabelle 10-1: Beispiele für Scope 3 Emissionen und Indikatoren (grau = wenig relevant) 
Thema Erklärung Indikator 
Geschäftsreisen Jahresfahrleistungen der Geschäftsreisen mit 
privaten oder angemieteten Fahrzeugen sowie die 
Nutzung des öffentlichen Verkehrs 
Jahresfahrleistung (km) / Mitarbeiter 
%-Anteil Nutzung öffentlicher 
Verkehr an Jahresfahrleistung 
Liter Treibstoff / Fahrleistung (km) 
Geschäftsflüge Jährliche Anzahl und Distanz der Flüge Flugmeilen / Mitarbeiter 
Anfahrtswege Mitarbeiter Pendelfahrten der Mitarbeiter zum Arbeitsplatz %-Anteil emissionsarme Fahrten 
(Rad, ÖPNV) an Pendelfahrten 
Logistik Einkauf Transport und Verteilung von eingekaufter Ware 
zwischen Zulieferer und eigenem Unternehmen in 
Fahrzeugen, die nicht dem eigenen Unternehmen 
gehören oder betrieben werden 
Transport-km / € eingekaufte Ware 
(je Fahrzeugtyp) 
Absatzlogistik Transport und Verteilung von Produkten des 
Unternehmens zum Kunden in Fahrzeugen, die 
nicht dem eigenen Untern ehmen gehören oder 
betrieben werden (z.B. Warenversand an Kunden) 
Transport-km / € versandte Ware (je 
Fahrzeugtyp) 
Catering Anzahl der jährlichen Kantinenessen inkl. Art der 
Verkostung (inkl. Nahrungsmitteltransport) 
%-Anteil vegetarische/regionale Kost 
an Gesamtverkostung 
Hotel Hotelübernachtungen  
Papier Papier in kg Papier-kg / Mitarbeiter 
Print Bezug an Druckerzeugnisse   
Abfall  Müll (Tonnen) / Mitarbeiter 
Grünstrom zertifizierter Grünstrom und Biogas %-Anteil Grünstrom an 
Gesamtstromverbrauch (bzw. Biogas 
an Erdgasverbrauch) 
Beteiligungen in EE -
Anlagen 
Finanzielle Beteiligungen in Anlagen außerhalb des 
Territoriums 
%-Anteil € -Beteiligungen EE -Anlagen 
an gesamten €-Beteiligungen 
Eigene EE-Anlagen Ausbau der erneuerbaren Energien zur Strom - und 
Wärmeerzeugung 
%-Anteil EE-Erzeugung am Verbrauch

48   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen  ifeu  
 
Abbildung 10-4: Auswertung des Fragebogens (Scope 3) nach Handlungsfeldern

ifeu   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen   49 
10.2 Interviewleitfaden zur Bilanzierung von 
Beteiligungsunternehmen 
Die Stadt Köln engagiert sich seit vielen Jahren im Klimaschutz. Zur Überprüfung der 
Entwicklungen und zur besseren Steuerung von Prozessen, wird die gesamtstädtische 
Energie- und CO2-Bilanz regelmäßig fortgeschrieben. Die Stadt legt dabei besonderen Wert 
auf entsprechendes Engagement ihrer Beteiligungsunternehmen. Diese sollen sich durch 
eigene Teilbilanzierungen an der 2 -3 jährigen Erfolgskontrolle beteiligen. Um eine 
vereinheitliche Berechnung und Darstellung der gesamtstädtischen Bilanz und den 
Unternehmensbilanzen zu garantieren, entwickelt das ifeu -Institut ein Modell. Ziel ist es, 
herauszufinden, welche Emissionen bereits in den Unternehmen erfasst werden und wie 
diese in die städtische Bilanz eingebettet werden können. 
1. Einstieg 
 Vorstellung von ifeu und Interviewer (Arbeitsfeld und –tätigkeit) 
 Einführung und Vorstellung des Projekts 
 Dauer des Gesprächs: etwa 30 Minuten 
 
2. Fragenkomplex 1: Allgemeines 
 Angaben zur Person, zur Position und zum Aufgabenfeld 
 Sind Sie mit der Erfassung des Energieverbrauchs in Ihrem Unternehmen vertraut? 
 Gibt es Klimaschutzziele in Ihrem Unternehmen? Bspw. eine Reduktion der CO 2-
Emissionen? 
 Gibt es eine zentrale regelmäßige Erfassung des Energieverbrauchs (Erzeugung)? 
 Gibt es ein Energiemanagement-System? 
 Falls ja: Was ist die Zielsetzung? Wer erhebt und verarbeitet die Daten?  
 
3. Fragenkomplex 2: Datenlage 
 Was wird aktuell erhoben? Wie oft werden die Daten erhoben?  
 Fragen beziehen sich auf: stationäre Verbrennung, Strom - und Fernwärmebezug, 
Unternehmensfuhrpark und Erzeugung dur ch erneuerbare Energien als auch 
genutzte Fahrzeuge 
 Wie werden die Daten dokumentiert? Werden sie veröffentlicht?  
 Falls ja: In welcher Berichtsform? 
 Gibt es Indikatoren, mit denen Erfolge gemessen werden? 
 Gehen Sie davon aus, dass sich die Datenlage in Zu kunft weiter verbessert oder 
verschlechtert (gleich bleibt)? Falls es Veränderungen geben wird, wo finden diese 
statt?

50   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen  ifeu  
 
4. Fragenkomplex 3: Bilanzierungssystematik und Systemgrenzen 
 
 Sind Sie mit der Methodik des Greenhouse Gas Protocols vertraut? 
‒ Sagen Ihnen die Systemgrenzen Scope 1, 2 und 3 etwas? 
 Wo setzen Sie die Bilanzgrenzen? Werden Aktivitäten außerhalb des Unternehmens 
(bspw. eine Geschäftsreise) erfasst? 
 Ist eine Erhebung in dem Bereich Scope 3 geplant? Können Sie sich dies für die Zukunft 
vorstellen? 
 Anhand welcher Faktoren erfolgt die Umrechnung von Endenergieverbrauch in CO2-
Emissionen? 
 
5. Abschluss 
 Hinweis auf Datenschutz 
 Rückblick/Fazit des Gesprächs 
 Ausblick Workshop: Haben Sie noch Anliegen für den Workshop? 
 
Darstellung der Systemgrenzen Scope 1,2 und 3 nach dem GHG Protocol 
Das GHG Protokoll unterscheidet zwischen verschiedenen Kategorien, den sog. “Scopes“, 
um die Emissionen nach direkten und indirekten CO2-Emissionen aufzuschlüsseln. Scope 1 
beinhaltet alle THG-Emissionen, die direkt im Unternehmen anfallen (direkte Emissionen). 
Dazu gehören direkte Emissionen von Energieerzeugungsanlagen, Fahrzeugen, Maschinen 
und Verarbeitung. Scope 2 umfasst zusätzlich alle energierelevanten THG -Emissionen 
außerhalb des Unternehmens (indirekte Emis sionen), die durch die Bereitstellung von 
Strom, Fernwärme, Ferndampf und Fernkälte zum Verbrauch innerhalb des Unternehmens 
entstanden sind. Scope 3 beinhaltet alle übrigen THG -Emissionen, die durch die 
Tätigkeiten des Unternehmens verursacht werden. Hier zu zählen bspw. erworbene Güter, 
Anlagenkapital, Reisetätigkeiten und Aktivitäten von Lieferanten.

ifeu   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen   51 
 
Quelle: 360report Berechnungsgrundlage (August 2013)

52   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen  ifeu  
10.3 Protokoll zum 1. Workshop “Einheitliches 
Klimaschutz-Controlling in Köln“ 
Datum: 10. Juli 2017 von 14:00 bis 17:00 Uhr 
Veranstaltungsort: Stadthaus Deutz, Raum 05.F01 (ehemals BB Bank) 
 
Vorstellungsrunde und Ziele 
Die Teilnehmer*innen berichten über die Klimaschutzziele ihrer Unternehmen. Der 
Großteil der Ziele beinhaltet Energieeinsparziele (unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten), 
teilweise existieren THG-Minderungsziele sowie Ziele hinsichtlich der Energieeffizie nz von 
Neuanlagen und Neubauten. 
Die Stadtverwaltung möchte den Beteiligungsunternehmen mit dem Workshop 
Anregungen zum Klimaschutz-Controlling geben und sie im weiteren Projektverlauf dabei 
unterstützen, den Ratsbeschluss zur Teilbilanzierung effizient um zusetzen. Es werden 
keine quantitativen Ziele für die Unternehmen vorgegeben, da diese zu unterschiedlich in 
ihrer Struktur und ihren Aktivitäten sind.  
Gebäudewirtschaft & Diskussion Energiemanagement 
Die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln ist im Aufbau eines softwaregestützten 
Energiecontrollings, welches für alle Objekte mit höherem Energieverbrauch die täglichen 
Zählerdaten erfasst. Durch das Controlling und daraus resultierende Maßnahmen soll eine 
dreiprozentige Energieeinsparung (konservative Abschät zung) erreichbar sein. Aussagen 
zur Wirtschaftlichkeit der Gesamtmaßnahme können zurzeit noch nicht getroffen werden. 
Im Neubau ist der Passivhausstandard die primäre Anforderung. 
Die RheinEnergie betreibt ein software -basiertes Energiemanagement und ist s eit drei 
Jahren ISO 50001 zertifiziert. Die städtischen Museen haben vor zwei Jahren ein 
Energiemanagementsystem etabliert. Schwierigkeiten gibt es beim Vergleich der 
gebäudespezifischen Kennwerte, da sich die Gebäude in der technischen Ausrüstung stark 
unterscheiden. 
Datenerhebung der Beteiligungsunternehmen 
Das ifeu präsentiert die Ergebnisse einer ersten Analyse zur Datenerhebung der 
Beteiligungsunternehmen und klärt methodische Fragen zur THG-Bilanzierung. Es gibt 
große Unterschiede in der Tiefe der Erf assung (bzgl. Systemgrenzen Scope 1, 2 und 3) 
sowie Aufbereitung der Daten (z.B. Erstellen von Indikatoren, Controlling) und der 
Veröffentlichung. 
Es wird diskutiert, welchen Mehrwert die Erfassung von Scope -3-Emissionen hat. So kann 
bspw. durch eine Erheb ung der Pendlerfahrten der Mitarbeiter eruiert werden, ob ein 
Jobticket eine wirkungsvolle Maßnahme für das Unternehmen ist. Die städtischen 
Entwässerungsbetriebe haben sich bereits mit Scope -3-Emissionen beschäftigt und den 
CO2-Fußabdruck für Betriebsmitt el erhoben. Die Koordinationsstelle Klimaschutz möchte 
die Flugreisen des Amtes der Oberbürgermeisterin und der Koordinationsstelle erheben, 
um diese zu kompensieren.  
Von einem Teilnehmer  kommt die Anregung, dass ein Signal des Stadtrates wichtig wäre 
(etwa ein Beschluss zur Kompensation der externen Umweltkosten, der bei etwa 70 € die

ifeu   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen   53 
Tonne31 liegen könnte). Auch wäre es hilfreich, wenn es für allgemeine 
Klimaschutzmaßnahmen einheitliche Rahmenbedingungen gäbe (bspw. zur 
Teilfinanzierung von Jobtickets durch die Unternehmen).  
Methodik der THG-Bilanzierung 
Hinsichtlich der Methodik der THG-Bilanzierung gibt es bei der Verwendung der 
Emissionsfaktoren, besonders des Stromemissionsfaktors, große Abweichungen bei den 
Beteiligungsunternehmen und auch zur BISKO -Methodik32. BISKO empfiehlt die 
Verwendung des Bundesmix als Stromemissionsfaktor und stellt Ökostrom lediglich 
nachrichtlich dar, da die Wirkung von Ökostrom auf den Klimaschutz und die 
Energiewende differenziert zu betrachten ist. Eine im März 2014 vom Um weltbundesamt 
veröffentlichte Studie zeigt, dass Ökostrom zurzeit nur einen geringen Beitrag zum 
Klimaschutz leistet. Hintergrund ist, dass EEG -Strom, welcher 80 % der erneue rbaren 
Stromerzeugung in Deutschland ausmacht, nicht als Ökostrom verkauft werden darf. Der 
Bedarf wird daher über nicht -EEG-Anlagen (zumeist alte Wasserkraftanlagen) sowie 
erneuerbaren Strom aus dem Ausland mit Herkunftsnachweis gedeckt. Quintessenz der 
Studie ist, dass aktuell das Angebot die Nachfrage bei weitem übersteigt und mit dem 
Bezug von Ökostrom aus bestehenden Anlagen der Ausbau von erneuerbaren Energien im 
In- und Ausland nur marginal vorangetrieben wird. Grundsätzlich sollte bei 
Ökostromprodukten zwischen den verschiedenen Angeboten und Labels unterschieden 
werden. Da die Ausschreibungsverfahren der Beteiligungsunternehmen keine Vorgaben zu 
Zertifikaten enthalten dürfen, können Kriterien in die Ausschreibung genommen werden, 
die den Zertifikaten entsprechen. 
Die BISKO -Systematik empfiehlt, Ökostrom nachrichtlich darzustellen. Einige 
Beteiligungsunternehmen möchten aufgrund ihrer Unternehmenskommunikation aber 
weiterhin ihren eigenen Stromemissionsfaktor verwenden. Dies sollte in den 
Veröffentlichungen und in den Teilbilanzen transparent ausgewiesen werden.  
Weitere Vorgehensweise 
Zur Teilbilanzierung der Beteiligungsunternehmen (Scope 1 und 2) benötigt das ifeu die 
Gesamtverbrauchsdaten nach Energieträgern. Einzelne Gebäude sind nicht notwendig, 
allerdings werden die Unternehmen dazu angeregt, diese selbst zu erheben und 
Energiekennwerte für die jeweiligen Gebäude zu erstellen. Ein Vergleich der Kennwerte ist 
in dem Projekt nicht vorgesehen. In der gesamtstädtischen Bilanz nach BISKO werden 
keine unternehmensspezifischen Daten ausgewiesen, sondern es wird der 
Gesamtverbrauch aller berücksichtigten Beteiligungsunternehmen dargestellt. 
Das ifeu wird im August einen Fragebogen an die Beteiligungsunternehmen verschicken, 
um die Verbrauchswerte für das Bilanzjahr 2015 zu erheben. Diese werden in die Energie - 
und THG-Bilanz der Stadt Köln einfließen. Zusätzlich können interessierte 
–––––––––––––––– 
31  Das ifeu empfiehlt, statt der Kompensation, die suggeriert, dass die eigenen Emissionen neutralisiert 
werden können, eher die zukünftigen Umweltkosten einzupreisen. Diese liegen deutlich höher als die 
Kosten für Kompensationsprojekte.  
Siehe auch: www.ifeu.de/index.php?seite=klimaschutz_plus und www.climatefair.de 
32  Der BISKO - Standard ( Bilanzierungs-Standard Kommunal) wurd e von Klima -Bündnis und ifeu im 
Rahmen eines BMUB -geförderten Projektes entwickelt, um eine einheitliche Bilanzierung 
bundesdeutscher Kommunen zu gewährleisten.  
Siehe auch: www.ifeu.de/energie/pdf/Bilanzierungs-Systematik_Kommunal_Kurzfassung.pdf

54   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen  ifeu  
Beteiligungsunternehmen, die sich auf Grund der Datenlage, Überschaubarkeit und 
Motivation besonders eignen, modellhaft beim Klimaschutz-Controlling begleitet werden.  
Foto-Dokumentation

ifeu   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen   55

56   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen  ifeu  
Programm 
Montag, 10. Juli 2017 
Gesamtmoderation: Hans Hertle (ifeu)  
14.00 – 14.15 Uhr Begrüßung und Einleitung  
Herr Peschen (Stadt Köln – Umwelt- u. Verbraucherschutzamt), Hans Hertle (ifeu)  
14.15 – 14.30 Uhr Präsentation: Wissenschaftlicher Hintergrund – Energie- und CO2-Bilanzierung der Stadt  
Hans Hertle (ifeu) 
14.30 – 14.45 Uhr Präsentation: Energiemanagement der Gebäudewirtschaft Köln 
Michael Nawroth (Leiter Sachgebiet Energiemanagement) 
14.45 – 15.15 Uhr Diskussion zum Ausbau eines Energiemanagementsystems 
15.15 – 15:30 Uhr Pause 
15.30 – 15.45 Uhr Präsentation: Energiemanagement und CO2-Bilanzierung der Beteiligungsunternehmen 
Eva Rechsteiner (ifeu) 
15.45 – 16.15 Uhr Diskussion und Austausch zur Harmonisierung von Bilanzierungen bei Stadt und 
Unternehmen 
16.15 – 16.30 Uhr Präsentation: Controlling (Indikatoren) und Zielsetzungen im Klimaschutz 
Hans Hertle (ifeu) 
16.30 – 16.50 Uhr Diskussion und Ausblick zum Kölner Klimaschutz-Controlling 
16.50 – 17.00 Uhr Zusammenfassung / Verabschiedung 
17.00 Uhr Ende der Veranstaltung

ifeu   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen   57 
Workshop-Teilnehmer  
Name Vorname Unternehmen 
   
Blaum Roland NetCologne 
Brüggen Marc Kölner Verkehrsbetriebe 
Dr. Dienhart Matthias RheinEnergie, Energiewirtschaftliche Grundsatzfragen  
Dumuscheit Tilo Abfallentsorgung und -verwertungs-GmbH 
Garska  Robert Kölner Verkehrsbetriebe 
Gummich  Verena NetCologne 
Hertle Hans Institut für Energie- und Umweltforschung 
Kleimann Jörn Stadtentwässerungsbetriebe 
Klein Katrin RheinEnergie, Umweltschutzmanagement 
Klessing Claudia SBK Sozial-Betriebe-Köln gGmbH 
Kraus Katinka Stadtwerke Köln 
Lindemann Doris Stadtwerke Köln 
Mataré Birgit Städtische Museen 
Möhlendick Barbara Stadt Köln - Dezernat für Soziales, Integration u. Umwelt 
Müller Reinhold Stadt Köln - Umwelt- und Verbraucherschutzamt  
Nawroth Michael Gebäudewirtschaft 
Peschen Konrad Stadt Köln - Umwelt- und Verbraucherschutzamt  
Rechsteiner Eva Institut für Energie- und Umweltforschung 
Tönnißen Andreas RheinEnergie, Energiebeauftragter Technisches 
Gebäudemanagement 
Wittinghofer Stefan Kliniken der Stadt Köln gGmbH 
Yücesoy Erguen Stadtentwässerungsbetriebe

58   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen  ifeu  
10.4 Protokoll zum 2. Workshop “Einheitliches 
Klimaschutz-Controlling in Köln“ 
Datum: 19. Dezember 2017 von 14:00 bis 16:30 Uhr 
Veranstaltungsort: Stadthaus Deutz, Raum 05.F01 (ehemals BB Bank) 
 
Begrüßung und Einleitung: Konrad Peschen (Stadt Köln – Umwelt- u. 
Verbraucherschutzamt) 
Präsentation der gesamtstädtischen Energie- und THG-Bilanz 2015 sowie 
Ergebnisse der Daten-erhebung der Beteiligungsunternehmen 
Rückmeldungen und Fragen: 
 Die Daten für die gesamtstädtische Bilanz stammen aus verschiedenen Quellen. Die 
wichtigsten Quellen sind die Lastprofildaten der Rhein. Netzgesellschaft RNGe und 
die Daten des statistischen Landesamts (IT NRW) zum Energieverbrauch des 
verarbeitenden Gewerbes. Details zur Erstellung der Energie - und TH G-Bilanz der 
Stadt Köln können dem Endbericht entnommen werden, welcher den 
Beteiligungsunternehmen zugeschickt wird. Informationen zur BISKO -Systematik 
können der ifeu-Homepage entnommen werden. 
 Der verwendete Stromemissionsfaktor ist der bundesweite Faktor. Wird die THG -
Bilanz mit dem lokalen Strommix der Stadt Köln berechnet, sind die THG-Emissionen 
etwa um ein Prozent niedriger. Setzt ein Beteiligung sunternehmen Maßnahmen 
um, welche die eigene Stromerzeugung emissionsärmer machen, kann dies im 
Rahmen einer Maßnahmenbilanzierung dargestellt werden. Die Strom - und 
Fernwärmeerzeugung der Beteiligungsunternehmen (u.a. RheinEnergie, 
Abfallverwertungsgesellschaft und Stadtentwässerungsbetriebe) sind in der 
gesamtstädtischen Bilanz bei der Ermittlung des Strom - und 
Fernwärmeemissionsfaktors berücksichtigt. 
 Die stationäre Bilanz (ohne Verkehr) wurde für die Jahre 2008, 2010 und 2015 
erstellt. 
 Die Rückmeldungen  der Beteiligungsunternehmen zum Aufwand der 
Datenerhebung fielen unterschiedlich aus. Größtenteils liegen die Daten zum 
Energieverbrauch (zumindest in der Form von Energiekosten) der Buchhaltung vor. 
Zum Teil liegen die Daten zum Energieverbrauch in den U nternehmen auch 
detaillierter vor, bpsw. mittels eines kürzlich durchgeführten Energieaudits oder 
regelmäßige EMAS -Zertifizierung. Der Detailgrad ist dabei sehr unterschiedlich. 
Manchen Unternehmen liegen die Daten gebäudescharf vor, andere Unternehmen 
kennen nur den Gesamtverbrauch für Strom und Wärme. Daten zu Scope 3 und 
weiteren klimaschutzrelevanten Aktivitäten liegen größtenteils nicht vor. Der 
Aufwand dieser Datenerhebung wird als zeit- und kostenintensiv angesehen.  
 Es erfolgt keine differenzierte D arstellung des Energieverbrauchs und der 
Aktivitäten der einzelnen Beteiligungsunternehmen im Bericht. 
  
 Rückmeldungen zur Verstetigung:

ifeu   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen   59 
 Die Möglichkeiten der zukünftigen Datenerhebung  bewerten die 
Beteiligungsunternehmen unterschiedlich. Manche Unternehmen  werden diese 
weiterführen und in (Umwelt)Berichten öffentlich zur Verfügung stellen. Andere 
äußern Bedenken, da die nötigen finanziellen und personellen Kapazitäten nicht 
vorhanden sind. 
 Die Stadt Köln wird den European Energy Award  (eea) im nächsten Jahr  
weiterführen, nachdem die Zertifizierung für ein Jahr pausiert hat. Als externe 
Berater wurden das Ingenieurbüro Gertec und das Wuppertal Institut beauftragt, in 
den Bereichen Energie und Mobilität weitere kurzfristige Maßnahmen zu 
identifizieren. Außerdem wird das Ingenieurbüro Gertec wegen der Datenerhebung 
auch auf die Beteiligungsunternehmen zugehen. Das ifeu -Institut stimmt sich mit 
Gertec ab, um eine Harmonisierung zwischen diesem Projekt und dem eea zu 
ermöglichen. 
Impulsvortrag und Diskussion: Vom Controlling zur Kompensation  
Rückmeldungen 
 Die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln hat Klimafolgekosten von 80€ pro Tonne in 
ihren Energieleitlinien verankert und wird diese in ihren 
Wirtschaftlichkeitsberechnungen einsetzen. 
 Eine Umfrage der Koordinationsst elle Klimaschutz ergab, dass Mitarbeiter bei 
Dienstreisen unter 500 Kilometer meist mit dem Zug fahren und selten fliegen. 
 Manche Beteiligungsunternehmen wünschen sich ordnungspolitische Instrumente 
von der Bundesregierung, um die externen Kosten einzupreisen.  
 Für Beteiligungsunternehmen mit einem defizitären Haushalt ist eine Kompensation 
nicht möglich. 
 Die Beteiligungsunternehmen haben rechtlich die Möglichkeit, Klimafolgekosten in 
den Leistungen der Unternehmen einzupreisen. 
 Auch wenn die Beteiligungsun ternehmen nur einen kleinen Anteil an den 
gesamtstädtischen Emissionen ausmachen, ist es dennoch wichtig, dass sie sich 
ihrer Vorbildfunktion und ihrer Außenwirkung bewusst werden. Die Aktivitäten der 
Stadt und ihrer Beteiligungsunternehmen beeinflussen da s Handeln der 
Stadtgesellschaft und geben auch Impulse an die Landes- und Bundespolitik.

60   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen  ifeu  
Workshop-Teilnehmer  
Name Vorname Unternehmen 
   
Blaum Roland NetCologne 
Brüggen Marc Kölner Verkehrsbetriebe 
Coutellier Markus Kliniken der Stadt Köln gGmbH 
Dumuscheit Tilo Abfallentsorgung und -verwertungs-GmbH 
Hertle Hans Institut für Energie- und Umweltforschung 
Klein Katrin RheinEnergie, Umweltschutzmanagement 
Klessing Claudia SBK Sozial-Betriebe-Köln gGmbH 
Lindemann Doris Stadtwerke Köln 
Mataré Birgit Städtische Museen 
Möhlendick Barbara Stadt Köln - Dezernat für Soziales, Integration u. 
Umwelt 
Müller Reinhold Stadt Köln - Umwelt- und Verbraucherschutzamt  
Nawroth Michael Gebäudewirtschaft 
Peschen Konrad Stadt Köln - Umwelt- und Verbraucherschutzamt  
Rechsteiner Eva Institut für Energie- und Umweltforschung 
Wittinghofer Stefan Kliniken der Stadt Köln gGmbH 
Yücesoy Erguen Stadtentwässerungsbetriebe

ifeu   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen   61 
10.5 Methodik Verkehr 2006/2015 
Vergleich mit der Verkehrs-Bilanzierung im Klimaschutzkonzept von 2011 
Für die Stadt Köln liegen für den Verkehr bereits aus dem Klimaschutzkonzep t von 2011 
(Teil Verkehr) zwei THG-Bilanzen vor: 
1. Eine Detailbilanz nach dem Territorialprinzip für das Jahr 2006. Die dabei angewendete 
Methodik ist in Bezug auf die erfassten Ver kehre weitgehend mit der in Kapitel  1.2 
beschriebenen BISKO -Systematik kompatibel, mit Ausnah me des Flugverkehrs. 
Unterschiede gibt es hier vorrangig bei den Datengrundlagen, insbesondere den 
Energieverbrauchs- und Emissionsfaktoren. 
2. Eine fortschreibbare Bilanz für 1990 sowie 2003 -2008, die mittels ECORegion unter 
weitgehender Verwendung der dort enthaltenen Vorgabedaten (überwiegend 
bundesmittlere Einwohnerkennwerte) erstellt worden ist. Diese fortschreibbare Bilanz 
entspricht nicht den methodischen Empfehlungen nach BISKO. Eine direkte 
Vergleichbarkeit mit einer aktuellen BISKO-konformen Bilanz ist damit nicht möglich. 
Zur besseren Einordnung der Ergebnisse der aktuell erstellten BISKO -konformen Energie- 
und Treibhausgasbilanz wurde ergänzend ein Vergleich mit der Detailbilanz für das Jahr 
2006 aus dem Klimaschutzkonzept von 2011 durchgeführt. Dabei wird auch auf die im 
Klimaschutzkonzept angegebene Emissionsentwicklung 1990-2006 eingegangen.  
Systemgrenzen 
Die Detailbilanz für 2006 wurde für den bodengebundenen Verkehr mit 
endenergiebasiertem Territorialprinzip erstellt, was auch der BISKO-Systematik entspricht. 
Für den Flugverkehr wurden allerdings nicht nur Emissionen von Starts und Landungen 
ermittelt und anteilig der Stadt Köln zugerechnet, sondern der gesamte abgehende 
Flugverkehr bilanziert.  
Ein weiterer Unterschied betrifft die Emissionsfaktoren. Nach BISKO werden  
Treibhausgasemissionen in CO 2-Äquivalenten für CO 2 sowie weitere Treibhausgase sowie 
unter Einbezug von direkten Emissionen und Emissionen der Vorkette zur 
Energiebereitstellung ermittelt. In der Detailbilanz des Klimaschutzkonzepts wurden 
dagegen nur CO2-Emissionen und ohne Einbezug der Kraftstoffvorketten bilanziert.  
Verkehrsdaten 
Fahrleistungen im Straßenverkehr 
Die Fahrleistungen für den Straßenverkehr in der Detailbilanz des Klimaschutzkonzepts 
stammen aus dem Emissionskataster des LANUV von 2007. Diese wurden den in der neuen 
Bilanzierung verwendeten aus einem GRETA-Datensatz für 2010 auf 2006 rückgerechneten 
Fahrleistungen gegenübergestellt (vgl. Erläuterung der Datenquellen in Kapitel 2.4).  
Insgesamt zeigen beide Fahrleistungsdatensätze eine sehr gute Übereinstimmung mit nur 
1,4 % Abweichung bei den Gesamtfahrleistungen des Kfz -Verkehrs im Stadtgebiet Köln 
(vgl. Tabelle 10-2). Die Fahrleistunge n für den Pkw -Verkehr sind in beiden Datensätzen

62   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen  ifeu  
sehr ähnlich. Größere Unterschiede gibt es bei den Fahrleistungsaufteilungen zwischen 
den übrigen Fahrzeugkategorien leichte Nutzfahrzeuge, Lkw sowie Busse, wofür 
Unterschiede bei der Definition von Fahrzeug gruppen (z.B. Gewichtsgrenze zwischen LNF 
und Lkw, Aufteilung des Schwerverkehrs auf Lkw und Busse ) ebenso wie bei 
Verkehrsmodellierung und -hochrechnung verantwortlich sein können.  
Tabelle 10-2: Vergleich der Kfz-Fahrleistungen für 2006 im Stadtgebiet Köln 
 MZR Pkw LNF Lkw Linienbus Reisebus Gesamt  
Klimaschutzkonzept 2011 125 6.742 354 649 17 12 7.899 Mio. Fz-km 
BISKO-Bilanz 2017 167 6.693 394 480 19 20 7.773 Mio. Fz-km 
Bilanzierung 2017 / 
Bilanzierung von 2011 133% 99% 111% 74% 115% 174% 98,4%  
 
Verkehrsmengen im ÖPNV 
Der öffentliche Straßenpersonenverkehr mit Bussen und Straßenbahnen wurde sowohl im 
Klimaschutzkonzept von 2011 als auch in der aktuellen Bilanzierung auf Basis von Angaben 
der Kölner Verkehrsbetriebe AG erfasst. Dementsprechend ist die Übereinstimmung der  
ÖSPV-Verkehrsdaten in beiden Bilanzen sehr gut.  
Verkehrsmengen im SPNV wurden im Klimaschutzkonzept von 2011 anhand von 
Fahrplandaten berechnet. Diese manuelle Berechnung liegt um 17  % niedriger als die in 
der aktuellen Bilanzierung verfügbaren direkt vo n der DB AG bereitgestellten Datensätze 
und zeigt damit insgesamt eine gute Übereinstimmung.  
Endenergieverbrauch und Treibhausgasemissionen 
Endenergieverbrauch im Jahr 2006 
Zu den bei der Bilanzierung verwendeten Energieverbrauchsfaktoren wird im 
Klimaschutzkonzept von 2011 auf die Studie “Modell Deutschland“ (WWF, 2009) 
verwiesen, es gibt jedoch keine detaillierten Angaben der je Verkehrsmittel verwendeten 
Faktoren. Allerdings sind Vergleiche der im Klimaschutzkonzept berechneten 
Endenergieverbräuche je V erkehrsmittel mit der aktuellen BISKO -konformen Bilanz 
möglich, und damit auch Rückschlüsse auf die mittleren Verbrauchsfaktoren je 
Verkehrsmittel. 
Der Endenergieverbrauch des Straßenverkehrs  ist in der aktuellen Bilanz bei ähnlichen 
Fahrleistungen insgesa mt um 11  % niedriger als im Klimaschutzkonzept von 2011. 
Ausschlaggebend dafür sind die Verbrauchsunterschiede bei Pkw und Lkw, die zusammen 
über 90 % des Endenergieverbrauchs im Straßenverkehr in beiden Bilanzen ausmachen.  
 Der Endenergieverbrauch von Pkw  ist in der aktuellen Bilanz bei nahezu gleichen 
Fahrleistungen um 8  % niedriger als im Klimaschutzkonzept. Gründe für diese 
Abweichung können Unterschiede bei Fahrleistungszusammensetzungen (andere Pkw -
Größenklassen, Dieselanteile, innerorts -außerorts-Autobahn) ebenso wie andere

ifeu   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen   63 
Annahmen zur Fahrzeugeffizienz sein. Eine genauere Analyse ist anhand der Datenlage 
nicht möglich.  
 Auch bei Lkw ist der Endenergieverbrauch in der aktuellen Bilanz um 22  % niedriger. 
Hierfür ist vor allem die 26  % niedrigere Fahrl eistung verantwortlich, die über den 
gesamten Lkw -Verkehr gemittelten spezifischen Verbräuche sind demnach recht 
ähnlich.  
Bei Bussen und leichten Nutzfahrzeugen zeigen sich die größten Abweichungen im 
Endenergieverbrauch, die auf Unterschiede bei den Fahrleistungen ebenso wie den 
mittleren spezifischen Verbräuchen je Fahrzeugkategorie zurückzuführen sind.  
Tabelle 10-3: Vergleich der Endenergieverbräuche im Straßenverkehr für 2006 im Stadtgebiet Köln 
 MZR Pkw LNF Lkw Bus Gesamt Straße  
Klimaschutzkonzept 2011 44 5.398 450 1.695 106 7.693 GWh 
BISKO-Bilanz 2017 62 4.959 348 1.315 131 6.816 GWh 
Bilanzierung 2017 / 
Bilanzierung von 2011 140% 92% 77% 78% 124% 89%  
 
Beim Endenergieverbrauch der übrigen Verkehrsmittel  bestehen ebenfalls je nach 
Verkehrsmittel deutliche Unterschiede zwischen der aktuell für 2006 rückgerechneten 
Bilanz und der Detailbilanz für 2006 im Klimaschutzkonzept von 2011. Während die 
Stromverbräuche von Tram und Schienenpersonenverkehr gut zusammenpassen, weichen 
insbesondere die berechneten Verbräuche von Dieselkraftstoff im Schienenverkehr und in 
der Binnenschifffahrt in beiden Bilanzierungen erheblich voneinander ab. Ursachen dafür 
können aufgrund der Datenlage nicht näher analysiert werden.  
Eine getrennte Rolle nimmt der Flugverkehr ein. Hier liegt die aktuell für 2006 
rückgerechnete Bilanz um Faktor 10 niedriger, was auf die bereits erläuterten 
Unterschiede der Systemgrenzen zurückzuführen sein dürfte.  
Tabelle 10-4: Vergleich der Endenergieverbräuche im übrigen Verkehr für 2006 im Stadtgebiet Köln 
 Tram SPNV 
Elektro 
SPNV 
Diesel 
Schien
e fern 
Schiene 
Güter 
Binnens
chiff 
Schiene + 
Schiff Flug 
 
Klimaschutzkonzept 2011 160 68 20 38 39 514 840 5.070 GWh 
BISKO-Bilanz 2017 136 66 9 37 108 335 692 496 GWh 
Bilanzierung 2017 / 
Bilanzierung von 2011 84% 101% 49% 98% 277% 65% 82% 10% 
 
 
Treibhausgasemissionen im Jahr 2006  
In der aktuell für 2006 rückgerechneten Bilanz nach BISKO -Systematik liegen die 
Treibhausgasemissionen des Verkehrs im Sta dtgebiet Köln insgesamt bei 2,6  Mio. Tonnen 
CO2-Äquivalente, ohne Flugverkehr bei etwa 2,4  Mio. Tonnen CO 2-Äquivalenten. Die

64   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen  ifeu  
Detailbilanz für 2006 im Klimaschutzkonzept von 2011 kommt für den Verkehr in Köln zu 
CO2-Emissionen in Höhe von etwa 3,7  Mio. Tonnen CO 2. Davon entfallen 54  % auf den 
Straßenverkehr, 5  % bzw. 4  % auf Schiene und Binnenschiff sowie 37  % auf den 
abgehenden Flugverkehr. Ohne Flugverkehr beträgt die Bilanz nur 2,3 Mio. Tonnen CO2.  
Beide Bilanzen liegen damit für 2006 bei Nichtberücksichtigung des Flugverkehrs nur ca. 
5 % auseinander. Dabei gleichen sich unterschiedliche Aspekte gegenseitig aus: Einerseits 
der in der aktuell rückgerechneten Bilanz nach BISKO -Systematik niedrigere 
Endenergieverbrauch, andererseits die in der BISKO -Bilanz ggü. der älteren Detailbilanz 
umfassenderen Systemgrenzen mit Berücksichtigung weiterer Treibhausgase und insb. der 
vorgelagerten indirekten Emissionen aus der Kraftstoffbereitstellung.  
Entwicklung der Treibhausgasemissionen 1990-2006 
Im Klimaschutzkonzept aus dem Jahr 2011 wurde zusätzlich eine Rückrechnung der 
Emissionen des Verkehrs bis 1990 anhand des Bundestrends vorgenommen und eine 
Abnahme der THG-Emissionen des Verkehrs zwischen 1990 und 2006 um 4 ,5 % 
abgeschätzt. Dagegen wurde in der aktuellen Bilanz nach BISKO-Systematik ein Anstieg der 
Treibhausgasemissionen um 3  % ermittelt. Aufgrund der fehlenden Erläuterungen im 
Klimaschutzkonzept von 2011 ist eine detaillierte Analyse der Unterschiede nicht möglich. 
Eine zentrale Rolle dürfte jedoch der Einfluss der unterschiedlichen Systemgrenzen auf die 
Anrechenbarkeit von Biokraftstoffen spielen.  
In den nach Kyoto -Protokoll berichteten nationalen Emissionen werden dem Verkehr 
ausschließlich direkte Emissi onen fossiler Kraftstoffe zugerechnet. Mit zunehmenden 
Anteilen von Biokraftstoffen haben damit auch bei insgesamt steigendem Kraftstoffbedarf 
die Mengen an fossilen Kraftstoffen und ihnen zugerechnete THG-Emissionen 
abgenommen.  
Beim BISKO-Standard werden dagegen auch Vorkettenemissionen in die Bilanz einbezogen 
und somit auch Biokraftstoffen anteilige Treibhausgasemissionen aus ihrer Herstellung 
angerechnet. Der zunehmende Einsatz von Biokraftstoffen kann demnach in einer BISKO -
konformen Bilanz einen Anst ieg der Kraftstoffverbräuche nur in geringerem Umfang 
ausgleichen als bei ausschließlicher Berücksichtigung direkter Emissionen fossiler 
Kraftstoffe.

ifeu   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen   65 
10.6 Vorlage zur Erhebung von Gebäude- und Nutzflächen-scharfen Verbrauchsdaten 
Folgender Ausschnitt zeigt das Excel-Blatt zur Erhebung der Gebäude- und Nutzflächen-scharfen Verbrauchsdaten.

66   Energie- und THG-Bilanz der Stadt Köln und ausgewählter Beteiligungsunternehmen  ifeu  
Literaturverzeichnis 
Cronauge, Ulrich/ Westermann, Georg (2006): Kommunale Unternehmen. Eigenbetriebe, 
Kapitalgesellschaften, Zweckverbände. 5. Auflage, Berlin. 
klimAktiv (2014): Handbuch zum CO2-Rechner PRO 
ifeu (2014): Empfehlungen zur Methodik der kommunalen Treibhausgasbilanzierung für 
den Energie- und Verkehrssektor in Deutschland.  
360report (2013): Berechnungsgrundlagen 
(https://www.360report.org/tl_files/360report/en/help/FAQs/Berechnungsgrundlagen_C
O2-Bericht.pdf)  
McKinsey&Company (2008): Potenziale der öffentlichen Beschaffung für ökologische 
Industriepolitik und Klimaschutz . Im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, 
Naturschutz und Reaktorsicherheit 
Sächsisches Staatsministerium des Innern (2014): Leitfaden. Beteiligungsmanag ement im 
kommunalen Bereich.

Mitteilung Ausschuss

15994 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
V/57/574 
 
Vorlagen-Nummer 19.09.2018 
 2953/2018 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss für Umwelt und Grün 20.11.2018 
 
Fortschreibung der Energie- und Treibhausgasbilanz der Stadt Köln für die Jahre 2008-2015 
und eine erste Bilanzierung  ausgewählter Beteiligungsunternehmen 
Im Rahmen der 2011/12 vorgelegten “Integrierten Klimaschutzkonzepte“ für die Teilbereiche Energie 
und Verkehr wurde für Köln auch die erste gesamtstädtische Energie- und Treibhausgas- (THG-) Bi-
lanz nach dem damaligen kommunalen Bilanzierungsstandard erstellt. Der Teilbereich Energie wurde 
vom ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH für das Jahr 2008 bilanziert 
(siehe Kap. 2 in www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf57/integriertes-klimaschutzkonzept-
koeln_endbericht-energie-2012.pdf), der Teilbereich Verkehr vom Wuppertal Institut für Klima, Um-
welt, Energie gGmbH wegen der besseren Datenbasis für das Jahr 2006 (siehe Kap. 4 & 5 in 
www.stadt-
koeln.de/mediaasset/content/pdf57/endbericht_klimaschutzkonzept_k__ln_teilbereich_verkehr.pdf). 
 
Bei der Fortschreibung der gesamtstädtischen Bilanzen bis zum Jahr 2015 war die im Auftrag des 
Bundesumweltministeriums vom ifeu-Institut entwickelte und seit 2016 bundesweit angewandte “Bi-
lanzierungssystematik Kommunal“ (“BISKO“) des “Klimaschutz-Planers“ zu berücksichtigen, die auch 
den Verkehrssektor auf eine territoriale Bilanzierung umgestellt hat und inzwischen in allen gängigen 
Bilanzierungs-Tools für Kommunen angewendet wird. Außerdem hatten Vorgespräche mit Rhein-
Energie und der Rheinischen Netzgesellschaft (“RNG“) gezeigt, dass es relevante Änderungen bei 
der verfügbaren Datenbasis für den Verbrauchssektor Energie gab. 
 
Der Ausschuss für Umwelt und Grün hat deshalb in seiner Sitzung am 23.02.2016 den Bedarf einer 
“externen wissenschaftlichen Unterstützung“ zur Fortschreibung der gesamtstädtischen Energie- und 
CO2-Bilanz festgestellt (Ds-Nr. 4082/2015), die im Weiteren zur Beauftragung des ifeu-Institutes führ-
te. Außerdem wurde das ifeu-Institut beauftragt, im Dialog mit den Stadtwerken ein Stufenmodell zur 
künftigen THG-Bilanzierung der Beteiligungsunternehmen zu entwickeln und damit dem Ratsauftrag 
vom Dezember 2011 an alle städtischen Beteiligungsunternehmen zu entsprechen, „im Sinne der 
Vorbildfunktion des Konzern Stadt Köln (…) das Klimaschutzkonzept Köln nach Kräften (…) zu unter-
stützen und sich durch eigene Teilbilanzierungen an der 2-3 jährigen Erfolgskontrolle (…) zu beteili-
gen“ (siehe Beschlusspunkt “II. Umsetzung“ der Ds-Nr. 3272/2011). 
 
Der jetzt vorliegende Endbericht beschreibt in Teil A die Fortschreibung der gesamtstädtischen Ener-
gie- und THG-Bilanzen für die Jahre 2008-2015 und als Teil B die Ergebnisse der ersten Bilanzierung 
ausgewählter Beteiligungsunternehmen. 
 
Wesentliche Ergebnisse der gesamtstädtischen Bilanzierung 2008-2015 (Teil A)  
Die methodischen Grundlagen der Bilanzierung sind in Kapitel 1 beschrieben. Für den Teilbereich 
Energie ergab der BISKO-Standard gegenüber der Bilanz 2008 nur den Verzicht auf die Witterungs-
korrektur in der Basis-Bilanz (optional weiterhin möglich). Beim Teilbereich Verkehr führte die Umstel-
lung auf den BISKO-Standard mit territorialer Bilanzierung aller motorisierten Verkehrsmittel im Per-
sonen- und Güterverkehr gegenüber dem Fortschreibungsansatz des Klimaschutzkonzeptes Verkehr

2 
 
2011 mit dem online-Tool EcoRegion und seiner Bilanzierung nach dem “Inländerprinzip“ zu wesentli-
chen methodischen Änderungen, die in Kapitel 1.2 beschrieben sind. Hierzu gehörte u.a. auch die 
Berücksichtigung der Start- und Landeemissionen des Köln-Bonner Flughafens (“LTO-Zyklus“). 
 
Kapitel 2 beschreibt die verfügbare Datenbasis und die Bewertung der “Datengüte“ als Maß für die 
sehr unterschiedliche Aussagekraft und die Vergleichbarkeit kommunaler Energie- und THG-
Bilanzen. So besteht z.B. ein erheblicher Datengüte-Unterschied zwischen dem von der RNG für Köln 
erfassten Erdgasverbrauch und dem Verbrauch nicht-leitungsgebundener Energieträger wie Heizöl, 
Benzin oder Biomasse, der nicht zentral erfasst wird, sondern mit verschiedenen Methoden nähe-
rungsweise bestimmt werden muss (im Gegensatz zur nationalen Bilanzierung erschwert die für die 
kommunale Bilanzierung nicht verbindlich geregelte Datenbereitstellung deren Vergleichbarkeit ganz 
erheblich). Nach der im Rahmen des Klimaschutz-Planers entwickelten Bewertungsmatrix weist die 
Kölner Bilanz von 2015 durch die umfangreiche Bereitstellung lokaler Primärverbrauchsdaten durch 
RNG und IT.NRW (ehemals Statistisches Landesamt NRW) eine sehr hohe Gesamtdatengüte von 
84% auf (Maximum 100%). 
 
Für den Teilbereich Energie (siehe Kap. 2.2 und 2.3) ist allerdings anzumerken, dass wegen einer 
Software-Umstellung bei der RheinEnergie – anders als bei der Bilanz 2008 – nicht mehr auf deren 
sektoral aggregierte Absatzzahlen zurückgegriffen werden konnte, so dass eine Aufteilung von End-
energieverbrauch und THG-Emissionen auf die Verbrauchssektoren “Private Haushalte“ und “Gewer-
be, Handel, Dienstleistung (GHD) / Sonstiges“ nicht mehr möglich war (dementsprechend sinkt auch 
die sektorale Datengüte auf nur 25%). Dies ist insofern bedauerlich, als die Privaten Haushalte eine 
sehr wichtige Zielgruppe für kommunale Klimaschutzaktivitäten sind und das Monitoring dieser Ziel-
gruppe ganz wesentlich für eine effiziente Maßnahmenentwicklung ist. Deshalb soll in Gesprächen 
mit RheinEnergie und RNG noch ein Weg gefunden werden, die Datenlage wieder zu verbessern. 
 
Beim Teilbereich Verkehr (siehe Kap. 2.4) musste für den motorisierten Individualverkehr und den 
Straßengüterverkehr auf die vom Umweltbundesamt seit 2016 zur Verfügung gestellten regionalisier-
ten “Daten aller nationalen Emissionen“ zurückgegriffen werden, da das bisher in Köln eingesetzte 
Verkehrsmodell keine geeigneten lokalen Daten bereitstellen konnte. Die rückwirkend ab dem Jahr 
2008 für alle Kommunen in Deutschland verfügbaren räumlich aufgelösten Daten berücksichtigen 
einheitliche Vorgabewerte für die Fahrleistungen differenziert nach Kfz- und Straßenkategorien. Mit 
dem im Herbst 2016 beschlossenen “Integrierten Gesamtverkehrsmodell“ kann für künftige Bilanzen 
„eventuell eine zusätzliche Differenzierung nach Herkunft bzw. Ursache ermöglicht werden, die zur 
Identifizierung relevanter Zielgruppen für Klimaschutzmaßnahmen wünschenswert ist“. 
 
Für die Energie- und THG-Bilanz 2015 zeigt Kapitel 3 die Verteilung der verschiedenen Energieträger 
auf die einzelnen Verbrauchssektoren. Der Verbrauchssektor “Verarbeitendes Gewerbe / Industrie“ 
lag beim Endenergieverbrauch bei etwa 34% (2008 etwa 31%) und bei den THG-Emissionen bei et-
wa 38% (2008 etwa 37%), während Endenergieverbrauch und THG-Emissionen beim Verbrauchs-
sektor “Private Haushalte“ und “GHD / Sonstiges“ bei jeweils etwa 35% lagen (2008 jeweils etwa 
39%). Der Verbrauchssektor “Verkehr“ lag beim Endenergieverbrauch bei etwa 27% (2006 etwa 29%) 
und bei den THG-Emissionen bei etwa 26% (2006 auch etwa 26%), während beim Verbrauchssektor 
“Städtische Gebäude“ mit jeweils etwa 1% keine nennenswerten Veränderungen festzustellen waren. 
 
Darüber hinaus werden in Kapitel 3.3 weitere Klimaschutzindikatoren beschrieben, die gemäß “Kli-
maschutz-Planer“ aus den Bilanzen abgeleitet werden können und eine differenziertere Bewertung 
der Entwicklung ermöglichen. Hierzu gehören die THG-Emissionen und der Endenergieverbrauch des 
Individualverkehrs pro Einwohner*in (in Köln etwas besser als der Bundesdurchschnitt) sowie der 
Anteil der KWK-Wärme am Gesamtwärmeverbrauch (in Köln etwas schlechter als der Bundesdurch-
schnitt durch den deutlich gestiegenen Wärmeverbrauch der “Industrie“). Weitere vier Indikatoren für 
Endenergieverbrauch und THG-Emissionen in den Verbrauchssektoren “Private Haushalte“ und 
“GHD / Sonstiges“ konnten nicht ermittelt werden, weil die Aufteilung der Endenergieverbräuche auf 
diese Verbrauchssektoren nicht mehr möglich war. 
 
Beim Anteil der erneuerbaren Strom- bzw. Wärmeerzeugung (innerhalb der Stadtgrenzen) am ge-
samtstädtischen Strom- bzw. Wärmeverbrauch lag Köln sehr deutlich bzw. deutlich unter dem Bun-
desdurchschnitt, weil Köln wie allen dicht besiedelten Großstädten die Flächen fehlen, um bei ihrem

3 
 
hohen Endenergieverbrauch diesen territorialen Indikator nennenswert zu erhöhen. Außerdem wird 
es beim Klimaschutz der Großstädte kurz- bis mittelfristig vor allem um die Vermeidung von Endener-
gieverbrauch und Effizienzsteigerungen bei der lokalen Energieerzeugung bzw. -versorgung gehen 
und der stromseitige Ausbau der erneuerbaren Energien vor allem außerhalb dieser hohen Flächen-
konkurrenzen voranzutreiben sein. 
 
Die Entwicklung der gesamtstädtischen Energie- und THG-Bilanzen von 2008 bis 2015 wird in Kapitel 
4 beschrieben, wobei die Interpretation der Gesamtentwicklung über die ebenfalls bilanzierten “Stütz-
jahre“ 2010 und 2013 sowie eine Überprüfung der Bilanzen von 2008 abgesichert wurde. Für den 
Endenergieverbrauch zeigt sich – absolut gesehen – ein Anstieg um etwa 5%, bei den THG-
Emissionen durch den etwas klimafreundlicheren Energieträgermix eine Abnahme um etwa 1%. Da-
bei nahmen die THG-Emissionen im Verbrauchssektor Industrie um etwa 11% zu, während sie im 
Verkehrsbereich nahezu gleich blieben und in den Verbrauchssektoren “Private Haushalte und GHD / 
Sonstiges“ sowie “Städt. Gebäude“ um etwa 15% bzw. 11% sanken. Bei einer vereinfachten Berück-
sichtigung der deutlich gestiegenen Bevölkerungszahl ist eine Abnahme der THG-Emissionen “pro 
Kopf“ um etwa 6% zu verzeichnen. Bezogen auf den rückgerechneten Startwert 1990 zeigt Kapitel 
4.2, dass bei dieser Betrachtung in den letzten 25 Jahren etwa 45% der bis 2030 zu realisierenden 
THG-Vermeidung erreicht wurden. 
 
Für die kontinuierliche Fortschreibung der gesamtstädtischen Bilanzierung wird das ifeu-Institut der 
Verwaltung das auf die aktuell verfügbare Datenbasis zugeschnittene Bilanzierungstool “BICO2-Köln 
2018“ übergeben, sodass diese in Zukunft dann – wie bundesweit empfohlen – alle zwei bis drei Jah-
re in Eigenregie durchgeführt werden kann. 
 
Erste Bilanzierung ausgewählter Beteiligungsunternehmen der Stadt Köln (Teil B) 
Bei der Entwicklung des wissenschaftlich fundierten Stufenmodells zur künftigen Datenerhebung und 
Bilanzierung sollten sowohl der Status quo und die unterschiedlichen Möglichkeiten der Unternehmen 
als auch der international etablierte Standard des Greenhouse Gas Protocol (GHG-Protokoll) berück-
sichtigt werden. Außerdem sollte sicherstellt werden, dass die künftigen Bilanzen der Unternehmen 
zur gesamtstädtischen THG-Bilanz kompatibel sind. Aus Sicht des ifeu-Instituts weist das Projekt 
bundesweit durchaus Modellcharakter auf. 
 
Zunächst wurden aus dem Kreis der städtischen Beteiligungsunternehmen, an denen die Stadt Köln 
zusammen mit den Stadtwerken Köln GmbH mindestens 50% der Anteile hält, acht Unternehmen 
ausgewählt, bei denen nach einer Analyse der Nachhaltigkeits- bzw. Umweltberichte und unter Ein-
beziehung der Datenerhebungen zum European Energie Award ein vergleichsweise hoher Endener-
gieverbrauch und eine vergleichsweise gute Datenbasis zu erwarten war (siehe Anhang 10.1). Einbe-
zogen wurden außerdem noch die Museen der Stadt Köln, die bei der Bilanzierung der “Städtischen 
Gebäude“ für 2008 nicht berücksichtigt waren und die 2015 erstmals einen Energiebericht vorgelegt 
haben. 
 
Diese Akteure wurden dann – wie in Kapitel 7.2 beschrieben – in leitfadengestützten Interviews zu 
ihren Berechnungsmethoden und Datengrundlagen befragt. Aus der Summe der vorliegenden Er-
kenntnisse wurde anschließend das in Kapitel 7.1 beschriebene Stufenmodell entwickelt, das den 
ausgewählten Akteuren zusammen mit den Ergebnissen der Vorab-Recherchen und der Interviews 
auf einem ersten Workshop im Juli 2017 vorgestellt wurde (siehe Anhang 10.3). Das Stufenmodell 
zeigt die Möglichkeiten der Bilanzierung von der BISKO-kompatiblen Basis-Bilanz mit den “direkten 
Emissionen“ des unmittelbaren Endenergieverbrauchs am Unternehmensstandort (= Scope 1) und 
den “indirekten Emissionen“ des zugekauften Strom-, Fernwäme-, Ferndampf- und Fernkältever-
brauchs (= Scope 2) bis hin zur Unternehmensbilanz nach GHG-Protokoll. Kapitel 5 und 6 beschrei-
ben hierzu den Bilanzierungsrahmen und die Kompatibilität des Bilanzierungsansatzes mit der BIS-
KO-Systematik und dem GHG-Protokoll. 
 
Nach dem Feedback des ersten Workshops wurde dann ein weitgehend standardisierter Fragebogen 
zur Datenerhebung für die Bilanzierung entwickelt. Die so ermittelten Endenergieverbräuche wurden 
entsprechend der BISKO-Systematik umgerechnet und die Bilanzdaten auf BISKO-Kompatibilität 
überprüft. Die Ergebnisse wurden den ausgewählten Akteuren auf einem zweiten Workshop im De-

4 
 
zember 2017 vorgestellt (siehe Anhang 10.4). 
 
Die Ergebnisse der Energie- und THG-Bilanz für den Endenergieverbrauch der Liegenschaften (vor 
allem Verwaltungsgebäude) und Transportaktivitäten sind in Kapitel 8.1 beschrieben (die Energieer-
zeugung bzw. -lieferung von RheinEnergie und RMVA ist bereits in den gesamtstädtischen Bilanzen 
abgebildet). Für die sechs Beteiligungsunternehmen und die städtischen Museen, die differenzierte 
Endenergieverbräuche vorgelegt hatten, ergab sich ein Anteil von etwa 1,4% am gesamtstädtischen 
Endenergieverbrauch bzw. etwa 2,3% an den gesamtstädtischen THG-Emissionen, wobei das Gros 
hier auf den Stromverbrauch entfiel. Bei den 15 Beteiligungsunternehmen aus der Vorab-Recherche 
verdoppelt sich der Anteil am Endenergieverbrauch auf etwa 3%. Mangels Energieträger-scharfer 
Angaben konnte hier aber keine Abschätzung der THG-Emissionen vorgenommen werden. Die Aus-
weisung der genannten Anteile in den gesamtstädtischen Bilanzen führt dort zu einer entsprechenden 
Reduzierung des Verbrauchssektors “GHD / Sonstiges“, dem die Beteiligungsunternehmen ansons-
ten zugeordnet werden. 
 
Darüber hinaus beschreibt Kapitel 8.2 noch die Rückmeldungen der ausgewählten Akteure zu ihren 
klimaschutzrelevanten Aktivitäten, die im GHG-Protokoll der Kategorie “Scope 3“ zugeordnet werden. 
Tabelle 10-1 zeigt, dass hierzu mit z.B. Geschäftsreisen, Papierverbrauch, Mitarbeiterverpflegung 
oder Abfallaufkommen unterschiedlichste Emissionsquellen der gesamten Geschäftstätigkeit gehö-
ren, die nicht dem üblichen Energieverbrauch (Strom, Gas und Fernwärme), dem Unternehmensfuhr-
park oder der Erzeugung Erneuerbarer Energien zuzuordnen sind. Aufgrund der Vorgespräche wur-
den hauptsächlich Aktivitäten wie Jobticket, Ökostrom oder regionales Essen abgefragt, die für mög-
lichst viele Beteiligungsunternehmen relevant sein konnten. Im Ergebnis zeigte sich, dass bei den 
Scope-3-Aktivitäten noch Entwicklungspotenzial besteht, was für das Gros der deutschen Unterneh-
men aber ohnehin zu erwarten war. 
 
Abschließend enthält Kapitel 9 einen Verfahrensvorschlag für die künftige Bilanzierung der städti-
schen Beteiligungsunternehmen. Ausgehend von dem eingangs zitierten Ratsauftrag vom Dezember 
2011 sieht dieser für die künftigen Bilanzierungen die Erstellung einer BISKO-kompatiblen Energie- 
und THG-Bilanz vor, die das o.g. Emissionsspektrum von Scope 1 und 2 berücksichtigt. Um den Auf-
wand der Datenabfrage so gering wie möglich zu halten, wurde diese mit den SWK so abgestimmt, 
dass sie mit den konzerninternen Abfragen für die Nachhaltigkeits- bzw. Umweltberichte und den An-
forderungen des European Energie Award harmoniert. 
 
Darüber hinaus wurde den leistungsfähigeren Beteiligungsunternehmen empfohlen, ihre bisherigen 
Scope-3-Aktivitäten schrittweise auszubauen und mit erprobten Standardtools zu bilanzieren, um dem 
vom Rat der Stadt Köln gewünschten Engagement für den Klimaschutz zu entsprechen. Von diesen 
Erfahrungen können dann im Weiteren auch die übrigen Beteiligungsunternehmen und andere Kölner 
Unternehmen profitieren. 
 
Gez. Dr. Rau

Beratungsverlauf (1)

20.11.2018 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2953/2018
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
19.09.2018
Erstellt
05.09.2018 10:46