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1447/2017

Umweltcontrolling / Kennzahlen zur Umweltqualität

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 23.06.2017

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Nächste Beratung: Ausschuss Klima, Umwelt und Grün, Sitzung am 07.07.2017, TOP 1.5.1

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

7874 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
V/57/574 
 
Vorlagen-Nummer  23.06.2017 
 1447/2017 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss für Umwelt und Grün 07.07.2017 
 
Umweltcontrolling / Kennzahlen zur Umweltqualität 
Die Stadtverwaltung stellt wichtige Zahlen zur Entwicklung Kölns im "Kölner Zahlenspiegel" 
(http://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf15/statistik-
standardinformationen/koelner_zahlenspiegel_2016.pdf) und in den statistische n Jahrbüchern z u-
sammen. 
 
In diesem Zusammenhang stellt die FDP-Fraktion folgende Anfrage: 
 
1. Welche Kennzahlen zur Umweltqualität beabsichtigt sie (die Verwaltung) in den Kölner Za h-
lenspiegel 2017 bzw. in das Kölner statistische Jahrbuch 2017 zu integrieren? 
 
2. Welche darüberhinausgehenden Möglichkeiten sieht die Verwaltung, eine regelmäßige B e-
richterstattung über umweltrelevante Kennzahlen zu etablieren? 
 
Antwort der Verwaltung: 
 
Luftqualität: 
 
Die Luftqualität wird durch das Luftqualitäts -Überwachungssystem (LUQS) des Landesamtes für N a-
tur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) NRW überwacht. Auf Kölner Stadtgebiet befinden sich 
aktuell 14 Landesmesspunkte. Davon sind 4 kontinuierlich erfassende Messcontainer und 10 Passi v-
sammler. An den kontinuierlich betriebe nen Messcontainern werden neben den meteorologischen 
Daten die Schadstoffe Stickoxide, Feinstaub (PM10, PM2,5) und Ozon gemessen, während die Pa s-
sivsammler gasförmige Luftschadstoffe (Stickoxide, Benzol) erfassen. Die Messergebnisse werden in 
jährlich ersc heinenden Berichten zusammengefasst und können auf der Internetseite des LANUV 
NRW eingesehen werden. 
https://www-lanuv.nrw.de/ 
Um Luftschadstoffe nach Belastungsschwerpunkten gezielt zu ermitteln, gibt es sogenann te Hinter-
grund-, Verkehr- und Industrie-Messstationen. Welches Messverfahren zur Erfassung von Luftscha d-
stoffen eingesetzt wird, hängt von der Art und Herkunft der Stoffe ab, sowie von den Aufgaben der 
Immissionsmessung. 
Im Kölner Stadtgebiet sind mit den Stationen Rodenkirchen und Chorweiler zwei Hintergrund -
Messstationen installiert. Diese Stationen liegen abseits von Hauptverkehrsstraßen und anderen 
Emissionsquellen. Zur Erfassung des industriellen Hintergrundes wurde in einer Kooperation zw i-
schen den Fi rmen Currenta und Ineos auf dem Betriebsgelände des Chemparks in Köln -Worringen 
eine Messstation aufgestellt, die kontinuierlich die Werte von Stickoxiden und Feinstaub erfasst. We i-
terhin wird die industrielle Benzolbelastung in Köln-Godorf mit einem Passivsammler aufgenommen. 
Der überwiegende Anteil der Messpunkte erfasst die Belastung durch den Straßenverkehr, der als 
Hauptverursacher der problematischen Stickstoffdioxidbelastung gilt. Der in der 39. Bundesimmiss i-
onsschutzverordnung definierte Grenzwert v on 40 µg/m³ im Jahresmittel für Stickstoffdioxid wird an 
den meisten verkehrsnahen Standorten überschritten. In dem Jahresbericht 2016 macht das Lande s-

2 
 
umweltamt den Kfz-Verkehr, und insbesondere die Dieselfahrzeuge als Hauptverursacher der hohen 
Stickstoffdioxid-Belastung aus. „Ohne eine deutliche Reduktion der Kfz-bedingten Emissionen ist eine 
absehbare Einhaltung des Immissionsgrenzwertes nicht möglich“ (LANUV: Bericht über die Luftqual i-
tät im Jahr 2016). 
Für Feinstaub (PM10) ist die Situation in Bezug au f die Grenzwerte weniger dramatisch. Sowohl der 
Jahresmittelwert von 40 µg/m³ als auch die Anzahl der gemäß 39. Bundesimmissionsschutzveror d-
nung zulässigen 35 Überschreitungstage im Jahr werden deutlich eingehalten. 
Die Entwicklung der wesentlichen Luftsch adstoffe ist anhand der folgenden Zeitreihen von 2012 – 
2016 erkennbar: 
 
Passivsammler Kennung 2012 2013 2014 2015 2016
Bergisch Gladbacher Straße KOBG - - - 42 41
Brühler Landstr. KMEB 49 47 43 40 40
Dellbrücker Hauptstraße KODH 45 43 42 41 40
Hauptstraße, Porz KOHA - - - - 41
Junkersdorf, Jungbluth KJJB 0 40 37 - -
Justinianstraße KJUS 54 54 55 54 53
Lindweilerweg KLLW - - - 42 43
Luxemburger Straße VKLS - 53 54 50 49
Neumarkt KNEU 57 53 56 51 52
Statthalterhofweg KJSH 44 40 38 35 36
Weiden KWEI 57 57 57 52 53
Weiden, An der alten Post KWEI2 44 43 - - -
Messcontainer Kennung 2012 2013 2014 2015 2016
verkehrsbezogen
Clevischer Ring VKCL 63 61 63 66 63
Turiner Straße VKTU 49 48 47 46 43
Hintergrund
Chorweiler CHOR 28 27 26 25 25
Rodenkirchen RODE 32 31 30 31 30
 
Abbildung 1: Messergebnisse für Stickstoffdioxid im Jahresmittel [µg/m³]; Überschreitungen 
des  
Grenzwertes der 39. BImSchV sind rot hervorgehoben. 
 
Messcontainer Kennung 2012 2013 2014 2015 2016
verkehrsbezogen
Clevischer Ring VKCL 30 30 29 29 27
Turiner Straße VKTU 24 23 21 23 20
Hintergrund
Chorweiler CHOR 20 20 18 20 18
Rodenkirchen RODE 20 21 20 20 18
 
Abbildung 2: Messergebnisse für Feinstaub PM10 im Jahresmittel [µg/m³] 
 
Messcontainer Kennung 2012 2013 2014 2015 2016 
Chorweiler CHOR 16 16 14 14 13 
Turiner Straße VKTU 19 18 17 16 15 
Abbildung 3: Messergebnisse für Feinstaub PM2,5 im Jahresmittel [µg/m³] 
 
Messstelle Kennung 2012 2013 2014 2015 2016
Justinianstraße KJUS 1,3 1,4 1,3 1,2 1,2
Turiner Straße VKTU 1,3 1,1 1,1 1,0 0,9
Godorf KGOD 2,0 2,0 1,9 1,5 1,7
 
Abbildung 4: Messergebnisse für Benzol [µg/m³] 
Die Verwaltung wird für die auf Kölner Stadtgebiet betriebenen Luftmessstationen und Passivsammler

3 
 
Zeitreihen über die Entwicklung der Luftqualität i.d. „Statistische Jahrbuch“ einstellen. 
 
 
Gewässerschutz: 
 
Des Weiteren können mit dem Land, den Gewässerunterhaltungspflichtigen und den zustä ndigen 
Wasserbehörden abgestimmte Maßnahmen zur Verbesserung  der Gewässerökologie d er Kölner 
Fließgewässer jahresweise dargestellt und fortgeschrieben werden. 
Die in   der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie aufgestellten Forderungen zur   Erreichung g uter 
ökologischer und chemischer Zustände bzw. Potentiale der Gewässer wurden   als sogena nnte Be-
wirtschaftungspläne 2010 in nationales Recht umgesetzt. 
Zur Erreichung der anspruchsvollen und zuletzt  mit  Fristsetzung bis 2027  festgelegten Ziele wurde 
zwischen 2011 und 2012 ein sogenannter Umsetzungsfahrplan mit   entsprechenden Programmmaß-
nahmen für die offenen Fließgewässer (Bäche) im Kölner Stadtgebiet (KOE -52) erarbeitet. Die  im 
Umsetzungsfahrplan festgelegten  Maßnahmen werden seit 2013 sukzessive umgesetzt. 
Die nachfolgende Tabelle gibt Aufschluss über   den bisherigen Umsetzungs - bzw. Pl anungsstand 
aller  Maßnahmen. 
 
Maßnahmen insgesamt 129 
  
    Zeitraum der Umsetzung 2012 - 2025 
  
    
bis 2012 
bereits umgesetzte 
(abgeschlossene sowie 
einschließlich aufgrund 
von Restriktionen a b-
gesetzte) Maßnahmen 
i. Rahmen d. Umse t-
zungsfahrplanes na ch 
WRRL 
im aktuellen Jahr in 
Umsetzung befindliche 
bzw. geplante Ma ß-
nahmen 
vorgesehene Maßna h-
men im Rahmen des 
Umsetzungsfahrplanes 
nach WRRL in Planung s-
abschnitten 
2012 10   
2013 14  
38 2014 5 
 2015 3 
 2016 6 
 2017 
 
16 
73 2018 
 
17 
2019 
 
37 
2020  
 
3 
2021 
 
2 
18 
2022 
 
2 
2023 
 
2 
2024 
 
8 
2025 
 
4 
Ʃ  38 91 129 
     
Tierschutz: 
 
Im Jahr 2016 hat die Stadt Köln mit den beiden großen Kölner Tierheimen neue Verträge über die 
Unterbringung von Fund- und Sichergestellten Tieren abgeschlossen.  
Fundtiere sind im Stadtgebiet aufgefundene herrenlose Tiere.  Sichergestellt werden Tiere in der R e-
gel aus Tierschutzgründen. 
In Quarantäne aufgenommene Tiere wurden aus tierseuchenrechtlichen Gründen (meist fe hlende

4 
 
Tollwutimpfung) bei der Einfuhr beschlagnahmt. 
Für den Bereich Tierschutz können folgende Informatio nen mit Zahlen jährlich fortgeschrieben we r-
den: 
 
 
  2015 2016 
Fundtiere Hunde 354 354 
 Katzen 420 418 
 Sonstige 371 318 
    
Sicherstellungen 
(Tierschutz) 
Hunde 162 170 
 Katzen 171 185 
 Sonstige 82 112 
    
Quarantäne 
(Tierseuchen) 
Hunde 8 8 
 Katzen 11 1 
 
 
Gez. Dr. Rau

Beratungsverlauf (1)

07.07.2017 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 1.5.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1447/2017
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
23.06.2017
Erstellt
03.08.2017 00:27