0283/2019
TH Köln – Gebäude A (Ersatzneubau Campus Deutz Gebäude A)- Gebäude B- (Hörsaalzentrum), hier: Ergebnisse der Wettbewerbe nach RPW 2013
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Anlage 2
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Anlage 2 – Siegerentwürfe Gebäude A
TH Köln – Ersatzneubau Campus Deutz- Gebäude A
- hier: Ergebnis des Wettbewerbs nach RPW 2013
Wettbewerbsgebiet (Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW Niederlassung Köln
Beitrag: Wulf architekten gmbh, Stuttgart - 1. Rang
Lageplan
Perspektive
Nutzungsisometrie (oben)
Innenperspektive (unten)
Fassade
Beitrag: Schuster Architekten, Düsseldorf - 2. Rang
Lageplan
Perspektive
Fassade
Nutzungsisometrie
Innen-
Perspektive
Beitrag: Riepl Riepl Architekten ZT GmbH, Linz- 3. Rang
Lageplan
Perspektive
Fassade (links)
Nutzungsisometrie (rechts)
Innenperspektive (unten)
Anlage 3
1034 Zeichen
Anlage 3 – Siegerentwürfe Gebäude B
TH Köln – Hörsaalzentrum Campus Deutz- Gebäude B
- hier: Ergebnis des Wettbewerbs nach RPW 2013
Wettbewerbsgebiet (Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW Niederlassung Köln)
Beitrag: Staab Architekten GmbH, Berlin - 2. Rang
Lageplan
Perspektive
Fassadenschnitt/ Ansicht
Innenperspektive
Beitrag: Ferdinand Heide Architekt Planungsgesellschaft mbH, Frankfurt - 2. Rang
Lageplan
Perspektive
Fassadenschnitt/ Ansicht
Innenperspektive
Beitrag: Caramel architekten zt-gmbh, Linz - Anerkennung
Lageplan
Perspektive
Fassadenschnitt/ Ansicht
Innenperspektive
Mitteilung Ausschuss
10671 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin
Dezernat, Dienststelle
VI/61/1
611 Voll Az
Vorlagen-Nummer: 01.02.2019
0283/2019
Mitteilung
öffentlicher Teil
Gremium Datum
Stadtentwicklungsausschuss 07.02.2019
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 21.03.2019
TH Köln – Gebäude A (Ersatzneubau Campus Deutz Gebäude A)- Gebäude B-
(Hörsaalzentrum)
hier: Ergebnisse der Wettbewerbe nach RPW 2013
Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW Niederlassung Köln lobte zur Entwicklung einer benötigten
Zukunftsperspektive für die Weiterentwicklung des Hochschulstandortes der Technischen Hochschule
Köln in Deutz einen städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerb aus.
Ziel des Wettbewerbs war es, die städtebaulichen Grundlagen für die Entwicklung der Technischen
Hochschule Kölns als zukunftsweisenden attraktiven Hochschulstandort zu erarbeiten. In aufeinan-
derfolgenden Entwicklungsphasen sollten ca. 44.500 m² Nutzfläche neu geschaffen werden, die Flä-
chen in rückzubauenden Altbauten (ca. 47.000 m²) ersetzen.
Zur Sicherung der zukünftigen Entwicklung der Fachhochschule Köln sind darüber hinaus Erweite-
rungspotenziale in Höhe von ca. 9.000 m² Nutzfläche vorzusehen.
Der Masterplan für den Campus Deutz der TH Köln wurde auf der Grundlage des damaligen Wettbe-
werbs durch das Team kister scheithauer gross architekten (Köln), Atelier Loidl Landschaftsarchitek-
ten (Berlin) und BSV Verkehrsplanung (Aachen) erarbeitet. Der im April 2014 vom Rat der Stadt Köln
beschlossene Masterplan bildet die Grundlage für den Bebauungsplan, der derzeit in der Aufstellung
bzw. Erarbeitung ist und künftig die bauliche Entwicklung auf dem Campus sichern soll.
Der Masterplan realisiert Ersatzneubauten für die Hochschulnutzung in voraussichtlich sechs neuen
Gebäuden (A, B, C, D, E, G). Im Norden des Campus bleibt der sogenannte „Altbau“, in dem die Fa-
kultät für Architektur sowie für Bauingenieurwesen/Umwelttechnik untergebracht sind, erhalten. Das
neue Hörsaalzentrum wird auf dem angrenzenden Parkplatz Betzdorfer Straße errichtet. Als Nord-
Süd-Achse begrenzt die Campusallee den Kernbereich des Campus nach Westen.
Im September 2016 konnten drei vom Campus Deutz nordöstlich gelegene Grundstücke erworben
werden, die für die weitere Entwicklung des Hochschulstandortes notwendig sind. Dies war die Vo-
raussetzung, dass im Oktober 2016 das Land NRW, der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW sowie
die TH Köln die Hochschulmodernisierungsvereinbarung über den Ersatzneubau und die Modernisie-
rung des Campus Deutz unterzeichnen konnten.
Über qualifizierende Verfahren sollen nun die einzelnen Bauten am Campus Deutz konkretisiert und
in Abschnitten realisiert werden. Die Wettbewerbe zu Gebäude A und Gebäude B (Hörsaalzentrum)
stellen die ersten Verfahren dar. In der ersten Bauphase sollen auf dem derzeitigen Hochschulgrund-
stück das Gebäude A mit Mischnutzungen und Archivflächen der Bibliothek, das Parkhaus P1, das
Hörsaalzentrum (Gebäude B) sowie Teile der Infrastruktur (sowohl Interimsparkplätze als auch tech-
nische und freiraumplanerische Bestandteilte des zukünftige Campus) realisiert werden.
Da die Gebäude den ersten zukünftigen Baustein des neuen Campus verkörpern, ist es entschei-
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dend, hier die Vorgabe für künftige Gestaltungsmaßstäbe zu definieren, da diese Auswirkungen auf
die Architektur der folgenden Bausteine ausüben.
Gebäude A
Das Gebäude A bildet mit der Hochschulbibliothek sowie dem Parkhaus P1 innerhalb des Campus
die wichtige südliche Platzkante zum zukünftigen zentralen Campusplatz und ist mit der Lage zum
Deutzer Ring gleichzeitig ein wichtiger städtischer Baustein. Das Gebäude muss demnach sowohl
nach innen zum Campus als auch nach außen, zur umgebenden städtischen Struktur vermitteln. Es
gilt, eine eigenständige Adresse auszubilden, angemessen an die Hochschulbibliothek anzuschlie-
ßen und die zukünftig umgebenden Bauten zu berücksichtigen.
Insgesamt sind ca. 7.370 m² Nutzfläche für verschiedene Nutzungen für Fakultäten, Hochschulver-
waltung, Campus IT, externe Nutzer sowie für das Archiv der Hochschulbibliothek zu realisieren. Die
gestalterische Integration der Bibliothek in den Komplex des Neubaus sowie die Entwicklung einer
gelungen Eingangssituation vom Campus aus sind bei der Planung zu berücksichtigen.
Gebäude B
Das Hörsaalzentrum definiert als Haupteingangsgebäude die neue Adresse des Hochschulstandorts.
In Kombination mit dem dazugehörigen Außenraum dient es neben dem zukünftigen Campus als
Treffpunkt und Ort der Kommunikation und soll einen identitätsstiftenden Ort der Hochschule darstel-
len. Seinen Aufgaben als Haupteingangsgebäude und als zentrale Adresse der Technischen Hoch-
schule Köln muss das Hörsaalzentrum sowohl funktional als auch gestalterisch gerecht werden.
Die Wettbewerbe wurden nach der Richtlinie für Planungswettbewerbe (RPW 2013) durchgeführt.
Am 06.09.2018 und 07.09.2018 hat das Preisgericht in der ersten Phase aus jeweils 30 Teilnehmern
eine engere Auswahl für die anschließende zweite Bearbeitungsphase der Wettbewerbe ausgewählt.
Das Preisgericht hat für die von dem BLB Köln beauftragten Wettbewerbe unter Vorsitz von Prof. An-
dreas Theilig über die eingereichten Entwürfe für das Gebäude A und das Gebäude B (Hörsaalzent-
rum) jeweils in der zweiten Bearbeitungsphase am 04.12.1018 (Gebäude A) und am 05.12.2018 (Ge-
bäude B) entschieden.
Gebäude A (04.12.1018)
Das Wettbewerbsverfahren wurde mit sieben Büros im ersten Wertungsrundgang und vier verblei-
benden Büros im zweiten Wertungsrundgang durchgeführt. Drei finale Entwurfsbeiträge wurden im
Nachgang zum zweiten Rundgang vom Preisgericht jeweils mit folgenden Rängen belegt:
- Wulf architekten gmbh, Stuttgart (1. Rang)
- Schuster Architekten, Düsseldorf (2.Rang)
- Riepl Riepl Architekten ZT GmbH (3. Rang)
Die Jury befand, dass das Gestaltungsziel der TH Köln in dem Entwurf von Wulf architekten gmbh auf
eine selbstverständliche Weise umgesetzt wird, die den Charakter der Hochschule unverkennbar her-
vorhebt. Das Konzept der strukturellen Einfachheit wird konsequent bis zur Ebene der Detailtiefe
durchgehalten. Das Preisgericht hält fest, dass die Klarheit des städtebaulichen Konzepts sich in der
Verschneidung orthogonaler Baukörper als auch im Aufbau der Grundrisse fortsetzt. Eingänge wer-
den klar akzentuiert, während die interne Erschließung durch intuitiv verständliche Wegeführungen
und das Raumprogramm durch funktionale Zusammenhänge überzeugen. Gemäß dem Preisgericht
überzeugt der Wettbewerbsbeitrag konzeptionell, gestalterisch als auch konstruktiv.
Gebäude B- Hörsaalzentrum (05.12.2018)
Das Wettbewerbsverfahren wurde mit acht Büros im ersten Wertungsrundgang begonnen, die auf-
grund der hohen Qualität der Beiträge ausnahmslos in den zweiten Wertungsrundgang überführt
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wurden. Im Nachgang zum zweiten Rundgang wurden drei finale Entwurfsbeiträge vom Preisgericht
jeweils mit folgenden Rängen belegt:
- Staab Architekten GmbH, Berlin (2. Rang)
- Ferdinand Heide Architekt Planungsgesellschaft mbH, Frankfurt (2.Rang)
- Caramel architekten zt-gmbh, Linz (Anerkennung)
Das Konzept der Staab Architekten GmbH überzeugt das Preisgericht trotz diverser Hinterfragungen
bezüglich seiner Realisierungsfähigkeit durch seine architektonische Haltung, die Dynamik und
Transparenz vermittelt und so das Eigenverständnis der TH Köln konzeptionell aufnimmt.
Der transparente Solitär am Entréeplatz prägt die städtebauliche Situation skulptural und erzeugt eine
positive, strahlende Wirkung sowohl zum Stadtraum als auch zum Campus hin, die die Corporate
Identity der zukunftsorientierten Technischen Hochschule architektonisch sichtbar macht.
Die Jury befand, dass auch das Raumprogramm des Hörsaalzentrums quantitativ den Wettbe-
werbsanforderungen gerecht wird. Die architektonische Gestalt des Gebäudeinneren lebt ebenfalls
von der Transparenz, allerdings darf es trotz der gewünschten Offenheit nicht zu Störungen der
hochschuleigenen Vorgänge (Prüfungen, Vorlesungen etc.) führen.
Der hohe Anteil an Glasfassaden beeinträchtigt zudem den Wärmeschutz in den Sommermonaten,
sodass auch die Nachhaltigkeit des Entwurfes bezüglich seiner Energieeffizienz Defizite aufzeigt. Der
Glasanteil bzw. das Fassadenkonzept einschließlich des energetischen Konzepts ist in der folgenden
Überarbeitungsphase zu überprüfen.
Weitere Aspekte wie die Behebung der Defizite im Brandschutz sowie die Einhaltung des Kostenrah-
mens sollen geprüft und überarbeitet werden.
Das Konzept der Ferdinand Heide Architekt Planungsgesellschaft mbH ragt im Wesentlichen durch
eine sehr gute funktionale sowie klare Ordnung hervor, wird aber bezüglich seiner Gestaltung noch
hinterfragt.
Die Jury befand, dass sich die Gebäudekubatur städtebaulich gut in das Gesamtkonzept des Campus
einfügt. Der Entwurf zeigt eine deutliche Zonierung und Orientierung und stellt ein klares funktionales
Konzept dar.
Dennoch vermittelt die architektonische Gestaltung des Gebäudes nicht die Identität der TH Köln und
wird zudem nicht der Nutzung eines Hörsaalzentrums gerecht. Der in Backstein gefasste Sockel wird
mit ornamentalen Fassadenelementen auf Höhe der Obergeschosse kombiniert, sodass ein architek-
tonischer Konflikt entsteht, den der Entwurf nicht löst. Die Fassade soll im Hinblick auf die fehlende
Identifikation mit der inneren Nutzung (Hörsaal) sowie der Haltung der Hochschule überarbeitet wer-
den.
Auch die starke Differenzierung der Baukörper legt die Nutzungen langfristig fest, was die Anpas-
sungsfähigkeit und die Flexibilität der Räume für zukünftige Lehrformate einschränkt. Das Preisge-
richt empfiehlt, die Nutzungsflexibilität in der folgenden Überarbeitungsphase zu überprüfen. Weitere
Aspekte wie die Behebung der Defizite im Brandschutz sowie die Einhaltung des Kostenrahmens
sollen geprüft und überarbeitet werden.
Die an die Wettbewerbe anschließenden Verhandlungsverfahren sind für beide Verfahren nach der
RPW 2013 in Vorbereitung. Anders als bei dem Gebäude A, bei dem es direkt Verhandlungsgesprä-
che mit allen Preisträgern geben wird, wird bei Gebäude B die Preisgruppe -bestehend aus den bei-
den gleichwertigen zweiten Rängen- eine Phase der Überarbeitung bekommen.
Im Rahmen der nächsten Schritte werden zur weiteren Entwicklung des Hochschulstandortes
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Qualifizierungsverfahren zu den weiteren Bausteinen des Hochschulcampus vorbereitet und durchge-
führt.
Anlage 1 – Lageplan - Darstellung der geplanten Bauabschnitte
Anlage 2 – Siegerentwürfe Gebäude A
Anlage 3 – Siegerentwürfe Gebäude B
Gez. Greitemann
Anlage 1
885 Zeichen
Anlage 1 – Lageplan – Darstellung der geplanten Bauabschnitte
TH Köln – Verortung der Bauabschnitte
- Ersatzneubau - Gebäude A
- Hörsaalzentrum - Gebäude B
Geplante Bauabschnitte (Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW Niederlassung Köln)
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (2)
- Deutzer Ring
- Betzdorfer Straße
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Details
- Aktenzeichen
- 0283/2019
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 01.02.2019
- Erstellt
- 21.01.2019 11:40