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0577/2025

Schenkung eines Werks von Rosemarie Trockel aus einer privaten Sammlung

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 24.03.2025

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Beschlussvorlage Rat

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Anlage 1 Wertgutachten 1

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Anlage 2 Wertgutachten 2

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Beschlussvorlage Rat

5752 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VII/4511 
 
Vorlagen-Nummer 
 0577/2025 
Freigabedatum 
24.03.2025  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Schenkung eines Werks von Rosemarie Trockel aus einer privaten Sammlung  
Beschlussorgan 
Rat 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Rat der Stadt Köln nimmt die Schenkung des Werks „Study for Water“ der Künstlerin Ro-
semarie Trockel aus einer privaten Sammlung dankend an. 
 
Ausschuss Kunst und Kultur 25.03.2025 
Rat 03.04.2025

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung: 
 
Über die Künstlerin Rosemarie Trockel 
 
Die in Berlin lebende Künstlerin Rosemarie Trockel wurde 1952 in Schwerte geboren. Nach 
einem anfänglichen Studium der Anthropologie, Religionswissenschaft und Mathematik be-
suchte sie die Werkkunstschule in Köln, wo sie von 1974 bis 1978 im Fachbereich Druckgrafik 
und Design Bildende Kunst studierte. Für ihr Werk wurde sie mit zahlreichen Preisen wie dem 
Wolfgang-Hahn-Preis (2004) oder dem Roswitha Haftmann-Preis (2014) geehrt. Von 1998 bis 
2016 war Trockel Professorin an der Kunstakademie Düsseldorf.  
 
Rosemarie Trockel gilt als eine der bedeutendsten Konzeptkünstlerinnen international. Ihre 
Arbeiten – darunter Skulpturen, Keramiken, Collagen, Zeichnungen und Fotografien – zeich-
nen sich durch subtile Gesellschaftskritik und eine spielerische Neuinterpretation kultureller 
Codes aus. Dabei hinterfragt sie häufig traditionelle Geschlechterrollen und die Konventionen 
des Kunstbetriebs.  
 
Ihr Werk kann nicht auf einen Stil oder eine spezifische Handschrift reduziert werden, statt-
dessen nutzt Trockel das ganze Spektrum künstlerischer Ausdrucksmittel und eröffnet ein 
vielschichtiges Netz aus Assoziationen und Diskursen - von der Rolle der Frau im Kunstbe-
trieb über Institutions- und Kunstkritik bis hin zum Verhältnis von Mensch und Tier. 
 
Zu ihren jüngsten Einzelausstellungen zählen das Moderna Museet Malmö (2018/19), die Pi-
nacoteca Giovanni e Marella Agnelli in Turin (2016) und das Kunsthaus Bregenz (2015). Eine 
Wanderausstellung wurde 2012/2013 im Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia in Mad-
rid, im New Museum in New York sowie in der Serpentine Gallery in London gezeigt, ebenso 
wie 2012/2013 im Wiels in Brüssel, der Culturgest in Lissabon und dem Museion in Bozen. 
Ihre Retrospektive Post-Menopause fand 2005 im Museum Ludwig Köln und im MAXXI in 
Rom statt. 1999 war sie die erste weibliche Künstlerin, die Deutschland auf der Biennale von 
Venedig vertrat. Neben einigen Teilnahmen an der Documenta in Kassel gehört ihr Beitrag 
„Ein Haus für Schweine“ mit Carsten Höller  für die Documenta X 1997 zu einem der wohl be-
kanntesten. 
 
 
Über das Werk Study for Water (2004) 
Das aus rostroter Wolle gefertigte und gerahmte Werk Study for Water (2004) nimmt Bezug 
auf ihre berühmte Serie maschinell gefertigter Strickgemälde, für die Trockel in den 1980er 
Jahren bekannt wurde.  
 
Immer wieder nutzt Trockel Materialien und Gegenstände in ihrer künstlerischen Praxis, die der 
Sphäre des Häuslichen zugeordnet werden. Hier ist es Wolle, die traditionell zu Schals, Mützen 
oder Socken verarbeitet werden kann. Die Künstlerin verweigert sich diesem Automatismus und 
produziert daraus stattdessen ein gestricktes, in einen Rahmen gefasstes Malerei-Pendant.  Mit 
der Arbeit, die nicht per Hand, sondern maschinell gefertigt wurde, kommentiert Trockel gera-
dezu ironisch die althergebrachte Idee der als weiblich gelesenen Handarbeit. Auch formuliert

3 
die Künstlerin eine Kritik am Kunstbetrieb, in dem Frauen bis heute eine benachteiligte Rolle 
spielen. 
 
Die in den 1980er Jahren entstandenen Wollbilder nahmen überdies provokant auf die dama-
lige Rückkehr der Malerei Bezug. So referiert das „Wasser“ im Titel zum einen auf das Fehlen 
eines eigentlich liquiden Malmaterials und andererseits auf die nicht durch Pinselstriche evo-
zierten, sondern im Muster des Strickes liegenden Wellenbewegungen.  
 
 
Relevanz für die Sammlung des Museum Ludwig 
Das Museum Ludwig hat bereits mehrere Arbeiten der international renommierten Künstlerin 
in seiner Sammlung. Die aktuelle Schenkung wäre eine großartige Ergänzung. 
 
Rosemarie Trockel selbst unterstützt das Vorhaben, da sie das Werk als logische Ergänzung 
zu der sich bereits in der Sammlung befindlichen Arbeit Wasser versteht. Wie der Titel schon 
andeutet, handelt es sich hierbei um eine konzeptuelle Vorstudie. Gemäß der erprobten Hän-
gung ihrer Strickbilder soll auch Study for Water nun gemeinsam mit der größeren Arbeit Was-
ser präsentiert und als ein Werk (mit zwei Titeln) ausgestellt werden. Auch ist es dem Mu-
seum Ludwig ein großes Anliegen, wichtige künstlerische Positionen stark in der Sammlung 
zu vertreten, die - natürlich nicht nur, aber auch - in der Region verhaftet sind und seit Jahr-
zehnten einen substantiellen Beitrag zu deren Kulturgeschehen leisten.  
 
Die Schenkung kommt aus einer privaten Sammlung. Das Objekt hat einen Wert von 
250.000,00 Euro. Zwei entsprechende Wertgutachten liegen vor. Mit der Schenkung sind 
keine Auflagen und keine Zusatzkosten verbunden. Es wird eine Schenkungsvereinbarung 
geschlossen. Die Aufbewahrung erfolgt kostenneutral im vorhandenen Depot. 
 
Begründung der Dringlichkeit: 
Aufgrund des verwaltungsinternen Abstimmungsprozesses konnten die regulären Vorlagefris-
ten nicht eingehalten werden. Die Schenkung soll auf Wunsch der Schenkenden im nächsten 
Sitzungslauf beschlossen werden.  
 
 
 
Rosemarie Trockel 
Study for Water , 2004 
wool (rusty red), wood 
100 × 100 cm  
39 3/8 × 39 3/8 inches  
 
Anlagen 
2 Wertgutachten

4

Anlage 1 Wertgutachten 1

472 Zeichen

Yilmaz Dziewior                      January 25, 2025
Museum Ludwig
Heinrich-Böll-Platz
Köln 6900
Germany
Dear Yilmaz,
Thank you for your appraisal request for the below work by Rosemarie Trockel. We hereby confirm 
that the below value of the work is in line with the usual prices for works by Rosemarie Trockel. 
Rosemarie Trockel
Study for Water/Wasser, 2004
Wool on canvas, paint, wood
100 x 100 x 7 cm.
Appraisal value: €250.000,00 
0aia *ianakos 
Director
Sincerely,

Anlage 2 Wertgutachten 2

679 Zeichen

CRONE BERLIN GmbH • Fasanenstraße 29 • 10719 BERLIN TEL +49 (30) 8147 9213 • www.galeriecrone.com • info@galeriecrone.de  
CRONE BERLIN GMBH• FASANENSTRASSE 29 • 10719 BERLIN 
 Museum Ludwig zu Hd. des Direktors Dr. Yilmaz Dziewior Heinrich-Böll-Platz 50667 Köln    Berlin, am 30. Januar 2025  Lieber Dr. Yilmaz Dziewior,  hiermit bestätigen wir, dass das unten abgebildete und näher bezeichnete Kunstwerk von Rosemarie Trockel einen Marktwert von  Euro 250.000,00 (in Worten Euro zweihundertfünfzigtausend) hat.  Mit freundlichen Grüßen     Markus Peichl Geschäftsführer             Rosemarie Trockel Study for Water/Wasser, 2004 Wolle auf Leinwand, Farbe, Holz 100 x 100 x 7 cm

Beratungsverlauf (2)

25.03.2025 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 6.1 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
03.04.2025 Rat
TOP 2.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Heinrich-Böll-Platz

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Details

Aktenzeichen
0577/2025
Typ
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
Datum
24.03.2025
Erstellt
21.02.2025 12:03