2008/0179
Klinikum Darmstadt; Einrichtung einer Klinik für Gefäßchirurgie (Chirurgische Klinik III)
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2008/0179
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Magistratsvorlage Eingang Magistrats- geschäftsstelle: 23.04.2008 Beteiligt vor Magistratsbeschlussfassung: Dezernat IV Amt: Klinikum Darmstadt an den Magistrat zur Kenntnis zur Beschlussfassung an die Stadtverordnetenversammlung OBW zur Befassung zur Kenntnis zur Beschlussfassung zur abschließenden Beschluss- fassung Fachausschuss OBW bei abschl. Beschlussfassung Magistrat Nichtöffentlich: Verteiler: Vorlage-Nr. 2008/0179 Magistratsbeschluss-Nr. Betreff: Klinikum Darmstadt; Einrichtung einer Klinik für Gefäßchirurgie (Chirurgische Klinik III) Vorlage vom: 14. 4.2008 Beschlussvorschlag: Der Einrichtung einer Klinik für Gefäßchirurgie (Chirurgische Klinik III) beim Klinikum Darmstadt und der Einstellung eines eigenständigen Chefarztes wird zugestimmt. Anlagen: Datenschutzrelevante Anlage: Beschluss des Magistrats vom 2 ... Begründung zur Magistratsvorlage vom 14.04.2008 Die Krankenhausbetriebskommission des Klinikums Darmstadt hatte in ihrer Sitzung 3/2006 am 06.12.2006 dem Antrag der Betriebsleitung zugestimmt, einen fachlich selbstständigen Schwerpunkt für Gefäßchirurgie innerhalb der Chirurgischen Klinik I zu schaffen. Diese Spezialisierung wurde wie folgt begründet: - Der medizinische Fortschritt und die Entwicklung in anderen Krankenhäusern in den letzten Jahren zeigen, dass es zunehmend zu Spezialisierungen in einzelnen Fachbereichen kommt. So hat sich im Klinikum insbesondere der Bereich der Gefäßchirurgie in den letzten Jahren positiv entwickelt, so dass heute in der Chirurgie I ca. 25% gefäßchirurgische Patienten behandelt werden. Diese Entwicklung wurde bisher klinikintern durch den Einsatz von spezialisierten Oberärzten unterstützt. - Im Bereich der Gefäßchirurgie wird mit einer weiteren Steigerung der Fallzahlen gerechnet, da - es zurzeit in der Region wenig Konkurrenz gibt - im Alter Gefäßerkrankungen zunehmen, so dass die Betriebsleitung im Hinblick auf die demografische Entwicklung in der Bevölkerung gute Chancen sieht, die Gefäßchirurgie weiter auszubauen. - das Klinikum durch die Verlagerung der Medizinischen Klinik IV (Angiologie) und der damit verbundenen Zusammenführung der an dem Gefäßzentrum beteiligten Abteilungen (Medizinische Klinik IV, Chirurgische Klinik I, Radiologie) in der Grafenstraße ein medizinisches Angebot bieten kann, das sich deutlich von anderen Einrichtungen abhebt. Leider führten die Ausschreibungsverfahren für einen qualifizierten Abteilungsleiter des geplanten Schwerpunktes im letzten Jahr nicht zum gewünschten Erfolg. Es konnte lediglich die Stelle des stellvertretenden Abteilungsarztes besetzt werden. Ein Bewerber auf die Position des Abteilungsleiters sagte unmittelbar vor Vertragsunterzeichnung ab. Zur Beschleunigung des Verfahrens wurde deshalb ein Personalberater mit der Suche beauftragt. Auf Initiative des Personalberaters führte die Betriebsleitung gemeinsam mit Herrn Prof. Petermann, dem Chefarzt der Chirurgischen Klinik I, mit 5 Bewerbern Vorstellungsgespräche, die jedoch nicht zum Erfolg führten. Entweder kamen die Bewerber nicht für die selbständige Tätigkeit in Frage oder sie lehnten von sich aus eine Beschäftigung als „Abteilungsarzt“ ab. Ablehnungsgrund war dabei immer die Integration in eine größere Fachabteilung bzw. umgekehrt, der Wunsch, eine eigene Klinik zu führen. Dieser Wunsch wurde von dem Personalberater auch aus anderen Kontakten bestätigt. Der Markt gerade im Bereich der Gefäßchirurgie ist so beschränkt, dass sich erfahrene und qualifizierte Ärzte die Positionen aussuchen können und auf einer Eigenständigkeit bestehen. Die Position speziell in Darmstadt wurde dabei in allen Gesprächen als attraktiv dargestellt, insbesondere vor dem Hintergrund einer anerkannten Angiologischen Klinik und eines qualifizierten Radiologen. Die Betriebsleitung hat auch die Firma Andree Consult im Rahmen des Gutachtens zur strategischen Zielplanung um Stellungnahme gebeten. Andree Consult sieht im Bereich der Gefäßchirurgie sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten. Allerdings hat die Firma Andree Consult bestätigt, dass ohne eine selbständige Klinik kaum ein qualifizierter Bewerber zu finden ist. Sie empfiehlt deshalb unter strategischen Gesichtspunkten die Verselbständigung einer Klinik für Gefäßchirurgie mit hoher Priorität voran zu treiben. 3 ... Aus Sicht der Betriebsleitung ist nunmehr entgegen der ursprünglichen Planung die Einrichtung einer selbständigen Klinik - Chirurgische Klinik III - Klinik für Gefäßchirurgie - geboten. Der Klinik werden zunächst Betten aus dem Bestand im Chirurgie-Gebäude sowie entsprechende OP-Kapazität zur Verfügung gestellt. Neben dem Chefarzt wird der Klinik zunächst ein weiterer Oberarzt, der bereits in der Chirurgischen Klinik I beschäftigt ist, als Operateur zur Verfügung stehen, bei positiver Entwicklung wird diese Position erweitert. Assistenzärzte stehen der neuen Klinik aus einem gemeinsamen "Assistentenpool" mit der Chirurgischen Klinik I zur Verfügung, so dass weiterhin eine volle Weiterbildung in den verschiedenen chirurgischen Teilgebieten gewährleistet ist. Weitere personelle Anpassungen erfolgen im Rahmen der weiteren Entwicklung der Klinik. Nach dem heutigen Vergütungssystem führen 100 zusätzliche Gefäßpatienten zu Mehrerlösen von ca. 900.000 Euro. Nach Deckung der entstehenden Mehrkosten (Personal- und Sachkosten) werden etwa 30 bis 50 % der zusätzlichen Erlöse dem Klinikum als Deckungsbeitrag verbleiben. Die Krankenhausbetriebskommission hat der Einrichtung einer Klinik für Gefäßchirurgie als Chirurgische Klinik III und der Einstellung eines eigenständigen Chefarztes in ihrer Sitzung am 12.03.2008 zugestimmt. Nach Zustimmung des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung ist die neue Fachabteilung in § 4 der Betriebssatzung für das Klinikum Darmstadt im Rahmen der nächsten Überarbeitung aufzunehmen. Darmstadt, den 14.04.2008 AZ: 01 01 03 Dr. Dierk Molter Stadtrat
Beratungsverlauf (4)
Orte (1)
- Grafenstraße
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2008/0179
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 14.04.2008
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00