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Bedarfsfeststellung des Beschaffungsprogrammes 2022 für die Fahrzeuge des Brandschutzes, der Technischen Hilfeleistung und des Rettungsdienstes der Feuerwehr Köln

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 4363/2021 vom 31.01.2022

Stand: Am 17.03.2022 im Rat geändert beschlossen.

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    Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle I/37/372 Vorlagen-Nummer 4363/2021 Freigabedatum 31.01.2022 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Bedarfsfeststellung des Beschaffungsprogrammes 2022 für die Fahrzeuge des Brandschutzes, der Technischen Hilfeleistung und des Rettungsdienstes der Feuerwehr Köln Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: 1. Der Rat stimmt dem dargestellten Bedarf zur Neu- bzw. Ersatzbeschaffung der aufgelisteten Fahrzeuge gem. Anlage II im Bereich Brandschutz in Höhe von 4.940.000 € brutto und im Be- reich Rettungsdienst in Höhe von 3.032.000 € brutto zu 2. Der Rat beschließt im Haushaltsjahr 2022 die Freigabe einer investiven Auszahlungsermäch- tigung in Höhe von 632.000 € brutto sowie die Freigabe von Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von 4.308.000 € brutto zu Lasten der Haushaltsjahre 2023 und 2024 (1.800.000 € in 2023 und 2.508.000 € in 2024) im Teilfinanzplan 0212, Brand- und Bevölkerungsschutz, Ret- tungsdienst, Teilplanzeile 09, Auszahlungen für den Erwerb von beweglichem Anlagevermö- gen bei Finanzstelle 3701-0212-0-0100, Kraftfahrzeuge Brandschutz. Weiterhin beschließt der Rat im Haushaltsjahr 2022 die Freigabe einer investiven Auszah- lungsermächtigung in Höhe von 300.000 € brutto sowie die Freigabe von Verpflichtungser- mächtigungen in Höhe von 2.732.000 € brutto zu Lasten der Haushaltsjahre 2023, 2024 und 2025 (1.536.000 € in 2023, 954.000 € in 2024 und 242.000 € in 2025) im Teilfinanzplan 0212, Brand- und Bevölkerungsschutz, Rettungsdienst, Teilplanzeile 09, Auszahlungen für den Er- werb von beweglichem Anlagevermögen bei Finanzstelle 3703-0212-0-0100, Kraftfahrzeuge Rettungsdienst. Zur Ablösung der vorgenannten Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von insgesamt 7.040.000 € brutto werden im Rahmen des Haushaltsplanaufstellungsprozesses 2023 ff. (inkl. Mittelfristplanung) entsprechende Auszahlungsermächtigungen bei den Finanzstellen 3701- 0212-0-0100, Kraftfahrzeuge Brandschutz und 3703-0212-0-0100, Kraftfahrzeuge Rettungs- dienst in den Haushaltsjahren 2023 ff. eingeplant. Gesundheitsausschuss 15.02.2022 Finanzausschuss 14.03.2022 Rat 17.03.2022 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen 7.972.000 € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: s. Anlage II a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: s. Anlage II a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung Mit dem Fahrzeugbeschaffungsprogramm 2022 soll der Ersatz- und Neubeschaffungsbedarf der nachfolgend aufgelisteten Fahrzeuge des Brandschutzes, der Technischen Hilfeleistung und des Ret- tungsdienstes anerkannt werden. Gleichzeitig wird durch die Zusammenfassung der Bedarfe zu ge- bündelten Beschaffungspaketen (gebündelte Ausschreibungsverfahren) – im Einzelfall auch durch den Rückgriff auf bereits anerkannte Beschaffungsbedarfe – die strategische Ausrichtung im Rahmen der Beschaffungsoffensive der Feuerwehr Köln konsequent weiter verfolgt. In der Vergangenheit wurden über die jeweiligen Fahrzeugbeschaffungsprogramme ausschließlich die jährlichen Ersatzbeschaffungsbedarfe anerkannt. Eine Bündelung zu Beschaffungspaketen konn- te mit dieser Systematik zunächst nicht erfolgen, so dass im jeweiligen Kalenderjahr überwiegend Einzelfahrzeuge beschafft wurden. Mit dem Fahrzeug-Soll-Ist-Vergleich aus dem Jahr 2019 wurden erstmalig die Voraussetzungen zu einer zukunftsweisenden und effektiven Planung zur Beschaffung und Bewirtschaftung geschaffen. Infolgedessen konnte ein Systemwechsel hin zur Großchargenbe- schaffung für z. B. die Einheitlichen Ersteinsatzlöschfahrzeuge, den Rahmenliefervertrag von Stan- dardrettungswagen und die Löschfahrzeuge-Logistik eingeleitet werden. Diese Beschaffungsstrategie soll auch bei zukünftigen Fahrzeugbeschaffungsprogrammen durch Zusammenführung der Beschaf- fungsmaßnahmen konsequent weiterverfolgt werden. Die Chargenbildung und technische Vereinheit- lichung von verschiedenen, diversifizierten Fahrzeugtypen ermöglichen eine effektivere Nutzung von 3 Synergieeffekten im Beschaffungsvorgang, in der Bewirtschaftung und Unterhaltung sowie in der Ausbildung und Unterweisung der Nutzer*innen der Fahrzeuge. Alle im Folgenden aufgeführten Fahrzeugbeschaffungsmaßnahmen erfolgen im Einklang mit den Ratsbeschlüssen zur Aktualisierung des Fahrzeug-Soll/Ist-Vergleichs aus den Jahren 2020 und 2021 (Vorlagen-Nr.: 3254/2020; Vorlagen-Nr.: 1455/2021). Sie führen zu keiner Erhöhung des Fahrzeug- Soll-Bestandes und setzen sich aus zu beschließenden sowie bereits anerkannten Beschaffungsbe- darfen zusammen. Alle entsprechenden Altfahrzeuge werden nach der jeweiligen Indienststellung der neuen Fahrzeuge dem Verkauf zugeführt. Bedarfsbegründung zur Neu- und Ersatzbeschaffung der Fahrzeuge im Bereich des Brand- schutzes und der Technischen Hilfeleistung 1. Ersatzbeschaffung von zwei baugleichen Feuerwehrkranen des Einsatzdienstes Zur Technischen Hilfeleistung werden im Einsatzdienst der Feuerwehr Köln zwei Feuerwehr- krane (K-2770 und K-27455) aus unterschiedlichen Baujahren und -reihen vorgehalten. Diese Feuerwehrkrane mit einem Dreiachsfahrgestell sind aufgrund der schnellen Rüstzeiten unmit- telbar zur Menschenrettung einsetzbar. Für die beiden Feuerwehrkrane aus den Baujahren 1992 (K-2770) und 1999 (K-27455) kann aufgrund der veralteten Fahrzeugzustände und der Ausfälle aufgrund der eingeschränkten Er- satzteilversorgung die erforderliche Einsatzbereitschaft nicht mehr ausreichend gewährleistet werden (vgl. Fahrzeugzustandsberichte Anlagen IIIa und IIIb). Nur durch die Kombination von zwei Feuerwehrkranen mit geringen Rüstzeiten und vergleichsweise kompakten Fahrgestellen kann eine Menschenrettung innerhalb von max. 30 Minuten im gesamten Stadtgebiet gewähr- leistet werden, so dass beide Krane sowohl aus einsatztaktischer Sicht als auch in Hinblick auf das Gefährdungspotential der Stadt Köln zu ersetzen sind. Aufgrund der umfangreichen Aus- und Fortbildung der Einsatzkräfte in den jeweiligen Fahrzeugtyp ist es erforderlich, bau- gleiche und redundant einzusetzende Fahrzeuge zu beschaffen. Unter Berücksichtigung aller technischen, einsatztaktischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkte sollen – auch insbesonde- re aufgrund der schnellen Einsetzbarkeit – vergleichsweise kleinere Feuerwehrkrane wieder- beschafft werden. 2. Neu- und Ersatzbeschaffung zwei baugleicher Gliederzüge zur Fahrschulausbildung Zur Sicherstellung der notwendigen Fahrausbildung der Einsatzkräfte zur/zum Kraftfahrer*in betreibt die Feuerwehr Köln eine eigene Behördenfahrschule. Zur Umsetzung der aktuellen Ausbildungs- und Prüfungsrichtlinien im Rahmen der Fahrschulausbildung für die Führer- scheinklassen C und CE sowie der erforderlichen Unterweisungen zur Ladungssicherung sind aufgrund des Fahrzeugzustandes die Ersatzbeschaffung des bereits vorhandenen Gliederzu- ges, bestehend aus einem LKW (K-LN 3755) und einem Anhänger (K-LN 3885) sowie die Neubeschaffung des im Rahmen des Fahrzeug-Soll/Ist-Vergleich beschriebenen zweiten, baugleichen Gliederzuges (LKW und Anhänger) erforderlich (vgl. Fahrzeugzustandsberichte Anlagen IVa und IVb). Die technische Ausstattung beider Gliederzüge z. B. mit einer Ladebordwand soll zudem im Bedarfsfall den Logistikeinsatz bei Sonder- und Großeinsatzlagen oder bei pandemischen Er- eignissen etc. ermöglichen. 3. Neu- und Ersatzbeschaffung von neun Drehleitern des Einsatzdienstes Im Jahr 2024 stehen aufgrund der jeweiligen Fahrzeugzustände insgesamt vier der aktuell vorgehaltenen Drehleitern (K-FW 183, K-FW 185, K-FW 189 und K-FW 196) zur Ersatzbe- schaffung an (vgl. Fahrzeugzustandsberichte Anlagen Va bis Vd). Aufgrund der zunehmend verlängerten Lieferzeiten von Feuerwehrfahrzeugen und den damit einhergehenden Risiken in Bezug auf die Sicherstellungsverpflichtung der Stadt Köln gegen- über den Bürger*innen kann die Einleitung des Beschaffungsvorganges nicht weiter aufge- schoben werden. Daher sollen die bereits in 2019 anerkannten Bedarfe (Vorlagen-Nr.: 1718/2019 – nicht-öffentlich) sowie die bis 2024 entstehenden zusätzlichen Bedarfe in einem 4 Ausschreibungs- und Beschaffungsvorgang gebündelt werden. Die Umsetzung der bereits anerkannten Bedarfe aus dem Jahr 2019 wurde zunächst in der Bearbeitung zurückgestellt, um die eingangs beschriebene Systematik der Bildung von Ausschreibungspaketen und Stan- dardisierungen zu etablieren. Aufgrund der mit der Pandemiebekämpfung einhergehenden Arbeitsbelastung kann die vollumfängliche Realisierung erst jetzt erfolgen. Diese effiziente Bündelung von Beschaffungsbedarfen entspricht den strategischen Zielen der Beschaffungs- offensive zur Standardisierung und Reduzierung von Beschaffungsaufwänden. 4. Ersatzbeschaffung eines Logistik-LKWs des Einsatzdienstes Zur Sicherstellung der erforderlichen Logistik-Aufgaben wird auf der Feuer- und Rettungswa- che 5 in Köln-Weidenpesch ein LKW-Logistik (K- 27461) aus dem Baujahr 2004 vorgehalten. Aufgrund des Fahrzeugzustandes ist eine Ersatzbeschaffung erforderlich (vgl. Fahrzeugzu- standsbericht Anlage VI). Im Zuge der weiter voranzutreibenden Standardisierung des Fahr- zeugparks soll dieses Fahrzeug durch den bestehenden Botendienstfahrzeugtyp ersetzt wer- den. Hierdurch ist es möglich, sowohl die erforderlichen Logistikaufgaben im Einsatzdienst wahrzunehmen als auch, ohne eine Erhöhung des Fahrzeug-Sollbestandes, eine technische Redundanz für die Botenfahrzeuge der Feuerwehr Köln abzubilden. Bedarfsbegründung zur Neu- und Ersatzbeschaffung der Fahrzeuge im Bereich des Rettungs- dienstes 1. Neu- und Ersatzbeschaffung von acht baugleichen Notfall-Krankentransportwagen Bei diesem neu zu beschaffenden Fahrzeugtyp handelt es sich um so genannte Notfall- Krankentransportfahrzeuge (Notfall-KTW) welche Bestandteil des Rettungsdienstbedarfsplans 2016 (Vorlagen-Nr.: 1744/2016) bzw. der bedarfsgerechten Anpassung des Rettungsdienst- bedarfsplans in 2019 (Vorlagen-Nr.: 3381/2019) sind. Im Rettungsdienstbedarfsplan 2019 wurde der Bedarf von fünf Notfall-Krankentransportwagen zuzüglich einer Technischen Ausfallreserve von zwei Fahrzeugen beschrieben. Darüber hin- aus soll die bereits im Rahmen des Beschaffungsprogrammes für Fahrzeuge des Rettungs- dienstes 2017 (Vorlagen-Nr.: 2269/2017) beschlossene Ersatzbeschaffung des Fahrzeuges mit dem Kennzeichen K-LN 3737 auch als Notfall-Krankentransportwagen erfolgen (vgl. Ziffer 4.4.1. RTW 5.5 (PSYCH) zu N-KTW 5 in Anlage 1: Rettungsdienstbedarfsplan – Aktualisie- rung 2019), dessen Umsetzung ebenfalls im Sinne der Etablierung der eingangs beschriebe- nen Systematik zur Bündelung von Beschaffungsbedarfen zunächst zurückgestellt wurde. Die vorgenannten Bedarfe werden in einer Beschaffungsmaßnahme von insgesamt acht Fahrzeu- gen gebündelt umgesetzt. 2. Ersatzbeschaffung von 17 einheitlichen Notarzt-Einsatzfahrzeugen Im Rettungsdienst der Stadt Köln werden gemäß des Fahrzeug-Soll/Ist-Vergleiches und des Rettungsdienstbedarfsplanes insgesamt 17 Notarzt-Einsatzfahrzeuge (NEF) vorgehalten, wel- che sich in 13 Fahrzeuge des Einsatzdienstes sowie vier Fahrzeuge der Technischen Ausfall- reserve untergliedern. Grundsätzlich sollen alle Rettungsdienstfahrzeuge im Fahrzeugpark der Feuerwehr Köln nach der festgeschriebenen pauschalen Nutzungsdauer von sechs Jahren regelhaft ersatzbeschafft werden. Es wird beabsichtigt, analog zu der Beschaffung der einheitlichen Standardrettungs- wagen (Vorlagen-Nr.: 1455/2021), auch die regelhafte Ersatzbeschaffung des gesamten Fahrzeugbestandes der vorgehaltenen Notarzt-Einsatzfahrzeuge im Rahmen eines gebündel- ten Beschaffungsvorhabens durchzuführen. Hierfür soll ein vierjähriger Rahmenliefervertrag vorbereitet und geschlossen werden. Dieser beinhaltet im Zuge eines Pilotprojektes auch die Beschaffung eines Notarzt-Einsatzfahrzeuges mit E-Antrieb (vgl. Kapitel „Auswirkungen auf den Klimaschutz / Förderung der E-Mobilität“ dieser Vorlage). Die ersten Auslieferungen sol- len ab dem 3. Quartal 2023 erfolgen. Die Zielsetzung liegt auch hier in der Etablierung eines Regelprozesses zur kontinuierlichen und ressourcenschonenden Erneuerung des Fahrzeugparkes über die gleichverteilten Liefe- rungen und Indienststellungen der Fahrzeuge innerhalb der Rahmenvertragsdauer von vier Jahren. Gleichzeitig kann so das durchschnittliche Fahrzeugalter der Fahrzeuge möglichst konstant gehalten werden. 5 Die detaillierten Lieferzeitpunkte sind in Anlage I „Detailaufstellung der geplanten Indienststel- lung der NEF nach dem Rahmenliefervertrag“ aufgelistet. Stellungnahme des Rechnungsprüfungsamtes Die Stellungnahme des Rechnungsprüfungsamtes vom 14.01.2022 ist in Anlage VII beigefügt. Es ist seitens der Verwaltung geplant, die vom Rechnungsprüfungsamt angemerkten redaktionellen Änderungen bei der anstehenden Anpassung der Bedarfspläne / des Soll/Ist-Vergleichs einzupflegen. Finanzierung Die Verteilung der Investitionsauszahlungen sowie der damit verbundenen Folgeaufwendungen und Folgeerträge ab 2022 sind der Anlage II zu entnehmen. Die bilanziellen Abschreibungen für die Fahr- zeuge des Rettungsdienstes sind zu 100% über die Rettungsdienstgebühren refinanzierbar. Daher entstehen Folgeaufwendungen und -erträge in diesem Bereich in gleicher Höhe. Die Fahrzeuge des Brandschutzes sind nicht refinanzierbar. Die erforderlichen investiven Auszahlungsermächtigungen in Höhe von 7.972.000 € für die Jahre 2022 ff. wurden im Rahmen des Hpl.-Entwurfs 2022 bzw. werden im Rahmen des Hpl.-Entwurfs 2023 (inkl. Mittelfristplanung) im Teilfinanzplan 0212, Brand- und Bevölkerungsschutz, Rettungsdienst, Teilplanzeile 09, Auszahlungen für den Erwerb von beweglichem Anlagevermögen bei Finanzstelle 3701-0212-0-0100, Kraftfahrzeuge Brandschutz und bei Finanzstelle 3703-0212-0-0100, Kraftfahr- zeuge Rettungsdienst entsprechend eingeplant. Die notwendigen Aufwandsermächtigungen für die bilanziellen Abschreibungen in Höhe von 113.200 € in 2023, 459.200 € in 2024, 785.400 € in 2025 und 825.733 € in 2026 ff. werden ebenfalls im Hpl.- Entwurf im gleichen Teilergebnisplan (inkl. Mittelfristplanung), Teilplanzeile 14, Bilanzielle Abschrei- bungen entsprechend eingeplant. Die entsprechenden Erträge aus Rettungsdienstgebühren in Höhe von 50.000 € in 2023, 306.000 € in 2024, 465.000 € in 2025 und 505.333 € in 2026 ff. werden in Teil- planzeile 04, öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte berücksichtigt. Das Dezernat für Allgemeine Verwaltung und Ordnung wird im Rahmen des Haushaltsplanaufstel- lungsprozesses 2023 ff. innerhalb des dann zugewiesenen Budgets die erforderlichen Mittel, ggfs. durch Umschichtungen, vorsehen. Auswirkungen auf den Klimaschutz / Förderung der E-Mobilität In Hinblick auf die Erreichung der Klimaneutralität der Stadt Köln werden im Rahmen von Beschaf- fungsmaßnahmen grundsätzlich mögliche alternative Antriebsenergien der Einsatzfahrzeuge geprüft. Mittlerweile wird auf dem Fahrzeugmarkt auch ein erster Fahrzeug-Prototyp eines Notarzt- Einsatzfahrzeuges mit reinem Elektromotor angeboten, dessen Batteriekapazität in der Praxis eine Reichweite zwischen 150 bis 200 km aufweisen soll. Es ist beabsichtigt, im Rahmen der Beschaf- fungsmaßnahme ein Fahrzeug der insgesamt 17 Notarzteinsatzfahrzeugen mit der neuen Technolo- gie als „Pilot-Fahrzeug“ zu beschaffen und den Einsatz im städtischen Großstadtverkehr über die festgelegte Nutzungsdauer von sechs Jahren kontinuierlich zu erproben. Hieraus sollen in Zusammenarbeit mit dem Institut für Schutz und Rettung der Feuerwehr Köln wis- senschaftliche Erkenntnisse gewonnen werden, ob die Elektromobilität mit den Anforderungen des Sicherstellungsauftrages der Feuerwehr Köln vereinbar ist. Die Kosten für die Umstellung eines Notarzt-Einsatzfahrzeuges auf einen Elektroantrieb erhöhen die Beschaffungskosten voraussichtlich um rd. 30.000 €. Die Verwaltung wird prüfen, ob diese Mehrkos- ten anteilig durch die Inanspruchnahme von Förderungen bzw. die Teilnahme an Förderprogrammen kompensiert werden können. Dieses Notarzt-Einsatzfahrzeug wird in Anlage I „Detailaufstellung der geplanten Indienststellung der NEF nach dem Rahmenliefervertrag“ unter der Nr. 17 mit 136.000 € für eine Neubeschaffung und Indienststellung im Januar 2025 aufgeführt. 6 Anlagen I Detailaufstellung der geplanten Indienststellung der NEF nach dem Rahmenliefervertrag II Darstellung der Investitionsauszahlungen und der jährlichen Folgeaufwendungen und -erträge IIIa Fahrzeugzustandsbericht Feuerwehrkran K-27455 IIIb Fahrzeugzustandsbericht Feuerwehrkran K-2770 IVa Fahrzeugzustandsbericht Fahrschulausbildung K-LN-3755 IVb Fahrzeugzustandsbericht Fahrschulausbildung K-LN-3885 Va Fahrzeugzustandsbericht Drehleiter K-FW-183 Vb Fahrzeugzustandsbericht Drehleiter K-FW-185 Vc Fahrzeugzustandsbericht Drehleiter K-FW-189 Vd Fahrzeugzustandsbericht Drehleiter K-FW-196 VI Fahrzeugzustandsbericht Logistik-LKW K-27461 VII Stellungnahme des RPA vom 14.01.2022
  • Anlage IVb Fahrzeugzustandsbericht Fahrschulausbildung K-LN-3885

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    37 08.12.2021 372/11 Anlage IVb Fahrzeugzustandsbericht Fahrschulausbildung K-LN-3885 1 1 Fahrzeugzustandsbericht (FZB) Ersatzbeschaffung K-LN 3885 Fahrzeugtyp (aktuell) Anhänger (Logistik Fahr- schule) Fahrzeugtyp (geplant) Anhänger (Logistik Fahr- schule) Die Inbetriebnahme des FKW K-LN 3885 erfolgte am 09.10.2012. Die mit 20 aufgrund einer Hand- reichung des IM NRW festgelegte Nutzungsdauer beträgt für diese Fahrzeugklasse der Berufsfeu- erwehr Köln je nach Abnutzungsgrad 10 Jahre. Die voraussichtliche Außerbetriebnahme des FWA-Logistik mit dem Kennzeichen K-LN 3885 er- folgt, sofern eine Ersatzbeschaffung im Jahr 2022 begonnen werden kann, nach aktuellen Kennt- nisstand im Jahr 2023. Die tatsächliche Nutzungsdauer beträgt nach geplanter Ersatzbeschaffung ca. 10,65 Jahre, und übersteigt die festgelegte Nutzungsdauer für diese Fahrzeugart von 10 Jahren. Diese Klasse um- fasst derzeit nur 1 Fahrzeug, womit es keinen Mittelwert für die Nutzungsdauer gibt. 2 Fahrzeugzustand Der GW-L Fahrschule wurde in der KFZ-Werkstatt einer technischen Überprüfung unterzogen. Hierbei ist zu beachten, dass sich der ermittelte notwendige Reparaturaufwand (Nutzungsdauer- verlängerung um 2 Jahre) auf eine Nutzung bis 2024 mit anschließender Neubewertung bezieht. An diese schließt sich eine Beschaffungsdauer von rund 1,5 Jahren an, die die Laufzeit dann auf insgesamt ca. 3,5 Jahre erhöht. Die bis zu einer Auslieferung 2023 entstehenden Kosten können Tabelle 1 entnommen werden. Reparaturen würden nur im unvermeidbaren Maß durchgeführt, präventiver Aufwand würde entfallen. Der Stichtag der zugrunde gelegten Fahrzeugdaten ist der 30.11.2021 2.1 Nutzungsdauer und Beschaffungszeit Die Fahrzeuge der Feuerwehr Köln werden mit einem Vorlauf von ca. 1,5 Jahren vor Ablauf der festgelegten Nutzungsdauer zur Ersatzbeschaffung vorgesehen. Sofern wirtschaftliche Gründe nicht entgegenstehen, werden mit entsprechendem Vorlauf die Ersatzbeschaffungen begonnen. bis zur Ersatzbeschaf- fung 2022 bis zur Ersatzbeschaf- fung 2024 Festgeschriebene Nutzungsdauer ge- mäß Abstimmung mit 20 und der Handreichung des IM NRW 8 – 12 Jahre Durchschnittliche tatsächliche Nut- zungsdauer der Fahrzeuge bisher Nicht ermittelbar für diese Sonderklasse (nur 1 Fz im Bestand) Fahrzeugzustandsbericht K-LN 3885 Anlage IVb Fahrzeugzustandsbericht Fahrschulausbildung K-LN-3885 2 Nutzungsdauer des Fahrzeuges K-LN 3885 9,15 Jahre Laufzeitverlängerung ohne 2 Jahre Beschaffungszeit insgesamt ca. 1,5 Jahre ca. 1,5 Jahre davon Lieferzeit Min. 12 Monate Min. 12 Monate Voraussichtliche Nutzungsdauer 10,65 Jahre 12,65 Jahre Tabelle 1 Übersicht Nutzungsdauer 2.2 Reservefahrzeuge In der Fahrzeugklasse FWA-L Fahrschule steht bei der Feuerwehr Köln kein Reserveanhänger zur Verfügung. Um einen Fahrzeugausfall ausgleichen zu können müsste ein vergleichbarer Anhänger für die Fahrschulausbildung angemietet werden. Diese hängen jedoch maßgeblich vom zu kom- pensierenden Nutzungszeitraum ab und können nur Ereignisbezogen beziffert werden. 2.3 Fahrleistung Fahrleistung Km Leistung seit Inbetriebnahme 76.576 Durchschnittliche jährliche Leistung 8.371 Voraussichtliche weitere Leistung bis zur Ersatzbeschaffung 12.557 Voraussichtliche Gesamtleistung bei Au- ßerbetriebnahme in 2023 89.133 Voraussichtliche Gesamtleistung bei Au- ßerbetriebnahme ca. 2025 105.874 Tabelle 2 Übersicht Fahrleistung 2.4 Instandsetzungskosten seit Inbetriebnahme Die Fahrzeuge der Feuerwehr Köln werden regelmäßig überprüft und gewartet. Das bedeutet, dass alle notwendigen Inspektionen und alle gesetzlich vorgeschriebenen Wartungsfristen einge- halten werden. Darüber hinaus finden jährliche Begutachtungen und „große“ Inspektionen der Fahrzeuge statt. Bis zum Stichtag wurden für das Fahrzeug 9.211,40 € Reparaturkosten investiert, davon entfallen auf die letzten drei Betrachtungsjahren folgenden Reparaturaufwendungen:  2019 1.391,28 €  2020 1.739,26 €  2021 589,77 € 2.4.1 Kalkulation anfallender Reparaturkosten Die Reparaturkosten in der unten stehenden Tabelle sind für den Fall beziffert, das für das Fahr- zeug eine noch einmal um 2 Jahre verlängerte Nutzungsdauer bis ca. 2024 angenommen wird. Die angenommenen Reparaturkosten sind mit einer gewissen Unschärfe versehen. Einige Repara- turkosten sind aufgrund von Verschleiß an Bauteilen eindeutig zu beziffern, andere Kosten müssen aufgrund von langjährigen Erfahrungswerten angenommen werden. Fahrzeugzustandsbericht K-LN 3885 Anlage IVb Fahrzeugzustandsbericht Fahrschulausbildung K-LN-3885 3 Im Folgenden stehen die angenommenen Reparaturkosten aufgeschlüsselt nach:  A= Unvermeidliche Reparaturkosten bei einer Laufzeitverlängerung um 2 Jahre  B= Optionale Reparaturkosten bei einer Laufzeitverlängerung um 2 Jahre 2.4.2 Erläuterungen zur Tabelle Reparaturkosten Bei der Kostenaufstellung kann es sich nur um eine Schätzung handeln. Zur genauen Feststellung des Instandsetzungsumfangs ist das Fahrzeug einem auf Anhänger spezialisierten Fachbetrieb oder ggfs dem Hersteller vorzuführen. In der Folge müssen ggfs. Fahrwerk- und Aufbau teildemon- tiert werden. Unter Berücksichtigung der für die Demontagearbeiten anfallenden Kosten sind die dabei festge- stellten Mängel unmittelbar zu beheben, da eine spätere Instandsetzung nicht wirtschaftlich ist. Dieser Kostenaufwand rechtfertigt eine solche Vorgehensweise nicht. Zudem ergeben sich hierdurch je nach Umfang zusätzliche Ausfallzeiten von ca. 7 – 14 Arbeitsta- gen für die Demontagearbeiten und Mängelfeststellung. Die Erfahrungen der letzten Jahre bestäti- gen dies. Maßnahmen A) Unvermeidliche Reparaturkosten [€] B) Optionale Repa- raturkosten [€] Luftbälge porös erneuern 1.600 Bremsanlage instand setzen 1.200 Zugschere neu lagern 400 Stoßdämpfer erneuern 1.200 Aufbau entrosten 2.500 Plane Spriegel Klappen instand setzen 2.500 Reifen bald überaltert erneuern 2.000 Drehkranz erneuern 3.000 Luftventile erneuern 1.800 Achsaufnahmen erneuern 2.400 Bremszangen erneuern 2.800 Federspeicher erneuern ( HA) 1.200 Summe 11.400 11.200 Gesamtsumme A) + B) 22.600 Tabelle 3 Geschätzte Reparaturkosten 2.4.3 Unvermeidliche Reparaturkosten A Die unter A aufgeführten Reparaturkosten stellen den Betrag dar, der zwingend aufzuwenden ist, wenn die Ersatzbeschaffung des Fahrzeuges nicht wie geplant im Jahre 2023 abgeschlossen ist. Sie dienen vornehmlich der Erhaltung der Verkehrs- und Betriebssicherheit sowie der Einsatzbe- reitschaft des Fahrzeuges bis zur Indienststellung des Ersatzfahrzeuges, dann im Jahre 2023. 2.4.4 Optionale Reparaturkosten B Die unter B aufgeführten Reparaturkosten stellen die Kosten dar, die mit hoher Wahrscheinlichkeit im Fall einer Nutzungsdauerverlängerung um 2 Jahre aufzuwenden sind. Die Kosten sind ge- schätzt, eine exakte Bezifferung der Instandsetzungsaufwendungen ist nur nach Demontage von z.B. Fahrwerkskomponenten (Bremsen, Komponenten der Druckluftanlage etc.) möglich. Erst Fahrzeugzustandsbericht K-LN 3885 Anlage IVb Fahrzeugzustandsbericht Fahrschulausbildung K-LN-3885 4 durch solche Maßnahmen kann der tatsächliche Umfang durchzuführender Instandsetzungsarbei- ten festgestellt werden. Der hierfür aufzuwendende Kostenaufwand rechtfertigt eine solche Vorge- hensweise nicht. Zudem ergeben sich hierdurch je nach Umfang zusätzliche Ausfallzeiten von ca. 7 – 14 Arbeitstage für die Demontage- und Reparaturarbeiten. 2.5 Ausfallzeiten Alle Fahrzeuge der Feuerwehr Köln werden planmäßig, zur HU für 3 – 5 Werktage in den vorge- schriebenen Prüfintervallen in die Kfz- Werkstatt der Feuerwehr Köln abgerufen. In dieser Zeit er- folgt neben den Untersuchungen eine Inspektion. Zusätzlich zu diesen Ausfallzeiten kommt, sofern eine Nutzungsdauerverlängerung des Fahrzeu- ges in Betracht gezogen wird, eine Ausfallzeit von ca. 15-30 Kalendertagen. Diese schlüsseln sich auf in ca. 15 Tage Ausfallzeit für die unvermeidlichen Reparaturen und ca. 15 Tage zusätzlich für die optionalen Reparaturmaßnahmen. Dieser Zeitrahmen kann gegebenenfalls deutlich überschrit- ten werden, falls durch den Hersteller Bauteile aufgrund einer nicht mehr vorhandenen Ersatzteil- lage in Einzelfertigung hergestellt werden müssen. Eine genaue Kostenkalkulation ist in diesem Fall nicht möglich. Zur Aufrechterhaltung des Ausbildungsbetriebes in der Behördenfahrschule der Feuerwehr Köln muss die Kompensation des Fahrschulzuges insbesondere des Anhängers für einen Zeitraum von ca. 4 Wochen erfolgen. Die aktuell einpreisbaren Mietkosten für diesen Zeitraum sind tagesaktuell zu berücksichtigen und in Tabelle 3 Geschätzte Reparaturkosten nicht inkludiert. 2.6 Wirtschaftlich bedingte Alterung Der Fahrzeugmarkt unterliegt seit je her dem technischen Wandel und der Weiterentwicklung. Ne- ben Verbesserungen in der Motoren- und Abgastechnik ändern sicherheitsrelevante Aspekte die Anforderungen an Fahrzeuge. Dies spiegelt sich in der Einführung automatischen Bremsassisten- ten und anderen Sicherheitseinrichtungen wieder. Neben der technischen Alterung tritt mit zunehmender Laufzeit auch eine wirtschaftliche Alterung in den Vordergrund. Die Ersatzteilversorgung unterliegt u.a. den wirtschaftlichen Interessen der Fahrzeug- und Aufbauhersteller. Im Bereich der Fahrzeughersteller wird die Ersatzteilversorgung für rund 20 Jahre geplant. Eine Verpflichtung dazu existiert nicht. Für Fahrzeugmodelle die älter als 20 Jahre sind, nimmt die Ersatzteilversorgung stetig ab und kann dazu führen, dass ein Fahr- zeug kurzfristig irreparabel ausfällt. Die Feuerwehr Köln führt in der Nutzungszeit regelmäßige Instandsetzungsmaßnahmen durch. Diese dienen dazu eine hohe Verfügbarkeit der Fahrzeuge im Einsatzdienst zu gewährleisten. Je- doch kann durch diese Maßnahmen ein kurzfristiger Fahrzeugtotalausfall wegen der wirtschaftlich bedingten Alterung nicht aufgefangen werden. 3 Berechnung des Kapitaldienst und Restwert des Fahrzeuges 3.1 Kapitaldienstberechnung Zur betriebswirtschaftlichen Betrachtung von Investitionen wird der Kapitaldienst den Investitions- kosten entgegengesetzt. Als Kapitaldienst wird die finanzielle Gesamtbelastung bezeichnet. Der hier angenommene Kapitaldienst berücksichtigt ausschließlich die Tilgung plus kalkulatorischer Zinsen. Die tatsächliche Laufzeit des hier betrachteten Anhängers beträgt bei Aussonderung rund 10,65 Jahre. Gemäß der Nutzungsdauer des FWA ergibt sich entsprechend den von 20 zur Verfügung Fahrzeugzustandsbericht K-LN 3885 Anlage IVb Fahrzeugzustandsbericht Fahrschulausbildung K-LN-3885 5 gestellten Diskontierungszinssätzen für 2021 ein Zinssatz von 0,71 % (15 Jahre Laufzeit). Als Ab- schreibungswert wird für die Ersatzbeschaffung des FWA-L Fahrschule im Jahr 2021 wird der In- vestitionsaufwand auf rund 38.000,00 € geschätzt. Kapitaldienstberechnung Fahrzeug: FWA Logistik S2 K-LN 3885 Abschreibungswert 38.000,00 3.568,08 Zinssatz 0,71% Tatsächliche Nutzungsdauer des Fahr- zeugtyps in Jahren 10,65 Durchschnittliche Zinsen/Jahr ist: Durchschnittlich gebundenes Kapital 19.000,00 Durchschnittliche Zinsen 134,90 Kapitaldienst jährlich: 3.702,98 kalkulatorische Zinsen Ge- samt: 1.436,69 Tabelle 4 Kapitaldienstberechnung 3.2 Restwertbestimmung Das Fahrzeug K-LN 3885 wird nach der erfolgten Ersatzbeschaffung außer Dienst genommen und verkauft. Der Restwert wird unmittelbar vor dem Verkauf gutachterlich ermittelt. Der Verkaufserlös dieser Fahrzeugklasse kann aktuell nicht geschätzt werden. Gemäß dem Aussonderungsverfahren nach der Bundeshaushaltsordnung (BHO) sowie den zuge- hörigen Verwaltungsvorschriften zur Ersatzbeschaffung, Aussonderung und Verwertung von Dienstkraft- fahrzeugen und Verwendung der Erlöse, ist die Veräußerung dann wirtschaftlich, wenn ein Mindesterlös in Höhe des Anschaffungspreises, gemindert um den auf die Haltedauer bezogenen Abschrei- bungsbetrag erzielt wird. Bei Fahrzeugen mit Schäden kann der Mindesterlös um den notwendigen Instandsetzungsbetrag unterschritten und das Fahrzeug ohne Reparatur verkauft werden. Bei dieser Annahme wird vorausgesetzt, dass das betreffende Fahrzeug noch einen buchungs- technischen Restwert aufweist. Im vorliegenden Fall des FKW wird dieser oberhalb des in SAP veranlagtem Abschreibungszeitraum von 10 Jahren betrieben und weist einen anlagentechnischen Restwert von 0,00 € auf. 4 Ergebnisbewertung Im Soll/Ist Vergleich sind die von der Feuerwehr Köln vorzuhaltenden Fahrzeuge aufgeführt. Ge- mäß BHKG impliziert die Unterhaltung einer leistungsfähigen Feuerwehr auch die Vorhaltung ein- satzbereiter und einsatzfähiger Fahrzeuge. Dies ist ein wesentlicher technischer Aspekt, um die Aufgabenerfüllung dem Gesetz nach gewährleisten zu können. Das Fahrzeug steht nach Bewertung der Fachdienststelle zur Ersatzbeschaffung an. Der FWA er- reicht eine Nutzungsdauer von ca. 10,65 Jahren, sofern eine Ersatzbeschaffung in 2023 abge- schlossen werden kann. Entsprechend der Kostenschätzung übersteigen die auf eine zweijährige Nutzungsdauerverlängerung bezogenen Reparaturkosten in Höhe von 22.600 € den Kapitaldienst von zwei Jahren in Höhe von 7.405,95 € Sofern die Ersatzbeschaffung 2022 begonnen werden kann, muss ein wesentlicher Reparaturauf- wand nicht getätigt werden. Voraussetzung ist, dass das Altfahrzeug in 2023 ausgemustert werden kann. Die Ersatzbeschaffung stellt für die Fachdienststelle die wirtschaftlichere Lösung da, als eine Nut- zungsdauerverlängerung.
  • Anlage I Detailaufstellung der geplanten Indienststellung der NEF nach dem Rahmenliefervertrag

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    Anlage I: Detailaufstellung der geplanten Indienststellung der NEF nach dem Rahmenliefervertrag Ende der festgelegten Nutzungsdauer Differenz in Monaten (gerundet) 2023 2024 2025 von sechs Jahren 1 NEF K-LN 3823 03.08.2017 106.000 Aug. 23 Sep. 23 1 2 NEF K-LN 3955 01.07.2018 106.000 Jun. 24 Jun. 24 0 3 NEF K-LN 3828 03.08.2017 106.000 Aug. 23 Sep. 23 1 4 NEF K-LN 3829 03.08.2017 106.000 Aug. 23 Sep. 23 1 5 NEF K-LN 3839 03.08.2017 106.000 Aug. 23 Nov. 23 4 6 NEF K-LN 3819 03.08.2017 106.000 Aug. 23 Nov. 23 4 7 NEF K-LN 3864 03.08.2017 106.000 Aug. 23 Nov. 23 4 8 NEF K-LN 3952 01.07.2018 106.000 Jun. 24 Mrz. 24 -4 9 NEF K-LN 3956 01.07.2018 106.000 Jun. 24 Mrz. 24 -4 10 NEF K-LN 3960 01.07.2018 106.000 Jun. 24 Mrz. 24 -4 11 NEF K-LN 3951 01.07.2018 106.000 Jun. 24 Jun. 24 0 12 NEF K-LN 3953 01.07.2018 106.000 Jun. 24 Jun. 24 0 13 NEF K-LN 3954 01.07.2018 106.000 Jun. 24 Sep. 24 3 14 NEF K-LN 3957 01.07.2018 106.000 Jun. 24 Sep. 24 3 15 NEF K-LN 3958 01.07.2018 106.000 Jun. 24 Sep. 24 3 16 NEF K-LN 3961 01.07.2018 106.000 Jun. 24 Jan. 25 7 17 E-NEF (siehe Erläuterungn unter Förderung der E- Mobilität) K-LN 3959 01.07.2018 136.000 Jun. 24 Jan. 25 7 Geplanter Austausch mit Rahmenliefer- vertrag Kassenwirksamkeit im Kalenderjahr Nummer Notarzt- Einsatzfahrzeug NEF Kennzeichen Datum der Erstzulassung Seite 1 von 1
  • Anlage Vc Fahrzeugzustandsbericht Drehleiter K-FW-189

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    37 18.11.2021 372/11 Anlage Vc Fahrzeugzustandsbericht Drehleiter K-FW-189 1 1 Fahrzeugzustandsbericht (FZB) Ersatzbeschaffung K-FW 189 Fahrzeugtyp (aktuell) Drehleiter Fahrzeugtyp (geplant) Drehleiter Die Inbetriebnahme des Fahrzeuges erfolgte am 20.04.2007. Die mit 20 aufgrund einer Handrei- chung des IM NRW festgelegte Nutzungsdauer bei Drehleitern beiträgt für Drehleitern der Berufs- feuerwehr Köln je nach Abnutzungsgrad 15 bis 20 Jahre. Die ermittelte tatsächliche Nutzungs- dauer von Drehleitern der Berufsfeuerwehr Köln beträgt 16,88 Jahre. Die voraussichtliche Außerbetriebnahme der Drehleiter mit dem Kennzeichen K-FW 189 erfolgt, sofern eine Ersatzbeschaffung noch im Jahr 2022 begonnen werden kann, in Verlauf des Jahres 2024, dann mit einem Alter von 16,58 Jahren. 2 Fahrzeugzustand Die DLA (K) wurde in der KFZ-Werkstatt einer technischen Überprüfung unterzogen. Hierbei ist zu beachten, dass sich der ermittelte notwendige Reparaturaufwand (Nutzungsdauerverlängerung um 2 Jahre) auf eine Nutzung bis 2024 mit anschließender Neubewertung bezieht. An diese schließt sich eine Beschaffungsdauer von rund 2,0 Jahren an, die die Laufzeit dann auf insgesamt ca. 4,0 Jahre erhöht. Die bis zu einer Auslieferung 2024 entstehenden Kosten können Tabelle 1 entnom- men werden. Reparaturen würden nur im unvermeidbaren Maß durchgeführt, präventiver Aufwand würde entfallen. Der Stichtag der zugrunde gelegten Fahrzeugdaten ist der 15.11.2021 2.1 Nutzungsdauer und Beschaffungszeit Die Fahrzeuge der Feuerwehr Köln werden mit einem Vorlauf von ca. 2,0 Jahren vor Ablauf der festgelegten Nutzungsdauer zur Ersatzbeschaffung vorgesehen. Hiermit wird der auf durchschnitt- lich auf 2 Jahre gestiegenen realen Lieferzeiten Rechnung getragen. Sofern wirtschaftliche Gründe nicht entgegenstehen, werden mit entsprechendem Vorlauf die Ersatzbeschaffungen begonnen. bis zur Ersatzbeschaf- fung 2022 bis zur Ersatzbeschaf- fung 2024 Festgeschriebene Nutzungsdauer ge- mäß Abstimmung mit 20 und der Handreichung des IM NRW 15 bis 20 Jahre Durchschnittliche tatsächliche Nut- zungsdauer der Fahrzeuge bisher 16,88 Jahre Nutzungsdauer des Fahrzeuges K-FW 189 bis 31.10.2021 14,58 Jahre Laufzeitverlängerung ohne 2 Jahre Fahrzeugzustandsbericht K-FW 189 Anlage Vc Fahrzeugzustandsbericht Drehleiter K-FW-189 2 Beschaffungszeit insgesamt ca. 2,0 Jahre ca. 2,0 Jahre davon Lieferzeit Min. 12 Monate Min. 12 Monate Voraussichtliche Nutzungsdauer 16,58 Jahre 18,58 Jahre Tabelle 1 Übersicht Nutzungsdauer 2.2 Reservefahrzeuge Die Feuerwehr Köln verfügt über 2 Reserve-DLA (K). Eine dieser beiden Reserve-Drehleitern ist neben dem Einsatz als Reservefahrzeug auch im täglichen Einsatz in der Feuerwehrschule. Die- ses Fahrzeug findet regelmäßig in den Grundausbildungen, in den brandschutztechnischen Fortbil- dungen sowie in der Drehleiterausbildung Verwendung. Geübt wird die Menschenrettung über die Drehleiter, die Rettung von Patienten mittels Krankentrage über Drehleiter, der Löschangriff über die Drehleiter vom Korb und vom Leiterpark aus sowie die Vornahme der Drehleiter bei techni- scher Hilfeleistung. 2.3 Fahrleistung Fahrleistung Km Betriebsstunden Leistung seit Inbetriebnahme 82.042 2.287 Durchschnittliche jährliche Leistung 5.626 157 Voraussichtliche weitere Leistung bis zur Ersatzbeschaffung 11.252 235 Voraussichtliche Gesamtleistung bei Au- ßerbetriebnahme in 2024 93.294 2.522 Voraussichtliche Gesamtleistung bei Au- ßerbetriebnahme ca. 2026 104.545 2.836 Tabelle 2 Übersicht Fahrleistung und Betriebsstunden In Anlehnung an DIN EN 1846-2 kann 1 Betriebsstunde des fahrgestellseitigen Nebenabtriebs (Pumpe, Stromerzeuger, etc.) einer Fahrstrecke von 75 km gleichgesetzt werden. Nach Umrech- nung der oben aufgeführten Betriebsstunden ergibt sich somit folgende Gesamtkilometerleistung des Fahrzeuges:  Bis zur Ersatzbeschaffung in 2024 rund 282.461 km und  Bis zur Ersatzbeschaffung in 2026 rund 387.006 km 2.4 Instandsetzungskosten seit Inbetriebnahme Die Fahrzeuge der Feuerwehr Köln werden regelmäßig überprüft und gewartet. Das bedeutet, dass alle notwendigen Inspektionen und alle gesetzlich vorgeschriebenen Wartungsfristen einge- halten werden. Darüber hinaus finden jährliche Begutachtungen und „große“ Inspektionen der Fahrzeuge statt. Bis zum Stichtag wurden für das Fahrzeug 124.579,78 € Reparaturkosten inves- tiert, davon entfallen auf die letzten drei Betrachtungsjahren folgenden Reparaturaufwendungen:  2019 14.828,06 €  2020 28.636,32 €  2021 9.2814,01 € Fahrzeugzustandsbericht K-FW 189 Anlage Vc Fahrzeugzustandsbericht Drehleiter K-FW-189 3 2.4.1 Kalkulation anfallender Reparaturkosten Die Reparaturkosten in der unten stehenden Tabelle sind für den Fall beziffert, das für das Fahr- zeug eine noch einmal um 2 Jahre verlängerte Nutzungsdauer bis ca. 2024 angenommen wird. Die angenommenen Reparaturkosten sind mit einer Unschärfe versehen. Einige Reparaturkosten sind aufgrund von Verschleiß an Bauteilen eindeutig zu beziffern, andere Kosten müssen aufgrund von langjährigen Erfahrungswerten angenommen werden. Im Folgenden stehen die angenommenen Reparaturkosten aufgeschlüsselt nach:  A= Unvermeidliche Reparaturkosten bei einer Laufzeitverlängerung um 2 Jahre  B= Optionale Reparaturkosten bei einer Laufzeitverlängerung um 2 Jahre 2.4.2 Erläuterungen zur Tabelle Reparaturkosten Bei der Kostenaufstellung kann es sich nur um eine Schätzung handeln. Zur genauen Feststellung des Instandsetzungsumfangs ist das Fahrzeug dem Hersteller vorzuführen. Beim Fahrgestell müsste eine detaillierte Inspektion (Demontage von Fahrwerkskomponenten wie Motor und Getriebe) vorgenommen werden. Der Aufbau wäre in weiten Teilen zu demontieren, zu- mindest Teildemontagen von Bauteilen (Verkleidungen, Anbauteile etc.) wären notwendig. Gege- benenfalls ist der Aufbau vom Fahrgestell abzunehmen. Unter Berücksichtigung der für die Demontagearbeiten anfallenden Kosten sind die dabei festge- stellten Mängel unmittelbar zu beheben, da eine spätere Instandsetzung nicht wirtschaftlich ist. Dieser Kostenaufwand rechtfertigt eine solche Vorgehensweise nicht. Zudem ergeben sich hierdurch je nach Umfang zusätzliche Ausfallzeiten von ca. 7 – 14 Arbeitsta- gen für die Demontagearbeiten und Mängelfeststellung. Die Erfahrungen der letzten Jahre bestäti- gen dies. Maßnahmen A) Unvermeidliche Reparaturkosten [€] B) Optionale Repa- raturkosten [€] Rahmenteile entrosten und lackieren 2500 Bodenbelag Fahrerhaus ern. 1.200 Nebelscheinwerfer erneuern 250 Monitorhalterung Podium inst. 650 Korb Bodenblech ern. 600 Korb Rückwand entrosten/ lackieren 1.000 Warnbeklebung Korb erneuern. 300 Überarbeitung Gerätefächer und Rolladen 2.000 Revision Leiterpark / Abstützung durchführen 15.000 Fahrersitz erneuern 600 Blattfedern Hinterachse erneuern 3.000 Luftkompressor ern. 800 Stabilisatorlagerung VA 300 Stabilisatorlagerung HA mit Stabilisatorstange 1.500 Gelenkwelle erneuern 1.750 Rutmatikanlage überarbeiten 500 Türfangband links/rechts erneuern 400 Türgummi links / rechts ern 500 Fensterheber rechts ern. 350 Kotflügel vorne rechts angerissen erneuern 800 Korbzylinder 7.000 Fahrzeugzustandsbericht K-FW 189 Anlage Vc Fahrzeugzustandsbericht Drehleiter K-FW-189 4 AT Motor 18.000 AT Getriebe 15.000 Hinterachsdifferential überholen 2.500 Einspritzanlage 3.500 Turbolader 2.500 Ladeluftkühler 1.200 Lenkung 2.500 Achsschenkel VA erneuern 3.000 Stoßdämpfer VA/ HA 1.000 Luftbremsanlage inst. Setzen 1.250 Hydraulikpumpe ern 3.500 Nebenantriebswelle überarbeiten 1.000 Summe 34.000 61.950 Gesamtsumme A) + B) 95.950 Tabelle 3 Aufstellung der Reparaturkosten 2.4.3 Unvermeidliche Reparaturkosten A Die unter A aufgeführten Reparaturkosten stellen den Betrag dar, der zwingend aufzuwenden ist, wenn die Ersatzbeschaffung des Fahrzeuges nicht wie geplant im Jahre 2022 abgeschlossen ist. Sie dienen vornehmlich der Erhaltung der Verkehrs- und Betriebssicherheit sowie der Einsatzbe- reitschaft des Fahrzeuges bis zur Indienststellung des Ersatzfahrzeuges, dann im Jahre 2024. 2.4.4 Optionale Reparaturkosten B Die unter B aufgeführten Reparaturkosten stellen die Kosten dar, die mit hoher Wahrscheinlichkeit im Fall einer Nutzungsdauerverlängerung um 2 Jahre aufzuwenden sind. Die Kosten sind ge- schätzt, eine exakte Bezifferung der Instandsetzungsaufwendungen ist nur nach Demontage von z.B. Fahrwerkskomponenten (Motor, Getriebe etc) sowie Aufbaukomponenten (Verkleidungen, An- bauteile etc.) möglich. Erst durch solche Maßnahmen kann der tatsächliche Umfang durchzufüh- render Instandsetzungsarbeiten festgestellt werden. Der hierfür aufzuwendende Kostenaufwand rechtfertigt eine solche Vorgehensweise nicht. Zudem ergeben sich hierdurch je nach Umfang zu- sätzliche Ausfallzeiten von ca. 7 – 14 Arbeitstage für die Demontagearbeiten. Des Weiteren wären bei der Demontage des Fahrzeugmotors festgestellte Schäden auch gleich zu beheben, da eine spätere Instandsetzung nicht wirtschaftlich ist. 2.5 Ausfallzeiten Alle Fahrzeuge der Feuerwehr Köln werden planmäßig, zur HU für 3 – 5 Werktage in den vorge- schriebenen Prüfintervallen in die Kfz- Werkstatt der Feuerwehr Köln abgerufen. In dieser Zeit er- folgt neben den Untersuchungen eine Inspektion. Zusätzlich zu diesen Ausfallzeiten kommt, sofern eine Nutzungsdauerverlängerung des Fahrzeu- ges in Betracht gezogen wird, eine Ausfallzeit von ca. 15-30 Kalendertagen. Diese schlüsseln sich auf in ca. 15 Tage Ausfallzeit für die unvermeidlichen Reparaturen und ca. 15 Tage zusätzlich für die optionalen Reparaturmaßnahmen. Dieser Zeitrahmen kann gegebenenfalls deutlich überschrit- ten werden, falls durch den Hersteller Bauteile aufgrund einer nicht mehr vorhandenen Ersatzteil- lage in Einzelfertigung hergestellt werden müssen. Eine genaue Kostenkalkulation ist in diesem Fall nicht möglich. Fahrzeugzustandsbericht K-FW 189 Anlage Vc Fahrzeugzustandsbericht Drehleiter K-FW-189 5 2.6 Wirtschaftlich bedingte Alterung Der Fahrzeugmarkt unterliegt seit je her dem technischen Wandel und der Weiterentwicklung. Ne- ben Verbesserungen in der Motoren- und Abgastechnik ändern sicherheitsrelevante Aspekte die Anforderungen an Fahrzeuge. Dies spiegelt sich in der Einführung automatischen Bremsassisten- ten und anderen Sicherheitseinrichtungen wieder. Neben der technischen Alterung tritt mit zunehmender Laufzeit auch eine wirtschaftliche Alterung in den Vordergrund. Die Ersatzteilversorgung unterliegt u.a. den wirtschaftlichen Interessen der Fahrzeug- und Aufbauhersteller. Im Bereich der Fahrzeughersteller wird die Ersatzteilversorgung für rund 20 Jahre geplant. Eine Verpflichtung dazu existiert nicht. Für Fahrzeugmodelle die älter als 20 Jahre sind, nimmt die Ersatzteilversorgung stetig ab und kann dazu führen, dass ein Fahr- zeug kurzfristig irreparabel ausfällt. Die Feuerwehr Köln führt in der Nutzungszeit regelmäßige Instandsetzungsmaßnahmen durch. Diese dienen dazu eine hohe Verfügbarkeit der Fahrzeuge im Einsatzdienst zu gewährleisten. Je- doch kann durch diese Maßnahmen ein kurzfristiger Fahrzeugtotalausfall wegen der wirtschaftlich bedingten Alterung nicht aufgefangen werden. 3 Berechnung des Kapitaldienst und Restwert des Fahrzeuges 3.1 Kapitaldienstberechnung Zur betriebswirtschaftlichen Betrachtung von Investitionen wird der Kapitaldienst den Investitions- kosten entgegengesetzt. Als Kapitaldienst wird die finanzielle Gesamtbelastung bezeichnet. Der hier angenommene Kapitaldienst berücksichtigt ausschließlich die Tilgung plus kalkulatorischer Zinsen. Die tatsächliche Laufzeit der hier betrachteten Fahrzeugklasse bewegt sich bei 16,88 Jahren. Ent- sprechend den von 20 zur Verfügung gestellten Diskontierungszinssätzen für 2021 ergibt sich ein Zinssatz von 0,78 % (20 Jahre Laufzeit). Als Abschreibungswert wird für die Ersatzbeschaffung ei- ner DLA (K) im Jahr 2021 der Investitionsaufwand auf rund 615.000,00 € geschätzt. Kapitaldienstberechnung Fahrzeug: DLA (K) K-FW 189 Abschreibungswert 615.000,00 € 36.433,65 € Zinssatz 0,78% Tatsächliche Nutzungsdauer des Fahr- zeugtyps in Jahren 16,88 Durchschnittliche Zinsen/Jahr ist: Durchschnittlich gebundenes Kapital 307.500,00 Durchschnittliche Zinsen 2.398,50 Kapitaldienst jährlich: 38.832,15 € kalkulatorische Zinsen Ge- samt: 40.486,68 € Tabelle 4 Kapitaldienstberechnung 3.2 Restwertbestimmung Das Fahrzeug K-FW 189 wird nach der erfolgten Ersatzbeschaffung außer Dienst genommen und verkauft. Der Restwert wird unmittelbar vor dem Verkauf gutachterlich ermittelt. Gemäß dem Aussonderungsverfahren nach der Bundeshaushaltsordnung (BHO) sowie den zuge- hörigen Verwaltungsvorschriften zur Ersatzbeschaffung, Aussonderung und Verwertung von Dienstkraftfahr- zeugen und Verwendung der Erlöse, ist die Veräußerung dann wirtschaftlich, wenn ein Mindesterlös in Höhe des Anschaffungspreises, gemindert um den auf die Haltedauer bezogenen Abschreibungs- betrag erzielt wird. Bei Fahrzeugen mit Schäden kann der Mindesterlös um den notwendigen In- standsetzungsbetrag unterschritten und das Fahrzeug ohne Reparatur verkauft werden. Fahrzeugzustandsbericht K-FW 189 Anlage Vc Fahrzeugzustandsbericht Drehleiter K-FW-189 6 Bei dieser Annahme wird vorausgesetzt, dass das betreffende Fahrzeug noch einen buchungs- technischen Restwert zum Datum der Ausmusterung aufweist. Im vorliegenden Fall der DLA (K) liegt die tatsächliche Nutzungsdauer bis zu Ausmusterung im SAP veranlagten Abschreibungszeit- raum und weist einen anlagentechnischen Restwert von 0,00 € auf. Der gemittelte Verkaufserlös in der Fahrzeugklasse DLA (K) beträgt ca. 23.300 €, somit ist der Verkauf wirtschaftlicher als der Weiterbetrieb anzusehen. 4 Ergebnisbewertung Im Soll/Ist Vergleich sind die von der Feuerwehr Köln vorzuhaltenden Fahrzeuge aufgeführt. Ge- mäß BHKG impliziert die Unterhaltung einer leistungsfähigen Feuerwehr auch die Vorhaltung ein- satzbereiter und einsatzfähiger Fahrzeuge. Dies ist ein wesentlicher technischer Aspekt, um die Aufgabenerfüllung dem Gesetz nach gewährleisten zu können. Das Fahrzeug steht nach Bewertung der Fachdienststelle zur Ersatzbeschaffung an. Die bisherige durchschnittliche Nutzungsdauer von 16,88 Jahren wird, sofern eine Ersatzbeschaffung im 2. Quartal 2024 abgeschlossen ist, mit 16,58 Jahren unterschritten. Entsprechend der Kostenschät- zung übersteigen die auf eine zweijährige Nutzungsdauerverlängerung bezogenen Reparaturkos- ten in Höhe von 95.950 € den Kapitaldienst von zwei Jahren in Höhe von 77.664,30 €. Sofern die Ersatzbeschaffung 2022 begonnen werden kann, muss ein wesentlicher Reparaturauf- wand nicht getätigt werden. Voraussetzung ist, dass das Altfahrzeug ca. Mitte 2024 ausgemustert werden kann. Die Ersatzbeschaffung stellt für die Fachdienststelle die wirtschaftlichere Lösung da, als eine Nut- zungsdauerverlängerung.
  • Anlage II Darstellung der Investitionsauszahlungen und der jährlichen Folgeaufwendungen und -erträge

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    2022 2023 2024 2025 Summe 2022 2023 2024 2025 2026 ff. Kran 2 2023 900.000 45.000 45.000 45.000 Kran 5 2023 900.000 45.000 45.000 45.000 GW-Log S1 2022 200.000 20.000 20.000 20.000 20.000 FWA-Log S11 2022 38.000 3.800 3.800 3.800 3.800 GW-Log S2 2022 200.000 20.000 20.000 20.000 20.000 FWA-Log S22 2022 38.000 3.800 3.800 3.800 3.800 DLA (K) 2024 627.000 41.800 41.800 DLA (K) 2024 627.000 41.800 41.800 DLA (K) 2024 627.000 41.800 41.800 DLA (K) 2024 627.000 41.800 41.800 LKW Logistik 2022 156.000 15.600 15.600 15.600 15.600 Summe BS 632.000 1.800.000 2.508.000 0 4.940.000 0 63.200 153.200 320.400 320.400 2022 2023 2024 2025 Summe 2022 2023 2024 2025 2026 ff. KTW (Psych) 2022 150.000 25.000 25.000 25.000 25.000 KTW 2022 150.000 25.000 25.000 25.000 25.000 KTW 2023 150.000 25.000 25.000 25.000 KTW 2023 150.000 25.000 25.000 25.000 KTW 2023 150.000 25.000 25.000 25.000 KTW 2023 150.000 25.000 25.000 25.000 KTW Res. 2023 150.000 25.000 25.000 25.000 KTW Res. 2023 150.000 25.000 25.000 25.000 NEF 2023 106.000 17.667 17.667 17.667 NEF 2024 106.000 17.667 17.667 NEF 2023 106.000 17.667 17.667 17.667 NEF 2023 106.000 17.667 17.667 17.667 NEF 2023 106.000 17.667 17.667 17.667 NEF 2023 106.000 17.667 17.667 17.667 NEF 2023 106.000 17.667 17.667 17.667 NEF 2024 106.000 17.667 17.667 NEF 2024 106.000 17.667 17.667 NEF 2024 106.000 17.667 17.667 NEF 2024 106.000 17.667 17.667 NEF 2024 106.000 17.667 17.667 NEF 2024 106.000 17.667 17.667 NEF 2024 106.000 17.667 17.667 NEF 2024 106.000 17.667 17.667 NEF 2025 106.000 17.667 NEF 2025 136.000 22.667 Summe RD 300.000 1.536.000 954.000 242.000 3.032.000 0 50.000 306.000 465.000 505.333 Summe 932.000 3.336.000 3.462.000 242.000 7.972.000 0 113.200 459.200 785.400 825.733 Fahrzeug Beschaffungs- zeitpunkt Jährliche Folgeaufwendungen und -erträge Anlage II - Darstellung der Investitionsauszahlungen und der jährlichen Folgeaufwendungen und -erträge Fahrzeug Beschaffungs- zeitpunkt Jährliche FolgeaufwendungenInvestitionsauszahlungen Investitionsauszahlungen
  • Anlage IVa Fahrzeugzustandsbericht Fahrschulausbildung K-LN 3755

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    37 08.12.2021 372/11 Anlage IVa Fahrzeugzustandsbericht Fahrschulausbildung K-LN-3755 1 1 Fahrzeugzustandsbericht (FZB) Ersatzbeschaffung K-LN 3755 Fahrzeugtyp (aktuell) LKW (Fahrschule) Fahrzeugtyp (geplant) LKW (Fahrschule) Die Inbetriebnahme des LKW K-LN 3755 erfolgte am 20.04.2009. Die mit 20 aufgrund einer Hand- reichung des IM NRW festgelegte Nutzungsdauer beträgt für diese Fahrzeugklasse der Berufsfeu- erwehr Köln 8-12 Jahre. Die voraussichtliche Außerbetriebnahme des LKW mit dem Kennzeichen K-LN 3755 erfolgt, sofern eine Ersatzbeschaffung im Jahr 2022 begonnen werden kann, nach aktuellen Kenntnisstand im Jahr 2023. Die tatsächliche Nutzungsdauer von 12,54 Jahren übersteigt die festgelegte Nutzungsdauer für diese Fahrzeugart von 10 Jahren. Diese Klasse umfasst derzeit nur 1 Fahrzeug, womit es keinen Mittelwert für die Nutzungsdauer gibt. 2 Fahrzeugzustand Der LKW (feuerwehrinterne Bezeichnung GW-L Fahrschule) wurde in der KFZ-Werkstatt einer technischen Überprüfung unterzogen. Hierbei ist zu beachten, dass sich der ermittelte notwendige Reparaturaufwand (Nutzungsdauerverlängerung um 2 Jahre) auf eine Nutzung bis 2024 mit an- schließender Neubewertung bezieht. An diese schließt sich eine Beschaffungsdauer von rund 1,5 Jahren an, die die Laufzeit dann auf insgesamt ca. 3,5 Jahre erhöht. Die bis zu einer Auslieferung 2023 entstehenden Kosten können Tabelle 1 entnommen werden. Reparaturen würden nur im un- vermeidbaren Maß durchgeführt, präventiver Aufwand würde entfallen. Der Stichtag der zugrunde gelegten Fahrzeugdaten ist der 30.11.2021 2.1 Nutzungsdauer und Beschaffungszeit Die Fahrzeuge der Feuerwehr Köln werden mit einem Vorlauf von ca. 1,5 Jahren vor Ablauf der festgelegten Nutzungsdauer zur Ersatzbeschaffung vorgesehen. Sofern wirtschaftliche Gründe nicht entgegenstehen, werden mit entsprechendem Vorlauf die Ersatzbeschaffungen begonnen. bis zur Ersatzbeschaf- fung 2022 bis zur Ersatzbeschaf- fung 2024 Festgeschriebene Nutzungsdauer ge- mäß Abstimmung mit 20 und der Handreichung des IM NRW 8-12 Jahre Durchschnittliche tatsächliche Nut- zungsdauer der Fahrzeuge bisher Nicht ermittelbar für diese Sonderklasse (nur 1 Fz im Bestand) Nutzungsdauer des Fahrzeuges 12,62 Jahre Fahrzeugzustandsbericht K-LN 3755 Anlage IVa Fahrzeugzustandsbericht Fahrschulausbildung K-LN-3755 2 K-LN 3755 Laufzeitverlängerung Ohne 2 Jahre Beschaffungszeit insgesamt ca. 1,5 Jahre ca. 1,5 Jahre davon Lieferzeit Min. 12 Monate Min. 12 Monate Voraussichtliche Nutzungsdauer 14,12 Jahre 16,12 Jahre Tabelle 1 Übersicht Nutzungsdauer 2.2 Reservefahrzeuge In der Fahrzeugklasse LKW steht bei der Feuerwehr Köln für den Einsatzzweck Fahrausbildung kein Reservefahrzeug zur Verfügung. Um einen Fahrzeugausfall ausgleichen zu können müsste ein vergleichbarer LKW mit Fahrschulausrüstung angemietet werden. Aktuell belaufen sich die ent- stehenden Mietkosten auf rund 5.200 € monatlich und sind in der wirtschaftlichen Betrachtung zu berücksichtigen. Diese hängen jedoch maßgeblich vom zu kompensierenden Nutzungszeitraum ab und können nur Ereignisbezogen beziffert werden. 2.3 Fahrleistung Fahrleistung Km Leistung seit Inbetriebnahme 163.824 Durchschnittliche jährliche Leistung 12.980 Voraussichtliche weitere Leistung bis zur Ersatzbeschaffung 19.470 Voraussichtliche Gesamtleistung bei Au- ßerbetriebnahme in 2023 183.294 Voraussichtliche Gesamtleistung bei Au- ßerbetriebnahme ca. 2025 209.252 Tabelle 2 Übersicht Fahrleistung 2.4 Instandsetzungskosten seit Inbetriebnahme Die Fahrzeuge der Feuerwehr Köln werden regelmäßig überprüft und gewartet. Das bedeutet, dass alle notwendigen Inspektionen und alle gesetzlich vorgeschriebenen Wartungsfristen einge- halten werden. Darüber hinaus finden jährliche Begutachtungen und „große“ Inspektionen der Fahrzeuge statt. Bis zum Stichtag wurden für das Fahrzeug 55.694,56 € Reparaturkosten inves- tiert, davon entfallen auf die letzten drei Betrachtungsjahren folgenden Reparaturaufwendungen:  2019 2.357,88 €  2020 4.430,32 €  2021 6.437,90 € 2.4.1 Kalkulation anfallender Reparaturkosten Die Reparaturkosten in der unten stehenden Tabelle sind für den Fall beziffert, das für das Fahr- zeug eine noch einmal um 2 Jahre verlängerte Nutzungsdauer bis ca. 2024 angenommen wird. Die angenommenen Reparaturkosten sind mit einer gewissen Unschärfe versehen. Einige Repara- turkosten sind aufgrund von Verschleiß an Bauteilen eindeutig zu beziffern, andere Kosten müssen aufgrund von langjährigen Erfahrungswerten angenommen werden. Fahrzeugzustandsbericht K-LN 3755 Anlage IVa Fahrzeugzustandsbericht Fahrschulausbildung K-LN-3755 3 Im Folgenden stehen die angenommenen Reparaturkosten aufgeschlüsselt nach:  A= Unvermeidliche Reparaturkosten bei einer Laufzeitverlängerung um 2 Jahre  B= Optionale Reparaturkosten bei einer Laufzeitverlängerung um 2 Jahre 2.4.2 Erläuterungen zur Tabelle Reparaturkosten Bei der Kostenaufstellung kann es sich nur um eine Schätzung handeln. Zur genauen Feststellung des Instandsetzungsumfangs ist das Fahrzeug dem Hersteller vorzuführen. Beim Fahrgestell müsste eine detaillierte Inspektion (Demontage von Fahrwerkskomponenten wie Motor und Getriebe) vorgenommen werden. Der Aufbau wäre in weiten Teilen zu demontieren, zu- mindest Teildemontagen von Bauteilen (Verkleidungen, Anbauteile etc.) wären notwendig. Gege- benenfalls ist der Aufbau vom Fahrgestell abzunehmen. Unter Berücksichtigung der für die Demontagearbeiten anfallenden Kosten sind die dabei festge- stellten Mängel unmittelbar zu beheben, da eine spätere Instandsetzung nicht wirtschaftlich ist. Dieser Kostenaufwand rechtfertigt eine solche Vorgehensweise nicht. Zudem ergeben sich hierdurch je nach Umfang zusätzliche Ausfallzeiten von ca. 7 – 14 Arbeitsta- gen für die Demontagearbeiten und Mängelfeststellung. Die Erfahrungen der letzten Jahre bestäti- gen dies. Maßnahmen A) Unvermeidliche Reparaturkosten [€] B) Optionale Repa- raturkosten [€] Türschloß rechts inst. setzen 250 Lenkrad erneuern 400 Fahrerhausluftfederung inst. setzen 800 Luftbälge HA erneuern 600 Kompressor erneuern 1.800 Ölverlust Motor beseitigen 1.200 Rutmatik inst. setzen 600 Einstieg links erneuern 800 AHK erneuern 1.200 Aufbau Rahmen entrosten lackieren 2.000 Plane Spriegel inst. Setzen 1.200 Warnfahne LBW erneuern 120 Luftanlage überholen 1.500 Auspufftopf erneuern 1.600 Ladebordwand überholen 2.800 Schub-Spurstange erneuern 1.200 Hinterachslagerung incl.Dreieckslenker 2.500 Stabilagerung vorne hinten erneuern 800 Kardanwelle überholen 1.200 Blattfeder vorne erneuern 2.400 AT Motor 24.000 Einspritzanlage 3.500 Hinterachsdifferential überholen 2.500 Stoßdämpfer VA/ HA 1.000 Turbolader 1.500 Ladeluftkühler 1.200 Lenkung 2.500 Fahrzeugzustandsbericht K-LN 3755 Anlage IVa Fahrzeugzustandsbericht Fahrschulausbildung K-LN-3755 4 Achsschenkel VA erneuern 3.000 Hinweis: Getriebe bereits überholt Miete Kompensationsfahrzeug (4 KW) 5.200 Summe 16.170 53.200 Gesamtsumme A) + B) 69.370 Tabelle 3 Geschätzte Reparaturkosten 2.4.3 Unvermeidliche Reparaturkosten A Die unter A aufgeführten Reparaturkosten stellen den Betrag dar, der zwingend aufzuwenden ist, wenn die Ersatzbeschaffung des Fahrzeuges nicht wie geplant im Jahre 2023 abgeschlossen ist. Sie dienen vornehmlich der Erhaltung der Verkehrs- und Betriebssicherheit sowie der Einsatzbe- reitschaft des Fahrzeuges bis zur Indienststellung des Ersatzfahrzeuges, dann im Jahre 2023. 2.4.4 Optionale Reparaturkosten B Die unter B aufgeführten Reparaturkosten stellen die Kosten dar, die mit hoher Wahrscheinlichkeit im Fall einer Nutzungsdauerverlängerung um 2 Jahre aufzuwenden sind. Die Kosten sind ge- schätzt, eine exakte Bezifferung der Instandsetzungsaufwendungen ist nur nach Demontage von z.B. Fahrwerkskomponenten (Motor, Getriebe etc) sowie Aufbaukomponenten (Verkleidungen, An- bauteile etc.) möglich. Erst durch solche Maßnahmen kann der tatsächliche Umfang durchzufüh- render Instandsetzungsarbeiten festgestellt werden. Der hierfür aufzuwendende Kostenaufwand rechtfertigt eine solche Vorgehensweise nicht. Zudem ergeben sich hierdurch je nach Umfang zu- sätzliche Ausfallzeiten von ca. 7 – 14 Arbeitstage für die Demontagearbeiten. Des Weiteren wären bei der Demontage des Fahrzeugmotors festgestellte Schäden auch gleich zu beheben, da eine spätere Instandsetzung nicht wirtschaftlich ist. 2.5 Ausfallzeiten Alle Fahrzeuge der Feuerwehr Köln werden planmäßig, zur HU für 3 – 5 Werktage in den vorge- schriebenen Prüfintervallen in die Kfz- Werkstatt der Feuerwehr Köln abgerufen. In dieser Zeit er- folgt neben den Untersuchungen eine Inspektion. Zusätzlich zu diesen Ausfallzeiten kommt, sofern eine Nutzungsdauerverlängerung des Fahrzeu- ges in Betracht gezogen wird, eine Ausfallzeit von ca. 15-30 Kalendertagen. Diese schlüsseln sich auf in ca. 15 Tage Ausfallzeit für die unvermeidlichen Reparaturen und ca. 15 Tage zusätzlich für die optionalen Reparaturmaßnahmen. Dieser Zeitrahmen kann gegebenenfalls deutlich überschrit- ten werden, falls durch den Hersteller Bauteile aufgrund einer nicht mehr vorhandenen Ersatzteil- lage in Einzelfertigung hergestellt werden müssen. Eine genaue Kostenkalkulation ist in diesem Fall nicht möglich. Zur Aufrechterhaltung des Ausbildungsbetriebes in der Behördenfahrschule der Feuerwehr Köln muss die Kompensation des Fahrschulzuges für einen Zeitraum von ca. 4 Wochen erfolgen. Die aktuell einpreisbaren Mietkosten für diesen Zeitraum sind bereits in Tabelle 3 Geschätzte Repara- turkosten berücksichtigt. 2.6 Wirtschaftlich bedingte Alterung Der Fahrzeugmarkt unterliegt seit je her dem technischen Wandel und der Weiterentwicklung. Ne- ben Verbesserungen in der Motoren- und Abgastechnik ändern sicherheitsrelevante Aspekte die Anforderungen an Fahrzeuge. Dies spiegelt sich in der Einführung automatischen Bremsassisten- ten und anderen Sicherheitseinrichtungen wieder. Fahrzeugzustandsbericht K-LN 3755 Anlage IVa Fahrzeugzustandsbericht Fahrschulausbildung K-LN-3755 5 Neben der technischen Alterung tritt mit zunehmender Laufzeit auch eine wirtschaftliche Alterung in den Vordergrund. Die Ersatzteilversorgung unterliegt u.a. den wirtschaftlichen Interessen der Fahrzeug- und Aufbauhersteller. Im Bereich der Fahrzeughersteller wird die Ersatzteilversorgung für rund 20 Jahre geplant. Eine Verpflichtung dazu existiert nicht. Für Fahrzeugmodelle die älter als 20 Jahre sind, nimmt die Ersatzteilversorgung stetig ab und kann dazu führen, dass ein Fahr- zeug kurzfristig irreparabel ausfällt. Die Feuerwehr Köln führt in der Nutzungszeit regelmäßige Instandsetzungsmaßnahmen durch. Diese dienen dazu eine hohe Verfügbarkeit der Fahrzeuge im Einsatzdienst zu gewährleisten. Je- doch kann durch diese Maßnahmen ein kurzfristiger Fahrzeugtotalausfall wegen der wirtschaftlich bedingten Alterung nicht aufgefangen werden. 3 Berechnung des Kapitaldienst und Restwert des Fahrzeuges 3.1 Kapitaldienstberechnung Zur betriebswirtschaftlichen Betrachtung von Investitionen wird der Kapitaldienst den Investitions- kosten entgegengesetzt. Als Kapitaldienst wird die finanzielle Gesamtbelastung bezeichnet. Der hier angenommene Kapitaldienst berücksichtigt ausschließlich die Tilgung plus kalkulatorischer Zinsen. Die tatsächliche Laufzeit des hier betrachteten Fahrzeugs beträgt 12,54 Jahren. Ziel ist die Nut- zungsdauerangleichung an 10 Jahre. Entsprechend den von 20 zur Verfügung gestellten Diskon- tierungszinssätzen für 2021 wird der Zinssatz mit 0,50 % (10 Jahre Laufzeit) angenommen. Als Abschreibungswert wird für die Ersatzbeschaffung des LKW für den Fahrschulbetrieb (nur Zugma- schine) im Jahr 2021 der Investitionsaufwand auf rund 200.000,00 € geschätzt. Kapitaldienstberechnung Fahrzeug: LKW K-LN 3755 Abschreibungswert 200.000,00 20.000,00 Zinssatz 0,50% Tatsächliche Nutzungsdauer des Fahr- zeugtyps in Jahren 10,00 Durchschnittliche Zinsen/Jahr ist: Durchschnittlich gebundenes Kapital 100.000,00 Durchschnittliche Zinsen 500,00 Kapitaldienst jährlich: 20.500,00 kalkulatorische Zinsen Ge- samt: 5.000,00 Tabelle 4 Kapitaldienstberechnung 3.2 Restwertbestimmung Das Fahrzeug K-LN 3755 wird nach der erfolgten Ersatzbeschaffung außer Dienst genommen und verkauft. Der Restwert wird unmittelbar vor dem Verkauf gutachterlich ermittelt. Gemäß dem Aussonderungsverfahren nach der Bundeshaushaltsordnung (BHO) sowie den zuge- hörigen Verwaltungsvorschriften zur Ersatzbeschaffung, Aussonderung und Verwertung von Dienstkraftfahr- zeugen und Verwendung der Erlöse, ist die Veräußerung dann wirtschaftlich, wenn ein Mindesterlös in Höhe des Anschaffungspreises, gemindert um den auf die Haltedauer bezogenen Abschreibungs- betrag erzielt wird. Bei Fahrzeugen mit Schäden kann der Mindesterlös um den notwendigen In- standsetzungsbetrag unterschritten und das Fahrzeug ohne Reparatur verkauft werden. Bei dieser Annahme wird vorausgesetzt, dass das betreffende Fahrzeug noch einen buchungs- technischen Restwert aufweist. Im vorliegenden Fall des LKW wird dieser oberhalb des in SAP veranlagtem Abschreibungszeitraum von 10 Jahren betrieben und weist einen anlagentechnischen Restwert von 0,00 € auf. Fahrzeugzustandsbericht K-LN 3755 Anlage IVa Fahrzeugzustandsbericht Fahrschulausbildung K-LN-3755 6 Die Ermittlung des geschätzten Restwertes des lässt sich mit großen Unsicherheiten auf 12.000 € bis 20.000 € beziffern. Somit ist der Verkauf grundsätzlich wirtschaftlicher als der Weiterbetrieb, da ein höher Verkaufser- lös als 0,00 € zu erzielen ist. 4 Ergebnisbewertung Im Soll/Ist Vergleich sind die von der Feuerwehr Köln vorzuhaltenden Fahrzeuge aufgeführt. Ge- mäß BHKG impliziert die Unterhaltung einer leistungsfähigen Feuerwehr auch die Vorhaltung ein- satzbereiter und einsatzfähiger Fahrzeuge. Dies ist ein wesentlicher technischer Aspekt, um die Aufgabenerfüllung dem Gesetz nach gewährleisten zu können. Das Fahrzeug steht nach Bewertung der Fachdienststelle zur Ersatzbeschaffung an. Sofern eine Ersatzbeschaffung 2023 abgeschlossen werden kann, erreicht das Fahrzeug eine Nutzungsdauer von ca. 14,12 Jahren. Entsprechend der Kostenschätzung übersteigen die auf eine zweijährige Nutzungsdauerverlängerung bezogenen Reparaturkosten in Höhe von 69.370 € den Kapitaldienst von zwei Jahren in Höhe von 41.000,00 €. Sofern die Ersatzbeschaffung 2022 begonnen werden kann, muss ein wesentlicher Reparaturauf- wand nicht getätigt werden. Voraussetzung ist, dass das Altfahrzeug in 2023 ausgemustert werden kann. Die Ersatzbeschaffung stellt für die Fachdienststelle die wirtschaftlichere Lösung da, als eine Nut- zungsdauerverlängerung.
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    37 05.12.2021 372/11 Anlage Vd Fahrzeugzustandsbericht Drehleiter K-FW-19 1 1 Fahrzeugzustandsbericht (FZB) Ersatzbeschaffung K-FW 196 Fahrzeugtyp (aktuell) Drehleiter Fahrzeugtyp (geplant) Dehleiter Die Inbetriebnahme des Fahrzeuges erfolgte am 20.04.2007. Die mit 20 aufgrund einer Handrei- chung des IM NRW festgelegte Nutzungsdauer bei Drehleitern beiträgt für Drehleitern der Berufs- feuerwehr Köln je nach Abnutzungsgrad 15 bis 20 Jahre. Die ermittelte tatsächliche Nutzungs- dauer von Drehleitern der Berufsfeuerwehr Köln beträgt 16,88 Jahre. Die voraussichtliche Außerbetriebnahme der Drehleiter mit dem Kennzeichen K-FW 196 erfolgt, sofern eine Ersatzbeschaffung noch im Jahr 2022 begonnen werden kann, in Verlauf des Jahres 2024, dann mit einem Alter von 16,63 Jahren. 2 Fahrzeugzustand Die DLA (K) wurde in der KFZ-Werkstatt einer technischen Überprüfung unterzogen. Hierbei ist zu beachten, dass sich der ermittelte notwendige Reparaturaufwand (Nutzungsdauerverlängerung um 2 Jahre) auf eine Nutzung bis 2024 mit anschließender Neubewertung bezieht. An diese schließt sich eine Beschaffungsdauer von rund 2,0 Jahren an, welche die Laufzeit dann auf insgesamt ca. 4,0 Jahre erhöht. Die bis zu einer Auslieferung 2024 entstehenden Kosten können Tabelle 1 ent- nommen werden. Reparaturen würden nur im unvermeidbaren Maß durchgeführt, präventiver Auf- wand würde entfallen. Der Stichtag der zugrunde gelegten Fahrzeugdaten ist der 03.12.2021 2.1 Nutzungsdauer und Beschaffungszeit Die Fahrzeuge der Feuerwehr Köln werden mit einem Vorlauf von ca. 2,0 Jahren vor Ablauf der festgelegten Nutzungsdauer zur Ersatzbeschaffung vorgesehen. Hiermit wird der auf durchschnitt- lich auf 2 Jahre gestiegenen realen Lieferzeiten Rechnung getragen. Sofern wirtschaftliche Gründe nicht entgegenstehen, werden mit entsprechendem Vorlauf die Ersatzbeschaffungen begonnen. bis zur Ersatzbeschaf- fung 2022 bis zur Ersatzbeschaf- fung 2024 Festgeschriebene Nutzungsdauer ge- mäß Abstimmung mit 20 und der Handreichung des IM NRW 15 bis 20 Jahre Durchschnittliche tatsächliche Nut- zungsdauer der Fahrzeuge bisher 16,88 Jahre Nutzungsdauer des Fahrzeuges K-FW 189 bis 31.10.2021 14,63 Jahre Laufzeitverlängerung ohne 2 Jahre Fahrzeugzustandsbericht K-FW 196 Anlage Vd Fahrzeugzustandsbericht Drehleiter K-FW-196 2 Beschaffungszeit insgesamt ca. 2,0 Jahre ca. 2,0 Jahre davon Lieferzeit Min. 12 Monate Min. 12 Monate Voraussichtliche Nutzungsdauer 16,63 Jahre 18,63 Jahre Tabelle 1 Übersicht Nutzungsdauer 2.2 Reservefahrzeuge Die Feuerwehr Köln verfügt über 2 Reserve-DLA (K). Eine dieser beiden Reserve-Drehleitern ist neben dem Einsatz als Reservefahrzeug auch im täglichen Einsatz in der Feuerwehrschule. Die- ses Fahrzeug findet regelmäßig in den Grundausbildungen, in den brandschutztechnischen Fortbil- dungen sowie in der Drehleiterausbildung Verwendung. Geübt wird die Menschenrettung über die Drehleiter, die Rettung von Patienten mittels Krankentrage über Drehleiter, der Löschangriff über die Drehleiter vom Korb und vom Leiterpark aus sowie die Vornahme der Drehleiter bei techni- scher Hilfeleistung. 2.3 Fahrleistung Fahrleistung Km Betriebsstunden Leistung seit Inbetriebnahme 64.059 2.136 Durchschnittliche jährliche Leistung 4.378 146 Voraussichtliche weitere Leistung bis zur Ersatzbeschaffung 8.756 219 Voraussichtliche Gesamtleistung bei Au- ßerbetriebnahme in 2024 72.815 2.355 Voraussichtliche Gesamtleistung bei Au- ßerbetriebnahme ca. 2026 81.570 2.647 Tabelle 2 Übersicht Fahrleistung und Betriebsstunden In Anlehnung an DIN EN 1846-2 kann 1 Betriebsstunde des fahrgestellseitigen Nebenabtriebs (Pumpe, Stromerzeuger, etc.) einer Fahrstrecke von 75 km gleichgesetzt werden. Nach Umrech- nung der oben aufgeführten Betriebsstunden ergibt sich somit folgende Gesamtkilometerleistung des Fahrzeuges:  Bis zur Ersatzbeschaffung in 2024 rund 249.437 km und  Bis zur Ersatzbeschaffung in 2026 rund 331.007 km 2.4 Instandsetzungskosten seit Inbetriebnahme Die Fahrzeuge der Feuerwehr Köln werden regelmäßig überprüft und gewartet. Das bedeutet, dass alle notwendigen Inspektionen und alle gesetzlich vorgeschriebenen Wartungsfristen einge- halten werden. Darüber hinaus finden jährliche Begutachtungen und „große“ Inspektionen der Fahrzeuge statt. Bis zum Stichtag wurden in das Fahrzeug 137.991,83 € Reparaturkosten inves- tiert, davon entfallen auf die letzten drei Betrachtungsjahren folgenden Reparaturaufwendungen:  2019 22.357,67 €  2020 24.255,19 €  2021 17.600,76 € Fahrzeugzustandsbericht K-FW 196 Anlage Vd Fahrzeugzustandsbericht Drehleiter K-FW-196 3 2.4.1 Kalkulation anfallender Reparaturkosten Die Reparaturkosten in der unten stehenden Tabelle sind für den Fall beziffert, das für das Fahr- zeug eine noch einmal um 2 Jahre verlängerte Nutzungsdauer bis ca. 2024 angenommen wird. Die angenommenen Reparaturkosten sind mit einer Unschärfe versehen. Einige Reparaturkosten sind aufgrund von Verschleiß an Bauteilen eindeutig zu beziffern, andere Kosten müssen aufgrund von langjährigen Erfahrungswerten angenommen werden. Im Folgenden stehen die angenommenen Reparaturkosten aufgeschlüsselt nach:  A= Unvermeidliche Reparaturkosten bei einer Laufzeitverlängerung um 2 Jahre  B= Optionale Reparaturkosten bei einer Laufzeitverlängerung um 2 Jahre 2.4.2 Erläuterungen zur Tabelle Reparaturkosten Bei der Kostenaufstellung kann es sich nur um eine Schätzung handeln. Zur genauen Feststellung des Instandsetzungsumfangs ist das Fahrzeug dem Hersteller vorzuführen. Beim Fahrgestell müsste eine detaillierte Inspektion (Demontage von Fahrwerkskomponenten wie Motor und Getriebe) vorgenommen werden. Der Aufbau wäre in weiten Teilen zu demontieren, zu- mindest Teildemontagen von Bauteilen (Verkleidungen, Anbauteile etc.) wären notwendig. Gege- benenfalls ist der Aufbau vom Fahrgestell abzunehmen. Unter Berücksichtigung der für die Demontagearbeiten anfallenden Kosten sind die dabei festge- stellten Mängel unmittelbar zu beheben, da eine spätere Instandsetzung nicht wirtschaftlich ist. Dieser Kostenaufwand rechtfertigt eine solche Vorgehensweise nicht. Zudem ergeben sich hierdurch je nach Umfang zusätzliche Ausfallzeiten von ca. 7 – 14 Arbeitsta- gen für die Demontagearbeiten und Mängelfeststellung. Die Erfahrungen der letzten Jahre bestäti- gen dies. Maßnahmen A) Unvermeidliche Reparaturkosten [€] B) Optionale Repa- raturkosten [€] Rahmenteile entrosten und lackieren 2500 Bodenbelag Fahrerhaus ern. haupts. rechts 1.200 Nebelscheinwerfer erneuern 250 Monitorhalterung Podium inst. 650 Korb Bodenblech erneuern 600 Korb Rückwand entrosten/ lackieren 1.000 Warnbeklebung Korb erneuern 300 Überarbeitung Gerätefächer und Rolladen 2.000 Revision Leiterpark / Abstützung durchführen 15.000 Sitzbank Polster gebrochen- erneuern 1.200 Blattfedern Hinterachse Lagerung erneuern 2.500 Luftkompressor erneuern 800 Stabilisatorlagerung VA 300 Stabilisatorlagerung HA mit Stabilisatorstange 1.500 Gelenkwelle erneuern 1.750 Rutmatikanlage überarbeiten 500 Türfangband links/rechts erneuern 400 Türgummi links / rechts erneuern 500 Spiegelverstellung rechts inst. Setzen 400 Fahrzeugzustandsbericht K-FW 196 Anlage Vd Fahrzeugzustandsbericht Drehleiter K-FW-196 4 Lenkrad erneuern 500 Fahrerhausverriegelung inst. 600 Auspuffendrohr erneuern 1.200 Kotflügel links rechts gerissen - ern / lackieren 2.400 Fensterheber links rechts schwergängig - ern. 800 Einspritzanlage 3.500 Turbolader 2.500 Ladeluftkühler 1.200 Lenkung 2.500 Achsschenkel VA erneuern 3.000 Stoßdämpfer VA/ HA 1.000 Luftbremsanlage inst. setzen 1.250 Hydraulikpumpe erneuern 3.500 Nebenantriebswelle überarbeiten 1.000 Korbzylinder 7.000 Kraftstofftank erneuern 2.500 Auspufftopf mit Endrohr erneuern 2.500 AT Motor 18.000 AT Getriebe 15.000 Hinterachsdifferential überholen 2.500 Summe 38.850 66.950 Gesamtsumme A) + B) 105.800 Tabelle 3 Aufstellung der Reparaturkosten 2.4.3 Unvermeidliche Reparaturkosten A Die unter A aufgeführten Reparaturkosten stellen den Betrag dar, der zwingend aufzuwenden ist, wenn die Ersatzbeschaffung des Fahrzeuges nicht wie geplant im Jahre 2022 abgeschlossen ist. Sie dienen vornehmlich der Erhaltung der Verkehrs- und Betriebssicherheit sowie der Einsatzbe- reitschaft des Fahrzeuges bis zur Indienststellung des Ersatzfahrzeuges, dann im Jahre 2024. 2.4.4 Optionale Reparaturkosten B Die unter B aufgeführten Reparaturkosten stellen die Kosten dar, die mit hoher Wahrscheinlichkeit im Fall einer Nutzungsdauerverlängerung um 2 Jahre aufzuwenden sind. Die Kosten sind ge- schätzt, eine exakte Bezifferung der Instandsetzungsaufwendungen ist nur nach Demontage von z.B. Fahrwerkskomponenten (Motor, Getriebe etc) sowie Aufbaukomponenten (Verkleidungen, An- bauteile etc.) möglich. Erst durch solche Maßnahmen kann der tatsächliche Umfang durchzufüh- render Instandsetzungsarbeiten festgestellt werden. Der hierfür aufzuwendende Kostenaufwand rechtfertigt eine solche Vorgehensweise nicht. Zudem ergeben sich hierdurch je nach Umfang zu- sätzliche Ausfallzeiten von ca. 7 – 14 Arbeitstage für die Demontagearbeiten. Des Weiteren wären bei der Demontage des Fahrzeugmotors festgestellte Schäden auch gleich zu beheben, da eine spätere Instandsetzung nicht wirtschaftlich ist. 2.5 Ausfallzeiten Alle Fahrzeuge der Feuerwehr Köln werden planmäßig, zur HU für 3 – 5 Werktage in den vorge- schriebenen Prüfintervallen in die Kfz- Werkstatt der Feuerwehr Köln abgerufen. In dieser Zeit er- folgt neben den Untersuchungen eine Inspektion. Fahrzeugzustandsbericht K-FW 196 Anlage Vd Fahrzeugzustandsbericht Drehleiter K-FW-196 5 Zusätzlich zu diesen Ausfallzeiten kommt, sofern eine Nutzungsdauerverlängerung des Fahrzeu- ges in Betracht gezogen wird, eine Ausfallzeit von ca. 15-30 Kalendertagen. Diese schlüsseln sich auf in ca. 15 Tage Ausfallzeit für die unvermeidlichen Reparaturen und ca. 15 Tage zusätzlich für die optionalen Reparaturmaßnahmen. Dieser Zeitrahmen kann gegebenenfalls deutlich überschrit- ten werden, falls durch den Hersteller Bauteile aufgrund einer nicht mehr vorhandenen Ersatzteil- lage in Einzelfertigung hergestellt werden müssen. Eine genaue Kostenkalkulation ist in diesem Fall nicht möglich. 2.6 Wirtschaftlich bedingte Alterung Der Fahrzeugmarkt unterliegt seit je her dem technischen Wandel und der Weiterentwicklung. Ne- ben Verbesserungen in der Motoren- und Abgastechnik ändern sicherheitsrelevante Aspekte die Anforderungen an Fahrzeuge. Dies spiegelt sich in der Einführung automatischen Bremsassisten- ten und anderen Sicherheitseinrichtungen wieder. Neben der technischen Alterung tritt mit zunehmender Laufzeit auch eine wirtschaftliche Alterung in den Vordergrund. Die Ersatzteilversorgung unterliegt u.a. den wirtschaftlichen Interessen der Fahrzeug- und Aufbauhersteller. Im Bereich der Fahrzeughersteller wird die Ersatzteilversorgung für rund 20 Jahre geplant. Eine Verpflichtung dazu existiert nicht. Für Fahrzeugmodelle die älter als 20 Jahre sind, nimmt die Ersatzteilversorgung stetig ab und kann dazu führen, dass ein Fahr- zeug kurzfristig irreparabel ausfällt. Die Feuerwehr Köln führt in der Nutzungszeit regelmäßige Instandsetzungsmaßnahmen durch. Diese dienen dazu eine hohe Verfügbarkeit der Fahrzeuge im Einsatzdienst zu gewährleisten. Je- doch kann durch diese Maßnahmen ein kurzfristiger Fahrzeugtotalausfall wegen der wirtschaftlich bedingten Alterung nicht aufgefangen werden. 3 Berechnung des Kapitaldienst und Restwert des Fahrzeuges 3.1 Kapitaldienstberechnung Zur betriebswirtschaftlichen Betrachtung von Investitionen wird der Kapitaldienst den Investitions- kosten entgegengesetzt. Als Kapitaldienst wird die finanzielle Gesamtbelastung bezeichnet. Der hier angenommene Kapitaldienst berücksichtigt ausschließlich die Tilgung plus kalkulatorischer Zinsen. Die tatsächliche Laufzeit der hier betrachteten Fahrzeugklasse bewegt sich bei 16,88 Jahren. Ent- sprechend den von 20 zur Verfügung gestellten Diskontierungszinssätzen für 2021 ergibt sich ein Zinssatz von 0,78 % (20 Jahre Laufzeit). Als Abschreibungswert wird für die Ersatzbeschaffung ei- ner DLA (K) im Jahr 2021 der Investitionsaufwand auf rund 615.000,00 € geschätzt. Kapitaldienstberechnung Fahrzeug: DLA (K) K-FW 196 Abschreibungswert 615.000,00 € 36.433,65 € Zinssatz 0,78% Tatsächliche Nutzungsdauer des Fahr- zeugtyps in Jahren 16,88 Durchschnittliche Zinsen/Jahr ist: Durchschnittlich gebundenes Kapital 307.500,00 Durchschnittliche Zinsen 2.398,50 Kapitaldienst jährlich: 38.832,15 € kalkulatorische Zinsen Ge- samt: 40.486,68 € Tabelle 4 Kapitaldienstberechnung Fahrzeugzustandsbericht K-FW 196 Anlage Vd Fahrzeugzustandsbericht Drehleiter K-FW-196 6 3.2 Restwertbestimmung Das Fahrzeug K-FW 196 wird nach der erfolgten Ersatzbeschaffung außer Dienst genommen und verkauft. Der Restwert wird unmittelbar vor dem Verkauf gutachterlich ermittelt. Der Verkaufserlös dieser Fahrzeugklasse kann aktuell nicht geschätzt werden. Gemäß dem Aussonderungsverfahren nach der Bundeshaushaltsordnung (BHO) sowie den zuge- hörigen Verwaltungsvorschriften zur Ersatzbeschaffung, Aussonderung und Verwertung von Dienstkraftfahr- zeugen und Verwendung der Erlöse, ist die Veräußerung dann wirtschaftlich, wenn ein Mindesterlös in Höhe des Anschaffungspreises, gemindert um den auf die Haltedauer bezogenen Abschreibungs- betrag erzielt wird. Bei Fahrzeugen mit Schäden kann der Mindesterlös um den notwendigen In- standsetzungsbetrag unterschritten und das Fahrzeug ohne Reparatur verkauft werden. Bei dieser Annahme wird vorausgesetzt, dass das betreffende Fahrzeug noch einen buchungs- technischen Restwert zum Datum der Ausmusterung aufweist. Im vorliegenden Fall der DLA (K) liegt die tatsächliche Nutzungsdauer bis zu Ausmusterung im SAP veranlagten Abschreibungszeit- raum und weist einen anlagentechnischen Restwert von 0,00 € auf. Somit ist der Verkauf, grund- sätzlich wirtschaftlicher als der Weiterbetrieb, da ein höher Verkaufserlös als 0,00 € zu erzielen ist. 4 Ergebnisbewertung Im Soll/Ist Vergleich sind die von der Feuerwehr Köln vorzuhaltenden Fahrzeuge aufgeführt. Ge- mäß BHKG impliziert die Unterhaltung einer leistungsfähigen Feuerwehr auch die Vorhaltung ein- satzbereiter und einsatzfähiger Fahrzeuge. Dies ist ein wesentlicher technischer Aspekt, um die Aufgabenerfüllung dem Gesetz nach gewährleisten zu können. Das Fahrzeug steht nach Bewertung der Fachdienststelle mit G = 0,56 zur Ersatzbeschaffung an. Die bisherige durchschnittliche Nutzungsdauer von 16,88 Jahren wird, sofern eine Ersatzbeschaf- fung im 2. Quartal 2024 abgeschlossen ist, mit 16,54 Jahren unterschritten. Entsprechend der Kos- tenschätzung übersteigen die auf eine zweijährige Nutzungsdauerverlängerung bezogenen Repa- raturkosten in Höhe von 105.800 € den Kapitaldienst von zwei Jahren in Höhe von 77.664,30 €. Sofern die Ersatzbeschaffung 2022 begonnen werden kann, muss ein wesentlicher Reparaturauf- wand nicht getätigt werden. Voraussetzung ist, dass das Altfahrzeug ca. Mitte 2024 ausgemustert werden kann. Die Ersatzbeschaffung stellt für die Fachdienststelle die wirtschaftlichere Lösung da, als eine Nut- zungsdauerverlängerung.
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    37 07.12.2021 372/11 Anlage Vb Fahrzeugzustandsbericht Drehleiter K-FW-185 1 1 Fahrzeugzustandsbericht (FZB) Ersatzbeschaffung K-FW 185 Fahrzeugtyp (aktuell) Drehleiter Fahrzeugtyp (geplant) Drehleiter Die Inbetriebnahme des Fahrzeuges erfolgte am 20.04.2007. Die mit 20 aufgrund einer Handrei- chung des IM NRW festgelegte Nutzungsdauer bei Drehleitern beiträgt für Drehleitern der Berufs- feuerwehr Köln je nach Abnutzungsgrad 15 bis 20 Jahre. Die ermittelte tatsächliche Nutzungs- dauer von Drehleitern der Berufsfeuerwehr Köln beträgt 16,88 Jahre. Die voraussichtliche Außerbetriebnahme der Drehleiter mit dem Kennzeichen K-FW 185 erfolgt, sofern eine Ersatzbeschaffung noch im Jahr 2022 begonnen werden kann, in Verlauf des Jahres 2024, dann mit einem Alter von 16,58 Jahren. 2 Fahrzeugzustand Die DLA (K) wurde in der KFZ-Werkstatt einer technischen Überprüfung unterzogen. Hierbei ist zu beachten, dass sich der ermittelte notwendige Reparaturaufwand (Nutzungsdauerverlängerung um 2 Jahre) auf eine Nutzung bis 2024 mit anschließender Neubewertung bezieht. An diese schließt sich eine Beschaffungsdauer von rund 2,0 Jahren an, die die Laufzeit dann auf insgesamt ca. 4,0 Jahre erhöht. Die bis zu einer Auslieferung 2024 entstehenden Kosten können Tabelle 1 entnom- men werden. Reparaturen würden nur im unvermeidbaren Maß durchgeführt, präventiver Aufwand würde entfallen. Der Stichtag der zugrunde gelegten Fahrzeugdaten ist der 03.12.2021 2.1 Nutzungsdauer und Beschaffungszeit Die Fahrzeuge der Feuerwehr Köln werden mit einem Vorlauf von ca. 2,0 Jahren vor Ablauf der festgelegten Nutzungsdauer zur Ersatzbeschaffung vorgesehen. Hiermit wird der auf durchschnitt- lich auf 2 Jahre gestiegenen realen Lieferzeiten Rechnung getragen. Sofern wirtschaftliche Gründe nicht entgegenstehen, werden mit entsprechendem Vorlauf die Ersatzbeschaffungen begonnen. bis zur Ersatzbeschaf- fung 2022 bis zur Ersatzbeschaf- fung 2024 Festgeschriebene Nutzungsdauer ge- mäß Abstimmung mit 20 und der Handreichung des IM NRW 15 bis 20 Jahre Durchschnittliche tatsächliche Nut- zungsdauer der Fahrzeuge bisher 16,88 Jahre Nutzungsdauer des Fahrzeuges K-FW 185 14,63 Jahre Laufzeitverlängerung Ohne 2 Jahre Beschaffungszeit insgesamt ca. 2,0 Jahre ca. 2,0 Jahre Fahrzeugzustandsbericht K-FW 185 Anlage Vb Fahrzeugzustandsbericht Drehleiter K-FW-185 2 davon Lieferzeit Min. 12 Monate Min. 12 Monate Voraussichtliche Nutzungsdauer 16,63 Jahre 18,63 Jahre Tabelle 1 Übersicht Nutzungsdauer 2.2 Reservefahrzeuge Die Feuerwehr Köln verfügt über 2 Reserve-DLA (K). Eine dieser beiden Reserve-Drehleitern ist neben dem Einsatz als Reservefahrzeug auch im täglichen Einsatz in der Feuerwehrschule. Die- ses Fahrzeug findet regelmäßig in den Grundausbildungen, in den brandschutztechnischen Fortbil- dungen sowie in der Drehleiterausbildung Verwendung. Geübt wird die Menschenrettung über die Drehleiter, die Rettung von Patienten mittels Krankentrage über Drehleiter, der Löschangriff über die Drehleiter vom Korb und vom Leiterpark aus sowie die Vornahme der Drehleiter bei techni- scher Hilfeleistung. 2.3 Fahrleistung Fahrleistung Km Betriebsstunden Leistung seit Inbetriebnahme 86.721 2.661 Durchschnittliche jährliche Leistung 5.927 182 Voraussichtliche weitere Leistung bis zur Ersatzbeschaffung 11.854 273 Voraussichtliche Gesamtleistung bei Au- ßerbetriebnahme in 2024 98.575 2.934 Voraussichtliche Gesamtleistung bei Au- ßerbetriebnahme ca. 2026 110.427 3.297 Tabelle 2 Übersicht Fahrleistung und Betriebsstunden In Anlehnung an DIN EN 1846-2 kann 1 Betriebsstunde des fahrgestellseitigen Nebenabtriebs (Pumpe, Stromerzeuger, etc.) einer Fahrstrecke von 75 km gleichgesetzt werden. Nach Umrech- nung der oben aufgeführten Betriebsstunden ergibt sich somit folgende Gesamtkilometerleistung des Fahrzeuges:  Bis zur Ersatzbeschaffung in 2024 rund 318.608 km und  Bis zur Ersatzbeschaffung in 2026 rund 429.035 km 2.4 Instandsetzungskosten seit Inbetriebnahme Die Fahrzeuge der Feuerwehr Köln werden regelmäßig überprüft und gewartet. Das bedeutet, dass alle notwendigen Inspektionen und alle gesetzlich vorgeschriebenen Wartungsfristen einge- halten werden. Darüber hinaus finden jährliche Begutachtungen und „große“ Inspektionen der Fahrzeuge statt. Bis zum Stichtag wurden für das Fahrzeug 115.072,84 € Reparaturkosten inves- tiert, davon entfallen auf die letzten drei Betrachtungsjahren folgenden Reparaturaufwendungen:  2019 4.885,81 €  2020 11.176,43 €  2021 18.426,58 € 2.4.1 Kalkulation anfallender Reparaturkosten Die Reparaturkosten in der unten stehenden Tabelle sind für den Fall beziffert, das für das Fahr- zeug eine noch einmal um 2 Jahre verlängerte Nutzungsdauer bis ca. 2024 angenommen wird. Die angenommenen Reparaturkosten sind mit einer Unschärfe versehen. Einige Reparaturkosten Fahrzeugzustandsbericht K-FW 185 Anlage Vb Fahrzeugzustandsbericht Drehleiter K-FW-185 3 sind aufgrund von Verschleiß an Bauteilen eindeutig zu beziffern, andere Kosten müssen aufgrund von langjährigen Erfahrungswerten angenommen werden. Im Folgenden stehen die angenommenen Reparaturkosten aufgeschlüsselt nach:  A= Unvermeidliche Reparaturkosten bei einer Laufzeitverlängerung um 2 Jahre  B= Optionale Reparaturkosten bei einer Laufzeitverlängerung um 2 Jahre 2.4.2 Erläuterungen zur Tabelle Reparaturkosten Bei der Kostenaufstellung kann es sich nur um eine Schätzung handeln. Zur genauen Feststellung des Instandsetzungsumfangs ist das Fahrzeug dem Hersteller vorzuführen. Beim Fahrgestell müsste eine detaillierte Inspektion (Demontage von Fahrwerkskomponenten wie Motor und Getriebe) vorgenommen werden. Der Aufbau wäre in weiten Teilen zu demontieren, zu- mindest Teildemontagen von Bauteilen (Verkleidungen, Anbauteile etc.) wären notwendig. Gege- benenfalls ist der Aufbau vom Fahrgestell abzunehmen. Unter Berücksichtigung der für die Demontagearbeiten anfallenden Kosten sind die dabei festge- stellten Mängel unmittelbar zu beheben, da eine spätere Instandsetzung nicht wirtschaftlich ist. Dieser Kostenaufwand rechtfertigt eine solche Vorgehensweise nicht. Zudem ergeben sich hierdurch je nach Umfang zusätzliche Ausfallzeiten von ca. 7 – 14 Arbeitsta- gen für die Demontagearbeiten und Mängelfeststellung. Die Erfahrungen der letzten Jahre bestäti- gen dies. Maßnahmen A) Unvermeidliche Reparaturkosten [€] B) Optionale Repa- raturkosten [€] Rahmenteile entrosten und lackieren 2.500 Bodenbelag Fahrerhaus erneuern 2.000 Nebelscheinwerfer erneuern 250 Monitorhalterung Podium inst. 650 Korb Bodenblech erneuern 600 Korb Rückwand entrosten/ lackieren 1.000 Warnbeklebung Korb erneuern 300 Überarbeitung Gerätefächer und Rollladen 2.000 Revision Leiterpark / Abstützung durchführen 15.000 Sitzbank Polster gebrochen- erneuern 1.200 Sitzpolster Fahrersitz erneuern 500 Luftkompressor erneuern 800 Stabilisatorlagerung VA 300 Stabilisatorlagerung HA mit Stabilisatorstange 1.500 Gelenkwelle erneuern 1.750 Schleuderkettenanlage überarbeiten 500 Türfangband links/rechts erneuern 400 Türgummi links / rechts erneuern 500 Spiegelverstellung Rampenspiegel rechts inst. 300 Kotflügel links eingerissen – ern. -lackieren 1.200 Fensterheber links inst. 400 Blattfedern Hinterachse Lagerung erneuern 2.500 Öldurchführung undicht 4.000 Auspufftopf mit Endrohr erneuern 2.500 Kraftstofftank erneuern 2.500 Fahrzeugzustandsbericht K-FW 185 Anlage Vb Fahrzeugzustandsbericht Drehleiter K-FW-185 4 Einstieg Fahrerhaus neu lagern 300 Schlauchdurchführung defekt - erneuern 1.400 Heckblitzer o.F. 400 Achsschenkel VA erneuern 3.000 Stoßdämpfer VA/ HA 1.000 Luftbremsanlage inst. Setzen 1.250 Hydraulikpumpe erneuern 3.500 Nebenantriebswelle überarbeiten 1.000 Korbzylinder 7.000 Turbolader 2.500 Ladeluftkühler 1.200 AT Motor 18.000 AT Getriebe 15.000 Hinterachsdifferential überholen 2.500 Einspritzanlage 3.500 Lenkung 2.500 Summe 47.250 61.950 Gesamtsumme A) + B) 109.200 Tabelle 3 Aufstellung der Reparaturkosten 2.4.3 Unvermeidliche Reparaturkosten A Die unter A aufgeführten Reparaturkosten stellen den Betrag dar, der zwingend aufzuwenden ist, wenn die Ersatzbeschaffung des Fahrzeuges nicht wie geplant im Jahre 2024 abgeschlossen ist. Sie dienen vornehmlich der Erhaltung der Verkehrs- und Betriebssicherheit sowie der Einsatzbe- reitschaft des Fahrzeuges bis zur Indienststellung des Ersatzfahrzeuges, dann im Jahre 2024. 2.4.4 Optionale Reparaturkosten B Die unter B aufgeführten Reparaturkosten stellen die Kosten dar, die mit hoher Wahrscheinlichkeit im Fall einer Nutzungsdauerverlängerung um 2 Jahre aufzuwenden sind. Die Kosten sind ge- schätzt, eine exakte Bezifferung der Instandsetzungsaufwendungen ist nur nach Demontage von z.B. Fahrwerkskomponenten (Motor, Getriebe etc) sowie Aufbaukomponenten (Verkleidungen, An- bauteile etc.) möglich. Erst durch solche Maßnahmen kann der tatsächliche Umfang durchzufüh- render Instandsetzungsarbeiten festgestellt werden. Der hierfür aufzuwendende Kostenaufwand rechtfertigt eine solche Vorgehensweise nicht. Zudem ergeben sich hierdurch je nach Umfang zu- sätzliche Ausfallzeiten von ca. 7 – 14 Arbeitstage für die Demontagearbeiten. Des Weiteren wären bei der Demontage des Fahrzeugmotors festgestellte Schäden auch gleich zu beheben, da eine spätere Instandsetzung nicht wirtschaftlich ist. 2.5 Ausfallzeiten Alle Fahrzeuge der Feuerwehr Köln werden planmäßig, zur HU für 3 – 5 Werktage in den vorge- schriebenen Prüfintervallen in die Kfz- Werkstatt der Feuerwehr Köln abgerufen. In dieser Zeit er- folgt neben den Untersuchungen eine Inspektion. Zusätzlich zu diesen Ausfallzeiten kommt, sofern eine Nutzungsdauerverlängerung des Fahrzeu- ges in Betracht gezogen wird, eine Ausfallzeit von ca. 15-30 Kalendertagen. Diese schlüsseln sich auf in ca. 15 Tage Ausfallzeit für die unvermeidlichen Reparaturen und ca. 15 Tage zusätzlich für Fahrzeugzustandsbericht K-FW 185 Anlage Vb Fahrzeugzustandsbericht Drehleiter K-FW-185 5 die optionalen Reparaturmaßnahmen. Dieser Zeitrahmen kann gegebenenfalls deutlich überschrit- ten werden, falls durch den Hersteller Bauteile aufgrund einer nicht mehr vorhandenen Ersatzteil- lage in Einzelfertigung hergestellt werden müssen. Eine genaue Kostenkalkulation ist in diesem Fall nicht möglich. 2.6 Wirtschaftlich bedingte Alterung Der Fahrzeugmarkt unterliegt seit je her dem technischen Wandel und der Weiterentwicklung. Ne- ben Verbesserungen in der Motoren- und Abgastechnik ändern sicherheitsrelevante Aspekte die Anforderungen an Fahrzeuge. Dies spiegelt sich in der Einführung automatischen Bremsassisten- ten und anderen Sicherheitseinrichtungen wieder. Neben der technischen Alterung tritt mit zunehmender Laufzeit auch eine wirtschaftliche Alterung in den Vordergrund. Die Ersatzteilversorgung unterliegt u.a. den wirtschaftlichen Interessen der Fahrzeug- und Aufbauhersteller. Im Bereich der Fahrzeughersteller wird die Ersatzteilversorgung für rund 20 Jahre geplant. Eine Verpflichtung dazu existiert nicht. Für Fahrzeugmodelle die älter als 20 Jahre sind, nimmt die Ersatzteilversorgung stetig ab und kann dazu führen, dass ein Fahr- zeug kurzfristig irreparabel ausfällt. Die Feuerwehr Köln führt in der Nutzungszeit regelmäßige Instandsetzungsmaßnahmen durch. Diese dienen dazu eine hohe Verfügbarkeit der Fahrzeuge im Einsatzdienst zu gewährleisten. Je- doch kann durch diese Maßnahmen ein kurzfristiger Fahrzeugtotalausfall wegen der wirtschaftlich bedingten Alterung nicht aufgefangen werden. 3 Berechnung des Kapitaldienst und Restwert des Fahrzeuges 3.1 Kapitaldienstberechnung Zur betriebswirtschaftlichen Betrachtung von Investitionen wird der Kapitaldienst den Investitions- kosten entgegengesetzt. Als Kapitaldienst wird die finanzielle Gesamtbelastung bezeichnet. Der hier angenommene Kapitaldienst berücksichtigt ausschließlich die Tilgung plus kalkulatorischer Zinsen. Die tatsächliche Laufzeit der hier betrachteten Fahrzeugklasse bewegt sich bei 16,88 Jahren. Ent- sprechend den von 20 zur Verfügung gestellten Diskontierungszinssätzen für 2021 ergibt sich ein Zinssatz von 0,78 % (20 Jahre Laufzeit). Als Abschreibungswert wird für die Ersatzbeschaffung ei- ner DLA (K) im Jahr 2021/2022 der Investitionsaufwand auf rund 615.000,00 € geschätzt. Kapitaldienstberechnung Fahrzeug: DLA (K) K-FW 185 Abschreibungswert 615.000,00 € 36.433,65 € Zinssatz 0,78% Tatsächliche Nutzungsdauer des Fahr- zeugtyps in Jahren 16,88 Durchschnittliche Zinsen/Jahr ist: Durchschnittlich gebundenes Kapital 307.500,00 Durchschnittliche Zinsen 2.398,50 Kapitaldienst jährlich: 38.832,15 € kalkulatorische Zinsen Ge- samt: 40.486,68 € Tabelle 4 Kapitaldienstberechnung Fahrzeugzustandsbericht K-FW 185 Anlage Vb Fahrzeugzustandsbericht Drehleiter K-FW-185 6 3.2 Restwertbestimmung Das Fahrzeug K-FW 185 wird nach der erfolgten Ersatzbeschaffung außer Dienst genommen und verkauft. Der Restwert wird unmittelbar vor dem Verkauf gutachterlich ermittelt. Gemäß dem Aussonderungsverfahren nach der Bundeshaushaltsordnung (BHO) sowie den zuge- hörigen Verwaltungsvorschriften zur Ersatzbeschaffung, Aussonderung und Verwertung von Dienstkraftfahr- zeugen und Verwendung der Erlöse, ist die Veräußerung dann wirtschaftlich, wenn ein Mindesterlös in Höhe des Anschaffungspreises, gemindert um den auf die Haltedauer bezogenen Abschreibungs- betrag erzielt wird. Bei Fahrzeugen mit Schäden kann der Mindesterlös um den notwendigen In- standsetzungsbetrag unterschritten und das Fahrzeug ohne Reparatur verkauft werden. Bei dieser Annahme wird vorausgesetzt, dass das betreffende Fahrzeug noch einen buchungs- technischen Restwert zum Datum der Ausmusterung aufweist. Im vorliegenden Fall der DLA (K) liegt die tatsächliche Nutzungsdauer bis zu Ausmusterung im SAP veranlagten Abschreibungszeit- raum und weist einen anlagentechnischen Restwert von 0,00 € auf. Der gemittelte Verkaufserlös in der Fahrzeugklasse DLA (K) beträgt ca. 23.300 €, somit ist der Verkauf wirtschaftlicher als der Weiterbetrieb anzusehen. 4 Ergebnisbewertung Im Soll/Ist Vergleich sind die von der Feuerwehr Köln vorzuhaltenden Fahrzeuge aufgeführt. Ge- mäß BHKG impliziert die Unterhaltung einer leistungsfähigen Feuerwehr auch die Vorhaltung ein- satzbereiter und einsatzfähiger Fahrzeuge. Dies ist ein wesentlicher technischer Aspekt, um die Aufgabenerfüllung dem Gesetz nach gewährleisten zu können. Fahrzeug steht nach Bewertung der Fachdienststelle zur Ersatzbeschaffung an. Sofern eine Er- satzbeschaffung in 2024 abgeschlossen werden kann, wird die Nutzungsdauer rund 16,63 Jahren betragen. Entsprechend der Kostenschätzung übersteigen die auf eine zweijährige Nutzungsdau- erverlängerung bezogenen Reparaturkosten in Höhe von 109.200 € den Kapitaldienst von zwei Jahren in Höhe von 77.664,30 €. Sofern die Ersatzbeschaffung 2022 begonnen werden kann, muss ein wesentlicher Reparaturauf- wand nicht getätigt werden. Voraussetzung ist, dass das Altfahrzeug in 2024 ausgemustert werden kann. Die Ersatzbeschaffung stellt für die Fachdienststelle die wirtschaftlichere Lösung da, als eine Nut- zungsdauerverlängerung.
  • Anlage VIII, Auszug zu 4363-2021 Finanzausschuss 14-03-2022

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    Geschäftsführung Finanzausschuss Herr Müller (20) Telefon: (0221) 221-24649 Fax : (0221) 221-23902 E-Mail: Michael.Mueller6@stadt-koeln.de Datum: 15.03.2022 Auszug aus dem Beschlussprotokoll der Sitzung des Finanzausschusses vom 14.03.2022 öffentlich 10.9 Bedarfsfeststellung des Beschaffungsprogrammes 2022 für die Fahr- zeuge des Brandschutzes, der Technischen Hilfeleistung und des Ret- tungsdienstes der Feuerwehr Köln 4363/2021 10.9.1 Änderungsantrag der Fraktionen von Bündnis 90/ Die Grünen, CDU und Volt vom 14.03.2022 AN/0596/2022 Beschluss über den Änderungsantrag: Der Beschlusspunkt 1 wird wie folgt ergänzt: "In Anlage II wird das geplante Notarzt-Einsatzfahrzeug mit Elektroantrieb von 2025 auf 2022 vorgezogen. Weiterhin wird bereits in 2022 ein weiteres Notarzt- Einsatzfahrzeug mit Elektroantrieb angeschafft. Bei guter Erprobung dieser Fahrzeu- ge sollen im Beschaffungszeitraum bis 2025 entsprechend weitere Notarzt- Einsatzfahrzeuge mit Elektroantrieb angeschafft werden. Die Gesamtanzahl der ge- planten Notarzt-Einsatzfahrzeuge bleibt unverändert. Die folgenden Absätze zur Finanzierung pro Jahr werden entsprechend angepasst. Die Verwaltung wird beauftragt bei künftigen Vorlagen auch den Bedarf der freiwilli- gen Feuerwehren abzufragen und zu berücksichtigen.“ Abstimmungsergebnis über den Änderungsantrag: Einstimmig zugestimmt Geänderter Beschluss: Der Finanzausschuss empfiehlt dem Rat wie folgt geändert zu beschließen: 1. Der Rat stimmt dem dargestellten Bedarf zur Neu- bzw. Ersatzbeschaffung der aufgelisteten Fahrzeuge gem. Anlage II im Bereich Brandschutz in Höhe von 4.940.000 € brutto und im Bereich Rettungsdienst in Höhe von 3.032.000 € brutto zu In Anlage II wird das geplante Notarzt-Einsatzfahrzeug mit Elektroantrieb von 2025 auf 2022 vorgezogen. Weiterhin wird bereits in 2022 ein weite- res Notarzt-Einsatzfahrzeug mit Elektroantrieb angeschafft. Bei guter Er- probung dieser Fahrzeuge sollen im Beschaffungszeitraum bis 2025 ent- sprechend weitere Notarzt-Einsatzfahrzeuge mit Elektroantrieb ange- schafft werden. Die Gesamtanzahl der geplanten Notarzt- Einsatzfahrzeuge bleibt unverändert. Die folgenden Absätze zur Finanzierung pro Jahr werden entsprechend angepasst. Die Verwaltung wird beauftragt bei künftigen Vorlagen auch den Bedarf der freiwilligen Feuerwehren abzufragen und zu berücksichtigen. 2. Der Rat beschließt im Haushaltsjahr 2022 die Freigabe einer investiven Aus- zahlungsermächtigung in Höhe von 632.000 € brutto sowie die Freigabe von Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von 4.308.000 € brutto zu Lasten der Haushaltsjahre 2023 und 2024 (1.800.000 € in 2023 und 2.508.000 € in 2024) im Teilfinanzplan 0212, Brand- und Bevölkerungsschutz, Rettungsdienst, Teil- planzeile 09, Auszahlungen für den Erwerb von beweglichem Anlagevermö- gen bei Finanzstelle 3701-0212-0-0100, Kraftfahrzeuge Brandschutz. Weiterhin beschließt der Rat im Haushaltsjahr 2022 die Freigabe einer inves- tiven Auszahlungsermächtigung in Höhe von 300.000 € brutto sowie die Frei- gabe von Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von 2.732.000 € brutto zu Lasten der Haushaltsjahre 2023, 2024 und 2025 (1.536.000 € in 2023, 954.000 € in 2024 und 242.000 € in 2025) im Teilfinanzplan 0212, Brand- und Bevölkerungsschutz, Rettungsdienst, Teilplanzeile 09, Auszahlungen für den Erwerb von beweglichem Anlagevermögen bei Finanzstelle 3703-0212-0- 0100, Kraftfahrzeuge Rettungsdienst. Zur Ablösung der vorgenannten Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von insgesamt 7.040.000 € brutto werden im Rahmen des Haushaltsplanaufstel- lungsprozesses 2023 ff. (inkl. Mittelfristplanung) entsprechende Auszahlungs- ermächtigungen bei den Finanzstellen 3701-0212-0-0100, Kraftfahrzeuge Brandschutz und 3703-0212-0-0100, Kraftfahrzeuge Rettungsdienst in den Haushaltsjahren 2023 ff. eingeplant. Abstimmungsergebnis über die geänderte Beschlussvorlage: Einstimmig zugestimmt
  • Anlage Va Fahrzeugzustandsbericht Drehleiter K-FW-183

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    37 08.12.2021 372/11 Anlage Va Fahrzeugzustandsbericht Drehleiter K-FW-183 1 1 Fahrzeugzustandsbericht (FZB) Ersatzbeschaffung K-FW 183 Fahrzeugtyp (aktuell) Drehleiter Fahrzeugtyp (geplant) Drehleiter Die Inbetriebnahme des Fahrzeuges erfolgte am 20.04.2007. Die mit 20 aufgrund einer Handrei- chung des IM NRW festgelegte Nutzungsdauer bei Drehleitern beiträgt für Drehleitern der Berufs- feuerwehr Köln je nach Abnutzungsgrad 15 bis 20 Jahre. Die ermittelte tatsächliche Nutzungs- dauer von Drehleitern der Berufsfeuerwehr Köln beträgt 16,88 Jahre. Die voraussichtliche Außerbetriebnahme der Drehleiter mit dem Kennzeichen K-FW 183 erfolgt, sofern eine Ersatzbeschaffung noch im Jahr 2022 begonnen werden kann, in Verlauf des Jahres 2024, dann mit einem Alter von 16,54 Jahren. 2 Fahrzeugzustand Die DLA (K) wurde in der KFZ-Werkstatt einer technischen Überprüfung unterzogen. Hierbei ist zu beachten, dass sich der ermittelte notwendige Reparaturaufwand (Nutzungsdauerverlängerung um 2 Jahre) auf eine Nutzung bis 2024 mit anschließender Neubewertung bezieht. An diese schließt sich eine Beschaffungsdauer von rund 2,0 Jahren an, die die Laufzeit dann auf insgesamt ca. 4,0 Jahre erhöht. Die bis zu einer Auslieferung 2024 entstehenden Kosten können Tabelle 1 entnom- men werden. Reparaturen würden nur im unvermeidbaren Maß durchgeführt, präventiver Aufwand würde entfallen. Der Stichtag der zugrunde gelegten Fahrzeugdaten ist der 15.11.2021 2.1 Nutzungsdauer und Beschaffungszeit Die Fahrzeuge der Feuerwehr Köln werden mit einem Vorlauf von ca. 2,0 Jahren vor Ablauf der festgelegten Nutzungsdauer zur Ersatzbeschaffung vorgesehen. Hiermit wird der auf durchschnitt- lich auf 2 Jahre gestiegenen realen Lieferzeiten Rechnung getragen. Sofern wirtschaftliche Gründe nicht entgegenstehen, werden mit entsprechendem Vorlauf die Ersatzbeschaffungen begonnen. bis zur Ersatzbeschaf- fung 2022 bis zur Ersatzbeschaf- fung 2024 Festgeschriebene Nutzungsdauer ge- mäß Abstimmung mit 20 und der Handreichung des IM NRW 15 bis 20 Jahre Durchschnittliche tatsächliche Nut- zungsdauer der Fahrzeuge bisher 16,88 Jahre Nutzungsdauer des Fahrzeuges K-FW 183 14,58 Jahre Laufzeitverlängerung ohne 2 Jahre Fahrzeugzustandsbericht K-FW 183 Anlage Va Fahrzeugzustandsbericht Drehleiter K-FW-183 2 Beschaffungszeit insgesamt ca. 2,0 Jahre ca. 2,0 Jahre davon Lieferzeit Min. 12 Monate Min. 12 Monate Voraussichtliche Nutzungsdauer 16,58 Jahre 18,58 Jahre Tabelle 1 Übersicht Nutzungsdauer 2.2 Reservefahrzeuge Die Feuerwehr Köln verfügt über 2 Reserve-DLA (K). Eine dieser beiden Reserve-Drehleitern ist neben dem Einsatz als Reservefahrzeug auch im täglichen Einsatz in der Feuerwehrschule. Die- ses Fahrzeug findet regelmäßig in den Grundausbildungen, in den brandschutztechnischen Fortbil- dungen sowie in der Drehleiterausbildung Verwendung. Geübt wird die Menschenrettung über die Drehleiter, die Rettung von Patienten mittels Krankentrage über Drehleiter, der Löschangriff über die Drehleiter vom Korb und vom Leiterpark aus sowie die Vornahme der Drehleiter bei techni- scher Hilfeleistung. 2.3 Fahrleistung Fahrleistung Km Betriebsstunden Leistung seit Inbetriebnahme 75.814 1.910 Durchschnittliche jährliche Leistung 5.199 131 Voraussichtliche weitere Leistung bis zur Ersatzbeschaffung 10.398 196 Voraussichtliche Gesamtleistung bei Au- ßerbetriebnahme in 2024 86.212 2.106 Voraussichtliche Gesamtleistung bei Au- ßerbetriebnahme ca. 2026 96.608 2.368 Tabelle 2 Übersicht Fahrleistung und Betriebsstunden In Anlehnung an DIN EN 1846-2 kann 1 Betriebsstunde des fahrgestellseitigen Nebenabtriebs (Pumpe, Stromerzeuger, etc.) einer Fahrstrecke von 75 km gleichgesetzt werden. Nach Umrech- nung der oben aufgeführten Betriebsstunden ergibt sich somit folgende Gesamtkilometerleistung des Fahrzeuges:  Bis zur Ersatzbeschaffung in 2024 rund 244.196 km und  Bis zur Ersatzbeschaffung in 2026 rund 340.804 km 2.4 Instandsetzungskosten seit Inbetriebnahme Die Fahrzeuge der Feuerwehr Köln werden regelmäßig überprüft und gewartet. Das bedeutet, dass alle notwendigen Inspektionen und alle gesetzlich vorgeschriebenen Wartungsfristen einge- halten werden. Darüber hinaus finden jährliche Begutachtungen und „große“ Inspektionen der Fahrzeuge statt. Bis zum Stichtag wurden für das Fahrzeug 140.500,76 € Reparaturkosten inves- tiert, davon entfallen auf die letzten drei Betrachtungsjahren folgenden Reparaturaufwendungen:  2019 15.488,24 €  2020 15.764,81 €  2021 27.964,42 € Fahrzeugzustandsbericht K-FW 183 Anlage Va Fahrzeugzustandsbericht Drehleiter K-FW-183 3 2.4.1 Kalkulation anfallender Reparaturkosten Die Reparaturkosten in der unten stehenden Tabelle sind für den Fall beziffert, das für das Fahr- zeug eine noch einmal um 2 Jahre verlängerte Nutzungsdauer bis ca. 2024 angenommen wird. Die angenommenen Reparaturkosten sind mit einer Unschärfe versehen. Einige Reparaturkosten sind aufgrund von Verschleiß an Bauteilen eindeutig zu beziffern, andere Kosten müssen aufgrund von langjährigen Erfahrungswerten angenommen werden. Im Folgenden stehen die angenommenen Reparaturkosten aufgeschlüsselt nach:  A= Unvermeidliche Reparaturkosten bei einer Laufzeitverlängerung um 2 Jahre  B= Optionale Reparaturkosten bei einer Laufzeitverlängerung um 2 Jahre 2.4.2 Erläuterungen zur Tabelle Reparaturkosten Bei der Kostenaufstellung kann es sich nur um eine Schätzung handeln. Zur genauen Feststellung des Instandsetzungsumfangs ist das Fahrzeug dem Hersteller vorzuführen. Beim Fahrgestell müsste eine detaillierte Inspektion (Demontage von Fahrwerkskomponenten wie Motor und Getriebe) vorgenommen werden. Der Aufbau wäre in weiten Teilen zu demontieren, zu- mindest Teildemontagen von Bauteilen (Verkleidungen, Anbauteile etc.) wären notwendig. Gege- benenfalls ist der Aufbau vom Fahrgestell abzunehmen. Unter Berücksichtigung der für die Demontagearbeiten anfallenden Kosten sind die dabei festge- stellten Mängel unmittelbar zu beheben, da eine spätere Instandsetzung nicht wirtschaftlich ist. Dieser Kostenaufwand rechtfertigt eine solche Vorgehensweise nicht. Zudem ergeben sich hierdurch je nach Umfang zusätzliche Ausfallzeiten von ca. 7 – 14 Arbeitsta- gen für die Demontagearbeiten und Mängelfeststellung. Die Erfahrungen der letzten Jahre bestäti- gen dies. Maßnahmen A) Unvermeidliche Reparaturkosten [€] B) Optionale Repa- raturkosten [€] Rahmenteile entrosten und lackieren 2.500 Bodenbelag Fahrerhaus erneuern haupts. rechts 1.200 Nebelscheinwerfer erneuern 250 Monitorhalterung Podium inst. 650 Korb Bodenblech erneuern 600 Korb Rückwand entrosten/ lackieren 1.000 Warnbeklebung Korb erneuern. 300 Überarbeitung Gerätefächer und Rollladen 2.000 Revision Leiterpark / Abstützung durchführen 15.000 Kraftstofftank erneuern / angerostet 2.500 Blattfedern Hinterachse erneuern 3.000 Luftkompressor ern. 800 Stabilisatorlagerung VA 300 Stabilisatorlagerung HA mit Stabilisatorstange 1.500 Gelenkwelle erneuern 1.750 Schleuderkettenanlage überarbeiten 500 Türfangband links/rechts erneuern 400 Türgummi links / rechts erneuern 500 Auspufftopf mit Endrohr erneuern 2.500 Luftkessel erneuern 800 Fahrzeugzustandsbericht K-FW 183 Anlage Va Fahrzeugzustandsbericht Drehleiter K-FW-183 4 Reifen Hinterachse Verschleißkante bald er- reicht 1.400 AT Motor 18.000 AT Getriebe 15.000 Hinterachsdifferential überholen 2.500 Einspritzanlage 3.500 Turbolader 2.500 Ladeluftkühler 1.200 Lenkung 2.500 Achsschenkel VA erneuern 3.000 Stoßdämpfer VA/ HA 1.000 Luftbremsanlage inst. setzen 1.250 Hydraulikpumpe erneuern 3.500 Nebenantriebswelle überarbeiten 1.000 Korbzylinder 7.000 Summe 39.450 61.950 Gesamtsumme A) + B) 101.400 Tabelle 3 Aufstellung der Reparaturkosten 2.4.3 Unvermeidliche Reparaturkosten A Die unter A aufgeführten Reparaturkosten stellen den Betrag dar, der zwingend aufzuwenden ist, wenn die Ersatzbeschaffung des Fahrzeuges nicht wie geplant im Jahre 2024 abgeschlossen ist. Sie dienen vornehmlich der Erhaltung der Verkehrs- und Betriebssicherheit sowie der Einsatzbe- reitschaft des Fahrzeuges bis zur Indienststellung des Ersatzfahrzeuges, dann im Jahre 2024. 2.4.4 Optionale Reparaturkosten B Die unter B aufgeführten Reparaturkosten stellen die Kosten dar, die mit hoher Wahrscheinlichkeit im Fall einer Nutzungsdauerverlängerung um 2 Jahre aufzuwenden sind. Die Kosten sind ge- schätzt, eine exakte Bezifferung der Instandsetzungsaufwendungen ist nur nach Demontage von z.B. Fahrwerkskomponenten (Motor, Getriebe etc) sowie Aufbaukomponenten (Verkleidungen, An- bauteile etc.) möglich. Erst durch solche Maßnahmen kann der tatsächliche Umfang durchzufüh- render Instandsetzungsarbeiten festgestellt werden. Der hierfür aufzuwendende Kostenaufwand rechtfertigt eine solche Vorgehensweise nicht. Zudem ergeben sich hierdurch je nach Umfang zu- sätzliche Ausfallzeiten von ca. 7 – 14 Arbeitstage für die Demontagearbeiten. Des Weiteren wären bei der Demontage des Fahrzeugmotors festgestellte Schäden auch gleich zu beheben, da eine spätere Instandsetzung nicht wirtschaftlich ist. 2.5 Ausfallzeiten Alle Fahrzeuge der Feuerwehr Köln werden planmäßig, zur HU für 3 – 5 Werktage in den vorge- schriebenen Prüfintervallen in die Kfz- Werkstatt der Feuerwehr Köln abgerufen. In dieser Zeit er- folgt neben den Untersuchungen eine Inspektion. Zusätzlich zu diesen Ausfallzeiten kommt, sofern eine Nutzungsdauerverlängerung des Fahrzeu- ges in Betracht gezogen wird, eine Ausfallzeit von ca. 15-30 Kalendertagen. Diese schlüsseln sich auf in ca. 15 Tage Ausfallzeit für die unvermeidlichen Reparaturen und ca. 15 Tage zusätzlich für die optionalen Reparaturmaßnahmen. Dieser Zeitrahmen kann gegebenenfalls deutlich überschrit- Fahrzeugzustandsbericht K-FW 183 Anlage Va Fahrzeugzustandsbericht Drehleiter K-FW-183 5 ten werden, falls durch den Hersteller Bauteile aufgrund einer nicht mehr vorhandenen Ersatzteil- lage in Einzelfertigung hergestellt werden müssen. Eine genaue Kostenkalkulation ist in diesem Fall nicht möglich. 2.6 Wirtschaftlich bedingte Alterung Der Fahrzeugmarkt unterliegt seit je her dem technischen Wandel und der Weiterentwicklung. Ne- ben Verbesserungen in der Motoren- und Abgastechnik ändern sicherheitsrelevante Aspekte die Anforderungen an Fahrzeuge. Dies spiegelt sich in der Einführung automatischen Bremsassisten- ten und anderen Sicherheitseinrichtungen wieder. Neben der technischen Alterung tritt mit zunehmender Laufzeit auch eine wirtschaftliche Alterung in den Vordergrund. Die Ersatzteilversorgung unterliegt u.a. den wirtschaftlichen Interessen der Fahrzeug- und Aufbauhersteller. Im Bereich der Fahrzeughersteller wird die Ersatzteilversorgung für rund 20 Jahre geplant. Eine Verpflichtung dazu existiert nicht. Für Fahrzeugmodelle die älter als 20 Jahre sind, nimmt die Ersatzteilversorgung stetig ab und kann dazu führen, dass ein Fahr- zeug kurzfristig irreparabel ausfällt. Die Feuerwehr Köln führt in der Nutzungszeit regelmäßige Instandsetzungsmaßnahmen durch. Diese dienen dazu eine hohe Verfügbarkeit der Fahrzeuge im Einsatzdienst zu gewährleisten. Je- doch kann durch diese Maßnahmen ein kurzfristiger Fahrzeugtotalausfall wegen der wirtschaftlich bedingten Alterung nicht aufgefangen werden. 3 Berechnung des Kapitaldienst und Restwert des Fahrzeuges 3.1 Kapitaldienstberechnung Zur betriebswirtschaftlichen Betrachtung von Investitionen wird der Kapitaldienst den Investitions- kosten entgegengesetzt. Als Kapitaldienst wird die finanzielle Gesamtbelastung bezeichnet. Der hier angenommene Kapitaldienst berücksichtigt ausschließlich die Tilgung plus kalkulatorischer Zinsen. Die tatsächliche Laufzeit der hier betrachteten Fahrzeugklasse bewegt sich bei 16,88 Jahren. Ent- sprechend den von 20 zur Verfügung gestellten Diskontierungszinssätzen für 2021 ergibt sich ein Zinssatz von 0,78 % (20 Jahre Laufzeit). Als Abschreibungswert wird für die Ersatzbeschaffung ei- ner DLA (K) im Jahr 2021 der Investitionsaufwand auf rund 615.000,00 € geschätzt. Kapitaldienstberechnung Fahrzeug: DLA (K) K-FW 183 Abschreibungswert 615.000,00 € 36.433,65 € Zinssatz 0,78% Tatsächliche Nutzungsdauer des Fahr- zeugtyps in Jahren 16,88 Durchschnittliche Zinsen/Jahr ist: Durchschnittlich gebundenes Kapital 307.500,00 Durchschnittliche Zinsen 2.398,50 Kapitaldienst jährlich: 38.832,15 € kalkulatorische Zinsen Ge- samt: 40.486,68 € Tabelle 4 Kapitaldienstberechnung 3.2 Restwertbestimmung Das Fahrzeug K-FW 183 wird nach der erfolgten Ersatzbeschaffung außer Dienst genommen und verkauft. Der Restwert wird unmittelbar vor dem Verkauf gutachterlich ermittelt. Fahrzeugzustandsbericht K-FW 183 Anlage Va Fahrzeugzustandsbericht Drehleiter K-FW-183 6 Gemäß dem Aussonderungsverfahren nach der Bundeshaushaltsordnung (BHO) sowie den zuge- hörigen Verwaltungsvorschriften zur Ersatzbeschaffung, Aussonderung und Verwertung von Dienstkraftfahr- zeugen und Verwendung der Erlöse, ist die Veräußerung dann wirtschaftlich, wenn ein Mindesterlös in Höhe des Anschaffungspreises, gemindert um den auf die Haltedauer bezogenen Abschreibungs- betrag erzielt wird. Bei Fahrzeugen mit Schäden kann der Mindesterlös um den notwendigen In- standsetzungsbetrag unterschritten und das Fahrzeug ohne Reparatur verkauft werden. Bei dieser Annahme wird vorausgesetzt, dass das betreffende Fahrzeug noch einen buchungs- technischen Restwert zum Datum der Ausmusterung aufweist. Im vorliegenden Fall der DLA (K) liegt die tatsächliche Nutzungsdauer bis zu Ausmusterung im SAP veranlagten Abschreibungszeit- raum und weist einen anlagentechnischen Restwert von 0,00 € auf. Der gemittelte Verkaufserlös in der Fahrzeugklasse DLA (K) beträgt ca. 23.300 €, somit ist der Verkauf wirtschaftlicher als der Weiterbetrieb anzusehen. 4 Ergebnisbewertung Im Soll/Ist Vergleich sind die von der Feuerwehr Köln vorzuhaltenden Fahrzeuge aufgeführt. Ge- mäß BHKG impliziert die Unterhaltung einer leistungsfähigen Feuerwehr auch die Vorhaltung ein- satzbereiter und einsatzfähiger Fahrzeuge. Dies ist ein wesentlicher technischer Aspekt, um die Aufgabenerfüllung dem Gesetz nach gewährleisten zu können. Das Fahrzeug steht nach Bewertung der Fachdienststelle zur Ersatzbeschaffung an. Die bisherige durchschnittliche Nutzungsdauer von 16,88 Jahren wird, sofern eine Ersatzbeschaffung im 2. Quartal 2024 abgeschlossen ist, mit 16,58 Jahren unterschritten. Entsprechend der Kostenschät- zung übersteigen die auf eine zweijährige Nutzungsdauerverlängerung bezogenen Reparaturkos- ten in Höhe von 101.400 € den Kapitaldienst von zwei Jahren in Höhe von 77.664,30 €. Sofern die Ersatzbeschaffung 2022 begonnen werden kann, muss ein wesentlicher Reparaturauf- wand nicht getätigt werden. Voraussetzung ist, dass das Altfahrzeug ca. Mitte 2024 ausgemustert werden kann. Die Ersatzbeschaffung stellt für die Fachdienststelle die wirtschaftlichere Lösung da, als eine Nut- zungsdauerverlängerung.
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    37 29.11.2021 372/11 Anlage IIIa Fahrzeugzustandsbericht Feuerwehrkran K-27455 1 1 Fahrzeugzustandsbericht Ersatzbeschaffung K-27455 Fahrzeugtyp (aktuell) Feuerwehrkran Fahrzeugtyp (geplant) Feuerwehrkran Die Inbetriebnahme des Fahrzeuges erfolgte am 31.07.1999. Die mit 20 aufgrund einer Handrei- chung des IM NRW festgelegte Nutzungsdauer beträgt für FKW der Berufsfeuerwehr Köln je nach Abnutzungsgrad 20 Jahre. Für die beiden FKW ergibt sich eine mittlere Nutzungsdauer von 26,03 Jahre. Die voraussichtliche Außerbetriebnahme des FKW mit dem Kennzeichen K-27455 erfolgt, sofern eine Ersatzbeschaffung im Jahr 2022 begonnen werden kann, im Jahr 2023. Die tatsächliche Nutzungsdauer von 22,28 Jahren unterschreitet die mittlere Nutzungsdauer bei FKW von aktuell 26,03 Jahren und liegt oberhalb der festgelegten Nutzungsdauer von 20 Jahren. 2 Fahrzeugzustand Der FKW wurde durch eine auf Mobilkrane spezialisierte Werkstatt einer technischen Überprüfung unterzogen. Hierbei ist zu beachten, dass sich der ermittelte notwendige Reparaturaufwand (Nut- zungsdauerverlängerung um 2 Jahre) auf eine Nutzung bis 2024 mit anschließender Neubewer- tung bezieht. An diese schließt sich eine Beschaffungsdauer von rund 1,5 Jahren an, welche die Laufzeit dann auf insgesamt ca. 3,5 Jahre erhöht. Die bis zu einer Auslieferung 2023 entstehenden Kosten können Tabelle 1 entnommen werden. Reparaturen würden nur im unvermeidbaren Maß durchgeführt, präventiver Aufwand würde entfallen. Der Stichtag der zugrunde gelegten Fahrzeugdaten ist der 05.11.2021 2.1 Nutzungsdauer und Beschaffungszeit Die Fahrzeuge der Feuerwehr Köln werden mit einem Vorlauf von ca. 1,5 Jahren vor Ablauf der festgelegten Nutzungsdauer zur Ersatzbeschaffung vorgesehen. Sofern wirtschaftliche Gründe nicht entgegenstehen, werden mit entsprechendem Vorlauf die Ersatzbeschaffungen begonnen. bis zur Ersatzbeschaf- fung 2022 bis zur Ersatzbeschaf- fung 2024 Festgeschriebene Nutzungsdauer ge- mäß Abstimmung mit 20 und der Handreichung des IM NRW 20 Jahre Durchschnittliche tatsächliche Nut- zungsdauer der Fahrzeuge bisher 26,03 Jahre Nutzungsdauer des Fahrzeuges K-27455 bis 05.11.2021 22,28 Jahre Fahrzeugzustandsbericht K-27455 Anlage IIIa Fahrzeugzustandsbericht Feuerwehrkran K-27455 2 Laufzeitverlängerung ohne 2 Jahre Beschaffungszeit insgesamt ca. 1,5 Jahre ca. 1,5 Jahre davon Lieferzeit Min. 12 Monate Min. 12 Monate Voraussichtliche Nutzungsdauer 23,78 Jahre 25,78 Jahre Tabelle 1 Nutzungsdauer 2.2 Reservefahrzeuge In der Fahrzeugklasse FKW stehen bei der Feuerwehr Köln keine Reservefahrzeuge zur Verfü- gung. Um einen Fahrzeugausfall zu kompensieren müsste ein vergleichbarer Mobilkran angemie- tet werden. Eine einsatztaktische Kompensation des ausfallenden FKW kann nur durch zivile Kran- fahrzeuge erfolgen, entstehende Mietkosten sind in der wirtschaftlichen Betrachtung zu berück- sichtigen. Mietkosten und Verfügbarkeit müssen tagesaktuell ermittelt werden. Nach Marktrecher- che der Fachabteilung müssen Mietkosten in Höhe von ca. 10.000 €/4Wochen zuzüglich Nebenkosten für Einweisung etc. berücksichtigt werden. 2.3 Fahrleistung Fahrleistung Km Betriebs- stunden Leistung seit Inbetriebnahme 131.423 9.669 Durchschnittliche jährliche Leistung 5.899 434 Voraussichtliche weitere Leistung bis zur Ersatzbeschaffung 8.849 651 Voraussichtliche Gesamtleistung bei Au- ßerbetriebnahme in 2023 140.272 10.320 Voraussichtliche Gesamtleistung bei Au- ßerbetriebnahme ca. 2025 152.066 11.188 Tabelle 2 Fahrleistung und Betriebsstunden In Anlehnung an DIN EN 1846-2 kann 1 Betriebsstunde des fahrgestellseitigen Nebenabtriebs (Hydraulikpumpe Kranoberwagen) einer Fahrstrecke von ca. 75 km gleichgesetzt werden. Nach Umrechnung der oben aufgeführten Betriebsstunden ergibt sich somit folgende Gesamtkilometer- leistung des Fahrzeuges:  Bis zur Ersatzbeschaffung in 2023 rund 914.264 km und  Bis zur Ersatzbeschaffung in 2025 rund 991.149 km 2.4 Instandsetzungskosten seit Inbetriebnahme Die Fahrzeuge der Feuerwehr Köln werden regelmäßig überprüft und gewartet. Das bedeutet, dass alle notwendigen Inspektionen und alle gesetzlich vorgeschriebenen Wartungsfristen einge- halten werden. Darüber hinaus finden jährliche Begutachtungen und „große“ Inspektionen der Fahrzeuge statt. Bis zum Stichtag wurden in das Fahrzeug 560.703,67 € Reparaturkosten inves- tiert, davon entfallen auf die letzten drei Betrachtungsjahren folgenden Reparaturaufwendungen:  2019 66.019,77 €  2020 11.401,76 €  2021 666,76 € Fahrzeugzustandsbericht K-27455 Anlage IIIa Fahrzeugzustandsbericht Feuerwehrkran K-27455 3 2.4.1 Kalkulation anfallender Reparaturkosten Die Reparaturkosten in der unten stehenden Tabelle sind für den Fall beziffert, das für das Fahr- zeug eine noch einmal um 2 Jahre verlängerte Nutzungsdauer bis ca. 2024 angenommen wird. Die angenommenen Reparaturkosten sind mit einer gewissen Unschärfe versehen. Einige Repara- turkosten sind aufgrund von Verschleiß an Bauteilen eindeutig zu beziffern, andere Kosten müssen aufgrund von langjährigen Erfahrungswerten angenommen werden. Im Folgenden stehen die angenommenen Reparaturkosten aufgeschlüsselt nach:  A= Unvermeidliche Reparaturkosten bei einer Laufzeitverlängerung um 2 Jahre  B= Optionale Reparaturkosten bei einer Laufzeitverlängerung um 2 Jahre 2.4.2 Erläuterungen zur Tabelle Reparaturkosten Bei der Kostenaufstellung kann es sich nur um eine Schätzung handeln. Zur genauen Feststellung des Instandsetzungsumfangs ist das Fahrzeug dem Hersteller vorzuführen. Beim Fahrgestell müsste eine detaillierte Inspektion (Demontage von Fahrwerkskomponenten wie Motor und Getriebe) vorgenommen werden. Der Aufbau wäre in weiten Teilen zu demontieren, zu- mindest Teildemontagen von Bauteilen (Verkleidungen, Anbauteile etc.) wären notwendig. Gege- benenfalls ist der Aufbau vom Fahrgestell abzunehmen. Unter Berücksichtigung der für die Demontagearbeiten anfallenden Kosten sind die dabei festge- stellten Mängel unmittelbar zu beheben, da eine spätere Instandsetzung nicht wirtschaftlich ist. Dieser Kostenaufwand rechtfertigt eine solche Vorgehensweise nicht. Zudem ergeben sich hierdurch je nach Umfang zusätzliche Ausfallzeiten von ca. 7 – 14 Arbeitsta- gen für die Demontagearbeiten und Mängelfeststellung. Die Erfahrungen der letzten Jahre bestäti- gen dies. 2.4.3 Unvermeidliche Reparaturkosten A Die unter A aufgeführten Reparaturkosten stellen den Betrag dar, der zwingend aufzuwenden ist, wenn die Ersatzbeschaffung des Fahrzeuges nicht wie geplant im Jahre 2022 abgeschlossen ist. Sie dienen vornehmlich der Erhaltung der Verkehrs- und Betriebssicherheit sowie der Einsatzbe- reitschaft des Fahrzeuges bis zur Indienststellung des Ersatzfahrzeuges, dann im Jahre 2022. 2.4.4 Optionale Reparaturkosten B Die unter B aufgeführten Reparaturkosten stellen die Kosten dar, die mit hoher Wahrscheinlichkeit im Fall einer Nutzungsdauerverlängerung um 2 Jahre aufzuwenden sind. Die Kosten sind ge- schätzt, eine exakte Bezifferung der Instandsetzungsaufwendungen ist nur nach Demontage von z.B. Fahrwerkskomponenten (Motor, Getriebe etc) sowie Aufbaukomponenten (Verkleidungen, An- bauteile etc.) möglich. Erst durch solche Maßnahmen kann der tatsächliche Umfang durchzufüh- render Instandsetzungsarbeiten festgestellt werden. Der hierfür aufzuwendende Kostenaufwand rechtfertigt eine solche Vorgehensweise nicht. Zudem ergeben sich hierdurch je nach Umfang zu- sätzliche Ausfallzeiten von ca. 7 – 14 Arbeitstage für die Demontagearbeiten. Des Weiteren wären bei der Demontage des Fahrzeugmotors festgestellte Schäden auch gleich zu beheben, da eine spätere Instandsetzung nicht wirtschaftlich ist. Maßnahmen A) Unvermeidliche Reparaturkosten [€] B) Optionale Repa- raturkosten [€] Fahrerhaus instandsetzen 15.000 Bremse 1+2 Achse 15.000 Fahrzeugzustandsbericht K-27455 Anlage IIIa Fahrzeugzustandsbericht Feuerwehrkran K-27455 4 Bremsleitungen erneuern 250 Windengetriebe prüfen (innerlich auf Beschädigung) 5.100 Kranpumpe 25.000 Schlauchsanierung 60.000 Einspritzpumpe 10.000 Fahrwerkszylinder 4x 16.000 Rollenkopf 5.000 AT Motor 50.000 AT Getriebe 30.000 Wippzylinder 10.000 Teleskopausleger inst. 55.000 Drehdurchführung 3.000 Wasserpumpe 1.000 Turbolader 3.000 Summe 20.100 283.250 Gesamtsumme A) + B) 303.350 Tabelle 3 Geschätzte Reparaturkosten 2.5 Ausfallzeiten Alle Fahrzeuge der Feuerwehr Köln werden planmäßig, zur HU für 3 – 5 Werktage in den vorge- schriebenen Prüfintervallen in die Kfz- Werkstatt der Feuerwehr Köln abgerufen. In dieser Zeit er- folgt neben den Untersuchungen eine Inspektion. Zusätzlich zu diesen Ausfallzeiten kommt, sofern eine Nutzungsdauerverlängerung des Fahrzeu- ges in Betracht gezogen wird, eine Ausfallzeit von ca. 180 Kalendertagen. Diese schlüsseln sich auf in ca. 30 Tage Ausfallzeit für die unvermeidlichen Reparaturen und ca. 150 Tage für die optio- nalen Reparaturmaßnahmen. Dieser Zeitrahmen kann gegebenenfalls deutlich überschritten wer- den, falls durch den Hersteller Bauteile aufgrund einer nicht mehr vorhandenen Ersatzteillage in Einzelfertigung hergestellt werden müssen. Eine genaue Kostenkalkulation ist in diesem Fall nicht möglich. Eine mögliche Krananmietung, als Kompensation für die angegebenen Ausfallzeiten, würde geschätzte Zusatzkosten von ca. 80.000 € verursachen. 2.6 Wirtschaftlich bedingte Alterung Der Fahrzeugmarkt unterliegt seit je her dem technischen Wandel und der Weiterentwicklung. Ne- ben Verbesserungen in der Motoren- und Abgastechnik ändern sicherheitsrelevante Aspekte die Anforderungen an Fahrzeuge. Dies spiegelt sich in der Einführung automatischen Bremsassisten- ten und anderen Sicherheitseinrichtungen wieder. Neben der technischen Alterung tritt mit zunehmender Laufzeit auch eine wirtschaftliche Alterung in den Vordergrund. Die Ersatzteilversorgung unterliegt u.a. den wirtschaftlichen Interessen der Fahrzeug- und Aufbauhersteller. Im Bereich der Fahrzeughersteller wird die Ersatzteilversorgung für rund 20 Jahre geplant. Eine Verpflichtung dazu existiert nicht. Für Fahrzeugmodelle die älter als 20 Jahre sind, nimmt die Ersatzteilversorgung stetig ab und kann dazu führen, dass ein Fahr- zeug kurzfristig irreparabel ausfällt. Die Feuerwehr Köln führt in der Nutzungszeit regelmäßige Instandsetzungsmaßnahmen durch. Diese dienen dazu eine hohe Verfügbarkeit der Fahrzeuge im Einsatzdienst zu gewährleisten. Je- doch kann durch diese Maßnahmen ein kurzfristiger Fahrzeugtotalausfall wegen der wirtschaftlich bedingten Alterung nicht aufgefangen werden. Fahrzeugzustandsbericht K-27455 Anlage IIIa Fahrzeugzustandsbericht Feuerwehrkran K-27455 5 3 Berechnung des Kapitaldienst und Restwert des Fahrzeuges 3.1 Kapitaldienstberechnung Zur betriebswirtschaftlichen Betrachtung von Investitionen wird der Kapitaldienst den Investitions- kosten entgegengesetzt. Als Kapitaldienst wird die finanzielle Gesamtbelastung bezeichnet. Der hier angenommene Kapitaldienst berücksichtigt ausschließlich die Tilgung plus kalkulatorischer Zinsen. Die tatsächliche Laufzeit der hier betrachteten Fahrzeugklasse bewegt sich zwischen 20 - 30 Jah- ren mit dem Ziel diese künftig auf 20 Jahre zu begrenzen. Entsprechend den von 20 zur Verfügung gestellten Diskontierungszinssätzen für 2021 wird der Zinssatz mit 0,78 % (20 Jahre Laufzeit) an- genommen. Die tatsächliche Nutzungsdauer des FKW beträgt aktuell 22,28 Jahre. Als Abschrei- bungswert wird für die Ersatzbeschaffung des FKW im Jahr 2021 der Investitionsaufwand auf rund 900.000,00 € geschätzt. Kapitaldienstberechnung Fahrzeug: KRAN 2 K-27455 Abschreibungswert 900.000,00 45.000,00 Zinssatz 0,78% Tatsächliche Nutzungsdauer des Fahr- zeugtyps in Jahren 20,00 Durchschnittliche Zinsen/Jahr ist: Durchschnittlich gebundenes Kapital 450.000,00 Durchschnittliche Zinsen 3.510,00 Kapitaldienst jährlich: 48.510,00 kalkulatorische Zinsen Ge- samt: 70.200,00 Tabelle 4 Kapitaldienstberechnung 3.2 Restwertbestimmung Das Fahrzeug K-27455 wird nach der erfolgten Ersatzbeschaffung außer Dienst genommen und verkauft. Der Restwert wird unmittelbar vor dem Verkauf gutachterlich ermittelt. Der Verkaufserlös dieser Fahrzeugklasse kann aktuell nicht geschätzt werden. Gemäß dem Aussonderungsverfahren nach der Bundeshaushaltsordnung (BHO) sowie den zuge- hörigen Verwaltungsvorschriften zur Ersatzbeschaffung, Aussonderung und Verwertung von Dienstkraftfahr- zeugen und Verwendung der Erlöse, ist die Veräußerung dann wirtschaftlich, wenn ein Mindesterlös in Höhe des Anschaffungspreises, gemindert um den auf die Haltedauer bezogenen Abschreibungs- betrag erzielt wird. Bei Fahrzeugen mit Schäden kann der Mindesterlös um den notwendigen In- standsetzungsbetrag unterschritten und das Fahrzeug ohne Reparatur verkauft werden. Bei dieser Annahme wird vorausgesetzt, dass das betreffende Fahrzeug noch einen buchungs- technischen Restwert aufweist. Im vorliegenden Fall des FKW wird dieser oberhalb des in SAP veranlagtem Abschreibungszeitraum von 20 Jahren betrieben und weist einen anlagentechnischen Restwert von 0,00 € auf. Somit ist der Verkauf, grundsätzlich wirtschaftlicher ist als der Weiterbe- trieb da ein höher Verkaufserlös als 0,00 € zu erzielen ist. 4 Ergebnisbewertung Der Feuerwehrkran wird oberhalb der in SAP hinterlegten Nutzungsdauer von 20 Jahren betrie- ben. Um der Sicherstellungsverpflichtung, abgeleitet aus § 3 Abs. 1 BHKG, nachkommen zu kön- nen muss die Feuerwehr handlungs- und einsatzfähig gehalten werden. Im Soll/Ist Vergleich sind die von der Feuerwehr Köln vorzuhaltenden Fahrzeuge aufgeführt. Gemäß BHKG impliziert die Fahrzeugzustandsbericht K-27455 Anlage IIIa Fahrzeugzustandsbericht Feuerwehrkran K-27455 6 Unterhaltung einer leistungsfähigen Feuerwehr auch die Vorhaltung einsatzbereiter und einsatzfä- higer Fahrzeuge. Dies ist ein wesentlicher technischer Aspekt, um die Aufgabenerfüllung dem Ge- setz nach gewährleisten zu können. Die technische Alterung von Fahrzeugen nimmt kontinuierlich ab und der Ausfallwahrscheinlichkeit steigt an. Seitens der Fachdienststelle wird angestrebt den Feuerwehrkran künftig für eine Nut- zungsdauer von maximal 20 Jahren zu betreiben. Entsprechend der Kostenschätzung übersteigen die auf eine zweijährige Nutzungsdauerverlänge- rung bezogenen Reparaturkosten in Höhe von 303.350 € den Kapitaldienst von zwei Jahren in Höhe von 97.020,00 € Sofern die Ersatzbeschaffung 2022 begonnen werden kann, muss vermutlich ein wesentlicher Re- paraturaufwand nicht getätigt werden. Voraussetzung ist, dass das Altfahrzeug 2023 ausgemustert werden kann. Aufgrund der eingeschränkten Ersatzteilsituation für dieses Altfahrzeug kann bei den erforderli- chen Reparaturen nicht ausgeschlossen werden, dass trotz einzuleitender Reparaturmaßnahmen der FKW nur mit einem nicht kalkulierbaren Zeit- und Kostenaufwand widerherzustellen ist. Eine Ersatzbeschaffung aus technischer und taktischer Sicht ist unaufschiebbar, um die Einsatzfähigkeit im Bereich der technischen Hilfeleistung weiterhin vollumfänglich aufrechterhalten zu können. Die Ersatzbeschaffung stellt für die Fachdienststelle die wirtschaftlichere Lösung da, als eine Nut- zungsdauerverlängerung.
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    37 19.11.2021 372/11 Anlage III: Fahrzeugzustandsberichte Feuerwehrkrane K-2770 1 1 Fahrzeugzustandsbericht Ersatzbeschaffung K-2770 Fahrzeugtyp (aktuell) Feuerwehrkran Fahrzeugtyp (geplant) Feuerwehrkran Die Inbetriebnahme des Fahrzeuges erfolgte am 22.01.1992. Die mit 20 aufgrund einer Handrei- chung des IM NRW festgelegte Nutzungsdauer beträgt für FKW der Berufsfeuerwehr Köln je nach Abnutzungsgrad 20 Jahre. Für die beiden FKW ergibt sich eine mittlere Nutzungsdauer von 26,03 Jahre. Die voraussichtliche Außerbetriebnahme des FKW mit dem Kennzeichen K-2770 erfolgt, sofern eine Ersatzbeschaffung im Jahr 2022 begonnen werden kann, im Jahr 2023. Die tatsächliche Nutzungsdauer von 29,79 Jahren übersteigt die mittlere Nutzungsdauer bei FKW von 26,03 Jahren und liegt oberhalb der festgelegten Nutzungsdauer von 20 Jahren. 2 Fahrzeugzustand Der FKW wurde durch eine auf Mobilkrane spezialisierte Werkstatt einer technischen Überprüfung unterzogen. Hierbei ist zu beachten, dass sich der ermittelte notwendige Reparaturaufwand (Nut- zungsdauerverlängerung um 2 Jahre) auf eine Nutzung bis 2024 mit anschließender Neubewer- tung bezieht. An diese schließt sich eine Beschaffungsdauer von rund 1,5 Jahren an, welche die Laufzeit dann auf insgesamt ca. 3,5 Jahre erhöht. Die bis zu einer Auslieferung 2023 entstehenden Kosten können Tabelle 1 entnommen werden. Reparaturen würden nur im unvermeidbaren Maß durchgeführt, präventiver Aufwand würde entfallen. Der Stichtag der zugrunde gelegten Fahrzeugdaten ist der 31.10.2021 2.1 Nutzungsdauer und Beschaffungszeit Die Fahrzeuge der Feuerwehr Köln werden mit einem Vorlauf von ca. 1,5 Jahren vor Ablauf der festgelegten Nutzungsdauer zur Ersatzbeschaffung vorgesehen. Sofern wirtschaftliche Gründe nicht entgegenstehen, werden mit entsprechendem Vorlauf die Ersatzbeschaffungen begonnen. bis zur Ersatzbeschaf- fung 2022 bis zur Ersatzbeschaf- fung 2024 Festgeschriebene Nutzungsdauer ge- mäß Abstimmung mit 20 und der Handreichung des IM NRW 20 Jahre Durchschnittliche tatsächliche Nut- zungsdauer der Fahrzeuge bisher 26,03 Jahre Nutzungsdauer des Fahrzeuges K-2770 29,79 Jahre Fahrzeugzustandsbericht K-2770 Anlage IIIb: Fahrzeugzustandsbericht Feuerwehrkrane K-2770 2 Laufzeitverlängerung ohne 2 Jahre Beschaffungszeit insgesamt ca. 1,5 Jahre ca. 1,5 Jahre davon Lieferzeit Min. 12 Monate Min. 12 Monate Voraussichtliche Nutzungsdauer 31,29 Jahre 33,29 Jahre Tabelle Nutzungsdauer 2.2 Reservefahrzeuge In der Fahrzeugklasse FKW stehen bei der Feuerwehr Köln keine Reservefahrzeuge zur Verfü- gung. Um einen Fahrzeugausfall zu kompensieren, müsste ein vergleichbarer Mobilkran angemie- tet werden. Eine einsatztaktische Kompensation des ausfallenden FKW kann nur zivile Kranfahr- zeuge erfolgen, entstehenden Mietkosten sind in der wirtschaftlichen Betrachtung zu berücksichti- gen. Mietkosten und Verfügbarkeit müssen tagesaktuell ermittelt werden. Nach Marktrecherche der Fachabteilung müssen Mietkosten in Höhe von ca. 10.000 €/4Wochen zuzüglich Nebenkosten für Einweisung etc. berücksichtigt werden. 2.3 Fahrleistung Fahrleistung Km Betriebs- stunden Leistung seit Inbetriebnahme 90.884 9599 Durchschnittliche jährliche Leistung 3.051 322 Voraussichtliche weitere Leistung bis zur Ersatzbeschaffung 4.577 483 Voraussichtliche Gesamtleistung bei Au- ßerbetriebnahme in 2023 95.461 10.082 Voraussichtliche Gesamtleistung bei Au- ßerbetriebnahme ca. 2025 101.560 10.727 Tabelle 1 Fahrleistung In Anlehnung an DIN EN 1846-2 kann 1 Betriebsstunde des fahrgestellseitigen Nebenabtriebs (Hydraulikpumpe Kranoberwagen) einer Fahrstrecke von ca. 75 km gleichgesetzt werden. Nach Umrechnung der oben aufgeführten Betriebsstunden ergibt sich somit folgende rechnerische Ge- samtkilometerleistung des Fahrzeuges:  Bis zur Ersatzbeschaffung in 2023 rund 851.631 km und  Bis zur Ersatzbeschaffung in 2025 rund 906.056 km 2.4 Instandsetzungskosten seit Inbetriebnahme Die Fahrzeuge der Feuerwehr Köln werden regelmäßig überprüft und gewartet. Das bedeutet, dass alle notwendigen Inspektionen und alle gesetzlich vorgeschriebenen Wartungsfristen einge- halten werden. Darüber hinaus finden jährliche Begutachtungen und „große“ Inspektionen der Fahrzeuge statt. Bis zum Stichtag wurden für das Fahrzeug 684.142,40 € Reparaturkosten inves- tiert, davon entfallen auf die letzten drei Betrachtungsjahren folgenden Reparaturaufwendungen:  2019 8.598,04 €  2020 29.589,95 €  2021 25.877,38 € Fahrzeugzustandsbericht K-2770 Anlage IIIb: Fahrzeugzustandsbericht Feuerwehrkrane K-2770 3 2.4.1 Kalkulation anfallender Reparaturkosten Die Reparaturkosten in der unten stehenden Tabelle sind für den Fall beziffert, das für das Fahr- zeug eine noch einmal um 2 Jahre verlängerte Nutzungsdauer bis ca. 2024 angenommen wird. Die angenommenen Reparaturkosten sind mit einer gewissen Unschärfe versehen. Einige Repara- turkosten sind aufgrund von Verschleiß an Bauteilen eindeutig zu beziffern, andere Kosten müssen aufgrund von langjährigen Erfahrungswerten angenommen werden. Im Folgenden stehen die angenommenen Reparaturkosten aufgeschlüsselt nach:  A= Unvermeidliche Reparaturkosten bei einer Laufzeitverlängerung um 2 Jahre  B= Optionale Reparaturkosten bei einer Laufzeitverlängerung um 2 Jahre 2.4.2 Erläuterungen zur Tabelle Reparaturkosten Bei der Kostenaufstellung kann es sich nur um eine Schätzung handeln. Zur genauen Feststellung des Instandsetzungsumfangs ist das Fahrzeug dem Hersteller vorzuführen. Beim Fahrgestell müsste eine detaillierte Inspektion (Demontage von Fahrwerkskomponenten wie Motor und Getriebe) vorgenommen werden. Der Aufbau wäre in weiten Teilen zu demontieren, zu- mindest Teildemontagen von Bauteilen (Verkleidungen, Anbauteile etc.) wären notwendig. Gege- benenfalls ist der Aufbau vom Fahrgestell abzunehmen. Unter Berücksichtigung der für die Demontagearbeiten anfallenden Kosten sind die dabei festge- stellten Mängel unmittelbar zu beheben, da eine spätere Instandsetzung nicht wirtschaftlich ist. Dieser Kostenaufwand rechtfertigt eine solche Vorgehensweise nicht. Zudem ergeben sich hierdurch je nach Umfang zusätzliche Ausfallzeiten von ca. 7 – 14 Arbeitsta- gen für die Demontagearbeiten und Mängelfeststellung. Die Erfahrungen der letzten Jahre bestäti- gen dies. Maßnahmen A) Unvermeidliche Reparaturkosten [€] B) Optionale Repa- raturkosten [€] Scheibenbwischermotor erneuern 680 Lenkschalter ern. 590 Blinkerglas VL + VR ern. 190 Nebelscheinwerfer verblasst 380 Kühlergrill stark verrostet inst 1.150 Schiebeholm / 4 Schiebeholmzylinder inst. 11.800 Bremsleitungen erneuern 250 Einhängeleitern L +R gerissen 1.045 Wandlergetrieb im Bereich Wandler undicht 27.700 Kabel Notberieb inst. 100 Achsblockierventil Steuerventil 2 Achse 370 Ölverlust Hauptsteuerblock Oberwagen 1.550 Rollen Bergewinde fest 1.500 Sicherungskasten Bergewinde defekt 200 Blinkleuchten Stützen defekt 380 Hydraulikleitung Lüfter Motor inst. 380 Haltegriff Unterwagenkabine inst. 95 Zentralschmierung defekt 1.450 Lagrung Oberwagenkabine ern. 950 Laufschine Oberwagentüre gerissen 1.400 Verrieglung Oberwagentüre inst. 380 Fahrzeugzustandsbericht K-2770 Anlage IIIb: Fahrzeugzustandsbericht Feuerwehrkrane K-2770 4 Motorbremsklappen ausgeschlagen 1.950 Vorschaltkupplung inst. 2.540 Türdichtung Oberwagen defekt 420 Fahrerkszylinder HR sackt ab 3.900 Wippzylinder Verchromung eingelaufen 13.400 Windengetriebe prüfen (innerlich auf Beschädigung) 5.100 Rollenkopf inst. (Rollenlager / Sicherungsbolzen) 4.250 Bremse 2 Achse inst. 7.700 Differential 3 Achse rechts undicht 460 Ölverlust Achsblockierventil 2-3 Achse 3.720 Kranpumpe undicht 25.850 Druckgeber Lenkkreis 1 o.F. 570 Druckbegrenzungventil Fahrwerk ern. 1.450 Einspritzpumpe undicht 10.000 Sanierung Hydraulikschläuche (komplett) 60.000 Ausleger Telepresse 30.000 AT Motor 32.700 Bremse 1+3 Achse 15.400 Summe 193.850 78.100 Gesamtsumme A) + B) 271.950 Tabelle 2 Reparaturkosten 2.4.3 Unvermeidliche Reparaturkosten A Die unter A aufgeführten Reparaturkosten stellen den Betrag dar, der zwingend aufzuwenden ist, wenn die Ersatzbeschaffung des Fahrzeuges nicht wie geplant im Jahre 2022 abgeschlossen ist. Sie dienen vornehmlich der Erhaltung der Verkehrs- und Betriebssicherheit sowie der Einsatzbe- reitschaft des Fahrzeuges bis zur Indienststellung des Ersatzfahrzeuges, dann im Jahre 2022. 2.4.4 Optionale Reparaturkosten B Die unter B aufgeführten Reparaturkosten stellen die Kosten dar, die mit hoher Wahrscheinlichkeit im Fall einer Nutzungsdauerverlängerung um 2 Jahre aufzuwenden sind. Die Kosten sind ge- schätzt, eine exakte Bezifferung der Instandsetzungsaufwendungen ist nur nach Demontage von z.B. Fahrwerkskomponenten (Motor, Getriebe etc.) sowie Aufbaukomponenten (Verkleidungen, Anbauteile etc.) möglich. Erst durch solche Maßnahmen kann der tatsächliche Umfang durchzu- führender Instandsetzungsarbeiten festgestellt werden. Der hierfür aufzuwendende Kostenauf- wand rechtfertigt eine solche Vorgehensweise nicht. Zudem ergeben sich hierdurch je nach Um- fang zusätzliche Ausfallzeiten von ca. 7 – 14 Arbeitstage für die Demontagearbeiten. Des Weiteren wären bei der Demontage des Fahrzeugmotors festgestellte Schäden auch gleich zu beheben, da eine spätere Instandsetzung nicht wirtschaftlich ist. 2.5 Ausfallzeiten Alle Fahrzeuge der Feuerwehr Köln werden planmäßig, zur HU für 3 – 5 Werktage in den vorge- schriebenen Prüfintervallen in die Kfz- Werkstatt der Feuerwehr Köln abgerufen. In dieser Zeit er- folgt neben den Untersuchungen eine Inspektion. Zusätzlich zu diesen Ausfallzeiten kommt, sofern eine Nutzungsdauerverlängerung des Fahrzeu- ges in Betracht gezogen wird, eine Ausfallzeit von ca. 180 Kalendertagen. Diese schlüsseln sich auf in ca. 30 Tage Ausfallzeit für die unvermeidlichen Reparaturen und ca. 150 Tage für die optio- Fahrzeugzustandsbericht K-2770 Anlage IIIb: Fahrzeugzustandsbericht Feuerwehrkrane K-2770 5 nalen Reparaturmaßnahmen. Dieser Zeitrahmen kann gegebenenfalls deutlich überschritten wer- den, falls durch den Hersteller Bauteile aufgrund einer nicht mehr vorhandenen Ersatzteillage in Einzelfertigung hergestellt werden müssen. Eine genaue Kostenkalkulation ist in diesem Fall nicht möglich. Eine mögliche Krananmietung, als Kompensation für die angegebenen Ausfallzeiten, würde geschätzte Zusatzkosten von ca. 80.000 € verursachen. 2.6 Wirtschaftlich bedingte Alterung Der Fahrzeugmarkt unterliegt seit je her dem technischen Wandel und der Weiterentwicklung. Ne- ben Verbesserungen in der Motoren- und Abgastechnik ändern sicherheitsrelevante Aspekte die Anforderungen an Fahrzeuge. Dies spiegelt sich in der Einführung automatischen Bremsassisten- ten und anderen Sicherheitseinrichtungen wieder. Neben der technischen Alterung tritt mit zunehmender Laufzeit auch eine wirtschaftliche Alterung in den Vordergrund. Die Ersatzteilversorgung unterliegt u.a. den wirtschaftlichen Interessen der Fahrzeug- und Aufbauhersteller. Im Bereich der Fahrzeughersteller wird die Ersatzteilversorgung für rund 20 Jahre geplant. Eine Verpflichtung dazu existiert nicht. Für Fahrzeugmodelle die älter als 20 Jahre sind, nimmt die Ersatzteilversorgung stetig ab und kann dazu führen, dass ein Fahr- zeug kurzfristig irreparabel ausfällt. Die Feuerwehr Köln führt in der Nutzungszeit regelmäßige Instandsetzungsmaßnahmen durch. Diese dienen dazu eine hohe Verfügbarkeit der Fahrzeuge im Einsatzdienst zu gewährleisten. Je- doch kann durch diese Maßnahmen ein kurzfristiger Fahrzeugtotalausfall wegen der wirtschaftlich bedingten Alterung nicht aufgefangen werden. 3 Berechnung des Kapitaldienst und Restwert des Fahrzeuges 3.1 Kapitaldienstberechnung Zur betriebswirtschaftlichen Betrachtung von Investitionen wird der Kapitaldienst den Investitions- kosten entgegengesetzt. Als Kapitaldienst wird die finanzielle Gesamtbelastung bezeichnet. Der hier angenommene Kapitaldienst berücksichtigt ausschließlich die Tilgung plus kalkulatorischer Zinsen. Die tatsächliche Laufzeit der hier betrachteten Fahrzeugklasse bewegt sich zwischen 20 - 30 Jah- ren mit dem Ziel diese künftig auf 20 Jahre zu begrenzen. Entsprechend den von 20 zur Verfügung gestellten Diskontierungszinssätzen für 2021 wird der Zinssatz mit 0,78 % (20 Jahre Laufzeit) an- genommen. Die tatsächliche Nutzungsdauer des FKW beträgt aktuell 29,79 Jahre. Als Abschrei- bungswert wird für die Ersatzbeschaffung des FKW im Jahr 2021 der Investitionsaufwand auf rund 900.000,00 € geschätzt. Kapitaldienstberechnung Fahrzeug: KRAN 5 K-2770 Abschreibungswert 900.000,00 45.000,00 Zinssatz 0,78% Tatsächliche Nutzungsdauer des Fahr- zeugtyps in Jahren 20,00 Durchschnittliche Zinsen/Jahr ist: Durchschnittlich gebundenes Kapital 450.000,00 Durchschnittliche Zinsen 3.510,00 Kapitaldienst jährlich: 48.510,00 kalkulatorische Zinsen Ge- samt: 70.200,00 Tabelle 3 Berechnung Kapitaldienst Fahrzeugzustandsbericht K-2770 Anlage IIIb: Fahrzeugzustandsbericht Feuerwehrkrane K-2770 6 3.2 Restwertbestimmung Das Fahrzeug K-2770 wird nach der erfolgten Ersatzbeschaffung außer Dienst genommen und verkauft. Der Restwert wird unmittelbar vor dem Verkauf gutachterlich ermittelt. Der Verkaufserlös dieser Fahrzeugklasse kann aktuell nicht geschätzt werden. Gemäß dem Aussonderungsverfahren nach der Bundeshaushaltsordnung (BHO) sowie den zuge- hörigen Verwaltungsvorschriften zur Ersatzbeschaffung, Aussonderung und Verwertung von Dienstkraftfahr- zeugen und Verwendung der Erlöse, ist die Veräußerung dann wirtschaftlich, wenn ein Mindesterlös in Höhe des Anschaffungspreises, gemindert um den auf die Haltedauer bezogenen Abschreibungs- betrag erzielt wird. Bei Fahrzeugen mit Schäden kann der Mindesterlös um den notwendigen In- standsetzungsbetrag unterschritten und das Fahrzeug ohne Reparatur verkauft werden. Bei dieser Annahme wird vorausgesetzt, dass das betreffende Fahrzeug noch einen buchungs- technischen Restwert aufweist. Im vorliegenden Fall des FKW wird dieser oberhalb des in SAP veranlagtem Abschreibungszeitraum von 20 Jahren betrieben und weist einen anlagentechnischen Restwert von 0,00 € auf. Somit ist der Verkauf, grundsätzlich wirtschaftlicher ist als der Weiterbe- trieb da ein höher Verkaufserlös als 0,00 € zu erzielen ist. 4 Ergebnisbewertung Der Feuerwehrkran wird oberhalb der in SAP hinterlegten Nutzungsdauer von 20 Jahren betrie- ben. Um der Sicherstellungsverpflichtung, abgeleitet aus § 3 Abs. 1 BHKG, nachkommen zu kön- nen muss die Feuerwehr handlungs- und einsatzfähig gehalten werden. Im Soll/Ist Vergleich sind die von der Feuerwehr Köln vorzuhaltenden Fahrzeuge aufgeführt. Gemäß BHKG impliziert die Unterhaltung einer leistungsfähigen Feuerwehr auch die Vorhaltung einsatzbereiter und einsatzfä- higer Fahrzeuge. Dies ist ein wesentlicher technischer Aspekt, um die Aufgabenerfüllung dem Ge- setz nach gewährleisten zu können. Die technische Alterung von Fahrzeugen nimmt kontinuierlich ab und der Ausfallwahrscheinlichkeit steigt an. Seitens der Fachdienststelle wird angestrebt den Feuerwehrkran künftig für eine Nut- zungsdauer von maximal 20 Jahren zu betreiben. Dies stellt einen guten Kompromiss zwischen Wirtschaftlichkeit und einsatztaktischer Verfügbarkeit da. Entsprechend der Kostenschätzung übersteigen die auf eine zweijährige Nutzungsdauerverlänge- rung bezogenen Reparaturkosten in Höhe von 271.950 € den Kapitaldienst von zwei Jahren in Höhe von 97.020,00 €. Trotz Beginn der Ersatzbeschaffung in 2022, muss davon ausgegangen werden das aufgrund des schlechten Fahrzeugzustandes ein erheblicher Reparaturaufwand aufzuwenden ist, um zu versu- chen den FKW einsatzfähig zu halten. Aufgrund der eingeschränkten Ersatzteilsituation für dieses Altfahrzeug kann bei den erforderli- chen Reparaturen nicht ausgeschlossen werden, dass trotz einzuleitender Reparaturmaßnahmen der FKW nicht funktionsfähig widerhergestellt werden kann. Im vorliegenden Fall ist eine alterna- tive Kompensationsmaßnahme zu ergreifen, um die Einsatzfähigkeit in diesen Bereich aufrecht- erhalten zu können. Gerade auch, um den erforderlichen Zeitraum der Ersatzbeschaffungsmaß- nahme kompensieren zu können. Die Ersatzbeschaffung stellt für die Fachdienststelle die wirtschaftlichere Lösung da, als eine Nut- zungsdauerverlängerung.
  • Anlage VII Stellungnahme des RPA vom 14.01.2022

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    / 2 14 14.01.2022 141/3 Frau Schaaff 22972 22972 37 Stellungnahme zur Beschlussvorlage 4363/2021 Bedarfsfeststellung des Beschaf- fungsprogrammes 2022 für die Fahrzeuge des Brandschutzes, der Technischen Hilfe- leistung und des Rettungsdienstes; Voraussichtliches Auftragsvolumen 6.699.160 Euro netto bzw. 7.972.000 Euro brutto Sehr geehrte Damen und Herren, ich beziehe mich auf die mir über Session zugegangene Beschlussvorlage in der Version vom 13.01.2022 zur Bedarfsfeststellung des Beschaffungsprogrammes 2022 für die Fahr- zeuge des Brandschutzes, der Technischen Hilfeleistung und des Rettungsdienstes durch den Rat der Stadt Köln. Ersatzbeschaffung von zwei baugleichen Feuerwehrkranen (RPA-Nr. 141/37/01/22) Gemäß den Zustandsberichten für die Krane mit den Kennzeichen K-2770 und K-27455 sind diese 30 bzw. 22 Jahre alt. Die Ersatzbeschaffung ist wirtschaftlicher als eine Nutzungsdau- erverlängerung. Das voraussichtliche Auftragsvolumen beträgt je Kran 756.303 Euro netto bzw. 900.000 Euro brutto und insgesamt 1.512.605 Euro netto bzw. 1.800.000 Euro brutto. Der Bedarf ist nachvollziehbar dargestellt. Neu- und Ersatzbeschaffung zwei baugleicher Gliederzüge zur Fahrschulausbildung (RPA- Nr. 141/37/02/22) Gemäß den Zustandsberichten für die Zugmaschine mit dem Kennzeichen K-LN 3755 und den Anhänger mit dem Kennzeichen K-LN 3885 sind diese 12 bzw. 9 Jahre alt. Die Ersatz- beschaffung ist wirtschaftlicher als eine Nutzungsdauerverlängerung. Den grundsätzlichen Bedarf Neubeschaffung des zweiten, baugleichen Gliederzuges (LKW und Anhänger) hat der Rat bereits in seiner Sitzung am 14.02.2019 unter TOP 10.7, mit der Beschlussvorlage 3695/2018 zum Beschluss des Soll-Ist-Vergleiches über den gesamten Fahrzeugbestand der Feuerwehr Köln anerkannt. Der Brandschutzbedarfsplan ist noch ent- sprechend anzupassen. Die Kosten wurden damals auf 250.000 Euro brutto geschätzt. Das voraussichtliche Auftragsvolumen beträgt je Gliederzug 200.000 Euro netto bzw. 238.000 Euro brutto und insgesamt 400.000 Euro netto bzw. 476.000 Euro brutto. Der Bedarf ist nachvollziehbar dargestellt. - 2 - / 3 Ich empfehle, zukünftige Anpassungen zuerst im Bedarfsplan vorzunehmen und die Verän- derungen des Soll-Ist-Vergleiches daran anzuschließen. Gemäß § 5 Absatz 2 der Zuständig- keitsordnung entfällt für Mehrbedarfe bzw. Neubeschaffungen, die sich aus einem vom Rat beschlossenen Bedarfsplan ergeben, die Notwendigkeit eines neuerlichen Bedarfsfeststel- lungsbeschlusses. Neu- und Ersatzbeschaffung von neun Drehleitern; hier: vier Ersatzbeschaffungen (RPA-Nr. 141/37/03/22) Meine Stellungnahme bezieht sich auf den Bedarf der Ersatzbeschaffungen von vier Drehlei- tern. Gemäß den Zustandsberichten für die vier Drehleitern mit den Kennzeichen K-FW 183, K-FW 185, K-FW 189 und K-FW 196 sind diese 14 Jahre alt. Je Drehleiter wurde in den Zu- standsberichten mit einem Kaufpreis von 615.000 € kalkuliert, in der Anlage II Darstellung der Investitionsauszahlungen bereits mit 627.000 €. Auch unter Berücksichtigung des ge- stiegenen Kaufpreises ist die Ersatzbeschaffung wirtschaftlicher als eine Nutzungsdauerver- längerung. Das voraussichtliche Auftragsvolumen beträgt je Drehleiter 526.891 Euro netto bzw. 627.000 Euro brutto und insgesamt 2.107.563 Euro netto bzw. 2.508.000 Euro brutto. Der Bedarf ist nachvollziehbar dargestellt. Für fünf der neun Drehleitern wurde der Bedarf bereits festgestellt. Zum Bedarf der Ersatzbeschaffungen der weiteren vier Drehleitern erfolgte bereits am 08.05.2019 anlässlich der Beschlussvorlage 1718/2019 eine Stellungnahme unter der RPA- Nr. 141/37/25/19. Den Bedarf einer zusätzlichen Drehleiter für die Feuerwehrschule hat der Rat bereits in sei- ner Sitzung am 14.02.2019 unter TOP 10.7, mit der Beschlussvorlage 3695/2018 zum Be- schluss des Soll-Ist-Vergleiches über den gesamten Fahrzeugbestand der Feuerwehr Köln anerkannt. Die Kosten einer Drehleiter wurden damals auf 600.000 Euro brutto geschätzt. Der Gesundheitsausschuss hat den Bedarf dieser fünf Drehleitern anlässlich der Beschluss- vorlage 1718/2019 mit dem Beschaffungsprogramm 2019 für die Fahrzeuge des Feuer- schutzes am 02.07.2019 unter TOP 11.1 festgestellt. Ersatzbeschaffung eines Logistik-LKWs des Einsatzdienstes (RPA-Nr. 141/37/04/22) Gemäß dem Zustandsbericht für den LKW-Logistik mit dem Kennzeichen K-27461 ist dieser 17 Jahre alt. Die Ersatzbeschaffung ist unter Berücksichtigung des Fahrzeugalters und des voraussichtlichen Verkaufserlöses wirtschaftlicher als eine Nutzungsdauerverlängerung. Das voraussichtliche Auftragsvolumen beträgt 131.092 Euro netto bzw. 156.000 Euro brutto. Der Bedarf ist nachvollziehbar dargestellt. Neu- und Ersatzbeschaffung von acht baugleichen Notfall-Krankentransportwagen (RPA-Nr. 141/37/05/22) - 3 - Mit der Anpassung des Rettungsdienstbedarfsplanes 2019, Beschlussvorlage 3381/2019, Anlage 1, Seite 56 wurde der Bedarf zur Neubeschaffung von sieben N-KTW durch den Rat am 06.02.2020 unter TOP 10.15 beschlossen. Gemäß § 5 Absatz 2 der Zuständigkeitsord- nung ist kein weiterer Bedarfsfeststellungsbeschluss und demzufolge keine Stellungnahme des RPA erforderlich. Für Transporte gemäß Gesetz über Hilfen und Schutzmaßnahmen bei psychischen Krank- heiten (PsychKG) wurde bisher ein Rettungswagen mit dem Kennzeichen K-LN 3737 einge- setzt. Dessen Ersatzbeschaffung wurde bereits mit der Beschlussvorlage 2269/2017 am 19.09.2017 durch den Gesundheitsausschuss beschlossen. Die Stellungnahme mit der RPA- Nr. 141/37/26/17 war beigefügt. Gemäß der Anpassung des Rettungsdienstbedarfsplanes 2019, Beschlussvorlage 3381/2019, Anlage 1, Seite 55 soll der Bedarf zukünftig durch einen N-KTW gedeckt werden. Auch für diesen achten N-KTW ist kein weiterer Bedarfsfeststel- lungsbeschluss erforderlich. Das voraussichtliche Auftragsvolumen beträgt je N-KTW 126.050 Euro netto bzw. 150.000 Euro brutto und insgesamt 1.008.403 Euro netto bzw. 1.200.000 Euro brutto. Die Anpassung des Rettungsdienstbedarfsplans im Hinblick auf die N-KTW ist erfolgt, die entsprechende Anpassung des Soll-Ist-Vergleichs steht jedoch noch aus. Ersatzbeschaffung von 17 einheitlichen Notarzt-Einsatzfahrzeugen (RPA-Nr. 141/37/06/22) Der Bestand von 17 Notarzt-Einsatzfahrzeugen (NEF) soll zukünftig kontinuierlich über einen vierjährigen Rahmenliefervertrag nach Ende der festgelegten Nutzungsdauer ersetzt werden. Die Nutzungsdauer von sechs Jahren wird nach der vorgelegten Planung bei 14 NEF er- reicht, bei einzelnen Fahrzeugen um maximal sieben Monate überschritten. Bei drei NEF ergibt sich nach Ihrer Darstellung eine Unterschreitung um vier Monate, wobei es sich rech- nerisch nur um drei Monate handelt (Austausch der Fahrzeuge im März statt Juni 2024). Das voraussichtliche Auftragsvolumen beträgt je NEF 89.076 Euro netto bzw. 106.000 Euro brutto, für den NEF mit Elektromotor 114.286 Euro netto bzw. 136.000 Euro brutto und ins- gesamt 1.539.496 Euro netto bzw. 1.832.000 Euro brutto. Der Bedarf ist nachvollziehbar dargestellt. Mit freundlichen Grüßen
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    37 13.12.2021 372/11 Anlage VI Fahrzeugzustandsbericht Logistik-LKW K-27461 1 1 Fahrzeugzustandsbericht (FZB) Ersatzbeschaffung K-27461 Fahrzeugtyp (aktuell) LKW Fahrzeugtyp (geplant) LKW Die Inbetriebnahme des LKW-Logistik erfolgte am 18.03.2004. Die mit 20 aufgrund einer Handrei- chung des IM NRW festgelegte Nutzungsdauer beträgt für diese Fahrzeugklasse der Berufsfeuer- wehr Köln je nach Abnutzungsgrad 10 Jahre. Die voraussichtliche Außerbetriebnahme des LKW mit dem Kennzeichen K-27461 erfolgt, sofern eine Ersatzbeschaffung im Jahr 2022 begonnen werden kann, nach aktuellen Kenntnisstand im Jahr 2023. Die tatsächliche Nutzungsdauer von 17,73 Jahren übersteigt die mittlere Nutzungsdauer für diese Fahrzeugart von 11,29 Jahren. 2 Fahrzeugzustand Der LKW-Logistik wurde in der KFZ-Werkstatt einer technischen Überprüfung unterzogen. Hierbei ist zu beachten, dass sich der ermittelte notwendige Reparaturaufwand (Nutzungsdauerverlänge- rung um 2 Jahre) auf eine Nutzung bis 2024 mit anschließender Neubewertung bezieht. An diese schließt sich eine Beschaffungsdauer von rund 2,0 Jahren an, die die Laufzeit dann auf insgesamt ca. 4,0 Jahre erhöht. Die bis zu einer Auslieferung 2024 entstehenden Kosten können Tabelle 1 entnommen werden. Reparaturen würden nur im unvermeidbaren Maß durchgeführt, präventiver Aufwand würde entfallen. Der Stichtag der zugrunde gelegten Fahrzeugdaten ist der 07.12.2021 2.1 Nutzungsdauer und Beschaffungszeit Die Fahrzeuge der Feuerwehr Köln werden mit einem Vorlauf von ca. 1,5 Jahren vor Ablauf der festgelegten Nutzungsdauer zur Ersatzbeschaffung vorgesehen. Sofern wirtschaftliche Gründe nicht entgegenstehen, werden mit entsprechendem Vorlauf die Ersatzbeschaffungen begonnen. bis zur Ersatzbeschaf- fung 2022 bis zur Ersatzbeschaf- fung 2024 Festgeschriebene Nutzungsdauer ge- mäß Abstimmung mit 20 und der Handreichung des IM NRW 10 Jahre Durchschnittliche tatsächliche Nut- zungsdauer der Fahrzeuge bisher 11,29 Nutzungsdauer des Fahrzeuges K-27461 17,73 Jahre Fahrzeugzustandsbericht K-27461 Anlage VI Fahrzeugzustandsbericht Logistik-LKW K-27461 2 Laufzeitverlängerung ohne 2 Jahre Beschaffungszeit insgesamt ca. 2,0 Jahre ca. 2,0 Jahre davon Lieferzeit Min. 12 Monate Min. 12 Monate Voraussichtliche Nutzungsdauer 19,73 Jahre 21,73 Jahre Tabelle 1 Übersicht Nutzungsdauer 2.2 Reservefahrzeuge In der Fahrzeugklasse GW-Logistik steht bei der Feuerwehr Köln aktuell kein Reservefahrzeug zur Verfügung. Um einen Fahrzeugausfall ausgleichen zu können müsste ein vergleichbarer LKW an- gemietet werden. Im Zuge der weiter voranzutreibenden Standardisierung des Fahrzeugparks soll dieses Fahrzeug durch den bestehenden Botendienstfahrzeugtyp ersetzt werden. Hierdurch ist es möglich, sowohl die erforderlichen Logistikaufgaben im Einsatzdienst wahrzunehmen als auch ohne eine Erhöhung des Fahrzeug-Sollbestandes eine technische Redundanz für die Botenfahrzeuge abzubilden. 2.3 Fahrleistung Fahrleistung Km Leistung seit Inbetriebnahme 100.377 Durchschnittliche jährliche Leistung 5.661 Voraussichtliche weitere Leistung bis zur Ersatzbeschaffung 11.322 Voraussichtliche Gesamtleistung bei Au- ßerbetriebnahme in 2023 111.699 Voraussichtliche Gesamtleistung bei Au- ßerbetriebnahme ca. 2025 123.017 Tabelle 2 Übersicht Fahrleistung 2.4 Instandsetzungskosten seit Inbetriebnahme Die Fahrzeuge der Feuerwehr Köln werden regelmäßig überprüft und gewartet. Das bedeutet, dass alle notwendigen Inspektionen und alle gesetzlich vorgeschriebenen Wartungsfristen einge- halten werden. Darüber hinaus finden jährliche Begutachtungen und „große“ Inspektionen der Fahrzeuge statt. Bis zum Stichtag wurden für das Fahrzeug 60.562,58 € Reparaturkosten inves- tiert, davon entfallen auf die letzten drei Betrachtungsjahren folgenden Reparaturaufwendungen:  2019 3.117,87 €  2020 7.651,86 €  2021 6.276,47 € 2.4.1 Kalkulation anfallender Reparaturkosten Die Reparaturkosten in der unten stehenden Tabelle sind für den Fall beziffert, das für das Fahr- zeug eine noch einmal um 2 Jahre verlängerte Nutzungsdauer bis ca. 2024 angenommen wird. Fahrzeugzustandsbericht K-27461 Anlage VI Fahrzeugzustandsbericht Logistik-LKW K-27461 3 Die angenommenen Reparaturkosten sind mit einer gewissen Unschärfe versehen. Einige Repara- turkosten sind aufgrund von Verschleiß an Bauteilen eindeutig zu beziffern, andere Kosten müssen aufgrund von langjährigen Erfahrungswerten angenommen werden. Im Folgenden stehen die angenommenen Reparaturkosten aufgeschlüsselt nach:  A= Unvermeidliche Reparaturkosten bei einer Laufzeitverlängerung um 2 Jahre  B= Optionale Reparaturkosten bei einer Laufzeitverlängerung um 2 Jahre 2.4.2 Erläuterungen zur Tabelle Reparaturkosten Bei der Kostenaufstellung kann es sich nur um eine Schätzung handeln. Zur genauen Feststellung des Instandsetzungsumfangs ist das Fahrzeug dem Hersteller vorzuführen. Beim Fahrgestell müsste eine detaillierte Inspektion (Demontage von Fahrwerkskomponenten wie Motor und Getriebe) vorgenommen werden. Der Aufbau wäre in weiten Teilen zu demontieren, zu- mindest Teildemontagen von Bauteilen (Verkleidungen, Anbauteile etc.) wären notwendig. Gege- benenfalls ist der Aufbau vom Fahrgestell abzunehmen. Unter Berücksichtigung der für die Demontagearbeiten anfallenden Kosten sind die dabei festge- stellten Mängel unmittelbar zu beheben, da eine spätere Instandsetzung nicht wirtschaftlich ist. Dieser Kostenaufwand rechtfertigt eine solche Vorgehensweise nicht. Zudem ergeben sich hierdurch je nach Umfang zusätzliche Ausfallzeiten von ca. 7 – 14 Arbeitsta- gen für die Demontagearbeiten und Mängelfeststellung. Die Erfahrungen der letzten Jahre bestäti- gen dies. Maßnahmen A) Unvermeidliche Reparaturkosten [€] B) Optionale Repa- raturkosten [€] Hydraulikzylinder undicht links 1.200 Plane und Verschlüsse Container instand set- zen 600 Reifen Hinterachse erneuern (11/13) 600 Motor erneuern 8.500 Getriebe erneuern 4.500 Vorderachse / Differenzial erneuern 2.500 Lenkung erneuern 1.500 Hydraulikzylinder rechts abdichten 1.200 Kupplung erneuern 1.500 Boden Ladecontainer instand setzen 1.200 Plane Ladecontainer erneuern 1.500 Ladeklappe Container instand setzen 500 Fahrerhausboden instand setzen 600 Hinterachslagerung instand setzen 1.200 Summe 1.800 25.300 Gesamtsumme A) + B) 27.100 Tabelle 3 Geschätzte Reparaturkosten 2.4.3 Unvermeidliche Reparaturkosten A Die unter A aufgeführten Reparaturkosten stellen den Betrag dar, der zwingend aufzuwenden ist, wenn die Ersatzbeschaffung des Fahrzeuges nicht wie geplant im Jahre 2024 abgeschlossen ist. Fahrzeugzustandsbericht K-27461 Anlage VI Fahrzeugzustandsbericht Logistik-LKW K-27461 4 Sie dienen vornehmlich der Erhaltung der Verkehrs- und Betriebssicherheit sowie der Einsatzbe- reitschaft des Fahrzeuges bis zur Indienststellung des Ersatzfahrzeuges, dann im Jahre 2024. 2.4.4 Optionale Reparaturkosten B Die unter B aufgeführten Reparaturkosten stellen die Kosten dar, die mit hoher Wahrscheinlichkeit im Fall einer Nutzungsdauerverlängerung um 2 Jahre aufzuwenden sind. Die Kosten sind ge- schätzt, eine exakte Bezifferung der Instandsetzungsaufwendungen ist nur nach Demontage von z.B. Fahrwerkskomponenten (Motor, Getriebe etc) sowie Aufbaukomponenten (Verkleidungen, An- bauteile etc.) möglich. Erst durch solche Maßnahmen kann der tatsächliche Umfang durchzufüh- render Instandsetzungsarbeiten festgestellt werden. Der hierfür aufzuwendende Kostenaufwand rechtfertigt eine solche Vorgehensweise nicht. Zudem ergeben sich hierdurch je nach Umfang zu- sätzliche Ausfallzeiten von ca. 7 – 14 Arbeitstage für die Demontagearbeiten. Des Weiteren wären bei der Demontage des Fahrzeugmotors festgestellte Schäden auch gleich zu beheben, da eine spätere Instandsetzung nicht wirtschaftlich ist. 2.5 Ausfallzeiten Alle Fahrzeuge der Feuerwehr Köln werden planmäßig, zur HU für 3 – 5 Werktage in den vorge- schriebenen Prüfintervallen in die Kfz- Werkstatt der Feuerwehr Köln abgerufen. In dieser Zeit er- folgt neben den Untersuchungen eine Inspektion. Zusätzlich zu diesen Ausfallzeiten kommt, sofern eine Nutzungsdauerverlängerung des Fahrzeu- ges in Betracht gezogen wird, eine Ausfallzeit von ca. 15-30 Kalendertagen. Diese schlüsseln sich auf in ca. 15 Tage Ausfallzeit für die unvermeidlichen Reparaturen und ca. 15 Tage zusätzlich für die optionalen Reparaturmaßnahmen. Dieser Zeitrahmen kann gegebenenfalls deutlich überschrit- ten werden, falls durch den Hersteller Bauteile aufgrund einer nicht mehr vorhandenen Ersatzteil- lage in Einzelfertigung hergestellt werden müssen. Eine genaue Kostenkalkulation ist in diesem Fall nicht möglich. Zur Aufrechterhaltung des Ausbildungsbetriebes in der Behördenfahrschule der Feuerwehr Köln muss die Kompensation des Fahrschulzuges für einen Zeitraum von ca. 4 Wochen erfolgen 2.6 Wirtschaftlich bedingte Alterung Der Fahrzeugmarkt unterliegt seit je her dem technischen Wandel und der Weiterentwicklung. Ne- ben Verbesserungen in der Motoren- und Abgastechnik ändern sicherheitsrelevante Aspekte die Anforderungen an Fahrzeuge. Dies spiegelt sich in der Einführung automatischen Bremsassisten- ten und anderen Sicherheitseinrichtungen wieder. Neben der technischen Alterung tritt mit zunehmender Laufzeit auch eine wirtschaftliche Alterung in den Vordergrund. Die Ersatzteilversorgung unterliegt u.a. den wirtschaftlichen Interessen der Fahrzeug- und Aufbauhersteller. Im Bereich der Fahrzeughersteller wird die Ersatzteilversorgung für rund 20 Jahre geplant. Eine Verpflichtung dazu existiert nicht. Für Fahrzeugmodelle die älter als 20 Jahre sind, nimmt die Ersatzteilversorgung stetig ab und kann dazu führen, dass ein Fahr- zeug kurzfristig irreparabel ausfällt. Die Feuerwehr Köln führt in der Nutzungszeit regelmäßige Instandsetzungsmaßnahmen durch. Diese dienen dazu eine hohe Verfügbarkeit der Fahrzeuge im Einsatzdienst zu gewährleisten. Je- doch kann durch diese Maßnahmen ein kurzfristiger Fahrzeugtotalausfall wegen der wirtschaftlich bedingten Alterung nicht aufgefangen werden. Fahrzeugzustandsbericht K-27461 Anlage VI Fahrzeugzustandsbericht Logistik-LKW K-27461 5 3 Berechnung des Kapitaldienst und Restwert des Fahrzeuges 3.1 Kapitaldienstberechnung Zur betriebswirtschaftlichen Betrachtung von Investitionen wird der Kapitaldienst den Investitions- kosten entgegengesetzt. Als Kapitaldienst wird die finanzielle Gesamtbelastung bezeichnet. Der hier angenommene Kapitaldienst berücksichtigt ausschließlich die Tilgung plus kalkulatorischer Zinsen. Die tatsächliche Laufzeit der hier betrachteten Fahrzeugklasse bewegt sich bei 11,29 Jahren. Ent- sprechend den von 20 zur Verfügung gestellten Diskontierungszinssätzen für 2021 wird der Zins- satz mit 0,71 % (15 Jahre Laufzeit) angenommen. Als Abschreibungswert wird für die Ersatzbe- schaffung des LKW-Logistik im Jahr 2021 der Investitionsaufwand auf rund 156.000 € geschätzt. Kapitaldienstberechnung Fahrzeug: LKW K-27461 Abschreibungswert 156.000,00 € 13.817,54 € Zinssatz 0,71% Tatsächliche Nutzungsdauer des Fahr- zeugtyps in Jahren 11,29 Durchschnittliche Zinsen/Jahr ist: Durchschnittlich gebundenes Kapital 78.000,00 Durchschnittliche Zinsen 553,80 Kapitaldienst jährlich: 14.371,34 € kalkulatorische Zinsen Ge- samt: 6.252,40 € Tabelle 4 Kapitaldienstberechnung 3.2 Restwertbestimmung Das Fahrzeug K-27461 wird nach der erfolgten Ersatzbeschaffung außer Dienst genommen und verkauft. Der Restwert wird unmittelbar vor dem Verkauf gutachterlich ermittelt. Der Verkaufserlös dieser Fahrzeugklasse kann aktuell nicht geschätzt werden. Gemäß dem Aussonderungsverfahren nach der Bundeshaushaltsordnung (BHO) sowie den zuge- hörigen Verwaltungsvorschriften zur Ersatzbeschaffung, Aussonderung und Verwertung von Dienstkraftfahr- zeugen und Verwendung der Erlöse, ist die Veräußerung dann wirtschaftlich, wenn ein Mindesterlös in Höhe des Anschaffungspreises, gemindert um den auf die Haltedauer bezogenen Abschreibungs- betrag erzielt wird. Bei Fahrzeugen mit Schäden kann der Mindesterlös um den notwendigen In- standsetzungsbetrag unterschritten und das Fahrzeug ohne Reparatur verkauft werden. Gemäß Anlagenbuchhaltung beträgt der SAP-Anlagenwert 0,00 €. Der gemittelte Verkaufserlös in der Klasse LKW beträgt rund 2.500 €. Somit ist der Verkauf wirtschaftlicher als der Weiterbetrieb da ein höher Verkaufserlös als 0,00 € zu erzielen ist. 4 Ergebnisbewertung Im Soll/Ist Vergleich sind die von der Feuerwehr Köln vorzuhaltenden Fahrzeuge aufgeführt. Ge- mäß BHKG impliziert die Unterhaltung einer leistungsfähigen Feuerwehr auch die Vorhaltung ein- satzbereiter und einsatzfähiger Fahrzeuge. Dies ist ein wesentlicher technischer Aspekt, um die Aufgabenerfüllung dem Gesetz nach gewährleisten zu können. Das Fahrzeug steht nach Bewertung der Fachdienststelle zur Ersatzbeschaffung an. Sofern eine Ersatzbeschaffung 2024 abgeschlossen werden kann, erreicht das Fahrzeug eine Nutzungsdauer Fahrzeugzustandsbericht K-27461 Anlage VI Fahrzeugzustandsbericht Logistik-LKW K-27461 6 von ca. 19,73 Jahren. Die entsprechende Schätzung der Reparaturkosten liegt rund 1.600 € unter- halb dem auf eine zweijährige Nutzungsdauerverlängerung bezogenen Kapitaldienst in Höhe von 28.742,34 €. Der Fahrgestellhersteller hat die Produktion des verwendeten Basisfahrgestells 2013 eingestellt. Unter Berücksichtigung von Fahrzeugalter, allgemeinem Fahrzeugzustand und der abnehmenden Ersatzteilversorgung stellt die Ersatzbeschaffung für die Fachdienststelle die wirtschaftlichere Lö- sung da, als eine Nutzungsdauerverlängerung. Sofern die Ersatzbeschaffung 2022 begonnen wer- den kann, muss ein wesentlicher Reparaturaufwand nicht getätigt werden. Voraussetzung ist, dass das Altfahrzeug in 2024 ausgemustert werden kann. Die Ersatzbeschaffung stellt für die Fachdienststelle die wirtschaftlichere Lösung da, als eine Nut- zungsdauerverlängerung.

Beratungsverlauf

  1. 15.02.2022

    Gesundheitsausschuss

    TOP 5.4, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert beschlossen
  2. 14.03.2022

    Finanzausschuss

    TOP 10.9, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: geändert beschlossen
  3. 17.03.2022 zuletzt

    Rat

    TOP 10.12, Entscheidung. Ergebnis: geändert beschlossen

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