Mandari Insight

1212/2020

Bürgereingabe gem. § 24 GO, betr.: Verkehrsversuch Deutzer Freiheit (Az.: 02-1600-245/19)

Beschlussvorlage Bezirksvertretung 05.05.2020

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Beschlussvorlage Bezirksvertretung

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Anlage- Eingabe.docx

21932 Zeichen

Bürgerantrag: Verkehrsversuch „Deutzer (Auto)Freiheit“ 
1 
Bürgeramt Innenstadt 
Geschäftsstelle für Anregungen und Beschwerden an Rat und Bezirksvertretungen 
Ludwigstraße 8 
50667 Köln 
 Köln, den 25.09.2019 
Antrag auf einen Verkehrsversuch „Deutzer (Auto)Freiheit“  
nach § 24 Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen an die Bezirksvertretung 
Innenstadt
Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister, 
sehr geehrte Damen und Herren Fraktionsvorsitzende und Bezirksvertreter, 
anbei übersenden wir lhnen den oben bezeichneten Antrag, den wir als Anwohner*innen von Deutz 
stellen (s. beigefügte Liste der Antragsteller*innen). 
Zielsetzung unseres Antrags ist es, in einem Verkehrsversuch zu testen, wie sich eine autofreie 
Deutzer Freiheit auf die Lebensqualität der Anwohner*innen in Deutz, auf die zukunftsfähige 
Entwicklung des Veedels und auf die Belebung der Geschäfte und Gastronomie auswirkt.  
Dazu soll die Deutzer Freiheit zwischen der Siegburger Straße und dem Gotenring für den 
Autoverkehr gesperrt werden – mit den üblichen Ausnahmegenehmigungen für Lieferverkehr, 
Anwohner*innen, Ärzt*innen, etc., und der Zufahrt zu einem Parkhaus (Höhe Neuhöfferstraße-Graf-
Gessler-Straße). Darüber hinaus soll die Durchfahrt und das Parken in den Querstraßen der 
Anlage

Bürgerantrag: Verkehrsversuch „Deutzer (Auto)Freiheit“ 
2 
Deutzer Freiheit auf Anlieger*innen beschränkt werden. Zur Illustration unseres Anliegens ist dem 
Antrag eine Skizze beigefügt. 
Wir möchten Sie bitten, über unseren Antrag positiv zu befinden, um für Anwohner*innen, 
Fußgänger*innen und Fahrradfahrer*innen und damit für die Bürger*innen und 
Geschäftstreibenden von Deutz Möglichkeiten einer nachhaltigen Stadtentwicklung zu testen. 
Wer wir sind 
Der „Tag des guten Lebens“ im Sommer 2017 hat eindrucksvoll bewiesen, wie viel 
Gestaltungswillen und Kreativität es in Deutz gibt – und wie viel Energie sich entfalten kann, wenn 
die Bewohner*innen des Veedels sich die Straße als öffentlichen Raum aneignen und sie zu einem 
Ort der Begegnung machen.  
Um dieses Ziel langfristig zu verfolgen, hat sich seit Sommer 2017 unter dem Namen 
Deutzer(Auto)Freiheit eine Arbeitsgruppe von Anwohner*innen und Gewerbetreibenden aus Deutz 
gebildet. Als ersten notwendigen Schritt, um die Entwicklungsmöglichkeiten im Veedel zu erkunden 
und die Nutzung des öffentlichen Raums durch die Bürger*innen voranzutreiben, möchte die 
Initiative einen Verkehrsversuch durchführen. In Vorbereitung hat die Gruppe in den zwei Jahren 
seit der Gründung dafür Entwürfe erarbeitet, Veranstaltungen angeboten und zahlreiche Gespräche 
geführt, deren Inhalte weiter unten vorgestellt werden. 
Tag des Guten Lebens 2017, Fotos: Domrauschen (Markus Wilwerscheid) 
Begründung 
Die Deutzer Freiheit heute 
Die Deutzer Freiheit ist die zentrale Einkaufsstraße und damit auch ein wichtiger Begegnungsraum 
in Deutz. Doch leider ist die Straße nicht so attraktiv und lebendig, wie sie sein könnte. 
● Die Aufenthaltsqualität der Deutzer Freiheit ist gering.
● Auf den Gehwegen ist in den Stoßzeiten kaum genug Raum für Fußgänger*innen, Eltern mit
Kinderwagen, Senioren mit Rollatoren, Rollstuhlfahrer*innen oder Radfahrer*innen, die ihr

Bürgerantrag: Verkehrsversuch „Deutzer (Auto)Freiheit“ 
3 
Rad schieben. Den anliegenden Geschäften bleibt wenig Platz, ihr Angebot auf dem Gehweg 
zu präsentieren. 
● Eine zunehmende Anzahl von Leerständen prägt das Bild; inhabergeführte Geschäfte
werden von Ketten abgelöst.
● Auf der engen Straße konkurrieren Autos und Fahrräder – wobei die Radfahrer*innen
eindeutig in der schwächeren Position sind. Zwar dürfen sie die Einbahnstraße in der
Gegenrichtung befahren, werden aufgrund des Platzmangels aber häufig zum Absteigen
gezwungen.
● Ein großer Teil der Verkehrsfläche wird durch parkende Autos eingenommen.
● Bei Großveranstaltungen wie Messen, Konzerten in der Lanxess-Arena, Kirmes oder „Kölner
Lichter“ führt das Parkverhalten der Besucher*innen regelmäßig zu großem Unmut unter
den Anwohner*innen.
● Obwohl ein Großteil der Straße von parkenden und fahrenden Autos eingenommen wird,
überwiegen in der tatsächlichen Nutzung der Straße Fußgänger*innen und
Radfahrer*innen.
Zahlen zur Verkehrssituation: 90 % zu Fuß und auf dem Rad unterwegs 
Die Antragssteller*innen haben eine Verkehrszählung an der Deutzer Freiheit durchgeführt. 
Datum Samstag 14.10.2017 von 10.00 – 12.00 Uhr 
Messpunkt: Deutzer Freiheit, Achse Saint Louis/REWE 
● Fußgänger*innen: 2170
● Fahrradfahrer*innen: 269
● Auto-/Motorradfahrer*innen: 221
Verkehrsteilnehmer*innen mit besonderen Bedürfnissen: 
● Kinderwagen: 27
● Rollatoren: 10
● Rollstühle: 7
● Gehbehinderte: 5

Bürgerantrag: Verkehrsversuch „Deutzer (Auto)Freiheit“ 
4 
Zahlen zum Verkehrsaufkommen an der Deutzer Freiheit aus „Offene Daten Köln“: 
Vergleich Radverkehr (Oktobermittel) und Kfz-Verkehr auf der Deutzer Freiheit: 
● Deutzer Freiheit, zw. Luisenstr. und Reischplatz (2013): 3.100 Fahrräder, 1.500 Kfz, Anteil
Radverkehr: 207 %
● Deutzer Freiheit, zw. Mathildenstr. und Luisenstr. (2010): 3.700 Fahrräder, 2.000 Kfz, Anteil
Radverkehr: 185 %
In dieser Zählung (über 24 Std.) war der Anteil des Radverkehrs ca. doppelt so hoch wie der Anteil 
der Kfz. 
Quelle: Zahlen zum Verkehrsaufkommen in der Deutzer Freiheit aus „Offene Daten Köln“ ( https://offenedaten-
koeln.de/) 
Entwicklung / Potentiale 
Schon heute hat die Deutzer Freiheit nicht nur für Anwohner*innen zentrale Bedeutung, sondern 
auch für die zahlreichen Mitarbeiter*innen der umliegenden Unternehmen und Institutionen (LVR. 
Lanxess etc.) sowie Messegäste, die insbesondere in der Mittagszeit zur „Freiheit“ kommen. 
Durch die neue MesseCity und das geplante Quartier Deutzer Hafen werden weitere Besucher- und 
Bewohner*innen hinzukommen. Diese etwas größeren Entfernungen zur Deutzer Freiheit lassen 
sich zu Fuß, per Fahrrad oder mit der Stadtbahn zurücklegen. 
In dieser Entwicklung sehen wir viel Potential für eine lebendige Deutzer Freiheit – auch ohne 
Anfahrt mit dem Auto.

Bürgerantrag: Verkehrsversuch „Deutzer (Auto)Freiheit“ 
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Gute Gründe für autofreie Straßen & Innenstädte 
● Mehr Platz: Mehr Platz in den sowieso engen Straßen der Innenstadt – so können alle
Anwohner*innen und Besucher*innen sich frei bewegen.
● Aufenthaltsqualität: Höhere Aufenthaltsqualität, mehr Freiraum für Cafés und andere
Nutzung, z.B. mehr Platz für den Wochenmarkt oder für Flohmärkte.
● Mehr Nachbarschaft: Mehr Freiraum für nachbarschaftliche Aktionen und Begegnungen.
● Schöneres Stadtbild: Schöneres Stadt-/ Straßenbild – attraktiver für Anwohner*innen und
Besucher*innen.
● Vorteile für Einzelhandel: Belebung für den stationären Einzelhandel.
● Mehr Klimaschutz: Ein Verkehrskonzept, das zum Umstieg vom Auto auf andere
Verkehrsmittel führt, ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz.
● Bessere Luft: Die Luft wird besser (Feinstaub, Stickoxide), damit leben die
Anwohner*innen gesünder.
● Mehr Bewegung: Bewegung und Gesundheit werden gefördert, denn autofreie Zonen
bieten mehr Anreiz, zu Fuß zu gehen oder das Rad zu nehmen.
● Weniger Lärm: Deutliche Verminderung der Lärmbelastung.
● Mehr Sicherheit: Weniger Unfälle, wie zum Beispiel die Unfallstatistik der Bundesrepublik
Deutschland zeigt.
Beispielhaft: Was andere Städte geschafft haben oder vorhaben 
Hamburg 
Hamburg-Ottensen startet im September 2019 ein Verkehrsexperiment: Einige Straßen westlich 
der Fußgängerzone am Altonaer Bahnhof sollen für sechs Monate autofrei werden. In mehreren 
Straßen wir ein Durchfahrtsverbot für Autos eingerichtet. Auch aus dem „Rathausquartier“ der 
Innenstadt ist der Autoverkehr für drei Monate versuchsweise verbannt. 
München 
Nach einer erfolgreichen Versuchsphase ist der komplette und endgültige Umbau der Sendlinger 
Straße zu einer Flaniermeile bis 2020 verabschiedet. Die Maßnahme ist Teil einer 
Gesamtstrategie der Stadtregierung, mehr Aufenthaltsqualität in den öffentlichen Raum zu bringen. 
Berlin 
In Berlin sind mehrere Initiativen für autofreie Straßen aktiv: autofreiberlin.de 
Frankfurt 
Der Frankfurter Mainkai, der innenstadtnahe Teil des nördlichen Mainufers ist seit August 
2019 für 13 Monate versuchsweise für den Autoverkehr gesperrt.

Bürgerantrag: Verkehrsversuch „Deutzer (Auto)Freiheit“ 
6 
Paris 
Bürgermeisterin Anne Hidalgo plant, ab 2020 die vier zentralen Innenstadt-Arrondissements von 
Paris weitgehend autofrei zu machen. Ziel ist es außerdem, den Prozentsatz der Fahrradfahrer von 
bisher fünf auf 15 Prozent zu steigern. 
Madrid 
Die Stadtregierung schafft seit Jahren mehr autofreie Zonen. Bis 2020 sollen 24 der 
verkehrsreichsten Straßen zu Fußgängerzonen werden. Bereits 2015 setzte man sich zum Ziel, 
große Teile der Innenstadt nur noch für Anrainer und Benutzer*innen der dort liegenden 
Parkhäuser zugänglich zu machen. In den letzten Jahren wurde die Anzahl der Parkplätze in der 
Innenstadt stark reduziert und Strafen für Falschparker empfindlich erhöht. 
New York 
Der Times Square gehört den Fußgängern: New York sperrte 2009 Teile des Broadways zwischen 
Times Square und Herald Square für den Autoverkehr.  
Köln 
Auch in Köln tut sich etwas … 
● Nachdem am Eigelstein mit der Neuordnung des Parkraums ein Anfang geschafft ist,
wünschen sich Geschäftsleute und Anwohner*innen gemeinsam mehr: die Entfernung
sämtlicher Parkplätze und in einem weiteren Schritt, dass die Straße vollständig autofrei
wird.
● Mit dem Verkehrsführungskonzept Altstadt räumt die Stadt Köln im Bereich der Altstadt
dem Fuß- und Radverkehr mehr Raum ein.
● Ein Abschnitt der Zülpicher Straße wird in Folge eines Verkehrsversuchs zur ersten reinen
Fahrradstraße Kölns.
● Die “Wohlfühlstraße” Severinstraße mit verschmälerter Fahrbahn und einseitigem Abbau
der Parkplätze hat inzwischen Vorbildcharakter: www.dvr.de/publikationen/gute-
strassen/severinstrasse_koeln/
● Die Initiative “Boulevard Ehrenfeld” hat ein Konzept zu autofreien Sonntagen auf der
Venloer Straße vorgelegt.
Mit einer autofreien Deutzer Freiheit würde Deutz sich in die Zahl zukunftsweisender 
Mobilitätsprojekte nationaler und internationaler Vorbilder einreihen und könnte sich als 
nachhaltiger und lebenswerter Stadtteil profilieren. 
Synergie-Effekte ergeben sich möglicherweise mit dem Projekt iResilience, das auf die Stärkung 
der Widerstands- und Veränderungsfähigkeit von urbanen Gebieten gegenüber den Wirkungen der 
Klimaänderungen abzielt. Neben zwei Dortmunder Stadtvierteln ist Deutz Teil dieses vom BMBF 
geförderten Projekts.

Bürgerantrag: Verkehrsversuch „Deutzer (Auto)Freiheit“ 
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Unsere Vision: Bessere Aufenthaltsqualität, mehr Nachbarschaft 
Unsere Bürgerinitiative ist aus der Liebe zu unserem Veedel Deutz entstanden – mit seinen 
Menschen, Geschäften und Plätzen zum Verweilen. 
Wir wünschen uns: 
● Hohe Aufenthaltsqualität für Bewohner*innen und Besucher*innen
● Eine Wohlfühlstraße, auf der man gerne einkaufen geht
● Ein lebenswertes und lebendiges Veedel
● Mehr Platz für Fußgänger*innen, Radfahrer*innen, Kinderwagen und Rollstuhl- und
Rollatorfahrer*innen
● Nutzung der Straße für nachbarschaftliche Begegnung, Austausch, kulturelle und kreative
Projekte – hierfür brauchen wir mehr Raum
● Deutz als Aushängeschild für nachhaltige Stadtentwicklung
● Längerfristig: Eine Umgestaltung der Deutzer Freiheit mit neuer Bepflanzung, mehr
Sitzbänken, mehr Platz für Außengastronomie, Urban Gardening u.v.m.
● Weniger Parken auf den Straßen des Veedels – höhere Attraktivität der Parkhäuser
● Erarbeitung eines Verkehrskonzeptes rund um die Deutzer Freiheit, damit auch in den
Nebenstraßen die Feinstaub- und Lärmbelastung reduziert wird
Der Verkehrsversuch 
Autofrei für mind. 6 Monate 
● Für den Zeitraum von mind. 6 Monaten soll die Deutzer Freiheit für den Autoverkehr
gesperrt werden. Bei 6-monatiger Dauer umfasst der Verkehrsversuch idealerweise die
Monate Juli bis Dezember, um die autofreie Straße in verschiedenen Jahreszeiten erleben
zu können. Ggf. ist eine Dauer von 12 Monaten zu erwägen, um die Auswirkungen über alle
Jahreszeiten hinweg evaluieren zu können.
● Die Sperrung beginnt an der Einfahrt in die Deutzer Freiheit von der Siegburger Straße und
endet an der Kreuzung Deutzer Freiheit-Gotenring-Justinianstraße. Parken auf der Deutzer
Freiheit ist nicht gestattet.
● Unser Verkehrskonzept sieht weiter vor, dass die seitlichen Zufahrtsstraßen nur für
Anlieger frei sind. Da man in den meisten Straßen nicht wenden kann, ist dieser Gruppe
eine „Querung“ der Deutzer Freiheit auf Höhe der Theodor-Babilon-Straße/Tempelstraße,
Düppelstraße/Mathildenstraße sowie Neuhöfferstraße/Luisenstraße erlaubt.
● Die Zufahrt zu privaten Parkplätzen (Höhe Neuhöfferstraße/Graf-Gessler-Straße) für die
Parkplatzinhaber*innen ist gewährleistet.
● Radverkehr: Der Radverkehr kann in beide Richtungen auf der Fahrbahn fließen.
● Lieferverkehr ist morgens von 6 – 10 Uhr zugelassen.

Bürgerantrag: Verkehrsversuch „Deutzer (Auto)Freiheit“ 
8  
  siehe Anhang für eine größere Darstellung Kooperativ Lösungen finden ● In persönlichen Gesprächen haben wir von besonderen Anliegen von Geschäftsleuten wie dem Raumausstatterbetrieb Frank oder dem Blumengeschäft „Art for Living“ erfahren, die aktuell auf ganztägige Zu- und Ablieferung von Möbeln bzw. Blumengebinden angewiesen sind.  ● Uns ist bekannt, dass der REWE-Markt aktuell mehrfach täglich Warenlieferungen über die Mathildenstraße erhält.  ● Schwer kranke Patientinnen der gynäkologisch-onkologische Praxis Ziegler-Löhr sind ggf. darauf angewiesen, die Praxis mit dem Pkw/Taxi zu erreichen. Wir möchten anregen, mit den Betroffenen nach Lösungen zu suchen, sofern die Geschäftsgrundlage von der Sperrung für den Autoverkehr betroffen ist. Die IG Deutz steht hier als Ansprechpartner zur Verfügung. Für den Lieferverkehr (DHL, Lieferdienste) sind ggf. weitere Ladezonen außerhalb des Versuchsgebiets eine sinnvolle Lösung. Außengastronomie Ein wichtiger Aspekt zur Belebung der autofreien Straße in den Sommermonaten ist die Außengastronomie. Wir regen daher an, die Erweiterung der Außengastronomie für den Zeitraum des Verkehrsversuchs zu ermöglichen.

Bürgerantrag: Verkehrsversuch „Deutzer (Auto)Freiheit“ 
9 
Dazu bieten sich insbesondere die frei werdenden Parkflächen an. Auch vor dem Hintergrund der 
Anforderungen an die Barrierefreiheit ist dies eine sinnvolle Lösung, da somit die Gehwege 
leichter freigehalten werden können. 
Ideen: Belebung der Deutzer Freiheit während des Verkehrsversuchs 
Deutz ist ein lebendiges Veedel mit vielen Vereinen, Gruppen und unterschiedlichsten Akteuren. 
Ebenso vielfältig kann die Nutzung des Freiraums in der Versuchszeit aussehen – teilweise getragen 
durch diese Akteure, aber auch bereits in der Umsetzung durch die Verwaltung mit geplant. 
Hier eine Sammlung von Ideen: 
Gestaltung der Straße 
● Mobile Straßenmöbel („Parklets“)
● Mobile Pflanzkübel/Hochbeete, gemeinschaftlich gepflegt
● Aktion zur gemeinsamen Straßenreinigung („putzmunter“)
● Wettbewerb zur Gestaltung der Baum-Verschalungen in Kooperation mit einer Design-
Hochschule, z.B. der ecosign in Köln*
● Lichtkonzept November/Dezember: Weihnachtsbeleuchtung, Lichtinstallation (Strahler)*
Mobilität 
● Lastenrad-Angebot und Parkplätze für Lastenräder
● Angebot zur Auslieferung von Einkäufen per Lastenfahrrad
● Günstigeres Parkangebot im Parkhaus Lanxess-Arena
Aktionen & Veranstaltungen 
● Konzertveranstaltungen auf der Straße
● Verlagerung bzw. Erweiterung des Wochenmarkts
● Nachtflohmarkt mit Gastronomie
● Kleine Interventionen zur bewussten Wahrnehmung der Straße/ Umgebung
● Verlosung Köln-Arena-Tickets für alle Einkäufe über 30 EUR auf der Deutzer Freiheit*
● Vergünstigte Mittagstisch-Angebote für Mitarbeiter LVR etc. als Schnupperangebote*
● Familienfest der IG Deutz im August*
● „Tag des Veedels“ der Kölner IGs*
● Stärkere Einbindung der Deutzer Freiheit in den „Lebendigen Adventskalender“*
● Weihnachtsmarkt über 2-3 Wochen – Erlös z.T. zugunsten der Sauberkeit der Straße oder
eines sozialen Vereins*
* Die mit Sternchen gekennzeichneten Aktivitäten sind im Gespräch mit Daniel Wolf, dem
Vorstandsvorsitzenden der IG Deutz, in einem Brainstorming entstanden und zeigen mögliche
Aktivitäten der Geschäftsleute auf.

Bürgerantrag: Verkehrsversuch „Deutzer (Auto)Freiheit“ 
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Evaluation des Verkehrsversuchs & Übergangsphase 
Um den Erfolg des Versuchs bewerten zu können, ist eine Evaluation der Verkehrsströme wie auch 
der Zufriedenheit der Betroffenen entscheidend.  
Beobachtet werden sollte dabei insbesondere, ob eine deutliche Mehrbelastung durch 
Autoverkehr in den an das Versuchsgebiet angrenzenden Straßen entsteht. Dies ist uns als Sorge 
und Anliegen der Anwohner*innen bekannt. Auch die Aufteilung der Straße zwischen 
Fußgänger*innen und Radfahrenden muss sicher beobachtet werden. 
Wir regen außerdem an, dass der Status des Verkehrsversuchs bis zu einer Beschlussfassung 
zur weiteren Situation bestehen bleiben sollte, um für die Anwohner*innen und 
Verkehrsteilnehmer*innen möglichst viel Klarheit und Stabilität zu gewährleisten. (Das Beispiel der 
Zülpicher Straße hat gezeigt, dass dies für die Betroffenen besonders wichtig ist.) 
Bürgerbeteiligung vor dauerhafter Lösung 
Im Zuge der Evaluation bzw. der Vorbereitung einer dauerhaften Lösung für die Deutzer Freiheit 
wünschen wir uns eine moderierte Bürgerbeteiligung, um die Erfahrungen aller Nutzer*innen der 
Deutzer Freiheit im Versuchszeitraum in die Entscheidung für eine verstetigte Lösung (ohne 
Autoverkehr – so unsere Hoffnung) einfließen lassen zu können. 
Kommunikationsinitiativen 
In den zwei Jahren ihres Bestehens hat sich die Bürgerinitiative wiederholt für die Kommunikation 
des Vorhabens und den Austausch mit allen Betroffenen engagiert. Diese Aktivitäten möchten wir 
hier vorstellen. 
Im Gespräch mit lokalen Initiativen 
IG Deutz  
Früh haben wir das Gespräch mit der IG Deutz als Interessenvertretung der ansässigen 
Unternehmen aus Dienstleistung, Handel und Gewerbe gesucht. 
● Wiederholt gab es Gespräche mit Daniel Wolf, dem Vorstandsvorsitzenden der IG Deutz.
● Im Sommer 2018 fanden zahlreiche Einzelgespräche von Mitgliedern unserer Initiative mit
Geschäftsleuten auf der Deutzer Freiheit statt. Hier hat sich uns ein relativ ausgewogenes
Bild dargestellt, was die Verteilung von Befürwortung und Skepsis gegenüber dem
Vorhaben betrifft.
● Einer Einladung zum Austausch ins Café Heimisch am 22.11.2018 sind etwa fünf
Vertreter*innen der Gewerbetreibenden gefolgt.
● Beim diesjährigen „Get together“ der IG Deutz konnten wir kurz über den Stand der Dinge
berichten.

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Deutz familienfreundlich 
Mit der Initiative Deutz familienfreundlich, die sich seit vielen Jahren um mehr 
Familienfreundlichkeit im Viertel bemüht – unter anderem auch in Fragen der Verkehrsführung -, 
haben wir uns getroffen und freuen uns über ihre Unterstützung. 
Bürgervereinigung Deutz 
Mehrere konstruktive Gespräche fanden mit dem Vorsitzenden der Bürgervereinigung Deutz, Toni 
Schäfer, statt. Dieser bringt sich mit eigenen Ideen in die Initiative ein. 
Bezirksvertreter verschiedener Parteien 
Um die Positionen der Parteien der Bezirksvertretung kennen zu lernen und unsere Initiative 
vorzustellen, haben wir uns zum persönlichen Gespräch mit Vertreter*innen verschiedener 
Parteien getroffen bzw. darum bemüht.  
Im Gespräch mit Anwohner*innen 
Stand am Deutzer Stadtteilfest 2018 
Am Deutzer Familien- und Stadtteilfest der IG Deutz am 04./05.08.2018 waren wir mit einem 
bunten Informationsstand vertreten und sind mit zahlreichen Deutzer*innen ins Gespräch 
gekommen. 
Informations- und Diskussionsveranstaltung im Bürgerzentrum 
Am 16.02.2019 hat die Initiative die Deutzer Bürger*innen zum Austausch ins Bürgerzentrum 
Deutz eingeladen. Teil des Programms war eine Expertenrunde unter Beteiligung von 
Bezirksbürgermeister Andreas Hupke, Roland Schüler (Verkehrsexperte), Dr. Ulrich S. Soénius (IHK 
Köln) und Dr. Ing. Maren Lüpnitz (TU Dortmund). 
Die hohe Beteiligung von ca. 200 Besucher*innen und angeregte Diskussionen zeugten von großem 
Interesse. Eine Ergebnisdokumentation in Stichpunkten sowie Presseartikel zur Veranstaltung 
können über unsere Website deutzautofrei.de eingesehen werden. 
Infostand und Mitmachaktion am „Tägchen“ 
Am „Tägchen des guten Lebens“ in Deutz am 23.06.2019 waren wir mit einem Informationsstand 
und Mitmachaktionen vertreten.

Bürgerantrag: Verkehrsversuch „Deutzer (Auto)Freiheit“ 
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Punkteabfrage am „Tägchen“: Was ist dir für die Deutzer Freiheit wichtig? 
Website & Newsletter 
Als weiteres Informations- und Kommunikationsmittel haben wir eine Website veröffentlicht 
(deutzautofrei.de), auf der wir ausführlich über die Initiative informieren. Bei den „Häufigen 
Fragen“ haben wir u.a. konkrete Fragen aus den Gesprächen mit Anwohner*innen und 
Gewerbetreibenden aufgenommen und beantwortet: deutzautofrei.de/haeufige-fragen/  
Unser Newsletter hält die Abonnent*innen über Aktionen und den Stand der Dinge auf dem 
Laufenden. Auch per E-Mail haben sich einzelne Deutzer Bürger*innen mit Fragen oder 
Meinungsbekundungen gemeldet.

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Bürgerantrag: Verkehrsversuch „Deutzer (Auto)Freiheit“ 
Fazit: Am 9. Juli 2019 hat die Stadt Köln offiziell den Klimanotstand ausgerufen. Laut 
Ratsinformation bestätigt damit der Rat der Stadt Köln, „dass die Eindämmung des vom Menschen 
verursachten Klimawandels in der städtischen Politik eine hohe Priorität besitzt und zukünftig bei 
allen Entscheidungen grundsätzlich zu beachten ist.“  
Die Initiative Deutzer (Auto)Freiheit bemüht sich um ein klimafreundliches, soziales und 
lebenswertes Deutz. Wir freuen uns über eine Unterstützung dieser Ziele in Form einer positiven 
Entscheidung Ihrerseits. 
Mit freundlichen Grüßen 
Antragsteller*innen 
XXX
Kontakt 
XXX
Wir freuen uns über die Unterstützung der Deutzer Initiativen 
 Deutz familienfreundlich
 Deutz Dialog
 deutzkultur e.V.

Bürgerantrag: Verkehrsversuch „Deutzer (Auto)Freiheit“ 
14 
Anhang

Beschlussvorlage Bezirksvertretung

3858 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
III/66/661 
 
Vorlagen-Nummer 
 1212/2020 
Freigabedatum 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Bürgereingabe gem. § 24 GO, betr.: Verkehrsversuch Deutzer Freiheit  (Az.: 02-1600-245/19) 
Beschlussorgan 
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Die Bezirksvertretung Innenstadt bedankt sich bei der Bürgerinitiative für ihr Engagement und den 
ausführlichen Antrag auf einen Verkehrsversuch „Deutzer Auto(Freiheit)“.  
 
Die Verwaltung wird beauftragt, eine entsprechende Verkehrsuntersuchung durchzuführen. Die Ver-
waltung lädt zu einem gemeinsamen Termin mit der Bürgerinitiative, der Bezirksvertretung und Ver-
tretern der Verwaltung ein. 
 
 
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 04.06.2020

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 Ja, investiv Investitionsauszahlungen         € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
 Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme        € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
c) bilanzielle Abschreibungen         € 
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Erträge          € 
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten         € 
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
Beginn, Dauer        
 
 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung: 
Die Bürgerinitiative "Deutzer (Auto)Freiheit“ beantragt einen Verkehrsversuch (s. Anlage). 
 
Stellungnahme der Verwaltung: 
Die Verwaltung bedankt sich bei der Bürgerinitiative „Deutzer Auto(Freiheit)“ für den umfangreichen 
Antrag auf einen Verkehrsversuch in der Deutzer Freiheit und die darin vorgestellten Vorschläge. 
 
Auf Grund der Komplexität des vorgeschlagenen Verkehrsversuches schlägt die Verwaltung vor, in 
einem gemeinsamen Gespräch die Vorstellungen genauer zu besprechen. Von Seiten der Verwal-
tung sind mehrere Dienststellen zu beteiligen.  
 
Aktuelle Zählungen bestätigen den Eindruck, der von der Bürgerinitiative dargestellten Verkehrsver-
teilungen. 2018 wurden in Abschnitten auf der Deutzer Freiheit etwa 3.700 Radfahrende pro 24 Stun-
den und ein DTV-Wert von etwa 2.000 Kfz/24 h ermittelt.  
 
Im Radverkehrskonzept Innenstadt, welches 2016 von der Bezirksvertretung Innenstadt und dem 
Verkehrssauschuss als Handlungsleitfaden für die Verwaltung beschlossen worden ist, ist die Deutzer 
Freiheit als Rad-Vorrang-Straße definiert worden, allerdings mit Führung des Radverkehrs im Misch-

3 
verkehr. Es werden sowohl Rad- als auch Fußverkehr auf der Fahrbahn geführt.  
 
Derzeit wird das Fahrradparken neu geordnet. Durch den Abbau der so genannten Quadrigen wird 
das Fahrradparken von den Nebenanlagen in die Parktaschen verlagert. Dadurch bekommt der Fuß-
verkehr auf den Gehwegen mehr Raum, so dass sich die Aufenthaltsqualität für diesen bereits jetzt 
verbessert. 
 
Zur Beurteilung der Sinnhaftigkeit der Sperrung der Deutzer Freiheit für den KFZ-Verkehr ist eine 
Verkehrsuntersuchung erforderlich. Es muss geprüft werden, ob die Erreichbarkeit des gesamten 
Quartiers weiterhin sichergestellt werden kann. Zudem ist zu klären, wohin sich der Kfz-Verkehr ver-
lagert und ob die Verkehre dort verträglich abgewickelt werden können. 
 
Auswirkungen auf den Klimaschutz: 
Die hier dargestellte Maßnahme stärkt den Umweltverbund im Bereich Rad- und Fußverkehr. Somit 
trägt dies zu einer möglichen Reduktion des Treibhausgasausstoßes bei. Insgesamt kann die hier 
darstellte Maßnahme als positiver Betrag zum Klimaschutz bewertet werden. 
 
Anlage 
Eingabe

Beratungsverlauf (1)

04.06.2020 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)
TOP 4.4 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (19)

  • Ludwigstraße 8
  • Siegburger Straße
  • Luisenstraße
  • Mathildenstraße
  • Severinstraße
  • Venloer Straße
  • Düppelstraße
  • Neuhöfferstraße
  • Zülpicher Straße
  • Gotenring
  • Reischplatz
  • Theodor-Babilon-Straße
  • Graf-Geßler-Straße
  • Deutzer Freiheit
  • Justinianstraße
  • Tempelstraße
  • Eigelstein
  • Freiheit
  • Markt

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Details

Aktenzeichen
1212/2020
Typ
Beschlussvorlage Bezirksvertretung
Datum
05.05.2020
Erstellt
23.04.2020 14:18