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2200/2017

Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in der BV Köln-Chorweiler zum Thema "Stadtteilfeste in Seeberg" (AN/1005/2017)

Beantwortung einer Anfrage (BV) 03.08.2017

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 6 (Chorweiler), Sitzung am 07.09.2017, TOP 7.1.4

Beantwortung einer Anfrage (BV)

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Beantwortung einer Anfrage (BV)

7013 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
50/503 
 
Vorlagen-Nummer 
 2200/2017 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 07.09.2017 
 
Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in der BV Köln-
Chorweiler zum Thema "Stadtteilfeste in Seeberg" (AN/1005/2017) 
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in der BV Köln-Chorweiler bittet die Verwaltung um die Beant-
wortung folgender Anfrage: 
 
Der Stadtteil Seeberg ist durch den Seeberger Park faktisch zweigeteilt. Einerseits grenzt der Bereich 
im Norden Seebergs an den Stadtteil Chorweiler und gehört zum Sozialraum, andererseits geht der 
Seeberger-Süden, der nicht zum Sozialraum gehört, nahtlos in den Stadtteil Heimersdorf über, der 
die Versorgung mit Dingen des täglichen Bedarfs durch das EKZ Haselnusshof sicherstellt, weil im 
südlichen Seeberger Bereich kaum Geschäfte ansässig sind. 
Auch die Evangelische Gemeinde Heimersdorf hat jetzt auch ihre Angebote stark reduziert, weil sie 
das Gemeindezentrum abreißen muss. In Seeberg-Süd sind die Kirchen schon lange nicht mehr in 
eigenen Gebäuden vor Ort aktiv. 
In Seeberg-Süd wohnen mittlerweile viele ältere Menschen, die auf soziale Kontakte angewiesen 
sind, um nicht zu vereinsamen. Leider gibt es im Seeberger-Süden wenig funktionierende Vereins-
strukturen oder soziale Einrichtungen, die Abhilfe schaffen könnten, in dem sie ein Nachbarschafts-
fest oder andere Möglichkeiten des sozialen Kontaktes für die Bürger dort organisieren. 
 
Fragen an die Verwaltung: 
 
1. Gibt es in Seeberg-Süd soziale Einrichtungen, die sich um die Belange der Bürger kümmern? 
A) Wenn ja welche und was ist deren Aufgabe? B) Wenn nein, warum nicht? 
 
2. Gibt es andere, nicht politische, bekannte Gruppierungen, die sich aktiv im Bereich von See-
berg-Süd um die Menschen bemühen? A) Wenn ja, welche? B) Was sind deren Zielgruppen? 
 
 
 
Antwort der Verwaltung: 
 
Zu 1 A:  
Im Stadtteil Seeberg hat der Deutsch-Türkische Verein Köln e.V. als Träger ab September 2015 
unter Mitwirkung der Fachberatung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes die Aufgabe über-
nommen, ein SeniorenNetzwerk aufzubauen und die älteren Menschen im gesamten Stadtteil zu 
aktivieren. Dieses SeniorenNetzwerk wird im Rahmen der Förderung der „Offenen Seniorenarbeit“ 
vom Amt für Soziales und Senioren mit jährlich 40.452 € finanziell unterstützt.  
 
Die SeniorenNetzwerk-Arbeit ist entsprechend des Konzeptes für die SeniorenNetzwerke Köln auf 
den gesamten Stadtteil (Seeberg-Nord und Seeberg-Süd) als Sozialraum ausgerichtet und be-
rücksichtigt die Besonderheiten der einzelnen Stadtteile.

2 
 
Wie alle SeniorenNetzwerke hat auch das SeniorenNetzwerk Seeberg das Ziel, Möglichkeiten zu 
schaffen, damit sich ältere Menschen im Stadtteil begegnen, kennenlernen und Aktivitäten entwi-
ckeln können und sich ältere und junge Menschen gegenseitig helfen und unterstützen. Einsamkeit 
und die sich daraus ergebenden negativen Folgen sollen verhindert werden. Die Förderung des 
ehrenamtlichen Engagements steht im Vordergrund. Durch Vernetzung, Kooperation und Initiative 
vor Ort soll der Stadtteil seniorenfreundlicher werden. 
 
Ein Schwerpunkt der SeniorenNetzwerk-Arbeit in Seeberg besteht darin, deutsche und ausländi-
sche Seniorinnen und Senioren miteinander in Kontakt zu bringen. Beispielsweise soll dies über 
den für alle im Stadtteil offenen „Seeberger Seniorentreff“ oder den für Interessierte Stadtteilbe-
wohner im Seniorenalter gegründeten „Seeberger Singkreis“ erreicht werden. 
 
Um weitere Aktivitäten zu entwickeln, wird zurzeit durch die SeniorenNetzwerk-Koordinatorin für 
den Stadtteil Seeberg eine Stadtteilkonferenz aufgebaut. Diese Stadtteilkonferenz dient als Forum 
für Personen und Institutionen, die an einem seniorenfreundlichen Stadtteil interessiert sind.  
 
Auf Grund dieser Anfrage hat das Amt für Soziales und Senioren angeregt, die Besonderheiten der 
Ortslage von Seeberg-Süd in der ersten Sitzung dieser Stadtteilkonferenz zu betrachten und über 
die bereits bestehenden Aktivitäten des SeniorenNetzwerkes hinaus, die älteren Einwohnerinnen 
und Einwohner von Seeberg-Süd zu aktivieren.  
 
Sollten darüber hinaus weitere Schritte notwendig sein, könnten Lösungsansätze über den bezirk-
lich durch die Seniorenberatung organisierten „Runden Tisch Altenarbeit“ diskutiert werden.  
 
Ergänzend zu den Aktivitäten des SeniorenNetzwerkes hat das Amt für Soziales und Senioren im 
November 2016 alle in Seeberg wohnenden Einwohnerinnen und Einwohner, die 75 Jahre und äl-
ter waren, angeschrieben und einen Hausbesuch durch eine Mitarbeiterin der Synagogen Ge-
meinde angeboten. Ziel dieser präventiven Hausbesuche war das rechtzeitige Erkennen von Prob-
lemlagen im Einzelfall, sowie die Vermittlung/Einleitung von Unterstützungsmaßnahmen bzw. 
Überführung in das unterstützende Regelsystem. Konkret wurden die bestehenden Beratungs- und 
Unterstützungsangebote den nicht informierten Seniorinnen und Senioren bekannt gemacht und 
die Nutzung ermöglicht. 
 
Zu 2 A: 
Die Aktivitäten des SeniorenNetzwerkes Seeberg und das Angebot der präventiven Hausbesuche 
wurden bereits unter 1. beschrieben. 
 
Darüber hinaus wurde mit der Sozialraumkoordination für Seeberg-Nord, dem Bürgerzentrum 
Chorweiler, der Seniorenberatung Chorweiler, der Seniorenvertretung Chorweiler, FIZ e.V. und der 
Fachstelle Stadtteilkoordination des Amtes für Soziales und Senioren Kontakt aufgenommen. 
 
Grundsätzlich wird von allen Befragten Seeberg-Süd als gutsituiertes Viertel mit überwiegender 
Einfamilienhausbebauung beschrieben, das über wenig eigene Infrastruktur verfügt, aber durch die 
Einkaufsmöglichkeiten in Heimersdorf und durch eine Buslinie nach Chorweiler-Zentrum gut ange-
bunden und versorgt ist.  
 
Weder die Seniorenberatung, noch die Mitarbeiterin, die präventive Hausbesuche durchgeführt 
hat, konnten über Einzelfallberatungen besondere Problemlagen für Seeberg-Süd feststellen. 
 
Die Fachstelle Stadtteilkoordination des Amtes für Soziales und Senioren, die Sozialraumkoordina-
tion für Seeberg-Nord, das Bürgerzentrum Chorweiler, FIZ e.V. und die Seniorenvertretung des 
Bezirks Chorweiler bestätigen den Eindruck, der sich aus der Seniorenberatung und den präven-
tiven Hausbesuchen ergeben hat, und sehen neben der Arbeit des SeniorenNetzwerkes Seeberg 
keinen weiteren Handlungsbedarf für soziale Maßnahmen in Seeberg-Süd. 
 
Darüber hinaus sind noch folgende Organisationen in Seeberg-Süd bekannt: 
 
Alevitischer Kulturverein/Alevitische Gemeinde Köln e.V., Alpenrosenweg 6, 50769 Köln

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St. Dimitrios Gemeinde Köln e.V., Geranienweg 27 – 29, 50769 Köln 
 
Zu 2 B: 
Zielgruppe der Alevitische Gemeinde und der St. Dimitrios Gemeinde sind die jeweiligen Gemein-
demitglieder. 
 
Zielgruppe des SeniorenNetzwerkes sind alle älteren Einwohnerinnen und Einwohner des Stadt-
teils Seeberg. Selbstverständlich sind auch generationsübergreifende Maßnahmen möglich.

Beratungsverlauf (1)

07.09.2017 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler)
TOP 7.1.4 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2200/2017
Typ
Beantwortung einer Anfrage (BV)
Datum
03.08.2017
Erstellt
03.08.2017 00:27